Atomoxetin Zentiva 25 mg Hartkapseln

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation (PIL)

28-01-2021

Fachinformation Fachinformation (SPC)

13-12-2018

Wirkstoff:
Atomoxetinhydrochlorid
Verfügbar ab:
Zentiva Pharma GmbH (8075753)
ATC-Code:
N06BA09
INN (Internationale Bezeichnung):
Atomoxetine hydrochloride
Darreichungsform:
Hartkapsel
Zusammensetzung:
Atomoxetinhydrochlorid (31796) 28,55 Milligramm
Verabreichungsweg:
zum Einnehmen
Berechtigungsstatus:
Verkehrsfähigkeit: Ja
Zulassungsnummer:
2202293.00.00
Berechtigungsdatum:
2018-11-23

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Wortlaut der für die Packungsbeilage vorgesehenen Angaben

Gebrauchsinformation: Information für Anwender

Atomoxetin Zentiva 25 mg Hartkapseln

Atomoxetin

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter.

Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt

auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt

In den folgenden Abschnitten bedeutet das Wort „Sie“ Sie selbst oder ein Kind/Jugendlicher

in Ihrer Obhut.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Atomoxetin Zentiva und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Atomoxetin Zentiva beachten?

Wie ist Atomoxetin Zentiva einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Atomoxetin Zentiva aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1. Was ist Atomoxetin Zentiva und wofür wird es angewendet?

Wofür wird Atomoxetin Zentiva angewendet

Atomoxetin Zentiva enthält Atomoxetin und dient zur Behandlung der Aufmerksamkeitsdefizit-

/Hyperaktivitätsstörung (ADHS). Es wird angewendet bei Kindern ab 6 Jahren, Jugendlichen und

Erwachsenen. Es wird als Teil eines umfassenden Behandlungsprogramms dieser Erkrankung

verwendet, das aber ebenso nicht-medikamentöse Maßnahmen wie Beratungen und

Verhaltenstherapie erfordert.

Es ist nicht für die ADHS-Behandlung bei Kindern unter 6 Jahren vorgesehen, da die Wirksamkeit

und die Sicherheit des Arzneimittels bei dieser Patientengruppe nicht bekannt sind.

Bei Erwachsenen ist eine ADHS-Behandlung mit Atomoxetin Zentiva angezeigt, wenn die

Krankheitsanzeichen sehr belastend sind und Ihr berufliches oder soziales Leben in Mitleidenschaft

ziehen, und wenn die ADHS-Anzeichen bereits in Ihrer Kindheit vorhanden waren.

Wie Atomoxetin Zentiva wirkt

Atomoxetin Zentiva erhöht die verfügbare Menge des Botenstoffes Noradrenalin im Gehirn. Diese

chemische Substanz, die auch natürlicherweise produziert wird, erhöht bei ADHS Patienten die

Aufmerksamkeit und vermindert Impulsivität und Hyperaktivität. Dieses Arzneimittel wurde Ihnen

verschrieben um Ihnen zu helfen, die durch Ihre ADHS verursachten Beschwerden zu

kontrollieren. Dieses Arzneimittel gehört nicht zu Gruppe der Stimulanzien (Wirkstoffe mit einer

anregenden oder aufputschenden Wirkung) und hat daher kein Suchtpotenzial.

Nach Beginn der Einnahme des Arzneimittels kann es einige Wochen dauern, bis sich Ihre

Beschwerden vollständig bessern.

Über ADHS

Kinder und Jugendliche mit ADHS finden es schwierig ruhig zu sitzen und sich zu konzentrieren.

Es ist aber nicht ihre Schuld, dass sie das nicht schaffen. Viele Kinder und Jugendliche müssen sich

anstrengen, um diese Dinge zu schaffen. ADHS kann im Alltag zu Problemen führen. Für Kinder

und Jugendliche mit ADHS können das Lernen und die Erledigung von Hausaufgaben schwierig

sein. Sie haben Probleme damit, sich zu Hause, in der Schule oder anderswo angemessen zu

verhalten. ADHS hat keinen Einfluss auf die Intelligenz eines Kindes oder Jugendlichen.

Erwachsene mit ADHS haben ähnliche Schwierigkeiten wie betroffene Kinder; dies kann zu

Problemen führen mit

der Arbeit,

Beziehungen,

einem geringen Selbstwertgefühl

und der Ausbildung

2. Was sollten Sie vor der Einnahme von Atomoxetin Zentiva beachten?

Atomoxetin Zentiva darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie allergisch gegen Atomoxetin oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen

Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

wenn Sie in den letzten 2 Wochen einen Monoaminoxidase-Hemmer (MAO-Hemmer), wie

z.B. Phenelzin, eingenommen haben. Ein MAO-Hemmer wird manchmal zur Behandlung von

Depressionen oder anderen seelischen Erkrankungen eingesetzt. Die gleichzeitige Gabe von

Atomoxetin Zentiva und MAO-Hemmern kann schwerwiegende, möglicherweise

lebensgefährliche Nebenwirkungen zur Folge haben. Sie müssen auch mindestens 14 Tage

nach dem Absetzen von Atomoxetin Zentiva warten, bevor Sie einen MAO-Hemmer

einnehmen.

wenn Sie eine bestimmte Augenerkrankung namens Engwinkelglaukom (erhöhter

Augeninnendruck) haben

wenn Sie schwerwiegende Herzprobleme haben, die durch eine Erhöhung des Herzschlags

oder des Blutdrucks verschlechtert werden könnten, weil Atomoxetin Zentiva dazu führen

könnte.

wenn Sie schwerwiegende Probleme mit den Blutgefäßen in Ihrem Gehirn haben – wie z.B.

einen Schlaganfall hatten, eine Auswölbung und Schwächung an einer Stelle Ihrer Blutgefäße

(Aneurysma) oder verengte oder verstopfte Blutgefäße im Kopf haben.

wenn Sie einen Tumor des Nebennierenmarks (ein sogenanntes Phäochromozytom) haben.

Nehmen Sie Atomoxetin Zentiva nicht ein, wenn einer der oben genannten Punkte auf Sie zutrifft.

Wenn Sie unsicher sind, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Atomoxetin

Zentiva einnehmen, da das Medikament diese Probleme verschlimmern kann.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Sowohl Erwachsene als auch Kinder sollten die folgenden Warnhinweise und

Vorsichtsmaßnahmen beachten. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie

Atomoxetin Zentiva einnehmen, wenn Sie:

Gedanken haben, sich das Leben zu nehmen, oder wenn Sie kurz davor sind zu versuchen, sich

das Leben zu nehmen.

Probleme mit dem Herzen (einschließlich Herzfehlern) oder einen erhöhten Herzschlag haben.

Atomoxetin Zentiva kann Ihren Herzschlag (Puls) erhöhen. Es wurde von plötzlichem Tod bei

Patienten mit Herzfehlern berichtet.

einen hohen Blutdruck haben. Atomoxetin Zentiva kann den Blutdruck erhöhen.

einen niedrigen Blutdruck haben. Atomoxetin Zentiva kann bei Menschen mit niedrigem

Blutdruck Schwindel oder Ohnmacht auslösen.

Probleme durch plötzliche Änderungen Ihres Blutdrucks oder Ihres Herzschlags haben.

eine Herz-Kreislauferkrankung oder in der Vergangenheit einen Schlaganfall erlitten haben.

Leberprobleme haben; da Sie eine niedrigere Dosis benötigen könnten

psychotische Symptome haben einschließlich Halluzinationen (Stimmen hören oder Dinge

sehen, die nicht da sind), an Dinge glauben, die nicht wahr sind oder wenn Sie misstrauisch

sind.

an Manie (sich über die Maßen erregt fühlen, was zu ungewöhnlichem Verhalten führt) und an

Agitiertheit (Unruhe) leiden.

sich aggressiv fühlen

sich unfreundlich und wütend (feindselig) fühlen

in der Vergangenheit Epilepsie oder Krampfanfälle aus irgendeinem anderen Grund hatten.

Atomoxetin Zentiva kann zu einer Erhöhung der Häufigkeit von Krampfanfällen führen.

an ungewöhnlichen Stimmungsschwankungen leiden oder Sie sich sehr unglücklich fühlen.

schwer kontrollierbare, wiederholte Zuckungen von Körperteilen haben oder Sie wie unter

Zwang unpassende Geräusche und Wörter von sich geben.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bevor Sie mit der Behandlung beginnen, wenn einer

der oben genannten Punkte auf Sie zutrifft, weil Atomoxetin Zentiva diese Probleme

verschlimmern kann. Ihr Arzt wird überwachen, wie dieses Arzneimittel bei Ihnen wirkt.

Untersuchungen, die Ihr Arzt durchführen wird, bevor Sie mit der Einnahme von

Atomoxetin Zentiva beginnen

Diese Untersuchungen sollen zeigen, ob Atomoxetin Zentiva das richtige Arzneimittel für Sie ist.

Ihr Arzt wird folgende Untersuchungen durchführen:

Messen von Blutdruck und Herzschlag (Puls) vor und während der Einnahme von Atomoxetin

Zentiva

Messen von Körpergröße und Gewicht bei Kindern und Jugendlichen vor und während der

Einnahme von Atomoxetin Zentiva.

Ihr Arzt wird mit Ihnen über folgende Dinge sprechen:

alle anderen Arzneimittel, die Sie anwenden

ob es in Ihrer Familie plötzliche unerklärbare Todesfälle gab

jegliche andere medizinische Probleme (wie z.B. Herzprobleme) bei Ihnen oder jemanden in

Ihrer Familie

Es ist wichtig, dass Sie Ihrem Arzt so viele Informationen wie möglich geben. Dies wird Ihrem

Arzt bei der Entscheidung helfen, ob Atomoxetin Zentiva das richtige Arzneimittel für Sie ist. Ihr

Arzt wird entscheiden, ob vor Beginn der Einnahme des Arzneimittels weitere Untersuchungen

notwendig sind.

Einnahme von Atomoxetin Zentiva zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden,

kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere

Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden. Dies gilt auch für nicht verschreibungspflichtige

Arzneimittel.

Ihr Arzt wird entscheiden, ob Sie Atomoxetin Zentiva in Kombination mit Ihren anderen

Arzneimitteln einnehmen können. In einigen Fällen wird Ihr Arzt die Dosis anpassen oder Ihre

Dosis langsamer erhöhen müssen.

Nehmen Sie Atomoxetin Zentiva nicht zusammen mit sogenannten MAO-Hemmern

(Monoaminoxidase-Hemmern), die zur Behandlung von Depressionen eingesetzt werden, ein.

Siehe Abschnitt 2. “Atomoxetin Zentiva darf nicht eingenommen werden“.

Wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, kann Atomoxetin Zentiva die Wirkung dieser

Arzneimittel beeinflussen oder Nebenwirkungen hervorrufen. Wenn Sie eines der folgenden

Arzneimittel anwenden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Atomoxetin

Zentiva einnehmen:

Arzneimittel, die den Blutdruck erhöhen oder die zur Blutdruckeinstellung verwendet werden.

Arzneimittel gegen Depression, z. B. Imipramin, Venlafaxin, Mirtazapin, Fluoxetin und

Paroxetin

einige Arzneimittel gegen Husten und Erkältungen, die Wirkstoffe enthalten, die den Blutdruck

beeinflussen. Es ist wichtig, dass Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker sprechen, bevor Sie

solche Produkte anwenden.

einige Arzneimittel zur Behandlung seelischer (psychischer) Erkrankungen

Arzneimittel, die das Risiko für ein Auftreten von Krampfanfällen erhöhen

einige Arzneimittel, die bewirken, dass Atomoxetin Zentiva länger als normal im Körper bleibt

(wie Chinidin und Terbinafin)

Salbutamol (ein Arzneimittel zur Behandlung von Asthma) kann, ob geschluckt oder als

Injektion verabreicht, zu Herzrasen führen. Dies wird aber keine Verschlechterung Ihres

Asthmas bewirken.

Die unten aufgeführten Arzneimittel können zu einem erhöhtem Risiko für Herzrhythmusstörungen

führen, wenn sie zusammen mit Atomoxetin Zentiva eingenommen werden:

Arzneimittel, die zur Kontrolle des Herzrhythmus eingesetzt werden

Arzneimittel, die die Salzkonzentration im Blut verändern

Arzneimittel zur Malariaprophylaxe und –behandlung

einige Antibiotika (z. B. Erythromycin und Moxifloxacin)

Wenn Sie unsicher sind, ob ein Arzneimittel, das Sie verwenden, zur oben aufgeführten Liste

gehört, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker, bevor Sie Atomoxetin Zentiva einnehmen.

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder

beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt

oder Apotheker um Rat.

Es ist nicht bekannt, ob dieses Arzneimittel ein ungeborenes Baby schädigen kann oder in die

Muttermilch übergeht.

Sie dürfen dieses Arzneimittel während der Schwangerschaft nicht einnehmen, es sei denn, Ihr Arzt

rät Ihnen ausdrücklich dazu.

Wenn Sie stillen, müssen Sie entweder die Einnahme dieses Arzneimittels vermeiden oder

abstillen.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Nach der Einnahme von Atomoxetin Zentiva könnten Sie sich müde, schläfrig oder benommen

fühlen. Daher müssen Sie vorsichtig sein, wenn Sie ein Fahrzeug führen oder Maschinen bedienen,

bevor Sie wissen, wie Atomoxetin Zentiva bei Ihnen wirkt. Wenn Sie sich müde, schläfrig oder

benommen fühlen, dürfen Sie kein Fahrzeug führen oder Maschinen bedienen.

Wichtige Informationen über den Inhalt der Kapseln

Öffnen Sie die Atomoxetin Zenitva Kapseln nicht, weil der Inhalt der Kapseln Augenreizungen

verursachen kann. Im Falle eines Augenkontaktes mit dem Kapselinhalt müssen Sie das betroffene

Auge unverzüglich mit Wasser ausspülen und ärztlichen Rat einholen. Hände und Hautstellen, die

möglicherweise mit dem Kapselinhalt in Kontakt gekommen sind, sollten umgehend mit Wasser

abgewaschen werden.

3. Wie ist Atomoxetin Zentiva einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein.

Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Atomoxetin Zentiva ist normalerweise einmal oder zweimal täglich (morgens und am späten

Nachmittag oder frühen Abend) einzunehmen.

Kinder sollen dieses Arzneimittel nicht ohne Hilfe eines Erwachsenen einnehmen.

Wenn Sie Atomoxetin Zentiva einmal täglich einnehmen und sich schläfrig oder unwohl fühlen,

kann Ihr Arzt mit Ihnen die Einnahme auf zweimal täglich umstellen.

Die Kapseln sollen im Ganzen geschluckt werden und können zu einer Mahlzeit oder ohne etwas

zu essen eingenommen werden.

Die Kapseln dürfen nicht geöffnet und der Inhalt darf nicht aus den Kapseln genommen werden.

Atomoxetin Zentiva darf nur in der ungeöffneten Kapsel und nicht in einer anderen Weise

eingenommen werden.

Wenn Sie das Arzneimittel jeden Tag um die gleiche Uhrzeit einnehmen, hilft es Ihnen, an die

Einnahme zu denken.

Wieviel Sie einnehmen sollten

Kinder (ab 6 Jahren und älter) und Jugendliche:

Ihr Arzt wird Ihnen sagen, wie viel Atomoxetin Zentiva Sie täglich einnehmen sollen. Er wird

diese Menge Ihrem Gewicht entsprechend berechnen. Zu Behandlungsbeginn wird Ihr Arzt

normalerweise eine geringere Dosis verordnen, bevor er die Menge Atomoxetin Zentiva, die Sie

einnehmen sollen, Ihrem Gewicht entsprechend anpassen wird:

Körpergewicht bis zu 70 kg: Beginn der Atomoxetin Zentiva-Behandlung mit einer

Gesamttagesdosis von 0,5 mg pro kg Körpergewicht für mindestens 7 Tage. Ihr Arzt kann das

entscheiden, diese Dosis auf die übliche Tagesdosis während der Dauerbehandlung von etwa

1,2 mg pro kg zu erhöhen.

Körpergewicht über 70 kg: Beginn der Atomoxetin Zentiva-Behandlung mit einer

Gesamttagesdosis von 40 mg für mindestens 7 Tage. Ihr Arzt kann dann entscheiden, diese

Dosis auf die übliche Tagesdosis während der Dauerbehandlung von 80 mg zu erhöhen. Die

maximale Tagesdosis, die Ihr Arzt verschreiben wird, beträgt 100 mg.

Erwachsene

Die Behandlung mit Atomoxetin Zentiva sollte mit einer Gesamttagesdosis von 40 mg für

mindestens 7 Tage begonnen werden. Ihr Arzt kann dann entscheiden, diese Dosis auf die übliche

Erhaltungsdosis von 80 bis 100 mg zu erhöhen. Die maximale Tagesdosis, die Ihr Arzt

verschreiben wird, beträgt 100 mg.

Falls Sie Probleme mit der Leber haben, kann der Arzt eine geringere Dosierung verschreiben.

Wenn Sie eine größere Menge von Atomoxetin Zentiva eingenommen haben, als Sie sollten

Benachrichtigen Sie unverzüglich Ihren Arzt oder die nächste Notfallambulanz und informieren Sie

sie darüber, wie viele Kapseln Sie eingenommen haben. Die häufigsten Beschwerden, die im

Zusammenhang mit Überdosierungen berichtet wurden, sind Magen-Darm-Probleme,

Schläfrigkeit, Schwindel, Zittern und Verhaltensauffälligkeiten.

Wenn Sie die Einnahme von Atomoxetin Zentiva vergessen haben

Wenn Sie eine Einnahme vergessen haben, müssen Sie diese so schnell wie möglich nachholen. Sie

dürfen aber in einem Zeitraum von 24 Stunden nicht mehr als Ihre tägliche Gesamtdosis

einnehmen. Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme

vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Atomoxetin Zentiva abbrechen

Wenn Sie Atomoxetin Zentiva absetzen, sind damit üblicherweise keine Nebenwirkungen

verbunden, allerdings können Ihre ADHS-Symptome wieder auftreten. Sie sollten mit Ihrem Arzt

sprechen, bevor Sie die Behandlung beenden.

Was Ihr Arzt während der Behandlung mit Atomoxetin Zentiva tun wird

Ihr Arzt wird einige Untersuchungen durchführen:

vor der ersten Einnahme, um sicherzustellen, dass Atomoxetin Zentiva für Sie sicher und von

Nutzen ist.

nach Beginn der Einnahme mindestens alle 6 Monate, möglicherweise auch öfter

Diese Untersuchungen werden auch bei jeder Dosisänderung durchgeführt und beinhalten:

das Erfassen der Körpergröße und des Gewichts bei Kindern und Jugendlichen

das Messen von Blutdruck und Puls

das Abklären, ob Sie Probleme während der Einnahme von Atomoxetin Zentiva haben oder ob

sich Nebenwirkungen verschlechtert haben

Langzeitbehandlung

Sie müssen Atomoxetin Zentiva nicht Ihr ganzes Leben lang einnehmen. Wenn Sie Atomoxetin

Zentiva länger als ein Jahr einnehmen, wird Ihr Arzt Ihre Behandlung überprüfen, um festzustellen,

ob Sie das Arzneimittel noch benötigen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren

Arzt oder Apotheker.

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei

jedem auftreten müssen. Obwohl bei einigen Patienten Nebenwirkungen auftreten, finden die

meisten Patienten, dass Atomoxetin Zentiva ihnen hilft. Ihr Arzt wird mit Ihnen über diese

Nebenwirkungen sprechen.

Einige Nebenwirkungen können schwerwiegend sein.

Wenn Sie eine der folgenden

Nebenwirkungen an sich bemerken, gehen Sie sofort zum Arzt.

Gelegentlich

(kann bis zu 1 von 100 Patienten betreffen)

Empfinden oder Vorhandensein eines sehr schnellen Herzschlags oder Herzrhythmusstörungen

Gedanken oder Gefühle, sich das Leben nehmen zu wollen

Aggressivität verspüren

Wut und Feindseligkeit verspüren

Gefühls- oder Stimmungsschwankungen

ernste allergische Reaktionen mit Anzeichen von

Schwellungen im Gesicht oder am Hals

Schwierigkeiten beim Atmen

Nesselsucht (kleine erhabene und juckende Hautstellen - Quaddeln)

Krampfanfälle

Psychotische Symptome einschließlich Halluzinationen (wie z.B. Stimmen hören oder Dinge

sehen, die nicht da sind), an Dinge glauben, die nicht wahr sind oder wenn Sie misstrauisch

sind.

Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren haben ein erhöhtes Risiko für Nebenwirkungen wie:

Gedanken oder Gefühle, sich das Leben nehmen zu wollen (kann bis zu 1 von 100 Patienten

betreffen)

Gefühls- oder Stimmungsschwankungen (kann bis zu 1 von 10 Patienten betreffen)

Erwachsene haben ein geringeres Risiko

(kann bis zu 1 von 1.000 Patienten betreffen)

für

Nebenwirkungen wie:

Krampfanfälle

Psychotische Symptome einschließlich Halluzinationen (wie z.B. Stimmen hören oder Dinge

sehen, die nicht da sind), an Dinge glauben, die nicht wahr sind oder wenn Sie misstrauisch

sind

Selten

(kann bis zu 1 von 1.000 Patienten betreffen)

Leberschädigungen

Sie müssen die Behandlung mit Atomoxetin Zentiva abbrechen und unverzüglich Ihren Arzt

benachrichtigen, wenn bei Ihnen Folgendes auftritt:

dunkler Urin

gelbliche Haut oder gelbliche Augen

Bauchschmerzen, die bei Druck unterhalb des rechten Rippenbogens stärker werden

(schmerzhafte Bauchdeckenspannung)

Übelkeit ohne erkennbaren Grund

Müdigkeit

Juckreiz

grippeähnliche Beschwerden

Folgende weitere Nebenwirkungen wurden berichtet. Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder

Apotheker, wenn eine der nachfolgend aufgeführten Nebenwirkungen Ihnen erhebliche

Beschwerden machen.

Sehr häufige

Nebenwirkungen (kann mehr als 1 in 10 Patienten betreffen)

KINDER über 6 Jahre und

JUGENDLICHE

ERWACHSENE

Kopfschmerzen

Magenschmerzen (Bauchschmerzen)

verminderter Appetit (kein

Hungergefühl)

Übelkeit oder Erbrechen

Schläfrigkeit

erhöhter Blutdruck

erhöhter Herzschlag (Puls)

Bei den meisten Patienten können diese

Beschwerden nach einiger Zeit abklingen.

Übelkeit

Mundtrockenheit

Kopfschmerzen

Verminderter Appetit (kein

Hungergefühl)

Einschlafstörungen,

Durchschlafstörung und

frühzeitiges Erwachen

erhöhter Blutdruck

erhöhter Herzschlag (Puls)

Häufige

Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 10 Patienten betreffen)

KINDER über 6 Jahre und

JUGENDLICHE

ERWACHSENE

Reizbarkeit oder Unruhe (Agitiertheit)

Unruhe (Agitiertheit)

Vermindertes sexuelles Interesse

Schlafprobleme, einschließlich

frühzeitigem Aufwachen

Depression

Gefühl von Traurigkeit oder

Hoffnungslosigkeit

Angstgefühl

Tics (Zuckungen)

große Pupillen (das Schwarze in der

Mitte des Auges)

Schwindel

Verstopfung

Appetitlosigkeit

Magenverstimmungen,

Verdauungsprobleme

Geschwollene, gerötete und juckende

Haut

Hautausschlag

Antriebs- und Teilnahmslosigkeit

(Lethargie)

Brustschmerzen

Müdigkeit

Gewichtsverlust

Schlafstörungen

Depression

Gefühl von Traurigkeit oder

Hoffnungslosigkeit

Angstgefühl

Schwindel

ein ungewöhnlicher Geschmack

oder eine Geschmacksveränderung,

die nicht verschwindet

Zittern

Kribbeln oder Taubheitsgefühl in

Händen oder Füßen

Schläfrigkeit, Benommenheit,

Müdigkeit

Verstopfung

Bauchschmerzen

Verdauungsstörung

Blähungen

Erbrechen

Hitzewallungen

Empfinden oder Vorhandensein

eines sehr schnellen Herzschlages

geschwollene, gerötete und

juckende Haut

vermehrtes Schwitzen

Hautausschlag

Schwierigkeiten beim

Wasserlassen (Urinieren) wie nicht

Wasserlassen zu können, häufiges

oder stockendes Wasserlassen,

Schmerzen beim Wasserlassen

Entzündung der Vorsteherdrüse

(Prostatitis)

Leistenschmerzen bei Männern

Erektionsschwierigkeiten

verzögerter Orgasmus

Schwierigkeiten beim

Aufrechterhalten einer Erektion

Regelblutungskrämpfe

Kraftlosigkeit, Energielosigkeit

Müdigkeit

Antriebs- und Teilnahmslosigkeit

(Lethargie)

Schüttelfrost

Gefühl von Nervosität und

Gereiztheit

Durstgefühl

Gewichtsverlust

Gelegentliche

Nebenwirkungen

(kann bis zu 1 von 100 Patienten betreffen)

KINDER über 6 Jahre und

JUGENDLICHE

ERWACHSENE

Ohnmachtsanfall

Ruhestörung

Zittern

Migräne

Verschwommenes Sehen

ungewöhnliches Hautempfinden, wie

beispielsweise Brennen, Prickeln, Jucken

oder Kribbeln

Kribbeln und Taubheitsgefühl in den

Händen und Füßen

Krampfanfälle

Empfinden oder Vorhandensein eines

sehr schnellen Herzschlages (QT-

Verlängerung)

Kurzatmigkeit

vermehrtes Schwitzen

juckende Haut

Kraftlosigkeit, Energielosigkeit

Tics (Zuckungen)

Ohnmachtsanfall

Migräne

Verschwommenes Sehen

Unregelmäßiger, ungewöhnlicher

Herzrhythmus

kalte Finger und Zehen

Brustschmerzen

Kurzatmigkeit

Erhabene, rote, juckende

Ausschläge (Nesselsucht)

Muskelkrämpfe

erhöhter Harndrang

Probleme beim Orgasmus oder

Ausbleiben des Orgasmus

unregelmäßige Regelblutung

Ejakulationsversagen

Seltene

Nebenwirkungen

(kann bis zu 1 von 1.000 Patienten betreffen)

KINDER über 6 Jahre und

JUGENDLICHE

ERWACHSENE

schlechte Durchblutung, die zu tauben

und blassen Zehen und Fingern führt

(Raynaud-Syndrom)

Schwierigkeiten beim Wasserlassen

(Urinieren) wie häufiges oder stockendes

Wasserlassen, Schmerzen beim

Wasserlassen

verlängerte und schmerzhafte Erektionen

Leistenschmerzen bei männlichen

Kindern und Jugendlichen

schlechte Durchblutung, die zu

tauben und blassen Zehen und

Fingern führt (Raynaud-Syndrom)

verlängerte und schmerzhafte

Erektionen

Wirkung auf das Wachstum

Zu Beginn der Behandlung mit Atomoxetin Zentiva zeigten einige Kinder vermindertes Wachstum

(Gewicht und Größe). Im Zuge einer Langzeitbehandlung glichen sich allerdings Gewicht und

Körpergröße an die Altersgruppe an. Daher wird der Arzt das Gewicht und die Körpergröße bei

Kindern während der Behandlung beobachten. Sollte das Kind nicht erwartungsgemäß wachsen

oder nicht an Gewicht zunehmen, kann der Arzt die Dosis anpassen oder entscheiden, Atomoxetin

Zentiva für einen gewissen Zeitraum abzusetzen.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt

auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können

Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt.

Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de

anzeigen.

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5. Wie ist Atomoxetin Zentiva aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton nach „Verwendbar bis“ („Verw. bis“)

angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten

Tag des angegebenen Monats.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nicht verwenden, wenn Sie sichtbare Anzeichen von Verfall

bemerken.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel

zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Atomoxetin Zentiva enthält

Der Wirkstoff ist: Atomoxetinhydrochlorid.

Jede Hartkapsel enthält Atomoxetinhydrochlorid entsprechend 25 mg Atomoxetin.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Vorverkleisterte Stärke (Mais), Magnesiumstearat (Ph. Eur.) [pflanzlich], Titandioxid (E 171),

Gelatine, Indigocarmin (E132)

Drucktinte:

Schellack 45 % (20 % Veresterungsgrad) in Ethanol, Eisen(II, III)-oxid (E172), Propylenglycol,

Ammoniumhydroxid 28 % (E527).

Wie Atomoxetin Zentiva aussieht und Inhalt der Packung

Weiß-blaue Kapsel der Größe 4 Aufdruck "25" mit schwarzer Tinte, beinhaltet weißes bis

gebrochen weißes Pulver.

PVC/Aclar/PVC – Al Blisterverpackungen in einer Papierfaltschachtel.

Packungsgrößen mit 7, 14, 28, 30, 56, 84, 60, 90 Kapseln sind verfügbar.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer

Zentiva Pharma GmbH

Brüningstraße 50

65926 Frankfurt am Main

Telefon: 0800 53 53 010

Telefax: 0800 53 53 011

Hersteller

Saneca Pharmaceuticals a.s.

Nitrianska 100

92027 Hlohovec

Slowakei

S.C. Zentiva S.A.

B-dul Theodor Pallady nr. 50, sector 3

032266 Bukarest

Rumänien

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR)

unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen

Deutschland:

Atomoxetin Zentiva

Estland:

Atominex

Slowakei:

Atominex

Tschechische Republik:

Atominex

Rumänien:

ATOMOXETINĂ ZENTIVA

Vereinigtes Königreich:

Atomoxetine

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im November 2020.

FACHINFORMATION

1.

BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Atomoxetin Zentiva 10 mg Hartkapseln

Atomoxetin Zentiva 18 mg Hartkapseln

Atomoxetin Zentiva 25 mg Hartkapseln

Atomoxetin Zentiva 40 mg Hartkapseln

Atomoxetin Zentiva 60 mg Hartkapseln

Atomoxetin Zentiva 80 mg Hartkapseln

Atomoxetin Zentiva 100 mg Hartkapseln

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Jede Hartkapsel enthält Atomoxetinhydrochlorid entsprechend 10 mg Atomoxetin.

Jede Hartkapsel enthält Atomoxetinhydrochlorid entsprechend 18 mg Atomoxetin.

Jede Hartkapsel enthält Atomoxetinhydrochlorid entsprechend 25 mg Atomoxetin.

Jede Hartkapsel enthält Atomoxetinhydrochlorid entsprechend 40 mg Atomoxetin.

Jede Hartkapsel enthält Atomoxetinhydrochlorid entsprechend 60 mg Atomoxetin.

Jede Hartkapsel enthält Atomoxetinhydrochlorid entsprechend 80 mg Atomoxetin.

Jede Hartkapsel enthält Atomoxetinhydrochlorid entsprechend 100 mg Atomoxetin.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

Hartkapsel.

Atomoxetin Zentiva 10 mg: weiße Hartkapsel der Größe 4, Aufdruck "10" mit schwarzer Tinte,

beinhaltet weißes bis weißliches Pulver.

Atomoxetin Zentiva 18 mg: hellgelb-weiße Hartkapsel der Größe 4, Aufdruck "18" mit schwarzer

Tinte, beinhaltet weißes bis weißliches Pulver.

Atomoxetin Zentiva 25 mg: weiß-blaue Hartkapsel der Größe 4 Aufdruck "25" mit schwarzer Tinte,

beinhaltet weißes bis gebrochen weißes Pulver.

Atomoxetin Zentiva 40 mg: blaue Hartkapsel der Größe 3, Aufdruck "40" mit schwarzer Tinte,

beinhaltet weißes bis weißliches Pulver

Atomoxetin Zentiva 60 mg: blau-hellgelbe Hartkapsel der Größe 1, Aufdruck "60" mit schwarzer

Tinte, beinhaltet weißes bis weißliches Pulver.

Atomoxetin Zentiva 80 mg: gelb-weiße Hartkapsel der Größe 1. Aufdruck "80" mit schwarzer Tinte,

beinhaltet weißes bis weißliches Pulver.

Atomoxetin Zentiva 100 mg: gelbe Hartkapsel der Größe 0, Aufdruck "100" mit schwarzer Tinte,

beinhaltet weißes bis weißliches Pulver.

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Anwendungsgebiete

Atomoxetine Zentiva wird zur Behandlung der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung

(ADHS) bei Kindern ab 6 Jahren, bei Jugendlichen und bei Erwachsenen als Teil eines umfassenden

Behandlungsprogramms angewendet. Die Behandlung muss von einem Arzt begonnen werden, der

über ein entsprechendes Fachwissen in der Behandlung von ADHS verfügt, wie z. B. ein Kinderarzt,

ein Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie oder ein Psychiater. Eine Diagnose sollte gemäß der

jeweils gültigen DSM-Kriterien oder ICD-Richtlinien erfolgen.

Bei Erwachsenen muss bestätigt werden, dass ADHS-Symptome bereits in der Kindheit vorhanden

waren. Eine Bestätigung durch Dritte ist wünschenswert und eine Atomoxetin Zentiva-Behandlung

darf nicht begonnen werden, wenn nicht sicher ist, dass ADHS-Symptome in der Kindheit vorhanden

waren. Die Diagnose kann nicht aufgrund des ausschließlichen Vorhandenseins von nur einem oder

mehreren ADHS-Symptomen gestellt werden. Laut klinischer Einschätzung des Behandlers sollte die

ADHS-Symptomatik zumindest mittelgradig ausgeprägt sein, charakterisiert durch zumindest

mittelgradige Beeinträchtigungen in mindestens zwei unterschiedlichen Lebensbereichen (z.B.

soziales, akademisches und/oder berufliches Funktionsniveau), und somit verschiedene Aspekte des

Lebens betreffen.

Weitere Informationen zur sicheren Anwendung des Arzneimittels:

Ein umfassendes Behandlungsprogramm schließt typischerweise psychologische, pädagogische und

soziale Maßnahmen ein. Es dient der Stabilisierung von Patienten mit einem Verhaltenssyndrom, das

folgende chronische Symptome in der Vorgeschichte umfassen kann: kurze Aufmerksamkeitsspanne,

Ablenkbarkeit, emotionale Labilität, Impulsivität, mäßige bis starke Hyperaktivität, gering

ausgeprägte neurologische Symptome und abnorme EEG-Befunde. Das Lernen kann, muss aber nicht

beeinträchtigt sein. Eine Arzneimittelbehandlung ist nicht bei allen Patienten mit diesem Syndrom

notwendig, und die Entscheidung über die Anwendung des Arzneimittels muss auf einer sehr

sorgfältigen Beurteilung des Schweregrads der Symptomatik sowie der Beeinträchtigung im

Verhältnis zum Alter und der Persistenz der Symptome des Patienten basieren.

4.2

Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Die tägliche Gesamtdosis Atomoxetin Zentiva kann als Einzeldosis am Morgen eingenommen werden.

Patienten, die bei einmal täglicher Einnahme der Atomoxetin Zentiva-Gesamttagesdosis kein

zufriedenstellendes klinisches Ansprechen bzgl. Verträglichkeit (z. B. Übelkeit oder Schläfrigkeit)

oder Wirksamkeit zeigen, profitieren möglicherweise davon, jeweils die halbe Gesamtdosis am

Morgen und am späten Nachmittag oder frühen Abend einzunehmen.

Kinder und Jugendliche

Dosierung bei Kindern und Jugendlichen bis zu 70 kg Körpergewicht

Die Behandlung mit Atomoxetin Zentiva sollte mit einer Gesamttagesdosis von etwa 0,5 mg/kg

begonnen werden. Diese Initialdosis sollte für mindestens 7 Tage beibehalten werden, bevor die Dosis

entsprechend der klinischen Wirksamkeit und Verträglichkeit auftitriert wird. Die empfohlene

Erhaltungsdosis beträgt etwa 1,2 mg/kg/Tag (in Abhängigkeit vom Patientengewicht und den

verfügbaren Atomoxetin-Kapselstärken). Für Tagesdosen über 1,2 mg/kg/Tag konnte kein zusätzlicher

Nutzen nachgewiesen werden. Die Unbedenklichkeit von Einzeldosen über 1,8 mg/kg/Tag und von

Gesamttagesdosen über 1,8 mg/kg wurde nicht systematisch untersucht. In einigen Fällen kann es

angebracht sein, die Behandlung ins Erwachsenenalter hinein fortzusetzen.

Dosierung bei Kindern und Jugendlichen über 70 kg Körpergewicht

Die Behandlung mit Atomoxetin Zentiva sollte mit einer Gesamttagesdosis von 40 mg begonnen

werden. Diese Initialdosis sollte für mindestens 7 Tage beibehalten werden, bevor die Dosis

entsprechend der klinischen Wirksamkeit und Verträglichkeit auftitriert wird. Die empfohlene

Erhaltungsdosis beträgt 80 mg täglich. Für Dosen über 80 mg konnte kein zusätzlicher Nutzen

nachgewiesen werden (siehe Abschnitt 5.1). Die maximal empfohlene Tagesdosis beträgt 100 mg. Die

Unbedenklichkeit von Einzeldosen über 120 mg und Gesamttagesdosen von mehr als 150 mg wurde

nicht systematisch untersucht.

Erwachsene

Die Behandlung mit Atomoxetin Zentiva sollte mit einer Gesamttagesdosis von 40 mg begonnen

werden. Diese Initialdosis sollte für mindestens 7 Tage beibehalten werden, bevor die Dosis

entsprechend der klinischen Wirksamkeit und Verträglichkeit auftitriert wird. Die empfohlene

Erhaltungsdosis beträgt 80 mg bis 100 mg täglich. Die maximal empfohlene Tagesdosis beträgt 100

mg. Die Unbedenklichkeit von Einzeldosen über 120 mg und Gesamttagesdosen von mehr als 150 mg

wurde nicht systematisch untersucht.

Weitere Informationen zur sicheren Anwendung des Arzneimittels:

Untersuchungen vor Behandlungsbeginn:

Vor der Verschreibung ist es notwendig, die Anamnese und einen Ausgangsbefund zum

kardiovaskulären Status des Patienten zu erheben, einschließlich Blutdruck und Herzfrequenz (siehe

Abschnitte 4.3 und 4.4).

Regelmäßige Kontrollen:

Der kardiovaskuläre Zustand muss regelmäßig kontrolliert werden, wobei Blutdruck und Puls nach

jeder Dosisanpassung und danach mindestens alle 6 Monate dokumentiert werden müssen. Für

pädiatrische Patienten wird eine grafische Darstellung empfohlen. Bei Erwachsenen sollten die derzeit

gültigen Richtlinien zur Hypertonie befolgt werden. (Siehe Abschnitt 4.4)

Beendigung der Behandlung:

In den klinischen Studien wurden keine ausgeprägten Entzugssymptome beschrieben. Im Falle

nennenswerter Nebenwirkungen kann Atomoxetin abrupt abgesetzt werden; ansonsten kann das

Arzneimittel über einen angemessenen Zeitraum ausschleichend gegeben werden.

Eine Behandlung mit Atomoxetin Zentiva sollte nicht zeitlich unbegrenzt erfolgen. Die Notwendigkeit

der Fortführung der Therapie sollte nach einem Jahr neu bewertet werden, vor allem, wenn der Patient

einen stabilen und zufriedenstellenden Behandlungserfolg erreicht hat.

Besondere Patientengruppen

Leberinsuffizienz

Bei Patienten mit mäßiger Leberinsuffizienz (Child-Pugh Class B) sollten die Initialdosen sowie die

angestrebten Zieldosen auf 50% der üblichen Dosis reduziert werden. Bei Patienten mit schwerer

Leberinsuffizienz (Child-Pugh Class C) sollten die Initialdosen sowie die angestrebten Zieldosen auf

25% der üblichen Dosis reduziert werden (siehe Abschnitt 5.2).

Niereninsuffizienz

Bei Patienten mit terminaler Niereninsuffizienz war die Bioverfügbarkeit von Atomoxetin um etwa

65% im Vergleich mit gesunden Patienten erhöht. Allerdings gab es keine Unterschiede, wenn die

Bioverfügbarkeit auf Basis der mg/kg-Dosis berechnet wurde. Dementsprechend kann Atomoxetin

Zentiva an ADHS-Patienten mit einer Nierenerkrankung im Endstadium oder weniger schwerer

Niereninsuffizienz in den üblichen Dosen angewendet werden. Atomoxetin kann bei Patienten mit

einer Nierenerkrankung im Endstadium einen vorbestehenden Bluthochdruck verstärken (siehe

Abschnitt 5.2).

„Poor metaboliser“

Ca. 7 % der Kaukasier weisen einen Genotyp auf, der einem nicht-funktionalen CYP2D6 Enzym

entspricht (sogenannte CYP2D6 „poor metaboliser“). Patienten mit diesem Genotyp zeigen einen

mehrfach höheren Atomoxetin-Spiegel im Vergleich zu Patienten mit funktionalem Enzym. "Poor

metaboliser" weisen deshalb ein erhöhtes Risiko für Nebenwirkungen auf (siehe Abschnitte 4.8 und

5.2). Bei Patienten mit bekanntem „poor metaboliser“-Genotyp können eine geringere Anfangsdosis

und ein langsameres Auftitrieren in Erwägung gezogen werden.

Ältere Menschen

Die Anwendung von Atomoxetin bei Patienten über 65 Jahren wurde nicht systematisch untersucht.

Kinder unter 6 Jahren

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Atomoxetin Zentiva bei Kindern unter 6 Jahren ist nicht

erwiesen. Daher darf Atomoxetin Zentiva bei Kindern unter 6 Jahren nicht angewendet werden (siehe

Abschnitt 4.4).

Art der Anwendung

Zum Einnehmen. Atomoxetin Zentiva kann unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden.

4.3

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen

Bestandteile.

Atomoxetin darf nicht in Kombination mit einem Monoaminoxidase (MAO)-Hemmer angewendet

werden. Die Therapie mit einem MAO-Hemmer muss seit mindestens 2 Wochen beendet sein, bevor

Atomoxetin angewendet werden darf. Auch Atomoxetin muss mindestens 2 Wochen lang abgesetzt

sein, bevor die Behandlung mit einem MAO-Hemmer begonnen werden darf.

Atomoxetin darf bei Patienten mit Engwinkelglaukom nicht angewendet werden, da in klinischen

Studien die Atomoxetinanwendung mit einer erhöhten Inzidenz einer Mydriasis verbunden war.

Atomoxetin darf nicht bei Patienten mit schwerwiegenden kardiovaskulären oder zerebrovaskulären

Erkrankungen angewendet werden (siehe 4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für

die Anwendung – Kardiovaskuläre Auswirkungen). Schwerwiegende kardiovaskuläre Erkrankungen

können u. a. sein: schwerwiegende Hypertonie, Herzinsuffizienz, arterielle Verschlusskrankheit,

Angina pectoris, hämodynamisch relevanter angeborener Herzfehler, Kardiomyopathie,

Myokardinfarkt, möglicherweise lebensbedrohliche Arrhythmien und Ionenkanalerkrankungen

(Erkrankungen, die durch eine veränderte Funktion von Ionenkanälen verursacht werden).

Schwerwiegende zerebrovaskuläre Erkrankungen können zerebrales Aneurysma oder Schlaganfall

beinhalten.

Atomoxetin darf bei Patienten mit Phäochromozytom oder Phäochromozytom in der Anamnese nicht

angewendet werden (siehe 4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die

Anwendung – Kardiovaskuläre Auswirkungen).

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Suizidale Verhaltensweisen

Suizidale Verhaltensweisen (Suizidversuch und Suizidgedanken) wurden bei Patienten berichtet, die

mit Atomoxetin behandelt wurden. In doppelblinden klinischen Studien traten suizidale

Verhaltensweisen gelegentlich auf, wurden aber bei mit Atomoxetin behandelten Kindern und

Jugendlichen häufiger beobachtet als im Vergleich zu denjenigen, die mit Placebo behandelt wurden,

hier traten keine Ereignisse auf. In doppelblinden klinischen Studien mit Erwachsenen zeigte sich kein

Unterschied in der Häufigkeit von suizidalem Verhalten zwischen der Atomoxetin- und der

Placebogruppe. Patienten, die wegen ADHS behandelt werden, müssen hinsichtlich des Auftretens

oder der Verschlimmerung von suizidalen Verhaltensweisen sorgfältig überwacht werden.

Plötzlicher Tod und vorbestehende Herzveränderungen

Es wurde von plötzlichem Tod bei Patienten mit strukturellen Herzveränderungen, die Atomoxetin in

einer normalen Dosierung eingenommen hatten, berichtet. Obwohl einige schwerwiegende strukturelle

Herzveränderungen alleine schon ein erhöhtes Risiko für plötzlichen Tod darstellen, sollte Atomoxetin

nur mit Vorsicht bei Patienten mit bekannten schwerwiegenden strukturellen Herzveränderungen und

nach Rücksprache mit einem Herzspezialisten angewendet werden.

Kardiovaskuläre Auswirkungen

Atomoxetin kann sich auf die Herzfrequenz und den Blutdruck auswirken. Die meisten Atomoxetin-

Patienten zeigen eine mäßige Herzfrequenzerhöhung (im Mittel < 10 Schläge/min) und/oder einen

Blutdruckanstieg (im Mittel < 5 mm Hg) (siehe Abschnitt 4.8).

Jedoch zeigen kombinierte Daten aus kontrollierten und unkontrollierten klinischen Studien zu ADHS,

dass es bei ca. 8-12 % der Kinder und Jugendlichen und 6-10 % der Erwachsenen zu einer

deutlicheren Veränderung der Herzfrequenz (20 Schläge pro Minute oder mehr) und des Blutdrucks

(15-20 mm Hg oder mehr) kommt. Die Analyse der Daten aus klinischen Studien zeigte, dass es bei

etwa 15-26 % der Kinder und Jugendlichen und 27-32 % der Erwachsenen, die solche Blutdruck- oder

Pulsänderungen während der Atomoxetin-Behandlung zeigten, zu einem anhaltenden oder

zunehmenden Anstieg kam. Langfristige und nachhaltige Veränderungen des Blutdrucks können

möglicherweise zu klinischen Auswirkungen wie Myokardhypertrophie führen.

Diese Ergebnisse erfordern, dass bei Patienten, die mit Atomoxetin behandelt werden sollen, zuvor

durch eine sorgfältige Anamnese und eine körperliche Untersuchung das Vorliegen einer kardialen

Erkrankung abgeklärt werden muss. Geben diese initialen Untersuchungen einen Hinweis auf eine

solche Erkrankung oder Vorgeschichte, dann muss eine weitergehende Beurteilung durch einen

Herzspezialisten erfolgen.

Es wird empfohlen, vor der Behandlung und während der Behandlung bei jeder Dosisanpassung und

danach mindestens alle 6 Monate Herzfrequenz und Blutdruck zu messen und zu dokumentieren, um

mögliche klinisch relevante Erhöhungen zu erkennen. Für pädiatrische Patienten wird eine grafische

Darstellung empfohlen. Bei Erwachsenen sollten die derzeit gültigen Richtlinien zur Hypertonie

befolgt werden.

Atomoxetin darf nicht bei Patienten mit schwerwiegenden kardiovaskulären oder zerebrovaskulären

Erkrankungen angewendet werden (siehe Abschnitt 4.3. Gegenanzeigen – Schwerwiegende

kardiovaskuläre und zerebrovaskuläre Erkrankungen). Atomoxetin sollte bei Patienten, bei denen eine

Erkrankung zugrunde liegt, die sich durch einen Anstieg der Herzfrequenz bzw. des Blutdrucks

verschlechtern könnte, wie z.B. bei Patienten mit Bluthochdruck, Tachykardie oder einer

kardiovaskulären oder zerebrovaskulären Erkrankung, mit Vorsicht angewendet werden.

Bei Patienten, die während ihrer Atomoxetin-Behandlung Palpitationen, Brustschmerzen bei

Belastung, nicht durch andere Ursachen erklärbare Ohnmacht, Dyspnoe oder andere Symptome

entwickeln, die eine kardiale Erkrankung annehmen lassen, muss umgehend eine Untersuchung durch

einen Herzspezialisten erfolgen.

Des Weiteren muss Atomoxetin bei Patienten mit angeborenem oder erworbenem Long-QT-Syndrom

oder einer positiven Familienanamnese für QT-Zeit-Verlängerung mit Vorsicht angewendet werden

(siehe Abschnitte 4.5 und 4.8).

Über orthostatische Hypotonie wurde ebenfalls berichtet. Atomoxetin sollte bei Patienten mit einer

Prädisposition für eine Hypotonie oder Erkrankungen, bei denen eine rasche Veränderung der

Herzfrequenz oder des Blutdrucks auftritt, mit Vorsicht angewendet werden.

Zerebrovaskuläre Auswirkungen

Nach Beginn der Behandlung mit Atomoxetin müssen Patienten mit zusätzlichen Risikofaktoren für

zerebrovaskuläre Erkrankungen (wie z. B. bekannte kardiovaskulärer Erkrankung, Medikation, die den

Blutdruck erhöht) bei jeder Visite auf das Auftreten von neurologischen Symptomen untersucht

werden.

Hepatische Auswirkungen

Sehr selten gab es Spontanberichte über Leberschädigung, die sich mit erhöhten Leberenzymwerten

und erhöhtem Bilirubin in Verbindung mit Gelbsucht manifestierte. Ebenso gab es sehr selten Berichte

über schwere Leberschädigung, einschließlich akutem Leberversagen. Bei Patienten, die eine

Gelbsucht entwickeln oder für die aufgrund von Laborwerten eine Leberschädigung nachgewiesen

werden konnte, muss Atomoxetin abgesetzt werden. Die Behandlung darf nicht wieder aufgenommen

werden.

Psychotische oder manische Symptome

Behandlungsbedingte psychotische oder manische Symptome, z. B. Halluzinationen,

Wahnvorstellungen, Manie oder Agitiertheit bei Patienten ohne ein vorheriges Auftreten von

psychotischen Erkrankungen oder Manie in der Krankengeschichte, können durch Atomoxetin in der

normalen Dosierung hervorgerufen werden. Wenn solche Symptome auftreten, sollte Atomoxetin als

eine mögliche Ursache in Erwägung gezogen werden und eine Beendigung der Behandlung erwogen

werden. Die Möglichkeit, dass Atomoxetin vorbestehende psychotische oder manische Symptome

verschlechtert, kann nicht ausgeschlossen werden.

Aggressive Verhaltensweise, Feindseligkeit oder emotionale Labilität

Feindseligkeit (vorwiegend Aggressivität, oppositionelles Verhalten und Wut) wurde in klinischen

Studien häufiger bei mit Atomoxetin behandelten Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen beobachtet

als bei denjenigen, die mit Placebo behandelt wurden. In klinischen Studien wurde emotionale

Labilität häufiger bei mit Atomoxetin als mit Placebo behandelten Kindern beobachtet. Patienten sind

im Hinblick auf das Auftreten oder die Verschlimmerung von aggressiven Verhaltensweisen,

Feindseligkeit und emotionaler Labilität engmaschig zu überwachen.

Mögliche allergische Reaktionen

Wenn auch nur gelegentlich, wurde bei Patienten, die Atomoxetin eingenommen hatten, über

allergische Reaktionen, einschließlich anaphylaktische Reaktion, Hautausschlag, angioneurotische

Ödeme und Urtikaria, berichtet.

Krampfanfälle

Krampfanfälle sind ein potentielles Risiko der Behandlung mit Atomoxetin. Atomoxetin darf bei

Patienten, die eine Anamnese mit Krampfanfällen haben, nur mit Vorsicht eingesetzt werden. Bei

Patienten, bei denen Krampfanfälle auftreten oder wenn bei bestehenden Anfallsleiden die Häufigkeit

von Krampfanfällen zunimmt und kein anderer Grund dafür vorliegt, muss ein Absetzen von

Atomoxetin erwogen werden.

Wachstum und Entwicklung

Bei Kindern und Jugendlichen müssen Wachstum und Entwicklung während einer Atomoxetin-

Behandlung beobachtet werden. Eine Dosisreduktion oder Unterbrechung der Behandlung bei Kinder

und Jugendlichen in der Langzeittherapie ist in Betracht zu ziehen, wenn diese nicht ausreichend

wachsen oder nicht genügend an Gewicht zunehmen.

Klinische Daten weisen nicht auf einen nachteiligen Effekt bezüglich der Kognition oder

Sexualentwicklung hin. Allerdings ist der Umfang verfügbarer Langzeitdaten begrenzt. Daher sollten

Patienten, die eine Langzeittherapie benötigen, sorgfältig überwacht werden.

Neues Auftreten oder Verschlechterung komorbider Depression, Angst und Tic-Störung

In einer kontrollierten Studie mit pädiatrischen Patienten mit ADHS und komorbider chronischer

motorischer Tic-Störung oder Tourette-Syndrom, zeigten die mit Atomoxetin behandelten Patienten

keine Verschlechterung ihrer Tic-Symptomatik im Vergleich zu den mit Placebo behandelten

Patienten. In einer kontrollierten Studie mit jugendlichen Patienten mit ADHS und komorbider

depressiver Erkrankung zeigten die mit Atomoxetin behandelten Patienten keine Verschlechterung der

Depression gegenüber den mit Placebo behandelten Patienten. In zwei kontrollierten Studien (eine mit

pädiatrischen Patienten und eine mit erwachsenen Patienten) mit Patienten mit ADHS und komorbider

Angststörung zeigten die mit Atomoxetin behandelten Patienten keine Verschlechterung ihrer

Angststörung im Vergleich zu den mit Placebo behandelten Patienten.

Seit der Markteinführung wurden selten Ängste und Depression oder depressive Verstimmung und

sehr selten Tics bei Patienten, die Atomoxetin einnehmen, berichtet (siehe Abschnitt 4.8).

Patienten, die wegen ADHS mit Atomoxetin behandelt werden, müssen bezüglich eines Auftretens

oder einer Verschlechterung einer Angstsymptomatik, depressiven Verstimmung, Depression oder

Tics beobachtet werden.

Kinder unter 6 Jahren

Atomoxetin darf bei Kindern unter 6 Jahren nicht angewendet werden, da die Unbedenklichkeit und

Wirksamkeit in dieser Altersgruppe nicht nachgewiesen wurden.

Andere therapeutische Anwendungen

Atomoxetin ist nicht zur Behandlung von Episoden einer Major Depression und/oder Angststörungen

indiziert, da die Ergebnisse von klinischen Studien, die bei Erwachsenen durchgeführt wurden, die an

diesen Erkrankungen litten ohne gleichzeitiges Vorhandensein von ADHS, keine Wirkung im

Vergleich zu Placebo zeigten (siehe Abschnitt 5.1).

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Wirkung anderer Arzneimittel auf Atomoxetin

MAO-Hemmer

Atomoxetin darf nicht zusammen mit MAO-Hemmern angewendet werden (siehe Abschnitt 4.3).

CYP2D6-Inhibitoren (SSRIs (z. B. Fluoxetin, Paroxetin), Chinidin, Terbinafin)

Bei Patienten, die mit diesen Arzneimitteln behandelt werden, ist die AUC von Atomoxetin ca. 6- bis

8fach und die maximale Steady-State-Konzentration (C

ss,max

) etwa 3- bis 4-fach höher, da Atomoxetin

durch CYP2D6 verstoffwechselt wird. Ein langsameres Auftitrieren und eine geringere

Erhaltungsdosis von Atomoxetin können bei Patienten notwendig werden, die gleichzeitig CYP2D6-

Inhibitoren einnehmen. Wenn ein CYP2D6-Inhibitor nach Einstellung auf die angemessene

Atomoxetin-Dosis verschrieben oder abgesetzt wird, müssen das klinische Ansprechen und die

Verträglichkeit erneut festgestellt und die Notwendigkeit einer Dosisanpassung bei diesem Patienten

überprüft werden.

Bei Patienten mit langsamer CYP2D6-Verstoffwechselung ist bei der Kombination von Atomoxetin

mit potenten Inhibitoren der Cytochrom P450-Gruppe außer CYP2D6 Vorsicht geboten, da das Risiko

einer klinisch relevanten Erhöhung der Atomoxetin-Serumkonzentration

in vivo

unbekannt ist.

Salbutamol (oder andere Beta-2-Agonisten)

Werden Patienten mit hohen Dosen von inhalativ oder systemisch (oral oder intravenös) angewandten

Salbutamol (oder anderen Beta-2-Agonisten) behandelt, ist Atomoxetin mit Vorsicht anzuwenden, da

die Wirkung von Salbutamol auf das Herzkreislaufsystem verstärkt werden kann.

In Bezug auf diese Wechselwirkung wurden widersprüchliche Ergebnisse gefunden. Systemisch

verabreichtes Salbutamol (600 μg i.v. über 2 h) in Kombination mit Atomoxetin (60 mg zweimal

täglich für 5 Tage) führte zu einem Anstieg der Herzfrequenz und des Blutdrucks. Diese

Auswirkungen waren besonders zu Beginn der gleichzeitigen Verabreichung von Salbutamol und

Atomoxetin auffällig, allerdings kehrten die Werte nach 8 Stunden wieder in ihren Ausgangsbereich

zurück. In einer weiteren Studie mit gesunden asiatischen Erwachsenen, die Atomoxetin normal

metabolisierten - sog. "extensive metabolisers", waren jedoch die Auswirkungen auf den Blutdruck

und die Herzfrequenz nach einer inhalierten Standarddosis Salbutamol (200 μg) durch die

gleichzeitige Kurzzeitgabe von Atomoxetin (80 mg einmal täglich für 5 Tage) nicht erhöht. Die

Herzfrequenz war nach einer mehrfachen Inhalation von Salbutamol (800 μg) mit oder ohne

Atomoxetin ähnlich. Während der gleichzeitigen Anwendung dieser Arzneimittel sollten Herzfrequenz

und Blutdruck sorgfältig überwacht werden und bei signifikantem Anstieg der Herzfrequenz und des

Blutdrucks kann eine Dosisanpassung entweder für Atomoxetin oder für Salbutamol (oder andere

Beta-2-Agonisten) gerechtfertigt sein.

Es besteht die Möglichkeit eines erhöhten Risikos für eine QT-Zeit-Verlängerung, wenn Atomoxetin

zusammen mit anderen Arzneimitteln eingenommen wird, die das QT-Intervall verlängern (wie z. B.

Neuroleptika, Antiarrhythmika der Klassen IA und III, Moxifloxacin, Erythromycin, Methadon,

Mefloquin, trizyklische Antidepressiva, Lithium oder Cisaprid), die den Elektrolythaushalt stören (wie

z. B. Thiaziddiuretika) oder die CYP2D6 inhibieren.

Zerebrale Krampfanfälle sind ein potentielles Risiko der Behandlung mit Atomoxetin. Vorsicht ist

geboten, wenn Atomoxetin zusammen mit anderen Arzneimitteln verabreicht wird, die die

Krampfschwelle herabsetzen können (wie z. B. trizyklische Antidepressiva, SSRIs, Neuroleptika,

Phenothiazine, Butyrophenone, Mefloquin, Chloroquin, Bupropion oder Tramadol) (siehe Abschnitt

4.4). Des Weiteren sollte das Absetzen einer Benzodiazepin-Begleittherapie aufgrund möglicher

absetzbedingter Krampfanfälle mit Vorsicht erfolgen.

Blutdrucksenkende Arzneimittel (Antihypertensiva)

Atomoxetin muss in Kombination mit blutdrucksenkenden Arzneimitteln mit Vorsicht eingesetzt

werden. Aufgrund des möglichen Blutdruckanstiegs kann Atomoxetin die Wirksamkeit von

Blutdrucksenkern/Arzneimitteln zur Behandlung des Bluthochdrucks vermindern. Der Blutdruck muss

sorgfältig überwacht werden, und bei einem signifikanten Anstieg des Blutdrucks kann eine erneute

Bewertung der Atomoxetin-Behandlung oder der antihypertensiven Arzneimittel begründet sein.

Blutdrucksteigernde Arzneimittel oder Arzneimittel, die einen Blutdruckanstieg bewirken

Aufgrund des möglichen Blutdruckanstiegs darf Atomoxetin in Kombination mit blutdrucksteigernden

Arzneimitteln bzw. Arzneimitteln, die einen Blutdruckanstieg bewirken (wie z. B. Salbutamol), nur

mit Vorsicht eingesetzt werden. Der Blutdruck muss sorgfältig überwacht werden, und bei einem

signifikanten Anstieg des Blutdrucks kann eine erneute Bewertung entweder der Atomoxetin-

Behandlung oder der blutdrucksteigernden Arzneimittel begründet sein.

Arzneimittel, die den Noradrenalinhaushalt beeinflussen

Arzneimittel mit einer Wirkung auf Noradrenalin sollten bei gleichzeitiger Anwendung von

Atomoxetin vorsichtig eingesetzt werden, da additive oder synergistische pharmakologische Effekte

möglich sind. Beispiele sind hier Antidepressiva wie Imipramin, Venlafaxin und Mirtazapin oder

schleimhautabschwellende Mittel wie Pseudoephedrin oder Phenylephrin.

Arzneimittel, die den pH-Wert im Magen beeinflussen

Arzneimittel, die den pH-Wert des Magens erhöhen (Magnesiumhydroxid, Aluminiumhydroxid,

Omeprazol), hatten keinen Einfluss auf die Bioverfügbarkeit von Atomoxetin.

Arzneimittel mit hoher Plasmaproteinbindung

In vitro

wurden Verdrängungsstudien mit Atomoxetin und anderen Arzneimitteln mit hoher

Plasmaproteinbindung in therapeutischen Dosen durchgeführt. Warfarin, Acetylsalicylsäure,

Phenytoin oder Diazepam hatten keine Wirkung auf die Bindung von Atomoxetin an Humanalbumin.

Gleichzeitig beeinflusste Atomoxetin nicht die Bindung dieser Substanzen an Humanalbumin.

4.6

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Generell lassen tierexperimentelle Studien nicht auf direkte schädliche Auswirkungen auf die

Schwangerschaft, embryonale/fetale Entwicklung, Geburt oder postnatale Entwicklung schließen

(siehe Abschnitt 5.3). Für Atomoxetin liegen nur begrenzt klinische Daten bei exponierten

Schwangeren vor. Solche Daten sind nicht ausreichend, um auf einen Zusammenhang bzw. einen

fehlenden Zusammenhang zwischen Atomoxetin und Nebenwirkungen während der Schwangerschaft

und/oder der Stillzeit hinzuweisen.

Atomoxetin darf während der Schwangerschaft nicht eingesetzt werden, es sei denn, der mögliche

Nutzen rechtfertigt das mögliche Risiko für den Fetus.

Stillzeit

Atomoxetin und/oder seine Metabolite werden bei Ratten in die Milch ausgeschieden. Es ist nicht

bekannt, ob Atomoxetin beim Menschen in die Muttermilch ausgeschieden wird. Aufgrund der

unzureichenden Datenlage dürfen stillende Mütter Atomoxetin nicht anwenden.

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen

Es liegen nur eingeschränkt Daten zu den Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit

zum Bedienen von Maschinen vor. Atomoxetin hat einen geringen Einfluss auf die

Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen. Bei pädiatrischen und

erwachsenen Patienten traten unter Atomoxetin im Vergleich zu Placebo vermehrt Müdigkeit,

Somnolenz und Schwindel auf. Patienten müssen darauf hingewiesen werden, vorsichtig zu sein, wenn

sie Fahrzeuge führen oder Maschinen bedienen, bis sie sicher sind, dass ihre Leistungsfähigkeit durch

die Einnahme von Atomoxetin nicht beeinträchtigt wird.

4.8

Nebenwirkungen

Kinder und Jugendliche

Zusammenfassung des Nebenwirkungsprofils

In pädiatrischen placebokontrollierten Studien sind die häufigsten Nebenwirkungen unter Atomoxetin

Kopfschmerzen, abdominelle Schmerzen

und verminderter Appetit und wurden für entsprechend

19 %, 18 % bzw. 16 % der Patienten berichtet. Sie führen aber nur selten zu einem Absetzen des

Arzneimittels (die Abbruchquote beträgt 0,1 % für Kopfschmerzen, 0,2 % wegen abdomineller

Beschwerden und 0,0 % wegen verminderten Appetits). Abdominelle Beschwerden und verminderter

Appetit sind üblicherweise vorübergehend.

Verbunden mit vermindertem Appetit kam es bei einigen Patienten bei Therapiebeginn zu einer

Wachstumsverzögerung in Bezug auf Gewichts- und Größenzunahme. Nach einer anfänglichen

Gewichts- und Wachstumsverzögerung normalisierten sich im Durchschnitt Gewicht und Größe bei

Patienten, die mit Atomoxetin behandelt werden, in der Langzeitbehandlung entsprechend der

Vorhersage anhand der Daten der Gesamtgruppe bei Studienbeginn.

Übelkeit, Erbrechen und Schläfrigkeit

traten bei 10 % bis 11 % der Patienten auf, vor allem während

des ersten Therapiemonats. Allerdings waren diese Vorfälle nur leicht bis mäßig ausgeprägt und

vorübergehend, und es kam nicht zu einer signifikanten Zahl von Therapieabbrüchen (Abbruchraten ≤

0,5 %).

In placebokontrollierten Studien mit Kindern und Erwachsenen zeigten Atomoxetin-Patienten im

Vergleich zu Placebo-Patienten eine Erhöhung der Herzfrequenz sowie Anstiege des systolischen und

des diastolischen Blutdrucks (siehe Abschnitt 4.4).

Aufgrund seiner Wirkung auf den noradrenergen Tonus wurden bei Atomoxetin-Patienten

orthostatische Hypotonie (0,2 %) und Ohnmacht (0,8 %) berichtet. Atomoxetin sollte bei Patienten,

die zu Hypotonie neigen, mit Vorsicht eingesetzt werden.

Die folgende Tabelle zu Nebenwirkungen basiert auf den unerwünschten Ereignissen und den

Ergebnissen von Laboruntersuchungen aus klinischen Studien sowie auf Spontanberichten über

Kinder und Jugendliche nach der Markteinführung.

Tabellarische Auflistung der Nebenwirkungen bei Kindern und Jugendlichen

Häufigkeitseinteilung: Sehr häufig (≥ 1/10), Häufig (≥ 1/100 bis < 1/10), Gelegentlich (≥ 1/1.000 bis <

1/100), Selten (≥ 1/10.000 bis < 1/1.000), Sehr selten (< 1/10.000).

Tabelle 1: Nebenwirkungen bei Kindern und Jugendlichen

System-

organklasse

Sehr häufig

Häufig

Gelegentlich

Selten

Stoffwechsel

- und

Ernährungs-

störungen

Verminder-

ter Appetit.

Anorexie

(Appetit-

losigkeit).

Psychiatrisc

he

Erkrankung

en

Reizbarkeit,

Stimmungssch

wankungen,

Schlaflosigkeit

Agitiertheit*,

Angst,

Depression

und depressive

Verstimmung*

Tics*.

Suizidale

Verhaltens-

weisen,

Aggression,

Feindseligkeit,

emotionale

Labilität*,

Psychose

(einschließlich

Halluzinationen)

Erkrankung

des Nervens-

ystems

Kopf-

schmerzen,

Schläfrig-

keit

Schwindel.

Ohnmacht,

Zittern,

Migräne,

Parästhesie*,

Hypästhesie*,

Krampfanfall**.

Augenerkra

nkungen

Mydriasis

Verschwom-

menes Sehen

Herzerkrank

ungen

Palpitationen,

Sinustachykardie

QT-Intervall-

Verlängerung**.

Gefäßerkran

kungen

Raynaud-

Syndrom

Erkrank-

ungen der

Atemwege,

des

Brustraums

und Media-

stinums

Dyspnoe (siehe

Abschnitt 4.4)

Erkrank-

ungen des

Gastrointes-

tinaltrakts

Abdominelle

Schmerzen

Erbrechen,

Übelkeit.

Verstopfung,

Dyspepsie

Leber- und

Gallen-

erkrankunge

n

Erhöhung des

Bilirubins im

Blut*.

Erhöhte

Leberwerte,

Ikterus,

Hepatitis,

Leberschäden

, akutes

Leberversage

Erkrank-

ungen der

Haut und

des

Unterhaut-

zellgewebes

Dermatitis,

Pruritus,

Hautausschlag.

Vermehrtes

Schwitzen,

allergische

Reaktionen.

Erkrank-

ungen der

Nieren und

Harnwege

Verzögerte

Blasenentleer

ung,

Harnverhalt.

Erkrankung

en der

Geschlechts-

organe und

der

Brustdrüse

Priapismus,

Schmerzen

männlichen

Genitale.

Allgemeine

Erkrank-

ungen und

Beschwerden

am

Verabreich-

ungsort

Müdigkeit,

Lethargie,

Brustschmer-

zen (siehe

Abschnitt 4.4)

Kraftlosigkeit

Untersuch-

ungen

Erhöhter

Blutdruck

erhöhte

Herzfrequen

Gewichtsverlu

beinhaltet auch Oberbauchschmerzen, Magen-, Bauch- und epigastrische Beschwerden

beinhaltet auch Sedierung.

beinhaltet Einschlafstörung, Durchschlafstörung und frühmorgendliches Erwachen.

Befunde bei Herzfrequenz und Blutdruck basieren auf gemessenen Vitalparametern.

* Siehe Abschnitt 4.4

** Siehe Abschnitt 4.4 und Abschnitt 4.5

Bei Patienten mit langsamer CYP2D6-Verstoffwechselung ("poor metaboliser"- PM):

Die folgenden unerwünschten Ereignisse traten bei mindestens 2 % der Patienten mit langsamer

CYP2D6-Verstoffwechselung (PM = "poor metaboliser") auf und waren bei PMs statistisch

signifikant häufiger als bei Patienten mit normal ausgeprägter CYP2D6-Verstoffwechselung (EM =

"extensive metaboliser"): Verminderter Appetit (24,1 % der PMs, 17,0 % der EMs); Schlaflosigkeit,

kombiniert (beinhaltet Schlaflosigkeit, Durchschlafstörung und Einschlafstörung, 14,9 % der PMs, 9,7

% der EMs); Depression, kombiniert (beinhaltet Depression, Major-Depression, depressive

Symptome, depressive Verstimmung und Dysphorie, (6,5 % der PMs, 4,1 % der EMs);

Gewichtsverlust (7,3 % der PMs, 4,4 % der EMs), Obstipation (6,8 % der PMs, 4,3 % der EMs);

Tremor (4,5 % der PMs, 0,9 % der EMs); Sedierung (3,9 % der PMs, 2,1 % der EMs); wunde Stellen

(3,9 % der PMs, 1,7 % der EMs); Enuresis (3,0 % der PMs, 1,2 % der EMs); Konjunktivitis (2,5 % der

PMs, 1,2 % der EMs); Ohnmacht (2,5 % der PMs, 0,7 % der EMs); frühmorgendliches Erwachen (2,3

% der PMs, 0,8 % der EMs); Mydriasis (2,0 % der PMs, 0,6 % der EMs). Das folgende Ereignis

erfüllt nicht die oben genannten Kriterien, ist aber erwähnenswert: generalisierte Angststörung (0,8 %

der PMs, 0,1 % der EMs). Zusätzlich war bei PM-Patienten in Studien mit einer Dauer von bis zu 10

Wochen der Gewichtsverlust stärker ausgeprägt (im Mittel 0,6 kg bei EMs und 1,1 kg bei PMs).

Erwachsene

Zusammenfassung des Nebenwirkungsprofils

In klinischen ADHS-Studien bei Erwachsenen war die Häufigkeit von Nebenwirkungen während der

Behandlung mit Atomoxetin in den folgenden Systemorganklassen am höchsten: Erkrankungen des

Gastrointestinaltrakts, des Nervensystems und psychische Störungen. Die am häufigsten berichteten

Nebenwirkungen (≥ 5 %) waren verminderter Appetit (14,9 %), Schlaflosigkeit (11,3 %),

Kopfschmerzen (16,3 %), Mundtrockenheit (18,4 %) und Übelkeit (26,7 %). Die Mehrheit dieser

Ereignisse war leicht oder mittelgradig und die am häufigsten berichteten schweren Nebenwirkungen

waren Übelkeit, Schlaflosigkeit, Müdigkeit und Kopfschmerzen. Falls bei Erwachsenen Beschwerden

wie Harnverhalt oder verzögerte Blasenentleerung auftreten, sollte ein möglicher Zusammenhang mit

der Atomoxetinanwendung erwogen werden.

Die folgende Tabelle zu Nebenwirkungen basiert auf den unerwünschten Ereignissen und den

Ergebnissen von Laboruntersuchungen aus klinischen Studien sowie auf Spontanberichten über

Erwachsene nach der Markteinführung.

Tabellarische Auflistung der Nebenwirkungen bei Erwachsenen

Häufigkeitseinteilung: Sehr häufig (≥ 1/10), Häufig (≥ 1/100 bis < 1/10), Gelegentlich (≥ 1/1.000 bis <

1/100), Selten (≥ 1/10.000 bis < 1/1.000), Sehr selten (< 1/10.000).

Tabelle 2: Nebenwirkungen bei Erwachsenen

Systemorgan-

klasse

Sehr häufig

Häufig

Gelegentlich

Selten

Stoffwechsel-

und Ernährungs-

störungen

Verminderter

Appetit

Psychiatrische

Erkrankungen

Schlaf-

losigkeit

Agitiertheit*,

reduzierte

Libido,

Schlafstörun-

gen,

Depression und

depressive

Verstimmung*,

Angst.

Suizidale

Verhaltens-

weisen*,

Aggression,

Feindseligkeit

und emotionale

Labilität*,

Ruhelosigkeit,

Tics*.

Psychose

(einschließlich

Halluzi-

nationen)*.

Erkrankungen

des

Nervensystems

Kopf-

schmerzen.

Schwindel,

Dysgeusie,

Parästhesie,

Schläfrigkeit

(einschließlich

Sedierung),

Zittern.

Ohnmacht,

Migräne,

Hypästhesie*.

Krampfanfall*

Augenerkrank-

ungen

Verschwom-

menes Sehen

Herzerkrank-

ungen

Palpitation,

Tachykardie.

QT-Intervall-

Verlängerung*

Gefäß-

erkrankungen

Hitzewallun-

Kältegefühl in

Extremitäten

Raynaud-

Syndrom

Erkrankungen

der Atemwege,

des Brustraums

und

Mediastinums

Dyspnoe (siehe

Abschnitt 4.4)

Erkrankungen

des

Gastrointestinal-

trakts

Mundtrocken-

heit,

Übelkeit.

Abdominelle

Schmerzen

Verstopfung,

Dyspepsie,

Blähungen,

Erbrechen.

Leber- und

Gallen-

erkrankungen

Erhöhte

Leberwerte,

Ikterus,

Hepatitis,

Leberschäden,

akutes

Leberversagen,

Erhöhung

Bilirubins

Blut*.

Erkrankungen

der Haut und des

Unterhautzell-

gewebes

Dermatitis,

vermehrtes

Schwitzen,

Hautausschlag.

Allergische

Reaktionen

Pruritus,

Urtikaria.

Skelettmuskul-

atur-,

Bindegewebs-

und

Knochenerkran-

kungen

Muskelkrämpf

Erkrankungen

der Nieren und

Harnwege

Dysurie,

Pollakisurie,

verzögerte

Blasenent-

leerung,

Harnverhalt.

Verstärkter

Harndrang.

Erkrankungen

der

Geschlechtsorga

ne und der

Brustdrüse

Dysmenorrhoe,

Ejakulations-

störungen,

erektile

Dysfunktion,

Prostatitis,

Schmerzen am

männlichen

Genitale.

Ejakulations-

versagen,

unregelmäßige

Menstruation,

veränderter

Orgasmus.

Priapismus.

Allgemeine

Erkrankungen

Asthenie,

Müdigkeit,

Kältegefühl,

und

Beschwerden am

Verabreichungso

rt

Lethargie,

Schüttelfrost,

Gefühl der

inneren

Unruhe,

Reizbarkeit,

Durst.

Brustschmer-

zen (siehe

Abschnitt 4.4).

Untersuchungen

Erhöhter

Blutdruck

Erhöhte

Herzfrequenz

Gewichtsab-

nahme.

beinhaltet auch Oberbauchschmerzen, Magen-, Bauch- und epigastrische Beschwerden.

beinhaltet Einschlafstörung, Durchschlafstörung und frühmorgendliches Erwachen.

Befunde bei Herzfrequenz und Blutdruck basieren auf gemessenen Vitalparametern.

beinhaltet anaphylaktische Schocks und angioneurotisches Ödem.

* Siehe Abschnitt 4.4

** Siehe Abschnitt 4.4 und Abschnitt 4.5

Bei Patienten mit langsamer CYP2D6-Verstoffwechselung (,,poor metaboliser‘‘ - PM)

Die folgenden Nebenwirkungen traten bei mindestens 2% der Patienten mit langsamen CYP2D6-

Stoffwechsel (PM = “poor metaboliser“) auf und waren statistisch signifikant häufiger als bei

Patienten mit normalem CYP2D6-Stoffwechsel (EM = “extensive metaboliser“): Verschwommenes

Sehen (3,9 % der PMs, 1,3 % der EMs), Mundtrockenheit (34,5 % der PMs, 17,4 % der EMs),

Verstopfung (11,3 % der PMs, 6,7 % der EMs), Gefühl der inneren Unruhe (4,9 % der PMs, 1,9 % der

EMs), verminderter Appetit (23,2 % der PMs, 14,7 % der EMs), Zittern (5,4 % der PMs, 1,2 % der

EMs), Schlaflosigkeit (19,2 % der PMs, 11,3 % der EMs), Schlafstörungen (6,9 % der PMs, 3,4 % der

EMs), Durchschlafstörung (5,4 % der PMs, 2,7 % der EMs), frühmorgendliches Erwachen (3 % der

PMs, 0,9 % der EMs), Harnverhalt (5,9 % der PMs, 1,2 % der EMs), erektile Dysfunktion (20,9 % der

PMs, 8,9 % der EMs), Ejakulationsstörungen (6,1 % der PMs, 2,2 % der EMs), vermehrtes Schwitzen

(14,8 % der PMs, 6,8 % der EMs), Kältegefühl in den Extremitäten (3 % der PMs, 0,5 % der EMs).

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie

ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-

Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.

4.9

Überdosierung

Anzeichen und Symptome

Nach der Markteinführung wurden nicht tödlich verlaufende akute und chronische Überdosierungen

mit Atomoxetin alleine berichtet. Die häufigsten Symptome, die im Zusammenhang mit akuter und

chronischer Überdosierung berichtet wurden, waren gastrointestinale Symptome, Somnolenz,

Schwindel, Zittern und Verhaltensauffälligkeiten. Hyperaktivität und Agitiertheit wurden ebenfalls

berichtet. Symptome, die mit einer leichten bis mäßigen Aktivierung des Sympathikus einhergehen (z.

B. Tachykardie, Blutdruckanstieg, Mydriasis, Mundtrockenheit) wurden ebenfalls beobachtet, und es

gab Berichte über Pruritus und Hautausschlag. Der Schweregrad der meisten Ereignisse war leicht bis

mäßig. In einigen Fällen von Überdosierung unter Beteiligung von Atomoxetin wurden Anfälle und

sehr selten eine QT-Zeit-Verlängerung angegeben. Es gab Berichte von tödlich verlaufenden, akuten

Überdosierungen bei Einnahme von Atomoxetin zusammen mit mindestens einem weiteren

Arzneimittel.

Aus klinischen Studien sind begrenzte Erfahrungen mit Atomoxetin-Überdosierungen

hervorgegangen.

Behandlung

Die Aufrechterhaltung der Atmung sollte sichergestellt werden. Die Gabe von Aktivkohle kann

innerhalb der ersten Stunde nach Einnahme der Überdosis helfen, die Resorption zu vermindern. Die

Überwachung der Herz- und Vitalfunktionen wird empfohlen, neben weiteren angemessenen

symptomatischen und unterstützenden Maßnahmen. Der Patient muss mindestens 6 Stunden lang

beobachtet werden. Da Atomoxetin eine starke Plasmaproteinbindung aufweist, ist eine Dialyse zur

Behandlung einer Überdosierung wahrscheinlich nicht sinnvoll.

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Psychostimulanzien, Mittel zur Behandlung der ADHS und

Nootropika, zentral wirkende Sympathomimetika

ATC-Code: N06BA09

Wirkmechanismus und Pharmakodynamische Wirkungen

Atomoxetin ist ein hochselektiver und potenter Hemmstoff des präsynaptischen Noradrenalin-

Transporters. Dies ist der postulierte Wirkmechanismus. Atomoxetin hat keine direkte Wirkung auf

Serotonin- oder Dopamin-Transporter. Atomoxetin besitzt eine sehr geringe Affinität zu anderen

noradrenergen Rezeptoren oder zu anderen Neurotransmitter-Transportern oder Rezeptoren.

Atomoxetin besitzt zwei durch Oxidation gebildete Hauptmetaboliten: 4-Hydroxyatomoxetin und N-

Desmethylatomoxetin. 4-Hydroxyatomoxetin ist verglichen mit Atomoxetin ein gleich starker

Inhibitor des Noradrenalin-Transports, aber anders als Atomoxetin übt dieser Metabolit eine gewisse

inhibitorische Aktivität am Serotonin-Transporter aus. Allerdings ist jeder Effekt auf diesen

Transporter wahrscheinlich minimal, weil der größte Teil von 4-Hydroxyatomoxetin weiter

metabolisiert wird, sodass es in sehr viel geringeren Konzentration im Plasma zirkuliert (1% der

Atomoxetin-Konzentration bei Patienten mit normal ausgeprägter CYP2D6-Verstoffwechselung -

"extensive metaboliser" und 0,1 % der Atomoxetin-Konzentration bei Patienten mit langsamer

CYP2D6-Verstoffwechselung - "poor metaboliser"). N-Desmethylatomoxetin hat im Vergleich mit

Atomoxetin eine deutlich geringere pharmakologische Aktivität. Im Steady-State liegt es bei Patienten

mit einer normal ausgeprägten Verstoffwechselung ("extensive metaboliser", EM) in geringeren

Plasmakonzentrationen und bei Patienten mit einer langsamen Verstoffwechselung ("poor

metaboliser", PM) in einer ähnlich hohen Plasmakonzentration wie Atomoxetin vor.

Atomoxetin gehört nicht zur Gruppe der Psychostimulanzien und ist kein Amphetaminderivat. In einer

randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten Studie bei Erwachsenen wurde das

Missbrauchspotential von Atomoxetin und Placebo verglichen. Atomoxetin zeigte keine Wirkungen,

die auf stimulierende oder euphorisierende Eigenschaften hindeuteten.

Klinische Wirksamkeit und Sicherheit

Kinder und Jugendliche

Atomoxetin wurde in Studien untersucht, in denen über 5000 Kinder und Jugendliche mit ADHS

eingeschlossen waren. Die akute Wirksamkeit von Atomoxetin in der ADHS-Behandlung wurde zu

Beginn in sechs randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten, 6- bis 9-Wochen andauernden

Studien nachgewiesen. Anzeichen und Symptome von ADHS wurden durch einen Vergleich der

mittleren Veränderung zwischen Ausgangspunkt und Endpunkt bei mit Atomoxetin sowie mit Placebo

behandelten Patienten beurteilt. In allen sechs Studien war Atomoxetin bezüglich der Reduzierung der

Zeichen und Symptome von ADHS im Vergleich zu Placebo statistisch signifikant überlegen.

Zusätzlich konnte durch eine placebokontrollierte, einjährige Studie mit über 400 Kindern und

Jugendlichen die Langzeitwirksamkeit von Atomoxetin nachgewiesen werden. Die Studie wurde

hauptsächlich in Europa durchgeführt. Auf eine etwa 3-monatige, nicht-verblindete, akute

Behandlungsphase folgte eine 9-monatige, doppelblinde, placebokontrollierte Dauerbehandlung. Der

Anteil an Patienten, die nach einem Jahr einen Rückfall erlitten hatten, betrug 18,7 % für Atomoxetin

und 31,4 % für Placebo. In dieser Studie wurden die Patienten nach einjähriger Atomoxetin-

Behandlung 6 weitere Monate entweder mit Atomoxetin oder Placebo behandelt. Atomoxetin-

Patienten erlitten dabei im Vergleich zu Placebo-Patienten mit geringerer Wahrscheinlichkeit einen

Rückfall oder ein partielles Wiederauftreten der Symptomatik (2 % bzw. 12 %). Bei einer

Langzeitbehandlung von Kindern und Jugendlichen sollte der Nutzen einer Weiterbehandlung in

regelmäßigen Abständen überprüft werden.

Atomoxetin war wirksam, wenn die tägliche Gesamtdosis als Einzeldosis angewendet wurde, und

ebenso, wenn die Dosis geteilt am Morgen und am späten Nachmittag bzw. frühen Abend angewendet

wurde. Nach Einschätzung von Lehrern und Eltern zeigten die Patienten nach einmal täglicher

Anwendung als Einzeldosis im Vergleich mit der Placebo-Gruppe eine statistisch signifikant

deutlichere Verminderung im Schweregrad der ADHS-Symptomatik.

Studien mit aktiver Vergleichssubstanz

In einer randomisierten, doppelblinden, parallelarmigen, 6-wöchigen pädiatrischen Studie zur Prüfung

der Nichtunterlegenheit von Atomoxetin gegenüber einem üblichen Methylphenidat-Präparat mit

verzögerter Freisetzung als Vergleich, wurde gezeigt, dass dieses eine überlegene Ansprechrate im

Vergleich zu Atomoxetin hat. Der prozentuale Anteil der Patienten, die auf die Therapie ansprachen

(Responder) war: 23,5 % (Placebo), 44,6 % (Atomoxetin) und 56,4 % (Methylphenidat). Sowohl

Atomoxetin als auch die Vergleichssubstanz waren statistisch Placebo überlegen und Methylphenidat

war statistisch Atomoxetin überlegen (p = 0,016). Allerdings waren Patienten, die nicht auf die

Therapie mit Stimulantien angesprochen hatten (Non-Responder) von der Teilnahme an dieser Studie

ausgeschlossen.

Erwachsene Patienten

Atomoxetin wurde in Studien mit über 4800 Erwachsenen, die die DSM-IV Diagnosekriterien für

ADHS erfüllten, untersucht. Die akute Wirksamkeit von Atomoxetin in der Behandlung von

Erwachsenen wurde in sechs randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten Studien mit einer

Dauer von 10 bis 16 Wochen gezeigt. ADHS-Beschwerden und -Symptome wurden anhand eines

Vergleichs ihrer mittleren Veränderung zwischen Ausgangspunkt und Endpunkt bei mit Atomoxetin

bzw. mit Placebo behandelten Patienten evaluiert. In jeder der sechs Studien war Atomoxetin bei der

Verminderung von ADHS-Beschwerden und -Symptomen im Vergleich zu Placebo statistisch

signifikant überlegen (Tabelle 3). In allen sechs Studien zeigten mit Atomoxetin behandelte Patienten

im Vergleich zu Placebo statistisch signifikant deutlichere Verbesserungen des globalen

Schweregrades (gemessen mit der clinical global impression of severity scale (CGI-S)) bei

Studienendpunkt sowie statistisch signifikante Verbesserungen des ADHS-assoziierten

Funktionsniveaus in den drei der insgesamt sechs Akutstudien, in denen diese Fragestellung

untersucht wurde (Tabelle 3). Die Langzeitwirksamkeit wurde in zwei jeweils sechsmonatigen

placebokontrollierten Studien bestätigt, in einer dritten jedoch nicht (Tabelle 3).

Tabelle 3: Mittlere Änderungen der Wirksamkeitsparameter in placebokontrollierten Studien

Änderung vom Ausgangspunkt bei Patienten mit mindestens

einem Postbaseline-Wert (LOCF)

CAARS-Inv:

SV

oder AISRS

a

CGI-S

AAQoL

Studie

Behand

lung

N

Mittle

re

Änder

ung

p-Wert

Mittle

re

Änder

ung

p-

Wert

Mittlere

Änderu

ng

p-

Wert

Akutstudien

LYAA

-9,5

0,006

-0,8

0,011

-6,0

-0,4

LYAO

-10,5

-6,7

0,002

-0.9

-0.5

0,002

LYBY

-13,6

-8,3

0,007

-1,0

-0,7

0,048

LYDQ

-8,7

-5,6

<0,001

-0,8

-0,6

0,022

14,9

11,1

0,030

LYDZ

-10,7

-7,2

<0,001

-1,1

-0,7

<0,001

15,8

11,0

<0,005

LYEE

-14,3

-8,8

<0,001

-1,3

-0,8

<0,001

12,83

8,20

<0,001

Langzeitstudien

LYBV

-11,6

-11,5

0,412

-1,0

-0,9

0,173

13,90

11,18

0,045

LYCU

-13,2

-10,2

0,005

-1,2

-0,9

0,001

13,14

8,62

0,004

-14,3

-8,3

<0,001

-1,2

-0,7

<0,001

Abkürzungen: AAQoL = Adult ADHD Quality of Life Total Score; AISRS = Adult ADHD

Investigator Symptom Rating Scale Total Score; ATX = Atomoxetin; CAARS-Inv:SV = Conners

Adult ADHD Rating Scale, Investigator Rated, screening version Total ADHD Symptom Score; CGI-

S = Clinical Global Impression of Severity; LOCF = last observation carried forward; PBO = Placebo.

ADHS-Symptomskala; die für die Studie LYBY gezeigten Ergebnisse beziehen sich auf mittels

AISRS erhobene Werte; alle übrigen Ergebnisse beziehen sich auf mittels CAARS-Inv:SV erhobene

Werte.

In Sensitivitätsanalysen, bei denen statistisch eine „baseline-observation-carried-forward-Methode“

für Patienten ohne Messung nach Einschluss in die Studie (Postbaseline) verwendet wurde (das heißt

alle behandelten Patienten), stimmten die Ergebnisse mit den Ergebnissen aus Tabelle 3 überein.

Bei der Analyse eines klinisch relevanten Ansprechens in allen sechs Akut- und den beiden

erfolgreichen Langzeitstudien unter Verwendung einer Vielzahl von a

priori

- und

post hoc

Definitionen hatten die mit Atomoxetin behandelten Patienten durchgehend statistisch signifikant

höhere Responseraten als die mit Placebo behandelten Patienten (Tabelle 4).

Tabelle 4: Anzahl und Prozent der Patienten, die in gepoolten, placebokontrollierten Studien die

Responsekriterien erreichten

Response definiert als

Verbesserung von mindestens

1 Punkt auf der CGI-S-Skala

Response definiert als 40 %

Verbesserung der zu

Studienende erhobenen

CAARS-Inv: SV-Werte

Gruppe

Behandlung

N

n (%)

p-Wert

N

n (%)

p-Wert

Gepoolte Akutstudien

a

401 (62,7%)

283 (43,4%)

<0,001

347 (41,3%)

215 (25,3%)

<0,001

Gepoolte Langzeitstudien

a

482 (63,6%)

301 (49,3%)

<0,001

292 (44,0%)

175 (31,4%)

<0,001

beinhaltet alle Studien aus Tabelle X mit folgenden Ausnahmen: die akute CGI-S-Responseanalyse

berücksichtigt zwei Studien an Patienten mit komorbiden Krankheiten (LYBY, LYDQ) nicht; in der

akuten CAARS-Responseanalyse ist die Studie LYBY nicht berücksichtigt, da CAARS nicht

durchgeführt wurde.

In zwei der Akutstudien wurden ADHS-Patienten mit komorbider Alkoholabhängigkeit bzw.

Soziophobie untersucht. In beiden Studien zeigte sich eine Besserung der ADHS-Symptome. Bei der

Studie mit komorbider Alkoholabhängigkeit wurden keine Unterschiede hinsichtlich des

Alkoholmissbrauchs bei Behandlung mit Atomoxetin im Vergleich zu Placebo beobachtet. Bei der

Studie mit komorbider Angststörung zeigte sich, dass sich die komorbide Angstsymptomatik durch die

Atomoxetin-Behandlung nicht verschlechterte.

Die Wirksamkeit von Atomoxetin in Hinblick auf eine dauerhafte Therapieresponse bzgl. der ADHS-

Symptomatik wurde in einer Studie gezeigt, in der - nach einer aktiven Anfangsbehandlungsphase von

24 Wochen - Patienten randomisiert wurden, um entweder Atomoxetin oder Placebo für weitere sechs

Monate in einer doppelblinden Behandlungsphase zu erhalten. Die daran teilnehmenden Patienten

erfüllten die Kriterien für eine klinisch relevante Response, definiert als Verbesserung sowohl auf der

CAARS-Inv:SV- als auch der CGI-S-Skala. Die Kriterien für ein anhaltendes, klinisch relevantes

Ansprechen nach sechs Monaten erfüllten signifikant mehr mit Atomoxetin als mit Placebo behandelte

Patienten (64,3 % vs. 50,0 %; p = 0,001). Für die Aufrechterhaltung des Alltagsfunktionsniveaus

(„Maintenance of functioning“) konnte bei mit Atomoxetin im Vergleich zu mit Placebo behandelten

Patienten ebenfalls eine statistisch signifikante Überlegenheit gezeigt werden. Dies wurde durch eine

geringere mittlere Änderung des Adult ADHD quality of Life (AAQoL) Gesamtscores nach dem 3-

monatigen (p = 0,003) sowie dem 6-monatigen (p = 0,002) Intervall gezeigt.

QT/QTc-Studie

Eine umfassende QT/QTc-Studie, die an gesunden Erwachsenen mit langsamer CYP2D6-

Verstoffwechselung (PM = "poor metaboliser") durchgeführt wurde, in der die Probanden Atomoxetin

in Dosen bis zu 60 mg zweimal täglich erhielten, zeigte, dass sich bei der maximal erwarteten

Konzentration die Wirkung von Atomoxetin auf das QTc-Intervall nicht signifikant von Placebo

unterschied. Es gab eine geringfügige Verlängerung des QTc-Intervalls mit steigender Atomoxetin-

Konzentration.

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

Atomoxetin zeigt bei Kindern und Jugendlichen eine ähnliche Pharmakokinetik wie bei Erwachsenen.

Die Pharmakokinetik von Atomoxetin wurde bei Kindern unter 6 Jahren nicht systematisch

untersucht.

Resorption

Nach oraler Anwendung wird Atomoxetin schnell und fast vollständig resorbiert. Mittlere maximale

Plasmakonzentrationen (C

) wurden etwa 1 – 2 Stunden nach Einnahme beobachtet. Die absolute

Bioverfügbarkeit von Atomoxetin nach oraler Anwendung reicht von 63 – 94 % in Abhängigkeit von

interindividuellen Unterschieden in der Stärke des First-Pass-Effektes.

Atomoxetin kann unabhängig von den Mahlzeiten gegeben werden.

Verteilung

Atomoxetin wird gut verteilt und ist weitgehend (98 %) an Plasmaproteine, vor allem an Albumin,

gebunden.

Biotransformation

Atomoxetin wird hauptsächlich durch Cytochrom P450 2D6 (CYP2D6) verstoffwechselt. Individuen

mit einer reduzierten Aktivität dieses Abbauweges ("poor metaboliser", PM), ca. 7 % der

kaukasischen Bevölkerung, haben eine höhere Atomoxetin-Plasmakonzentration im Vergleich zu

Personen mit einer normalen Aktivität ("extensive metabolisers", EM). PM haben eine ca. 10-fach

größere AUC von Atomoxetin und C

ss, max

(maximale Steady-State Konzentration) ist ungefähr 5-fach

größer als bei EM. Der durch Oxidation gebildete Hauptmetabolit ist das 4-Hydroxyatomoxetin, das

schnell glucuronidiert wird. 4-Hydoxyatomoxetin hat im Vergleich zu Atomoxetin eine gleichstarke

Wirkung, liegt aber in viel geringeren Plasmakonzentrationen vor. Obwohl 4-Hydroxyatomoxetin

hauptsächlich über CYP2D6 gebildet wird, kann 4-Hydroxyatomoxetin bei Personen mit fehlender

CYP2D6-Aktivität über verschiedene andere Cytochrom-P450-Enzyme gebildet werden, allerdings

langsamer. In therapeutischen Dosen hemmt oder induziert Atomoxetin nicht die CYP2D6-Aktivität.

Cytochrom P450 Enzyme

Atomoxetin besitzt keine klinisch signifikante hemmende oder induzierende Wirkung auf Cytochrom

P450 Enzyme, einschließlich CYP1A2, CYP3A, CYP2D6 und CYP2C9.

Elimination

Die mittlere Halbwertszeit bezogen auf die Ausscheidung nach oraler Anwendung beträgt 3,6 Stunden

bei Patienten mit einer normal ausgeprägten Verstoffwechselung durch CYP2D6 ("extensive

metaboliser", EM) und 21 Stunden bei Patienten mit einer langsamen Verstoffwechslung durch

CYP2D6 ("poor metaboliser", PM). Atomoxetin wird vor allem als 4-Hydroxyatomoxetin-O-

glucuronid ausgeschieden, hauptsächlich im Urin.

Linearität/Nicht-Linearität

Die Pharmakokinetik von Atomoxetin ist über den Dosisbereich linear. Dies wurde an „extensive und

poor metabolisers“ untersucht.

Spezielle Patientengruppen

Leberfunktionseinschränkung führt zu einer reduzierten Atomoxetin-Clearance, einer erhöhten

Atomoxetin-Konzentration (bei moderater Funktionseinschränkung ist die AUC 2-fach erhöht und bei

schwerwiegender 4-fach), und zu einer verlängerten Halbwertszeit des Wirkstoffs im Vergleich zu

einer gesunden Kontrollgruppe mit dem gleichen CYP2D6 "extensive metaboliser"-Genotyp. Bei

Patienten mit moderater bis schwerwiegender Leberfunktionseinschränkung (Child Pugh Class B und

C) sollte die Anfangs- und Erhaltungsdosis angepasst werden (siehe Abschnitt 4.2).

Im Vergleich zu einer gesunden Kontrollgruppe war die durchschnittliche Atomoxetin-

Plasmakonzentration bei Patienten mit terminaler Niereninsuffizienz im Allgemeinen höher. Das zeigt

die Erhöhung von C

(7 % Unterschied) bzw. AUC

0-∞

(ca. 65 % Unterschied). Nach Anpassung an

das Körpergewicht minimieren sich diese Unterschiede der beiden Gruppen. Die Pharmakokinetik von

Atomoxetin und seinen Metaboliten bei Patienten mit terminaler Niereninsuffizienz legen nahe, dass

keine Dosisanpassung notwendig ist (siehe Abschnitt 4.2).

5.3

Präklinische Daten zur Sicherheit

Basierend auf den konventionellen Studien zur Sicherheitspharmakologie, Toxizität bei wiederholter

Gabe, Reproduktions- und Entwicklungstoxizität, Genotoxizität und zum kanzerogenen Potential

lassen die präklinischen Daten keine besonderen Gefahren für den Menschen erkennen. Das klinische

(oder das übermäßige pharmakologische) Ansprechen von Tieren auf das Arzneimittel und die

metabolischen Unterschiede zwischen den Spezies führten zu einer Begrenzung der Dosis. Diese in

nicht-klinischen Tierstudien eingesetzte maximal tolerierte Dosis führte zu einer Atomoxetin-

Plasmakonzentration, die ähnlich oder nur geringfügig über der lag, die bei Patienten mit langsamer

CYP2D6-Verstoffwechselung ("poor metaboliser") nach Einnahme der maximalen empfohlenen

Tagesdosis auftritt.

An jungen Ratten wurde eine Studie durchgeführt, um die Wirkung von Atomoxetin auf das

Wachstum, die Entwicklung des neurobiologischen Verhaltens sowie die sexuelle Entwicklung zu

untersuchen. Leichte Verzögerungen des Einsetzens der vaginalen Durchgängigkeit (bei allen

Dosierungen) und der Vorhautablösung (≥ 10 mg/kg/Tag) sowie eine leichte Abnahme des Gewichts

der Nebenhoden und der Spermienzahl (≥ 10 mg/kg/Tag) wurden beobachtet. Allerdings gab es keine

Auswirkung auf die Fruchtbarkeit oder die Fortpflanzungsrate. Die Bedeutung dieser Befunde für den

Menschen ist nicht bekannt.

Trächtigen Kaninchen wurden während der Phase der Organentwicklung über eine Sonde bis zu 100

mg/kg/Tag Atomoxetin verabreicht. Bei dieser Dosis wurde in einer von drei Studien eine Abnahme

der Zahl der lebenden Feten, eine Zunahme der Frühresorption, eine leichte Erhöhung der Inzidenz

eines atypischen Ursprungs der Arteria carotis und des Fehlens der Arteria subclavia beobachtet. Diese

Befunde erhielt man bei Dosen, die bei der Mutter leicht toxisch waren. Die Inzidenz dieser Befunde

lag innerhalb der historischen Kontrollwerte. Die Dosis, bei der keine derartige Wirkung beobachtet

wurde, betrug 30 mg/kg/Tag. Bei Kaninchen betrug die Exposition (AUC) des ungebundenen

Atomoxetins bei 100 mg/kg/Tag im Vergleich zum Menschen mit der maximalen täglichen Dosis von

1,4 mg/kg bei Patienten mit einer normal ausgeprägten Verstoffwechselung durch CYP2D6

("extensive metaboliser") etwa das 3,3-fache und bei Patienten mit einer langsamen

Verstoffwechselung durch CYP2D6 ("poor metaboliser") das 0,4-fache. Die Ergebnisse einer der drei

Studien an Kaninchen waren nicht eindeutig und die Relevanz für den Menschen ist unbekannt.

6.

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1

Liste der sonstigen Bestandteile

Kapselinhalt

Vorverkleisterte Stärke (Mais)

Magnesiumstearat (Ph. Eur.) [pflanzlich]

Atomoxetin Zentiva

Stärke

Kapselunterteil

Kapseloberteil

10 mg

Titandioxid (E171),

Gelatine

Titandioxid (E171),

Gelatine

18 mg

Titandioxid (E171),

Gelatine

Titandioxid (E171),

Eisen(III)-hydroxid-oxid x H2O

(E172),

Gelatine

25 mg

Titandioxid (E171),

Gelatine

Titandioxid (E171),

Indigocarmin (E132),

Gelatine

40 mg

Titandioxid (E171),

Indigocarmin (E132),

Gelatine

Titandioxid (E171),

Indigocarmin (E132),

Gelatine

60 mg

Titandioxid (E171),

Eisen(III)-hydroxid-oxid x H2O

(E172),

Gelatine

Titandioxid (E171),

Indigocarmin (E132),

Gelatine

80 mg

Titandioxid (E171),

Gelatine

Titandioxid (E171),

Eisen(III)-hydroxid-oxid x H2O

(E172),

Gelatine

100 mg

Titandioxid (E171),

Eisen(III)-hydroxid-oxid x H2O

(E172),

Gelatine

Titandioxid (E171),

Eisen(III)-hydroxid-oxid x H2O

(E172),

Gelatine

Drucktinte, schwarz

Enthält Schellack 45 % (20 % Veresterung) in Ethanol

Eisen(II, III)-oxid (E172)

Propylenglycol

Ammoniumhydroxid 28 % (E527)

6.2

Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend

6.3

Dauer der Haltbarkeit

2 Jahre

6.4

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen.

6.5

Art und Inhalt des Behältnisses

PVC/Aclar/PVC – Al Blisterpackung in Faltschachteln.

Packungsgrößen mit 7, 14, 28, 30, 56, 60, 84, 90 Kapseln sind verfügbar.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

6.6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur

Handhabung

Die Kapseln dürfen nicht geöffnet werden. Atomoxetin verursacht Augenreizungen. Im Falle eines

Augenkontaktes mit dem Kapselinhalt muss das betroffene Auge sofort mit Wasser gespült und es

sollte ärztlicher Rat eingeholt werden. Hände und potentiell verunreinigte Oberflächen müssen so

schnell wie möglich abgewaschen werden.

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen

zu beseitigen.

7.

INHABER DER ZULASSUNG

Zentiva Pharma GmbH

Brüningstraße 50

65926 Frankfurt am Main

Telefon: 0800 53 53 010

Telefax: 0800 53 53 011

8.

ZULASSUNGSNUMMERN

2202291.00.00

2202292.00.00

2202293.00.00

2202294.00.00

2202295.00.00

2202296.00.00

2202297.00.00

9.

DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER

ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung: 15. November 2018

10.

STAND DER INFORMATION

November 2018

11.

VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig

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