Betanal® Tandem®

Österreich - Deutsch - AGES (Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit)

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Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation (PIL)

07-01-2022

Fachinformation Fachinformation (SPC)

07-01-2022

Sicherheitsdatenblatt Sicherheitsdatenblatt (SDS)

07-01-2022

Verfügbar ab:
Bayer AG
Darreichungsform:
Suspensionskonzentrat
Zusammensetzung:
200g/l Phenmedipham; 190g/l Ethofumesat
Produktbesonderheiten:
Herbizid gegen einjährige zweikeimblättrige Unkräuter in Zucker- und Futterrüben; Artikelnummer: 04276077 Verpackungsgröße: 4 x 5 l Kanister Paletteneinheit: 160
Zulassungsnummer:
3677

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Breite Unkrautwirkung

Beste Rübenverträglichkeit

Breit mischbar mit Herbiziden

und Insektiziden

Einfach in der Anwendung

Mit 50 Jahren Rübenkompetenz

von Bayer

Breite Wirkung

mit bester

Verträglichkeit

Betanal Tandem ist ein blatt- und bodenwirksames

Herbizid, das in Mischung mit Nymeo SC und Mero

über eine breite Wirkung gegen Unkräuter im Keim-

blattstadium verfügt – bei bester Rübenverträglichkeit.

Die Wirkung

Die Behandlung muss im Keimblatt- bis maximal beginnendem Laubblatt-

stadium der Unkräuter erfolgen, um eine gute Wirkung zu erzielen.

Planen Sie mit 3 NAK´s, weil die erste Anwendung um einige Tage

früher und die Spritzabstände etwas kürzer zu wählen sind.

Die Vorteile

Betanal Tandem ist lösungsmittelfrei und verfügt über eine sehr gute Rüben-

verträglichkeit und breite Mischbarkeit mit Herbiziden und Insektiziden – auch

bei kritischer Witterung. Die Anwendung in den frühen Vormittagsstunden ist

vorteilhaft. Bei Unkräutern im voll entwickelten Laubblattstadium wird eine

vorgezogene NAK nach 5 bis max. 7 Tagen empfohlen.

Windenknöterich

Klettenlabkraut

III Wirkung von Betanal Tandem + Mero

Herbizid

Kurzcharakteristik

Vorwiegend blattaktives Herbizid für

Zucker- und Futterrüben mit sehr guter

Kulturverträglichkeit.

Pfl.Reg.Nr.

3677

Wirkstoffe

Phenmedipham

200 g / l

Ethofumesat

190 g / l

Wirkungsweise (HRAC)

Gruppe C1, N

Formulierung

SC (Suspensionskonzentrat)

Empfohlene Aufwandmenge

1,25 – 1,5 l / ha in Mischung mit

Nymeo SC und Mero

Anwendungszeitraum

3 Behandlungen jeweils im Keimblattstadium

der Unkräuter im Abstand von 5 bis 14 Tagen

bis zum 8-Blattstadium der Rübe

Gewässerabstand

Gebindegröße

Betanal Tandem ist auch im neuen Betanal

Energy Pack mit Preisvorteil für ~2,5 ha

Rüben enthalten

Vorteile auf

einen Blick

Betanal

Tandem

200g/l Phenmedipham

190g/l Ethofumesat

Formulierung: SC (Suspensionskonzentrat)

Herbizid gegen einjährige zweikeimblättrige Unkräuter in Zucker- und Futterrüben

Vorsicht Pflanzenschutzmittel!

Dieses Pflanzenschutzmittel ist nur gegen Vorlage des Sachkundenachweis erhältlich.

Produktart: Herbizid

Artikel-

nummer

Produkt

Gebinde-

größe

Geb. je

Verkaufs-

einheit

Geb. je

Palette

Pfl. Reg. Nr.

Österreich

04276077 Betanal

Tandem

3677

Wirkungsweise und -spektrum

Betanal Tandem ist ein blattaktives Breitbandherbizid gegen zweikeimblättrige Samenunkräuter. Der Wirkstoff Phenmedipham

(Wirkmechanismus HRAC: C1) wirkt über die Blätter der bereits aufgelaufenen Unkräuter. Der Wirkstoff Ethofumesat (Wirkmechanismus HRAC:

N) ist sowohl über den Boden als auch über das Blatt wirksam. Lichtintensive Witterung und hohe Luftfeuchtigkeit verstärken die Initialwirkung

von Phenmedipham, während Bodenfeuchte die Wirkung von Ethofumesat verstärkt.

Die empfindlichen Unkräuter im Keimblattstadium stellen nach der Behandlung das Wachstum ein, zeigen nach ca. 8 bis 10 Tagen Blattnekrosen

und sterben innerhalb von rund 2 Wochen ab.

Im Keimblattstadium in Tankmischung mit 1 l/ha Mero

gut bis sehr gut bekämpft werden: Ackersenf, Ampferblättriger Knöterich,

Ehrenpreis-Arten, Franzosenkraut, Greiskraut, Klettenlabkraut, Kreuzkraut, Hellerkraut, Hederich, Hirtentäschel, Hohlzahn, Melde/Gänsefuß,

Taubnessel, Vergissmeinnicht, Vogelmiere, Windenknöterich im Keimblattstadium der Unkräuter.

Weniger gut bekämpft werden: Acker-Stiefmütterchen, Ausfallraps, Bingelkraut, Kamille, Klatschmohn, Kornblume, Saatwucherblume,

Sonnenblume, Schwarzer Nachtschatten.

Nicht ausreichend bekämpft werden: Amarant, Vogelknöterich, Hirsearten etc.

Nicht bekämpft werden: Ambrosia, Ampfer, Ackerkratzdistel, Acker- und Zaunwinde, Ausfallgetreide, Distelarten, Flughafer, Hundspetersilie,

Reinkohl, Quecke, Wicke, Zweizahn sowie ausdauernde Unkräuter

Durch eine Tankmischung von zumindest 0,75 l/ha Nymeo

SC wird über die Blattwirkung - auch bei starker Trockenheit - das Wirkungsspektrum

breiter.

Registrierte Indikationen

Registrierte Indikationen in der Zuckerrübe und Futterrübe - Ackerbau, Freiland

Gegen Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter spritzen.

Aufwandmenge: 1,5 l/ha

Wasseraufwandmenge: 200 – 400 l/ha

Anwendungszeitpunkt: Im Frühjahr, nach dem Auflaufen der Zucker- und Futterrübe, vom BBCH-Stadium 10 (Keimblattstadium: Keimblätter

waagerecht entfaltet; 1. Laubblatt stecknadelkopfgroß) bis BBCH-Stadium 18 (8 Laubblätter entfaltet) der Kultur.

Maximal 3 Anwendungen im Abstand von 5 - 14 Tagen

Sonstige Auflagen und Hinweise

Schäden an der Kulturpflanze möglich.

Insgesamt nicht mehr als 3 Anwendungen pro Kultur und Vegetationsperiode, wobei die Anwendung nur alle 3 Jahre auf derselben Fläche

erfolgen darf. Die maximale Wirkstoffaufwandmenge darf auch bei zusätzlichen Anwendungen mit anderen Mitteln, die den Wirkstoff Ethofumesat

enthalten, 1 kg/ha nicht überschreiten.

Klassifikation des/ der Wirkstoffe(s) gemäß Herbicide Resistance Action Committee (HRAC):

Wirkmechanismus (HRAC GRUPPE): C1;

Wirkmechanismus (HRAC GRUPPE): N.

Anwendungshinweise/ Praxisempfehlung

Die Anwendung soll im Keimblattstadium der Unkräuter erfolgen. Bei Neuauflauf von Unkräutern ist die 2. bzw. 3. Behandlung im

Keimblattstadium der Unkräuter (Mindestabstand 7 Tage) durchzuführen.

1. NAK: 1,25 l Betanal Tandem + 1 l Nymeo SC + 1 l Mero/ha

2. NAK: 1,25 l Betanal Tandem + 2 l Nymeo SC + 1 l Mero/ha

3. NAK: 1,25 l Betanal Tandem + 2 l Nymeo SC + 1 l Mero/ha

Bei fehlender Wachsschicht bei Zuckerrübe ist Betanal Tandem bzw. die oben empfohlenen Tankmischungen bereits ab dem

Keimblattstadium sehr gut rübenverträglich. Solche idealen Anwendungsbedingungen sollen wie auch die Anwendung in den Morgenstunden

(auch auf leicht taufeuchte Bestände) für die Unkrautbekämpfung genützt werden.

Die Unkräuter sollen sich im Keimblattstadium bis max. beginnendem Laubblattstadium befinden, um eine gute Wirkung zu erzielen.

Bei starker Wachsschicht und Unkräuter im 1. (Amarant, Ausfallraps, Windenknöterich) bis 2-Blattstadium (W. Gänsefuß/Melde) soll die

Aufwandmenge von Betanal Tandem auf 1,5 l/ha erhöht werden.

Bei etwas größeren Unkräutern wird zudem eine vorgezogene 2. NAK im Abstand von 7 Tagen empfohlen.

Bei nicht expresstoleranter Ausfallsonnenblume, Ambrosia, Bingelkraut, Hundspetersilie, Zweizahn, Vogelknöterich oder Kamille bei

Trockenheit bzw. größerem Klettenlabkraut, Ausfallraps sowie Amarant empfiehlt sich eine Tankmischung mit Debut (im Feuchtgebiet erst bei

der 2. NAK). Anwendungsbedingungen von Debut beachten.

Gegen expresstolerante Ausfallsonnenblume wird Lontrel ab dem 4- Blattstadium der Zuckerrübe zwischen den NAK´s empfohlen.

Die Rübe ist speziell im Auflaufen (Keimblätter stehen noch senkrecht) empfindlich gegenüber Herbiziden.

Gestresste Rübenbestände (durch zu tiefe Ablage, verschlämmter Boden, Staunässe oder von Krankheiten oder Schädlingen befallene Rüben,

…) sind noch empfindlicher gegenüber Herbiziden.

Bei kritischen Anwendungsbedingungen sollte die Aufwandmenge der Rübenherbizide reduziert werden und bei unzureichender Unkrautwirkung

eine 2. Behandlung nach 7 Tagen durchgeführt werden.

Mischbarkeit

Betanal Tandem ist mischbar mit Mero bzw. 11E-Öl, Nymeo SC bzw. andere Metamitron-Produkte, Debut (DuoActiv) oder Spectrum bzw. Tanaris

(ab der 2. NAK) oder einem Gräserherbizid oder Lontrell (bei der 3. NAK). Mischungen mit mehr als 3 Partner können bei ungünstigen

Bedingungen die Kulturverträglichkeit negativ beeinflussen.

Bei Mischungen ist generell die Gebrauchsanleitung des Mischpartners zu beachten.

Allgemeine Hinweise:

Produkt vor Gebrauch gut schütteln.

6 Stunden nach der Anwendung soll kein Niederschlag folgen.

Im Falle der Ausbildung von schwer bekämpfbaren Biotypen kann es bei Unkräutern in Einzelfällen zu einer verminderten Wirksamkeit des

eingesetzten Herbizides kommen. Um der Entwicklung von resistenten Unkräutern vorzubeugen, sollte die Anwendung im Rahmen eines Anti-

Resistenz-Managements erfolgen wie z.B. Winter- und Sommerungen in der Fruchtfolge und ein regelmäßiger Wechsel von Herbiziden mit

verschiedenen Wirkmechanismen (HRAC-Code) im Rahmen der Fruchtfolge.

Pflanzenverträglichkeit

Betanal Tandem wird von allen Rübensorten gut vertragen.

Bei ungünstigen Anwendungsbedingungen, wie z.B. Übersalzung des Bodens, leichte Nachtfröste bis -1°C kurz vor oder nach der Anwendung

bei nicht abgehärteten Rüben sowie feucht-kühler Witterung mit nachfolgend extrem heißer Witterungsperiode können Symptome an den

Rübenpflanzen sichtbar werden. Blattnekrosen oder vorübergehende leichte Wuchshemmungen wachsen sich wieder aus.

Bei Gefahr von Nachtfrösten unter -2°C nicht spritzen. Keine Tankmischung mit AHL (Ammoniumnitrat-Harnstoff-Lösung) oder SSA

(Schwefelsaures Ammoniak) oder Harnstoff möglich.

Überlappungen vermeiden.

Nachbau

Im Rahmen der normalen Fruchtfolge können alle Kulturen nachgebaut werden. Der Wirkstoff Ethofumesat hat eine langanhaltende Wirkung.

Folgt nach der Anwendung eine extreme Trockenheit (weniger als 100 mm bodenwirksamer Niederschlag bis zur Aussaat der Folgekultur) sind

bei vollen Aufwandmengen aufgrund des verlangsamten Wirkstoffabbaus Schäden an nachgebautem Getreide möglich.

Falls ein vorzeitiger Umbruch erforderlich wird, können erneut Futter- oder Zuckerrüben, Sonnenblumen, Erbsen, Mais, Lein oder Weidelgräser

nachgebaut werden. Vor der Aussaat sollte eine wendende Bodenbearbeitung vorgenommen werden.

Anwendungstechnik

Eine sehr gute Benetzung der Unkräuter ist wichtig für die Wirkungssicherheit. Mero sollte als letzter Partner beim Ansetzen der Spritzbrühe mit

reichlich Wasser über den Einspülbehälter beigemischt werden. Keine Filter mit einer Maschenweite feiner als 50 mesh verwenden.

Nymeo SC nur mit exakt arbeitenden Spritzgeräten ausbringen. Eine reduzierte Wasseraufwandmenge von bis zu 250 l/ha verstärkt die

Wirkung.

Reinigung

Die Spritzgeräte sind sofort nach Beendigung der Spritzarbeit mit viel Wasser, besser noch mit einem speziellen Reinigungsmittel, gründlich zu

reinigen und mit klarem Wasser nachzuspülen. Reinigungsflüssigkeit nicht in Gewässer gelangen lassen.

Mindestabstand zu Oberflächengewässern

Zum Schutz von Gewässerorganismen nicht in unmittelbarer Nähe von Oberflächengewässern anwenden. In jedem Fall ist eine unbehandelte

Pufferzone von 1 m zu Oberflächengewässern einzuhalten.

Auf abtragsgefährdeten Flächen ist zum Schutz von Gewässerorganismen durch Abschwemmung in Oberflächengewässer ein Mindestabstand

durch einen 20 m bewachsenen Grünstreifen einzuhalten. Dieser Mindestabstand kann durch abdriftmindernde Maßnahmen nicht weiter

reduziert werden.

Erste-Hilfe-Maßnahmen/Hinweise für den Arzt

Erste-Hilfe-Maßnahmen

Nach Einatmen: An die frische Luft bringen. Betroffenen warm und ruhig lagern. Sofort einen Arzt oder ein Behandlungszentrum für

Vergiftungsfälle verständigen.

Nach Hautkontakt: Mit viel Wasser und Seife abwaschen. Bei anhaltenden Beschwerden einen Arzt aufsuchen.

Nach Augenkontakt: Sofort mit viel Wasser mindestens 15 Minuten lang ausspülen, auch unter den Augenlidern. Falls Kontaktlinsen vorhanden,

diese nach den ersten 5 Minuten entfernen, dann das Auge weiter spülen. Bei anhaltender Augenreizung oder Rötung ist ein Augenarzt

aufzusuchen.

Nach Verschlucken: Mund ausspülen. KEIN Erbrechen herbeiführen. Sofort einen Arzt oder ein Behandlungszentrum für Vergiftungsfälle

verständigen.

Hinweise für den Arzt

Symptomatische Behandlung. Wenn eine größere Menge aufgenommen wird, sollte eine Magenspülung nur innerhalb der ersten beiden Stunden

in Betracht gezogen werden. Die Applikation von Aktivkohle und Natriumsulfat wird aber immer empfohlen. Forcierte alkalische Diurese und

Haemoperfusion können erwogen werden. Ein spezifisches Antidot ist nicht bekannt.

Kennzeichnung gem. Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP)

GHS07 (dickes Ausrufesymbol)

GHS09 (Umwelt)

Achtung

Vorsicht, Pflanzenschutzmittel!

H319: Verursacht schwere Augenreizung.

H411: Giftig für Wasserorganismen, mit langfristiger Wirkung.

EUH208: Enthält 5-Chlor-2-methyl-3(2H)-isothiazolon und 2-Methyl-3(2H)-

isothiazolon. Kann allergische Reaktionen hervorrufen.

EUH401: Zur Vermeidung von Risiken für Mensch und Umwelt die Gebrauchsanleitung einhalten.

P101: Ist ärztlicher Rat erforderlich, Verpackung oder Kennzeichnungsetikett bereithalten.

P102: Darf nicht in die Hände von Kindern gelangen.

P264: Nach Gebrauch Hände gründlich waschen.

P270: Bei Gebrauch nicht essen, trinken oder rauchen.

P280: Schutzhandschuhe/Schutzkleidung/Augenschutz/Gesichtsschutz tragen.

P305+P351+P338: BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser spülen. Eventuell vorhandene Kontaktlinsen

nach Möglichkeit entfernen. Weiter spülen.

P337+P313: Bei anhaltender Augenreizung: Ärztlichen Rat einholen/ärztliche Hilfe hinzuziehen.

P391: Verschüttete Mengen aufnehmen.

P501: Inhalt/ Behälter einer ordnungsgemäßen Entsorgung zuführen.

SP1: Mittel und/oder dessen Behälter nicht in Gewässer gelangen lassen. (Ausbringungsgeräte nicht in unmittelbarer Nähe von

Oberflächengewässern reinigen/indirekte Einträge über Hof- und Straßenabläufe verhindern.)

SPe 4: Zum Schutz von Gewässerorganismen bzw. Nichtzielpflanzen nicht auf versiegelten Oberflächen wie Asphalt, Beton, Kopfsteinpflaster

(Gleisanlagen) bzw. in anderen Fällen, die in hohes Abschwemmungsrisiko bergen, ausbringen.

Für Kinder und Haustiere unerreichbar aufbewahren.

Jeden unnötigen Kontakt mit dem Mittel vermeiden. Missbrauch kann zu Gesundheitsschäden führen.

Eine nicht bestimmungsgemäße Freisetzung in die Umwelt vermeiden.

Originalverpackung oder entleerte Behälter nicht zu anderen Zwecken verwenden.

Vergiftungsnotruf: 01 / 406 43 43

Lagerung

Im Originalbehälter lagern. Behälter dicht geschlossen an einem trockenen, kühlen und gut gelüfteten Ort aufbewahren. An einem Platz lagern,

der nur berechtigten Personen zugänglich ist. Vor Frost schützen. Vor direkter Sonneneinstrahlung schützen. Von Nahrungsmitteln, Getränken

und Tiernahrung fernhalten.

Für Folgen unsachgemäßer Lagerung haften wir nicht.

ist eine registrierte Marke von Bayer

Internetausgabe, Stand: 01.12.2021

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SICHERHEITSDATENBLATT

gemäß Verordnung (EG) Nr. 1907/2006

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Überarbeitet am: 20.09.2021

102000000774

Druckdatum: 20.09.2021

ABSCHNITT 1: BEZEICHNUNG DES STOFFS BEZIEHUNGSWEISE DES GEMISCHS

UND DES UNTERNEHMENS

1.1 Produktidentifikator

Handelsname

BETANAL TANDEM

UFI

C2T0-Y09Y-200H-YK77

Produktnummer (UVP)

05940486

1.2 Relevante identifizierte Verwendungen des Stoffs oder Gemischs und Verwendungen, von

denen abgeraten wird

Verwendung

Herbizid

1.3 Einzelheiten zum Lieferanten, der das Sicherheitsdatenblatt bereitstellt

Lieferant

Bayer Austria Ges.m.b.H.

Crop Science

Herbststraße 6-10

1160 Wien

Österreich

Telefon

01/71146-0

Telefax

01/71146-19

Auskunftsgebender Bereich

Crop Science

01/71146-2835 (nur während der Geschäftszeiten)

E-Mail: austria@bayercropscience.com

1.4 Notrufnummer

Notrufnummer Österreich

01/ 406 43 43

Vergiftungsinformationszentrale

Stubenring 6, 1010 Wien

ABSCHNITT 2: MÖGLICHE GEFAHREN

2.1 Einstufung des Stoffs oder Gemischs

Einstufung gemäß Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (und nachfolgende Änderungen) über die

Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Stoffen und Gemischen.

Augenreizung: Kategorie 2

H319

Verursacht schwere Augenreizung.

Kurzfristig (akut) gewässergefährdend: Kategorie 1

H400

Sehr giftig für Wasserorganismen.

Langfristig (chronisch) gewässergefährdend: Kategorie 1

H410

Sehr giftig für Wasserorganismen, mit langfristiger Wirkung.

2.2 Kennzeichnungselemente

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Kennzeichnung gemäß der nationalen Gesetzgebung in Österreich:

Kennzeichnungspflichtig.

Gefahrenbestimmende Komponente(n) zur Etikettierung:

Phenmedipham

Ethofumesat

Signalwort: Achtung

Gefahrenhinweise

H319

Verursacht schwere Augenreizung.

H411

Giftig für Wasserorganismen, mit langfristiger Wirkung.

EUH208

Enthält Gemisch aus 5-Chlor-2-methyl-2H-isothiazol-3-on und 2-Methyl-2H-isothiazol-3-

on (3:1). Kann allergische Reaktionen hervorrufen.

EUH401

Zur Vermeidung von Risiken für Mensch und Umwelt die Gebrauchsanleitung einhalten.

Sicherheitshinweise

P101

Ist ärztlicher Rat erforderlich, Verpackung oder Kennzeichnungsetikett bereithalten.

P102

Darf nicht in die Hände von Kindern gelangen.

P264

Nach Gebrauch Hände gründlich waschen.

P270

Bei Gebrauch nicht essen, trinken oder rauchen.

P280

Schutzhandschuhe/ Schutzkleidung/ Augenschutz/ Gesichtsschutz tragen.

P305 + P351

+ P338

BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser spülen.

Eventuell vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter spülen.

P337 + P313

Bei anhaltender Augenreizung: Ärztlichen Rat einholen/ ärztliche Hilfe hinzuziehen.

P391

Verschüttete Mengen aufnehmen.

P501

Inhalt/Behälter in Übereinstimmung mit örtlichen Vorschriften entsorgen.

2.3 Sonstige Gefahren

Neben den genannten Gefahren sind keine zusätzlichen Gefahren bekannt.

Phenmedipham: Stoff wird nicht als persistent, bioakkumulierbar und toxisch (PBT) angesehen. Stoff

wird nicht als sehr persistent und sehr bioakkumulierbar (vPvB) angesehen. Ethofumesat: Stoff wird

nicht als persistent, bioakkumulierbar und toxisch (PBT) angesehen. Stoff wird nicht als sehr

persistent und sehr bioakkumulierbar (vPvB) angesehen.

ABSCHNITT 3: ZUSAMMENSETZUNG/ANGABEN ZU BESTANDTEILEN

Inhaltsstoffe, sofern sie giftig oder sehr giftig sind, sind in der Giftliste sowie den laufenden Änderungs-

Verordnungen angeführt bzw. nachgemeldet oder angemeldet.

3.2 Gemische

Chemische Charakterisierung

Suspensionskonzentrat (SC)

200 g/l Phenmedipham, 190 g/l Ethofumesat

Gefährliche Inhaltsstoffe

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Gefahrenhinweise gemäß Verordnung (EG) Nr. 1272/2008

Name

CAS-Nr. /

EG-Nr. /

REACH Reg. Nr.

Einstufung

Konz. [%]

VERORDNUNG (EG) Nr.

1272/2008

Phenmedipham

13684-63-4

237-199-0

Aquatic Acute 1, H400

Aquatic Chronic 1, H410

17,9

Ethofumesat

26225-79-6

247-525-3

Aquatic Chronic 1, H410

Aquatic Acute 1, H400

17,0

Fettalkoholethersulfat,

Natriumsalz

68891-38-3

500-234-8

01-2119488639-16-XXXX

Eye Dam. 1, H318

Skin Irrit. 2, H315

Aquatic Chronic 3, H412

>= 3 – < 10

2,2'-Oxydiethanol

111-46-6

203-872-2

01-2119457857-21-xxxx

Acute Tox. 4, H302

STOT RE 2, H373

>= 1 – < 10

Reaktionsmasse aus 5-

Chlor-2- methyl-2H-

isothiazol-3-on und 2-

Methyl-2H-isothiazol-3-on

(3:1)

55965-84-9

Acute Tox. 3, H301

Acute Tox. 2, H310

Acute Tox. 2, H330

Skin Corr. 1C, H314

Eye Dam. 1, H318

Skin Sens. 1A, H317

Aquatic Acute 1, H400

Aquatic Chronic 1, H410

>= 0.00015 –

< 0.0015

Weitere Information

Phenmedipham

13684-63-4

M-Faktor: 1 (acute)

Ethofumesat

26225-79-6

M-Faktor: 1 (acute), 1 (chronic)

Reaktionsmasse aus 5-

Chlor-2- methyl-2H-

isothiazol-3-on und 2-

Methyl-2H-isothiazol-3-

on (3:1)

55965-84-9

M-Faktor: 100 (acute), 100 (chronic)

Reaktionsmasse aus 5-

Chlor-2- methyl-2H-

isothiazol-3-on und 2-

Methyl-2H-isothiazol-3-

on (3:1)

55965-84-9

SCL: Skin Corr. 1C; H314: SCL >= 0,6 %

Reaktionsmasse aus 5-

Chlor-2- methyl-2H-

isothiazol-3-on und 2-

Methyl-2H-isothiazol-3-

on (3:1)

55965-84-9

SCL: Skin Irrit. 2; H315: SCL 0,06 - < 0,6 %

Reaktionsmasse aus 5-

Chlor-2- methyl-2H-

isothiazol-3-on und 2-

Methyl-2H-isothiazol-3-

on (3:1)

55965-84-9

SCL: Eye Dam. 1; H318: SCL >= 0,6 %

Reaktionsmasse aus 5-

Chlor-2- methyl-2H-

isothiazol-3-on und 2-

Methyl-2H-isothiazol-3-

55965-84-9

SCL: Eye Irrit. 2; H319: SCL 0,06 - < 0,6 %

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102000000774

Druckdatum: 20.09.2021

on (3:1)

Reaktionsmasse aus 5-

Chlor-2- methyl-2H-

isothiazol-3-on und 2-

Methyl-2H-isothiazol-3-

on (3:1)

55965-84-9

SCL: Skin Sens. 1A; H317: SCL >= 0,0015 %

Den Volltext der in diesem Abschnitt aufgeführten Gefahrenhinweise finden Sie unter Abschnitt 16.

ABSCHNITT 4: ERSTE-HILFE-MAßNAHMEN

4.1 Beschreibung der Erste-Hilfe-Maßnahmen

Allgemeine Hinweise

Betroffene aus dem Gefahrenbereich bringen. Betroffenen in stabile

Seitenlage legen und transportieren. Verunreinigte Kleidung sofort

ausziehen und sicher entfernen.

Einatmung

An die frische Luft bringen. Betroffenen warm und ruhig lagern. Sofort

einen Arzt oder ein Behandlungszentrum für Vergiftungsfälle

verständigen.

Hautkontakt

Mit viel Wasser und Seife abwaschen, wenn verfügbar mit viel

Polyethylenglycol 400 und anschließend Reinigung mit Wasser. Sofort

einen Arzt oder ein Behandlungszentrum für Vergiftungsfälle

verständigen.

Augenkontakt

Sofort mit viel Wasser mindestens 15 Minuten lang ausspülen, auch

unter den Augenlidern. Falls Kontaktlinsen vorhanden, diese nach den

ersten 5 Minuten entfernen, dann das Auge weiter spülen. Sofort einen

Arzt oder ein Behandlungszentrum für Vergiftungsfälle verständigen.

Verschlucken

KEIN Erbrechen herbeiführen. Mund ausspülen. Ruhig halten. Sofort

einen Arzt oder ein Behandlungszentrum für Vergiftungsfälle

verständigen.

4.2 Wichtigste akute und verzögert auftretende Symptome und Wirkungen

Symptome

Benommenheit, Kopfschmerzen, Lethargie, Dyspnoe, Ataxie, Tremor

4.3 Hinweise auf ärztliche Soforthilfe oder Spezialbehandlung

Risiken

Obwohl dieses Produkt ein Carbamat ist, ist es KEIN

Cholinesterasehemmer.

Behandlung

Symptomatische Behandlung. Wenn eine größere Menge

aufgenommen wird, sollte eine Magenspülung nur innerhalb der ersten

beiden Stunden in Betracht gezogen werden. Die Applikation von

Aktivkohle und Natriumsulfat wird aber immer empfohlen. Forcierte

alkalische Diurese und Haemoperfusion können erwogen werden. Ein

spezifisches Antidot ist nicht bekannt.

ABSCHNITT 5: MAßNAHMEN ZUR BRANDBEKÄMPFUNG

5.1 Löschmittel

Geeignet

Wassersprühstrahl, Kohlendioxid (CO2), Schaum, Sand

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102000000774

Druckdatum: 20.09.2021

5.2 Besondere vom Stoff

oder Gemisch ausgehende

Gefahren

Bei Brand kann freigesetzt werden:, Cyanwasserstoff (Blausäure),

Kohlenmonoxid (CO), Stickoxide (NOx), Schwefeloxide

5.3 Hinweise für die Brandbekämpfung

Besondere

Schutzausrüstung für die

Brandbekämpfung

Explosions- und Brandgase nicht einatmen.

Umgebungsluftunabhängiges Atemschutzgerät und

Chemieschutzanzug tragen.

Weitere Angaben

Ausbreitung der Löschflüssigkeiten begrenzen. Ablaufendes Wasser

von der Brandbekämpfung nicht ins Abwasser oder in Wasserläufe

gelangen lassen.

ABSCHNITT 6: MAßNAHMEN BEI UNBEABSICHTIGTER FREISETZUNG

6.1 Personenbezogene Vorsichtsmaßnahmen, Schutzausrüstungen und in Notfällen

anzuwendende Verfahren

Vorsichtsmaßnahmen

Berührung mit verschüttetem Produkt oder verunreinigten

Oberflächen vermeiden. Persönliche Schutzausrüstung verwenden.

6.2 Umweltschutz-

maßnahmen

Nicht in Oberflächenwasser, Kanalisation und Grundwasser gelangen

lassen.

6.3 Methoden und Material für Rückhaltung und Reinigung

Reinigungsverfahren

Mit inertem flüssigkeitsbindendem Material aufnehmen (z.B. Sand,

Silikagel, Säurebindemittel, Universalbindemittel, Sägemehl). Produkt

aufnehmen und in einen korrekt etikettierten und dicht

verschlossenen Behälter füllen. Verschmutzte Gegenstände und

Fußboden unter Beachtung der Umweltvorschriften gründlich

reinigen.

Zusätzliche Hinweise

Auch die internen Werksabläufe beachten.

6.4 Verweis auf andere

Abschnitte

Informationen zur sicheren Handhabung siehe Abschnitt 7.

Informationen zur persönlichen Schutzausrüstung siehe Abschnitt 8.

Informationen zur Entsorgung siehe Abschnitt 13.

ABSCHNITT 7: HANDHABUNG UND LAGERUNG

7.1 Schutzmaßnahmen zur sicheren Handhabung

Hinweise zum sicheren

Umgang

Nur in Räumen mit geeigneter Absaugvorrichtung verwenden.

Hygienemaßnahmen

Kontakt mit Haut, Augen und Kleidung vermeiden. Arbeitskleidung

getrennt aufbewahren. Hände vor Pausen und sofort nach der

Handhabung des Produktes waschen. Verunreinigte Kleidung sofort

ausziehen und sicher entfernen.

7.2 Bedingungen zur sicheren Lagerung unter Berücksichtigung von Unverträglichkeiten

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Anforderungen an

Lagerräume und Behälter

Im Originalbehälter lagern. Behälter dicht geschlossen an einem

trockenen, kühlen und gut gelüfteten Ort aufbewahren. An einem Platz

lagern, der nur berechtigten Personen zugänglich ist. Vor Frost

schützen. Vor direkter Sonneneinstrahlung schützen.

Zusammenlagerungs-

hinweise

Von Nahrungsmitteln, Getränken und Tiernahrung fernhalten.

Lagerklasse (LGK)

12 Nicht brennbare Flüssigkeiten

Geeignete Werkstoffe

Coex HDPE/EVOH

Coex HDPE/PA

7.3 Spezifische

Endanwendungen

Die Anweisungen auf dem Etikett beachten.

ABSCHNITT 8: BEGRENZUNG UND ÜBERWACHUNG DER

EXPOSITION/PERSÖNLICHE SCHUTZAUSRÜSTUNGEN

8.1 Zu überwachende Parameter

Inhaltstoffe

CAS-Nr.

Zu überwachende

Parameter

Stand

Grundlage

Phenmedipham

13684-63-4

1,5 mg/m3

(TWA)

OES BCS*

Ethofumesat

26225-79-6

10 mg/m3

(TWA)

OES BCS*

2,2'-Oxydiethanol

111-46-6

176 mg/m3/40 ppm

(MAK STEL)

09 2007

MAK (AT)

2,2'-Oxydiethanol

111-46-6

44 mg/m3/10 ppm

(MAK)

09 2007

MAK (AT)

2,2'-Oxydiethanol

111-46-6

10 ppm

(TWA)

OES BCS*

Reaktionsmasse aus 5-

Chlor-2- methyl-2H-

isothiazol-3-on und 2-

Methyl-2H-isothiazol-3-on

(3:1)

55965-84-9

0,05 mg/m3

(MAK)

12 2011

MAK (AT)

*OES BCS: Interner Bayer AG, Crop Science Division Arbeitsplatzgrenzwert (Occupational Exposure

Standard)

8.2 Begrenzung und Überwachung der Exposition

Atemschutz

Persönlicher Atemschutz ist unter den vorgesehenen

Expositionsbedingungen nicht notwendig.

Atemschutz sollte nur zum Beherrschen des Restrisikos bei

Kurzzeittätigkeiten dienen, wenn alle praktisch durchführbaren

Schritte zur Gefährdungsreduzierung an der Gefahrenquelle

eingehalten wurden, z.B. durch Zurückhaltung und/oder lokale

Absaugung. Die Anweisungen des Herstellers des

Atemschutzgerätes betreffend Benutzung und Wartung sind zu

befolgen.

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Handschutz

Bitte Angaben des Handschuhlieferanten in Bezug auf

Durchlässigkeit und Durchbruchzeit beachten. Auch die

spezifischen, ortsbezüglichen Bedingungen, unter welchen das

Produkt eingesetzt wird, in Betracht ziehen, wie Schnittgefahr,

Abrieb und Kontaktdauer.

Verunreinigte Handschuhe waschen. Handschuhe entsorgen, wenn

sie innen verunreinigt oder perforiert sind oder wenn die äußere

Verunreinigung nicht entfernt werden kann. Hände regelmäßig und

immer waschen vor dem Essen, Trinken, Rauchen oder Gang zur

Toilette.

Material

Nitrilkautschuk

Durchlässigkeitsrate

> 480 min

Handschuhdicke

> 0,4 mm

Schutzindex

Klasse 6

Richtlinie

Schutzhandschuhe gemäß EN 374.

Augenschutz

Korbbrille tragen (gemäß EN166, Verwendungsbereich = 5 oder

gleichartig).

Haut- und Körperschutz

Standard-Overall und Schutzanzug Kategorie 3 Typ 6 tragen.

Bei dem Risiko einer signifikanten Exposition ist ein höherwertiger

Schutzanzug in Betracht zu ziehen.

Möglichst zwei Schichten Kleidung tragen: Unter einem

Chemieschutzanzug sollte ein Overall aus Polyester/Baumwolle oder

reiner Baumwolle getragen werden. Overalls regelmäßig

professionell reinigen lassen.

ABSCHNITT 9: PHYSIKALISCHE UND CHEMISCHE EIGENSCHAFTEN

9.1 Angaben zu den grundlegenden physikalischen und chemischen Eigenschaften

Form

Suspension

Farbe

hellbraun

Geruch

säuerlich

Geruchsschwelle

Keine Daten verfügbar

pH-Wert

5,5 - 7,0 (100 %) (23 °C)

Schmelzpunkt/

Schmelzbereich

Keine Daten verfügbar

Siedepunkt/Siedebereich

ca. 100 °C

Flammpunkt

> 101 °C

Entzündlichkeit

Keine Daten verfügbar

Selbstentzündungs-

temperatur

510 °C

Thermische Zersetzung

> 275 °C, Heizrate: 10 K/min

Minimale Zündenergie

Keine Daten verfügbar

Keine Daten verfügbar

Selbstbeschleunigende

Zersetzungstemperatur

(SADT)

Keine Daten verfügbar

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Obere Explosionsgrenze

Keine Daten verfügbar

Untere Explosionsgrenze

Keine Daten verfügbar

Dampfdruck

Keine Daten verfügbar

Verdampfungsgeschwindig

keit

Keine Daten verfügbar

Relative Dampfdichte

Keine Daten verfügbar

Relative Dichte

Keine Daten verfügbar

Dichte

ca. 1,12 g/cm³ (20 °C)

Wasserlöslichkeit

dispergierbar

Verteilungskoeffizient: n-

Octanol/Wasser

Phenmedipham: log Pow: 3,59

Ethofumesat: log Pow: 2,7 (25 °C)

Viskosität, dynamisch

50 - 150 mPa.s (20 °C)

Geschwindigkeitsgefälle 100 /s

250 - 350 mPa.s (20 °C)

Geschwindigkeitsgefälle 20 /s

Viskosität, kinematisch

175 mm²/s (40 °C) Scherkraft 20/sec

69 mm²/s (40 °C) Scherkraft 100/sec

Oxidierende Eigenschaften

Keine brandfördernden Eigenschaften

Explosivität

Nicht explosiv

92/69/EWG, A.14 / OECD 113

9.2 Sonstige Angaben

Sonstige sicherheitsrelevante physikalisch-chemische Daten sind nicht

bekannt.

ABSCHNITT 10: STABILITÄT UND REAKTIVITÄT

10.1 Reaktivität

Stabil unter normalen Bedingungen.

10.2 Chemische Stabilität

Stabil unter angegebenen Lagerungsbedingungen.

10.3 Möglichkeit

gefährlicher Reaktionen

Keine gefährlichen Reaktionen bei vorschriftsmäßiger Lagerung und

Handhabung.

10.4 Zu vermeidende

Bedingungen

Extreme Temperaturen und direkte Sonneneinstrahlung.

10.5 Unverträgliche

Materialien

Nur im Originalbehälter lagern.

10.6 Gefährliche

Zersetzungsprodukte

Keine Zersetzungsprodukte zu erwarten bei bestimmungsgemäßem

Umgang.

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ABSCHNITT 11: TOXIKOLOGISCHE ANGABEN

11.1 Angaben zu toxikologischen Wirkungen

Akute orale Toxizität

LD50 (Ratte) > 5.000 mg/kg

Akute inhalative Toxizität

LC50 (Ratte) > 3,04 mg/l

Expositionszeit: 4 h

Produkt wurde in Form eines lungengängigen Aerosols geprüft.

Höchste erreichbare Konzentration.

Keine Todesfälle

Akute dermale Toxizität

LD50 (Ratte) > 2.000 mg/kg

Ätz-/Reizwirkung auf die

Haut

Geringe Reizwirkung - nicht kennzeichnungspflichtig. (Kaninchen)

Schwere

Augenschädigung/-reizung

Reizt die Augen. (Kaninchen)

Sensibilisierung der

Atemwege/Haut

Haut: Nicht sensibilisierend. (Maus)

OECD Prüfungsrichtlinie 429, lokaler Lymphknotentest (LLNA)

Beurteilung STOT Spezifische Zielorgan-Toxizität - einmalige Exposition

Phenmedipham: Aufgrund der verfügbaren Daten sind die Einstufungskriterien nicht erfüllt.

Ethofumesat: Aufgrund der verfügbaren Daten sind die Einstufungskriterien nicht erfüllt.

Beurteilung STOT Spezifische Zielorgan-Toxizität - wiederholte Exposition

Phenmedipham verursachte hämolytische Anämie, Methämoglobinämie im Tierversuch. Die

beobachteten Effekte scheinen für den Menschen nicht relevant zu sein.

Ethofumesat verursachte keine spezifische Zielorgan-Toxizität in Tierversuchen.

Beurteilung Mutagenität

Auf Basis einer Vielzahl von in vitro und in vivo Mutagenitätsstudien ist Phenmedipham nicht mutagen

oder genotoxisch.

Ethofumesat war nicht mutagen oder genotoxisch in einer Reihe von In-vitro- und In-vivo-

Mutagenitätsstudien.

Beurteilung Kanzerogenität

Phenmedipham war nicht krebserzeugend in lebenslangen Fütterungsstudien an Ratten und Mäusen.

Ethofumesat war nicht krebserzeugend in lebenslangen Fütterungsstudien an Ratten und Mäusen.

Beurteilung Reproduktionstoxizität

Phenmedipham verursachte Reproduktionstoxizität in einer Zweigenerationenstudie an der Ratte nur bei

Dosen, die auch für die Elterntiere giftig waren. Die bei Phenmedipham beobachtete

Reproduktionstoxizität steht im Zusammenhang mit der parentalen Toxizität.

Ethofumesat verursachte keine Reproduktionstoxizität in einer Zwei-Generationenstudie an der Ratte.

Beurteilung Entwicklungstoxizität

Phenmedipham verursachte Entwicklungstoxizität nur bei Dosen, die auch systemische Toxizität in den

Muttertieren erzeugten. Phenmedipham verursachte eine foetale Ossifikationsverzögerung. Die bei

Phenmedipham beobachteten Entwicklungseffekte stehen im Zusammenhang mit der maternalen

Toxizität.

Ethofumesat verursachte keine Entwicklungstoxzität in Ratten und Kaninchen.

Aspirationsgefahr

Aufgrund der verfügbaren Daten sind die Einstufungskriterien nicht erfüllt.

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ABSCHNITT 12: UMWELTBEZOGENE ANGABEN

12.1 Toxizität

Toxizität gegenüber Fischen

LC50 (Oncorhynchus mykiss (Regenbogenforelle)) = 19,8 mg/l

Expositionszeit: 96 h

Toxizität gegenüber

wirbellosen Wassertieren

EC50 (Daphnia magna (Großer Wasserfloh)) = 104,5 mg/l

semistatischer Test; Expositionszeit: 48 h

Chronische Toxizität für

aquatische Invertebraten

NOEC (Daphnia magna (Großer Wasserfloh)): = 0,005 mg/l

Expositionszeit: 21 d

Der angegebene Wert bezieht sich auf den technischen Wirkstoff

Phenmedipham.

NOEC (Daphnia magna (Großer Wasserfloh)): = 0,25 mg/l

Expositionszeit: 21 d

Der angegebene Wert bezieht sich auf den technischen Wirkstoff

Ethofumesat.

Toxizität gegenüber

Wasserpflanzen

EC50 (Desmodesmus subspicatus (Grünalge)) = 15,8 mg/l

Wachstumsrate; Expositionszeit: 72 h

NOEC (Desmodesmus subspicatus (Grünalge)) = 1 mg/l

Wachstumsrate; Expositionszeit: 72 h

ErC50 (Lemna gibba (Bucklige Wasserlinse)) = 34,1 mg/l

statischer Test; Expositionszeit: 7 d

NOEC (Lemna gibba (Bucklige Wasserlinse)) < 3,13 mg/l

statischer Test; Expositionszeit: 7 d

ErC50 (Myriophyllum spicatum (Ährige Tausendblatt)) = 0,479 mg/l

statischer Test; Expositionszeit: 14 d

Der angegebene Wert bezieht sich auf den technischen Wirkstoff

Ethofumesat.

NOEC (Myriophyllum spicatum (Ährige Tausendblatt)) = 0,036 mg/l

Wachstumsrate; Expositionszeit: 14 d

Der angegebene Wert bezieht sich auf den technischen Wirkstoff

Ethofumesat.

12.2 Persistenz und Abbaubarkeit

Biologische Abbaubarkeit

Phenmedipham:

Nicht leicht biologisch abbaubar

Ethofumesat:

Nicht leicht biologisch abbaubar

Koc

Phenmedipham: Koc: 888

Ethofumesat: Koc: 147

12.3 Bioakkumulationspotenzial

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