Zyprexa

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Zyprexa pulver zur herstellung einer injektionslösung 5 mg/ml
  • Darreichungsform:
  • pulver zur herstellung einer injektionslösung 5 mg/ml
  • Zusammensetzung:
  • Vorbereitung cryodesiccata: olanzapinum 10 mg, lactosum monohydricum, Säure tartaricum für Glas.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • Biologische Medizin

Dokumenten

  • für die Allgemeinheit:
  • Das Informationsblatt für dieses Produkt ist derzeit nicht verfügbar, können Sie eine Anfrage an unseren Kundendienst zu senden und wir werden Sie benachrichtigen, sobald wir in der Lage, um es zu erhalten.


    Fordern Sie das Informationsblatt für die Öffentlichkeit.

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Zyprexa pulver zur herstellung einer injektionslösung 5 mg/ml
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetika
  • Therapiebereich:
  • Neuroleptikum

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 55692
  • Berechtigungsdatum:
  • 20-12-2001
  • Letzte Änderung:
  • 25-10-2018

Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels

Fachinformation

Zyprexa® Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung

Eli Lilly (Suisse) SA

Zusammensetzung

Wirkstoff: olanzapinum.

Hilfsstoffe: lactosum monohydricum, acidum tartaricum (E 334).

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

1 Glasflasche enthält: praeparatio cryodesiccata zu 10 mg Olanzapin.

Dies ergibt, wenn wie empfohlen mit 2,1 ml Wasser für Injektionszwecke zubereitet, eine Lösung zu

5 mg Olanzapin/ml (siehe «Hinweise für die Handhabung»).

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Zyprexa Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung ist angezeigt zur schnellen Beherrschung von

Agitation und gestörtem Verhalten bei Patienten mit Schizophrenie oder manischen Episoden, wenn

eine orale Therapie nicht geeignet ist. Sobald als möglich sollte die Behandlung mit der oralen

Anwendung von Olanzapin begonnen werden. In den bisher vorliegenden klinischen Studien wurde

nach 24 Stunden (maximal 72 h) von intramuskulärer auf orale Behandlung umgestellt.

Dosierung/Anwendung

Zur intramuskulären Anwendung. Die Lösung darf nicht intravenös oder subkutan injiziert werden.

Die maximale Tagesdosis von Olanzapin (einschliesslich orales Olanzapin) beträgt 20 mg. Die

empfohlene Dosis für eine Olanzapin Injektion beträgt 5–10 mg als Einzeldosis intramuskulär

injiziert, entsprechend dem individuellen klinischen Zustand. Eine zweite Injektion von 5–10 mg

kann, abhängig vom individuellen klinischen Zustand, frühestens 2 Stunden nach der ersten Injektion

gegeben werden, wobei die bereits entweder als Erhaltungstherapie oder als Akutbehandlung

verabreichten Arzneimittel zu berücksichtigen sind (siehe «Warnhinweise und

Vorsichtsmassnahmen»). Eine dritte Injektion von 5–10 mg kann frühestens 4 Stunden nach der

zweiten Injektion verabreicht werden. Zyprexa Pulver zur Injektion sollte entsprechend der

Empfehlung in «Hinweise für die Handhabung», zubereitet werden. Innerhalb von jeweils 24

Stunden dürfen nicht mehr als drei Injektionen gegeben werden und die maximale Olanzapin-

Tagesdosis von 20 mg (oral und/oder intramuskulär) darf nicht überschritten werden.

Weitere Information zur Fortsetzung der Behandlung mit oralem Olanzapin (5 bis 20 mg täglich)

siehe Fachinformation zu Zyprexa Filmtabletten oder Zyprexa Velotab, Schmelztabletten.

Spezielle Dosierungsanweisungen

Kinder und Jugendliche: Siehe «Kontraindikationen».

Ältere Patienten: Bei gesunden älteren Personen (65 Jahre und älter) war die mittlere

Eliminationshalbwertszeit von Olanzapin per os verlängert. Bei einer Dosis von 5–20 mg per os

zeigte Zyprexa bei jungen und älteren Personen ein vergleichbares Sicherheitsprofil. Eine

Dosisanpassung bei älteren Patienten ist im Allgemeinen zu empfehlen.

Bei älteren Patienten (>60 Jahre) wird eine Anfangsdosis von 2,5–5 mg empfohlen. Abhängig vom

klinischen Zustand des Patienten (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen») kann 2 Stunden

nach der ersten Injektion eine zweite Injektion, 2,5–5 mg, gegeben werden. Innerhalb von jeweils 24

Stunden dürfen nicht mehr als drei Injektionen gegeben werden und die maximale Olanzapin-

Tagesdosis von 20 mg (oral und/oder intramuskulär) darf nicht überschritten werden.

Für die Anwendung von Zyprexa i.m. an Patienten über 60 Jahren liegen nur sehr wenig Daten vor.

Patienten mit Leber- und/oder Niereninsuffizienz: Die Pharmakokinetik von Olanzapin war bei

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion weitgehend unverändert. Bei eingeschränkter

Leberfunktion kann die Halbwertszeit leicht verlängert sein. Eine Dosisreduktion wird bei diesen

Patienten empfohlen.

Zu den weiteren Faktoren von denen im Einzelnen bekannt ist, dass sie den Metabolismus von

Olanzapin beeinflussen, gehören Rauchen (längere Halbwertszeit bei Nichtrauchern) und das

Geschlecht (längere Halbwertszeit bei Frauen).

Wenn mehr als ein Faktor vorliegt, der den Metabolismus verlangsamen kann, sollte überlegt

werden, die Behandlung mit einer niedrigeren Dosis zu beginnen. Eine Dosiserhöhung sollte, falls

erforderlich, bei diesen Patienten in kleineren Schritten vorgenommen werden.

Kontraindikationen

Zyprexa darf bei Patienten mit bekannter Überempfindlichkeit gegen einen der Inhaltsstoffe nicht

angewendet werden.

Zyprexa darf nicht angewendet werden bei Patienten mit bekanntem Risiko eines

Engwinkelglaukoms.

Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren.

Antikoagulation und andere gültige Kontraindikationen für eine intramuskuläre Injektion.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Die Wirksamkeit von IM Olanzapin wurde bei Patienten mit Agitation und gestörtem Verhalten

aufgrund von anderen Erkrankungen als einer Schizophrenie oder manischen Episoden nicht

nachgewiesen.

Instabile internistische Zustände

IM Olanzapin darf bei Patienten mit instabilen Zuständen, wie akutem Myokardinfarkt, instabiler

Angina pectoris, schwerer Hypotonie und/oder Bradykardie, Sick Sinus Syndrom oder im Anschluss

an eine Herzoperation nicht gegeben werden. Wenn die Vorgeschichte des Patienten in Bezug auf

diese instabilen Zustände nicht herausgefunden werden kann, müssen Nutzen und Risiken von IM

Olanzapin im Vergleich zu alternativen Behandlungen erwogen werden.

Gleichzeitige Anwendung von Benzodiazepinen und anderen Arzneimitteln

Die Wirksamkeit und Sicherheit von IM Olanzapin wurde bei Patienten mit Alkohol- und

Arzneimittelvergiftung bisher nicht untersucht und Zyprexa darf daher in dieser Situation nicht

angewendet werden (siehe auch «Interaktionen»).

Die gleichzeitige intramuskuläre Injektion von Olanzapin und parenterale Verabreichung von

Benzodiazepinen wird, wegen der Möglichkeit einer übermässigen Sedierung und einer

kardiorespiratorischen Depression, nicht empfohlen (siehe auch «Interaktionen»). Weiter sind

Inkompatibilitäten bekannt (siehe «Sonstige Hinweise, Inkompatibilitäten»).

Besondere Vorsicht ist notwendig bei Patienten, die mit anderen Arzneimitteln behandelt werden, die

einen ähnlichen Einfluss auf die Hämodynamik haben wie intramuskuläres Olanzapin, inklusive

andere Antipsychotika (oral oder intramuskulär) und Benzodiazepine (siehe auch «Interaktionen»).

Hypotonie

Schwere symptomatische orthostatische Hypotension, Sinusbradykardie und -arrhythmie mit

Synkope und in Einzelfällen mit reversiblem Sinusstillstand wurden in den klinischen Studien

beobachtet.

Es ist äusserst wichtig, dass Patienten, welche Olanzapin intramuskulär erhalten, insbesondere

während der ersten 2 bis 4 Stunden nach der Injektion engmaschig auf eine Hypotonie einschliesslich

einer orthostatischen Hypotonie, Bradyarrhythmie und/oder Hypoventilation überwacht werden;

wenn klinisch indiziert, sollte eine genaue Beobachtung auch nach diesem Zeitraum fortgesetzt

werden. Blutdruck, Puls, Atemfrequenz und Bewusstseinsgrad müssen regelmässig kontrolliert

werden und wenn notwendig muss eine entsprechende Behandlung durchgeführt werden.

Wenn Patienten nach der Injektion schwindelig oder benommen sind, müssen sie solange liegen

bleiben, bis durch Untersuchungen eine Hypotonie, einschliesslich einer orthostatischen Hypotonie,

eine Bradyarrhythmie und/oder eine Hypoventilation ausgeschlossen wurden.

Das zeitliche Zusammentreffen einer i.m. Behandlung mit Olanzapin und einer Hypotonie,

Bradykardie, respiratorischen Depression und Tod sind sehr selten (<0,01%) mitgeteilt worden; ein

kausaler Zusammenhang zwischen dem Auftreten dieser Ereignisse und der Behandlung mit i.m.

Olanzapin ist nicht nachgewiesen worden (siehe «Unerwünschte Wirkungen»).

Die weiter unten aufgeführten Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen beruhen auf Daten für orale

Olanzapin, können aber auch für Zyprexa Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung gelten.

Psychose/Verhaltensstörungen bei Patienten mit Demenz

Olanzapin ist für die Behandlung von Psychosen und/oder Verhaltensstörungen im Zusammenhang

mit einer Demenz nicht zugelassen und die Anwendung in dieser speziellen Patientengruppe wird

nicht empfohlen, da die Mortalität und das Risiko eines zerebrovaskulären Zwischenfalls erhöht ist.

In Placebo-kontrollierten Studien (über 6–12 Wochen) bei älteren Patienten (Durchschnittsalter

78 Jahre) mit Psychosen und/oder Verhaltensstörungen im Rahmen einer Demenz kam es bei mit

Olanzapin behandelten Patienten im Vergleich zu mit Placebo behandelten Patienten zu einer

Zunahme der Häufigkeit von Todesfällen um das 2-Fache (3,5% bzw. 1,5%). Die höhere Inzidenz

von Todesfällen war nicht von der Olanzapin-Dosis (durchschnittliche tägliche Dosis 4,4 mg) oder

der Dauer der Behandlung abhängig. Risikofaktoren für eine höhere Sterblichkeit in dieser

Patientengruppe können Alter >65 Jahre, Dysphagie, Sedierung, Mangelernährung und

Dehydrierung, Erkrankungen der Lunge (z.B. Pneumonie mit oder ohne Aspiration) oder die

gleichzeitige Anwendung von Benzodiazepinen sein. Bei mit Olanzapin behandelten Patienten war

unabhängig von diesen Risikofaktoren die Inzidenz für Todesfälle höher als bei mit Placebo

behandelten Patienten.

In denselben klinischen Prüfungen wurden unerwünschte zerebrovaskuläre Ereignisse (z.B.

Schlaganfall, transitorische ischämische Attacken), einschliesslich solcher mit tödlichem Verlauf

häufiger unter Olanzapin berichtet. Bei mit Olanzapin behandelten Patienten traten zerebrovaskuläre

Ereignisse 3-mal häufiger auf als bei mit Placebo behandelten Patienten (1,3% bzw. 0,4%). Bei allen

mit Olanzapin oder Placebo behandelten Patienten, bei denen es zu einem zerebrovaskulären

Ereignis kam, bestanden bereits vor der Behandlung Risikofaktoren. Als Risikofaktoren für ein

zerebrovaskuläres Ereignis im Zusammenhang mit einer Olanzapin-Behandlung wurden ein Alter

>75 Jahre und eine Demenz vaskulärer oder gemischter Ursache identifiziert. Eine klinische

Wirksamkeit von Olanzapin wurde in diesen Studien nicht belegt.

Psychose bei Patienten mit Pakinsonscher Erkrankung

Die Anwendung von Olanzapin wird zur Behandlung von durch Arzneimittel mit dopaminerger

Wirkung ausgelösten Psychosen bei Patienten mit Parkinsonscher Erkrankung nicht empfohlen. In

klinischen Prüfungen wurden unter Olanzapin sehr häufig und häufiger als unter Placebo eine

Verschlechterung der Parkinson-Symptome und Halluzinationen berichtet. Olanzapin war bei der

Behandlung der psychotischen Symptome nicht wirksamer als Placebo. In diesen Prüfungen war

vorausgesetzt, dass der Zustand der Patienten zu Beginn mit der niedrigsten wirksamen Dosis eines

Mittels gegen den Parkinson (Arzneimittel mit dopaminerger Wirkung) stabil ist und die Patienten

während der gesamten Studie mit der gleichen Dosis des gleichen Mittels gegen den Parkinson

behandelt werden. Die Olanzapin-Behandlung wurde mit 2,5 mg/Tag begonnen und entsprechend

der Beurteilung des Prüfarztes auf höchstens 15 mg/Tag titriert.

Malignes neuroleptisches Syndrom (MNS): Seltene Fälle eines MNS wurden bei Patienten, die

Zyprexa erhielten, berichtet.

MNS ist ein potentiell lebensbedrohlicher Zustand, der mit der Einnahme von Neuroleptika

zusammenhängt. Klinische Manifestationen eines MNS sind eine Erhöhung der Körpertemperatur

(Hyperthermie), Muskelrigidität, veränderter mentaler Status und Anzeichen autonomer Instabilität

(unregelmässiger Puls oder Blutdruck, Tachykardie, Schwitzen und Herzrhythmusstörungen).

Weitere Symptome können eine Erhöhung der Creatinphosphokinase, Myoglobinurie

(Rhabdomyolyse) und akutes Nierenversagen sein. In einem solchen Fall oder bei unerklärlichem

hohem Fieber ohne zusätzliche klinische Manifestationen von MNS müssen alle Neuroleptika

einschliesslich Olanzapin abgesetzt werden.

Hyperglykämie/Diabetes

Bei Patienten mit Diabetes mellitus sowie bei Patienten mit leicht erhöhten Blutglukosewerten

(nüchtern 100–126 mg/dl, nicht nüchtern 140–200 mg/dl) sollte die Verschreibung von Olanzapin

unter sorgfältiger Abwägung von Nutzen und Risiko erfolgen.

Hyperglykämien, manchmal ausgeprägt und gelegentlich von einer Ketoazidose oder einem

hyperosmolaren Koma begleitet, jedoch selten mit tödlichem Ausgang, sind bei Patienten während

der Behandlung mit atypischen Neuroleptika einschliesslich Zyprexa aufgetreten. Epidemiologische

Studien haben ein erhöhtes Risiko für das Auftreten von Hyperglykämie-induzierten unerwünschten

Wirkungen während der Behandlung mit atypischen Neuroleptika aufgezeigt. Präzise

Risikoschätzungen für mit einer Erhöhung des Blutzuckerspiegels zusammenhängende unerwünschte

Ereignisse bei Patienten, welche mit atypischen Antipsychotika behandelt werden, sind nicht

verfügbar.

Es wird empfohlen, die Blutzuckerspiegel bei allen Patienten, die mit atypischen Antipsychotika

(einschliesslich Olanzapin) behandelt werden, regelmässig zu kontrollieren, vor allem bei Patienten

mit Diabetes, Patienten mit Risikofaktoren für Diabetes (z.B. Adipositas, Diabetes in der

Familienanamnese), sowie bei allen Patienten, bei denen es zu Symptomen einer Hyperglykämie

(z.B. Polydipsie, Polyurie, Polyphagie, Schwäche) oder einer deutlichen Gewichtszunahme kommt.

Das Gewicht sollte regelmässig kontrolliert werden.

In manchen Fällen klingt die Hyperglykämie nach dem Absetzen des Neuroleptikums ab. Es gibt

jedoch auch Fälle, in denen eine Hyperglykämie anhalten kann und behandelt werden muss.

Hyperlipidämie

Unerwünschte Erhöhungen von Triglyzeriden, total Cholesterin und LDL Cholesterin wurden bei mit

Olanzapin behandelten Patienten beobachtet. Veränderungen der Blutfettwerte sollten nach

klinischen Gesichtspunkten überwacht werden.

In bis zu 12-wöchigen Studien mit Erwachsenen waren die durchschnittlichen Anstiege der nüchtern

gemessenen Gesamtcholesterinspiegel, der LDL Cholesterinwerte und der Triglyceridwerte bei mit

Olanzapin behandelten Patienten grösser als bei Patienten, die Placebo erhalten hatten.

Die durchschnittlichen Anstiege der nüchtern gemessenen Werte (Gesamtcholesterin, LDL

Cholesterin und Triglyceride) waren grösser bei Patienten, die zu Studienbeginn keine Anzeichen für

eine Fettstoffwechselstörung hatten.

Anticholinerge Wirkung

Die klinische Erfahrung mit Olanzapin bei Patienten mit Begleiterkrankungen ist begrenzt. Da

Zyprexa in vitro eine anticholinerge Wirkung hatte, sollte es Patienten mit symptomatischer

Prostatavergrösserung oder paralytischem Ileus nur mit Vorsicht verschrieben werden.

Leberfunktion

Vorübergehende, asymptomatische Erhöhungen der Leberaminotransferasen ALT (GPT) und AST

(GOT), wurden, besonders zu Beginn der Behandlung, häufig beobachtet. Bei Patienten mit erhöhten

ALT- und/oder AST-Werten, bei Patienten mit Anzeichen einer Leberfunktionseinschränkung, bei

Patienten mit vorbestehenden Erkrankungen, die mit einer eingeschränkten Leberfunktionsreserve

einhergehen und Patienten, die mit möglicherweise hepatotoxischen Arzneimitteln behandelt werden,

ist daher Vorsicht geboten.

Periodische Messung von Aminotransferasen wird bei solchen Patienten empfohlen.

Bei wiederholter Messung relevant erhöhter Aminotransferasewerte ist die Behandlung abzubrechen.

In Fällen, in denen eine Hepatitis diagnostiziert wurde, muss die Olanzapin-Therapie beendet

werden.

Neutropenie

Wie bei anderen Neuroleptika ist Vorsicht angebracht bei Patienten mit niedrigen Leukozyten-

und/oder Neutrophilenwerten jeglicher Ursache, bei Patienten, die Arzneimittel erhalten von denen

bekannt ist, dass sie eine Neutropenie verursachen können, bei Patienten mit arzneimittelbedingter

Knochenmarksdepression/-toxizität in der Anamnese, bei Patienten mit Knochenmarksdepression

bedingt durch eine Begleiterkrankung, Strahlentherapie oder Chemotherapie und bei Patienten mit

hypereosinophilen Zuständen oder einer myeloproliferativen Erkrankung (siehe «Präklinische

Daten»).

In seltenen Fällen, in welchen Patienten bei der Behandlung mit Clozapin Neutropenie entwickelt

hatten, wurde beim Wechsel von Clozapin- zu Olanzapin- (oraler) Behandlung eine verlängerte

Erholungszeit von der Neutropenie beobachtet. Ausserdem sind nach Markteinführung (bei oraler

Behandlung) sehr seltene Fälle von Wiederauftreten einer Agranulozytose bei Patienten mit einer

Vorgeschichte von Clozapin-induzierter Agranulozytose berichtet worden (siehe «Unerwünschte

Wirkungen»).

Wenn Olanzapin und Valproat gleichzeitig angewendet wurden, wurde häufig über Neutropenie

berichtet (siehe «Unerwünschte Wirkungen»).

Es liegen nur wenige Daten zur gleichzeitigen Behandlung mit Lithium und Valproat vor (siehe

«Eigenschaften/Wirkungen»). Eine pharmakokinetische Studie zur Kombination von Olanzapin und

Carbamazepin wurde durchgeführt.

Absetzen der Behandlung

Wenn Olanzapin plötzlich abgesetzt wurde, wurden selten (>0,01% und <0.1%) akute Symptome

wie Schwitzen, Schlaflosigkeit, Zittern, Angst, Übelkeit oder Erbrechen berichtet. Wird die

Olanzapin-Behandlung beendet, sollte eine schrittweise Dosisreduktion erwogen werden.

QT Intervall

Olanzapin weist ein geringes Potenzial für QTc-Verlängerungen und damit verbundene kardiale

Ereignisse auf. In klinischen Studien mit Zyprexa Pulver für Injektionslösung war Olanzapin nicht

mit einer anhaltenden Verlängerung des absoluten QT- oder QTc-Intervalls verbunden und in

klinischen Studien mit oraler Verabreichung traten klinisch relevante QTc-Verlängerungen bei mit

Olanzapin behandelten Patienten gelegentlich auf (0,1% bis 1%), ohne dass signifikante

Unterschiede im Vergleich zu Placebo bestanden.

Wie im Fall anderer Antipsychotika ist jedoch Vorsicht geboten, wenn Olanzapin zusammen mit

Arzneimitteln verordnet wird, die bekanntlich das QTc-Intervall verlängern, insbesondere bei älteren

Menschen, bei Patienten mit einem angeborenen langen QT-Syndrom, dekompensierter

Herzinsuffizienz, Herzhypertrophie, Hypokaliämie oder Hypomagnesämie.

Allgemeine Wirkungen auf das Zentralnervensystem

Da Olanzapin hauptsächlich auf das Zentralnervensystem wirkt, ist bei gleichzeitiger Einnahme von

anderen zentralnervös wirksamen Arzneimitteln und Alkohol Vorsicht angebracht. Da Olanzapin in

vitro einen Dopamin-Antagonismus zeigt, kann Olanzapin die Wirkung von direkten oder indirekten

Dopamin-Agonisten antagonisieren (siehe «Interaktionen»).

Krampfanfälle

Olanzapin sollte bei Patienten mit einer Vorgeschichte von Krampfanfällen oder bei welchen die

Schwelle für Krampfanfälle herabgesetzt sein kann, vorsichtig angewendet werden. Gelegentlich

wurde über Krampfanfälle berichtet.

Spätdyskinesien

In kontrollierten klinischen Prüfungen war die orale Anwendung von Zyprexa mit einer relativ

geringen Häufigkeit behandlungsbedingter Dyskinesien verbunden.

Das Risiko einer Spätdyskinesie nimmt jedoch während einer Langzeitbehandlung zu.

Wie mit anderen Antipsychotika, Patienten müssen regelmässig auf Dyskinesien und anderen

Bewegungsstörungen untersucht werden.

Wenn Anzeichen einer Spätdyskinesie bei einem mit Zyprexa behandelten Patienten auftreten, sollte

eine Dosisreduktion oder ein Absetzen des Arzneimittels erwogen werden. Diese Symptome können

sich zeitweilig verschlechtern oder auch erst nach Beendigung der Behandlung auftreten.

Orthostatische Hypotonie

Gelegentlich wurde in klinischen Prüfungen mit oralem Olanzapin bei älteren Patienten

orthostatische Hypotonie beobachtet. Wie für andere Neuroleptika wird empfohlen, bei Patienten

über 65 Jahre den Blutdruck in regelmässigen Abständen zu messen.

Thromboembolien

Sehr selten (<0,01%) wurde ein zeitlicher Zusammenhang zwischen einer Olanzapin Behandlung

und venösen Thromboembolien (VTE) berichtet. Ein ursächlicher Zusammenhang zwischen dem

Auftreten von VTE und einer Olanzapin Behandlung wurde nicht nachgewiesen. Da jedoch Patienten

mit Schizophrenie häufig Risikofaktoren für venöse Thromboembolien entwickeln, sollten alle

möglichen Risikofaktoren für VTE, wie z.B. Immobilisation festgestellt und entsprechende

Vorsichtsmassnahmen getroffen werden.

Plötzlicher Herztod

In einer retrospektiven Beobachtungsstudie zeigte sich bei Patienten unter atypischen Antipsychotika

(einschliesslich Olanzapin) oder typischen Antipsychotika ein vergleichbarer dosisabhängiger

Anstieg eines mutmasslichen plötzlichen Herztodes im Vergleich zu nicht mit Antipsychotika

behandelten Patienten (das Risiko war im Vergleich zu den unbehandelten Patienten annähernd

zweifach erhöht). Seit Markteinführung wurde plötzlicher Herztod unter Olanzapin sehr selten

berichtet.

Arzneimittelreaktion mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (Drug Reaction with

Eosinophilia and Systemic Symptoms, DRESS)

DRESS wurde unter Olanzapin-Exposition beobachtet. DRESS besteht aus einer Kombination von

drei oder mehr der folgenden Symptome: Hautreaktion (wie Ausschlag oder exfoliative Dermatitis),

Eosinophilie, Fieber, Lymphadenopathie und ein oder mehrere systemische Komplikationen wie

Hepatitis, Nephritis, Pneumonitis, Myokarditis und Perikarditis. Bei Verdacht auf DRESS ist

Zyprexa abzusetzen.

Interaktionen

IM Olanzapin wurde bei Patienten mit Alkohol- oder Arzneimittelvergiftung nicht untersucht.

Vorsicht ist geboten bei Patienten, die Arzneimittel erhalten, die eine Hypotonie, Bradykardie,

Atemdepression oder Depression des Zentralnervensystems induzieren können oder Alkohol

eingenommen haben.

Der Einfluss von Phenytoin und Phenobarbital auf den Metabolismus von Olanzapin wurde nicht

untersucht.

Mögliche Interaktion nach intramuskulärer Injektion: In einer Studie mit einer einzelnen

intramuskulären Dosis von 5 mg Olanzapin, die 1 Stunde vor 2 mg Lorazepam (metabolisiert durch

Glukoronidierung) gegeben wurde, war die Pharmakokinetik beider Substanzen unverändert. Die

Kombination verstärkte jedoch die mit beiden Arzneimitteln allein beobachtete Schläfrigkeit. Die

gleichzeitige Injektion von Olanzapin und einem parenteralen Benzodiazepin ist nicht empfohlen

(siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen» und «Sonstige Hinweise/Inkompatibilitäten»).

Eine therapiebegleitende Kontrolle von Divalproex (Valproat) Plasmaspiegeln hat nicht gezeigt, dass

die Divalproex-Dosis angepasst werden muss, wenn eine gleichzeitige Behandlung mit oralem

Olanzapin begonnen wird.

Die weiter unten aufgeführten Interaktionen beruhen auf Daten für orale Olanzapin, können aber

auch für Zyprexa Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung gelten.

Mögliche Wechselwirkungen, die Olanzapin beeinflussen

Da Olanzapin durch CYP 1A2 metabolisiert wird, beeinflussen Substanzen, die spezifisch dieses

Isoenzym induzieren oder hemmen, möglicherweise die Pharmakokinetik von Olanzapin.

Induktion von CYP 1A2: Der Metabolismus von Olanzapin kann durch Rauchen (die Clearance ist

bei Nichtrauchern um 33% niedriger und die terminale Eliminationshalbwertszeit um 21% im

Vergleich zu Rauchern verlängert) und Carbamazepin (die Clearance ist bei gleichzeitiger Gabe von

Carbamazepin um 44% erhöht und die terminale Eliminationshalbwertszeit um 20% verkürzt)

induziert werden. Die Kombinationstherapie mit Carbamazepin ist mit einer signifikanten Induktion

des Metabolismus von oralem Olanzapin verbunden. Bei gleichzeitiger Gabe von Carbamazepin

wurde eine Verminderung der Exposition um ca. 50% beobachtet. Es wird eine klinische

Überwachung empfohlen. Falls erforderlich, kann eine Erhöhung der Olanzapin-Dosis erwogen

werden (siehe «Dosierung/Anwendung»).

Hemmung von CYP1A2: Für Fluvoxamin, einen spezifischen CYP1A2 Hemmstoff, wurde eine

signifikante Hemmung des Olanzapin Metabolismus gezeigt. Die durchschnittliche Zunahme der

Olanzapin Cmax nach Fluvoxamin betrug bei weiblichen Nichtrauchern 54% und bei männlichen

Rauchern 77%. Die durchschnittliche Zunahme der Olanzapin AUC betrug 52% bzw. 108%. Bei

Patienten, die Fluvoxamin oder einen anderen CYP1A2 Hemmer wie Ciprofloxacin anwenden, muss

eine niedrigere Anfangsdosis von Olanzapin in Betracht gezogen werden. Eine Reduzierung der

Olanzapin-Dosis muss in Betracht gezogen werden, wenn eine Behandlung mit einem CYP1A2

Hemmer begonnen wird.

Verminderte Bioverfügbarkeit: Fluoxetin (ein CYP2D6 Hemmstoff), Einzeldosen von Antazida

(Aluminium, Magnesium) oder Cimetidin haben keinen signifikanten Einfluss auf die

Pharmakokinetik von Olanzapin.

Möglicher Einfluss von Olanzapin auf andere Arzneimittel

Olanzapin kann die Wirkung von direkten und indirekten Dopamin-Agonisten abschwächen.

Die wichtigsten CYP450 Isoenzyme (z.B. 1A2, 2D6, 2C9, 2C19, 3A4) werden durch Olanzapin in

vitro nicht gehemmt. Deshalb ist hier keine besondere Wechselwirkung zu erwarten, was auch durch

in vivo Studien belegt wurde, in denen keine Hemmung des Metabolismus der folgenden Wirkstoffe

gefunden wurde: trizyklische Antidepressiva (im Allgemeinen typisch für den CYP2D6 Weg),

Warfarin (CYP2C9), Theophyllin (CYP1A2) oder Diazepam (CYP3A4 und 2C19).

Olanzapin zeigte keine pharmakokinetischen Wechselwirkungen bei gleichzeitiger Gabe von

Lithium oder Biperiden.

Schwangerschaft/Stillzeit

Schwangerschaft

Tierstudien haben unerwünschte Effekte auf den Föten gezeigt. Es liegen keine ausreichenden und

kontrollierten Studien bei schwangeren Frauen vor. Die Patientinnen sollten darauf hingewiesen

werden, ihren Arzt zu unterrichten, wenn sie schwanger sind oder eine Schwangerschaft während der

Behandlung mit Olanzapin planen. Da die Erfahrung bei Menschen begrenzt ist, darf Olanzapin in

der Schwangerschaft nur angewendet werden, wenn dies absolut erforderlich ist.

Sehr selten gab es Spontanberichte über Zittern, Hypertonie, Lethargie und Schläfrigkeit bei Kindern

deren Mütter während des 3. Trimenon der Schwangerschaft Olanzapin angewendet hatten.

Wehen und Geburt

Bei Ratten wurde der Geburtsvorgang durch Olanzapin nicht beeinflusst. Der Einfluss von Olanzapin

auf Wehen und Geburtsvorgang beim Menschen ist nicht bekannt.

Stillzeit

In einer Studie mit stillenden Frauen wurde Olanzapin in der Muttermilch ausgeschieden. Die

durchschnittliche vom Säugling aufgenommene Menge (mg/kg) wurde im Steady State mit ca. 1,8%

der mütterlichen Olanzapin Dosis bestimmt. Den Patientinnen sollte geraten werden, ihr Kind nicht

zu stillen, wenn sie Olanzapin einnehmen.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Da Olanzapin Somnolenz und Schwindel verursachen kann, sollte der Patient vor dem Bedienen von

Maschinen und dem Führen von Fahrzeugen gewarnt werden.

Unerwünschte Wirkungen

Die folgende Liste basiert auf den unerwünschten Wirkungen und Laboruntersuchungen während der

klinischen Prüfungen mit Zyprexa Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung.

Die Häufigkeiten der unerwünschten Wirkungen werden wie folgt angegeben: «Sehr häufig»

(≥1/10), «häufig» (<1/10, ≥1/100), «gelegentlich» (<1/100, ≥1/1000), «selten» (<1/1000, ≥1/10'000),

«sehr selten» (<1/10'000).

Herzerkrankungen

Häufig: Bradykardie mit oder ohne Hypotonie oder Synkope.

Gelegentlich: Sinus Pause.

Gefässerkrankungen

Häufig: Orthostatische Hypotonie, Hypotonie.

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Gelegentlich: Hypoventilation.

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Häufig: Unbehagen an der Injektionsstelle.

Die weiter unten aufgeführten unerwünschten Wirkungen wurden nach der oralen Anwendung von

Olanzapin beobachtet, können aber auch nach der Gabe von Zyprexa Pulver zur Herstellung einer

Injektionslösung auftreten.

Die am häufigsten (≥1% der Patienten) berichteten Nebenwirkungen im Zusammenhang mit der

Anwendung von Olanzapin in klinischen Prüfungen waren Schläfrigkeit, Gewichtszunahme,

Eosinophilie, erhöhte Prolaktin-, Cholesterin-, Glukose- und Triglyceridspiegel (siehe

«Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»). Glukosurie, Zunahme des Appetits, Schwindel,

Akathisie, Parkinsonismus, Leukopenie, Neutropenie (siehe «Warnhinweise und

Vorsichtsmassnahmen»), Dyskinesie, orthostatische Hypotonie, anticholinerge Effekte,

vorübergehende asymptomatische Erhöhungen von Leberaminotransferasen (siehe «Warnhinweise

und Vorsichtsmassnahmen»), Ausschlag, Asthenie, Müdigkeit, Pyrexie, Arthralgie, Erhöhung der

alkalischen Phosphatase, hohe Gamma-Glutamyltransferase Werte, hohe Harnsäure Werte, hohe

Kreatin-Phosphokinase Werte und Ödeme.

Die folgende Liste führt Nebenwirkungen und Ergebnisse klinisch-chemischer Untersuchungen auf,

beruhend auf Spontanberichten und klinischen Prüfungen.

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Häufig: Eosinophilie, Leukopenie, Neutropenie.

Selten: Thrombozytopenie (siehe Anmerkung 7 weiter unten).

Erkrankungen des Immunsystems

Gelegentlich: Allergische Reaktion (z.B. anaphylaktoide Reaktion, Angioödem, Juckreiz oder

Nesselsucht).

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Sehr häufig: Gewichtszunahme (siehe Anmerkung 1 weiter unten).

Häufig: Zunahme des Appetits, erhöhte Glukosespiegel (siehe Anmerkung 2 weiter unten). Erhöhte

Triglyceridspiegel (siehe Anmerkungen 3 und 4 weiter unten und «Warnhinweise und

Vorsichtsmassnahmen/Hyperlipidämie»). Erhöhte Cholesterinspiegel (siehe Anmerkungen 3 und 5

weiter unten und «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen/Hyperlipidämie»). Glukosurie.

Gelegentlich: Auftreten oder Verschlechterung eines Diabetes, gelegentlich assoziiert mit

Ketoacidose oder Koma, einschliesslich einiger fataler Fälle (siehe auch «Warnhinweise und

Vorsichtsmassnahmen»).

Selten: Hypothermie.

Erkrankungen des Nervensystems

Sehr häufig: Schläfrigkeit (17.6%). Bei Patienten mit Parkinsonscher Erkrankung wurden eine

Verschlechterung der Parkinson Symptome und Halluzinationen häufiger berichtet.

Häufig: Schwindelgefühl, Akathisie, Parkinsonismus, Dyskinesie (siehe Anmerkung 6 weiter unten).

Gelegentlich: Krampfanfälle, wobei in den meisten dieser Fälle wenn Krampfanfälle in der

Anamnese oder Risikofaktoren für Krampfanfälle berichtet wurden. Dystonie (einschliesslich

Blickkrämpfen), tardive Dyskinesie, Amnesie, Restless-Legs-Syndrom.

Selten: malignes neuroleptisches Syndrom (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Absetzsymptome: akute Symptome wie Schwitzen, Schlaflosigkeit, Zittern, Angst, Übelkeit oder

Erbrechen wurden berichtet, wenn Olanzapin plötzlich abgesetzt wurde. Wird die Behandlung mit

Olanzapin beendet, sollte eine schrittweise Dosisreduzierung in Betracht gezogen werden.

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Gelegentlich: Nasenbluten.

Herzerkrankungen

Gelegentlich: Bradykardie, QTc-Verlängerung (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Selten: ventrikuläre Tachykardie/Fibrillation, plötzlicher Tod (siehe «Warnhinweise und

Vorsichtsmassnahmen»).

Gefässerkrankungen

Sehr häufig: Orthostatische Hypotonie (20.7%).

Selten: Thromboembolie (einschliesslich Lungenembolie und tiefe Venenthrombose) (siehe

«Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Häufig: Leichte, vorübergehende anticholinerge Effekte einschliesslich Verstopfung und

Mundtrockenheit.

Gelegentlich: Blähungen.

Selten: Pankreatitis.

Affektionen der Leber und Gallenblase

Häufig: Vorübergehende Erhöhungen von Leberaminotransferasen (ALT, AST), besonders zu

Beginn der Behandlung (siehe auch «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Selten: Hepatitis (einschliesslich einer hepatozellulären oder cholestatischen Leberschädigung oder

einer Mischform).

Sehr selten: Gelbsucht.

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs und Knochenerkrankungen

Häufig: Arthralgie.

Selten: Rhabdomyolyse.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Häufig: Ausschlag.

Gelegentlich: Lichtüberempfindlichkeitsreaktionen, Alopezie.

Sehr selten: Arzneimittelreaktion mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (Drug Reaction

with Eosinophilia and Systemic Symptoms, DRESS) (siehe «Warnhinweise und

Vorsichtsmassnahmen»).

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Gelegentlich: Harninkontinenz, Harnverhalt, Schwierigkeiten beim Wasserlassen.

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse

Selten: Priapismus.

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Häufig: Asthenie, Ödeme, Müdigkeit, Pyrexie.

Untersuchungen

Sehr häufig: Erhöhte Plasmaprolaktinspiegel (30.3%) (siehe Anmerkung 8 weiter unten).

Häufig: Erhöhung der alkalischen Phosphatase, hohe Kreatin-Phosphokinase Werte, hohe Gamma-

Glutamyltransferase Werte (GGT) (U/l), hohe Harnsäure Werte (µmol/l).

Gelegentlich: Erhöhung des Gesamtbilirubins.

1 In allen Kategorien der zu Studienbeginn ermittelten Body-Mass-Index-Gruppen (BMI-Gruppen)

wurde eine klinisch signifikante Gewichtszunahme beobachtet.

Gewichtszunahme bei kurzfristiger Behandlung (mittlere Dauer 47 Tage)

Sehr häufig: Bei 22,2% der Patienten wurde eine Gewichtszunahme ≥7% beobachtet.

Häufig: Bei 4,2% der Patienten wurde eine Gewichtszunahme ≥15% beobachtet.

Gelegentlich: Bei 0,8% der Patienten wurde eine Gewichtszunahme ≥25% beobachtet.

Gewichtszunahme bei langfristiger Behandlung (mindestens 48 Wochen)

Sehr häufig: 64,4% der Patienten mit Gewichtszunahme von mehr als 7%; 31,7% der Patienten mit

Gewichtszunahme von mehr als 15%; 12,3% der Patienten mit Gewichtszunahme von mehr als 25%.

2 Beobachteter Anstieg der nüchtern gemessenen Werte von normal (<5,56 mmol/l) auf hoch (≥7

mmol/l). Veränderungen der nüchtern gemessenen Glukosewerte von leicht erhöht (≥5,56 mmol/l bis

<7 mmol/l) auf hoch (≥7 mmol/l) wurden sehr häufig beobachtet.

3 Durchschnittliche Anstiege der nüchtern gemessenen Fettstoffwechselparameter

(Gesamtcholesterin, LDL Cholesterin und Triglyceride) waren grösser bei Patienten, die zu

Studienbeginn keine Anzeichen einer Fettstoffwechselstörung hatten.

4 Beobachteter Anstieg der nüchtern gemessenen Werte von normal (<1,69 mmol/l) auf hoch (≥2,26

mmol/l). Veränderungen der nüchtern gemessenen Triglyceridwerte von leicht erhöht (≥1,69 mmol/l

bis <2,26 mmol/l) auf hoch (≥2,26 mmol/l) wurden sehr häufig beobachtet.

5 Beobachteter Anstieg der nüchtern gemessenen Werte von normal (<5,17 mmol/l) auf hoch (≥6,2

mmol/l). Veränderungen der nüchtern gemessenen Gesamtcholesterinspiegel von leicht erhöht

(≥5,17 mmol/l bis <6,2 mmol/l) auf hoch (≥6,2 mmol/l) wurden sehr häufig beobachtet.

6 In klinischen Studien war die Häufigkeit von Parkinsonismus und Dystonie bei mit Olanzapin

behandelten Patienten nicht signifikant unterschiedlich im Vergleich zu Placebo. Bei mit Olanzapin

behandelten Patienten war die Häufigkeit von Parkinsonismus, Akathisie und Dystonie geringer als

bei denen, die titrierte Dosen Haloperidol erhielten. Da keine genauen Informationen über

individuelle akute oder späte extrapyramidale Bewegungsstörungen in der Anamnese vorliegen, kann

zur Zeit nicht geschlossen werden, dass Olanzapin weniger Spätdyskinesien oder spät auftretende

extrapyramidale Bewegungsstörungen verursacht.

7 Nach der Markteinführung wurden sehr seltene Fälle von Wiederauftreten von Agranulozytose in

Patienten mit einer Vorgeschichte von Clozapin-induzierter Agranulozytose während der

Behandlung mit Olanzapin berichtet.

8 In klinischen Studien über einen Zeitraum von bis zu 12 Wochen traten bei mehr als 30% der mit

Olanzapin behandelten Patienten erhöhte Prolaktin-Konzentrationen auf; in der Regel waren dies bei

der Mehrzahl der Patienten leichte Erhöhungen. Möglicherweise damit zusammenhängende, die

Brust oder die Menstruation betreffende klinische Befunde (z.B. Amenorrhö, Gynäkomastie,

Galaktorrhö und Brustvergrösserung) traten gelegentlich auf. Möglicherweise im Zusammenhang

stehende, die Sexualfunktion betreffende unerwünschte Ereignisse (z.B. erektile Dysfunktion und

verminderte Libido) wurden häufig beobachtet.

Langzeitgabe (mindestens 48 Wochen)

Der Anteil der Patienten mit unerwünschten, klinisch signifikanten Veränderungen folgender

Parameter nahm mit der Zeit zu: Gewichtszunahme, Glukose, Gesamt/LDL/HDL-Cholesterin oder

Triglyceride. Bei erwachsenen Patienten, die 9–12 Monate lang behandelt wurden, nahm nach 4–6

Monaten das Ausmass der Zunahme der mittleren Blutglukose-Werte ab.

Zusätzliche Informationen zu speziellen Patientenpopulationen

In klinischen Prüfungen bei älteren Patienten mit Demenz war die Behandlung mit Olanzapin im

Vergleich zu Placebo mit einer höheren Inzidenz an Todesfällen und zerebrovaskulären Ereignissen

und kognitiven Einschränkungen verbunden (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Sehr häufige (>10%) unerwünschte Wirkungen im Zusammenhang mit der Anwendung von

Olanzapin in dieser Patientengruppe waren abnormer Gang und Stürze, Pneumonie und

Harninkontinenz wurden häufig (1–10%) beobachtet.

In einer klinischen Prüfung bei Patienten mit bipolarer Manie betrug bei einer gleichzeitigen

Behandlung mit Valproat und Olanzapin die Häufigkeit einer Neutropenie 4,1%. Bei gleichzeitiger

Gabe von Olanzapin und Lithium oder Valproat kam es, im Vergleich zu Lithium oder Valproat

allein, häufiger (>10%) zu Zittern, Mundtrockenheit, grösserem Appetit und Gewichtszunahme.

Gelegentlich wurden Sprachstörungen berichtet. Während einer Behandlung mit Olanzapin in

Kombination mit Lithium oder Divalproex kam es bei 17,4% der Patienten während der

Akutbehandlung (bis zu 6 Wochen) zu einer Zunahme des Körpergewichts von ≥7% gegenüber dem

Ausgangswert. Die maximale relative Gewichtszunahme in dieser Patientengruppe war 19,6%. Die

Langzeitbehandlung mit Olanzapin (bis zu 12 Monate) zur Phasenprophylaxe bei Patienten mit

bipolaren Störungen war bei 39,9% der Patienten mit einer Zunahme des Körpergewichts von ≥7%

gegenüber dem Ausgangswert verbunden. Die maximale relative Gewichtszunahme für Patienten

unter Langzeit-Olanzapin-Behandlung war 56,3%.

In Postmarketing-Berichten sind bei intramuskulärer Anwendung von Zyprexa zusammen mit

Benzodiazepinen oder bei Überschreitung der empfohlenen Tagesdosen (siehe «Warnhinweise und

Vorsichtsmassnahmen» und «Interaktionen») unerwünschte Ereignisse einschliesslich

Hypoventilation, Hypotonie oder Bradykardie und äusserst selten Todesfälle aufgetreten, allerdings

konnte in diesen Fällen kein ursächlicher Zusammenhang mit i.m. Olanzapin nachgewiesen werden.

Überdosierung

Symptome

Zu den üblichen Symptomen einer Überdosierung (Häufigkeit >10%) gehören Tachykardie,

Agitation/Aggressivität, Dysarthrie, verschiedene extrapyramidale Symptome und

Bewusstseinsverminderungen, die von Sedierung bis hin zum Koma reichen.

Andere medizinisch relevante Folgeerscheinungen einer Überdosierung sind Delirium,

Krampfanfälle, Koma, mögliches malignes neuroleptisches Syndrom, Atemdepression, Aspiration,

Hypertonie oder Hypotonie, Herzarrhythmien (<2% der Fälle von Überdosierung) und Herz- und

Atemstillstand. Ein letaler Ausgang wurde bei einer akuten Überdosis von 450 mg, ein Überleben

jedoch auch nach einer akuten Überdosis von 2000 mg berichtet.

Behandlung bei Überdosierung

Es gibt kein spezifisches Antidot für Olanzapin. Entsprechend dem klinischen Bild sollten eine

symptomatische Behandlung und Überwachung der lebenswichtigen Organfunktionen eingeleitet

werden, einschliesslich Behandlung von Hypotonie und Kreislaufkollaps und Unterstützung der

Atemfunktion.

Verwenden Sie kein Adrenalin, Dopamin, oder andere Sympathomimetika mit beta-agonistischer

Aktivität, da die Betastimulation eine Hypotonie verschlimmern kann.

Kardiovaskuläres Monitoring ist notwendig, um mögliche Arrhythmien zu erkennen. Eine

engmaschige ärztliche Überwachung sollte bis zur Restitution des Patienten fortgesetzt werden.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: N05AH03

Wirkungsmechanismus

Olanzapin ist ein atypisches Neuroleptikum, mit antimanischer und stimmungsstabilisierenden

Wirkung, mit Affinität zu 5HT2A/2C, 5HT3, 5HT6, Dopamin D4, D3, D1, D2, cholinergen

Muskarinrezeptoren (m1–m5), α1-adrenergen und Histamin H1-Rezeptoren. Verhaltensstudien mit

Olanzapin stimmen mit dem Rezeptorbindungsprofil überein.

In einer PET-Studie mit Einzeldosen von 10 mg bei gesunden Probanden bewirkte Olanzapin eine

höhere 5HT2A-Rezeptorbesetzung als Dopamin D2-Rezeptorbesetzung. Die D2-Besetzung war

geringer als die mit konventionellen Neuroleptika beobachtete. Dieses Wirkprofil kann die geringen

extrapyramidalen Nebenwirkungen und Spätdyskinesien im Zusammenhang mit der Zyprexa

Behandlung in klinischen Studien sowie die günstige Wirkung von Zyprexa auf die Negativ- als auch

Positivsymptomatik erklären.

Pharmakokinetik

Absorption

Zyprexa Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung ergibt eine maximale Plasmakonzentration

(Cmax), die etwa 5-mal so hoch ist wie nach der Gabe einer gleich grossen oralen Dosis. Die Cmax

tritt nach intramuskulärer Anwendung früher auf als nach oraler Anwendung (15–45 Minuten

gegenüber 5–8 Stunden). Wie bei oraler Gabe sind Cmax und Fläche unter der Kurve nach

intramuskulärer Anwendung direkt proportional zur verabreichten Dosis. Gibt man dieselbe

Olanzapin Dosis intramuskulär und oral, so sind die damit zusammenhängenden Flächen unter der

Kurve, Halbwertzeiten, Clearance und die Verteilungsvolumina sehr ähnlich. Die Metabolisierung

nach intramuskulärer und oraler Anwendung ist ähnlich.

Im Folgenden werden zusätzliche pharmakokinetische Daten nach der oralen Verabreichung von

Olanzapin beschrieben.

Distribution

Die Plasmaproteinbindung von Olanzapin betrug etwa 93% über einen Konzentrationsbereich von

etwa 7 bis etwa 1000 ng/ml. Olanzapin wird überwiegend an Albumin und α1 saures Glykoprotein

gebunden.

Metabolismus

Olanzapin wird in der Leber durch Konjugation und Oxidation metabolisiert. Der Hauptmetabolit ist

das 10-N-Glukuronid, welches die Bluthirnschranke nicht passiert. Die Cytochrome P450-CYP1A2

und P450-CYP2D6 sind verantwortlich für die hauptsächliche Bildung von N-Desmethyl und 2-

Hydroxymethylmetaboliten, die beide in vivo keine pharmakologische Wirkung haben.

Elimination

Nach oraler Gabe variiert die mittlere Eliminationshalbwertszeit von Olanzapin in Abhängigkeit von

Alter und Geschlecht:

<65 Jahre ≥65 Jahre

Männer

29 Std.

49 Std.

Frauen

39 Std.

55 Std.

Bei gesunden älteren Personen war die mittlere Eliminationshalbwertszeit von Olanzapin im

Vergleich zu jüngeren gesunden Personen verlängert. Bei den älteren Personen waren die

Konzentrationen an Olanzapin nach Einnahme der 5 mg Dosis höher aufgrund der verlängerten

Halbwertszeit und geringerer Plasma-Clearance von Olanzapin (19 l/Std.).

Kinetik spezieller Patientengruppen

Eine Niereninsuffizienz oder gering- bis mittelgradige Leberinsuffizienz verursachten keine

grösseren Veränderungen der Olanzapinpharmakokinetik. Entsprechende Studien zeigten, dass etwa

57% von radioaktiv markiertem Olanzapin im Urin ausgeschieden werden (vornehmlich als

Metabolite).

Die Plasma-Clearance von Olanzapin ist bei älteren Personen verglichen mit jüngeren Personen, bei

Frauen verglichen mit Männern und bei Nichtrauchern verglichen mit Rauchern geringer. Der

Einfluss von Alter, Geschlecht oder Rauchen auf die Olanzapin-Clearance war jedoch gering,

verglichen mit der gesamten Schwankungsbreite zwischen einzelnen Personen.

Präklinische Daten

In Studien an Mäusen (bis zu 3 Monaten) und an Ratten und Hunden (bis zu 1 Jahr) waren die

vorherrschenden Wirkungen eine zentralnervöse Dämpfung, anticholinerge Effekte und periphere

hämatologische Störungen. Gegenüber der zentralnervösen Dämpfung entwickelte sich eine

Toleranz.

Es traten bei allen Tierarten Wirkungen auf hämatologische Parameter auf, einschliesslich

dosisabhängiger Verminderung der zirkulierenden Leukozyten bei Mäusen und unspezifischer

Verringerung der zirkulierenden Leukozyten bei Ratten; es wurden jedoch keine Anzeichen für eine

Knochenmarkstoxizität gefunden. Bei einigen Hunden, die mit 8 oder 10 mg/kg Körpergewicht/Tag

(die Gesamtmenge Olanzapin [AUC] ist 12 bis 15-fach grösser als nach einer 12 mg Dosis beim

Menschen) behandelt wurden, entwickelte sich eine reversible Neutropenie, Thrombozytopenie oder

Anämie. Bei zytopenischen Hunden traten keine unerwünschten Wirkungen auf Stammzellen oder

proliferierende Zellen im Knochenmark auf.

Olanzapin hat keine teratogenen Wirkungen gezeigt, verschiedene Tests haben auch keine mutagene

oder klastogene Wirkung gezeigt. Bei Mäusen und Ratten wirkt Olanzapin nicht karzinogen.

Sonstige Hinweise

Inkompatibiltäten

Bereiten Sie Zyprexa Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung nur mit Wasser für

Injektionszwecke zu (siehe «Hinweise für die Handhabung»).

Olanzapin zur Injektion sollte nicht in einer Spritze mit Diazepam-Injektion kombiniert werden, da

beim Mischen dieser Produkte ein Niederschlag auftritt.

Lorazepam-Injektion sollte nicht zur Rekonstitution von Olanzapin zur Injektion verwendet werden,

da diese Kombination eine Verzögerung der Rekonstitution bewirkt.

Olanzapin zur Injektion sollte nicht in einer Spritze mit Haloperidol-Injektion kombiniert werden, da

beobachtet wurde, dass der resultierende niedrige pH-Wert Olanzapin mit der Zeit abbaut.

Haltbarkeit

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit «Exp» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Haltbarkeit der Lösung (nach Zubereitung in der Flasche): 1 Stunde.

Besonderer Lagerungshinweise

Nicht über 25 °C lagern. Nach der Zubereitung die Lösung nicht einfrieren.

Vor Kindern geschützt aufbewahren.

Hinweise für die Handhabung

Bereiten Sie Zyprexa mit Wasser für Injektionszwecke mittels aseptischer Standardtechniken für die

Zubereitung parenteraler Produkte zu. Es sollten keine anderen Lösungsmittel zum Auflösen

verwendet werden (siehe auch «Sonstige Hinweise/Inkompatibilitäten»).

1. Ziehen Sie 2,1 ml Wasser für Injektionszwecke in einer sterilen Spritze auf. Injizieren Sie sie in

die Zyprexa Flasche. Drehen Sie die Flasche solange, bis der Inhalt vollständig gelöst ist und eine

gelb gefärbte Lösung vorliegt. Die Flasche enthält 11,0 mg Olanzapin als Lösung zu 5 mg/ml (1 mg

Olanzapin bleibt in der Flasche zurück, so dass 10 mg Olanzapin angewendet werden können). Die

folgende Tabelle gibt das zu injizierende Volumen für die Gabe verschiedener Dosen Olanzapin an.

Dosis

(mg)

zu injizierendes

Volumen (ml)

2. Injizieren Sie die Lösung intramuskulär. Nicht intravenös oder subkutan injizieren. Entsorgen Sie

die Spritze und nicht verwendete Lösung entsprechend geeigneter klinischer Praxis. Verwenden Sie

die Lösung innerhalb 1 Stunde nach Zubereitung. Nicht über 25 °C lagern. Nicht einfrieren.

Parenterale Arzneimittel sollten vor der Anwendung visuell auf Partikel überprüft werden, soweit

Lösung und Behältnis dies erlauben.

Zulassungsnummer

55692 (Swissmedic).

Packungen

Durchstechflasche zu 10 mg: 1 (B)

Zulassungsinhaberin

Eli Lilly (Suisse) SA, Vernier/Genève.

Stand der Information

Juli 2017.

  • Das Informationsblatt für dieses Produkt ist derzeit nicht verfügbar, können Sie eine Anfrage an unseren Kundendienst zu senden und wir werden Sie benachrichtigen, sobald wir in der Lage, um es zu erhalten.

    Fordern Sie das Informationsblatt für die Öffentlichkeit.



  • Dokumente in anderen Sprachen zur Verfügung hier