Azathioprin STADA 75 mg Filmtabletten

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation (PIL)

09-08-2021

Fachinformation Fachinformation (SPC)

09-08-2021

Wirkstoff:
Azathioprin
Verfügbar ab:
STADAPHARM, Gesellschaft mit beschränkter Haftung (3364435)
Darreichungsform:
Filmtablette
Zusammensetzung:
Azathioprin (4347) 75 Milligramm
Verabreichungsweg:
zum Einnehmen
Berechtigungsstatus:
Verkehrsfähigkeit: Ja
Zulassungsnummer:
2204828.00.00
Berechtigungsdatum:
2021-04-23

Dokumente in anderen Sprachen

Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation - Englisch

15-07-2021

Fachinformation Fachinformation - Englisch

15-07-2021

Öffentlichen Beurteilungsberichts Öffentlichen Beurteilungsberichts - Englisch

16-09-2021

MMR MMR - Englisch

03-09-2021

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GEBRAUCHSINFORMATION: Information für Patienten

Azathioprin STADA 75 mg Filmtabletten

Azathioprin

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der

Einnahme dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals

lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an

Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen

Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder

Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage

angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Azathioprin STADA und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Azathioprin STADA beachten?

Wie ist Azathioprin STADA einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Azathioprin STADA aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1. Was ist Azathioprin STADA und wofür wird es angewendet?

Azathioprin STADA ist ein Arzneimittel zur Unterdrückung der körpereigenen

Abwehrreaktion (Immunreaktion).

Azathioprin STADA wird angewendet

zur Vorbeugung von Abstoßungsreaktionen nach Transplantationen von

Niere, Leber, Herz, Lunge oder Bauchspeicheldrüse in Kombination mit

anderen Arzneimitteln, die die Immunreaktion unterdrücken

(Immunsuppressiva). Üblicherweise dient Azathioprin, der Wirkstoff von

Azathioprin STADA, hierbei als Zusatz zu anderen immunsuppressiven

Substanzen, die den Hauptpfeiler der Behandlung darstellen.

bei mäßig schweren bis schweren Verlaufsformen der nachfolgend

genannten Erkrankungen, üblicherweise in Kombination mit

Glukokortikosteroiden (bestimmte entzündungshemmende Mittel). Die

Anwendung von Azathioprin STADA in Kombination mit

Glukokortikosteroiden hat in der Regel eine Glukokortikosteroid-einsparende

Wirkung. Weiterhin ist Azathioprin STADA bei Patienten mit nachfolgend

genannten Erkrankungen angezeigt, wenn Glukokortikosteroide nicht

vertragen werden bzw. wenn mit hohen Dosen von Glukokortikosteroiden

keine ausreichende therapeutische Wirkung erzielt werden kann.

Schwere Formen der aktiven rheumatoiden Arthritis/chronischen

Polyarthritis (bestimmte Form der chronischen Entzündung mehrerer

Gelenke), die durch andere Arzneimittel, so genannte Basis-

Therapeutika mit geringeren gesundheitlichen Risiken, nicht kontrolliert

werden können,

chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (Morbus Crohn oder Colitis

ulcerosa),

chronische Leberentzündung (Autoimmunhepatitis),

systemischer Lupus erythematodes (Autoimmunkrankheit, die

unterschiedliche Organe betreffen kann),

bestimmte immunologische Erkrankungen (so genannte Kollagenosen):

Dermatomyositis (Muskelentzündung mit Beteiligung der Haut),

Polyarteriitis nodosa (Entzündung von Blutgefäßen),

Pemphigus vulgaris und bullöses Pemphigoid (blasenbildende

Hauterkrankungen),

Morbus Behçet (chronisch wiederkehrende Entzündungen, vor allem der

Augen und der Mund- und Genitalschleimhäute),

Erkrankung des Blutes, verbunden mit einer Zerstörung der roten

Blutkörperchen (refraktäre autoimmune hämolytische Anämie,

hervorgerufen durch IgG-Wärmeantikörper),

Hautblutungen auf Grund einer Schädigung der Blutplättchen und

Verringerung ihrer Anzahl (chronisch refraktäre idiopathische

thrombozytopenische Purpura),

bei schubförmiger Multipler Sklerose, wenn eine Dämpfung der

fehlregulierten Immunantwort angezeigt, eine Therapie mit Beta-Interferon

jedoch nicht möglich ist, oder unter einer bisherigen Therapie mit

Azathioprin ein stabiler Verlauf erreicht wurde,

zur Behandlung der generalisierten Myasthenia gravis (eine Form der

krankhaften Muskelschwäche). In Abhängigkeit vom Schweregrad der

Erkrankung sollte Azathioprin STADA wegen des langsamen

Wirkungseintritts zu Beginn der Behandlung in Kombination mit

Glukokortikosteroiden verabreicht und die Glukokortikosteroid-Dosis nach

Monaten der Behandlung schrittweise verringert werden.

Es kann Wochen oder Monate dauern, bevor eine therapeutische Wirkung

erkennbar ist.

2. Was sollten Sie vor der Einnahme von Azathioprin STADA

beachten?

Azathioprin STADA darf NICHT eingenommen werden

wenn Sie allergisch gegen Azathioprin, 6-Mercaptopurin (ein Abbauprodukt

von Azathioprin) oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen

Bestandteile dieses Arzneimittels sind,

wenn Sie stillen.

Sie dürfen nicht mit Lebendimpfstoffen geimpft werden. Insbesondere sind

Tuberkulose (BCG)-, Pocken- und Gelbfieber-Impfung während der Therapie

mit Azathioprin STADA nicht erlaubt.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen

Fachpersonal, bevor Sie Azathioprin STADA einnehmen,

wenn bei Ihnen eine schwere Infektion, eine schwere Erkrankung der Leber,

des Knochenmarks oder der Bauchspeicheldrüse vorliegt. In diesem Fall

sollten Sie Ihren Arzt darauf aufmerksam machen und er wird Ihnen

Azathioprin STADA nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung

verschreiben.

zu Beginn der Behandlung mit Azathioprin STADA. Während der ersten 8

Wochen der Therapie sollte mindestens einmal wöchentlich ein Blutbild

einschließlich der Zählung der Blutplättchen angefertigt werden.

Häufigere Kontrollen sollten durchgeführt werden bei:

Einsatz höherer Azathioprin STADA-Dosen,

älteren Patienten,

Störung der Nierenfunktion. Ihr Arzt wird, falls erforderlich, die Dosis

verringern.

Störung der Leberfunktion. Ihr Arzt wird regelmäßig Ihre Leberfunktion

überprüfen und, falls erforderlich, die Dosis verringern. Sollten Sie an

schweren Leberfunktionsstörungen leiden, wird Ihr Arzt Ihnen

Azathioprin STADA nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung

verschreiben, da über lebensbedrohliche Leberschädigungen bei

Patienten mit Leberfunktionsstörungen berichtet wurde.

Nach 8 Wochen sollte das Blutbild einmal pro Monat, mindestens jedoch alle

3 Monate, kontrolliert werden.

Ihr Arzt kann Sie bitten, eine Blutuntersuchung durchzuführen, während Sie

Azathioprin STADA einnehmen, um die Zahl Ihrer Blutzellen zu überprüfen.

Ihr Arzt kann auch vor oder während Ihrer Behandlung eine genetische

Untersuchung (d.h. eine Analyse Ihrer TPMT- und/oder NUDT15-Gene)

durchführen, um festzustellen, ob Ihre Reaktion auf dieses Arzneimittel

möglicherweise durch Ihre Genetik beeinflusst wird. Ihr Arzt wird Ihre

Azathioprin STADA-Dosis nach diesen Tests möglicherweise ändern.

wenn Sie während der Behandlung ungeklärte blaue Flecken an sich

feststellen oder bei Ihnen Blutungen oder Anzeichen einer Infektion

auftreten. In diesem Fall informieren Sie bitte umgehend Ihren Arzt.

wenn bei Ihnen ein Mangel an dem Enzym Thiopurinmethyltransferase

besteht, wodurch der Wirkstoff Azathioprin nicht ausreichend abgebaut

werden kann. Dabei kann es zu einer verstärkten Knochenmarkschädigung

durch Azathioprin STADA und möglicherweise zu bösartigen Erkrankungen

des blutbildenden Systems (sekundäre Leukämien und Myelodysplasien)

kommen.

Wenn Sie gleichzeitig Arzneimittel wie Olsalazin, Mesalazin oder

Sulfasalazin (Mittel zur Behandlung von chronisch entzündlichen

Darmerkrankungen) einnehmen, die dieses Enzym hemmen, können diese

die Wirkung noch verstärken.

Infektionen - Wenn Sie mit Azathioprin STADA behandelt werden, besteht

für Sie ein erhöhtes Risiko für Viren-, Pilz- und bakterielle Infektionen. Die

Infektionen können einen schwereren Verlauf nehmen. Siehe auch unter

Abschnitt 4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Teilen Sie Ihrem Arzt vor dem Beginn der Behandlung mit, ob Sie

Windpocken, Gürtelrose oder Hepatitis B (eine von einem Virus

hervorgerufene Lebererkrankung) hatten oder nicht.

NUDT15-Genmutation - Wenn Sie eine angeborene Mutation des NUDT15-

Gens (ein Gen, das am Abbau von Azathioprin STADA im Körper beteiligt

ist) aufweisen, besteht für Sie ein höheres Risiko für Infektionen und

Haarausfall, und Ihr Arzt kann Ihnen in diesem Fall ggf. eine niedrigere

Dosis verschreiben.

wenn Sie Azathioprin STADA gleichzeitig mit Arzneimitteln anwenden, die

die Knochenmarkfunktion beeinträchtigen, wie Penicillamin und Zytostatika.

wenn Sie gleichzeitig Allopurinol, Oxipurinol, Thiopurinol oder andere

Xanthinoxidase-Hemmer, wie z.B. Febuxostat (Arzneimittel gegen Gicht)

anwenden. Wenn Sie gleichzeitig Allopurinol, Oxipurinol oder Thiopurinol

(Arzneimittel zur Behandlung der Gicht) anwenden, sollte die Dosis von

Azathioprin STADA auf ein Viertel der normalen Dosis reduziert werden.

wenn Sie sich einer Operation unterziehen müssen (weil Arzneimittel wie

Tubocurarin oder Succinylcholin, die bei Operationen als Muskelrelaxanzien

verwendet werden, mit Azathioprin STADA interagieren). Sie müssen Ihren

Anästhesisten vor der Operation über Ihre Behandlung mit Azathioprin

STADA informieren.

wenn Sie an einem Lesch-Nyhan-Syndrom leiden (erblicher Mangel an dem

Enzym Hypoxanthin-Guanin-Phosphoribosyl-Transferase). Möglicherweise

ist Azathioprin STADA bei dieser Stoffwechselstörung nicht wirksam und

sollte daher nicht angewendet werden.

wenn Sie dem Varicella-Zoster-Virus (VZV), das Windpocken und

Gürtelrose (Herpes zoster) verursacht, ausgesetzt sind. Da eine Infektion

mit VZV unter einer Behandlung mit Azathioprin STADA schwerwiegend

verlaufen kann, sollten Sie jeglichen Kontakt mit an Windpocken oder

Gürtelrose erkrankten Personen meiden.

Ihr Arzt wird Ihre Krankengeschichte auf VZV-Infektionen hin überprüfen

und, falls Sie einer VZV-Infektion ausgesetzt sein sollten, geeignete

Maßnahmen ergreifen, die eine antivirale Therapie, eine Unterbrechung der

Azathioprin STADA-Therapie und eine unterstützende Behandlung

einschließen können.

wenn Sie stark der Sonne ausgesetzt sind, da bei Anwendung von

Azathioprin STADA vermehrt Infektionen oder Hautkrebs auftreten können.

Vermeiden Sie daher unnötige Sonneneinstrahlung und UV-Licht, tragen Sie

schützende Kleidung und verwenden Sie Sonnenschutzmittel mit hohem

Lichtschutzfaktor.

wenn Sie im fortpflanzungsfähigen Alter sind, da Sie während der

Behandlung nach Möglichkeit eine Schwangerschaft vermeiden sollten,

auch wenn lediglich Ihr Partner behandelt wird. Sie oder Ihr Partner sollten

daher während der Behandlung mit Azathioprin STADA unbedingt

empfängnisverhütende Maßnahmen treffen. Als Mann sollten Sie die

empfängnisverhütenden Maßnahmen nach Ende Ihrer Behandlung

mindestens weitere 6 Monate fortführen. Dies gilt auch für Patientinnen und

Patienten mit eingeschränkter Fruchtbarkeit auf Grund chronischer

Harnvergiftung (Urämie), da sich die Fruchtbarkeit nach der Transplantation

im Allgemeinen wieder normalisiert.

Es gibt Hinweise, dass Intrauterinpessare (Spirale, Kupfer-T) unter einer

Imurek-Therapie versagen können. Sie sollten daher andere oder

zusätzliche empfängnisverhütende Maßnahmen treffen.

Wenn Sie eine Therapie mit Immunsuppressiva erhalten, könnte sich Ihr Risiko

für folgende Erkrankungen durch die Einnahme von Azathioprin STADA

erhöhen:

Tumore, einschließlich Hautkrebs. Wenn Sie Azathioprin STADA

einnehmen, vermeiden Sie es daher, sich übermäßigem Sonnenlicht

auszusetzen, tragen Sie Schutzkleidung und verwenden Sie schützende

Sonnencreme mit einem hohen Lichtschutzfaktor.

Lymphoproliferative Erkrankungen

Die Behandlung mit Azathioprin STADA erhöht Ihr Risiko, an einer

bestimmten Art von Krebs zu erkranken, die „lymphoproliferative

Erkrankung“ genannt wird. Ein Behandlungsschema, das mehrere

Immunsuppressiva (einschließlich Thiopurine) enthält, sollte mit Vorsicht

angewendet werden, da dabei Todesfälle berichtet wurden.

Eine Kombination mehrerer gleichzeitig angewendeter

Immunsuppressiva erhöht das Risiko für durch Virusinfektionen

verursachte Erkrankungen des Lymphsystems (durch das Epstein-Barr-

Virus [EBV] bedingte lymphoproliferative Erkrankungen).

Die Einnahme von Azathioprin STADA kann Ihr Risiko für Folgendes erhöhen:

Auftreten einer schweren Erkrankung, die

„Makrophagenaktivierungssyndrom“ genannt wird (exzessive Aktivierung

weißer Blutkörperchen, die mit Entzündungen einhergeht) und in der Regel

bei Menschen mit bestimmten Arten von Arthritis auftritt.

Bei immunsuppressiver Behandlung kann es bei Anwendung hoher Dosen und

in Abhängigkeit von der Dauer der Behandlung vermehrt zu bösartigen

Geschwülsten (Tumoren) kommen.

Einnahme von Azathioprin STADA zusammen mit anderen

Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel

anwenden, kürzlich andere Arzneimittel angewendet haben oder beabsichtigen,

andere Arzneimittel anzuwenden, auch wenn es sich um nicht

verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Bei gleichzeitiger Anwendung kann Azathioprin STADA die Wirkung

nachfolgend genannter Arzneistoffe oder Präparategruppen beeinflussen,

beziehungsweise kann Azathioprin STADA selbst in seiner Wirkung durch diese

Arzneistoffe/Präparategruppen beeinflusst werden.

Ribavirin – wird zur Behandlung viraler Infektionen eingesetzt.

Wenn Sie Allopurinol, Oxipurinol, Thiopurinol oder andere

Xanthinoxidasehemmer wie z.B. Febuxostat (Arzneimittel gegen Gicht)

anwenden. Allopurinol, Oxipurinol, Thiopurinol oder andere

Xanthinoxidasehemmer wie Febuxostat (Mittel zur Behandlung von Gicht)

hemmen den Abbau von Azathioprin STADA. Daher sollte bei gleichzeitiger

Anwendung eines dieser Präparate die Dosis von Azathioprin STADA auf

ein Viertel der normalen Dosis verringert werden.

Olsalazin, Mesalazin und Sulfasalazin (Mittel zur Behandlung von chronisch

entzündlichen Darmerkrankungen wie z.B. Morbus Crohn) können die

knochenmarkschädigende Wirkung von Azathioprin STADA verstärken,

Die gerinnungshemmende Wirkung von Antikoagulanzien wie z.B. Warfarin

kann durch gleichzeitige Anwendung von Azathioprin STADA vermindert

werden.

ACE-Hemmer zur Behandlung von Bluthochdruck oder

Herzleistungsschwäche), Trimethoprim/Sulfamethoxazol (Antibiotikum),

Cimetidin (Magen-Darm-Mittel) und Indometacin (Mittel gegen Rheuma)

können die knochenmarkschädigende Wirkung von Azathioprin STADA

verstärken.

Die gleichzeitige Anwendung von Penicillamin (Rheumamittel) oder

Zytostatika (Mittel gegen bösartige Tumoren wie z.B. Methotrexat) kann die

knochenmarkschädigende Wirkung von Azathioprin STADA verstärken und

muss daher vermieden werden.

Eine Impfung mit einem Lebendimpfstoff während der Behandlung mit

Azathioprin STADA kann möglicherweise zu schädlichen Reaktionen führen

und muss daher vermieden werden. Bei Impfstoffen aus abgetöteten

Erregern ist ein verminderter Impferfolg wahrscheinlich. Ihr Arzt wird den

Impferfolg gegebenenfalls überprüfen.

Vor einer Operation müssen Sie Ihren Anästhesisten informieren, dass Sie

Azathioprin einnehmen, weil während der Anästhesie angewendete

Muskelrelaxanzien Wechselwirkungen mit Azathioprin haben können.

Infliximab (wird hauptsächlich zur Behandlung von Colitis ulcerosa und

Morbus Crohn eingesetzt).

Einnahme von Azathioprin STADA zusammen mit Nahrungsmitteln

und Getränken

Nehmen Sie Azathioprin STADA mindestens 1 Stunde vor oder mindestens 3

Stunden nach jeglichem Essen oder dem Trinken von Milch ein. Die Tablette

muss mit etwas Wasser geschluckt werden (siehe Abschnitt 3. „Art der

Anwendung“).

Schwangerschaft und Stillzeit

Fragen Sie vor der Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder

Apotheker um Rat.

Wenn Sie schwanger sind, dürfen Sie Azathioprin STADA nur einnehmen,

wenn Ihr behandelnder Arzt dies für unbedingt erforderlich hält. Im Falle einer

Schwangerschaft müssen Sie daher Ihren Arzt umgehend informieren.

Bei Neugeborenen, deren Mütter während der Schwangerschaft mit Azathioprin

STADA behandelt werden, können Veränderungen des Blutbildes auftreten.

Eine regelmäßige Kontrolle des Blutbildes während der Schwangerschaft wird

daher angeraten.

Während der Behandlung mit Azathioprin STADA sollten Sie nach

Möglichkeit eine Schwangerschaft vermeiden, auch wenn lediglich Ihr

Partner behandelt wird. Grundsätzlich sollten Sie oder Ihr Partner, wenn Sie

im fortpflanzungsfähigen Alter sind, während der Behandlung mit Azathioprin

STADA empfängnisverhütende Maßnahmen treffen. Als Mann sollten Sie die

empfängnisverhütenden Maßnahmen nach Ende Ihrer Behandlung mindestens

weitere 6 Monate fortführen. Dies gilt auch für Patientinnen und Patienten mit

eingeschränkter Fruchtbarkeit auf Grund chronischer Harnvergiftung (Urämie),

da sich die Fruchtbarkeit nach der Transplantation im Allgemeinen wieder

normalisiert.

Es gibt Hinweise, dass Intrauterinpessare (Spirale, Kupfer-T) unter einer

Azathioprin STADA-Therapie versagen können. Sie sollten daher andere oder

zusätzliche empfängnisverhütende Maßnahmen treffen.

Wenn Sie ein Kind planen, sollten Sie, unabhängig davon, ob Sie männlichen

oder weiblichen Geschlechts sind, unbedingt Ihren Arzt kontaktieren.

Während der Behandlung mit Azathioprin STADA dürfen Sie nicht stillen, da

das im Körper gebildete Abbauprodukt von Azathioprin STADA in die

Muttermilch übergeht. Falls Ihr Arzt eine Behandlung mit Azathioprin STADA für

zwingend notwendig erachtet, müssen Sie abstillen.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Bevor Sie in Betracht ziehen, ein Fahrzeug zu führen oder Maschinen zu

bedienen, sollten Sie Ihren gesundheitlichen Zustand und die möglichen

Nebenwirkungen von Azathioprin STADA bedenken.

Es wurden keine Studien zur Wirkung von Azathioprin, dem Wirkstoff von

Azathioprin STADA, auf die Verkehrstüchtigkeit oder die Fähigkeit zum

Bedienen von Maschinen durchgeführt. Ein Einfluss von Azathioprin STADA auf

die Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit ist nach bisherigen Erfahrungen

jedoch nicht zu erwarten.

Azathioprin STADA enthält Lactose und Natrium

Bitte nehmen Sie Azathioprin STADA erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein,

wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber

bestimmten Zuckern leiden.

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro

Filmtablette, d.h., es ist nahezu „natriumfrei“.

3. Wie ist Azathioprin STADA einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel entsprechend der nachfolgenden

Dosierungsempfehlungen ein.

Dosierung

Nach Organtransplantation

Abhängig von dem Behandlungsplan beträgt die Dosierung zu

Behandlungsbeginn gewöhnlich bis zu 5 mg/kg Körpergewicht/Tag.

Die Erhaltungsdosis liegt zwischen 1 mg/kg und 4 mg/kg Körpergewicht pro Tag

und muss den klinischen Erfordernissen und der Verträglichkeit in Bezug auf

das Blutbild angepasst werden.

Die Behandlung mit Azathioprin STADA, auch in niedrigen Dosierungen, muss

unbegrenzt erfolgen, da es sonst zu einer Abstoßung des Transplantats

kommen kann.

Multiple Sklerose

Für die Behandlung der schubförmigen Multiplen Sklerose beträgt die

Dosierung gewöhnlich 2 mg/kg bis 3 mg/kg Körpergewicht pro Tag.

Eine Behandlungsdauer von mehr als einem Jahr kann erforderlich sein, bis

eine deutlich erkennbare Wirkung eintritt, und wenigstens zwei Jahre können

erforderlich sein, bis die volle Wirksamkeit erreicht ist.

Myasthenia gravis

Für die Behandlung der Myasthenia gravis liegt die empfohlene Dosis bei 2

mg/kg bis 3 mg/kg Körpergewicht pro Tag.

Üblicherweise tritt ein Behandlungserfolg frühestens 2 bis 6 Monate nach

Behandlungsbeginn auf.

Je nach Schweregrad der Erkrankung sollte Azathioprin STADA wegen des

langsamen Wirkungseintritts zu Beginn der Behandlung in Kombination mit

Glukokortikosteroiden gegeben werden. Die Dosis an Glukokortikosteroiden

kann schrittweise über Monate verringert werden.

Die Behandlung mit Azathioprin STADA sollte über wenigstens 2 bis 3 Jahre

fortgesetzt werden.

Andere Anwendungsgebiete

Für die Behandlung der autoimmunen chronisch-aktiven Hepatitis beträgt die

Anfangsdosierung gewöhnlich 1 mg/kg bis 1,5 mg/kg Körpergewicht pro Tag,

die Erhaltungsdosis bis zu 2 mg/kg Körpergewicht/Tag.

Bei den anderen Anwendungsgebieten beträgt die Anfangsdosierung im

Allgemeinen 1 mg/kg bis 3 mg/kg Körpergewicht pro Tag und die

Erhaltungsdosis zwischen weniger als 1 mg/kg und 3 mg/kg Körpergewicht pro

Tag.

Die Dosierung sollte der therapeutischen Wirkung, die erst Wochen oder

Monate nach Behandlungsbeginn einsetzen kann, und der Verträglichkeit in

Bezug auf das Blutbild angepasst werden.

Wird ein Ansprechen auf die Behandlung festgestellt, sollte die Dosis auf die

Mindestmenge reduziert werden, die zum Fortbestehen der therapeutischen

Wirkung erforderlich ist.

Wenn nach 3- bis 6-monatiger Behandlung keine Besserung eintritt, sollte ein

Absetzen der Therapie in Erwägung gezogen werden.

Patienten mit eingeschränkter Nieren- und Leberfunktion

Bei Patienten mit einer Störung der Nierenfunktion und/oder der Leberfunktion

sollte Azathioprin STADA im unteren Bereich des normalen Dosierungsbereichs

dosiert werden.

Kinder und Jugendliche

Zur Behandlung von Kindern, insbesondere übergewichtigen Kindern, fragen

Sie bitte Ihren Arzt.

Für die Behandlung der chronischen Gelenkentzündung bei Kindern und

Jugendlichen (juvenile idiopathische Arthritis) mit Azathioprin liegen keine

ausreichenden Daten zum Beleg von Wirksamkeit und Unbedenklichkeit vor.

Erfahrungen zur Anwendung von Azathioprin bei Multipler Sklerose im

Kindesalter liegen nicht vor. Daher wird die Anwendung von Azathioprin STADA

bei Kindern nicht empfohlen.

Bei den übrigen Anwendungsgebieten gelten die gleichen

Dosierungsempfehlungen wie für Erwachsene.

Ältere Patienten

Es wird empfohlen, die Dosis für ältere Patienten im unteren Bereich der für

Erwachsene angegebenen Dosierungen anzusiedeln.

Anwendung in Kombination mit Allopurinol, Oxipurinol oder Thiopurinol

(bestimmte Gichtmittel)

Bei gleichzeitiger Einnahme von Allopurinol, Oxipurinol oder Thiopurinol muss

die Dosis von Azathioprin STADA auf ein Viertel der normalen Dosis verringert

werden.

Art der Anwendung

Azathioprin STADA ist zum Einnehmen und sollte unzerkaut zusammen mit

reichlich Flüssigkeit (mindestens 200 ml, entsprechend einem Glas) geschluckt

werden. Azathioprin STADA sollte mindestens 1 Stunde vor oder 3 Stunden

nach Einnahme einer Mahlzeit oder von Milch eingenommen werden.

Eventuell ist Ihnen zu Beginn der Einnahme von Azathioprin STADA schlecht

(Übelkeit). Falls dies auftritt, empfiehlt Ihnen Ihr Arzt eventuell, Azathioprin

STADA nach dem Essen einzunehmen, um dies abzustellen.

Die 75-mg-Tabletten dürfen nicht geteilt werden.

Die Tabletten dürfen nicht zerkleinert werden.

Fachinformation (Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels/SPC)

1. Bezeichnung des Arzneimittels

Azathioprin STADA 75 mg Filmtabletten

Azathioprin STADA 100 mg Filmtabletten

2. Qualitative und quantitative Zusammensetzung

Azathioprin STADA 75 mg Filmtabletten

Jede Filmtablette enthält 75 mg Azathioprin.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung

Jede Filmtablette enthält bis zu 105,75 mg Lactose (als Monohydrat).

Azathioprin STADA 100 mg Filmtabletten

Jede Filmtablette enthält 100 mg Azathioprin.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung

Jede Filmtablette enthält bis zu 141,00 mg Lactose (als Monohydrat).

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3. Darreichungsform

Filmtablette

Azathioprin STADA 75 mg Filmtablette

Blassgelbe, runde, bikonvexe Filmtablette mit der Prägung „AZ 75“ auf der

einen Seite und glatt auf der anderen Seite.

Die Tablette darf nicht geteilt werden.

Azathioprin STADA 100 mg Filmtablette

Blassgelbe, runde, bikonvexe Filmtablette, mit der Prägung „AZ“ und „00“ ober-

und unterhalb einer Bruchkerbe auf der einen Seite und glatt auf der anderen

Seite.

Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden (siehe Abschnitte 4.2, 4.4

und 6.6).

4. Klinische Angaben

4.1 Anwendungsgebiete

Azathioprin STADA ist in Kombination mit anderen Immunsuppressiva zur

Vorbeugung von Abstoßungsreaktionen nach allogener Transplantation von

Niere, Leber, Herz, Lunge oder Pankreas angezeigt. Azathioprin ist innerhalb

immunsuppressiver Regime üblicherweise als ein Zusatz zu

immunsuppressiven Substanzen angezeigt, die den Hauptpfeiler der

Behandlung darstellen (Basisimmunsuppression).

Azathioprin STADA ist, üblicherweise in Kombination mit

Glukokortikosteroiden, bei mäßig schweren bis schweren Verlaufsformen der

nachfolgend genannten Erkrankungen angezeigt. In Kombination mit

Glukokortikosteroiden hat die Anwendung von Azathioprin in der Regel eine

Glukokortikosteroid-einsparende Wirkung. Weiterhin ist Azathioprin STADA bei

Patienten mit nachfolgend genannten Erkrankungen angezeigt, wenn

Glukokortikosteroide nicht vertragen werden bzw. wenn mit hohen Dosen von

Glukokortikosteroiden keine ausreichende therapeutische Wirkung erzielt

werden kann:

schwere Formen der aktiven rheumatoiden Arthritis (chronische

Polyarthritis), die mit weniger toxischen, antirheumatischen

Basistherapeutika (disease modifying anti-rheumatic drugs – DMARDs)

nicht kontrolliert werden können,

Autoimmunhepatitis,

systemischer Lupus erythematodes,

Dermatomyositis,

Polyarteriitis nodosa,

Pemphigus vulgaris und bullöses Pemphigoid,

Morbus Behçet,

refraktäre autoimmune hämolytische Anämie, hervorgerufen durch IgG-

Wärmeantikörper,

chronisch refraktäre idiopathische thrombozytopenische Purpura.

Azathioprin STADA ist zur Behandlung mittelschwerer bis schwerer chronisch-

entzündlicher Darmerkrankungen (CED) (Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa)

bei Patienten angezeigt, bei denen eine Glukokortikosteroid-Therapie

notwendig ist, die keine Glukokortikosteroid-Therapie vertragen oder bei denen

die Krankheit mit anderen üblichen Mitteln der ersten Wahl nicht behandelbar

ist.

Azathioprin STADA ist angezeigt bei schubförmiger Multipler Sklerose, wenn

eine immunmodulatorische Therapie angezeigt und eine Therapie mit Beta-

Interferonen nicht möglich ist, oder unter einer bisherigen Therapie mit

Azathioprin ein stabiler Verlauf erreicht wurde.

Azathioprin STADA ist angezeigt zur Behandlung der generalisierten

Myasthenia gravis. In Abhängigkeit vom Schweregrad der Erkrankung sollte

Azathioprin STADA wegen des langsamen Wirkungseintritts zu Beginn der

Behandlung in Kombination mit Glukokortikosteroiden verabreicht und die

Glukokortikosteroid-Dosis nach Monaten der Behandlung schrittweise reduziert

werden.

4.2 Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung und Dauer der Anwendung

Nach Organtransplantation - Erwachsene

In Abhängigkeit vom immunsuppressiven Regime kann eine Anfangsdosis von

bis zu 5 mg/kg Körpergewicht/Tag oral verabreicht werden.

Die Erhaltungsdosis liegt zwischen 1 mg/kg und 4 mg/kg Körpergewicht pro Tag

und muss den klinischen Erfordernissen und der hämatologischen

Verträglichkeit angepasst werden.

Die Behandlung mit Azathioprin, auch in niedrigen Dosierungen, muss

unbegrenzt erfolgen, da es sonst zu einer Abstoßung des Transplantats

kommen kann.

Multiple Sklerose

Die übliche Dosis zur Behandlung der schubförmigen Multiplen Sklerose beträgt

zwischen 2 mg/kg und 3 mg/kg Körpergewicht pro Tag.

Eine Behandlungsdauer von mehr als 1 Jahr kann bis zur Manifestation der

Wirkung erforderlich sein, und wenigstens 2 Jahre können erforderlich sein, bis

die Krankheit tatsächlich unter Kontrolle ist.

Myasthenia gravis

Für die Behandlung der Myasthenia gravis liegt die empfohlene Dosis bei 2

mg/kg bis 3 mg/kg Körpergewicht pro Tag.

Üblicherweise tritt ein Behandlungserfolg frühestens 2 bis 6 Monate nach

Behandlungsbeginn auf.

Je nach Schweregrad der Erkrankung sollte Azathioprin wegen des langsamen

Wirkungseintritts zu Beginn der Behandlung in Kombination mit

Glukokortikosteroiden gegeben werden. Die Dosis an Glukokortikosteroiden

kann schrittweise über Monate verringert werden.

Die Behandlung mit Azathioprin sollte über wenigstens 2 bis 3 Jahre fortgesetzt

werden.

Andere Anwendungsgebiete – Erwachsene

Für die Behandlung der chronisch-aktiven Autoimmunhepatitis beträgt die

Anfangsdosis gewöhnlich zwischen 1 mg/kg und 1,5 mg/kg Körpergewicht pro

Tag, die Erhaltungsdosis bis zu 2 mg/kg Körpergewicht/Tag.

In den anderen Anwendungsgebieten beträgt die Anfangsdosis in der Regel 1

mg/kg bis 3 mg/kg Körpergewicht pro Tag und die Erhaltungsdosis zwischen

weniger als 1 mg/kg und 3 mg/kg Körpergewicht pro Tag.

Die Dosierung sollte der therapeutischen Wirkung, die unter Umständen erst

nach Wochen oder Monaten eintritt, und der hämatologischen Verträglichkeit

angepasst werden. Wird ein Ansprechen auf die Therapie festgestellt, sollte die

niedrigste wirksame Dosis, die zur Aufrechterhaltung der therapeutischen

Wirkung erforderlich ist, angewendet werden.

Wenn nach 3- bis 6-monatiger Behandlung keine Besserung eintritt, sollte ein

Absetzen der Therapie in Erwägung gezogen werden.

Allerdings sollte bei Patienten mit CED eine Behandlungsdauer von mindestens

12 Monaten in Erwägung gezogen werden, wobei ein Ansprechen auf die

Behandlung klinisch erst nach drei bis vier Monaten erkennbar werden kann.

Kinder und Jugendliche

Transplantate

Siehe Dosierung und Dauer der Anwendung: nach Organtransplantation –

Erwachsene.

Zur Behandlung der juvenilen idiopathischen Arthritis mit Azathioprin liegen

keine hinreichenden Daten zum Beleg der Wirksamkeit und Unbedenklichkeit

vor.

Multiple Sklerose

Erfahrungen zur Anwendung von Azathioprin bei Multipler Sklerose im

Kindesalter liegen nicht vor. Daher wird die Anwendung von Azathioprin bei

Kindern in dieser Indikation nicht empfohlen.

Weitere Indikationen

Übergewichtige Kinder

Übergewichtigen Kindern müssen gegebenenfalls Dosen im oberen Bereich

des Dosisspektrums verschrieben werden. Daher wird eine engmaschige

Überwachung hinsichtlich des Ansprechens auf die Behandlung empfohlen

(siehe Abschnitt 5.2).

Bei den übrigen Anwendungsgebieten gelten die gleichen

Dosierungsempfehlungen wie für Erwachsene.

Ältere Patienten

Es wird empfohlen, die Nieren- und Leberfunktion zu überwachen und die Dosis

im Falle einer eingeschränkten Funktion zu reduzieren (siehe Abschnitt 4.2). Zu

Blutbildkontrollen siehe Abschnitt 4.4.

Nieren- und/oder Leberfunktionsstörungen

Bei Patienten mit eingeschränkter Nieren- und/oder Leberfunktion ist eine

Dosisreduzierung in Erwägung zu ziehen (siehe Abschnitt 4.4).

Arzneimittelwechselwirkungen

Bei gleichzeitiger Einnahme von Xanthinoxidase-Inhibitoren wie Allopurinol

sollte die Dosis von Azathioprin auf ein Viertel der normalen Dosis reduziert

werden, da Allopurinol die Metabolisierung von Azathioprin verringert (siehe

Abschnitt 4.5).

Patienten mit TPMT-Mangel

Bei Patienten mit vererbter geringer oder fehlender Thiopurinmethyltransferase-

Aktivität besteht das erhöhte Risiko einer schweren Azathioprin-Vergiftung bei

üblichen Azathioprindosen, was im Allgemeinen eine erhebliche

Dosisreduzierung erforderlich macht. Die optimale Initialdosis bei homozygoten

Patienten mit TPMT-Mangel ist nicht bekannt (siehe Abschnitte 4.4 und 5.2).

Empfohlene Azathioprindosen werden durch die meisten heterozygoten

Patienten mit TPMT-Mangel toleriert, wobei bei einigen eine Dosisreduzierung

erforderlich sein kann. Es sind genotypische und phänotypische TPMT-Tests

erhältlich (siehe Abschnitte 4.4 und 5.2).

Patienten mit der NUDT15-Variante

Bei Patienten mit angeborenem, mutiertem NUDT15-Gen besteht ein erhöhtes

Risiko für eine schwere 6-Mercaptopurin-Toxizität (siehe Abschnitt 4.4). Bei

diesen Patienten ist im Allgemeinen eine Dosisreduzierung erforderlich,

insbesondere bei Patienten, die Träger einer homozygoten NUDT15-Variante

sind (siehe Abschnitt 4.4). Daher kann vor dem Beginn der Behandlung mit

Azathioprin eine Genotypisierung zur Bestimmung der NUDT15-Variante in

Erwägung gezogen werden. Eine engmaschige Überwachung der Blutwerte ist

in jedem Fall erforderlich.

Art der Anwendung

Zum Einnehmen.

Die Tabletten sollten mindestens 1 Stunde vor oder 3 Stunden nach Einnahme

einer Mahlzeit oder von Milch eingenommen werden (siehe Abschnitt 5.2). Die

Tablette sollte mit mindestens einem Glas Flüssigkeit (200 ml) eingenommen

werden.

Hinweis zur Handhabung des Arzneimittels

Azathioprin STADA 75 mg Filmtabletten

Die 75-mg-Tabletten dürfen nicht geteilt werden.

Azathioprin STADA 100 mg Filmtabletten

Ein Teilen der 100-mg-Tabletten ist zu vermeiden. Sollte das Teilen der

Tabletten notwendig sein, sind eine Kontamination der Haut und das Einatmen

von Tablettenpartikeln zu vermeiden (siehe Abschnitte 4.4 und 6.6).

Die Tabletten dürfen nicht zerkleinert werden.

4.3 Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, 6-Mercaptopurin (Metabolit von

Azathioprin) oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen

Bestandteile,

Impfung mit Lebendimpfstoffen (insbesondere BCG, Pocken und Gelbfieber)

(siehe Abschnitt 4.5),

Stillzeit (siehe Abschnitt 4.6).

4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die

Anwendung

Eine Impfung mit Lebendimpfstoffen kann bei immungeschwächten Patienten

zu Infektionen führen. Deswegen wird empfohlen, dass Patienten bis

mindestens 3 Monate nach dem Ende der Behandlung mit Azathioprin keine

Lebendimpfstoffe erhalten (siehe Abschnitt 4.5).

Eine gleichzeitige Anwendung von Ribavirin und Azathioprin wird nicht

empfohlen. Ribavirin kann die Wirksamkeit von Azathioprin verringern und die

Azathioprin-Toxizität erhöhen (siehe Abschnitt 4.5).

Überwachung

Die Einleitung einer Therapie mit Azathioprin bei vorbestehenden, schweren

Infektionen, schweren Störungen der Leber- und Knochenmarkfunktion sowie

beim Vorliegen einer Pankreatitis sollte nur unter sorgfältiger Nutzen-Risiko-

Abwägung und den nachfolgend beschriebenen Vorsichtsmaßnahmen erfolgen.

Besondere Aufmerksamkeit sollte der Überwachung des Blutbildes gelten. Die

Erhaltungsdosis ist gegebenenfalls soweit zu reduzieren, solange eine klinische

Reaktion stattfindet.

Azathioprin sollte nur verordnet werden, wenn der Patient während der

gesamten Therapie ausreichend auf unerwünschte Wirkungen hin überwacht

werden kann. Während der ersten 8 Wochen der Therapie sollte mindestens

einmal wöchentlich ein Blutbild einschließlich Thrombozytenzählung angefertigt

werden. Häufigere Kontrollen sind angezeigt bei:

Einsatz höherer Dosen,

älteren Patienten,

Nierenfunktionsstörungen; beim Auftreten einer hämatologischen Toxizität

muss die Dosis reduziert werden (siehe auch Abschnitte 4.2 und 5.2).

Leberfunktionsstörungen; in diesem Fall müssen zudem regelmäßige

Leberfunktionstests durchgeführt werden und beim Auftreten einer

hepatischen oder hämatologischen Toxizität muss die Dosis verringert

werden (siehe auch Abschnitte 4.2 und 5.2).

Grundsätzlich ist besondere Vorsicht bei der Anwendung von Azathioprin

bei Patienten mit Leberfunktionsstörungen erforderlich, da über

lebensbedrohliche Leberschädigungen berichtet wurde (siehe Abschnitt

4.8). Dies ist insbesondere bei Patienten mit schweren

Leberfunktionsstörungen wichtig und Azathioprin sollte in diesem Fall nur

nach sorgfältiger Risiko-Nutzen-Abwägung angewendet werden.

Azathioprin ist hepatotoxisch, weshalb im Verlauf der Behandlung regelmäßige

Kontrollen durch Leberfunktionstests durchgeführt werden sollten. Häufigere

Kontrollen werden empfohlen bei Patienten mit vorbestehender

Lebererkrankung und solchen, die sich einer Therapie mit möglicherweise

hepatotoxischen Nebenwirkungen unterziehen. Der Patient sollte darüber

informiert werden, Azathioprin bei Auftreten eines Ikterus sofort abzusetzen.

Nach 8 Wochen kann die Häufigkeit der Blutbildkontrollen auf monatliche

Abstände (maximal vierteljährlich) reduziert werden.

Bei ersten Anzeichen einer abnormalen Änderung des Blutbildes sollte die

Behandlung sofort unterbrochen werden, da die Anzahl der Leukozyten und

Thrombozyten auch nach Behandlungsende weiter abnehmen kann.

Patienten, die Azathioprin erhalten, müssen darauf hingewiesen werden, ihren

behandelnden Arzt unverzüglich über alle Anzeichen einer Infektion, ungeklärte

blaue Flecken oder Blutungen oder über andere Anzeichen einer

Knochenmarksuppression zu informieren. Eine Knochenmarksuppression ist

bei rechtzeitigem Absetzen von Azathioprin reversibel.

Thiopurinmethyltransferase (TPMT)

Etwa 10% der Patienten haben durch genetischen Polymorphismus eine

verminderte Aktivität des Enzyms Thiopurin-Methyltransferase (TPMT).

Insbesondere bei homozygoten Merkmalsträgern ist der Abbau von Azathioprin

beeinträchtigt, so dass ein höheres Risiko für myelotoxische Wirkungen

besteht. Gleichzeitig verabreichte Arzneimittel, die das Enzym TPMT hemmen

(z.B. Olsalazin, Mesalazin oder Sulfasalazin), können diesen Effekt verstärken.

Des Weiteren wurde ein möglicher Zusammenhang zwischen einer

verminderten TPMT-Aktivität und sekundären Leukämien und Myelodysplasien

bei einzelnen Patienten berichtet, die 6-Mercaptopurin (den aktiven Metaboliten

von Azathioprin) in Kombination mit anderen zytotoxischen Substanzen

erhielten (siehe Abschnitt 4.8). Einige Laboratorien bieten Tests zur Erkennung

eines TPMT-Mangels an und obwohl diese Tests nicht alle Patienten mit einem

Risiko für eine schwere Toxizität identifizieren können, wird die Testung auf

TMPT-Mangel insbesondere prä-therapeutisch bei hoch dosierter Azathioprin-

Therapie sowie bei rascher Verschlechterung des Blutbildes empfohlen.

Infektionen

Patienten, die mit 6-Mercaptopurin alleine oder mit 6-Mercaptopurin in

Kombination mit Immunsuppressiva, einschließlich Corticosteroiden, behandelt

wurden, zeigten eine erhöhte Anfälligkeit für Viren-, Pilz- und bakterielle

Infektionen, darunter auch schwere oder atypische Infektionen und

Virusreaktivierungen. Die Infektionen und Komplikationen können bei diesen

Patienten im Vergleich zu nicht behandelten Patienten einen schwereren

Verlauf nehmen.

Eine frühere Exposition gegenüber oder eine Infektion mit dem Varizella-Zoster-

Virus muss vor Beginn der Behandlung berücksichtigt werden. Lokale

Behandlungsrichtlinien, und ggf. Richtlinien zur prophylaktischen Therapie,

sollten berücksichtigt werden.

Eine serologische Untersuchung auf Hepatitis B sollte vor dem Beginn der

Behandlung in Betracht gezogen werden. Im Fall einer positiven serologischen

Untersuchung sollten lokale Richtlinien einschließlich Richtlinien zur

prophylaktischen Therapie, berücksichtigt werden. Fälle von neutropenischer

Sepsis wurden bei Patienten berichtet, die 6-Mercaptopurin zur Behandlung

einer ALL erhalten hatten.

Patienten mit der NUDT15-Variante

Bei Patienten mit angeborenem, mutiertem NUDT15-Gen besteht bei

herkömmlichen Dosen einer Thiopurin-Therapie ein erhöhtes Risiko für eine

schwere Azathioprin-Toxizität, wie eine frühe Leukopenie und Alopezie. Bei

diesen Patienten ist im Allgemeinen eine Dosisreduktion erforderlich,

insbesondere bei den Patienten, die homozygote Träger der NUDT15-Variante

sind (siehe Abschnitt 4.2). Die Inzidenz von NUDT15 c.415C>T unterliegt einer

ethnischen Variabilität von ca. 10% bei Ostasiaten, 4% bei hispanischer

Bevölkerung, 0,2% bei Europäern und 0% bei Afrikanern. Eine engmaschige

Überwachung der Blutwerte ist in jedem Fall erforderlich.

Bei gleichzeitiger Anwendung von Azathioprin und Arzneimitteln mit

myelosuppressiven Eigenschaften sollte die Dosierung reduziert werden (siehe

Abschnitt 4.5).

Bei gleichzeitiger Einnahme von Allopurinol, Oxipurinol oder Thiopurinol sollte

die Dosis von Azathioprin auf ein Viertel der normalen Dosis reduziert werden

(siehe Abschnitt 4.5).

Besondere Vorsicht ist geboten, wenn Azathioprin zusammen mit Tubocurarin

und Succinylcholin angewendet wird (siehe Abschnitt 4.5).

Lesch-Nyhan-Syndrom

Begrenzte Daten deuten darauf hin, dass Azathioprin bei Patienten mit einem

erblichen Mangel des Enzyms Hypoxanthin-Guanin-Phosphoribosyltransferase

(Lesch-Nyhan-Syndrom) nicht wirksam ist. Daher sollte Azathioprin nicht bei

Patienten mit dieser Stoffwechselerkrankung verabreicht werden.

Varicella-Zoster-Virus-Infektionen (siehe Abschnitt 4.8)

Eine Infektion mit dem Varicella-Zoster-Virus (VZV; Windpocken und Herpes

zoster) kann unter der Behandlung mit Immunsuppressiva schwerwiegend

verlaufen. Vor Behandlungsbeginn mit Immunsuppressiva sollte der

verschreibende Arzt den Patienten daher auf eine VZV-Infektion in der

Anamnese hin überprüfen. Serologische Untersuchungen können zur

Bestimmung einer früheren Exposition hilfreich sein.

Patienten ohne VZV-Exposition in der Anamnese sollten jeglichen Kontakt mit

Personen mit Windpocken oder Herpes zoster vermeiden. Wenn solche

Patienten trotzdem einer VZV-Infektion ausgesetzt sein sollten, ist besondere

Vorsicht geboten, um den Ausbruch von Windpocken oder Herpes zoster bei

diesen Patienten zu vermeiden. Außerdem ist eine passive Immunisierung mit

Varicella-Zoster-Immunglobulin (VZIG) in Betracht zu ziehen.

Falls der Patient bereits infiziert ist, sind geeignete Maßnahmen zu ergreifen,

die eine antivirale Therapie, eine Unterbrechung der Azathioprin-Therapie und

eine unterstützende Behandlung einschließen können.

Progressive multifokale Leukenzephalopathie (PML)

Über PML, eine durch den JC-Virus verursachte opportunistische Infektion,

wurde bei Patienten, die gleichzeitig mit Azathioprin und anderen

Immunsuppressiva behandelt wurden, berichtet. Die immunsuppressive

Therapie sollte bei ersten Anzeichen oder Symptomen, die auf eine PML

hinweisen, beendet und eine entsprechende Evaluierung zur Erstellung einer

Diagnose vorgenommen werden (siehe Abschnitt 4.8).

Mutagenität

Chromosomale Veränderungen wurden sowohl bei weiblichen als auch bei

männlichen Patienten, die mit Azathioprin behandelt wurden, nachgewiesen.

Die Rolle, die Azathioprin bei der Entwicklung dieser Veränderungen spielte, ist

schwer zu beurteilen.

Vorübergehende chromosomale Veränderungen der Lymphozyten wurden bei

Nachkommen von Patienten, die mit Azathioprin behandelt wurden,

nachgewiesen. Mit Ausnahme einiger sehr seltener Fälle wurden keine

offensichtlichen Anzeichen körperlicher Abnormalität bei Nachkommen von

Patienten, die mit Azathioprin behandelt wurden, beobachtet.

Azathioprin und langwelliges UV-Licht zeigen synergistisch klastogene

Wirkungen bei Patienten, die mit Azathioprin bei einer Reihe von Krankheiten

behandelt wurden.

Kanzerogenität (siehe auch Abschnitt 4.8)

Bei Patienten, die eine Therapie mit Immunsuppressiva erhalten, einschließlich

Azathioprin, besteht ein höheres Risiko für das Auftreten lymphoproliferativer

Erkrankungen und anderer maligner Erkrankungen, insbesondere

Hautkrebserkrankungen (Melanome und andere), Sarkome (Kaposi-Sarkom

und andere) sowie In-situ-Karzinome der Cervix uteri. Das erhöhte Risiko

scheint mit dem Grad und der Dauer der Immunsuppression

zusammenzuhängen. Es wurde berichtet, dass ein Absetzen der

Immunsuppression unter Umständen zu einer teilweisen Regression der

lymphoproliferativen Erkrankungen führt.

Ein Behandlungsschema mit mehreren Immunsuppressiva (einschließlich

Thiopurine) sollte daher mit Vorsicht angewendet werden, da es zu

lymphoproliferativen Erkrankungen, darunter solchen mit berichteten

Todesfällen, führen könnte. Eine Kombination mehrerer gleichzeitig

angewendeter Immunsuppressiva erhöht das Risiko für Epstein-Barr-Virus

(EBV)-bedingte lymphoproliferative Erkrankungen.

Es gibt Berichte über hepatosplenische T-Zell-Lymphome bei CED-Patienten,

die Azathioprin zusammen mit anti-TNF-Arzneimitteln anwenden.

Bei mit mehreren Immunsuppressiva behandelten Patienten besteht das Risiko

einer „Über-Immunsuppression“, daher sollte eine solche Therapie in der

niedrigsten noch wirksamen Dosierung weitergeführt werden.

Wie bei Patienten mit einem erhöhten Risiko für Karzinome der Haut üblich,

sollte die Exposition gegenüber Sonnenlicht und UV-Strahlung begrenzt

werden. Die Patienten sollten zudem schützende Kleidung tragen und

Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor verwenden.

Makrophagenaktivierungssyndrom

Das Makrophagenaktivierungssyndrom (MAS) ist eine bekannte,

lebensbedrohliche Erkrankung, die bei Patienten mit Autoimmunerkrankungen

auftreten kann, insbesondere bei jenen mit entzündlicher Darmerkrankung.

Möglicherweise besteht bei der Anwendung von Azathioprin eine erhöhte

Anfälligkeit für das Auftreten dieser Erkrankung. Wenn MAS auftritt oder

vermutet wird, sollte die Untersuchung und Behandlung so bald wie möglich

erfolgen und die Behandlung mit Azathioprin ist abzusetzen. Ärzte sollten auf

Symptome für Infektionen mit Pathogenen wie EBV und Zytomegalievirus

(CMV) achten, da diese bekannte Auslöser von MAS sind.

Teratogenität/Empfängnisverhütende Maßnahmen

Da es beim Menschen widersprüchliche Befunde über ein teratogenes

Potenzial von Azathioprin gibt, sollten sowohl männliche als auch weibliche

Patienten im reproduktiven Alter während der Anwendung von Azathioprin

empfängnisverhütende Maßnahmen treffen.

Männer sollten während und bis 6 Monate nach Ende der Behandlung keine

Kinder zeugen. Dies gilt auch für Patientinnen und Patienten mit

eingeschränkter Fruchtbarkeit aufgrund chronischer Urämie, da sich die

Fruchtbarkeit nach Transplantation im Allgemeinen wieder normalisiert.

Fertilität

Empfängnisverhütende Maßnahmen

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