Aspect® Pro

Österreich - Deutsch - AGES (Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit)

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Fachinformation Fachinformation (SPC)

07-01-2022

Sicherheitsdatenblatt Sicherheitsdatenblatt (SDS)

30-09-2021

Verfügbar ab:
Bayer AG
Darreichungsform:
Suspensionskonzentrat
Zusammensetzung:
200 g/l Flufenacet; 333 g/l Terbuthylazin
Produktbesonderheiten:
Herbizid zur Bekämpfung von Einjährigen zweikeimblättrigen Unkräutern im Mais
Zulassungsnummer:
2947

Aspect

200 g/l Flufenacet

333 g/l Terbuthylazin

Formulierung: SC (Suspensionskonzentrat)

Herbizid zur Bekämpfung von Einjährigen zweikeimblättrigen Unkräutern im Mais

Vorsicht Pflanzenschutzmittel!

Dieses Pflanzenschutzmittel ist gegen Sachkundenachweis erhältlich.

Produktart: Herbizid

Artikel-

nummer

Produkt

Gebinde-

größe

Geb. je

Verkaufs-

einheit

Geb. je

Palette

Pfl. Reg. Nr.

Österreich

in Capreno + Aspect Pro Aspect

Pro 3 l

2947

in Laudis Packs

Aspect

Pro 5 l

2947

Aspect Pro wird nur als Bestandteil der Kombipackungen Laudis Plus, Laudis + Aspect Pro, Laudis + Aspect Pro + Monsoon und

Capreno + Aspect Pro ausgeliefert.

Wirkungsweise und -spektrum

Aspect Pro enthält die Wirkstoffe Flufenacet und Terbuthylazin. Die beiden Wirkstoffe haben unterschiedliche Wirkungsmechanismen und werden

über unterschiedliche Wege in die Pflanzen aufgenommen.

Flufenacet wird vorwiegend über die Wurzeln und das Hypokotyl aufgenommen und hemmt die Zellteilung.

Terbuthylazin wird vorwiegend über die Wurzeln aufgenommen und hemmt in den oberirdischen Pflanzenteilen die Photosynthese. Daraus

resultiert sowohl Kontakt- als auch Bodenwirkung.

Die Wirkungsspektren der beiden Wirkstoffe unterscheiden sich und decken durch ihre Kombination ein breites Spektrum von Unkräutern und

Ungräsern ab.

Für eine gute Wirkung ist ausreichende Bodenfeuchtigkeit und ein feinkrümeliges Saatbeet notwendig. Aufgrund der Wirkungsweise der

Wirkstoffe werden hauptsächlich noch nicht gekeimte bzw. sehr kleine Unkräuter (Keimblatt bis 2-Blattstadium) erfasst.

Sollen größere Unkräuter bekämpft werden, so wird eine Tankmischung mit einem geeigneten Mischungspartner angeraten. Beachten Sie dazu

bitte die aktuellen Empfehlungen des Beratungsdienstes.

Das Wirkungsspektrum umfasst Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter sowie Hirsearten und Einjährige Rispe.

Sehr gut bzw. gut bekämpfbar: Hühnerhirse, Borstenhirse, Fingerhirse, Wilde Kulturhirse und Einjährige Rispe, sowie Acker-Hellerkraut, Acker-

Senf, Acker-Vergissmeinnicht, Auflauf-Raps, Franzosenkraut, Hohlzahn, Hederich, Hirtentäschelkraut, Kreuzkraut, Taubnesselarten, Wicke-

Arten, Vogelmiere, Kamille, Weißer Gänsefuß, Vielsamiger Gänsefuß, Melde, Ampferknöterich, Windenknöterich, Vogelknöterich, Klettenlabkraut,

Stiefmütterchen und Ehrenpreis.

Nicht ausreichend bekämpfbar: Quecke, Flughafer, Johnsongras, Ackerwinde, Zaunwinde, Ackerminze, Ackerschachtelhalm und Distel-Arten.

Registrierte Indikationen

Registrierte Indikationen im Ackerbau, Mais - Freiland

Gegen Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Schadhirse (Echinochloa crus-galli), Setaria spp., Digitaria ssp., Panicum spp. 2,25 l/

ha spritzen

Anwendungszeitpunkt: Vor dem Auflaufen der Kultur bis Stadium 16 (6. Laubblatt entfaltet)

Wasseraufwandmenge: 200 - 400 l/ha

Maximal 1 Anwendung.

Keine Wartefrist

Sonstige Auflagen und Hinweise:

Insgesamt nicht mehr als 1 Anwendung pro Kultur und Vegetationsperiode.

Schäden an der Kulturpflanze möglich.

Für die Anwendung in Saatmais: Mögliche Schäden an der Kultur liegen im Verantwortungsbereich des Anwenders. Vor dem Mitteleinsatz ist

daher die Pflanzenverträglichkeit unter den betriebsspezifischen Bedingungen zu prüfen.

Schäden an nachgebauten Kulturen möglich.

Nachgebaute Kulturen dürfen frühestens im Folgejahr der Anwendung des Mittels als Lebensmittel, Futtermittel oder Arzneipflanze genutzt

werden.

Keine Anwendung in Wasserschutz- und Schongebieten.

Klassifikation des/der Wirkstoffe(s) gemäß Herbicide Resistance Action Committee (HRAC): Wirkmechanismus (HRAC GRUPPE): C1;

Wirkmechanismus (HRAC GRUPPE): K3.

Sortenverträglichkeit

Aspect Pro wurde bisher in allen geprüften Körner- und Silomais-Sorten gut vertragen.

Vorzeitiger Umbruch

Bei vorzeitigem Umbruch kann Mais nachgebaut werden.

Resistenzmanagement

Die Empfindlichkeit einzelner Unkräuter gegen den Wirkstoff Terbuthylazin kann regional unterschiedlich sein. Bitte regionale Erfahrungen und

regionale Empfehlungen beachten.

Sind Wirkungslücken von Aspect Pro gegen einzelne Unkräuter bekannt, so wird der Zusatz geeigneter Mischungspartner empfohlen. Generell

kann durch die Anwendung von Aspect Pro mit Mischungspartnern mit unterschiedlichem Wirkungsmechanismus die Entwicklung von

Resistenzen erschwert werden. Beachten Sie dazu bitte die aktuellen Empfehlungen des Beratungsdienstes.

Mindestabstand zu Oberflächengewässern/Schutz von Nichtzielpflanzen/Erklärung zu

Abdriftminderungsklassen

Zum Schutz von Gewässerorganismen nicht in unmittelbarer Nähe von Oberflächengewässern anwenden. In jedem Fall ist eine unbehandelte

Pufferzone mit folgendem Mindestabstand zu Oberflächengewässern einzuhalten:

Ackerbau - Spritzen

10 m (Regelabstand)

5 m (Abdriftminderungsklasse 50 %)

3 m (Abdriftminderungsklasse 75 %)

1 m (Abdriftminderungsklasse 90 %)

Bei Vorliegen der in der Liste der abdriftmindernden Pflanzenschutzgeräte bzw. -geräteteile (Erlass des BMLFUW vom 10.07.2001, GZ. 69.102/

13-VI/B9a/01 in der jeweils geltenden Fassung) genannten Voraussetzungen, ist die Anwendung des jeweiligen, der Abdriftminderungsklasse

entsprechenden reduzierten Mindestabstandes zu Oberflächengewässern zulässig.

Wird die Aufwandmenge im Geltungsbereich des Regelabstandes um 50% oder mehr reduziert, kann der vorgeschriebene Mindestabstand der

nächsthöheren Abdriftminderungsklasse Anwendung finden.

Der vorgeschriebene Mindestabstand zu Oberflächengewässern (Bezugsgröße ist der Regelabstand bzw. der Mindestabstand der jeweils

anzuwendenden Abdriftminderungsklasse) kann um 25% reduziert werden, wenn das Gewässer zum Zeitpunkt der Anwendung über die

gesamte Breite deutlich als fließend erkennbar ist.

Der vorgeschriebene Mindestabstand zu Oberflächengewässern (Bezugsgröße ist der Regelabstand bzw. der Mindestabstand der jeweils

anzuwendenden Abdriftminderungsklasse) kann um 25% reduziert werden, wenn sich vor dem Gewässer im Bereich der Applikationsfläche eine

durchgehend dicht belaubte Randvegetation befindet. Diese hat eine Mindestbreite von 1 m und überragt die zu behandelnde Raumkultur (oder

bei Flächenkulturen die Höhe der Spritzdüsen) mindestens um 1 m.

Auf abtragsgefährdeten Flächen ist zum Schutz von Gewässerorganismen durch Abschwemmung in Oberflächengewässer ein Mindestabstand

von 20 m einzuhalten. Dieser Mindestabstand kann durch abdriftmindernde Maßnahmen nicht weiter reduziert werden.

Zum Schutz von Nichtzielpflanzen ist eine Abdrift in angrenzendes Nichtkulturland zu vermeiden und das Pflanzenschutzmittel in einer Breite von

mindestens 20 m zu angrenzendem Nichtkulturland (ausgenommen Feldraine, Hecken und Gehölzinseln unter 3 m Breite sowie Straßen, Wege

und Plätze) mit abdriftmindernder Technik (Abdriftminderungsklasse mind. 75%, gemäß Erlass des BMLFUW vom 10.07.2001, GZ. 69.102/13-VI/

B9a/01 in der jeweils geltenden Fassung) bringen.

Erste-Hilfe-Maßnahmen/Hinweise für den Arzt

Erste-Hilfe-Maßnahmen

Nach Einatmen: An die frische Luft bringen. Betroffenen warm und ruhig lagern. Sofort einen Arzt oder ein Behandlungszentrum für

Vergiftungsfälle verständigen.

Nach Hautkontakt: Sofort mit viel Wasser abwaschen. Bei anhaltenden Beschwerden einen Arzt aufsuchen.

Nach Augenkontakt: Sofort mit viel Wasser mindestens 15 Minuten lang ausspülen, auch unter den Augenlidern. Falls Kontaktlinsen vorhanden,

diese nach den ersten 5 Minuten entfernen, dann das Auge weiter spülen. Bei Auftreten einer andauernden Reizung, ärztliche Betreuung

aufsuchen.

Nach Verschlucken: Erbrechen nur auslösen, wenn: 1. Patient bei vollem Bewusstsein ist, 2. ärztliche Hilfe nicht kurzfristig erreichbar ist, 3. eine

größere Menge aufgenommen wurde und 4. die Zeit nach Aufnahme weniger als eine Stunde ist. (Erbrochenes darf nicht in die Luftröhre

gelangen.) Mund ausspülen. Sofort einen Arzt oder ein Behandlungszentrum für Vergiftungsfälle verständigen.

Hinweise für den Arzt

Symptomatische Behandlung. Wenn eine größere Menge aufgenommen wird, sollte eine Magenspülung nur innerhalb der ersten beiden Stunden

in Betracht gezogen werden. Die Applikation von Aktivkohle und Natriumsulfat wird aber immer empfohlen. Im Falle einer Methämoglobinämie

sollten Sauerstoff und spezifische Antidote (Methylenblau/Toluidinblau) gegeben werden.

Kennzeichnung gem. Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP)

GHS07 (dickes Ausrufesymbol)

GHS08 (Gesundheitsgefahr)

GHS09 (Umwelt)

Achtung

Vorsicht, Pflanzenschutzmittel!

Abbauprodukte können ins Grundwasser gelangen.

H302: Gesundheitsschädlich bei Verschlucken.

H373: Kann die Organe schädigen bei längerer oder wiederholter Exposition.

H410: Sehr giftig für Wasserorganismen mit langfristiger Wirkung.

EUH208: Enthält Flufenacet. Kann allergische Reaktionen hervorrufen.

EUH208: Enthält 1,2-Benzisothiazol-3(2H)-on. Kann allergische Reaktionen hervorrufen.

EUH208: Enthält 5-Chlor-2-methyl-3(2H)-isothiazolon und 2-Methyl-3(2H)-isothiazolon. Kann allergische Reaktionen hervorrufen.

EUH401: Zur Vermeidung von Risiken für Mensch und Umwelt die Gebrauchsanleitung einhalten.

P101: Ist ärztlicher Rat erforderlich, Verpackung oder Kennzeichnungsetikett bereithalten.

P102: Darf nicht in die Hände von Kindern gelangen.

P260: Staub/Rauch/Gas/Nebel/Dampf/Aerosol nicht einatmen.

P264: Nach Gebrauch Hände gründlich waschen.

P270: Bei Gebrauch nicht essen, trinken oder rauchen.

P280: Schutzhandschuhe, Schutzkleidung tragen.

P301+312: BEI VERSCHLUCKEN: Bei Unwohlsein GIFTINFORMATIONSZENTRUM oder Arzt anrufen.

P314: Bei Unwohlsein ärztlichen Rat einholen/ärztliche Hilfe hinzuziehen.

P330: Mund ausspülen.

P391: Verschüttete Mengen aufnehmen.

P501: Inhalt/ Behälter einer ordnungsgemäßen Entsorgung zuführen.

SP1: Mittel und/oder dessen Behälter nicht in Gewässer gelangen lassen. (Ausbringungsgeräte nicht in unmittelbarer Nähe von

Oberflächengewässern reinigen/indirekte Einträge über Hof- und Straßenabläufe verhindern.)

SPe 4: Zum Schutz von Gewässerorganismen bzw. Nichtzielpflanzen nicht auf versiegelten Oberflächen wie Asphalt, Beton, Kopfsteinpflaster

(Gleisanlagen) bzw. in anderen Fällen, die in hohes Abschwemmungsrisiko bergen, ausbringen.

Für Kinder und Haustiere unerreichbar aufbewahren.

Jeden unnötigen Kontakt mit dem Mittel vermeiden. Missbrauch kann zu Gesundheitsschäden führen.

Eine nicht bestimmungsgemäße Freisetzung in die Umwelt vermeiden.

Originalverpackung oder entleerte Behälter nicht zu anderen Zwecken verwenden.

Vergiftungsnotruf: 01 / 406 43 43

Lagerung

Behälter dicht geschlossen an einem trockenen, kühlen und gut gelüfteten Ort aufbewahren. Im Originalbehälter lagern. An einem Platz lagern,

der nur berechtigten Personen zugänglich ist. Vor direkter Sonneneinstrahlung schützen. Vor Frost schützen. Von Nahrungsmitteln, Getränken

und Tiernahrung fernhalten.

Für Folgen unsachgemäßer Lagerung haften wir nicht.

ist eine registrierte Marke von Bayer

Internetausgabe, Stand: 01.10.2021

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SICHERHEITSDATENBLATT

gemäß Verordnung (EG) Nr. 1907/2006

ASPECT PRO

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Version 4 / A

Überarbeitet am: 14.07.2021

102000014364

Druckdatum: 14.07.2021

ABSCHNITT 1: BEZEICHNUNG DES STOFFS BEZIEHUNGSWEISE DES GEMISCHS

UND DES UNTERNEHMENS

1.1 Produktidentifikator

Handelsname

ASPECT PRO

UFI

CUH0-D01U-P000-GT91

Produktnummer (UVP)

06029530

1.2 Relevante identifizierte Verwendungen des Stoffs oder Gemischs und Verwendungen, von

denen abgeraten wird

Verwendung

Herbizid

1.3 Einzelheiten zum Lieferanten, der das Sicherheitsdatenblatt bereitstellt

Lieferant

Bayer Austria Ges.m.b.H.

Crop Science

Herbststraße 6-10

1160 Wien

Österreich

Telefon

01/71146-0

Telefax

01/71146-19

Auskunftsgebender Bereich

Crop Science

01/71146-2835 (nur während der Geschäftszeiten)

E-Mail: austria@bayercropscience.com

1.4 Notrufnummer

Notrufnummer Österreich

01/ 406 43 43

Vergiftungsinformationszentrale

Stubenring 6, 1010 Wien

ABSCHNITT 2: MÖGLICHE GEFAHREN

2.1 Einstufung des Stoffs oder Gemischs

Einstufung gemäß Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (und nachfolgende Änderungen) über die

Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Stoffen und Gemischen.

Akute Toxizität: Kategorie 4

H302

Gesundheitsschädlich bei Verschlucken.

Spezifische Zielorgan-Toxizität - wiederholte Exposition: Kategorie 2

H373

Kann die Organe (Nervensystem) schädigen bei längerer oder wiederholter Exposition

durch Verschlucken.

Akute aquatische Toxizität: Kategorie 1

H400

Sehr giftig für Wasserorganismen.

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ASPECT PRO

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Version 4 / A

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102000014364

Druckdatum: 14.07.2021

Langfristig (chronisch) gewässergefährdend: Kategorie 1

H410

Sehr giftig für Wasserorganismen, mit langfristiger Wirkung.

2.2 Kennzeichnungselemente

Kennzeichnung gemäß der nationalen Gesetzgebung in Österreich:

Kennzeichnungspflichtig.

Gefahrenbestimmende Komponente(n) zur Etikettierung:

Flufenacet

Terbuthylazin

Signalwort: Achtung

Gefahrenhinweise

H302

Gesundheitsschädlich bei Verschlucken.

H373

Kann die Organe (Nervensystem) schädigen bei längerer oder wiederholter Exposition

durch Verschlucken.

H410

Sehr giftig für Wasserorganismen, mit langfristiger Wirkung.

EUH208

Enthält Flufenacet, Gemisch aus 5-Chlor-2-methyl-2H-isothiazol-3-on und 2-Methyl-2H-

isothiazol-3-on (3:1), 1,2-Benzisothiazolin-3-on. Kann allergische Reaktionen

hervorrufen.

EUH401

Zur Vermeidung von Risiken für Mensch und Umwelt die Gebrauchsanleitung einhalten.

SP 1

Mittel und/oder dessen Behälter nicht in Gewässer gelangen lassen.

(Ausbringungsgeräte nicht in unmittelbarer Nähe von Oberflächengewässern

reinigen/Indirekte Einträge über Hof- und Straßenabläufe verhindern.).

SPe 4

Zum Schutz von Gewässerorganismen/Nichtzielpflanzen nicht auf versiegelten

Oberflächen wie Asphalt, Beton, Kopfsteinpflaster (Gleisanlagen) bzw. in anderen

Fällen, die ein hohes Abschwemmungsrisiko bergen, ausbringen.

Sicherheitshinweise

P101

Ist ärztlicher Rat erforderlich, Verpackung oder Kennzeichnungsetikett bereithalten.

P102

Darf nicht in die Hände von Kindern gelangen.

P260

Staub /Rauch/ Gas/ Nebel/ Dampf/ Aerosol nicht einatmen.

P264

Nach Gebrauch Hände gründlich waschen.

P270

Bei Gebrauch nicht essen, trinken oder rauchen.

P280

Schutzhandschuhe/ Schutzkleidung tragen.

P314

Bei Unwohlsein ärztlichen Rat einholen/ ärztliche Hilfe hinzuziehen.

P330

Mund ausspülen.

P391

Verschüttete Mengen aufnehmen.

P301 + P312

BEI VERSCHLUCKEN: Bei Unwohlsein GIFTINFORMATIONSZENTRUM/Arzt anrufen.

P501

Inhalt/Behälter einer ordnungsgemäßen Entsorgung zuführen.

2.3 Sonstige Gefahren

Neben den genannten Gefahren sind keine zusätzlichen Gefahren bekannt.

Flufenacet: Stoff wird nicht als persistent, bioakkumulierbar und toxisch (PBT) angesehen. Stoff wird

nicht als sehr persistent und sehr bioakkumulierbar (vPvB) angesehen. Terbuthylazin: Stoff wird nicht

als persistent, bioakkumulierbar und toxisch (PBT) angesehen. Stoff wird nicht als sehr persistent und

sehr bioakkumulierbar (vPvB) angesehen.

SICHERHEITSDATENBLATT

gemäß Verordnung (EG) Nr. 1907/2006

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Version 4 / A

Überarbeitet am: 14.07.2021

102000014364

Druckdatum: 14.07.2021

ABSCHNITT 3: ZUSAMMENSETZUNG/ANGABEN ZU BESTANDTEILEN

Inhaltsstoffe, sofern sie giftig oder sehr giftig sind, sind in der Giftliste sowie den laufenden Änderungs-

Verordnungen angeführt bzw. nachgemeldet oder angemeldet.

3.2 Gemische

Chemische Charakterisierung

Suspensionskonzentrat (SC)

Flufenacet 200 g/l, Terbuthylazine 333 g/l

Gefährliche Inhaltsstoffe

Gefahrenhinweise gemäß Verordnung (EG) Nr. 1272/2008

Name

CAS-Nr. /

EG-Nr. /

REACH Reg. Nr.

Einstufung

Konz. [%]

VERORDNUNG (EG) Nr.

1272/2008

Flufenacet

142459-58-3

Acute Tox. 4, H302

STOT RE 2, H373

Skin Sens. 1, H317

Aquatic Acute 1, H400

Aquatic Chronic 1, H410

17,1

Terbuthylazin

5915-41-3

227-637-9

Acute Tox. 4, H302

STOT RE 2, H373

Aquatic Acute 1, H400

Aquatic Chronic 1, H410

28,5

1,2-Benzisothiazol-3(2H)-

2634-33-5

220-120-9

01-2120761540-60-0003

Acute Tox. 4, H302

Skin Irrit. 2, H315

Eye Dam. 1, H318

Skin Sens. 1, H317

Aquatic Acute 1, H400

> 0,005 – <

0,05

Reaktionsmasse aus 5-

Chlor-2- methyl-2H-

isothiazol-3-on und 2-

Methyl-2H-isothiazol-3-on

(3:1)

55965-84-9

Acute Tox. 3, H301

Acute Tox. 2, H310

Acute Tox. 2, H330

Skin Corr. 1C, H314

Eye Dam. 1, H318

Skin Sens. 1A, H317

Aquatic Acute 1, H400

Aquatic Chronic 1, H410

> 0.00015 –

< 0.0015

Glycerin

56-81-5

200-289-5

01-2119471987-18-XXXX

Nicht eingestuft

> 1,00

Weitere Information

Flufenacet

142459-58-3

M-Faktor: 100 (acute), 100 (chronic)

Terbuthylazin

5915-41-3

M-Faktor: 10 (acute), 10 (chronic)

1,2-Benzisothiazol-

3(2H)-on

2634-33-5

SCL: Skin Sens. 1; H317: SCL >= 0,05 %

Reaktionsmasse aus 5-

Chlor-2- methyl-2H-

isothiazol-3-on und 2-

Methyl-2H-isothiazol-3-

on (3:1)

55965-84-9

M-Faktor: 100 (acute), 100 (chronic)

Reaktionsmasse aus 5-

55965-84-9

SCL: Skin Corr. 1C; H314: SCL >= 0,6 %

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102000014364

Druckdatum: 14.07.2021

Chlor-2- methyl-2H-

isothiazol-3-on und 2-

Methyl-2H-isothiazol-3-

on (3:1)

Reaktionsmasse aus 5-

Chlor-2- methyl-2H-

isothiazol-3-on und 2-

Methyl-2H-isothiazol-3-

on (3:1)

55965-84-9

SCL: Skin Irrit. 2; H315: SCL 0,06 - < 0,6 %

Reaktionsmasse aus 5-

Chlor-2- methyl-2H-

isothiazol-3-on und 2-

Methyl-2H-isothiazol-3-

on (3:1)

55965-84-9

SCL: Eye Dam. 1; H318: SCL >= 0,6 %

Reaktionsmasse aus 5-

Chlor-2- methyl-2H-

isothiazol-3-on und 2-

Methyl-2H-isothiazol-3-

on (3:1)

55965-84-9

SCL: Eye Irrit. 2; H319: SCL 0,06 - < 0,6 %

Reaktionsmasse aus 5-

Chlor-2- methyl-2H-

isothiazol-3-on und 2-

Methyl-2H-isothiazol-3-

on (3:1)

55965-84-9

SCL: Skin Sens. 1A; H317: SCL >= 0,0015 %

Den Volltext der in diesem Abschnitt aufgeführten Gefahrenhinweise finden Sie unter Abschnitt 16.

ABSCHNITT 4: ERSTE-HILFE-MAßNAHMEN

4.1 Beschreibung der Erste-Hilfe-Maßnahmen

Allgemeine Hinweise

Betroffene aus dem Gefahrenbereich bringen. Betroffenen in stabile

Seitenlage legen und transportieren. Verunreinigte Kleidung sofort

ausziehen und sicher entfernen.

Einatmung

An die frische Luft bringen. Betroffenen warm und ruhig lagern. Sofort

einen Arzt oder ein Behandlungszentrum für Vergiftungsfälle

verständigen.

Hautkontakt

Sofort mit Polyethylenglykol 400, anschließend mit viel Wasser

abwaschen. Bei anhaltenden Beschwerden einen Arzt aufsuchen.

Augenkontakt

Sofort mit viel Wasser mindestens 15 Minuten lang ausspülen, auch

unter den Augenlidern. Falls Kontaktlinsen vorhanden, diese nach den

ersten 5 Minuten entfernen, dann das Auge weiter spülen. Bei

Auftreten einer andauernden Reizung, ärztliche Betreuung aufsuchen.

Verschlucken

Erbrechen nur auslösen, wenn: 1. Patient bei vollem Bewusstsein ist,

2. ärztliche Hilfe nicht kurzfristig erreichbar ist, 3. eine größere Menge

aufgenommen wurde und 4. die Zeit nach Aufnahme weniger als eine

Stunde ist. (Erbrochenes darf nicht in die Luftröhre gelangen.) Mund

ausspülen. Sofort einen Arzt oder ein Behandlungszentrum für

Vergiftungsfälle verständigen.

4.2 Wichtigste akute und verzögert auftretende Symptome und Wirkungen

SICHERHEITSDATENBLATT

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102000014364

Druckdatum: 14.07.2021

Symptome

Bei der Einnahme größerer Mengen können folgende Symptome

auftreten:

Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindel, Benommenheit, Müdigkeit,

Atemprobleme, Herzrasen

Die Aufnahme dieses Produktes in den Körper kann zu

Methämoglobinbildung führen, das in ausreichender Konzentration

Cyanose verursacht.

Die Symptome und Gefahren wurden nach der Aufnahme signifikanter

Mengen der/des Wirkstoffe(s) beobachtet.

4.3 Hinweise auf ärztliche Soforthilfe oder Spezialbehandlung

Risiken

Gefahr der Methämoglobinbildung.

Behandlung

Symptomatische Behandlung. Wenn eine größere Menge

aufgenommen wird, sollte eine Magenspülung nur innerhalb der ersten

beiden Stunden in Betracht gezogen werden. Die Applikation von

Aktivkohle und Natriumsulfat wird aber immer empfohlen. Im Falle

einer Methämoglobinämie sollten Sauerstoff und spezifische Antidote

(Methylenblau/ Toluidinblau) gegeben werden.

ABSCHNITT 5: MAßNAHMEN ZUR BRANDBEKÄMPFUNG

5.1 Löschmittel

Geeignet

Wassersprühnebel, alkoholbeständigen Schaum, Trockenlöschmittel

oder Kohlendioxid verwenden.

5.2 Besondere vom Stoff

oder Gemisch ausgehende

Gefahren

Bei Brand kann freigesetzt werden:, Cyanwasserstoff (Blausäure),

Fluorwasserstoff, Kohlenmonoxid (CO), Stickoxide (NOx),

Schwefeloxide

5.3 Hinweise für die Brandbekämpfung

Besondere

Schutzausrüstung für die

Brandbekämpfung

Explosions- und Brandgase nicht einatmen. Im Brandfall

umgebungsluftunabhängiges Atemschutzgerät tragen.

Weitere Angaben

Ausbreitung der Löschflüssigkeiten begrenzen. Ablaufendes Wasser

von der Brandbekämpfung nicht ins Abwasser oder in Wasserläufe

gelangen lassen.

ABSCHNITT 6: MAßNAHMEN BEI UNBEABSICHTIGTER FREISETZUNG

6.1 Personenbezogene Vorsichtsmaßnahmen, Schutzausrüstungen und in Notfällen

anzuwendende Verfahren

Vorsichtsmaßnahmen

Berührung mit verschüttetem Produkt oder verunreinigten

Oberflächen vermeiden. Persönliche Schutzausrüstung verwenden.

6.2 Umweltschutz-

maßnahmen

Nicht in Oberflächenwasser, Kanalisation und Grundwasser gelangen

lassen.

SICHERHEITSDATENBLATT

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6.3 Methoden und Material für Rückhaltung und Reinigung

Reinigungsverfahren

Mit inertem flüssigkeitsbindendem Material aufnehmen (z.B. Sand,

Silikagel, Säurebindemittel, Universalbindemittel, Sägemehl). Zur

Entsorgung in geeignete und verschlossene Behälter geben.

Verschmutzte Gegenstände und Fußboden unter Beachtung der

Umweltvorschriften gründlich reinigen.

6.4 Verweis auf andere

Abschnitte

Informationen zur sicheren Handhabung siehe Abschnitt 7.

Informationen zur persönlichen Schutzausrüstung siehe Abschnitt 8.

Informationen zur Entsorgung siehe Abschnitt 13.

ABSCHNITT 7: HANDHABUNG UND LAGERUNG

7.1 Schutzmaßnahmen zur sicheren Handhabung

Hinweise zum sicheren

Umgang

Nur in Räumen mit geeigneter Absaugvorrichtung verwenden.

Hygienemaßnahmen

Kontakt mit Haut, Augen und Kleidung vermeiden. Arbeitskleidung

getrennt aufbewahren. Hände vor Pausen und sofort nach der

Handhabung des Produktes waschen. Beschmutzte Kleidung sofort

ausziehen und vor der Wiederverwendung gründlich reinigen. Nicht

reinigungsfähige Kleidungsstücke vernichten (verbrennen).

7.2 Bedingungen zur sicheren Lagerung unter Berücksichtigung von Unverträglichkeiten

Anforderungen an

Lagerräume und Behälter

Behälter dicht geschlossen an einem trockenen, kühlen und gut

gelüfteten Ort aufbewahren. Im Originalbehälter lagern. An einem Platz

lagern, der nur berechtigten Personen zugänglich ist. Vor direkter

Sonneneinstrahlung schützen. Vor Frost schützen.

Zusammenlagerungs-

hinweise

Von Nahrungsmitteln, Getränken und Tiernahrung fernhalten.

Lagerklasse (LGK)

12 Nicht brennbare Flüssigkeiten

Geeignete Werkstoffe

HDPE (1000L IBC)

7.3 Spezifische

Endanwendungen

Die Anweisungen auf dem Etikett beachten.

ABSCHNITT 8: BEGRENZUNG UND ÜBERWACHUNG DER

EXPOSITION/PERSÖNLICHE SCHUTZAUSRÜSTUNGEN

8.1 Zu überwachende Parameter

Inhaltstoffe

CAS-Nr.

Zu überwachende

Parameter

Stand

Grundlage

Flufenacet

142459-58-3

0,3 mg/m3

(SK-SEN)

OES BCS*

Reaktionsmasse aus 5-

Chlor-2- methyl-2H-

isothiazol-3-on und 2-

Methyl-2H-isothiazol-3-on

55965-84-9

0,05 mg/m3

(MAK)

12 2011

MAK (AT)

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(3:1)

*OES BCS: Interner Bayer AG, Crop Science Division Arbeitsplatzgrenzwert (Occupational Exposure

Standard)

8.2 Begrenzung und Überwachung der Exposition

Persönliche Schutzausrüstung

Formuliertes Produkt

Atemschutz

Persönlicher Atemschutz ist unter den vorgesehenen

Expositionsbedingungen nicht notwendig.

Atemschutz sollte nur zum Beherrschen des Restrisikos bei

Kurzzeittätigkeiten dienen, wenn alle praktisch durchführbaren

Schritte zur Gefährdungsreduzierung an der Gefahrenquelle

eingehalten wurden, z.B. durch Zurückhaltung und/oder lokale

Absaugung. Die Anweisungen des Herstellers des

Atemschutzgerätes betreffend Benutzung und Wartung sind zu

befolgen.

Handschutz

Bitte Angaben des Handschuhlieferanten in Bezug auf

Durchlässigkeit und Durchbruchzeit beachten. Auch die

spezifischen, ortsbezüglichen Bedingungen, unter welchen das

Produkt eingesetzt wird, in Betracht ziehen, wie Schnittgefahr,

Abrieb und Kontaktdauer.

Verunreinigte Handschuhe waschen. Handschuhe entsorgen, wenn

sie innen verunreinigt oder perforiert sind oder wenn die äußere

Verunreinigung nicht entfernt werden kann. Hände regelmäßig und

immer waschen vor dem Essen, Trinken, Rauchen oder Gang zur

Toilette.

Material

Nitrilkautschuk

Durchlässigkeitsrate

> 480 min

Handschuhdicke

> 0,4 mm

Schutzindex

Klasse 6

Richtlinie

Schutzhandschuhe gemäß EN 374.

Augenschutz

Korbbrille tragen (gemäß EN166, Verwendungsbereich = 5 oder

gleichartig).

Haut- und Körperschutz

Standard-Overall und Schutzanzug Kategorie 3 Typ 6 tragen.

Bei dem Risiko einer signifikanten Exposition ist ein höherwertiger

Schutzanzug in Betracht zu ziehen.

Möglichst zwei Schichten Kleidung tragen: Unter einem

Chemieschutzanzug sollte ein Overall aus Polyester/Baumwolle oder

reiner Baumwolle getragen werden. Overalls regelmäßig

professionell reinigen lassen.

Im Falle einer signifikanten Kontamination des Schutzanzuges durch

Spritzer die Verunreinigung soweit wie möglich entfernen und den

Anzug sorgfältig gemäß Anweisung des Herstellers entsorgen.

ABSCHNITT 9: PHYSIKALISCHE UND CHEMISCHE EIGENSCHAFTEN

9.1 Angaben zu den grundlegenden physikalischen und chemischen Eigenschaften

Form

Suspension

Farbe

weiß bis beige

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Geruch

schwach, charakteristisch

Geruchsschwelle

Keine Daten verfügbar

pH-Wert

4,0 - 7,5 (100 %) (23 °C)

Schmelzpunkt/

Schmelzbereich

Keine Daten verfügbar

Siedepunkt

Keine Daten verfügbar

Flammpunkt

> 102 °C

Entzündlichkeit

Keine Daten verfügbar

Selbstentzündungs-

temperatur

Keine Daten verfügbar

Thermische Zersetzung

Keine Daten verfügbar

Zündtemperatur

470 °C

Minimale Zündenergie

Keine Daten verfügbar

Keine Daten verfügbar

Selbstbeschleunigende

Zersetzungstemperatur

(SADT)

Keine Daten verfügbar

Obere Explosionsgrenze

Keine Daten verfügbar

Untere Explosionsgrenze

Keine Daten verfügbar

Dampfdruck

Keine Daten verfügbar

Verdampfungsgeschwindig

keit

Keine Daten verfügbar

Relative Dampfdichte

Keine Daten verfügbar

Relative Dichte

Keine Daten verfügbar

Dichte

ca. 1,17 g/cm³ (20 °C)

Wasserlöslichkeit

dispergierbar

Verteilungskoeffizient: n-

Octanol/Wasser

Flufenacet: log Pow: 3,2

Terbuthylazin: log Pow: 3,4 (25 °C)

Viskosität, dynamisch

400 - 600 mPa.s (20 °C)

Geschwindigkeitsgefälle 20 /s

200 - 350 mPa.s (20 °C)

Geschwindigkeitsgefälle 100 /s

Viskosität, kinematisch

Keine Daten verfügbar

Oberflächenspannung

33,8 mN/m (25 °C)

Oxidierende Eigenschaften

Keine brandfördernden Eigenschaften

Explosivität

Nicht explosiv

92/69/EWG, A.14 / OECD 113

9.2 Sonstige Angaben

Sonstige sicherheitsrelevante physikalisch-chemische Daten sind nicht

bekannt.

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ABSCHNITT 10: STABILITÄT UND REAKTIVITÄT

10.1 Reaktivität

Stabil unter normalen Bedingungen.

10.2 Chemische Stabilität

Stabil unter angegebenen Lagerungsbedingungen.

10.3 Möglichkeit

gefährlicher Reaktionen

Keine gefährlichen Reaktionen bei vorschriftsmäßiger Lagerung und

Handhabung.

10.4 Zu vermeidende

Bedingungen

Extreme Temperaturen und direkte Sonneneinstrahlung.

10.5 Unverträgliche

Materialien

Nur im Originalbehälter lagern.

10.6 Gefährliche

Zersetzungsprodukte

Keine Zersetzungsprodukte zu erwarten bei bestimmungsgemäßem

Umgang.

ABSCHNITT 11: TOXIKOLOGISCHE ANGABEN

11.1 Angaben zu toxikologischen Wirkungen

Akute orale Toxizität

LD50 (Ratte) 500 mg/kg

Akute inhalative Toxizität

LC50 (Ratte) > 1,936 mg/l

Expositionszeit: 4 h

Höchste erreichbare Konzentration.

Produkt wurde in Form eines lungengängigen Aerosols geprüft.

Akute dermale Toxizität

LD50 (Ratte) > 4.000 mg/kg

Ätz-/Reizwirkung auf die

Haut

Keine Hautreizung (Kaninchen)

Schwere

Augenschädigung/-reizung

Keine Augenreizung (Kaninchen)

Sensibilisierung der

Atemwege/Haut

Nicht sensibilisierend. (Maus)

OECD Prüfungsrichtlinie 429, lokaler Lymphknotentest (LLNA)

Beurteilung STOT Spezifische Zielorgan-Toxizität - einmalige Exposition

Flufenacet: Aufgrund der verfügbaren Daten sind die Einstufungskriterien nicht erfüllt.

Terbuthylazin: Aufgrund der verfügbaren Daten sind die Einstufungskriterien nicht erfüllt.

Beurteilung STOT Spezifische Zielorgan-Toxizität - wiederholte Exposition

Flufenacet verursachte neurologische Effekte und/oder neuropathologische Änderungen im Tierversuch.

Terbuthylazin : Kann die Organe schädigen bei längerer oder wiederholter Exposition.

Beurteilung Mutagenität

Flufenacet war nicht mutagen oder genotoxisch in einer Reihe von In-vitro- und In-vivo-

Mutagenitätsstudien.

Terbuthylazin war nicht mutagen oder genotoxisch in einer Reihe von In-vitro- und In-vivo-

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Mutagenitätsstudien.

Beurteilung Kanzerogenität

Flufenacet war nicht krebserzeugend in lebenslangen Fütterungsstudien an Ratten und Mäusen.

Terbuthylazin wird nicht als krebserzeugend betrachtet.

Beurteilung Reproduktionstoxizität

Flufenacet verursachte keine Reproduktionstoxizität in einer Zwei-Generationenstudie an der Ratte.

Terbuthylazin verursachte Reproduktionstoxizität in einer Zweigenerationenstudie an der Ratte nur bei

Dosen, die auch für die Elterntiere giftig waren.

Beurteilung Entwicklungstoxizität

Flufenacet verursachte Entwicklungstoxizität nur bei Dosen, die auch systemische Toxizität in den

Muttertieren erzeugten. Die bei Flufenacet beobachteten Entwicklungseffekte stehen im

Zusammenhang mit der maternalen Toxizität.

Terbuthylazin verursachte Entwicklungstoxizität nur bei Dosen, die auch systemische Toxizität in den

Muttertieren erzeugten. Die bei Terbuthylazin beobachteten Entwicklungseffekte stehen im

Zusammenhang mit der maternalen Toxizität.

Aspirationsgefahr

Aufgrund der verfügbaren Daten sind die Einstufungskriterien nicht erfüllt.

ABSCHNITT 12: UMWELTBEZOGENE ANGABEN

12.1 Toxizität

Toxizität gegenüber Fischen

LC50 (Lepomis macrochirus (Blaukiemensonnenbarsch)) 2,13 mg/l

Expositionszeit: 96 h

Der angegebene Wert bezieht sich auf den technischen Wirkstoff

Flufenacet.

LC50 (Oncorhynchus mykiss (Regenbogenforelle)) 2,2 mg/l

Expositionszeit: 96 h

Der angegebene Wert bezieht sich auf den technischen Wirkstoff

Terbutylazin.

Toxizität gegenüber

wirbellosen Wassertieren

EC50 (Daphnia magna (Großer Wasserfloh)) 30,9 mg/l

Expositionszeit: 48 h

Der angegebene Wert bezieht sich auf den technischen Wirkstoff

Flufenacet.

EC50 (Daphnia magna (Großer Wasserfloh)) 21 mg/l

Expositionszeit: 48 h

Der angegebene Wert bezieht sich auf den technischen Wirkstoff

Terbutylazin.

EC50 (Mysidopsis bahia (Mysidgarnele)) 0,092 mg/l

Expositionszeit: 96 h

Der angegebene Wert bezieht sich auf den technischen Wirkstoff

Terbutylazin.

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Toxizität gegenüber

Wasserpflanzen

EC50 (Raphidocelis subcapitata (Grünalge)) 0,0431 mg/l

Wachstumsrate; Expositionszeit: 96 h

EC50 (Lemna gibba (Bucklige Wasserlinse)) 0,0935 mg/l

Wachstumsrate; Expositionszeit: 7 d

12.2 Persistenz und Abbaubarkeit

Biologische Abbaubarkeit

Flufenacet:

Nicht leicht biologisch abbaubar

Terbuthylazin:

Nicht leicht biologisch abbaubar.

Koc

Flufenacet: Koc: 202

Terbuthylazin: Koc: 151 - 333

12.3 Bioakkumulationspotenzial

Bioakkumulation

Flufenacet: Biokonzentrationsfaktor (BCF) 71

Keine Bioakkumulation.

Terbuthylazin: Biokonzentrationsfaktor (BCF) 34

Keine Bioakkumulation.

12.4 Mobilität im Boden

Mobilität im Boden

Flufenacet: Mäßig mobil in Böden

Terbuthylazin: Mäßig mobil in Böden

12.5 Ergebnisse der PBT- und vPvB-Beurteilung

Ermittlung der PBT- und

vPvB-Eigenschaften

Flufenacet: Stoff wird nicht als persistent, bioakkumulierbar und toxisch

(PBT) angesehen. Stoff wird nicht als sehr persistent und sehr

bioakkumulierbar (vPvB) angesehen.

Terbuthylazin: Stoff wird nicht als persistent, bioakkumulierbar und

toxisch (PBT) angesehen. Stoff wird nicht als sehr persistent und sehr

bioakkumulierbar (vPvB) angesehen.

12.6 Andere schädliche Wirkungen

Sonstige ökologische

Hinweise

Es sind keine anderen Wirkungen zu nennen.

ABSCHNITT 13: HINWEISE ZUR ENTSORGUNG

13.1 Verfahren der Abfallbehandlung

Nicht mit dem Hausmüll entsorgen. Reste nicht in den Ausguss oder

das WC leeren. Zur Problemstoffsammelstelle bringen. Dieses Produkt

und seinen Behälter der Problemabfallentsorgung zuführen.

Abfallschlüssel-Nr. 53103

Nach ÖNORM S 2100 vom 1.9.1997 bzw. Festsetzungsverordnung

i.d.g.F.

ABSCHNITT 14: ANGABEN ZUM TRANSPORT

ADR/RID/ADN

14.1 UN-Nummer

3082

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14.2 Ordnungsgemäße UN-

Versandbezeichnung

UMWELTGEFAEHRDENDER STOFF, FLUESSIG, N.A.G.

(FLUFENACET, TERBUTHYLAZIN LOESUNG)

14.3 Transportgefahrenklassen

14.4 Verpackungsgruppe

14.5 Umweltgefährdend Mark

Gefahren-Nr.

Tunnel Code

Diese Klassifizierungsangabe gilt grundsätzlich nicht für die Beförderung im Binnentankschiff. Bitte

zusätzliche Informationen beim Hersteller anfordern.

IMDG

14.1 UN-Nummer

3082

14.2 Ordnungsgemäße UN-

Versandbezeichnung

ENVIRONMENTALLY HAZARDOUS SUBSTANCE, LIQUID,

N.O.S.

(FLUFENACET, TERBUTHYLAZINE SOLUTION)

14.3 Transportgefahrenklassen

14.4 Verpackungsgruppe

14.5 Meeresschadstoff

IATA

14.1 UN-Nummer

3082

14.2 Ordnungsgemäße UN-

Versandbezeichnung

ENVIRONMENTALLY HAZARDOUS SUBSTANCE, LIQUID,

N.O.S.

(FLUFENACET, TERBUTHYLAZINE SOLUTION )

14.3 Transportgefahrenklassen

9

14.4 Verpackungsgruppe

14.5 Umweltgefährdend Mark

14.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Verwender

Siehe Abschnitte 6 bis 8 dieses Sicherheitsdatenblattes.

14.7 Massengutbeförderung gemäß Anhang II des MARPOL-Übereinkommens und gemäß IBC-

Code

Kein Bulktransport gemäss IBC Code.

ABSCHNITT 15: RECHTSVORSCHRIFTEN

15.1 Vorschriften zu Sicherheit, Gesundheits- und Umweltschutz/spezifische

Rechtsvorschriften für den Stoff oder das Gemisch

Weitere Angaben

WHO-Klassifizierung: II (Mäßig gefährlich)

Registrierungsnummer

2947

Melde-Nr. SDB gemäß §25,

Abs. 10, Chem.V.

292881

Gefahrklasse nach VbF

Entfällt

Wassergefährdungsklasse

WGK 3 stark wassergefährdend

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Einstufung nach AwSV, Anlage 1 (5.2)

Anwendungsgebiet

SP 1 Mittel und/oder dessen Behälter nicht in Gewässer gelangen lassen. (Ausbringungsgeräte nicht in

unmittelbarer Nähe von Oberflächengewässern reinigen/Indirekte Einträge über Hof- und

Straßenabläufe verhindern.).

SPe 4 Zum Schutz von Gewässerorganismen/Nichtzielpflanzen nicht auf versiegelten Oberflächen wie

Asphalt, Beton, Kopfsteinpflaster (Gleisanlagen) bzw. in anderen Fällen, die ein hohes

Abschwemmungsrisiko bergen, ausbringen.

15.2 Stoffsicherheitsbeurteilung

Ein Stoffsicherheitsbericht (Chemical Safety Assessment) ist nicht erforderlich.

ABSCHNITT 16: SONSTIGE ANGABEN

Wortlaut der unter Abschnitt 3 aufgeführten Gefahrenhinweise

H301

Giftig bei Verschlucken.

H302

Gesundheitsschädlich bei Verschlucken.

H310

Lebensgefahr bei Hautkontakt.

H314

Verursacht schwere Verätzungen der Haut und schwere Augenschäden.

H315

Verursacht Hautreizungen.

H317

Kann allergische Hautreaktionen verursachen.

H318

Verursacht schwere Augenschäden.

H330

Lebensgefahr bei Einatmen.

H373

Kann die Organe schädigen bei längerer oder wiederholter Exposition.

H400

Sehr giftig für Wasserorganismen.

H410

Sehr giftig für Wasserorganismen, mit langfristiger Wirkung.

Abkürzungen und Akronyme

Europäisches Übereinkommen über die internationale Beförderung von gefährlichen

Gütern auf Binnenwasserstraßen

Europäisches Übereinkommen über die internationale Beförderung gefährlicher Güter

auf der Strasse

Schätzwert Akuter Toxizität

AwSV

Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen

CAS-Nr.

Chemical Abstracts Service Nummer

Effektive Konzentration von x %

EG-Nr.

Europäische Gemeinschaftsnummer

EINECS

Europäisches Verzeichnis der auf dem Markt vorhandenen chemischen Stoffe

ELINCS

European list of notified chemical substances

Europäische Norm

Europäische Union

IATA

International Air Transport Association

International Code for the Construction and Equipment of Ships Carrying Dangerous

Chemicals in Bulk (IBC Code)

Inhibitorische Konzentration von x %

IMDG

International Maritime Dangerous Goods

Konz.

Konzentration

Tödliche Konzentration von x %

Tödliche Dosis von x %

LOEC/LOEL

Niedrigste Konzentration/Dosierung mit beobachtetem Effekt

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MARPOL

MARPOL: International Convention for the prevention of marine pollution from ships

N.O.S./N.A.G

Not otherwise specified/ Nicht anderweitig genannt

NOEC/NOEL

Höchste Konzentration/Dosis ohne beobachtete statistisch signifikante Wirkung

OECD

Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

Internationale Regelung für den Transport gefährlicher Güter im Schienenverkehr

TA Luft

Technische Anleitung zur Reinhaltung der Luft

TRGS

Technische Regeln für Gefahrstoffe

Zeitbezogene Durchschnittskonzentration

Vereinte Nationen

Verordnung über brennbare Flüssigkeiten

Wassergefährdungsklasse

Weltgesundheitsorganisation

Die Angaben stützen sich auf den heutigen Stand unserer Kenntnisse. Sie sollen unsere Produkte im

Hinblick auf Sicherheitserfordernisse beschreiben und haben somit nicht die Bedeutung, bestimmte

Eigenschaften zuzusichern.

Die Angaben in diesem Datenblatt entsprechen den in der Verordnung (EU) Nr. 1907/2006 und in der

Verordnung (EU) Nr. 2015/830 zur Änderung der Verordnung (EU) Nr. 1907/2006 festgelegten

Anforderungen sowie allen nachfolgenden Anpassungen. Dieses Datenblatt ergänzt die Anweisungen

der Herstellerfirma, ersetzt sie aber nicht. Den darin enthaltenen Angaben wurden die zur Zeit der

Erstellung des Datenblatts vorhandenen Kenntnisse zugrunde gelegt. Überdies werden Anwender an

die Gefahren erinnert, die aus einer zweckfremden Verwendung des Produktes entstehen können. Die

erforderlichen Angaben entsprechen der jeweils gültigen EWG-Gesetzgebung. Angesprochene Kreise

werden gebeten, etwaige darüber hinausgehende nationale Anforderungen zu beachten.

Abänderungen gegenüber der letzten Ausgabe werden am Rand hervorgehoben. Diese Version

ersetzt alle früheren Ausgaben.

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