Bactroban Creme

Schweiz - Deutsch - Swissmedic (Swiss Agency for Therapeutic Products)

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Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation (PIL)

24-10-2018

Fachinformation Fachinformation (SPC)

24-10-2018

Wirkstoff:
mupirocinum
Verfügbar ab:
GlaxoSmithKline AG
ATC-Code:
D06AX09
INN (Internationale Bezeichnung):
mupirocinum
Darreichungsform:
Creme
Zusammensetzung:
mupirocinum 20 mg zu mupirocinum calcicum, conserv.: phenoxyethanolum, alcohol benzylicus, excipiens ad-Salbe für 1 g.
Klasse:
B
Therapiegruppe:
Synthetika
Therapiebereich:
Sekundär infizierte traumatische Läsionen der Haut
Zulassungsnummer:
54316
Berechtigungsdatum:
1999-05-12

Dokumente in anderen Sprachen

Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation - Französisch

23-10-2018

Fachinformation Fachinformation - Französisch

23-10-2018

Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation - Italienisch

19-10-2018

Patienteninformation

Bactroban™ Crème/Salbe

GlaxoSmithKline AG

Was ist Bactroban Crème/Salbe und wann wird es angewendet?

Bactroban Crème darf nur auf Verschreibung des Arztes bzw. der Ärztin zur Behandlung kleiner,

bakteriell infizierter Hautwunden angewendet werden, z.B. bei kleinen Risswunden, genähten

Wunden oder Schürfwunden.

Bactroban Salbe darf nur auf Verschreibung des Arztes bzw. der Ärztin zur Behandlung von

bakteriellen Hautinfektionen angewendet werden.

Bactroban ist zur Anwendung auf der Haut bestimmt.

Mupirocin, der Wirkstoff von Bactroban, ist ein Antibiotikum. Es verhindert das Wachstum und die

Vermehrung der Krankheitskeime oder tötet diese bei Anwendung in höheren Konzentrationen ab.

Wann darf Bactroban Crème/Salbe nicht angewendet werden?

Bactroban darf nicht angewendet werden, wenn Sie auf den Wirkstoff Mupirocin oder auf einen

Hilfsstoff von Bactroban Crème oder von Bactroban Salbe überempfindlich reagieren.

Bactroban Crème oder Salbe dürfen nicht am Auge oder in der Nase angewendet werden.

Wann ist bei der Anwendung von Bactroban Crème/Salbe Vorsicht geboten?

Bitte beachten Sie, dass ein Kontakt mit den Augenschleimhäuten vermieden wird. Wenn es

trotzdem geschieht, reinigen Sie die Augen gründlich mit Wasser, bis die Creme- bzw. Salbenreste

entfernt sind.

Bactroban soll nicht über längere Zeit angewendet werden, da es sonst zu einer Besiedlung durch

unempfindliche Bakterien oder Pilze kommen kann.

Setzen Sie mit der Behandlung von Bactroban aus, reinigen Sie die Haut und suchen Sie Ihren Arzt

bzw. Ihre Ärztin auf, wenn Sie während der Anwendung einen Hautausschlag, lokalen Schmerz oder

eine Schwellung beobachten oder wenn Ihnen die Anwendung ein körperliches Unbehagen

verursacht.

Wenn Sie unter einer mittleren oder schweren Nierenfunktionsstörung leiden, soll Bactroban Salbe

nicht grossflächig auf verletzter Haut und nicht gleichzeitig mit anderen Salben, die

Polyethylenglykol enthalten, angewendet werden.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie

·an anderen Krankheiten leiden,

·Allergien haben oder

·andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden.

Darf Bactroban Crème/Salbe während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit angewendet

werden?

Wenn Sie schwanger sind, gerne ein Kind möchten oder stillen, sollten Sie vorsichtshalber möglichst

auf Arzneimittel verzichten und Bactroban nur auf ausdrückliche Verschreibung Ihres Arztes oder

Ihrer Ärztin anwenden. Bitte teilen Sie Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin mit, wenn Sie schwanger sind,

eine Schwangerschaft vermuten oder wenn Sie stillen.

Während der Stillzeit sollte Bactroban Crème nicht verwendet werden.

Wenn eine rissige Brustwarze mit Bactroban Salbe behandelt wird, so muss die Milch der

betroffenen Brust während der Behandlungszeit abgepumpt und anschliessend verworfen werden.

Wie verwenden Sie Bactroban Crème/Salbe?

Crème

Für Erwachsene, Kinder ab 3 Monaten, ältere Patientinnen und Patienten, Patientinnen und Patienten

mit einer Beeinträchtigung der Leber oder der Niere gilt dieselbe Dosierung. Wenn vom Arzt bzw.

von der Ärztin nicht anders verordnet, tragen Sie eine kleine Menge der Crème 3× pro Tag mit einem

sauberen Baumwolltüchlein oder einer sauberen Gaze auf die zu behandelnde Stelle auf. Diese Stelle

kann nach Anweisung des Arztes oder der Ärztin mit Gaze oder einem Abdeckverband abgedeckt

werden.

Salbe

Wenn vom Arzt nicht anders verordnet, streichen Sie eine kleine Menge der Salbe 2 bis 3× pro Tag

auf die zu behandelnde Stelle, so dass sie ganz bedeckt ist. Die behandelte Stelle kann mit Gaze oder

einem Verschlussverband abgedeckt werden. Die Salbe kann für Kleinkinder ab 2 Monaten

angewendet werden.

Die Behandlung mit Bactroban Crème/Salbe dauert je nach Ansprechen auf die Therapie bis zu 10

Tage. Bitte suchen Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin auf, wenn sich innert 3 bis 5 Behandlungstagen

kein Erfolg einstellt.

Die Therapiedauer soll normalerweise 10 Tage nicht übersteigen.

Nach jeder Anwendung von Bactroban sollten Sie Ihre Hände waschen.

Bactroban darf nicht mit anderen Arzneimitteln gleichzeitig an derselben Stelle angewendet werden.

Seine Wirkung könnte dadurch beeinträchtigt werden.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel

wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer

Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Bactroban Crème/Salbe haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Anwendung von Bactroban auftreten:

Sehr selten: Schwere allergische Reaktionen

Zu den Anzeichen gehören:

·Hautausschlag mit juckenden, erhabenen Flecken.

·Schwellung, bisweilen an Gesicht oder im Mundraum, die zu Atemnot führt.

·Kollaps oder Bewusstlosigkeit.

Wenden Sie sich bitte unverzüglich an einen Arzt resp. eine Ärztin, falls sich die genannten

Symptome bei Ihnen einstellen. Brechen Sie die Anwendung von Bactroban ab.

Sehr selten: Entzündungen des Colons (Dickdarm) mit meist blutig-schleimigem Durchfall,

Bauchschmerzen und Fieber (pseudomembranöse Colitis).

Wenden Sie sich möglichst umgehend an Ihren Arzt, wenn sich derartige Symptome bei Ihnen

einstellen.

Crème:

Häufig: lokale Überempfindlichkeitsreaktionen, einschliesslich trockene Haut, Jucken und Brennen

an der Applikationsstelle.

Sehr selten: Schmerzen an der Applikationsstelle.

Salbe:

Häufig: brennendes Gefühl an der Applikationsstelle.

Gelegentlich: Juckreiz, Rötung, stechendes Gefühl und Trockenheit an der Applikationsstelle,

Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut.

Im Fall einer Überempfindlichkeitsreaktion soll die Behandlung abgebrochen, die Crème/Salbe von

der Haut abgewaschen und der Arzt bzw. die Ärztin aufgesucht werden.

Wenn sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Bewahren Sie Bactroban in der verschlossenen Originalpackung an einem für Kinder unerreichbaren

Ort bei Raumtemperatur (15-25 °C) auf. Bactroban Crème nicht einfrieren!

Nach Beendigung der Behandlung bringen Sie den Rest der Bactroban Crème/Salbe bitte Ihrem Arzt

oder Apotheker bzw. Ihrer Ärztin oder Apothekerin zur Entsorgung.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Bactroban Crème/Salbe enthalten?

1 g Bactroban Crème enthält als Wirkstoff 20 mg Mupirocin (als Mupirocin-calcium) sowie

Phenoxyethanol und Benzylalkohol als Konservierungsmittel und weitere Hilfsstoffe.

1 g Bactroban Salbe enthält als Wirkstoff 20 mg Mupirocin und den Hilfsstoff Macrogol (=

Polyethylenglykol).

Zulassungsnummer

Crème 54316 (Swissmedic), Salbe 47667 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Bactroban Crème/Salbe? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Tuben zu 15 g.

Zulassungsinhaberin

GlaxoSmithKline AG, 3053 Münchenbuchsee.

Diese Packungsbeilage wurde im September 2015 letztmals durch die Arzneimittelbehörde

(Swissmedic) geprüft.

Fachinformation

Bactroban™ Crème

GlaxoSmithKline AG

Zusammensetzung

Wirkstoff

Mupirocinum ut Mupirocinum calcicum.

Hilfsstoffe

Conserv.: Phenoxyethanolum, Alcohol benzylicus; Excip. ad unguentum.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Bactroban Crème enthält 20 mg/1 g Mupirocin als Kalziumsalz.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Bactroban Crème ist indiziert für die lokale Behandlung von sekundär infizierten traumatischen

Läsionen wie kleinen Risswunden, genähten Wunden oder Schürfwunden (bis 10 cm Länge resp.

100 cm2 Fläche).

Dosierung/Anwendung

Erwachsene, Kinder und ältere Patienten:

Eine kleine Menge Bactroban Crème wird 3× täglich mit einem sauberen Baumwolltüchlein oder

einer sauberen Gaze auf die zu behandelnde Stelle aufgetragen.

Wenn nach 3-5 Tagen keine Besserung erfolgt, sollte eine Reevaluation des Befundes durchgeführt

werden.

Die behandelte Stelle kann mit einer Gaze oder einem Okklusionsverband abgedeckt werden.

Die Behandlung dauert je nach Ansprechen maximal 10 Tage. Die längerfristige Anwendung kann

zur Vermehrung von nicht-empfindlichen Keimen führen.

Kleinkinder und Säuglinge:

Es liegen Erfahrungen zur Anwendung bei Säuglingen und Kleinkindern ab dem Alter von 3

Monaten, vor. Es ist keine Anpassung der Dosierung notwendig.

Patienten mit Leber- oder Niereninsuffizienz:

Keine Anpassung der Dosierung notwendig.

Kontraindikationen

Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff oder einem der Hilfsstoffe von Bactroban Crème.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Bactroban Crème eignet sich nicht für:

·die ophthalmologische Anwendung

·die intranasale Anwendung

·den Gebrauch zusammen mit Kanülen

·zur Anwendung an der Stelle, wo eine Zentralvenen-Kanüle gelegt worden ist.

Bei der Anwendung soll beachtet werden, dass die Augenschleimhäute nicht in Kontakt mit

Bactroban kommen. Bei Kontakt sollen die Augen gründlich mit Wasser gereinigt werden, bis die

Cremereste entfernt sind.

Im seltenen Fall einer möglichen Überempfindlichkeitsreaktion oder schwerwiegender lokaler

Irritation, die mit der Anwendung von Bactroban Crème zusammenhängt, sollte die Behandlung

abgebrochen und mit einer geeigneten alternativen Therapie weitergefahren werden.

Wie bei anderen antibakteriellen Produkten kann die längerfristige Anwendung zu einem

Überwuchern mit nicht-empfindlichen Keimen führen.

Das Auftreten von Diarrhoe während oder nach der Behandlung mit Bactroban Creme, insbesondere,

wenn diese schwer, anhaltend und/oder blutig verläuft, kann ein Symptom für eine Infektion mit

Clostridium difficile sein. Die schwerste Verlaufsform ist die pseudomembranöse Kolitis. Sollte der

Verdacht auf eine derartige Komplikation bestehen, obwohl dies bei topischer Applikation

unwahrscheinlich ist, so ist die Behandlung mit Bactroban Creme unverzüglich abzubrechen, und der

Patient sollte eingehend untersucht werden, um allenfalls eine spezifische Antibiotikatherapie (z.B.

Metronidazol, Vancomycin) einzusetzen. Der Einsatz von peristaltikhemmenden Mitteln ist in dieser

klinischen Situation kontraindiziert.

Interaktionen

Bei gleichzeitiger Anwendung mehrerer Präparate besteht die Gefahr einer Verdünnung, welche eine

Verminderung der antibiotischen Aktivität sowie einen möglichen Verlust der Stabilität des

Mupirocin in der Crème zur Folge haben kann.

Es sind bisher keine Arzneimittel-Interaktionen bekannt.

Schwangerschaft/Stillzeit

Schwangerschaft:

Reproduktionsstudien mit Mupirocin bei Nagetieren haben keine klaren Anzeichen von Schäden

beim Fötus gezeigt (siehe «Präklinische Daten»). Da aber nicht ausreichend Daten bezüglich der

Auswirkungen beim menschlichen Fötus verfügbar sind, darf Bactroban Crème während der

Schwangerschaft nicht angewendet werden, es sei denn dies ist eindeutig notwendig.

Stillzeit:

Studien an Ratten haben eine gewisse peri/postnatale Toxizität gezeigt (siehe «Präklinische Daten»).

Humandaten zum Gebrauch von Mupirocin während der Stillzeit sind nicht verfügbar. Das

Arzneimittel sollte deshalb während der Stillzeit nicht verwendet werden.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Es sind keine negativen Auswirkungen auf die Fahrtauglichkeit oder das Bedienen von Maschinen zu

erwarten.

Unerwünschte Wirkungen

Unerwünschte Wirkungen sind nachfolgend nach Systemorganklasse und Häufigkeit getrennt

aufgeführt. Für die Häufigkeiten gilt die folgende Definition: sehr häufig (≥1/10), häufig (≥1/100,

<1/10), gelegentlich (≥1/1000, <1/100), selten (≥1/10'000, <1/1000), sehr selten (<1/10'000).

Die Häufigkeit der unerwünschten Wirkungen wurde im Rahmen von klinischen Studien ermittelt.

Die Angaben über sehr seltene unerwünschte Reaktionen stammen vorwiegend aus den Post-

Marketing Reports und entsprechen daher der Meldehäufigkeit anstatt der tatsächlichen

Auftretenshäufigkeit.

Störungen des Immunsystems:

Sehr selten: Systemische allergische Reaktionen, unter anderem Anaphylaxie, generalisierter

Hautausschlag, Urtikaria und Angioödeme.

Funktionsstörungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Häufig: lokale Überempfindlichkeitsreaktionen, wie trockene Haut, Juckreiz und Brennen an der

Applikationsstelle.

Sehr selten: Schmerz an der Applikationsstelle.

In Fällen von lokalen und/oder systemischen Überempfindlichkeitsreaktionen oder schwerwiegenden

Irritationen bei der Anwendung von Bactroban Crème sollte die Behandlung abgebrochen, die Crème

von der Haut abgewaschen und mit einer geeigneten alternativen Therapie weitergefahren werden.

Überdosierung

Symptome

Derzeit liegen nur eingeschränkte Erfahrungen zur Überdosierung von Mupirocin vor.

Therapie

Für den Fall einer Überdosierung von Mupirocin ist keine spezifische Behandlung verfügbar. Im

Falle einer Überdosierung muss der Patient die jeweils angemessene supportive Behandlung erhalten

und erforderlichenfalls überwacht werden. Das Vorgehen richtet sich nach den klinischen

Erfordernissen bzw. nach den Empfehlungen des toxikologischen Informationszentrums.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: D06AX09

Wirkungsmechanismus

Mupirocin ist ein natürlich vorkommendes Antibiotikum, das durch Fermentation aus Pseudomonas

fluorescens gewonnen wird. Mupirocin hemmt die Isoleucyl-Transfer-RNS-Synthetase und blockiert

dadurch die bakterielle Proteinsynthese.

Bactroban ist eine topisch anwendbare, antibakteriell wirkende Crème und wirkt gegen

Staphylococcus aureus einschliesslich der Methicillin-resistenten Stämme, gegen S. epidermidis und

β-hämolysierende Streptokokken.

Bei einer Dosierung im MHK-Bereich wirkt Mupirocin bakteriostatisch, während es bei höheren

Konzentrationen, wie sie bei lokaler Anwendung erreicht werden können, bakterizid wirkt.

Mikrobiologie

Das In-vitro-Wirkungsspektrum umfasst die folgenden Bakterien:

In der Regel sensible Spezies:

Staphylococcus aureus (Methicillin-sensibel)

Staphylococcus epidermidis (Methicillin-sensibel)

Koagulase negative Staphylokokken (Methicillin-

sensibel)

Streptococcus spp.

Keime, bei welchen eine erworbene Resistenz ein Problem sein

könnte:

Aerobe grampositive Keime

Staphylococcus aureus (Methicillin-resistent)

Staphylococcus epidermidis (Methicillin-resistent)

Koagulase negative Staphylokokken (Methicillin-resistent)

Resistente Spezies:

Corynebacterium spp.

Micrococcus spp.

MHK-Werte für Staphylococcus spp.:

Sensibel: ≤1 Mikrogramm/ml

Intermediär: 2 bis 256

Mikrogramm/ml

Resistent: >256 Mikrogramm/ml

Resistenzen

In-vitro-Tests haben gezeigt, dass eine Resistenz langsam und stufenweise auftritt.

Mupirocin weist aufgrund seines speziellen Wirkungsmechanismus keine Kreuzresistenz mit anderen

Antibiotika auf.

Resistenz-Mechanismus: Ein niedriges Resistenzniveau bei Staphylokokken (MHK von 8 bis

256 Mikrogramm/ml) beruht nachweislich auf Änderungen an der nativen Isoleucyl-tRNA-

Synthetase. Ein hohes Resistenzniveau bei Staphylokokken (MHK von 512 Mikrogramm/ml und

darüber) ist nachweislich einer eigenständigen, plasmidkodierten Isoleucyl-tRNA-Synthetase

zuzuschreiben.

Klinische Wirksamkeit

In klinischen Studien konnte eine Wirksamkeit von Mupirocin gegenüber den meisten

Staphylococcus aureus- und Streptococcus pyogenes-Stämmen belegt werden.

Pharmakokinetik

Absorption:

Die systemische Absorption von Bactroban durch intakte menschliche Haut ist gering, durch

verletzte oder entzündete Haut tritt sie eher auf.

Eine gewisse systemische Absorption wurde nach der 3×-täglichen Auftragung der Mupirocin-

Crème während einer Dauer von 5 Tagen auf Hautläsionen verschiedener Ursache (Hautläsionen, die

länger als 10 cm waren oder mehr als 100 cm2 umfassten) beobachtet. Als Nachweis diente die

Ermittlung der Moninsäure (Metabolit von Mupirocin) im Urin. 16 Erwachsene (29–60 Jahre alt)

und 10 Kinder (3–12 Jahre alt) wurden in die Untersuchung miteinbezogen.

Die Daten dieser Studie zeigten, dass die perkutane Absorption bei 90% der Kinder, jedoch nur bei

44% der Erwachsenen auftrat. Im Allgemeinen ist der Grad der perkutanen Absorption nach

Applikation von Mehrfachdosen bei Kindern und Erwachsenen gering.

Metabolismus und Elimination:

Klinische Studien haben gezeigt, dass Mupirocin nach intravenöser oder oraler Verabreichung rasch

zum mikrobiologisch inaktiven Metaboliten Moninsäure abgebaut und rasch durch die Niere (zu

90%) ausgeschieden wird.

Präklinische Daten

Mutagenität/Karzinogenität

Genotoxizität

In In-vitro-Untersuchungen an Nichtsäugerzellen führte Mupirocin, jeweils ohne metabolische

Aktivierung, zu schwach positiven Ergebnissen in einem DNA-Reparaturtest an Escherichia coli

sowie in Rückmutationstests an Salmonella typhimurium TA98. Andere Untersuchungen an

Nichtsäugerzellen, z.B. der Rückmutationstest an anderen Salmonella typhimurium Stämmen, ein

Genkonversionstest an Saccharomyces cerevisiae sowie ein Vorwärtsmutationstest an E. coli, fielen

negativ aus.

Hingegen wurde in einem in vitro Genmutationstest an Säugetierzellen (ML/TK-Test) kein Anstieg

der Mutationshäufigkeit beobachtet. Hefezellassays zur Genkonversion/mutation, ein

Chromosomenaberrationstest an humanen Lymphozyten und ein UDS-Test in Rattenhepatozyten

fielen ebenfalls negativ aus. Desgleichen auch ein in vivo Mikronukleustest an der Maus (Test auf

Chromosomenaberrationen) und ein Comet-Test an der Ratte (Test auf DNA-Strangbrüche).

Mupirocin erscheint daher in Säugerzellen und in vivo nicht genotoxisch.

Karzinogenität

Karzinogenitätsstudien mit Mupirocin wurden nicht durchgeführt.

Reproduktionstoxikologie

Fertilität

Mupirocin hatte bei subkutaner Verabreichung von Dosen bis 100 mg/kg/Tag an männliche Ratten

von 10 Wochen vor der Paarung bis 20 Tage post coitum und an weibliche Ratten von 15 Tage vor

der Paarung bis ebenfalls 20 Tage post coitum keine Auswirkungen auf die Fertilität.

Minderschwere Auffälligkeiten bei der Ossifikation der Schädelknochen traten bei Embryonen in

utero unter allen untersuchten Dosen auf, wobei jedoch keine Auswirkungen auf Überleben,

Wachstum und körperliche Entwicklung der Nachkommen bei Geburt in der Studie festgestellt

wurden.

Embryo/fötale Entwicklung

Aus Studien zur embryofetalen Entwicklung bei der Ratte gingen bei subkutanen Dosen bis

375 mg/kg/Tag keine Hinweise auf eine Entwicklungstoxizität hervor.

In einer Studie zur embryofetalen Entwicklung am Kaninchen mit subkutanen Dosen bis

160 mg/kg/Tag führte die bei der hohen Dosis beobachtete maternale Toxizität (beeinträchtigte

Gewichtszunahme und schwere Reizungserscheinungen an den Injektionsstellen) zu Abort oder

schlechter Wurfleistung. Bei ausgetragenen Kaninchenfeten lagen jedoch keine Hinweise auf eine

Entwicklungstoxizität vor.

Die in der Fertilitätsstudie an der Ratte beobachteten Auffälligkeiten bei der Ossifikation der

Schädelknochen konnten in diesen Studien zur Entwicklungstoxizität nicht reproduziert werden,

weshalb nicht von einem teratogenen Potential von Mupirocin ausgegangen wird.

Peri/postnatale Entwicklung

In einer Studie zur peri/postnatalen Entwicklung war bei einer subkutanen Dosis von 107 mg/kg/d

(entsprechend etwa der 2000-fachen therapeutischen Dosis) die postnatale Viabilität reduziert.

Weitere Entwicklungsstörungen wurden nicht beobachtet.

Angesichts der Tatsache, dass Mupirocin bei topischer Anwendung kaum absorbiert wird und daher

die systemische Exposition des Patienten minimal ist, ist bei vorschriftsgemässer Anwendung das

Risiko für Reproduktionstoxizität gering.

Sonstige Hinweise

Inkompatibilitäten:

Siehe «Interaktionen».

Haltbarkeit:

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Verpackung mit «EXP» bezeichneten Datum

verwendet werden.

Besondere Lagerungshinweise:

Bactroban Crème soll bei Raumtemperatur (15-25 °C) an einem für Kinder unerreichbaren Ort

gelagert werden.

Nicht einfrieren!

Hinweise:

Für intranasale Anwendung ist eine spezielle Formulierung, Bactroban Nasal, erhältlich.

Nach Beendigung der Therapie soll der Rest der Crème vernichtet werden.

Zulassungsnummer

54316 (Swissmedic).

Packungen

Tuben zu 15 g; B

Zulassungsinhaberin

GlaxoSmithKline AG, 3053 Münchenbuchsee.

Stand der Information

September 2016.

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