Zyvoxid

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Zyvoxid Infusionslösung 2 mg-ml
  • Dosierung:
  • 2 mg-ml
  • Darreichungsform:
  • Infusionslösung
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

  • Information für medizinisches Fachpersonal:
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Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Zyvoxid Infusionslösung 2 mg-ml
    Belgien
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • andere Stoffe mit antibakterieller Wirkung

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AFMPS - Agence Fédérale des Médicaments et des Produits de Santé - Belgium
  • Zulassungsnummer:
  • BE397713
  • Letzte Änderung:
  • 13-04-2018

Packungsbeilage

Gebrauchsinformation

Gebrauchsinformation: Information für Anwender

ZYVOXID 2 mg/ml Infusionslösung

Linezolid

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Anwendung dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann

anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch

für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Zyvoxid und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Behandlung mit Zyvoxid beachten?

Wie wird Zyvoxid angewendet?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Zyvoxid aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Zyvoxid und wofür wird es angewendet?

Zyvoxid ist ein Antibiotikum, das zur Klasse der Oxazolidinone gehört und seine Wirkung hemmt das

Wachstum bestimmter infektionsauslösender Bakterien (Keime). Es wird zur Behandlung von

Lungenentzündung und bestimmten Infektionen der Haut oder des Unterhautgewebes angewendet. Ihr Arzt

wird darüber entscheiden, ob Zyvoxid zur Behandlung Ihrer Infektion geeignet ist.

2.

Was sollten Sie vor der Behandlung mit Zyvoxid beachten?

Sie sollten nicht mit Zyvoxid behandelt werden,

wenn Sie allergisch gegen Linezolid oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile

dieses Arzneimittels sind;

wenn Sie Arzneimittel einnehmen oder innerhalb der letzten 2 Wochen eingenommen haben, die als

Monoaminoxidasehemmer bekannt sind (MAO-Hemmer, wie zum Beispiel Phenelzin, Isocarboxazid,

Selegilin, Moclobemid). Diese Arzneimittel können zur Behandlung von Depressionen und der

Parkinson-Krankheit angewendet werden;

wenn Sie stillen. Das gilt deshalb, weil Zyvoxid in die Muttermilch übertritt und somit Auswirkungen

auf das Baby haben könnte.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Zyvoxid

ist möglicherweise nicht für Sie geeignet, wenn Sie eine der folgenden Fragen mit "Ja"

beantworten. In diesem Fall informieren Sie bitte Ihren Arzt/Ihre Ärztin, denn er/sie muss Ihren allgemeinen

Gesundheitszustand und Ihren Blutdruck vor und während der Behandlung kontrollieren oder kann

entscheiden, dass eine andere Behandlung besser für Sie ist.

Fragen Sie Ihren Arzt, wenn Sie sich nicht sicher sind, ob diese Möglichkeiten auf Sie zutreffen.

Leiden Sie an Bluthochdruck, unabhängig davon, ob Sie dafür Arzneimittel einnehmen oder nicht?

Wurde bei Ihnen eine Schilddrüsenüberfunktion diagnostiziert?

Leiden Sie an einem Nebennierentumor (Phäochromozytom) oder an einem Karzinoidsyndrom

(verursacht durch Tumoren des Hormonsystems mit Symptomen wie Durchfall, Rot- und Warmwerden

der Haut (Flushing) Keuchatmung)?

Leiden Sie an einer manischen Depression, schizoaffektiven Störung, mentalen Verwirrtheit oder

anderen mentalen Problemen?

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Gebrauchsinformation

Nehmen Sie eines der folgenden Arzneimittel ein?

abschwellende Mittel gegen Erkältung oder Grippe, die Pseudoephedrin oder Phenylpropanolamin

enthalten

Arzneimittel zur Behandlung von Asthma, wie Salbutamol, Terbutalin, Fenoterol

Antidepressiva bekannt als Trizyklika oder SSRI (selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer)

wie z.B. Amitriptylin, Cipramil, Clomipramin, Dosulepin, Doxepin, Fluoxetin, Fluvoxamin,

Imipramin, Lofepramin, Paroxetin, Sertralin

Arzneimittel zur Behandlung von Migräne wie z.B. Sumatriptan und Zolmitriptan

Arzneimittel zur Behandlung plötzlicher, schwerer allergischer Reaktionen wie Adrenalin

(Epinephrin)

Arzneimittel zur Steigerung des Blutdrucks wie Noradrenalin (Norepinephrin), Dopamin und

Dobutamin

Arzneimittel zur Behandlung mittelstarker bis starker Schmerzen wie z.B. Pethidin

Arzneimittel zur Behandlung von Angststörungen wie Buspiron

ein Antibiotikum dass Rifampicin genannt wird.

Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Zyvoxid ist erforderlich

Informieren Sie Ihren Arzt vor der Behandlung mit diesem Arzneimittel, wenn Sie

zu blauen Flecken oder Blutungen neigen

an Anämie leiden (zu wenige rote Blutkörperchen haben)

sich leicht Infektionen zuziehen

eine Vorgeschichte von epileptischen Anfällen haben

Leber- oder Nierenprobleme haben, insbesondere wenn Sie dialysepflichtig sind

an Durchfall leiden

Informieren Sie sofort Ihren Arzt, wenn Sie während der Behandlung leiden an

Sehstörungen, wie z.B. Verschwommen Sehen, Veränderungen des Farbsehens, Schwierigkeiten beim

Scharfsehen oder Gesichtsfeldeinschränkungen.

Gefühlsverlust in Armen oder Beinen oder ein kribbelndes oder prickelndes Gefühl in den Armen oder

Beinen.

Während oder nach der Einnahme von Antibiotika, einschließlich Zyvoxid, können Sie Durchfall

bekommen. Wenn Sie an schwerem oder anhaltendem Durchfall leiden, oder wenn Ihr Stuhl blutig oder

schleimig ist, sollten Sie die Einnahme von Zyvoxid sofort beenden und Ihren Arzt konsultieren. In

diesem Fall sollten Sie keine Arzneimittel, die die Darmbewegungen hemmen oder vermindern,

einnehmen.

Wiederkehrende Übelkeit oder Erbrechen, Bauchschmerzen oder schnelle Atmung (tiefe und schnelle

Atmung).

Einnahme von Zyvoxid zusammen mit anderen Arzneimitteln

Es gibt ein Risiko, dass Zyvoxid und bestimmte andere Arzneimittel gelegentlich aufeinander wirken und

Nebenwirkungen wie Blutdruck-, Temperatur- oder Pulsveränderungen verursachen.

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie die folgenden Arzneimittel einnehmen oder in den letzten 2

Wochen eingenommen haben, da Zyvoxid nicht angewendet werden darf, wenn Sie bereits diese

Arzneimittel einnehmen bzw. vor kurzem eingenommen haben. (Siehe auch Abschnitt 2 oben „Sie sollten

nicht mit Zyvoxid behandelt werden“).

Monoaminoxidasehemmer (MAO-Hemmer wie z.B. Phenelzin, Isocarboxazid, Selegilin,

Moclobemid). Diese Arzneimittel können zur Behandlung von Depressionen und der Parkinson-

Krankheit angewendet werden.

Informieren Sie Ihren Arzt auch dann, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen. Ihr Arzt kann

trotzdem entscheiden Ihnen Zyvoxid zu geben, aber er muss vor und während der Behandlung Ihren

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Gebrauchsinformation

allgemeinen Gesundheitszustand und Ihren Blutdruck kontrollieren. In anderen Fällen kann Ihr Arzt

entscheiden, dass eine andere Behandlung besser für Sie ist.

Abschwellende Mittel gegen Erkältung oder Grippe, die Pseudoephedrin oder Phenylpropanolamin

enthalten.

Manche Arzneimittel zur Behandlung von Asthma wie z.B. Salbutamol, Terbutalin, Fenoterol.

Bestimmte Antidepressiva, die bekannt sind als Trizyklika oder SSRI (selektive Serotonin-

Wiederaufnahme-Hemmer). Es gibt viele solcher Mittel, wie z.B. Amitriptylin, Cipramil,

Clomipramin, Dosulepin, Doxepin, Fluoxetin, Fluvoxamin, Imipramin, Lofepramin, Paroxetin,

Sertralin.

Arzneimittel zur Behandlung von Migräne wie z.B. Sumatriptan und Zolmitriptan.

Arzneimittel zur Behandlung plötzlicher, schwerer allergischer Reaktionen wie z.B. Adrenalin

(Epinephrin).

Arzneimittel zur Steigerung des Blutdrucks wie z.B. Noradrenalin (Norepinephrin), Dopamin und

Dobutamin.

Arzneimittel zur Behandlung von mäßigen bis starken Schmerzen wie z.B. Pethidin.

Arzneimittel zur Behandlung von Angststörungen wie z.B. Buspiron.

Arzneimittel zur Hemmung der Blutgerinnung wie z.B. Warfarin.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden oder

kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht

verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Einnahme von Zyvoxid zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Sie können Zyvoxid entweder vor, während oder nach einer Mahlzeit einnehmen.

Vermeiden Sie den Verzehr von großen Mengen reifem Käse, Hefeextrakt oder Sojabohnenextrakt, wie

z.B. Sojasoße, sowie das Trinken von Alkohol, besonders von Zapfbier und Wein. Das ist deshalb

ratsam, weil Zyvoxid mit einer Substanz namens Tyramin reagieren kann, die als natürlicher Bestandteil

in manchen Lebensmitteln vorkommt. Diese Wechselwirkung kann zu einem Anstieg Ihres Blutdrucks

führen.

Wenn Sie nach dem Verzehr einer Mahlzeit oder nach dem Genuss eines Getränks klopfende

Kopfschmerzen entwickeln, informieren Sie sofort Ihren Arzt oder Apotheker.

Schwangerschaft, Stillzeit und Zeugungs-/Gebärfähigkeit

Über die Wirkung von Zyvoxid bei Schwangeren ist nichts bekannt. Es sollte deshalb während der

Schwangerschaft nicht eingenommen werden, es sei denn der Arzt hat es angeordnet. Wenn Sie schwanger

sind, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor

der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Sie sollten während der Einnahme von Zyvoxid nicht stillen, weil das Arzneimittel in die Muttermilch

übertritt und Auswirkungen auf das Baby haben könnte.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Zyvoxid kann bei Ihnen Schwindel hervorrufen oder Sichtprobleme verursachen. Wenn Sie davon betroffen

sind, dürfen Sie nicht Auto fahren oder Maschinen bedienen. Denken Sie daran, dass Ihre Fähigkeit, Auto zu

fahren oder Maschinen zu bedienen, darunter leiden kann, wenn Sie sich unwohl fühlen.

Zyvoxid enthält Glukose und Natrium

Glukose

Ein ml Zyvoxid-Lösung enthält 45,7 mg Glukose (13,7 g Glukose in einem Beutel).

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Gebrauchsinformation

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder das medizinische Personal, wenn Sie Diabetiker/in sind.

Natrium

Ein ml Zyvoxid-Lösung enthält 0,38 mg Natrium (114 mg Natrium in einem Beutel).

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder das medizinische Personal, wenn Sie eine natriumarme Diät einhalten

müssen.

3.

Wie wird Zyvoxid angewendet?

Erwachsene

Dieses Arzneimittel wird Ihnen vom Arzt oder dem medizinischen Personal über eine Infusion in eine Vene

verabreicht. Die übliche Dosis für Erwachsene (ab 18 Jahren) beträgt zweimal täglich 300 ml (600 mg

Linezolid) und wird über einen Zeitraum von 30 bis 120 Minuten über eine Infusion direkt in das Blut

(intravenös) verabreicht.

Wenn Sie eine Nierendialyse erhalten, soll Zyvoxid Ihnen erst nach der Dialyse verabreicht werden.

Ein Behandlungszyklus dauert in der Regel 10 bis 14 Tage, kann aber auf bis zu 28 Tage ausgedehnt werden.

Die Unbedenklichkeit und Wirksamkeit dieses Arzneimittels für eine Therapiedauer von mehr als 28 Tagen

wurde bisher nicht untersucht. Ihr Arzt wird darüber entscheiden, wie lange Sie behandelt werden sollen.

Während Ihrer Behandlung mit Zyvoxid muss der Arzt regelmäßige Blutuntersuchungen vornehmen, um Ihr

Blutbild zu kontrollieren.

Wenn Sie Zyvoxid über einen längeren Zeitraum als 28 Tage anwenden, sollte Ihr Arzt Ihre Sehkraft prüfen.

Anwendung bei Kindern

Zyvoxid wird normalerweise nicht zur Behandlung von Kindern und Jugendlichen (unter 18 Jahren)

angewendet.

Wenn Sie eine größere Menge von Zyvoxid erhalten haben, als Sie sollten

Wenn Sie besorgt sind, eine zu große Menge Zyvoxid erhalten zu haben, wenden Sie sich umgehend an Ihren

Arzt oder an das medizinische Personal.

Wenn Sie eine größere Menge von Zyvoxid erhalten haben, verständigen Sie sofort Ihren Arzt, Ihren

Apotheker oder das Antigiftzentrum (070/245.245).

Wenn die Verabreichung von Zyvoxid vergessen wurde

Da Sie dieses Arzneimittel unter genauer Beobachtung erhalten werden, ist es sehr unwahrscheinlich, dass eine

Dosis vergessen wird. Wenn Sie der Meinung sind, eine Behandlung versäumt zu haben, wenden Sie sich

sofort an Ihren Arzt oder an das medizinische Personal.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Informieren Sie umgehend Ihren Arzt, das Pflegepersonal oder Ihren Apotheker, wenn Sie während der

Behandlung mit Zyvoxid eine dieser Nebenwirkungen feststellen:

Hautreaktionen wie gerötete, gereizte Haut mit Schuppenbildung (Dermatitis), Hautausschlag, Juckreiz

oder Schwellung, besonders im Bereich von Gesicht und Hals. Dies kann ein Zeichen einer allergischer

Reaktion sein und es kann notwendig sein, Ihre Behandlung mit Zyvoxid abzubrechen.

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Gebrauchsinformation

Sehstörungen, wie z.B. Verschwommen Sehen, Veränderungen des Farbsehens, Schwierigkeiten beim

Scharfsehen oder Gesichtsfeldeinschränkungen.

Schwerer blutiger und/oder schleimiger Durchfall (Antibiotika-assoziierte Colitis, einschließlich

pseudomembranöse Colitis), der sich in seltenen Fällen zu lebensbedrohlichen Komplikationen

entwickeln kann.

Wiederkehrende Übelkeit oder Erbrechen, Bauchschmerzen oder schnelle Atmung.

Anfälle oder Krämpfe wurden mit Zyvoxid beobachtet. Sie sollten Ihren Arzt informieren, wenn Sie

während der gleichzeitigen Einnahme von Antidepressiva, die Serotonin-Wiederaufnahmehemmer

(SSRI) genannt werden, an Unruhe, Verwirrtheit, Delirium, Steifigkeit, Zittern, Koordinationsstörungen

und Krampfanfällen leiden (siehe Abschnitt 2).

Patienten, die Zyvoxid länger als 28 Tage erhielten, berichteten über Taubheit, Kribbeln oder Sehstörungen.

Sollten Sehstörungen bei Ihnen auftreten, wenden Sie sich so bald wie möglich an Ihren Arzt.

Weitere Nebenwirkungen sind:

Häufige Nebenwirkungen (die bei weniger als 1 von 10 Patienten auftreten können):

Pilzinfektionen, insbesondere vaginaler Soor oder Mundsoor

Kopfschmerzen

Metallischer Geschmack im Mund

Durchfall, Übelkeit oder Erbrechen

Veränderungen in Bluttestergebnissen, einschließlich diesen, die Ihre Nieren- und Leberfunktionswerte

oder Blutzuckerspiegel messen

Blutungen oder blaue Flecken ungeklärter Ursache, die möglicherweise auf Veränderungen der Zahl

bestimmter Blutzellen zurückzuführen sind und die Auswirkungen auf die Blutgerinnung haben oder zu

Anämie führen können

Schlafstörungen

Erhöhter Blutdruck

Anämie (zu wenige rote Blutkörperchen)

Veränderungen der Zahl bestimmter Blutzellen, die sich auf Ihre Infektionsabwehr auswirken können

Hautausschlag

Juckende Haut

Schwindel

Örtlich begrenzte oder allgemeine Bauchschmerzen

Verstopfung

Verdauungsstörungen

Örtlich begrenzte Schmerzen

Fieber

Gelegentliche Nebenwirkungen (die bei weniger als 1 von 100 Patienten auftreten können):

Entzündungen der Vagina oder des Genitalbereichs bei Frauen

Kribbeln oder Taubheitsgefühl

Sehstörungen

Ohrensausen (Tinnitus)

Venenentzündung

Mundtrockenheit oder -reizungen, Zungenschwellung, -reizung oder -verfärbung

Schmerzen an und im Bereich der Infusionsstelle

Venenentzündung (einschließlich der Stelle, an der die Infusion verabreicht wurde)

Vermehrter Harndrang

Schüttelfrost

Müdigkeit oder Durst

Bauchspeicheldrüsenentzündung

Verstärktes Schwitzen

Veränderungen der für die Messung der Nieren- und Leberfunktion maßgeblichen Protein-, Mineral-

oder Enzymwerte im Blut

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Gebrauchsinformation

Krämpfe

Hyponatriämie (zu niedriger Natriumspiegel im Blut)

Nierenversagen

Verringerte Anzahl an Blutplättchen

Aufgetriebener Bauch

Transiente ischämische Attacken (vorübergehende Störung der Hirndurchblutung, die kurzzeitige

Symptome wie Verlust des Sehvermögens, Arm- und Beinschwäche, verwaschene Sprache und

Bewusstseinsverlust verursacht)

Schmerzen an der Injektionsstelle

Hautentzündung

Kreatinin im Blut erhöht

Magenschmerzen

Herzrhythmusänderungen (z.B. erhöhter Rhythmus)

Seltene Nebenwirkungen (die bei weniger als 1 von 1.000 Patienten auftreten können):

Beschränktes Gesichtsfeld

Oberflächliche Zahnverfärbung, die durch professionelle Zahnreinigung (manuelle Zahnsteinentfernung)

beseitigt werden kann

Die folgenden Nebenwirkungen wurden auch gemeldet (nicht bekannte Häufigkeit):

Serotonin-Syndrom (mit Symptomen wie beschleunigtem Herzschlag, Verwirrtheit, abnormalem

Schwitzen, Halluzinationen, unkontrollierten Bewegungen, Schüttelfrost und Zittern)

Laktatazidose (mit Symptomen wie wiederkehrender Übelkeit und Erbrechen, Bauchschmerzen und

schneller Atmung)

Schwere Hauterkrankungen

Sideroblastische Anämie (eine Art von Anämie [niedrige Anzahl rote Blutkörperchen])

Alopezie (Haarausfall)

Veränderungen des Farbensehens oder Schwierigkeiten um Einzelheiten zu sehen

Verminderung der Anzahl der Blutzellen

Schwäche und/oder geänderte Sinneswahrnehmungen

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich

beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben

sind.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für

Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch

direkt über die Föderalagentur für Arzneimittel und Gesundheitsprodukte - Abteilung Vigilanz, Eurostation

II, Victor Hortaplein, 40/40, B-1060 Brüssel (Webseite: www.fagg-afmps.be, E-Mail: patientinfo@fagg-

afmps.be) anzeigen.

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit

dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie ist Zyvoxid aufzubewahren?

Das Klinikpersonal wird sicherstellen, dass die Zyvoxid Infusionslösung nach dem auf dem Beutel nach EXP

angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwendet wird und die Infusion Ihnen sofort nach dem Öffnen

verabreicht wird. Die Infusionslösung wird vor der Verabreichung einer Sichtprüfung unterzogen und es

werden nur klare Lösungen ohne Schwebeteilchen verwendet. Sie werden außerdem sicherstellen, dass die

Infusionslösung bis zum Gebrauch ordnungsgemäß im Karton und in der Schutzfolie vor Licht geschützt und

für Kinder unzugänglich aufbewahrt wird.

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Gebrauchsinformation

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Zyvoxid Infusionslösung enthält

Der Wirkstoff ist Linezolid. Ein ml Lösung enthält 2 mg Linezolid.

Die sonstigen Bestandteile sind Glukosemonohydrat (eine Zuckerart), Natriumcitrat (E331), Zitronensäure,

wasserfrei (E330), Salzsäure (E507) oder Natriumhydroxid (E524) und Wasser für Injektionszwecke.

Wie Zyvoxid aussieht und Inhalt der Packung

Zyvoxid wird als klare Lösung in Einzelinfusionsbeuteln zu 300 ml (600 mg Linezolid) Infusionslösung

angeboten.

Die Beutel werden in Umkartons mit 1, 2, 5, 10, 20 oder 25 Beuteln angeboten.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutische Unternehmer:

Pfizer SA, Boulevard de la Plaine 17, 1050 Brüssel, Belgien

Hersteller:

Fresenius Kabi Norge AS, Svinesundveien 80, N-1789 Berg I Ostfold, Halden, Norwegen.

Zulassungsnummern:

Zyvoxid 2 mg/ml Infusionslösung: BE226651 (Excel Beutel)

BE397713 (Freeflex Beutel)

Status: Verschreibungspflichtig.

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) unter den

folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Belgien Zyvoxid

Dänemark

Zyvoxid

Deutschland

Zyvoxid

Estland Zyvoxid

Finnland

Zyvoxid

Frankreich

Zyvoxid

Griechenland Zyvoxid

Irland

Zyvox

Island

Zyvoxid

Italien

Zyvoxid

Lettland

Zyvoxid

Litauen Zyvoxid

Luxemburg

Zyvoxid

Malta

Zyvox

Niederlande

Zyvoxid

Norwegen

Zyvoxid

Österreich

Zyvoxid

Polen

Zyvoxid

Portugal

Zyvoxid

Schweden

Zyvoxid

Slowakei

Zyvoxid

Slowenien

Zyvoxid

Spanien

Zyvoxid

Tschechische Republik

Zyvoxid

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Gebrauchsinformation

Vereinigtes Königreich

Zyvox

Zypern Zyvoxid

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im 10/2014.

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Gebrauchsinformation

Ein Leitfaden für Klinikpersonal

Zyvoxid 2 mg/ ml Infusionslösung

Linezolid

WICHTIG: Vor der Verordnung die Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels beachten.

Linezolid ist nicht wirksam bei Infektionen durch Gram-negative Erreger. Bei Nachweis oder Verdacht auf

eine Co-Infektion mit einem Gram-negativen Erreger muss gleichzeitig eine spezifische Therapie gegen

Gram-negative Erreger eingeleitet werden.

Beschreibung

Gebrauchsfertiger, Latex-freier, mehrschichtiger Polyolefin Folien-Infusionsbeutel zum einmaligen

Gebrauch (Excel oder Freeflex), eingeschweißt in einer laminierten Schutzfolie. Der Beutel enthält 300 ml

Lösung und ist in einem Umkarton verpackt. Jeder Umkarton enthält 1, 2, 5, 10*, 20 oder 25 Infusionsbeutel.

Hinweis:

*Es werden derzeit nur Umkartons mit 10 Beuteln in den Verkehr gebracht.

Zyvoxid 2 mg/ml Injektionslösung enthält 2 mg/ml Linezolid in einer klaren, farblosen bis gelben

isotonischen Lösung. Die sonstigen Bestandteile sind: Glukosemonohydrat, Natriumcitrat (E331),

Zitronensäure, wasserfrei (E330), Salzsäure (E507) oder Natriumhydroxid (E524) und Wasser für

Injektionszwecke.

Dosierung und Art der Anwendung

Die Behandlung mit Linezolid sollte nur im Klinikumfeld und nach Rücksprache mit einem entsprechenden

Experten wie beispielsweise einem Mikrobiologen oder einem Spezialisten für Infektionskrankheiten

begonnen werden.

Initial mit der parenteralen Darreichungsform behandelte Patienten können auf eine der oralen

Darreichungsformen umgestellt werden, wenn klinisch angezeigt. In solchen Fällen ist eine Dosisanpassung

auf Grund der oralen Bioverfügbarkeit von Linezolid von ca. 100 % nicht erforderlich. Die Infusionslösung

sollte über einen Zeitraum von 30 bis 120 Minuten verabreicht werden.

Die empfohlene Dosis Linezolid sollte intravenös oder oral 2-mal täglich verabreicht werden.

Empfohlene Dosierung und Dauer der Anwendung bei Erwachsenen:

Die Dauer der Behandlung ist abhängig vom Krankheitserreger, vom Ort und Schweregrad der Infektion und

dem klinischen Ansprechen des Patienten.

Die im Folgenden aufgeführten Empfehlungen zur Behandlungsdauer entsprechen der Therapiedauer, die in

klinischen Studien angewendet wurde. Bei bestimmten Infektionsarten können auch kürzere

Behandlungsregime ausreichen; diese wurden jedoch nicht in klinischen Studien untersucht.

Die maximale Behandlungsdauer beträgt 28 Tage. Für eine Therapiedauer über 28 Tage wurde die

Verträglichkeit und Wirksamkeit von Linezolid nicht untersucht.

Bei Infektionen mit gleichzeitiger Bakteriämie ist keine Dosiserhöhung oder Verlängerung der Therapiedauer

erforderlich. Die Dosisempfehlung für die Verwendung der Infusionslösung und der Tabletten/des Granulats

zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen sind identisch und im Folgenden wiedergegeben:

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Gebrauchsinformation

Infektionen

Dosierung und Art der

Anwendung bei zweimal

täglicher Verabreichung

Behandlungsdauer

Nosokomiale Pneumonie

600 mg zweimal täglich

10 bis14 aufeinander folgende

Tage

Ambulant erworbene

Pneumonie

Komplizierte Haut- und

Weichteilinfektionen

600 mg zweimal täglich

Kinder und Jugendliche:

Die Daten zur Pharmakokinetik, Unbedenklichkeit und Wirksamkeit von Linezolid für Kinder und

Jugendliche (< 18 Jahren) sind nicht ausreichend, um Dosierungsempfehlungen festzulegen. Solange keine

weiteren Daten vorliegen, wird deshalb die Anwendung von Linezolid in dieser Altersgruppe nicht

empfohlen.

Ältere Patienten: Eine Dosisanpassung ist nicht erforderlich.

Patienten mit Niereninsuffizienz: Eine Dosisanpassung ist nicht erforderlich.

Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz (d.h. CLCR < 30 ml/min): Eine Dosisanpassung ist nicht

erforderlich. Auf Grund der unbekannten klinischen Bedeutung der bis zu 10fach höheren Konzentration der

beiden Hauptmetaboliten von Linezolid bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz sollte eine

Behandlung mit Linezolid bei diesen Patienten mit besonderer Vorsicht erfolgen und nur, wenn der zu

erwartende Nutzen das theoretische Risiko überwiegt.

Da bei einer Hämodialyse ca. 30 % einer Linezolid-Dosis in 3 Stunden entfernt werden, sollte Zyvoxid bei

Hämodialyse-Patienten nach der Dialyse verabreicht werden. Die Hauptmetaboliten von Linezolid werden

zu einem gewissen Teil durch die Hämodialyse entfernt, aber die Konzentrationen dieser Metaboliten sind

nach der Dialyse noch deutlich höher als bei Patienten mit normaler Nierenfunktion oder leichter bis

mittelschwerer Niereninsuffizienz. Deshalb sollte Linezolid bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz,

die sich einer Dialyse unterziehen müssen, mit besonderer Vorsicht angewendet werden und nur, wenn der zu

erwartende Nutzen das theoretische Risiko überwiegt.

Bisher gibt es keine Erfahrungen zur Anwendung von Linezolid bei Patienten unter kontinuierlicher

ambulanter Peritonealdialyse (CAPD) oder anderen Behandlungen bei Nierenversagen (außer Hämodialyse).

Patienten mit Leberinsuffizienz:

Bei Patienten mit leichter bis mittelschwerer Leberinsuffizienz (Child-Pugh Klasse A oder B): Eine

Dosisanpassung ist nicht erforderlich.

Patienten mit schwerer Leberinsuffizienz (Child-Pugh Klasse C): Da Linezolid durch einen nicht-

enzymatischen Prozess metabolisiert wird, ist nicht zu erwarten, dass eine Einschränkung der Leberfunktion

den Stoffwechsel dieser Substanz signifikant verändert und deshalb werden keine Empfehlungen für eine

Dosisanpassung gegeben. Es liegen jedoch keine pharmakokinetischen Daten und nur begrenzte klinische

Erfahrungen mit Zyvoxid an Patienten mit schwerer Leberinsuffizienz vor. Linezolid sollte bei Patienten mit

schwerer Leberinsuffizienz mit besonderer Vorsicht angewendet werden und nur, wenn der zu erwartende

Nutzen das theoretische Risiko überwiegt.

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen Linezolid oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile.

Linezolid sollte bei Patienten, die ein Arzneimittel, das die Monoaminoxidasen A oder B (z.B. Phenelzin,

Isocarboxazid, Selegilin, Moclobemid) hemmt, einnehmen oder innerhalb der letzten zwei Wochen ein

solches Arzneimittel eingenommen haben, nicht angewendet werden.

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Gebrauchsinformation

Linezolid sollte bei Patienten mit folgender zu Grunde liegender klinischer Symptomatik oder unter

folgenden Begleitmedikationen nicht angewendet werden, es sei denn, es liegen Möglichkeiten zur genauen

Beobachtung und zur Kontrolle des Blutdrucks vor:

Patienten mit unkontrollierter Hypertonie, Phäochromozytom, Karzinoid, Thyreotoxikose, bipolarer

Depression, schizoaffektiver Psychose, akuten Verwirrtheitszuständen.

Patienten, die eines der folgenden Arzneimittel einnehmen: Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer,

trizyklische Antidepressiva, Serotonin 5-HT1-Rezeptoragonisten (Triptane), direkt und indirekt wirkende

Sympathomimetika (einschließlich adrenerger Bronchodilatatoren, Pseudoephedrin und

Phenylpropanolamin), vasopressorische Mittel (z.B. Adrenalin / Epinephrin, Noradrenalin /

Norepinephrin), dopaminerge Mittel (z.B. Dopamin, Dobutamin), Pethidin oder Buspiron.

Vor und während der Therapie sollte nicht gestillt werden.

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Myelosuppression

Während der Behandlung mit Linezolid wurde bei Patienten über das Auftreten einer Myelosuppression

(einschließlich Anämie, Leukopenie, Panzytopenie und Thrombozytopenie) berichtet. In den Fällen, in denen

der Ausgang bekannt ist, stiegen die betreffenden hämatologischen Parameter nach dem Absetzen von

Linezolid wieder auf die Höhe der Ausgangswerte an. Das Risiko dieser Wirkungen hängt möglicherweise

von der Behandlungsdauer ab. Ältere Patienten, die mit Linezolid behandelt werden, laufen mehr Gefahr,

eine Blutdyskrasie zu erleiden als jüngere Patienten. Bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz, ob mit

oder ohne Dialyse, kann eine Thrombozytopenie häufiger auftreten. Deshalb wird eine engmaschige

Blutbildkontrolle empfohlen bei Patienten, die: eine vorbestehende Anämie, Granulozytopenie oder

Thrombozytopenie haben; eine Begleitmedikation erhalten, die den Hämoglobinspiegel, die Blutzellzahl,

oder die Thrombozytenzahl oder -funktion mindern kann; an schwerer Niereninsuffizienz leiden; eine

Therapie von mehr als 10 bis 14 Tagen erhalten. Linezolid soll diesen Patienten nur verabreicht werden,

wenn eine genaue Überwachung der Hämoglobinwerte, des Blutbildes und der Thrombozytenzahl möglich

ist.

Bei Auftreten einer signifikanten Myelosuppression unter der Therapie mit Linezolid sollte die Therapie

abgebrochen werden, falls keine absolute Notwendigkeit zur Fortführung der Behandlung besteht; in diesem

Fall sollten eine intensive Überwachung des Blutbildes erfolgen und geeignete Maßnahmenkataloge

festgelegt werden.

Zusätzlich wird empfohlen, ein großes Blutbild (einschließlich Hämoglobinwerte, Thrombozyten, Gesamt-

Leukozytenzahl und Leukozyten-Differentialblutbild) wöchentlich bei Patienten unter der Therapie mit

Linezolid , unabhängig von den Ausgangswerten des Blutbildes zu bestimmen.

In Compassionate-Use-Studien wurde bei Patienten, die Linezolid länger als die maximal empfohlene

Anwendungsdauer von 28 Tagen erhielten, ein erhöhtes Auftreten von schwerer Anämie festgestellt. Diese

Patienten benötigten häufiger Bluttransfusionen. Auch nach der Markteinführung wurden Fälle von Anämie,

die Bluttransfusionen erforderlich machten, gemeldet, wobei diese Fälle unter den Patienten, die Linezolid

länger als 28 Tage erhielten, häufiger waren.

Nach der Markteinführung wurden Fälle von sideroblastischer Anämie gemeldet. Wenn die Ausbruchszeit

bekannt war, erhielten die meisten Patienten Linezolid länger als 28 Tage. Die meisten Patienten erholten

sich vollständig oder teilweise nach Absetzen von Linezolid mit oder ohne Behandlung von ihrer Anämie.

Mortalitätsmissverhältnis in einer klinischen Studie bei Patienten mit Katheter-assoziierten Gram-positiven

Blutkreislaufinfektionen

In einer offenen Studie bei schwer kranken Patienten mit intravasalen Katheter-assoziierten Infektionen

wurde bei den mit Linezolid behandelten Patienten im Vergleich zu den mit

Vancomycin/Dicloxacillin/Oxacillin eine erhöhte Mortalität festgestellt [78/363 (21,5%) vs. 58/363

(16,0%)]. Haupteinflussfaktor der Mortalitätsrate war der Status der Gram-positiven Infektion zu

Studienbeginn. Bei den Patienten mit ausschließlich durch Gram-positive Erreger verursachten Infektionen

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Gebrauchsinformation

waren die Mortalitätsraten vergleichbar (Odds Ratio 0,96; 95%-Konfidenzintervall: 0,58-1,59), aber sie

waren im Linezolid-Arm bei den Patienten, die zu Studienbeginn andere Krankheitserreger oder keine

Krankheitserreger aufwiesen, signifikant höher (p=0,0162) (Odds Ratio 2,48; 95%-Konfidenzintervall: 1,38-

4,46). Der größte Unterschied trat während der Behandlung und innerhalb von 7 Tagen nach dem Absetzen

der Studienmedikation auf. Im Verlauf der Studie infizierten sich mehr Patienten im Linezolid-Arm mit

Gram-negativen Erregern und verstarben an Infektionen durch Gram-negative Erreger oder an

Mischinfektionen. Deshalb darf Linezolid bei Patienten mit komplizierten Haut- und Weichteilinfektionen

und nachgewiesener oder vermuteter gleichzeitiger Infektion durch Gram-negative Erreger nur dann

verabreicht werden, wenn alternative Therapieoptionen fehlen. Unter diesen Umständen muss gleichzeitig

eine Behandlung gegen Gram-negative Erreger eingeleitet werden.

Antibiotika-assoziierte Diarrhoe und Colitis

Pseudomembranöse Kolitis wurde unter der Anwendung von nahezu allen Antibiotika, einschließlich

Linezolid, berichtet. Es ist daher wichtig, diese Diagnose bei Patienten mit Diarrhöe nach Anwendung eines

antibakteriellen Mittels zu berücksichtigen. Bei Verdachtsfällen oder Fällen von nachgewiesener Antibiotika-

assoziierter Kolitis kann das Absetzen von Linezolid erforderlich sein. Es sind angemessene

Therapiemaßnahmen zu ergreifen.

Antibiotika-assoziierte Diarrhoe und Antibiotika-assoziierte Colitis, einschließlich pseudomembranöse

Colitis und Clostridium difficile assoziierte Diarrhoe, sind im Zusammenhang mit der Anwendung von fast

allen Antibiotika, einschließlich Linezolid, berichtet worden, und ihr Schweregrad kann von leichtem

Durchfall bis zu tödlich verlaufender Colitis reichen. Deshalb ist es wichtig, bei Patienten mit schwerem

Durchfall während oder nach Anwendung von Linezolid diese mögliche Diagnose zu überwiegen. Falls eine

Antibiotika-assoziierte Diarrhoe oder Antibiotika-assoziierte Colitis vermutet oder bestätigt wird, muss die

laufende Behandlung mit Antibiotika, einschließlich Linezolid, abgesetzt werden, und müssen unverzüglich

geeignete therapeutische Maßnahmen eingeleitet werden. Arzneimittel, die die Peristaltik hemmen, sind in

dieser Situation kontraindiziert.

Laktatazidose

Bei der Anwendung von Linezolid wurde über das Auftreten von Laktatazidose berichtet. Patienten, bei

denen sich unter Linezolid Zeichen und Symptome einer metabolischen Azidose, einschließlich

rezidivierende Übelkeit oder Erbrechen, Bauchschmerzen, ein erniedrigter Bicarbonatspiegel oder

Hyperventilation entwickeln, müssen sofort ärztlich überwacht werden. Wenn Laktatazidose auftritt, ist die

weitere Anwendung von Linezolid gegen die möglichen Risiken abzuwägen.

Mitochondriale Dysfunktion

Linezolid hemmt die mitochondriale Proteinsynthese. Nebenwirkungen, wie Laktatazidose, Anämie und

Neuropathie (optische und periphere) können als Folge dieser Hemmung auftreten; diese Wirkungen sind

häufiger, wenn das Arzneimittel länger als 28 Tage angewendet wird.

Serotonin-Syndrom

Es liegen Spontanmeldungen von Serotonin-Syndrom mit der gleichzeitigen Verabreichung von Linezolid

und Serotonergika, einschließlich Antidepressiva wie beispielsweise selektive Serotonin-

Wiederaufnahmehemmer (SSRI) vor. Die gleichzeitige Verabreichung von Linezolid und Serotonergika ist

deshalb kontraindiziert, außer wenn die Gabe von Linezolid zusammen mit Serotonergika unverzichtbar ist.

In diesem Fall sollten die Patienten sorgfältig auf Zeichen und Symptome eines Serotonin-Syndroms wie

zum Beispiel kognitive Funktionsstörung, Hyperpyrexie, Hyperreflexie und Koordinationsstörungen

überwacht werden. Wenn solche Zeichen oder Symptome auftreten, sollte das Absetzen eines oder beider

Arzneimittel erwogen werden; falls das gleichzeitig verabreichte Serotonergikum abgesetzt wird, können

Entzugssymptome auftreten.

Periphere und optische Neuropathie

Periphere Neuropathie, so wie optische Neuropathie und optische Neuritis, manchmal progredient bis zum

Verlust des Sehvermögens, wurden bei Patienten unter Behandlung mit Zyvoxid berichtet. Diese Berichte

betrafen überwiegend Patienten, die über einen längeren Zeitraum als die maximal empfohlene

Therapiedauer von 28 Tagen behandelt wurden.

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Gebrauchsinformation

Alle Patienten sollten dazu angehalten werden, Symptome einer gestörten Sehkraft, wie z.B. Veränderungen

der Sehschärfe oder des Farbensehens, verschwommenes Sehen oder Gesichtsfeldausfälle, zu melden. In

solchen Fällen wird eine sofortige Untersuchung empfohlen, gegebenenfalls sollte eine Überweisung zu

einem Augenarzt erfolgen. Bei allen Patienten, die Zyvoxid für länger als die empfohlene Therapiedauer von

28 Tagen anwenden, sollte die Sehfunktion regelmäßig kontrolliert werden.

Beim Auftreten von peripherer oder optischer Neuropathie ist die weitere Anwendung gegen die möglichen

Risiken abzuwägen.

Es gibt ein erhöhtes Risiko von Neuropathie, wenn Linezolid wird angewendet bei Patienten, die zurzeit oder

kürzlich antimykobacterielle Arzneimittel für die Behandlung von Tuberkulose einnehmen, bzw.

eingenommen haben.

Krämpfe

Es wurde berichtet, dass bei Patienten unter der Behandlung mit Zyvoxid Krämpfe aufgetreten sind. In

den meisten dieser Fälle lagen in der Anamnese epileptische Anfälle oder Risikofaktoren für epileptische

Anfälle vor. Die Patienten müssen angehalten werden, Ihren Arzt über epileptische Anfälle in der

Vorgeschichte zu informieren.

Monoaminoxidase-Hemmer

Linezolid ist ein reversibler, nicht-selektiver Monoaminoxidase (MAO)-Hemmer; bei den Dosierungen, die

zur antibakteriellen Therapie angewendet werden, besitzt es jedoch keine antidepressive Wirkung. Es liegen

nur sehr begrenzte Daten aus Studien zu Arzneimittelwechselwirkungen und Daten zur Unbedenklichkeit

von Linezolid für Patienten vor, die auf Grund einer Grunderkrankung und/oder einer Begleitmedikation

durch eine MAO-Hemmung einem Risiko ausgesetzt sein könnten. Deshalb wird die Anwendung von

Linezolid in diesen Fällen nicht empfohlen, es sei denn, eine genaue Beobachtung und Kontrolle des

Patienten sind möglich.

Anwendung mit tyraminreichen Nahrungsmittel

Den Patienten ist davon abzuraten, große Mengen tyraminreicher Nahrungsmittel zu sich zu nehmen.

Superinfektion

Die Auswirkungen einer Linezolid-Therapie auf die normale Darmflora wurden in klinischen Studien nicht

untersucht.

Die Anwendung von Antibiotika kann gelegentlich zu einem übermäßigen Wachstum nicht-empfindlicher

Organismen führen. Zum Beispiel entwickelten etwa 3% der Patienten, die mit den empfohlenen Linezolid-

Dosen behandelt wurden, während der klinischen Prüfungen eine arzneimittelbedingte Candidiasis. Bei

Auftreten einer Superinfektion während der Behandlung sollten entsprechende Maßnahmen eingeleitet

werden.

Spezielle Patienten

Bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz sollte Linezolid mit besonderer Vorsicht angewendet werden

und nur, wenn der zu erwartende Nutzen das theoretische Risiko überwiegt.

Bei Patienten mit schwerer Leberinsuffizienz wird die Anwendung mit Linezolid nur empfohlen, wenn der

zu erwartende Nutzen das theoretische Risiko überwiegt.

Verminderte Fertilität

Bei ausgewachsenen männlichen Ratten führte Linezolid zu einer reversiblen Verminderung der Fertilität

und induzierte eine abnormale Spermienmorphologie etwa bei Expositionswerten, die den beim Menschen

zu erwartenden entsprechen. Mögliche Auswirkungen von Linezolid auf die reproduktiven Organe des

Mannes sind nicht bekannt.

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Gebrauchsinformation

Klinische Studien

Für eine Therapiedauer über 28 Tage wurde die Verträglichkeit und Wirksamkeit von Linezolid nicht

untersucht.

Patienten mit diabetischen Fußläsionen, Dekubitus oder ischämischen Läsionen, schweren Verbrennungen

oder Gangrän wurden nicht in kontrollierte klinische Studien einbezogen. Die Erfahrung mit der Anwendung

von Linezolid bei diesen Erkrankungen ist deshalb begrenzt.

Bestandteile

Jeder ml der Lösung enthält 45,7 mg (d.h. 13,7 g/300 ml) Glukose. Dies sollte bei Patienten mit Diabetes

mellitus oder anderen Formen von Glukoseintoleranz berücksichtigt werden. Jeder ml der Lösung enthält

außerdem 0,38 mg (114 mg/300 ml) Natrium. Bei Patienten mit einer natriumarmen Diät ist der

Natriumgehalt zu beachten.

Wechselwirkungen

Monoaminoxidase (MAO)-Hemmer

Linezolid ist ein reversibler, nicht-selektiver Monoaminoxidase (MAO)-Hemmer. Es liegen sehr begrenzte

Daten aus Studien zu Arzneimittelinteraktionen und zur Unbedenklichkeit von Linezolid bei der Behandlung

von Patienten mit Begleitarzneimitteln vor, bei denen eine MAO-Hemmung ein Risiko sein könnte. Deshalb

wird die Anwendung von Linezolid in diesen Fällen nicht empfohlen, es sei denn, eine genaue Beobachtung

und Kontrolle des Patienten sind möglich.

Potenzielle Wechselwirkungen, die Blutdruckanstieg induzieren

Bei normotensiven gesunden Probanden verstärkte Linezolid den durch Pseudoephedrin und

Phenylpropanolaminhydrochlorid induzierten Blutdruckanstieg. Die gleichzeitige Verabreichung von

Linezolid und Pseudoephedrin oder Phenylpropanolamin führte zu durchschnittlichen Erhöhungen des

systolischen Blutdrucks um 30 bis 40 mmHg im Vergleich zu 11 bis 15 mmHg mit Linezolid alleine, 14 bis

18 mmHg mit Pseudoephedrin oder Phenylpropanolamin alleine und 8 bis 11 mmHg mit Placebo. Bei

Hypertonikern wurden ähnliche Studien nicht durchgeführt. Es wird bei gleichzeitiger Gabe von Linezolid

empfohlen, vasopressive Arzneimittel, einschließlich Dopaminergika, vorsichtig zu titrieren, bis das

gewünschte Ansprechen erreicht ist.

Potenzielle serotonerge Wechselwirkungen

Die potenzielle Arzneimittelwechselwirkung mit Dextromethorphan wurde an gesunden Probanden

untersucht. Die Patienten erhielten Dextromethorphan (2 x 20 mg im Abstand von 4 Stunden) mit oder ohne

Linezolid. Bei gesunden Probanden, die Linezolid und Dextromethorphan erhielten, wurden keine Anzeichen

eines Serotoninsyndroms (Verwirrtheit, Delirium, Unruhe, Tremor, Erröten, Diaphorese, Hyperpyrexie)

beobachtet.

Erfahrungen nach der Markteinführung: Bei einem Patienten wurden unter einer Behandlung mit Linezolid

und Dextromethorphan Serotonin-Syndrom-ähnliche Erscheinungen gemeldet, die sich nach dem Absetzen

beider Arzneimittel wieder zurückbildeten.

Während der klinischen Anwendung von Linezolid zusammen mit Serotonergika, einschließlich

Antidepressiva wie zum Beispiel selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI), wurden Fälle von

Serotonin-Syndrom berichtet. Deshalb wird, da die gleichzeitige Verabreichung kontraindiziert ist, das

Management von Patienten, bei denen die Behandlung mit Linezolid und Serotonergika unverzichtbar ist, in

Besonderen Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung beschrieben.

Anwendung mit tyraminreichen Nahrungsmittel

Bei Personen, die Linezolid zusammen mit weniger als 100 mg Tyramin erhielten, wurde keine signifikante

Pressorreaktion beobachtet. Dies legt nahe, dass es nur nötig ist, den Verzehr übermäßiger Mengen solcher

Nahrungsmittel und Getränke zu vermeiden, die einen hohen Tyramingehalt aufweisen (wie z.B. reifer Käse,

Hefeextrakt, undestillierte alkoholische Getränke und fermentierte Sojabohnenprodukte, wie z.B. Sojasoße).

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Gebrauchsinformation

Vom Cytochrom- P450 metabolisierte Arzneimittel

Linezolid wird vom Cytochrom- P450 (CYP)-Enyzmsystem nicht nachweisbar metabolisiert und hemmt

keine der klinisch signifikanten humanen CYP-Isoformen (1A2, 2C9, 2C19, 2D6, 2E1, 3A4). Ebenso werden

P450-Isoenzyme von Ratten durch Linezolid nicht induziert. Daher sind mit Linezolid keine durch CYP450

induzierten Wechselwirkungen zu erwarten.

Rifampicin

Die Wirkung von Rifampicin auf die Pharmakokinetik von Linezolid wurde an sechzehn gesunden

erwachsenen männlichen Freiwilligen untersucht, die Linezolid 600 mg zweimal täglich für 2,5 Tage mit und

ohne Rifampicin 600 mg einmal täglich für 8 Tage erhielten. Rifampicin verringerte die C

und AUC

durchschnittlich l um 21% [90%-KI, 15, 27] bzw. 32% [90%-KI, 27, 37]. Der Mechanismus dieser

Wechselwirkung und ihre klinische Bedeutung sind unbekannt.

Warfarin

Die Zugabe von Warfarin zur Linezolid-Therapie im Steady State ergab bei gleichzeitiger Anwendung eine

Senkung der mittleren maximalen INR um 10% mit einer 5%igen Senkung der AUC INR. Die Daten von

Patienten, die Warfarin und Linezolid erhielten, reichen nicht aus, um die klinische Bedeutung dieser

Befunde zu beurteilen, falls diesen überhaupt eine Bedeutung zukommen sollte.

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Es liegen keine ausreichenden Daten über die Anwendung von Linezolid bei schwangeren Frauen vor.

Tierexperimentelle Studien haben toxische Wirkungen auf die Reproduktion gezeigt. Für Menschen besteht

möglicherweise ein Risiko.

Zyvoxid sollte während der Schwangerschaft nur angewendet werden, wenn es eindeutig notwendig ist, d.h.

wenn der zu erwartende Nutzen das theoretische Risiko überwiegt.

Daten aus tierexperimentellen Studien deuten darauf hin, dass Linezolid und seine Metaboliten

möglicherweise in die Muttermilch übergehen und deshalb sollte während der Behandlung nicht gestillt

werden.

In tierexperimentellen Studien führte Linezolid zu einer verminderten Fertilität (siehe Abschnitt 5.3).

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Die Patienten sollten gewarnt werden, dass unter der Zyvoxid Behandlung möglicherweise Schwindel oder

Symptome einer gestörten Sehkraft auftreten kann, und sie sollten darauf hingewiesen werden, in solchen

Fällen nicht Auto zu fahren oder Maschinen zu bedienen.

Nebenwirkungen

Die nachfolgende Aufstellung zeigt die Nebenwirkungen mit ihrer Häufigkeit auf Grundlage von Daten

zu Nebenwirkungen jeglicher Ursache aus klinischen Studien, in denen mehr als 2 000 erwachsene

Patienten die empfohlenen Dosierungen Linezolid über einen Zeitraum von bis zu 28 Tagen erhalten

haben. Am häufigsten waren Diarrhoe (8,4 %), Kopfschmerzen (6,5 %), Übelkeit (6,3 %) und Erbrechen

(4,0 %).

Die am häufigsten berichteten arzneimittelbedingten Nebenwirkungen, die zum Absetzen der Behandlung

führten, waren Kopfschmerzen, Diarrhöe, Übelkeit und Erbrechen. Etwa 3 % der Patienten brachen die

Behandlung wegen einer arzneimittelbedingten Nebenwirkung ab.

Die zusätzlichen von Erfahrungen nach der Markteinführung gemeldeten Nebenwirkungen sind in der Tafel

mit der Häufigkeitskategorie „Nicht bekannt“ enthalten, da die wirkliche Häufigkeit auf Grundlage der

verfügbaren Daten nicht abschätzbar ist.

Die folgenden Nebenwirkungen werden während der Behandlung mit Linezolid mit den folgenden

Häufigkeiten beobachtet und gemeldet: sehr häufig (≥1/10); häufig (≥1/100 bis <1/10); gelegentlich

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Gebrauchsinformation

(≥1/1.000 bis <1/100); selten (≥1/10.000 bis <1/1.000); sehr selten (<1/10.000); nicht bekannt (auf

Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).

Systemorgan-

klasse

Häufig (≥1/100

bis <1/10)

Gelegentlich

(≥1/1.000 bis

<1/100)

Selten

(≥1/10.000 bis

<1/1.000)

Sehr selten

(<1/10.000)

Nicht bekannt

(auf Grundlage

der verfügbaren

Daten nicht

abschätzbar)

Infektionen und

parasitäre

Erkrankungen

Candidiasis,

orale

Candidiasis ,

vaginale

Candidiasis,

Pilzinfektionen

Vaginitis

Antibiotika-

assoziierte

Colitis,

einschliesslich

pseudomem-

branöse

Colitis*

Erkrankungen

des Blutes und

des

Lymphsystems

Anämie*

Leukopenie*,

Neutropenie,

Thrombozytopenie*,

Eosinophilie

Panzytopenie*

Myelosuppression

sideroblastische

Anämie*

Erkrankungen

des

Immunsystems

Anafylaxie

Stoffwechsel-

und Ernährungs-

störungen

Hyponatriämie

Laktatazidose*

Psychiatrische

Erkrankungen

Schlaflosigkeit

Erkrankungen

des

Nervensystems

Kopf-

schmerzen,

Geschmacks-

störungen

(metallischer

Geschmack),

Schwindel

Krämpfe*,

Hypoaesthesie,

Paraesthesie

Serotonin-

Syndrom**,

Periphere

Neuropathie*

Augen-

erkrankungen

Verschwommenes

Sehen*

Gesichtsfeld-

ausfälle*

Optische

neuropathie*,

optische

Neuritis*,

Verlust des

Sehvermögens*,

Veränderungen

der Sehschärfe*

oder des

Farbensehens*

Erkrankungen

des Ohrs und des

Labyrinths

Tinnitus

Herz-

erkrankungen

Arrhythmie

(Tachykardie)

Gefäß-

erkrankungen

Hypertonie

Transiente

ischämische

Attacken,

Phlebitis,

Thrombophlebitis

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Gebrauchsinformation

Systemorgan-

klasse

Häufig (≥1/100

bis <1/10)

Gelegentlich

(≥1/1.000 bis

<1/100)

Selten

(≥1/10.000 bis

<1/1.000)

Sehr selten

(<1/10.000)

Nicht bekannt

(auf Grundlage

der verfügbaren

Daten nicht

abschätzbar)

Erkrankungen

des

Gastrointestinal-

traktes

Diarrhöe,

Übelkeit,

Erbrechen,

lokalisierte

oder allgemeine

Abdominal-

schmerzen,

Verstopfung,

Dyspepsie

Pankreatitis,

Gastritis,

Völlegefühl,

Mundtrockenheit,

Glossitis,

weicher Stuhl,

Stomatitis,

Zungenverfärbung

oder –erkrankung

Oberflächliche

Zahnverfärbung

Leber- und

Gallen-

erkrankungen

Abnormaler

Leberfunktions-

test,

erhöhte AST,

ALT oder

alkalische

Phosphatase.

Erhöhtes

Gesamtbilirubin

Erkrankungen

der Haut und des

Unterhautzell-

gewebes

Pruritus,

Hautausschlag

Urtikaria,

Dermatitis,

Diaphorese

Bullöse Haut-

erkrankungen

Beschreibung

eines Stevens-

Johnson-

Syndroms

entsprechend

und toxische

epidermale

Nekrolyse,

Angioödem,

Alopezie

Erkrankungen

der Nieren und

Harnwege

Erhöhte BUN

Nierenversagen,

Polyurie,

erhöhtes Kreatinin

Erkrankungen

der Geschlechts-

organe und der

Brustdrüse

Vulvovaginale

Erkrankung

Allgemeine

Erkrankungen

und

Beschwerden am

Verabreichungso

rt

Fieber,

lokalisierte

Schmerzen

Schüttelfrost,

Müdigkeit,

Schmerzen an der

Verabreichungs-

stelle,

vermehrter Durst

Untersuchungen

Chemie

Erhöhte LDH,

Kreatinkinase,

Lipase,

Amylase oder

Glukose (nicht

nüchtern).

Vermindertes

Chemie

Erhöhtes Natrium

oder Kalzium.

Reduzierter

Glukosespiegel

(nicht nüchtern).

Erhöhtes oder

reduziertes Chlorid.

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Gebrauchsinformation

Systemorgan-

klasse

Häufig (≥1/100

bis <1/10)

Gelegentlich

(≥1/1.000 bis

<1/100)

Selten

(≥1/10.000 bis

<1/1.000)

Sehr selten

(<1/10.000)

Nicht bekannt

(auf Grundlage

der verfügbaren

Daten nicht

abschätzbar)

Gesamteiweiß,

Albumin,

Natrium oder

Kalzium.

Erhöhtes oder

reduziertes

Kalium oder

Bicarbonat

Hämatologie

Erhöhte

Neutrophilen-

zahl oder

Eosino-

philenzahl.

Reduziertes

Hämoglobin,

Hämatokrit

oder reduzierte

Erythro-

zytenzahl.

Erhöhte oder

reduzierte

Thrombozyten

oder

Leukozyten.

Hämatologie

Erhöhte

Retikulozytenzahl

Reduzierte

Neutrophilenzahl.

* Siehe Rubrik Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

** Siehe Rubriken Gegenanzeigen und Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige

Wechselwirkungen

Siehe unter

Folgende Nebenwirkungen unter Linezolid wurden in seltenen Fällen als schwerwiegend betrachtet:

Lokalisierte Abdominalschmerzen, transiente ischämische Attacken und Hypertonie.

In kontrollierten klinischen Studien, bei denen Linezolid über bis zu 28 Tage verabreicht wurde, kam es bei

2,0% der Patienten zu einer Anämie. In einem Compassionate-Use-Programm für Patienten mit

lebensbedrohlichen Infektionen und Begleiterkrankungen betrug der prozentuale Anteil von Patienten die

eine Anämie entwickelten und denen Linezolid über einen Zeitraum von ≤ 28 Tagen verabreicht wurde, 2,5%

(33/1326) im Vergleich zu 12,3% (53/430) bei einer Behandlungsdauer > 28 Tage. Bei den Patienten, die

über einen Zeitraum von ≤28 Tagen behandelt wurden, betrug der Anteil arzneimittelbedingter schwerer

Anämien, die eine Bluttransfusion erforderlich machten, 9% (3/33) verglichen mit 15% (8/53) bei Patienten,

die >28 Tage behandelt wurden.

Kinder und Jugendliche

Die Sicherheitsdaten aus klinischen Studien auf der Basis von mehr als 500 pädiatrischen Patienten (0 bis 17

Jahre) deuten nicht darauf hin, dass das Sicherheitsprofil von Linezolid für pädiatrische Patienten sich von

dem für erwachsene Patienten unterscheidet.

Überdosierung

Es ist kein spezifisches Antidot bekannt.

Es wurden keine Fälle einer Überdosierung gemeldet. Die folgenden Informationen können jedoch nützlich

sein:

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Gebrauchsinformation

Eine unterstützende Behandlung in Verbindung mit der Aufrechterhaltung der glomerulären Filtration ist

empfehlenswert. Ungefähr 30% einer Linezolid-Dosis werden durch Hämodialyse in 3 Stunden entfernt,

aber es liegen keine Daten zur Entfernung von Linezolid durch Peritonealdialyse oder Hämoperfusion vor.

Hinweise für die Anwendung und Handhabung

Zum einmaligen Gebrauch. Die Schutzfolie erst zur sofortigen Anwendung entfernen. Dichtigkeit durch

festes Zusammendrücken des Beutels prüfen. Falls Flüssigkeit austritt, Beutel nicht verwenden, da die

Sterilität beeinträchtigt sein kann. Die Lösung sollte vor Anwendung genau betrachtet werden und nur

klare Lösungen ohne Partikel sollten verwendet werden. Die Beutel sollten nicht in Reihe verbunden

verwendet werden. Jede nicht verbrauchte Lösung ist zu verwerfen. Keine besonderen Anforderungen für

die Beseitigung. Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen

Anforderungen zu beseitigen. Angebrochene Beutel nicht erneut an den Zugang anschließen.

Die Zyvoxid Infusionslösung ist kompatibel mit folgenden Lösungen: 5 % Glukoselösung zur intravenösen

Infusion, 0,9% Natriumchloridlösung zur intravenösen Infusion, Ringer-Lactat-Lösung zur Injektion

(Hartmann-Lösung zur Injektion).

Inkompatibilitäten

Der Lösung dürfen keine anderen Zusätze hinzugefügt werden. Falls Linezolid zusammen mit anderen

Arzneimitteln verabreicht wird, sollte jedes einzeln gemäß der jeweiligen Vorschrift des Herstellers

angewendet werden. In ähnlicher Weise sollte bei Verwendung des gleichen intravenösen Zugangs für die

Infusion verschiedener Arzneimittel der Zugang jeweils vor und nach der Anwendung von Linezolid mit

einer kompatiblen Infusionslösung gespült werden.

Die Zyvoxid Infusionslösung ist mit den folgenden Substanzen physikalisch nicht kompatibel: Amphotericin

B, Chlorpromazinhydrochlorid, Diazepam, Pentamidin, Isothionat, Erythromycinlaktobionat,

Natriumphenytoin und Sulfamethoxazol / Trimethoprim. Zusätzlich besteht eine chemische Inkompatibilität

mit Ceftriaxonnatrium.

Dauer der Haltbarkeit

Vor dem Öffnen: 3 Jahre.

Nach dem Öffnen: Aus mikrobiologischer Sicht sollte die Lösung sofort verwendet werden, es sei denn, die

Methode des Öffnens schließt das Risiko einer mikrobiellen Kontamination aus. Wird die Lösung nicht

sofort verbraucht, ist der Anwender für die Dauer und die Bedingungen der Aufbewahrung verantwortlich.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Bis zur Anwendung in der Originalverpackung (Schutzfolie und Umkarton) aufbewahren, um das

Arzneimittel vor Lichteinflüssen zu schützen.

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