Bi Preterax 4mg/1,25mg Tabletten

Österreich - Deutsch - AGES (Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit)

Kaufe es jetzt

Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation (PIL)

01-11-2017

Fachinformation Fachinformation (SPC)

01-11-2017

Wirkstoff:
INDAPAMID; PERINDOPRIL-TERT-BUTYLAMIN
Verfügbar ab:
Servier Austria GmbH
ATC-Code:
C09BA04
INN (Internationale Bezeichnung):
INDAPAMIDE; PERINDOPRIL-TERT-BUTYLAMINE
Einheiten im Paket:
30 Stück, Laufzeit: 24 Monate,60 Stück, Laufzeit: 24 Monate,14 Stück, Laufzeit: 24 Monate,20 Stück, Laufzeit: 24 Monate,28 Stück
Verschreibungstyp:
Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Therapiebereich:
Perindopril und Diureti
Produktbesonderheiten:
Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Zulassungsnummer:
1-23085
Berechtigungsdatum:
1999-06-28

Lesen Sie das vollständige Dokument

PACKUNGSBEILAGE

GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÜR DEN PATIENTEN

Bi Preterax 4mg/1,25mg

Tabletten

Perindopril Tert-Butylamin/Indapamid

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses

Arzneimittels beginnen,

denn sie enthält wichtige Informationen

.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter.

Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch

für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

1. Was ist Bi Preterax 4mg/1,25mg

und wofür wird es angewendet?

2. Was sollten Sie vor der Einnahme von Bi Preterax 4mg/1,25mg

beachten?

3. Wie ist Bi Preterax 4mg/1,25mg

einzunehmen?

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

5. Wie ist Bi Preterax 4mg/1,25mg

aufzubewahren?

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

1. WAS IST BI PRETERAX 4mg/1,25mg UND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET?

Bi Preterax 4mg/1,25mg

ist eine Kombination von zwei Wirkstoffen, Perindopril und Indapamid. Es

ist ein blutdrucksenkendes Arzneimittel und wird zur Therapie von Bluthochdruck (Hypertonie) bei

Erwachsenen angewendet.

Perindopril ist der Arzneimittelklasse der ACE-Hemmer zugeordnet. Diese bewirken eine

Blutgefäßerweiterung. Das erleichtert es dem Herzen Blut durch die Gefäße zu pumpen. Indapamid ist

ein entwässerndes Arzneimittel (Diuretikum). Diuretika erhöhen die durch die Nieren produzierte

Harnmenge. Indapamid unterscheidet sich jedoch insofern von anderen Diuretika, als es nur eine

leichte Erhöhung der Harnmenge bewirkt. Beide Wirkstoffe senken den Bluthochdruck und

kontrollieren gemeinsam Ihren Blutdruck.

2. WAS SOLLTEN SIE VOR DER EINNAHME VON BI PRETERAX 4mg/1,25mg

BEACHTEN?

Bi Preterax darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Perindopril, einen anderen ACE-Hemmer, gegen

Indapamid oder andere Sulfonamide oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen

Bestandteile dieses Arzneimittels sind,

wenn Sie bereits früher unter Symptomen wie Keuchen, Anschwellen von Gesicht oder Zunge,

intensivem Jucken oder schwerwiegenden Hautausschlägen in Verbindung mit einer Behandlung

mit ACE-Hemmern gelitten haben, oder wenn diese Symptome bei Ihnen oder einem Mitglied

Ihrer Familie unter anderen Umständen aufgetreten sind (Angioödem),

wenn Sie Diabetes mellitus oder eine eingeschränkte Nierenfunktion haben und mit einem

blutdrucksenkenden Arzneimittel, das Aliskiren enthält, behandelt werden,

wenn Sie eine schwere Lebererkrankung haben oder unter der Krankheit leiden, die als hepatische

Enzephalopathie (degenerative Hirnerkrankung) bezeichnet wird,

wenn Sie ein schweres Nierenleiden haben oder eine Dialyse erhalten,

wenn Sie einen niedrigen Kaliumspiegel im Blut aufweisen,

wenn der Verdacht besteht, dass Sie eine unbehandelte dekompensierte Herzinsuffizienz haben

(schwere Wassereinlagerungen, Probleme bei der Atmung),

wenn Sie im zweiten oder dritten Trimester schwanger sind (es ist besser die Einnahme von Bi

Preterax 4mg/1,25mg auch in den frühen Schwangerschaftsmonaten zu vermeiden – siehe auch

Abschnitt„Schwangerschaft und Stillzeit“),

wenn Sie stillen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Bi Preterax 4mg/1,25mg einnehmen:

wenn Sie eine Aortenstenose (Verengung der Hauptblutgefäße, die vom Herzen wegführen) oder

eine hypertrophische Kardiomyopathie (Herzmuskelerkrankung) oder eine renale Arterienstenose

(Verengung der Arterie welche die Nieren mit Blut versorgt) haben,

wenn Sie eine Herzinsuffizienz oder eine andere Herzerkrankung haben,

wenn Sie Probleme mit Ihren Nieren haben,

wenn Sie unter einer Lebererkrankung leiden,

wenn

unter

einer

Kollagenose

(Autoimmunerkrankung)

systemischem

„Lupus

erythematodes“ oder Sklerodermie leiden,

wenn Sie Atherosklerose (Verhärtung der Arterien) haben,

wenn Sie unter Hyperparathyreoidismus (Überfunktion der Nebenschilddrüse) leiden,

wenn Sie unter Gicht leiden,

wenn Sie Diabetes haben,

wenn Sie eine salzarme Diät machen oder kaliumhältige Salzersatzmittel anwenden,

wenn

Lithium

oder

kaliumsparende

Medikamente

(Spironolacton,

Triamteren)

oder

Kaliumsupplemente

einnehmen,

sollten

eine

gleichzeitige

Einnahme

Preterax

vermeiden (siehe „Bei Einnahme von Bi Preterax mit anderen Arzneimitteln“),

wenn Sie ein älterer Mensch sind,

wenn Sie Photosensitivitätsreaktionen hatten,

wenn Sie eine schwere allergische Reaktion mit Schwellung des Gesichts, der Lippen, des

Mundes, der Zunge oder des Halses haben, die zu Schwierigkeiten beim Schlucken und Atmen

(Angioödem) führen kann. Dies kann zu allen Zeitpunkten der Therapie vorkommen. Wenn Sie

solche Symptome bemerken, sollten Sie sofort mit der Einnahme aufhören und einen Arzt

konsultieren.

wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel zur Behandlung von hohem Blutdruck einnehmen:

einen Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten (diese werden auch als Sartane bezeichnet -

z. B. Valsartan, Telmisartan, Irbesartan), insbesondere wenn Sie Nierenprobleme aufgrund

von Diabetes mellitus haben.

Aliskiren.

Ihr Arzt wird gegebenenfalls Ihre Nierenfunktion, Ihren Blutdruck und die Elektrolytwerte (z. B.

Kalium) in Ihrem Blut in regelmäßigen Abständen überprüfen.

Siehe auch Abschnitt „Bi Preterax darf nicht eingenommen werden“.

wenn Sie schwarze Hautfarbe haben, da Sie ein erhöhtes Risiko eines Angioödems haben könnten

und dieses Arzneimittel weniger effektiv den Blutdruck senken könnte, als bei Menschen mit nicht

schwarzer Hautfarbe,

wenn Sie ein Hämodialysepatient sind und mit High-Flux Membranen dialysiert werden,

wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen, ist das Risiko eines Angioödems erhöht:

Racecadotril (verwendet um Durchfall zu behandeln),

Sirolimus, Everolimus, Temsirolimus und andere Arzneistoffe, die zur Klasse der sogenannten

mTOR-Inhibitoren gehören (verwendet um eine Abstoßung nach Organtransplantation zu

vermeiden).

Angioödem

Angioödem (eine schwere allergische Reaktion mit Schwellungen von Gesicht, Lippen,Zunge oder

Hals mit Schwierigkeiten beim Schlucken oder Atmen) wurden bei Patienten berichtet, welche mit

einem ACE-Hemmer, einschließlich Bi Preterax 4mg/1,25mg, behandelt wurden. Dies kann zu allen

Zeitpunkten der Therapie vorkommen. Wenn Sie solche Symptome bemerken, sollten Sie sofort mit

der Einnahme aufhören und einen Arzt konsultieren (siehe Abschnitt 4).

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen,

schwanger zu werden, informieren Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt. Bi Preterax

4mg/1,25mg sollte während des zweiten und dritten Trimesters nicht eingenommen werden, da es

Ihrem Kind in diesem Stadium ernsthaft schaden könnte (siehe Abschnitt „Schwangerschaft und

Stillzeit“).

Wenn

Preterax

4mg/1,25mg

einnehmen,

sollten

Ihren

Arzt

oder

medizinisches

Fachpersonal ebenso informieren:

wenn Sie sich einer Narkose und/oder Operation unterziehen,

wenn Sie vor kurzem unter Erbrechen oder Übelkeit litten oder dehydriert sind,

wenn Sie sich einer Dialyse oder einer LDL-Apherese (maschinelle Entfernung von Cholesterin

aus dem Blut) unterziehen,

wenn Sie eine Desensibilisierungstherapie erhalten, um die allergischen Reaktionen bei Bienen-

und Wespenstichen zu reduzieren,

wenn

sich

einer

medizinischen

Untersuchung

unterziehen,

welche

Injektion

eines

jodhältigen Kontrastmittels (eine Substanz, die Organe wie Nieren oder Magen im Röntgen

sichtbar macht) erfordert,

wenn Sie Veränderungen in ihrem Sehen oder Schmerzen in einem oder beiden Augen während

der Therapie mit Bi Preterax haben. Dies könnte ein Zeichen dafür sein, dass Sie ein Glaukom

(erhöhter Druck in den Augen) entwickeln. Sie sollten mit der Einnahme von Bi Preterax aufhören

und einen Arzt aufsuchen.

Leistungssportler sollten bedenken, dass Bi Preterax 4mg/1,25mg einen Wirkstoff (Indapamid)

enthält, der bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen kann.

Kinder und Jugendliche

Bi Preterax 4mg/1,25mg ist nicht für die Anwendung bei Kindern bestimmt.

Bei Einnahme von Bi Preterax 4mg/1,25mg mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden,

kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel

einzunehmen/anzuwenden.

Sie sollten die Einnahme von Bi Preterax 4mg/1,25mg mit folgenden Arzneimitteln vermeiden:

Lithium (Behandlung von Manie oder Depressionen),

Aliskiren (Behandlung von Hypertonie) wenn Sie an keinen Diabetes mellitus oder

Nierenprobleme haben ,

kaliumsparende Diuretika (z.B. Triamteren, Amilorid…), Kaliumsalze,

Estramustin (in der Krebstherapie verwendet),

andere Arzneimittel zur Behandlung von Bluthochdruck: Angiotensin-Converting-Enzym

Inhibitoren und Angiotensin-Rezeptorblocker.

Die Behandlung mit Bi Preterax 4mg/1,25mg kann durch andere Arzneimittel beeinflusst werden. Ihr

Arzt muss unter Umständen Ihre Dosierung anpassen und/oder sonstige Vorsichtsmaßnahmen treffen.

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie folgende Arzneimittel einnehmen, da besondere Vorsicht

geboten ist:

andere blutdrucksenkende Medikamente, inklusive Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten (ARB)

oder

Aliskiren

(siehe

auch

Abschnitte

„Bi

Preterax

darf

nicht

eingenommen

werden"

„Warnhinweise

Vorsichtsmaßnahmen),

oder

Diuretika

(Arzneimittel,

Urinmenge

erhöhen),

Kalium-sparende Diuretika, die in der Therapie von der Herzinsuffizienz verwendet werden:

Eplerenon und Spironolacton in Dosen zwischen 12,5 mg und 50 mg pro Tag,

Arzneistoffe, die meistens verwendet werden, um Durchfall zu behandeln (Racecadotril) oder um

eine Abstoßung nach einer Organtransplantation zu verhindern (Sirolimus, Everolimus,

Temsirolimus und andere Arzneistoffe, die zur Gruppe der so-genannten mTOR Inhibitoren

gehören). Siehe Abschnitt „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“,

anästhetische Arzneimittel,

Iod-Kontrastmittel,

Moxifloxacin, Sparfloxacin (Antibiotika: Arzneimittel gegen Infektionen),

Methadon (Arzneimittel gegen Drogensucht),

Procainamid (zur Behandlung von unregelmäßigem Herzschlag),

Allopurinol (zur Behandlung von Gicht),

Mizolastin, Terfenadin oder Astemizol (Antihistaminika gegen Heuschnupfen oder Allergien),

Kortikoide zur Behandlung verschiedener Erkrankungen wie schwerem Asthma und rheumatischer

Arthritis,

Immunsuppressiva zur Behandlung von Autoimmunerkrankungen oder nach Transplantationen um

eine Abstoßung zu verhindern (z.B. Ciclosporin, Tacrolimus),

Erythromycin durch Injektion (ein Antibiotikum),

Halofantrin (zur Behandlung von bestimmten Arten von Malaria),

Pentamidin (zur Behandlung von Lungenentzündung),

Injektionsbehandlung mit Gold zur Rheumatherapie

Vincamin (zur Behandlung von symptomatischen kognitiven Erkrankungen bei älteren Patienten,

inklusive Gedächtnisverlust),

Bepridil (zur Behandlung von Angina pectoris),

Arzneimittel zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen (z.B. Quinidin, Hydroquinidin,

Disopyramid, Amiodaron, Sotalol),

Cisaprid, Diphemanil (gegen gastrointestinale und Verdauungsprobleme),

Digoxin oder andere Herzglykoside (zur Behandlung von Herzerkrankungen),

Baclofen (zur Behandlung von Muskelsteifheit, welche bei Erkrankungen wie Multipler Sklerose

vorkommen),

Arzneimittel zur Behandlung von Diabetes wie Insulin, Metformin oder Gliptine,

Kalzium einschließlich kalziumhältigen Nahrungsergänzungsmitteln,

stimulierende Abführmittel (z.B. Senna),

Nichtsteroidale Antirheumatika (z.B. Ibuprofen) oder hochdosierte Salicylsäure (z.B. Aspirin),

Amphotericin B durch Injektion (zur Behandlung schwerer Pilzerkrankungen),

Arzneimittel zur Behandlung psychischer Erkrankungen wie Depression, Angst, Schizophrenie

(z.B. trizyklische Antidepressiva, Neuroleptika (Amisulprid, Sulpirid, Sultoprid, Tiaprid,

Haloperidol, Droperidol)),

Tetracosactid (zur Behandlung von Morbus Crohn),

Trimethoprim (Infektionsbehandlung),

Vasodilatoren einschließlich Nitrate (Arzneimittel, die die Gefäße erweitern),

Heparin (Arzneimittel, die das Blut verdünnen),

Arzneimittel für die Behandlung von niedrigem Blutdruck, Schock oder Asthma (z.B. Ephedrin,

Noradrenalin oder Adrenalin).

Einnahme von Bi Preterax 4mg/1,25mg zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Es wird empfohlen Bi Preterax 4mg/1,25mg vor einer Mahlzeit einzunehmen.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen,

schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker

um Rat.

Schwangerschaft

Informieren Sie Ihren Arzt, bevor Sie Bi Preterax 4mg/1,25mg einnehmen, wenn Sie glauben,

schwanger zu sein oder eine Schwangerschaft planen. In der Regel wird Sie ihr Arzt anweisen, die

Einnahme von Bi Preterax 4mg/1,25mg zu beenden, sobald Sie wissen, dass Sie schwanger sind und

er wird Ihnen ein anderes Medikament anstelle von Bi Preterax 4mg/1,25mg verschreiben.

Bi Preterax 4mg/1,25mg sollte während des ersten Trimesters der Schwangerschaft nicht

eingenommen werden, und darf während des zweiten und dritten Trimesters nicht eingenommen

werden, da es Ihrem Kind in diesem Stadium ernsthaft schaden könnte.

Stillzeit

Sie dürfen Bi Preterax 4mg/1,25mg nicht während der Stillzeit einnehmen.

Informieren Sie sofort Ihren Arzt wenn Sie stillen oder wenn Sie vorhaben zu stillen.

Suchen Sie sofort Ihren Arzt auf.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Bi Preterax 4mg/1,25mg beeinflusst die Aufmerksamkeit für gewöhnlich nicht. Bei bestimmten

Patienten kann es jedoch durch die Senkung des Blutdruckes zu Schwindel oder Schwächegefühl

kommen. Wenn dies auf Sie zutrifft, ist Ihre Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen möglicherweise beeinträchtigt.

Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit

beeinträchtigen!

Bi Preterax 4mg/1,25mg enthält Lactose.

Wenn Ihnen Ihr Arzt gesagt hat, dass Sie eine Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckerarten

haben, sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie dieses Arzneimittel einnehmen.

3. WIE IST BIPRETERAX 4mg/1,25mg EINZUNEHMEN?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei

Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind. Die empfohlene Dosis ist eine

Tablette täglich. Ihr Arzt könnte sich für eine Änderung der Dosierung, wenn Sie unter einer

Nierenstörung leiden, entscheiden. Es wird empfohlen die Tablette am Morgen vor der Mahlzeit

einzunehmen. Schlucken Sie die Tablette mit Wasser.

Wenn Sie eine größere Menge von Bi Preterax 4mg/1,25mg eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn Sie zu viele Tabletten eingenommen haben, wenden Sie sich bitte sofort an Ihren Arzt oder die

Notaufnahme des nächstgelegenen Krankenhauses. Die wahrscheinlichste Wirkung einer

Überdosierung ist niedriger Blutdruck. Wenn Sie bemerken, dass der Blutdruck sinkt (assoziiert mit

Übelkeit, Erbrechen, Krämpfen, Benommenheit, Schläfrigkeit, geistiger Verwirrung, Veränderungen

in der Urinmenge), hilft es sich niederzulegen und die Beine hoch zu lagern.

Wenn Sie die Einnahme von Bi Preterax 4mg/1,25mg vergessen haben

Es ist wichtig das Arzneimittel täglich einzunehmen, da eine regelmäßige Behandlung effektiver ist.

Wenn Sie eine Dosis Bi Preterax 4mg/1,25mg vergessen haben, dann nehmen Sie die nächste Dosis

zur üblichen Zeit ein. Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme

vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Bi Preterax 4mg/1,25mg abbrechen

Da eine Behandlung von Bluthochdruck üblicherweise ein Leben lang notwendig ist, sollten Sie sich

an Ihren Arzt wenden bevor sie die Therapie mit dem Arzneimittel abbrechen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder

Apotheker.

4. WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?

Wie alle Arzneimittel kann dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Brechen Sie die Einnahme dieses Arzneimittel sofort ab und konsultieren Sie einen Arzt, wenn

eine der folgenden Nebenwirkungen bei Ihnen auftritt, die schwerwiegend sein kann:

Schwere Benommenheit oder Ohnmacht auf Grund niedrigen Blutdruckes (Häufig - betrifft 1

von 10 Behandelten),

Bronchospasmus (Verengung der Brust, Keuchen und Kurzatmigkeit (Gelegentlich - betrifft 1

von 100 Behandelten),

Anschwellen des Gesichtes, der Lippen, des Mundes, der Zunge oder des Halses,

Schwierigkeiten bei der Atmung (Angioödem) (siehe Abschnitt 2 „Warnhinweise und

Vorsichtsmaßnahmen“), (Gelegentlich - betrifft 1 von 100 Behandelten),

Schwere Hautreaktionen einschließlich Erythema multiforme (ein Hautausschlag, der oft mit

roten juckenden Stellen im Gesicht, an Armen oder Beinen beginnt) oder intensiver

Hautausschlag, Nesselsucht, Rötung der Haut am ganzen Körper, schweres Jucken,

Blasenbildung, Ablösen und Schwellung der Haut, Schleimhautentzündungen (Steven

Johnson Syndrom) oder andere allergische Reaktionen (Sehr selten - betrifft 1 von 10.000

Behandelten),

Herzerkrankungen (unregelmäßiger Herzschlag, Angina Pectoris (Schmerzen in der Brust, im

Kiefer und Rücken, durch körperliche Anstrengung verursacht), Herzinfarkt) (Sehr selten -

betrifft 1 von 10.000 Behandelten),

Schwäche von Armen und Beinen oder Probleme beim Sprechen, die ein Anzeichen eines

Herzinfarktes sein können (Sehr selten - betrifft 1 von 10.000 Behandelten),

Entzündung der Bauchspeicheldrüse, die zu schweren Schmerzen im Bauchraum und am

Rücken führen kann, begleitet von einem Gefühl des Unwohlseins (Sehr selten - betrifft 1 von

10.000 Behandelten),

Gelbfärbung der Haut oder Augen (Gelbsucht), das ein Anzeichen einer Hepatitis sein könnte

(Sehr selten - betrifft 1 von 10.000 Behandelten),

Lebensbedrohlicher unregelmäßiger Herzschlag (Nicht bekannt),

Erkrankung des Gehirns verursacht durch Lebererkrankung (Hepatische Enzephalopathie)

(Nicht bekannt).

Geordnet nach sinkender Häufigkeit könnten folgende Nebenwirkungen auftreten:

- Häufig (betrifft 1 von 10 Behandelten):

Hautreaktionen bei Patienten mit Prädisposition für allergische und asthmatische Reaktionen,

Kopfschmerzen, Schwindel, Drehschwindel, kribbelndes Hautgefühl, Sehstörungen, Tinnitus

(Empfinden von Geräuschen im Ohr), Husten, Kurzatmigkeit (Dyspnoe), Magen-Darm Störungen,

(Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Geschmacksstörungen, Verdauungsstörungen oder

Verdauungsprobleme, Durchfall, Verstopfung), allergische Reaktionen (Hautausschlag, Juckreiz),

Krämpfe, Gefühl von Müdigkeit.

- Gelegentlich (betrifft 1 von 100 Behandelten):

Stimmungsschwankungen, Schlafstörungen, Nesselsucht, Purpura (fleckenartige Blutungen in der

Haut),

Blasenansammlungen,

Nierenprobleme,

Impotenz,

Schwitzen,

Überschuss

Eosinophilen (ein Typ der weißen Blutkörperchen), Veränderungen in Laborparametern: hoher

Kaliumblutspiegel

(reversibel

Absetzen

Medikamentes),

niedriger

Natriumblutspiegel,

Schläfrigkeit, Ohnmacht, Palpitationen (Bewusste Wahrnehmung des Herzschlages), Tachykardie

(schneller Herzschlag), Hypoglykämie (sehr niedriger Blutzuckerspiegel) im Fall von diabetischen

Patienten, Vaskulitis (Entzündung der Blutgefäße), trockener Mund, Photosensitivitätsreaktionen

(erhöhte Empfindlichkeit der Haut gegenüber der Sonne), Arthralgie (Gelenkschmerz), Myalgie

(Muskelschmerz),

Brustschmerz,

Malaise,

peripheres

Ödem,

Fieber,

erhöhter

Blutharnstoff,

erhöhter Blutkreatininspiegel, Sturz.

- Selten (betrifft 1 von 1000 Behandelten):

Verschlechterung einer Psoriasis, Veränderungen der Laborparameter: erhöhte Levels von

Leberenzym, hohe Spiegel an Serumbilirubin, Müdigkeit.

- Sehr selten (betrifft 1 von 10.000 Behandelten):

Verwirrung, eosinophile Lungenentzündung (eine seltene Form der Lungenentzündung), Rhinitis

(verstopfte oder triefende Nase), schwere Nierenerkrankungen, Veränderungen der Blutwerte wie

z.B. eine niedrigere Anzahl an weißen und roten Blutkörperchen, niedrigere Hämoglobinwerte,

niedrigere Anzahl an Blutplättchen, hohe Konzentration von Kalzium im Blut, abnormale

Leberfunktion.

- Nicht bekannt (Häufigkeit kann aufgrund der verfügbaren Daten nicht abgeschätzt werden):

abnormale EKG Aufzeichnungen, Veränderungen in Laborparametern: niedrige Kaliumblutwerte,

hohe Harnsäureblutwerte und hohe Blutzuckerwerte, Kurzsichtigkeit (Myopie), verschwommenes

Sehen, Sichtbehinderungen. Wenn Sie an systemischem Lupus erythematosus leiden (eine

Erkrankung des Kollagensystems), könnte dieser verschlechtert werden.

Erkrankungen des Blutes, der Nieren, der Leber oder der Bauchspeicheldrüse und Änderungen der

Laborparameter (Bluttests) können auftreten. Möglicherweise wird Ihr Arzt Ihr Blutbild kontrollieren.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch

für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können

Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5. WIE IST BI PRETERAX 4mg/1,25mg AUFZUBEWAHREN?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen Bi Preterax 4mg/1,25mg nach dem auf dem Umkarton und dem Behältnis angegebenen

Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Nicht über 30° C lagern.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie

das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der

Umwelt bei.

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Bi Preterax 4mg/1,25mg enthält

- Die Wirkstoffe sind Perindopril Tert-Butylamin und Indapamid. Eine Tablette enthält 4 mg

Perindopril Tert-Butylamin (entsprechend 3,338mg Perindopril) und 1,25 mg Indapamid.

Die sonstigen Bestandteile in den Tabletten sind: Lactose-Monohydrat, Magnesiumstearat

(E470B), Hochdisperses hydrophobes Siliciumdioxid (E551) und Mikrokristalline Cellulose.

Wie Bi Preterax 4mg/1,25mg aussieht und Inhalt der Packung

Bi Preterax 4mg/1,25mg Tabletten sind weiße, längliche Tabletten. Eine Tablette enthält 4 mg

Perindopril Tert-Butylamin und 1,25 mg Indapamid.

Die Tabletten sind im Blister zu 14, 20, 28, 30, 50, 56, 60, 90, 100 oder 500 Tabletten erhältlich.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer

Servier Austria GmbH

Mariahilfer Strasse 20/7

A – 1070 Wien

Hersteller

Les Laboratoires Servier Industrie

905 route de Saran

45520 Gidy - Frankreich

Servier (Ireland) Industries Ltd

Gorey Road

Arklow - Co. Wicklow – Irland

Z.Nr.: 1-23085

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR)

unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Österreich

BI PRETERAX 4 mg/1,25 mg Tabletten

Belgien

BI PRETERAX

Zypern

PRETERAX 4/1,25

Frankreich

PRETERIAN 4mg/1.25mg

Griechenland

PRETERAX (4 MG/1,25 MG)

Ungarn

PRETANIX KOMB

Malta

COVERSYL PLUS

Die Niederlande

PERINDOPRIL TERT-BUTYLAMINE/INDAPAMIDE

SERVIER 4/1.25 MG

Slowenien

NOLIPREL FORTE 4mg/1.25mg tablete

Spanien

Bipreterax

4 mg/1,25 mg comprimidos

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt genehmigt im

März 2017.

ZUSAMMENFASSUNG DER MERKMALE DES ARZNEIMITTELS

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Bi Preterax 4mg/1,25mg Tabletten

2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Eine Tablette enthält 3,338 mg Perindopril entsprechend 4 mg Perindopril Tert-Butylamin und

1,25 mg Indapamid.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung: 61,55 mg Lactose-Monohydrat

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Tablette.

Weiße, längliche Tablette.

4. KLINISCHE ANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete

Behandlung der essentiellen Hypertonie bei Erwachsenen. Bi Preterax 4mg/1,25mg ist indiziert für

Patienten deren Blutdruck nicht ausreichend alleine durch Perindopril kontrolliert wird.

4.2 Dosierung, Art und Dauer der Anwendung

Dosierung

Eine Tablette Bi Preterax 4mg/1,25mg pro Tag als Einzeldosis, vorzugsweise Morgens und vor einer

Mahlzeit. Wenn möglich ist die Dosistitration der Komponenten empfohlen. Bi Preterax 4mg/1,25mg

Tabletten sollten angewendet werden wenn Blutdruck nicht ausreichend durch Preterax 2mg/0,625mg

Tabletten kontrolliert wird (wo erhältlich). Wenn klinisch erforderlich, sollte ein direkter Wechsel von

Monotherapie zu Bi Preterax 4mg/1,25mg angedacht werden.

Spezielle Populationen

Ältere Patienten (siehe Abschnitt 4.4)

Behandlung

sollte

unter

Berücksichtigung

Ansprechens

Blutdrucks

Nierenfunktion begonnen werden.

Eingeschränkte Nierenfunktion (siehe Abschnitt 4.4)

Bei schwerer Beeinträchtigung der Nierenfunktion (Kreatininclearance unter 30 ml/min) ist die

Behandlung

kontraindiziert.

Patienten

einer

moderaten

eingeschränkten

Nierenfunktion

(Kreatininclearance 30-60 ml/min) ist es empfohlen die Behandlung mit einer angemessenen Dosis der

freien Kombination zu beginnen. Bei Patienten mit einer Kreatininclearance, die größer oder gleich 60

ml/min ist, ist keine Dosisanpassung nötig. Die übliche medizinische Kontrolle wird eine häufige

Beobachtung von Kreatinin und Kalium beinhalten.

Eingeschränkte Leberfunktion (siehe Abschnitte 4.3, 4.4 und 5.2)

Bei schwerer Beeinträchtigung der Leberfunktion ist die Behandlung kontraindiziert.

Bei Patienten mit einer moderaten eingeschränkten Leberfunktion ist keine Dosisanpassung nötig.

Kinder und Jugendliche

Sicherheit

Effektivität

Perindopril

Tert-Butylamin/Indapamid

Kindern

Jugendlichen

wurden

noch

nicht

nachgewiesen.

sind

keine

Daten

verfügbar.

Preterax

4mg/1,25mg darf nicht bei Kindern und Jugendlichen angewendet werden.

Art der Anwendung

Zum Einnehmen.

4.3 Gegenanzeigen

Für Perindopril:

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen anderen ACE-Hemmer

Angioödem (Quincke-Ödem) in der Anamnese im Zusammenhang mit einer vorausgegangenen

ACE-Hemmer Therapie (siehe Abschnitt 4.4)

Hereditäres/idiopathisches Angioödem

Zweites und drittes Trimester der Schwangerschaft (siehe auch Abschnitt 4.4 und 4.6)

Die gleichzeitige Anwendung von Bi Preterax 4mg/1,25mg mit Aliskiren-haltigen Arzneimitteln ist

Patienten

Diabetes

mellitus

oder

eingeschränkter

Nierenfunktion

(GFR

<

60 ml/min/1,73m

) kontraindiziert (siehe Abschnitte 4.5 und 5.1).

Für Indapamid :

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder andere Sulfonamide

Schwere Beeinträchtigung der Nierenfunktion (Kreatininclearance unter 30 ml/min)

Hepatische Enzephalopathie

Schwere Beeinträchtigung der Leberfunktion

Hypokaliämie

Im Allgemeinen ist dieses Medikament nicht ratsam in Kombination mit nicht antiarrhythmischen

Arzneimitteln, welche Torsades-de-pointes verursachen (siehe Abschnitt 4.5).

Stillzeit (siehe Abschnitt 4.6).

Für Bi Preterax 4mg/1,25mg :

Überempfindlichkeit gegen einen der in Abschnitt 6.1 angeführten sonstigen Bestandteile

Da keine ausreichende therapeutische Erfahrung besteht, sollte Bi Preterax 4mg/1,25mg

nicht angewendet werden bei:

Dialysepatienten

Patienten mit unbehandelter, dekompensierter Herzinsuffizienz.

4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Besondere Warnhinweise

Für Perindopril und Indapamid

Lithium

Die Kombination von Lithium mit der Kombination von Perindopril und Indapamid ist normalerweise

nicht empfohlen (siehe Abschnitt 4.5).

Für Perindopril:

Duale Blockade des Renin-Angiotensin-Aldosteron Systems (RAAS)

gibt

Hinweise,

dass

gleichzeitige

Anwendung

ACE-Inhibitoren,

Angiotensin-II-

Rezeptorblockern

oder

Aliskiren

Risiko

einer

Hypotonie,

einer

Hyperkaliämie

einer

erniedrigten renalen Funktion (einschließlich akuten Nierenversagens) erhöht. Eine duale Blockade

RAAS

durch

gleichzeitige

Verwendung

ACE-Inhibitoren,

Angiotensin-II-

Rezeptorblockern oder Aliskiren wird daher nicht empfohlen (siehe Abschnitt 4.5 und 5.1).

Wenn eine Therapie mittels dualer Blockade als unbedingt notwendig erachtet wird, sollte dies

ausschließlich unter Kontrolle eines Spezialisten erfolgen und Nierenfunktion, Elektrolythaushalt und

Blutdruck sollten engmaschig überwacht werden.

ACE-Inibitoren

Angiotensin-II-Rezeptorblocker

dürfen

nicht

gleichzeitig

Patienten

diabetischer Nephropathie angewendet werden.

Kalium-sparende Arzneimittel, Kaliumergänzungsmittel oder Kalium-hältige Salzsubstitute

Die Kombination von Perindopril mit Kalium-sparenden Diuretika, Kaliumergänzungsmittel oder

Kalium-Salzen wird normalerweise nicht empfohlen (siehe Abschnitt 4.5).

Neutropenie/Agranulozytose/Thrombozytopenie/Anämie

Neutropenie/Agranulozytose,

Thrombozytopenie

Anämie

wurde

Patienten

welche

Hemmer erhielten berichtet. Bei Patienten mit normaler Nierenfunktion ohne andere Komplikationen,

tritt

Neutropenie

selten

auf.

Perindopril

muss

extremer

Vorsicht

Patienten

Kollagengefäßkrankheiten, Immunosuppressivtherapie, Therapie mit Allopurinol oder Procainamid,

oder

einer

Kombination

dieser

erschwerenden

Faktoren,

allem

vorhergehender

Beeinträchtigung der Nierenfunktion angewendet werden. Einige dieser Patienten haben schwere

Infektionen erlitten, welche in wenigen Fällen nicht auf intensive antibiotische Therapie ansprachen.

Wenn Perindopril bei solchen Patienten angewendet wird, wird zu einer regelmäßigen Überwachung

der Anzahl weißer Blutkörperchen geraten und Patienten müssen angewiesen werden, jedes Zeichen

einer Infektion zu berichten. (z.B.: Halsschmerzen, Fieber) (siehe Abschnitt 4.5 und 4.8).

Überempfindlichkeit/Angioödem

Ein Angioödem des Gesichts, der Gliedmaßen, Lippen, Zunge, Stimmritze und/oder des Kehlkopfes

wurde in seltenen Fällen bei Patienten, die mit ACE-Hemmern einschließlich Perindopril (siehe

Abschnitt 4.8) behandelt wurden, beobachtet. Dies kann zu jeder Zeit während der Behandlung

auftreten.

solchen

Fällen

muss

Perindopril

sofort

abgesetzt

werden

eine

geeignete

Überwachung muss vor der Entlassung des Patienten eingeleitet werden, um den vollständigen

Rückgang der Symptome sicherzustellen.

In Fällen bei denen die Schwellung auf Gesicht und Lippen beschränkt war, verschwand diese im

Allgemeinen ohne Behandlung, obwohl Antihistamine hilfreich bei der Linderung der Symptome

waren.

Angioödeme in Verbindung mit laryngealen Ödemen können tödlich sein. Wo eine Beteiligung der

Zunge, Stimmritze oder des Kehlkopfes, was wahrscheinlich eine Atemwegsobstruktion hervorrufen

kann, vorliegt, muss sofort eine geeignete Therapie welche eine subkutane Epinephrin Lösung 1:1000

(0,3 ml bis 0,5 ml) und/oder Maßnahmen für die Sicherstellung freier Atemwege beinhalten könnte,

verabreicht werden.

schwarzen

Patienten

welche

Hemmer

erhalten,

wurde

eine

höhere

Inzidenz

Angioödemen beobachtet, als bei nicht-schwarzen.

Patienten mit einem Angioödem in der Anamnese welches nicht in Verbindung zur ACE Hemmer

Therapie

steht

können

erhöhtes

Risiko

für

Angioödeme

während

Einnahme

Hemmern aufweisen. (siehe Abschnitt 4.3).

Selten wurden bei Patienten, welche mit ACE Hemmern behandelt werden intestinale Angioödeme

beobachtet. Bei diesen Patienten traten abdominale Schmerzen auf (mit oder ohne Übelkeit und

Erbrechen), in manchen Fällen gab es kein früheres Gesichtsangioödem und die C-1 Esterase Spiegel

waren normal. Das Angioödem wurde durch Methoden wie Abdomen- CT, Ultraschall oder durch

einen chirurgischen Eingriff diagnostiziert, wobei die Symptome nach Absetzen des ACE – Hemmers

verschwanden. Intestinale Angioödeme müssen in die Differenzialdiagnose bei Patienten die mit

ACE-Hemmern behandelt werden und bei denen Abdominalschmerzen vorliegen miteinbezogen

werden.

Gleichzeitige Anwendung von mTOR Inhibitoren (z.B. Sirolimus, Everolimus, Temsirolimus):

Patienten, die gleichzeitig mTOR Inhibitoren (z.B. Sirolimus, Everolimus, Temsirolimus) einnehmen,

könnten ein erhöhtes Risiko für ein Angioödem (z.B. Schwellung der Atemwege oder der Zunge, mit

oder ohne Behinderungen der Atmung) haben (siehe Abschnitt 4.5).

Anaphylaktische Reaktionen während der Desensibilisierung

einzelne

Berichte

über

Patienten

welche

Erfahrungen

länger

anhaltenden,

lebensbedrohlichen

anaphylaktischen

Reaktionen

während

Hemmertherapie

während

Desensibilisierungsbehandlung mit Hymenoptera-Gift (Bienen, Wespen). ACE Hemmer müssen mit

Vorsicht bei allergischen Patienten, welche mit einer Desensibilisierung behandelt werden angewendet

und bei Solchen, die sich einer Immuntherapie mit Hymenoptera-Gift unterziehen vermieden werden.

Diese

Reaktionen

können

jedoch

Patienten,

sowohl

ACE-Hemmer

auch

Desensibilisierungstherapie benötigen, vermieden werden, wenn der ACE-Hemmer vorübergehend für

mindestens 24 Stunden vor solch einer Behandlung abgesetzt wird.

Anaphylaktische Reaktionen während der LDL Apherese

Patienten welche ACE Hemmer während der LDL Apherese mit Dextran Sulphaten erhielten, erfuhren

selten

lebensbedrohliche

anaphylaktische

Reaktionen.

Diese

Reaktionen

wurden

durch

vorübergehendes Absetzen der ACE Hemmer Therapie vor jeder Apherese vermieden

Hämodialyse Patienten

Anaphylaktische Reaktionen wurden bei Patienten beobachtet, welche eine Dialyse mit High-Flux

Membranen (z.B.: AN 69

) erhielten und welche begleitend mit ACE Hemmern behandelt wurden.

Bei diesen Patienten muss der Gebrauch anderer Typen von Dialyse Membranen oder einer anderen

Art eines Antihypertensivums in Erwägung gezogen werden.

Schwangerschaft

Die Behandlung mit einem ACE-Hemmer sollte nicht während einer Schwangerschaft begonnen

werden. Sofern die Fortsetzung der Behandlung mit einem ACE-Hemmer nicht als unumgänglich

angesehen wird, sollte vor einer geplanten Schwangerschaft auf eine alternative antihypertensive

Behandlung umgestellt werden, die ein etabliertes Sicherheitsprofil für die Anwendung in der

Schwangerschaft besitzt.

Sobald eine Schwangerschaft festgestellt wird, sollte die Behandlung mit einem ACE-Hemmer sofort

abgesetzt und falls erforderlich mit einer Alternativbehandlung begonnen werden (siehe auch

Abschnitt 4.3 und 4.6).

Für Indapamid

Hepatische Enzephalopathie

Wenn die Leberfunktion beeinträchtigt ist können Thiaziddiuretika und thiazid-ähnliche Diuretika eine

hepatische Enzephalopathie verursachen. Wenn dies auftritt muss die Verabreichung von Diuretika

unverzüglich abgebrochen werden.

Fotosensibilität

Fälle von Fotosensibilitätsreaktionen mit Thiaziden und thiazidähnlichen Diuretika wurden berichtet.

(siehe Abschnitt 4.8) Wenn eine Fotosensibilitätsreaktion während der Behandlung auftritt, wird es

empfohlen

Behandlung

stoppen.

Wenn

eine

erneute

Verabreichung

Diuretika

unbedingt notwendig ist, wird es empfohlen freiliegende Stellen vor Sonne oder künstlichem UVA-

Licht zu schützen.

Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Für Perindopril und Indapamid

Eingeschränkte Nierenfunktion

Fällen

schwerer

eingeschränkter

Nierenfunktion

(Kreatininclearance

<

ml/min)

Behandlung kontraindiziert.

Bei bestimmten hypertonen Patienten ohne vorhergehende offensichtliche Nierenschädigung und bei

solchen bei denen Blutuntersuchungen eine funktionelle Niereninsuffizienz gezeigt haben, sollte die

Behandlung abgesetzt und entweder mit niedriger Dosis oder nur mit einem der beiden Bestandteile

wieder aufgenommen werden.

diesen

Patienten

umfasst

übliche

ärztliche

Kontrolle

eine

regelmäßige

Kalium-

Kreatininüberwachung,

zunächst

Wochen

nach

Therapiebeginn

dann

alle

Monate

unveränderter Fortführung der Therapie. Nierenversagen wurde vor allem bei Patienten mit schwerer

Herzinsuffizienz,

oder

einer

bestehenden

Nierenerkrankung,

einschließlich

Nierenarterienstenose,

beobachtet.

Die Anwendung des Arzneimittels wird bei einer bilateralen Nierenarterienstenose oder nur einer

funktionierenden Niere normalerweise nicht empfohlen.

Hypotonie und Wasser und Elektrolytmangel

Liegt ein Natriummangel vor, besteht das Risiko einer plötzlichen Hypotonie (insbesondere bei

Patienten mit Nierenarterienstenose). Deshalb sollte eine systematische Untersuchung auf klinische

Anzeichen eines Wasser und Elektrolytmangels durchgeführt werden, welcher möglicherweise mit

Episoden von Durchfall oder Erbrechen auftritt. Eine regelmäßige Kontrolle der Plasmaelektrolyte

muss bei solchen Patienten erfolgen.

Eine ausgeprägte Hypotonie kann eine intravenöse Infusion mit isotonischer Kochsalzlösung

erforderlich machen.

Eine vorübergehende Hypotonie ist keine Gegenanzeige für die Fortsetzung der Behandlung.

Nach der Wiederherstellung eines zufriedenstellenden Blutvolumens und Blutdrucks kann

die Behandlung entweder mit reduzierter Dosierung oder mit nur einem der Bestandteile

wieder aufgenommen werden.

Kaliumspiegel

Die Kombination von Perindopril und Indapamid verhindert nicht das Auftreten einer Hypokaliämie,

insbesondere

Diabetikern

oder

Patienten

Nierenversagen.

allen

anderen

antihypertensiven

Arzneimitteln

welche

Diuretikum

beinhalten,

muss

eine

regelmäßige

Überwachung des Plasmakaliumspiegels erfolgen.

Sonstige Bestandteile

Bi Preterax 4mg/1,25mg sollte nicht Patienten mit den seltenen hereditären Problemen Galactose-

Intoleranz, Lapp Lactase Mangel oder Glucose-Galactose Malabsorption verabreicht werden.

Für Perindopril:

Husten

Bei der Anwendung von ACE-Hemmern wurde von trockenem Husten berichtet. Persistenz

sowie

Abklingen

nach

Beendigung

Behandlung

für

charakteristisch.

Eine

iatrogene Äthiologie sollte im Falle dieses Symptoms in Betracht gezogen werden. Wenn die

Verschreibung eines ACE-Hemmers weiterhin bevorzugt wird, kann die Fortsetzung der

Behandlung in Erwägung gezogen werden.

Kinder und Jugendliche

Die Wirksamkeit und die Verträglichkeit von Perindopril bei Kindern und Jugendlichen wurden weder

allein noch in Kombination nachgewiesen.

Risiko

einer

arteriellen

Hypotonie

und/oder

Niereninsuffizienz

(in

Fällen

von

Herzinsuffizienz,

Wasser- und Elektrolytmangel, usw...)

Eine erhebliche Stimulation des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems wurde vor allem während

starkem Wasser- und Elektrolytmangel (strenge kochsalzfreie Diät oder längere Diuretikabehandlung)

bei Patienten beobachtet, deren Blutdruck initial niedrig war, in Fällen von Nierenarterienstenose,

kongestiver Herzinsuffizienz oder Zirrhose mit Ödem und Aszites.

Die Blockierung dieses Systems durch einen ACE-Hemmer kann hierbei insbesondere bei der ersten

Einnahme und während der ersten beiden Behandlungswochen einen plötzlichen Blutdruckabfall

und/oder

einen

Anstieg

Plasmakreatininspiegels

hervorrufen,

eine

funktionelle

Niereninsuffizienz hinweist. Gelegentlich kann dies akut auftreten, jedoch selten und zu jedem

Zeitpunkt.

In diesen Fällen muss die Behandlung mit einer niedrigeren Dosis begonnen und progressiv gesteigert

werden.

Ältere Patienten

Die Nierenfunktion und der Kaliumspiegel müssen vor Behandlungsbeginn überprüft werden. Die am

Anfang verabreichte Dosis wird später entsprechend den Blutdruckwerten angepasst, insbesondere bei

Fällen von Wasser- und Elektrolytmangel, um das plötzliche Auftreten einer Hypotonie zu vermeiden.

Atherosklerose

Das Risiko der Hypotonie besteht bei allen Patienten, jedoch sollte insbesonders Vorsicht bei

Patienten

ischämischen

Herzerkrankungen

oder

zerebraler

Durchblutungsstörung

geboten sein indem die Behandlung mit einer niedrigen Dosis begonnen wird.

Renovaskuläre Hypertonie

Revaskularisation ist die Behandlungsmethode bei renovaskulärer Hypertonie. Nichts desto trotz

können

ACE-Hemmer

für

Patienten

renovaskulärer

Hypertonie

günstig

sein,

einen

chirurgischen Eingriff warten oder wenn ein solcher Eingriff nicht möglich ist.

Wenn

Preterax

4mg/1,25mg

Patienten

bekannter

oder

vermuteter

Nierenarterienstenose

verschrieben

wird,

sollte

Behandlung

Krankenhaus

niedriger

Dosis

unter

Überwachung

Nierenfunktion

Kaliumspiegels

begonnen werden, da manche Patienten eine funktionelle Niereninsuffizienz entwickelt

haben, die bei Behandlungsabbruch reversibel war.

Herzversagen/schwere Herzinsuffizienz

Bei Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz (Stadium IV) muss die Behandlung unter medizinischer

Überwachung

reduzierter

Anfangsdosis

begonnen

werden.

hypertensiven

Patienten

Koronarinsuffizienz sollte die Behandlung mit Betablockern nicht unterbrochen werden: Der ACE-

Hemmer sollte dem Betablocker hinzugefügt werden.

Diabetiker

Patienten

insulinabhängigem

Diabetes

Mellitus

(spontane

Tendenz

erhöhten

Kaliumspiegeln)

muss

Behandlung

unter

medizinischer

Überwachung

reduzierter

Anfangsdosis begonnen werden.

Die Blutzuckerspiegel müssen bei Diabetikern welche vorhergehend mit oralen antidiabetischen

Medikamenten oder Insulin behandelt wurden streng überwacht werden, hauptsächlich während des

ersten Monats der Behandlung mit ACE-Hemmern (siehe Abschnitt 4.5).

Ethnische Unterschiede

Wie mit anderen ACE-Hemmern ist Perindopril offensichtlich weniger antihypertensiv wirksam bei

Schwarzen als bei Nicht-Schwarzen Patienten, möglicherweise aufgrund einer höheren Prävalenz

niedriger Renin Spiegel der schwarzen hypertensiven Population.

Chirurgischer Eingriff/ Anästhesie

ACE-Hemmer können Hypotonie im Falle einer Anästesie hervorrufen, ins besonders wenn das

verabreichte Anästhetikum ein Arzneimittel mit hypotensivem Potenzial ist.

Daher

wird

empfohlen,

Behandlung

langwirksamen

ACE-Hemmern

Perindopril

abzusetzen, wenn möglich einen Tag vor dem chirurgischen Eingriff.

Aortenstenose oder Mitralklappenverengung/ hypertrophe Kardiomyopathie

ACE-Hemmer muss bei Patienten mit einer Linksventrikelstenose vorsichtig angewendet werden.

Leberinsuffizienz

Selten wurden ACE-Hemmer mit einem Syndrom in Zusammenhang gebracht, das mit cholestatischer

Gelbsucht beginnt, sich in fulminanter hepatischer Nekrose fortsetzt und manchmal zum Tod führt.

Der Mechanismus dieses Syndroms ist nicht bekannt. Patienten, die unter ACE-Hemmertherapie eine

Gelbsucht entwickeln oder erhöhte Leberenzymwerte zeigen, müssen den ACE-Hemmer absetzen und

eine

entsprechende

medizinische

Nachbehandlung

erhalten

(siehe

Abschnitt

„Nebenwirkungen“).

Hyperkaliämie

Erhöhungen des Serumkaliums wurden bei manchen Patienten, die mit ACE-Hemmer inklusive

Perindopril behandelt wurden, beobachtet. Risikofaktoren für die Entwicklung einer Hyperkaliämie

schließen

Niereninsuffizienz,

Verschlechterung

Nierenfunktion,

Alter

(>70

Jahre),

Diabetes

Mellitus,

interkurrente

Ereignisse,

insbesondere

Dehydration,

akute

Herzdekompensation,

melabolische

Azidose

gleichzeitiger

Gebrauch

kaliumsparenden

Diuretika

(z.B.

Spironolakton,

Eplerenon,

Triamteren,

Amilorid…),

Kaliumsupplemente

oder

kaliumhaltige

Salzersatzstoffe,

oder

solche

Patienten

welche

andere

Arzneimittel

eine

Erhöhung

Serumkaliums

(z.B.:

Heparine,

andere

ACE-Hemmer,

Angiotensin-II-Rezeptorantagonisten,

Acetylsalicylsäure

3 g/Tag, COX-2 Inhibitoren und nicht-selektive NSAIDs, Immunsuppressiva, wie

z.B.

Cyclosporin

oder

Tacrolimus,

Trimethoprim)

hervorrufen,

ein.

Gebrauch

Kaliumsupplementen, Kaliumsparenden Diuretika oder kaliumhaltigen Salzersatzstoffen, besonders

Patienten

beeinträchtigter

Nierenfunktion,

kann

einem

signifikanten

Anstieg

Serumkaliums

führen.

Hyperkaliämie

kann

schwerwiegende,

manchmal

tödliche

Arrhythmien

verursachen. Wenn der gleichzeitige Gebrauch der oben genannten Arzneimittel unbedingt notwendig

ist, müssen diese mit Vorsicht und unter ständiger Beobachtung des Serumkaliums angewendet

werden. (siehe Abschnitt 4.5).

Für Indapamid

Wasser-Elektrolyt-Haushalt

Natriumspiegel

Diese sollten vor Beginn der Behandlung und dann in regelmäßigen Abständen bestimmt werden. Ein

Absinken der Natriumspiegel kann anfänglich asymptomatisch sein und daher ist eine regelmäßige

Überprüfung unbedingt notwendig. Die Überprüfung muss bei älteren und Zirrhosepatienten häufiger

erfolgen (siehe Abschnitte 4.8 und 4.9). Jede Diuretikatherapie kann eine Hyponatriämie hervorrufen,

was möglicherweise schwerwiegende Folgen haben kann. Hyponatriämie mit Hypovolämie kann zu

Dehydrierung und orthostatischer Hypotonie führen. Ein gleichzeitiger Verlust von Chloridionen kann

zu einer sekundären kompensatorischen metabolischen Alkalose führen: Häufigkeit und Schwere

dieser Erkrankung sind gering.

Kaliumspiegel

Der Kaliummangel mit Hypokaliämie ist das Hauptrisiko bei Thiaziddiuretika und thiazidähnlichen

Diuretika. Das Risiko des Auftretens niedriger Kaliumspiegel (<3,4 mmol/l) muss bei bestimmten

Hochrisikopopulationen wie älteren und/oder unterernährten Patienten mit oder ohne mehrfacher

Medikation, Zirrhosepatienten mit Ödemen und Aszites, Patienten mit koronarer Herzerkrankung und

Patienten mit Herzinsuffizienz vermieden werden.

In solchen Fällen erhöht die Hypokaliämie die Kardiotoxizität der Herzglykoside und das Risiko von

Rhythmusstörungen.

Patienten mit einem langen QT-Intervall sowohl kongenitalen als auch iatrogenen Ursprungs gehören

ebenfalls zur Risikogruppe. Die Hypokaliämie sowie auch die Bradykardie agieren als Faktoren

welche das Auftreten schwerer Herzrhythmusstörungen, insbesondere Torsades-de-pointes welche

tödlich sein können, begünstigen.

In allen Fällen sind häufigere Untersuchungen des Kaliumspiegels erforderlich. Die erste Messung des

Plasmakaliumspiegels muss während der ersten Woche nach Beginn der Behandlung stattfinden.

Sollten niedrige Kaliumspiegel festgestellt werden, ist eine Korrektur erforderlich.

Kalziumspiegel

Thiaziddiuretika und thiazidähnliche Diuretika können die Kalziumausscheidung im Harn vermindern

und zu einem geringen und vorübergehenden Anstieg des Plasmakalziumspiegels

führen. Stark

erhöhte

Kalziumspiegel

können

Verbindung

einem

nicht

diagnostizierten

Hyperparathyreoidismus stehen. In solchen Fällen muss die Behandlung abgebrochen werden, bevor

die Nebenschilddrüsen-Funktion untersucht wird.

Blutzucker

Eine Überwachung des Blutzuckers bei Diabetikern ist wichtig, vor allem wenn die Kaliumspiegel

niedrig sind.

Harnsäure

Die Tendenz zu Gichtanfällen kann bei hyperurikämischen Patienten erhöht sein.

Nierenfunktion und Diuretika

Thiaziddiuretika und thiazidähnliche Diuretika sind nur dann voll wirksam, wenn die Nierenfunktion

normal oder nur wenig beeinträchtigt ist (Kreatininspiegel niedriger als ca. 25 mg/l, d. h. 220

Micromol/l für einen Erwachsenen).

Bei älteren Patienten soll der Wert der Plasma-Kreatininspiegel in Abhängigkeit vom Alter, Gewicht

und Geschlecht des Patienten nach der Cockroft-Formel angepasst werden:

= (140 - Alter) x Gewicht/0,814 x Plasma-Kreatininspiegel

mit: Alter in Jahren,

dem Gewicht in kg

dem Kreatininspiegel in Micromol/l

Diese

Formel

geeignet

für

einen

älteren

männlichen

Patienten

sollte

Frauen

durch

Multiplikation des Ergebnisses mit 0,85 angepasst werden.

Die Hypovolämie als Folge von Wasser- und Natriumverlust durch das Diuretikum zu Beginn der

Behandlung

bewirkt

eine

Reduktion

glomerulären

Filtration.

Daraus

kann

Anstieg

Blutharnstoffs

Kreatininspiegels

entstehen.

Diese

vorübergehende

funktionelle

Niereninsuffizienz hat bei Patienten mit normaler Nierenfunktion keine nachteiligen Konsequenzen,

kann jedoch wie auch immer eine bereits bestehende eingeschränkte Nierenfunktion verschlechtern.

Leistungssportler

Leistungssportler

müssen

wissen,

dass

dieses

Arzneimittel

einen

Wirkstoff

enthält,

Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen kann.

Akute Myopie und sekundäres Winkelblockglaukom

Sulfonamide oder Sulfonamidderivate können eine idiosynkratische Reaktion hervorrufen, die zu einer

vorrübergehenden Myopie und einem akuten Winkelblockglaukom führen können. Ein unbehandeltes

akutes

Winkelblockglaukom

kann

völligem

Sehverlust

führen.

Primärtherapie

sollte

Arzneimitteleinnahme

rasch

möglich

beendet

werden.

Wenn

intraokulare

Druck

unkontrolliert bleibt, sollte eine sofortige medizinische oder chirurgische Behandlung in Betracht

gezogen werden. Risikofaktoren, die ein Auftreten des akuten Winkelblockglaukoms begünstigen,

sind eine Allergie gegen Sufonamide oder gegen Penicillin.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Für Perindopril und Indapamid:

Gleichzeitiger Gebrauch wird nicht empfohlen:

Lithium: Reversible Erhöhungen von Serum Lithiumkonzentrationen und Toxizität wurden bei

gleichzeitiger Einnahme von Lithium und ACE-Hemmern beobachtet. Der Gebrauch von Perindopril

kombiniert mit Indapamid mit Lithium wird nicht empfohlen, falls aber die Kombination als

notwendig erscheint, muss der Serum- Lithiumspiegel sorgfältig überwacht werden (siehe Abschnitt

4.4).

Gleichzeitiger Gebrauch welcher besondere Vorsichtsmaßnahmen erfordert:

Baclofen:

Erhöhte

antihypertensive

Wirkung.

Überwachung

Blutdrucks,

sowie

Dosisanpassung des Antihypertensivums wenn nötig.

-

Nichtsteroidale

entzündungshemmende

Medikamente

(NSAIDs)

(einschließlich

Acetylsalizylsäure

>

3g/Tag):

Wenn

ACE-Hemmer

gleichzeitig

nicht

steroidalen

entzündungshemmenden

Medikamenten

verabreicht

werden

(Acetylsalicylsäure

entzündungshemmender geregelter Dosis, COX-2 Hemmer und

nicht selektive NSARs) kann

eine Abschwächung des antihypertonen Effektes auftreten. Der gleichzeitige Gebrauch von ACE-

Hemmern

NSARs

kann

einem

erhöhtem

Risiko

Verschlechterung

Nierenfunktionen, welches auch mit einer akuten Niereninsuffizienz und einem Anstieg des

Kaliumspiegels

einhergehend

sein

kann,

allem

Patienten

vorhergehenden

Nierenfunktionsstörungen, führen. Diese Kombination sollte vor allem bei älteren Patienten mit

Vorsicht verabreicht werden. Patienten sollten adäquat hydriert werden und eine Überwachung

der Nierenfunktionen nach Beginn der Begleitmedikation und in weiterer Folge regelmäßig in

Erwägung gezogen werden.

Gleichzeitiger Gebrauch welcher Vorsichtsmaßnahmen erfordert:

Antidepressiva vom Imipramin Typ (trizyklische), Neuroleptika: Verstärkte antihypertensive

Wirkung und erhöhtes Risiko einer orthostatischen Hypotonie (additive Wirkung).

Für Perindopril

Daten aus klinischen Studien haben gezeigt, dass eine duale Blockade des Renin-Angiotensin-

Aldosteron-Systems (RAAS) durch gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-

Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren im Vergleich zur Anwendung einer einzelnen Substanz, die auf

RAAS

wirkt,

einer

höheren

Rate

unerwünschten

Ereignissen

Hypotonie,

Hyperkaliämie und einer Abnahme der Nierenfunktion (einschließlich eines akuten Nierenversagens)

einher geht (siehe Abschnitte 4.3, 4.4 und 5.1).

Arzneimittel, die eine Hyperkaliämie verursachen können

Einige Arzneimittel oder Arzneimittelklassen

können das Auftreten einer Hyperkaliämie

verstärken:

Aliskiren,

Kaliumsalze,

Kalium-sparende

Diuretika,

ACE-Inhibitoren,

Angiotensin-II-Rezeptorantagonisten,

NSAIDs,

Heparine,

Immunsuppressiva,

z.B.

Cyclosporin oder Tacrolimus, Trimethoprim. Die Kombination mit diesen Arzneimitteln

erhöht das Risiko einer Hyperkaliämie.

Gleichzeitiger Gebrauch, welcher kontraindiziert ist (siehe Abschnitt 4.3):

-

Aliskiren: Bei Diabetes-Patienten oder Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion, Risiko

einer Hyperkaliämie, Verschlechterung der Nierenfunktion und erhöhter kardiovaskulärer

Morbidität und Mortalität.

Gleichzeitiger Gebrauch wird nicht empfohlen:

-

Aliskiren: Bei anderen Patienten (nicht Diabetes oder eingeschränkte Nierenfunktion) Risiko

einer Hyperkaliämie, Verschlechterung der Nierenfunktion und erhöhter kardiovaskulärer

Morbidität und Mortalität (siehe Abschnitt 4.4).

-

Gleichzeitige Therapie mit ACE-Inhibitoren und Angiotensin-Rezeptorblockern: In der

Literatur

wurde

beschrieben,

dass

Patienten

fundierter

Artheriosklerose,

Herzinsuffizienz oder mit Diabetes mit Endorganschäden, die gleichzeitige Therapie eines

ACE-Hemmers mit einem Angiotensin-Rezeptorblocker mit einer höheren Häufigkeit für

Hypotonie,

Synkope,

Hyperkaliämie

einer

Verschlechterung

Nierenfunktion

(einschließlich akutem Nierenversagen) einhergeht – im Vergleich zur Anwendung eines

Arzneimittels,

Renin-Angiotensin-Aldosteron-System

eingreift.

Eine

duale

Blockade

(z.B.

durch

Kombination

eines

ACE-Hemmers

einem

Angiotensin-II-

Rezeptorantagonisten) sollte möglichst vermieden werden – mit Ausnahme von individuell

definierten

Fällen,

denen

Nierenfunktion,

Kaliumspiegel

Blutdruck

engmaschig

überwacht werden (siehe Abschnitt 4.4).

-

Estramustin:

Risiko

erhöhter

Nebenwirkungen

z.B.

angioneurotisches

Ödem

(Angioödem).

-

Kaliumsparende

Diuretika

(z.B.

Triamteren,

Amilorid…),

Kalium

(Salze):

Hyperkaliämie

(potentiell

tödlich),

Speziellen

Verbindung

eingeschränkter

Nierenfunktion (additiver hyperkaliämische Effekte). Die Kombination von Perindopril mit

oben

genannten

Arzneimitteln

wird

nicht

empfohlen

(siehe

Abschnitt

4.4).

Wenn

eine

gleichzeitige Anwendung dennoch indiziert ist, sollten diese Arzneimittel mit Vorsicht und

unter häufiger Kontrolle des Serumkaliumspiegels angewendet werden. Für die Anwendung

von Spironolacton bei Herzinsuffizienz siehe Abschnitt „

Gleichzeitiger

Gebrauch

welcher besondere Vorsichtsmaßnahmen erfordert“.

Gleichzeitiger Gebrauch welcher besondere Vorsichtsmaßnahmen erfordert:

-

Antidiabetika (Insulin, orale blutzuckersenkende Arzneimittel): Epidemiologische Studien

lassen die Schlussfolgerung zu, dass die gleichzeitige Verabreichung von ACE-Inhibitoren

und antidiabetischen Arzneimitteln (Insuline, orale blutzuckersenkende Medikamente) einen

erhöhten Blutzucker-senkenden Effekt mit einem Risiko der Hypoglykämie verursacht. Dieses

Phänomen

tritt

scheinbar

vermehrt

während

ersten

Wochen

einer

gleichzeitigen

Behandlung und bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion auf.

-

Nicht-Kalium-sparende Diuretika: Patienten, die mit Diuretika behandelt werden, und im

Speziellen jene, welche unter Volumen- und/oder Salzdepletion leiden, könnten nach Beginn

der Therapie mit einem ACE-Hemmer unter einer exzessiven Reduktion des Blutdrucks

leiden.

Möglichkeit

eines

hypotonischen

Effekts

kann

durch

Absetzung

Diuretikums, durch Erhöhung des Blut-Volumens oder Salzaufnahme vor Beginn der Therapie

mit niedrigen und schrittweise erhöhten Dosen von Perindopril reduziert werden.

Bei

arterieller

Hypertonie,

wenn

eine

vorangegangene

Diuretikatherapie

eine

Salz/Volumendepletion verursacht haben könnte, muss entweder das Diuretikum vor Beginn

der Therapie mit dem ACE-Inhibitor abgesetzt werden (in einem solchen Fall kann im

Nachhinein ein nicht-kalium-sparendes Diuretikum wiedereingeführt werden), oder die Gabe

des ACE-Hemmers muss mit einer niedrigen Dosis begonnen und schrittweise erhöht werden.

Bei Herzinsuffizienz, die mit einem Diuretikum behandelt wurde, muss der ACE-Hemmer mit

einer sehr niedrigen Dosis begonnen werden, gegebenenfalls nach einer Reduktion der Dosis

des assoziierten nicht-kalium-sparenden Diuretikums.

In allen Fällen muss die Nierenfunktion (Kreatinin-Spiegel) während der ersten Wochen der

ACE-Hemmer Therapie überwacht werden.

Kalium-sparende Diuretika (Eplerenon, Spironolacton): Mit Eplerenon oder Spironolacton

mit einer Dosierung zwischen12,5 mg und 50 mg pro Tag und mit niedrigen Dosen eines

ACE-Hemmers:

Behandlung

Klasse

II-IV

Herzinsuffizienz

(NYHA)

einer

Ejektionsfraktion <40%, und vorrausgehender Behandlung mit ACE-Hemmern und Schleifen-

Diuretika, Risiko der Hyperkaliämie (möglicherweise tödlich) im Speziellen in Fällen, in

denen die Verschreibungsempfehlungen über diese Kombination nicht beachtet wurden.

Überprüfen Sie das Nicht-Vorhandensein einer Hyperkaliämie oder einer eingeschränkten

Nierenfunktion bevor Sie der Behandlung in dieser Kombination begonnen wird.

Eine engmaschige Überwachung von Hyperkaliämie und Kreatininämie wird im ersten Monat

der Behandlung einmal pro Woche empfohlen am Beginn, danach monatlich.

-

Racecadotril: ACE Hemmer (z.B. Perindopril) können ein Angioödem verursachen.

Dieses Risiko könnte bei gleichzeitiger Anwendung von Racecadotril (ein Arzneistoff

gegen akute Diarrhoe) erhöht sein.

-

mTOR Inhibitoren (z.B. Sirolimus, Everolimus, Temsirolimus): Patienten, die

gleichzeitig mit mTOR Inhibitoren behandelt werden, könnten ein erhöhtes Risiko für

ein Angioödem haben (siehe Abschnitt 4.4).

Gleichzeitiger Gebrauch welcher Vorsichtsmaßnahmen erfordert

Antihypertonika und Vasodilatoren: Gleichzeitige Anwendung dieser Arzneimittel kann die

blutdrucksenkende

Wirkung

Perindopril

erhöhen.

Gleichzeitige

Anwendung

Nitroglyzerin und anderen Nitraten, oder anderen Vasodilatoren, kann den Blutdruck weiter

senken

Allopurinol,

zytostatische

oder

immunsuppressive

Arzneimittel,

systemische

Kortikosteroide oder Procainamid: Die gleichzeitige Verabreichung von ACE-Hemmern

kann zu einem erhöhten Risiko für Leukopenie führen (siehe Abschnitt 4.4.).

Anästhetika: ACE-Hemmer können die hypotensive Wirkung von bestimmten Anästhetika

Erhöhen (siehe Abschnitt 4.4).

Gliptine (Linagliptin, Saxagliptin, Sitagliptin, Vildagliptin): Erhöhtes Risiko eines

Angioödems auf Grund erniedrigter Aktivität der Dipeptidyl-peptidase IV (DPP_IV) durch

das Gliptin, bei Patienten, die gleichzeitig mit einem ACE-Hemmer behandelt werden.

Sympathomimetika: Sympatomimetika können den blutdrucksenkenden Effekt eines ACE-

Hemmers reduzieren.

Gold: Nitritoide Reaktionen (Symptome beinhalten Flush, Übelkeit, Erbrechen und

Hypotonie) wurden bei Patienten unter Therapie mit injizierbarem Gold (Natrium

Aurothiomalat) und gleichzeitiger ACE-Hemmer Therapie welche Perindopril beinhaltet

beobachtet.

Für Indapamid

Gleichzeitiger Gebrauch welcher besondere Vorsichtsmaßnahmen erfordert:

Torsades-de-pointes induzierende Arzneimittel: Aufgrund des Risikos einer Hypokaliämie

sollte Indapamid mit Vorsicht verabreicht werden wenn es in Verbindung mit Arzneimitteln

steht welche Torsades-de-pointes hervorgerufen haben, wie die Klasse IA Antiarrhythmika

(Quinidin, Hydroquinidin, Disopyramid); Klasse III Antiarrhythmika (Amiodaron, Dofetilid,

Ibutilid,

Bretylium,

Sotalol);

einige

Neuroleptika

(Chlorpromazin,

Cyamemazin,

Levomepromazin,

Thioridazin,

Trifluoperazin),

Benzamide

(Amisulprid,

Sulpirid,

Sultoprid,

Tiaprid),

Butyrophenone

(Droperidol,

Haloperidol),

andere

Neuroleptika

(Pimozid);

andere

Wirkstoffe

Bepridil,

Cisaprid,

Diphemanil,

i.v.

Erythromycin,

Halofantrin,

Mizolastin,

Moxifloxacin,

Pentamidin,

Sparfloxacin,

i.v.Vincamin,

Methadon,

Astemizol,

Terfenadin.

Vorbeugung von niedrigen Kaliumspiegeln und Korrektur falls notwendig: Beobachtung des

QT Intervalls.

-

Kalium-senkende Arzneimittel: Amphotericin B (i.v.), Gluco- und Mineralocorticoide

(systemisch), Tetracosactid, stimulierende Laxantien: Erhöhtes Risiko niedriger

Kaliumspiegel (additive Wirkung). Überwachung und wenn nötig Korrektur des

Kaliumspiegels; besonders zu beachten in Fällen der Behandlung mit Digitalis. Nicht

stimulierende Laxantien sollten verwendet werden.

-

Digitalis

Präparate:

Niedrige

Kaliumspiegel

begünstigen

toxischen

Wirkungen

Digitalis.

Kaliumspiegel

müssen

überwacht

wenn

nötig

Behandlung

überdacht werden.

Gleichzeitiger Gebrauch welcher Vorsichtsmaßnahmen erfordert:

-

Kalium-sparende

Diuretika (Amilorid, Spironolacton, Triamteren): Obwohl rationale

Kombinationen bei einigen Patienten hilfreich sein könnten, können trotzdem Hypokaliämie

oder Hyperkaliämie auftreten – vor allem bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion

oder Diabetes), Kaliumspiegel und EKG müssen überwacht und wenn nötig die Behandlung

überdacht werden.

-

Metformin: Metformin-bedingte Laktatazidose, ausgelöst durch eine mögliche

funktionelle

Niereninsuffizienz

Zusammenhang

Diuretika,

insbesondere

Schleifendiuretika. Verwenden Sie kein Metformin wenn die Plasmakreatininspiegel 15 mg/l

(135 Micromol/l) bei Männern und 12 mg/l (110 Micromol/l) bei Frauen übersteigen.

-

Iodhaltige Kontrastmittel: In Fällen von Dehydration ausgelöst durch Diuretika besteht

insbesondere bei Anwendung hoher Dosen iodhaltiger Kontrastmittel ein erhöhtes Risiko einer

akuten Niereninsuffizienz. Eine Rehydrierung muss vor der Verabreichung der iodhaltigen

Substanz durchgeführt werden.

Kalzium(salze):

Risiko

eines

erhöhten

Kalziumspiegels

durch

verminderte

Kalziumausscheidung im Harn.

-

Ciclosporin, Tacrolimus: Risiko eines erhöhten Kreatininspiegels ohne Änderung der

zirkulierenden Ciclosporinkonzentration, auch bei nicht vorhandenen Salz und Wassermangel.

Corticosteroide, Tetracosactid (i.v.): Reduktion des antihypertonen Effekts (Salz und

Wasserspeicherung auf Grund der Corticosteroide).

4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Zieht man die Einzelkomponenten dieses Kombinationsproduktes hinsichtlich Schwangerschaft und

Stillzeit in Betracht, wird Bi Preterax 4mg/1,25mg während dem 1. Schwangerschaftstrimester nicht

empfohlen.

Während des 2. und 3. Schwangerschaftstrimesters ist Bi Preterax 4mg/1,25mg kontraindiziert.

Bi Preterax 4mg/1,25mg ist während der Stillzeit kontraindiziert. Es sollte daher entschieden werden,

ob der Abbruch der Einnahme von Bi Preterax 4mg/1,25mg oder der Abbruch des Stillens hinsichtlich

der Wichtigkeit der Therapie für die Mutter vorzuziehen ist.

Schwangerschaft

Für Perindopril

Die Anwendung von ACE-Hemmer wird im ersten Schwangerschaftstrimester nicht empfohlen

(siehe auch Abschnitt 4.4). Die Anwendung von ACE-Hemmer ist während des zweiten und

dritten Schwangerschaftstrimesters kontraindiziert (siehe auch Abschnitt 4.3 und 4.4).

Die epidemiologische Evidenz bezüglich des Teratogenitätsrisikos nach einer Behandlung mit

einem ACE - Hemmer im ersten Schwangerschaftstrimester ist nicht schlüssig, jedoch kann ein

leicht erhöhtes Risiko nicht ausgeschlossen werden. Sofern die Fortsetzung der Behandlung mit

einem ACE - Hemmer nicht als unumgänglich angesehen wird, sollte vor einer geplanten

Schwangerschaft auf eine alternative antihypertensive Behandlung umgestellt werden, die ein

etabliertes Sicherheitsprofil für die Anwendung in der Schwangerschaft besitzt. Sobald eine

Schwangerschaft festgestellt wird, sollte die Behandlung mit einem ACE - Hemmer sofort

abgesetzt und falls erforderlich mit einer Alternativbehandlung begonnen werden.

Es ist bekannt, dass die Therapie mit einem ACE - Hemmer während des zweiten und dritten

Trimesters foetotoxisch wirkt (Nierenfunktionsstörung, Oligohydramnion, Verlangsamung der

Schädel-Ossifikation) und beim Neugeborenen toxische Wirkungen wie Nierenversagen,

Hypotension, Hyperkaliämie auslösen kann (siehe Abschnitt 5.3).

Sollte eine Exposition mit einem ACE - Hemmer im zweiten oder dritten Trimester stattgefunden

haben, werden Ultraschallkontrollen des Schädels und der Nierenfunktion empfohlen.

Säuglinge, deren Mütter ACE - Hemmer eingenommen haben, müssen engmaschig im Hinblick

auf Hypotension überwacht werden (siehe Abschnitte 4.3 und 4.4).

Für Indapamid:

Es gibt keine bis limitierte Daten (weniger als 300 Schwangerschaftsberichte) über die Anwendung

von Indapamid bei schwangeren Frauen. Eine längere Exposition gegenüber Thiaziden während des

dritten Schwangerschaftstrimenons kann das mütterliche Plasmavolumen reduzieren, sowie den

uteroplazentaren Blutfluss, was eine Feto-Plazenta Ischämie und eine Wachstumsverzögerung

verursachen kann.

Tierstudien zeigten keinen direkten oder indirekten schädlichen Effekt in Bezug auf

Reproduktionstoxizität (siehe Abschnitt 5.3).

Als Vorsichtsmaßnahme wird empfohlen auf Indapamid in der Schwangerschaft zu verzichten.

Stillzeit

Bi Preterax 4mg/1,25mg ist während der Stillzeit kontraindiziert.

Für Perindopril:

Da keinerlei Information über die Anwendung von Perindopril während der Stillzeit vorhanden ist,

wird die Anwendung von Bi Preterax 4mg/1,25mg nicht empfohlen und es sollte eine alternative

Behandlung vorgezogen werde, die ein etabliertes Sicherheitsprofil während der Stillzeit, insbesondere

jedoch während der Stillzeit von Neugeborenen und Frühgeborenen, besitzt.

Für Indapamid:

Es gibt nur unzureichende Informationen darüber, ob Indapamid/Metabolite in die Muttermilch

übergehen. Hypersensitivität gegenüber Sulfonamidderivaten, Hypokaliämie und Kernikterus könnten

auftreten. Ein Risiko für Neugeborene/Kinder kann nicht ausgeschlossen werden.

Indapamid ist eng verwandt mit Thiaziddiuretika, welche während des Stillens mit einer Senkung

oder auch einer Unterdrückung des Milchflußes in Zusammenhang gebracht wurden.

Indapamid ist kontraindiziert während der Stillzeit.

Fertilität

Für Perindopril und Indapamid

Reproduktionsstudien zeigten keinen Effekt auf die Fertilität in weiblichen und männlichen Ratten

(siehe Abschnitt 5.3). Keine Effekte auf die menschliche Fertilität werden erwartet.

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen

Für Perindopril, Indapamid und Bi Preterax 4mg/1,25mg :

Die beiden Wirkstoffe, einzeln oder kombiniert in Bi Preterax 4mg/1,25mg haben keinen Einfluss auf

die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen, aber individuelle Reaktionen

aufgrund von zu niedrigem Blutdruck können bei manchen Patienten auftreten, insbesondere nach

Beginn der Behandlung oder in Kombination mit anderen antihypertensiven Medikamenten.

Daher kann die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen beeinträchtigt sein.

4.8 Nebenwirkungen

Zusammenfassung des Sicherheitsprofils

Die Verabreichung von Perindopril hemmt die Achse Renin-Angiotensin-Aldosteron und kann zur

Reduktion

des durch Indapamid

verursachten

Kaliumverlusts

führen. 4 % der mit

Preterax

4mg/1,25mg behandelten Patienten erfahren eine Hypokaliämie (Kaliumspiegels < 3.4 mmol/l).

Die häufigsten beobachteten Nebenwirkungen sind:

mit Perindopril: Benommenheit, Kopfschmerzen, Parästhesie, Dysgeusie,

Sichtbeeinträchtigungen, Schwindel (Vertigo), Tinnitus, Hypotonie, Husten, Dyspnoe,

Abdominalschmerz, Verstopfung, Dyspepsie, Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Pruritus,

Hautausschlag, Muskelkrämpfe und Asthenie.

mit Indapamid: Überempfindlichkeitsreaktionen, hauptsächlich dermatologisch, in Patienten

mit einer Prädisposition für allergische und asthmatische Reaktionen und makulopapulöse

Ausschläge.

Tabuläre Aufzählung der Nebenwirkungen

Folgende Nebenwirkungen wurden während klinischer Studien und/oder post-marketing Verwendung

beobachtet und sind nach folgenden Häufigkeiten geordnet:

Sehr häufig (>1/10) , häufig (>1/100, <1/10), gelegentlich (>1/1.000, <1/100), selten (>1/10.000,

<1/1.000), sehr selten (<1/10.000), nicht bekannte Häufigkeit (auf Grundlage der verfügbaren Daten

nicht abschätzbar).

Häufigkeit

MedDRA

System Organ Klasse

Nebenwirkung

Perindopril

Indapamid

Infektionen

und

parasitäre

Erkrankungen

Rhinitis

Sehr selten

Eosinophilie

Gelegentlich*

Agranulozytose (siehe Abschnitt 4.4)

Sehr selten

Sehr selten

Aplastische Anaemie

Sehr selten

Panzytopenie

Sehr selten

Leukopenie

Sehr selten

Sehr selten

Neutropenie (siehe Abschnitt 4.4)

Sehr selten

Haemolytische Anaemie

Sehr selten

Sehr selten

Erkrankungen

des

Blutes

und

des

Lymphsystems

Thrombocytopenie (siehe Abschnitt 4.4)

Sehr selten

Sehr selten

Erkrankungen

des

Immunsystems

Hypersensitivität

(hauptsächlich

dermatologisch,

Patienten

einer

Prädisposition

für

allergische

asthmatische Reaktionen)

Häufig

Hypoglykaemie (siehe Abschnitt 4.4 und

4.5)

Gelegentlich*

Hyperkaliämie,

reversibel

nach

Absetzung (siehe Abschnitt 4.4)

Gelegentlich*

Hyponatriämie (siehe Abschnit 4.4)

Gelegentlich*

Nicht bekannt

Hyperkalziämie

Sehr selten

Stoffwechsel-

und

Ernaehrungsstoerungen

Kalium

Depletion

Hypokaliämie

besonders

schwer

best.

Hochrisikopopulationen (siehe Abschnitt

4.4)

Nicht bekannt

Stimmungsschwankungen

Gelegentlich

Schlafstörungen

Gelegentlich

Psychiatrische

Erkrankungen

Verwirrung

Sehr selten

Benommenheit

Häufig

Kopfschmerzen

Häufig

Selten

Paraesthesie

Häufig

Selten

Dysgeusie

Häufig

Schläfigkeit

Gelegentlich*

Synkope

Gelegentlich*

Nicht bekannt

Schlaganfall,

möglicherweise

sekundär

nach

exzessiver

Hypotonie

Hochrisikopatienten

(siehe

Abschnitt

4.4)

Sehr selten

Erkrankungen

des

Nervensystems

Möglichkeit

einer

hepatischen

Enzephalopathie

Fall

einer

Leberinsuffizienz

(siehe

Abschnitt

und 4.4)

Nicht bekannt

Sichtbehinderung

Häufig

Nicht bekannt

Myopie (siehe Abschnitt 4.4)

Nicht bekannt

Augenerkrankungen

Verschwommenes Sehen

Nicht bekannt

Vertigo

Häufig

Selten

Erkrankungen

des

Ohrs

und

des

Labyrinths

Tinnitus

Häufig

Palpitationen

Gelegentlich*

Tachykardie

Gelegentlich*

Angina pectoris (siehe Abschnitt 4.4)

Sehr selten

Arrhythmien

(einschließlich

Bradykardie,

ventrikuläre

Tachykardie,

Vorhofflimmern)

Sehr selten

Sehr selten

Myokardinfarkt

möglicherweise

sekundär nach exzessiver Hypotonie bei

Hochrisikopatienten

(siehe

Abschnitt

4.4)

Sehr selten

Herzerkrankungen

Torsade

pointes

(möglicherweise

tödlich) (siehe Abschnitt 4.4 und 4.5)

Nicht bekannt

Hypotonie und hypotone Effekte (siehe

Abschnitt 4.4)

Häufig

Sehr selten

Gefaesserkrankungen

Vaskulitis

Gelegentlich*

Husten (siehe Abschnitt 4.4)

Häufig

Dyspnoe

Häufig

Bronchospasmus

Gelegentlich

Erkrankungen

der

Atemwege,

des

Brustraums

und

Mediastinums

Eosinophile Pneumonie

Sehr selten

Abdominalschmerz

Häufig

Verstopfung

Häufig

Selten

Durchfall

Häufig

Dyspepsie

Häufig

Übelkeit

Häufig

Selten

Erbrechen

Häufig

Gelegentlich

Trockener Mund

Gelegentlich

Selten

Erkrankungen

des

Gastrointestinaltrakts

Pankreatitis

Sehr selten

Sehr selten

Hepatitis (siehe Abschnitt4.4)

Sehr selten

Nicht bekannt

Leber-

und

Gallenerkrankungen

Leberfunktion abnormal

Sehr selten

Pruritus

Häufig

Hautausschlag

Häufig

Hautausschlag makulo-papulär

Häufig

Urtikaria (siehe Abschnitt 4.4)

Gelegentlich

Sehr selten

Angioödem (siehe Abschnitt 4.4)

Gelegentlich

Sehr selten

Purpura

Gelegentlich

Hyperhidrose

Gelegentlich

Photosensitivitätsreaktion

Gelegentlich*

Nicht bekannt

Pemphigoid

Gelegentlich*

Psoriasis Verschlimmerung

Selten*

Erythema multiforme

Sehr selten

Toxische epidermale Nekrolyse

Sehr selten

Erkankungen der Haut

und

des

Unterhautzellgewebes

Stevens Johnson Syndrom

Sehr selten

Muselkrämpfe

Häufig

Mögliche

Verschlechterung

eines

vor-

existierenden akuten verbreiteten Lupus

erythematosus

Nicht bekannt

Arthralgie

Gelegentlich*

Skelettmuskulatur-,

Bindegewebs-

und

Knochenerkrankungen

Myalgie

Gelegentlich*

Niereninsuffizienz

Gelegentlich

Erkrankungen

der

Nieren und Harnwege

Akutes Nierenversagen

Sehr selten

Sehr selten

Erkrankungen

der

Geschlechtsorgane

und

der Brustdruese

Erektile Dysfunktion

Gelegentlich

Allgemeine

Asthenie

Häufig

Brustschmerzen

Gelegentlich*

Malaise

Gelegentlich*

Ödem peripher

Gelegentlich*

Pyrexie

Gelegentlich*

Erkrankungen

und

Beschwerden

am

Verabreichungsort

Fatigue

Selten

Blutharnstoff erhöht

Gelegentlich*

Blutkreatinin erhöht

Gelegentlich*

Blutbilirubin erhöht

Selten

Leberenzym erhöht

Selten

Nicht bekannt

Hämoglobin

erniedrigt

Hämatokrit

erniedrigt (siehe Abschnitt 4.4)

Sehr selten

Blutglukose erhöht

Nicht bekannt

Blutharnsäure erhöht

Nicht bekannt

Untersuchungen

Elektrokardiogramm

verlängert

(siehe Abschnitte 4.4 und 4.5)

Nicht bekannt

Verletzung,

Vergiftung

und

durch

Eingriffe

bedingte

Komplikationen

Sturz

Gelegentlich*

* Häufigkeit berechnet von klinischen Studien für Nebenwirkungen berichtet in spontanen Berichten.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie

ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung über

das nationale Meldesystem anzuzeigen:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

4.9 Überdosierung

Symptome

Die wahrscheinlichste Nebenwirkung im Falle einer Überdosierung ist die Hypotonie, die manchmal

verbunden

sein

kann

Übelkeit,

Erbrechen,

Krämpfen,

Schwindelgefühl,

Schläfrigkeit,

Verwirrungszustände, Oligurie bis hin zur Anurie (hypovolämisch bedingt). Es können Störungen des

Wasser-Elektrolyt-Haushalts auftreten (niedrige Natriumspiegel, niedrige Kaliumspiegel).

Management

Die ersten Maßnahmen zur sofortigen Elimination des Arzneimittels sind die Entgiftung durch

Magenspülung

und/oder

Verabreichung

Aktivkohle

danach

Wiederherstellung

Flüssigkeit- und Elektrolyt-Haushalt in einem darauf spezialisierten Zentrum bis zur Normalisierung.

Sollte eine starke Hypotonie auftreten, so kann dies damit behandelt werden, dass der Patient in

Rückenlage mit dem Kopf nach unten gelagert wird. Wenn nötig kann eine intravenöse isotonische

Kochsalzlösung

verabreicht

werden

oder

eine

andere

Methode

Volumenexpansion

kann

angewendet werden.

Perindoprilat, die aktive Form von Perindopril, ist dialysierbar (siehe Abschnitt 5.2).

5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Perindopril und Diuretika

ATC Code: C09BA04

Bi Preterax 4mg/1,25mg ist die Kombination von Perindopril Tert-Butylamin Salz, einem ACE-

Hemmer,

Indapamid,

einem

Chlorosulfamoyl-Diuretikum.

pharmakologischen

Eigenschaften des Arzneimittels bestehen aus den Eigenschaften jedes der einzelnen Bestandteile.

Dazu kommt die additive Wirkung der beiden kombinierten Substanzen.

Wirkmechanismus

Für Bi Preterax 4mg/1,25mg:

Bi Preterax 4mg/1,25mg zeigt eine additive Synergie der antihypertensiven Wirkung der beiden

Bestandteile.

Für Perindopril:

Perindopril ist ein Hemmer des Angiotensin Converting Enzymes (ACE-Hemmer), welcher das

Angiotensin I in Angiotensin II , eine vasopressorische Substanz, umwandelt. Zusätzlich stimuliert das

Enzym die Sekretion von Aldosteron durch die Nebennierenrinde sowie den Abbau von Bradykinin,

einer vasodilatatorischen Substanz, in inaktive Heptapeptide.

Daraus folgt:

- eine Verminderung der Aldosteronsekretion,

- eine Steigerung der Plasma-Reninaktivität, da das Aldosteron keine negative Rückkoppelung mehr

ausübt,

- ein Rückgang des peripheren Gesamtwiderstands mit bevorzugter Wirkung auf Muskel- und

Nierengefäße,

ohne

dass

eine

Wasser-

Salzretention

oder

eine

Reflextachykardie

chronischer Behandlung auftritt.

Die antihypertensive Wirkung von Perindopril tritt auch bei Patienten mit niedrigen oder normalen

Reninkonzentrationen auf.

Perindopril wirkt durch seinen aktiven Metaboliten, das Perindoprilat. Die anderen Metaboliten sind

inaktiv.

Perindopril reduziert die Herzarbeit:

durch

vasodilatatorische

Wirkung

Venen,

wahrscheinlich

verursacht

durch

eine

Veränderung des Prostaglandin-Metabolismus: Verringerung der Vorlast,

- durch die Verringerung des gesamten peripheren Widerstandes: Verringerung der Nachlast.

Studien, welche bei Patienten mit Herzinsuffizienz durchgeführt wurden haben gezeigt:

- einen Rückgang des links- und rechtsventrikulären Füllungsdrucks,

- eine Verringerung des totalen peripheren vaskulären Gesamtwiderstands,

- eine Steigerung des cardialen outputs und eine Verbesserung des Herzindex,

- eine Steigerung des regionalen Blutflusses im Muskel.

Auch die Belastungstests zeigten Verbesserungen.

Für Indapamid:

Indapamid

Sulfonamidderivat

Indolring

pharmakologisch

Gruppe

Thiaziddiuretika

verwandt.

Indapamid

hemmt

Reabsorption

Natrium

kortikalen

Verdünnungssegment.

Dies erhöht die Harnausscheidung von Natrium und Chloriden und in geringerem Umfang die

Ausscheidung von Kalium und Magnesium, was dadurch zu einer Erhöhung der ausgeschiedenen

Harnmenge und einer antihypertensiven Wirkung führt.

Pharmakodynamische Wirkungen

Für Bi Preterax 4mg/1,25mg:

Beim hypertensiven Patienten übt Bi Preterax 4mg/1,25mg unabhängig vom Alter eine dosisabhängige

antihypertensive Wirkung auf den diastolischen und systolischen Blutdruck während dem Liegen oder

Stehen aus. Diese antihypertensive Wirkung dauert 24 Stunden an. Die Blutdrucksenkung wird nach

weniger als einem Monat und ohne Tachyphylaxie erreicht, das Absetzen der Behandlung erzeugt

keinen Reboundeffekt. Während klinischer Studien führte die gleichzeitige Gabe von Perindopril und

Indapamid

einer

synergistischen

antihypertensiven

Wirkung

Vergleich

separaten

Verabreichung der einzelnen Wirkstoffe.

PICXEL, eine multizentrische, randomisierte, doppelblind- und aktiv kontrollierte Studie belegte

mittels Echokardiographie die Wirkung der Perindopril/Indapamid Kombination bei linksventrikulärer

Hypertrophie (LVH) gegenüber einer Enalapril Monotherapie.

PICXEL

wurden

Hypertoniker

einer

(definiert

linksventrikulärer

Massenindex

(LVMI) > 120 g/m2 bei Männern und > 100 g/m2 bei Frauen) mit Perindopril 2 mg/Indapamid 0,625

mg oder Enalapril 10 mg einmal täglich für eine Behandlung von einem Jahr randomisiert. Die Dosis

wurde der Blutdruckkontrolle angepasst, erhöht bis 8mg Perindopril und 2,5mg Indapamid oder 40mg

Enalapril einmal täglich. Nur 34% der Patienten wurden weiterhin mit Perindopril 2 mg/Indapamid

0,625 mg behandelt (versus 20% mit Enalapril 10 mg).

Ende

Behandlung

einer

signifikanten

Abnahme

LVMI

Perindopril/Indapamid Gruppe (-10.1 g/m²) gegenüber der Enalapril Gruppe (-1.1 g/m²) innerhalb der

gesamten randomisierten Patientenpopulation. Der Unterschied zwischen den Gruppen bzgl. der

LVMI Änderung betrug -8,3 (95% CI (-11.5,-5.0), p < 0,0001).

Die erreichte Wirkung bezüglich des LVMI war bei höheren Dosen von Perindopril/Indapamid größer

als bei den in Preterax und Bi Preterax zugelassenen.

Hinsichtlich des Blutdrucks betrug der berechnete Mittelwert der Differenz zwischen den Gruppen in

der randomisierten Population -5.8 mmHg (95% CI (-7.9, -3.7), p < 0.0001) für den systolischen

Blutdruck bzw. -2.3 mmHg (95% CI (-3.6,-0.9), p = 0.0004) für den diastolischen Blutdruck, zu

Gunsten der Perindopril/Indapamid Gruppe.

Für Perindopril:

Perindopril ist in allen Stadien der Hypertonie wirksam: bei leichter, mäßiger, aber auch schwerer: Im

Liegen wie im Stehen ist ein Rückgang des systolischen und diastolischen Blutdrucks zu verzeichnen.

Die maximale antihypertensive Wirkung wird 4 bis 6 Stunden nach einmaliger Einnahme erreicht und

bleibt 24 Stunden lang bestehen.

Es besteht eine hohe Restblockade des ACE- Enzyms, nach 24 Stunden ungefähr 80 %.

Bei Patienten, die auf die Behandlung ansprechen, tritt eine Normalisierung des Blutdrucks innerhalb

eines Monates ein und bleibt ohne Tachyphylaxie bestehen.

Der Abbruch der Behandlung hat keinen hypertensiven Rebound-Effekt.

Perindopril besitzt vasodilatatorische Eigenschaften, stellt die Elastizität der großen Arterien wieder

her,

korrigiert

histomorphometrische

Veränderungen

Widerstandsgefäßen

bewirkt

eine

Reduktion der linksventrikulären Hypertrophie.

Bei Bedarf führt die zusätzliche Anwendung eines Thiaziddiuretikums zu einer additiven Synergie.

Die Kombination eines ACE-Hemmers und eines Thiaziddiuretikums vermindert das bei alleiniger

Anwendung eines Diuretikums bestehende Hypokaliämierisiko.

Für Indapamid:

Indapamid

Monotherapie

eine

antihypertensive,

Stunden

anhaltende

Wirkung.

Diese

Wirkung tritt bei Dosen auf, unter denen die diuretischen Eigenschaften schwach in Erscheinung

treten.

Die antihypertensive Wirkung ist proportional der Verbesserung der arteriellen Compliance und der

Verringerung des gesamten und arteriolären peripheren Gefäßwiderstands. Indapamid reduziert die

linksventrikuläre Hypertrophie.

Wenn eine Dosis Thiaziddiuretika und Thiazid ähnliche Diuretika überschritten wird, erreicht die

antihypertensive Wirkung ein Plateau, wobei die Nebenwirkungen weiter zunehmen.

Wenn die

Behandlung erfolglos ist, darf die Dosis nicht erhöht werden. Weiters wurde bei hypertensiven

Patienten kurz-, mittel- und langfristig nachgewiesen, dass Indapamid

- keine Wirkung auf den Fettstoffwechsel hat: Triglyceride, LDL-Cholesterin und HDL-Cholesterin

- keine

Wirkung

Kohlenhydratstoffwechsel

hat,

selbst

diabetischen,

hypertensiven

Patienten.

Daten aus klinischen Studien zur dualen Blockade des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS):

In zwei großen randomisierten, kontrollierten Studien („ONTARGET” [ONgoing Telmisartan Alone

and in combination with Ramipril Global Endpoint Trial] und „VA NEPHRON-D” [The Veterans

Affairs Nephropathy in Diabetes]) wurde die gleichzeitige Anwendung eines ACE-Hemmers mit

einem Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten untersucht.

„ONTARGET“–Studie

wurde

Patienten

einer

kardiovaskulären

oder

einer

zerebrovaskulären

Erkrankung

Vorgeschichte

oder

Diabetes

mellitus

Typ 2

nachgewiesenen Endorganschäden durchgeführt. Die „VA NEPHRON-D“-Studie wurde bei Patienten

mit Diabetes mellitus Typ 2 und diabetischer Nephropathie durchgeführt.

Diese Studien zeigten keinen signifikanten vorteilhaften Effekt auf renale und/oder kardiovaskuläre

Endpunkte und Mortalität, während ein höheres Risiko für Hyperkaliämie, akute Nierenschädigung

und/oder Hypotonie im Vergleich zur Monotherapie beobachtet wurde. Aufgrund vergleichbarer

pharmakodynamischer

Eigenschaften

sind

diese

Ergebnisse

auch

andere

ACE-Hemmer

Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten übertragbar.

Aus diesem Grund sollten ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten bei Patienten mit

diabetischer Nephropathie nicht gleichzeitig angewendet werden.

In der „ALTITUDE“-Studie (Aliskiren Trial in Type 2 Diabetes Using Cardiovascular and Renal

Disease

Endpoints)

wurde

untersucht,

Anwendung

Aliskiren

zusätzlich

einer

Standardtherapie mit einem ACE-Hemmer oder Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten bei Patienten

Diabetes

mellitus

Typ 2

sowie

chronischer

Nierenerkrankung

und/oder

kardiovaskulärer

Erkrankung einen Zusatznutzen hat. Die Studie wurde wegen eines erhöhten Risikos unerwünschter

Ereignisse vorzeitig beendet. Sowohl kardiovaskuläre Todesfälle als auch Schlaganfälle traten in der

Aliskiren-Gruppe numerisch häufiger auf als in der Placebo-Gruppe, ebenso unerwünschte Ereignisse

besondere

schwerwiegende

unerwünschte

Ereignisse

(Hyperkaliämie,

Hypotonie,

Nierenfunktionsstörung).

Kinder und Jugendliche

Es sind keine Daten für Bi Preterax bei Kindern und Jugendlichen vorhanden.

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Für Bi Preterax 4mg/1,25mg:

Die gleichzeitige Verabreichung von Perindopril und Indapamid verändert deren pharmakokinetischen

Parameter im Vergleich zur separaten Einnahme nicht.

Für Perindopril:

Absorption und Bioverfügbarkeit

Nach oraler Anwendung wird Perindopril schnell absorbiert und die Spitzenkonzentration innerhalb

von einer Stunde erreicht. Die Halbwertszeit von Perindopril im Plasma entspricht einer Stunde.

Da durch Nahrungsaufnahme die Umwandlung in Perindoprilat abnimmt und damit auch die

Bioverfügbarkeit, sollte Perindopril morgens vor dem Essen als einmal tägliche Dosis angewendet

werden.

Verteilung

Das Verteilungsvolumen für ungebundenes Perindoprilat beträgt etwa 0,2 l/kg. Die Proteinbindung

von Perindoprilat zu Plasma Protein liegt bei 20%, in erster Linie zum Angiotensin Converting

Enzyme, dies ist aber konzentrationsabhängig.

Biotransformation

Perindopril ist ein Pro-Drug. 27 % der verabreichten Perindopril Dosis erreicht den Blutstrom als

aktives metabolisiertes Perindoprilat. Zusätzlich zum aktiven Perindoprilat liefert Perindopril 5

Metabolite, die jedoch alle inaktiv sind. Die Spitzenkonzentration von Perindoprilat im Plasma wird

innerhalb von 3 bis 4 Stunden erreicht.

Elimination

Perindoprilat wird über den Harn ausgeschieden und die terminale Halbwertszeit der ungebundenen

Fraktion beträgt etwa 17 Stunden, was einen steady-state innerhalb von 4 Tagen ergibt.

Linearität/Nicht-Linearität

Es wurde ein lineares Verhältnis zwischen der Perindoprildosis und Plasmaexposition bewiesen.

Spezielle Populationen

Ältere Patienten

Die Elimination von Perindoprilat bei älteren Personen sinkt, ebenfalls bei Patienten mit Herz- oder

Niereninsuffizienz.

Eingeschränkte Nierenfunktion

Eine Dosisanpassung in Abhängigkeit vom Ausmaß der Nierenisuffizienz (Kreatinin-Clearance) ist

anzustreben.

Im Fall einer Dialyse

Die Clearance von Perindoprilat bei Dialyse beträgt 70 ml/min.

Zirrhose

Die Pharmakokinetik von Perindopril ist bei Patienten mit Zirrhose verändert: die hepatische

Clearance der Muttersubstanz ist halbiert. Jedoch ist die Menge des gebildeten Perindoprilats nicht

vermindert und deshalb ist keine Dosisanpassung notwendig (Siehe Abschnitt 4.2 und 4.4).

Für Indapamid:

Absorption

Indapamid wird schnell und vollständig aus dem Verdauungstrakt absorbiert.

Die Spitzenplasmakonzentration wird beim Menschen ca. eine Stunde nach oraler Gabe des Produktes

erreicht.

Verteilung

Die Plasmaproteinbindung beträgt 79 %.

Biotransformation und Eliminierung

Die Eliminationshalbwertzeit liegt zwischen 14 und 24 Stunden (durchschnittlich 18 Stunden). Die

wiederholte

Verabreichung

verursacht

keine

Akkumulation.

Ausscheidung

erfolgt

Wesentlichen über den Harn (70 % der Dosis) und über die Faeces (22 %) in Form inaktiver

Metaboliten.

Spezielle Populationen

Eingeschränkte Nierenfunktion

Bei Patienten mit Niereninsuffizienz sind die pharmakokinetischen Parameter unverändert.

5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit

Die Toxizität von Bi Preterax 4mg/1,25mg ist etwas höher als die der Einzelbestandteile. Die

Nierenveränderungen

scheinen

Ratte

nicht

potenziert

sein.

Dennoch

verursacht

Kombination gastrointestinale Toxizität beim Hund und die toxischem Effekte für die Mütter scheinen

bei der Ratte erhöht zu sein. (gegenüber Perindopril) Nichtsdestotrotz treten diese Wirkungen jedoch

erst bei Dosierungen auf, die weit über den zur Therapie angewendeten Dosen liegen.

Präklinische Untersuchungen getrennt für Perindopril und Indapamid durchgeführt, zeigten kein

genotoxisches

oder

karzinogenes

Potential.Toxikologische

Reproduktionsstudien

zeigten

keine

Embryotoxizität oder Teratogenizität und die Fertilität wurde nicht beeinträchtigt.

6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

Lactose-Monohydrat

Magnesiumstearat (E470B)

Hochdisperses hydrophobes Siliciumdioxid

Mikrokristalline Cellulose

6.2 Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3 Dauer der Haltbarkeit

2 Jahre.

6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Nicht über 30° C lagern.

6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

14, 20, 28, 30, 50, 56, 60, 90, 100 und 500 Tabletten in Blisterstrips (PVC/Aluminium)

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.

6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Keine besonderen Anforderungen.

7. INHABER DER ZULASSUNG

SERVIER AUSTRIA GmbH

Mariahilfer Straße 20/7

1070 Wien

8. ZULASSUNGSNUMMER

1-23085

9. DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER ZULASSUNG

28.06.1999 / 15.12.2007

10. STAND DER INFORMATION

03/2017

VERSCHREIBUNGSPFLICHT/APOTHEKENPFLICHT

Rezept- und apothekenpflichtig.

Ähnliche Produkte

Suchen Sie nach Benachrichtigungen zu diesem Produkt

Dokumentverlauf anzeigen

Teilen Sie diese Informationen