Zentel

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Zentel Kautabletten
  • Darreichungsform:
  • Kautabletten
  • Zusammensetzung:
  • albendazolum 400 mg, arom.: vanillinum et alia, saccharinum natricum, color.: E 110, excipiens pro compresso.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Zentel Kautabletten
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetika human
  • Therapiebereich:
  • Anthelminticum

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 49748
  • Berechtigungsdatum:
  • 28-12-1993
  • Letzte Änderung:
  • 02-02-2018

Packungsbeilage

Patienteninformation

Information für Patientinnen und Patienten

Lesen Sie diese Packungsbeilage sorgfältig, bevor Sie das Arzneimittel einnehmen.

Dieses Arzneimittel ist Ihnen persönlich verschrieben worden, und Sie sollten es nicht an andere

Personen weitergeben. Auch wenn diese die gleichen Krankheitssymptome haben wie Sie, könnte

ihnen das Arzneimittel schaden.

Bewahren Sie die Packungsbeilage auf, Sie wollen sie vielleicht später nochmals lesen.

ZentelTM

Was ist Zentel und wann wird es angewendet?

Zentel ist ein Arzneimittel zur Behandlung von Wurmkrankheiten im Darm. Die Würmer - sowie

deren Larven und Eier - werden abgetötet und mit dem Stuhl ausgeschieden.

Zentel kann auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin bei Erwachsenen und Kindern gegen

Würmer eingesetzt werden, die bei uns und in südlichen Ländern heimisch sind, wie z.B. gewisse

Rundwürmer (wie Spul-, Peitschen-, Maden- oder Hakenwurm), Saugwürmer oder Bandwürmer (nur

bei gleichzeitigem Befall mit Rundwürmern).

Bei Kindern im Alter von 2 – 12 Jahren kann Zentel auch bei einer Infektion mit Giardia lamblia

eingesetzt werden.

Zentel darf nur auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin verwendet werden.

Was sollte dazu beachtet werden?

Um Infektionen mit diesen Würmern und Giardia lamblia zu vermeiden, ist darauf zu achten, dass

Speisen, Getränke und Böden nicht mit menschlichem Kot verschmutzt sind. Auf den Konsum von

rohem wie tiefgefrorenem, ungekochtem Rind- oder Schweinefleisch ist zu verzichten.

Jeder direkte Kontakt der Hände mit dem After ist zu vermeiden. Nach jedem Stuhlgang müssen die

Hände (einschliesslich Fingernägel) gewissenhaft gereinigt werden. Die Unterwäsche ist oftmals zu

wechseln.

Zentel wurde schon in Zusammenhang mit erhöhten Leberenzymwerten gebracht. Diese

normalisierten sich wieder nach Abbruch der Behandlung. Ihr Arzt oder Ihre Ärztin kann bei Bedarf

Ihre Leberenzymwerte vor und während der Behandlung überprüfen.

Zentel wurde auch in Zusammenhang mit einer normalerweise reversiblen Abnahme an weissen

Blutzellen gebracht. Ihr Arzt oder Ihre Ärztin kann bei Bedarf Ihre Werte (weisse Blutzellen)

überwachen. Patienten mit einer Lebererkrankung werden engmaschig überwacht.

Zentel wurde in den Zusammenhang mit Anfällen (Krampfanfällen) und anderen Symptomen

gebracht. Patienten, die wegen parasitären Infektionen behandelt werden, können auch unter einer

seltenen und schweren Infektion des Gehirns leiden, die als Neurozystizerkose bezeichnet wird, doch

sind sich die betroffenen Patienten dieser Infektion nicht in allen Fällen bewusst. Werden die

Parasiten abgetötet, kommt es im Gehirn zu einer Entzündungsreaktion. Zu den Symptomen zählen

Anfälle (Krampfanfälle), Kopfschmerzen und Sehstörungen. Treten diese Symptome kombiniert auf,

kontaktieren Sie unverzüglich Ihren Arzt oder Ihre Ärztin.

Wann darf Zentel nicht angewendet werden?

Zentel darf unter keinen Umständen eingenommen werden bei bekannter Überempfindlichkeit

(Allergie) gegen den Wirkstoff Albendazol oder irgendeinen anderen Inhaltsstoff von Zentel.

Zentel darf unter keinen Umständen eingenommen werden, wenn eine Schwangerschaft besteht. Zur

Sicherheit soll die nächste Regelblutung abgewartet oder ein Schwangerschaftstest durchgeführt

werden.

Wann ist bei der Einnahme von Zentel Vorsicht geboten?

Es sind bis jetzt keine Beeinträchtigungen des Führens von Motorfahrzeugen oder des Bedienens von

Maschinen beobachtet worden.

Patientinnen und Patienten, die auf Azofarbstoffe, Acetylsalicylsäure sowie auf Rheuma- und

Schmerzmittel (Prostaglandinhemmer) überempfindlich reagieren, sollen die Zentel Tabletten nicht

einnehmen.

Bei einer Acetylsalicylsäure-Unverträglichkeit und einer Unverträglichkeit gegen den Wirkstoff oder

die Hilfsstoffe darf auch die Zentel Suspension nicht eingenommen werden.

Einige Arzneimittel beinhalten Wirkstoffe, die die Wirkungsweise von Zentel verändern oder die

Nebenwirkungen beeinflussen können. Hierzu gehören Arzneimittel mit folgenden Wirkstoffen:

- Cimetidin zur Behandlung eines Magengeschwüres;

- Praziquantel zur Behandlung von Wurminfektionen;

- Dexamethason zur Behandlung von Entzündungen oder Allergien;

- Ritonavir zur Behandlung einer HIV-Infektion;

- Phenytoin, Carbamazepin oder Phenobarbital zur Behandlung von Krampfanfällen und Epilepsie;

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin wenn Sie Arzneimittel

mit den genannten Wirkstoffen einnehmen.

Frauen im gebärfähigen Alter sollen Zentel nur innerhalb der ersten 7 Tage nach Beginn der Blutung

oder unmittelbar nach einem negativen Schwangerschaftstest einnehmen.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie

- an anderen Krankheiten leiden,

- Allergien haben oder

- andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen.

Darf Zentel während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Zentel darf während der Schwangerschaft nicht eingenommen werden. Wenn Sie gerne schwanger

werden möchten, oder wenn Sie Ihr neugeborenes Kind stillen, sollen Sie Zentel ausschliesslich nach

Rücksprache mit Ihrem Arzt bzw. der Ärztin einnehmen (siehe "Wann ist bei der Einnahme von

Zentel Vorsicht geboten?").

Wie verwenden Sie Zentel?

Die Dosierung richtet sich nach der Art der Infektion. Sofern vom Arzt bzw. der Ärztin nicht anders

verordnet, wird Zentel wie folgt dosiert:

-Rundwürmer (runde, weisse Würmer):

1-mal 1 Kautablette zu 400 mg oder den Inhalt eines Fläschchens zu 10 ml Suspension einnehmen.

In den meisten Fällen genügt eine einmalige Behandlung.

-Bandwürmer mit gleichzeitigem Befall mit Rundwürmern:

1-mal täglich 1 Kautablette zu 400 mg oder den Inhalt eines Fläschchens zu 10 ml Suspension

während 3 Tagen einnehmen.

-Saugwürmer:

2-mal täglich 1 Kautablette zu 400 mg oder den Inhalt eines Fläschchens zu 10 ml Suspension

während 3 Tagen einnehmen.

-Giardia lamblia bei Kindern von 2-12 Jahren:

1-mal täglich 1 Kautablette zu 400 mg oder den Inhalt eines Fläschchens zu 10 ml Suspension

während 5 Tagen einnehmen.

Werden 3 Wochen nach der ersten Behandlung immer noch Würmer im Stuhl entdeckt, kann die

Behandlung nach Rücksprache mit dem Arzt bzw. der Ärztin wiederholt werden.

Die oben erwähnte Dosierung gilt für Erwachsene und Kinder über 2 Jahre (über 10 kg).

Kinder zwischen 1 und 2 Jahren sowie Kinder über 2 Jahre und unter 10 kg sollen die Hälfte der

Dosierung (1/2 Kautablette zu 400 mg oder die Hälfte des Fläschcheninhaltes) einnehmen.

Die Kautabletten können entweder ganz geschluckt, gekaut oder zerdrückt mit dem Essen

eingenommen werden. Einige Patienten haben unter Umständen Schwierigkeiten, die Tablette als

Ganzes zu schlucken. In diesen Fällen können die Tabletten mit etwas Wasser zerkaut oder

wahlweise zerdrückt werden. Bei Kleinkindern sollte die Behandlung mit der Suspension

durchgeführt werden.

Schütteln Sie das Fläschchen, bevor Sie die Suspension einnehmen.

Die Suspension schmeckt angenehm fruchtig und kann direkt oder mit einer beliebigen Flüssigkeit

vermischt getrunken werden.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel

wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer

Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Zentel haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Zentel auftreten:

Durchfall, Erbrechen, Juckreiz, Bauch- und Kopfschmerzen sowie Schwindel. Diese Symptome

können aber auch im Zusammenhang mit der zugrunde liegenden Erkrankung beobachtet werden.

Zentel kann zu erhöhten Leberenzymwerten im Blut führen. Informieren Sie daher Ihren Arzt oder

Ihre Ärztin über die Einnahme von Zentel, falls Sie für sich oder Ihr Kind eine Blutuntersuchung

veranlassen.

Anfälle (Krampfanfälle) und andere Symptome: Patienten, die wegen parasitären Infektionen

behandelt werden, können auch unter einer seltenen und schweren Infektion des Gehirns leiden, die

als Neurozystizerkose bezeichnet wird, und durch Parasiten, die im Gehirn sind, ausgelöst werden.

Durch die Einnahme von Zentel kommt es im Gehirn zu einer Entzündungsreaktion, während die

Parasiten abgetötet werden. Achten Sie auf die Kombination folgender Symptome: starke

Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen, Anfälle (Krampfanfälle) und Sehstörungen. Kontaktieren

Sie unmittelbar Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn Sie die eben erwähnten Symptome erfahren.

Die Zentel Kautabletten 400 mg können Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut und der

Atmungsorgane auslösen, insbesondere bei Patientinnen und Patienten mit Asthma, Nesselfieber

(chronische Urtikaria) oder mit Überempfindlichkeit auf Acetylsalicylsäure und andere Rheuma- und

Schmerzmittel.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin kontaktieren. Dies gilt speziell in Fällen, in denen

folgende Symptome beobachtet werden: Anschwellen des Mundes, Gesichtes oder der Gliedmassen;

Atembeschwerden; ausgeprägter Hautausschlag, eventuell mit Blasenbildung und Ablösen der Haut.

Was ist ferner zu beachten?

Tritt kein Therapieerfolg ein, soll der Arzt oder Apotheker bzw. die Ärztin oder Apothekerin

aufgesucht werden, um den Stuhl untersuchen zu lassen.

Keine Würmer im Stuhl sind kein Beweis dafür, dass keine vorhanden sind. Zeichen dafür, dass

Kinder Würmer haben, sind Konzentrationsschwäche, Blässe, Müdigkeit, eventuell Jucken am After

etc. Zur Abklärung soll der Arzt bzw. die Ärztin aufgesucht werden.

Zentel bitte ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.

Zentel Suspension ist bei Raumtemperatur (15 - 25°C) und vor Licht geschützt aufzubewahren.

Zentel Kautabletten sind bei Raumtemperatur (15 - 25°C), trocken und vor Licht geschützt zu lagern.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit "EXP" bezeichneten Datum verwendet

werden.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. die Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Zentel enthalten?

Eine Kautablette enthält: 400 mg Albendazol als Wirkstoff und Hilfsstoffe wie Saccharin, den

Farbstoff Gelborange S (E 110), Vanillin und andere Aromastoffe sowie weitere Hilfsstoffe.

10 ml der Suspension 4% enthalten: 400 mg Albendazol als Wirkstoff und Hilfsstoffe wie Saccharin,

die Konservierungsstoffe Sorbinsäure (E 200), Kaliumsorbat (E 202), Benzoesäure (E 210), Vanillin

und andere Aromastoffe sowie weitere Hilfsstoffe.

Zulassungsnummer

Kautabletten: 49‘748 (Swissmedic)

Suspension: 49‘749 (Swissmedic)

Wo erhalten Sie Zentel? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Kautabletten zu 400 mg: 1 Tablette pro Packung.

Suspension (4%): 1 Fläschchen (= 10 ml) pro Packung.

Zulassungsinhaberin

GlaxoSmithKline AG, 3053 Münchenbuchsee

Diese Packungsbeilage wurde im November 2010 letztmals durch die Arzneimittelbehörde

(Swissmedic) geprüft.