Bicalutamid Heumann 50 mg Filmtabletten

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Bicalutamid
Verfügbar ab:
Heumann Pharma GmbH & Co. Generica KG
ATC-Code:
L02BB03
INN (Internationale Bezeichnung):
Bicalutamide
Darreichungsform:
Filmtablette
Zusammensetzung:
Bicalutamid 50.mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
67926.00.00

GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÜR ANWENDER

Bicalutamid Heumann 50 mg Filmtabletten

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es

kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt

auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Bicalutamid Heumann 50 mg und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Bicalutamid Heumann 50 mg beachten?

Wie ist Bicalutamid Heumann 50 mg einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Bicalutamid Heumann 50 mg aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

WAS IST BICALUTAMID HEUMANN 50 MG UND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET?

Bicalutamid Heumann 50 mg ist ein Arzneimittel, das die Wirkung des männlichen Sexualhormons

(Testosteron) hemmt (nicht-steroidales Antiandrogen).

1.1 Bicalutamid wird als Kombinationstherapie in einer Dosierung von 50 mg angewendet bei

fortgeschrittenem Prostatakrebs, bei dem zusammen mit Testosteron-senkenden Maßnahmen die

Wirkungen des männlichen Sexualhormons maximal unterdrückt werden sollen.

1.2 Bicalutamid wird in einer Dosierung von 150 mg (1-mal täglich 3 Filmtabletten Bicalutamid

50 mg) angewendet bei

lokal fortgeschrittenem Prostatakrebs und einem hohen Risiko des Fortschreitens der Erkrankung

als alleinige Therapie oder

zusätzlich zu einer Strahlentherapie bzw. einer operativen Entfernung der Prostata.

2.

WAS SOLLTEN SIE VOR DER EINNAHME VON BICALUTAMID HEUMANN 50 MG

BEACHTEN?

Bicalutamid Heumann 50 mg darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie allergisch gegen Bicalutamid oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen

Bestandteile dieses Arzneimittels sind,

wenn

gleichzeitig

bestimmte

Arzneimittel

Behandlung

Verdauungsstörungen

einnehmen, die den Wirkstoff Cisaprid enthalten (siehe Abschnitt 2. „Einnahme von Bicalutamid

Heumann 50 mg zusammen mit anderen Arzneimitteln“),

wenn Sie gleichzeitig bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Allergien einnehmen, die die

Wirkstoffe Terfenadin oder Astemizol enthalten (siehe Abschnitt 2. „Einnahme von Bicalutamid

Heumann 50 mg zusammen mit anderen Arzneimitteln“),

von Frauen,

von Kindern.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Bicalutamid Heumann 50 mg einnehmen.

Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie folgende Erkrankungen haben:

Jegliche Herz- oder Gefäßerkrankungen, einschließlich Herzrhythmusstörungen (Arrhythmien), oder

wenn

Arzneimitteln

für

diese

Erkrankungen

behandelt

werden.

Risiko

für

Herzrhythmusstörungen kann erhöht sein, wenn Sie Bicalutamid einnehmen.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Bicalutamid Heumann 50 mg ist erforderlich,

wenn

mittelschwere

schwere

Leberfunktionsstörungen

haben.

Wegen

möglicher

Leberveränderungen wird Ihr Arzt regelmäßig Leberfunktionstests durchführen. Wenn bei Ihnen

während der Behandlung schwere Leberfunktionsstörungen auftreten, wird Ihr Arzt die Behandlung

mit Bicalutamid Heumann 50 mg abbrechen. Es wurde über Todesfälle berichtet.

wenn

gleichzeitig

bestimmte

Arzneimittel

(Ciclosporin,

Calciumantagonisten

oder

blutgerinnungshemmende Arzneimittel vom Cumarin-Typ, z. B. Warfarin) einnehmen (siehe

Abschnitt 2. „Einnahme von Bicalutamid Heumann 50 mg zusammen mit anderen Arzneimitteln“).

bei Kombinationstherapie mit Bicalutamid: Wenn Sie gleichzeitig LHRH-Agonisten (Testosteron-

senkende

Arzneimittel)

erhalten.

diesem

Zusammenhang

wurde

eine

Verminderung

Glucosetoleranz beobachtet. Dies kann sich als Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) oder in einer

Entgleisung des Blutzuckerspiegels äußern, vor allem wenn Sie bereits an Diabetes mellitus leiden.

Eine Kontrolle der Blutzuckerspiegel wird daher empfohlen. Fragen Sie hierzu Ihren Arzt.

Einzeltherapie mit Bicalutamid in einer Dosierung von 150 mg (siehe Abschnitt 1.2):

Bei Patienten mit einem Fortschreiten der Erkrankung unter der Behandlung mit Bicalutamid

Heumann 50 mg (erhöhter PSA-Wert) ist besondere Vorsicht bei der Einnahme von Bicalutamid

erforderlich. In diesem Fall wird Ihr Arzt entscheiden, ob Sie Bicalutamid Heumann 50 mg weiter

einnehmen sollen.

Einnahme von Bicalutamid Heumann 50 mg zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, kürzlich andere

Arzneimittel angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel anzuwenden.

Bicalutamid Heumann 50 mg darf nicht gleichzeitig eingenommen werden mit Arzneimitteln, die

folgende Wirkstoffe enthalten:

Terfenadin (in einigen Arzneimitteln gegen Allergien)

Astemizol (in einigen Arzneimitteln gegen Allergien)

Cisaprid (in einigen Arzneimitteln gegen bestimmte Verdauungsstörungen)

Bei einer gleichzeitigen Einnahme besteht die Möglichkeit, dass nicht abschätzbare, unerwünschte

Arzneimittelwirkungen auftreten.

Wenn Sie gleichzeitig Arzneimittel anwenden, die über einen bestimmten Stoffwechselweg abgebaut

werden, ist Vorsicht geboten. Diese Arzneimittel oder Bicalutamid Heumann 50 mg könnten stärker als

gewünscht wirken oder eher zu Nebenwirkungen führen. Dann wird Ihr Arzt gegebenenfalls die

Dosierung anpassen und regelmäßig Ihr Krankheitsbild und Ihre Blutwerte überprüfen. Dies gilt z. B.

für:

den Wirkstoff Ciclosporin (Arzneimittel zur Unterdrückung des Immunsystems)

Calciumantagonisten (bestimmte Gruppe von Arzneimitteln zur Blutdrucksenkung)

Wenn Sie gleichzeitig Arzneimittel anwenden, die die Abbauprozesse von Bicalutamid Heumann 50 mg

in der Leber hemmen, ist besondere Vorsicht geboten. Es könnten vermehrt Nebenwirkungen auftreten.

Dies gilt z. B. für die Wirkstoffe:

Cimetidin (Arzneimittel zur Hemmung der Magensäureproduktion)

Ketoconazol (Arzneimittel gegen Pilzerkrankungen)

Wenn Sie Bicalutamid Heumann 50 mg gleichzeitig mit blutgerinnungshemmenden Arzneimitteln vom

Cumarin-Typ, z. B. Warfarin, einnehmen, kann die gerinnungshemmende Wirkung dieser Arzneimittel

verstärkt werden. Da in diesem Fall die Blutgerinnungszeit erheblich verlängert sein kann, wird Ihr Arzt

bei Ihnen gegebenenfalls häufiger Kontrollen der Blutgerinnungszeit vornehmen und die Dosierung des

blutgerinnungshemmenden Arzneimittels möglicherweise anpassen (siehe Abschnitt 2. „Einnahme von

Bicalutamid Heumann 50 mg zusammen mit anderen Arzneimitteln“).

Bicalutamid

kann

Auswirkungen

einige

Arzneimittel

haben,

Behandlung

Herzrhythmusstörungen (z. B. Chinidin, Procainamid, Amiodaron und Sotalol) angewendet werden,

oder kann das Risiko von Herzrhythmusstörungen erhöhen, wenn es zusammen mit einigen anderen

Arzneimitteln angewendet wird (z. B. Methadon [angewendet zur Schmerzbehandlung und als Teil einer

Drogenentzugsbehandlung],

Moxifloxacin

[ein

Antibiotikum]

Antipsychotika,

angewendet

ernsthaften psychischen Erkrankungen).

Es gibt keine Hinweise darauf, dass sich Bicalutamid Heumann und andere üblicherweise gleichzeitig

angewendete Arzneimittel, insbesondere Arzneimittel, die die Freisetzung bestimmter männlicher

Hormone hemmen (LHRH-Analoga), gegenseitig beeinflussen.

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit

Dieses Arzneimittel ist nicht für die Anwendung bei Frauen bestimmt.

Da in Tierstudien

vorübergehende

Beeinträchtigungen

der männlichen Fruchtbarkeit beobachtet

wurden, ist auch beim Mann mit einem Zeitraum verminderter Fruchtbarkeit bzw. Unfruchtbarkeit durch

Bicalutamid zu rechnen.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Gelegentlich kann es vorkommen, dass die Filmtabletten Sie schläfrig machen. Seien Sie in diesen

Fällen beim Führen von Fahrzeugen und Bedienen von Maschinen vorsichtig.

Bicalutamid Heumann 50 mg enthält Lactose

Bitte nehmen Sie Bicalutamid Heumann 50 mg erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen

bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.

3.

WIE IST BICALUTAMID HEUMANN 50 MG EINZUNEHMEN?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein.

Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, beträgt die empfohlene Dosis:

Kombinationstherapie mit Bicalutamid Heumann in einer Dosierung von 50 mg (siehe Abschnitt

1.1):

1-mal täglich 1 Filmtablette.

Diese Dosis gilt auch für ältere Patienten, Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion und Patienten

mit leichten Leberfunktionsstörungen.

Vorsicht ist geboten bei Patienten mit mittelschweren bis schweren Leberfunktionsstörungen (siehe

Abschnitt 2. „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“).

Einnahme

Bicalutamid

Heumann

sollte

gleichzeitig

einer

weiteren

Hormonbehandlung (LHRH-Analogon-Therapie) bzw. der operativen Entfernung des Hodengewebes

(Orchiektomie) begonnen werden.

Einzeltherapie mit Bicalutamid Heumann in einer Dosierung von 150 mg (siehe Abschnitt 1.2):

1-mal täglich 3 Filmtabletten.

Bitte achten Sie darauf, die 3 Tabletten gleichzeitig einzunehmen. Die Dosis darf nicht verringert

werden, Sie gefährden sonst den Erfolg der Therapie.

Diese Dosis gilt auch für ältere Patienten, Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion und Patienten

mit leichten Leberfunktionsstörungen.

Vorsicht ist geboten bei Patienten mit mittelschweren bis schweren Leberfunktionsstörungen (siehe

Abschnitt 2. „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“).

Art der Anwendung

Zum Einnehmen.

Die Filmtabletten sollten unzerkaut mit einem Glas Wasser eingenommen werden. Die Einnahme kann

unabhängig von den Mahlzeiten, sollte jedoch möglichst zur gleichen Tageszeit erfolgen.

Dauer der Anwendung

Auch wenn Sie sich nach einiger Zeit deutlich besser fühlen, muss die Behandlung regelmäßig

fortgesetzt werden. Die Dauer bestimmt der behandelnde Arzt in Abhängigkeit von Ihrer Erkrankung.

Wenn Sie eine größere Menge von Bicalutamid Heumann 50 mg eingenommen haben, als Sie

sollten,

benachrichtigen Sie bitte Ihren Arzt. Dieser kann über die gegebenenfalls erforderlichen Maßnahmen

entscheiden.

Die unerwünschten Wirkungen nach der Einnahme von zu hohen Bicalutamid-Dosen sind nicht bekannt.

Es gibt kein spezifisches Gegenmittel. Eine Dialyse ist nach dem derzeitigen Stand der Erkenntnis nicht

zweckmäßig. Bei Verdacht auf Überdosierung müssen die Beschwerden behandelt werden. Darüber

hinaus

empfehlen

sich

allgemein

unterstützende

Maßnahmen,

einschließlich

einer

ständigen

Überwachung des Patienten.

Wenn Sie die Einnahme von Bicalutamid Heumann 50 mg vergessen haben,

sollten Sie die Behandlung wie verordnet fortsetzen. Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn

Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Bicalutamid Heumann 50 mg abbrechen,

kann der Behandlungserfolg gefährdet werden. Brechen Sie die Behandlung nicht ohne Rücksprache

mit Ihrem Arzt ab.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder

Apotheker.

4.

WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen):

Spannungsgefühl der Brust

, Größenzunahme der männlichen Brust

Kraftlosigkeit

Ödeme

(Wasseransammlungen im Gesicht, am Rumpf und in den Gliedmaßen)

Schwindel

Bauchschmerzen

, Verstopfung

, Übelkeit

Ausschlag (Hautausschlag, mit Flecken und Knötchen einhergehender Ausschlag)

Blutarmut

Hitzewallungen

Blut im Urin

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):

Gewichtszunahme

Potenzstörungen bis hin zur Impotenz, verminderter Sexualtrieb

Schmerzen allgemein, Beckenschmerzen, Brustkorbschmerzen

Schüttelfrost

Schläfrigkeit

Verdauungsstörungen, Durchfall, Blähungen

Appetitlosigkeit

Änderungen

Leberfunktion

(darunter

erhöhte

Leberenzymwerte,

Gallestauung

Gelbsucht), die selten schwerwiegend waren. Diese Änderungen waren häufig vorübergehend

und verschwanden oder besserten sich bei fortgesetzter Behandlung bzw. nach Absetzen der

Therapie.

Schwitzen

Haarausfall, Nachwachsen von Haaren/abnormer Haarwuchs

trockene Haut, Juckreiz

Zuckerkrankheit

Herzinfarkt

(über Todesfälle wurde berichtet), Herzleistungsschwäche

Depression

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):

Kopfschmerzen, Nackenschmerzen, Rückenschmerzen

Schlaflosigkeit

Mundtrockenheit

Magen-Darm-Beschwerden, Gewichtsverlust

Erhöhung des Blutzuckers

Überempfindlichkeitsreaktionen,

schmerzhafte

Schwellung

Haut

Schleimhaut

(Angioödem), Nesselsucht (Urtikaria)

Erkrankung im Zwischengewebe der Lunge (interstitielle Lungenerkrankung; es wurde über

Todesfälle berichtet)

Atemnot

Nächtliches Wasserlassen

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen):

Erbrechen

Leberversagen (über Todesfälle wurde berichtet). Eine regelmäßige Kontrolle der Leberwerte kann

erforderlich sein (siehe Abschnitt 2 „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“).

Erhöhte Empfindlichkeit der Haut gegenüber Sonnenlicht

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen):

Verringerung der Blutplättchenzahl

Herzanfälle, Herzrhythmusstörungen, EKG-Veränderungen (PR-Verlängerungen, unspezifische

Veränderungen)

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar):

Änderungen im EKG (QT-Verlängerung)

Kombinationstherapie mit Bicalutamid in einer Dosierung von 50 mg (siehe Abschnitt 1.1):

Verminderung

Häufigkeit

ist möglich,

wenn

gleichzeitig

eine

weitere

Hormonbehandlung

durchgeführt wird (mit LHRH-Analoga) oder das Hodengewebe operativ entfernt wird.

Einzeltherapie mit Bicalutamid in einer Dosierung von 150 mg (siehe Abschnitt 1.2):

Bei einem Großteil der Patienten tritt eine Vergrößerung der männlichen Brust ein (Gynäkomastie)

und/oder es kommt zu Brustschmerzen. In Studien wurden diese Symptome bei bis zu 5 % der

Patienten als schwerwiegend erachtet. Die Brustvergrößerung wird sich unter Umständen nach

Abbruch der Therapie, insbesondere nach längerer Behandlung, nicht spontan zurückbilden.

Einzeltherapie mit Bicalutamid in einer Dosierung von 150 mg (siehe Abschnitt 1.2):

Kategorie „Häufig“.

Kombinationstherapie mit Bicalutamid in einer Dosierung von 50 mg (siehe Abschnitt 1.1):

Möglicherweise reduziert.

Kombinationstherapie mit Bicalutamid in einer Dosierung von 50 mg (siehe Abschnitt 1.1):

Das Risiko für das Auftreten einer Herzleistungsschwäche oder eines Herzinfarktes scheint erhöht

zu sein, wenn gleichzeitig eine weitere Hormonbehandlung (mit LHRH-Analoga) durchgeführt wird.

Kein erhöhtes Risiko war zu erkennen, wenn Bicalutamid in der Dosierung 150 mg als Einzeltherapie

für die Behandlung von Prostatakrebs eingesetzt wurde.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für

Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt.

Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, 53175 Bonn, Website: www.bfarm.de, anzeigen.

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

WIE IST BICALUTAMID HEUMANN 50 MG AUFZUBEWAHREN?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der Blisterpackung nach „Verwendbar

bis“ angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten

Tag des angegebenen Monats.

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu

entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6.

INHALT DER PACKUNG UND WEITERE INFORMATIONEN

Was Bicalutamid Heumann 50 mg enthält

Der Wirkstoff ist: Bicalutamid.

Eine Filmtablette enthält 50 mg

Bicalutamid.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Tablette: Lactose-Monohydrat, Povidon (K 30), Carboxymethylstärke-Natrium (Typ A) (Ph. Eur.),

Magnesiumstearat (Ph. Eur.).

Tablettenfilm: Hypromellose, Macrogol 400 und Titandioxid (E 171).

Wie Bicalutamid Heumann 50 mg aussieht und Inhalt der Packung

Bicalutamid Heumann 50 mg sind weiße bis fast weiße, runde, überzogene, beidseitig gewölbte

Filmtabletten, mit der Prägung „BC 50“ auf einer Seite, ohne Prägung auf der anderen Seite.

Bicalutamid Heumann 50 mg Filmtabletten sind in Packungen mit 30, 60 (als Einzelpackung mit 60

Tabletten oder als Bündelpackung mit 2 x 30 Tabletten) und 90 (als Einzelpackung mit 90 Tabletten

oder als Bündelpackung mit 3 x 30 Tabletten) Filmtabletten erhältlich.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer

HEUMANN PHARMA

GmbH & Co. Generica KG

Südwestpark 50 · 90449 Nürnberg

E-Mail: info@heumann.de

Mitvertrieb:

Heunet Pharma GmbH

Südwestpark 50

90449 Nürnberg

Hersteller

HEUMANN PHARMA

GmbH & Co. Generica KG

Südwestpark 50 · 90449 Nürnberg

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Juni 2018.

Verschreibungspflichtig

Fachinformation

1.

Bezeichnung des Arzneimittels

Bicalutamid Heumann 50 mg Filmtabletten

2.

Qualitative und quantitative Zusammensetzung

Jede Tablette enthält 50 mg Bicalutamid.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung: Eine Filmtablette enthält 60 mg Lactose-

Monohydrat.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3.

Darreichungsform

Filmtablette

Weiße bis fast weiße, runde, bikonvexe Tablette, mit der Prägung „BC 50“ auf einer Seite, ohne

Prägung auf der anderen Seite.

4.

Klinische Angaben

4.1

Anwendungsgebiete

Kombinationstherapie mit Bicalutamid Heumann 50 mg

Bicalutamid Heumann 50 mg ist angezeigt zur Behandlung von Patienten mit fortgeschrittenem

Prostatakarzinom,

denen

Kombination

Maßnahmen

Suppression

Plasmatestosterons auf Kastrationsniveau eine maximale Androgenblockade (MAB) erreicht

werden soll.

Monotherapie mit 3 Filmtabletten Bicalutamid Heumann 50 mg (150 mg Bicalutamid)

Bicalutamid in einer Dosierung von 150 mg ist angezeigt entweder als alleinige Therapie oder

adjuvant

radikaler

Prostatektomie

oder

Strahlentherapie

Patienten

lokal

fortgeschrittenem Prostatakarzinom und hohem Progressionsrisiko (siehe Abschnitt 5.1).

4.2

Dosierung und Art der Anwendung

Bicalutamid Heumann ist kontraindiziert bei Kindern (siehe Abschnitt 4.3).

Kombinationstherapie mit Bicalutamid Heumann 50 mg

Erwachsene Männer sowie ältere Patienten: eine Filmtablette einmal täglich.

Die Dauer der Behandlung bestimmt der behandelnde Arzt.

Im Rahmen der Kombinationstherapie sollte die Behandlung mit Bicalutamid Heumann 50 mg

gleichzeitig mit der LHRH-Analogon-Therapie bzw. Orchiektomie begonnen werden.

Monotherapie mit 3 Filmtabletten Bicalutamid Heumann 50 mg (150 mg Bicalutamid)

Erwachsene Männer sowie ältere Patienten: 3 Filmtabletten einmal täglich. Die Einnahme der 3

Filmtabletten sollte gleichzeitig erfolgen.

Im Rahmen der Monotherapie sollte Bicalutamid ohne Unterbrechung mindestens 2 Jahre oder

bis zum Auftreten einer Progression der Erkrankung angewendet werden.

Die Filmtabletten werden unzerkaut mit Wasser eingenommen.

Die Einnahme kann unabhängig von den Mahlzeiten erfolgen. Sie sollte wegen der besseren

Compliance stets zur gleichen Tageszeit erfolgen.

Nierenfunktionsstörungen

Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion ist keine Dosisanpassung erforderlich.

Leberfunktionsstörungen

Bei Patienten mit leichten Leberfunktionsstörungen ist keine Dosisanpassung erforderlich. Bei

Patienten

mittelschweren

schweren

Leberfunktionsstörungen

kann

eine

erhöhte

Kumulation auftreten (siehe Abschnitt 4.4).

4.3

Gegenanzeigen

Bicalutamid ist bei Frauen und Kindern kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.6)

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen

Bestandteile

Terfenadin, Astemizol oder Cisaprid dürfen nicht zusammen mit Bicalutamid angewendet werden

(siehe Abschnitt 4.5)

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Bei einer Androgen-Entzugstherapie kann das QT-Intervall verlängert sein.

Bei Patienten mit einer QT-Verlängerung in der Vorgeschichte oder mit Risikofaktoren für eine

QT-Verlängerung und bei Patienten, die gleichzeitig Arzneimittel erhalten, die das QT-Intervall

verlängern können (siehe Abschnitt 4.5), muss der Arzt vor dem Behandlungsbeginn mit

Bicalutamid das Nutzen-Risiko-Verhältnis einschließlich des Potentials für Torsade de Pointes

abschätzen.

Bicalutamid wird extensiv in der Leber metabolisiert. Bisherige Untersuchungen legen nahe, dass

die Elimination bei Patienten mit schweren Leberfunktionsstörungen langsamer ist und dies zu

einer erhöhten Kumulation von Bicalutamid führen kann. Daher sollte Bicalutamid bei Patienten

mit mittelschweren bis schweren Leberfunktionsstörungen mit Vorsicht angewendet werden.

Wegen möglicher Leberveränderungen sollten regelmäßige Leberfunktionstests in Erwägung

gezogen werden. Die Mehrheit der Fälle ist in den ersten 6 Monaten der Behandlung mit

Bicalutamid zu erwarten.

Schwere

Leberfunktionsstörungen

Leberversagen

wurden

Behandlung

Bicalutamid selten beobachtet, über Todesfälle wurde berichtet (siehe Abschnitt 4.8). Wenn

schwere Leberfunktionsstörungen auftreten, sollte die Behandlung mit Bicalutamid abgebrochen

werden.

Bicalutamid hemmt die Aktivität des Cytochrom-P450-Systems (CYP3A4); daher ist bei der

gleichzeitigen Verabreichung von Arzneimitteln, die überwiegend durch CYP 3A4 metabolisiert

werden, Vorsicht geboten (siehe Abschnitte 4.3 und 4.5).

Eine Potenzierung der Effekte blutgerinnungshemmender Arzneimittel vom Cumarin-Typ bei

Patienten, die gleichzeitig Bicalutamid erhalten, kann zu einer Erhöhung der Prothrombinzeit (PT)

und der International Normalised Ratio (INR) führen. Einige solcher Fälle waren mit einem

erhöhten

Blutungsrisiko

bzw.

Auftreten

akuter

Blutungen

verbunden.

wird

daher

empfohlen, die PT/INR bei Patienten, die gleichzeitig blutgerinnungshemmende Arzneimittel vom

Cumarin-Typ und Bicalutamid erhalten, engmaschig zu überwachen. Eine Dosis-Anpassung des

blutgerinnungshemmenden Arzneimittels sollte in Betracht gezogen werden (siehe Abschnitt 4.5).

Dieses Arzneimittel enthält Lactose. Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz,

Lactase-Mangel

oder

Glucose-Galactose-Malabsorption

sollten

dieses

Arzneimittel

nicht

einnehmen. Monotherapie mit 3 Filmtabletten Bicalutamid Heumann 50 mg

Bei Patienten mit einer objektiven Progression der Erkrankung und einem erhöhten PSA-Wert

sollte ein Abbruch der Bicalutamid-Therapie in Betracht gezogen werden.

Kombinationstherapie

Bei männlichen Patienten, die LHRH-Agonisten erhalten, wurde eine Verminderung der Glucose-

Toleranz beobachtet. Dieses kann sich als Diabetes oder Verlust der glykämischen Kontrolle bei

Patienten

vorbestehendem

Diabetes

manifestieren.

Daher

sollte

Patienten,

Bicalutamid

Kombination

LHRH-Agonisten

erhalten,

eine

Überwachung

Blutzuckerspiegels in Betracht gezogen werden.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Da eine Androgen-Entzugstherapie das QT-Intervall verlängern kann, sollte die gleichzeitige

Anwendung von Bicalutamid mit Arzneimitteln, die bekanntermaßen das QT-Intervall verlängern

oder möglicherweise Torsade de Pointes induzieren, sorgfältig abgeschätzt werden. Zu diesen

Arzneimitteln gehören Antiarrhythmika der Klasse IA (z. B. Chinidin, Disopyramid) oder Klasse III

(z. B. Amiodaron, Sotalol, Dofetilid, Ibutilid) sowie Methadon, Moxifloxacin, Antipsychotika usw.

(siehe Abschnitt 4.4).

Es gibt bisher keine Hinweise auf pharmakodynamische oder pharmakokinetische Interaktionen

zwischen

Bicalutamid

anderen

üblicherweise

gleichzeitig

angewendeten

Arzneimitteln

(insbesondere LHRH-Analoga).

In-vitro-Untersuchungen haben gezeigt, dass R-Bicalutamid die Aktivität des CYP3A4 hemmt

sowie in geringerem Ausmaß auch die Aktivität von CYP2C9, 2C19 und 2D6.

Obwohl klinische Studien mit Phenazon als Marker für die Cytochrom-P-450 (CYP)-Aktivität keine

Hinweise auf mögliche Wechselwirkungen mit Bicalutamid ergaben, erhöhte sich die Fläche unter

Plasmaspiegelzeitkurve

(AUC)

Midazolam

nach

gleichzeitiger

Verabreichung von Bicalutamid über 28 Tage. Ein derartiger Anstieg könnte für Arzneimittel mit

einer geringen therapeutischen Breite relevant sein. Daher ist die gleichzeitige Anwendung von

Bicalutamid zusammen mit Terfenadin, Astemizol und Cisaprid kontraindiziert (siehe Abschnitt

4.3), und bei der gleichzeitigen Verabreichung von Bicalutamid und Wirkstoffen wie Ciclosporin

und Calciumantagonisten ist Vorsicht geboten. Eine Reduzierung der Dosis dieser Arzneimittel

kann

erforderlich

sein,

insbesondere

Anzeichen

für

verstärkte

oder

unerwünschte

Arzneimittelwirkungen. Bei der Gabe von Ciclosporin wird eine sorgfältige Überwachung der

Plasmakonzentrationen und des Krankheitsbildes nach Beginn oder Beendigung der Behandlung

mit Bicalutamid empfohlen.

Bicalutamid

sollte

Patienten,

Arzneimitteln

behandelt

werden,

Oxidationsprozesse in der Leber hemmen, wie z. B. Cimetidin und Ketoconazol, mit besonderer

Vorsicht angewendet werden. Theoretisch könnte dies die Plasmakonzentration von Bicalutamid

erhöhen und zu vermehrten Nebenwirkungen führen. Die bisherigen Erfahrungen mit höheren

Dosen in der Monotherapie zeigen jedoch keine Veränderungen in der Verträglichkeit.

In-vitro-Untersuchungen

haben

gezeigt,

dass

Bicalutamid

Warfarin,

blutgerinnungshemmendes

Arzneimittel

Cumarin-Typ,

seiner

Eiweißbindung

verdrängen

kann.

sind

Fälle

eines

verstärkten

Effektes

Warfarin

anderen

blutgerinnungshemmenden Arzneimitteln vom Cumarin-Typ bekannt, wenn diese zusammen mit

Bicalutamid angewendet werden (siehe Abschnitt 4.4).

4.6

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Bicalutamid ist bei Frauen kontraindiziert und darf nicht an Schwangere verabreicht werden.

Stillzeit

Bicalutamid ist während der Stillzeit kontraindiziert.

Fertilität

In Tierstudien wurden reversible Beeinträchtigungen der männlichen Fruchtbarkeit beobachtet

(siehe Abschnitt 5.3). Es ist mit einem Zeitraum verminderter Fruchtbarkeit bzw. Unfruchtbarkeit

beim Mann zu rechnen.

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Während der Behandlung mit Bicalutamid sind Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit oder die

Fähigkeit

Bedienen

Maschinen

unwahrscheinlich.

Gelegentlich

kann

Somnolenz

(Schläfrigkeit) auftreten. Betroffene Patienten sollten vorsichtig sein.

4.8

Nebenwirkungen

Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:

sehr häufig (≥ 1/10), häufig (≥ 1/100, < 1/10), gelegentlich (≥ 1/1.000, < 1/100), selten (≥ 1/10.000,

< 1/1.000), sehr selten (< 1/10.000) oder nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren

Daten nicht abschätzbar).

Im Zusammenhang mit Bicalutamid wurden in der Monotherapie bzw. in der Kombination mit

LHRH-Analoga die folgenden Nebenwirkungen beobachtet:

Untersuchungen

Häufig:

Gewichtszunahme

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse

Sehr häufig:

Spannungsgefühl der Brust

, Gynäkomastie

Häufig:

Potenzstörungen bis hin zur erektilen Dysfunktion

Allgemeine Erkrankungen

Sehr häufig:

Asthenie, Ödeme

(Körperoberfläche: Gesicht, Extremitäten bzw. Stamm)

Häufig:

Beckenschmerzen, Schmerzen allgemein, Schüttelfrost, Thoraxschmerzen

Gelegentlich:

Kopfschmerzen, Nackenschmerzen, Rückenschmerzen

Erkrankungen des Nervensystems

Sehr häufig:

Schwindel

Häufig:

Schläfrigkeit

Gelegentlich:

Schlaflosigkeit

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Sehr häufig:

Bauchschmerzen

, Verstopfung

, Übelkeit

Häufig:

Diarrhö, Dyspepsie, Blähungen

Gelegentlich:

Mundtrockenheit, Magen-Darm-Beschwerden

Selten:

Erbrechen

Leber- und Gallenerkrankungen

Häufig:

Hepatotoxizität, Gelbsucht, Hypertransaminasämie, Cholestase, die selten

schwerwiegend waren. Diese Änderungen waren häufig vorübergehend und

verschwanden oder besserten sich bei fortgesetzter Behandlung bzw. nach

Absetzen der Therapie.

Selten:

Leberversagen

(über

Todesfälle

wurde

berichtet).

Eine

regelmäßige

Kontrolle der Leberwerte sollte daher in Betracht gezogen werden (siehe

Abschnitt 4.4).

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Sehr häufig:

Ausschlag (Rash, makulopapulöser Ausschlag)

Häufig:

Schwitzen, Nachwachsen von Haaren/Hirsutismus, Alopezie, trockene Haut

Pruritus

Selten:

Photosensibilität

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Häufig:

Diabetes mellitus, Appetitlosigkeit

Gelegentlich:

Erhöhung des Blutzuckers, Gewichtsverlust

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Sehr häufig:

Anämie

Sehr selten:

Thrombozytopenie

Gefäßerkrankungen

Sehr häufig:

Hitzewallungen

Erkrankungen des Immunsystems

Gelegentlich:

Überempfindlichkeit, Angioödem und Urtikaria

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Gelegentlich:

interstitielle Lungenerkrankung (über Todesfälle wurde berichtet)

, Atemnot

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Sehr häufig:

Hämaturie

Gelegentlich:

nächtliches Wasserlassen

Herzerkrankungen

Häufig:

Myokardinfarkt (über Todesfälle wurde berichtet)

, Herzinsuffizienz

Sehr selten:

Angina

pectoris,

Arrhythmien,

PR-Verlängerungen,

unspezifische

EKG-

Veränderungen

Nicht bekannt:

QT-Verlängerungen (siehe Abschnitte 4.4 und 4.5)

Psychiatrische Erkrankungen

Häufig:

verminderte Libido, Depression

Kombinationstherapie mit Bicalutamid 50 mg: Möglicherweise bei gleichzeitiger Kastration

reduziert.

Monotherapie mit 3 Tabletten Bicalutamid 50 mg: Der Großteil der Patienten entwickelt eine

Gynäkomastie und/oder bekommt Brustschmerzen. In Studien wurden diese Symptome bei

bis zu 5 % der Patienten als schwerwiegend erachtet. Die Gynäkomastie wird sich unter

Umständen nach Abbruch der Therapie spontan nicht zurückbilden, insbesondere nach

längerer Behandlung.

Monotherapie mit 3 Tabletten Bicalutamid 50 mg: Kategorie „Häufig“.

Kombinationstherapie mit Bicalutamid 50 mg: Möglicherweise reduziert.

Kombinationstherapie

Bicalutamid

Beobachtung

einer

pharmako-

epidemiologischen

Studie

über

Behandlung

Prostata-Karzinomen

LHRH-

Agonisten und Anti-Androgenen. Unter Behandlung mit Bicalutamid 50 mg in Kombination mit

LHRH-Agonisten schien das Risiko erhöht zu sein. Kein erhöhtes Risiko war zu erkennen,

wenn Bicalutamid in der Dosierung 150 mg als Monotherapie für die Behandlung von

Prostatakrebs eingesetzt wurde.

Wurde

nach

einer

Auswertung

Daten

nach

Markteinführung

Nebenwirkung

aufgenommen. Die Häufigkeit wurde bestimmt anhand des Auftretens von Leberversagen als

unerwünschtes Ereignis bei Patienten, die während der offenen Behandlungsphase im

Bicalutamid-Arm der EPC-Studien mit 150 mg behandelt wurden.

Gemäß den Kodierungs-Konventionen, die in den EPC-Studien angewendet wurden, wurden

unerwünschte Ereignisse von „trockener Haut“ unter dem COSTART-Begriff „Rash“ kodiert.

Daher kann für die Monotherapie mit 3 Tabletten Bicalutamid 50 mg keine separate Häufigkeit

bestimmt werden. Es wird jedoch die gleiche Häufigkeit wie für die Kombinationstherapie mit

Bicalutamid 50 mg angenommen.

Wurde

nach

einer

Auswertung

Daten

nach

Markteinführung

Nebenwirkung

aufgenommen. Die Häufigkeit wurde bestimmt anhand des Auftretens von interstitieller

Pneumonie als unerwünschtes Ereignis bei Patienten, die während der randomisierten

Behandlungsphase im Bicalutamid-Arm der EPC-Studien mit 150 mg behandelt wurden.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit.

ermöglicht

eine

kontinuierliche

Überwachung

Nutzen-Risiko-Verhältnisses

Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer

Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz,

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, 53175 Bonn, Website: www.bfarm.de, anzuzeigen.

4.9

Überdosierung

Es gibt keine Erfahrungen bezüglich der Überdosierung beim Menschen. Es existiert kein

spezifisches Antidot. Eine Überdosierung sollte daher symptomatisch behandelt werden. Da

Bicalutamid in hohem Maße an Proteine gebunden ist und nicht unverändert mit dem Urin

ausgeschieden

wird,

eine

Dialyse

nicht

zweckmäßig.

empfehlen

sich

allgemeine

unterstützende

Maßnahmen,

einschließlich

einer

engmaschigen

Überwachung

Vitalfunktionen des Patienten.

Bei Patienten mit ungetrübter Bewusstseinslage sollte man Erbrechen auslösen, falls es nicht

spontan auftritt.

5.

Pharmakologische Eigenschaften

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Nicht-steroidales Antiandrogen, ATC-Code: L02 B B03

Bicalutamid ist ein nicht-steroidales Antiandrogen ohne andere endokrine Aktivität und liegt als

Racemat vor. Die antiandrogene Aktivität geht nahezu ausschließlich vom R-Enantiomer aus.

Bicalutamid bindet kompetitiv an den normalen („wild type“) zellulären Androgen-Rezeptor ohne

die Genexpression zu aktivieren und unterbindet den Androgen-Stimulus auf die Prostata- bzw.

Prostatakarzinomzelle.

Neben dieser peripheren Wirkung wird durch die Besetzung der zentralen Androgen-Rezeptoren

das negative Feedback am Hypothalamus blockiert. Als Folge kommt es zu einem Anstieg der

Gonadotropinsekretion und nachfolgend des Testosterons. Bezogen auf den Ausgangswert lag

Testosteronanstieg

1,6fachen

innerhalb

eines

Monats

nach

Therapiebeginn

(Monotherapie-Studien). Bei der Kombinationsbehandlung

Bicalutamid 50 mg plus LHRH-

Analogon bzw. nach Orchiektomie spielt dieser zentrale Effekt keine Rolle, da die LH-Freisetzung

bzw. Testosteron-Produktion bereits unterdrückt ist.

Klinisch kann das Absetzen von Bicalutamid bei einem Teil der Patienten zu einem Antiandrogen-

Entzugssyndrom führen.

Bicalutamid in einer Dosierung von 150 mg wurde untersucht bei Patienten mit lokal begrenztem

(T1-T2, N0 oder NX, M0) oder lokal fortgeschrittenem (T3-T4, alle N, M0; T1-T2, N+, M0) nicht-

metastasiertem

Prostatakrebs

einer

kombinierten

Analyse

placebokontrollierten,

doppelblinden Studien an 8.113 Patienten, in denen Bicalutamid als unmittelbare Hormontherapie

oder

adjuvant

radikaler

Prostatektomie

oder

Strahlentherapie

(vor

allem

externe

Strahlentherapie) verabreicht wurde. Bei einer medianen Nachbeobachtungsdauer von 9,7

Jahren trat bei 36,6 % und 38,17 % aller mit Bicalutamid bzw. mit Placebo behandelten Patienten

eine objektive Progression der Erkrankung auf.

Eine Verminderung des Risikos einer objektiven Progression der Erkrankung wurde bei den

meisten Patientengruppen beobachtet, jedoch war diese bei den Patientengruppen mit dem

höchsten Progressionsrisiko am deutlichsten. Deshalb könnte der behandelnde Arzt entscheiden,

dass für einen Patienten mit geringem Progressionsrisiko, insbesondere in der adjuvanten

Situation nach einer radikalen Prostatektomie, ein Aufschieben der hormonalen Therapie bis zum

Auftreten von Anzeichen einer Krankheitsprogression die optimale Behandlungsstrategie ist.

Bei einer Mortalität von 31,4 % (HR = 1,01; 95 % CI 0,94 bis 1,09) wurde nach einer medianen

Nachbeobachtungsdauer

Jahren

kein

Unterschied

hinsichtlich

Gesamtüberleben

beobachtet.

Dennoch

waren

exploratorischen

Subgruppen-Analysen

einige

Tendenzen

ersichtlich.

Die Daten

hinsichtlich des progressionsfreien

Überlebens und des Gesamtüberlebens

Zeitverlauf basierend auf einer Kaplan-Meier-Schätzung bei Patienten mit lokal fortgeschrittener

Erkrankung sind in den folgenden Tabellen zusammengefasst:

Tabelle 1: Anteil lokal fortgeschrittener Patienten mit Progression der Erkrankung im

Zeitverlauf nach Therapie-Subgruppen

Analyse-

Population

Behandlungs

arm

Ereignisse

(%) nach 3

Jahren

Ereignisse

(%) nach 5

Jahren

Ereignisse

(%) nach 7

Jahren

Ereignisse

(%) nach 10

Jahren

Watchful Waiting

Bicalutamid

150 mg

19,7 %

36,3 %

52,1 %

73,2 %

(beobachtendes

Abwarten)

Placebo

39,8 %

59,7 %

70,7 %

79,1 %

(n = 657)

Strahlentherapie

Bicalutamid

150 mg

13,9 %

33,0 %

42,1 %

62,7 %

(n = 305)

Placebo

30,7 %

49,4 %

58,6 %

72,2 %

Radikale

Prostatektomie

Bicalutamid

150 mg

7,5 %

14,4 %

19,8 %

29,9 %

(n = 1719)

Placebo

11,7 %

19,4 %

23,2 %

30,9 %

Tabelle

2:

Gesamtüberleben

bei

lokal

fortgeschrittener

Erkrankung

nach

Therapie-

Subgruppen

Analyse-

Population

Behandlungs

arm

Ereignisse

(%) nach 3

Jahren

Ereignisse

(%) nach 5

Jahren

Ereignisse

(%) nach 7

Jahren

Ereignisse

(%) nach 10

Jahren

Watchful Waiting

Bicalutamid

150 mg

14,2 %

29,4 %

42,2 %

65,0 %

(beobachtendes

Abwarten)

Placebo

17,0 %

36,4 %

53,7 %

67,5 %

(n = 657)

Strahlentherapie

Bicalutamid

150 mg

8,2 %

20,9 %

30,0 %

48,5 %

(n = 305)

Placebo

12,6 %

23,1 %

38,1 %

53,3 %

Radikale

Prostatektomie

Bicalutamid

150 mg

4,6 %

10,0 %

14,6 %

22,4 %

(n = 1719)

Placebo

4,2 %

8,7 %

12,6 %

20,2 %

Bei Patienten mit lokal begrenzter Erkrankung, die Bicalutamid alleine erhielten, konnte kein

signifikanter Unterschied im progressionsfreien Überleben nachgewiesen werden. Bei diesen

Patienten, für die ansonsten beobachtendes Abwarten angewendet worden wäre, gab es einen

Trend zu verminderter Überlebensdauer im Vergleich zu mit Placebo behandelten Patienten (HR

= 1,15; 95 % CI 1,00 bis 1,32). Vor diesem Hintergrund wird das Nutzen-Risiko-Profil von

Bicalutamid bei Patienten mit lokal begrenzter Erkrankung als unvorteilhaft erachtet.

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

Bicalutamid wird nach oraler Gabe gut resorbiert. Es gibt keine Hinweise auf einen klinisch

relevanten Effekt der Nahrung auf die Bioverfügbarkeit.

Bicalutamid liegt als Racemat, d. h. als Gemisch aus (R)- bzw. (S)-Enantiomer vor. Beide

Enantiomere unterscheiden sich deutlich in ihrer Pharmakokinetik:

Einmalgabe: (S)-Bicalutamid wird schnell resorbiert und eliminiert. Nach Einmalgabe von 50 mg

Bicalutamid bei gesunden Freiwilligen wurde innerhalb von 2,5 Stunden für S-Bicalutamid eine

Plasmaspitzenkonzentration

durchschnittlich

66,1

ng/ml

erreicht.

mittlere

Eliminationshalbwertszeit betrug 1,3 Tage.

Im Gegensatz dazu stieg der Plasmaspiegel des R-Enantiomers, von dem die hauptsächliche

antiandrogene Wirkung

ausgeht,

langsamer

erreichte

nach

Stunden

eine

durchschnittliche

Spitzenkonzentration

(SE;

ng/ml.

Eliminationshalbwertszeit betrug 5,75 ± 0,46 Tage.

Bei einmal täglicher Verabreichung von Bicalutamid 50 mg oder 150 mg akkumuliert das (R)-

Enantiomer wegen seiner langen Halbwertszeit im Plasma um etwa das Zehnfache; der Steady-

state-Plasmaspiegel wird nach etwa einem Monat erreicht.

Die durchschnittliche Steady-state-Konzentration des R-Enantiomers liegt bei 8,9 Mikrogramm/ml

(Bereich:

17,5

Mikrogramm/ml)

täglicher

Gabe

Bicalutamid

durchschnittliche Eliminationshalbwertszeit, die sich aus der täglichen Dosierung ergab, betrug

7,4 Tage (Bereich: 2,3 – 22,2 Tage).

Bei täglicher Verabreichung von Bicalutamid 150 mg wurden Steady-state-Plasmaspiegel des

(R)-Enantiomers von etwa 22 Mikrogramm/ml beobachtet. Im Steady state liegen ca. 99 % der

Substanz in Form des hauptsächlich wirksamen (R)-Enantiomers im Plasma vor.

Die pharmakokinetischen Eigenschaften des (R)-Enantiomers werden weder durch das Alter der

Patienten

noch

durch

Nierenfunktionsstörungen

oder

leichte

mittelschwere

Leberfunktionsstörungen

beeinflusst.

gibt

Hinweise,

dass

Patienten

schwerer

Leberfunktionsstörung das (R)-Enantiomer langsamer eliminiert wird.

Bicalutamid wird stark an Proteine gebunden (Racemat 96 %, (R)-Enantiomer > 99 %) und

extensiv

verstoffwechselt

(Oxidation

Glucuronidierung).

Metaboliten

werden

annähernd gleichen Teilen über Niere und Galle ausgeschieden.

einer

klinischen

Studie

betrug

einer

Tagesdosis

Bicalutamid

durchschnittliche Konzentration von R-Bicalutamid im Sperma des Mannes 4,9 Mikrogramm/ml.

Die Menge an Bicalutamid, die der weiblichen Partnerin beim Sexualverkehr potentiell übertragen

werden kann, ist gering und entspricht ungefähr 0,3 Mikrogramm/kg. Dies liegt unter dem Wert,

der erforderlich ist, um bei Labortieren Effekte bei der Nachkommenschaft auszulösen.

5.3

Präklinische Daten zur Sicherheit

Bicalutamid ist ein wirksames Antiandrogen und im Tierversuch ein Induktor mischfunktioneller

Oxidasen. Veränderungen am Zielorgan, einschließlich einer Tumorinduktion (Leydig-Zellen,

Schilddrüse, Leber) bei Tieren, werden auf diese Wirkung zurückgeführt. Eine Enzyminduktion

wurde beim Menschen nicht beobachtet, und keiner dieser Befunde wird für die Behandlung von

Patienten mit Prostatakarzinom als relevant erachtet. Eine Atrophie der Hodenkanälchen ist ein

vorhersehbarer Klasseneffekt der Antiandrogene und wurde bei allen untersuchten Spezies

beobachtet. Hodenatrophien waren 6 Monate nach einer 12-monatigen Toxizitätsuntersuchung

bei wiederholter Verabreichung an Hunden vollständig reversibel, wobei die Wiederherstellung

der Funktion in Reproduktionsstudien an Ratten 7 Wochen nach 11-wöchiger Behandlungsdauer

offensichtlich war. Ein Zeitraum verminderter Fruchtbarkeit bzw. Unfruchtbarkeit beim Mann ist

anzunehmen.

6.

Pharmazeutische Angaben

6.1

Liste der sonstigen Bestandteile

Tablette

Lactose-Monohydrat

Povidon (K 30)

Carboxymethylstärke-Natrium (Typ A) (Ph. Eur.)

Magnesiumstearat (Ph. Eur.) [pflanzlich]

Tablettenfilm

Hypromellose

Macrogol 400

Titandioxid (E 171)

6.2

Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3

Dauer der Haltbarkeit

3 Jahre

6.4

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

6.5

Art und Inhalt des Behältnisses

PVC/PVDC/Aluminium-Blister

Packungen mit 30, 60 (als Einzelpackung mit 60 Tabletten oder als Bündelpackung mit 2 x 30

Tabletten) oder 90 (als Einzelpackung mit 90 Tabletten oder als Bündelpackung mit 3 x 30

Tabletten) Filmtabletten.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

6.6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Nicht

verwendetes

Arzneimittel

oder

Abfallmaterial

entsprechend

nationalen

Anforderungen zu entsorgen.

7.

Inhaber der Zulassung

HEUMANN PHARMA

GmbH & Co. Generica KG

Südwestpark 50

90449 Nürnberg

E-Mail: info@heumann.de

Mitvertrieb:

Heunet Pharma GmbH

Südwestpark 50

90449 Nürnberg

8.

Zulassungsnummer

67926.00.00

9.

Datum der Erteilung der Zulassung/Verlängerung der Zulassung

Datum der Erteilung der Zulassung:

19. Mai 2008

Datum der letzten Verlängerung der Zulassung:

22. Dezember 2011

10.

Stand der Information

06/2018

11.

Verkaufsabgrenzung

Verschreibungspflichtig

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