Azelainsäure "Schering" 15% - Gel

Österreich - Deutsch - AGES (Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit)

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Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation (PIL)

30-04-2020

Fachinformation Fachinformation (SPC)

28-07-2020

Wirkstoff:
AZELAINSÄURE
Verfügbar ab:
LEO Pharma A/S
ATC-Code:
D10AX03
INN (Internationale Bezeichnung):
azelaic acid
Verschreibungstyp:
Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Produktbesonderheiten:
Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Zulassungsnummer:
1-24584
Berechtigungsdatum:
2002-07-03

Gebrauchsinformation: Information für Anwender

Azelainsäure "Schering" 15 % Gel

Azelainsäure

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der

Anwendung dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals

lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an

Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen

Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie

Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder

Apotheker. Dies gilt

auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage

angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht:

1. Was ist Azelainsäure "Schering" Gel und wofür wird es angewendet?

2. Was sollten Sie vor der Anwendung von Azelainsäure "Schering" Gel beachten?

3. Wie ist Azelainsäure "Schering" Gel anzuwenden?

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

5. Wie ist Azelainsäure "Schering" Gel aufzubewahren?

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

1. Was ist Azelainsäure "Schering" Gel und wofür wird es angewendet?

Azelainsäure "Schering" Gel enthält den Wirkstoff Azelainsäure und gehört zur Gruppe der

Aknemittel, die zur äußeren Anwendung (zum Auftragen auf die Haut) bestimmt sind.

Azelainsäure "Schering" Gel wird zur Linderung von leichter bis mittelschwerer,

papulopustulöser Akne des Gesichtes sowie zur Behandlung der papulopustulösen Rosazea

angewendet. Papulopustulöse Akne und Rosazea zeichnen sich aus durch Papeln

(=entzündliche knötchenartige Erhebungen) und Pusteln (=eitrige Bläschen).

2. Was sollten Sie vor der Anwendung von Azelainsäure "Schering" Gel beachten?

Azelainsäure "Schering" Gel darf nicht angewendet werden

wenn Sie allergisch gegen Azelainsäure oder einen der in Abschnitt 6 genannten sonstigen

Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen:

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bevor Sie Azelainsäure „Schering“ 15%

Gel anwenden.

Azelainsäure "Schering" Gel ist ausschließlich zur äußeren Anwendung (zum Auftragen auf

die Haut) bestimmt. Vermeiden Sie Kontakt mit Augen, Mund und anderen Schleimhäuten.

Bei versehentlichem Kontakt spülen Sie Augen, Mund und/oder betroffene Schleimhäute mit

reichlich Wasser. Sollte eine Augenreizung andauern, suchen Sie bitte einen Arzt auf.

Waschen Sie bitte nach jeder Anwendung von Azelainsäure "Schering" Gel Ihre Hände.

Es wird empfohlen, während der Anwendung von Azelainsäure "Schering" Gel zur

Behandlung von Rosazea auf alkoholische Reinigungsmittel, Tinkturen und

Adstringentien, abrasive Mittel und Peelings zu verzichten.

Bei einigen Patienten mit Asthma die mit Azelainsäure behandelt wurden, wurde in seltenen

Fällen eine Verschlechterung der Asthma-Symptome beobachtet.

Kinder und Jugendliche

Die Sicherheit und Wirksamkeit der Behandlung von Akne bei Jugendlichen von 12-18

Jahren wurde untersucht (siehe Abschnitt 3. “Wie ist Azelainsäure "Schering" Gel

anzuwenden?“). Die Behandlung von Akne mit Azelainsäure "Schering" Gel bei Kindern

unter 12 Jahren wird nicht empfohlen aufgrund fehlender Daten zur Sicherheit und

Wirksamkeit.

Die Behandlung von Rosazea mit Azelainsäure "Schering" Gel bei Kindern und

Jugendlichen unter 18 Jahren wird nicht empfohlen aufgrund fehlender Daten zur

Sicherheit und Wirksamkeit.

Anwendung von Azelainsäure "Schering" Gel mit anderen Arzneimitteln

Es liegen keine Studien zu Wechselwirkungen von Azelainsäure "Schering" Gel mit anderen

Arzneimitteln vor. Verwenden Sie während der Anwendung von Azelainsäure "Schering" Gel

für Ihr Gesicht keine anderen Arzneimittel; sonstige Gesichtsbehandlungen sollten ebenfalls

nicht vorgenommen werden.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel

einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben, oder

beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Schwangerschaft und Stillzeit

Zur Anwendung von Azelainsäure während der Schwangerschaft liegen keine

ausreichenden Erfahrungen vor. Wenn Sie schwanger sind oder stillen, wird Ihr Arzt

entscheiden, ob Sie Azelainsäure "Schering" Gel anwenden können.

Säuglinge sollten nicht mit der behandelten Haut oder Brust in Kontakt kommen.

Wenn Sie schwanger sind oder stillen oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder

beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels

Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Azelainsäure "Schering" Gel hat keinen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und das

Bedienen von Maschinen.

Azelainsäure "Schering" Gel enthält Benzoesäure und Propylenglycol.

Benzoesäure kann leichte Reizungen an Haut, Augen und Schleimhäuten hervorrufen.

Propylenglycol kann Hautreizungen hervorrufen.

3. Wie ist Azelainsäure "Schering" Gel anzuwenden?

Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder

Apotheker an. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher

sind.

Azelainsäure "Schering" Gel ist ausschließlich zur äußeren Anwendung (zum Auftragen auf

die Haut) bestimmt.

Art der Anwendung

Reinigen Sie vor dem Auftragen von Azelainsäure "Schering" Gel Ihre Haut sorgfältig mit

Wasser und trocknen Sie sie ab. Sie können ein mildes Hautreinigungsmittel verwenden.

Verwenden Sie keine luft- und wasserundurchlässigen Verbände oder Abdeckungen

(Okklusivverbände), und waschen Sie nach dem Auftragen des Gels Ihre Hände.

Übliche Dosierung und Häufigkeit der Anwendung

Tragen Sie Azelainsäure "Schering" Gel zweimal täglich (morgens und abends) auf die

befallenen Hautstellen auf und reiben Sie das Gel vorsichtig in die Haut ein. Etwa 2,5 cm Gel

entsprechen 0,5 g und reichen für die gesamte Gesichtsfläche aus.

Um eine optimale Wirkung zu erzielen, ist es wichtig, dass Azelainsäure "Schering" Gel ohne

Unterbrechung angewendet wird.

Bei Hautreizungen (siehe Abschnitt 4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?) ist die Menge

von Azelainsäure "Schering" Gel pro Anwendung zu verringern oder die Häufigkeit der

Anwendung auf einmal täglich zu beschränken, bis die Hautreizung abgeklungen ist. Falls

erforderlich, ist die Behandlung für einige Tage auszusetzen.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen

Eine Anpassung der Dosis ist nicht erforderlich für die Behandlung von Akne mit

Azelainsäure "Schering" Gel bei Jugendlichen im Alter von 12-18 Jahren.

Dauer der Behandlung

Die Anwendungsdauer von Azelainsäure "Schering" Gel kann individuell unterschiedlich sein

und hängt auch vom Schweregrad der Hauterkrankung ab.

Ihr Arzt wird Ihnen erklären, wie lange Sie Azelainsäure "Schering" Gel anwenden sollen.

Akne

Je nach Behandlungsergebnis kann Azelainsäure "Schering" Gel über mehrere Monate

angewendet werden. Eine deutliche Verbesserung wird für gewöhnlich nach 4 Wochen

beobachtet.

Sollte nach einem Monat noch keine Besserung eingetreten sein oder sich Ihre Akne

verschlechtert haben, unterbrechen Sie die Anwendung von Azelainsäure "Schering" Gel

und suchen Sie Ihren Arzt auf.

Rosazea

Je nach Behandlungsergebnis kann Azelainsäure "Schering" Gel über mehrere Monate

angewendet werden. Eine deutliche Verbesserung kann nach 4 Wochen beobachtet werden.

Sollte nach zwei Monaten noch keine Besserung eingetreten sein oder sich die Rosazea

verschlechtert haben, unterbrechen Sie die Anwendung von Azelainsäure "Schering" Gel

und suchen Sie Ihren Arzt auf.

Wenn Sie eine größere Menge von Azelainsäure "Schering" Gel angewendet haben,

als Sie sollten

Selbst wenn Sie versehentlich eine größere Menge von Azelainsäure "Schering" Gel

angewendet haben, ist eine schädliche Wirkung (Vergiftung) unwahrscheinlich.

Bitte setzen Sie die Anwendung wie beschrieben fort und fragen Sie bei Ihrem Arzt nach,

wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Wenn Sie die Anwendung von Azelainsäure "Schering" Gel vergessen haben

Tragen Sie nicht die doppelte Menge auf, wenn Sie die vorherige Anwendung vergessen

haben, sondern setzen Sie die Behandlung wie von Ihrem Arzt vorgeschrieben fort.

Wenn Sie die Anwendung von Azelainsäure "Schering" Gel abbrechen

Wenn Sie die Anwendung von Azelainsäure "Schering" Gel vorzeitig beenden, kann sich Ihre

Hautkrankheit verschlechtern. Sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt, ehe Sie die Behandlung mit

Azelainsäure "Schering" Gel abbrechen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung von Azelainsäure "Schering" Gel haben, fragen

Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht

bei jedem auftreten müssen. Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an

Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser

Packungsbeilage angegeben sind.

Es können Hautreizungen (zum Beispiel Brennen und Juckreiz) auftreten. In den meisten

Fällen sind diese Beschwerden leicht oder mittelschwer, wobei die Häufigkeit im Verlauf der

Behandlung abnimmt.

Die am häufigsten beobachteten Nebenwirkungen beinhalten Juckreiz (Pruritus), Brennen

und Schmerzen am Verabreichungsort.

Die folgenden Nebenwirkungen können während der Behandlung mit Azelainsäure

"Schering" Gel auftreten. Sie betreffen ausschließlich die Haut am Verabreichungsort.

Akne

Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Anwendern betreffen): Brennen, Schmerzen,

Juckreiz (Pruritus) am Verabreichungsort

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Anwendern betreffen): Ausschlag, Kribbeln oder

Taubheitsgefühl (Parästhesie), Hauttrockenheit am Verabreichungsort

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Anwendern betreffen): Entzündliche Hautreaktionen

auf bestimmte Substanzen (Kontaktdermatitis), Hautrötung (Erythem); Abschilferung der

Haut, Wärmegefühl, Veränderung der Hauttönung am Verabreichungsort

Selten

1

(kann bis zu 1 von 1.000 Anwendern betreffen): Überempfindlichkeit, die

zusammen mit einer oder mehreren der folgenden Nebenwirkungen auftreten können:

Angioödem (rasches Anschwellen unter der Haut), Schwellungen der Augen, Schwellungen

des Gesichts, Dyspnoe (Atemnot), Hautreizungen, Urtikaria (Nesselsucht),

Verschlechterung von Asthma

Diese Nebenwirkungen wurden von Patienten, die Azelainsäure verwenden, seit der Markteinführung berichtet.

Rosazea

Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Anwendern betreffen): Brennen, Schmerzen,

Juckreiz (Pruritus) am Verabreichungsort

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Anwendern betreffen): Kribbeln oder Taubheitsgefühl

(Parästhesie), Hauttrockenheit, Ausschlag, Schwellung (Ödem) am Verabreichungsort

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Anwendern betreffen): Akne, entzündliche

Hautreaktionen auf bestimmte Substanzen (Kontaktdermatitis), Hautrötung (Erythem);

Hautausschlag (Nesselsucht), Beschwerden am Verabreichungsort

Selten

1

(kann bis zu 1 von 1.000 Anwendern betreffen):

Überempfindlichkeit, die zusammen mit einer oder mehreren der folgenden Nebenwirkungen

auftreten können: Angioödem (rasches Anschwellen unter der Haut), Schwellungen der

Augen, Schwellungen des Gesichts, Dyspnoe (Atemnot), Hautreizungen, Urtikaria

(Nesselsucht), Verschlechterung von Asthma

Diese Nebenwirkungen wurden von Patienten, die Azelainsäure verwenden, seit der Markteinführung berichtet.

Im Allgemeinen bilden sich lokale Hautreizungen im Laufe der Anwendung zurück.

Kinder und Jugendliche

Behandlung von Akne (Acne vulgaris) bei Jugendlichen im Alter von 12-18 Jahren:

In klinischen Studien, an denen auch Jugendliche teilnahmen, war die Häufigkeit der

Nebenwirkungen nach Anwendung von Azelainsäure "Schering" Gel ähnlich wie die aller

teilnehmenden Patienten.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies

gilt auch für Nebenwirkungen die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt anzeigen (Details siehe unten). Indem Sie

Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at

5. Wie ist Azelainsäure "Schering" Gel aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der Tube angegebenen

Verfalldatum nicht mehr anwenden.

Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Für Azelainsäure "Schering" Gel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren

Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie

tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Azelainsäure "Schering" Gel enthält

Der Wirkstoff ist Azelainsäure (1 Gramm Azelainsäure "Schering" Gel enthält 150 mg

Azelainsäure)

Die sonstigen Bestandteile sind: Benzoesäure (E 210), Carbomer, Dinatriumedetat,

Lecithin, Polysorbat 80, Propylenglycol, gereinigtes Wasser, Natriumhydroxid und

mittelkettige Triglyceride.

Wie Azelainsäure "Schering" Gel aussieht und Inhalt der Packung

Azelainsäure "Schering" Gel ist ein weißes bis gelblich-weißes undurchsichtiges Gel.

Azelainsäure "Schering" Gel ist in Tuben zu 5, 30 oder 50 g Gel erhältlich.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer

LEO Pharma A/S

2750 Ballerup

Dänemark

Hersteller

LEO Pharma Manufacturing Italy S.r.l.

Via E. Schering 21

20090 Segrate (Mailand)

Italien

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes

(EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Azelainsäure „Schering“ 15 % Gel : Österreich

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im März 2019

Z.Nr.: 1-24584

Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels

1.

BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Azelainsäure "Schering" 15% Gel

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

1 g Azelainsäure "Schering" Gel enthält 150 mg (15 %) Azelainsäure.

Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung:

1 mg Benzoesäure / g Gel

0,12 g Propylenglycol / g Gel

Die vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

Weißes bis gelblich-weißes undurchsichtiges Gel

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Anwendungsgebiete

Linderung

leichter

mittelschwerer

papulo-pustulöser

Akne

Gesichtes.

Zur äußerlichen Behandlung der papulopustulösen Rosazea.

4.2

Dosierung, und Art der Anwendung

Azelainsäure "Schering" Gel ist ausschließlich zur Anwendung auf der Haut

bestimmt.

Dosierung

Azelainsäure "Schering" Gel ist zweimal täglich (morgens und abends) auf die

erkrankten Hautstellen aufzutragen und vorsichtig einzureiben. Etwa 0,5 g = 2,5

cm Gel reichen für die gesamte Gesichtsfläche aus.

Pädiatrische Patientengruppe:

Anwendung an Jugendlichen (12 - 18 Jahre) zur Behandlung von Akne vulgaris.

Bei der Anwendung von Azelainsäure "Schering" Gel an Jugendlichen zwischen

12 und 18 Jahren ist keine Dosisanpassung erforderlich.

Die Unbedenklichkeit und Wirksamkeit von Azelainsäure "Schering" Gel zur

Behandlung von Akne vulgaris bei Kindern unter 12 Jahren sind nicht

nachgewiesen.

Die Unbedenklichkeit und Wirksamkeit von Azelainsäure "Schering" Gel zur

Behandlung von papulopustulöser Rosazea bei Kindern unter 18 Jahren sind

nicht nachgewiesen.

Ältere Patienten

Es wurden keine gezielten Studien bei Patienten im Alter von 65 Jahren und

darüber durchgeführt.

Leberfunktionsstörung

Es wurden keine gezielten Studien bei Patienten mit Leberfunktionsstörungen

durchgeführt.

Nierenfunktionsstörung

Es wurden keine gezielten Studien bei Patienten mit Nierenfunktionsstörungen

durchgeführt.

Art der Anwendung

Vor der Anwendung von Azelainsäure „Schering“ 15% Gel ist die Haut sorgfältig

mit klarem Wasser zu reinigen und anschließend abzutrocknen. Ein mildes

Hautreinigungsmittel kann verwendet werden.

Okklusion oder Verband sind nicht zu verwenden; die Hände sind nach dem

Auftragen des Gels zu waschen.

Bei Hautreizungen (siehe Abschnitt 4.8 Nebenwirkungen) sollte die Menge von

Azelainsäure "Schering" Gel pro Anwendung reduziert oder die Häufigkeit der

Anwendung auf einmal täglich beschränkt werden, bis die Hautreizung

verschwindet. Falls erforderlich, ist die Behandlung für einige Tage

auszusetzen.

wichtig,

Azelainsäure

"Schering"

während

gesamten

Behandlungszeitraumes regelmäßig anzuwenden.

Anwendungsdauer

für

Azelainsäure

"Schering"

kann

individuell

unterschiedlich sein und wird auch durch den Schweregrad der Hauterkrankung

bestimmt.

Akne:

Eine

deutliche

Besserung

Allgemeinen

nach

etwa

Wochen

verzeichnen. Um optimale Resultate zu erzielen, kann Azelainsäure "Schering"

Gel entsprechend dem klinischen Ergebnis über mehrere Monate angewendet

werden. Im Falle ausbleibender Besserung oder Verschlechterung der Akne

nach einem Monat ist Azelainsäure "Schering" Gel abzusetzen, und andere

therapeutische Maßnahmen sind in Erwägung zu ziehen.

Rosazea:

Eine

deutliche

Besserung

Allgemeinen

nach

etwa

Wochen

verzeichnen. Übereinstimmend mit den klinischen Befunden kann Azelainsäure

"Schering" Gel zur Erreichung optimaler Ergebnisse über mehrere Monate

angewendet werden.

Wenn nach 2 Monaten keine Verbesserung oder eine Verschlechterung der

Rosazea eintritt, sollte Azelainsäure "Schering" Gel abgesetzt und andere

Therapiemöglichkeiten in Betracht gezogen werden.

4.3

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit

gegen

Wirkstoff

oder

einen

Abschnitt

genannten sonstigen Bestandteile.

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Nur zur äußerlichen Anwendung.

Azelainsäure "Schering" Gel enthält Benzoesäure, die leichte Reizungen an

Haut, Augen und Schleimhäuten hervorrufen kann, und Propylenglycol, das

Hautreizungen hervorrufen kann.

Anwendung

Kontakt

Augen,

Mund-

anderen

Schleimhäuten zu vermeiden. Patienten sind dementsprechend zu instruieren

(siehe Abschnitt 5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit). Bei versehentlichem

Kontakt sind Augen, Mund und/oder andere betroffene Schleimhäute mit viel

Wasser zu spülen. Sollte eine Augenreizung anhalten, ist der Arzt aufzusuchen.

Die Hände sind nach jeder Anwendung von Azelainsäure "Schering" Gel zu

waschen.

Es wird empfohlen, während der Anwendung von Azelainsäure "Schering" Gel

Behandlung

Rosazea

eine

gleichzeitige

Behandlung

alkoholischen Reinigungsmitteln, Tinkturen und Adstringentien, abrasive Mittel

und Peelings zu verzichten.

Eine Verschlechterung von Asthma bei mit Azelainsäure behandelten Patienten

wurde in Anwendungsbeobachtungen selten berichtet.

4.5

Wechselwirkungen

mit

anderen

Arzneimitteln

und

sonstige

Wechselwirkungen

Es wurden keine Wechselwirkungsstudien durchgeführt. Die Zusammensetzung

von Azelainsäure "Schering" Gel gibt keine Hinweise auf eine Beeinträchtigung

der Unbedenklichkeit des Präparates durch unerwünschte Wechselwirkungen

einzelnen

Bestandteile.

keiner

kontrollierten

klinischen

Studien

wurden Arzneimittel-spezifische Interaktionen festgestellt.

4.6

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Zur topischen Anwendung von Azelainsäure bei Schwangeren liegen keine

adäquaten und kontrollierten Studien vor.

Tierstudien

zeigen

mögliche

schädliche

Auswirkungen

Bezug

Schwangerschaft,

Embryonal-

Fetalentwicklung,

Entbindung

oder

postnatale

Entwicklung.

Allerdings

reichen

Dosierungen,

denen

Studien keine negativen Auswirkungen in Tieren gezeigt wurden vom 3-32

fachen der maximalen empfohlenen Dosierung bei Menschen, bezogen auf die

Körperoberfläche (siehe Abschnitt 5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit).

Schwangeren sollte Azelainsäure nur mit Vorsicht verschrieben werden.

Stillzeit

Es ist nicht bekannt, ob Azelainsäure in-vivo in die Muttermilch übergeht. Ein In-

vitro-

Gleichgewichtsdialyse-Experiment

zeigte

jedoch

einen

möglichen

Übergang des Wirkstoffes in die Muttermilch. Der Übergang von Azelainsäure

in die Muttermilch lässt aber keine signifikante Veränderung der Grundspiegel

von Azelainsäure in der Milch erwarten, da sich Azelainsäure nicht in der Milch

anreichert

systemische

Aufnahme

weniger

topisch

applizierter

Azelainsäure

beträgt

keinen

Anstieg

endogenen

Azelainsäure

über

physiologischen

Wert

hinaus

verursacht.

Anwendung von Azelainsäure "Schering" Gel an stillenden Frauen ist jedoch

Vorsicht geboten.

Säuglinge dürfen nicht in Kontakt mit der behandelten Haut/Brust kommen.

Fertilität

Es liegen keine Daten zum Einfluss von Azelainsäure „Schering“ Gel auf die

menschliche Fertilität vor. Ergebnisse aus Tierstudien zeigten keinen Einfluss

Fertilität

männlicher

oder

weiblicher

Ratten

(siehe

Abschnitt

"Präklinische Daten zur Sicherheit").

4.7

Auswirkungen

auf

die

Verkehrstüchtigkeit

und

die

Fähigkeit

zum

Bedienen von Maschinen

Azelainsäure "Schering" Gel hat keinen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und

die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.

4.8

Nebenwirkungen

Die in klinischen Studien und Anwendungsbeobachtungen am häufigsten

beobachteten Nebenwirkungen waren Pruritus, Brennen und Schmerzen am

Verabreichungsort.

Die Häufigkeiten der in klinischen Studien und Anwendungsbeobachtungen

beobachteten Nebenwirkungen in der unten angeführten Tabelle entsprechen

der Häufigkeit gemäß MedDRA.

Sehr häufig: ≥ 1/10

Häufig: ≥ 1/100 bis < 1/10

Gelegentlich: ≥ 1/1.000 bis < 1/100

Selten: ≥ 1/10.000 bis 1/1.000

Sehr selten: <1/10.000

Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht

abschätzbar

Systemorgan-

klassen

Sehr häufig

Häufig

Gelegentlich

Nicht bekannt

1Selten1

Erkrank-

ungen des

Immunsystems

Überempfindlich

keit (die mit

einer oder

mehreren der

folgenden

Nebenwirkunge

n einhergehen

kann:

Angioödem,

Anschwellen der

Augen,

geschwollenes

Gesicht,

Dyspnoe),

Verschlechter-

ung von Asthma

(siehe Abschnitt

4.4)

Erkrankungen

der Haut und

des

Unterhautzell-

gewebes

Kontakt-

dermatitis,

Akne*

Hautirritation,

Urticaria

Allgemeine

Erkrank-

ungen und

Beschwerden

am

Verabreichungs-

ort

Im Bereich

der

Applikations

stelle:

Brennen,

Schmerzen,

Juckreiz

Im Bereich

der

Applikations

stelle:

Ausschlag,

Parästhesie,

Trockenheit,

Ödem*

Im Bereich

der

Applikations

stelle:

Erythem,

Exfoliation**

, Wärme**,

Verfärbung*

*,

Beschwerde

n*, Urticaria*

*Indikation Rosazea

**Indikation Akne

Diese Nebenwirkungen wurden nach der Markteinführung von Azelainsäure

"Schering" Gel berichtet.

Im Allgemeinen bilden sich lokale Hautreizungen im Laufe der Anwendung

zurück.

Eine Verschlechterung von Asthma bei mit Azelainsäure behandelten Patienten

wurde in Anwendungsbeobachtungen selten berichtet.

Pädiatrische Patientengruppe:

Behandlung von Akne vulgaris bei Jugendlichen im Alter von 12 - 18 Jahren:

In 4 klinischen Phase II und II/III-Studien an Jugendlichen zwischen 12 und 17

Jahren (120/383; 31%) war die Gesamtinzidenz von Nebenwirkungen von

Azelainsäure "Schering" Gel bei der Altersgruppe von 12 - 17 Jahren (40%),

18 Jahre (37%) und für die Gesamtpopulation der Patienten (38%) ähnlich.

Diese Ähnlichkeit gilt auch für die

Altersgruppe von 12 - 20 Jahren (40%).

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von

großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des

Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von

Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung

über das nationale Meldesystem anzuzeigen:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

4.9

Überdosierung

Aufgrund

sehr

geringen

lokalen

systemischen

Toxizität

Azelainsäure ist eine Intoxikation unwahrscheinlich.

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische

Gruppe:

Andere

Aknemittel

topischen

Anwendung.

ATC-Code: D10A X03

Akne:

Die therapeutische Wirksamkeit von Azelainsäure bei Akne basiert vermutlich

einer

antibakteriellen

Wirkung

einem

direkten

Einfluss

die

Hyperkeratosis follicularis.

In vitro und in vivo hemmt Azelainsäure die Proliferation von Keratinozyten und

normalisiert die bei Akne gestörten terminalen Differenzierungsprozesse der

Epidermis.

Klinisch

werden

eine

deutliche

Reduktion

Besiedelungsdichte

Propionibacterium

acnes

Anteils

freier

Fettsäuren

Hautoberflächenfetten beobachtet.

zwei

doppelblinden

randomisierten

Studien

erwies

sich

Azelainsäure

"Schering" Gel in der medianen Reduktion der Summe von Papeln und Pusteln

der Grundlage signifikant überlegen und war um 6 % weniger wirksam als

Benzoylperoxid 5 % (p=0,056).

Die Wirksamkeit von Azelainsäure "Schering" Gel bei Komedonen wurde in

diesen Studien als sekundärer Parameter bewertet. In der medianen relativen

Reduktion der Komedonen war Azelainsäure "Schering" Gel wirksamer als die

Grundlage und weniger wirksam im Vergleich zu Benzoylperoxid 5%.

Rosazea:

Während die Pathophysiologie der Rosazea noch nicht vollständig aufgeklärt

ist, besteht wachsender Konsens darüber, dass eine Entzündung und der damit

einhergehende Anstieg mehrerer entzündungsfördernder Effektormoleküle wie

z.B.

Kallikrein-5 und Cathelicidin sowie reaktive Sauerstoffspezies (Reactive

Oxygen Species = ROS) ein zentraler Prozess dieser Erkrankung ist.

Es wurde gezeigt, dass Azelainsäure die Entzündungsreaktion in normalen

menschlichen

Keratinozyten

moduliert,

indem

Peroxisom-

Proliferator-aktivierten

Rezeptor

(PPARy)

aktiviert;

Transaktivierung

nuklearen

Factors

(NF-kB)

hemmt;

Produktion

entzündungsfördernden

Zykotinen

hemmt

d) die Freisetzung von ROS aus Neutrophilen hemmt, sowie einen direkten

abbauenden Effekt auf bestehende ROS hat.

Darüber

hinaus

wurde

gezeigt,

dass

Azelainsäure

Ausprägung

Kallikrein-5 und Cathelicidin in drei Modellen direkt hemmt: in vitro (humane

Keratinozyten), in muriner Haut und in der Gesichtshaut von Patienten mit

Rosazea.

Diese entzündungshemmenden Eigenschaften von Azelainsäure könnten eine

Rolle in der Behandlung von Rosazea spielen.

Während die klinische Bedeutung dieser Ergebnisse in Bezug auf Kallikrein-5

und Cathelicidin und deren Einfluss auf die Pathophysiologie von Rosazea noch

nicht in einer großen klinischen Studie ausreichend bewiesen wurde, scheinen

Initialstudien an menschlicher Gesichtshaut die in vitro und murinen Ergebnisse

zu bestätigen.

zwei

12-wöchigen,

Vehikel-kontrollierten

klinischen

Studien

papulopustulöser Rosazea erwies sich Azelainsäure "Schering" Gel seinem

Vehikel im Hinblick auf die Reduktion entzündlicher Läsionen, die allgemeine

Beurteilung durch die Untersuchenden, die Gesamtbesserungsrate sowie die

Besserung von Erythemen statistisch signifikant überlegen. In der klinischen

Studie bei papulopustulöser Rosazea mit dem Vergleichspräparat Metronidazol

0,75 % Gel zeigte Azelainsäure "Schering" Gel eine signifikante Überlegenheit

im Hinblick auf die Reduktion der Zahl der Läsionen (72,7% gegenüber 55,8%)

sowie auf die Gesamtbesserungsrate und die Besserung des Erythems (56%

gegenüber 42%). Die Rate der unerwünschten Wirkungen an der Haut, die in

meisten

Fällen

leicht

mittelschwer

waren,

betrug

25,8%

Azelainsäure "Schering" Gel und 7,1% bei Metronidazol 0,75 % Gel.

In den drei klinischen Studien zeigten sich keine nennenswerten Auswirkungen

auf die Teleangiektasien.

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

Azelainsäure

penetriert

nach

topischer

Anwendung

Gels

alle

Hautschichten. Die Penetration in geschädigte Haut erfolgt schneller als in

intakte Haut. Nach einmaliger topischer Anwendung von 1 g Azelainsäure

(verabreicht als 5 g Skinoren 20% - Creme) wurden insgesamt 3,6% der

applizierten

Dosis

perkutan

resorbiert.

Klinische

Untersuchungen

Aknepatienten ergaben vergleichbare Resorptionsraten für Azelainsäure aus

Azelainsäure "Schering" Gel und Skinoren Creme.

Ein Teil der durch die Haut aufgenommenen Azelainsäure wird unverändert mit

Urin

ausgeschieden.

übrige

Teil

wird

durch

ß-Oxidation

Dicarbonsäuren mit kürzeren Ketten abgebaut (C

, C

), die ebenfalls im Urin

gefunden wurden.

Nach achtwöchiger, zweimal täglicher Behandlung mit Azelainsäure "Schering"

befanden

sich

Steady-state-Plasmaspiegel

Azelainsäure

Rosazea-Patienten

gleichen

Bereich

Probanden

Aknepatienten mit normaler Ernährung. Dies zeigt, dass das Ausmaß der

perkutanen Resorption von Azelainsäure bei zweimal täglicher Anwendung von

Azelainsäure "Schering" Gel die systemische Belastung mit Azelainsäure aus

der Nahrung und endogenen Quellen nicht in klinisch bedeutsamem Maß

erhöht.

5.3

Präklinische Daten zur Sicherheit

Basierend auf den konventionellen Studien zur Toxizität bei wiederholter Gabe,

und Reproduktionstoxizität lassen die präklinischen Daten keine besonderen

Gefahren für den Menschen erkennen.

Embryo-fetale

Entwicklungsstudien

oralen

Gabe

Azelainsäure

Ratten,

Kaninchen

gemeinen

Makaken

während

Zeitraums

Organentwicklung zeigten Embryotoxizität bei Dosierungen, bei denen zum Teil

Fälle maternaler Toxizität beobachtet wurden. Es wurden keine teratogenen

Effekte beobachtet. Der embryo-fetale NOAEL war 32 mal der MRHD basierend

auf BSA in Ratten, 6,5 mal der MRHD basierend auf BSA in Kaninchen und 19

mal der MRHD

basierend auf BSA bei Affen (siehe Sektion 4.6 „Fertilität,

Schwangerschaft und Stillzeit“).

einer

peri-

postnatalen

Entwicklungsstudie

Ratten,

denen

Azelainsäure in oraler Form vom Tag 15 der Schwangerschaft bis Tag 21 nach

der Geburt verabreicht wurde, zeigten sich leichte Störungen der postnatalen

Entwicklung des Fetus, bei Dosierungen die zum Teil maternale Toxizität

bewirkten. Der NOAEL entsprach dem 3 fachen des MRHD basierend auf dem

BSA. Es wurden keine Effekte auf die sexuelle Reifung des Fetus in dieser

Studie beobachtet.

In vitro und in vivo Studien mit Azelainsäure zeigten keinen Hinweis auf

mutagene Effekte bei Keim- und Körperzellen. Konventionelle Langzeitstudien

Kanzerogenität

oraler

Gabe

Azelainsäure

wurden

nicht

durchgeführt. In einer 26 Wochen dauernden Studie zur Haut-Karzinogenität in

männlichen und weiblichen transgenen (Tg.AC) Mäusen, erhöhte Skinoren Gel

Trägersubstanz

Gels

Anzahl

Papillomen

Applikationsstelle bei männlichen und weiblichen Mäusen, bei einer zweimal

täglichen Applikation. Dieser Effekt wurde nicht nach einmaliger Applikation bei

männlichen und weiblichen Mäusen nicht beobachtet. Dieser Effekt kann mit

dem Auftragen der Trägersubstanz verbunden sein. Die klinische Bedeutung

dieser

Ergebnisse

Tieren

für

Menschen

unklar,

besonders

angesichts der unsicheren Validität des Tg.AC Testsystems.

Bei Kontakt der Azelainsäure mit Affen- und Kaninchenaugen zeigten sich

mittelschwere bis schwere Irritationen. Deshalb ist Augenkontakt zu vermeiden.

Azelainsäure, die einmalig intravenös verabreicht wurde, hatte keine Effekte auf

das Nervensystem (Irwin Test), die Herzkreislauf- Funktion, den intermediären

Stoffwechsel, die glatte Muskulatur, die Leber – und Nierenfunktion.

6.

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1

Liste der sonstigen Bestandteile

Benzoesäure(E210)

Carbomer

Dinatriumedetat

Lecithin

Polysorbat 80

Propylenglycol

Gereinigtes Wasser

Natriumhydroxid

Mittelkettige Triglyceride

6.2

Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend

6.3

Dauer der Haltbarkeit

3 Jahre

6.4

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen

erforderlich.

6.5

Art und Inhalt des Behältnisses

Aluminiumtube mit Innenbeschichtung aus Epoxid, Schraubkappe aus

Polyethylen

Tuben zu 5 g , 30 g und 50 g Gel

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.

6.6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Keine besonderen Anforderungen für die Beseitigung

7.

INHABER DER ZULASSUNG

LEO Pharma A/S

Industriparken 55

2750 Ballerup

Dänemark

8.

ZULASSUNGSNUMMER

1-24584

9.

DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/ VERLÄNGERUNG DER

ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung: 03.07.2002

Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 24.04.2009

10.

STAND DER INFORMATION

März 2019

VERSCHREIBUNGSPFLICHT/APOTHEKENPFLICHT

Rezept- und apothekenpflichtig

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1/10

Public Assessment Report

Scientific discussion

Azelainsäure “Schering” 15% Gel

Azelaic acid

AT/H/0125/001/MR

This module reflects the scientific discussion for the approval of Azelaic acid “Schering”. The

procedure was finalised on 15-11-2002. For information on changes after this date please refer to

the module ‘Update’.

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2/10

I.

INTRODUCTION

Azelaic acid “Schering” 15% Gel is a new pharmaceutical form of the trade mark Skinoren, containing

15 % of the active ingredient azelaic acid in micronized form in a hydrogel base for the treatment of

acne vulgaris. The second indication, i.e. topical treatment of papolopustular rosacea, was approved in

the variation AT/H/125/01/W04.

Azelaic acid is also the active ingredient of Skinoren Cream, which contains 20 % azelaic acid.

Skinoren Gel has been developed especially to meet the needs in acne patients with greasy skin and

contains a moisturizer complex of lecithin, medium chain triglycerides and Polysorbate 80.

Skinoren Gel is the subject of a Mutual Recognition Procedure with Austria as RMS.

Skinoren Cream has been authorized in national procedures both in the RMS and in all CMS.

Therefore the active ingredient azelaic acid is not a new active substance in any CMS.

Azelaic acid “Schering” Gel is a Co-Marketing of Skinoren Gel. Whenever the term “Skinoren Gel” is

used, the same text can also be applied to Azelaic acid “Schering” Gel.

II.

QUALITY ASPECTS

II.1

Introduction

Azelaic “Schering” 15% Gel is a gel, which is presented in an aluminium tube with internal epoxide

coating and polyethylene screw cap.

II.2

Drug Substance

The active substance in Azelainsäure “Schering” is azelaic acid. The specification of the active

substance meets the current scientific requirements. The adequate quality of the active substance has

been shown by submitting the appropriate control data. The stability of the active substance has been

tested under ICH conditions. The results of the stability studies support the established retest-period.

II.3

Medicinal Product

Azelaic acid “Schering” contains the following excipients:

1 mg benzoic acid /g Gel, 0.12 g propylene glycol /g Gel, lecithin, triglycerides (medium chain),

polysorbate 80, carbomer 980, sodium hydroxide, disodium edetate and purified water.

The manufacturer responsible for batch release is Intendis Manufacturing S.p.A., Via E. Schering 21,

20090 Segrate, Italy.

The development of the product has been sufficiently made and deemed appropriate. The usage of all

the excipients has been described.

The release specification includes the check of all parameters relevant to this pharmaceutical form.

Appropriate data concerning the control of the finished product support the compliance with the

release specifications.

The packaging of the medicinal product complies with the current legal requirements.

Stability studies under ICH conditions have been performed and data presented support the shelf life

claimed in the SmPC, with a shelf life of 3 years without special storage conditions.

The pharmaceutical quality of Azelaic acid “Schering” has been adequately shown.

II.4

Discussion on chemical, pharmaceutical and biological aspects

Information on development, manufacture and control of active substance and medicinal product has

been presented in a satisfactory manner. The results of tests carried out indicate satisfactory

consistency and uniformity of important product quality characteristics.

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3/10

III.

NON-CLINICAL ASPECTS

III.1

Introduction

Azelaic acid (AzA) is a saturated, straight-chained, nine carbon atom dicarboxylic acid. AzA has been

found as a constituent in animals, humans and plants.

The pharmacological and toxicological documentation for Skinoren Gel is an update of the

documentation, which has been created for the authorization of Skinoren Cream about 15 to 20 years

ago. The documentation is supplemented by several pharmacokinetic and toxicological studies, which

had not yet been included in the Skinoren Cream dossiers.

III.2

Pharmacology

Pharmacodynamic studies with azelaic acid (AzA) have shown that AzA exerts its therapeutic efficacy

in acne both by an antimicrobial effect on acne-relevant microorganisms and by a strong comedolytic

effect.

Even extremely high doses of AzA (up to 1000 mg/kg intravenously) did not give evidence of any risk

with respect to safety pharmacology when AzA is applied topically in the treatment of acne.

No interaction studies of AzA with systemically administered drugs have been performed.

III.3

Pharmacokinetics

The only experiment which has been performed with AzA containing hydrogels was a test on an in

vitro skin penetration, using hairless mouse skin. AzA containing hydrogels delivered a higher dose

fraction into the viable skin layers than Skinoren cream. Since the number of experiments was low (n

= 3 - 6) and since the variation between the single experiments was high, these differences should not

be overestimated.

The main results from pharmacokinetic studies which had been performed previously with

systemically applied AzA were as follows:

AzA is almost completely absorbed after intragastric application.

AzA is metabolically degraded by ß- oxidation in the mitochondria, leading to dicarboxylic

acids which are by C2 - units shorter (pimelic acid and glutaric acid).

Both AzA and its metabolites are rapidly excreted with the urine.

III.4

Toxicology

Single dose studies with systemic AzA have shown that the acute toxicity of AzA is very low.

Repeated dose studies with AzA after systemic administration have resulted in a NOEL of about 500

mg/kg. Dermally applied AzA (as Skinoren Cream 20 %) over 6 months in rats and dogs did not show

any local or systemic toxicity.

Reproduction toxicology studies with AzA in rats, rabbits and cynomolgus monkeys have shown some

embryotoxic effects at maternotoxic doses (500 mg/kg and above), but no teratogenic effects have

been observed.

Mutagenicity studies in vitro (Ames test, Chinese hamster V79 cells, human lymphocytes) and in vivo

(dominant lethal test) did not give evidence of any mutagenic potential for AzA.

No life-time carcinogenicity tests have been performed with AzA.

With the present hydrogel formulation, the applicant has performed two local tolerance studies in

rabbits after both single and repeated dose administrations. In the repeated dose tolerance study the gel

and the gel base were compared to the approved cream formulation, and it has been found that the gel

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4/10

and the gel base formulations were slightly more irritant than the cream formulation. This may be

explained with the dehydrating effect of the gel on the rabbit skin; on the other hand the dehydrating

effect of the gel can be regarded as an advantage in patients with a greasy skin.

AzA has an eye irritating potential.

No sensitising potential has been found for AzA in the maximization test in guinea - pigs.

Phototoxicity and photogenicity of AzA have not been tested in animals.

The excipients carbomer (Carbopol 980), capryl/capric triglyceride (Miglyol 812) , EDTA,

phosphatidylcholine (Lipoid 100), polysorbate 80, propylene glycol, sodium hydroxide and benzoic

acid are frequently used both in pharmaceutics and in cosmetics and can be regarded as safe in the

concentrations which are used in the present medicinal product.

III.5

Ecotoxicity/environmental risk assessment

III.6

Discussion on the non-clinical aspects

No investigations on the systemic toxicity have been performed with the claimed hydrogel

formulation. The applicant is arguing that the systemic resorption of topically applied AzA is low and

that very high systemic doses of AzA are necessary in order to induce toxic effects. The assessor can

follow the arguments of the applicant.

IV.

CLINICAL ASPECTS

IV.1

Introduction

Azelaic Acid “Schering” 15% Gel has been developed especially to meet the needs in acne patients

with greasy skin and contains a moisturizer complex of lecithin, medium chain triglycerides and

Polysorbate 80.

IV.2

Pharmacokinetics

In a clinical study in acne patients receiving either the claimed 15 % gel formulation or 20 % Skinoren

Cream, there was no difference in the urinary excretion of azelaic acid between the two formulations.

After topical administration of AzA (applied as Skinoren Cream), the systemic exposure is low; the

percutaneous absorption of AzA is about 3.6 % of the topically applied dose.

IV.3

Pharmacodynamics

The applicant has submitted a series of publications dealing with the mode of action of AzA.

In summary, the special pharmacodynamic effects of AzA in acne are considered to be based

on a normalisation of the disturbed infundibular keratinisation by modulation of terminal

differentiation processes, on a bacteriostatic effect on Propionibacterium acnes and on a direct effect

on inflammatory processes in acne. No effect on the sebaceous glands has been found.

These results are well in accordance with the results from experimental studies presented in Part III of

the dossier.

The gel concentration of 15 % was selected for galenical reasons: A gel concentration of 20 % (in

analogy to the authorized Skinoren 20 % cream) is galenically unstable.

In healthy volunteers the local tolerability of an azelaic acid containing gel formulation which is

similar to the claimed composition has been proven to be more irritant in the scarified skin than the

authorized Skinoren Cream preparation, but less irritant than a benzoyl peroxide hydrogel 5 %

preparation; the vehicle itself was not locally irritant.

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5/10

In healthy volunteers the claimed gel formulation had no phototoxic potential and at least no

pronounced photosensitising potential.

IV.4

Clinical efficacy

The applicant has performed two phase II/III clinical studies with Skinoren Gel as multicenter, double-

blind, randomised, parallel-group comparisons controlled by the AzA-free vehicle (“Placebo“, 129

patients) and 5 % benzoyl peroxide hydrogel (366 patients), respectively. Moreover the applicant has

performed a phase II study as an exploratory single center double blind, randomised, controlled

parallel group comparison between Skinoren Gel and Skinoren Cream in small groups of 15 patients

each.

With respect to the primary efficacy parameter (median reduction in facial inflammatory papules and

pustules), in the vehicle-controlled study the overall mean reduction in the Skinoren Gel group was

67.0% (95 % C.I. 63.6-71.9 %), while in the vehicle group it was 50.0 % (27.3 – 73.7 %) (p< 0.01). In

the active control study the mean reduction in facial inflammatory papules and pustules was 76.0 %

(70.0 – 82.1 %) in the Skinoren Gel group and 82.0% (76.5 – 85.7 %) in the benzoyl peroxide group

(indicating clinical equivalence). No statistical tests were performed for the comparison between

Skinoren Gel and Skinoren Cream, however no noticeable differences have been found between the

two treatment groups.

Secondary parameters (Comedone reduction, sum of facial lesions, overall improvement) showed a

trend which was similar to the primary efficacy parameter: Skinoren Gel was superior to the vehicle

and comparable or slightly inferior to benzoyl peroxide.

The applicant has made an integrated summary of historical clinical studies performed with Skinoren

Cream in comparison to the data gathered for Skinoren Gel. Both Skinoren preparations have been

shown to be of comparable efficacy in the range of about 60 to 70 per cent reduction in papules and

pustules.

IV.5

Clinical safety

Overall, 84 patients (31.2 %) of the 269 patients considered in the safety evaluation encountered one

or several cutaneous adverse events during treatment with Skinoren Gel: Subjective sensory adverse

symptoms such as burning and itching prevailed while the symptoms of an irritant dermatitis (skin

dryness, erythema and scaling) were noted less frequently. Except for one patient with severe pruritus,

the intensity of local adverse events was rated as mild or moderate in the Skinoren Gel treatment

groups. Only five patients (1.9 % of all patients) prematurely discontinued Skinoren Gel therapy due

to cutaneous adverse events. The incidence rate of cutaneous adverse events due to Skinoren Gel was

only slightly higher than to the vehicle control (20.5 versus 17.6 %) and at least not higher than in

previous studies performed with Skinoren Cream. On the other hand, the incidence rates of primary

irritant local adverse events were clearly higher for benzoyl peroxide than for Skinoren Gel. There

were no systemic adverse events causally related to the topical administration of Skinoren Gel.

IV.6

Discussion on the clinical aspects

Azelaic acid “Schering” 15% Gel (active substance: 15 % azelaic acid) is a new formulation (gel) of

the established and rather untoxic active substance azelaic acid which is authorized as Skinoren Cream

(20% formulation) for the topical treatment of acne for more than 10 years. Skinoren Gel has been

proven to be more effective than the vehicle control. Skinoren Gel is as effective as Skinoren Cream

and comparable to the efficacy of the established anti-acne agent 5 % benzoyl peroxide. The local

tolerability of Skinoren Gel is comparable to that of Skinoren Cream, while it is better tolerated than

benzoyl peroxide. No systemic adverse events have been reported.

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6/10

V.

OVERALL CONCLUSION, BENEFIT/RISK ASSESSMENT AND

RECOMMENDATION

The pharmaceutical quality of Azelaic acid “Schering” has been adequately shown.

Azelaic acid “Schering” 15% Gel can be regarded as another medicinal product for the local treatment

of mild to moderate acne vulgaris with a positive benefit/risk ratio. The efficacy of Azelaic acid

“Schering” 15% Gel in the indication “For the topical treatment of papulopustular rosacea“ was

demonstrated adequately in two vehicle-controlled studies and in one active comparator

(metronidazole 0.75 % gel) controlled study (variation AT/H/125/01/W04).

The safety of Azelaic acid “Schering” 15% Gel is acceptable; there are predominantly cutaneous

adverse events.

Mutual recognition of the authorization of Skinoren Gel / Azelaic acid “Schering” Gel is

recommended.

User consultation

package

leaflet

been

evaluated

user

consultation

study

accordance

with

requirements of Articles 59(3) and 61(1) of Directive 2001/83/EC (variation AT/H/0125/001/II/017

The language used for the purpose of user testing the PIL was German.

The results show that the package leaflet meets the criteria for readability as set out in the Guideline

on the readability of the label and package leaflet of medicinal products for human use.

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7/10

This module reflects the procedural steps and scientific information after the finalisation of the initial procedure.

Scope

Procedure number

Product information

affected

Y/N

Date of start of

procedure

Date of end

of procedure

Approval/

non approval

Assessment report

attached

Y/N (version)

Change in the qualitative

composition of immediate

packaging material

AT/H/0125/001/V001

25.03.2003

15.04.2003

Approved

Change in test procedure

for a starting material or

intermediate used in the

manufacture of the active

substance

AT/H/0125/001/V002

09.04.2003

29.04.2003

Approved

Change in test procedure

of active substance

AT/H/0125/001/V003

09.04.2003

29.04.2003

Approved

Change in quality

specification

AT/H/0125/001/V005

22.07.2003

11.08.2003

Approved

New indication "for the

topical treatment of

papulopustular rosacea"

AT/H/0125/001/W004

12.05.2003

18.11.2003

Approved

Change in the name of

the medicinal product

AT/H/0125/001/IB/006

20.11.2003

10.12.2003

Approved

Change in the name of

the medicinal product

AT/H/0125/001/IB/007

20.11.2003

10.12.2003

Approved

Change in batch size of

active substance or

intermediate: Up to 10-

fold compared to the

original batch size

approved at the grant of

the marketing

authorisation

AT/H/0125/001/IA/008

21.04.2004

05.05.2004

Positive

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8/10

Scope

Procedure number

Product information

affected

Y/N

Date of start of

procedure

Date of end

of procedure

Approval/

non approval

Assessment report

attached

Y/N (version)

Change in test procedure

of the finished product:

Minor change to an

approved test procedure

AT/H/0125/001/IA/010

21.04.2004

05.05.2004

Positive

Change in test procedure

of the finished product:

Minor change to an

approved test procedure

AT/H/0125/001/IA/011

21.04.2004

05.05.2004

Positive

Minor change in the

manufacturing process of

the active substance

AT/H/0125/001/IB/009

21.04.2004

21.05.2004

Approved

Change in the name

and/or address of the

marketing authorisation

holder

AT/H/0125/001/IA/012

29.12.2004

12.01.2005

Positive

Change in the name

and/or address of a

manufacturer of the

finished product

AT/H/0125/001/IA/013

13.05.2005

27.05.2005

Positive

Change in test procedure

for active substance or

starting material, inter-

mediate, or reagent used

in the manufacturing

process of the active

substance: Other

changes to a test

procedure, including

replacement or addition

of a test procedure

AT/H/0125/001/IB/014

08.07.2005

28.07.2005

Approved

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Scope

Procedure number

Product information

affected

Y/N

Date of start of

procedure

Date of end

of procedure

Approval/

non approval

Assessment report

attached

Y/N (version)

Minor change in the

manufacture of the

finished product

AT/H/0125/001/IB/016

15.12.2006

14.01.2007

Approved

Change in the name of

the medicinal product

AT/H/0125/001/IB/018

20.04.2007

20.05.2007

Approved

Update Modul 3

AT/H/0125/001/II/015

22.12.2006

06.06.2007

Approved

Change in the name of

the medicinal product

AT/H/0125/001/IB/019

20.04.2007

09.01.2008

Approved

Update SPC, PL and Lab.

AT/H/0125/001/II/017

22.12.2006

06.02.2008

Approved

Change in the name

and/or address of the

marketing authorisation

holder

AT/H/0125/001/IA/020

02.10.2008

16.10.2008

Positive

Renewal

AT/H/0125/001/R/001

20.06.2008

28.01.2009

Approved

Change in the name

and/or address of a

manufacturer of the

active substance where

no Ph.Eur.Certificate of

Suitability is available

AT/H/0125/001/IA/021

12.05.2009

26.05.2009

Positive

Change in the name

and/or address of the

marketing authorisation

holder

AT/H/0125/001/IA/022

12.05.2009

26.05.2009

Positive

Change to a test

procedure of the

immediate packaging of

the finished product:

Minor change to an

approved test procedure

AT/H/0125/001/IA/023

12.05.2009

26.05.2009

Positive

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10/10

Scope

Procedure number

Product information

affected

Y/N

Date of start of

procedure

Date of end

of procedure

Approval/

non approval

Assessment report

attached

Y/N (version)

Change in the

specification of the

finished product:

Tightening of

specification limits

AT/H/0125/001/IA/024

12.05.2009

26.05.2009

Positive

Variation related to

significant modifications

of the Summary of

Product Characteristics

due in particular to new

quality, pre-clinical,

clinical or pharmaco-

vigilance data

AT/H/0125/001/II/025

14.06.2010

27.10.2010

Approved

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