Zyrtec

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Zyrtec Tropfen
  • Darreichungsform:
  • Tropfen
  • Zusammensetzung:
  • cetirizini dihydrochloridum 10 mg, saccharinum natricum, conserv.: E 216, E 218, excipiens ad-Lösung für 1 ml.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Zyrtec Tropfen
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetik menschlichen
  • Therapiebereich:
  • Antiallergikum

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 52700
  • Berechtigungsdatum:
  • 06-09-1994
  • Letzte Änderung:
  • 06-02-2018

Packungsbeilage

Patienteninformation

Zyrtec®

UCB-Pharma SA

Was ist Zyrtec und wann wird es angewendet?

Zyrtec ist bei der Basisbehandlung von allergischen Erkrankungen wirksam. Es blockiert die

Wirkung von Histamin, das bei allergischen Reaktionen im Körper freigesetzt wird. Zyrtec wird bei

Erwachsenen und Kindern ab 6 Jahren eingesetzt zur Behandlung von allergischen Erkrankungen,

wie Heuschnupfen, allergischer Schnupfen und allergische Bindehautentzündung sowie chronische

Nesselsucht (die oft mit Juckreiz einhergeht). Kinder von 2 bis 6 Jahren, die an Heuschnupfen leiden,

können auch mit Zyrtec behandelt werden. Die Behandlungsdauer für Kinder mit allergischem

Schnupfen darf 4 Wochen nicht überschreiten. Zyrtec ist in Form von Filmtabletten oder Tropfen

erhältlich.

Wann darf Zyrtec nicht angewendet werden?

Patienten oder Patientinnen, die gegen den Wirkstoff, andere damit verwandte Substanzen oder einen

sonstigen Bestandteil von Zyrtec überempfindlich sind, dürfen das Präparat nicht anwenden.

Stillende Frauen sollten Zyrtec nicht anwenden. Schwangere Frauen sollten Zyrtec nur auf ärztliche

Verordnung einnehmen.

Da Filmtabletten Laktose enthalten, sollen Patienten mit den seltenen hereditären Störungen

Galaktose-Intoleranz, mit Lapp-Laktase-Mangel oder Glukose-Galaktose-Malabsorption-Syndrom

die Filmtabletten nicht einnehmen.

Patienten oder Patientinnen mit einer schweren Nierenkrankheit (schwere Einschränkung der

Nierenfunktion mit einer Kreatinin-Clearance unter 10 ml/min) dürfen Zyrtec nicht einnehmen.

Wann ist bei der Einnahme von Zyrtec Vorsicht geboten?

Kinder unter 2 Jahren sollten nicht mit Zyrtec behandelt werden. Eine gleichzeitige Einnahme von

Zyrtec mit Theophyllin (ein Wirkstoff zur Behandlung von Atemnotzuständen) sollte nur nach

Rücksprache mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin erfolgen. Zyrtec und Präparate, welche Glipizid

enthalten (ein Mittel zur Behandlung der Zuckerkrankheit) sollten nicht zusammen eingenommen

werden. Es wird empfohlen, morgens die Glipizid-Medikation und abends Zyrtec einzunehmen.

Bei Epileptikern sollte Zyrtec mit Vorsicht angewendet werden, da es möglicherweise Krampfanfälle

auslösen könnte.

Bei der gleichzeitigen Anwendung von Zyrtec mit Beruhigungs- oder Schmerzmitteln ist Vorsicht

geboten.

Beim Lenken eines Motorfahrzeuges oder im Umgang mit Maschinen ist Vorsicht geboten, da die

Einnahme von Zyrtec schläfrig machen kann.

Während einer Behandlung mit Zyrtec ist es ratsam, auf Alkohol zu verzichten.

Wenn bei Ihnen ein Allergietest durchgeführt werden soll, fragen Sie bitte Ihren Arzt oder Ihre

Ärztin, ob Sie die Einnahme von Zyrtec für einige Tage vor dem Test unterbrechen sollen, da dieses

Arzneimittel das Ergebnis eines Allergietests beeinflussen könnte.

Bei Patienten mit Neigung zu Harnretention (wie z.B. Rückenmarksverletzung,

Prostatavergrösserung) kann Zyrtec das Risiko einer Harnretention erhöhen.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen

Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbst gekaufte!) einnehmen.

Darf Zyrtec während der Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

In Tierversuchen sind keine unerwünschten Wirkungen festgestellt worden. Dennoch sollte Zyrtec –

wie andere Arzneimittel – während der Schwangerschaft nicht eingenommen werden. Sollten Sie

Zyrtec während der Schwangerschaft versehentlich eingenommen haben, ist eine schädigende

Wirkung für das ungeborene Kind nicht zu erwarten, dennoch sollte die Behandlung sofort abgesetzt

werden. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin, wenn Sie schwanger sind oder es werden

möchten. Während der Stillzeit darf Zyrtec nicht eingenommen werden, da der Wirkstoff in die

Muttermilch übergeht.

Wie verwenden Sie Zyrtec?

Für Erwachsene und Kinder ab 6 Jahren: Die übliche Dosierung beträgt einmal täglich eine Zyrtec

Filmtablette oder 20 Tropfen Zyrtec. Bei Kindern von 6 bis 12 Jahren kann die Dosierung auf zwei

Einnahmen (je eine halbe Filmtablette oder 10 Tropfen morgens und abends) verteilt werden. Falls

sich leichte Nebenerscheinungen (Müdigkeit, Kopfschmerzen, Magen-Darm-Störungen) einstellen,

welche sich nicht von alleine zurückbilden, ist es auch bei Erwachsenen ratsam, je eine halbe

Filmtablette oder 10 Tropfen morgens und abends zu nehmen.

Für Kinder von 2 bis 6 Jahren: Die empfohlene Dosierung beträgt je 5 Tropfen morgens und abends.

Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Nierenschwäche

Patienten oder Patientinnen mit eingeschränkter Nierenfunktion (Niereninsuffizienz) erhalten

gegebenenfalls eine geringere Dosis, die sich nach dem Schweregrad der Nierenerkrankung richtet

und vom behandelnden Arzt oder von der behandelnden Ärztin festgelegt wird.

Die Zyrtec Filmtabletten sollen unzerkaut mit einem Glas Flüssigkeit eingenommen werden.

Die Zyrtec Tropfen können unverdünnt oder in einem Glas Wasser verdünnt eingenommen werden.

Die Einnahme von Zyrtec kann zu oder unabhängig von den Mahlzeiten erfolgen. Die

Behandlungsdauer richtet sich nach Art, Dauer und Verlauf der Beschwerden und wird vom Arzt

oder von der Ärztin bestimmt. Sollten Sie eine Einnahme von Zyrtec vergessen, setzen Sie die

Behandlung einfach fort. Nehmen Sie bitte keine doppelte Dosis ein, um eine vergessene Einnahme

nachzuholen. Im Falle einer Überdosierung sollten Sie sich sofort an Ihren Arzt oder an Ihre Ärztin

wenden.

Halten Sie sich an die in der Packungsbeilage angegebene oder vom Arzt oder von der Ärztin

verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so

sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. Ihrer Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Zyrtec haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Zyrtec auftreten: Bei Behandlungsbeginn

kann leichte Müdigkeit auftreten. Auch über leichte Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen,

Schläfrigkeit, Schwindel, Mundtrockenheit, Magen-Darm-Störungen (z.B. Durchfall,

Bauchschmerzen), Übelkeit und Überempfindlichkeitsreaktionen, ist berichtet worden. Selten wurde

unter Zyrtec-Behandlung von Krampfanfällen, Bewegungsstörungen,

Lichtempfindlichkeitsreaktionen, Leberschädigungen, allergischer Schock, Kreislaufversagen,

Taubheit, Unwohlsein, Juckreiz, Ausschlag, Urtikaria (Nesselsucht), Missempfindungen der Haut,

schneller Herzschlag und Erregung, Oedeme (Schwellungen), Gewichtszunahme, Verwirrtheit,

Halluzinationen, Schlaflosigkeit, Aggression, Miktionsstörungen (abnorme Harnausscheidung),

extreme Müdigkeit, Venenentzündungen und Sehstörungen berichtet. Es können Gedächtnisverlust

(Amnesie), Gedächtnisstörungen, Schwindel, Harnverhalten, erhöhter Appetit, Selbstmordgedanken,

Alpträume, Gelenkschmerzen, akuter Hautausschlag am ganzen Körper mit Pusteln und

Leberentzündung auftreten, deren Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

ist.

Nach Absetzen von Cetirizin wurden Juckreiz und/oder Nesselsucht berichtet.

Sollte bei Ihnen eine dieser Nebenwirkungen auftreten, nehmen Sie Zyrtec nicht weiter und

informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin. Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht

beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin

informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Bewahren Sie das Arzneimittel ausserhalb der Reichweite von Kindern, bei Raumtemperatur (15–

25 °C) und vor Licht geschützt auf. Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit

«EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.

Aufbrauchfrist nach Anbruch der Flasche: 3 Monate.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Zyrtec enthalten?

1 Filmtablette enthält 10 mg des Wirkstoffes Cetirizin-Dihydrochlorid und Hilfsstoffe. Die

Filmtablette enthält Laktose.

1 ml Tropfenlösung (entsprechend 20 Tropfen) enthält 10 mg des Wirkstoffes Cetirizin-

Dihydrochlorid. Die Tropfen enthalten als Konservierungsmittel Methyl- und Propylparaben (E 218,

E 216) sowie den Süssstoff Saccharin.

Zulassungsnummer

48143, 52700 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Zyrtec? Welche Packungen sind erhältlich?

Zyrtec Filmtabletten

Packungen zu 10, 30 oder 50 Filmtabletten.

Zyrtec Tropfen

Flaschen zu 10 oder 20 ml.

Zyrtec Filmtabletten in Packungen zu 10 Tabletten sowie Zyrtec Tropfen zu 10 ml erhalten Sie in

Apotheken ohne ärztliche Verschreibung.

Zyrtec Filmtabletten in Packungen zu 30 oder 50 Tabletten sowie Zyrtec Tropfen zu 20 ml erhalten

Sie in Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Zulassungsinhaberin

UCB-Pharma AG, 1630 Bulle.

Diese Packungsbeilage wurde im Juni 2017 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic)

geprüft.

Es gibt keine Sicherheitswarnungen betreffend dieses Produktes.

5-7-2018

Zyrtec® 10 mg Filmtabletten

Rote - Liste