Zovirax I.V.

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Zovirax I.V. Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung 250 mg
  • Dosierung:
  • 250 mg
  • Darreichungsform:
  • Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

  • Information für medizinisches Fachpersonal:
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Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Zovirax I.V. Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung 250 mg
    Belgien
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • antiviralen

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AFMPS - Agence Fédérale des Médicaments et des Produits de Santé - Belgium
  • Zulassungsnummer:
  • BE123751
  • Letzte Änderung:
  • 13-04-2018

Packungsbeilage

GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÜR DEN ANWENDER

ZOVIRAX I.V. 250 mg Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung

Aciclovir

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Anwendung dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen..

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es

kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt

auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht?

Was ist Zovirax I.V. und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Anwendung von Zovirax I.V. beachten?

Wie ist Zovirax I.V. anzuwenden?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Zovirax I.V. aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Zovirax I.V. und wofür wird es angewendet?

Zovirax I.V. ist ein Arzneimittel gegen Viren, das bei Infektionen durch das Herpes-simplex-Virus

und das Varizella-Zoster-Virus (ansteckende Viruserkrankungen, die in Form eines Ausschlags mit

gruppierten Bläschen auf der Haut oder den Schleimhäuten auftreten) verwendet wird.

Zovirax I.V. wird in folgenden Fällen angewendet:

zur Behandlung schwerwiegender Fälle von Infektionen durch das Herpes-simplex-Virus

(HSV), insbesondere bei Herpes-Enzephalitis (die sich in Form von Veränderungen des

Bewusstseinszustands und des Verhaltens sowie Persönlichkeitsveränderungen äußern kann),

zur Behandlung von HSV-Infektionen bei Neugeborenen,

zur Vorbeugung von CMV-Infektionen (schwerwiegende Infektionen durch ein Virus, das als

Cytomegalievirus bezeichnet wird) bei Patienten, die eine Knochenmarkstransplantation erhalten

haben.

Höhere Dosen von Zovirax I.V. lindern Folgen eines plötzlichen Ausbruchs einer CMV-Infektion

und verlangsamen sie.

Bei einer Anwendung höherer Dosen von Zovirax I.V. intravenös und einer anschließenden

sechsmonatigen Behandlung mit Zovirax I.V. zum Einnehmen in höheren Dosen sinkt die

Mortalität ebenso wie die Virusresistenz.

Dieses Arzneimittel wird auch verschrieben, wenn eine Einnahme nicht möglich ist:

Infektionen durch das Herpes-simplex-Virus (HSV)

: Zovirax I.V. wird zur Vermeidung von

Infektionen durch HSV bei Patienten angewendet, deren Resistenz gegen diese Infektionen stark

vermindert ist.

Infektionen durch das Varizella-Zoster-Virus:

Zovirax I.V. wird in folgenden Fällen angewendet:

zur Behandlung der Gürtelrose (Viruserkrankung mit schmerzhaftem Ausschlag) und zur

Vermeidung der Schmerzen, die sie hervorruft

zur Behandlung bestimmter Fälle von Windpocken.

2.

Was sollten Sie vor der Anwendung von Zovirax I.V. beachten?

Zovirax I.V. darf nicht angewendet werden, wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegenüber

Aciclovir oder Valaciclovir.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen:

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Zovirax I.V. anwenden.

Sie können das Virus über Körperkontakt übertragen.

Seien Sie besonders vorsichtig, wenn Bläschen (Hautausschlag, der eine klare Flüssigkeit enthält) oder

sichtbare Läsionen vorliegen.

Vor Beginn der Behandlung wird Ihr Arzt Ihre Blutwerte und die Funktion Ihrer Nieren und Ihrer Leber

überprüfen.

Möglicherweise wird Ihr Arzt die Zovirax I.V.-Dosis anpassen, wenn Sie Probleme mit den Nieren

haben.

Achten Sie darauf, während der Behandlung mit Zovirax I.V. eine Dehydratation zu vermeiden. Ihr Arzt

wird Ihnen sagen, ob ein Risiko einer Dehydratation besteht.

Zovirax I.V. ist nicht zur Einnahme bestimmt.

Anwendung von Zovirax I.V. zusammen mit anderen Arzneimitteln:

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, kürzlich andere

Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen.

Schwangerschaft und Stillzeit:

Zovirax I.V. darf weder während der Schwangerschaft noch während der Stillzeit angewendet werden, es

sei denn, dies geschieht nach Rücksprache mit dem Arzt.

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein, oder beabsichtigen,

schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um

Rat.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen:

Diese Information trifft nicht zu, da Zovirax I.V. generell bei Patienten im Krankenhaus angewendet wird.

Es existieren keine Daten zur Verkehrstüchtigkeit und der Fähigkeit, Maschinen zu bedienen.

Zovirax I.V. enhält Natrium.

Dieses Arzneimittel enthält 1,1 mmol (oder 26 mg) Natrium pro Flasche. Wenn Sie eine

kochsalzarme Diät einhalten müssen, sollten Sie dies berücksichtigen.

3.

Wie ist Zovirax I.V. anzuwenden?

Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt an. Bitte fragen Sie bei

Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Ihr Arzt wird Ihnen mitteilen, wie lange Sie Zovirax I.V. anwenden müssen. Beenden Sie die

Behandlung nicht vorzeitig.

Zovirax I.V. wird Ihnen von einer medizinischen Fachkraft in eine Vene injiziert, als langsame

Infusion über 1 Stunde (intravenöse Injektion).

Bei adipösen Patienten muss die empfohlene Dosis auf Basis des Idealgewichts und nicht auf Basis

des tatsächlichen Körpergewichts berechnet werden.

Erwachsene und Kinder über 12 Jahre:

Infektionen durch das Herpes-simplex-Virus

(außer Herpes-Enzephalitis) bei normaler und

verminderter Immunität: 5 mg/kg alle 8 Stunden.

Gürtelrose (Varizella-Zoster-Virus)

: 5 mg/kg alle 8 Stunden.

Infektionen durch das Varizella-Zoster-Virus bei verminderter Immunität

: 10 mg/kg alle 8

Stunden.

Herpes-Enzephalitis

: 10 mg/kg alle 8 Stunden über 10 Tage.

Vorbeugung von CMV-Infektionen bei Patienten, die eine Knochenmarkstransplantation

erhalten haben: 500 mg/m

Körperoberfläche 3-mal täglich alle 8 Stunden, die Behandlung

beginnt 5 Tage vor der Transplantation und wird bis 30 Tage nach der Transplantation fortgesetzt.

Anwendung bei Kindern:

Neugeborene und Säuglinge bis 3 Monate:

Bei Neugeborenen und Säuglingen bis 3 Monate wird die Dosis von Zovirax I.V. auf Basis des

Körpergewichts berechnet.

Die empfohlene Dosis für Säuglinge, die wegen bekanntem neonatalem Herpes oder Verdacht auf

neonatalen Herpes behandelt werden, beträgt:

bei disseminierten Infektionen oder Infektionen des zentralen Nervensystems: 20 mg/kg alle 8

Stunden über 21 Tage.

bei Infektionen, die auf Haut und Schleimhäute begrenzt sind: 20 mg/kg alle 8 Stunden über 14

Tage.

Kinder zwischen 3 Monaten und 12 Jahren:

Die Dosis Zovirax I.V. für Kinder zwischen 3 Monaten und 12 Jahren wird auf Basis der

Körperoberfläche berechnet.

Infektionen durch das Herpes-simplex-Virus

(außer Herpes-Enzephalitis) und das Varizella-

Zoster-Virus: 250 mg/m

Körperoberfläche alle 8 Stunden

Infektionen durch das Varizella-Zoster-Virus bei immunsupprimierten Patienten (deren

Immunabwehr vermindert ist): 500 mg/m

Körperoberfläche alle 8 Stunden

Herpes-Enzephalitis

: 500 mg/m

Körperoberfläche alle 8 Stunden

Vorbeugung von CMV-Infektionen bei Kindern über 2 Jahren, bei denen eine

Knochenmarktstransplantation durchgeführt wird: Hierzu liegen nur begrenzte Studien vor,

empfohlen wird die bei Erwachsenen verwendete Dosis.

Ältere Patienten und Patienten mit Niereninsuffizienz:

Ihr Arzt wird die oben genannten Dosierungen verringern.

Behandlungsdauer:

Die Dauer einer Behandlung mit Zovirax I.V. beträgt normalerweise 5 Tage. Sie kann jedoch

abhängig von Ihrem Zustand und davon, wie Sie auf die Behandlung reagieren, angepasst werden.

Die Behandlungsdauer beträgt normalerweise bei:

Herpes-Enzephalitis: 10 Tage

Herpes beim Neugeborenen:

bei mukokutaner Infektion (Infektion von Haut, Augen, Mund): 14 Tage

bei Infektionen, die sich auf alle Organe ausdehnen, oder Infektionen des zentralen

Nervensystems: 21 Tage

Die Dauer einer vorbeugenden Behandlung mit Zovirax I.V. wird bestimmt durch die Dauer des

Zeitraums, in dem der Patient dem Risiko ausgesetzt ist.

Zur Vorbeugung von Schmerzen, die durch Gürtelrose bedingt sind, muss die Behandlung nach dem

Auftreten von Symptomen schnellstmöglich beginnen und ist nur gerechtfertigt, wenn sie spätestens

innerhalb von 72 Stunden nach dem Auftreten von Hautläsionen beginnt.

Wenn Sie eine größere Menge von Zovirax I.V. angewendet haben, als Sie sollten:

Wenn Sie zu viel Zovirax I.V. angewendet haben, setzen Sie sich umgehend mit Ihrem Arzt, Ihrem

Apotheker oder dem „Antigifcentrum“ (070/245.245) in Verbindung Dosierungen bis 20 g Aciclovir

oral wurden gut vertragen. Aciclovir ist dialysierbar (Technik zur Reinigung des Blutes).

Wenn Sie die Anwendung von Zovirax I.V. vergessen haben:

Wenden Sie nicht die doppelte Menge an, wenn Sie die vorherige Anwendung vergessen haben.

Wenn Sie die Anwendung von Zovirax I.V. abbrechen:

Brechen Sie die Behandlung nicht vorzeitig ab. Wenden Sie sich immer an Ihren Arzt, wenn Sie die

Behandlung beenden möchten.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt

oder Apotheker.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Häufige Nebenwirkungen (können bis zu 1 von 10 Personen betreffen):

Übelkeit, Erbrechen,

Juckreiz der Haut, Hautausschlag (einschließlich Lichtempfindlichkeit), Urtikaria

(Hautausschlag, der einem durch Brennnesseln bedingten Ausschlag gleicht),

Erhöhung von Leberenzymen (Substanzen, die in der Leber hergestellt werden), dieser Wirkung

klingt nach Absetzen der Behandlung ab,

Phlebitis (Bildung eines Blutgerinnsels in einer Vene),

Erhöhung von Harnstoff und Kreatinin im Blut (Anzeichen für eine Veränderung der

Nierenfunktion).

Gelegentliche Nebenwirkungen (können bis zu 1 von 100 Personen betreffen):

Anämie (Verminderung der Anzahl der roten Blutkörperchen), Verringerung der Anzahl der

weißen Blutkörperchen, Verringerung der Anzahl der Thrombozyten (Blutplättchen; Zellen, die

die Blutgerinnung ermöglichen).

Sehr seltene Nebenwirkungen (können bis zu 1 von 10.000 Personen betreffen):

Schwerwiegende allergische Reaktionen,

Atemschwierigkeiten,

Kopfschmerzen, Schwindel, Erregung, geistige Verwirrtheit, Zittern, mangelnde Koordination von

Bewegungen, Sprachstörungen, Halluzinationen, psychotische Symptome, Krampfanfälle,

Schläfrigkeit, Hirnbeteiligung, Koma,

Diese neurologischen Anzeichen treten normalerweise bei Patienten auf, die eine

Niereninsuffizienz haben, oder bei Patienten, die andere prädisponierende Faktoren haben

(beispielsweise ältere Menschen). Diese Wirkungen klingen generell nach Absetzen der

Behandlung ab.

Erhöhung von Bilirubin, dieser Wirkung klingt nach Absetzen der Behandlung ab,

Hepatitis (Leberentzündung), Gelbsucht (Lebererkrankung mit gelblicher Verfärbung der Haut

und der Augen),

Unzureichende Nierenfunktion, Flankenschmerzen oder Rückenschmerzen im Bereich der Nieren,

Durchfall, Bauchschmerzen,

Quincke-Ödem (Schwellung von Gesicht, Hals),

Müdigkeit, Fieber,

lokale Entzündungsreaktionen.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch

für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen:

Belgien

Föderalagentur

für

Arzneimittel

Gesundheitsprodukte

Abteilung Vigilanz

EUROSTATION II

Luxemburg

Direction de la Santé – Division de la Pharmacie

et des Médicaments

Villa Louvigny – Allée Marconi

L-2120 Luxemburg

Victor Hortaplein, 40/40

B-1060 BRUSSEL

Website: www.fagg-afmps.be

E-Mail: patientinfo@fagg-afmps.be

Website:

http://www.ms.public.lu/fr/activites/pharmacie-

medicament/index.html

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie ist Zovirax I.V. aufzubewahren?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Nicht über 25 °C lagern.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Etikett und dem Umkarton nach EXP angegebenen

Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des

angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie

das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz

der Umwelt bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Zovirax I.V. enthält?

Der Wirkstoff ist Aciclovir. Jede Durchstechflasche enthält 250 mg Aciclovir (in Form von

Natriumsalz - siehe Abschnitt 2).

Wie Zovirax I.V. aussieht und Inhalt der Packung?

Zovirax I.V. ist als Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung erhältlich. Jede Packung enthält 5

Flaschen aus ungefärbtem Glas.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller:

Pharmazeutischer Unternehmer:

GlaxoSmithKline Pharmaceuticals s.a./n.v.

Site Apollo

Avenue Pascal, 2- 4- 6

B-1300 Wavre

Hersteller:

Glaxo Wellcome Operations oder

GlaxoSmithKline Manufacturing S.p.A.

Temple Hill

Strada Provinciale Asolana 90

Dartford (Kent)

43056 San Polo di Torrile (Parma)

DA1 5AH – Vereinigte Königreich

Italien

Art der Abgabe:

Verschreibungspflichtig.

Zulassungsnummer:

BE123751

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt genehmigt im 07/2016

Falls Sie weitere Informationen über das Arzneimittel wünschen, setzen Sie sich bitte mit dem

örtlichen Vertreter des pharmazeutischen Unternehmers in Verbindung.

Belgien/Luxemburg

GlaxoSmithKline Pharmaceuticals s.a./n.v.

Tel: + 32 (0)10 85 52 00

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DIE FOLGENDEN INFORMATIONEN SIND NUR FÜR ÄRZTE BZW. MEDIZINISCHES

FACHPERSONAL BESTIMMT

Wechselwirkungen:

Aciclovir wird hauptsächlich in unveränderter Form im Urin durch aktive renale tubuläre Sekretion

ausgeschieden. Alle gleichzeitig verabreichten Arzneimittel, die mit diesem Mechanismus

interferieren, können die Plasmakonzentrationen von Aciclovir erhöhen. Probenecid und Cimetidin

erhöhen durch diesen Mechanismus die area under the curve von Aciclovir, indem sie seine renale

Clearance verringern. Eine Anpassung der Dosis ist jedoch auf Grund des hohen therapeutischen

Index von Aciclovir nicht erforderlich.

Bei Patienten, die Zovirax I.V. intravenös erhalten, ist bei gleichzeitiger Verabreichung von

Arzneimitteln, die mit Aciclovir bei der Ausscheidung konkurrieren, auf Grund des Risikos einer

Erhöhung der Plasmaspiegel des einen Arzneimittels oder aller Arzneimittel oder ihrer Metaboliten

Vorsicht geboten.

Erhöhungen der plasmatischen AUC von Aciclovir und des inaktiven Metaboliten von

Mykophenolat-Mofetil, einem Immunsuppressivum, das bei transplantierten Patienten angewandt

wird, wurden beobachtet, wenn diese Arzneimittel zusammen verabreicht werden.

Wenn Lithium gleichzeitig mit hoch dosiertem Aciclovir i.v. verabreicht wird, muss die

Lithiumkonzentration im Serum genau überwacht werden, da ein Risiko auf Lithiumtoxizität besteht.

Vorsicht (mit Überwachung der Veränderungen der Nierenfunktion) ist ebenfalls bei der intravenösen

Verabreichung von Zovirax I.V. in Kombination mit Arzneimitteln, die andere Bereiche der

Nierenphysiologie beeinträchtigen (beispielsweise Ciclosporin, Tacrolimus), geboten.

Eine experimentelle Studie an fünf Männern weist darauf hin, dass eine gleichzeitige Therapie mit

Aciclovir die AUC des insgesamt verabreichten Theophyllins um etwa 50 % erhöht. Es wird

empfohlen, die Plasmakonzentrationen während einer gleichzeitigen Therapie mit Aciclovir zu

kontrollieren.

Hinweise für die Handhabung:

Ein Fläschchen Zovirax I.V. à 250 mg zur Infusion muss durch Zusatz von 10 ml Wasser für

Injektionszwecke oder 10 ml einer Natriumchlorid-Lösung zur intravenösen Infusion (0,9 % G/V)

rekonstituiert werden. So enthält man eine Lösung mit 25 mg Aciclovir pro ml.

Kräftig schütteln bis zur vollständigen Auflösung.

Intravenöse Dosen sollten durch Infusion über eine Stunde verabreicht werden, um ein Ausfällen von

Aciclovir in den Nieren zu vermeiden; schnelle oder Bolusinjektion sollten vermieden werden.

Zovirax I.V. kann zur einstündigen direkten i.v.-Injektion mittels einer Infusionspumpe rekonstituiert

oder zur Verabreichung als Infusion verdünnt werden.

Zur intravenösen Injektion mittels einer Infusionspumpe wird eine Lösung mit 25 mg Aciclovir

pro ml verwendet.

Zur intravenösen Infusion muss jedes Fläschchen rekonstituiert, danach vollständig oder teilweise,

je nach der erforderlichen Dosis, einer Infusionslösung zugesetzt und mit ihr vermischt werden.

Zovirax I.V. darf nur folgenden Infusionslösungen zugesetzt werden:

Natriumchlorid 0,45 % - 0,9 % G/V;

Natriumchlorid (0,18% G/V) und Glukose (4% G/V) ;

Natriumchlorid (0,45% G/V) und Glukose (2,5% G/V) ;

Zusammengesetzte Natriumlaktatlösung (Hartmann-Lösung).

Es können nur die oben erwähnten Infusionslösungen verwendet werden. Es darf keine andere

Substanz darin gelöst werden.

Wenn bei Kindern und Neugeborenen eine Einschränkung der Menge der Infusionslösung angezeigt

ist, wird empfohlen, die Verdünnung auf Basis von 4 ml des rekonstituierten Inhalts (= 100 mg

Aciclovir) durchzuführen, die 20 ml einer Infusionslösung zuzusetzen sind.

Bei Erwachsenen werden vorzugsweise mindestens 100 ml Infusionslösung angewandt, um die

Verdünnung zu erreichen, selbst wenn die Aciclovir-Konzentration dann deutlich unter 5 mg/ml liegt.

Man kann also 100 ml Infusionslösung für jede Dosis anwenden, die zwischen 250 und 500 mg

Aciclovir liegt.

Die Aciclovir-Konzentration von Zovirax I.V. zur Infusion darf niemals 5 mg/ml überschreiten.

Für Dosen, die zwischen 500 und 1000 mg liegen, müssen daher ein zweites Mal 100 ml verwendet

werden.

Zovirax I.V. enthält keine Konservierungsmittel. Die Rekonstitution und die Verdünnung müssen

unmittelbar vor der Anwendung und unter aseptischen Bedingungen erfolgen. Die unverbrauchte

Lösung muss entsorgt werden.

Wenn während der Zubereitung oder der Verabreichung die Lösung trüb wird oder der Beginn einer

Kristallisation zu beobachten ist, darf diese Lösung nicht weiter verwendet werden.

Nach Rekonstitution hat Zovirax I.V. zur Injektion einen pH-Wert von ungefähr 11.

Jedes Fläschchen enthält ungefähr 26 mg Natriumionen.

Erwachsene und Jugendliche mit eingeschränkter Nierenfunktion:

Dosisanpassungen bei Patienten mit Nierenfunktionsstörung basieren auf der Kreatinin-Clearance, in

Einheiten von ml/min bei Erwachsenen und Jugendlichen. Folgende Dosisanpassungen werden

empfohlen:

Kreatinin-Clearance

Dosis

25-50 ml/Min.

Die empfohlene

(5 oder 10 mg/kg

Körpergewicht

Dosis

über sollte alle 12 Stunden verabreicht werden.

10-25 ml/Min.

Die empfohlene

(5 oder 10 mg/kg

Körpergewicht

Dosis

über sollte alle 24 Stunden verabreicht werden.

0-10 ml/Min.

Patienten,

eine

kontinuierliche

ambulante

Peritonealdialyse (CAPD) erhalten, sollte die empfohlene

Dosis

(5 oder 10 mg/kg

Körpergewicht

halbiert und alle 24

Stunden verabreicht werden.

Bei Patienten, die eine Hämodialyse erhalten, sollte die

empfohlene Dosis über

(5 oder 10 mg/kg

Körpergewicht

halbiert und alle 24 Stunden sowie nach der Dialyse

verabreicht werden.

Kinder mit Nierenfunktionsstörung:

Dosisanpassungen bei Patienten mit Nierenfunktionsstörung basieren auf der Kreatinin-Clearance, in

Einheiten

ml/min/1,73 m

Säuglingen

Kindern

unter

Jahren.

Folgende

Dosisanpassungen werden empfohlen:

Kreatinin-Clearance

Dosis

25 bis 50 ml/min/1,73 m

Die empfohlene Dosis über (250 oder 500 mg/m

Körperoberfläche oder 20 mg/kg Körpergewicht) sollte

alle 12 Stunden verabreicht werden.

10 bis 25 ml/min/1,73 m

Die empfohlene Dosis über (250 oder 500 mg/m

Körperoberfläche oder 20 mg/kg Körpergewicht) sollte

alle 24 Stunden verabreicht werden.

0 (anurisch) bis 10 ml/min/1,73 m

Bei Patienten, die eine kontinuierliche ambulante

Peritonealdialyse

(CAPD)

erhalten,

sollte

empfohlene

Dosis

über

(250

oder

mg/m

Körperoberfläche oder 20

mg/kg Körpergewicht)

halbiert und alle 24 Stunden verabreicht werden.

Bei Patienten, die eine Hämodialyse erhalten, sollte die

empfohlene

Dosis

über

(250

oder

mg/m

Körperoberfläche

oder

mg/kg

Körpergewicht)

halbiert und alle 24 Stunden sowie nach der Dialyse

verabreicht werden.

Uberdosierung:

Dosierungen bis 20 g Aciclovir oral wurden gut vertragen. Aciclovir ist dialysierbar.

Eine Überdosierung von Aciclovir i.v. hat zu einer Erhöhung von Serum-Kreatinin, Harnstoff im Blut und

somit zu einer Niereninsuffizienz geführt. Neurologische Folgen wie Verwirrtheit, Halluzinationen,

Agitiertheit, epileptische Anfälle und Koma wurden bei Überdosierung von Aciclovir i.v. gemeldet.

Durch eine Hämodialyse kann Aciclovir größtenteils aus dem Blut entfernt werden, sie ist daher eine geeignete

Möglichkeit zur Behandlung einer Überdosierung.

Es gibt keine Sicherheitswarnungen betreffend dieses Produktes.