Bicalutamid Kabi 50 mg Filmtabletten

Österreich - Deutsch - AGES (Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit)

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Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation (PIL)

30-04-2020

Fachinformation Fachinformation (SPC)

30-04-2020

Wirkstoff:
BICALUTAMID
Verfügbar ab:
Fresenius Kabi Austria GmbH
ATC-Code:
L02BB03
INN (Internationale Bezeichnung):
BICALUTAMIDE
Verschreibungstyp:
Arzneimittel zur einmaligen Abgabe auf aerztliche Verschreibung
Produktbesonderheiten:
Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Zulassungsnummer:
1-30834
Berechtigungsdatum:
2011-10-20

/Version: 5

Gebrauchsinformation: Information für den Anwender

Bicalutamid Kabi 50 mg Filmtabletten

Wirkstoff: Bicalutamid

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme

dieses Arzneimittels beginnen, denn Sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte

weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden

haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das

medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser

Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Bicalutamid und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Bicalutamid beachten?

Wie ist Bicalutamid einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Bicalutamid aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Bicalutamid und wofür wird es angewendet?

Bicalutamid 50 mg beinhaltet einen Arzneistoff namens Bicalutamid. Dieser ist ein Wirkstoff aus

der Gruppe der „Antiandroigene“.

Bicalutamid wird verwendet um Prostatakrebs zu behandeln.

Es entfaltet seine Wirkung durch Blockieren der Effekte von männlichen Hormonen, wie zum

Beispiel Testosteron.

2.

Was müssen Sie vor der Einnahme von Bicalutamid beachten?

Bicalutamid darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie allergisch gegen Bicalutamid oder einen der in Abschnitt 6 genannten sonstigen

Bestandteile dieses Arzneimittel sind.

bei gleichzeitiger Anwendung des Wirkstoffs Cisaprid oder bestimmten Antihistamin-

Wirkstoffen (Terfenadin oder Astemizol).

wenn Sie eine Frau sind.

Nehmen Sie Bicalutamid nicht ein, wenn einer der oben genannten Punkte auf Sie zutrifft. Wenn

Sie unsicher sein, fragen Sie Ihrem Arzt oder Apotheker bevor Sie Bicalutamid einnehmen.

Bicalutamid darf Kindern nicht verabreicht werden.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Bicalutamid einnehmen,

wenn Sie an einer der folgenden Krankheiten leiden: Jede Art von Erkrankung der Herz-oder

Blutgefäße, einschließlich Herzrhythmusstörungen (Arrhythmien), oder wenn Sie mit

Medikamenten gegen diese Erkrankungen behandelt werden. Das Risiko für Herz-Rhythmus-

Störungen kann bei der Anwendung von Bicalutamid erhöht sein.

wenn Sie Probleme mit der Leber haben.

wenn Sie an Diabetes leiden und bereits „LHRH Analoga“ einnehmen. Das zählen Goserelin,

Buserelin, Leuprorelin und Triptorelin.

wenn Sie sich in ein Krankenhaus begeben, teilen Sie dem medizinischen Fachpersonal mit,

dass Sie Bicalutamid einnehmen.

/Version: 5

Einnahme von Bicalutamid zusammen mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel

einnehmen/anwenden oder vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um

nicht verschreibungspflichtige oder pflanzliche Arzneimittel handelt.

Wenn Sie Bicalutamid zusammen mit anderen Arzneimitteln einnehmen, kann sowohl die Wirkung

von Bicalutamid als auch die des anderen Arzneimittels beeinflusst werden.

Nehmen Sie Bicalutamid nicht, wenn Sie bereits eines der folgenden Arzneimittel einnehmen:

Cisaprid (verwendet gegen bestimmte Arten von Verdauungsstörungen).

Bestimmte Antihistaminika (Terfenadin oder Astemizol).

Bicalutamid kann bei gleichzeitiger Anwendung zusammen mit einigen Arzneimitteln zur Behandlung

von Herzrhythmusstörungen (z.B. Chinidin, Procainamid, Amiodaron und Sotalol) zu

Wechselwirkungen führen. Bicalutamid kann bei gleichzeitiger Anwendung zusammen mit anderen

Arzneimitteln [z.B. Methadon (Arzneimittel zur Schmerzlinderung und ein Teil der

Drogenersatztherapie), Moxifloxacin (ein Antibiotikum), Antipsychotika für schwere psychische

Erkrankungen] das Risiko für Herzrhythmusstörungen erhöhen.

Sprechen Sie auch mit Ihrem Arzt, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen:

Arzneimittel, die oral eingenommen werden, um Blutgerinnsel vorzubeugen (orale

Antikoagulantien).

Ciclosporin (zur Unterdrückung Ihres Immunsystems).

Kalziumkanalblocker (zur Behandlung von hohem Blutdruck oder einigen Herzkrankheiten).

Cimetidin (gegen Magenbeschwerden).

Ketoconazol (zur Behandlung von Pilzinfektionen).

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit

beeinträchtigen.

Es ist unwahrscheinlich, dass Bicalutamid Ihre Fähigkeit zum Lenken eines Kraftfahrzeuges oder zum

Bedienen einer Maschine beeinträchtigt. Jedoch könnte während der Behandlung mit Bicalutamid bei

manchen Menschen fallweise eine Schläfrigkeit auftreten. Wenn dies bei Ihnen vorkommt, sollten Sie,

wenn Sie solche Tätigkeiten ausüben, Vorsicht walten lassen.

Bicalutamid Kabi 50 mg Filmtabletten enthalten Lactose.

Bicalutamid Kabi 50 mg Filmtabletten enthalten Lactose, welches eine Art von Zucker ist. Wenn

Ihnen bekannt ist, dass Sie einzelne Zucker nicht vertragen oder verdauen können (Sie haben eine

Intoleranz gegenüber manchen Zuckerarten), sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker.

3.

Wie ist Bicalutamid einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Anweisung Ihres Arztes ein. Fragen Sie bei

Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Die übliche Dosis für einen Erwachsenen ist 1 Tablette einmal täglich.

Schlucken Sie die Tablette unzerkaut mit einem Glas Wasser.

Versuchen Sie Ihre Tablette täglich zur selben Zeit einzunehmen.

Beenden Sie die Einnahme dieses Arzneimittels nicht wenn Sie sich gesund fühlen, sondern erst

dann, wenn Ihre Arzt es Ihnen sagt.

Wenn Sie eine größere Menge Bicalutamid eingenommen haben als Sie sollten

Wenn Sie eine größere Menge von Bicalutamid eingenommen haben, als Sie sollten, benachrichtigen

Sie bitte sofort Ihren Arzt oder gehen Sie in ein Krankenhaus.

/Version: 5

Wenn Sie die Einnahme von Bicalutamid vergessen haben

Wenn Sie die Einnahme einer Tablette vergessen haben, nehmen Sie die nächste Tablette

wie gewöhnlich ein.

Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis (zwei Tabletten zur selben Zeit) ein, um die vergessene

Tablette auszugleichen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder

Apotheker um Rat.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei

jedem auftreten müssen.

Allergische Reaktionen:

Diese sind gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen).

Die Symptome können plötzlich auftreten:

Ausschlag, Juckreiz oder Nesselsucht auf der Haut.

Schwellung des Gesichts, der Lippen, der Zunge, des Hals oder anderer Bereiche des

Körpers.

Kurzatmigkeit, Keuchen oder Atembeschwerden.

Wenn dies bei Ihnen der Fall ist, suchen Sie sofort einen Arzt auf.

Teilen Sie Ihrem Arzt außerdem direkt mit, wenn Sie eine der folgenden Nebenwirkungen

beobachten:

Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen)

Schmerzen in Ihrem Unterleib

Blut in Ihrem Urin

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

Gelbfärbung der Haut oder der Bindehaut des Auges (Gelbsucht). Dies können Anzeichen

für Leberprobleme oder in seltenen Fällen (betreffen weniger als 1 von 1.000 Personen)

Leberversagen sein.

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

Schwere Atemlosigkeit oder plötzliche Verschlimmerung einer Atemlosigkeit, möglicherweise

mit Husten oder Fieber. Dies können Anzeichen für eine Lungenentzündung, genannt

„interstitielle Lungenerkrankung“, sein.

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar):

Veränderungen im EKG (QT-Verlängerung)

Andere mögliche Nebenwirkungen:

Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen)

Schwindel

Verstopfung

Übelkeit

Schwellung und Druckempfindlichkeit der Brüste

Hitzewallungen

Schwächegefühl

Schwellung

Niedrige Anzahl an roten Blutzellen (Anämie). Dies kann dazu führen, dass Sie sich müde

fühlen oder blass aussehen

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

Appetitverlust

Vermindertes sexuelles Verlangen

Depressionen

/Version: 5

Müdigkeitsgefühl

Verdauungsstörungen

Blähungen

Haarausfall

Haarnachwuchs oder Wachstum von zusätzlichen Haaren

Trockene Haut

Juckreiz

Hautausschlag

Erektionsstörungen (Impotenz)

Gewichtszunahme

Schmerzen im Brustkorb

Verminderte Herzfunktion

Herzinfarkt

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)

Erhöhte Empfindlichkeit der Haut gegenüber Sonnenlicht

Ihr Arzt kann Blutuntersuchungen durchführen, um alle Änderungen in Ihrem Blutbild zu

kontrollieren.

Lassen Sie sich durch diese Aufzählung der möglichen Nebenwirkungen nicht beunruhigen.

Möglicherweise tritt keine davon bei Ihnen auf.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das

medizinische

Fachpersonal.

Dies

gilt

auch

für

Nebenwirkungen,

nicht

dieser

Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem (Details siehe unten)

anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen

über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

5.

Wie ist Bicalutamid aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Blister und dem Umkarton nach „Verwendbar bis“

bzw. „Verw. bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf

den letzten Tag des angegebenen Monats.

Verwenden Sie das Arzneimittel nicht, wenn Sie sichtbare Schäden feststellen.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker wie

das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz

der Umwelt bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Bicalutamid Kabi 50 mg Filmtabletten enthalten

Der Wirkstoff ist Bicalutamid. Jede Filmtablette enthält 50 mg Bicalutamid.

/Version: 5

Die sonstigen Bestandteile sind:

Tablettenkern:

Lactose-Monohydrat, Carboxymethylstärke-Natrium (Typ A) (Ph.Eur.), Hochdisperses

Siliciumdioxid, Povidon (K 30), Magnesiumstearat (Ph.Eur.)

Filmüberzug:

Opadry White Y-1-7000 bestehend aus Hypromellose 2910 (E 464), Titandioxid (E 171),

Macrogol 400

Wie Bicalutamid Kabi 50 mg Filmtabletten aussehen und Inhalt der Packung

Bicalutamid Kabi 50 mg Filmtabletten sind weiße bis cremefarbene, runde, beidseitig gewölbte

(bikonvexe) Filmtabletten (7 mm) mit der Prägung „DB01“ auf der einen Seite, die andere Seite hat

keine Prägung.

Die Blisterpackungen enthalten 14, 28, 30, 50, 56, 60, 90 und 100 Filmtabletten.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer

Fresenius Kabi Austria GmbH, Hafnerstraße 36, A-8055 Graz

Hersteller

Fresenius Kabi Oncology Plc

Lion Court

Farnham Road, Bordon

Hampshire, GU35 0NF

Vereinigtes Königreich

Z.Nr.: 1-30834

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR)

unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Belgien

Bicalutamide Fresenius Kabi 50 mg filmomhulde tabletten

Bulgarien

Bicalutamide Kabi 50 mg, film-coated tablets

Dänemark

Bicalutamid Fresenius Kabi

Estland

Bicalutamide Kabi 50 mg

Griechenland

Bicalutamide Kabi, 50 mg/tab, επικαλυμένα με λεπτό υμένιο δισκία

Irland

Bicalutamide 50 mg film-coated tablets

Litauen

Bicalutamide Kabi 50 mg plėvele dengtos tabletės

Niederlande

Bicalutamide Fresenius Kabi 50 mg filmomhulde tabletten

Österreich

Bicalutamid Kabi 50 mg Filmtabletten

Polen

Bicalutamide Kabi

Portugal

Bicalutamida Kabi

Rumänien

Bicalutamida Kabi 50 mg, comprimate filmate

Slowenien

Bikalutamid Kabi 50 mg filmsko obložene tablete

Spanien

Bicalutamida Kabi 50 mg, comprimidos recubiertos con película EFG

Ungarn

Bicalutamid Kabi 50 mg filmtabletta

Vereinigtes Königreich

Bicalutamide 50 mg film-coated tablets

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im März 2019.

/Version: 5

ZUSAMMENFASSUNG DER MERKMALE DES ARZNEIMITTELS

1.

BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Bicalutamid Kabi 50 mg Filmtabletten

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Jede Filmtablette enthält 50 mg Bicalutamid.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung: Jede Filmtablette enthält 88,93 mg Lactose-Monohydrat.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

Filmtablette

Weiße bis cremefarbene, runde, bikonvexe Filmtabletten (7 mm) mit der Prägung „DB01“ auf der einen

Seite, die andere Seite hat keine Prägung.

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Anwendungsgebiete

Zur Behandlung von fortgeschrittenem Prostatakarzinom in Kombination mit Luteinisierendes-Hormon-

Releasing-Hormon-Analoga (LHRH) Therapie oder operativer Kastration.

4.2

Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Erwachsene Männer einschließlich älterer Männer: Eine Tablette (50 mg) einmal täglich.

Die Behandlung mit Bicalutamid sollte mindestens 3 Tage vor Beginn der Behandlung mit einem LHRH

Analogon oder gleichzeitig mit der operativen Kastration begonnen werden.

Nierenfunktionsstörung: Eine Dosisanpassung bei Patienten mit Nierenfunktionsstörung ist nicht

erforderlich.

Leberfunktionsstörung: Eine Dosisanpassung bei Patienten mit leichter Leberfunktionsstörung ist nicht

erforderlich. Das Arzneimittel kann bei Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Leberfunktionsstörung

verstärkt akkumulieren (siehe Abschnitt 4.4).

Kinder und Jugendliche: Bicalutamid ist bei Kindern und Jugendlichen kontraindiziert.

4.3

Gegenanzeigen

Bicalutamid ist bei Frauen und Kindern kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.6).

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen

Bestandteile.

Die gleichzeitige Anwendung von Terfenadin, Astemizol oder Cisaprid mit Bicalutamid ist kontraindiziert

(siehe Abschnitt 4.5).

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

/Version: 5

Der Beginn der Therapie sollte unter der direkten Aufsicht eines Spezialisten erfolgen.

Bicalutamid wird umfassend in der Leber metabolisiert. Vorliegende Daten deuten darauf hin, dass die

Elimination bei Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung verlangsamt sein kann und dass dies zu

einer erhöhten Akkumulation von Bicalutamid führen kann. Daher ist ist Bicalutamid bei Patienten mit

mittelschwerer bis schwerer Leberfunktionsstörung mit Vorsicht anzuwenden.

Aufgrund der Möglichkeit von Leberveränderungen sollten regelmäßige Leberfunktionstests in Erwägung

gezogen werden. Es wird erwartet, dass die Mehrzahl der Veränderungen in den ersten 6 Monaten der

Behandlung mit Bicalutamid auftritt.

Es wurden selten schwere Leberveränderungen und Leberinsuffizienz unter Bicalutamid beobachtet und

tödliche/lebensbedrohliche Fälle wurden berichtet (siehe Abschnitt 4.8). Wenn die Veränderungen

schwerwiegend sind, ist die Behandlung mit Bicalutamid abzubrechen.

Bei männlichen Patienten, die LHRH-Agonisten erhalten, wurde eine Verminderung der Glucose-

Toleranz beobachtet. Dieses kann sich als Diabetes oder Verlust der glykämischen Kontrolle bei

Patienten mit vorbestehendem Diabetes manifestieren. Daher sollte bei Patienten, die Bicalutamid in

Kombination mit LHRH-Agonisten erhalten, eine Überwachung des Blutzuckerspiegels in Betracht

gezogen werden.

Es wurde gezeigt, dass Bicalutamid Cytochrom P450 (CYP 3A4) hemmt. Daher ist bei der gleichzeitigen

Verabreichung von Arzneimitteln, die überwiegend durch CYP 3A4 metabolisiert werden, Vorsicht

geboten (siehe Abschnitte 4.3 und 4.5).

Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz, Lapp-Lactase-Mangel oder Glucose-

Galactose-Malabsorption sollten dieses Arzneimittel nicht einnehmen.

Androgendeprivationstherapie kann das QT-Intervall verlängern.

Bei Patienten mit QT-Verlängerung in der Anamnese oder Risikofaktoren für QT-Verlängerung und bei

Patienten, die gleichzeitig Arzneimittel einnehmen, die das QT-Intervall verlängern können (siehe

Abschnitt 4.5) soll der Arzt vor dem Beginn der Behandlung mit Bicalutamid das Nutzen-Risiko-Verhältnis

einschließlich des Potenzials für Torsade de Pointes bewerten.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Es liegen keine Hinweise auf pharmakodynamische oder pharmakokinetische Wechselwirkungen

zwischen Bicalutamid und LHRH-Analoga vor.

In-vitro Untersuchungen haben gezeigt, dass R-Bicalutamid ein Inhibitor von CYP 3A4 ist, mit geringeren

inhibitorischen Wirkungen auf die CYP 2C9-, 2C19-, und 2D6- Aktivität.

In klinischen Studien in Kombination mit Antipyrin als Marker für die Cytochrom P450 (CYP) – Aktivität

konnte ein Arzneimittelwechselwirkungspotential mit Bicalutamid nicht nachgewiesen werden. Die mittlere

Midazolam – Exposition (AUC) war jedoch nach einer 28-tägigen gleichzeitigen Verabreichung mit

Bicalutamid um bis zu 80% erhöht. Für Arzneimittel mit enger therapeutischer Breite könnte eine solche

Erhöhung relevant sein. Daher ist die gleichzeitige Verwendung von Terfenadin, Astemizol und Cisaprid

kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3) und Vorsicht ist geboten bei gleichzeitiger Verabreichung von

Bicalutamid mit Präparaten wie Ciclosporin und Calcium-Kanal-Blockern. Eine Reduzierung der Dosis

kann bei diesen Arzneimitteln erforderlich sein, insbesondere bei Anzeichen für eine verstärkte oder

unerwünschte Arzneimittelwirkung. Bei Ciclosporin wird empfohlen, dass die Plasmakonzentrationen und

die klinische Verfassung nach Beginn oder Ende der Behandlung mit Bicalutamid engmaschig überwacht

werden.

Vorsicht ist geboten, wenn Bicalutamid mit anderen Arzneimitteln verschrieben wird, die die

Arzneimitteloxidation hemmen können, z.B. Cimetidin und Ketokonazol. Es könnte theoretisch erhöhte

Plasmakonzentrationen von Bicalutamid zur Folge haben, was zu einem Anstieg von Nebenwirkungen

führen kann.

In-vitro Untersuchungen haben gezeigt, dass Bicalutamid das Cumarin-Antikoagulanz Warfarin aus

seiner Eiweißbindung verdrängen kann. Es wird daher empfohlen, dass die Prothrombinzeit engmaschig

/Version: 5

überwacht werden sollte, wenn eine Behandlung bei Patienten begonnen wird, die bereits Cumarin-

Antikoagulantien erhalten.

Da eine Androgendeprivationstherapie das QT-Intervall verlängern kann, ist die gleichzeitige Anwendung

von Bicalutamid mit Arzneimitteln, die bekanntermaßen das QT-Intervall verlängern oder Arzneimitteln wie

Klasse IA- (z.B. Chinidin, Disopyramid) oder Klasse III – Antiarrhythmika (z.B. Amiodaron, Sotalol, Dofetilid,

Ibutilid) die Torsade de Pointes anslösen können, Methadon, Moxifloxacin, Neuroleptika usw. sorgfältig zu

evaluieren (siehe Abschnitt 4.4).

Kinder und Jugendliche

Interaktions-Studien wurden ausschließlich bei Erwachsenen durchgeführt.

4.6

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Bicalutamid ist bei Frauen kontraindiziert und darf Schwangeren oder stillenden Müttern nicht verabreicht

werden.

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Während der Behandlung mit Bicalutamid sind Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit oder die Fähigkeit

zum Bedienen von Maschinen unwahrscheinlich.

Es sollte jedoch beachtet werden, dass fallweise Schläfrigkeit auftreten kann. Betroffene Patienten sollten

entsprechend vorsichtig sein.

4.8

Nebenwirkungen

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeiten zugrunde gelegt:

Sehr häufig (≥1/10)

Häufig (≥1/100 bis <1/10)

Gelegentlich (≥1/1.000 bis <1/100)

Selten (≥1/10.000 bis <1/1.000)

Sehr selten (<1/10.000)

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).

Tabelle 1: Häufigkeit der Nebenwirkungen

Systemorganklasse

Häufigkeit

Event

Erkrankungen des Blutes und des

Lymphsystems

Sehr häufig

Anämie

Erkrankungen des Immunsystems

Gelegentlich

Überempfindlichkeits-

reaktionen, Angioödem und

Urticaria

Stoffwechsel- und

Ernährungsstörungen

Häufig

Verminderter Appetit

Psychiatrische Störungen

Häufig

Abnahme der Libido,

Depression

Erkrankungen des Nervensystems

Sehr häufig

Schwindel

Häufig

Somnolenz

Herzerkrankungen

Häufig

Myokardinfarkt (Es wurde

über

tödliche/lebensbedrohliche

Fälle berichtet)

Herzinsuffizienz

Nicht bekannt

QT-Verlängerung (siehe

Abschnitt 4.4. und 4.5)

/Version: 5

Gefäßerkrankungen

Sehr häufig

Hitzewallungen

Erkrankungen der Atemwege, des

Brustraums und Mediastinums

Gelegentlich

Interstitielle Lungenkrankheit

(Es wurde über

tödliche/lebensbedrohliche

Fälle berichtet).

Erkrankungen des

Gastrointestinaltrakts

Sehr häufig

Abdominale Schmerzen,

Obstipation, Übelkeit

Häufig

Dyspepsie, Blähungen

Leber- und Gallenerkrankungen

Häufig

Lebertoxizität, Gelbsucht,

Hypertransaminasämie

Selten

Leberversagen

(Es wurde

über tödliche/

lebensbedrohliche Fälle

berichtet).

Erkrankungen der Haut und des

Unterhautzellgewebes

Häufig

Alopezie,

Hirsutismus/Haarnachwuchs,

trockene Haut, Juckreiz,

Ausschlag

Selten

Photosensitivität

Erkrankungen der Nieren und

Harnwege

Sehr häufig

Hämaturie

Erkrankungen der

Geschlechtsorgane und der

Brustdrüse

Sehr häufig

Gynäkomastie und

Spannungsgefühl in der

Brust

Häufig

Erektile Dysfunktion

Allgemeine Erkrankungen und

Beschwerden am

Verabreichungsort

Sehr häufig

Asthenie, Ödem

Häufig

Schmerzen im Brustkorb

Untersuchungen

Häufig

Gewichtszunahme

Leberveränderungen sind selten schwerwiegend und waren häufig vorübergehend, verschwanden

oder besserten sich bei fortgesetzter Behandlung oder nach Beendigung der Therapie.

Wurde nach Begutachtung von Daten nach der Markteinführung als Nebenwirkungsreaktion angeführt. Die

Häufigkeit wurde bestimmt durch das Auftreten von Leberversagen, welche im Zuge der Behandlung von

Patienten mit Bicalutamid 150 mg im open-label Zweig der EPC Studien, als Nebenwirkungen berichtet wurden.

Kann durch gleichzeitige Kastration vermindert werden.

Wurde in einer pharmako-epidemiologischen Studie mit LHRH-Agonisten und Antiandrogenen zur Behandlung

von Prostatakrebs beobachtet. Das Risiko erschien erhöht bei der Verwendung von Bicalutamid 50 mg in

Kombination mit LHRH-Agonisten, es gab allerdings kein erhöhtes Risiko bei einer Monotherapie von

Prostatakrebs mit Bicalutamid 150 mg.

Wurde nach Begutachtung von Daten nach der Markteinführung als Nebenwirkungsreaktion angeführt. Die

Häufigkeit wurde bestimmt durch das Auftreten von interstitiellen Lungenentzündungen, welche während der

randomisierten Behandlungsperiode mit 150 mg in den EPC Studien, als Nebenwirkungen berichtet wurden.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie

ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige

von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung über das nationale

Meldesystem anzuzeigen:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

/Version: 5

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

website: http://www.basg.gv.at/

4.9

Überdosierung

Hinsichtlich Überdosierung gibt es keine Erfahrungen beim Menschen. Es gibt kein spezifisches Antidot;

die Behandlung sollte symptomatisch erfolgen. Da Bicalutamid in hohem Maße an Proteine gebunden ist

und nicht unverändert im Urin wiedergefunden wird, dürfte eine Dialyse nicht hilfreich sein. Allgemein

unterstützende Maßnahmen einschließlich häufiger Kontrolle der Vitalzeichen sind angezeigt.

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Antiandrogene

ATC-Code: L02BB03.

Bicalutamid ist ein nicht-steroidales Antiandrogen ohne andere endokrine Aktivität. Es bindet an

Androgenrezeptoren ohne die Gen-Expression zu aktivieren und hemmt so die Androgen-Stimulation.

Aus dieser Hemmung resultiert eine Rückbildung von Prostatatumoren. Klinisch kann das Absetzen von

Bicalutamid bei einem Teil der Patienten zu einem Antiandrogen-Entzugssyndrom führen.

Bicalutamid ist ein Racemat, dessen antiandrogene Aktivität nahezu ausschließlich vom (R)-Enantiomer

ausgeht.

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

Absorption

Bicalutamid wird nach oraler Anwendung gut resorbiert. Es gibt keine Hinweise auf klinisch relevante

Wirkungen von Nahrungsmitteln auf die Bioverfügbarkeit.

Verteilung

Bicalutamid ist in hohem Maße proteingebunden: (Racemate 96%, (R)-Enantiomer > 99%) und wird

extensiv metabolisiert (durch Oxidation und Glucuronidierung): Seine Metaboliten werden zu etwa

gleichen Teilen über Nieren und Galle ausgeschieden.

Biotransformation

Das (S)-Enantiomer wird im Vergleich zum (R)-Enantiomer rasch ausgeschieden, wobei letzteres eine

Plasma-Eliminationshalbwertszeit von etwa 1 Woche aufweist.

Bei täglicher Verabreichung von Bicalutamid kommt es zu einer etwa zehnfachen Kumulation des (R)-

Enantiomers im Plasma, was auf seine lange Halbwertszeit zurückzuführen ist.

Steady State-

Plasmakonzentrationen des (R)-Enantiomers von ca. 9 mikrogramm/ml werden bei der täglichen

Verabreichung von Bicalutamid-Dosen von 50 mg beobachtet. Im Steady State macht das überwiegend

aktive (R)-Enantiomer 99% der gesamten zirkulierenden Wirkstoffmenge aus.

Elimination

In einer klinischen Studie betrug die durchschnittliche Konzentration des R-Bicalutamids im Sperma bei

Männern, die 150 mg Bicalutamid erhielten, 4,9 Mikrogramm/ml. Die Menge an Bicalutamid, die einer

weiblichen Partnerin beim Sexualverkehr potentiell übertragen wird, ist gering und entspricht ungefähr 0,3

Mikrogramm/kg. Dies liegt unter dem Wert, der erforderlich ist, um bei der Nachkommenschaft von

Labortieren Veränderungen auszulösen.

Besondere Patientengruppen

Die Pharmakokinetik des (R)-Enantiomers ist unabhängig von Faktoren wie Alter,

Nierenfunktionsstörungen oder leichten bis mäßigen Leberfunktionsstörungen. Es gibt Anzeichen dafür,

dass bei Personen mit schwerer Leberfunktionsstörung das (R)-Enantiomer langsamer aus dem Plasma

ausgeschieden wird.

/Version: 5

5.3

Präklinische Daten zur Sicherheit

Bicalutamid ist ein wirksames Antiandrogen und bei Tieren ein Induktor mischfunktioneller Oxidasen.

Veränderungen am Zielorgan, einschließlich einer Tumorinduktion, bei Tieren, werden auf diese Wirkung

zurückgeführt. Keiner dieser Befunde in den präklinischen Test wird für die Behandlung von Patienten mit

fortgeschrittenem Prostatakarzinom als relevant erachtet.

6.

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1

Liste der sonstigen Bestandteile

Tablettenkern:

Lactose-Monohydrat

Carboxymethylstärke-Natrium (Typ A) (Ph.Eur.)

Hochdisperses Siliciumdioxid

Povidon (K 30)

Magnesiumstearat (Ph.Eur.)

Filmüberzug:

Opadry White Y-1-7000 bestehend aus:

Hypromellose 5 CP (E 464)

Titandioxid (E 171)

Macrogol 400

6.2

Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3

Dauer der Haltbarkeit

3 Jahre.

6.4

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

6.5

Art und Inhalt des Behältnisses

Transparente PVC/Aluminium Blisterpackung in Packungsgrößen mit 14 (1x14), 28 (2x14), 30 (3x10), 50

(5x10), 56 (4x14), 60 (6x10), 90 (9x10) und 100 (10x10) Filmtabletten.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

6.6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur

Handhabung

Keine besonderen Anforderungen.

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zur

Handhabung zytotoxischer Substanzen zu entsorgen.

7.

INHABER DER ZULASSUNG

Fresenius Kabi Austria GmbH, Hafnerstraße 36, A-8055 Graz.

8.

ZULASSUNGSNUMMER

/Version: 5

1-30834

9.

DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung: 20.10.2011

Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 04.12.2013

10.

STAND DER INFORMATION

März 2019

VERSCHREIBUNGSPFLICHT/APOTHEKENPFLICHT

Rezept- und apothekenpflichtig, wiederholte Abgabe verboten.

PL 18727/0013

UKPAR

Dabur Oncology PLC, Bicalutamide 50mg Tablets

Public Assessment Report

Name in AT:

Bicalutamid Kabi 50 mg Filmtabletten

Name in UK:

Bicalutamide 50mg Tablets

Bicalutamide

AT/H/0842/001

Former Procedure number

UK/H/3973/001

PL 18727/0013

MAH AT:

Fresenius Kabi Oncology PLC

MAH UK:

Dabur Oncology PLC

Table of Contents

Page

Lay Summary

2

Scientific Discussion

3

Overall Conclusion And Risk Benefit/Analysis

4

Steps Taken During Assessment

10

Steps Taken After Assessment

11

Summary of Product Characteristics

12

Labels and Leaflet

19

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Dabur Oncology PLC, Bicalutamide 50mg Tablets

Lay Summary

The MHRA has granted Dabur Oncology PLC a marketing authorisation for the

medicinal product Bicalutamide 50mg Film-coated Tablets on 05/12/2008. This is a

prescription only medicine containing the active ingredient bicalutamide.

Bicalutamide is used in the treatment of advanced prostate cancer and binds to

receptors on the tumour cells inhibiting their growth.

The drug product was considered to be a generic medical product of Casodex Tablets

50 mg (PL 12619/0102), authorised to Zeneca Pharmaceuticals (now AstraZeneca UK

Limited) in the UK on 23 February 1995.

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Dabur Oncology PLC, Bicalutamide 50mg Tablets

Scientific Discussion

INTRODUCTION

The MHRA has granted Dabur Oncology PLC a marketing authorisation for the

medicinal product Bicalutamide 50mg Film-coated Tablets on 05/12/2008. This is a

prescription only medicine containing the active ingredient bicalutamide which is

used in the treatment of advanced prostate cancer in combination with LHRH

analogue therapy or surgical castration.

The drug product was considered to be a generic medical product of Casodex Tablets

50 mg (PL 12619/0102), authorised to Zeneca Pharmaceuticals (now AstraZeneca UK

Limited) in the UK on 23 February 1995. The reference product has therefore been

authorised in the EEA for at least 10 years. The legal basis is considered acceptable.

PHARMACEUTICAL ASSESSMENT

DRUG SUBSTANCE

Structure:

Description:

White to off-white crystalline powder

Molecular formula:

430.37

Chemical

Name:

Propanamide,

N-[4-cyano-3-(trifluoromethyl)phenyl]-3-[(4-

fluorophenyl)sulfonyl]-2-hydroxy-2-methyl-,(±)

CAS Number:

90357-06-5

Chirality:

Bicalutamide possesses a chiral centre at C* and it is capable of

existing

enantiomeric

forms

R(-)

S(+)

racemic form RS (±). Bicalutamide manufactured by

Dabur

Pharma Limited, Kalyani is racemate RS (±).

Solubility:

Soluble in acetonitrile, acetone; very slightly soluble in water;

insoluble in n-hexane.

Polymorphism:

Bicalutamide is known to exist in different crystalline and

amorphous forms

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Dabur Oncology PLC, Bicalutamide 50mg Tablets

An appropriate specification based has been provided.

Analytical methods have been appropriately validated and are satisfactory for ensuring

compliance with the relevant specifications.

Active bicalutamide is stored in appropriate packaging. The specifications and typical

analytical test reports are provided and are satisfactory.

Batch analysis data are provided and comply with the proposed specification.

Satisfactory certificates of analysis have been provided for working standards used by the

active substance manufacturer and finished product manufacturer during validation studies.

Appropriate stability data have been generated supporting a retest period of 2 years, with no

specific storage instructions.

DRUG PRODUCT

Other Ingredients

The other ingredients of the drug product are

Tablet core: Lactose monohydrate, Sodium starch glycolate, Colloidal silicon

dioxide, Povidone, Magnesium stearate.

Film-coating: Opadry White Y-1-7000 (hypromellose, polyethylene glycol

and titanium dioxide).

Appropriate justification for the inclusion of each excipient has been provided.

All the other ingredients are controlled to a European Pharmacopoeial

monograph,

with the exception of Opadry White which is tested to an in-house specification. A

satisfactory declaration regarding the origin of lactose monohydrate is provided.

Dissolution and impurity profiles

Dissolution and impurity profiles for both strengths of drug product were found to be similar

to those for the reference products.

Manufacture

A description and flow-chart of the manufacturing method has been provided.

In-process controls are appropriate considering the nature of the product and the method of

manufacture. Satisfactory process validation has been carried out and the results are

satisfactory.

Finished product specification

The finished product specification is satisfactory. Acceptance limits have been justified with

respect to conventional pharmaceutical requirements and, where appropriate, safety. Test

methods have been described and have been adequately validated, as appropriate. Batch data

have been provided and comply with the release specification. Certificates of analysis have

been provided for any working standards used.

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Container Closure System

The product will be packed in blisters consisting of:

- 0.25 mm clear PVC film;

- 0.025 mm heat sealable aluminium blister foil.

Satisfactory specifications and certificates of analysis are provided.

Stability

Finished product stability studies have been conducted in accordance with current

guidelines. Based on the results, a shelf-life of 2 years with the storage condition “Do

not store above 30ºC”.

Discussion

It is recommended that a marketing authorisation is granted.

The requirements for essential similarity of the proposed and reference products have been

met with respect to qualitative and quantitative content of the active substance,

pharmaceutical form and bioequivalence.

ASSESSOR’S OVERALL CONCLUSIONS ON QUALITY AND ADVICE

A Marketing Authorisation was granted.

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PRE-CLINICAL ASSESSMENT

No new preclinical data have been supplied with these applications and none are

required for an application of this type.

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General

MEDICAL ASSESSMENT

Bicalutamide is a non-steroidal antiandrogen, devoid of other endocrine activity. It

binds to androgen receptors without activating gene expression, and thus inhibits the

androgen stimulus. Regression of prostatic tumours results from this inhibition.

Clinically, discontinuation of Bicalutamide 50 mg Film-Coated Tablets treatment can

result in antiandrogen withdrawal syndrome in a subset of patients.

Bicalutamide is a racemate with its antiandrogenic activity being almost exclusively

in the (R)-enantiomer.

Pharmacokinetics

Bicalutamide 50 mg Film-Coated Tablets are well absorbed following oral

administration. There is no evidence of any clinically relevant effect of food on

bioavailability.The (S)-enantiomer is rapidly cleared relative to the (R)-enantiomer,

the latter having a plasma elimination half-life of about 1 week.

On daily administration of Bicalutamide, the (R)-enantiomer accumulates about 10

fold in plasma as a consequence of its long half-life.

Steady state plasma concentrations of the (R)-enantiomer of approximately

9 microgram/ml are observed during daily administration of 50 mg doses of

Bicalutamide Film-Coated Tablets. At steady state, the predominantly active (R)-

enantiomer accounts for 99% of the total circulating enantiomers.

The pharmacokinetics of the (R)-enantiomer are unaffected by age, renal impairment

or mild to moderate hepatic impairment. There is evidence that for subjects with

severe hepatic impairment, the (R)-enantiomer is more slowly eliminated from

plasma.

Bioequivalence

Open label balanced randomised single dose, two treatment, two period, two

sequence, two-way crossover comparative evaluation of relative bioavailability of two

formulations of Bicalutamide 50 mg tablets in healthy adult human male subjects

under fasting conditions.

Number of subjects (planned and analysed): Healthy males between 18 and 55 years

of age. Having a Body Mass Index (BMI) between 18.5 and 24.9 (both inclusive),

calculated as weight in kg / height in m2. Having no significant diseases or clinically

significant abnormal findings during screening, medical history, clinical examination,

laboratory evaluations, 12-lead ECG and chest X-ray (postero-anterior view)

recordings. A total of 32 subjects were checked-in for the trial.

Twenty-six subjects completed the clinical phase of the trial successfully. The plasma

samples of 25 subjects (01-05, 07, 09-11, 14-18, 20-30) as well as the plasma samples

of Subject No.C-06 (withdrawn on medical grounds) and the plasma samples of

Subject No.19 (who had emesis) were analysed as per the requirement of the protocol.

In all, twenty-five subjects completed all the phases of the trial successfully.

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One tablet of bicalutamide 50 mg was administered to each subject in each period

with 240 mL water while in sitting posture, after an overnight fast of at least 10 hours.

A washout period of 60 days was maintained between the successive dosing days.

Equal allocation of treatment sequence was as per the randomisation schedule. Serial

blood sampling before dosing and up to 672 hours after the drug administration was

carried out in each period. Samples at and after 72 hours were collected on an

ambulatory basis.

Duration of treatment:

Single dose of either of the investigational products was administered orally to each

subject except for the discontinued subjects (Subject Nos. 08, 12 and 13) in each

period. A washout period of 60 days was maintained between the successive dosing

days.

Reference and Test products:

Reference Product-A

(Casodex® 50 mg tablets, AstraZeneca UK Limited, 600 Capability Green, Luton

LU1 3LU, UK)

Test Product: B

Bicalutamide Tablets 50 mg:

Results

Table-A: Descriptive Statistics of Formulation Means for Bicalutamide (n=25)

Parameters (unit)

Mean + SD

(un-transformed data)

Reference Product A

Reference product B

Tmax (h)

Cmax (ng/mL)

947.6 ± 272. 3

995.0 ± 169.5

AUC0-t (ng.h/mL)

194204 ± 76793.1

208127.9 ± 59737.0

AUC0-œ (ng.h/mL)

221253.8 ± 69557.8

222792.1 ± 64337.5

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Table-B: Geometric Least Squares Mean, Ratios and 90% Confidence

Interval for Bicalutamide (n=25) (ln-transformed)

Parameters

(unit)

Geometric

Least

Squares

Mean

90%

Confidence

Interval

(Parametric)

Test

Product-B

Test

Product-A

Ratio

(B / A)%

Cmax (ng / mL)

982.379

963.842

101.9%

95.60-108.67 %

AUC0-t (ng.h /

199643.754

192161.202

103.9%

95.97-112.48%

AUC0-

(ng.h /

209809.205*

211596.333#

99.2%

92.56-106.23%

# n=22, *n=23

Assessor's

Conclusion:

Bioequivalence

between

50

mg

of

the

test

and

reference

bicalutamide

was

demonstrated.

Clinical Efficacy and safety

No new clinical efficacy or safety data were submitted with this application and none

were required.

Expert Report

The clinical expert report is satisfactory and is written by a medically qualified

person.

Summary of Product Characteristics, Patient Information Leaflet and Labelling

These were satisfactory.

Conclusion

The application contains an adequate review of published clinical data and

bioequivalence for the 50 mg bicalutamide has been shown..

A market authorisation was granted.

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Overall Conclusion and Risk/Benefit Analysis

Quality

The important quality characteristics of Bicalutamide 50mg Film-coated Tablets are

well defined and controlled. The specifications and batch analytical results indicate

consistency from batch to batch. There are no outstanding quality issues that would

have a negative impact on the benefit/risk balance.

Pre-Clinical

No new preclinical data were submitted and none are required for applications of this

type.

Clinical

Bioequivalence has been demonstrated between the applicant’s Bicalutamide 50mg

Film-coated Tablets and the reference product Casodex.

No new or unexpected safety concerns arise from these applications.

The SPC, PIL and labelling are satisfactory and consistent with that for Casodex

tablets.

Risk/Benefit Analysis

The quality of the product is acceptable and no new preclinical or clinical safety

concerns have been identified. The bioequivalence study supports the claim that the

applicant’s products and the innovator products are interchangeable. The risk benefit

is, therefore, considered to be positive.

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Steps Taken During Assessment

The MHRA received the application on 10/07/2007.

Following standard checks and communication with the applicant the MHRA

considered the application valid on 17/09/2007

Following

assessment

application

MHRA

requested

further

information from the applicant regarding the quality assessment on 17/09/2007,

09/05/2008 and 01/08/2008 and on the medical assessment on 28/09/2007.

The applicant provided further information in regard to the quality assessment

on 09/11/2007, 24/06/2008 and 05/09/2008 and on the medical assessment on

09/11/2007

The application was determined on 05/12/2008.

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Steps Taken after Assessment

No non-confidential changes have been made to the market authorisation.

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SUMMARY OF PRODUCT CHARACTERISTICS

1

NAME OF THE MEDICINAL PRODUCT

Bicalutamide 50 mg Film-Coated Tablets

2

QUALITATIVE AND QUANTITATIVE COMPOSITION

Each tablet contains 50 mg bicalutamide

Also contains lactose monohydrate. For a full list of excipients, see section 6.1

3

PHARMACEUTICAL FORM

White to off white film-coated tablet.

4

CLINICAL PARTICULARS

4.1

Therapeutic indications

Treatment of advanced prostate cancer in combination with LHRH analogue

therapy or surgical castration

4.2

Posology and method of administration

Adult males including the elderly: one tablet (50 mg) once a day.

Treatment with Bicalutamide 50 mg Film-Coated Tablets should be started at

least 3 days before commencing treatment with an LHRH analogue, or at the

same time as surgical castration.

Children: Bicalutamide is contra-indicated in children.

Renal impairment: no dosage adjustment is necessary for patients with renal

impairment.

Hepatic impairment: no dosage adjustment is necessary for patients with mild

hepatic impairment. Increased accumulation may occur in patients with

moderate to severe hepatic impairment (see Section 4.4).

4.3

Contraindications

Bicalutamide is contra-indicated in females and children.

Bicalutamide must not be given to any patient who has shown a

hypersensitivity reaction to bicalutamide or its excipients.

Co-administration of terfenadine, astemizole or cisapride with bicalutamide is

contra-indicated.

4.4

Special warnings and precautions for use

Bicalutamide is extensively metabolised in the liver. Data suggests that its

elimination may be slower in subjects with severe hepatic impairment and this

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could lead to increased accumulation of bicalutamide. Therefore, Bicalutamide

50 mg Film-Coated Tablets should be used with caution in patients with

moderate to severe hepatic impairment.

Periodic liver function testing should be considered due to the possibility of

hepatic changes. The majority of changes are expected to occur within the first

6 months of bicalutamide therapy.

Severe hepatic changes have been observed rarely with bicalutamide (see

Section 4.8). Bicalutamide therapy should be discontinued if changes are

severe.

Bicalutamide has been shown to inhibit Cytochrome P450 (CYP 3A4), as such

caution should be exercised when co-administered with drugs metabolised

predominantly by CYP 3A4 (see Sections 4.3 and 4.5).

4.5

Interaction with other medicinal products and other forms of interaction

There is no evidence of any pharmacodynamic or pharmacokinetic

interactions between bicalutamide and LHRH analogues.

In vitro studies have shown that R-bicalutamide is an inhibitor of CYP 3A4,

with lesser inhibitory effects on CYP 2C9, 2C19 and 2D6 activity.

Although clinical studies using antipyrine as a marker of cytochrome P450

(CYP) activity showed no evidence of a drug interaction potential with

bicalutamide, mean midazolam exposure (AUC) was increased by up to 80%,

after co-administration of bicalutamide for 28 days. For drugs with a narrow

therapeutic index such an increase could be of relevance. As such,

concomitant use of terfenadine, astemizole and cisapride is contra-indicated

and caution should be exercised with the co-administration of bicalutamide

with compounds such as cyclosporin and calcium channel blockers. Dosage

reduction may be required for these drugs particularly if there is evidence of

enhanced or adverse drug effect. For cyclosporin, it is recommended that

plasma concentrations and clinical condition are closely monitored following

initiation or cessation of bicalutamide therapy.

Caution should be exercised when prescribing bicalutamide with other drugs

which may inhibit drug oxidation e.g. cimetidine and ketoconazole. In theory,

this could result in increased plasma concentrations of bicalutamide which

theoretically could lead to an increase in side effects.

In vitro studies have shown that bicalutamide can displace the coumarin

anticoagulant, warfarin, from its protein binding sites. It is therefore

recommended that if Bicalutamide 50 mg Film-Coated Tablets treatment is

started in patients who are already receiving coumarin anticoagulants,

prothrombin time should be closely monitored.

4.6

Pregnancy and lactation

Bicalutamide is contra-indicated in females and must not be given to pregnant

women or nursing mothers.

4.7

Effects on ability to drive and use machines

Bicalutamide 50 mg Film-Coated Tablets is unlikely to impair the ability of

patients to drive or operate machinery. However, it should be noted that

occasionally somnolence may occur. Any affected patients should exercise

caution.

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4.8

Undesirable effects

Bicalutamide 50 mg Film-Coated Tablets in general, have been well tolerated

with few withdrawals due to adverse events.

Table 1 Frequency of Adverse Reactions

Frequency

System Organ Class

Event

Very common (≥10%)

Reproductive system

and breast disorders

Breast tenderness

Gynaecomastia

General disorders

Hot flushes

Common (≥ 1% and <

10%)

Gastrointestinal

disorders

Diarrhoea

Nausea

Hepato-biliary

disorders

Hepatic changes (elevated

levels of transaminases,

cholestasis and jaundice)

General disorders

Asthenia

Pruritus

Uncommon (≥ 0.1%

and < 1%)

Immune system

disorders

Hypersensitivity

reactions, including

angioneurotic oedema

and urticaria

Respiratory, thoracic

and mediastinal

disorders

Interstitial lung disease

Rare (≥ 0.01% and <

0.1%)

Gastrointestinal

disorders

Vomiting

Skin and subcutaneous

tissue disorders

Hepato-biliary

disorders

Dry skin

Hepatic failure

1. May be reduced by concomitant castration.

2. Hepatic changes are rarely severe and were frequently transient, resolving

or improving with continued therapy or following cessation of therapy (see

section 4.4 Special warnings and special precautions for use).

3. Hepatic failure has occurred very rarely in patients treated with

bicalutamide, but a causal relationship has not been established with certainty.

Periodic liver function testing should be considered (see also section 4.4).

Rare cardiovascular effects such as angina, heart failure, conduction defects

including PR and QT interval prolongations, arrhythmias and non-specific

ECG changes have been observed.

Thrombocytopenia has been reported rarely.

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In addition, the following adverse experiences were reported in clinical trials

(as possible adverse drug reactions in the opinion of investigating clinicians,

with a frequency of

≥1%) during treatment with bicalutamide plus an LHRH analogue. No causal

relationship of these experiences to drug treatment has been made and some of

the experiences reported are those that commonly occur in elderly patients:

Cardiovascular system : heart failure.

Gastrointestinal system: anorexia, dry mouth, dyspepsia, constipation,

flatulence.

Central nervous system: dizziness, insomnia, somnolence, decreased libido.

Respiratory system: dyspnoea.

Urogenital: impotence, nocturia.

Haematological : anaemia.

Skin and appendages: alopecia, rash, sweating, hirsutism.

Metabolic and nutritional: diabetes mellitus, hyperglycaemia, oedema, weight

gain, weight loss.

Whole body: abdominal pain, chest pain, headache, pain, pelvic pain, chills.

4.9

Overdose

There is no human experience of overdosage. There is no specific antidote;

treatment should be symptomatic. Dialysis may not be helpful, since

bicalutamide is highly protein bound and is not recovered unchanged in the

urine. General supportive care, including frequent monitoring of vital signs, is

indicated.

5

PHARMACOLOGICAL PROPERTIES

5.1

Pharmacodynamic properties

ATC code: L02B B03

Pharmacotherapeutic group: Non-steroidal antiandrogen

Bicalutamide is a non-steroidal antiandrogen, devoid of other endocrine

activity. It binds to androgen receptors without activating gene expression, and

thus inhibits the androgen stimulus. Regression of prostatic tumours results

from this inhibition. Clinically, discontinuation of Bicalutamide 50 mg Film-

Coated Tablets treatment can result in antiandrogen withdrawal syndrome in a

subset of patients.

Bicalutamide is a racemate with its antiandrogenic activity being almost

exclusively in the (R)-enantiomer.

5.2

Pharmacokinetic properties

Bicalutamide 50 mg Film-Coated Tablets is well absorbed following oral

administration. There is no evidence of any clinically relevant effect of food

on bioavailability.

The (S)-enantiomer is rapidly cleared relative to the (R)-enantiomer, the latter

having a plasma elimination half-life of about 1 week.

On daily administration of Bicalutamide, the (R)-enantiomer accumulates

about 10 fold in plasma as a consequence of its long half-life.

Steady state plasma concentrations of the (R)-enantiomer of approximately

9 microgram/ml are observed during daily administration of 50 mg doses of

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Bicalutamide Film-Coated Tablets. At steady state, the predominantly active

(R)-enantiomer accounts for 99% of the total circulating enantiomers.

The pharmacokinetics of the (R)-enantiomer are unaffected by age, renal

impairment or mild to moderate hepatic impairment. There is evidence that for

subjects with severe hepatic impairment, the (R)-enantiomer is more slowly

eliminated from plasma.

Bicalutamide is highly protein bound (racemate 96%, R-bicalutamide 99.6%)

and extensively metabolised (via oxidation and glucuronidation): Its

metabolites are eliminated via the kidneys and bile in approximately equal

proportions

5.3

Preclinical safety data

Bicalutamide is a potent antiandrogen and a mixed function oxidase enzyme

inducer in animals. Target organ changes, including tumour induction, in

animals, are related to these activities. None of the findings in the preclinical

testing is considered to have relevance to the treatment of advanced prostate

cancer patients.

6

PHARMACEUTICAL PARTICULARS

6.1

List of excipients

Bicalutamide 50 mg Film-Coated Tablets includes the following excipients:

Tablet core: Lactose monohydrate, Sodium starch glycolate, Colloidal silicon

dioxide, Povidone, Magnesium stearate.

Film-coating: Opadry White Y-1-7000 (hypromellose, polyethylene glycol

and titanium dioxide).

6.2

Incompatibilities

None known

6.3

Shelf life

2 years.

6.4

Special precautions for storage

Do not store above 30 °C. Keep blister in the outer carton to protect from

light.

6.5

Nature and contents of container

Blisters of clear PVC film / heat sealable aluminium blister foil containing

2x14 film-coated tablets, packed in unit dose carton

6.6

Special precautions for disposal

No special precautions required.

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7

MARKETING AUTHORISATION HOLDER

Dabur Oncology Plc

Lion Court

Farnham Road, Bordon

Hampshire GU35 0NF

United Kingdom

Tel: +44 (0) 1420 477 115

Fax: +44 (0) 1420 477 047

email: info@daburoncology.com

8

MARKETING AUTHORISATION NUMBER(S)

PL18727/0013

9

DATE OF FIRST AUTHORISATION/RENEWAL OF THE

AUTHORISATION

05/12/2008

10

DATE OF REVISION OF THE TEXT

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Labels and Leaflets

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Update

Procedure

number*

Scope

Product Information

affected

Date of end

of procedure

Approval/

approval

Summary/ Justification for

refuse

R/001

Renewal of Marketing Authorisation

27.02.2017

Approval

UK/H/3973/001

AT/H/0842/001

Transfer of RMS

10.11.2017

*Only procedure qualifier, chronological number and grouping qualifier (when applicable)

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