Bifril 60 mg Filmtablette

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Zofenopril-Hemicalcium
Verfügbar ab:
Menarini International Operations Luxembourg S.A.
INN (Internationale Bezeichnung):
Zofenopril Calcium
Darreichungsform:
Filmtablette
Zusammensetzung:
Zofenopril-Hemicalcium 60.mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
45024.03.00

Bifril®7,5mg/15mg/30mg/60mg(zofenoprilcalcium7.5/15/30/60mgfilm-coatedtablet)

Packageleaflet(Germany)

GEBRAUCHSINFORMATION:INFORMATIONFÜRDENANWENDER

Bifril®7,5mg,Bifril®15mg,Bifril®30mg,Bifril®60mg

Filmtabletten

Wirkstoff:Zofenopril-Calcium

LesenSiediegesamtePackungsbeilagesorgfältigdurch,dennsieenthältwichtigeInformationen

fürSie.

·HebenSiediePackungsbeilageauf.VielleichtmöchtenSiediesespäternochmalslesen.

·WennSieweitereFragenhaben,wendenSiesichanIhrenArztoderApotheker.

·DiesesArzneimittelwurdeIhnenpersönlichverschrieben.GebenSieesnichtanDritteweiter.Es

kannanderenMenschenschaden,auchwenndiesedieselbenBeschwerdenhabenwieSie.

·WenneinederaufgeführtenNebenwirkungenSieerheblichbeeinträchtigtoderSieNebenwirkungen

bemerken,dienichtindieserGebrauchsinformationangegebensind,informierenSiebitteIhrenArzt

oderApotheker.

DiesePackungsbeilagebeinhaltet:

1. WasistBifril®undwofürwirdesangewendet?

2. WasmüssenSievorderEinnahmevonBifril®beachten?

3. WieistBifril®einzunehmen?

4. WelcheNebenwirkungensindmöglich?

5. WieistBifril®aufzubewahren?

6. WeitereInformationen

1.WASISTBIFRIL®UNDWOFÜRWIRDESANGEWENDET?

Bifril®enthältZofenopril-Calcium,daszueinerGruppeblutdrucksenkenderMedikamente,den

sogenanntenAngiotensin-Conversions-Enzym-(ACE-)Hemmern,gehört.

Bifril®wirdzurBehandlungfolgenderBeschwerdenangewendet:

·Bluthochdruck(Hypertonie).

·Herzinfarkt(akuterMyokardinfarkt)–beiPatientenmitoderohneZeichenvonHerzleistungs-

schwäche(Herzinsuffizienz),unddiekeineTherapiezumAuflösenvonBlutgerinseln

(thrombolytischeTherapie)erhaltenhaben.

2.WASMÜSSENSIEVORDERANWENDUNGVONBIFRIL®BEACHTEN?

Bifril®darfnichteingenommenwerden,

Bifril®7,5mg/15mg/30mg/60mg(zofenoprilcalcium7.5/15/30/60mgfilm-coatedtablet)

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·wennSieüberempfindlich(allergisch)gegenZofenoprilodereinendersonstigenBestandteilevon

Bifril®sind(sieheAbschnitt6"WasBifril®enthält").

·wennSieinderVergangenheitbereitsallergischaufeinenanderenACE-HemmerwieCaptopril

oderEnalaprilreagierthaben.

·wennbeiIhnenwährendeinerfrüherenBehandlungmiteinemACE-HemmerstarkeSchwellungen

undstarkerJuckreizimGesicht,derNaseundimHalsauftraten(angioneurotischeÖdeme)oder

wennSieuntereinemangeborenenoderidiopathischenAngioödemleiden(raschesAnschwellender

Haut,desGewebes,desVerdauungstraktesoderandererOrgane).

·wennSieanschwerenLeberproblemenleiden.

·wennSieaneinerVerengungderNierenschlagadernleiden.

·nachdemdrittenSchwangerschaftsmonat(Eswirdempfohlen,Bifril®auchinderfrühenPhaseder

Schwangerschaftnichtanzuwenden,sieheAbschnitt"SchwangerschaftundStillzeit").

·vonFrauenimgebärfähigenAlterohneausreichendeVerhütungsmaßnahmen.

BesondereVorsichtbeiderEinnahmevonBifril®isterforderlich

BitteinformierenSieIhrenArztbevorSieBifril®einnehmen,wennSie

·aneinemhohenButdruckundLeber-oderNierenproblemenleiden.

·wennSieeinenhohenBlutdruckhaben,derdurchNierenproblemeoderdurcheineVerengungder

Nierenschlagaderverursachtwird(renovaskuläreHypertonie).

·wennbeiIhnenvorkurzemeineNierenverpflanzungdurchgeführtwurde.

·wennbeiIhneneineDialysedurchgeführtwird.

·wennbeiIhneneineLDL-Apherese(einVerfahrenähnlicheinerDialyse,beidemschädliches

CholesterinausdemBlutentferntwird).

·wennSiekrankhafthoheWertedesHormonsAldosteronimBlutaufweisen.

·wennSieeineVerengungderHerzklappen(Aortenstenose)oderVerdickungderHerzwände

(HypertropheKardiomyopathie)haben.

·wennSieanSchuppenflechte(einerHauterkrankung,diedurchschuppigerosafarbeneFlecken

gekennzeichnetist)leiden.

·wennSieeineDesensibilisierungstherapie("Allergie-Injektionen")gegenInsektensticheerhalten.

BesondersnachdererstenDosiskannesvorkommen,dassIhrBlutdruckzustarkabfällt(diesist

umsowahrscheinlicher,wennSiezusätzlichDiuretikaeinnehmen,dehydriertsindoderaufeiner

salzarmenDiätsind).InformierenSieinsoeinemFallunverzüglichIhrenArztundlegenSiesichdann

aufdenRücken.

WennSieoperiertwerdensollen,informierenSieIhrenNarkosearzt,dassSieBifril®einnehmen,

bevordieNarkosedurchgeführtwird.Daswirdihmhelfen,IhrenBlutdruckundPulswährenddes

Eingriffszukontrollieren.

DesWeiterenistBifril®,wennSieaneinemHerzinfarkt(akutenMyokardinfarkt)leidenundSie

·einenniedrigenBlutdruck(<100mmHg)odereinenKreislaufschock(infolgeIhresHerzproblems)

haben–nichtempfohlen.

·über75JahrealtsindmitbesondererVorsichtanzuwenden.

TeilenSieIhremArztmit,wennSievermuten,schwangerzusein(oderschwangerwerdenkönnten).

DieEinnahmevonBifril®inderfrühenPhasederSchwangerschaftwirdnichtempfohlen,undBifril®

darfnichtmehrnachdemdrittenSchwangerschaftsmonateingenommenwerden,dadieEinnahmevon

Bifril®indiesemStadiumzuschwerenSchädigungenIhresungeborenenKindesführenkann(siehe

Abschnitt"SchwangerschaftundStillzeit").

DieAnwendungvonBifril®beiKindernundJugendlichenwirdnichtempfohlen.

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BeiEinnahmevonBifril®mitanderenArzneimitteln

BitteinformierenSieIhrenArztoderApotheker,wennSieandereArzneimitteleinnehmenbzw.vor

kurzemeingenommenhaben,auchwennessichumnichtverschreibungspflichtigeArzneimittelhandelt.

InformierenSieinsbesondereIhrenArztwennSiefolgendeArzneimitteleinnehmen:

·Arneimittel,diedenKaliumspiegelimBluterhöhen(Kalium-sparendeDiuretikawieSpironolacton,

Triamteren,AmiloridoderKaliumpräparate),Kaliumsalze

·Lithium(zurBehandlungvonStimmungsstörungenverwendet)

·Narkosemittel

·Betäubungsmittel(wieMorphium)

·Antipsychotika(zurBehandlungvonSchizophrenieundähnlichenErkrankungenverwendet)

·TrizyklischeAntidepressiva,z.B.AmitriptylinundClomipramin

·andereArzneimittelzurBehandlungeinesBluthochdrucksundgefäßerweiterndeSubstanzen

(einschließlichBeta-Blocker,Alpha-BlockerundDiuretikawieHydrochlorothiazid,Furosemid,

Torasemid)

·NitroglycerinundandereNitrate,diezurBehandlungvonBrustschmerzen(Anginapectoris)

verwendetwerden

·AntazidaeinschließlichCimetidin(zurBehandlungvonSodbrennenundMagengeschwüren

verwendet)

·Cyclosporin(nachOrganverpflanzungenverwendet)undandereImmunsuppressiva(Arzneimittel,

diedasImmunsystemunterdrücken)

·Allopurinol(zurBehandlungvonGichtverwendet)

·InsulinoderoraleAntidiabetika

·Zytostatika(zurBehandlungvonKrebsundvonKrankheiten,diedasImmunsystembetreffen,

verwendet)

·Corticosteroide(starkeentzündungshemmendeArzneimittel)

·Procainamid(zurKontrolleeinesunregelmäßigenHerzschlagsverwendet)

·NichtsteroidaleAntirheumatika(NSAR,wieAspirinoderIbuprofen)

·Sympathomimetika(Arzneimittel,dieaufdasNervensystemwirken,einschließlichsolcher,diezur

BehandlungvonAsthmaundHeuschnupfenverwendetwerden,undPressor-Aminen,diezur

BehandlungvonAsthmaoderHeuschnupfenverwendetwerden,z.B.Adrenalin).

BeiEinnahmevonBifril®zusammenmitNahrungsmittelnundGetränken

Bifril®kannambestenmitWasserentwederzusammenmitNahrungsmittelnoderaufnüchternen

Mageneingenommenwerden.DerblutdrucksenkendeEffektvonBifril®wirddurchAlkoholverstärkt.

BefragenSieIhrenArztüberdenGenussvonAlkohol,währendSiediesesMedikamenteinnehmen.

SchwangerschaftundStillzeit

Schwangerschaft

TeilenSieIhremArztmit,wennSievermuten,schwangerzusein(oderschwangerwerdenkönnten).In

derRegelwirdIhrArztIhnenempfehlen,Bifril®voreinerSchwangerschaftbzw.sobaldSiewissen,

dassSieschwangersind,abzusetzen,underwirdIhneneinanderesArzneimittelempfehlen.Die

AnwendungvonBifril®inderfrühenSchwangerschaftwirdnichtempfohlenundBifril®darfnach

demdrittenSchwangerschaftsmonatnichtmehreingenommenwerden,dadieEinnahmevonBifril®in

diesemStadiumzuschwerenSchädigungenIhresungeborenenKindesführenkann.

Stillzeit

TeilensieIhremArztmit,wennSiestillenodermitdemStillenbeginnenwollen.DieEinnahmevon

Bifril®wirdstillendenMütternnichtempfohlen.IhrArztwirdeineandereBehandlungauswählen,

wennSiestillenwollen,vorallem,solangeIhrKindimNeugeborenenalteristoderwenneseine

Frühgeburtwar.

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VerkehrstüchtigkeitunddasBedienenvonMaschinen

DiesesArzneimittelkannSchwindeloderMüdigkeitverursachen.WennSiediesfeststellen,fahrenSie

keinAutoundbedienenSiekeineMaschinen.

WichtigeInformationenüberbestimmtesonstigeBestandteilevonBifril®

DiesesArzneimittelenthältLactose.BittenehmenSieBifril®dahererstnachRücksprachemitIhrem

Arztein,wennIhnenbekanntist,dassSieuntereinerUnverträglichkeitgegenüberbestimmtenZuckern

leiden.

DiesesArzneimittelwirdnichtzurAnwendungbeiKindernundJugendlichenempfohlen.

3.WIEISTBIFRIL®EINZUNEHMEN?

NehmenSieBifril®immergenaunachderAnweisungIhresArztesein.BittefragenSiebeiIhremArzt

nach,wennSienichtsichersind.

Bifril®kannmitNahrungoderaufnüchternenMageneingenommenwerden.DieTablettesollteam

bestenzusammenmitWassereingenommenwerden.

BehandlungeineshohenBlutdrucks(Hypertonie)

DieüblicheAnfangsdosisvonBifril®isteinmaltäglich15mg.IhrArztwirddieDosisschrittweise

anpassen(normalerweiseineinemAbstandvonvierWochen),bisdieoptimaleDosisfürSiegefunden

ist.EinelanganhaltendeBlutdrucksenkungwirdüblicherweisemitdereinmaltäglichenEinnahmevon

30mgBifril®erreicht.DieMaximaldosisbeträgt60mgproTag,dieentwederalsEinzeldosisoder

aufgeteiltinzweiDoseneingenommenwird.

WennSiedehydriertsind,einenSalzmangelaufweisenoderDiuretika("Wassertabletten")einnehmen,

kannesnötigsein,dieBehandlungmit7,5mgBifril®zubeginnen.

Leber-oderNierenprobleme

WennSieanleichterbismittelschwererLeberschädigungoderanmittelschwererbisstarker

Nierenschädigungleiden,wirdIhrArztIhreBehandlungmitderHälftedertherapeutischenDosisvon

Bifril®(15mg)beginnen.WennSieeineDialyseerhalten,wirdIhreBehandlungmiteinemViertelder

üblichentherapeutischenDosis(7,5mg)begonnen.

Herzinfarkt(akuterMyokardinfarkt)

DieBehandlungmitBifril®sollteinnerhalbderersten24StundennachEinsetzenderSymptome

begonnenwerden.

SiewerdenBifril®Tablettenwiefolgtzweimaltäglich-amMorgenundamAbend-erhalten:

·AmerstenundzweitenBehandlungstagzweimaltäglich7,5mg.

·AmdrittenundviertenBehandlungstagzweimaltäglich15mg.

·VomfünftenBehandlungstagansolltedieDosisaufzweimaltäglich30mgerhöhtwerden.

·IhrArztwirdIhreDosisbzw.MaximaldosisaufderBasisIhrerBlutdruckmessungeneinstellen.

·DieBehandlungwirdfürweiteresechsWochenoderlängerfortgesetzt,wennSymptomevon

Herzleistungsschwäche(Herzinsuffizienz)weiterhinbestehenbleiben.

WennSieeinegrößereMengeBifril®eingenommenhaben,alsSiesollten

WennSieversehentlichzuvieleTabletteneingenommenhaben,wendenSiesichunverzüglichanIhren

ArztoderdasnächsteUnfallkrankenhausbzw.dienächsteNotaufnahme(nehmenSie,wennmöglich,

restlicheTabletten,dieVerpackungoderdieseGebrauchsinformationmit).

Bifril®7,5mg/15mg/30mg/60mg(zofenoprilcalcium7.5/15/30/60mgfilm-coatedtablet)

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DiehäufigstenSymptomeundAnzeicheneinerÜberdosissindniedrigerBlutdruck(Hypotonie)mit

Ohnmacht,sehrniedrigerPuls(Bradykardie),ElektrolytveränderungenimBlut,und

Nierenfunktions-störungen.

WennSiedieEinnahmevonBifril®vergessenhaben

WennSieeineDosisvergessenhaben,nehmenSiedienächsteDosisein,sobaldSiesichdaran

erinnern.WenndieVerzögerungjedochzulangist(z.B.mehrereStunden)unddieZeitdernächsten

einzunehmendenDosisnahist,lassenSiedievergesseneDosisausundnehmenSiedienächstereguläre

DosiszurüblichenZeitein.NehmenSienichtdiedoppelteDosisein,wennSiedievorherigeEinnahme

vergessenhaben.

WennSiedieEinnahmevonBifril®abbrechen

InformierenSieimmerIhrenArzt,bevorSiedieBehandlungmitBifril®abbrechen,unabhängigdavon,

obSiedasArzneimittelgegenhohenBlutdruckodernacheinemHerzinfarkteinnehmen.

WennSieweitereFragenzurAnwendungdesArzneimittelshaben,fragenSieIhrenArztoder

Apotheker.

4.WelcheNebenwirkungensindmöglich?

WiealleArzneimittelkannBifril®Nebenwirkungenhaben,dieabernichtbeijedemauftretenmüssen.

DiemeidenNebenwirkungen,diemitACE-HemmerninVerbindunggebrachtwerden,sind

vorübergehendundverschwindennachBeendigungderTherapie.

HäufigeNebenwirkungen(betreffenwenigerals1von10Behandelten):

·Müdigkeit

·Übelkeitund/oderErbrechen

·Schwindel

·Kopfschmerzen

·Husten

GelegentlicheNebenwirkungen(betreffenwenigerals1von100Behandelten):

·AllgemeineSchwäche

·Muskelkrämpfe

·Hautausschlag

SelteneNebenwirkungen(betreffenwenigerals1von100Behandelten):

·schnellesAnschwellenundJuckreizbesondersimGesicht,MundundHals,möglicherweisemit

Atembeschwerden.

ZusätzlichzudenNebenwirkungen,diefürBifril®berichtetwurden,tratendienachfolgendenallgemein

beiderEinnahmevonACE-Hemmernauf:

·StarkerBlutdruckabfallamAnfangderTherapieoderwenndieDosiserhöhtwird,verbunden

mitSchwindel,Sehverschlechterung,Ohnmacht(Synkope)

·ErhöhteroderunregelmäßigerHerzschlag,HerzklopfenundBrustschmerzen(Herzinfarktoder

Anginapectoris)

·Bewußtseinstrübung,plötzlicherSchwindel,plötzlicheSehverschlechterungoderSchwäche

und/odereinseitigeLähmungserscheinung(vorübergehenderischämischerAnfalloderSchlaganfall)

·PeriphereÖdeme(AnsammlungvonWasserindenGliedmaßen),Blutdruckabfallbeim

Aufstehen,Brustschmerzen,Muskelschmerzenund/oder-krämpfe

·EingeschränkteNierenfunktion,ÄnderungdesTages-Urinvolumens,AuftretenvonProteinenim

Urin(Proteinuria),Impotenz

·Bauchschmerzen,Durchfall,Verstopfung,trockenerMund

Bifril®7,5mg/15mg/30mg/60mg(zofenoprilcalcium7.5/15/30/60mgfilm-coatedtablet)

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·AllergischeReaktionenwieHautausschlag,Nesselsucht(Urtikaria),Juckreiz,Abschälender

Haut,Rötung,AblösungderHautundBläschenbildung(toxischeepidermaleNekrolyse),

VerschlimmerungeinerbestehendenSchuppenflechte(Hauterkrankung,diedurchschuppige

rosafarbeneFleckengekennzeichnetist)Haarausfall(Alopezie)

·VermehrtesSchwitzenundHitzegefühl

·Stimmungsänderungen,Depressionen,Schlafstörungen,MisempfindungenderHautwie

Brennen,Prickeln,Kribbeln(Parästhesie),Gleichgewichtsstörung,Verwirrtheit,Ohrenausen

(Tinnitus),Geschmacksstörung,verschwommendesSehen

·Atembeschwerden,VerengungderLuftwegeindenLungen(Brochospasmus),

Nasennebenhölenentzündung,laufendeoderverstopfteNase(Rhinitis),EntzündungderZunge

(Glossitis),Bronchitis

·GelbfärbungderHaut(Gelbsucht),EntzündungderLeberoderBauchspeicheldrüse(Hepatitis,

Pankreatitis),Darmverschluss(Ileus)

·VerändertesBlutbild,wieeineVeränderungderZahlderrotenBlutkörperchen,derweißen

BlutkörperchenoderderBlutplättchenodereineVerringerungallerArtenvonBlutzellen

(Panzytopenie)

InformierenSieIhrenArzt,wennSiedasGefühlhaben,leichtBlutergüssezubekommenoder

wennSieohneerkennbareUrsacheHalsschmerzenoderFieberentwickeln.

ErhöhteBlutwerteanLeberenzymen(Transaminasen)undBilirubin,erhöhteHarnstoff-und

KreatininwerteimBlut.

·BlutarmutdurchvermehrtenZerfallroterBlutkörperchen(hämolytischeAnämie),derauftreten

kann,wennSieeinenMangelanG6PD(Glucose-6-phosphat-Dehydrogenase)haben

InformierenSieIhrenArztoderApotheker,wenneinederaufgeführtenNebenwirkungenSie

erheblichbeeinträchtigtoderSieNebenwirkungenbemerken,dienichtindieser

Gebrauchsinformationangegebensind..

5.WIEISBIFRIL®AUFZUBEWAHREN?

ArzneimittelfürKinderunzugänglichaufbewahren.

DiesesArzneimittelerfordertkeinebesonderenLagerbedingungen.

SiedürfendasArzneimittelnachdemaufderFaltschachtelundderDurchdrückpackungnach

„verwendbarbis“angegebenenVerfallsdatumnichtmehreinnehmen.

DasArzneimitteldarfnichtimAbwasseroderHaushaltsabfallentsorgtwerden.FragenSieIhrenArzt

oderApotheker,wiedasArzneimittelzuentsorgenist,wennSieesnichtmehrbenötigen.Diese

MaßnahmehilftdieUmweltzuschonen.

6.WEITEREINFORMATIONEN

WasBifril®enthält

DerWirkstoffistZofenopril-Calcium7,5mg15mg30mg60mg.

DiesonstigenBestandteilesindmikrokristallineCellulose,Lactose-Monohydrat,Maisstärke,

Magnesiumstearat,hochdispersesSiliciumdioxid,Hypromellose,Titandioxid(E171),Macrogol400

undMacrogol6000(sieheAbschnitt2"WichtigeInformationenüberbestimmtesonstigeBestandteile

vonBifril®")

WieBifril®aussiehtundInhaltderVerpackung

Bifril®7,5mg/15mg/30mg/60mg(zofenoprilcalcium7.5/15/30/60mgfilm-coatedtablet)

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Bifril®7,5mgsinderhältlichalsweiße,runde,bikonvexeFilmtabletteninPackungenzu30(N1),50

(N2)und100(N3)FilmtablettenundKlinikpackungenmit50Filmtablettenerhältlich.

Bifril®15mgsinderhältlichalsweiße,oblongförmigeFilmtabletteninPackungenzu30(N1),50

(N2)und100(N3)FilmtablettenundKlinikpackungenmit50Filmtablettenerhältlich.

Bifril®30mgsinderhältlichalsweiße,oblongförmigeFilmtabletteninPackungenzu30(N1),50

(N2)und100(N3)FilmtablettenundKlinikpackungenmit50Filmtablettenerhältlich.

Bifril®60mgsinderhältlichalsweiße,oblongförmigeFilmtabletteninPackungenzu28(N1),30

(N1),50(N2)und100(N3)FilmtablettenundKlinikpackungenmit50Filmtablettenerhältlich.

MöglicherweisewerdennichtallePackungsgrößenvermarktet.

PharmazeutischerUnternehmer

MenariniInternationalOperationsLuxembourgS.A.

1,AvenuedelaGareL-1611,Luxembourg.

Mitvertriebdurch:

BERLIN-CHEMIEAG

GlienickerWeg125

12489Berlin

Hersteller

A.MENARINIManufacturingLogisticsandServicesSrl

CampodiPile,L'Aquila,Italy.

[oder]

Menarini–VonHeydenGmbH

LeipzigerStrasse7-13,

01097–Dresden(Germany).

DiesesArzneimittelistindenMitgliedsstaatendesEuropäischenWirtschaftsraumes(EWR)unter

denfolgendenBezeichnungenzugelassen:

Österreich:Zofenil,Bifril

Belgien:Zofenil,Zopranol

Dänemark:Zofenil,Bifril

Finnland:Zofenil,Bifril

Frankreich:Zofenil,Teoula

Deutschland:Zofenil,Bifril

Griechenland:Zopranol,Zofepril

Irland:Zofenil,Bifril

Italien:Bifril,Zofepril

Island:Zofenil,Bifril

Luxemburg:Zofenil,Zopranol

Norwegen:Zofenil,Bifril

Portugal:Zofenil,Zopranol

Spanien:Zofenil,Zopranol

Bifril®7,5mg/15mg/30mg/60mg(zofenoprilcalcium7.5/15/30/60mgfilm-coatedtablet)

Packageleaflet(Germany)

Schweden:Zofenil,Bifril

Niederlande:Zofil,Zopranol

VereinigtesKönigreich:Zofenil,Bifril

DieseGebrauchinformationwurdezuletztgenehmigtim10/2009

Bifril ® 7,5 mg/15mg/30 mg/60 mg (zofenopril calcium 7.5/15/30/60 mgfilm-coated tablet)

I.B.1.b - Summaryof Product Characteristics(Germany)

I.B.1.bSUMMARYOFPRODUCTCHARACTERISTICS(Germany)

FACHINFORMATION

(ZusammenfassungderMerkmaledesArzneimittels/SPC)

1. BEZEICHNUNGENDERARZNEIMITTEL

Bifril ® 7,5mg

Bifril ® 15mg

Bifril ® 30mg

Bifril ® 60mg

Wirkstoff:Zofenopril-Calcium

2. QUALITATIVEUNDQUANTITATIVEZUSAMMENSETZUNG

EineFilmtabletteBifril ® 7,5mgenthält7,5mgZofenopril-Calciumentsprechend7,2mg

Zofenopril.

EineFilmtabletteBifril ® 15mgenthält15mgZofenopril-Calciumentsprechend14,3mg

Zofenopril.

EineFilmtabletteBifril ® 30mgenthält30mgZofenopril-Calciumentsprechend28,7mg

Zofenopril.

EineFilmtabletteBifril ® 60mgenthält60mgZofenopril-Calciumentsprechend57,3mg

Zofenopril.

Hilfsstoffe:Lactose-Monohydratu.a.

DievollständigeAuflistungderHilfsstoffesieheAbschnitt6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Filmtablette

Bifril ® 7,5 mg :

Weiße,runde,bikonvexeFilmtabletten.

Bifril ® 15 mg/30 mg/60 mg :

Weiße,oblongförmigeFilmtablettenmitBruchkerbe.DieTablettekanningleicheHälften

geteiltwerden

4. KLINISCHEANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete

Hypertonie

Bifril ® istangezeigtzur Behandlungvonleichterbismittelschwereressentieller

Hypertonie.

AkuterMyokardinfarkt

Bifril ® istangezeigtzur BehandlungdesakutenMyokardinfarkts–mitoderohne

SymptomevonHerzinsuffizienz–innerhalbderersten24StundenbeiPatienten,die

hämodynamischstabilsindundkeinethrombolytischeTherapieerhaltenhaben.

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Bifril ® 7,5 mg/15mg/30 mg/60 mg (zofenopril calcium 7.5/15/30/60 mgfilm-coated tablet)

I.B.1.b - Summaryof Product Characteristics(Germany)

4.2 Dosierung,ArtundDauerderAnwendung

Bifril ® kannvor,währendodernachdenMahlzeiteneingenommenwerden.DieDosierung

wirdinAbhängigkeitvomTherapieerfolgtitriert.

Hypertonie

ObeineDosisanpassungerforderlichist,sollteanhandeinerBlutdruckmessungunmittelbar

vordernächstenDosisentschiedenwerden.DosiserhöhungensolltenmiteinemAbstand

vonvierWochenerfolgen.

PatientenohneSalz-oderFlüssigkeitsmangel:

DieBehandlungsolltemit15mgZofenopril-Calciumeinmaltäglichbegonnenunddie

DosisbiszumErreicheneineroptimalenBlutdruckeinstellunggesteigertwerden.

DieüblichewirksameDosisbeträgt30mgeinmaltäglich.

DiemaximaleTagesdosisbeträgt60mg,alsEinzeldosisoderverteiltaufzweiTeildosen.

BeiungenügendemAnsprechenaufdieTherapiekönnenzusätzlichandere

blutdrucksenkendeMedikamente,wiez.B.Diuretika,gegebenwerden.

PatientenmitVerdachtaufSalz-oderFlüssigkeitsmangel:

BeidiesenbesondersgefährdetenPatientenkannesbereitsnachdererstenDosiszueinem

übermäßigenBlutdruckabfallkommen(siehe"WarnhinweiseundVorsichtsmaßnahmenfür

dieAnwendung").DeshalbmüssenvorBeginneinerTherapiemitACE-Hemmerndas

Salz-undFlüssigkeitsdefizitausgeglichenundeinebestehendeDiuretika-Therapiefür2–

3Tageunterbrochenwerden.DannempfiehltsicheineAnfangsdosisvontäglich15mg

Zofenopril-Calcium.Istdasnichtmöglich,solltedieAnfangsdosis7,5mgproTag

betragen.

NachdererstenEinnahme,aberauchbeiErhöhungderDosisdesACE-Hemmersoder

einesDiuretikumssolltenPatientenmiteinemhohenRisikofüreinenakuten

BlutdruckabfallengmaschigundvorzugsweiseimKrankenhausüberwachtwerden.Das

giltauchfürPatientenmitAnginapectorisoderzerebrovaskulärenKrankheiten,beidenen

einausgeprägterBlutdruckabfallzueinemMyokardinfarktoderzerebrovaskuläremInsult

führenkönnte.

PatientenmiteingeschränkterNierenfunktionundDialyse:

BeiBluthochdruckpatientenmitleichterNiereninsuffizienz(Kreatinin-Clearance

>45ml/min)kanndieNormaldosisvonBifril ® alstäglicheEinmalgabeangewendet

werden.BeiPatientenmitmittlererbisschwererBeeinträchtigung(Kreatinin-Clearance

<45ml/min)istdieDosiszuhalbieren;dietäglicheEinmalgabekannbeibehaltenwerden.

BeidialysepflichtigenPatientensolltendieAnfangs-undErhaltungsdosis¼derDosis

betragen,welchePatientenmitnormalerNierenfunktionverabreichtwird.

NeuereklinischeBeobachtungenbeiPatientenunterACE-Hemmer-Therapiezeigteneine

HäufunganaphylaktoiderReaktionenwährendderHämodialysemithigh-flux-

Dialysemembranenbzw.währendeinerLDL-Apherese(sieheAbschnitt4.4").

ÄlterePatienten:

BeiälterenPatientenmitnormalerKreatinin-ClearanceistkeineDosisanpassung

notwendig.

BeiälterenPatientenmitverringerterKreatinin-Clearance(<45ml/min)wirddie

HalbierungderTagesdosisempfohlen.

DieKreatinin-ClearancekannausderSerumkreatininkonzentrationnachderfolgenden

Formelberechnetwerden:

(140–Alter)xKörpergewicht[kg]

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Bifril ® 7,5 mg/15mg/30 mg/60 mg (zofenopril calcium 7.5/15/30/60 mgfilm-coated tablet)

I.B.1.b - Summaryof Product Characteristics(Germany)

Kreatinin-Clearance[ml/min]=––––––––––––––––––––––––––––––––––

Serumkreatininkonzentration[mg/dl]x72

MitdieserBerechnungsmethodeerhältmanWertefürmännlichePatienten.BeiFrauenist

dererhalteneWertmitdemFaktor0,85zumultiplizieren.

PatientenmiteingeschränkterLeberfunktion:

BeiBluthochdruckpatientenmitleichterbismittlererBeeinträchtigungderLeberfunktion

beträgtdieAnfangsdosisdieHälftederNormaldosis.

BeiPatientenmitschwererLeberfunktionstörungdarfBifril ® nichtangewendetwerden.

Kinder:

Einesicherebzw.wirksameAnwendungbeiKindernistnochnichtbelegt;dahersolltedas

ArzneimittelbeiKindernnichtangewendetwerden.

AkuterMyokardinfarkt

DieBehandlungmitBifril ® sollteinnerhalbvon24StundennachAuftretenvon

SymptomeneinesakutenMyokardinfarktesbegonnenundüber6Wochenfortgesetzt

werden.

Essolltefolgendermaßendosiertwerden:

-amerstenundzweitenTag:7,5mgalle12Stunden,

-amdrittenundviertenTag:15mgalle12Stunden,

-amfünftenunddenfolgendenTagen:30mgalle12Stunden.

TrittbeiBehandlungsbeginnoderinnerhalbderersten3TagenachdemMyokardinfarkt

einniedrigersystolischerBlutdruckauf(≤120mmHg),solltedieTagesdosisnichterhöht

werden.BeiAuftretenvonHypotonie(systolischerBlutdruck≤100mmHg)oderschwerer

Hypotonie(systolischerBlutdruck<90mmHgbeizweiaufeinanderfolgendenMessungen,

diemindestens1Stundeauseinanderliegen)sollteBifril ® abgesetztwerden.

Nach6wöchigerBehandlungmüssendiePatientenerneutuntersuchtwerden.Die

Behandlungsolltebeendetwerden,wennkeineSymptomeeinerlinksventrikulären

DysfunktionodereinerHerzinsuffizienzfestgestelltwordensind.SinddieseSymptome

jedochvorhanden,kanneineLangzeittherapieerfolgen.

Wennerforderlich,solltendiePatientenauchdieStandardbehandlungmitNitraten,

AcetylsalicylsäureoderBeta-Rezeptorenblockernerhalten.

ÄlterePatienten:

BeiMyokardinfarkt-PatientenmiteinemAltervonüber75JahrensolltedieBehandlung

mitBifril ® unterVorsichterfolgen.

PatientenmiteingeschränkterNierenfunktionundDialyse:

DadieWirksamkeitundSicherheitvonBifril ® beiMyokardinfarkt-Patientenmit

NiereninsuffizienzoderDialysepatientennochnichtuntersuchtwordenist,sollteesbei

diesenPatientennichtangewendetwerden.

PatientenmiteingeschränkterLeberfunktion:

DadieWirksamkeitundSicherheitvonBifril ® beiMyokardinfarkt-Patientenmit

Leberinsuffizienznichtuntersuchtwordenist,sollteesbeidiesenPatientennicht

angewendetwerden.

4.3 Gegenanzeigen

ÜberempfindlichkeitgegenZofenopril-Calcium,andereACE-Hemmerodereinender

sonstigenBestandteiledesArzneimittels

angioneurotischesÖdeminVerbindungmitACE-HemmerninderAnamnese

angeborenes/idiopathischesangioneurotischesÖdem

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schwereLeberfunktionsstörung

ZweitesunddrittesSchwangerschaftstrimester(sieheAbschnitt4.4und4.6)

FrauenimgebärfähigenAlterohneausreichendenKonzeptionsschutz

Nierenarterienstenose(beidseitigodereinseitigbeiEinzelniere)

4.4 WarnhinweiseundVorsichtsmaßnahmenfürdieAnwendung

Hypotonie::

WieandereACE-HemmerkannauchBifril ® ,insbesonderenachdererstenEinnahme,

einenstarkenBlutdruckabfallbewirken,obwohleinesymptomatischeHypotoniebei

unkompliziertenHypertoniepatientenseltenvorkommt.

SietritthäufigerbeiPatientenauf,dieanFlüssigkeits-undElektrolytmangelaufgrundvon

Diuretikatherapie,salzarmerDiät,Dialyse,DiarrhoeoderErbrechenleiden,oderbei

Patienten,dieeinenschwererenin-abhängigenBluthochdruckaufweisen(sieheAbschnitt

4.5und4.8).BeiPatientenmitHerzinsuffizienz–mitoderohnebegleitende

Niereninsuffizienz–wurdeeinesymptomatischeHypotoniebeobachtet.Diesetritthäufiger

beiPatientenmitschwerergradigerHerzinsuffizienzauf,diedurchdieEinnahmehoher

DosenanSchleifendiuretika,einerHyponatriämieoderNierenfunktionsstörung

gekennzeischnetist.BeiPatienten,dieeinerhöhtesRisikofüreinesymptomatische

Hypotonieaufweisen,solltedieBehandlungunterstrengermedizinischerKontrolle,

vorzugsweiseimKrankenhaus,mitniedrigenDosenunduntersorgfältigerDosistitration

begonnenwerden.

Wennmöglich,solltedieDiuretikabehandlungzeitweiligunterbrochenwerden,wenneine

TherapiemitBifril ® begonnenwird.DiesgiltauchfürPatientenmitAnginapectorisoder

zerebrovaskulärenKrankheiten,beideneneinübermäßigerBlutdruckabfallzum

MyokardinfarktoderzerebrovaskulärenInsultführenkönnte.

WenneinakuterBlutdruckabfallauftritt,solltederPatientinSchocklagegebrachtwerden.

VolumenersatzdurchintravenöszugeführtephysiologischeKochsalzlösungkann

gegebenenfallserforderlichwerden.DasAuftreteneinerHypotonienachderInitialdosis

schließteinenachfolgendevorsichtigeDosisanpassungbeidiesenPatientennichtaus.

BeieinigenPatientenmitHerzinsuffizienz,dieeinennornalenoderniedrigenBlutdruck

aufweisen,kanneinezusätzlicheSenkungdessystemischenBlutdrucksunterBifril ®

auftreten.DieserEffektistzuerwartenundstelltüblicherweisekeinenGrundfüreinen

AbbruchderBehandlungdar.SolltedieHypotoniesymptomatischwerden,könnteeine

DosisreduktionoderderAbbruchderTherapiemitZofril ® notwendigwerden.

AkuterBlutdruckabfallbeiakutemMyokardinfarkt:

BeiPatientenmitakutemMyokardinfarktdarfeineBifril ® -Therapienichtbegonnen

werden,wenndasRisikoeinerzusätzlichenschwerenBeeinträchtigungder

hämodynamischenParameternachderBehandlungmiteinemVasodilatatorbesteht.Dies

trifftzubeiPatientenmiteinemsystolischenBlutdruckvon<100mmHgodermiteinem

kardiogenenSchock.DieBehandlungmitBifril ® beiPatientenmitakutemMyokardinfarkt

kanneinenakutenBlutdruckabfallbewirken.ImFalleeineranhaltendenHypotonie

(systolischerBlutdruck<90mmHgübermehrals1Stunde)sollteBifril ® abgesetzt

werden.BeiPatientenmitschwererHerzinsuffizienzsollteBifril ® nacheinemakuten

Myokardinfarktnurdannangewendetwerden,wennderPatienthämodynamischstabilist.

Myokardinfarkt-PatientenmiteingeschränkterLeberfunktion:

DadieWirksamkeitundSicherheitvonBifril ® beiMyokardinfarkt-Patientenmit

Leberinsuffizienznichtuntersuchtwordenist,sollteesbeidiesenPatientennicht

angewendetwerden.

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ÄlterePatienten:

BeiMyokardinfarkt-PatientenmiteinemAltervonüber75JahrensolltedieBehandlung

mitBifril ® unterVorsichterfolgen.

PatientenmitrenovaskulärerHypertonie:

EsbestehteinerhöhtesRisikofürakutenBlutdruckabfallundNiereninsuffizienz,wenn

PatientenmitrenovaskulärerHypertonieundbereitsbestehenderbeidseitiger

NierenarterienstenoseoderArterienstenoseeinerEinzelnieremitACE-Hemmernbehandelt

werden.DiuretikabehandlungkanneinzusätzlicherRisikofaktorsein.Eine

VerschlechterungderNierenfunktionkannauchohnedeutlicheVeränderungdes

Serumkreatininseintreten,sogarbeiPatientenmiteinseitigerNierenarterienstenose.Die

BehandungmitBifril ® sollte,wenndennochnotwendig,imKrankenhausunterstrenger

medizinischerKontrollemitniedrigenDosenundsorgfältigerDosiseinstellungbegonnen

werden.VorBeginnderTherapiemitBifril ® solltedieDiuretikabehandlungvorübergehend

unterbrochenunddieNierenfunktionwährenddererstenWochenengmaschigkontrolliert

werden.

PatientenmiteingeschränkterNierenfunktion:

Bifril ® solltemitVorsichtbeiPatientenmitNiereninsuffizienzangewandtwerden,daeine

geringereDosierungnotwendigist.Woesangemessenerscheint,solltenwährendder

TherapieengmaschigeKontrollenderNierenfunktiondurchgeführtwerden.Insbesondere

beiPatientenmitschwererHerzinsuffizienzodereinerNierengrunderkrankung,

einschließlichNierenarterienstenose,wurdeinVerbindungmitACE-Hemmernüber

Nierenversagenberichtet.BeieinigenPatientenmitscheinbarnichtvorherbestehender

NierenerkrankungkameszuErhöhungendesHarnstoffesundderKreati-

ninkonzentrationenimBlut,insbesonderebeigleichzeitigerEinnahmeeinesDiuretikums.

GegebenenfallsisteineDosisreduzierungdesACE-HemmersodereineUnterbrechungder

Diuretikatherapieerforderlich.DieNierenfunktionsolltewährendderersten

Therapiewochenengmaschigkontrolliertwerden.

DadieWirksamkeitundSicherheitvonBifril ® beiMyokardinfarkt-Patientenmit

Niereninsuffizienznochnichtuntersuchtwordenist,sollteesbeiNiereninsuffizienz

(Serumkreatinin2,1mg/dlundProteinurie500mg/Tag)undMyokardinfarktnicht

angewendetwerden.

Dialysepatienten:

Patienten,diemitHilfevonPolyacrylonitril-high-flux-Dialysemembranen(z.B.AN69)

dialysiertwerdenundACE-Hemmereinnehmen,neigenzuanaphylaktoidenReaktionen

wieGesichtsschwellungen,Hitzegefühl,BlutdruckabfallundAtemnotinnerhalbweniger

MinutennachBeginnderHämodialyse.Eswirdempfohlen,andereDialysemembranen

odereinAntihypertonikumeineranderenSubstanzklassezuverwenden.

DadieWirksamkeitundSicherheitvonBifril ® beiMyokardinfarkt-Patientenunter

Dialysebehandlungnochnichtuntersuchtwordenist,sollteesbeidiesenPatientennicht

angewendetwerden.

PatientenunterLDL-Apherese:

MitACE-HemmernbehandeltePatienten,diesicheinerLDL-ApheresemitDextransulfat

unterziehen,neigenzuähnlichenanaphylaktoidenReaktionenwiePatientenunter

Hämodialysemithigh-flux-Membranen(sieheoben).Eswirdempfohlen,beidiesen

PatienteneinAntihypertonikumeineranderenSubstanzklasseanzuwenden.

AnaphylaktischeReaktionenwährendeinerDesensibilisierungstherapieodernach

Insektenstichen:

InseltenenFällenwurdenbeiPatientenunterACE-Hemmer-Therapiewährendeiner

Desensibilisierungstherapie(z.B.mitInsektengiften)odernachInsektenstichen

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lebensbedrohlicheanaphylaktoideReaktionenbeobachtet.SolcheReaktionenkonntenbei

denselbenPatientendurchvorübergehendeUnterbrechungderACE-Hemmer-Therapie

vermiedenwerden,abersietratenbeiversehentlicherFortsetzungderTherapewiederauf.

BeiderAnwendungvonACE-HemmernbeiPatienten,dieeineDesensibili-

sierungstherapieerhalten,istdeshalbVorsichtgeboten.

Nierentransplantation:

ZurAnwendungvonBifril ® beiPatienten,denenvorkurzemeineNieretransplantiert

wordenist,liegenkeineErfahrungenvor.

PrimärerHypoaldosteronismus:

PatientenmitprimäremHyperaldosteronismussprechengrundsätzlichnichtauf

Antihypertonikaan,dieübereineHemmungdesRenin-Angiotensin-Systemswirken.

DaheristdieAnwendungdiesesArzneimittelsnichtzuempfehlen.

Angioödeme:

MeistenswährenddererstenBehandlungswochenkönnenbeiPatienten,diemitACE-

Hemmernbehandeltwerden,AngioödemeimGesicht,andenExtremitäten,Lippen,

Schleimhäuten,anderZunge,derGlottisoderimLarynxbereichauftreten.Inseltenen

FällenkönnensichjedochauchnachLangzeitbehandlungmiteinemACE-Hemmer

schwereAngioödemeentwickeln.DieBehandlungsolltesofortabgebrochenundmiteinem

WirkstoffauseineranderenSubstanzklassefortgesetztwerden.

AngioödemederZunge,GlottisoderdesLarynxkönnenzumTodeführen.Eine

Notfalltherapieisteinzuleiten.Diesumfaßtmindestens,abernichtausschließlich,die

sofortigesubkutaneInjektionvon0,3bis0,5mleinerEpinephrin-Lösung1:1000oderdie

langsameintravenöseInjektionvonEpinephrin1mg/ml(nachVorschriftzuverdünnen)

unterengmaschigerKontrollevonEKGundBlutdruck.DerPatientsollteinsKrankenhaus

eingewiesen,mindestens12bis24StundenbeobachtetunderstnachAbklingender

Symptomeentlassenwerden.

Patientensolltenauchdannüberwachtwerden,wennausschließlicheineSchwellungder

ZungeohneAtemnotauftritt,daeineBehandlungmitAntihistaminikaund

Kortikosteroidennichtausreichendseinkönnte.

ACE-HemmerverursachenbeiPatientenmitschwarzerHautfarbehäufigerAngioödeme

alsbeiPatientenmitnichtschwarzerHautfarbe.

BeiPatientenmitAngioödemeninderAnamnese,dieunabhängigvoneinerTherapiemit

ACE-Hemmernauftraten,könntedasRisikovonAngioödemenunterACE-Hemmern

erhöhtsein(sieheAbschnitt4.3).

Husten:

WährendderBehandlungmitBifril ® kanneintrockenerReizhustenauftreten,dernach

Absetzenwiederverschwindet.DurchACE-HemmerverursachterHustensolltebeider

DifferentialdiagnosevonHustenberücksichtigtwerden.

Leberversagen:

ACE-HemmerwurdeninseltenenFällenmiteinemSymptomkomplexinVerbindung

gebracht,dasmitcholestatischerGelbsuchtbeginntundzufulminanter,manchmal

tötlicher,Lebernekrosefortschreitet.DerMechanismusdiesesSymptomkomplexesist

nichtaufgeklärt.Patienten,dieunterTherapiemitACE-HemmernGelbsuchtodereinen

starkenAnstiegderLeberenzymeentwickeln,solltendenACE-Hemmerabsetzenundeine

angemessenemedizinischeNachsorgeerhalten.

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Hyperkaliämie:

WährendderBehandlungmiteinemACE-HemmerkanneineHyperkaliämieauftreten.

RisikofaktorenfürdieEntwicklungeinerHyperkaliämiesindrenaleInsuffizienz,Diabetes

mellitusunddiegleichzeitigeEinnahmevonkaliumsparendenDiuretika,Kaliumpräparaten

oderKaliumsalzen,oderanderenWirkstoffen,diemiteinemAnstiegdesSerumKaliumsin

Verbindungbebrachtwerden(z.B.heparin).WenndieGabederobengenannten

Substanzenerforderlichist,solltederSerum-Kaliumspiegelhäufigkontrolliertwerden

(sieheAbschitt4.5).

Chirurgie/Anästhesie:

ACE-HemmerkönnenwährendeinergrößerenOperationoderAnästhesieeinen

BlutdruckabfallodersogareinenhypotonischenSchockhervorrufen,dasievermutlichdie

BildungvonAngiotensinIIalsFolgeeinerkompensatorischenRenin-Freisetzung

blockieren.Wennesnichtmöglichist,aufdenACE-Hemmerzuverzichten,solltenGefäß-

undPlasmavolumensorgfältigkontrolliertwerden.

Aorten-undMitalklappenstenose/hypertropheKardiomyopathie:

ACE-HemmersolltenbeiPatientenmitMitralklappenstenoseoderBehinderungdes

AusflussesausderlinkenHerzkammermitVorsichtangewendetwerden.

Neutropenie/Agranulozytose:

Neutropenie/Agranulozytose,ThrombozytopenieundAnämiewurdebeiPatientenunter

derTherapiemitACE-Hemmernbeobachtet.DasRisikoeinerNeutropeniescheintvonder

DosisunddemTypsowievomklinischenZustanddesPatientenabhängigzusein.Eine

NeutropenieistbeiunkompliziertenPatientenselten,kannjedochbeiPatientenmit

eingeschränkterNierenfunktionhäufigerauftreten,insbesonderewenndiesemiteiner

Kollagenoseeinhergeht,wiez.B.systemischemLupuserythematodesoderSklerodermie

undbeieinerTherapiemitImmunsuppressiva,AllopurinoloderProcainamidodereiner

KombinationdergenanntenFaktoren.EinigedieserPatientenentwickelten

schwerwiegendeInfektionen,dieineinigenFällennichtaufeineintensive

Antibiotikatherapieansprachen.FallsZofenoprildennochbeisolchenPatienten

angewendetwerdensoll,solltendieLeukozytenvorderBehandlung,allezweiWochen

währenddererstendreiMonatederTherapiemitZofenoprilundweiterhinregelmäßig

bestimmtsowieeinDifferentialblutbilderstelltwerden.DiePatientensolltenangewiesen

werden,überjeglicheAnzeicheneinerInfektion(z.B.Halsschmerzen,Fieber)zu

berichten.InsoeinemFallsollteeinDifferentialblutbildderLeukozytenerstelltwerden.

WenneineNeutropenie(Neutrophileunter1000/mm 3 )festgestelltodervermutetwird,

solltenZofenoprilundandereKomedikationen(sieheAbschnitt4.5)abgesetztwerden.

DiesistnachAbsetzendesACE-Hemmersreversibel.

Psoriasis:

ACE-HemmersolltenbeiPatientenmitSchuppenflechtemitVorsichtangewendetwerden.

Proteinurie:

ProteinuriekanninsbesonderebeiPatientenmitbestehenderNierenfunktionsstörungoder

beirelativhohenDosenvonACE-Hemmernvorkommen.BeiPatientenmit

vorangegangenerNierenerkrankungsolltederUrinvorBeginnderBehandlungund

regelmäßigdanachaufProteineuntersuchtwerden(Untersuchungdesersten

morgentlichenUrinsmiteinemUrinteststreifen).

Diabetiker:

BeimitoralenAntidiabetikaoderInsulinvorbehandeltendiabetischenPatientensolltedie

BlutglukosewährenddeserstenMonatsderBehandlungmiteinemACE-Hemmereng

überwachtwerden(sieheAbschnitt4.5).

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Lithium:

DiegleichzeitigeAnwendungvonLithiumundZofenoprilwirdgenerellnichtempfohlen.

Rasse:

WiebeianderenACE-Hemmernistesmöglich,dassZofenoprilbeischwarzenPatienten

wenigereffektivdenBlutdrucksenktalsbeinichtschwarzenPatienten.ACE-Hemmer

verursachenbeiPatientenmitschwarzerHautfarbehäufigerAngioödemealsbeiPatienten

mitnichtschwarzerHautfarbe.

Schwangerschaft:

EineBehandlungmitACE-HemmernsolltenichtwährendderSchwangerschaftbegonnen

werden.BeiPatientinnenmitSchwangerschaftswunschsollteeineUmstellungaufeine

alternativeblutdrucksenkendeBehandlungmitgeeignetemSicherheitsprofilfür

Schwangereerfolgen,esseidenn,eineFortführungderBehandlungmitACE-Hemmernist

zwingenderforderlich.WirdeineSchwangerschaftfestgestellt,istdieBehandlungmit

ACE-HemmernunverzüglichzubeendenundgegebenenfallseinealternativeTherapiezu

beginnen(sieheAbschnitt4.3und4.6).

Andere:

DiesesArzneimittelenthältLactose.PatientenmitderseltenenhereditärenGalactose-

Intoleranz,Lactase-MangeloderGlucose-Galactose-MalabsorptionsolltenBifril ® nicht

einnehmen.

4.5 WechselwirkungenmitanderenArzneimittelnundsonstigeWechselwirkungen

NichtzuempfehlendeKombination

KaliumsparendeDiuretikaoderKalium:ACE-HemmerverringerndenDiuretika-

induziertenKaliumverlust.KaliumsparendeDiuretika,z.B.Spironolacton,Triamterenoder

Amilorid,Kalium-Zusätze,oderKalium-enthaltendeElektrolytekönnenzumerheblichen

AnstiegvonKaliumimBlutführen.WenneinegleichzeitigeAnwendungaufGrundeiner

diagnostiziertenHypokaliämiedennochindiziertist,solltesorgfältigundunterhäufiger

KontrolledesSerum-KaliumspiegelsundEKGsvorgegangenwerden(sieheAbschnitt4.4).

MitVorsichtanzuwendendeKombinationen

Diuretika(ThiazideoderSchleifendiuretika):

EinevorangegangeneBehandlungmithochdosiertenDiuretikakannzuVolumenverlust

unddemRisikoeinerHypotonienachBeginnderTherapiemitZofenoprilführen(siehe

Abschnitt4.4).EinBlutdruckabfallkanndurchAbsetzendesDiuretikums,

VolumenerhöhungoderSalzaufnahmeoderdurchdieEinleitungderTherapiemiteiner

niedriegenZofenopril-Dosisvermindertwerden.

Lithium:BeigleichzeitigerEinnahmevonLithiumundACE-Hemmernwurdenein

reversiblerAnstiegderLithiumkonzentrationimSerumundderLithium-Toxizität

beobachtet.DiegleichzeitigeEinnahmevonThiazid-DiuretikakanndasRisikoeiner

LithiumtoxizitätunddasbereitsbestehendeerhöhteRisikoderLithiumtoxizitätunterACE-

Hemmernverstärken.DiegleichzeitigeAnwendungvonBifril ® undLithiumwirddaher

nichtempfohlen;wenndiesenotwendigist,solltederLithiumspiegelimSerum

engmaschigüberwachtwerden.

Gold:NitridoideReaktionen(SymptomeeinerGefäßerweiterungwieHitzegefühl,

Übelkeit,SchwindelundmöglicherweisesehrschwereHypotonie)wurdennachder

InjektionvonGoldverbindungen(z.B.Natiumauro-thiomalat)beiPatientenhäufiger

beobachtet,dieACE-Hemmereinnahmen.

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Narkosemittel:ACE-HemmerkönnendieblutdrucksenkendeWirkunggewisser

Narkosemittelverstärken.

Betäubungsmittel/trizyklischeAntidepressiva/Antipsychotika/Barbiturate:Orthostatische

Hypotoniekannauftreten.

AndereblutdrucksenkendeWirkstoffe(z. B. Beta-Rezeptorenblocker,Alpha-

Rezeptorenblocker,Kalziumantangonisten):Eineadditiveoderverstärkte

Blutdrucksenkungkannauftreten.BeiderBehandlungmitNitroglycerinundNitratenoder

anderenVasodilatatorenistVorsichtgeboten.

Cimetidin:KanndasRisikoeinesakutenBlutdruckabfallserhöhen.

Ciclosporin:ErhöhtesRisikovonNierenfunktionsstörungenbeigleichzeitigerAnwendung

vonACE-Hemmern.

Allopurinol,Procainamid,ZytostatikaoderImmunsuppressoren:ErhöhtesRisikofür

Überempfindlichkeitsreaktionen.DatenvonanderenACE-Hemmernweisenaufein

erhöhtesLeukopenie-RisikobeigleichzeitigerAnwendunghin.

Antidiabetika:SeltenkönnenACE-HemmerbeiDiabetikerndenGlukose-senkendenEffekt

vonInsulinundoralenAntidiabetikawieSulfonylharnstoffenverstärken.InsolchenFällen

kannesnotwendigsein,dieDosisdesAntidiabetikumswährenddergleichzeitigen

BehandlungmitdemACE-Hemmerzureduzieren.

Hämodialysemithigh-flux-Dialysemembranen:ErhöhtesRisikofüranaphylaktoide

ReaktionenbeigleichzeitigerAnwendungvonACE-Hemmern.

ZytostatikaoderImmunsuppressiva,systemischeKortikoideoderProcainamid:

MöglicherweiseerhöhtesRisikoeinerLeukopeniebeigleichzeitigerAnwendungvonACE-

Hemmern.

WeiterezuberücksichtigendeKombinationen

Nicht-steroidaleentzündungshemmendeMittel(einschließlichASS3g/Tag):Die

Anwendungnicht-steroidalerentzündungshemmenderMittelkanndieblutdrucksenkende

WirkungvonACE-Hemmernverringern.Weiterhinwurdeberichtet,daßNSARundACE-

HemmereinezusätzlicheWirkungaufdieErhöhungdesSerum-Kaliumspiegelshaben

könnenunddieNierenfunktionverringertseinkann.DieseEffektesindgrundsätzlich

reversibelundtreteninsbesonderebeiPatientenmitNierenfunktions-störungenauf.Selten

kann,insbesonderebeiPatientenmiteingeschränkterNierenfunktionwiez.B.älterenund

dehydriertenPatienten,einakutesNierenversagenauftreten.

Antazida:VerminderndieBioverfügbarkeitvonACE-Hemmern.

Sympathomimetika: KönnendieblutdrucksenkendeWirkungvonACE-Hemmern

verringern;zurSicherungdesgewünschtenEffektessolltendiePatientenengmaschig

überwachtwerden.

Nahrungsmittel:KönnendieGeschwindigkeit,abernichtdasAusmaßderResorptionvon

Zofenopril-Calciumverringern.

WeitereInformationen

DirekteklinischeDatenzuWechselwirkungenvonZofenoprilmitArzneimitteln,dieüber

Cytochrom-P-Enzymeverstoffwechseltwerden,liegennichtvor.In-vitro-Studienzum

MetabolismusvonZofenoprilzeigtenjedochkeineHinweiseaufeventuelle

WechselwirkungenmitArzneimitteln,diedurchCytochrom-P-Enzymemetabolisiert

werden.

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4.6 SchwangerschaftundStillzeit

Schwangerschaft:

DieAnwendungvonACE-HemmernwirdimerstenSchwangerschaftstrimesternicht

empfohlen(sieheAbschnitt4.4).DieAnwendungvonACE-Hemmernimzweitenund

drittenSchwangerschaftstrimesteristkontraindiziert(sieheAbschnitt4.3und4.4).

EsliegenkeineendgültigenepidemiologischenDatenhinsichtlicheinesteratogenen

RisikosnachAnwendungvonACE-Hemmernwährenddesersten

Schwangerschaftstrimestersvor;eingeringfügigerhöhtesRisikokannjedochnicht

ausgeschlossenwerden.SoferneinFortsetzenderACE-Hemmer-Therapienichtals

notwendigerachtetwird,solltenPatientinnen,dieplanen,schwangerzuwerden,aufeine

alternativeantihypertensiveTherapiemitgeeignetemSicherheitsprofilfürSchwangere

umgestelltwerden.WirdeineSchwangerschaftfestgestellt,isteineBehandlungmitACE-

HemmernunverzüglichzubeendenundgegebenenfallseinealternativeTherapiezu

beginnen.

Esistbekannt,dasseineTherapiemitACE-Hemmernwährenddeszweitenunddritten

SchwangerschaftstrimestersfetotoxischeEffekte(verminderteNierenfunktion,

Oligohydramnion,verzögerteSchädelossifikation)undneonatal-toxischeEffekte

(Nierenversagen,Hypotonie,Hyperkaliämie)hat(sieheauchAbschnitt5.3).ImFalleeiner

ExponierungmitACE-HemmernabdemzweitenSchwangerschaftstrimesterwerden

UltraschalluntersuchungenderNierenfunktionunddesSchädelsempfohlen.

Säuglinge,derenMütterACE-Hemmereingenommenhaben,solltenhäufigwiederholtauf

Hypotoniehinuntersuchtwerden(sieheauchAbschnitt4.3und4.4).

Stillzeit:

DakeineErkenntnissezurAnwendungvonBifril ® inderStillzeitvorliegen,wirdBifril ®

nichtempfohlen.EinealternativeantihypertensiveTherapiemiteinembessergeeigneten

SicherheitsprofilbeiAnwendunginderStillzeitistvorzuziehen,insbesonderewenn

NeugeboreneoderFrühgeborenegestilltwerden.

4.7 AuswirkungenaufdieVerkehrstüchtigkeitunddasBedienenvonMaschinen

EsgibtkeineStudienüberAuswirkungenvonBifril ® aufdieFahrtauglichkeit.Beim

AutofahrenoderBedienenvonMaschinensolltedarangedachtwerden,daßgelegentlich

Schwäche,SchwindeloderMüdigkeitauftretenkönnen.

4.8 Nebenwirkungen

DienachfolgendeTabelleenthältalleNebenwirkungen,diewährendderklinischen

AnwendungvonBifril ® beobachtetwordensind.Siesindaufgeführtnach

OrgansystemklassenundgeordnetnachHäufigkeit.DieHäufigkeitensindwiefolgt

definiert:sehrhäufig(1/10),häufig(1/100,<1/10),gelegentlich(1/1000,<1/100),selten

(1/10000,<1/1000),sehrselten(<1/10000).

ErkrankungendesNervensystems

Häufig:Schwindel,Kopfschmerzen

ErkrankungenderAtemwege,desBrustraumsundMediastinums

Häufig:Husten

ErkrankungendesGastrointestinaltrakts

Häufig:Übelkeit/Erbrechen

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ErkrankungenderHautunddesUnterhautzellgewebes

Gelegentlich:Hautausschlag

Selten:Angioödeme

Skelettmuskulatur-undBindegewebserkrankungen

Gelegentlich:Muskelkrämpfe

AllgemeineErkrankungenundBeschwerdenamVerabreichungsort

Häufig:Müdigkeit

Gelegentlich:Schwäche

DiefolgendenNebenwirkungensindinZusammenhangmiteinerBehandlungmit

ACE-Hemmernaufgetreten.

ErkrankungendesBlutesunddesLymphsystems

BeieinigenPatientenkannAgranulozytoseundPanzytopenieauftreten.

EsliegenBerichteübereinehämolytischeAnämiebeiPatientenmitGlucose-6-Phosphat

Dehydrogenase-Mangelvor.

Stoffwechsel-undErnährungsstörungen

Sehrselten:Hypoglykämie

PsychiatrischeErkrankungen

Selten:Depressionen,Stimmungsänderung,Schlafstörung,Verwirrtheitszustand

ErkrankungendesNervensystems

Gelegentlich:Parästhesie,Geschmacksstörung,Gleichgewichtsstörung

Augenerkrankungen

Selten:VerschwommenesSehen

ErkrankungendesOhrsunddesLabyrinths

Selten:Tinnitus

Herzerkrankungen

ImZussammenhangmitHypotoniewurdenfürACE-HemmerEinzelfällevonTachykardie,

Palpitationen,Arrhythmie,AnginapectorisundMyokardinfarktberichtet.

Gefäßerkrankungen

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NachEinleitungbzw.IntensivierungderTherapiekameszuschwererHypotonie.Diestritt

besondersbeispeziellenRisikogruppenauf(sieheAbschnitt4.4).ImZusammenhangmit

Hypotonie:SymptomewieSchwindel,Schwächegefühl,Sehverschlechterung,seltenmit

Bewußtseinsstörung(Synkope).

SeltentrittHitzegefühlauf.

ErkrankungenderAtemwege,desBrustraumsundMediastinums

SeltenwurdeüberDyspnoe,Sinusitis,Rhinitis,Glossitis,BronchitisundBronchospasmus

berichtet.ACE-HemmerwurdenmitdemAuftretenvonangioneurotischenÖdemenmit

BeteiligungdesGesichtesunddesGewebesdesMund-undRachenraumsbeieinerkleinen

UntergruppevonPatienteninZusammenhanggebracht.InEinzelfällenführten

angioneurotischeÖdemederoberenLuftwegezutödlicherAtemwegsobstruktion.

ErkrankungendesGastrointestinaltrakts

Gelegentlich:Abdominalschmerz,Diarrhoe,ObstipationundMundtrockenheitkönnen

auftreten.

EinzelfällevonPankreatitisundIleuswurdenimZusammenhangmitACE-Hemmern

beschrieben.

Sehrselten:AngioödemdesDünndarms

Leber-undGallenerkrankungen

EinzelfällevoncholestatischerGelbsuchtundHepatitiswurdenimZusammenhangmit

ACE-Hemmernbeschrieben.

HautundHautanhangsgebilde

GelegentlichkönnenallergischeReaktionenundÜberempfindlichkeitsreaktionenwie

Pruritus,Urtikaria,Erythemamultiforme,Stevens-Johnson-Syndrom,Epidermiolysisacuta

toxica,psoriasisähnlicherAusschlag,Alopezieauftreten.

DieskannmitFieber,Myalgie,Arthralgie,Eosinophilieund/odererhöhtenANA-Titern

einhergenen.

SeltentritteineHyperhidrosisauf.

Sklelettmuskulatur-,Bindegewebs-undKnochenerkrankungen

GelegentlichkannMyalgieauftreten.

ErkrankungenderNierenundHarnwege

EineNiereninsuffizienzkannauftretenbzw.verstärktwerden.ÜberakutesNierenversagen

wurdeberichtet(sieheAbschnitt4.4).

GelegentlichtretenMiktionsstörungenauf.

ErkrankungenderGeschlechtsorganeundderBrustdrüse

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Selten:Erektionsstörung

AllgemeineErkrankungenundBeschwerdenamVerabreichungsort

Sehrselten:peripheresÖdemundBrustschmerzen

Untersuchungen

BesondersbeimVorliegeneinerNiereninsuffizienz,einerschwerenHerzinsuffizienzoder

einerrenovaskulärenHypertonietretenErhöhungendesBlutharnstoffesunddesKreatinins

auf,dienachAbsetzenreversibelsind.

BeieinigenPatientenwurdenüberErniedrigungendesHämoglobins,desHämatokrits,der

BlutplättchensowiederLeukozytenberichtet.

ErhöhungenvonLeberenzymenundBilirubinimSerumwurdenebenfallsberichtet.

4.9 Überdosierung

SymptomevonÜberdosierungsindschwereHypotonie,Schock,Benommenheit,

Bradykardie,StörungenimElektrolythaushaltundNierenversagen.

NachEinnahmeeinerÜberdosissolltederPatientunterstrengeKontrollegestelltund

vorzugsweiseineineIntensivstationgebrachtwerden.Serum-ElektrolyteundKreatinin

sindhäufigzukontrollieren.TherapeutischeMaßnahmenhängenvonderArtundSchwere

derSymptomeab.WenndieEinnahmeunmittelbarzuvorerfolgte,können

resorptionsverminderndeMaßnahmenwieMagenspülungundVerabreichungvon

AdsorbentienundNatriumsulfateingeleitetwerden.BeiakutemBlutdruckabfallsollteder

PatientinSchocklagegebrachtwerden;eineadäquateAnwendungvonVolumenexpandern

und/oderBehandlungmitAngiotensinIIistzuerwägen.Bradykardieoderausgeprägte

vagaleReaktionensolltendurchVerabreichungvonAtropinbehandeltwerden.Die

AnwendungeinesSchrittmachersistinBetrachtzuziehen.ACE-Hemmersind

dialysierbar,jedochistdieAnwendungvonhigh-flux-Polyacrylnitril-Membranenzu

vermeiden.

5. PHARMAKOLOGISCHEEIGENSCHAFTEN

5.1 PharmakodynamischeEigenschaften

PharmakotherapeutischeGruppe:ACE-Hemmer,ATC-Code:C09AA15

DieWirksamkeitvonBifril ® beiHypertonieundakutemMyokardinfarktberuhtinerster

LinieaufderHemmungdesPlasmarenin-Angiotensin-Aldosteron-Systems.DieACE-

Hemmung(Ki0,4nMinKaninchenlungefürdasArgininsalzvonZofenoprilat)führtzu

verringertemAngiotensinIIimPlasma,waswiederumzuvermindertervasopressorischer

AktivitätundzureduzierterAldosteron-Sekretionführt.Obgleichletztgenannte

Verringerungnichtgroßist,kanneinleichterAnstiegderKaliumkonzentrationsowieein

Natrium-undFlüssigkeitsverlustauftreten.DieAufhebungdernegativenRückkopplung

vonAngiotensinIIaufdieReninsekretionführtzueinerErhöhungderPlasmarenin-

Aktivität.NachGabeoralerEinzeldosenvon30mgbzw.60mgZofenopril-Calciumistdie

Plasma-ACE-Aktivitätnach24Stundenum53,4%bzw.um74,4%reduziert.

DieHemmungvonACEführtzueinererhöhtenAktivitätdeszirkulärenundlokalen

Kallikrein-Kinin-Systems,daszueinerperipherenGefäßdilatationdurchAktivierungdes

Prostaglandinsystemsbeiträgt.MöglicherweiseträgtdieserMechanismuszur

blutdrucksenkendenWirkungvonZofenopril-Calciumbeiundistfüreinige

Nebenwirkungenverantwortlich.

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BeiPatientenmitBluthochdruckführtdieVerabreichungvonBifril ® imLiegenundStehen

gleichermaßenzueinerReduzierungdesBlutdruckes,ohnekompensatorischenAnstiegder

Herzfrequenz.DermittlereperiphereGefäßwiderstandnimmtnachBifril ® -Gabeab.

BeieinigenPatientenwirdeineoptimaleBlutdrucksenkungerstnacheinigenWochen

erreicht.DieblutdrucksenkendeWirkungbleibtwährendeinerLangzeittherapieerhalten.

PlötzlicherAbbruchderTherapiegehtnichtmiteinemschnellenAnstiegdesBlutdruckes

einher.DerzeitgibteskeineDatenzurWirkungvonBifril ® aufdieMorbiditätund

MortalitätvonHypertonie-Patienten.

ObgleichdieblutdrucksenkendeWirkunginallenuntersuchtenRassenbeobachtetwurde,

habenschwarzeHypertoniepatienten(gewöhnlicheineniedrig-renin-hypertonische

Population)eineniedrigeredurchschnittlicheAnsprechrategegenübereinerACE-Hemmer-

MonotherapiealsnichtschwarzePatienten.DieserUnterschiedverschwindet,wenn

zusätzlicheinDiuretikumverabreichtwird.

DieklinischeWirkung,diesichausderfrühenAnwendungvonBifril ® nacheinem

Myokardinfarktergibt,kannmitvielenweiterenEffektenverbundensein.Sokommteszur

VerminderungdesPlasmaspiegelsvonAngiotensinII(aufdiesemWegwirdderVorgang

desventrikulärenRemodellingbegrenzt,dereinennegativenEinflußaufdie

LebenserwartungdesInfarktpatientenhabenkann)undderErhöhungderPlasma-/Gewebe-

KonzentrationenvonvasodilatierendenSubstanzendesProstaglandin-Kinin-Systems.

An1556PatientenmitanterioremMyokardinfarkt,diekeinethrombolytischeTherapie

erhaltenhatten,wurdeeinerandomisierte,placebo-kontrollierteklinischeStudiemit

Zofenoprildurchgeführt.DieBehandlungwurdeinnerhalbvon24Stundenbegonnenund

über6Wochenfortgesetzt.DieInzidenzfürdenprimärenkombiniertenParameter

(schwereHerzinsuffizienzund/oderTodinnerhalbvon6Wochen)wurdeindermit

ZofenoprilbehandeltenGruppeverringert(Zofenopril7,1%,Placebo10,6%).Nacheinem

JahrwardieÜberlebensrateinderZofenopril-Gruppehöher.

5.2 PharmakokinetischeEigenschaften

Zofenopril-CalciumisteinProdrug,dadieaktiveKomponentedieausderThioester-

HydrolysehervorgehendefreieThiol-VerbindungZofenoprilatist.

Resorption:

Zofenopril-CalciumwirdnachoralerGabeschnellundvollständigresorbiertundunterliegt

einernahezuvollständigenUmwandlungzuZofenoprilat.MaximaleBlutspiegelwerden

1,5StundennachApplikationerreicht.DieEinzeldosiskinetikverläuftimDosisbereichvon

10–80mgZofenopril-Calciumlinear.NachVerabreichungvon15–60mgZofenopril-

Calciumüber3WochentratkeineAkkumulationauf.Nahrungsaufnahmeverringertdie

Geschwindigkeit,abernichtdasAusmaßderResorption.DieAUCsvonZofenoprilatsind

vorundnachNahrungsaufnahmenahezuidentisch.

Verteilung:

Circa88%derexvivogemessenenzirkulierendenRadioaktivitätauseinerradioaktiv

markiertenDosisZofenopril-CalciumistanPlasmaproteinegebunden.Das

Verteilungsvolumenimsteadystatebeträgt96Liter.

Metabolismus:

AchtMetaboliten,76%derUrinradioaktivität,wurdennacheinerradioaktivmarkierten

DosisZofenopril-CalciumimmenschlichenUrinidentifiziert.DerHauptmetabolitist

Zofenoprilat(22%),deranschließendüberverschiedeneStoffwechselwege,einschließlich

Glukuronid-Konjugation(17%),ZyklisierungundGlukuronid-Konjugation(13%),

Zystein-Konjugation(9%)undS-MethylierungderThiolgruppe(8%)metabolisiertwird.

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ZofenoprilathateineHalbwertszeitvon5,5h;dieGesamtkörper-Clearancenachoraler

EinnahmevonZofenopril-Calciumbeträgt1300ml/min.

Ausscheidung:

IntravenösverabreichtesradioaktivmarkiertesZofenoprilatwirdzu76%imUrinundzu

16%mitdenFaecesausgeschieden,währendoralverabreichtesradioaktivmarkiertes

Zofenopril-Calciumzu69%mitdemUrinundzu26%mitdenFaecesausgeschieden

wird,wasaufzweiEliminationswege(NiereundLeber)hinweist.

PharmakokinetikbeiälterenPatienten:

BeiälterenPatientenmitnormalerNierenfunktionistkeineDosisanpassungerforderlich.

PharmakokinetikbeiNierenfunktionsstörungen:

EinVergleichwichtigerpharmakokinetischerParametervonZofenoprilatergab,daßnach

oralerGabevonradioaktivmarkiertemZofenopril-CalciumPatientenmitleichter

Nierenschädigung(Kreatinin-Clearancezwischen45und90ml/min)Zofenoprilausdem

KörperebensoschnelleliminierenwiePatientenmitnormalerKreatinin-Clearance

(>90ml/min).

BeiPatientenmitmittelschwererbisschwererNierenschädigung

(7–44ml/min)istdieAusscheidungsrateaufetwa50%desNormalwertesreduziert.

Darausergibtsich,daßdiesenPatientendieHälftedergewöhnlichenAnfangsdosisBifril ®

verabreichtwerdensollte.

BeiPatientenimEndstadiumeinerNierenerkrankungmitHämo-bzw.Peritonealdialyseist

dieAusscheidungsrateauf25%reduziert.Darausresultiert,daßdiesePatienteneinViertel

derüblichenAnfangsdosisBifril ® erhaltensollten.

PharmakokinetikbeiLeberfunktionsstörungen:

BeiPatientenmitleichtenbismittlerenLeberfunktionsstörungen,denenEinzeldosenvon

radioaktivmarkiertemZofenopril-Calciumgegebenwurden,stimmtencmax-undtmax-

WertefürZofenoprilatmitdenennormalerProbandenüberein.JedochlagendieAUC-

WertebeiZirrhose-PatientendoppeltsohochwiebeinormalenProbanden,sodaß

PatientenmitleichtenbismittlerenLeberfunktionsstörungendieHälftedergewöhnlichen

AnfangsdosisBifril ® gegebenwerdensollte.

FürPatientenmitschwererLeberfunktionsstörungliegenkeinepharmakokinetischen

DatenzuZofenopriloderZofenoprilatvor;ausdiesemGrundeistZofenoprilbeidiesen

Patientenkontraindiziert.

5.3 PräklinischeDatenzurSicherheit

BeiToxizitätsstudienmitwiederholteroralerVerabreichung,dieandreiSäugetierarten

durchgeführtwurden,tratenvorallemdiefürACE-HemmertypischenWirkungenauf.

DazugehöreneinAbfallderErythrozyten-Parameter,eineErhöhungvon

HarnstoffstickstoffimSerum,eineVerringerungdesHerzgewichtesundeineHyperplasie

derjuxtaglomerulärenZellen.DieseVeränderungenwurdenbeiDosenbeobachtet,dieweit

überdenfürdenMenschenempfohlenenMaximaldosenliegen.IneinerToxizitätsstudie

amHundtratennachwiederholteroralerGabeinhohenDosisbereichenspeziesspezifische

immunologischvermittelteBlutdyskrasienauf.

IneinereinjährigenoralenStudiezurchronischenToxizitätbeiAffenkonntekeine

signifikanteVeränderungderCytochrom-P450-Enzymaktivitätfestgestelltwerden.

InReproduktionstoxizitäts-StudienverursachteZofenoprileinedosisabhängige

VerminderungderWachstumsratebeiderNachkommenschaftsowieNephrotoxizitätund

vermindertepostnataleLebensfähigkeitbeiDosenvon90und270mg/kginderF1-

Generation.DieBehandlungmitZofenoprilwährendderSchwangerschaftführtezufetalen

EntwicklungsstörungenbeiderNachkommenschaftderRatteundebensozurembryonalen

undfetalenToxizitätbeimKaninchen,allerdingsausschließlichbeimaternaltoxischen

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Dosen.

Genotoxizitätsstudienzeigten,daßZofenoprilwedermutagennochklastogenist.

AnMäusenundRattendurchgeführteKanzerogenitätsstudienergabenkeinenHinweisauf

Kanzerogenität.EinvermehrtesAuftretenvonHodenatrophiekamnurinderStudiebeider

Mausvor.DieklinischeSignifikanzistunbekannt.

6. PHARMAZEUTISCHEANGABEN

6.1 SonstigeBestandteile

Kern:MikrokristallineCellulose,Lactose-Monohydrat,Maisstärke,Magnesiumstearat,

hochdispersesSiliciumdioxid.

Hülle:Hypromellose,Titandioxid(E171),Macrogol400,Macrogol6000.

6.2 Inkompatibilitäten

Nichtzutreffend.

6.3 DauerderHaltbarkeit

3Jahre

6.4 BesondereLagerungshinweise

KeinebesonderenVorsichtsmaßnahmenfürdieAufbewahrung.

6.5 ArtundInhaltdesBehältnisses

Blisterpackungen(PVDC/PVC/Aluminium).

Bifril ® 7,5 mg :

Originalpackungenmit 30Filmtabletten(N1)

Originalpackungenmit 50Filmtabletten(N2)

Originalpackungenmit 100Filmtabletten(N3)

Klinikpackungenmit50Filmtabletten

Bifril ® 15 mg :

Originalpackungenmit 30Filmtabletten(N1)

Originalpackungenmit 50Filmtabletten(N2)

Originalpackungenmit 100Filmtabletten(N3)

Klinikpackungenmit50Filmtabletten

Bifril ® 30 mg :

Originalpackungenmit 30Filmtabletten(N1)

Originalpackungenmit 50Filmtabletten(N2)

Originalpackungenmit 100Filmtabletten(N3)

Klinikpackungenmit50Filmtabletten

Bifril ® 60 mg :

Originalpackungenmit 28Filmtabletten(N1)

Originalpackungenmit 30Filmtabletten(N1)

Originalpackungenmit 50Filmtabletten(N2)

Originalpackungenmit 100Filmtabletten(N3)

Klinikpackungenmit50Filmtabletten

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6.6 HinweisefürdieHandhabung

KeinebesonderenAnforderungen.

7. PHARMAZEUTISCHERUNTERNEHMER

MENARINIINTERNATIONALOPERATIONSLUXEMBOURGS.A.

1,AvenuedelaGare

L-1611Luxembourg

Luxemburg

8. ZULASSUNGSNUMMERN

Bifril ® 7,5mg: 45024.00.00

Bifril ® 15mg: 45024.01.00

Bifril ® 30mg: 45024.02.00

Bifril ® 60mg: 45024.03.00

9. DATUMDERZULASSUNG/VERLÄNGERUNGDERZULASSUNGEN

30.Juli2003

10. STANDDERINFORMATION

10/2009

11. VERSCHREIBUNGSSTATUS/APOTHEKENPFLICHT

Verschreibungspflichtig

DieseArzneimittelenthalteneinenStoff,dessenWirkungenindermedizinischen

Wissenschaftnochnichtallgemeinbekanntsind.Deshalbhatderpharmazeutische

UnternehmerfürdieseArzneimitteldemBundesinstitutfürArzneimittelund

MedizinprodukteeinenErfahrungsberichtnach§49Abs.6AMGvorzulegen.

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