Zoloft

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Zoloft orales Konzentrat
  • Darreichungsform:
  • orales Konzentrat
  • Zusammensetzung:
  • sertralinum 20 mg zu bekommen sertralini hydrochloridum, sind, antiox.: E 321, excipiens zur Lösung pro 1 ml Endwerte. ethanolum 18 % V/V.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Zoloft orales Konzentrat
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetik menschlichen
  • Therapiebereich:
  • Selektiver Serotonin-Wiederaufnahmehemmer

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 55391
  • Berechtigungsdatum:
  • 26-09-2000
  • Letzte Änderung:
  • 11-02-2018

Packungsbeilage

Patienteninformation

Information für Patientinnen und Patienten

Lesen Sie diese Packungsbeilage sorgfältig, bevor Sie das Arzneimittel einnehmen bzw. anwenden.

Dieses Arzneimittel ist Ihnen persönlich verschrieben worden und Sie dürfen es nicht an andere

Personen weitergeben. Auch wenn diese die gleichen Krankheitssymptome haben wie Sie, könnte

ihnen das Arzneimittel schaden.

Bewahren Sie die Packungsbeilage auf, Sie wollen sie vielleicht später nochmals lesen.

Zoloft®, orales Konzentrat

Was ist Zoloft und wann wird es angewendet?

Zoloft ist ein Antidepressivum und gehört zur Gruppe der sogenannten selektiven Serotonin-

Wiederaufnahmehemmer, welche die Serotonin-Spiegel im Gehirn beeinflussen. Störungen des

Serotoninsystems im Gehirn gehören vermutlich zu den Ursachen für die Entwicklung einer

Depression und verwandter Erkrankungen.

Zoloft wird zur Behandlung der Symptome einer Depression und zur Verhütung von Rückfällen bei

Erwachsenen angewendet. Eine Depression kann sich durch Traurigkeit, Niedergeschlagenheit,

Antriebslosigkeit, Schlafstörungen, Angst und andere Symptome äussern.

Zoloft kann bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern ab 6 Jahren auch zur Behandlung von

zwanghaftem Verhalten (Zwangsstörungen) angewendet werden.

Weiter wird Zoloft bei Erwachsenen zur Behandlung von Panikstörungen, chronischen

posttraumatischen Belastungsstörungen (eine Angsterkrankung, welche durch extreme traumatische

Erlebnisse verursacht wird) und sozialer Phobie (übersteigerte Angst vor öffentlich und

gesellschaftlich exponierten Situationen) angewendet.

Zoloft darf nur auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin eingenommen werden.

Was sollte dazu beachtet werden?

Bei Personen, die Zoloft einnehmen oder bis vor kurzem eingenommen haben, ist es möglich, dass

bei einer Urinuntersuchung fälschlicherweise gewisse Beruhigungsmittel (Benzodiazepine)

nachgewiesen werden, auch wenn solche Mittel nicht eingenommen wurden (falsch positiver

Nachweis von Benzodiazepinen). Die Situation kann durch einen empfindlicheren Bestätigungstest

geklärt werden.

Wann darf Zoloft nicht angewendet werden?

-Wenn Sie überempfindlich (allergisch) auf den Wirkstoff Sertralin oder einen der Hilfsstoffe sind.

-Wenn Sie Arzneimittel anwenden, die zu den sogenannten MAO-Hemmern gehören, wie z.B.

Moclobemid (zur Behandlung von Depressionen), Selegilin (zur Behandlung der Parkinson-

Krankheit), das Antibiotikum Linezolid sowie Methylenblau (zur Behandlung hoher

Methämoglobin-Werte im Blut), oder innerhalb von 14 Tagen nach Beendigung einer Therapie mit

solchen MAO-Hemmern. Aus dem gleichen Grund muss nach Beendigung einer Sertralin Therapie

mindestens 14 Tage gewartet werden bevor mit einer MAO-Hemmer-Therapie angefangen werden

darf. Die Umstellung von Zoloft auf einen MAO-Hemmer oder umgekehrt darf nur unter sorgfältiger

ärztlicher Kontrolle erfolgen.

-Wenn Sie Arzneimittel mit dem Wirkstoff Pimozid zur Behandlung von gewissen psychischen

Störungen einnehmen.

-Wenn Sie an instabiler Epilepsie leiden.

-Wenn Sie eine schwere Lebererkrankung haben.

-Aufgrund seines Alkoholgehaltes darf Zoloft orales Konzentrat nicht zusammen mit Disulfiram

(einem Arzneimittel zur Behandlung von Alkoholismus) oder innerhalb von 14 Tagen nach Ende der

Behandlung mit Disulfiram verwendet werden.

Wann ist bei der Einnahme von Zoloft Vorsicht geboten?

Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin vor Beginn der Behandlung, wenn Sie eine der

folgenden Erkrankungen haben oder gehabt haben, oder wenn Sie während der Behandlung mit

Zoloft nachfolgend beschriebene Symptome bei sich feststellen:

-Suizidgedanken/Selbstverletzung oder Verschlechterung Ihrer Depression: Gelegentlich gehen die

Symptome einer Depression oder anderer psychiatrischer Störungen mit Gedanken an

Selbstverletzung oder Suizidversuch einher. Solche Gedanken sind wahrscheinlicher, wenn Sie ein

junger Erwachsener sind. Ergebnisse aus klinischen Studien haben ein erhöhtes Risiko für das

Auftreten von Suizidverhalten bei jungen Erwachsenen im Alter bis 25 Jahre gezeigt, die unter einer

psychiatrischen Erkrankung litten und mit einem Antidepressivum behandelt wurden. Sprechen Sie

umgehend mit Ihrem Arzt bzw. mit Ihrer Ärztin oder suchen Sie ein nahe gelegenes Krankenhaus

auf, wenn Sie zu Beginn der Behandlung oder zu einem späteren Zeitpunkt Gedanken daran

entwickeln, sich selbst zu verletzen oder Suizid zu begehen. Sie sollten Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin

auch dann aufsuchen, wenn sich Ihre Depression zu irgendeinem Zeitpunkt während der Behandlung

verschlechtert oder wenn neue Symptome auftreten.

-Anwendung bei Kindern und Jugendlichen: Zoloft sollte normalerweise nicht bei Kindern und

Jugendlichen unter 18 Jahren, mit Ausnahme von Patienten mit einer Zwangsstörung, angewendet

werden. Wird Zoloft Kindern ab 6 Jahren oder Jugendlichen verabreicht, müssen diese hinsichtlich

ihrem Wachstum und ihrer Entwicklung ärztlich überwacht werden. Die Verträglichkeit und

Wirksamkeit von Zoloft bei Kindern mit Zwangsstörung unter 6 Jahren ist nicht untersucht worden.

Bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren wurde in klinischen Studien mit Antidepressiva ein

erhöhtes Risiko für Nebenwirkungen wie Suizidgedanken, Suizidversuche und Feindseligkeit

beobachtet. Auch bei Kindern mit Zwangsstörungen wurde ein feindseliges Verhalten beobachtet.

Bei Kindern kann sich ein Suizidrisiko anders ausdrücken als bei Erwachsenen, deshalb ist

insbesondere auch auf Zeichen einer Verhaltensänderung zu achten. Sie sollten den Arzt bzw. die

Ärztin benachrichtigen, wenn eines der genannten Symptome, einschliesslich einer

Verhaltensänderung, auftritt.

-Krankhaft gesteigerte Stimmung/Manie: Unter der Behandlung mit Zoloft wurde gelegentlich über

eine krankhaft gesteigerte euphorische Stimmung (Aktivierung einer Manie) berichtet.

-Epilepsie: Wenn Sie unter einer Epilepsie leiden, dürfen Sie Zoloft nur unter strenger ärztlicher

Kontrolle einnehmen. Informieren Sie sofort Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn Sie während einer

Behandlung mit Zoloft epileptische Anfälle bekommen.

-Herz: In seltenen Fällen kann es unter der Behandlung mit Zoloft zu einer Beeinflussung der

Reizleitung des Herzens kommen (sog. QT-Intervall Verlängerung). Bei gewissen vorbestehenden

Herzstörungen sowie bei gleichzeitiger Anwendung anderer Arzneimittel, welche ebenfalls die

Herzfunktion beeinträchtigen, darf Zoloft nur mit Vorsicht eingesetzt werden. Informieren Sie

umgehend Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn bei Ihnen ein plötzlicher Anstieg der Pulsfrequenz,

Schwindel oder Ohnmacht auftreten.

-Blutzucker: Unter der Behandlung mit Zoloft kann sich in seltenen Fällen eine Zuckerkrankheit

(Diabetes mellitus) entwickeln. Zudem kann es bei Patienten und Patientinnen mit oder ohne

vorbestehende Zuckerkrankheit zu einem Verlust der Blutzuckerkontrolle kommen. Der Arzt bzw.

die Ärztin wird gegebenenfalls vor und/oder während der Behandlung Ihren Blutzuckerspiegel

überprüfen. Falls Sie an Zuckerkrankheit leiden, sollten die Blutzuckerwerte sorgfältig überwacht

werden, da die Dosierung Ihrer aktuellen Therapie möglicherweise angepasst werden muss.

-Grüner Star und andere Augenerkrankungen: Falls Sie früher oder gegenwärtig an grünem Star

gelitten haben bzw. leiden, sollten Sie Ihren Arzt/Ihre Ärztin informieren und Zoloft mit Vorsicht

anwenden. Bei neu auftretenden Sehstörungen sollten Sie Ihren Arzt/Ihre Ärztin aufsuchen. Unter

der Behandlung mit selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmern wie Zoloft kann es zu einer

Pupillenerweiterung kommen, was besonders bei Patienten und Patientinnen mit einer

entsprechenden Neigung zu einer Abflussstörung des Kammerwassers im Auge (Engwinkelglaukom,

grüner Star) führen kann.

-Leber/Niere: Wenn Sie unter einer Leber- oder einer Nierenerkrankung leiden, dürfen Sie Zoloft nur

unter strenger ärztlicher Kontrolle einnehmen. Bei schwerer Lebererkrankung darf Zoloft nicht

angewendet werden (siehe "Wann darf Zoloft nicht angewendet werden?").

-Blutungsstörungen in der Vergangenheit oder gleichzeitige Anwendung von Arzneimitteln mit

Auswirkungen auf die Funktion der Blutplättchen: Wenn Sie gleichzeitig Arzneimittel mit

Auswirkungen auf die Blutplättchenfunktion einnehmen (z.B. bestimmte Arzneimittel gegen

psychische Störungen und Depressionen sowie Arzneimittel mit Acetylsalicylsäure oder Arzneimittel

gegen Schmerzen) oder Blutungsstörungen in der Vergangenheit hatten, sollten Sie Zoloft mit

Vorsicht anwenden. Es gibt Berichte über Blutungen (Haut- oder Schleimhautblutungen bis hin zu

lebensbedrohlichen Blutungen) bei der Anwendung von Zoloft und ähnlichen Arzneimitteln.

-Anwendung anderer zentralwirksamer Arzneimittel: Selten kann es bei der Anwendung von Zoloft

zu einem potentiell lebensbedrohlichen Syndrom kommen (sogenanntes Serotonin-Syndrom oder

malignes neuroleptisches Syndrom). Das Risiko ist bei gleichzeitiger Einnahme gewisser anderer

zentralwirksamer Arzneimitteln erhöht, informieren Sie daher Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie

andere Arzneimittel einnehmen (siehe auch "Welche Nebenwirkungen kann Zoloft haben").

-Verminderte Natriumkonzentration im Blut: Informieren Sie bitte Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn

bei Ihnen Symptome wie Kopfschmerzen, Konzentrationsschwierigkeiten, eingeschränktes

Erinnerungsvermögen, Verwirrung, Schwäche und Gleichgewichtsstörung auftreten. Diese

Symptome können Hinweise auf eine verminderte Natriumkonzentration sein, wie sie unter Zoloft

auftreten kann.

Absetzen der Therapie: Ein Abbruch der Behandlung darf nicht plötzlich und nur in Absprache mit

Ihrem Arzt bzw. mit Ihrer Ärztin erfolgen, da es sonst zu Entzugssymptomen kommen kann. Diese

Entzugssymptome äussern sich z.B. durch Schwindel, Kopfschmerzen, Schlafstörungen,

Empfindungsstörungen, Erregung, Angst, Verwirrung, Zittern, Übelkeit und Schwitzen.

Alkoholgehalt: Zoloft orales Konzentrat enthält 18 Vol.-% Alkohol. Bei Beachtung der empfohlenen

Dosierung (50-200 mg Sertralin pro Tag) werden bei jeder Einnahme 0.36-1.45 g Alkohol zugeführt

(bei Erwachsenen und Kindern). Ein gesundheitliches Risiko besteht u.a. für Leberkranke,

Alkoholkranke, Epileptiker, Hirngeschädigte, Schwangere, Stillende sowie für Kinder beim

Überschreiten der speziellen Kinderdosis. Die Wirkung anderer Arzneimittel kann verstärkt oder

beeinträchtigt werden.

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln

Zoloft kann bei gleichzeitiger Anwendung mit einigen anderen Arzneimitteln deren Wirkungsweise

verändern oder selber in der Wirkung beeinflusst werden. Zu diesen Arzneimitteln gehören zum

Beispiel:

-Pflanzliche Arzneimittel, die Johanniskraut (Hypericum perforatum) enthalten

-Arzneimittel zur Behandlung von Schmerzen/Arthritis (Wirkstoffe wie z.B. Ibuprofen, Naproxen,

Paracetamol)

-Dextromethorphan (Arzneimittel gegen Husten)

-Cimetidin (Arzneimittel, welches die Säureproduktion im Magen hemmt)

-Ritonavir (zur Behandlung von HIV)

-Arzneimittel vom Triptan-Typ zur Behandlung von Migräne (z.B. Sumatriptan), oder andere

Arzneimittel gegen Migräne (z.B. Dihydroergotamin)

-Antibiotika (z.B. Moxifloxacin, Clarithromycin, Erythromycin)

-Arzneimittel zur Behandlung von Pilzinfektionen (z.B. Itraconazol, Voriconazol)

-Arzneimittel zur Behandlung von Herzerkrankungen und Bluthochdruck (z.B. Amiodaron, Digoxin,

Flecainid, Propafenon, Propanolol)

-Metoclopramid (Arzneimittel zur Behandlung von Übelkeit und Beschwerden des oberen Magen-

Darm-Traktes)

-Andere Arzneimittel gegen Depressionen (z.B. Bupropion, Clomipramin, Paroxetin)

-Lithium (Arzneimittel zur Behandlung von Manie und Depression)

-Diazepam (Beruhigungsmittel)

-Zolpidem (Schlafmittel)

-Arzneimittel zur Behandlung einer Epilepsie (z.B. Clonazepam, Phenobarbital, Phenytoin)

-Methylphenidat (Arzneimittel zur Behandlung von Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung

(ADHS))

-Hydroxychloroquin (Arzneimittel zur Malariaprophylaxe und -therapie)

-Fentanyl (Arzneimittel gegen sehr starke Schmerzen)

-Arzneimittel, welche die Aminosäure Tryptophan enthalten

-Appetitzügler (z.B. Fenfluramin)

-Arzneimittel zur Blutverdünnung (sogenannte Antikoagulantien)

-Imatinib (Arzneimittel zur Behandlung von Krebs)

Bitte informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden; er/sie

wird entscheiden, ob Sie diese zusammen mit Zoloft verwenden dürfen oder ob Sie eventuell auf ein

alternatives Arzneimittel ausweichen müssen.

Während einer Behandlung mit Zoloft sollten Sie keinen Alkohol konsumieren.

Fahrtüchtigkeit und Bedienen von Maschinen

Zoloft kann die Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit, Werkzeuge oder

Maschinen zu bedienen, beeinträchtigen!

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie

-an anderen Krankheiten leiden,

-Allergien haben oder

-andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden!

Darf Zoloft während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Teilen Sie Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin mit, wenn Sie schwanger sind oder eine Schwangerschaft

planen. Patientinnen im gebärfähigen Alter sollten während der Behandlung eine sichere

Empfängnisverhütung durchführen. Schwangere Frauen dürfen Zoloft nur auf ausdrückliche

Verschreibung des Arztes oder der Ärztin einnehmen.

Folgende Symptome können bei Neugeborenen, deren Mütter in den späten Stadien der

Schwangerschaft Zoloft erhalten hatten, sofort oder kurz nach der Geburt auftreten: Ess- und

Schlafstörungen, Atmungsschwierigkeiten, Krampfanfälle, Schwierigkeiten bei der Regelung der

Körpertemperatur, niedriger Blutzuckerspiegel, Zittern, angespannte oder übermässig entspannte

Muskulatur, Erbrechen, Reizbarkeit und ständiges Weinen. Diese Symptome legen sich

normalerweise mit der Zeit.

Darüber hinaus wurde in einer Studie eine sogenannte persistente pulmonale Hypertonie bei

Kleinkindern festgestellt, deren Mütter selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (zu dieser

Klasse von Antidepressiva gehört auch Zoloft) nach den ersten 20 Wochen der Schwangerschaft

erhalten hatten. Bei persistenter pulmonaler Hypertonie ist der Blutdruck in den Blutgefässen

zwischen dem Herz und den Lungen des Kleinkinds zu hoch.

Die Einnahme von Zoloft während der Stillzeit wird nicht empfohlen. Ist die Einnahme des

Präparates unabdingbar, soll abgestillt werden.

Wie verwenden Sie Zoloft?

Halten Sie sich genau an die Verordnungen des Arztes oder der Ärztin.

Erwachsene

Bei Depression oder Zwangsstörung wird die Therapie üblicherweise mit einmal täglich 50 mg

(2.5 ml orales Konzentrat) eingeleitet.

Bei Panikstörung, posttraumatischer Belastungsstörung und sozialer Phobie wird die Therapie

normalerweise mit einmal täglich 25 mg (1.25 ml orales Konzentrat) eingeleitet und die Dosis nach

einer Woche auf 50 mg pro Tag erhöht.

Bei ungenügender Wirksamkeit kann Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin die Dosis wöchentlich in 50-mg-

Schritten auf maximal 200 mg (10 ml orales Konzentrat) pro Tag steigern. Die Dosis darf nicht in

kleineren Zeitabständen als einer Woche verändert werden.

Anwendung bei Kindern ab 6 Jahren und Jugendlichen

Zoloft soll bei Kinder und Jugendlichen zwischen 6 und 17 Jahren nur zur Behandlung von

Zwangsstörungen angewendet werden.

Kinder ab 6 Jahren und Jugendliche mit Zwangsstörung

Die Startdosis sowie die normalerweise wirksame Dosis für Jugendliche im Alter von 13 bis 17

Jahren beträgt einmal täglich 50 mg (2.5 ml orales Konzentrat). Die Startdosis für Kinder im Alter

von 6 bis 12 Jahren beträgt einmal täglich 25 mg (1.25 ml orales Konzentrat) und kann nach einer

Woche auf einmal täglich 50 mg erhöht werden. Bei ungenügender Wirksamkeit kann der Arzt oder

die Ärztin die Dosis danach wöchentlich in 50-mg-Schritten auf maximal 200 mg (10 ml orales

Konzentrat) pro Tag steigern. Die Dosis darf nicht in kleineren Zeitabständen als einer Woche

verändert werden.

Anwendung bei Kindern unter 6 Jahren

Da Zoloft bei Kindern unter 6 Jahren nicht geprüft worden ist, soll es bei dieser Altersgruppe nicht

angewendet werden.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel

wirke zu schwach oder zu stark, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bzw. mit Ihrer Ärztin

oder Apothekerin.

Art der Einnahme

Zoloft sollte einmal täglich entweder am Morgen oder am Abend mit oder ohne Essen eingenommen

werden.

Anleitung für das Handhaben des oralen Konzentrates von Zoloft

Zoloft orales Konzentrat muss vor der Einnahme verdünnt werden.

Mit der beigefügten Masspipette kann die benötigte Menge an Zoloft oralem Konzentrat entnommen

und mit ungefähr 120 ml (einem Glas) Wasser, Ginger Ale, kohlensäurehaltiger oder

kohlensäurefreier Zitronenlimonade oder mit Orangensaft verdünnt werden. Zoloft orales Konzentrat

soll nicht mit anderen als den aufgeführten Getränken gemischt werden. Die Dosis sollte unmittelbar

nach dem Verdünnen eingenommen werden und nicht im Voraus zubereitet werden. Zuweilen kann

nach dem Mischen eine leichte Trübung auftreten; dies ist normal.

Dauer der Therapie

Die therapeutische Wirkung kann sich innerhalb von 7 Tagen zeigen. Die volle Wirkung tritt jedoch

üblicherweise erst nach 2- bis 4-wöchiger Behandlung (bei Zwangsstörungen etwas später) ein. Die

Behandlungsdauer kann individuell stark variieren und sich gegebenenfalls über mehrere Monate

erstrecken. Ein Abbruch der Behandlung darf nicht plötzlich und nur in Absprache mit Ihrem Arzt

bzw. mit Ihrer Ärztin erfolgen, da es sonst zu Entzugssymptomen (Schwindel, Kopfschmerzen,

Schlafstörungen, Empfindungsstörungen, Erregung, Angst, Verwirrung, Zittern, Übelkeit,

Schwitzen) kommen kann.

Wenn Sie zu viel Zoloft eingenommen haben

Informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn Sie eine zu hohe Dosis Zoloft eingenommen

haben.

Wenn Sie vergessen haben, Zoloft einzunehmen

Wenn Sie eine Einnahme vergessen haben, nehmen Sie die Dosis ein, sobald Sie es bemerken, ausser

es ist bereits Zeit für die nächste Dosis. In diesem Fall nehmen Sie wie gewohnt nur die nächste

Dosis ein. Nehmen Sie nicht 2 Dosen gleichzeitig ein, um eine vergessene nachzuholen.

Welche Nebenwirkungen kann Zoloft haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Zoloft auftreten (siehe auch "Wann ist bei

der Einnahme von Zoloft Vorsicht geboten?"):

Sehr häufig (können bei mehr als 1 von 10 Personen auftreten):

-Schlaflosigkeit, Schläfrigkeit, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Schwindel.

-Übelkeit, Durchfall/weicher Stuhl, Mundtrockenheit.

-Ejakulationsstörungen (einschliesslich Ejakulationsversagen und Ejakulationsverzögerung).

Häufig (können bei bis zu 1 von 10 Personen auftreten):

-Angst/Nervosität, Agitation (starke Unruhe), depressive Symptome einschliesslich

Niedergeschlagenheit/Teilnahmslosigkeit, Zittern, Missempfindungen wie Kribbeln oder taubes,

schmerzhaft brennendes Gefühl (Parästhesie), angespannte Muskeln, unwillkürliche

Muskelzuckungen, Sehstörungen, Ohrgeräusche (Tinnitus).

-Herzklopfen.

-Verminderter oder gesteigerter Appetit, Geschmacksveränderungen, Verdauungsstörung,

Verstopfung, Bauchschmerzen, Erbrechen, Blähungen, häufiges Wasserlassen in kleinen Mengen,

Probleme beim Wasserlösen.

-Störung der Sexualfunktion (einschliesslich Unfähigkeit, einen sexuellen Höhepunkt zu erreichen

sowie vermindertes sexuelles Interesse oder Erektionsstörungen beim Mann), Störungen der

Regelblutung.

-Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen, Hitzewallungen, verstärktes Schwitzen, Hautausschlag,

Gähnen, Unwohlsein.

Gelegentlich (können bei bis zu 1 von 100 Personen auftreten):

-Überempfindlichkeitsreaktionen, Unterfunktion der Schilddrüse, Gewichtszu- oder abnahme,

Zähneknirschen, Verwirrtheit, Aggression, Halluzinationen, euphorische Stimmung, vermindertes

Empfinden von Berührung und anderen Reizen, Bewegungsstörungen (z.B. Unfähigkeit still zu

sitzen oder stehen zu können, unwillkürliche Bewegungen), Schwierigkeiten beim Gehen, Migräne,

Krampfanfälle, Ohnmacht.

-Schwellungen um die Augen, Pupillenvergrösserung, Doppeltsehen.

-Erhöhte Pulsfrequenz (Herzjagen) welche zu Schwindel oder Ohnmacht führen kann, erhöhter

Blutdruck, Blutungen (z.B. Nasenbluten, Magen-Darm-Blutungen), Atemnot, pfeifender Atem.

-Erhöhte Urinmenge, Unvermögen, die Blase zu entleeren, unfreiwillige Harnabgabe

(Harninkontinenz), vermehrtes nächtliches Wasserlassen

-Trockene Haut, Juckreiz, Blutungen in der Haut, Nesselsucht, Haarausfall.

-Muskelkrämpfe, Knochenfrakturen.

-Schwäche, Fieber, Schwellungen des Gesichts oder der Gliedmassen infolge Wassereinlagerungen.

Selten (können bei bis zu 1 von 1000 Personen auftreten):

-Verändertes Blutbild, Störungen der Blutgerinnung, Störung des Salz- und Flüssigkeitshaushalts,

erhöhte Cholesterinwerte, erhöhte Blutfettwerte, Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus), erhöhter oder

erniedrigter Blutzuckerspiegel, schwere allergische Reaktionen.

-Albträume, psychotische Erkrankungen (schwere psychische Störungen), Suizidgedanken/suizidales

Verhalten.

-Lichtempfindlichkeit, Glaukom (grüner Star).

-Herzrhythmusstörungen, Schmerzen im Bereich des Brustkorbes, plötzliche schwere

Kopfschmerzen (die Anzeichen einer schweren Erkrankung sein können, die als reversibles

zerebrales Vasokonstriktions-Syndrom bekannt ist), Störungen der Stimme (z.B. Heiserkeit).

-Entzündung der Bauchspeicheldrüse, schwere Lebererkrankungen (wie Leberentzündung

[Hepatitis], Gelbsucht und Leberversagen), Einnässen, Blut im Urin.

-Entzündung der Haut, Ödem von Haut und Schleimhaut, lichtempfindliche Hautreaktionen, schwere

Reaktionen und Entzündungen der Haut oder Schleimhaut mit fortschreitendem Ausschlag,

Blasenbildung und grossflächigem Abschälen der Haut.

-Eingeschränkte oder vollständige Beeinträchtigung der Mundöffnung wegen eines Krampfes der

Kaumuskulatur (Kieferklemme).

-Vergrösserung der Brustdrüsen beim Mann, Milchfluss, Dauererektion des Penis.

Selten treten schwere allergische Reaktionen auf. Diese äussern sich z.B. mit juckendem

Hautausschlag, Nesselfieber, Asthma, Schwellungen und schmerzhafter Blasenbildung an Haut und

Schleimhäuten. Falls eines dieser Symptome bei Ihnen auftritt, konsultieren Sie unverzüglich Ihren

Arzt oder Ihre Ärztin und setzen Sie das Arzneimittel ab.

Selten wird ein sogenanntes malignes neuroleptisches Syndrom verursacht, welches sich vor allem

durch Fieber, unregelmässigen Puls, Bewusstseinsstörungen und Muskelsteifheit äussert.

Eine weitere seltene Nebenwirkung (sogenanntes Serotonin-Syndrom), welches besonders bei

Kombination mit gewissen anderen zentralwirksamen Arzneimitteln (z.B. Migränemittel vom

Triptan-Typ, Tryptophan, Fenfluramin, Fentanyl, Lithium, andere Arzneimittel gegen Depression

wie Präparate mit Johanniskraut, u.a.) auftritt, kann sich z.B. äussern durch Bewusstseinstrübung und

-veränderung, Unruhe, Koordinationsstörungen, Muskelstarre, Muskelzittern, Zuckungen, schneller

Herzschlag, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Fieber. Beim Auftreten dieser Symptome sollten Sie

in beiden Fällen das Arzneimittel nicht weiter einnehmen und sofort Ihren Arzt oder Ihre Ärztin

informieren.

Es wurde ein erhöhtes Risiko von Knochenbrüchen bei Patienten und Patientinnen im Alter über 50

Jahren, welche diese Art von Arzneimittel einnehmen, beobachtet.

Bei Kindern und Jugendlichen wurde unter der Behandlung mit Antidepressiva über ein vermehrtes

Auftreten von Verhaltensstörungen berichtet.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Zoloft, orales Konzentrat enthält 18 Vol.-% Alkohol. Das Präparat ist als Zoloft, Filmtabletten auch

alkoholfrei erhältlich.

Zoloft orales Konzentrat sollte mit keinen anderen Getränken als mit Wasser, Ginger Ale,

kohlensäurehaltiger oder kohlensäurefreier Zitronenlimonade oder Orangensaft verdünnt werden.

Zoloft orales Konzentrat darf nach Anbruch nicht länger als 48 Tage verwendet werden.

Bei Raumtemperatur (15-25 °C) und ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.

Zoloft darf nur bis zu dem auf der Packung mit "EXP" bezeichneten Datum verwendet werden.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker, bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Zoloft enthalten?

1 ml orales Konzentrat enthält 20 mg Sertralin (als Hydrochlorid). Das Konzentrat ist klar und

farblos.

Das orale Konzentrat enthält zudem folgende Hilfsstoffe: Glyzerol, Alkohol (18 Vol.-%),

Levomenthol und Butylhydroxytoluol (E321).

Zulassungsnummer

55391 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Zoloft? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Zoloft orales Konzentrat 20 mg/ml: Flasche zu 60 ml mit einer Masspipette.

Zulassungsinhaberin

Pfizer PFE Switzerland GmbH, Zürich.

Diese Packungsbeilage wurde im Mai 2017 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic)

geprüft.

PIL V006