Benazepril-1A Pharma 10 mg Filmtabletten

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Benazeprilhydrochlorid
Verfügbar ab:
1 A Pharma GmbH
ATC-Code:
C09AA07
INN (Internationale Bezeichnung):
Benazepril hydrochloride
Darreichungsform:
Filmtablette
Zusammensetzung:
Benazeprilhydrochlorid 10.mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
60841.01.00

Gebrauchsinformation: Information für Patienten

Benazepril - 1 A Pharma® 10 mg Filmtabletten

Wirkstoff: Benazeprilhydrochlorid

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann

anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für

Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Benazepril - 1 A Pharma und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Benazepril - 1 A Pharma beachten?

Wie ist Benazepril - 1 A Pharma einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Benazepril - 1 A Pharma aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1. Was ist Benazepril - 1 A Pharma und wofür wird es angewendet?

Benazepril - 1 A Pharma wird angewendet zur Behandlung von

Bluthochdruck - allein oder in Kombination mit anderen Arzneimitteln

Herzleistungsschwäche - zusätzlich zu anderen Arzneimitteln.

Benazepril - 1 A Pharma enthält Benazeprilhydrochlorid, das zu einer Gruppe von Arzneimitteln gehört, die als

ACE-Hemmer bezeichnet werden. Es entlastet das Herz, indem es den Blutdruck senkt und die Blutgefäße

erweitert.

2. Was sollten Sie vor der Einnahme von Benazepril - 1 A Pharma beachten?

Benazepril - 1 A Pharma darf nicht eingenommen werden

wenn Sie allergisch gegen Benazeprilhydrochlorid oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen

Bestandteile dieses Arzneimittels sind

wenn bei Ihnen eine Verengung der Nierenarterien vorliegt

wenn Sie eine Nierentransplantation hatten

wenn bei Ihnen eine bedeutsame Verengung im Bereich der Herzklappen bzw. andere

Ausflussbehinderungen der linken Herzkammer vorliegen

wenn die Aldosteron-Konzentration in Ihrem Blut erhöht ist (primärer Hyperaldosteronismus)

wenn Sie in der Vergangenheit bereits eine meist schmerzhafte schwere Schwellung der tieferen

Hautschichten, insbesondere im Gesicht, aufgewiesen haben

wenn Sie Sacubitril/Valsartan, ein Arzneimittel zur Behandlung einer chronischen Herzschwäche

bei Erwachsenen, eingenommen haben oder einnehmen, weil sich dadurch das Risiko eines

Angioödems (schnelle Schwellung unter der Haut z. B. im Rachenbereich) erhöht

wenn Sie mehr als drei Monate schwanger sind (Es wird empfohlen, Benazepril - 1 A Pharma auch

in der frühen Phase der Schwangerschaft nicht anzuwenden, siehe Abschnitt „Schwangerschaft und

Stillzeit“.)

wenn Sie Diabetes mellitus oder eine eingeschränkte Nierenfunktion haben und mit einem

blutdrucksenkenden Arzneimittel, das Aliskiren enthält, behandelt werden.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie Benazepril - 1 A Pharma einnehmen

wenn Sie an übermäßigem Wasserverlust leiden durch

Arzneimittel, die die Wasserausscheidung erhöhen

Dialyse

eine salzarme Diät

Erbrechen oder Durchfall

Ihr Blutdruck könnte zu Beginn der Behandlung stark abfallen und Sie könnten sich schwach oder

benommen fühlen.

wenn Sie neben der behandelten Erkrankung bestehende, weitere Herzerkrankungen haben. Dazu

gehören Herzklappenerkrankungen, eine Verengung der Blutgefäße oder eine Verdickung des

Herzmuskels.

wenn Sie Nieren- oder Leberprobleme oder eine Verengung der zu den Nieren führenden Blutgefäße

haben. Sie dürfen dieses Arzneimittel nicht anwenden, wenn Sie eine Nierentransplantation hatten. Siehe

auch Abschnitt „Benazepril - 1 A Pharma darf nicht eingenommen werden“.

wenn Sie eine der folgenden Behandlungen erhalten:

Dialyse mit „High-Flux“-Membranen

dialyseähnliche Verfahren zur Entfernung von Cholesterin aus dem Blut

Behandlung zur Verminderung der Neigung zu allergischen Reaktionen

Informieren Sie Ihren Arzt darüber, dass Sie Benazepril - 1 A Pharma einnehmen. Er wird Ihre

Behandlung gegebenenfalls umstellen, um einer möglichen allergischen Reaktion vorzubeugen.

wenn Sie in der Vergangenheit bereits Allergien hatten

wenn Sie sich einer Operation unter Vollnarkose unterziehen

Informieren Sie Ihren Arzt darüber, dass Sie Benazepril - 1 A Pharma einnehmen.

wenn Sie Diabetes haben

Die Dosierung des Antidiabetikums muss möglicherweise angepasst werden.

wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel zur Behandlung von hohem Blutdruck einnehmen:

einen Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten (diese werden auch als Sartane bezeichnet - z. B.

Valsartan, Telmisartan, Irbesartan), insbesondere wenn Sie Nierenprobleme aufgrund von Diabetes

mellitus haben

Aliskiren

Ihr Arzt wird gegebenenfalls Ihre Nierenfunktion, Ihren Blutdruck und die Elektrolytwerte (z. B. Kalium)

in Ihrem Blut in regelmäßigen Abständen überprüfen.

Siehe auch Abschnitt „Benazepril - 1 A Pharma darf nicht eingenommen werden“.

wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen, kann das Risiko eines Angioödems erhöht sein:

Racecadotril, ein Arzneimittel zur Behandlung von Durchfall

Arzneimittel, die zur Verhinderung der Abstoßung von transplantierten Organen oder zur

Krebsbehandlung eingesetzt werden (mTOR-Inhibitoren z. B. Temsirolimus, Sirolimus, Everolimus)

Vildagliptin, ein Arzneimittel zur Behandlung von Diabetes

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie vermuten schwanger zu sein (oder schwanger werden könnten). Die

Einnahme von Benazepril - 1 A Pharma in der frühen Phase der Schwangerschaft wird nicht empfohlen,

und Benazepril - 1 A Pharma darf nicht mehr nach dem dritten Schwangerschaftsmonat eingenommen

werden, da die Einnahme von Benazepril - 1 A Pharma in diesem Stadium zu schweren Schädigungen

Ihres ungeborenen Kindes führen kann (siehe Abschnitt „Schwangerschaft und Stillzeit“).

Ihr Arzt wird Ihre Nierenfunktion sowie die Konzentration von Salzen, den Blutzuckerspiegel und die

Anzahl der Blutzellen in Ihrem Blut regelmäßig überprüfen. Diese Untersuchungen erfolgen in kürzeren

Abständen, wenn Sie an Nierenproblemen, Diabetes oder einer Hauterkrankung leiden.

Kinder und Jugendliche

Dieses Arzneimittel wird für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren nicht empfohlen, da keine

ausreichenden Erfahrungen zur Anwendung in dieser Altersgruppe vorliegen.

Ältere Patienten (ab 65 Jahre)

Ihr Arzt wird die Dosierung von Benazepril - 1 A Pharma bei Bedarf entsprechend Ihrem Ansprechen auf

die Behandlung anpassen.

Einnahme von Benazepril - 1 A Pharma zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich

andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel

einzunehmen/anzuwenden.

Insbesondere die folgenden Arzneimittel können Benazepril - 1 A Pharma beeinflussen oder durch Benazepril -

1 A Pharma beeinflusst werden:

Arzneimittel zur Behandlung von Bluthochdruck wie z. B.

Glyceroltrinitrat, auch bekannt als Nitroglycerin, oder andere gefäßerweiternde Arzneimittel

Methyldopa

Arzneimittel, deren Wirkstoff auf „-olol“ endet

Arzneimittel wie Nifedipin oder Verapamil (so genannte Calciumantagonisten)

Narkosemittel

Kalium-Ergänzungsmittel (einschließlich Salzersatzmittel), kaliumsparende Diuretika und andere

Arzneimittel, die den Kaliumgehalt in Ihrem Blut erhöhen können (z. B. Trimethoprim und

Cotrimoxazol zur Behandlung von bakteriellen Infekten; Ciclosporin, ein Arzneimittel zur

Unterdrückung des Immunsystems, um die Abstoßung von transplantierten Organen zu verhindern; und

Heparin, ein Arzneimittel zur Blutverdünnung und Vermeidung von Blutgerinnseln)

Andere Arzneimittel zur Steigerung der Wasserausscheidung wie Furosemid,

Lithium, ein Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen

bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen, psychischen Störungen oder

Angststörungen wie Imipramin, Doxepin, Amitriptylin, Opipramol und andere Arzneimittel zur

Behandlung psychischer Erkrankungen und krankhafter Angst

bestimmte Arzneimittel zur Entzündungshemmung oder zur Verhinderung von Abstoßungsreaktionen

nach Organtransplantationen wie z. B. Prednisolon

Arzneimittel zur Behandlung von Diabetes wie z. B. Insulin, Gliclazid, Metformin

Ihr Arzt muss die Dosierung dieser Arzneimittel möglicherweise anpassen.

Arzneimittel, die die Fähigkeit des Körpers zu schnellen Reaktionen erhöhen, beispielsweise durch

Erhöhung des Blutdrucks oder des Pulses oder durch Erweiterung der Atemwege. Beispiele dafür sind

Dobutamin, Dopexamin, Ephedrin.

nichtsteroidale Antirheumatika zur Schmerzlinderung und Entzündungshemmung (z. B. Ibuprofen,

Indometacin)

Acetylsalicylsäure, wenn diese als Schmerzmittel und Entzündungshemmer verwendet wird

(Benazepril kann in Kombination mit Acetylsalicylsäure angewendet werden, wenn Acetylsalicylsäure

zur Vorbeugung von Herzinfarkten und Schlaganfällen angewendet wird.)

Allopurinol und Probenecid, Arzneimittel zur Behandlung von Gicht

Procainamid, ein Arzneimittel zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen

Diazoxid, ein Arzneimittel zur Erhöhung des Blutzuckerspiegels

Arzneimittel zur Behandlung von Krebserkrankungen wie z. B. Cyclophosphamid, Methotrexat

Erythropoietin, ein Arzneimittel zur Behandlung von Anämie

Gold, das zur Behandlung von Gelenkschmerzen und -schwellungen als Spritze verabreicht wird

Arzneimittel, die zur Verhinderung der Abstoßung von transplantierten Organen sowie zur

Behandlung von Krebserkrankungen angewendet werden (z. B. Temsirolimus, Sirolimus, Everolimus)

Ihr Arzt muss unter Umständen Ihre Dosierung anpassen und/oder sonstige Vorsichtsmaßnahmen treffen:

wenn Sie einen Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren einnehmen (siehe auch

Abschnitte „Benazepril - 1 A Pharma darf nicht eingenommen werden“ und „Warnhinweise und

Vorsichtsmaßnahmen“)

Einnahme von Benazepril - 1 A Pharma zusammen mit Nahrungsmitteln und Alkohol

Alkohol

Der Konsum von Alkohol wird nicht empfohlen, da er das Risiko eines starken Blutdruckabfalls erhöhen

kann.

Kochsalz

Eine übermäßige Verwendung von Kochsalz wird nicht empfohlen, da es die blutdrucksenkende Wirkung

verringern kann.

Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie vermuten schwanger zu sein (oder schwanger werden könnten). In

der Regel wird Ihr Arzt Ihnen empfehlen, Benazepril - 1 A Pharma vor einer Schwangerschaft bzw.

sobald Sie wissen, dass Sie schwanger sind, abzusetzen, und er wird Ihnen ein anderes Arzneimittel

empfehlen. Die Anwendung von Benazepril - 1 A Pharma in der frühen Schwangerschaft wird nicht

empfohlen und Benazepril - 1 A Pharma darf nicht mehr nach dem dritten Schwangerschaftsmonat

eingenommen werden, da die Einnahme von Benazepril - 1 A Pharma in diesem Stadium zu schweren

Schädigungen Ihres ungeborenen Kindes führen kann.

Stillzeit

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie stillen oder mit dem Stillen beginnen wollen. Das Stillen von

Neugeborenen (in den ersten Wochen nach der Geburt) und besonders von Frühgeburten wird nicht

empfohlen, wenn Sie Benazepril - 1 A Pharma einnehmen.

Bei älteren Säuglingen sollte der Arzt Sie über Nutzen und mögliche Schäden der Anwendung von

Benazepril - 1 A Pharma in der Stillzeit im Vergleich zu Behandlungsalternativen aufklären.

Fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Bei der Einnahme von Benazepril - 1 A Pharma kann es zu Schwindel kommen. Führen Sie kein Kraftfahrzeug

und bedienen Sie keine Maschinen, wenn Ihre Aufmerksamkeit herabgesetzt ist.

Benazepril - 1 A Pharma enthält Lactose

Bitte nehmen Sie Benazepril - 1 A Pharma daher erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen

bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.

3. Wie ist Benazepril - 1 A Pharma einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem

Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Dosierung bei Erwachsenen

Zur Behandlung von Bluthochdruck

-

Die empfohlene Anfangsdosis beträgt 1-2 Filmtabletten 1-mal täglich oder auf 2 Dosen verteilt.

-

Höchstdosis: 4* Filmtabletten täglich

Zur Behandlung von Herzleistungsschwäche

-

Die empfohlene Anfangsdosis beträgt 2,5 mg* Benazeprilhydrochlorid täglich.

Der Arzt kann die Dosis, falls notwendig, nach 2-4 Wochen auf ½ Filmtablette täglich erhöhen.

Höchstdosis: 2 Filmtabletten täglich

* Für diese Dosierung stehen Filmtabletten mit geeigneter Wirkstoffstärke zur Verfügung.

Patienten mit Nierenproblemen

Der Arzt wird die Dosierung entsprechend Ihrem Ansprechen auf die Behandlung anpassen.

Hinweise zum Teilen der Filmtablette

Legen Sie die Filmtablette mit der Bruchkerbe nach oben auf eine harte Oberfläche. Drücken Sie zum Teilen

der Filmtablette vorsichtig mit dem Daumen auf die Bruchkerbe.

Art der Anwendung

Nehmen Sie Benazepril - 1 A Pharma jeden Tag zur selben Uhrzeit, vorzugsweise morgens, mit einem

Glas Wasser ein.

Dauer der Anwendung

Die Dauer der Anwendung bestimmt der behandelnde Arzt.

Wenn Sie eine größere Menge von Benazepril - 1 A Pharma eingenommen haben, als Sie sollten

Wenden Sie sich unverzüglich an Ihren Arzt, der über das weitere Vorgehen entscheiden wird.

Symptome einer Überdosierung sind:

starker Blutdruckabfall

Kreislaufschock

Störungen im Flüssigkeits- und Mineralstoffhaushalt

Nierenversagen

Herzrhythmusstörungen

Schwindelgefühl

Wenn Sie die Einnahme von Benazepril - 1 A Pharma vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Setzen Sie

die Einnahme von Benazepril - 1 A Pharma wie verordnet zum üblichen nächsten vorgesehenen

Zeitpunkt fort.

Wenn Sie die Einnahme von Benazepril - 1 A Pharma abbrechen

Brechen Sie die Anwendung von Benazepril - 1 A Pharma nicht ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt ab, da ein

plötzliches Absetzen von Benazepril - 1 A Pharma zur Erhöhung Ihres Blutdrucks führen kann.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder

Apotheker.

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten

müssen.

Nebenwirkungen können mit den folgenden Häufigkeiten auftreten:

Häufig, kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen

Husten

Kopfschmerzen

Schwindelgefühl

Müdigkeit

Bewusstseinsverlust

laufende Nase

Entzündung der Nasennebenhöhlen

Entzündung der Atemwege in den Lungen

Verdauungsstörungen

verringerte Konzentration von rotem Blutfarbstoff

Verringerung des Anteils roter Blutzellen im Vergleich zu allen Blutzellen

Verringerung der Anzahl weißer Blutzellen

Erröten mit Hitzegefühl

Überempfindlichkeitsreaktionen gegenüber Sonnenlicht

übermäßig häufiges Wasserlassen

Herzklopfen

Hautausschlag

Juckreiz

Gelegentlich, kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen

vermehrte Eiweißausscheidung im Urin

Kurzatmigkeit

Appetitverlust

Stimmungsschwankungen

geistige Verwirrung

Impotenz

Mangel an rotem Blutfarbstoff und roten Blutzellen (einschließlich einer verminderten Bildung von

rotem Blutfarbstoff und roten Blutzellen)

krankhafte Verringerung der Anzahl weißer Blutzellen, die die Wahrscheinlichkeit von Infektionen

erhöht

Selten, kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen

allergische Reaktionen, gekennzeichnet durch Gewebeschwellungen mit Beteiligung des Gesichts, der

Gliedmaßen, Lippen, Zunge, Stimmbänder und/oder des Rachens

sehr hohe Konzentration von Stickstoffverbindungen im Blut infolge einer verminderten

Nierenfunktion

aufgrund eines akuten Nierenversagens Anhäufung von Stoffen im Blut, die normalerweise mit dem

Urin ausgeschieden werden

Gelenkschmerzen, Gelenkentzündung, Muskelschmerzen

erhöhte Kreatinin-Konzentration (Kennzeichen für die Nierenfunktion) im Blut

Schlafstörungen, Schläfrigkeit

Nervosität

ungewöhnliche Empfindungen wie Stechen, Kribbeln und Jucken

Blutdruckabfall nach schnellem Aufstehen

Schmerzen im Brustkorb, Herzrhythmusstörungen

Erkrankung, die zur Verengung der Herzkranzgefäße führt

Erbrechen

Durchfall

Verstopfung

Bauchschmerzen

Übelkeit

Leberentzündung

Hauterkrankung mit rötlichen, juckenden Stellen mit Blasen oder Wunden

Nesselsucht

Sehr selten, kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen

Herzinfarkt oder Schlaganfall

beschleunigter Herzschlag

Verkrampfung der Atemwegsmuskulatur

entzündete Zunge

Mundtrockenheit

Bauchspeicheldrüsenentzündung

Darmverschluss

Mangel an roten Blutzellen infolge eines vermehrten Abbaus

Haarausfall

schwere Hauterkrankungen:

schwere Hauterkrankungen mit Blasenbildung ohne erkennbare Ursache

Hautausschlag mit Fieber und Bläschen

krampfartige Gefäßerkrankung, die zu Verfärbung der Finger, Zehen und gelegentlich anderen

Körperteilen führt

Geschmacksstörungen

Tinnitus

Verringerung der Anzahl an Blutplättchen, wodurch sich das Risiko für Blutungen und Blutergüsse

erhöht

Nierenfunktionsstörungen

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

Sehstörungen

erhöhter Kaliumspiegel im Blut

Verringerung der Anzahl weißer Blutzellen, die als neutrophile Granulozyten bezeichnet werden

starke Verringerung bestimmter weißer Blutzellen, die als Granulozyten bezeichnet werden

Gewebeschwellung des Dünndarms

schwere allergische Reaktionen

weniger Natrium als üblich im Blut, was durch Bluttests nachgewiesen wird

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für

Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch

direkt dem

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3

D-53175 Bonn

Website: www.bfarm.de

anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5. Wie ist Benazepril - 1 A Pharma aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Faltschachtel und der Blisterpackung nach „verwendbar bis“

angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des

angegebenen Monats.

Nicht über 30 °C lagern.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das

Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt

bei.

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Benazepril - 1 A Pharma enthält

Der Wirkstoff ist Benazeprilhydrochlorid.

Jede Filmtablette enthält 10 mg Benazeprilhydrochlorid.

Die sonstigen Bestandteile sind: mikrokristalline Cellulose, Crospovidon, hydriertes Rizinusöl,

Hypromellose, Lactose-Monohydrat, Macrogol 4000, hochdisperses Siliciumdioxid, vorverkleisterte Stärke

(Mais), Titandioxid (E 171), Eisen(III)-hydroxid-oxid x H

O (E 172)

Wie Benazepril - 1 A Pharma aussieht und Inhalt der Packung

Benazepril - 1 A Pharma sind gelbe, runde, konvexe Filmtabletten mit einseitiger Bruchkerbe.

Benazepril - 1 A Pharma ist in Packungen mit 28, 42 und 98 Filmtabletten erhältlich.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer

1 A Pharma GmbH

Keltenring 1 + 3

82041 Oberhaching

Telefon: (089) 6138825-0

Hersteller

Salutas Pharma GmbH

Otto-von-Guericke-Allee 1

39179 Barleben

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Januar 2019.

Fachinformation

1. BEZEICHNUNG DER ARZNEIMITTEL

Benazepril - 1 A Pharma® 5 mg Filmtabletten

Benazepril - 1 A Pharma® 10 mg Filmtabletten

Benazepril - 1 A Pharma® 20 mg Filmtabletten

2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Benazepril - 1 A Pharma 5 mg

Jede Filmtablette enthält 5 mg Benazeprilhydrochlorid.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung

Jede Filmtablette enthält 53,26 mg Lactose (als Monohydrat).

Benazepril - 1 A Pharma 10 mg

Jede Filmtablette enthält 10 mg Benazeprilhydrochlorid.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung

Jede Filmtablette enthält 106,15 mg Lactose (als Monohydrat).

Benazepril - 1 A Pharma 20 mg

Jede Filmtablette enthält 20 mg Benazeprilhydrochlorid.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung

Jede Filmtablette enthält 212,2 mg Lactose (als Monohydrat).

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Filmtablette

Benazepril - 1 A Pharma 5 mg

Hellgelbe, runde, konvexe Filmtablette mit einseitiger Bruchkerbe.

Benazepril - 1 A Pharma 10 mg

Gelbe, runde, konvexe Filmtablette mit einseitiger Bruchkerbe.

Benazepril - 1 A Pharma 20 mg

Weiße bis fast weiße, runde, konvexe Filmtablette mit einseitiger Kreuzbruchkerbe.

Die Filmtabletten können in gleiche Dosen geteilt werden.

4. KLINISCHE ANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete

Behandlung der essentiellen Hypertonie.

Adjuvante Therapie der kongestiven Herzinsuffizienz (New York Heart Association [NYHA] Klasse II-IV).

4.2 Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Hypertonie

Bei Patienten, die keine Thiazid-Diuretika erhalten, beträgt die empfohlene Initialdosis 10 mg 1-mal täglich.

Die Dosis kann auf 20 mg täglich erhöht werden. Die Dosis sollte üblicherweise in Abständen von 1-2

Wochen je nach Ansprechen des Blutdrucks angepasst werden. Bei manchen Patienten kann die

antihypertensive Wirkung gegen Ende des Dosierungsintervalls abnehmen. Die tägliche Gesamtdosis sollte

dann auf 2 gleiche Gaben aufgeteilt werden. Die empfohlene tägliche Maximaldosis von Benazepril bei

hypertensiven Patienten beträgt 40 mg als Einzeldosis oder verteilt auf 2 Dosen.

Wenn Benazepril allein keine ausreichende Blutdrucksenkung bewirkt, kann ein anderes Antihypertensivum,

z. B. ein thiazidartiges Diuretikum oder ein Kalziumantagonist (zu Beginn in niedriger Dosis) zusätzlich

verabreicht werden. Wenn bei Patienten unter bestehender Diuretika-Therapie mit Benazepril begonnen

wird, sollte ein vorsichtiges Dosierungsschema oder eine Dosisreduktion in Erwägung gezogen werden,

insbesondere bei Patienten mit schwerem Natrium- und/oder Volumenmangel. Dies kann eine

vorübergehende Dosisreduktion oder Absetzen der diuretischen Therapie (z. B. 2-3 Tage) vor Beginn der

Benazepril-Therapie oder die Reduktion der Initialdosis von Benazeprilhydrochlorid auf 5 mg (anstelle von

10 mg) beinhalten, um einen übermäßigen Blutdruckabfall zu vermeiden. Ein Volumen- und/oder

Salzmangel sollte vor Beginn der Therapie mit Benazepril korrigiert werden (siehe Abschnitte 4.3, 4.4, 4.5

und 5.1).

Die übliche Benazepril-Dosis wird bei Patienten mit einer Kreatinin-Clearance von ≥ 30 ml/min empfohlen.

Patienten mit einer Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance von < 30 ml/min)

Die Initialdosis beträgt 5 mg. Die Dosierung kann bis auf 10 mg pro Tag gesteigert werden. Für eine stärkere

Blutdrucksenkung sollte ein Nicht-Thiazid-Diuretikum oder ein anderes Antihypertensivum hinzugefügt

werden.

Kongestive Herzinsuffizienz (CHF)

Die empfohlene Anfangsdosis beträgt 2,5 mg 1-mal täglich. Aufgrund des Risikos eines starken

Blutdruckabfalls als Reaktion auf die 1. Dosis sollten Patienten, die zum 1. Mal Benazepril einnehmen,

engmaschig überwacht werden (siehe Abschnitt 4.4). Die Dosis kann nach 2-4 Wochen auf 5 mg 1-mal täglich

erhöht werden, wenn die Beschwerden der Herzinsuffizienz nicht ausreichend gelindert wurden, vorausgesetzt

der Patient hat keine symptomatische Hypotonie oder andere nicht akzeptable Nebenwirkungen entwickelt.

Abhängig vom klinischen Ansprechen, kann die Dosis weiter bis auf 10 mg und schließlich auf 20 mg 1-mal

täglich in geeigneten Abständen erhöht werden.

Normalerweise ist eine 1-mal tägliche Dosierung wirksam. Manche Patienten sprechen auf eine 2-mal

tägliche Dosierung besser an. In kontrollierten klinischen Studien wurde gezeigt, dass Patienten mit

schwererer Herzinsuffizienz (NYHA Klasse IV) meistens eine geringere Dosis von Benazepril benötigen als

Patienten mit leichter bis mäßiger Herzinsuffizienz (NYHA Klassen II und III).

Besondere Vorsicht bei der Dosierung und Überwachung wird empfohlen, wenn Benazepril einer

vorbestehenden Diuretika-Therapie zugefügt wird, insbesondere bei Patienten mit schwerem Natrium-

und/oder Volumenmangel. Abhängig vom klinischen Zustand kann eine Dosisreduktion oder

vorübergehendes Unterbrechen der diuretischen Behandlung vor Beginn der Benazepril-Therapie in

Erwägung gezogen werden. Volumen- und/oder Salzmangel sollte vor Beginn der Therapie mit Benazepril

korrigiert werden.

Patienten mit einer Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance von < 30 ml/min)

Bei Patienten mit kongestiver Herzinsuffizienz und einer Kreatinin-Clearance von < 30 ml/min kann die

tägliche Dosis auf 10 mg erhöht werden, aber die verabreichte niedrige Anfangsdosis (2,5 mg 1-mal täglich)

kann sich als optimal erweisen (siehe Abschnitt 5.2).

Kinder und Jugendliche

Die antihypertensiven Wirkungen von Benazepril wurden in einer doppelblinden Studie an Kindern im Alter

von 7-16 Jahren untersucht. Die übliche Anfangsdosis betrug 0,2 mg/kg (bis zu einer Höchstdosis von 10

mg/d). Die Dosierung wurde an die Blutdruckreaktion bis zu einer Höchstdosis von 0,6 mg/kg (oder einer

maximalen Tagesdosis von 40 mg) angepasst (siehe Abschnitt 5.1). Die Pharmakokinetik von Benazepril

wurde bei Kindern im Alter von 6-16 Jahren untersucht (siehe Abschnitt 5.2).

Eine Behandlung mit Benazepril wird bei Kindern im Alter von unter 7 Jahren (Körpergewicht < 25 kg) und

bei Kindern mit einer glomerulären Filtrationsrate von < 30 ml/min nicht empfohlen, da die verfügbaren

Daten unzureichend sind, um eine Dosierungsempfehlung für diese Gruppen zu geben.

Kinder, die keine Tabletten schlucken können, oder für die die berechnete Dosis (mg/kg) nicht mit den

verfügbaren Tablettenstärken übereinstimmt, sollten keine Benazepril-Tabletten erhalten. Die Sicherheit und

Wirksamkeit bei Kindern mit CHF wurde nicht bestätigt.

Es liegen keine Daten zur Langzeittherapie bei pädiatrischen Patienten vor (siehe Abschnitte 4.8 und 5.1).

Ältere Patienten

Die übliche Anfangsdosis bei Hypertonie beträgt 5 mg 1-mal täglich und kann bis auf 10 mg titriert werden.

Art der Anwendung

Benazepril - 1 A Pharma sollte jeden Tag zur gleichen Zeit eingenommen werden, vorzugsweise am Morgen

mit einem Glas Wasser.

4.3 Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, einen anderen ACE-Hemmer oder einen der in Abschnitt 6.1

genannten sonstigen Bestandteile

anamnestisch bekanntes angioneurotisches Ödem infolge einer früheren ACE-Hemmer-Therapie

hereditäres/idiopathisches angioneurotisches Ödem

beidseitige Nierenarterienstenose

Zustand nach Nierentransplantation

hämodynamisch relevante Aorten- oder Mitralklappenstenose/hypertrophe Kardiomyopathie

primärer Hyperaldosteronismus

Die gleichzeitige Anwendung von Benazepril - 1 A Pharma mit Aliskiren-haltigen Arzneimitteln ist bei

Patienten mit Diabetes mellitus oder eingeschränkter Nierenfunktion (GFR < 60 ml/min/1,73 m

kontraindiziert (siehe Abschnitte 4.5 und 5.1).

zweites und drittes Schwangerschaftstrimester (siehe Abschnitte 4.4 und 4.6)

gleichzeitige Anwendung einer Sacubitril/Valsartan-Therapie. Die Behandlung mit Benazeparil -

1 A Pharma darf frühestens 36 Stunden nach der letzten Dosis Sacubitril/Valsartan begonnen werden

(siehe auch Abschnitte 4.4 und 4.5)

4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Schwangerschaft

Eine Behandlung mit ACE-Hemmern sollte nicht während der Schwangerschaft begonnen werden. Bei

Patientinnen mit Schwangerschaftswunsch sollte eine Umstellung auf eine alternative blutdrucksenkende

Behandlung mit geeignetem Sicherheitsprofil für Schwangere erfolgen, es sei denn, eine Fortführung der

Behandlung mit ACE-Hemmern ist zwingend erforderlich. Wird eine Schwangerschaft festgestellt, ist die

Behandlung mit ACE-Hemmern unverzüglich zu beenden und, wenn erforderlich, eine alternative Therapie

zu beginnen (siehe Abschnitte 4.3 und 4.6).

Anaphylaktoide und damit zusammenhängende Reaktionen

Vermutlich, da Angiotensin-Converting-Enzyme-Hemmer den Metabolismus von Eicosanoiden und

Polypeptiden einschließlich des endogenen Bradykinins beeinflussen, können Patienten, die ACE-Hemmer

(einschließlich Benazepril) erhalten, verschiedene Nebenwirkungen, darunter einige schwerwiegende,

erfahren.

Überempfindlichkeit/Angioödem

Angioödeme mit Beteiligung von Gesicht, Lippen, Zunge, Glottis und Kehlkopf wurden bei Patienten

unter ACE-Hemmer-Therapie einschließlich Benazepril berichtet. In solchen Fällen ist Benazepril sofort

abzusetzen und eine geeignete Behandlung und Überwachung bis zur vollständigen und anhaltenden

Rückbildung der Anzeichen und Symptome zu gewährleisten. In jenen Fällen, in denen die Schwellung

auf Gesicht und Lippen begrenzt ist, bessert sich der Zustand normalerweise entweder ohne Behandlung

oder durch Antihistaminika. Angioödeme mit Kehlkopfödem können letal verlaufen. Sobald Zunge,

Glottis oder Kehlkopf betroffen sind, ist unverzüglich eine geeignete Therapie einzuleiten, z. B.

subkutane Adrenalin-Injektion 1:1.000 (0,3-0,5 ml) und/oder es sind Maßnahmen zur Sicherung der

Durchgängigkeit der Atemwege zu treffen.

Patienten mit anamnestisch bekanntem, nicht durch einen ACE-Hemmer ausgelösten Angioödem können

besonders gefährdet sein, ein Angioödem zu entwickeln, wenn sie einen ACE-Hemmer erhalten (siehe

Abschnitt 4.3). Andere Überempfindlichkeitsreaktionen wurden berichtet.

Im Vergleich mit Patienten nicht schwarzer Hautfarbe wurde bei Patienten schwarzer Hautfarbe eine höhere

Inzidenz von Angioödemen unter ACE-Hemmern berichtet.

Eine gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern und Sacubitril/Valsartan ist wegen des erhöhten Risikos

eines Angioödems kontraindiziert. Eine Behandlung mit Sacubitril/Valsartan darf frühestens 36 Stunden

nach der letzten Dosis Benazeparil 1 A Pharma begonnen werden. Eine Behandlung mit Benazeparil -

1 A Pharma darf frühestens 36 Stunden nach der letzten Dosis Sacubitril/Valsartan begonnen werden (siehe

Abschnitte 4.3 und 4.5).

Eine gleichzeitige Gabe von ACE-Hemmern und Racecadotril, mTOR-Inhibitoren (z. B. Sirolimus,

Everolimus, Temsirolimus) und Vildagliptin kann zu einem erhöhten Risiko eines Angioödems führen (z. B.

Schwellung der Atemwege oder der Zunge mit oder ohne Atembeschwerden) (siehe Abschnitt 4.5).

Vorsicht ist geboten, wenn die Behandlung mit Racecadotril, mTOR-Inhibitoren (z. B. Sirolimus,

Everolimus, Temsirolimus) und Vildagliptin bei Patienten begonnen wird, die bereits einen ACE-Hemmer

einnehmen.

Anaphylaktoide Reaktionen während Desensibilisierung

Bei 2 Patienten kam es während einer Desensibilisierungstherapie gegen Insektengifte und gleichzeitiger

Anwendung eines ACE-Hemmers zu lebensbedrohlichen anaphylaktoiden Reaktionen. Bei denselben Patienten

konnten diese Reaktionen vermieden werden, indem die ACE-Hemmer zeitweise abgesetzt wurden, traten aber

bei versehentlicher erneuter Anwendung des Arzneimittels wieder auf.

Anaphylaktoide Reaktionen während Kontakt mit Membranen

Bei Patienten, die mit High-Flux-Membranen dialysiert wurden, während sie einen ACE-Hemmer erhielten,

wurden anaphylaktoide Reaktionen berichtet. Es wurden auch anaphylaktoide Reaktionen bei Patienten

berichtet, die sich einer Low-Density-Lipoprotein-Apherese mit Dextransulfat-Absorption unterzogen.

Symptomatische Hypotonie

Wie bei anderen ACE-Hemmern wurde in seltenen Fällen eine symptomatische Hypotonie beobachtet, vor

allem bei Patienten mit Volumen- oder Salzmangel als Folge einer dauerhaften diuretischen Therapie,

salzarmer Ernährung, Dialyse, Durchfall oder Erbrechen. Volumen- und/oder Salzmangel sollte vor Beginn

der Therapie mit Benazepril ausgeglichen werden. Tritt eine Hypotonie auf, sollte der Patient in liegende

Position gebracht werden und bei Bedarf isotonische Kochsalzlösung i.v. erhalten. Die Behandlung mit

Benazepril kann fortgeführt werden, sobald sich Blutdruck und -volumen wieder normalisiert haben.

Bei Patienten mit schwerer kongestiver Herzinsuffizienz kann eine ACE-Hemmer-Therapie zu übermäßigem

Blutdruckabfall führen, was mit Oligurie und/oder fortschreitender Azotämie und (selten) mit akutem

Nierenversagen einhergehen kann. Bei solchen Patienten sollte die Therapie unter engmaschiger

medizinischer Überwachung begonnen werden; sie sollten in den ersten 2 Wochen der Behandlung und bei

jeder Dosiserhöhung von Benazepril oder des Diuretikums sorgfältig überwacht werden.

Agranulozytose/Neutropenie

Ein anderer ACE-Hemmer, Captopril, führte zu Agranulozytose und Knochenmarkdepression; solche

Effekte treten häufiger bei Patienten mit Nierenfunktionsstörungen auf, insbesondere wenn sie auch eine

Kollagengefäßkrankheit wie systemischen Lupus erythematodes oder Sklerodermie haben. Aus klinischen

Studien zu Benazepril gibt es nicht genügend Daten, die zeigen, ob es eine ähnliche Inzidenz für das

Auftreten von Agranulozytose aufweist oder nicht. Bei Patienten mit Kollagengefäßkrankheit, besonders

wenn die Krankheit mit einer Niereninsuffizienz verbunden ist, sollte eine Überwachung der Anzahl der

weißen Blutzellen in Betracht gezogen werden.

Hepatitis und Leberversagen

Bei Patienten unter ACE-Hemmern wurde selten über cholestatische Hepatitis und über Einzelfälle von akutem

Leberversagen, einige von diesen letal, berichtet. Der Mechanismus ist nicht bekannt. Patienten, die ACE-

Hemmer erhalten und einen Ikterus oder einen deutlichen Anstieg der Leberenzyme entwickeln, sollten den

ACE-Hemmer absetzen und medizinisch überwacht werden.

Eingeschränkte Nierenfunktion

Veränderungen der Nierenfunktion können bei anfälligen Patienten auftreten. Bei Patienten mit schwerer

kongestiver Herzinsuffizienz, deren Nierenfunktion von der Aktivität des Renin-Angiotensin-Aldosteron-

Systems abhängen kann, kann eine Behandlung mit ACE-Hemmern mit Oligurie und/oder fortschreitender

Azotämie und (selten) akutem Nierenversagen einhergehen. In einer kleinen Studie mit hypertensiven Patienten

mit einseitiger oder beidseitiger Nierenarterienstenose wurde die Benazepril-Therapie mit Anstiegen des

Blutharnstoff-Stickstoffs und des Serumkreatinins in Verbindung gebracht. Diese Anstiege waren nach

Absetzen der Benazepril- oder Diuretika-Therapie oder beider Therapien reversibel. Wenn diese Patienten mit

ACE-Hemmern behandelt werden, sollte die Nierenfunktion während der ersten Wochen der Therapie

kontrolliert werden. Einige hypertensive Patienten ohne offensichtliche vorbestehende Nierengefäßkrankheit

haben erhöhte Blutharnstoff-Stickstoff- und Serumkreatinin-Werte (meist leicht und vorübergehend)

entwickelt, insbesondere wenn Benazepril zusammen mit einem Diuretikum verabreicht wurde. Dies tritt mit

einer höheren Wahrscheinlichkeit bei Patienten mit vorbestehender Niereninsuffizienz auf. Eine Dosisreduktion

von Benazepril und/oder Absetzen des Diuretikums kann in Betracht gezogen werden. Die Bewertung des

hypertensiven Patienten sollte immer die Beurteilung der Nierenfunktion einschließen (siehe Abschnitt 4.2).

Husten

Persistierender nichtproduktiver Husten wurde unter ACE-Hemmern berichtet, wahrscheinlich aufgrund des

blockierten Abbaus des endogenen Bradykinins. Dieser Husten verschwindet immer nach Beendigung der

Therapie. ACE-Hemmer-induzierter Husten ist in der Differentialdiagnose von Husten zu berücksichtigen.

Operationen/Anästhesie

Vor einer Operation sollte der Anästhesist über die ACE-Hemmer-Therapie des Patienten informiert werden.

Während einer Anästhesie mit blutdrucksenkenden Substanzen können ACE-Hemmer die Bildung von

Angiotensin II als Folge auf die kompensatorische Renin-Freisetzung blockieren. Ein so auftretender

Blutdruckabfall sollte durch Volumenexpansion korrigiert werden.

Serumkalium/Hyperkaliämie

Während der Behandlung mit ACE-Hemmern wurden selten erhöhte Serumkalium-Spiegel beobachtet. In

klinischen Hypertonie-Studien wurden keine Therapieabbrüche von Benazepril aufgrund von Hyperkaliämie

berichtet.

ACE-Hemmer können eine Hyperkaliämie bewirken, da sie die Freisetzung von Aldosteron verhindern. Die

Wirkung ist im Allgemeinen bei Patienten mit normaler Nierenfunktion nicht bedeutsam. Allerdings kann es

bei Patienten mit einer beeinträchtigten Nierenfunktion, bei Patienten mit Diabetes mellitus und bei Patienten

die Kalium-Ergänzungsmittel (einschließlich Salzersatzmittel), kaliumsparende Diuretika, Trimethoprim

oder Cotrimoxazol (auch als Trimethorpim/Sulfamethoxazol bekannt) und insbesondere Aldosteron-

Antagonisten oder Angiotensin-Rezeptor-Blocker einnehmen, zu einer Hyperkaliämie kommmen (siehe

Abschnitt 4.5).

In einer Studie, die Patienten mit progressiver chronischer Nierenerkrankung einschloss, brachen einige

Patienten die Behandlung wegen Hyperkaliämie ab. Bei Patienten mit progressiver chronischer

Nierenerkrankung sollte das Serumkalium überwacht werden.

Kaliumsparende Diuretika und Angiotensin-Rezeptor-Blocker sollten bei Patienten, die ACE-Hemmer

erhalten, mit Vorsicht angewendet werden.

Serumkalium und Nierenfunktion sind zu überwachen (siehe Abschnitt 4.5).

Aorten- oder Mitralklappenstenose

Wie bei allen anderen Vasodilatatoren ist bei Patienten mit Aorten- oder Mitralklappenstenose besondere

Vorsicht angezeigt.

Proteinurie

Proteinurie kann insbesondere bei Patienten mit bestehender Niereninsuffizienz oder unter relativ hohen

Dosierungen von Benazepril auftreten.

Diabetiker

Bei mit oralen Antidiabetika oder Insulin behandelten Diabetikern sollte der Blutzuckerhaushalt während des

1. Monats einer Behandlung mit einem ACE-Hemmer engmaschig überwacht werden.

Duale Blockade des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS)

Es gibt Belege dafür, dass die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-Rezeptor-

Antagonisten oder Aliskiren das Risiko für Hypotonie, Hyperkaliämie und eine Abnahme der Nierenfunktion

(einschließlich eines akuten Nierenversagens) erhöht. Eine duale Blockade des RAAS durch die gleichzeitige

Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren wird deshalb nicht

empfohlen (siehe Abschnitte 4.5 und 5.1).

Wenn die Therapie mit einer dualen Blockade als absolut notwendig erachtet wird, sollte dies nur unter

Aufsicht eines Spezialisten und unter Durchführung engmaschiger Kontrollen von Nierenfunktion,

Elektrolytwerten und Blutdruck erfolgen.

ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten sollten bei Patienten mit diabetischer

Nephropathie nicht gleichzeitig angewendet werden.

Lactose

Dieses Arzneimittel enthält Lactose. Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz, Lactase-

Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten dieses Arzneimittel nicht einnehmen.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Diuretika

Patienten unter Diuretika-Therapie oder mit Flüssigkeitsmangel können bei Beginn der Therapie mit einem

ACE-Hemmer gelegentlich einen übermäßigen Blutdruckabfall entwickeln. Die Möglichkeit von

hypotensiven Wirkungen bei solchen Patienten kann durch Unterbrechung der Diuretika-Therapie 2-3 Tage

vor Therapiebeginn mit Benazepril minimiert werden (siehe Abschnitte 4.2 und 4.4).

Kaliumsparende Diuretika, Kalium-Ergänzungsmittel oder kaliumhaltige Salzersatzmittel

Obwohl der Serumkaliumwert üblicherweise im Normbereich bleibt, kann bei einigen Patienten, die mit

Benzaparil behandelt werden, eine Hyperkaliämie auftreten. Kaliumsparende Diuretika (z. B. Spironolacton,

Triamteren oder Amilorid), Kalium-Ergänzungsmittel oder kaliumhaltige Salzersatzmittel können zu einem

signifikanten Anstieg des Serumkaliums führen. Vorsicht ist auch geboten, wenn Benazepril zusammen mit

anderen Mitteln gegeben wird, die das Serumkalium erhöhen, wie Trimethoprim und Cotrimoxazol

(Trimethoprim/Sulfamethoxazol), weil Trimethoprim bekanntermaßen wie ein kaliumsparendes Diuretikum

wie Amilorid wirkt. Deshalb wird die Kombination von Benazeparil mit den vorgenannten Arzneimitteln

nicht empfohlen. Wenn die gleichzeitige Anwendung angezeigt ist, muss sie mit Vorsicht und unter

regelmäßiger Kontrolle des Serumkaliums erfolgen.

Sympathomimetika

Abschwächung der antihypertensiven Wirkung.

Allopurinol, Procainamid, zytostatische Therapie, Immunsuppressiva, systemische Kortikosteroide

und andere das Blutbild verändernde Arzneimittel

Erhöhte Wahrscheinlichkeit hämatologischer Reaktionen, insbesondere Leukozytose, Leukopenie.

Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR), einschließlich als Entzündungshemmer verwendete

Acetylsalicylsäure

Wenn ACE-Hemmer gleichzeitig mit nichtsteroidalen Antirheumatika verabreicht werden, kann eine

Abschwächung der blutdrucksenkenden Wirkung auftreten. Die gleichzeitige Anwendung von ACE-

Hemmern und NSAR kann zu einem erhöhten Risiko für eine Verschlechterung der Nierenfunktion führen,

einschließlich eines möglichen akuten Nierenversagens, sowie zu einer Erhöhung des Kaliumspiegels im

Serum, insbesondere bei Patienten mit bereits vorbestehender schlechter Nierenfunktion. Bei der

Anwendung der Kombination ist Vorsicht geboten, insbesondere bei älteren Patienten. Patienten sollten

ausreichend hydriert sein und die Überwachung der Nierenfunktion nach der Einleitung der Begleittherapie

sowie danach in regelmäßigen Abständen ist in Erwägung zu ziehen.

Ciclosporin

Bei gleichzeitiger Anwendung von ACE-Hemmern und Ciclosporin kann eine Hyperkaliämie auftreten. Es

wird empfohlen, das Serumkalium zu überwachen.

Heparin

Bei gleichzeitiger Anwendung von ACE-Hemmern und Heparin kann eine Hyperkaliämie auftreten. Es wird

empfohlen, das Serumkalium zu überwachen.

Lithium

Bei Patienten, die während einer Lithium-Therapie ACE-Hemmer (einschließlich Benazepril) erhielten,

wurden erhöhte Serumlithium-Spiegel und Anzeichen einer Lithium-Toxizität berichtet. Diese Arzneimittel

sollten mit Vorsicht gemeinsam verabreicht werden und häufige Kontrollen der Serumlithium-Spiegel

werden empfohlen. Wird außerdem ein Diuretikum angewendet, kann das Risiko für eine Lithium-Toxizität

erhöht sein.

Arzneimittel, die das Ristiko eines Angioödems erhöhen

Eine gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern und Sacubitril/Valsartan ist wegen des erhöhten Risikos

eines Angioödems kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3 und 4.4).

Eine gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern und Racecadotril, mTOR-Inhibitoren (z. B. Sirolimus,

Everolimus, Temsirolimus) und Vildagliptin kann zu einem erhöhten Risiko eines Angioödems führen (siehe

Abschnitt 4.4).

Gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern und Angiotensin-II-Rezeptorblockern oder Aliskiren

Daten aus klinischen Studien haben gezeigt, dass eine duale Blockade des Renin-Angiotensin-Aldosteron-

Systems (RAAS) durch gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-Rezeptor-

Antagonisten oder Aliskiren im Vergleich zur Anwendung einer einzelnen Substanz, die auf das RAAS

wirkt, mit einer höheren Rate an unerwünschten Ereignissen wie Hypotonie, Hyperkaliämie und einer

Abnahme der Nierenfunktion (einschließlich eines akuten Nierenversagens) einhergeht (siehe Abschnitte

4.3, 4.4 und 5.1).

Andere blutdrucksenkende Mittel

Benazepril kann die blutdrucksenkende Wirkung anderer antihypertensiver Mittel verstärken. Die

Dosierungen müssen entsprechend angepasst werden.

Antidiabetika

Die gleichzeitige Verabreichung von ACE-Hemmern und Antidiabetika (Insulin, orale Antidiabetika) kann

die blutzuckersenkende Wirkung verstärken und zu einer Hypoglykämie führen. Dies tritt mit einer höheren

Wahrscheinlichkeit während der ersten Wochen der gleichzeitigen Behandlung und bei Patienten mit

Niereninsuffizienz auf.

Erythropoietin

Bei gleichzeitiger Anwendung von ACE-Hemmern (einschließlich Benazepril) kann das Ansprechen des

Patienten auf Erythropoietin abnehmen.

Gold

Bei Patienten, die gleichzeitig mit Goldinjektionslösungen (Natriumaurothiomalat) und ACE-Hemmern

behandelt wurden, wurden selten nitritoide Reaktionen (Symptome wie Gesichtsrötung, Übelkeit, Erbrechen

und Hypotonie) berichtet.

Probenecid

Eine Vorbehandlung mit Probenecid kann das pharmakodynamische Ansprechen der ACE-Hemmer erhöhen.

Eine Dosisanpassung kann erforderlich sein.

Die Pharmakokinetik von Benazeprilhydrochlorid wird durch folgende Arzneimittel nicht beeinträchtigt:

Hydrochlorothiazid, Furosemid, Chlortalidon, Digoxin, Propranolol, Atenolol, Nifedipin, Amlodipin,

Naproxen, Acetylsalicylsäure, Cimetidin. Gleichermaßen beeinflusst die Gabe von Benazeprilhydrochlorid

die Pharmakokinetik dieser Arzneimittel nicht wesentlich (die Kinetik von Cimetidin wurde nicht

untersucht).

Alkohol

Verstärkte blutdrucksenkende Wirkung und Verstärkung der Alkoholwirkung.

Kochsalz (Natriumchlorid)

Abschwächung der blutdrucksenkenden Wirkung.

4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Die Anwendung von ACE-Hemmern wird im ersten Schwangerschaftstrimester nicht empfohlen (siehe

Abschnitt 4.4). Die Anwendung von ACE-Hemmern im zweiten und dritten Schwangerschaftstrimester ist

kontraindiziert (siehe Abschnitte 4.3 und 4.4).

Es liegen keine endgültigen epidemiologischen Daten hinsichtlich eines teratogenen Risikos nach Anwendung

von ACE-Hemmern während des ersten Schwangerschaftstrimesters vor; ein geringfügig erhöhtes Risiko kann

jedoch nicht ausgeschlossen werden. Sofern ein Fortsetzen der ACE-Hemmer-Therapie nicht als notwendig

erachtet wird, sollten Patientinnen, die planen schwanger zu werden, auf eine alternative antihypertensive

Therapie mit geeignetem Sicherheitsprofil für Schwangere umgestellt werden. Wird eine Schwangerschaft

festgestellt, ist eine Behandlung mit ACE-Hemmern unverzüglich zu beenden und, wenn erforderlich, eine

alternative Therapie zu beginnen.

Es ist bekannt, dass eine Therapie mit ACE-Hemmern während des zweiten und dritten

Schwangerschaftstrimesters fetotoxische Effekte (verminderte Nierenfunktion, Oligohydramnion, verzögerte

Schädelossifikation) und neonatal-toxische Effekte (Nierenversagen, Hypotonie, Hyperkaliämie) hat (siehe

auch Abschnitt 5.3). Im Falle einer Exposition mit ACE-Hemmern ab dem zweiten Schwangerschaftstrimester

werden Ultraschalluntersuchungen der Nierenfunktion und des Schädels empfohlen.

Säuglinge, deren Mütter ACE-Hemmer eingenommen haben, sollten häufig wiederholt auf Hypotonie

untersucht werden (siehe auch Abschnitte 4.3 und 4.4).

Stillzeit

Einige wenige pharmakokinetische Daten zeigen, dass sehr geringe Konzentrationen von Benazepril - 1 A

Pharma in der Muttermilch erreicht werden (siehe Abschnitt 5.2). Auch wenn diese Konzentrationen als

klinisch nicht relevant erscheinen, wird die Anwendung von Benazepril - 1 A Pharma während des Stillens von

Frühgeborenen sowie in den ersten Wochen nach der Entbindung nicht empfohlen, da ein mögliches Risiko

von kardiovaskulären und renalen Effekten beim Säugling besteht und für eine Anwendung in der Stillzeit

keine ausreichende klinische Erfahrung vorliegt.

Wenn die Säuglinge älter sind, kann die Anwendung von Benazepril - 1 A Pharma bei stillenden Müttern

erwogen werden, wenn die Behandlung für die Mutter als notwendig erachtet wird und der Säugling

sorgfältig überwacht wird.

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Wie bei anderen Antihypertensiva auch ist es ratsam, beim Führen eines Fahrzeugs oder Bedienen von

Maschinen Vorsicht walten zu lassen.

4.8 Nebenwirkungen

Benazepril erwies sich als gut verträglich. Nebenwirkungen, die im Zusammenhang mit Benazepril und

anderen ACE-Hemmern stehen, werden unten aufgelistet.

Das Nebenwirkungsprofil für pädiatrische Patienten scheint ähnlich dem für Erwachsene zu sein. Es gibt keine

Daten zur Langzeitanwendung und den Wirkungen auf Wachstum, Pubertät und der allgemeinen Entwicklung

bei pädiatrischen Patienten.

Die Nebenwirkungen (Tabelle 1) sind nach Häufigkeiten sortiert, die häufigsten zuerst. Folgende Häufigkeiten

wurden verwendet:

Sehr häufig (≥ 1/10)

Häufig (

1/100 bis < 1/10)

Gelegentlich (

1/1.000 bis < 1/100)

Selten (

1/10.000 bis < 1/1.000)

Sehr selten (< 1/10.000) einschließlich Einzelfälle

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe sind die Nebenwirkungen nach absteigendem Schweregrad sortiert.

Tabelle 1: Nebenwirkungen

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Häufig

Abfall von Hämoglobin, Hämatokrit, Leukozyten

Gelegentlich

Anämie, aplastische Anämie, Leukopenie

Sehr selten

hämolytische Anämie, Thrombozytopenie (siehe

auch Abschnitt 4.4 „Agranulozytose/Neutropenie“)

Erkrankungen des Immunsystems

Selten

Angioödem, Lippenödem, Gesichtsödem (siehe

Abschnitt 4.4 „Anaphylaktoide und damit

zusammenhängende Reaktionen“)

Endokrine Erkrankungen

Nicht bekannt

Syndrom der inadäquaten Sekretion von

antidiuretischem Hormon (SIADH)

Psychiatrische Erkrankungen

Selten

Schlaflosigkeit, Nervosität und Parästhesien

Erkrankungen des Nervensystems

Häufig

Kopfschmerzen, Schwindel

Gelegentlich

Stimmungsschwankungen, geistige Verwirrtheit,

Impotenz

Selten

Schläfrigkeit

Sehr selten

Geschmacksveränderungen

Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths

Sehr selten

Tinnitus

Herzerkrankungen

Häufig

Palpitationen, orthostatische Beschwerden,

Synkope

Selten

orthostatische Hypotonie, Brustschmerzen, Angina

pectoris, Arrhythmien

Sehr selten

Myokardinfarkt, Tachykardie, zerebrovaskuläres

Ereignis

Gefäßerkrankungen

Häufig

Flush

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Häufig

Husten, Symptome einer Infektion der oberen

Atemwege, Bronchitis

Gelegentlich

Atemnot

Sehr selten

Bronchospasmus, Glossitis, Mundtrockenheit

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Häufig

Magen-Darm-Beschwerden

Gelegentlich

Appetitlosigkeit

Selten

Durchfall, Obstipation, Übelkeit, Erbrechen,

Bauchschmerzen

Sehr selten

Pankreatitis, Ileus

Leber- und Gallenerkrankungen

Selten

Hepatitis (überwiegend cholestatisch),

cholestatischer Ikterus (siehe Abschnitt 4.4

„Hepatitis und Leberversagen“)

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Häufig

Ausschlag, Pruritus, Photosensibilitätsreaktion

Selten

Pemphigus, Urtikaria

Sehr selten

Stevens-Johnson-Syndrom, Haarausfall, Psoriasis,

Raynaud-Syndrom

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Selten

Arthralgie, Arthritis, Myalgie

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Häufig

Pollakisurie

Gelegentlich

Proteinurie

Selten

erhöhter Blutharnstoff-Stickstoff, erhöhtes

Serumkreatinin, Urämie

Sehr selten

Nierenfunktionsstörungen (siehe Abschnitt 4.4)

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Häufig

Müdigkeit

Die folgenden Nebenwirkungen mit nicht bekannter Häufigkeit wurden während der Zeit nach

Markteinführung von Benazepril berichtet: Angioödem des Dünndarms, anaphylaktoide Reaktionen,

Hyperkaliämie, Agranulozytose, Neutropenie, Sehstörungen (siehe Abschnitt 4.4).

Laborwerte

Wie bei anderen ACE-Hemmern wurden bei < 0,1 % der Patienten mit essentieller Hypertonie, die mit

Benazepril allein behandelt wurden, geringfügige Anstiege von Blutharnstoff-Stickstoff (BUN) und

Serumkreatinin beobachtet, die nach Absetzen der Therapie reversibel waren. Die Anstiege treten bei Patienten,

die zusätzlich Diuretika erhalten, oder bei Patienten mit Nierenarterienstenose mit einer höheren

Wahrscheinlichkeit auf (siehe Abschnitt 4.4).

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie

ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige

von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3

D-53175 Bonn

Website: www.bfarm.de

anzuzeigen.

4.9 Überdosierung

Symptome

Obwohl begrenzte Erfahrungen mit Überdosierungen bei der Anwendung mit Benazepril vorliegen, ist das

hauptsächlich zu erwartende Anzeichen starke Hypotonie, die mit Elektrolytstörungen und Nierenversagen

einhergehen kann.

Therapie

Liegt die Einnahme erst kurze Zeit zurück, sollte Aktivkohle in Betracht gezogen werden. Eine

Magenentleerung (z. B. Erbrechen, Magenspülung) kann in bestimmten Fällen in der frühen Phase nach

Einnahme erwogen werden.

Die Patienten sollten hinsichtlich ihres Blutdrucks und klinischer Symptome engmaschig überwacht werden.

Eine unterstützende Therapie sollte durchgeführt werden, um eine ausreichende Hydratisierung und

Erhaltung des systemischen Blutdrucks sicherzustellen.

Im Fall eines ausgeprägten Blutdruckabfalls sollte physiologische Kochsalzlösung intravenös verabreicht

werden; abhängig vom klinischen Zustand kann die Verabreichung von Vasopressoren (z. B. Katecholamine

i.v.) erwogen werden.

Obwohl der aktive Metabolit Benazeprilat nur schwer dialysierbar ist, kann eine Dialyse bei überdosierten

Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung erwogen werden, um die reguläre Ausscheidung zu

unterstützen (siehe Abschnitt 4.4).

5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Therapeutische/pharmakologische Klasse: Mittel mit Wirkung auf das Renin-Angiotensin-System; ACE-

Hemmer, rein

ATC-Code: C09AA07

Benazepril (Benazepril-HCl) ist ein Prodrug, das nach Hydrolyse zum aktiven Metaboliten Benazeprilat das

Angiotensin-Converting-Enzym (ACE) hemmt und so die Umwandlung von Angiotensin I in Angiotensin II

blockiert. Dadurch werden alle durch Angiotensin II vermittelten Wirkungen vermindert - z. B.

Vasokonstriktion und Bildung von Aldosteron, das die Rückresorption von Natrium und Wasser in den

Nierentubuli fördert - und das Herzzeitvolumen erhöht. Benazepril vermindert die durch Vasodilatation

reflektorisch ausgelöste sympathische Herzfrequenzerhöhung.

Hypertonie

Wie andere ACE-Hemmer hemmt auch Benazepril den Abbau des Vasodilatators Bradykinin durch die

Kininase; diese Hemmung trägt vermutlich zur antihypertensiven Wirkung bei.

Benazepril führt bei allen Schweregraden der Hypertonie zu einer Senkung des Blutdrucks im Sitzen, Liegen

und Stehen. Bei den meisten Patienten tritt die antihypertensive Wirkung ungefähr 1 Stunde nach Einnahme

einer Einzeldosis ein. Die maximale Blutdrucksenkung wird nach 2-4 Stunden erreicht. Die antihypertensive

Wirkung hält mindestens 24 Stunden nach Einnahme an. Bei kontinuierlicher Behandlung wird die maximale

Blutdrucksenkung bei jeder Dosierung nach 1 Woche erreicht und bleibt bei Langzeittherapie erhalten. Die

antihypertensiven Wirkungen bleiben unabhängig von Rasse, Alter oder der Ausgangsplasmareninaktivität

erhalten. Die empfohlene tägliche Maximaldosis von Benazepril bei hypertensiven Patienten beträgt 40 mg,

gegeben als Einzeldosis oder aufgeteilt auf 2 Dosen. Eine Dosis von 80 mg führt zu einem verstärkten

Ansprechen, die Erfahrungen mit dieser Dosierung sind jedoch begrenzt.

Die antihypertensiven Wirkungen von Benazepril unterscheiden sich nicht wesentlich bei Patienten, die

natriumreiche und natriumarme Diäten erhalten.

Kurzfristiges Absetzen von Benazepril wurde nicht mit einem schnellen Blutdruckanstieg in Verbindung

gebracht. In einer Studie mit gesunden Probanden führten Einzeldosen von Benazepril zu einer Steigerung des

renalen Blutflusses und hatten keinen Effekt auf die glomeruläre Filtrationsrate.

Die antihypertensiven Wirkungen von Benazepril und thiazidartigen Diuretika sind synergistisch. Die

gemeinsame Anwendung von Benazepril mit anderen Antihypertensiva, einschließlich Betablockern und

Kalziumantagonisten, führt im Allgemeinen zu einer stärkeren Blutdrucksenkung.

In einer klinischen Studie mit 107 pädiatrischen Patienten im Alter von 7-16 Jahren mit einem entweder

systolischen oder diastolischen Blutdruck über der 95er-Perzentile erhielten die Patienten 0,1 oder 0,2 mg/kg

und wurden dann auf 0,3 oder 0,6 mg/kg mit einer maximalen Dosis von 40 mg 1-mal täglich auftitriert. Nach

4 Behandlungswochen wurden die 85 Patienten, deren Blutdruck durch die Therapie gesenkt wurde, entweder

in eine Placebo- oder Benazepril-Gruppe randomisiert, wobei die Benazepril-Gruppe in 3 Dosisstärken

unterteilt wurde (z. B. 5 oder 10 mg/Tag, 10 oder 20 mg/Tag, 20 oder 40 mg/Tag, abhängig vom

Körpergewicht), und wurden für 2 zusätzliche Wochen nachbeobachtet. Am Ende der 2 Wochen stieg der

Blutdruck (sowohl systolisch als auch diastolisch) bei den Kindern in der Placebo-Gruppe um 4-6 mmHg mehr

als bei den Kindern in der Benazepril-Gruppe. In den 3 Dosisgruppen wurde keine dosisabhängige Wirkung

beobachtet.

In zwei großen randomisierten, kontrollierten Studien („ONTARGET” [ONgoing Telmisartan Alone and in

combination with Ramipril Global Endpoint Trial] und „VA NEPHRON-D” [The Veterans Affairs

Nephropathy in Diabetes]) wurde die gleichzeitige Anwendung eines ACE-Hemmers mit einem Angiotensin-

II-Rezeptor-Antagonisten untersucht.

Die „ONTARGET“-Studie wurde bei Patienten mit einer kardiovaskulären oder einer zerebrovaskulären

Erkrankung in der Vorgeschichte oder mit Diabetes mellitus Typ 2 mit nachgewiesenen Endorganschäden

durchgeführt. Die „VA NEPHRON-D“-Studie wurde bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 und

diabetischer Nephropathie durchgeführt.

Diese Studien zeigten keinen signifikanten vorteilhaften Effekt auf renale und/oder kardiovaskuläre Endpunkte

und Mortalität, während ein höheres Risiko für Hyperkaliämie, akute Nierenschädigung und/oder Hypotonie im

Vergleich zur Monotherapie beobachtet wurde. Aufgrund vergleichbarer pharmakodynamischer Eigenschaften

sind diese Ergebnisse auch auf andere ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten übertragbar.

Aus diesem Grund sollten ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten bei Patienten mit

diabetischer Nephropathie nicht gleichzeitig angewendet werden.

In der „ALTITUDE“-Studie (Aliskiren Trial in Type 2 Diabetes Using Cardiovascular and Renal Disease

Endpoints) wurde untersucht, ob die Anwendung von Aliskiren zusätzlich zu einer Standardtherapie mit einem

ACE-Hemmer oder Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 sowie

chronischer Nierenerkrankung und/oder kardiovaskulärer Erkrankung einen Zusatznutzen hat. Die Studie

wurde wegen eines erhöhten Risikos unerwünschter Ereignisse vorzeitig beendet. Sowohl kardiovaskuläre

Todesfälle als auch Schlaganfälle traten in der Aliskiren-Gruppe numerisch häufiger auf als in der Placebo-

Gruppe, ebenso unerwünschte Ereignisse und besondere schwerwiegende unerwünschte Ereignisse

(Hyperkaliämie, Hypotonie, Nierenfunktionsstörung).

Kongestive Herzinsuffizienz (CHF)

Bei Patienten, die mit Digitalis und einem Diuretikum vorbehandelt waren, bewirkte Benazepril eine

Erhöhung des Herzminutenvolumens und der Belastungstoleranz sowie eine Senkung des

Lungenkapillardrucks, des systemischen Gefäßwiderstands und des Blutdrucks. Die Herzfrequenz wurde

geringfügig herabgesetzt. Die Behandlung von Patienten mit CHF mit Benazepril führte auch zu einer

Verbesserung der Beschwerden wie Müdigkeit, pulmonale Nebengeräusche, Ödeme sowie des

Beschwerdestadiums gemäß der Klassifizierung der New York Heart Association (NYHA). Klinische

Prüfungen zeigten, dass bei 1-mal täglicher Dosierung die Verbesserung hämodynamischer Parameter 24

Stunden lang anhält.

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Resorption

Mindestens 37 % einer oralen Dosis von Benazepril-HCl wird resorbiert. Das Prodrug wird danach rasch in

den pharmakologisch wirksamen Metaboliten Benazeprilat umgewandelt. Wird Benazepril-HCl auf

nüchternen Magen eingenommen, werden maximale Plasmakonzentrationen von Benazepril nach 30

Minuten und von Benazeprilat nach 60-90 Minuten erreicht.

Nach oraler Verabreichung von Benazepril-HCl beträgt die absolute Bioverfügbarkeit von Benazeprilat etwa

28 % der Größe, die nach intravenöser Verabreichung des Metaboliten selbst erreicht wird.

Die Einnahme nach einer Mahlzeit verzögert die Resorption von Benazepril-HCl, ohne hingegen die

resorbierte und in Benazeprilat umgewandelte Menge zu beeinflussen. Benazepril-HCl kann somit während

oder zwischen den Mahlzeiten eingenommen werden.

AUC und maximale Plasmakonzentrationen von Benazepril-HCl und Benazeprilat sind im

Dosierungsbereich von 5-20 mg ungefähr proportional zur Dosis. Kleine, aber statistisch signifikante

Abweichungen von der Dosisproportionalität wurden in einem auf 2-80 mg erweiterten Dosisbereich

beobachtet. Dies könnte damit zusammenhängen, dass Benazeprilat bis zur Sättigung an ACE gebunden

wird.

Bei wiederholter Verabreichung von 5-20 mg 1-mal/Tag kommt es zu keiner Veränderung der Kinetik.

Benazepril akkumuliert nicht. Benazeprilat akkumuliert nur in sehr geringem Umfang; die Steady-State-

AUC liegt etwa 20 % über dem 24-Stunden-Wert, der nach der 1. Verabreichung erreicht wurde. Die

effektive Akkumulationshalbwertszeit von Benazeprilat beträgt 10-11 Stunden. Der Steady State wird nach

2-3 Tagen erreicht.

Verteilung

Benazepril und Benazeprilat werden im Humanserum zu etwa 95 % an Proteine (vor allem Albumin)

gebunden. Die Proteinbindung wird vom Alter nicht beeinflusst. Im Steady State beträgt das

Verteilungsvolumen von Benazeprilat etwa 9 l.

Biotransformation

Benazepril wird in großem Umfang metabolisiert. Als Hauptmetabolit entsteht Benazeprilat. Es wird

angenommen, dass diese Umwandlung durch enzymatische Hydrolyse hauptsächlich in der Leber erfolgt. 2

weitere Metaboliten sind Acylglucuronsäure-Konjugate von Benazepril und Benazeprilat.

Elimination

Benazepril wird hauptsächlich durch metabolische Clearance ausgeschieden. Die Elimination von

Benazeprilat erfolgt über die Nieren und die Galle; im Vordergrund der Ausscheidung steht bei normaler

Nierenfunktion die renale Ausscheidung. Weniger wichtig ist die metabolische Clearance des systemisch

verfügbaren Benazeprilats. Nach oraler Verabreichung von Benazepril werden weniger als 1 % in Form von

Benazepril, aber etwa 20 % der Dosis als Benazeprilat im Harn ausgeschieden. Benazepril wird aus dem

Plasma innerhalb von 4 Stunden vollständig eliminiert. Benazeprilat wird in 2 Phasen ausgeschieden; die

initiale Eliminationshalbwertszeit beträgt etwa 3 Stunden, die terminale Halbwertszeit etwa 22 Stunden. Die

terminale Eliminationsphase (nach 24 Stunden und mehr) lässt eine starke Bindung von Benazeprilat an

ACE vermuten.

Spezielle Patientengruppen

Kinder und Jugendliche

Bei hypertonen Kindern (N = 45) im Alter von 6-16 Jahren, die mehrmals täglich Benazeprilhydrochlorid

(0,1-0,5 mg/kg) erhielten, wurde die Clearance von Benazeprilat bestimmt. Bei Kindern von 6-12 Jahren

betrug die Clearance 0,35 l/h/kg. Das ist mehr als 2-mal die Clearance von gesunden Erwachsenen, die eine

Einzeldosis von 10 mg (0,13 l/h/kg) erhielten. Bei Jugendlichen im Alter von 13-16 Jahren betrug die

Clearance 0,17 l/h/kg, was 27 % höher ist als die Clearance bei gesunden Erwachsenen. Die terminale

Eliminationshalbwertszeit von Benazeprilat bei pädiatrischen Patienten betrug ungefähr 5 Stunden, was

einem Drittel der Halbwertszeit entspricht, die bei Erwachsenen beobachtet wurde.

Patienten mit Hypertonie

Die Tiefstwerte der Plasmakonzentration von Benazeprilat im Steady State korrelieren mit der Höhe der

Tagesdosis.

Patienten mit Herzinsuffizienz

Die Resorption von Benazepril und dessen Umwandlung in Benazeprilat wird nicht beeinflusst. Die

Elimination erfolgt etwas langsamer, wodurch in dieser Patientengruppe im Steady State die Tiefstwerte der

Plasmakonzentration von Benazeprilat etwas höher liegen als bei gesunden Probanden oder Hypertonikern.

Alter, leichte bis mäßige Niereninsuffizienz, nephrotisches Syndrom und Leberfunktionsstörung

Die Kinetik von Benazepril und Benazeprilat wird nur unwesentlich durch Alter oder leicht bis mäßig

eingeschränkte Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance 30-80 ml/min) und nephrotisches Syndrom beeinflusst.

Bei Patienten mit einer durch Zirrhose verursachten Leberfunktionsstörung sind Kinetik und

Bioverfügbarkeit von Benazeprilat unverändert; eine Anpassung der Dosierung ist in solchen Fällen also

nicht erforderlich.

Schwere Niereninsuffizienz und terminale Nierenerkrankung

Schwere Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance < 30 ml/min) hat erhebliche Auswirkungen auf die Kinetik

von Benazeprilat; wegen der langsameren Ausscheidung und einer verstärkten Akkumulation ist eine

Dosisreduktion erforderlich. Auch im Endstadium einer Nierenerkrankung werden Benazepril und

Benazeprilat aus dem Plasma eliminiert, wobei die Kinetik ähnlich wie bei schwerer Niereninsuffizienz

verläuft. Durch extrarenale Elimination (d. h. metabolisch oder über die Galle) wird also die unzulängliche

renale Ausscheidung teilweise kompensiert.

Hämodialyse

Bei regelmäßiger Hämodialyse, die frühestens 2 Stunden nach Verabreichung von Benazepril-HCl beginnt,

wird die Plasmakonzentration von Benazepril und Benazeprilat nicht signifikant beeinflusst. Es muss also

nach der Dialyse keine zusätzliche Dosis gegeben werden. Durch die Dialyse wird nur eine geringe Menge

von Benazeprilat aus dem Körper entfernt.

Stillzeit

Bei 9 Frauen (Zeitraum postpartum nicht erwähnt), die drei Tage lang eine tägliche Dosis von 20 mg

Benazepril oral erhielten, betrug eine Stunde nach Einnahme der Spitzenwert für die Konzentrationen in der

Muttermilch 0,9 μg/L Benazepril und 1,5 Stunden nach Einnahme 2 μg/L für den aktiven Metaboliten

Benazeprilat. Es wird geschätzt, dass ein gestilltes Kind eine tägliche Dosis von weniger als 0,14 % der der

Mutter verabreichten Benazepril-Dosis aufnehmen würde.

5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit

Reproduktionstoxikologie

Es wurde keine Beeinträchtigung der Reproduktionsleistung von männlichen oder weiblichen Ratten bei

Gabe von bis zu 500 mg/kg/Tag Benazepril-HCl beobachtet.

Es wurden keine direkten embryotoxischen, fetotoxischen oder teratogenen Wirkungen bei Mäusen, Ratten

und Kaninchen beobachtet, wobei die Mäuse bis zu 150 mg/kg/Tag, die Ratten bis zu 500 mg/kg/Tag und die

Kaninchen bis zu 5 mg/kg/Tag erhielten.

Mutagenität

In In-vivo- und In-vitro-Untersuchungen wurde kein mutagenes Potential gefunden.

Kanzerogenität

Bei Gabe von Benazepril-HCl an Ratten in Dosen von bis zu 150 mg/kg/Tag (das 250-fache der

empfohlenen maximalen Gesamtdosis für Menschen) wurden keine Hinweise auf kanzerogene Effekte

beobachtet. Bei der Gabe derselben Dosis Benazepril-HCl an Mäuse über 104 Tage wurden keine

kanzerogenen Wirkungen beobachtet.

Toxizität bei Kindern und Jugendlichen

Es wurden keine nicht-klinischen Studien durchgeführt, um die potentielle Toxizität von Benazepril-HCl in

dieser Patientengruppe zu untersuchen.

6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

Tablettenkern

mikrokristalline Cellulose

Crospovidon

hydriertes Rizinusöl

Lactose-Monohydrat

hochdisperses Siliciumdioxid

vorverkleisterte Stärke (Mais)

Filmüberzug

Lactose-Monohydrat

Hypromellose

Macrogol 4000

Titandioxid (E 171)

Zusätzlich für Benazepril - 1 A Pharma 5 mg/- 10 mg

Eisen(III)-hydroxid-oxid x H

O (E 172)

6.2 Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend

6.3 Dauer der Haltbarkeit

2 Jahre

6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Nicht über 30 °C lagern.

6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

Die Filmtabletten sind in Aclar-PVC/Aluminium-Blisterpackungen verpackt und in einen Karton

eingeschoben.

Packungen mit 28, 42 und 98 Filmtabletten

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu

beseitigen.

7. INHABER DER ZULASSUNGEN

1 A Pharma GmbH

Keltenring 1 + 3

82041 Oberhaching

Telefon: (089) 6138825-0

Telefax: (089) 6138825-65

E-Mail: medwiss@1apharma.com

8. ZULASSUNGSNUMMERN

Benazepril - 1 A Pharma 5 mg

60841.00.00

Benazepril - 1 A Pharma 10 mg

60841.01.00

Benazepril - 1 A Pharma 20 mg

60841.02.00

9. DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNGEN / VERLÄNGERUNG DER ZULASSUNGEN

Datum der Erteilung der Zulassungen: 29. Dezember 2004

Datum der Verlängerung der Zulassungen: 28. Mai 2013

10. STAND DER INFORMATION

Januar 2019

11. VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig

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