Zemplar

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Zemplar 5 Mikrogramm/ml - Injektionslösung
  • Einheiten im Paket:
  • 5 x 1 ml, Laufzeit: 24 Monate,5 x 2 ml, Laufzeit: 24 Monate
  • Verschreibungstyp:
  • Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Zemplar 5 Mikrogramm/ml - Injektionslösung
    Österreich
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiebereich:
  • Paricalcitol
  • Produktbesonderheiten:
  • Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AGES
  • Zulassungsnummer:
  • 1-24969
  • Berechtigungsdatum:
  • 06-06-2003
  • Letzte Änderung:
  • 08-03-2018

Packungsbeilage: zusammensetzung, kinische angaben, nebenwirkungen, wechselwirkungen, dosierung, schwangerschaft, stillzeit

Gebrauchsinformation: Information für den Patienten

Zemplar 5 Mikrogramm/ml – Injektionslösung

Wirkstoff: Paricalcitol

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Anwendung dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt, Apotheker oder das

medizinische Fachpersonal.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das

medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser

Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Zemplar 5 Mikrogramm/ml – Injektionslösung und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Anwendung von Zemplar 5 Mikrogramm/ml Injektionslösung beachten?

Wie ist Zemplar 5 Mikrogramm/ml – Injektionslösung anzuwenden?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Zemplar 5 Mikrogramm/ml-Injektionslösung aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Zemplar 5 Mikrogramm/ml – Injektionslösung und wofür wird es angewendet?

Zemplar enthält den Wirkstoff Paricalcitol, welcher eine synthetische Form des aktivierten Vitamin D ist.

Aktiviertes Vitamin D ist für das normale Funktionieren vieler Gewebe im Körper erforderlich,

einschließlich der Nebenschilddrüse und der Knochen. Bei Menschen mit normaler Nierenfunktion wird

diese aktive Form des Vitamin D natürlicherweise von den Nieren produziert, aber bei Nierenversagen ist

die Produktion von aktiviertem Vitamin D deutlich reduziert. Zemplar stellt aktiviertes Vitamin D zur

Verfügung, wenn der Körper es nicht ausreichend produzieren kann, und hilft so bei Patienten mit

chronischen Nierenerkrankungen die Folgen eines niedrigen Spiegels an aktiviertem Vitamin D zu

verhindern, nämlich einen erhöhten Parathormonspiegel, der Knochenprobleme verursachen könnte.

Zemplar wird bei erwachsenen Patienten mit chronischer Nierenerkrankung Stadium 5 verwendet.

2.

Was sollten Sie vor der Anwendung von Zemplar 5 Mikrogramm/ml Injektionslösung

beachten?

Zemplar 5 Mikrogramm/ml – Injektionslösung darf nicht angewendet werden,

wenn Sie allergisch gegen Paricalcitol oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen

Bestandteile von Zemplar 5 Mikrogramm/ml – Injektionslösung sind.

wenn bei Ihnen sehr hohe Calcium- oder Vitamin D-Spiegel im Blut vorliegen. Ihr Arzt wird Ihren

Blutspiegel beobachten und Ihnen sagen, ob diese Umstände bei Ihnen zutreffen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor Sie Zemplar anwenden.

Bevor die Behandlung beginnt ist es wichtig, die Phosphatmenge in Ihrer Ernährung zu begrenzen.

Zu Nahrungsmitteln mit einem hohen Phosphorgehalt gehören Tee, Mineralwasser, Bier, Käse,

Milch, Sahne, Fisch, Hühner- oder Rinderleber, Bohnen, Erbsen, Müsli, Nüsse und Getreide.

Es können phosphatbindende Medikamente, die die Phosphataufnahme aus der Nahrung

verhindern, zur Kontrolle der Phosphatspiegel notwendig sein.

Wenn Sie calciumhaltige Phosphatbinder einnehmen, muss die Dosierung von Ihrem Arzt unter

Umständen angepasst werden.

Zur Behandlungskontrolle muss Ihr Arzt Blutuntersuchungen durchführen.

Die Anwendung von Zemplar 5 Mikrogramm/ml - Injektionslösung kann bei Dopingkontrollen zu

positiven Ergebnissen führen.

Anwendung von Zemplar 5 Mikrogramm/ml – Injektionslösung zusammen mit anderen

Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden,

kürzlich eingenommen/angewendet haben, oder beabsichtigen andere Arzneimittel

einzunehmen/anzuwenden.

Manche Arzneimittel können die Wirkung dieses Arzneimittels beeinflussen oder die Wahrscheinlichkeit

von Nebenwirkungen erhöhen. Es ist besonders wichtig, Ihren Arzt zu informieren, wenn Sie folgende

Arzneimittel einnehmen:

zur Behandlung von Pilzinfektionen wie Candida oder Soor (z. B. Ketoconazol)

zur Behandlung von Herzproblemen oder hohem Blutdruck (z. B. Digoxin,

Diuretika bzw. Wasserpillen)

die eine Quelle von Phosphat enthalten (z. B. Arzneimittel, die den Calciumspiegel im Blut senken)

die Calzium oder Vitamin D enthalten, einschließlich Nahrungsergänzungsmittel und

Multivitaminpräparate, die rezeptfrei erhältlich sind

die Magnesium oder Aluminium enthalten (z. B. einige Arten von Medikamenten gegen

Verdauungsstörungen (Magensäurebinder und Phosphatbinder).

zur Behandlung von erhöhten Cholesterinspiegeln (z.B. Colestyramin)

Schwangerschaft, Stillzeit und Fertilität

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen,

schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt um Rat.

Es liegen keine hinreichenden Daten für die sichere Anwendung dieses Arzneimittels bei Schwangeren

vor. Daher wird es nicht empfohlen, dieses Arzneimittel während der Schwangerschaft anzuwenden.

Es ist nicht bekannt, ob Paricalcitol in die Muttermilch übergeht. Wenn Sie Zemplar anwenden, sprechen

Sie vor dem Stillen mit Ihrem Arzt.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen.

Durch Zemplar können Sie sich schwindelig fühlen, was Ihre Verkehrstüchtigkeit oder die Fähigkeit,

Maschinen zu bedienen, beeinträchtigen kann.

Lenken Sie kein Fahrzeug oder bedienen Sie keine Maschinen, wenn Ihnen schwindelig ist.

Zemplar 5 Mikrogramm/ml – Injektionslösung enthält Ethanol

Dieses Arzneimittel enthält 20 Vol.-% Ethanol (Alkohol). Eine Dosis kann bis zu 1,3 g Ethanol enthalten,

was gesundheitsschädlich für Alkoholkranke ist. Dies sollten auch Schwangere oder Stillende, Kinder

und Risikogruppen, wie Patienten mit Lebererkrankungen oder Epilepsie, berücksichtigen.

3.

Wie ist Zemplar 5 Mikrogramm/ml – Injektionslösung anzuwenden?

Anhand Ihrer Laborwerte wird Ihr Arzt die für Sie richtige Anfangsdosierung festlegen. Nach Beginn der

Behandlung muss die Dosis möglicherweise auf Basis von Routine-Laboruntersuchungen angepasst

werden. Mithilfe Ihrer Laborwerte wird Ihr Arzt die für Sie richtige Dosis von Zemplar festlegen.

Zemplar wird Ihnen während der Dialysebehandlung von Ihrem Arzt oder einer Krankenschwester

verabreicht. Da es durch den Schlauch (Blutschlauchsystem) verabreicht werden kann, der Sie mit dem

Dialysegerät verbindet, muss Ihnen das Arzneimittel nicht gespritzt werden. Zemplar sollte nicht öfter als

jeden zweiten Tag bzw. mehr als drei Tage in der Woche gegeben werden.

Wenn Sie eine größere Menge Zemplar 5 Mikrogramm/ml – Injektionslösung angewendet haben

als Sie sollten

Eine Überdosis von Zemplar kann ungewöhnlich hohe Calciumspiegel im Blut verursachen, die schädlich

sein können. Zu den Beschwerden, die bald nach Anwendung einer zu großen Menge von Zemplar

auftreten können, zählen Schwächegefühl und/oder Benommenheit, Kopfschmerzen, Übelkeit (Brechreiz)

oder Erbrechen, Mundtrockenheit, Verstopfung, Schmerzen in Muskeln oder Knochen und ein

ungewöhnlicher Geschmack im Mund.

Wenn nach der Verabreichung von Zemplar ein zu hoher Calciumspiegel in Ihrem Blut festgestellt wird,

wird Ihr Arzt sicherstellen, dass Sie eine geeignete Behandlung erhalten, um den Calciumwert zu

normalisieren. Wenn sich Ihr Calciumspiegel wieder normalisiert hat, erhalten Sie Zemplar vielleicht in

einer niedrigeren Dosierung.

Ihr Arzt wird Ihre Blutwerte überprüfen. Falls Sie eines der oben genannten Symptome haben, ersuchen

Sie bitte umgehend um medizinischen Rat.

Zu den Beschwerden, die sich entwickeln können, wenn über einen längeren Zeitraum eine zu große

Menge von Zemplar angewendet wird, gehören Appetitlosigkeit, Benommenheit, Gewichtsabnahme,

entzündete Augen, eine laufende Nase, juckende Haut, Hitzewallungen und Fiebergefühl, Verlust des

Sexualtriebs sowie heftige Bauchschmerzen (aufgrund einer Bauchspeicheldrüsenentzündung) und

Nierensteine.

Ihr Blutdruck kann sich verändern und ein unregelmäßiger Herzschlag (Herzklopfen) kann auftreten. Blut-

und Urintests können erhöhte Werte von Cholesterin, Harnstoff, Stickstoff und der Leberenzyme zeigen.

Zemplar kann in seltenen Fällen psychische Veränderungen einschließlich Verwirrtheit, Benommenheit,

Schlafstörungen oder Nervosität verursachen.

Zemplar enthält 30 Vol.-% Propylenglykol. Über Vergiftungserscheinungen aufgrund hoher Dosen von

Propylenglykol wurde selten berichtet. Diese sind bei Dialysepatienten nicht zu erwarten, da

Propylenglykol bei der Dialyse aus dem Blut herausgefiltert wird.

Falls Sie zu viel Zemplar eingenommen haben, oder eines der oben genannten Symptome haben,

ersuchen Sie bitte umgehend medizinischen Rat.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Unterschiedliche allergische Reaktionen wurden bei Zemplar beobachtet. Wichtig: Wenn Sie von einer

der nachfolgend genannten Nebenwirkungen betroffen sind, informieren Sie bitte umgehend Ihren

Arzt oder Ihre Krankenschwester:

Kurzatmigkeit,

Atem- oder Schluckbeschwerden,

Keuchen,

Hautausschlag, Juckreiz bis einschließlich Nesselausschlag,

Anschwellen von Gesicht, Lippen, Mund, Zunge oder Rachen.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Krankenschwester, wenn Sie eine der folgenden Nebenwirkungen

bemerken:

Häufige (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen) sind:

niedriger Parathormonspiegel

hoher Calciumspiegel (Übelkeit oder Erbrechen, Verstopfung oder Verwirrtheit); hoher

Phosphatspiegel im Blut (wahrscheinlich ohne Symptome, es kann jedoch leichter zu

Knochenbrüchen kommen)

Kopfschmerzen

ungewöhnlicher Geschmack im Mund,

juckende Haut,

Gelegentliche (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen) sind:

Blutinfektion, Lungenentzündung (Pneumonie), trockene Kehle, Vaginalinfektionen, Grippe

Brustkrebs

verminderte Anzahl an roten Blutkörperchen (Blutarmut – Schwächegefühl, Kurzatmigkeit,

Blässe); verminderte Anzahl an weißen Blutkörperchen (es kommt leichter zu Infektionen),

geschwollene Drüsen im Hals-, Achsel- und Leistenbereich;

erhöhter Parathormonspiegel

erhöhter Kaliumspiegel im Blut; niedrige Calciumspiegel im Blut, Appetitlosigkeit

Verwirrtheit, die stark sein kann (Delirium); Persönlichkeitsstörungen (Gefühl, nicht man selbst zu

sein), Erregtheit (Nervosität, Ängstlichkeit), Schlafstörungen, Nervosität

Koma (ein tiefer Dämmerzustand währenddessen die Person nicht auf die Umgebung reagieren

kann), Schlaganfall , Ohnmachtsanfälle, Muskelzuckungen in Armen und Beinen, selbst während

des Schlafes; herabgesetzte Empfindung von Sinnesreizen, Kribbeln oder Taubheit, Schwindel

erhöhter Augendruck, rote Augen (juckende/krustige Augenlider)

Ohrenschmerzen

Herzinfarkt, unregelmäßiger/schneller Herzschlag

niedriger Blutdruck; hoher Blutdruck

Flüssigkeit in den Lungen, Asthma, Keuchen, Atemnot, Nasenbluten, Husten

Blutungen aus dem Enddarm, Entzündung des Dickdarms, Durchfall und Magenschmerzen,

Schluckbeschwerden, Verstopfung, Übelkeit, Erbrechen, Mundtrockenheit

Hautauschlag mit juckenden Bläschen, Haarausfall, gesteigertes Haarwachstum, gesteigertes und

unvorhersehbares Schwitzen

Gelenk-/Muskelschmerzen, Gelenksteife, Rückenschmerzen, Muskelzucken, Muskelschmerzen

Schmerzen im Brustbereich, Erektionsschwierigkeiten

abnormaler Gang, Schweregefühl durch Schwellungen am ganzen Körper oder durch lokale

Schwellungen an Knöcheln, Füßen oder Beinen (Ödeme), Schmerzen an der Injektionsstelle,

Fieber, Brustschmerzen, ungewöhnliche Müdigkeit oder Schwächegefühl, generelles Unwohlsein,

Durst

verlängerte Blutungszeit (die Blutgerinnung ist verlangsamt), Ansteigen eines Leberenzyms,

Änderung der Laborwerte, Gewichtsverlust

Nebenwirkungen mit nicht bekannten Häufigkeiten

Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren

Daten nicht abschätzbar):

Schwellung des Gesichts, der Lippen, des Mundes, der Zunge oder des Halses, die zu Schluck- und

Atembeschwerden führen können, Juckreiz (Nesselsucht); Magenblutungen.

Sie sind möglicherweise nicht in der Lage, selbst festzustellen, ob Sie eines oder mehrere der oben

genannten Symptome haben, es sei denn Sie melden es Ihrem Arzt.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder das medizinische

Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

ÖSTERREICH

1200 WIEN

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie ist Zemplar 5 Mikrogramm/ml-Injektionslösung aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Nach dem Öffnen sofort verwenden.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem nach Verwendbar bis: / Verw. B: angegebenen Verfalldatum

nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Wenden Sie Zemplar nicht mehr an, wenn Sie Teilchen (Partikel) oder Verfärbungen bemerken.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie

das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der

Umwelt bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Zemplar 5 Mikrogramm/ml Injektionslösung enthält

Der Wirkstoff ist: Paricalcitol. Jeweils 1 ml Injektionslösung enthält 5 Mikrogramm Paricalcitol.

Die sonstigen Bestandteile sind: Ethanol (Alkohol), Propylenglycol und Wasser für

Injektionszwecke.

Wie Zemplar 5 Mikrogramm/ml Injektionslösung aussieht und Inhalt der Packung

Zemplar Injektionslösung ist eine wässrige, klare und farblose Lösung, frei von sichtbaren Partikeln. Sie

ist in Packungen mit 5 Glasampullen mit jeweils 1 ml oder 2 ml oder 5 Glasdurchstechflaschen mit

jeweils 1 ml oder 2 ml erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer:

AbbVie GmbH

Lemböckgasse 61/3.OG

1230 Wien

Österreich

Hersteller Ampullen:

AbbVie S.r l., S.R.148 Pontina km 52 snc, 04011 Campoverde di Aprilia (LT), Italien

Hersteller Durchstechflaschen:

AbbVie S.r l., S.R.148 Pontina km 52 snc, 04011 Campoverde di Aprilia (LT), Italien

AbbVie Deutschland GmbH &Co. KG, Knollstraße, 67061 Ludwigshafen, Deutschland

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR)

unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Österreich:

Zemplar 5 Mikrogramm/ml - Injektionslösung

Zypern:

Zemplar 5 mcg/ml ενέσιμο διάλυμα

Tschechische Republik:

Zemplar 5 mcg/ml

Finnland:

Zemplar 5 mikrog/ml injektioneste, liuos

Deutschland:

Zemplar 5 Mikrogramm/ml Injektionslösung

Griechenland:

Zemplar 5 mcg/ml ενέσιμο διάλυμα

Ungarn:

Zemplar 5 mikrogramm/ml oldatos injekció

Irland:

Zemplar 5 micrograms/ml solution for injection

Italien:

Zemplar 5 microgrammi/ml soluzione iniettabile

Niederlande:

Zemplar, oplossing voor injectie 5 microgram/ml

Portugal:

Zemplar 5 microgramas/ml solução Injetável

Slovakei:

Zemplar 5 µg/ml

Spanien:

Zemplar 5 microgramos/ml solución inyectable

Schweden:

Zemplar 5 mikrogram/ml injektionsvätska, lösning

Vereinigtes Königreich:

Zemplar 5 micrograms/ml solution for injection

Z.Nr.: 1-24969

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im April 2018.

Für eine Audioversion dieser Packungsbeilage oder eine Version in Blindenschrift

oder Großdruck setzen Sie sich bitte mit dem örtlichen Vertreter des

pharmazeutischen Unternehmers in Verbindung.

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Die folgenden Informationen sind für medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Zemplar 5 Mikrogramm/ml Injektionslösung

Aufbereitung der Injektionslösung

Zemplar 5 Mikrogramm/ml Injektionslösung ist nur für den Einmalgebrauch vorgesehen. Wie bei allen

Arzneimitteln die injiziert werden, sollte die verdünnte Lösung vor der Anwendung auf Partikel und

Verfärbung kontrolliert werden.

Inkompatibilitäten

Propylenglykol interagiert mit Heparin und neutralisiert dessen Wirkung. Zemplar Injektionslösung

enthält als sonstigen Bestandteil Propylenglykol und sollte über eine andere Zuspritzstelle als Heparin

appliziert werden.

Dieses Arzneimittel darf nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt werden.

Aufbewahrung und Dauer der Haltbarkeit

Parenteralia sollen vor der Anwendung immer auf Partikel und Verfärbung kontrolliert werden. Die

Lösung ist klar und farblos.

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Das Arzneimittel hat eine Haltbarkeit von 3 Jahren (Durchstechflasche) oder 2 Jahren (Ampulle).

Dosierung, Art und Dauer der Anwendung

Zemplar Injektionslösung wird über den Hämodialyse-Zugang verabreicht.

Erwachsene

1) Die Initialdosis sollte anhand des Basis PTH-Spiegels berechnet werden.

Die Initialdosis von Paricalcitol basiert auf folgender Formel:

Initialdosis (in Mikrogramm)

= Basisspiegel des intakten PTH in pmol/l

oder

= Basisspiegel des intakten PTH in pg/ml

Paricalcitol wird intravenös als Bolus-Injektion nicht öfter als jeden zweiten Tag zu einem beliebigen

Zeitpunkt während der Dialyse angewendet.

Die maximale Dosis, die bei klinischen Studien sicher verabreicht wurde, betrug 40 Mikrogramm.

2) Titrationsdosis:

Der derzeit akzeptierte Zielwert des PTH-Spiegels bei Patienten mit Nierenversagen im Endstadium, die

eine Dialyse erhalten, beträgt nicht mehr als den 1,5 bis 3 fachen nicht-urämischen oberen Grenzwert des

Normalwert 15,9 bis 31,8 pmol/l (150-300 pg/ml) für intaktes PTH. Engmaschiges Monitoring und

individuelle Dosistitration sind notwendig, um entsprechende physiologische Endpunkte zu erreichen.

Wenn Hypercalcämie oder ein dauerhaft erhöhtes korrigiertes Calcium-Phosphat-Produkt größer als 5,2

mmol

(65 mg

) festgestellt wird, sollte die Dosierung von Paricalcitol reduziert oder die

Behandlung abgebrochen werden, bis es zu einer Normalisierung dieser Parameter gekommen ist. Dann

erst sollte die Paricalcitol-Therapie in einer niedrigeren Dosierung wieder aufgenommen werden. Wenn

die PTH-Spiegel in Folge der Therapie sinken, kann es notwendig werden, die Dosierung zu reduzieren.

Die folgende Tabelle zeigt eine vorgeschlagene Empfehlung zur Dosistitration:

Empfohlene Dosierungsrichtlinien

(Dosisanpassung in Abständen von 2 bis 4 Wochen)

iPTH-Spiegel relativ zum Basiswert

Dosisanpassung von Paricalcitol

gleichbleibend oder ansteigend

Abnahme um < 30%

erhöhen um 2-4 Mikrogramm

Abnahme um > 30%, < 60%

beibehalten

Abnahme um > 60%

iPTH < 15,9 pmol/l (150 pg/ml)

reduzieren um 2-4 Mikrogramm

Es gibt keine Sicherheitswarnungen betreffend dieses Produktes.

27-8-2018

Zemplar® Weichkapseln

Rote - Liste