Bisoprolol comp. Heumann 5/12,5 mg Filmtabletten

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Bisoprololfumarat (Ph.Eur.), Hydrochlorothiazid
Verfügbar ab:
Heumann Pharma GmbH & Co. Generica KG
ATC-Code:
C07BB07
INN (Internationale Bezeichnung):
Bisoprolol Fumarate (Ph. Eur.), Hydrochlorothiazide
Darreichungsform:
Filmtablette
Zusammensetzung:
Bisoprololfumarat (Ph.Eur.) 5.mg; Hydrochlorothiazid 12.5mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
55060.00.00

GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÜR ANWENDER

Bisoprolol comp. Heumann 5/12,5 mg Filmtabletten

Bisoprololhemifumarat und Hydrochlorothiazid

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es

kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt

auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Bisoprolol comp. Heumann und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Bisoprolol comp. Heumann beachten?

Wie ist Bisoprolol comp. Heumann einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Bisoprolol comp. Heumann aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

WAS IST BISOPROLOL COMP. HEUMANN UND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET

?

Selektiver

Beta-Rezeptorenblocker

Thiazid-Diuretikum

(Arzneimittel

Entwässerung

Körpers)

Anwendungsgebiete

Bluthochdruck (essentielle Hypertonie)

Die fixe Dosiskombination Bisoprolol comp. Heumann ist bei Patienten indiziert, deren Blutdruck mit

Bisoprolol oder Hydrochlorothiazid alleine nicht ausreichend kontrolliert ist.

2.

SOLLTEN

EINNAHME

BISOPROLOL

COMP.

HEUMANN

BEACHTEN?

Bisoprolol comp. Heumann darf nicht eingenommen werden:

wenn Sie allergisch gegen Bisoprololhemifumarat, Hydrochlorothiazid und andere Thiazide,

Sulfonamide

oder

einen

Abschnitt

genannten

sonstigen

Bestandteile

dieses

Arzneimittels sind

akuter

Herzmuskelschwäche

(Herzinsuffizienz)

oder

während

einer

Verschlechterung

(Dekompensation) der Herzinsuffizienz, die eine intravenöse Therapie mit Herzkraft-stärkenden

Substanzen erfordert

bei durch Störungen der Herzfunktion ausgelöstem Schock (kardiogenem Schock)

bei höhergradigen Erregungsleitungsstörungen von den Herzvorhöfen auf die Herzkammern (AV-

Block II. und III. Grades) ohne Herzschrittmacher

bei Syndrom des kranken Sinusknotens (Sick-Sinus-Syndrom)

bei gestörter Erregungsleitung zwischen Sinusknoten und Herzvorhof (sinuatrialem Block)

stark

verlangsamter

Herzschlagfolge

(weniger

Schläge

Minute)

Behandlungsbeginn

bei Neigung zu schweren Bronchialverkrampfungen (Asthma bronchiale)

bei Spätstadien der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit oder Gefäßkrämpfen im Bereich

der Zehen und Finger (Raynaud-Syndrom)

bei Tumoren des Nebennierenmarks (Phäochromozytom)

bei Übersäuerung des Blutes (metabolische Azidose)

bei schweren Nierenfunktionsstörungen (Niereninsuffizienz) mit stark eingeschränkter oder

fehlender

Harnproduktion

(Kreatinin-Clearance

kleiner

oder

gleich

ml/Minute

bzw.

Serumkreatinin über 1,8 mg/100 ml)

bei akuter Nierenentzündung (Glomerulonephritis)

bei Bewusstseinstrübungen, die durch schwere Lebererkrankungen bedingt sind (Koma/Präkoma

hepaticum)

bei Kaliummangelzuständen (Hypokaliämie), die auf Behandlung nicht ansprechen

bei schweren Natriummangelzuständen (Hyponatriämie)

bei erhöhtem Calciumspiegel im Blut (Hypercalcämie)

bei Gicht

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Bisoprolol comp. Heumann ist erforderlich

Herzinsuffizienz (die Therapie der stabilen chronischen Herzinsuffizienz (Herzmuskelschwäche)

muss mit dem Einzelwirkstoff Bisoprolol und der dafür empfohlenen Titrationsphase begonnen

werden)

Bronchialverkrampfung (Asthma bronchiale, obstruktiven Atemwegserkrankungen)

gleichzeitige Behandlung mit Inhalationsnarkotika

Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) mit stark schwankenden Blutzuckerwerten; Symptome eines

stark erniedrigten Blutzuckers (Hypoglykämiesymptome) können verschleiert werden

strengem Fasten

während einer Desensibilisierungstherapie

geringgradigen Erregungsleitungsstörungen von den Herzvorhöfen auf die Herzkammern (AV-

Block I. Grades)

Durchblutungsstörungen

Herzens

infolge

krampfartigen

Verengungen

Herzkranzgefäße (Prinzmetal-Angina)

peripherer arterieller Verschlusskrankheit (Verstärkung der Beschwerden insbesondere bei

Therapiebeginn möglich)

Verminderung des Blutvolumens (Hypovolämie)

Leberfunktionsstörung

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Bisoprolol comp. Heumann einnehmen.

Bei chronischen Lungenerkrankungen und bei Bronchialverkrampfungen (Asthma bronchiale), die

Symptome verursachen können, sollte eine begleitende bronchienerweiternde Therapie erfolgen.

Gelegentlich kann eine Zunahme des Atemwegswiderstandes bei Patienten mit Asthma auftreten und

eine Dosiserhöhung von bronchienerweiternden Arzneimitteln (ß

-Sympathomimetika) erfordern.

auch

andere

Betablocker

kann

Bisoprolol

sowohl

Empfindlichkeit

gegenüber

Allergie

auslösenden Stoffen (Allergenen) als auch die Schwere von allergischen (anaphylaktischen) Reaktionen

steigern. Das trifft auch bei einer laufenden Desensibilisierungstherapie zu. Adrenalin zeigt hierbei nicht

immer die gewünschte therapeutische Wirkung.

Bei Patienten mit bestehender Psoriasis oder Psoriasis in der Vorgeschichte sollte die Verordnung von

Betablockern (z. B. Bisoprolol) nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung erfolgen.

Patienten

einem

Nebennierenmarktumor

(Phäochromozytom)

dürfen

Betablocker

Bisoprolol) erst nach Blockade der Alpha-Rezeptoren verabreicht werden.

Behandlung

Betablockern

Bisoprolol)

kann

Symptome

einer

schweren

Schilddrüsenüberfunktion (Thyreotoxikose) verschleiern.

Bei Patienten mit erhöhtem Harnsäurespiegel im Blut (Hyperurikämie) ist das Risiko eines Gichtanfalls

erhöht.

Die Therapie mit Betablockern (z. B. Bisoprolol) sollte ohne zwingende Indikation nicht abrupt beendet

werden.

Fälle von akuter Gallenblasenentzündung (Cholezystitis) sind bei Patienten mit Gallensteinleiden

(Cholelithiasis) berichtet worden.

Wenn Sie eine Vollnarkose erhalten, muss der Narkose-Arzt von der Therapie mit Betablockern

unterrichtet sein. Gegenwärtig wird empfohlen, die Therapie weiter zu führen, da während der Operation

möglicherweise auftretende Rhythmus- und Durchblutungsstörungen des Herzens günstig beeinflusst

werden können. Falls das Absetzen der Betablockertherapie vor der Operation für notwendig erachtet

wird, sollte dies ausschleichend erfolgen und ca. 48 Stunden vor der Narkose abgeschlossen sein.

Photosensibilitätsreaktionen

können

Verbindung

Thiaziddiuretika

auftreten.

Falls

Photosensibilitätsreaktionen auftreten, wird empfohlen, exponierte Körperbereiche vor Sonnen- bzw.

UVA-Strahlen zu schützen. In schweren Fällen kann es erforderlich sein, die Behandlung mit Bisoprolol

comp. Heumann abzubrechen.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie Bisoprolol comp. Heumann einnehmen, wenn Sie

Hautkrebs haben oder hatten oder während der Behandlung eine unerwartete Hautläsion entwickeln.

Die Behandlung mit Hydrochlorothiazid, insbesondere eine hochdosierte Langzeitanwendung, kann das

Risiko einiger Arten von Haut- und Lippenkrebs (weißer Hautkrebs) erhöhen. Schützen Sie Ihre Haut

vor Sonneneinstrahlung und UV-Strahlen, solange Sie Bisoprolol comp. Heumann einnehmen.

Durch die Hydrochlorothiazid-Komponente kann die kontinuierliche Langzeitgabe von Bisoprolol comp.

Heumann zu einer Störung des Elektrolyt- und Flüssigkeitshaushalts führen, speziell zu Hypokaliämie

und Hyponatriämie, aber auch zu Hypomagnesiämie, Hypochloridämie und Hypercalcämie.

Schwerer

Kaliummangel

(Hypokaliämie)

führt

eher

Entwicklung

schweren

Herzrhythmusstörungen (Arrhythmien), teilweise zu Torsade de pointes mit tödlichem Ausgang.

Eine Störung des Säure-Base-Haushaltes (metabolische Alkalose) kann sich durch den gestörten

Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt verschlimmern.

Hydrochlorothiazid

kann

eine

Überempfindlichkeitsreaktion

verursachen,

vorübergehender

Fehlsichtigkeit und Engwinkelglaukom führen kann. Die Symptome beinhalten plötzliches Auftreten

einer verminderten Sehschärfe oder Augenschmerzen und treten typischerweise wenige Stunden bis

Wochen nach Beginn der Einnahme auf. Nicht-Behandlung eines Engwinkelglaukoms kann zu einem

permanenten Sehverlust führen. Das schnellstmögliche Absetzen von Hydrochlorothiazid ist

Behandlung der ersten Wahl.

Auswirkungen bei Fehlgebrauch zu Dopingzwecken

Die Anwendung von Bisoprolol comp. Heumann kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen

führen.

Hinweis

Während der Behandlung mit Bisoprolol comp. Heumann sollten die Serumelektrolyte (insbesondere

Kalium, Natrium, Calcium), Kreatinin und Harnstoff, die

Blutfette (Cholesterin und Triglyceride),

Harnsäure und Blutzucker regelmäßig kontrolliert werden, um Störungen im Wasser-/Elektrolythaushalt,

insbesondere Hyponatriämie, hypochlorämische Alkalose und Hypokaliämie, zu erkennen.

Einnahme von Bisoprolol comp. Heumann zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, kürzlich andere

Arzneimittel angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel anzuwenden.

Die gleichzeitige Einnahme mit folgenden Arzneimitteln wird nicht empfohlen

gleichzeitiger Anwendung mit Calciumantagonisten

wurden

verzögerte

Erregungsleitung von

Herzvorhöfen

Herzkammern

sowie

eine

Herabsetzung

Kontraktionskraft

(Herzmuskelschwäche)

Herzmuskels

beobachtet.

intravenöse

Applikation

Calciumantagonisten vom Verapamil-Typ kann zu einer ausgeprägten Hypotonie und AV-Blockierungen

führen.

Zentral wirksame blutdrucksenkende Arzneimittel, wie z. B. Clonidin und andere (z. B. Methyldopa,

Moxonidin

Reserpin)

können

gleichzeitiger

Anwendung

einer

Verlangsamung

Herzschlagfolge, einer Verringerung des Herzauswurfvolumens und zu einer Gefäßerweiterung führen.

Außerdem kann es nach Absetzen von Clonidin zu einem überschießenden Blutdruckanstieg kommen.

Die gleichzeitige Verwendung von Lithium kann durch eine verringerte Lithiumausscheidung zu einer

stärkeren Schädigung von Herz und Nervensystem führen.

Die gleichzeitige Einnahme von Bisoprolol comp. Heumann mit folgenden Arzneimitteln darf nur

unter bestimmten Bedingungen und mit besonderer Vorsicht erfolgen

Bei gleichzeitiger Anwendung mit Calciumantagonisten vom Dihydropyridin-Typ (z. B. Nifedipin,

Amlodipin) kann eine verstärkte Blutdrucksenkung sowie bei Patienten mit Herzmuskelschwäche eine

weitere Herabsetzung der Kontraktionskraft des Herzmuskels auftreten.

Ein gesteigerter blutdrucksenkender Effekt ist bei der Kombination mit trizyklischen Antidepressiva,

Barbituraten, Phenothiazin sowie anderen Substanzen, die den zu hohen Blutdruck senken, möglich.

Bei einer gleichzeitigen Anwendung von ACE-Hemmern, wie z. B. Captopril und Enalapril sowie

Angiotensin-II-Antagonisten

übermäßige

Blutdrucksenkung

Patienten

bestehendem

Natriummangel

(Natriumdepletion)

insbesondere

Patienten

Nierenarterienstenose

(Verengung der die Nieren versorgenden Arterie) und/oder akute Niereninsuffizienz (Nierenversagen)

Therapiebeginn

ACE-Hemmern

möglich.

einem

durch

eine

diuretische

Therapie

entstandenen Natriummangel sollte entweder das Diuretikum 3 Tage vor Beginn der ACE-

Hemmer-

Therapie abgesetzt werden oder die Therapie mit ACE-Hemmern einschleichend mit geringer

Dosis begonnen werden.

Antiarrhythmika

können

Torsade

pointes

auslösen:

Klasse-I-Antiarrhythmika

Chinidin,

Disopyramid), und Klasse III (z. B. Amiodaron und Sotalol). Hypokaliämien können das Auftreten von

Torsade de pointes begünstigen. Hypokaliämien sind zu vermeiden und, falls notwendig, zu korrigieren.

Das QT-Intervall ist zu kontrollieren. Im Fall eines Torsade de pointes sollten keine Antiarrhythmika

verabreicht werden (Schrittmachertherapie).

Die Wirkung von Bisoprolol comp. Heumann kann bei gleichzeitiger Gabe von Antiarrhythmika verstärkt

werden.

Nicht zur Klasse der Antiarrhythmika gehörende Substanzen, die einen Torsade de pointes auslösen

können: Astemizol, Erythromycin i. v., Halofantrin, Pentamidin, Sparfloxazin, Terfenadin und Vincamin.

Im Falle einer Hypokaliämie sind Arzneimittel zu verwenden, die keinen Torsade de pointes auslösen

können.

Parasympathomimetika können möglicherweise zu einer Störung der Erregungsleitung des Herzens

führen und das Risiko für Bradykardien (Verlangsamung der Herzfrequenz) verstärken.

äußerliche

Anwendung

Beta-Rezeptorenblockern

Augentropfen

Glaukom-

Behandlung) kann die Wirkung von Bisoprolol comp. Heumann verstärken.

gleichzeitiger

Anwendung

Bisoprolol

comp.

Heumann

Insulin

oder

anderen

blutzuckersenkenden

Arzneimitteln

(Sulfonylharnstoffe)

kann

deren

Wirkung

verstärkt

werden.

Warnzeichen

eines

erniedrigten

Blutzuckers

(Hypoglykämie)

insbesondere

schneller

Puls

(Tachykardie) – können verschleiert oder abgemildert sein.

Die gleichzeitige Anwendung von Bisoprolol comp. Heumann und Narkosemitteln kann eine verstärkte

Blutdrucksenkung zur Folge haben. Gegenregulationsmechanismen, z. B. Anstieg der Herzfrequenz

(Reflextachykardie), können beeinträchtigt sein. Eine Fortsetzung der Betablockade reduziert das Risiko

für Rhythmusstörungen während Narkoseeinleitung und Intubation. Der Narkosearzt sollte vor einer

Allgemeinnarkose über die Behandlung mit Bisoprolol comp. Heumann informiert werden.

Bei gleichzeitiger Therapie mit Bisoprolol comp. Heumann und Digitalis begünstigt ein Kalium-Mangel

das Auftreten von Digitalis-bedingten Nebenwirkungen.

Nichtsteroidale Antiphlogistika (NSAIDs) (z. B. Acetylsalicylsäure) können den blutdrucksenkenden

Effekt von Bisoprolol comp. Heumann abschwächen.

Nichtsteroidale

Antirheumatika:

Patienten

Verminderung

Blutvolumens

kann

gleichzeitiger Anwendung ein akutes Nierenversagen auftreten.

Eine

Kombination

Bisoprololfumarat

Beta-Sympathomimetika

kann

einer

Wirkungsabschwächung beider Substanzen führen. Bei der Behandlung allergischer Reaktionen kann

eine erhöhte Dosierung von Adrenalin erforderlich sein.

Sympathomimetika, die α- und β-Rezeptoren aktivieren (z. B. Adrenalin, Noradrenalin): Mögliche

Erhöhung des Blutdrucks und Verstärkung der Claudicatio intermittens. Solche Interaktionen sind bei

nicht-selektiven Betablockern wahrscheinlicher.

Die Wirkung von Harnsäure-senkenden Arzneimitteln kann bei gleichzeitiger Einnahme von Bisoprolol

comp. Heumann abgeschwächt werden.

Erhöhte Kaliumverluste können bei gleichzeitiger Anwendung von Bisoprolol comp. Heumann mit

Glucocorticoiden, ACTH, Carbenoxolon, Amphotericin B, Furosemid oder Abführmitteln auftreten.

Cholestyramin, Colestipol: Reduziert die Aufnahme von Hydrochlorothiazid.

Methyldopa:

vereinzelten

Fällen

wurde

Hämolyse

aufgrund

Antikörperbildung

gegen

Hydrochlorothiazid beschrieben.

Bei gleichzeitiger Anwendung zu beachten

Cortison-Präparate können die blutdrucksenkende Wirkung von Bisoprolol comp. Heumann vermindern.

Anwendung mit Mefloquin: Erhöhtes Risiko für einen Abfall der Herzfrequenz.

Gleichzeitiger Einsatz von Monoaminoxidase-Hemmern (außer MAO-B) kann die blutdrucksenkende

Wirkung von Betablockern verstärken, aber auch das Risiko einer Bluthochdruck-Krise steigern.

Bei hoch dosierter Anwendung von

Salicylaten kann deren toxische Wirkung auf das

zentrale

Nervensystem verstärkt sein.

Beachten Sie bitte, dass diese Angaben auch für vor kurzem angewandte Arzneimittel gelten können!

Einnahme von Bisoprolol comp. Heumann zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Während der Behandlung mit Bisoprolol comp. Heumann sollten Patienten auf eine ausreichende

Flüssigkeitsaufnahme achten und wegen erhöhter Kaliumverluste kaliumreiche Nahrungsmittel zu sich

nehmen (z. B. Bananen, Gemüse, Nüsse). Die Kaliumverluste können durch gleichzeitige Behandlung

mit kaliumsparenden Diuretika vermindert oder verhindert werden.

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen,

schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um

Rat.

Schwangerschaft

Sie müssen Ihren Arzt über eine tatsächliche oder vermutete Schwangerschaft informieren. In der Regel

wird Ihr Arzt Ihnen dann zu einem anderen Medikament als Bisoprolol comp. Heumann raten, da

Bisoprolol comp. Heumann nicht zur Anwendung in der Schwangerschaft empfohlen wird. Das liegt

daran, dass Bisoprolol comp. Heumann in die Plazenta gelangt und dass es bei der Anwendung nach

dem dritten Schwangerschaftsmonat zu gesundheitsschädigenden Wirkungen für den Fetus und das

Neugeborene kommen kann.

Stillzeit

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie stillen oder mit dem Stillen beginnen wollen. Bisoprolol comp.

Heumann wird nicht zur Anwendung bei stillenden Müttern empfohlen; Ihr Arzt kann eine andere

Behandlung für Sie wählen, wenn Sie stillen wollen.

Fortpflanzungsfähigkeit

Es liegen keine Daten über die Anwendung des Kombinationspräparates und deren Auswirkung auf die

Fortpflanzungsfähigkeit beim Menschen vor. Bisoprolol und Hydrochlorothiazid zeigten in Tierstudien

keine Auswirkung auf die Fruchtbarkeit.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Bisoprolol

comp.

Heumann

keinen

oder

einen

vernachlässigbaren

Einfluss

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen. Durch individuell auftretende unterschiedliche

Reaktionen auf das Arzneimittel kann die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zum

Bedienen von Maschinen beeinträchtigt sein. Dies sollte besonders zu Beginn der Behandlung sowie

bei Änderungen der Medikation und im Zusammenwirken mit Alkohol berücksichtigt werden.

3.

WIE IST BISOPROLOL COMP. HEUMANN EINZUNEHMEN?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein.

Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Bisoprolol comp. Heumann kann bei Patienten angewendet werden, deren Blutdruck mit Bisoprolol oder

Hydrochlorothiazid allein nicht ausreichend eingestellt ist.

Eine individuelle Dosiseinstellung (Dosistitration) mit den Einzelsubstanzen (d. h. Bisoprolol und

Hydrochlorothiazid) ist zu empfehlen.

Wenn klinisch vertretbar, kann eine direkte Umstellung von der Monotherapie auf die fixe Kombination

in Erwägung gezogen werden.

empfohlene

Dosis

beträgt

Bisoprolol

12,5

Hydrochlorothiazid

1-mal

täglich

(entsprechend 1 Filmtablette Bisoprolol comp. Heumann).

Bei unzureichender Blutdrucksenkung kann die Dosis auf 1-mal täglich 10 mg Bisoprolol und 25 mg

Hydrochlorothiazid (entsprechend 2 Filmtabletten Bisoprolol comp. Heumann) erhöht werden.

Dosierung bei Nierenfunktionsstörungen

Bei eingeschränkter Nierenfunktion ist die Ausscheidung des Hydrochlorothiazidanteils von Bisoprolol

comp. Heumann vermindert.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen

Bisoprolol comp. Heumann sollte nicht von Kindern eingenommen werden, da die Sicherheit und die

Wirksamkeit nicht untersucht worden ist.

Art der Anwendung

Sie sollten die Filmtabletten morgens vor, während oder nach dem Frühstück unzerkaut mit etwas

Flüssigkeit einnehmen.

Während

Behandlung

Bisoprolol

comp.

Heumann

sollten

eine

ausreichende

Flüssigkeitsaufnahme achten und wegen erhöhter Kaliumverluste kaliumreiche Nahrungsmittel zu sich

nehmen (z. B. Bananen, Gemüse, Nüsse).

Die Filmtabletten haben eine Bruchkerbe und können – falls erforderlich – geteilt werden.

Die Bruchkerbe dient nur zum Teilen der Filmtabletten, wenn Sie Schwierigkeiten haben, diese im

Ganzen zu schlucken.

Dauer der Anwendung

Die Dauer der Anwendung ist zeitlich nicht begrenzt. Sie richtet sich nach Art und Schwere der

Erkrankung. Über die Dauer der Behandlung entscheidet der behandelnde Arzt.

Die Dosierung von Bisoprolol comp. Heumann darf ohne Anweisung des Arztes nicht geändert werden.

Wenn Sie eine größere Menge von Bisoprolol comp. Heumann eingenommen haben als Sie

sollten

Bei Verdacht auf eine Überdosierung mit Bisoprolol comp. Heumann benachrichtigen Sie bitte sofort

Ihren Arzt. Dieser kann entsprechend der Schwere der Überdosierung über die gegebenenfalls

erforderlichen Maßnahmen entscheiden.

Die häufigsten Zeichen einer Überdosierung mit Bisoprolol comp. Heumann sind verlangsamte

Herzschlagfolge (Bradykardie), Bronchialverkrampfung (Bronchospasmus), starker Blutdruckabfall,

akute Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz) und Unterzuckerung (Hypoglykämie). Hinzu könnten

Benommenheit, Übelkeit, Schläfrigkeit, Verminderung des Blutvolumens (Hypovolämie), kommen, die

klinische Zeichen einer akuten oder chronischen Überdosierung von Hydrochlorothiazid sind.

Nach Überdosierung sollte die Behandlung mit Bisoprolol comp. Heumann nach Rücksprache mit dem

behandelnden Arzt abgebrochen werden.

Wenn Sie die Einnahme von Bisoprolol comp. Heumann vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Bisoprolol comp. Heumann abbrechen

Bitte unterbrechen oder beenden Sie die Behandlung mit Bisoprolol comp. Heumann nicht ohne dies

vorher mit Ihrem Arzt abgesprochen zu haben.

Die Behandlung mit Bisoprolol comp. Heumann darf nicht abrupt abgesetzt werden, da dies zu einer

Verschlechterung der Herzinsuffizienz führen kann. Die Behandlung sollte langsam ausschleichend

beendet werden (mit Dosishalbierung über 7 – 10 Tage), da ein abruptes Absetzen zu einer akuten

Verschlechterung Ihres Zustandes führen kann.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder

Apotheker.

4.

WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:

Sehr häufig

kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen

Häufig

kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen

Gelegentlich

kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen

Selten

kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen

Sehr selten

kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen

Nicht bekannt

Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

Gutartige, bösartige und unspezifische Neubildungen (einschl. Zysten und Polypen)

Nicht bekannt: Haut- und Lippenkrebs (weißer Hautkrebs)

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Selten:

Verminderung

weißen

Blutkörperchen

(Leukopenie),

Blutplättchenmangel

(Thrombozytopenie)

Sehr selten:

Verminderung der granulierten Leukozyten (Agranulozytose)

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Häufig:

erhöhte Blutzuckerspiegel (Hyperglykämie) und erhöhte Harnsäurespiegel im Blut

(Hyperurikämie), Störungen im Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt, insbesondere

verminderte Kalium- und Natriumspiegel im Blut (Hypokaliämie und Hyponatriämie),

verminderte

Magnesium-

Chloridspiegel

sowie

Calciumspiegel

Blut

(Hypomagnesiämie, Hypochloridämie, Hypercalcämie)

Gelegentlich:

Appetitlosigkeit

Sehr selten:

stoffwechselbedingte Zunahme von Basen im Blut (metabolische Alkalose)

Psychiatrische Erkrankungen

Gelegentlich:

Schlafstörungen, Depressionen

Selten:

Alpträume, Halluzinationen

Erkrankungen des Nervensystems

Häufig:

Schwindel*, Kopfschmerz*

Augenerkrankungen

Selten:

verminderter Tränenfluss (beim Tragen von Kontaktlinsen zu beachten), Sehstörungen

Sehr selten:

Bindehautentzündung (Konjunktivitis)

Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths

Selten:

Hörstörungen

Herzerkrankungen

Gelegentlich:

starke Verminderung der Herzfrequenz (Bradykardie), Erregungsleitungsstörungen von

Herzvorhöfen

Herzkammern

(AV-Erregungsleitungsstörungen),

Verschlechterung einer Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz)

Gefäßerkrankungen

Häufig:

Kältegefühl oder Taubheit in den Extremitäten

Gelegentlich:

verstärkter

Blutdruckabfall

auch

beim

Übergang

Liegen

Stehen

(orthostatische Dysregulation)

Selten:

Kreislaufkollaps (Synkope)

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Gelegentlich:

Bronchialkrampf

(Bronchospasmus)

Patienten

Bronchialasthma

oder

verengenden

(obstruktiven)

Atemwegserkrankungen

Krankengeschichte

(Anamnese)

Selten:

allergischer Schnupfen (allergische Rhinitis)

Nicht bekannt:

interstitielle Lungenerkrankung

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Häufig:

Übelkeit, Erbrechen, Durchfall (Diarrhö), Verstopfung (Obstipation)

Gelegentlich:

Bauchbeschwerden, Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis)

Leber- und Gallenerkrankungen

Selten:

Leberentzündung (Hepatitis), Gelbsucht (Ikterus)

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Selten:

Überempfindlichkeitsreaktionen:

Jucken,

Rötung

(Flush),

entzündliche

Hautveränderung (Exanthem), Hautausschlag bei Lichteinwirkung (Photodermatitis),

Hautblutung (Purpura), stark juckende Quaddeln (Urtikaria)

Sehr selten:

Betablocker

können

eine

Psoriasis

auslösen

bzw.

verschlechtern

oder

psoriasisähnliche Exantheme verursachen, Haarausfall, Hautflechte (kutaner Lupus

erythematodes)

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Gelegentlich:

Muskelschwäche und -krämpfe

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse

Selten:

Potenzstörungen

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Häufig:

Müdigkeit*

Gelegentlich:

Erschöpfungszustand* (Asthenie)

Sehr selten:

Brustschmerzen

Untersuchungen

Häufig:

Erhöhung der Blutfette (Triglyzeride, Cholesterin), erhöhte Ausscheidung von Zucker

mit dem Harn (Glucosurie)

Gelegentlich:

Anstieg der Amylase, reversibler Anstieg des Serumkreatinins und Harnstoffs

Selten:

Anstieg der Leberenzymwerte (ASAT, ALAT)

Diese Erscheinungen treten

insbesondere

zu Beginn

Behandlung auf.

Sie sind

Allgemeinen leichterer Art und verschwinden meist innerhalb von 1 bis 2 Wochen.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für

Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt.

Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, 53175 Bonn, Website: www.bfarm.de, anzeigen.

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

WIE IST BISOPROLOL COMP. HEUMANN AUFZUBEWAHREN?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der Blisterpackung nach „Verwendbar

bis“ angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten

Tag des angegebenen Monats.

Nicht über 30 °C lagern.

In der Originalverpackung aufbewahren.

Entsorgen Sie Arzneimittel niemals über das Abwasser (z. B. nicht über die Toilette oder das

Waschbecken). Fragen Sie in Ihrer Apotheke, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht

mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei. Weitere Informationen finden Sie unter

www.bfarm.de/arzneimittelentsorgung.

6.

INHALT DER P ACKUNG UND WEITERE INFORMATIONEN

Was Bisoprolol comp. Heumann enthält

Die Wirkstoffe sind: Bisoprololhemifumarat und Hydrochlorothiazid. Eine Filmtablette enthält 5

mg Bisoprololhemifumarat (entspr. 4,24 mg Bisoprolol) und 12,5 mg Hydrochlorothiazid.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Tablettenkern: mikrokristalline Cellulose, Calciumhydrogenphosphat, vorverkleisterte Stärke (aus

Mais), hochdisperses Siliciumdioxid, Magnesiumstearat (Ph. Eur.) [pflanzlich]

Tablettenüberzug: Hypromellose, Dimeticon 350, Macrogol 400, Titandioxid (E 171)

Wie Bisoprolol comp. Heumann aussieht und Inhalt der Packung

Bisoprolol comp. Heumann sind weiße, runde, beidseitig gewölbte Filmtabletten mit beidseitiger

Bruchkerbe.

Bisoprolol comp. Heumann ist in Packungen mit 30, 50 und 100 Filmtabletten erhältlich.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer

HEUMANN PHARMA

GmbH & Co. Generica KG

Südwestpark 50 · 90449 Nürnberg

E-Mail: info@heumann.de

Mitvertrieb:

Heunet Pharma GmbH

Südwestpark 50

90449 Nürnberg

Hersteller

HEUMANN PHARMA

GmbH & Co. Generica KG

Südwestpark 50

90449 Nürnberg

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Januar 2020.

Verschreibungspflichtig

Fachinformation

1.

Bezeichnung der Arzneimittel

Bisoprolol comp. Heumann 5/12,5 mg Filmtabletten

Bisoprolol comp. Heumann 10/25 mg Filmtabletten

2.

Qualitative und quantitative Zusammensetzung

Bisoprolol comp. Heumann 5/12,5 mg Filmtabletten

Eine Filmtablette enthält 5 mg Bisoprololhemifumarat (entsprechend 4,24 mg Bisoprolol) und 12,5 mg

Hydrochlorothiazid.

Bisoprolol comp. Heumann 10/25 mg Filmtabletten

Eine Filmtablette enthält 10 mg Bisoprololhemifumarat (entsprechend 8,49 mg Bisoprolol) und 25 mg

Hydrochlorothiazid.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3.

Darreichungsform

Filmtablette

Bisoprolol comp. Heumann 5/12,5 mg Filmtabletten

Weiße, runde, bikonvexe Filmtabletten mit beidseitiger Bruchkerbe.

Die Bruchkerbe dient nur zum Teilen der Filmtablette, um das Schlucken zu erleichtern, und nicht zum

Teilen in gleiche Dosen.

Bisoprolol comp. Heumann 10/25 mg Filmtabletten

Rote, runde, bikonvexe Filmtabletten mit beidseitiger Bruchrille.

Die Filmtablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

4.

Klinische Angaben

4.1

Anwendungsgebiete

Essentielle Hypertonie

Die fixe Dosiskombination Bisoprolol comp. Heumann 5/12,5 mg und Bisoprolol comp. Heumann

10/25 mg ist bei Patienten indiziert, deren Blutdruck mit Bisoprolol oder Hydrochlorothiazid alleine nicht

ausreichend kontrolliert ist.

4.2

Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

fixen

Dosiskombinationen

(Bisoprololhemifumarat

mg/Hydrochlorothiazid

12,5

bzw.

Bisoprololhemifumarat 10 mg/Hydrochlorothiazid 25 mg) können bei Patienten angewendet werden,

deren Blutdruck mit Bisoprololhemifumarat oder Hydrochlorothiazid allein nicht ausreichend eingestellt

ist.

Eine individuelle Dosiseinstellung (Dosistitration) mit den Einzelsubstanzen ist zu empfehlen.

Wenn klinisch vertretbar, kann eine direkte Umstellung von der Monotherapie auf die fixe Kombination

in Erwägung gezogen werden.

Die übliche Dosis beträgt 5 mg Bisoprolol und 12,5 mg Hydrochlorothiazid 1-mal täglich (entsprechend

1 Filmtablette Bisoprolol comp. Heumann 5/12,5 mg bzw. ½ Filmtablette Bisoprolol comp. Heumann

10/25 mg).

Bei unzureichender Blutdrucksenkung kann die Dosis auf 1-mal täglich 10 mg Bisoprolol und 25 mg

Hydrochlorothiazid

(entsprechend

Filmtabletten Bisoprolol comp. Heumann 5/12,5 mg bzw. 1

Filmtablette Bisoprolol comp. Heumann 10/25 mg) erhöht werden.

Niereninsuffizienz

Bei gleichzeitig eingeschränkter Nierenfunktion ist die Elimination des Hydrochlorothiazid-Anteils von

Bisoprolol comp. Heumann 5/12,5 mg bzw. Bisoprolol comp. Heumann 10/25 mg vermindert, so dass

ggf. die niedrigere Dosisform (Bisoprolol comp. Heumann 5/12,5 mg) zu bevorzugen ist (siehe auch

Abschnitt 4.4).

Ältere Patienten

In der Regel ist keine Dosisanpassung erforderlich.

Kinder und Jugendliche

Es gibt keine Therapieerfahrungen mit Bisoprolol comp. Heumann 5/12,5 mg bzw. Bisoprolol comp.

Heumann

10/25

mg bei Kindern. Aus diesem Grund kann eine Anwendung bei Kindern nicht

empfohlen werden.

Art und Dauer der Anwendung

Die Filmtabletten sollten morgens vor, während oder nach dem Frühstück unzerkaut mit etwas

Flüssigkeit (ca. ein Glas Wasser) eingenommen werden.

Die Dauer der Anwendung ist zeitlich nicht begrenzt. Sie richtet sich nach Art und Schwere der

Erkrankung.

Die Behandlung mit Bisoprolol sollte – insbesondere bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit – nicht

abrupt beendet werden, da dies zu einer akuten Verschlechterung des Zustandes des Patienten führen

kann.

4.3

Gegenanzeigen

Bisoprolol

comp.

Heumann

5/12,5

bzw.

Bisoprolol

comp.

Heumann

10/25

darf

nicht

angewendet werden bei:

Überempfindlichkeit gegen Bisoprololhemifumarat, Hydrochlorothiazid oder andere Thiazide,

Sulfonamide oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile

akuter Herzinsuffizienz oder während einer Dekompensation der Herzinsuffizienz, die eine i. v.-

Therapie mit inotropen Substanzen erfordert

kardiogenem Schock

AV-Block II. oder III. Grades (ohne Herzschrittmacher)

Sinusknotensyndrom (Sick-Sinus-Syndrom)

sinuatrialem Block

Bradykardie mit weniger als 60 Schlägen/Minute vor Behandlungsbeginn

schwerem Asthma bronchiale

Spätstadien der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit oder Raynaud-Syndrom

unbehandeltem Phäochromozytom (siehe Abschnitt 4.4)

metabolischer Azidose

schwerer Niereninsuffizienz mit Oligurie oder Anurie (Kreatinin-Clearance < 30 ml/min und/oder

Serumkreatinin > 1,8 mg/100 ml)

akuter Glomerulonephritis

Koma und Präkoma hepaticum

therapieresistenter Hypokaliämie

schwerer Hyponatriämie

Hypercalcämie

Gicht

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Die Behandlung mit Bisoprolol comp. Heumann sollte – insbesondere bei Patienten mit koronarer

Herzkrankheit – nicht abrupt beendet werden, da dies zu einer vorübergehenden Verschlechterung

des Zustandes des Patienten führen kann (siehe Abschnitt 4.2).

Eine besonders sorgfältige ärztliche Überwachung ist erforderlich bei:

Herzinsuffizienz (bei Patienten mit gleichzeitiger stabiler, chronischer Herzinsuffizienz muss die

Therapie

Einzelwirkstoff

Bisoprolol

dafür

empfohlenen

Titrationsphase

begonnen werden)

Bronchospasmen (Asthma bronchiale, obstruktive Atemwegserkrankungen)

gleichzeitiger Behandlung mit Inhalationsnarkotika

Diabetes mellitus mit stark schwankenden Blutzuckerwerten; Hypoglykämiesymptome können

verschleiert werden

strengem Fasten

laufender Desensibilisierungstherapie

AV-Block I. Grades

Prinzmetal-Angina

peripherer arterieller Verschlusskrankheit (Verstärkung der Beschwerden insbesondere bei

Therapiebeginn möglich)

Hypovolämie

Leberfunktionsstörung

Obwohl kardioselektive β

-Blocker einen geringeren Effekt auf die Lungenfunktion aufweisen können

nicht-selektive

β-Blocker,

sollten

β-Blocker

prinzipiell

Patienten

obstruktiven

Atemwegserkrankungen nicht angewendet werden, es sei denn, es liegen hierfür zwingende klinische

Gründe vor. Bei Vorliegen solcher Gründe sollte Bisoprolol comp. Heumann mit Vorsicht angewendet

werden. Bei Asthma bronchiale oder anderen chronisch obstruktiven Lungenfunktionsstörungen, die

Symptome verursachen können, sollte eine begleitende bronchodilatatorische Therapie erfolgen.

Gelegentlich kann eine Zunahme des Atemwegswiderstandes bei Patienten mit Asthma auftreten und

eine Dosiserhöhung von β

-Sympathomimetika erfordern.

Eine

metabolische

Alkalose

kann

sich

durch

gestörten Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt

verschlimmern.

Wie auch andere β-Blocker kann Bisoprolol sowohl die Sensitivität gegenüber Allergenen als auch die

Schwere

anaphylaktischen

Reaktionen

steigern.

trifft

auch

laufender

Desensibilisierungstherapie zu. Adrenalin zeigt hierbei nicht immer die gewünschte therapeutische

Wirkung.

Bei Patienten mit bestehender oder anamnestischer Psoriasis sollte die Verordnung von β-Blockern (z.

B. Bisoprolol) nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung erfolgen.

Bei Patienten mit einem Phäochromozytom dürfen β-Blocker (z. B. Bisoprolol) erst nach Blockade der

α-Rezeptoren verabreicht werden.

Behandlung

β-Blockern

Bisoprolol)

kann

Symptome

einer

Thyreotoxikose

verschleiern.

Fälle von akuter Cholezystitis sind bei Patienten mit Cholelithiasis berichtet worden.

Störung des Elektrolyt- und Flüssigkeitshaushalts

Durch die Hydrochlorothiazid-Komponente kann die kontinuierliche Langzeitgabe von Bisoprolol comp.

Heumann zu einer Störung des Elektrolyt- und Flüssigkeitshaushalts führen, speziell Hypokaliämie und

Hyponatriämie, aber auch Hypomagnesiämie, Hypochloridämie und Hypercalcämie.

Hypokaliämie führt eher zur Entwicklung von schweren Arrhythmien, teilweise zu Torsade de pointes

mit tödlichem Ausgang.

Bei Patienten mit Hyperurikämie ist das Risiko eines Gichtanfalls erhöht.

Während

Langzeitbehandlung

Bisoprolol

comp.

Heumann

sollten

Serumelektrolyte

(insbesondere Kalium, Natrium, Calcium), Kreatinin und Harnstoff, die Blutfette (Cholesterol und

Triglyceride), Harnsäure und Blutzucker regelmäßig kontrolliert werden.

Hydrochlorothiazid

kann

eine

Überempfindlichkeitsreaktion

verursachen,

vorübergehender

Myopie und Engwinkelglaukom führen kann. Die Symptome beinhalten plötzliches Auftreten einer

verminderten

Sehschärfe

oder

Augenschmerzen

treten

typischerweise

wenige

Stunden

Wochen nach Beginn der Einnahme auf. Nicht-Behandlung eines Engwinkelglaukoms kann zu einem

permanenten

Sehverlust

führen.

schnellstmögliche

Absetzen

Hydrochlorothiazid ist die

Behandlung der ersten Wahl.

Hinweis:

Während der Behandlung mit Bisoprolol comp. Heumann sollten Patienten auf eine ausreichende

Flüssigkeitsaufnahme achten und wegen erhöhter Kaliumverluste kaliumreiche Nahrungsmittel zu sich

nehmen (z. B. Bananen, Gemüse, Nüsse). Die Kaliumverluste können durch gleichzeitige Behandlung

mit kaliumsparenden Diuretika vermindert oder verhindert werden.

Allgemeinanästhesie

Bei Patienten, die eine Vollnarkose erhalten, reduzieren β-Blocker das Auftreten von Arrhythmien und

myokardialen Ischämien während der Narkoseeinleitung, der Intubation und postoperativ. Es wird

gegenwärtig empfohlen, eine bestehende Betablocker-Therapie bei Operationen nicht zu beenden.

Der Anästhesist muss von der Therapie mit β-Blockern unterrichtet sein, da potentielle Interaktionen

mit anderen Pharmaka, resultierende Bradyarrhythmien, Dämpfung von Reflextachykardien und die

Kompensation von Blutverlusten durch verringerte Reflexreaktionen die Folge sein können. Falls das

Absetzen der Betablocker-Therapie vor der Operation erforderlich ist, sollte dies ausschleichend

erfolgen und bis ca. 48 Stunden vor der Narkose abgeschlossen sein.

Photosensibilitätsreaktionen

können

Verbindung

Thiaziddiuretika

auftreten.

Falls

Photosensibilitätsreaktionen auftreten, wird empfohlen, exponierte Körperbereiche vor Sonnen- bzw.

UVA-Strahlen zu schützen. In schweren Fällen kann es erforderlich sein, die Behandlung mit Bisoprolol

comp. Heumann abzubrechen.

Nicht-melanozytärer Hautkrebs

In zwei epidemiologischen Studien auf der Grundlage des dänischen nationalen Krebsregisters

wurde ein erhöhtes Risiko von nicht-melanozytärem Hautkrebs (NMSC) [Basalzellkarzinom (BCC)

Plattenepithelkarzinom

(SCC)]

steigender

kumulativer

Dosis

Hydrochlorothiazid

(HCTZ) beobachtet. Photosensibilisierende Wirkungen von HCTZ könnten zur Entstehung von

NMSC beitragen.

Patienten, die HCTZ einnehmen, sollten über das NMSC-Risiko informiert werden, und es sollte

ihnen geraten werden, ihre Haut regelmäßig auf neue Läsionen zu prüfen und unverzüglich alle

verdächtigen

Hautveränderungen

melden.

Patienten

sollten

mögliche

vorbeugende

Maßnahmen empfohlen werden, um das Risiko von Hautkrebs zu minimieren; z. B. Einschränkung

der Exposition gegenüber Sonnenlicht und UV-Strahlung oder im Fall einer Exposition Verwendung

eines

angemessenen

Sonnenschutzes.

Verdächtige

Hautveränderungen

sollten

unverzüglich

untersucht werden, ggf. einschließlich histologischer Untersuchungen von Biopsien. Bei Patienten,

bei denen bereits ein NMSC aufgetreten ist, sollte die Verwendung von HCTZ überprüft werden

(siehe auch Abschnitt 4.8).

Auswirkungen bei Fehlgebrauch zu Dopingzwecken

Die Anwendung von Bisoprolol comp. Heumann kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen

führen.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Allgemeine Information

muss

berücksichtigt

werden,

dass

Folge

Störungen

Kaliumgehaltes

Serum

bestimmte Arzneimittel beeinflusst werden können.

Nicht empfohlene gleichzeitige Anwendung mit

Calciumantagonisten vom Verapamil-Typ und in geringerem Ausmaß vom Diltiazem-Typ

Negative Beeinflussung der Kontraktilität und der atrioventrikulären Erregungsleitung. Die intravenöse

Applikation von Calciumantagonisten vom Verapamil-Typ kann bei Patienten unter Betablocker-

Therapie zu einer ausgeprägten Hypotonie und AV-Blockierungen führen.

Zentral wirksame blutdrucksenkende Arzneistoffe, wie z. B. Clonidin und andere (z. B. Methyldopa,

Moxonidin, Reserpin)

Kombinationstherapie mit zentral wirksamen Antihypertensiva kann zu einer Verschlechterung der

Herzinsuffizienz durch Verringerung des zentralen Sympathikotonus (Reduktion der Herzschlagfolge

und Auswurfvolumen, Vasodilatation) führen. Abruptes Absetzen, besonders vor Beendigung der

Betablocker-Therapie, kann das Risiko einer „Rebound Hypertonie” verstärken.

Lithium

Bisoprolol comp. Heumann kann die kardio- und neurotoxischen Wirkungen von Lithium durch

verminderte Lithiumausscheidung verstärken.

Gleichzeitige Anwendung nur mit Vorsicht bei

Calciumantagonisten vom Dihydropyridin-Typ (z. B. Nifedipin, Amlodipin)

Bei gleichzeitiger Anwendung kann das Hypotonie-Risiko Und eine Verschlechterung der ventrikulären

Pumpfunktion bei herzinsuffizienten Patienten nicht ausgeschlossen werden.

Trizyklische Antidepressiva, Barbiturate, Phenothiazin sowie andere Antihypertensiva

Gesteigerter blutdrucksenkender Effekt.

ACE-Hemmer (z. B. Captopril, Enalapril), Angiotensin-II-Antagonisten

Patienten

bestehender

Natriumdepletion

insbesondere

Patienten

Nierenarterienstenose

übermäßige

Blutdrucksenkung

und/oder

akute

Niereninsuffizienz

Therapiebeginn mit ACE-Hemmern möglich. Bei einer durch eine diuretische Therapie entstandenen

Natriumdepletion sollte entweder das Diuretikum 3 Tage vor Beginn der ACE-Hemmer-Therapie

abgesetzt werden oder die Therapie mit ACE-Hemmern einschleichend mit geringer Dosis begonnen

werden.

Klasse-I-Antiarrhythmika (z. B. Disopyramid, Chinidin, Lidocain, Phenytoin, Flecainid, Propafenon)

Mögliche Verstärkung der Wirkung auf die atriale Überleitungszeit und der negativ inotropen Wirkung.

Klasse-III-Antiarrhythmika (z. B. Amiodaron)

Mögliche Verstärkung der Wirkung auf die atriale Überleitungszeit.

Antiarrhythmika

können

Torsade

pointes

auslösen:

Klasse

IA-Substanzen

Chinidin,

Disopyramid), und Klasse III (z. B. Amiodaron, Sotalol). Hypokaliämien können das Auftreten von

Torsade

pointes

begünstigen.

Hypokaliämien

sind

vermeiden

und,

falls

notwendig,

korrigieren. Das QT-Intervall ist zu kontrollieren. Im Falle von Torsade de pointes sollten keine

Antiarrhythmika gegeben werden (Schrittmachertherapie).

Nicht zur Klasse der Antiarrhythmika gehörende Substanzen, die einen Torsade de pointes auslösen

können: Astemizol, Erythromycin i. v., Halofantrin, Pentamidin, Sparfloxazin, Terfenadin und Vincamin.

Hypokaliämien

können

Auftreten

Torsade

pointes

begünstigen.

Falle

einer

Hypokaliämie sind Arzneimittel zu verwenden, die keinen Torsade de pointes auslösen können.

Parasympathomimetika

Kombinationstherapie kann die atrio-ventrikuläre Überleitungszeit und das Risiko für Bradykardien

verstärken.

Topische

Anwendung

β-Blockern

Augentropfen

Glaukom-Behandlung)

kann

systemische Wirkung von Bisoprolol verstärken.

Insulin und orale Antidiabetika

Verstärkung

blutzuckersenkenden

Effektes.

Eine

Blockade

β-Adrenozeptoren

kann

Anzeichen einer Hypoglykämie verschleiern.

Narkosemittel

Abschwächung einer Reflextachykardie und erhöhtes Hypotonie-Risiko (siehe Abschnitt 4.4).

Digitalisglykoside

Verlängerung der atrioventrikulären Überleitungszeit. Verlangsamung der Herzfrequenz. Sollte sich

während der Therapie mit Bisoprolol comp. Heumann eine Hypokaliämie und/oder Hypomagnesiämie

entwickeln, kann das Myokard eine erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Herzglykosiden aufweisen und

somit deren Wirkungen und auch Nebenwirkungen verstärken.

Nicht-steroidale Antiphlogistika (NSAIDs)

Verminderte blutdrucksenkende Wirkung.

Bei Patienten, die eine Hypovolämie entwickeln, kann es durch die gleichzeitige Anwendung von

nichtsteroidalen Antirheumatika zu akutem Nierenversagen kommen.

Beta-Sympathomimetika

Eine Kombination mit Bisoprolol kann zu einer Wirkungsabschwächung beider Substanzen führen. Bei

der Behandlung allergischer Reaktionen kann eine erhöhte Dosierung von Adrenalin erforderlich sein.

Sympathomimetika, die α- und β-Rezeptoren aktivieren (z. B. Adrenalin, Noradrenalin)

Mögliche Erhöhung des Blutdrucks und Verstärkung der Claudicatio intermittens. Solche Interaktionen

sind bei nicht-selektiven β-Blockern wahrscheinlicher.

Die Wirkung von harnsäuresenkenden Arzneimitteln kann bei gleichzeitiger Einnahme von Bisoprolol

comp. Heumann abgeschwächt werden.

Erhöhte Kaliumverluste können bei gleichzeitiger Anwendung von Bisoprolol comp. Heumann mit

Glucocorticoiden, ACTH, Carbenoxolon, Amphotericin B, Furosemid oder Laxanzien auftreten.

Cholestyramin, Colestipol

Reduziert die Resorption der Hydrochlorothiazid-Komponente von Bisoprolol comp. Heumann.

Methyldopa

In vereinzelten Fällen wurde Hämolyse aufgrund von Antikörperbildung gegen Hydrochlorothiazid

beschrieben.

Bei gleichzeitiger Anwendung zu beachten

Corticosteroide

Verminderter antihypertensiver Effekt.

Mefloquin

Erhöhtes Risiko für Bradykardien.

Monoaminoxidase-Hemmer (außer MAO-B-Hemmer)

Verstärkung der blutdrucksenkenden Wirkung von β-Blockern, aber auch Risiko einer hypertensiven

Krise.

Bei hochdosierter Anwendung von Salicylaten kann deren toxische Wirkung auf das ZNS verstärkt

sein.

4.6

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Die pharmakologischen Wirkungen von Bisoprolol können sich negativ auf Schwangerschaft und/oder

Fetus/Neugeborenes

auswirken.

Allgemeinen

vermindern

β-Blocker

Plazentaperfusion.

Hierdurch kann es zu intrauterinen Wachstumsstörungen, zum Tode der Feten, Fehlgeburten oder

vorzeitigen Wehen kommen. Unerwünschte Ereignisse (z. B. Hypoglykämie und Bradykardie) können

sowohl beim Fetus als auch beim Neugeborenen auftreten. Wenn die Behandlung mit einem β-Blocker

erforderlich ist, so sind β

-selektive β-Blocker zu bevorzugen.

liegen

begrenzte

Erfahrungen

Anwendung

Hydrochlorothiazid

Schwangerschaft vor, insbesondere während des ersten Trimesters. Ergebnisse aus Tierstudien sind

unzureichend.

Hydrochlorothiazid

plazentagängig.

Aufgrund

pharmakologischen

Wirkmechanismus

Hydrochlorothiazid kann es bei Anwendung während des zweiten und dritten Trimesters zu einer

Störung der feto-plazentaren Perfusion und zu fetalen und neonatalen Auswirkungen wie Ikterus,

Störung des Elektrolythaushaltes und Thrombozytopenien kommen.

Aufgrund des Risikos eines verringerten Plasmavolumens und einer plazentaren Hypoperfusion, ohne

Krankheitsverlauf

günstig

beeinflussen,

sollte

Hydrochlorothiazid

Schwangerschaftsödemen,

Schwangerschaftshypertonie

oder

einer

Präeklampsie

nicht

Anwendung kommen.

Bei essentieller Hypertonie schwangerer Frauen sollte Hydrochlorothiazid nur in den seltenen Fällen,

in denen keine andere Behandlung möglich ist, angewandt werden.

Die Einnahme von Bisoprolol comp. Heumann wird während der Schwangerschaft nicht empfohlen, da

ein Thiaziddiuretikum enthalten ist.

Stillzeit

Bisoprololfumarat kann in die Muttermilch ausgeschieden werden. Hydrochlorothiazid geht in geringen

Mengen in die Muttermilch über. Thiazid-Diuretika, angewandt in hohen Dosen zur intensiven Diurese,

können die Laktation hemmen. Die Anwendung von Bisoprolol comp. Heumann während der Stillzeit

wird nicht empfohlen.

Fertilität

Es liegen keine Daten über die Anwendung des Kombinationspräparates und deren Auswirkung auf

die Fertilität beim Menschen vor. Bisoprolol und Hydrochlorothiazid zeigten in Tierstudien keine

Auswirkung auf die Fruchtbarkeit.

4.7

Auswirkungen

auf

die

Verkehrstüchtigkeit

und

die

Fähigkeit

zum

Bedienen

von

Maschinen

Bisoprolol

comp.

Heumann

keinen

oder

einen

vernachlässigbaren

Einfluss

Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.

Durch individuell auftretende unterschiedliche Reaktionen auf das Arzneimittel kann die Fähigkeit zur

aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt sein.

Dies sollte insbesondere zu Beginn der Behandlung sowie bei Änderungen der Medikation und im

Zusammenwirken mit Alkohol berücksichtigt werden.

4.8

Nebenwirkungen

Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:

Sehr häufig

1/10

Häufig

1/100, < 1/10

Gelegentlich

1/1.000, < 1/100

Selten

1/10.000, < 1/1.000

Sehr selten

< 1/10.000

Nicht bekannt

Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

Gutartige, bösartige und unspezifische Neubildungen (einschl. Zysten und Polypen)

Nicht bekannt: Nicht-melanozytärer Hautkrebs (Basalzellkarzinom und Plattenepithelkarzinom)

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Selten:

Leukopenie, Thrombozytopenie

Sehr selten:

Agranulozytose

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Häufig:

Hyperglykämie,

Hyperurikämie,

Störungen

Flüssigkeits-

Elektrolythaushalt

(besonders

Hypokaliämie

Hyponatriämie,

außerdem

Hypomagnesiämie

Hypochloridämie sowie Hypercalcämie)

Gelegentlich:

Appetitlosigkeit

Sehr selten:

metabolische Alkalose

Psychiatrische Erkrankungen

Gelegentlich:

Schlafstörungen, Depressionen

Selten:

Alpträume, Halluzinationen

Erkrankungen des Nervensystems

Häufig:

Schwindel*, Kopfschmerz*

Augenerkrankungen

Selten:

verminderter

Tränenfluss

(beim

Tragen

Kontaktlinsen

beachten),

Sehstörungen

Sehr selten:

Konjunktivitis

Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths

Selten:

Hörstörungen

Herzerkrankungen

Gelegentlich:

Bradykardie, AV-Erregungsleitungsstörungen, Verschlechterung einer bestehenden

Herzinsuffizienz

Gefäßerkrankungen

Häufig:

Kältegefühl oder Taubheit in den Extremitäten

Gelegentlich:

orthostatische Dysregulation

Selten:

Synkope

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und des Mediastinums

Gelegentlich:

Bronchospasmus

Patienten

Bronchialasthma

oder

obstruktiven

Atemwegserkrankungen in der Anamnese

Selten:

allergische Rhinitis

Nicht bekannt: interstitielle Lungenerkrankung

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Häufig:

Übelkeit, Erbrechen, Diarrhö, Obstipation

Gelegentlich:

Bauchbeschwerden, Pankreatitis

Leber- und Gallenerkrankungen

Selten:

Hepatitis, Ikterus

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Selten:

Überempfindlichkeitsreaktionen (Jucken, Flush, Exanthem, Photodermatitis, Purpura,

Urtikaria)

Sehr selten:

β-Blocker

können

eine

Psoriasis

auslösen

bzw.

verschlechtern

oder

Psoriasis-

ähnliche Exantheme verursachen, Haarausfall, kutaner Lupus erythematodes

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Gelegentlich:

Muskelschwäche und -krämpfe

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse

Selten:

Potenzstörungen

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Häufig:

Müdigkeit*

Gelegentlich:

Asthenie

Sehr selten:

Brustschmerzen

Untersuchungen

Häufig:

Erhöhung der Triglyzeride und des Cholesterins, Glucosurie

Gelegentlich:

Anstieg der Amylase, reversibler Anstieg des Serumkreatinins und Harnstoffs

Selten:

Anstieg der Leberenzymwerte (ASAT, ALAT)

Diese Erscheinungen treten insbesondere zu Therapiebeginn auf. Sie sind im Allgemeinen

leichterer Art und verschwinden meist innerhalb 1 – 2 Wochen.

Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen

Nicht-melanozytärer Hautkrebs: Auf der Grundlage der vorliegenden Daten aus epidemiologischen

Studien

wurde

kumulativer

dosisabhängiger

Zusammenhang

zwischen

HCTZ

NMSC

festgestellt (siehe auch Abschnitte 4.4 und 5.1).

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie

ermöglicht

eine

kontinuierliche

Überwachung

Nutzen-Risiko-Verhältnisses

Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-

Allee 3, 53175 Bonn, Website: www.bfarm.de, anzuzeigen.

4.9

Überdosierung

Symptome

einer

Überdosierung

umfassen

Bradykardie,

Hypotonie,

Bronchospasmus,

akute

Herzinsuffizienz, Hypoglykämie sowie Erregungsleitungsstörungen im EKG. Auf eine einmalige Gabe

einer hohen Bisoprolol-Dosis wird interindividuell mit sehr unterschiedlicher Empfindlichkeit reagiert.

Herzinsuffiziente Patienten reagieren wahrscheinlich sehr empfindlich.

Die durch eine Überdosierung verursachte Bradykardie wird mit Atropin (1 – 2 mg intravenös),

Isoprenalin

oder

einem

passageren

Herzschrittmacher

behandelt.

Blutdruckabfall

wird

intravenöser

Volumenzufuhr

Bedarf

Gabe

vasokonstriktorisch

wirkender

Katecholamine behandelt.

Bronchospasmen können mit Theophyllin, Theophyllin-Derivaten oder

-Sympathomimetika behandelt

werden.

Liegt die Überdosierung erst kurze Zeit zurück (0 – 2 Stunden), wird dem Patienten Aktivkohle

verabreicht,

eine

Magenspülung

sollte

Erwägung

gezogen

werden.

Herzfrequenz,

Blutdruck,

Elektrolythaushalt und Blutzucker müssen überwacht werden. Durch Hämodialyse kann die Elimination

von Bisoprolol nicht entscheidend gesteigert werden.

klinische

Bild

einer

akuten

oder

chronischen

Überdosierung

Hydrochlorothiazid

gekennzeichnet durch das Ausmaß von Flüssigkeits- und Elektrolytverlust. Häufigste Zeichen dafür

sind Schwindel, Übelkeit, Somnolenz, Hypovolämie. Hypotension, Hypokaliämie.

liegen

keine

ausreichenden

Daten

Effizienz

Hämodialyse

Elimination

Hydrochlorothiazid vor.

5.

Pharmakologische Eigenschaften

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Selektiver Beta-Rezeptorenblocker und Diuretikum Thiazid, ATC-

Code: C07BB07

Bisoprolol

Bisoprolol ist ein Beta-Rezeptorenblocker, der in Bezug auf Lipophilie/Hydrophilie eine Mittelstellung

einnimmt. Bisoprolol ist ein hochselektiver, herzspezifischer β

-Blocker und besitzt weder intrinsische

sympathomimetische noch klinisch relevante membranstabilisierende Wirkungen. Bisoprolol senkt die

Reaktion auf die sympathoadrenerge Wirkung durch Blockade kardialen β-Rezeptoren. Dies führt zu

einer

Senkung

Herzfrequenz

Kontraktilität

damit

Verminderung

myokardialen

Sauerstoffverbrauchs.

Hydrochlorothiazid

Hydrochlorothiazid

Benzothiadiazin-Derivat,

welches

primär

Mehrausscheidung

Elektrolyten bewirkt und sekundär durch das osmotisch gebundene Wasser den Harnfluss steigert.

Hydrochlorothiazid hemmt vorwiegend im distalen Tubulus die Natriumresorption, wobei maximal ca.

glomerulär

filtrierten

Natriums

ausgeschieden

werden

können.

Ausmaß

Chloridausscheidung entspricht in etwa dem der Natriumausscheidung.

Hydrochlorothiazid bewirkt ebenso eine Steigerung der Kaliumausscheidung, die im Wesentlichen

durch

Kaliumsekretion

distalen

Tubulus

Sammelrohrbestimmt

wird

(gesteigerter

Austausch zwischen Kalium- und Natriumionen). Die saluretische oder diuretische Wirkung von

Hydrochlorothiazid wird nicht wesentlich durch eine Azidose oder Alkalose beeinflusst.

Die glomeruläre Filtrationsrate ist anfänglich geringgradig vermindert. Während einer Langzeittherapie

Hydrochlorothiazid

Calciumausscheidung

über

Nieren

herabgesetzt,

eine

Hypercalcämie zur Folge haben kann.

Hydrochlorothiazid vermindert den peripheren Widerstand durch seine relaxierende Wirkung auf die

glatte Gefäßmuskulatur.

Bei Patienten mit chronischer Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance < 30 ml/min und/oder Serum-

Kreatinin > 1,8 mg/100 ml) ist Hydrochlorothiazid praktisch unwirksam.

Patienten

renalem

ADH-sensiblem

Diabetes

insipidus

Hydrochlorothiazid

eine

antidiuretische Wirkung.

Nicht-melanozytärer Hautkrebs: Auf der Grundlage der vorliegenden Daten aus epidemiologischen

Studien

wurde

kumulativer

dosisabhängiger

Zusammenhang

zwischen

HCTZ

NMSC

beobachtet. Eine Studie umfasste eine Grundgesamtheit aus 71.533 Fällen von BCC und 8.629 Fällen

von SCC mit Kontrollgruppen von 1.430.833 bzw. 172.462 Personen. Eine hohe HCTZ-Dosierung (≥

50.000

kumulativ)

assoziiert

einer

bereinigten

Odds-Ratio

1,29

Konfidenzintervall: 1,23 – 1,35) für BCC und 3,98 (95 %-Konfidenzintervall: 3,68 – 4,31) für SCC.

Sowohl bei BCC als auch bei SCC wurde eine eindeutige kumulative Dosis-Wirkungsbeziehung

ermittelt. Eine weitere Studie ergab einen möglichen Zusammenhang zwischen Lippenkrebs (SCC)

und der Exposition gegenüber HCTZ: 633 Fälle von Lippenkrebs wurden mittels eines risikoorientierten

Stichprobenverfahrens mit einer Kontrollgruppe von 63 067 Personen abgeglichen. Es wurde eine

kumulative

Dosis-Wirkungsbeziehung

einer

bereinigten

Odds-Ratio

Konfidenzintervall: 1,7 – 2,6) festgestellt, die sich bei hoher Exposition (~ 25.000 mg) auf eine Odds-

Ratio von 3,9 (3,0 – 4,9) und bei der höchsten kumulativen Dosis (~ 100.000 mg) auf eine Odds-Ratio

von 7,7 (5,7 – 10,5) erhöhte (siehe auch Abschnitt 4.4).

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

Bisoprolol

Die Bioverfügbarkeit von Bisoprolol aus den Filmtabletten beträgt circa 90 %. Nach Einnahme wird

Bisoprolol annähernd vollständig (> 90 %) aus dem Gastrointestinaltrakt resorbiert. Zusammen mit

sehr

niedrigen

First-pass-Effekt

Leber

(<

führt

dies

einer

absoluten

Bioverfügbarkeit von 88 %. Bisoprolol kann sowohl auf nüchternen Magen als auch mit dem

Frühstück

eingenommen

werden,

ohne

dass

sich

Resorption

oder

Bioverfügbarkeit

ändern.

Bisoprolol wird zu etwa 30 % an Plasmaproteine gebunden. Die Pharmakokinetik von Bisoprolol

wird nicht durch pathophysiologische Veränderungen der Plasmaproteine wie z. B. α

-Glykoproteine

beeinflusst. Maximale Plasmaspiegel werden in der Regel 1 – 3 Stunden nach Anwendung

gemessen. Als nur mäßig lipophile Substanz weist Bisoprolol bei niedriger Plasmaproteinbindung

ein Verteilungsvolumen von 226

11 l (x

SEM) auf.

Bisoprolol wird über zwei gleichwertige Clearance-Wege aus dem Organismus entfernt: 50 % werden

Leber

inaktiven

Metaboliten

umgewandelt

anschließend

renal

eliminiert.

verbleibenden 50 % werden als unveränderte Substanz über die Nieren ausgeschieden.

Bisoprolol wird mit einer Halbwertszeit von 10 – 12 Stunden aus dem Plasma eliminiert. Bezogen auf

AUC-Werte

Bisoprolol

Steady

state

besteht

Bioäquivalenz

zwischen

Kombinationspräparat mit Hydrochlorothiazid und dem Monopräparat.

Hydrochlorothiazid

Nach der oralen Gabe wird Hydrochlorothiazid zu ca. 80 % aus dem Gastrointestinaltrakt resorbiert.

Die systemische Verfügbarkeit beträgt 71

15 %.

Die Plasmaproteinbindung von Hydrochlorothiazid beträgt 64 %. Das relative Verteilungsvolumen

beträgt 0,5 – 1,1 l/kg.

Bei gesunden Menschen wird Hydrochlorothiazid zu über 95 % unverändert renal ausgeschieden.

normaler

Nierenfunktion

beträgt

Eliminationshalbwertszeit

Stunden.

Maximale

Plasmaspiegel werden in der Regel nach 2 – 5 Stunden gemessen. Diese Zeitspanne erhöht sich bei

eingeschränkter

Nierenfunktion

liegt

terminal

niereninsuffizienten

Patienten

Stunden.

Die diuretische Wirkung setzt innerhalb von 1 – 2 Stunden ein und hält dosisabhängig für 10 – 12

Stunden an. Die antihypertensive Wirkung hält bis zu 24 Stunden an.

5.3

Präklinische Daten zur Sicherheit

Die herkömmlichen präklinischen Toxizitätstests (chronische Toxizität, Mutagenität, Genotoxizität oder

Kanzerogenität)

ergaben

für

Bisoprolol

Hydrochlorothiazid

keine

Hinweise

gesundheitsschädigende Wirkungen für den Menschen.

Wie von anderen β-Blockern bekannt, zeigten sich für Bisoprolol in Tierstudien bei hohen Dosen

maternal- (herabgesetzte Futteraufnahme und Gewichtsabnahme) und embryo-/fetotoxische Effekte

(erhöhte Zahl von Resorptionen, niedrigeres Geburtsgewicht der Nachkommen, verzögerte körperliche

Entwicklung bis zum Ende der Säugezeit). Bisoprolol und Hydrochlorothiazid erwiesen sich jedoch

nicht als teratogen. Bei Kombinationsgabe der beiden Komponenten wurde keine erhöhte Toxizität

beobachtet.

6.

Pharmazeutische Angaben

6.1

Liste der sonstigen Bestandteile

Bisoprolol comp. Heumann 5/12,5 mg Filmtabletten

Tablettenkern

Mikrokristalline

Cellulose,

Calciumhydrogenphosphat,

vorverkleisterte

Stärke

(aus

Mais),

hochdisperses Siliciumdioxid, Magnesiumstearat (Ph. Eur.) [pflanzlich]

Tablettenüberzug

Hypromellose, Dimeticon 350, Macrogol 400, Titandioxid (E 171)

Bisoprolol comp. Heumann 10/25 mg Filmtabletten

Tablettenkern

Mikrokristalline

Cellulose,

Calciumhydrogenphosphat,

vorverkleisterte

Stärke

(aus

Mais),

hochdisperses Siliciumdioxid, Magnesiumstearat (Ph. Eur.) [pflanzlich]

Tablettenüberzug

Hypromellose, Dimeticon 350, Macrogol 400, Titandioxid (E 171), Eisen(III)-oxid (E 172)

6.2

Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3

Dauer der Haltbarkeit

5 Jahre

6.4

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Nicht über 30 °C lagern.

In der Originalverpackung aufbewahren.

6.5

Art und Inhalt des Behältnisses

Bisoprolol comp. Heumann 5/12,5 mg Filmtabletten

PVC/PE/PVdC/Al-Blisterpackung

Faltschachteln mit 30, 50 und 100 Filmtabletten

Bisoprolol comp. Heumann 10/25 mg Filmtabletten

PVC/PE/PVdC/Al-Blisterpackung

Faltschachteln mit 30, 50 und 100 Filmtabletten

HDPE-Flasche

Mehrpersonenpackung mit 100 Filmtabletten*

* Zur Anwendung an mehr als einem Patienten.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

6.6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu

beseitigen.

7.

Inhaber der Zulassungen

HEUMANN PHARMA

GmbH & Co. Generica KG

Südwestpark 50

90449 Nürnberg

E-Mail: info@heumann.de

Mitvertrieb:

Heunet Pharma GmbH

Südwestpark 50

90449 Nürnberg

8.

Zulassungsnummern

Bisoprolol comp. Heumann 5/12,5 mg Filmtabletten:

55060.00.00

Bisoprolol comp. Heumann 10/25 mg Filmtabletten:

55060.01.00

9.

Datum der Erteilung der Zulassungen/Verlängerung der Zulassungen

Datum der Erteilung der Zulassungen: 19. März 2003

Datum der letzten Verlängerung der Zulassungen: 12. November 2012

10.

Stand der Information

01/2020

11.

Verkaufsabgrenzung

Verschreibungspflichtig

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