BisoHEXAL plus 10/25 Filmtablette

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Bisoprololfumarat (Ph.Eur.), Hydrochlorothiazid
Verfügbar ab:
Hexal Aktiengesellschaft
ATC-Code:
C07BB07
INN (Internationale Bezeichnung):
Bisoprolol Fumarate (Ph. Eur.), Hydrochlorothiazide
Darreichungsform:
Filmtablette
Zusammensetzung:
Bisoprololfumarat (Ph.Eur.) 10.mg; Hydrochlorothiazid 25.mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
46827.01.00

Gebrauchsinformation: Information für Patienten

BisoHEXAL plus 10/25, 10/25 mg Filmtabletten

Bisoprololfumarat und Hydrochlorothiazid

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses Arzneimittels

beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen

Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für

Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist BisoHEXAL plus und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von BisoHEXAL plus beachten?

Wie ist BisoHEXAL plus einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist BisoHEXAL plus aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1

Was ist BisoHEXAL plus und wofür wird es angewendet?

Bisoprololfumarat gehört zur Arzneimittelgruppe der sogenannten Betarezeptorenblocker.

Bisoprololfumarat blockiert spezifische Betarezeptoren des Herzens (Kardioselektivität) und bewirkt eine

Verminderung der Herzschlagfolge, der Kontraktionskraft des Herzens, der Erregungsleitung von den Herzvorhöfen zu

den Herzkammern und hemmt die Aktivität von bestimmten Botenstoffen, die den Blutdruck steigern (Reduktion der

Reninaktivität).

Hydrochlorothiazid gehört zur Arzneimittelgruppe der Diuretika (Thiaziddiuretika) und führt zu einer vermehrten

Ausscheidung von Wasser und Elektrolyten (erhöhter Urinfluss).

Das Kombinationspräparat BisoHEXAL plus wird zur Behandlung von Bluthochdruck angewendet (essenzielle

Hypertonie).

BisoHEXAL plus wird in Fällen verordnet, in denen sich eine Behandlung mit den Einzelwirkstoffen Bisoprolol oder

Hydrochlorothiazid als unzureichend erwiesen hat.

2

Was sollten Sie vor der Einnahme von BisoHEXAL plus beachten?

BisoHEXAL plus darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie allergisch gegen Hydrochlorothiazid oder andere Thiazide, Bisoprolol oder andere Betarezeptorenblocker,

Sulfonamide oder einen der in Abschnitt 6 genannten sonstigen Bestandteile von BisoHEXAL plus sind.

wenn Sie an einer akuten Schwäche des Herzmuskels (akute Herzinsuffizienz) leiden oder Ihre

Herzmuskelschwäche nicht unter Kontrolle ist (dekompensierte Herzinsuffizienz).

wenn Sie aufgrund eines Herzinfarkts an einem Schock leiden.

wenn bei Ihnen schwere Herzrhythmusstörungen vorliegen (AV-Block II. und III. Grades, Sick-Sinus-Syndrom,

sinuatrialer Block ohne Herzschrittmacher).

wenn bei Ihnen eine stark verlangsamte Herzschlagfolge vorliegt.

wenn Ihr Blut stark übersäuert ist (metabolische Azidose).

wenn Sie an einer schweren Form von Bronchialverkrampfungen leiden (z. B. schweres Bronchialasthma).

wenn bei Ihnen schwere Durchblutungsstörungen vorliegen (wodurch es zu Kribbelgefühl, Blässe oder Blaufärbung

von Fingern und Zehen kommen kann) (Raynaud-Syndrom).

wenn Sie an einem hormonproduzierenden Tumor im Bereich der Nieren leiden (Phäochromozytom), der nicht

behandelt wird (siehe auch Abschnitt „Besondere Vorsicht bei der Einnahme von BisoHEXAL plus ist

erforderlich“).

wenn Sie an einer schweren Nierenfunktionsstörung mit stark verminderter oder gänzlich ausbleibender

Urinproduktion (Kreatinin-Clearance unter 30 ml/Minute) leiden.

wenn Sie an einer akuten Nierenentzündung leiden, die geschwollene Knöcheln oder hohen Blutdruck verursachen

kann (akute Glomerulonephritis).

wenn bei Ihnen ein Leberversagen mit Bewusstseinsverlust (hepatisches Koma oder Präkoma) oder eine schwere

Lebererkrankung vorliegt.

wenn bei Ihnen ein Kaliummangel (Hypokaliämie), der nicht auf eine Behandlung anspricht, ein starker

Natriummangel (schwere Hyponatriämie) oder ein erhöhter Kalziumspiegel im Blut (Hyperkalzämie) besteht.

wenn Sie Gicht haben.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor Sie BisoHEXAL plus

einnehmen.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von BisoHEXAL plus ist erforderlich,

wenn bei Ihnen eine stabile Herzinsuffizienz vorliegt. Dann muss eine geeignete Therapie mit Bisoprolol allein

eingeleitet werden.

wenn Sie an Bronchialasthma oder einer chronisch-obstruktiven Lungenkrankheit leiden, die Symptome verursacht

wie z. B. Atemnot.

wenn Sie eine Vollnarkose erhalten sollen (Behandlung mit Anästhetika zur Inhalation). Informieren Sie den

Anästhesisten über die Behandlung mit BisoHEXAL plus.

wenn Sie an einer geringgradigen Erregungsleitungsstörung von den Herzvorhöfen zu den Herzkammern leiden

(AV-Block I. Grades).

wenn Sie Diabetes haben, da ein Risiko von schweren hypoglykämischen Zuständen besteht (regelmäßige

Blutzuckerkontrollen sind erforderlich).

bei längerem strengen Fasten (wegen des Risikos von stark verminderten Blutzuckerspiegeln).

wenn bei Ihnen ein hormonproduzierender Tumor des Nebennierenmarks vorliegt (Phäochromozytom). Vor der

Behandlung mit BisoHEXAL plus wird Ihr Arzt Ihnen eine Behandlung mit einem sogenannten

Alpharezeptorenblocker verordnen.

wenn bei Ihnen das Volumen des zirkulierenden Blutes vermindert ist (Hypovolämie).

wenn Sie an einer Beeinträchtigung der Leberfunktion oder Beeinträchtigung der Nierenfunktion leichter

Ausprägung leiden.

wenn Sie eine periphere Gefäßerkrankung haben. Es kann, vor allem zu Beginn der Behandlung, zu einer

Verstärkung der Beschwerden kommen.

wenn Sie an Brustschmerzen leiden, die durch eine Verkrampfung der Herzkranzgefäße, auch in Ruhe, verursacht

werden (Prinzmetal-Angina).

wenn bei Ihnen eine leichte Nierenfunktionsstörung bei gleichzeitiger Beeinträchtigung der Leberfunktion vorliegt.

Hydrochlorothiazid ist bei bestehendem Nierenversagen unwirksam (glomeruläre Filtrationsrate von unter

30 ml/Minute und/oder Serumkreatinin-Werte von über 1,8 mg/100 ml) und kann in dieser Situation sogar schädlich

sein, da es die glomeruläre Filtrationsrate weiter vermindert.

wenn Sie Arzneimittel zur Abschwächung oder Vorbeugung von allergischen Reaktionen erhalten oder bei Ihnen

schon einmal eine schwere allergische Reaktion aufgetreten ist. Betarezeptorenblocker wie Bisoprololhemifumarat

können die Empfindlichkeit gegenüber Allergien auslösenden Substanzen sowie den Schweregrad von akuten

generalisierten allergischen Reaktionen verstärken.

wenn Sie jemals Psoriasis hatten oder in Ihrer Familiengeschichte Fälle von Psoriasis bekannt sind. Arzneimittel wie

BisoHEXAL plus, die Betarezeptorenblocker enthalten, haben in Einzelfällen eine Psoriasis hervorgerufen und

können zu einer Verschlechterung der Erkrankung bzw. zu psoriasisartigen Hautausschlägen führen.

wenn Sie Kontaktlinsen tragen, sollten Sie an die Möglichkeit einer verminderten Tränenbildung denken.

wenn Sie an einer Schilddrüsenüberfunktion leiden.

wenn Sie zur älteren Bevölkerung gehören.

wenn Ihr Harnsäurespiegel im Blut erhöht ist (Hyperurikämie), da das Risiko von Gichtanfällen höher sein kann.

wenn Sie einen Nebennierentumor (Phäochromozytom) haben, der derzeit nicht mit einem anderen Arzneimittel für

Herz und Gefäße (Alpha-Rezeptorenblocker) behandelt wird.

Das in dem Arzneimittel enthaltene Hydrochlorothiazid kann dazu führen, dass Ihre Haut überempfindlich gegen

Sonnenlicht oder künstliches UV-Licht wird. Beenden Sie die Einnahme dieses Produkts und informieren Sie Ihren

Arzt, wenn es bei Ihnen während der Behandlung zu Hautausschlag, juckenden Flecken oder Empfindlichkeit der

Haut kommt (siehe auch Abschnitt 4).

wenn Sie eine Verringerung des Sehvermögens oder Augenschmerzen bemerken. Es könnte sich dabei um

Symptome eines Druckanstiegs in Ihrem Auge handeln, die innerhalb von Stunden bis Wochen nach der Einnahme

dieses Arzneimittels auftreten können. Dies kann unbehandelt zu einem dauerhaften Verlust des Sehvermögens

führen. Wenn Sie vorher eine Penicillin- oder Sulfonamidallergie hatten, können Sie ein höheres Risiko besitzen

dies zu entwickeln.

wenn Sie Hautkrebs haben oder hatten oder während der Behandlung eine unerwartete Hautläsion entwickeln. Die

Behandlung mit Hydrochlorothiazid, insbesondere eine hochdosierte Langzeitanwendung, kann das Risiko einiger

Arten von Haut- und Lippenkrebs (weißer Hautkrebs) erhöhen. Schützen Sie Ihre Haut vor Sonneneinstrahlung und

UV-Strahlen, solange Sie BisoHEXAL plus einnehmen.

Während der Langzeitbehandlung mit BisoHEXAL plus wird Ihr Arzt regelmäßige Kontrollen der Serumelektrolyte

(insbesondere Kalium, Natrium und Kalzium) sowie der Kreatinin- und Harnstoff-Spiegel, der Blutfettwerte

(Cholesterin und Triglyzeride) und der Harnsäure-Spiegel vornehmen.

Infolge einer Hypokaliämie können Empfindungsstörungen in den Extremitäten (Parästhesie), Lähmungen (Parese),

Apathie, Müdigkeit, Erschöpfung, Muskelschwäche, übermäßige Ansammlung von Gasen im Magen-Darm-Trakt

(Meteorismus), Verstopfung oder Herzrhythmusstörungen auftreten. Hohe Kaliumverluste können zu einer Lähmung

des Darms (paralytischer Ileus), Bewusstseinsstörungen und in Extremfällen zu Koma führen.

Während der Behandlung mit BisoHEXAL plus sollten Patienten auf eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme achten

und wegen erhöhter Kaliumverluste kaliumreiche Nahrungsmittel zu sich nehmen (z.B. Bananen, Gemüse, Nüsse). Die

Kaliumverluste können durch gleichzeitige Behandlung mit kaliumsparenden Diuretika vermindert oder verhindert

werden.

Falle von akuter Gallenblasenentzündung (Cholezystitis) sind bei Patienten mit Gallensteinleiden (Cholelithiasis)

berichtet worden.

Sie müssen Ihren Arzt informieren, wenn Sie glauben, dass Sie schwanger sind (oder werden könnten). BisoHEXAL

plus sollte nicht in der Frühschwangerschaft und darf ab dem 3. Schwangerschaftsmonat nicht mehr eingenommen

werden, da es Ihrem Kind bei Einnahme in diesem Stadium erheblich schaden könnte (siehe

Abschnitt „Schwangerschaft und Stillzeit“).

Kinder und Jugendliche

BisoHEXAL plus sollte nicht bei Kindern und Jugendlichen (unter 18 Jahren) angewendet werden.

Auswirkungen bei Fehlgebrauch zu Dopingzwecken

Die Anwendung von BisoHEXAL plus kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen.

Eine missbräuchliche Anwendung des Arzneimittels BisoHEXAL plus zu Dopingzwecken kann zu einer Gefährdung

Ihrer Gesundheit führen.

Einnahme von BisoHEXAL plus zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere

Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Ihr Arzt muss darüber informiert sein, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel anwenden:

Insulin oder orale Antidiabetika

Arzneimittel, die angewendet werden, um Fieber, Schmerzen und Entzündungen zu hemmen (z. B. Ibuprofen,

Ketoprofen, Naproxen, Salizylate, Indomethacin). Sie gehören zur Gruppe der Nicht-steroidalen

entzündungshemmenden Arzneimitteln (NSAIDs), die den blutdrucksenkenden Effekt abschwächen können. Bei

hoch dosierter Anwendung von Salicylaten kann deren toxische Wirkung auf das zentrale Nervensystem verstärkt

sein.

andere Arzneimittel, die den Blutdruck senken können (z. B. ACE-Hemmer, Vasodilatatoren, Calciumantagonisten

des Nifedipin-Typs), bestimmte Schlafmittel (Barbiturate) oder Arzneimittel zur Behandlung von psychiatrischen

Erkrankungen (Phenothiazine, trizyklische Antidepressiva), andere Betablocker zur Behandlung von erhöhtem

Augendruck (z. B. in bestimmten Augentropfen)

Antiarrhythmika (z. B. Disopyramid, Chinidin, Amiodaron, Sotalol, Calciumantagonisten des Verapamil- oder

Diltiazem-Typs)

zentral wirkende Arzneimittel, die den Blutdruck senken können, wie Reserpin, Alpha-Methyldopa, Guanfacin oder

Clonidin (falls nötig, wird der Arzt erst mehrere Tage nach Absetzen von BisoHEXAL plus beginnen, die Dosis von

Clonidin langsam zu vermindern)

bestimmte Hustenmittel, Nasen- und Augentropfen, die Noradrenalin, Adrenalin oder andere sympathomimetisch

wirkende Substanzen enthalten

Monoaminoxidase-(MAO-)Hemmer (mit Ausnahme von MAO-B-Hemmern)

Arzneimittel zur Behandlung von Gicht; Herzglykoside; Antimigränemittel, die Ergotamin enthalten, oder

Arzneimittel, die zu erhöhten Kaliumverlusten führen (Glukokortikoide, ACTH, Carbenoxolon, Amphotericin B,

andere Arzneimittel mit diuretischen Wirkungen wie Furosemid, bestimmte Abführmittel)

Anästhetika und curareartige Muskelrelaxantien (bitte informieren Sie den Anästhesisten, dass Sie mit BisoHEXAL

plus behandelt werden)

Arzneimittel, die Torsade de pointes auslösen können (z. B. Astemizol, intravenös verabreichtes Erythromycin,

Halofantrin, Pentamidin, Sparfloxacin, Terfenadin, Vincamin)

Lithium, Rifampicin, Mefloquin, Cimetidin, Lidocain, Cholestyramin oder Colestipol, Parasympathomimetika

(einschließlich Tacrin)

Arzneimittel zur Krebsbehandlung (z. B. Cyclophosphamid, Fluorouracil, Methotrexat)

Harnsäure senkende Arzneimittel

Einnahme von BisoHEXAL plus zusammen mit Nahrungsmitteln, Getränken und Alkohol

Die blutdrucksenkenden Wirkungen von BisoHEXAL plus können in Gegenwart von Alkohol noch verstärkt werden.

Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu

werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat. In der Regel wird Ihr

Arzt Ihnen dann zu einem anderen Medikament als BisoHEXAL plus raten, da BisoHEXAL plus nicht zur Anwendung

in der Schwangerschaft empfohlen wird. Dies liegt daran, dass der Wirkstoff Hydrochlorothiazid die Plazenta passiert.

Die Anwendung von BisoHEXAL plus während der Schwangerschaft kann möglicherweise schädliche Auswirkungen

auf den Fötus und das Neugeborene haben.

Stillzeit

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie derzeit stillen oder vorhaben, zu stillen. BisoHEXAL plus darf nicht von Müttern

angewendet werden, die stillen und Ihr Arzt muss eine andere Behandlung für Sie wählen, wenn Sie stillen möchten.

Fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Da die Wirkungen des Arzneimittels individuell unterschiedlich ausfallen, kann das Reaktionsvermögen so stark

beeinflusst werden, dass die Fähigkeit zum Steuern eines Fahrzeugs, zum Bedienen von Maschinen oder zur

Verrichtung potenziell gefährlicher Arbeiten beeinträchtigt ist. Dies ist besonders zu Beginn der Behandlung, nach einer

Dosissteigerung und beim Trinken von Alkohol der Fall.

BisoHEXAL plus enthält Lactose

Bitte nehmen Sie BisoHEXAL plus daher erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie

unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.

3

Wie ist BisoHEXAL plus einzunehmen?

Nehmen Sie BisoHEXAL plus 10/25 immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder

Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:

1/2 Filmtablette BisoHEXAL plus 10/25 einmal täglich (entsprechend 5 mg Bisoprololfumarat und 12,5 mg

Hydrochlorothiazid).

Im Fall einer unzureichenden Blutdrucksenkung kann die Dosis auf 1 Filmtablette BisoHEXAL plus 10/25 einmal

täglich erhöht werden (entsprechend 10 mg Bisoprololfumarat und 25 mg Hydrochlorothiazid).

Bei Vorliegen einer leicht bis mäßig beeinträchtigten Nierenfunktion sollten Sie nicht mehr als 1/2 Filmtablette

BisoHEXAL plus 10/25 einmal täglich einnehmen (entsprechend 5 mg Bisoprololfumarat und 12,5 mg

Hydrochlorothiazid).

Art der Anwendung

Nehmen Sie die Filmtabletten zum Frühstück mit einer ausreichenden Menge Flüssigkeit als Ganzes ein. Die

Filmtablette ist nicht zur Teilung vorgesehen.

Dauer der Anwendung

Der behandelnde Arzt entscheidet über die Behandlungsdauer. Diese richtet sich nach der Art und Schwere der

Erkrankung. Verändern Sie die Dosierung von BisoHEXAL plus nicht ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von BisoHEXAL

plus zu stark oder zu schwach ist.

Wenn Sie eine größere Menge BisoHEXAL plus eingenommen haben, als Sie sollten

Bitte wenden Sie sich sofort an Ihren Arzt.

Im Fall einer Überdosierung oder einer lebensbedrohlichen Verlangsamung der Herzschlagfolge (Puls) und/oder eines

lebensbedrohlichen Blutdruckabfalls muss die Behandlung mit BisoHEXAL plus unverzüglich abgesetzt werden. Eine

Überdosierung führt häufig zu einer schweren Unterdrückung der Herzaktivität mit verminderter Herzschlagfolge. Es

kann zu Atemnot infolge einer Verkrampfung der Bronchien kommen. Zudem kann der Flüssigkeitsverlust zu Durst,

Schwäche und Schwindel, Muskelschmerzen, beschleunigter Herzschlagfolge und Kreislaufkollaps, akutem

Nierenversagen, Herzrhythmusstörungen und Verstopfung, in extremen Fällen mit Darmverschluss, führen.

Wenn Sie die Einnahme von BisoHEXAL plus vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben,

sondern nehmen Sie am nächsten Morgen einfach Ihre übliche Dosis ein.

Wenn Sie die Einnahme von BisoHEXAL plus abbrechen

Sie dürfen die Langzeitbehandlung mit BisoHEXAL plus nicht plötzlich abbrechen, ohne mit Ihrem Arzt darüber zu

sprechen.

Zum Ende der Behandlung sollte die Dosis stets schrittweise vermindert werden (d. h. über 7-10 Tage).

Dies ist insbesondere bei Patienten mit Erkrankungen der Herzkranzgefäße (ischämischen Herzerkrankungen) zu

berücksichtigen, da ein abruptes Absetzen der Behandlung zu einer akuten Verschlimmerung der Erkrankung führen

kann.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

4

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Sie sollten Ihren Arzt unverzüglich aufsuchen, wenn bei Ihnen Allergiesymptome, z. B. Quaddeln und Atemprobleme,

Schwierigkeiten beim Schlucken sowie Schwellungen des Gesichts, der Zunge oder im Rachen auftreten.

Sonstige Nebenwirkungen können sein:

Häufig:

kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen

Müdigkeit

erhöhte Harnsäurespiegel im Blut (Hyperurikämie), die bei Patienten mit einer entsprechenden Veranlagung zu

Gichtanfällen führen können

Anstieg der Blutfettwerte (Cholesterin, Triglyzeride)

Anstieg des Blutzuckerspiegels

Zucker im Urin

Störungen im Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt (vor allem niedrige Kalium- und Natriumspiegel, niedrige

Magnesium- und Chloridwerte sowie hohe Kalziumspiegel im Blut)

Schwindel

Kopfschmerzen

Kältegefühl oder Taubheit in Händen und Füßen Übelkeit und Erbrechen

Durchfall, Verstopfung

Gelegentlich:

kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen

Appetitlosigkeit

Schlafstörungen

Depression

Mangel oder Verlust an Kraft und Energie; Schwäche

stark verlangsamter Herzschlag (Bradykardie)

Störung der Erregungsleitung von den Herzvorhöfen zu den Herzkammern (atrioventrikuläre Störung der

Erregungsleitung)

Verschlechterung einer Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz)

Schwindel und Ohnmacht beim Aufstehen (orthostatische Hypotonie)

Risiko einer Atemnot aufgrund einer Verkrampfung der Bronchien (vor allem bei Patienten mit Bronchialasthma

oder chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD))

Bauchschmerzen

Anstieg der Blutspiegel eines bestimmten Enzyms (Amylase)

Entzündung der Bauchspeicheldrüse, die starke Schmerzen im Magen und Rücken verursacht Muskelschwäche und

Muskelkrämpfe

reversibler Anstieg der Kreatinin- und Harnstoffspiegel im Blut (Körpersubstanzen, die im Urin ausgeschieden

werden; werden als diagnostische Indikatoren für die Nierenfunktion verwendet)

Selten:

kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen

niedrige Anzahl an Blutplättchen (Thrombozytopenie)

niedrige Anzahl weißer Blutzellen (Leukopenie)

Ohnmacht

Albträume, Halluzinationen

Sehstörungen

verminderte Tränenbildung (sollte bei Kontaktlinsenträgern berücksichtigt werden)

Hörstörungen

allergische Rhinitis

Gelbsucht, Leberentzündung (Hepatitis), erhöhte Leberenzymwerte im Blut

allergische Hautreaktionen (z. B. Nesselsucht, Erythem, Juckreiz)

Schwellung und Blasenbildung der Haut (aufgrund einer erhöhten Empfindlichkeit gegenüber Sonnenlicht)

kleine Blutungen in der Haut, den Schleimhäuten oder der inneren Organe überziehenden Haut (Purpura)

sehr stark juckende Quaddeln (Urtikaria)

Unfähigkeit, eine Erektion zu erreichen oder zu halten (Impotenz)

Sehr selten:

kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen

unzureichende Bildung weißer Blutzellen im Knochenmark (Agranulozytose)

Rötung und Reizung der Bindehaut des Auges (Konjunktivitis)

Brustschmerzen Psoriasis, Verschlimmerung von Psoriasis-Symptomen, psoriasisartige (psoriasiforme)

Hautausschläge

Haarausfall

spezielle Art von Hautausschlag (kutaner Lupus erythematodes)

stoffwechselbedingte Zunahme von Basen im Blut (metabolische Alkalose)

Nicht bekannt:

Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

Haut- und Lippenkrebs (weißer Hautkrebs)

Lungenerkrankung, die Atemnot verursachen kann (interstitielle Lungenerkrankung)

In den folgenden Fällen wird der Arzt beschließen, die Behandlung zu beenden:

Elektrolytentgleisung, die sich durch eine Therapie nicht beheben lässt

plötzliches Abfallen des Blutdrucks beim Aufstehen (orthostatische Dysregulation)

Überempfindlichkeitsreaktionen

ausgeprägte Magen-, Darm- und Verdauungsprobleme

Störungen des Zentralnervensystems

Bauchspeicheldrüsenentzündung

verminderte Anzahl der roten und weißen Blutkörperchen sowie der Blutplättchen

Gallenblasenentzündung

Entzündung der Blutgefäße

Verschlechterung einer bereits bestehenden Kurzsichtigkeit

Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance ≤ 30 ml/Minute)

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für

Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3

D-53175 Bonn

Website: www.bfarm.de

anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit

dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5

Wie ist BisoHEXAL plus aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf!

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der Blisterpackung nach „verwendbar bis“

angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des

angegebenen Monats.

Aufbewahrungsbedingungen

Die Blisterpackung im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Entsorgen Sie Arzneimittel niemals über das Abwasser (z. B. nicht über die Toilette oder das Waschbecken). Fragen Sie

in Ihrer Apotheke, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum

Schutz der Umwelt bei. Weitere Informationen finden Sie unter www.bfarm.de/arzneimittelentsorgung.

6

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was BisoHEXAL plus 10/25 enthält

Wirkstoffe

sind:

Bisoprololfumarat

Hydrochlorothiazid

Jede Filmtablette enthält10 mg Bisoprololfumarat und25 mg Hydrochlorothiazid.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Calciumhydrogenphosphat,mikrokristalline Cellulose, Crospovidon, Hypromellose, Lactose-Monohydrat, Macrogol

4000, Magnesiumstearat (Ph.Eur.), hochdisperses Siliciumdioxid, vorverkleisterte Stärke, Titandioxid (E 171)

(siehe auch Abschnitt 2 „BisoHEXAL plus darf nicht eingenommen werden“).

Wie BisoHEXAL plus 10/25 aussieht und Inhalt der Packung

BisoHEXAL plus 10/25 sind weiße, runde Filmtabletten mit einseitiger Bruchkerbe.

Die Bruchkerbe dient nur zum Teilen der Filmtablette für ein erleichtertes Schlucken und nicht zum Aufteilen in gleiche

Dosen.

Die Tabletten sind in PVC/Aclar-Aluminium-Blister oder Aluminium/Aluminium-Blister verpackt und in einen Karton

eingeschoben.

Packungen mit 20, 30, 50 und 100 Filmtabletten erhältlich

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer

Hexal AG

Industriestraße 25

83607 Holzkirchen

Telefon: (08024) 908-0

Telefax: (08024) 908-1290

E-Mail: service@hexal.com

Hersteller

Salutas Pharma GmbH

Otto-von-Guericke-Allee 1

39179 Barleben

oder

LEK S.A.

16, ul. Podlipie

95-010 Stryków

Polen

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im August 2019.

FACHINFORMATION

1.

BEZEICHNUNG DER ARZNEIMITTEL

BisoHEXAL plus 5/12,5, Filmtabletten

BisoHEXAL plus 10/25, Filmtabletten

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

BisoHEXAL plus 5/12,5

Jede Filmtablette enthält 5 mg Bisoprololfumarat und 12,5 mg Hydrochlorothiazid.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung:

Jede Filmtablette enthält 1,7 mg Lactose (als Monohydrat).

BisoHEXAL plus 10/25

Jede Filmtablette enthält 10 mg Bisoprololfumarat und 25 mg Hydrochlorothiazid.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung:

Jede Filmtablette enthält 3,4 mg Lactose (als Monohydrat).

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

Filmtablette

Weiße, runde Filmtabletten mit einer Bruchkerbe auf der einen Seite.

5 mg/12,5 mg Filmtabletten

Die Bruchkerbe dient nur zum Teilen der Filmtablette für ein erleichtertes Schlucken und nicht zum Aufteilen in gleiche

Dosen.

10 mg/25 mg Filmtabletten

Die Filmtablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Anwendungsgebiete

Essentielle Hypertonie

Das Kombinationspräparat BisoHEXAL plus ist bei Patienten angezeigt, deren Blutdruck durch Bisoprolol bzw.

Hydrochlorothiazid allein nicht ausreichend eingestellt werden kann.

4.2

Dosierung, Art und Dauer der Anwendung

Dosierung

Es wird eine individuelle Dosistitration der Einzelwirkstoffe empfohlen. Falls klinisch vertretbar, kann eine direkte

Umstellung von der Monotherapie auf die fixe Kombination in Erwägung gezogen werden.

Die übliche Dosis beträgt 5 mg Bisoprolol und 12,5 mg Hydrochlorothiazid 1-mal täglich (entsprechend 1 Filmtablette

BisoHEXAL plus 5/12,5 bzw. ½ Filmtablette BisoHEXAL plus 10/25).

Bei unzureichender Blutdrucksenkung kann die Dosis auf 1-mal täglich 10 mg Bisoprolol und 25 mg

Hydrochlorothiazid (entsprechend 2 Filmtabletten BisoHEXAL plus 5/12,5 bzw. 1 Filmtablette BisoHEXAL plus

10/25) erhöht werden.

Nierenfunktionsstörungen

Bei Patienten mit einer leichten bis mäßigen Nierenfunktionsstörung ist die Elimination des Hydrochlorothiazid-Anteils

von BisoHEXAL plus vermindert. Falls notwendig, ist das niedriger dosierte Präparat (BisoHEXAL plus 5/12,5)

vorzuziehen (siehe auch Abschnitte 4.3 und 4.4).

Ältere Patienten

In der Regel ist keine Dosisanpassung erforderlich (siehe Abschnitt 4.4).

Kinder und Jugendliche

BisoHEXAL plus soll bei Kindern nicht angewendet werden, da keine Erfahrungen mit der Anwendung von Bisoprolol

bei Kindern vorliegen.

Art der Anwendung

Die Filmtabletten sind zum Frühstück einzunehmen. Sie sind als Ganzes mit etwas Flüssigkeit zu schlucken und dürfen

nicht zerkaut werden.

Dauer der Anwendung

Nach Langzeitbehandlung sollte BisoHEXAL plus – insbesondere bei Vorliegen einer ischämischen Herzkrankheit –

ausschleichend (Halbierung der Dosis im Verlauf von 7-10 Tagen) abgesetzt werden, da ein abruptes Absetzen der

Behandlung zu einer akuten Verschlechterung des Zustandes des Patienten führen kann (siehe Abschnitt 4.4).

4.3

Gegenanzeigen

BisoHEXAL plus ist kontraindiziert bei:

Überempfindlichkeit gegen Bisoprolol, Hydrochlorothiazid und andere Thiazide, Sulfonamide oder einen der

sonstigen Bestandteile (siehe Abschnitt 6.1)

akuter Herzinsuffizienz oder während einer Dekompensation der Herzinsuffizienz, die eine intravenöse inotrope

Therapie erfordert

kardiogenem Schock

AV-Block 2. oder 3. Grades (ohne Herzschrittmacher)

Sinusknotensyndrom (Sick-Sinus-Syndrom)

sinuatrialem Block

symptomatischer Bradykardie

schwerem Asthma bronchiale

Spätstadien von peripherer Verschlusskrankheit oder Raynaud-Syndrom

unbehandeltem Phäochromozytom (siehe Abschnitt 4.4)

metabolischer Azidose

schwerer Niereninsuffizienz mit Oligurie oder Anurie (Kreatinin-Clearance unter 30 ml/min und/oder Serum-

Kreatinin über 159 µmol/l)

akuter Glomerulonephritis.

Coma und Praecoma hepaticum, schwerer Leberfunktionsstörung

therapieresistenter Hypokaliämie

schwerer Hyponatriämie

Hyperkalzämie

Gicht

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Die Behandlung mit Betablockern (z. B. Bisoprolol) darf, sofern nicht eindeutig indiziert, nicht abrupt abgesetzt

werden, da sich durch ein abruptes Absetzen von Bisoprolol – insbesondere bei Patienten mit ischämischer

Herzkrankheit – der Zustand des Patienten akut verschlechtern kann.

Unter folgenden Umständen ist eine besonders sorgfältige ärztliche Überwachung erforderlich:

Herzinsuffizienz (bei Patienten mit stabiler chronischer Herzinsuffizienz ist eine Monotherapie mit Bisoprolol nach

der empfohlenen Dosistitrationsphase einzuleiten)

Bronchospasmen (Asthma bronchiale, obstruktive Atemwegserkrankungen)

gleichzeitige Behandlung mit Inhalationsanästhetika

Diabetes mellitus mit stark schwankenden Blutzuckerwerten; Hypoglykämiesymptome können maskiert werden

strenges Fasten

laufende Desensibilisierungstherapie

AV-Block 1. Grades

Prinzmetal-Angina

AllgemeinanästhesieBei Patienten, bei denen eine Allgemeinanästhesie erfolgen soll, reduzieren Betablocker das

Auftreten von Arrhythmien myokardialen Ischämien während der Narkoseeinleitung, der Intubation und

postoperativ. Es wird gegenwärtig empfohlen, eine bestehende Betablockertherapie bei Operationen nicht zu

beenden. Der Anästhesist muss von der Therapie mit Betablockern unterrichtet sein, da potentielle lnteraktionen mit

anderen Pharmaka, resultierende Bradyarrhythmien, Dampfung von Reflextachykardien und die Kompensation von

Blutverlusten durch verringerte Reflexreaktionen die Folge sein können. Wird ein Absetzen der Betablocker-

Therapie vor dem chirurgischen Eingriff als erforderlich erachtet, sollte diese ausgeschlichen werden und ca.

48 Stunden vor der Narkoseeinleitung beendet sein.

periphere Verschlusskrankheit (insbesondere zu Beginn der Behandlung kann es zu einer Verstärkung der

Beschwerden kommen)

Hypovolämie

Leberfunktionsstörung

Obwohl kardioselektive ß1-Betablocker einen geringeren Effekt auf die Lungenfunktion aufweisen können als nicht-

selektive Betablocker, sollten Betablocker prinzipiell bei Patienten mit obstruktiven Atemwegserkrankungen nicht

angewendet werden, es sei denn, es liegen hierfür zwingende klinische Gründe vor. Bei Asthma bronchiale oder

anderen chronisch-obstruktiven Lungenerkrankungen, die Symptome verursachen können, sollte gleichzeitig eine

bronchialerweiternde Therapie erfolgen. Gelegentlich kann es bei Asthma-Patienten zu einer Zunahme des

Atemwegswiderstandes kommen, die eine Dosiserhöhung der Beta

-Sympathomimetika erforderlich machen kann.

Eine kontinuierliche Langzeitgabe von BisoHEXAL plus kann aufgrund der Hydrochlorothiazid-Komponente zu

Störungen des Elektrolyt- und Wasserhaushaltes – insbesondere Hypokaliämie und Hyponatriämie, aber auch

Hypomagnesiämie, Hypochlorämie und Hyperkalzämie – führen.

Eine Hypokaliämie begünstigt die Entstehung schwerer Arrhythmien und teilweise von Torsade de pointes mit

tödlichem Ausgang.

Eine metabolische Alkalose kann sich durch den gestörten Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt verschlimmern.

Der Nutzen von Thiazid-Diuretika kann sich nur bei normaler oder annähernd normaler Nierenfunktion

(Kreatininspiegel im Serum unter 220 μmol/l bei Erwachsenen) voll entfalten. Diese vorübergehende Einschränkung

der Nierenfunktion ist bei nierengesunden Patienten nicht relevant, kann jedoch eine bestehende Niereninsuffizienz

verschlimmern.

Bei älteren Patienten ist eine strenge Beachtung aller Gegenanzeigen geboten. Die Therapie sollte bei älteren Patienten

niedrig dosiert und unter engmaschiger Überwachung eingeleitet werden.

Bei Patienten mit Hyperurikämie kann das Risiko von Gichtanfällen erhöht sein. Die Dosierung sollte in Abhängigkeit

von den Harnsäurekonzentrationen im Plasma angepasst werden.

Bisoprolol kann wie andere Beta-Blocker die Sensitivität gegenüber Allergenen und die Schwere anaphylaktischer

Reaktionen erhöhen. Dies gilt ebenfalls für eine Desensibilisierungstherapie. Die Behandlung mit Epinephrin bringt

unter Umständen nicht immer den erwarteten therapeutischen Effekt.

Bei Patienten mit bestehender oder anamnestisch bekannter Psoriasis sollten Beta-Blocker (z. B. Bisoprolol) nur nach

sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung verabreicht werden.

Bei Patienten mit Phäochromozytom dürfen Beta-Blocker (z. B. Bisoprolol) erst nach einer Blockade der Alpha-

Rezeptoren gegeben werden.

Die Behandlung mit Beta-Blockern (z. B. Bisoprolol) kann die Symptome einer Thyreotoxikose verschleiern.

Fälle von akuter Cholezystitis sind bei Patienten mit Cholelithiasis berichtet worden.

Bisoprolol kann den Tränenfluss vermindern. Kontaktlinsenträger sollten auf diesen Umstand hingewiesen werden.

Photosensibilität

In seltenen Fällen sind Photosensibilitätsreaktionen auf Thiazid-Diuretika aufgetreten (siehe Abschnitt 4.8). Wenn

während der Behandlung eine Photosensibilitätsreaktion auftritt, wird empfohlen, die Therapie abzusetzen. Falls eine

Fortsetzung der Behandlung erforderlich ist, sollten dem Sonnenlicht oder künstlicher UV-Strahlung ausgesetzte

Hautpartien geschützt werden.

Anmerkung

Durch die Hydrochlorothiarid-Komponente kann die kontinuierliche Langzeitgabe von BisoHEXAL plus zu einer

Störung des Elektrolyt- und Flüssigkeitshaushalts führen, speziell Hypokaliämie und Hyponatriämie, aber auch

Hypomagnesiämie, Hypochloridämie und Hypokalzämie. Hypokaliämie führt eher zur Entwicklung von schweren

Arrhythmien, teilweise zu Torsade de pointes mit tödlichem Ausgang.

Während einer Langzeittherapie mit BisoHEXAL plus sollten die Serumelektrolyte (insbesondere Kalium, Natrium,

Kalzium), Kreatinin und Harnstoff, die Serumlipide (Cholesterol und Triglyceride), die Harnsäure sowie der Blutzucker

regelmäßig kontrolliert werden.

Akute Myopie und sekundäres Winkelblockglaukom

Hydrochlorothiazid, ein Sulfonamid, wird mit einer idiosynkratischen Reaktion in Verbindung gebracht, die zu einer

akuten temporären Myopie und zu einem akuten Winkelblockglaukom führt. Dabei treten Symptome wie akut

auftretende Verringerungen der Sehschärfe oder Augenschmerzen auf, und zwar typischerweise innerhalb von Stunden

bis Wochen nach der Anwendung des Arzneimittels. Ein unbehandeltes akutes Winkelblockglaukom kann zum

dauerhaften Sehverlust führen.

Die primäre Therapiemaßnahme besteht in der schnellstmöglichen Absetzung von Hydrochlorothiazid. Kann der

Augeninnendruck nicht unter Kontrolle gebracht werden, ist unter Umständen eine umgehende medikamentöse oder

chirurgische Behandlung erforderlich. Zu den Risikofaktoren für die Entwicklung eines akuten Winkelblockglaukoms

können anamnestisch bekannte Allergien gegen Sulfonamide oder Penicillin gehören.

Die Anwendung von BisoHEXAL plus kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen.

Eine missbräuchliche Anwendung des Arzneimittels BisoHEXAL plus zu Dopingzwecken kann die Gesundheit

gefährden.

Nicht-melanozytärer Hautkrebs

In zwei epidemiologischen Studien auf der Grundlage des dänischen nationalen Krebsregisters wurde ein erhöhtes

Risiko von nicht-melanozytärem Hautkrebs (NMSC) [Basalzellkarzinom (BCC) und Plattenepithelkarzinom (SCC)] mit

steigender kumulativer Dosis von Hydrochlorothiazid (HCTZ) beobachtet. Photosensibilisierende Wirkungen von

HCTZ könnten zur Entstehung von NMSC beitragen.

Patienten, die HCTZ einnehmen, sollten über das NMSC-Risiko informiert werden, und es sollte ihnen geraten werden,

ihre Haut regelmäßig auf neue Läsionen zu prüfen und unverzüglich alle verdächtigen Hautveränderungen zu melden.

Den Patienten sollten mögliche vorbeugende Maßnahmen empfohlen werden, um das Risiko von Hautkrebs zu

minimieren; z. B. Einschränkung der Exposition gegenüber Sonnenlicht und UV- Strahlung oder im Fall einer

Exposition Verwendung eines angemessenen Sonnenschutzes. Verdächtige Hautveränderungen sollten unverzüglich

untersucht werden, ggf. einschließlich histologischer Untersuchungen von Biopsien. Bei Patienten, bei denen bereits ein

NMSC aufgetreten ist, sollte die Verwendung von HCTZ überprüft werden (siehe auch Abschnitt 4.8).

Während der Behandlung mit BisoHEXAL plus sollten Patienten auf eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme achten

und wegen erhöhter Kaliumverluste kaliumreiche Nahrungsmittel zu sich nehmen (z. B. Bananen, Gemüse, Nüsse). Die

Kaliumverluste können durch gleichzeitige Behandlung mit kaliumsparenden Diuretika vermindert oder verhindert

werden.

Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz, Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption

sollten BisoHEXAL plus nicht einnehmen.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Allgemeiner Hinweis

Es ist zu beachten, dass bestimmte Arzneimittel infolge gestörter Kaliumspiegel im Serum beeinflusst werden können.

Nicht empfohlene Kombinationen

Kalziumantagonisten vom Verapamil-Typ und, in geringerem Maß, vom Diltiazem-Typ

Negative Beeinflussung der Kontraktilität und der atrioventrikulären Überleitung. Die intravenöse Gabe von Verapamil

kann bei Patienten unter Behandlung mit Beta-Blockern zu schwerer Hypotonie und AV-Block führen.

Zentral wirksame blutdrucksenkende Arzneistoffe, wie z. B. Clonidin und andere (z. B. Methyldopa, Moxonidin,

Reserpin): Kombinationstherapie mit zentral wirksamen Antihypertensiva kann zu einer Verschlechterung der

Herzinsuffizienz durch Verringerung des zentralen Sympathikotonus (Reduktion der Herzschlagfolge und

Auswurfvolumen, Vasodilatation) führen. Abruptes Absetzen, besonders vor Beendigung der Betablockertherapie, kann

das Risiko einer „Rebound Hypertonie“ verstärken.

Lithium

BisoHEXAL plus kann die kardiotoxischen und neurotoxischen Wirkungen von Lithium aufgrund einer verminderten

Lithiumausscheidung verstärken.

Kombinationen, bei denen Vorsicht angezeigt ist

Kalziumantagonisten vom Dihydropyridin-Typ (z. B. Nifedipin)

Erhöhtes Risiko einer Hypotonie, insbesondere zu Beginn der Behandlung. Bei Patienten mit latenter Herzinsuffizienz

kann die gleichzeitige Anwendung von Beta-Blockern zu Herzinsuffizienz führen.

Die gleichzeitige Anwendung mit anderen

Antihypertonika

oder mit anderen

Arzneimitteln, die blutdrucksenkend

wirken können, kann das Risiko einer Hypotonie erhöhen.

ACE-Hemmer, Angiotensin-II-Antagonisten

Risiko eines erheblichen Blutdruckabfalls und/oder eines aktuen Nierenversagens bei Einleitung einer Therapie mit

ACE-Hemmern bei Patienten mit vorbestehendem Natriummangel (insbesondere Patienten mit Nierenarterienstenose).

Hat eine frühere Behandlung mit

Diuretika

zu Natriummangel geführt, ist das Diuretikum entweder 3 Tage vor

Einleitung der Behandlung mit ACE-Hemmern abzusetzen, oder zu Beginn der Behandlung mit dem ACE-Hemmer

eine niedrige Dosierung zu wählen.

Antiarrhythmika der Klasse I (z. B. Disopyramid, Chinidin, Lidocain, Phenytoin, Flecainid,

Propafenon)

Die Wirkung auf die atrioventrikuläre Überleitungszeit und die negativ inotrope Wirkung kann verstärkt werden.

Antiarrhythmika der Klasse III (z. B. Amiodaron)

Die Wirkung auf die atrioventrikuläre Überleitungszeit kann verstärkt werden.

Wirkstoffe

außer Antiarrythmika,

die Torsade de pointes

induzieren können

Eine Hypokaliämie kann das Auftreten von Torsade de pointes begünstigen.

Bestimmte Antiarrhythmika können eine Torsade de pointes auslösen: Substanzen der Klasse IA (Chinidin,

Disopyramid) und Klasse III (z. B. Amiodaron und Sotalol). Hypokaliämien können das Auftreten von Torsade de

pointes begünstigen. Hypokaliämien sind zu vermieden, und falls notwendig, zu korrigieren. Das QT-Intervall ist zu

überwachen. Im Fall von Torsade de pointes dürfen keine Antiarrhythmika gegeben werden (Schrittmacher-Therapie).

Nicht zur Klasse der Antiarrhythmika gehörende Substanzen, die eine Torsade de pointes auslösen können: Astemizol,

Erythromycin i. v., Halofantrin, Pentamidin, Sparfloxazin, Terfenadin und Vincamin. Im Falle einer Hypokaliämie sind

Arzneimittel zu verwenden, die keine Torsade de pointes auslösen können.

Parasympathomimetika (einschließlich Tacrin)

Mögliche Verlängerung der AV-Überleitungszeit und das Risiko einer Erhöhung einer Bradykardie.

Reserpin,

-Methyldopa oder Guanfacin

Können zu einer übermäßigen Senkung des Blutdrucks und der Herzfrequenz oder zu verzögerter Überleitung führen.

Andere Beta-Blocker

, auch topische Betablocker (z. B. Augentropfen bei Glaukom-Behandlung) haben eine additive

Wirkung.

Insulin und orale Antidiabetika

Verstärkung der blutzuckersenkenden Wirkung. Eine Blockade von Beta-Adrenozeptoren kann die Zeichen einer

Hypoglykämie maskieren.

Anästhetika

Dämpfung von reflektorischer Tachykardie und erhöhtes Hypotonierisiko. Die Aufrechterhaltung der Beta-Blockade

reduziert das Arrhythmierisiko während der Narkoseeinleitung und Intubation. Der Anästhesist sollte gegebenenfalls

über die Behandlung mit Beta-Blockern (z. B. Bisoprolol) informiert werden (siehe Abschnitt 4.4)..

Digitalisglykoside

Erhöhung der atrioventrikulären Leitungszeit, Senkung der Herzfrequenz. Falls sich unter der Behandlung mit

Bisoprolol/Hydrochlorothiazid eine Hypokaliämie und/oder Hypomagnesiämie entwickelt, kann die Empfindlichkeit

des Myokards gegenüber Herzglykosiden erhöht sein, was zu einer Wirkungsverstärkung und Nebenwirkungen der

Glykoside führt.

Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAID)

NSAIDs können die hypotone Wirkung abschwächen.

Bei Patienten, die eine Hypovolämie entwickeln, kann die gleichzeitige Verabreichung von NSAIDs akutes

Nierenversagen auslösen.

Ergotaminderivate

Verstärkung von Störungen der peripheren Durchblutung.

BetasympathomimetikaDie Kombination mit Bisoprolol kann die Wirkung beider Wirkstoffe abschwächen. Bei der

Behandlung allergischer Reaktionen kann eine erhöhte Dosierung von Adrenalin erforderlich sein.

Sympathomimetika, die Beta- und Alphaadrenozeptoren aktivieren (z. B. Adrenalin, Noradrenalin)

Eine Kombination mit Bisoprolol kann zu einem Blutdruckanstieg und Verstärkung der Claudicatio intermittens.

führen. Man geht davon aus, dass diese Wechselwirkungen mit höherer Wahscheinlichkeit im Zusammenhang mit nicht

selektiven Betablockern auftreten.

Trizyklische Antidepressiva, Barbiturate, Phenothiazin und andere Antihypertensiva

Verstärkte blutdrucksenkende Wirkung.

Rifampicin

Die Halbwertszeit von Bisoprolol kann infolge einer Induktion metabolisierender Enzyme in der Leber geringfügig

verkürzt werden. Eine Dosisanpassung ist in der Regel nicht erforderlich.

Die Wirkung von

Harnsäure-senkenden Arzneimitteln

, kann durch die gleichzeitige Anwendung von BisoHEXAL

plus abgeschwächt werden.

Erhöhte Kaliumverluste können bei gleichzeitiger Anwendung von BisoHEXAL plus mit Glucocorticoiden, ACTH,

Carbenoxolon, Amphotericin B, Furosemid oder Laxantien auftreten.

Die Wirkung

curareartiger Muskelrelaxanzien

kann bei gleichzeitiger Anwendung mit BisoHEXAL plus verstärkt

oder verlängert werden.

Zytostatika (z. B. Cyclophosphamid, Fluorouracil, Methotrexat)

Es ist eine erhöhte Knochenmarktoxizität zu erwarten.

Methyldopa

In Einzelfällen wurde Hämolyse aufgrund von Antikörperbildung gegen Hydrochlorothiazid beschrieben.

Bei gleichzeitiger Anwendung zu beachten:

Corticosteroide

verminderter antihypertensiver Effekt.

Mefloquin

Erhöhtes Risiko einer Bradykardie.

Monoaminoxidase-Hemmer (außer MAO-B-Hemmer

Verstärkung der blutdrucksenkenden Wirkung von β-Blockern, aber auch Risiko einer hypertensiven Krise.

Bei hoch dosierter Anwendung von Salicylaten kann deren toxische Wirkung auf das ZNS verstärkt sein.

4.6

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Bisoprolol

Bisoprolol besitzt pharmakologische Wirkungen, die schädigenden Effekt auf Schwangerschaft und/oder den Fötus/das

Neugeborene haben können. Im Allgemeinen verringern Betablocker die Plazentaperfusion, was mit

Wachstumsverzögerung, intrauterinem Tod, Abort oder frühen Wehen im Zusammenhang gebracht wird. Beim Fötus

und Neugeborenen können unerwünschte Wirkungen (z. B. Hypogykämie und Bradykardie) auftreten. Falls eine

Behandlung mit Betaadrenozeptorblockern erforderlich ist, sind Beta

-selektive Betablocker vorzuziehen.

Hydrochlorothiazid

Zur Anwendung von Hydrochlorothiazid während der Schwangerschaft, insbesondere im ersten Trimenon, liegen nur

wenige Erfahrungen vor. Tierexperimentelle Studien sind nicht ausreichend.

Hydrochlorothiazid passiert die Plazentaschranke. Aufgrund des pharmakologischen Wirkmechanismus von

Hydrochlorothiazid kann dessen Anwendung im zweiten und dritten Trimenon die feto-plazentale Perfusion

beeinträchtigen und beim Fötus und Neugeborenen zu Effekten wie Ikterus, Elektrolytverschiebungen und

Thrombozytopenie führen.

Hydrochlorothiazid sollte aufgund des Risikos eines verminderten Plasmavolumens und einer Hypoperfusion der

Plazenta ohne günstige Wirkung auf den Verlauf der Erkrankung nicht bei Schwangerschaftsödem, Bluthochdruck in

der Schwangerschaft oder Präeklampsie angewendet werden.

Hydrochlorothiazid sollte in der Schwangerschaft, außer in seltenen Situationen, in denen keine andere

Behandlungsoption besteht, nicht bei essenzieller Hypertonie angewendet werden.

Stillzeit

Bisoprololfumarat kann in die Muttermilch ausgeschieden werden. Hydrochlorothiazid geht in geringen Mengen in die

Muttermilch über. Thiazid-Diuretika, angewandt in hohen Dosen zur intensiven Diurese, können die Laktation

hemmen

.

Die Anwendung von BisoHEXAL plus während der Stillzeit wird nicht empfohlen

Fertilität

Es liegen keine Daten über die Anwendung des Kombinationspräparates und deren Auswirkung auf die Fertilität beim

Menschen vor. Bisoprolol und Hydrochlorothiazid zeigten in Tierstudien keine Auswirkung auf die Fruchtbarkeit.

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

BisoHEXAL plus hat keinen oder einen vernachlässigbaren Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum

Bedienen von Maschinen.

Durch individuell auftretende unterschiedliche Reaktionen auf das Arzneimittel kann jedoch die Fähigkeit zur aktiven

Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt werden. Dies gilt in verstärktem Maße

bei Behandlungsbeginn und Präparatewechsel sowie im Zusammenwirken mit Alkohol.

4.8

Nebenwirkungen

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Sehr häufig

(≥ 1/10)

Häufig

(≥ 1/100 bis < 1/10)

Gelegentlich

(≥ 1/1.000 bis < 1/100)

Selten

(≥ 1/10.000 bis < 1/1.000)

Sehr selten

(< 1/10.000)

Nicht bekannt

(Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

Gutartige, bösartige und unspezifische Neubildungen (einschl. Zysten und Polypen)

Nicht bekannt:

Nicht-melanozytärer Hautkrebs (Basalzellkarzinom und Plattenepithelkarzinom)

Auf der Grundlage der vorliegenden Daten aus epidemiologischen Studien wurde ein kumulativer dosisabhängiger

Zusammenhang zwischen HCTZ und NMSC festgestellt (siehe auch Abschnitt 4.4 und 5.1).

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Selten:

Leukopenie, Thrombozytopenie

Sehr selten:

Agranulozytose

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Häufig:

Hyperglykämie, Hyperurikämie, Störungen des Flüssigkeits- und Elektrolythaushaltes (insbesondere

Hypokaliämie** und Hyponatriämie, aber auch Hypomagnesiämie und Hypochlorämie sowie Hyperkalzämie)

Gelegentlich:

Appetitlosigkeit

Sehr selten:

metabolische Alkalose

Psychatrische Erkrankungen

Gelegentlich:

Depression, Schlafstörungen

Selten:

Albträume, Halluzinationen

Erkrankungen des Nervensystems

Häufig:

Schwindel*, Kopfschmerzen*

Augenerkrankungen

Selten:

verminderter Tränenfluss (zu berücksichtigen bei Patienten, die Kontaktlinsen tragen), Sehstörungen

Sehr selten:

Konjunktivitis

Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths

Selten:

Hörstörungen

Herzerkrankungen

Gelegentlich:

Bradykardie, Störung der AV-Überleitung, Verschlechterung einer Herzinsuffizienz

Gefäßerkrankungen

Häufig:

Kälte- oder Taubheitsgefühl in den Extremitäten

Gelegentlich:

Orthostasesyndrom

Selten

: Synkope

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Gelegentlich:

Bronchospasmen bei Patienten mit Asthma bronchiale oder anamnestisch bekannter chronisch

obstruktiver Lungenerkrankung

Selten:

allergische Rhinitis

Nicht bekannt

: Interstitielle Lungenerkrankung

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Häufig:

Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Obstipation

Gelegentlich:

Abdominale Beschwerden Pankreatitis

Leber- und Gallenerkrankungen

Selten:

Hepatitis, Ikterus

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Selten:

Überempfindlichkeitsreaktionen (Juckreiz, Flush, Ausschlag, Photodermatitis, Purpura, Urtikaria

Sehr selten:

Beta-Blocker können eine Psoriasis auslösen oder verschlechtern oder psoriasiforme Ekzeme verursachen,

Haarausfall, kutaner Lupus erythematodes

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Gelegentlich:

Muskelschwäche und Muskelkrämpfe

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse

Selten:

Potenzstörungen

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Häufig:

Ermüdung*

Gelegentlich:

Asthenie

Sehr selten:

Brustschmerzen

Untersuchungen

Häufig

: Erhöhung der Triglyzeride und des Cholesterins, Glukosurie

Gelegentlich:

Amylase erhöht, reversibler Anstieg von Serumkreatinin und Harnstoff

Selten:

Leberenzyme erhöht (ASAT, ALAT)

Diese Symptome treten insbesondere zu Beginn der Behandlung auf. Sie sind in der Regel schwach ausgeprägt und

klingen innerhalb von 1 bis 2 Wochen ab.

**Besonderer Hinweis

Klinische Zeichen einer Hypokaliämie: Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Muskelschwäche, Parästhesien, Parese, Apathie,

Adynamie der glatten Muskulatur mit begleitender Obstipation, Meteorismus oder Herzrhythmusstörungen,

paralytischer Ileus, Bewusstseinstrübung, Koma und EKG-Veränderungen.

Bei Auftreten folgender Ereignisse muss die Behandlung abgebrochen werden:

therapieresistente Elektrolytstörungen

orthostatische Regulationsstörungen

Überempfindlichkeitsreaktionen

ausgeprägte gastrointestinale Beschwerden

zentralnervöse Störungen

Pankreatitis

Blutbildveränderungen (Anämie, Leukopenie, Thrombozytopenie)

akuter Cholezystitis

Vaskulitis

Verschlimmerung einer bestehenden Kurzsichtigkeit

Serum-Kreatinin-Konzentration über 159 µmol/l bzw. Kreatinin-Clearance < 30 ml/min.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine

kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen

sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3

D-53175 Bonn

Website: www.bfarm.de

anzuzeigen.

4.9

Überdosierung

Bisoprolol

Die Symptome einer Überdosierung umfassen Bradykardie, Hypotonie, Bronchospasmus, akute Herzinsuffizienz,

Hypoglykämie und Erregungsleitungsstörungen im EKG. Auf eine einmalige Gabe einer hohen Bisoprolol-Dosis wird

interindividuell mit sehr unterschiedlicher Empfindlichkeit reagiert. Herzinsuffiziente Patienten reagieren

wahrscheinlich sehr empfindlich. Die durch eine Überdosierung verursachte Bradykardie wird mit Atropin (1-2 mg

intravenös), Isoprenalin oder einem passageren Herzschrittmacher behandelt. Der Blutdruckabfall wird mit intravenöser

Volumenzufuhr und bei Bedarf mit der Gabe vasokonstriktorisch wirkender Katecholamine behandelt.

Bronchospasmen können mit Theophyllin, Theophyllin-Derivaten oder β-Sympathomimetika behandelt werden. Liegt

die Überdosierung erst kurze Zeit zurück (0-2 Stunden), wird dem Patienten Aktivkohle verabreicht, eine

Magenspülung sollte in Erwägung gezogen werden. Herzfrequenz, Blutdruck, Elektrolythaushalt und Blutzucker

müssen überwacht werden. Durch Hämodialyse kann die Elimination von Bisoprolol nicht entscheidend gesteigert

werden.

Hydrochlorothiazid

Das klinische Bild einer akuten oder chronischen Überdosierung von Hydrochlorothiazid ist gekennzeichnet durch das

Ausmaß von Flüssigkeits- und Elektrolytverlust. Häufigste Zeichen dafür sind Schwindel, Übelkeit, Somnolenz,

Hypovolämie, Hypotension, Hypokaliämie.

Es liegen keine ausreichenden Daten zur Effizienz der Hämodialyse zur Elimination von Hydrochlorothiazid vor.

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe:

Kombination aus Beta-Rezeptorenblocker und Thiazid-Diuretikum

ATC-Code: C07B B07

Bisoprolol

Bisoprolol ist ein Beta-Rezeptorenblocker, der bezüglich der Lipophilie/Hydrophilie eine Mittelstellung einnimmt.

Bisoprolol besitzt eine ausgeprägte Beta

-Selektivität („Kardioselektivität“) ohne intrinsische sympathomimetische

Aktivität (ISA) und ohne klinisch relevante membranstabilisierende Wirkung.

Die Substanz senkt in Abhängigkeit von der Höhe des Sympathikotonus die Frequenz und die Kontraktionskraft des

Herzens, die AV-Überleitungsgeschwindigkeit und die Plasma-Renin-Aktivität. Bisoprolol kann durch Hemmung von

Beta

-Rezeptoren in geringem Ausmaß eine Erhöhung des Tonus der glatten Muskulatur bewirken.

Hydrochlorothiazid

Hydrochlorothiazid ist ein Benzothiadiazin-Derivat, das primär eine Mehrausscheidung von Elektrolyten bewirkt und

sekundär durch das osmotisch gebundene Wasser den Harnfluss vergrößert.

Hydrochlorothiazid hemmt vorwiegend im distalen Tubulus die Natriumresorption, wobei maximal etwa 15 % des

glomerulär filtrierten Natriums ausgeschieden werden können. Das Ausmaß der Chloridausscheidung entspricht in etwa

dem der Natriumausscheidung.

Durch Hydrochlorothiazid nimmt auch die Kaliumausscheidung zu, die im Wesentlichen durch die Kaliumsekretion im

distalen Tubulus und im Sammelrohr bestimmt wird (vermehrter Austausch zwischen Natrium- und Kalium-Ionen).

Durch Azidose oder Alkalose wird die saluretische bzw. diuretische Wirkung des Hydrochlorothiazids nicht wesentlich

beeinflusst.

Die glomeruläre Filtrationsrate wird initial geringgradig vermindert. Während einer Langzeittherapie mit

Hydrochlorothiazid wird die Calciumausscheidung über die Nieren vermindert, so dass eine Hyperkalzämie resultieren

kann.

Bei hypertensiven Patienten hat Hydrochlorothiazid einen blutdrucksenkenden Effekt. Der Mechanismus ist bislang

nicht ausreichend geklärt. Diskutiert wird u. a. die gefäßtonusmindernde Wirkung der Thiazid-Diuretika durch

Abnahme der Natriumkonzentration in der Gefäßwand und damit verringerten Ansprechbarkeit auf Noradrenalin.

Bei chronisch niereninsuffizienten Patienten (Kreatinin-Clearance unter 30 ml/min und/oder Serum-Kreatinin über

1,8 mg/100 ml) ist Hydrochlorothiazid praktisch unwirksam. Bei Patienten mit renalem und ADH-sensiblem Diabetes

insipidus wirkt Hydrochlorothiazid antidiuretisch.

Nicht-melanozytärer Hautkrebs: Auf der Grundlage der vorliegenden Daten aus epidemiologischen Studien wurde ein

kumulativer dosisabhängiger Zusammenhang zwischen HCTZ und NMSC beobachtet. Eine Studie umfasste eine

Grundgesamtheit aus 71.533 Fällen von BCC und 8.629 Fällen von SCC mit Kontrollgruppen von 1.430.833 bzw.

172.462 Personen. Eine hohe HCTZ-Dosierung ≥ 50 000 mg kumulativ) war assoziiert mit einer bereinigten Odds-

Ratio von 1,29 (95 % Konfidenzintervall: 1,23-1,35) für BCC und 3,98 (95 % Konfidenzintervall: 3,68-4;31) für SCC.

Sowohl bei BCC als auch bei SCC wurde eine eindeutige kumulative Dosis-Wirkungsbeziehung ermittelt. Eine weitere

Studie ergab einen möglichen Zusammenhang zwischen Lippenkrebs (SCC) und der Exposition

gegenüber HCTZ: 633 Fälle von Lippenkrebs wurden mittels eines risikoorientierten

Stichprobenverfahrens mit einer Kontrollgruppe von 63 067 Personen abgeglichen. Es wurde eine kumulative Dosis-

Wirkungsbeziehung mit einer bereinigten Odds-Ratio von 2,1 (95 %

Konfidenzintervall: 1,7-2,6) festgestellt, die sich bei hoher Exposition (~ 25 000 mg) auf eine Odds-Ratio von 3,9 (3,0-

4,9) und bei der höchsten kumulativen Dosis (~ 100,000 mg) auf eine Odds-Ratio von 7,7 (5,7-10,5) erhöhte (siehe

auch Abschnitt 4.4).

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

Bisoprolol

Absorption

Nach Einnahme wird Bisoprolol annähernd vollständig (> 90 %) resorbiert. Bei der ersten Leberpassage (First-Pass-

Effekt) werden maximal 10 % der Dosis durch Metabolisierung inaktiviert. Hohe Resorptionsquote und geringer First-

Pass-Effekt führen zu einer absoluten Bioverfügbarkeit von 88 %. Bisoprolol kann sowohl nüchtern als auch zu einem

Frühstück eingenommen werden, ohne dass sich das Resorptionsverhalten ändert. Die Bioverfügbarkeit von Bisoprolol

ist in beiden Fällen gleich. Maximale Plasmaspiegel werden in der Regel 1 – 3 Stunden nach Applikation gemessen.

Verteilung

Bisoprolol wird zu etwa 30 % an Plasmaproteine gebunden. Die Pharmakokinetik von Bisoprolol wird nicht durch

pathophysiologische Veränderungen der Plasmaproteine wie z. B. α

-Glykoproteine beeinflusst. Als nur mäßig

lipophile Substanz weist Bisoprolol bei niedriger Plasmaproteinbindung ein Verteilungsvolumen von 226 ± 11 l (x ±

SEM) auf.

Biotransformation und Elimination

Bisoprolol wird über zwei gleichwertige Clearance-Wege aus dem Organismus entfernt: 50 % werden in der Leber zu

inaktiven Metaboliten umgewandelt und anschließend renal eliminiert. Die verbleibenden 50 % werden als

unveränderte Substanz über die Nieren eliminiert. Bisoprolol wird mit einer Halbwertszeit von 10-12 Stunden aus dem

Plasma eliminiert. Bezogen auf C

und AUC von Bisoprolol im Steady State besteht Bioäquivalenz zwischen dem

Kombinationspräparat mit

Hydrochlorothiazid und dem Monopräparat.

Hydrochlorothiazid

Absorption

Hydrochlorothiazid wird nach oraler Applikation zu ca. 80 % aus dem Gastrointestinaltrakt resorbiert. Die systemische

Verfügbarkeit beträgt 71±15 %.

Verteilung

Die Plasmaproteinbindung von Hydrochlorothiazid beträgt 64 %; das relative Verteilungsvolumen beträgt 0,5-

1,1 l/kg kg.

Biotransformation und Elimination

Hydrochlorothiazid wird bei Gesunden zu mehr als 95 % unverändert renal ausgeschieden.

Die Eliminationshalbwertszeit liegt bei normaler Nierenfunktion bei 2,5 Stunden. Maximale Plasmaspiegel werden in

der Regel nach 2-5 Stunden gemessen. Diese Zeitspanne erhöht sich bei eingeschränkter Nierenfunktion und liegt bei

terminal niereninsuffizienten Patienten bei ca. 20 Stunden.

Die diuretische Wirkung tritt innerhalb 1-2 Stunden ein und hält dosisabhängig 10-12 Stunden an, die antihypertensive

Wirkung hält bis zu 24 Stunden an.

5.3

Präklinische Daten zur Sicherheit

Bisoprolol und Hydrochlorothiazid haben in den konventionellen präklinischen Toxizitätsstudien (Studien zur

chronischen Toxizität, Mutagenität, Genotoxizität und zum kanzerogenen Potenzial) keine besonderen Gefahren für den

Menschen erkennen lassen. Wie andere Beta-Rezeptorenblocker verursachte auch Bisoprolol in hohen Dosen im

Tierversuch toxische Wirkungen beim Muttertier (verminderte Nahrungsaufnahme und Gewichtsabnahme) und beim

Embryo/Fetus (erhöhtes Risiko für Spätaborte, vermindertes Geburtsgewicht, Retardierung der körperlichen

Entwicklung bis zum Ende der Stillzeit). Dagegen haben sich weder Bisoprolol noch Hydrochlorothiazid als teratogen

wirksam erwiesen. Bei einer Kombination der beiden Wirkstoffe fand sich keine Zunahme der Toxizität.

6.

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1

Liste der sonstigen Bestandteile

Calciumhydrogenphosphat

mikrokristalline Cellulose

Crospovidon

Hypromellose

Lactose-Monohydrat

Macrogol 4000

Magnesiumstearat (Ph.Eur.)

hochdisperses Siliciumdioxid

vorverkleisterte Stärke

Titandioxid (E 171)

6.2

Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3

Dauer der Haltbarkeit

5 Jahre

6.4

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

6.5

Art und Inhalt des Behältnisses

Die Tabletten sind in PVC/Aclar-Aluminium-Blister oder Aluminium/Aluminium-Blister verpackt und in einen Karton

eingeschoben.

Packungen mit 30, 50, 98 und 100 Filmtabletten.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

6.6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.

7.

INHABER DER ZULASSUNGEN

Hexal AG

Industriestraße 25

83607 Holzkirchen

Telefon: (08024) 908-0

Telefax: (08024) 908-1290

E-Mail: medwiss@hexal.com

8.

ZULASSUNGSNUMMERN

BisoHEXAL plus 5/12,5

46827.00.00

BisoHEXAL plus 10/25

46827.01.00

9.

DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNGEN / VERLÄNGERUNG DER ZULASSUNGEN

BisoHEXAL plus 5/12,5

30.05.2005

BisoHEXAL plus 10/25

20.05.2005

10.

STAND DER INFORMATION

August 2019

11.

VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig

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