Blopress Plus 8/12.5 mg Tabletten

Schweiz - Deutsch - Swissmedic (Swiss Agency for Therapeutic Products)

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Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation (PIL)

01-12-2020

Fachinformation Fachinformation (SPC)

24-10-2018

Wirkstoff:
candesartanum cilexetilum, hydrochlorothiazidum
Verfügbar ab:
Takeda Pharma AG
ATC-Code:
C09DA06
INN (Internationale Bezeichnung):
candesartanum cilexetilum, hydrochlorothiazidum
Darreichungsform:
Tabletten
Zusammensetzung:
candesartanum cilexetilum 8 mg, hydrochlorothiazidum 12.5 mg, lactosum monohydricum 76.9 mg, maydis amylum, hydroxypropylcellulosum, macrogolum 8000, carmellosum calcicum, magnesii stearas, pro compresso.
Klasse:
B
Therapiegruppe:
Synthetika
Therapiebereich:
Essentielle Hypertonie
Zulassungsnummer:
55247
Berechtigungsdatum:
2000-02-11

Dokumente in anderen Sprachen

Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation - Französisch

01-12-2020

Fachinformation Fachinformation - Französisch

01-12-2020

Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation - Italienisch

01-12-2020

Fachinformation Fachinformation - Italienisch

01-12-2020

Information für Patientinnen und Patienten

Lesen Sie diese Packungsbeilage sorgfältig, bevor Sie das Arzneimittel einnehmen bzw. anwenden.

Dieses Arzneimittel ist Ihnen persönlich verschrieben worden, und Sie dürfen es nicht an andere

Personen weitergeben. Auch wenn diese die gleichen Krankheitssymptome haben wie Sie, könnte ihnen

das Arzneimittel schaden.

Bewahren Sie die Packungsbeilage auf, Sie wollen sie vielleicht später nochmals lesen.

Blopress® Plus

Takeda Pharma AG

Was ist Blopress Plus und wann wird es angewendet?

Auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin.

Blopress Plus enthält als Wirkstoffe Candesartan-Cilexetil und Hydrochlorothiazid und dient zur

Behandlung des Bluthochdrucks (Hypertonie). Candesartan-Cilexetil blockiert spezifisch körpereigene

Bindungsstellen (sog. Angiotensin-II-Rezeptoren) und gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die

Angiotension-II-Rezeptor-Antagonisten genannt werden. Es wirkt, indem es die Blutgefässe erweitert

und somit den Blutdruck senkt.

Hydrochlorothiazid gehört zur Gruppe der sogenannten Diuretika (harntreibende Mittel). Es fördert die

Ausscheidung von Natrium, Chlorid und Wasser durch die Niere und bewirkt dadurch eine Senkung des

Blutdruckes.

Blopress Plus darf nur unter ständiger Kontrolle des Arztes oder der Ärztin eingenommen werden.

Wann darf Blopress Plus nicht eingenommen werden?

Blopress Plus darf bei bekannter Überempfindlichkeit auf die Wirkstoffe Candesartan-Cilexetil,

Hydrochlorothiazid oder einen der Hilfsstoffe nicht eingenommen werden. Ausserdem darf Blopress

Plus bei schweren Krankheiten der Leber und der Niere, bei ungenügender Harnausscheidung, bei

Mangelerscheinungen an Kalium und Natrium im Blut sowie bei Kalziumstörungen, Gicht und

Gallenstauung nicht eingenommen werden. Wenn Sie schwanger sind sowie in der Stillzeit darf

Blopress Plus ebenfalls nicht eingenommen werden.

Wenn Sie an Diabetes mellitus (Typ 1 oder Typ 2) leiden oder eine eingeschränkte Nierenfunktion

haben und Aliskiren-enthaltende Arzneimittel zur Blutdrucksenkung einnehmen (z.B. Rasilez®), dürfen

Sie Blopress Plus nicht einnehmen.

Falls früher anlässlich der Einnahme eines blutdrucksenkenden Arzneimittels Schwellungen im Gesicht,

an Lippen, Zunge oder im Rachen (Schluck- oder Atembeschwerden) auftraten, dürfen Sie Blopress Plus

nicht einnehmen.

Wann ist bei der Einnahme von Blopress Plus Vorsicht geboten?

Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit, Werkzeuge oder

Maschinen zu bedienen, beeinträchtigen!

Es ist besonders wichtig, dass Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin informieren, wenn Sie an einer

Erkrankung der Niere oder der Leber leiden, oder wenn Sie gleichzeitig gewisse Antikoagulantien

(Blutverdünner) einnehmen müssen. Besondere Vorsicht ist auch geboten bei Störungen im Salzhaushalt

(Kalium) und bei Herzklappenerkrankungen. Blopress Plus enthält Laktose (Milchzucker). Bitte nehmen

Sie Blopress Plus erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter

einer Zuckerunverträglichkeit leiden.

Bei Patientinnen bzw. Patienten mit Zuckerkrankheit (Diabetes) ist eine neue Dosiseinstellung der

Arzneimittel nötig. Bei gichtgefährdeten Patientinnen bzw. Patienten können Gichtanfälle ausgelöst

werden.

Im Weiteren sollten Sie Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin mitteilen, wenn Sie gleichzeitig zu Blopress Plus

Arzneimittel, welche die Kaliumwerte im Blut erhöhen können (z.B. bestimmte harntreibende Mittel wie

kaliumsparende Diuretika, Kaliumpräparate oder Heparin), Lithiumpräparate oder regelmässig

Schmerzmittel gegen rheumatische Beschwerden (nichtsteroidale Antirheumatika oder COX-2-

Hemmer) oder Acetylsalicylsäure (Wirkstoff von Aspirin und anderen Schmerzmitteln) einnehmen. Die

Anwendung von Blopress Plus in Kombination mit Arzneimitteln, die den Wirkstoff Aliskiren enthalten,

wird nicht empfohlen. Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin wenn Sie ACE-Hemmer

(Arzneimittel zur Behandlung von hohem Blutdruck, wie z.B. Enalapril, Lisinopril oder Ramipril)

einnehmen. Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin insbesondere, wenn Sie Nierenprobleme

aufgrund von Diabetes haben.

Teilen Sie Ihrem Arzt oder Zahnarzt bzw. Ihrer Ärztin oder Zahnärztin vor einem operativen Eingriff

mit, dass Sie Blopress Plus einnehmen. Wird dieses Arzneimittel gleichzeitig mit gewissen Anästhetika

angewendet, kann ein übermässiger Blutdruckabfall auftreten.

Wie bei anderen blutdrucksenkenden Arzneimitteln kann auch bei Blopress Plus gelegentlich Schwindel

und Müdigkeit auftreten.

Teilen Sie Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin mit, falls Sie schon einmal Hautkrebs hatten oder falls Sie

während der Behandlung eine unerwartete Hautveränderung bemerken. Die Behandlung mit

Hydrochlorothiazid (einem der Wirkstoffe von Blopress Plus), insbesondere über längere Zeit und in

höherer Dosierung, kann zu einem erhöhten Risiko für bestimmte Arten von Haut- und Lippenkrebs

(nicht-melanozytärer, «weisser» Hautkrebs) führen. Schützen Sie lhre Haut vor Sonnenlicht und UV-

Strahlen, solange Sie Blopress Plus anwenden, und kontrollieren Sie lhre Haut regelmässig, um lhrem

Arzt bzw. lhrer Ärztin unerwartete Veränderungen zeigen zu können.

Falls Sie einen Sehkraftverlust bemerken oder Augenschmerzen auftreten, kann dies auf eine

Flüssigkeitsansammlung im Gefässbett des Auges zurückführbar sein (Aderhauterguss) oder auf eine

Druckzunahme im Auge. Dies kann nach Einnahme von Blopress Plus innerhalb von Stunden bis

Wochen auftreten und kann zu einem permanentem Sehkraftverlust führen, falls nicht rechtzeitig eine

Behandlung eingeleitet wird. Falls sie eine Penicillin- oder Sulfonamid-Allergie haben, ist das Risiko

einen Aderhauterguss zu erleiden möglicherweise erhöht.

Informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin, wenn Sie

·an anderen Krankheiten leiden,

·Allergien haben oder

andere Arzneimittel (auch selbst gekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden!

Darf Blopress Plus während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Wenn Sie schwanger sind, eine Schwangerschaft planen oder Ihr Kind stillen, dürfen Sie Blopress Plus

nicht einnehmen. Von ähnlichen Arzneimitteln ist bekannt, dass sie bei der Anwendung während der

Schwangerschaft den Fötus schädigen können. Wenn Sie während der Einnahme von Blopress Plus

schwanger werden, informieren Sie sofort Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, so dass über eine Absetzung des

Präparates entschieden werden kann.

Wie verwenden Sie Blopress Plus?

Der Arzt bzw. die Ärztin wird aufgrund regelmässiger Blutdruckkontrollen die für Sie zutreffende

Dosierung festlegen. Es ist sehr wichtig, dass Sie Blopress Plus jeden Tag so einnehmen, wie es Ihnen

der Arzt bzw. die Ärztin vorgeschrieben hat.

Üblicherweise beträgt die Dosierung 1 Tablette Blopress Plus 8/12.5 mg oder 1 Tablette Blopress Plus

16/12.5 mg täglich. Wird die Blutdruckkontrolle damit nicht optimal erreicht, kann der Arzt bzw. die

Ärztin 1 Tablette Blopress Plus 32/12.5 mg oder 1 Tablette Blopress Plus 32/25 mg täglich verschreiben.

Blopress Plus kann mit oder ohne Mahlzeiten eingenommen werden. Am besten nehmen Sie die

Tablette immer zur gleichen Zeit, z.B. morgens ein. Die Tabletten besitzen eine Zierkerbe; sie sind nicht

zur Einnahme einer halben Dosis geeignet.

Wenn Sie mehr als die vorgeschriebene Dosis eingenommen haben, kontaktieren Sie unverzüglich Ihren

Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin.

Wenn Sie vergessen haben eine Tablette einzunehmen, dann holen Sie dies nach, sobald Sie sich daran

erinnern. Ist es jedoch bald Zeit, die nächste Tablette einzunehmen, dann nehmen Sie die vergessene

Tablette nicht mehr ein.

Die Anwendung und Sicherheit von Blopress Plus bei Kindern und Jugendlichen sind bisher nicht

geprüft worden.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke

zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder

Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Blopress Plus haben?

Häufig (betrifft mehr als einen von 10 Anwendern)

Häufig sind Schwindel, Atemwegsinfektionen, Störungen im Stoffwechsel (z.B. erhöhter

Blutzuckerspiegel) oder im Salzhaushalt, Benommenheit, Kopfschmerzen, Rückenschmerzen und

Schwäche beobachtet worden.

Gelegentlich (betrifft 1 bis 10 von 1000 Anwendern)

Gelegentlich können tiefer Blutdruck, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen,

Durchfall, Verstopfung, Hautausschlag, Nesselfieber und erhöhte Lichtempfindlichkeit der Haut

auftreten.

Selten (betrifft 1 bis 10 von 10'000 Anwendern)

Selten ist über Veränderungen im Blutbild, Überempfindlichkeitsreaktionen, Verschlechterung einer

Zuckerkrankheit, Schlafstörungen, Schwindel, Depression, Unruhe, Kribbeln in den Händen und Füssen,

vorübergehende Sehstörungen, Herzrhythmusstörungen, Atemwegsbeschwerden, Husten, Gelbsucht,

Muskelkrämpfe, Nierenstörungen, Fieber und Lupus erythematodes (Autoimmunerkrankung mit Befall

der Haut oder Organe) berichtet worden.

Sehr selten (betrifft weniger als 1 von 10'000 Anwendern)

Sehr selten sind Lebererkrankungen (z.B. Hepatitis), Juckreiz, Gelenkschmerzen und Muskelschmerzen,

aufgetreten. Sehr selten können auch Schwellungen der Haut (v.a. des Gesichts, der Lippen, der Zunge,

der Augen) und/oder der Schleimhaut (Angioödem), Juckreiz oder Nesselausschlag, akute

Kurzsichtigkeit, akuter grüner Star (Engwinkelglaukom) auftreten. In diesem Fall müssen Sie sofort die

Einnahme von Blopress Plus unterbrechen und den Arzt bzw. Ihre Ärztin aufsuchen.

Einzelfälle

In Einzelfällen können Haut- und Lippenkrebs (nicht-melanozytärer, „weisser" Hautkrebs) auftreten.

Weitere mögliche unerwünschte Wirkungen sind: Herzklopfen, Brustschmerzen, Angina pectoris

(Symptome wie Schmerzen im Brustkorb und/oder Schulter-Arm-Bereich, Atemnot), Herzinfarkt,

Nasenbluten, Ängstlichkeit und Atemnot.

Diese Nebenwirkungen sind nicht zwingend durch Blopress Plus verursacht, denn sie wurden auch an

Patienten festgestellt, die das Arzneimittel nicht eingenommen haben.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin

oder Apothekerin. Dies gilt insbesondere auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage

angegeben sind. Darüber hinaus sollten Sie lhrem Arzt bzw. lhrer Ärztin umgehend jegliche

unerwarteten Veränderungen der Haut zeigen, die Sie während der Behandlung mit Blopress Plus

beobachten.

Was ist ferner zu beachten?

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Lagerungshinweis

Nicht über 30°C lagern.

Ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.

Weitere Hinweise

Falls Sie im Besitz von verfallenen Arzneimitteln sind, bringen Sie diese bitte zur Entsorgung in Ihre

Apotheke zurück.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Blopress Plus enthalten?

1 Tablette (mit Zierkerbe) Blopress Plus enthält:

Wirkstoffe

Candesartan-Cilexetil und Hydrochlorothiazid 8 mg+12.5 mg oder 16 mg+12.5 mg oder 32 mg+12.5 mg

oder 32 mg+25 mg.

Hilfsstoffe

Carmellose-Calcium, Hyprolose, Magnesiumstearat, Maisstärke, Macrogol 8000 sowie Lactose-

Monohydrat und Eisenoxid (E 172).

Zulassungsnummer

55247 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Blopress Plus? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Blopress Plus 8/12.5 mg bzw. Blopress Plus 16/12.5 mg bzw. Blopress Plus 32/12.5 mg bzw. Blopress

Plus 32/25 mg: Packungen zu je 28 und 98 Tabletten.

Zulassungsinhaberin

Takeda Pharma AG, 8152 Opfikon.

Diese Packungsbeilage wurde im Dezember 2020 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic)

geprüft.

Fachinformation

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Blopress® Plus

Zusammensetzung

Wirkstoffe: Candesartanum cilexetilum, Hydrochlorothiazidum

Hilfsstoffe: Excipiens pro compresso.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Tabletten (mit Zierkerbe)

1 Tablette Blopress Plus 8/12.5 mg enthält 8 mg Candesartanum cilexetilum und 12,5 mg

Hydrochlorothiazidum.

1 Tablette Blopress Plus 16/12.5 mg enthält 16 mg Candesartanum cilexetilum und 12,5 mg

Hydrochlorothiazidum.

1 Tablette Blopress Plus 32/12.5 mg enthält 32 mg Candesartanum cilexetilum und 12,5 mg

Hydrochlorothiazidum.

1 Tablette Blopress Plus 32/25 mg enthält 32 mg Candesartanum cilexetilum und 25 mg

Hydrochlorothiazidum.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Blopress Plus ist indiziert zur Behandlung der essentiellen Hypertonie, wenn mittels Monotherapie

ein nur ungenügender Effekt erzielt werden kann.

Dosierung/Anwendung

Die empfohlene Dosis ist 1× täglich 1 Tablette Blopress Plus 8/12.5 mg resp.

1 Tablette Blopress Plus 16/12.5 mg. Blopress Plus 32/12.5 mg oder 32/25 mg 1xtäglich kann bei

Patienten verabreicht werden, bei denen eine optimale Blutdruckkontrolle mit den niedrigeren

Dosierungsstärken nicht erreicht wird.

Die maximale antihypertensive Wirkung wird innert 4 Wochen nach Behandlungsbeginn erreicht.

Blopress Plus kann mit oder ohne Mahlzeiten eingenommen werden.

Spezielle Dosierungsanweisungen

Anwendung bei älteren Patienten

Bei älteren Patienten ist keine Dosisanpassung erforderlich.

Anwendung bei Niereninsuffizienz

Bei Patienten mit einer leichten bis mässigen Nierenfunktionsstörung (d.h. Kreatinin-Clearance 30-

89 ml/min/1.73 m2 Körperoberfläche) wird eine Dosistitrierung empfohlen.

Bei Patienten mit Niereninsuffizienz sind Schleifendiuretika den Thiaziden vorzuziehen.

Patienten mit einer schweren Nierenfunktionsstörung (d.h. Kreatinin-Clearance < 30 ml/min/1.73 m²

Körperoberfläche) sollte Blopress Plus nicht verabreicht werden.

Anwendung bei Leberinsuffizienz

Bei Patienten mit leichten bis mässigen chronischen Lebererkrankungen wird eine Dosistitrierung

empfohlen.

Patienten mit einer schweren Leberinsuffizienz und/oder Cholestase sollte Blopress Plus nicht

verabreicht werden.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Blopress Plus bei Kindern und Jugendlichen (0-18 Jahre)

wurden nicht geprüft.

Kontraindikationen

Bei Überempfindlichkeit auf die Wirkstoffe oder Sulfonamid-Derivate (Hydro-chlorothiazid ist ein

Sulfonamid-Derivat) oder einen der Hilfsstoffe sowie in der Schwangerschaft und Stillzeit ist

Blopress Plus kontraindiziert.

Candesartan ist kontraindiziert bei Patienten mit hereditärem Angioödem oder bei denen sich unter

einer früheren Behandlung mit einem ACE-Hemmer oder Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten ein

angioneurotisches Ödem entwickelt hat.

Bei schweren Nierenfunktionsstörungen (d.h. Kreatinin-Clearance <30 ml/min/1.73 m²

Körperoberfläche), schweren Leberfunktionsstörungen, Cholestase sowie bei Gicht darf Blopress

Plus ebenfalls nicht eingenommen werden. Blopress Plus sollte auch nicht bei therapieresistenter

Hypokaliämie, Hyponatriämie, Hyperkalzämie und Anurie eingenommen werden.

Kombination von Blopress Plus mit Aliskiren bei Patienten mit Diabetes mellitus (Typ 1 und Typ 2)

sowie bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion (GFR < 60ml/min/1.73m2 (siehe Rubrik

„Interaktionen“).

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

„Duale Blockade“ des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems

Siehe „Interaktionen“.

Patienten mit Nierenarterien-Stenosen

Andere das Renin-Angiotensin-System beeinflussende Medikamente wie ACE-Hemmer können bei

Patienten mit einer bilateralen Nierenarterienstenose oder einer Stenose der Arterie einer Einzelniere

die Blutharnstoff- und Serumkreatininwerte erhöhen. Dies könnte auch bei Angiotensin-II-Rezeptor-

Antagonisten auftreten.

Intravaskuläre Hypovolämie

Bei Patienten mit einer intravaskulären Hypovolämie und/oder Natriumverlusten kann eine

symptomatische Hypotonie auftreten, wie sie für andere auf das Renin-Angiotensin-Aldosteron-

System wirkende Arzneimittel bekannt ist. Aus diesem Grund sollte dieser Zustand vor

Behandlungsbeginn mit Blopress Plus korrigiert werden.

Anästhesie und operative Eingriffe

Bei Patienten, die mit Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten behandelt werden, kann auf Grund

einer Hemmung des Renin-Angiotensin-Systems während einer Anästhesie und operativen

Eingriffen eine Hypotonie auftreten. Sehr selten kann die Hypotonie so schwerwiegend sein, dass die

intravenöse Gabe von Flüssigkeit und/oder eines Vasopressors gerechtfertigt ist.

Niereninsuffizienz

Bei prädisponierten Patienten, die mit Blopress Plus behandelt werden, sowie mit anderen

Substanzen die das Renin-Angiotension-Aldosteron-System hemmen, können Änderungen der

Nierenfunktion auftreten (siehe „Kontraindikationen“).

Bei Patienten mit Niereninsuffizienz, welche mit Blopress Plus behandelt werden, wird eine

periodische Überwachung des Kalium-, Kreatinin- und Harnsäurespiegels empfohlen. Bei der

Patientengruppe mit schwerer Niereninsuffizienz ist ein Schleifendiuretikum den Thiaziden

vorzuziehen.

Nierentransplantation

Es liegen beschränkte klinische Erfahrungen in der Anwendung von Blopress Plus bei Patienten mit

einer Nierentransplantation vor.

Aorten- und Mitralklappen-Stenose oder obstruktive hypertrophe Kardiomyopathie

Bei Patienten, die an einer hämodynamisch relevanten Aorten- oder Mitralklappen-Stenose oder an

einer obstruktiven hypertrophen Kardiomyopathie leiden, ist, wie bei der Anwendung anderer

Vasodilatatoren, besondere Vorsicht geboten.

Störungen des Elektrolytgleichgewichtes

Periodische Kontrollen der Serumelektrolyte sollten in angemessenen Intervallen durchgeführt

werden. Thiazide, einschliesslich Hydrochlorothiazid, können das Flüssigkeits- oder

Elektrolytgleichgewicht beeinflussen (Hyperkalzämie, Hypokaliämie, Hyponatriämie,

Hypomagnesiämie, hypochlorämische Alkalose).

Basierend auf den Erfahrungen mit anderen Arzneimitteln mit Auswirkung auf das Renin-

Angiotensin-Aldosteron-System können gleichzeitig verabreichte ACE-Hemmern, Aliskiren,

kaliumsparende Diuretika, Kalium enthaltende Arzneimittel (zur Ergänzung oder Kaliumsalz-

Substitution) oder andere Arzneimittel, die den Kaliumserumspiegel erhöhen können (z.B. Heparin,

Cotrimoxazol), zu erhöhten Kaliumserumspiegeln führen.

Hydrochlorothiazid erhöht dosisabhängig die renale Kaliumausscheidung und kann so eine

Hypokaliämie verursachen. Diese Wirkung von Hydrochlorothiazid scheint in Kombination mit

Candesartan-Cilexetil eine geringere Bedeutung zu haben. Das Risiko einer Hypokaliämie kann bei

Patienten mit Leberzirrhose, bei Patienten, die eine übermässige Diurese haben, bei Patienten mit

einer unangemessenen oralen Aufnahme von Elektrolyten und bei gleichzeitiger Gabe von Steroiden

oder adrenokortikotropem Hormon (ACTH) erhöht sein.

Metabolische und endokrine Wirkungen

Die Behandlung mit Thiazid-Diuretika kann die Glukosetoleranz verschlechtern. Eine

Dosisanpassung von Antidiabetika, einschliesslich Insulin, kann erforderlich sein. Ein latenter

Diabetes mellitus kann sich während einer Thiazid-Behandlung manifestieren. Eine Erhöhung der

Cholesterol- und der Triglycerid-Werte wurde im Zusammenhang mit einer Thiaziddiuretika-

Behandlung beobachtet. Bei den Hydrochlorothiazidmengen, die in Blopress Plus enthalten sind,

wurden nur minimale solche Auswirkungen beobachtet.

Eine ausgeprägte Hyperkalzämie kann ein Anzeichen eines versteckten Hyperparathyroidismus sein.

Thiazide sollten vor der Durchführung von Nebenschilddrüsenfunktionstests abgesetzt werden.

Thiazid-Diuretika erhöhen die Harnsäure-Konzentration im Serum und können einen Gichtanfall bei

gefährdeten Patienten auslösen.

Angioödem

Bei Patienten, die mit Candesartan behandelt wurden, sind in sehr seltenen Fällen angioneurotische

Ödeme des Gesichts, der Extremitäten, der Lippen, Zunge, Glottis und/oder des Larynx beobachtet

worden. Blopress Plus sollte in diesen Fällen sofort abgesetzt und der Patient sorgfältig überwacht

werden, bis die Schwellung verschwunden ist. Patienten, welche ein Angioödem ohne

Zusammenhang mit einer antihypertensiven Therapie in der Anamnese aufweisen, könnten einem

höheren Risiko ausgesetzt sein, dass durch die Therapie mit Blopress Plus ein Angioödem ausgelöst

würde (siehe „Kontraindikationen“).

Allgemeines

Bei Patienten, deren vaskulärer Tonus und die Nierenfunktion hauptsächlich von der Aktivität des

Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems abhängig sind (z.B. Patienten mit schwerer dekompensierter

Herzinsuffizienz oder Nierenerkrankungen, einschliesslich Nierenarterien-Stenose) können bei einer

gleichzeitigen Behandlung mit anderen Arzneimitteln, die auf dieses System wirken, Veränderungen

wie akute Hypotonie, Azotämie, Oligurie oder selten akute Niereninsuffizienz beobachtet werden.

Wie bei allen Antihypertonika kann eine exzessive Blutdrucksenkung bei Patienten mit einer

ischämischen Herzkrankheit oder arteriosklerotisch cerebro-vaskulären Erkrankungen zu einem

Myokardinfarkt oder einem Schlaganfall führen.

Überempfindlichkeitsreaktionen auf Hydrochlorothiazid können bei Patienten mit oder ohne Allergie

wie Bronchialasthma in der Anamnese auftreten; sie sind aber wahrscheinlicher bei Patienten mit

einer solchen Anamnese.

Über Exazerbation oder Aktivierung eines systemischen Lupus erythematodes wurde in

Zusammenhang mit der Anwendung von Thiaziddiuretika berichtet.

Dieses Arzneimittel enthält Laktose als Hilfsstoff; Patienten mit einer der seltenen hereditären

Erkrankungen wie Galaktose-Intoleranz, Lapp Laktase Mangel oder Glukose-Galaktose

Malabsorption sollten dieses Arzneimittel nicht einnehmen.

Interaktionen

Candesartan-Cilexetil

In-vitro Interaktionsstudien weisen darauf hin, dass CYP2C9 und CYP3A4 durch Candesartan nicht

gehemmt werden.

Basierend auf in-vitro Versuchsdaten werden in-vivo keine Interaktionen mit Arzneimitteln erwartet,

deren Metabolismus von folgenden Cytochrom P450 Isoenzymen abhängig ist: CYP1A2, CYP2A6,

CYP2C9, CYP2C19, CYP2D6, CYP2E1 oder CYP3A4.

Wirkstoffe, welche in pharmakokinetischen Studien mit Candesartan Cilexetil in der Klinik

untersucht wurden, sind unter anderem Hydrochlorothiazid, Warfarin, Digoxin, orale Kontrazeptiva

(z.B. Ethinylestradiol/Levonorgestrel), Glibenclamid, Nifedipin und Enalapril. Pharmakokinetische

Interaktionen von klinischer Relevanz wurden in diesen Studien nicht festgestellt.

Da die am Metabolismus von Acenocoumarol und Phenprocoumon beteiligten Enzyme zum grössten

Teil unbekannt sind und die Interaktion mit Candesartan-Cilexetil nicht untersucht wurde, ist bei der

gleichzeitigen Einnahme von Candesartan-Cilexetil mit den genannten Antikoagulantien Vorsicht

geboten. Eine engmaschige Kontrolle der Gerinnung (Prothrombinzeit) ist zumindest zu Beginn der

Behandlung, bei Therapieabbruch und bei Dosisänderungen unerlässlich.

Bei gleichzeitiger Medikation von ACE-Hemmern und Lithium wird von einer reversiblen Erhöhung

der Lithium-Konzentration im Serum mit toxischen Ereignissen berichtet. Eine ähnliche Wirkung

könnte auch mit Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten wie Blopress Plus auftreten. Deshalb muss

die Lithiumkonzentration im Serum bei einer Begleitmedikation mit Blopress Plus sorgfältig

überwacht werden.

Bei gleichzeitiger Verabreichung von Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten inklusive Blopress Plus

zusammen mit nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) inklusive selektiven COX-2 Inhibitoren,

Acetylsalicylsäure oder anderen nicht selektiven NSAR kann eine Verminderung der

Blutdrucksenkung auftreten. Die Kombination von ACE-Hemmern oder Angiotensin-II-Rezeptor-

Antagonisten mit nichtsteroidalen NSAR kann zu einem erhöhten Risiko für die Verschlechterung

der Nierenfunktion führen, bis hin zu akutem Nierenversagen. Insbesondere bei Patienten mit einer

bestehenden Niereninsuffizienz können auch erhöhte Kaliumwerte im Serum auftreten. Die genannte

Arzneimittelkombination besonders bei älteren Patienten sollte mit Vorsicht angewendet werden.

Patienten sollen angemessen hydriert sein und die Nierenfunktion bei Beginn und während der

Behandlung periodisch überwacht werden.

Duale Blockade des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS)

Es gibt Belege dafür, dass die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-

Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren das Risiko für Hypotonie, Hyperkaliämie und eine Abnahme

der Nierenfunktion (einschliesslich eines akuten Nierenversagens) erhöht. Eine duale Blockade des

RAAS durch die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-Rezeptor-

Antagonisten oder Aliskiren wird deshalb nicht empfohlen. Wenn die Therapie mit einer dualen

Blockade als absolut notwendig erachtet wird, sollte dies nur unter Aufsicht eines Spezialisten und

unter Durchführung engmaschiger Kontrollen von Nierenfunktion, Elektrolytwerten und Blutdruck

erfolgen. ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten sollten bei Patienten mit

diabetischer Nephropathie nicht gleichzeitig angewendet werden.

Aus oben erwähnten Gründen wird die gleichzeitige Einnahme von Blopress Plus mit Aliskiren nicht

empfohlen oder ist bei gewissen Patienten kontraindiziert (siehe “Kontraindikationen“).

Die Bioverfügbarkeit von Candesartan wird durch die Nahrung nicht beeinflusst.

Die blutdrucksenkende Wirkung von Blopress Plus kann durch andere gleichzeitig verabreichte

Antihypertensiva verstärkt werden.

Hydrochlorothiazid

Die folgenden Substanzen können bei gleichzeitiger Verabreichung zu Interaktionen führen:

Alkohol, Barbiturate, Narkotika: Verstärkung der orthostatischen Hypotonie.

Antidiabetika (orale Substanzen und Insulin): Dosisanpassung der antidiabetischen Medikation kann

notwendig sein.

Andere Antihypertonika: Additiver Effekt.

Digitalis-Glykoside: Eine durch Diuretika verursachte Hypokaliämie und Hypomagnesiämie macht

anfällig für eine potentielle kardiotoxische Wirkung der Digitalis-Glykoside und Antiarrhythmika.

Eine periodische Kontrolle des Kaliumspiegels wird empfohlen, wenn Blopress Plus mit diesen

Substanzen gleichzeitig verabreicht wird.

Cholestyramin und Colestipol, Ionenaustauscherharze: Die Absorption von Hydrochlorothiazid wird

durch Anionenaustauschharze verschlechtert. Einzeldosen von Cholestyramin bzw. Colestipol

binden Hydrochlorothiazid und reduzieren die gastrointestinale Absorption um bis zu 85 bzw. 43%.

Kortikosteroide, ACTH: Verstärkung eines Elektrolytmangels, insbesondere Hypokaliämie.

Hydrochlorothiazid kann Kaliumverluste verursachen. Dieser Effekt kann durch gleichzeitig

verabreichte Substanzen verstärkt werden, die ebenfalls zu Kaliumverlusten und zu Hypokaliämie

führen können (z.B. kaliumausschwemmende Diuretika, Laxantien, Amphotericin, Carbenoxolon,

Salicylsäure-Derivate).

Katecholamine (z.B. Adrenalin): Eine Reduktion der Wirkung von Vasopressoren ist möglich, was

deren Anwendung aber nicht verbietet.

Nicht-depolarisierende Muskelrelaxantien (z.B. Tubocurarin): Verstärkte Wirkung der

Muskelrelaxantien ist möglich.

Lithium: Reversible Anstiege der Serum-Lithium-Konzentration wurden bei gleichzeitiger

Verabreichung von Lithium mit ACE-Hemmern oder Hydrochlorothiazid beobachtet. Obwohl diese

Effekte unter der Anwendung von Blopress Plus nicht festgestellt wurden, besteht die Möglichkeit

eines Konzentrationsanstiegs von Lithium. Eine engmaschige Kontrolle des Lithium-Serumspiegels

wird bei gleichzeitiger Behandlung empfohlen.

Nichtsteroidale Antirheumatika: Bei einigen Patienten kann die Verabreichung von nichtsteroidalen

Antirheumatika die diuretische, natriuretische und antihypertensive Wirkung der Diuretika

vermindern. Bei prädisponierten Patienten wurde in Einzelfällen eine Verschlechterung der

Nierenfunktion beobachtet.

Allopurinol: Erhöhung der Häufigkeit von Überempfindlichkeitsreaktionen auf Allopurinol.

Antineoplastika (z.B. Methotrexat, Cyclophosphamid): Verminderung der renalen Ausscheidung von

Antineoplastika.

Amantadin: Erhöhung des Risikos unerwünschter Wirkungen von Amantadin.

Anticholinergika (z.B. Atropin, Biperiden): Erhöhung der Bioverfügbarkeit thiazidartiger Diuretika.

Vitamin D: Verstärkung des Anstiegs von Serumkalzium.

Cyclosporin: Erhöhung des Risikos einer Hyperurikämie und gichtartiger Komplikationen.

Kalziumsalze: Thiazidartige Diuretika können durch Erhöhung der tubulären Rückresorption von

Kalzium zu einer Hyperkalzämie führen.

Diazoxid: Verstärkung des hyperglykämischen Effekts von Diazoxid.

Interaktionen mit Medikamenten/Laboruntersuchungen

Aufgrund ihrer Wirkung auf den Kalziumstoffwechsel können Thiazide die Untersuchungsmethoden

für die Nebenschilddrüsen beeinflussen.

Es gibt keine klinisch signifikanten Interaktionen zwischen Hydrochlorothiazid und gleichzeitiger

Nahrungsaufnahme.

Schwangerschaft, Stillzeit

In der Schwangerschaft ist die Anwendung von Blopress Plus kontraindiziert (siehe

„Kontraindikationen“). Patientinnen unter Blopress Plus-Behandlung müssen darauf hingewiesen

werden, ehe sie eine Schwangerschaft erwägen, sodass mit dem

behandelnden Arzt die angemessenen Optionen erörtert werden können. Wenn eine Schwangerschaft

festgestellt wird, ist die Behandlung mit Blopress Plus sofort abzubrechen und gegebenenfalls eine

alternative Therapie einzuleiten.

Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten induzieren beim Menschen bekanntermassen toxische Effekte

beim Fetus (Nierenfunktionsbeeinträchtigung, Oligohydramnion, verzögerte Schädelossifikation)

und beim Neugeborenen (Niereninsuffizienz, Hypotonie, Hyperkaliämie).

Die Erfahrung mit Hydrochlorothiazid in der Schwangerschaft, insbesondere im ersten Trimester, ist

begrenzt. Ebenso sind Daten aus Tierstudien nicht ausreichend vorhanden. Hydrochlorothiazid

passiert die Plazenta. Aufgrund des pharmakologischen Wirkungsmechanismus von

Hydrochlorothiazid ist bei Anwendung in der Schwangerschaft eine Beeinträchtigung der

fetoplazentaren Durchblutung möglich, die beim Foetus bzw. beim Neugeborenen u. a. zu Ikterus,

Elektrolytstörungen und Thrombozytopenie führen kann.

Stillzeit: Es ist nicht bekannt, ob beim Menschen Candesartan in die Muttermilch ausgeschieden

wird. Bei der Ratte jedoch wurde Candesartan in der Milch gefunden. Hydrochlorothiazid gelangt in

die Muttermilch. Blopress Plus darf während der Stillzeit nicht verabreicht werden. Um potentielle

unerwünschte Wirkungen auf das zu stillende Kind auszuschliessen, wird empfohlen abzustillen,

falls eine Behandlung mit Blopress Plus essentiell ist (siehe «Kontraindikationen»).

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Es gibt keine Untersuchungen über die Auswirkung von Blopress Plus bezüglich der

Reaktionsfähigkeit im Strassenverkehr oder beim Bedienen von Maschinen. Die Patienten müssen

darauf aufmerksam gemacht werden, dass bei der Behandlung häufig Schwindel oder Ermüdung

auftreten können und daher beim Lenken von Fahrzeugen und Bedienen von Maschinen Vorsicht

geboten ist.

Unerwünschte Wirkungen

Kontrollierte klinische Studien haben gezeigt, dass Candesarta-Cilexetil/Hydrochlorothiazid in

verschiedenen Dosen (Candesartan-Cilexetil bis zu 32 mg und Hydrochlorothiazid bis zu 25 mg) ein

mit Placebo vergleichbares Nebenwirkungsprofil aufweist. Das Auftreten von unerwünschten

Wirkungen hat keinen Zusammenhang mit Alter oder Geschlecht. Ein Absetzen der Behandlung

infolge unerwünschter Wirkungen war bei Candesartan-Cilexetil/Hydrochlorothiazid (2,3 - 3,3%)

und Placebo (2,7 – 4,3%) annähernd gleich.

Bei einer zusammenfassenden Analyse von Daten aus klinischen Studien wurden unter Candesartan-

Cilexetil/Hydrochlorothiazid folgende häufigen (>1/100, <1/10) unerwünschten Ereignisse mit einer

um mindestens 1% höheren Inzidenz als unter Placebo gefunden.

Die Häufigkeiten der unerwünschten Wirkungen sind wie folgt definiert: Sehr häufig (≥1/10), häufig

(<1/10, ≥1/100), gelegentlich (<1/100, ≥1/1000), selten (<1/1000, ≥1/10‘000), sehr selten

(<1/10‘000).

Unerwünschte Wirkungen von Candesartan-Cilexetil

Infektionen und Infestationen

Häufig: Atemwegsinfektionen.

Störungen des Blut und Lymphsystems

Sehr selten: Leukopenie, Neutropenie, Agranulozytose.

Stoffwechsel und Ernährungsstörungen

Sehr selten: Hyperkaliämie, Hyponatriämie.

Störungen des Nervensystems

Häufig: Benommenheit/Schwindel, Kopfschmerzen.

Sehr selten: Schwindel

Funktionsstörungen der Gefässe

Sehr selten: Hypotonie.

Funktionsstörungen der Atmungsorgane

Sehr selten: Husten

Gastrointestinale Beschwerden

Sehr selten: Nausea.

Funktionsstörung der Leber und der Galle

Sehr selten: erhöhte Leberenzyme, abnorme Leberfunktion, Hepatitis.

Funktionsstörungen der Haut

Sehr selten: Angioödem, Rash, Urtikaria, Pruritus.

Funktionsstörungen des Bewegungsapparates

Häufig: Rückenschmerzen.

Sehr selten: Arthralgie, Myalgie.

Funktionsstörungen der Nieren und der ableitenden Harnwege

Sehr selten: Niereninsuffizienz, einschliesslich Nierenversagen bei empfindlichen Patienten (siehe

„Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen“).

Untersuchungen

Sehr selten: erhöhte Spiegel von Kreatinin, Harnstoff und Kalium

Weitere unerwünschte Wirkungen, die während klinischen Studien beobachtet wurden, sind:

Brustschmerzen, Albuminurie, Fieber, Parästhesie, Tachykardie, Palpitationen, erhöhte

Kreatinphosphokinasewerte, Hyperglykämie, Hypertriglyceridämie, Hyperurikämie, Epistaxis,

Ängstlichkeit, Depression, Dyspnoe, Hämaturie, Angina pectoris, Ödeme und Myokardinfarkt.

Die folgenden unerwünschten Wirkungen wurden unter einer Monotherapie mit Hydrochlorothiazid

beschrieben (gewöhnlich mit Dosierungen von 25 mg oder höher):

Störungen des Blut und Lymphsystems

Selten: Leukopenie, Neutropenie, Agranulozytose, Thrombozytopenie (manchmal mit Purpura),

aplastische Anämie, Knochenmarkdepression, hämolytische Anämie.

Störungen des Immunsystems

Selten: Anaphylaktische Reaktionen.

Stoffwechsel und Ernährungsstörungen

Häufig: Hyperglykämie, Hyperurikämie, Elektrolytstörungen (inklusive Hyponatriämie,

Hypokaliämie, Hypomagnesiämie, Hyperkalzämie).

Selten: Verschlechterung einer diabetischen Stoffwechsellage.

Vereinzelt: Hypochlorämische Alkalose.

Psychiatrische Störungen

Selten: Schlafstörungen, Depression, Unruhe.

Störungen des Nervensystems

Häufig: Benommenheit, Schwindel,

Selten: Parästhesie.

Augenleiden

Selten: vorübergehende Sehstörungen.

Sehr selten: akute Myopie, akutes Engwinkelglaukom.

Funktionsstörungen des Herz-/Kreislaufsystems

Gelegentlich: Orthostatische Hypotonie, die durch Alkohol, Anästhetika oder Sedative verstärkt

werden kann.

Selten: Herzrhythmusstörungen, nekrotisierende Angiitis (Vaskulitis).

Respiratorische Funktionsstörungen

Selten: Respiratorische Beschwerden einschliesslich Pneumonitis und Lungenödem.

Gastrointestinale Beschwerden

Gelegentlich: Anorexie, Appetitlosigkeit, gastrointestinale Beschwerden (inklusive leichte Übelkeit,

Erbrechen, Abdominalbeschwerden), Diarrhö, Verstopfung.

Selten: Pankreatitis.

Funktionsstörungen der Leber und der Galle

Selten: Gelbsucht (intrahepatische cholestatische Gelbsucht).

Funktionsstörungen der Haut

Gelegentlich: Rash, Urticaria, Photosensibilisierung.

Selten: Toxisch epidermale Nekrolyse, systemischer Lupus erythematodes, kutaner Lupus

erythematodes.

Funktionsstörungen des Bewegungsapparates

Selten: Muskelspasmen.

Funktionsstörungen der Nieren und ableitenden Harnwege

Häufig: Glykosurie.

Selten: renale Dysfunktion, interstitielle Nephritis.

Allgemeine Störungen

Häufig: Schwäche.

Selten: Fieber, Kopfschmerzen.

Untersuchungen

Häufig: Erhöhungen von Cholesterin und Triglyceriden.

Selten: Erhöhungen von BUN und Serumkreatinin.

Laborwerte

Ein Anstieg von Kreatinin, Harnstoff, Kalium, Harnsäure, Glukose und ALAT (GPT) und eine

Abnahme von Natrium wurde beobachtet. Vereinzelt hat man eine geringfügige Abnahme des

Hämoglobins und eine Erhöhung des ASAT (GOT) beobachtet.

Überdosierung

Symptome

Aufgrund pharmakologischer Überlegungen dürfte sich eine Überdosierung von Candesartan-

Cilexetil als Hypotonie und Schwindel manifestieren. In Einzelfällen mit Candesartan-Cilexetil in

Dosen bis zu 672 mg erholten sich die Patienten.

Der wichtigste Befund einer Überdosierung von Hydrochlorothiazid ist ein akuter Verlust an

Flüssigkeit und Elektrolyten. Symptome wie Schwindel, Hypotonie, Durst, Tachykardie, ventrikuläre

Arrhythmien, Sedation, Bewusstseinsverlust und Muskelkrämpfe können auch beobachtet werden.

Massnahmen

Wenn eine Hypotonie auftritt, sollten eine symptomatische Behandlung veranlasst und die

lebensnotwendigen Funktionen überwacht werden. Der Patient sollte in Rückenlage gebracht und die

Beine sollten hochgelagert werden. Falls dies nicht ausreicht, sollte das Plasmavolumen mit einer

Infusion, z.B. einer isotonischen Salzlösung, erhöht werden. Ein Sympathomimetikum kann

verabreicht werden, wenn alle diese Massnahmen nicht ausreichen.

Candesartan kann durch Hämodialyse nicht ausgeschieden werden. Es ist nicht bekannt, in welchem

Ausmass Hydrochlorothiazid durch Hämodialyse ausgeschieden wird.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: C09DA06

Wirkungsmechanismus/Pharmakodynamik

Angiotensin II ist das wichtigste vasoaktive Hormon des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems

und spielt eine signifikante Rolle in der Pathophysiologie der Hypertonie und anderen

kardiovaskulären Krankheiten. Es spielt auch eine wichtige Rolle in der Pathogenese der

Hypertrophie und von Endorganschäden. Die wichtigsten physiologischen Wirkungen von

Angiotensin II, wie Vasokonstriktion, Aldosteronstimulation, Regulierung des Salz- und Wasser-

Haushaltes und Stimulation des Zellwachstums, werden über Typ 1 Rezeptoren (AT1) ausgelöst.

Candesartan-Cilexetil ist ein Prodrug, welches zur oralen Einnahme geeignet ist. Es wird während

der Absorption im Gastrointestinaltrakt durch Esterhydrolyse schnell in die aktive Substanz

Candesartan umgewandelt. Candesartan ist ein Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonist, selektiv für

AT1-Rezeptoren und ohne agonistische Aktivität. Candesartan weist eine feste Bindung zum und

eine langsame Dissoziation vom Rezeptor auf.

Die antagonistische Wirkung des Angiotensin-II-(AT1)-Rezeptor resultiert in einem dosisabhängigen

Anstieg des Renin-, Angiotensin-I- sowie Angiotensin-II-Plasmaspiegels. Die Aldosteron-

Plasmakonzentration wird gesenkt.

Candesartan hemmt ACE oder andere mit dem Gebrauch von ACE-Hemmern assoziierte

Enzymsysteme nicht. Da keine Wirkung auf den Abbau von Kininen oder den Metabolismus von

anderen Substanzen wie Substanz P vorhanden ist, ist es unwahrscheinlich, Angiotensin-II-Rezeptor-

Antagonisten mit Husten in Verbindung zu bringen. Kontrollierte klinische Studien, die Candesartan-

Cilexetil mit ACE-Hemmern vergleichen, zeigen, dass bei Patienten, die mit Candesartan-Cilexetil

behandelt wurden, weniger häufig Husten beobachtet wird.

Candesartan bindet oder blockiert keine anderen Hormonrezeptoren oder Ionenkanäle, welche für die

Herz-Kreislaufsteuerung von Bedeutung sind.

Hydrochlorothiazid hemmt die aktive Rückresorption von Natrium hauptsächlich in den distalen

Tubuli und fördert die Ausscheidung von Natrium, Chlorid und Wasser. Die renale Ausscheidung

von Kalium und Magnesium wird dosisabhängig erhöht, während Kalzium vermehrt rückresorbiert

wird. Hydrochlorothiazid führt zu einer Verminderung des Plasmavolumens und der extrazellulären

Flüssigkeit. Somit werden Herzauswurf und Blutdruck reduziert.

Während der Langzeittherapie wirkt die Reduktion des peripheren Widerstandes mit zur

Blutdrucksenkung.

Die beiden Wirkstoffe Candesartan und Hydrochlorothiazid haben eine additive antihypertensive

Wirkung.

Bei Hypertonie bewirkt Blopress Plus dosisabhängig eine langanhaltende Reduktion des arteriellen

Blutdruckes ohne reflexbedingte Erhöhung der Herzfrequenz. Es gibt keine Hinweise auf eine

ernsthafte oder übertriebene First-dose-Hypotonie oder einen Rebound-Effekt nach Absetzen der

Behandlung.

Nach Verabreichung einer Einzeldosis von Blopress Plus setzt die antihypertensive Wirkung im

Allgemeinen innert 2 Stunden ein. Bei kontinuierlicher Behandlung wird die maximale

Blutdrucksenkung innerhalb 4 Wochen erreicht und kann mit einer Langzeitbehandlung aufrecht

erhalten werden. Blopress Plus bewirkt eine wirkungsvolle und sanfte Blutdrucksenkung während

des gesamten 24-Stunden-Dosierungsintervalls, mit einem Trough/Peak-Verhältnis, welches eine

einmal tägliche Verabreichung bestätigt.

Blopress Plus ist unabhängig von Alter und Geschlecht bei allen Patienten gleich wirksam.

Die Behandlung mit Blopress Plus zeigte in randomisierten Doppelblindstudien eine geringere

Inzidenz von Nebenwirkungen. Insbesondere Husten trat weniger häufig auf im Vergleich mit

Kombinationstherapien von ACE-Hemmern und Hydrochlorothiazid.

Klinische Wirksamkeit

In der SCOPE-Studie (Study on Cognition and Prognosis in the Elderly) wurden die Wirkungen

einer antihypertensiven Behandlung mit Candesartan-Cilexetil auf die kardiovaskuläre Morbidität

und Mortalität, die kognitive Funktion und die Lebensqualität an 4'937 älteren Patienten (Alter 70-89

Jahre) mit Hypertonie (systolischer Blutdruck 160-179 mmHg und/oder diastolischer Blutdruck 90-

99 mmHg) untersucht.

Die Tabelle zeigt die Studienergebnisse für den primären Endpunkt (schwere kardiovaskuläre

Ereignisse) und deren Komponenten. Beide Behandlungsschemata führten zu einer wirkungsvollen

Senkung des systolischen und des diastolischen Blutdrucks und waren im Allgemeinen gut

verträglich. In beiden Studienarmen zeigte sich eine gute Aufrechterhaltung der kognitiven Funktion

und der Lebensqualität.

Patientenzahl mit einem ersten Ereignis

Candesartan-Cilexetil*

(N=2477)

Kontrollgruppe*

(N=2460)

Relatives Risiko

(95% CI)

p-Wert

Schwere

kardiovaskuläre

Ereignisse

0.89

(0.75-1.06)

0.19

kardiovaskuläre

Mortalität

0.95

(0.75-1.19)

0.63

nicht tödliche

Schlaganfälle

0.72

(0.53-0.99)

0.04

nicht tödliche

Myokardinfarkte

1.14

(0.77-1.68)

0.52

*Jede vorherige antihypertensive Behandlung wurde vor der Randomisierung standardmässig auf

Hydrochlorothiazid 12.5 mg einmal täglich eingestellt. Bei anhaltenden systolischen

Blutdruckwerten >160 mmHg und/oder diastolischen Blutdruckwerten >90 mmHg wurde zusätzlich

zur doppelblinden Studienmedikation (Candesartan-Cilexetil 8-16 mg oder Placebo einmal täglich)

eine weitere antihypertensive Therapie verabreicht. Diese Zusatzbehandlung erhielten 49% der

Patienten der Candesartan-Cilexetil-Gruppe bzw. 66% der Patienten der Kontrollgruppe.

In zwei randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten klinischen Studien mit 275 bzw. 1'524

Patienten führte die Kombination von Candesartan-Cilexetil/Hydrochlorothiazid zu signifikant

stärkeren Blutdrucksenkungen als die jeweiligen Einzelkomponenten. In der Dosierungsstärke

32/25 mg wurde eine Blutdrucksenkung von 21/14 mmHg erreicht.

In einer randomisierten, doppelblinden, klinischen Studie mit 1'975 Patienten, die unter einmal

täglicher Gabe von 32 mg Candesartan-Cilexetil nicht optimal kontrolliert waren, führte die Zugabe

von 12.5 mg oder 25 mg Hydrochlorothiazid zu zusätzlichen Blutdrucksenkungen. Die Kombination

von Candesartan-Cilexetil/Hydrochlorothiazid in der Dosierungsstärke von 32/25 mg war signifikant

wirksamer als diejenige von 32/12.5 mg; die mittleren Blutdrucksenkungen betrugen 16/10 mmHg

bzw. 13/9 mmHg.

Pharmakokinetik

Die gleichzeitige Verabreichung von Candesartan-Cilexetil und Hydrochlorothiazid hat keine

klinisch signifikante Auswirkung auf die Pharmakokinetik der beiden Wirkstoffe.

Absorption und Distribution

Candesartan-Cilexetil

Nach oraler Verabreichung wird Candesartan-Cilexetil in die aktive Substanz Candesartan

umgewandelt. Die durchschnittliche absolute Bioverfügbarkeit von Candesartan beträgt nach oraler

Gabe einer Lösung von Candesartan-Cilexetil ungefähr 40%. Die relative Bioverfügbarkeit einer

Tablettenformulierung von Candesartan-Cilexetil verglichen mit der gleichen oralen Lösung - ist

ungefähr 34% mit sehr geringer Variabilität. Die mittlere Peak-Serumkonzentration (Cmax) wird 3-4

Stunden nach Tabletteneinnahme erreicht. Die Candesartan-Serumkonzentration nimmt im

therapeutischen Dosierungsbereich mit steigender Dosierung linear zu. In der Pharmakokinetik von

Candesartan wurden keine geschlechtsabhängigen Unterschiede beobachtet. Die Fläche unter der

Serumkonzentration versus Zeitkurve (AUC) von Candesartan wird nicht signifikant durch Nahrung

beeinflusst.

Candesartan ist zu mehr als 99% an Plasmaproteine gebunden. Das Verteilungsvolumen beträgt 0,1

l/kg.

Hydrochlorothiazid

Hydrochlorothiazid wird im Gastrointestinaltrakt schnell absorbiert. Die absolute Bioverfügbarkeit

beträgt ungefähr 70%.

Gleichzeitige Nahrungsaufnahme kann die Absorptionsrate sowohl erhöhen als auch erniedrigen (um

ca. 15%).

Die Bioverfügbarkeit ist bei Patienten mit Herzinsuffizienz oder ausgeprägten Ödemen vermindert.

Hydrochlorothiazid ist zu etwa 60% an Plasmaproteine gebunden. Das Verteilungsvolumen beträgt

ca. 0,8 l/kg.

Metabolismus und Elimination

Candesartan-Cilexetil

Candesartan wird hauptsächlich unverändert via Urin und Galle ausgeschieden und nur in geringem

Mass durch hepatische Metabolisierung (CYP2C9) eliminiert. Die terminale Halbwertszeit von

Candesartan beträgt ungefähr 9 Stunden. Es gibt keine Kumulation nach mehrmaliger

Verabreichung.

Die Halbwertszeit von Candesartan (ca. 9 Stunden) bleibt bei gleichzeitiger Gabe von

Hydrochlorothiazid unverändert. Es findet keine Kumulierung von Candesartan nach wiederholter

Verabreichung des Kombinationspräparates im Vergleich zur Monotherapie statt.

Die totale Plasmaclearance von Candesartan beträgt ca. 0,37 ml/min/kg, mit einer renalen Clearance

von ca. 0,19 ml/min/kg. Candesartan wird renal sowohl durch glomeruläre Filtration wie auch durch

aktive tubuläre Sekretion eliminiert. Nach einer oralen Verabreichung von 14C-markiertem

Candesartan-Cilexetil werden ungefähr 26% der Dosis im Urin als Candesartan und 7% als inaktiver

Metabolit ausgeschieden. 56% der verabreichten Dosis werden in den Fäzes als Candesartan und

10% als inaktiver Metabolit gefunden.

Hydrochlorothiazid

Hydrochlorothiazid wird nicht metabolisiert und wird unverändert praktisch vollständig durch

glomeruläre Filtration und aktive tubuläre Sekretion ausgeschieden. Die terminale Halbwertszeit

beträgt für Hydrochlorothiazid ca. 8 Stunden. Ungefähr 70% einer oral verabreichten Dosis wird im

Urin innerhalb von 48 Stunden ausgeschieden.

Die Halbwertszeit von Hydrochlorothiazid (ca. 8 Stunden) bleibt bei gleichzeitiger Einnahme von

Candesartan-Cilexetil unverändert. Im Vergleich mit der Monotherapie wurde keine Kumulierung

von Hydrochlorothiazid nach wiederholter Verabreichung des Kombinationspräparates festgestellt.

Kinetik spezieller Patientengruppen

Candesartan-Cilexetil

Ältere Patienten

Bei älteren Patienten (über 65jährig) sind im Vergleich zu jüngeren Patienten Cmax von Candesartan

um 50% und AUC um 80% erhöht. Das Ansprechen des Blutdrucks und das Auftreten von

unerwünschten Wirkungen nach einer Verabreichung von Blopress Plus sind bei jüngeren und

älteren Patienten vergleichbar (siehe unter «Dosierung/Anwendung»).

Patienten mit Niereninsuffizienz

Bei Patienten mit einer schwachen bis mässigen Nierenfunktionsstörung wurden bei wiederholter

Gabe, verglichen mit denjenigen mit einer normalen Nierenfunktion, eine um 50% erhöhte Cmax

und um 70% erhöhte AUC von Candesartan beobachtet. Die terminale Halbwertszeit war jedoch

nicht erhöht.

Bei Patienten mit einer stark verminderten Nierenfunktion wurden eine um 50% erhöhte Cmax und

eine um 110% erhöhte AUC beobachtet. Die terminale Halbwertszeit war bei diesen Patienten

praktisch doppelt so hoch.

Bei Hämodialysepatienten verhält sich die Pharmakokinetik vergleichbar wie bei Patienten mit stark

eingeschränkter Nierenfunktion.

Patienten mit Leberinsuffizienz

Bei Patienten mit einer leichten bis mässigen Leberfunktionsstörung (Child-Pugh Score 6-9) wurde

im Mittel eine Erhöhung von Cmax um 64% und eine Erhöhung der AUC um 78% beobachtet.

Die Erfahrung bei Patienten mit schweren Lebererkrankungen (Child-Pugh Score >9) und/oder

Cholestase, welche mit Candesartan-Cilexetil behandelt wurden, ist limitiert (siehe

„Dosierung/Anwendung“ und „Kontraindikationen“).

Hydrochlorothiazid

Die terminale Halbwertszeit von Hydrochlorothiazid ist bei Patienten mit Nierenfunktionsstörungen

verlängert.

Präklinische Daten

Mit der Kombination Candesartan-Cilexetil/Hydrochlorothiazid sind keine neuen toxikologischen

Erkenntnisse gegenüber denjenigen der Einzelkomponenten gefunden worden.

Toxizität

In präklinischen Sicherheitsstudien zeigte Candesartan in hohen Dosen bei Mäusen, Ratten, Hunden

und Affen Wirkungen auf die Nieren und auf das rote Blutbild. Candesartan führte zu einem

Rückgang der von den roten Blutkörperchen abhängigen Parameter (Erythrozyten, Hämoglobin,

Hämatokrit). Candesartan zeigte auch Auswirkungen auf die Nieren (Erneuerung, Erweiterung und

Basophilie der Tubuli; erhöhte Plasmakonzentrationen von Harnstoff und Kreatinin). Dies könnte ein

Sekundäreffekt der blutdrucksenkenden Wirkung sein, der zu Veränderungen der

Nierendurchblutung führt. Das Hinzufügen von Hydrochlorothiazid potenziert die Nephrotoxizität

von Candesartan. Darüber hinaus führte Candesartan zu Hyperplasie/Hypertrophie der

juxtaglomerulären Zellen. Man nimmt an, dass diese Veränderungen auf die pharmakologische

Wirkung von Candesartan zurückzuführen und nur von geringer klinischer Relevanz sind.

Reproduktionstoxizität

In Tierstudien mit Candesartan Cilexetil wurden spätfetale und neonatale Nierenschäden festgestellt.

Es wird angenommen, dass der zugrundeliegende Mechanismus pharmakologisch über die

Wirkungen auf das Renin-Angiotensin-Aldosteron-System vermittelt wird.

Die Ergebnisse der fetalen Entwicklungsstudien in Ratten, Mäusen und Kaninchen wurden durch das

Hinzufügen von Hydrochlorothiazid nicht signifikant beeinflusst (siehe „Schwangerschaft/Stillzeit“).

Mutagenes und tumorerzeugendes Potential

In sehr hohen Konzentrationen/Dosen zeigen sowohl Candesartan als auch Hydrochlorothiazid

genotoxische Aktivität. Daten aus in-vitro- und in-vivo Genotoxizitäts-Untersuchungen weisen

darauf hin, dass Candesartan und Hydro-chlorothiazid unter klinischen Bedingungen kaum eine

mutagene oder klastogene Aktivität ausüben.

Es gibt keine Hinweise, dass einer der beiden Wirkstoffe ein tumorerzeugendes Potential aufweist.

Sonstige Hinweise

Haltbarkeit

Blopress Plus darf nur bis zu dem auf der Packung aufgedruckten Verfalldatum verwendet werden.

Besondere Lagerungshinweise

Nicht über 30 °C lagern.

Ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.

Hinweise für die Handhabung

Die Tabletten besitzen eine Zierkerbe und sind nicht zur Dosisteilung geeignet.

Zulassungsnummer

55’247 (Swissmedic)

Packungen

Blopress Plus 8/12.5 mg Tabletten (mit Zierkerbe): 28 und 98 [B].

Blopress Plus 16/12.5 mg Tabletten (mit Zierkerbe): 28 und 98 [B].

Blopress Plus 32/12.5 mg Tabletten (mit Zierkerbe): 28 und 98 [B].

Blopress Plus 32/25 mg Tabletten (mit Zierkerbe): 28 und 98 [B].

Zulassungsinhaberin

Takeda Pharma AG, Freienbach.

Stand der Information

Februar 2016

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