Zavedos Solution 20 mg

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Zavedos Solution 20 mg Injektionslösung
  • Darreichungsform:
  • Injektionslösung
  • Zusammensetzung:
  • idarubicini hydrochloridum 20 mg, glycerolum, Wasser ad iniectabilia q.s. zu einer Lösung von 20 ml.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • Biologische Medizin

Dokumenten

  • für die Allgemeinheit:
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Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Zavedos Solution 20 mg Injektionslösung
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetika
  • Therapiebereich:
  • Zytostatikum

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 54670
  • Berechtigungsdatum:
  • 16-09-1998
  • Letzte Änderung:
  • 24-10-2018

Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels

Fachinformation

Zavedos®

Pfizer PFE Switzerland GmbH

Zusammensetzung

Wirkstoff: Idarubicini hydrochloridum.

Hilfsstoffe

Zavedos Kapseln: Kapselinhalt: Cellulosum microcristallinum, Glyceroli palmitostearas;

Kapselhülle: Gelatina, Color.: Titanii dioxidum (E171), Ferrum oxidatum (E172).

Zavedos Solution: Glycerolum, Aqua ad iniectabilia.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Zavedos: Kapseln zu 5 mg und 10 mg Idarubicinhydrochlorid.

5 mg Kapsel: dunkelorange Hartgelatinekapsel (enthält orangefarbenes Pulver), mit schwarzem

Aufdruck «IDARUBICIN 5».

10 mg Kapsel: dunkelorange und weisse Hartgelatinekapsel (enthält orangefarbenes Pulver), mit

schwarzem Aufdruck «IDARUBICIN 10».

Zavedos Solution: lnjektionslösung, Cytosafe Stechampullen zu 5 mg/5 ml, 10 mg/10 ml und

20 mg/20 ml Idarubicinhydrochlorid (Konzentration 1 mg/ml).

Klare, rot-orange sterile Lösung.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Zavedos Solution (intravenöse Verabreichung)

·Akute myeloische Leukämie in Kombination mit anderen Zytostatika.

·Akute lymphatische Leukämie als Reserve-Arzneimittel in Kombination mit anderen Zytostatika.

Zavedos, Kapseln

·Remissionsinduktion bei akuter myeloischer Leukämie als Teil von attenuierten

Kombinationsschemata in der Behandlung älterer Patienten. Die Kapseln sollen nur angewendet

werden, wenn die intravenöse Gabe aus medizinischen (z.B. schlechte Venenverhältnisse) oder

psychologischen Gründen (z.B. Verweigerung der i.v.-Therapie) nicht möglich ist. Sie sollen nicht

für die palliative Therapie eingesetzt werden.

·Behandlung des fortgeschrittenen Mammakarzinoms nach Versagen der «first line» Chemotherapie

ohne Anthrazykline bei Patienten, bei denen eine Anthrazyklintherapie indiziert ist, jedoch die

intravenöse Gabe wegen medizinischer, psychologischer oder sozialer Gründe nicht möglich ist.

Dosierung/Anwendung

Das Arzneimittel soll nur unter Aufsicht von in der Chemotherapie erfahrenen

Hämatologen/Onkologen angewendet werden.

Intravenöse Verabreichung

Die Verabreichung erfolgt als Injektion in eine laufende Infusion von NaCl 0.9% (Zubereitung der

Injektionslösung und Verabreichung siehe «Sonstige Hinweise/Hinweise für die Handhabung»).

Akute myeloische Leukämie (bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 14 Jahren)

·Kombinationstherapie: Die Dosierung beträgt 12 mg/m2 täglich i.v. während 3 Tagen zusammen

mit Cytarabin. Alternativ können auch 8 mg/m2 täglich i.v. während 5 Tagen verabreicht werden.

·Monotherapie: Die Dosierung beträgt 8 mg/m2 täglich i.v. während 5 Tagen.

Zavedos ist zur Induktion einer Remission (in der Regel 1-2 Zyklen) geeignet.

Akute lymphatische Leukämie (Reserve-Arzneimittel; bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern)

Bei Erwachsenen beträgt die Dosierung 12 mg/m2 täglich i.v. während 3 Tagen und bei Kindern

10 mg/m2 täglich i.v. während 3 Tagen.

Orale Verabreichung

Die Kapseln sollen mit etwas Wasser zusammen mit einer leichten Mahlzeit eingenommen werden.

Vor der Einnahme soll man sich vergewissern, dass sie unbeschädigt sind. Sie dürfen nicht gelutscht,

zerbissen oder gekaut und auch nicht geöffnet werden. Es ist darauf zu achten, dass das in den

Kapseln enthaltene Pulver (z.B. bei einer Beschädigung einer Kapsel) nicht eingeatmet wird und

nicht mit der Haut oder Schleimhaut in Kontakt kommt. Sollte es dennoch zu einem Kontakt des

Kapselinhaltes mit den Augen, der Haut oder Schleimhaut kommen, sollte die betroffene Region

sofort gründlich mit Wasser gespült werden.

Akute myeloische Leukämie (zur Remissionsinduktion im Rahmen attenuierter Schemata bei älteren

Patienten)

Die Dosierung beträgt 15 bis 30 mg/m² an 3 aufeinander folgenden Tagen in Kombination mit

anderen antileukämisch wirkenden Arzneimitteln.

Fortgeschrittenes Mammakarzinom

·Monotherapie: Die Dosierung beträgt 45 mg/m2 an einem einzigen Tag oder aufgeteilt auf 3

aufeinander folgende Tage (15 mg/m2/Tag). Die Behandlung kann alle 3 bis 4 Wochen wiederholt

werden.

·Kombinationstherapie: Die Dosierung beträgt 35 mg/m2 an einem Tag in Kombination mit oralem

Cyclophosphamid.

Spezielle Dosierungsanweisungen

Eingeschränkte Leberfunktion

Bei Leberfunktionsstörungen mit Bilirubinwerten von 1.2-2.0 mg/dl wird im Allgemeinen eine

50%ige Dosisreduktion empfohlen. Bei schweren Leberfunktionsstörungen (Bilirubin >2.0 mg/dl) ist

Zavedos kontraindiziert.

Eingeschränkte Nierenfunktion

Bei leichten bis mässigen Nierenfunktionsstörungen soll Zavedos mit Vorsicht angewendet werden.

Bei schweren Nierenfunktionsstörungen (Serumkreatinin >2.5 mg/dl) ist Zavedos kontraindiziert.

Kontraindikationen

·Überempfindlichkeit gegenüber Idarubicin, anderen Anthrazyklinen, Anthracendione oder einem

der Hilfsstoffe

·Schwere Herzinsuffizienz (Grad III und IV)

·Frischer Myokardinfarkt

·Akute entzündliche Myokarderkrankungen

·Schwere Arrhythmien

·Stomatitis

·Hämorrhagische Diathese

·Bestehende Myelosuppression

·Vorhergehende Behandlung mit maximalen kumulativen Dosen von Idarubicin und/oder anderen

Anthrazyklinen bzw. Anthracendionen

·Floride Infektionen

·Schwere Leberinsuffizienz (Bilirubin >2.0 mg/dl)

·Schwere Niereninsuffizienz (Serumkreatinin >2.5 mg/dl)

·Orale Verwendung bei Kindern und Jugendlichen

·Schwangerschaft, Stillzeit

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Wegen fehlender Daten wird eine Behandlung mit Idarubicin nach Ganzkörperbestrahlung oder

Knochenmarkstransplantation nicht empfohlen.

Die Patienten sollen sich vor dem Beginn einer Therapie mit Idarubicin von unerwünschten

Wirkungen einer vorhergegangenen zytotoxischen Behandlung wie Stomatitis und generalisierten

Infektionen erholt haben.

Hämatotoxizität

Idarubicin führt in therapeutischen Dosen zu einer Myelosuppression, insbesondere zu einer

Leukopenie. Eine Behandlung mit Idarubicin darf erst begonnen werden, wenn sich der Patient von

einer durch eine vorangegangene medikamentöse Behandlung oder durch eine Radiotherapie

verursachten Myelosuppression erholt hat.

Eine hämatologische Kontrolle mit Bestimmung des Differentialblutbildes ist zu Beginn der

Therapie mit Idarubicin und während jedes Therapiezyklus erforderlich. Komplikationen wie eine

schwere Blutung und/oder eine schwere Infektion müssen rasch und wirksam behandelt werden.

Herzfunktion

Spezielle Vorsicht ist geboten betreffend der mit Idarubicin assoziierten Kardiotoxizität, welche sich

als Soforttyp oder Spättyp manifestieren kann.

Soforttyp:

Die frühe Form der Kardiotoxizität tritt akut während der Behandlung auf (meist 24-48 Stunden nach

Einleitung der Therapie) und manifestiert sich hauptsächlich als Sinustachykardien und/oder EKG-

Abweichungen wie unspezifische Änderungen der ST-Strecke. Es wurde über Tachyarrhythmien

einschliesslich vorzeitiger ventrikulärer Kontraktionen, Kammertachykardie und Bradykardie wie

über AV- und Linksschenkelblock berichtet. Diese sind selten von klinischer Bedeutung und führen

nicht generell zum Abbruch der Idarubicin-Behandlung.

Spättyp:

Die verzögerte Form der Kardiotoxizität kann im späteren Verlauf einer Therapie oder 2-3 Monate

beziehungsweise sogar erst mehrere Monate oder Jahre nach Abschluss der Therapie in Form einer

Kardiomyopathie auftreten. Diese manifestiert sich durch eine Reduktion der LVEF (left ventricular

ejection fraction), Niedervoltage und QT-Verlängerung, und/oder als dekompensierte

Herzinsuffizienz mit Symptomen wie Dyspnoe, Lungenödem, Stauungsödeme, Kardiomegalie und

Hepatomegalie, Oligurie, Ascites, Pleuraerguss und Galopprhythmus. Subakute Effekte wie

Perikarditis/Myokarditis wurden ebenfalls beobachtet. Eine lebensbedrohliche Herzinsuffizienz ist

die schwerste Form der anthrazyklininduzierten Kardiomyopathie und stellt die kumulative

dosislimitierende Toxizität der Substanz dar.

Überwachung der Herzfunktion:

Die Herzfunktion sollte vor Beginn der Behandlung erfasst und während der gesamten

Behandlungsdauer überwacht werden, um das Risiko einer schweren Herzschädigung zu verringern.

Die Überwachung der Herzfunktion muss besonders strikt bei Patienten durchgeführt werden, die

hohe kumulative Dosen erhalten oder bei denen Risikofaktoren vorhanden sind. Jedoch kann die

Kardiotoxizität auch bei niedrigen Dosierungen auftreten und unabhängig von dem Vorhandensein

von Risikofaktoren.

Die Therapie sollte bei ersten Anzeichen einer Funktionsstörung sofort abgesetzt werden.

Eine angemessene quantitative Methode zur wiederholten LVEF-Bestimmung stellt die Multigate

Radionuclid-Angiographie (MUGA) oder die Echokardiographie (ECHO) dar.

Bei Kindern muss die Herzfunktion langfristig und in regelmässigen Abständen überprüft werden.

Kumulative Gesamtdosis:

Das Risiko für eine dekompensierte Herzinsuffizienz erhöht sich schnell mit steigender kumulativer

Gesamtdosis von Idarubicin. Für Idarubicin konnte noch keine Obergrenze für kumulative i.v. oder

orale Dosen definiert werden. Es wurde jedoch bei 5% der Patienten, die totale kumulative i.v. Dosen

von 150-290 mg/m2 erhalten hatten, von einer Kardiomyopathie im Zusammenhang mit Idarubicin

berichtet. Bei der Idarubicin-Dosis sollte eine frühere oder gleichzeitige Therapie mit anderen

Anthrazyklinen wie Doxorubicin, Epirubicin, Daunorubicin oder Anthracen-Derivaten berücksichtigt

werden. Es ist anzunehmen, dass sich die Toxizität von Idarubicin und anderen Anthrazyklinen

addiert.

Risikofaktoren:

Risikofaktoren für eine Kardiotoxizität sind manifeste oder latente kardiovaskuläre Erkrankungen,

früher oder gleichzeitig erfolgte Bestrahlung der mediastinalen/pericardialen Region,

vorausgegangene Therapie mit anderen Anthrazyklinen oder Anthracendionen sowie gleichzeitige

Gabe von Arzneimitteln, die die Herzkontraktion herabsetzen können oder deren Anwendung mit

einer Kardiotoxizität assoziiert wird (z.B. Trastuzumab).

Anthrazykline, einschliesslich Idarubicin, sollten nur bei gleichzeitiger engmaschiger Überwachung

der Herzfunktion des Patienten mit anderen kardiotoxischen Substanzen verabreicht werden. Das

Risiko für eine kardiotoxische Wirkung von Anthrazyklinen könnte auch nach dem Absetzen anderer

kardiotoxischer Arzneimittel erhöht sein, insbesondere wenn diese eine lange Halbwertszeit

aufweisen. Die Halbwertszeit von Trastuzumab beträgt ungefähr 28-38 Tage und die Substanz kann

bis zu 27 Wochen im Blut vorhanden sein. Während dieser Zeit sollte eine Therapie mit

Anthrazyklinen daher vermieden oder nur unter sorgfältiger Überwachung der Herzfunktion

durchgeführt werden.

Sekundäre Leukämie

Über das Auftreten einer sekundären Leukämie mit oder ohne präleukämischer Phase wurde bei

Patienten, die mit Anthrazyklinen, einschliesslich Idarubicin, behandelt wurden, berichtet. Sekundäre

Leukämie tritt häufiger auf, wenn Anthrazykline zusammen mit DNS-schädigenden

antineoplastischen Substanzen eingesetzt werden, die Patienten bereits intensiv mit zytotoxischen

Substanzen vorbehandelt wurden oder die Dosierung der Anthrazykline erhöht wurde.

Die sekundären Leukämien können eine Latenzzeit von 1-3 Jahren haben.

Extravasation

Eine paravenöse Injektion muss vermieden werden, es könnten schwere lokale Gewebsschäden

(Vesikation, schwere Zellulitis und Nekrose) auftreten. Durch genaues Einhalten der

Verabreichungsempfehlungen kann das Risiko einer Thrombophlebitis oder Extravasation verringert

werden (siehe «Sonstige Hinweise/Hinweise für die Handhabung»). Bei Anzeichen einer

Extravasation ist die Verabreichung sofort abzubrechen.

Tumor Lysis Syndrom

Durch raschen therapieinduzierten Zellzerfall kann eine sekundäre Hyperurikämie auftreten. Deshalb

sollten die Serumharnsäurewerte überwacht und bei Anstieg entsprechend behandelt werden.

Hydratation, Alkalisierung des Harns und Prophylaxe mit Allopurinol helfen eine Hyperurikämie zu

vermeiden.

Einfuss der Immunsuppression/erhöhte Anfälligkeit für Infektionen

Die Verabreichung von Lebend- oder attenuierten Impfstoffen bei Patienten, welche durch

Chemotherapie, einschliesslich Idarubicin, immunkomprimiert sind, kann schwere oder fatale

Infektionen verursachen. Die Immunisierung mit Lebendimpfstoffen sollte bei Patienten unter

Zavedos vermieden werden.

Bei Verwendung von inaktiven oder Tot-Impfstoffen ist zu berücksichtigen, dass der Impfschutz

vermindert sein kann.

Elektrolyte

Kalium, Kalzium, Phosphat und Kreatinin sollten nach Therapiebeginn ebenfalls kontrolliert werden.

Interaktionen

Bei gleichzeitiger Verabreichung von anderen Zytostatika kann die Toxizität von Idarubicin,

insbesondere die Myelosuppression, gastrointestinale Toxizität und Kardiotoxizität verstärkt sein.

Die gleichzeitige Verabreichung von Idarubicin mit anderen kardioaktiven Substanzen (z.B.

Kalziumantagonisten) bedingt eine Überwachung der Herzfunktion während der gesamten

Therapiedauer.

Bei einer gleichzeitigen oder innerhalb von 2-3 Wochen vor der Idarubicin-Therapie durchgeführten

Strahlentherapie kann eine additive Myelosuppression oder Kardiotoxizität auftreten.

Schwangerschaft/Stillzeit

Schwangerschaft

Es gibt keine Daten, ob Idarubicin beim Menschen die Fruchtbarkeit beeinflusst oder teratogen wirkt.

Im Tier wirkt Idarubicin teratogen und embryotoxisch. Idarubicin darf während der Schwangerschaft

nicht angewendet werden, es sei denn, dies sei eindeutig erforderlich. Frauen im gebärfähigen Alter

sollen während der Therapie mit Idarubicin dringend Empfängnisverhütung betreiben. Ebenso sollen

Männer kontrazeptive Massnahmen ergreifen, da aufgrund des mutagenen Potentials von Idarubicin

die Chromosomen in menschlichen Spermatozoen zerstört werden können.

Wird Idarubicin während der Schwangerschaft eingesetzt oder wird die Patientin unter der

Behandlung mit Idarubicin schwanger, muss sie über die potentielle Gefährdung des Fötus informiert

werden.

Stillzeit

Mütter dürfen während der Chemotherapie mit Idarubicin ihr Kind nicht stillen.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Aufgrund der unerwünschten Wirkungen von Idarubicin wie Nausea und Erbrechen ist beim Lenken

von Fahrzeugen und Bedienen von Maschinen besondere Vorsicht geboten.

Unerwünschte Wirkungen

Schwere Myelosuppression und Kardiotoxizität sind die schwerwiegendsten Nebenwirkungen.

Der Nadir der Leukozyten und Thrombozyten wird erfahrungsgemäss 10-14 Tage nach

Therapiebeginn erreicht. Normalerweise erholen sich diese Werte in der dritten Woche. Während der

Zeit der Myelosuppression besteht ein erhöhtes Risiko, schwerwiegende, lebensbedrohliche

Infektionen sowie Blutungen zu entwickeln.

Die unerwünschten Wirkungen sind nach Organklasse aufgeführt und nach Häufigkeitsgrad

gewichtet, unter Berücksichtigung folgender Definitionen: sehr häufig (>10%), häufig (>1%-≤10%),

gelegentlich (>0.1%-≤1%), selten (>0.01%-≤0.1%).

Infektionen und parasitäre Erkrankungen

Sehr häufig: Infektionen (93%, Grad 3+4 43%).

Gelegentlich: Sepsis/Septikämie.

Gutartige, bösartige und unspezifische Neubildungen (einschl. Zysten und Polypen)

Selten: Sekundärleukämie (akute myeloische Leukämie), myelodysplastisches Syndrom.

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Sehr häufig: Leukopenie, Neutropenie, Anämie, Thrombozytopenie, Hämorrhagie.

Erkrankungen des Immunsystems

Häufig: Anaphylaxie, Schock.

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Gelegentlich: Hyperurikämie.

Erkrankungen des Nervensystems

Sehr häufig: Neurotoxizität (44%, Grad 3+4 10%), Kopfschmerzen (20%).

Häufig: Krampfanfälle.

Herzerkrankungen

Sehr häufig: Kardiale Nebenwirkungen insgesamt ca. 16%, darunter:

Sinustachykardie, EKG-Veränderungen, Tachyarrhythmien, ventrikuläre Tachykardie, Bradykardie,

AV- und Schenkelblock, asymptomatische Reduktion der linksventrikulären Auswurfsfraktion,

Herzinsuffizienz, Perikarditis, Myokarditis, schwere Kardiotoxizität, akutes Herzversagen.

Gefässerkrankungen

Häufig: Thrombophlebitis.

Sehr selten: Thromboembolie, Lungenembolie.

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Sehr häufig: Diarrhoe (62%, Grad 3+4 12%), Anorexie (65%, Grad 3+4 12%), Nausea/Erbrechen

(85%, Grad 3+4 6%), Mukositis (58%, Grad 3+4 12%), Stomatitis, Abdominalschmerz, Sodbrennen.

Häufig: Gastrointestinal-Blutungen, Kolitis einschliesslich schwerer

Enterokolitis/neutropeniebedingter Enterokolitis mit Perforation.

Gelegentlich: Ösophagitis.

Sehr selten: Erosion/Ulzeration.

Stomatitis kann ca. 3-10 Tage nach Therapiebeginn auftreten. In schweren Fällen entwickeln sich

innerhalb weniger Tage Ulzera; die meisten Patienten erholen sich innerhalb von 3 Wochen.

Perforationen oder Blutungen traten hauptsächlich bei Patienten nach oraler Gabe auf, die unter

akuter Leukämie litten, die Arzneimittel eingenommen hatten, die bekanntermassen zu

gastrointestinalen Komplikationen führen, oder bei Patienten, die andere Krankheiten hatten. Bei

Patienten, die an einer gastrointestinalen Erkrankung leiden, die ein erhöhtes Risiko für eine Blutung

oder Perforation darstellt, muss der Arzt den möglichen Nutzen der oralen Idarubicin-Therapie gegen

das Risiko abwägen.

Leber- und Gallenerkrankungen

Sehr häufig: Erhöhung der Leberenzyme und Bilirubin (10-20%).

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Sehr häufig: Alopezie (70%, Grad 3+4 35%), lokale Hautreaktion (15%, Grad 3+4 0.5%),

Hautausschlag (25%, Grad 3+4 0%).

Häufig: Jucken, Überempfindlichkeit der bestrahlten Haut («radiation recall reaction»).

Gelegentlich: Haut- und Nagelhyperpigmentierung, Urtikaria.

Sehr selten: Akrale Erytheme.

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Häufig: Arzneimittelbedingte Rotfärbung des Urins in den ersten 1-2 Behandlungstagen.

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Sehr häufig: Fieber (61%, Grad 3+4 18%).

Häufig: Dehydratation.

Sehr selten: Hitzewallungen.

Einzelfälle von Schüttelfrost.

Überdosierung

Sehr hohe Dosen von Idarubicin können eine akute Myokardschädigung innerhalb von 24 Stunden

und eine schwere Myelosuppression innerhalb von 1-2 Wochen verursachen. Die Behandlung ist

symptomatisch und schliesst gegebenenfalls eine Bluttransfusionen und Isolation ein. Das Auftreten

einer Herzinsuffizienz mehrere Monate nach Anthrazyklin-Überdosierung ist beschrieben worden.

Daher sollten die Patienten sorgfältig kardial überwacht werden, damit bei Auftreten von Zeichen

einer Herzinsuffizienz rechtzeitig eine entsprechende Behandlung eingeleitet werden kann.

Insbesondere bei oraler Überdosierung sollte der Patient auf eine mögliche gastrointestinale Blutung

und schwere Schleimhautschäden überwacht werden.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: L01DB06

Wirkungsmechanismus/Pharmakodynamik

Idarubicin (4-Desmethoxydaunorubicin) ist ein zytotoxisches Anthrazyklin-Antibiotikum. Durch

Interkalation in die DNA hemmt es die Topoisomerase II und dadurch die Nukleinsäure – und

Proteinsynthese. Aufgrund des Fehlens der Methoxygruppe an Position 4 des Anthrazyklingerüsts ist

Idarubicin lipophiler als andere Anthrazykline, wodurch eine verbesserte zelluläre Aufnahme erreicht

wird. Idarubicin hat eine höhere Potenz als Daunorubicin. In-vitro-Untersuchungen an

anthrazyklinresistenten Zellkulturen ergaben eine verhältnismässig geringe Kreuzresistenz von

Idarubicin mit Doxorubicin und Daunorubicin.

Idarubicinol, der Hauptmetabolit von Idarubicin, ist ebenfalls in vitro wie auch in vivo

antineoplastisch wirksam, besitzt jedoch eine deutlich geringere Kardiotoxizität als Idarubicin.

Die gastrointestinale und Hoden-Toxizität ist bei oraler und intravenöser Verabreichung von

Idarubicin vergleichbar, während die Nephro- und Hepatotoxizität bei intravenöser Gabe höher ist.

Pharmakokinetik

Die Pharmakokinetik von Idarubicin kann durch ein 2- oder 3-Kompartiment-Modell beschrieben

werden.

Absorption

Nach oraler Verabreichung wird Idarubicin rasch absorbiert mit einer t max von 2-4 Stunden. Die

absolute Bioverfügbarkeit von Idarubicin beträgt ungefähr 18 bis 39% (individuelle Werte in den

Studien schwankten zwischen 3 und 77%), während die durchschnittlichen Werte der

Bioverfügbarkeit von Idarubicin aufgrund der Daten des aktiven Metaboliten Idarubicinol etwas

höher liegen (29-58%, Extremwerte 12-153%). Die gleichzeitige Nahrungsaufnahme scheint die

Absorption von Idarubicin nicht zu beeinflussen.

Distribution

Das Verteilungsvolumen von Idarubicin ist sehr gross (ca. 64 l/kg, oder ca. 1500 l/m2).

Idarubicin und Idarubicinol passieren die Blut- Hirnschranke. Die Idarubicin- und Idarubicinol-

Konzentrationen in den kernhaltigen Blut- und Knochenmarkszellen liegen zweihundertmal höher

als die Plasmakonzentrationen.

Die Plasmaproteinbindung von Idarubicin und Idarubicinol beträgt ungefähr 95-97%.

Metabolismus

Idarubicin wird nahezu vollständig zum aktiven Metaboliten Idarubicinol metabolisiert.

Der Metabolismus erfolgt sowohl in der Leber als auch extrahepatisch über eine NADPH-abhängige

Aldoketoreduktase.

Elimination

Die Clearance von Idarubicin beträgt 51-99 l/h. Die terminale Halbwertszeit von Idarubicin beträgt

10-35 Stunden, diejenige von Idarubicinol 33-69 Stunden.

Die Elimination erfolgt überwiegend über die Galle und Faeces, hauptsächlich in Form von

Idarubicinol. Die renale Elimination ist gering.

Kinetik spezieller Patientengruppen

Niereninsuffizienz

Bei Patienten mit Niereninsuffizienz liegen keine pharmakokinetischen Daten vor.

Leberinsuffizienz

Die Pharmakokinetik von Idarubicin wurde bei Patienten mit Leberfunktionsstörungen nicht

untersucht. Es wird jedoch bei diesen Patienten erwartet, dass der Metabolismus von Idarubicin

verändert wird, und dass höhere Plasmaspiegel zustande kommen.

Pädiatrie

Für die terminale Eliminationshalbwertszeit von Idarubicin und Idarubicinol werden für pädiatrische

Patienten in der Literatur vergleichbare Daten wie bei Erwachsenen berichtet. Während der

dreitägigen Behandlung kommt es zu Akkumulation von Idarubicinol.

Ältere Patienten

Bei älteren Patienten liegen keine pharmakokinetischen Daten vor.

Präklinische Daten

Idarubicin erwies sich als genotoxisch bei den meisten durchgeführten In-vitro und In-vivo-Tests.

Idarubicin war karzinogen, toxisch für die Reproduktionsorgane bei Ratten, embryotoxisch und

teratogen (siehe «Schwangerschaft/Stillzeit»).

Kardiotoxizitätsstudien an Tieren haben gezeigt, dass Idarubicin einen besseren therapeutischen

Index hat als Daunorubicin und Doxorubicin. In Ratten erwies sich Idarubicinol, der

pharmakologisch aktive Metabolit des Idarubicin, verabreicht in der selben Dosierung wie die

Muttersubstanz, als deutlich weniger kardiotoxisch als Idarubicin.

Sonstige Hinweise

Inkompatibilitäten

Solution: Eine Mischung mit anderen Arzneimitteln ist nicht zu empfehlen. Ein längerer Kontakt mit

alkalischen Lösungen sollte vermieden werden, da sonst ein rascher Zerfall erfolgt.

Zavedos darf nicht mit Heparin gemischt werden, weil sich ein Präzipitat bilden könnte.

Haltbarkeit

Die Arzneimittel dürfen nur bis zu dem auf der Packung angegebenen Verfalldatum («EXP»)

verwendet werden.

Besondere Lagerungshinweise

Ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.

Zavedos, Kapseln

Bei Raumtemperatur (15-25 °C) vor Licht geschützt in der Originalpackung aufbewahren.

Zavedos Solution, Injektionslösung

Im Kühlschrank (2-8 °C) vor Licht geschützt in der Originalpackung aufbewahren.

Die gebrauchsfertige Lösung von Zavedos Solution enthält kein Konservierungsmittel. Aus

mikrobiologischer Sicht sollten die Cytosafe Stechampullen deshalb nach Anbruch sofort verwendet

werden. Falls erforderlich, können sie maximal 24 Stunden im Kühlschrank (2-8 °C) aufbewahrt

werden.

Hinweise für die Handhabung

Zytostatika-Hinweis: Bei der Handhabung von Zavedos, der Zubereitung der Injektionslösung und

der Entsorgung sind die Richtlinien für Zytostatika zu befolgen.

Zubereitung und Verabreichung der Injektionslösung

Zavedos Solution

Die Lösung ist gebrauchsfertig und kann direkt angewendet werden.

Verabreichung

Die gebrauchsfertige Injektionslösung darf nur intravenös verabreicht werden. Sie wird über 10-15

Minuten in eine laufende Infusion von NaCI 0.9% injiziert. Mit dieser Technik kann das Risiko einer

Thrombophlebitis oder von paravenöser Extravasation, welche zu schwerer Zellulitis und Nekrose

führen kann, verringert werden.

Zulassungsnummer

Zavedos Solution, Injektionslösung: 54670 (Swissmedic).

Zavedos, Kapseln: 52256 (Swissmedic).

Packungen

Zavedos Solution 5 mg/5 ml: 1 Cytosafe Stechampulle. [A]

Zavedos Solution 10 mg/10 ml: 1 Cytosafe Stechampulle. [A]

Zavedos Solution 20 mg/20 ml: 1 Cytosafe Stechampulle. [A]

Zavedos Kapseln 5 mg: 1, 3×1 (Sammelpackung). [A]

Zavedos Kapseln 10 mg: 1. [A]

Zulassungsinhaberin

Pfizer PFE Switzerland GmbH, Zürich.

Stand der Information

Mai 2018.

LLD V011

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Risk for animal and human health related to the presence of dioxins and dioxin-like PCBs in feed and food

Risk for animal and human health related to the presence of dioxins and dioxin-like PCBs in feed and food

Published on: Tue, 20 Nov 2018 The European Commission asked EFSA for a scientific opinion on the risks for animal and human health related to the presence of dioxins (PCDD/Fs) and DL‐PCBs in feed and food. The data from experimental animal and epidemiological studies were reviewed and it was decided to base the human risk assessment on effects observed in humans and to use animal data as supportive evidence. The critical effect was on semen quality, following pre‐ and postnatal exposure. The critical s...

Europe - EFSA - European Food Safety Authority Publications

21-11-2018

Setting of an import tolerance for mandipropamid in cocoa beans

Setting of an import tolerance for mandipropamid in cocoa beans

Published on: Tue, 20 Nov 2018 In accordance with Article 6 of Regulation (EC) No 396/2005, the applicant Syngenta Agro GmbH submitted a request to the competent national authority in Austria to set a maximum residue level (MRL) for the active substance mandipropamid in cocoa beans imported from Nigeria and Cameroon. The data submitted in support of the request were found to be sufficient to derive a MRL proposal of 0.06 mg/kg. Adequate analytical methods for enforcement are available to control the res...

Europe - EFSA - European Food Safety Authority Publications

20-11-2018

November 20, 2018: Rochester Man Pleads Guilty to Smuggling Counterfeit Cialis and Viagra into the United States

November 20, 2018: Rochester Man Pleads Guilty to Smuggling Counterfeit Cialis and Viagra into the United States

November 20, 2018: Rochester Man Pleads Guilty to Smuggling Counterfeit Cialis and Viagra into the United States

FDA - U.S. Food and Drug Administration

20-11-2018

Vijf winnaars van energieneutrale sportprojecten kunnen aan de slag

Vijf winnaars van energieneutrale sportprojecten kunnen aan de slag

Op 20 november zijn de vijf winnaars van de Innovation Challenge Energieneutrale Sportaccommodaties, vanuit het programma Sportinnovator, bekendgemaakt. De innovatieve ideeën voor energiebesparing bij sportaccommodaties hebben groen licht gekregen. Ze ontvangen hiervoor steun van het ministerie van Volksgezondheid, Welzijn en Sport om innovatie in de sport te bevorderen. Onderstaande initiatieven krijgen 100.000 euro om het idee in de praktijk door te voeren.

Netherlands - Ministerie van Volksgezondheid, Welzijn en Sport

15-11-2018

Safety and efficacy of Monimax® (monensin sodium and nicarbazin) for chickens for fattening and chickens reared for laying

Safety and efficacy of Monimax® (monensin sodium and nicarbazin) for chickens for fattening and chickens reared for laying

Published on: Wed, 14 Nov 2018 The coccidiostat Monimax® (monensin sodium and nicarbazin) is considered safe for chickens for fattening and chickens reared for laying at the highest use level of 50 mg monensin and 50 mg nicarbazin/kg complete feed. This conclusion is extended to chickens reared for laying. For both active substances, the metabolic pathways in the chicken are similar to those in the turkey and rat. Nicarbazin, when ingested, is rapidly split in its two components dinitrocarbanilide (DNC)...

Europe - EFSA - European Food Safety Authority Publications

14-11-2018

Nor Cal Food Solutions, LLC ISSUES ALLERGY ALERT ON UNDECLARED Tree Nut – Walnut in The Purveyors Kitchen - Pumpkin Pesto Tapenade

Nor Cal Food Solutions, LLC ISSUES ALLERGY ALERT ON UNDECLARED Tree Nut – Walnut in The Purveyors Kitchen - Pumpkin Pesto Tapenade

Nor Cal Food Solutions, LLC of Auburn, CA is announcing a recall of 567 cases of Pumpkin Pesto Tapenade, manufactured by Purveyors Kitchen, because it contains an undeclared tree nut (walnut). People who have an allergy or severe sensitivity to tree nuts (walnuts) run the risk of serious or life-threatening allergic reaction if they consume this product.

FDA - U.S. Food and Drug Administration

8-11-2018

Theme event on big data and medicine

Theme event on big data and medicine

The U.S. Food and Drug Administration, FDA, The European Medicines Agency, EMA, and Novo Nordisk are among the speakers when The Danish Medicines Agency on 20 November 2018 puts focus on big data and medicine under the event heading “From Big Data to Real World Evidence”.

Danish Medicines Agency

6-11-2018

Suanovil 20 ad us. vet., Injektionsloesung

Suanovil 20 ad us. vet., Injektionsloesung

● Umwandlung in Exportzulassung (Exportspezialität): nur für den Vertrieb im Ausland

Institut für Veterinärpharmakologie und toxikologie

30-10-2018

Onsior 20 mg ad us. vet., schmackhafte Tabletten fuer Hunde

Onsior 20 mg ad us. vet., schmackhafte Tabletten fuer Hunde

● Änderung Text "Anwendungseinschränkungen"

Institut für Veterinärpharmakologie und toxikologie

29-10-2018

Statement from FDA Commissioner Scott Gottlieb, M.D., on the FDA’s new consideration of labeling for sesame allergies

Statement from FDA Commissioner Scott Gottlieb, M.D., on the FDA’s new consideration of labeling for sesame allergies

Food allergies have touched the lives of most of us. Thousands of Americans experience life-threatening, food-related reactions each year, and an estimated 20 people die from them annually. In some cases, such reactions occur despite a careful reading of packaged food labels by conscientious consumers. To me, that’s unacceptable. The FDA is committed to advancing our efforts to help ensure that Americans have access to the information they need about common allergens in packaged foods.

FDA - U.S. Food and Drug Administration

24-10-2018

G & C Raw, LLC is Expanding Recall to Include All Product Lots Manufactured from February 27, 2018 Through July 20, 2018, Because of Possible Listeria Monocytogenes Health Risk

G & C Raw, LLC is Expanding Recall to Include All Product Lots Manufactured from February 27, 2018 Through July 20, 2018, Because of Possible Listeria Monocytogenes Health Risk

G & C Raw, of Versailles, OH is recalling all products lots manufactured from February 27, 2018 through July 20, 2018, as a precaution because they have the potential to be contaminated with Listeria monocytogenes

FDA - U.S. Food and Drug Administration

22-10-2018

Promise Pharmacy Issues Voluntary Nationwide Recall of Prednisolone and Gatifloxacin Ophthalmic Solution 1%/0.5% Sterile Due to Small Particulate Floating in the Solution

Promise Pharmacy Issues Voluntary Nationwide Recall of Prednisolone and Gatifloxacin Ophthalmic Solution 1%/0.5% Sterile Due to Small Particulate Floating in the Solution

Promise Pharmacy is voluntarily recalling one lot of Prednisolone and Gatifloxacin Ophthalmic Solution 1%/0.5% sterile, 3ml vials, to the patient consumer level. The product has been found to have unidentified small particulate floating in the solution.

FDA - U.S. Food and Drug Administration

4-10-2018

Nederland organiseert wereldwijde conferentie tegen antibioticaresistentie

Nederland organiseert wereldwijde conferentie tegen antibioticaresistentie

Samen met de Wereldgezondheidorganisatie (WHO) zal Nederland in april 2019 een wereldwijde ministeriële conferentie organiseren over de strijd tegen antibioticaresistentie. Dat heeft minister Bruno Bruins (Medische Zorg) bekend gemaakt tijdens de G20-bijeenkomst in Argentinië. Bij deze bijeenkomst maakte Bruins afspraken met zijn collega’s uit de grootste 20 economieën van de wereld over een gezamenlijke aanpak van gezondheidsvraagstukken. Mede door jarenlange inzet van Nederland, staat antibioticaresist...

Netherlands - Ministerie van Volksgezondheid, Welzijn en Sport

3-10-2018

Metacam 2 mg/ml Katzen ad us. vet., Injektionsloesung

Metacam 2 mg/ml Katzen ad us. vet., Injektionsloesung

● Verzicht Packungsgrösse 20 ml

Institut für Veterinärpharmakologie und toxikologie

1-10-2018

Public Notification: ProSolution contains hidden drug ingredient

Public Notification: ProSolution contains hidden drug ingredient

The Food and Drug Administration (FDA) is advising consumers not to purchase or use Pro Solution, a product promoted for sexual enhancement. This product was identified by FDA during an examination of international mail shipments.

FDA - U.S. Food and Drug Administration

21-9-2018

Pending EC decision:  Buvidal, buprenorphine, Opinion date: 20-Sep-2018

Pending EC decision: Buvidal, buprenorphine, Opinion date: 20-Sep-2018

Europe - EMA - European Medicines Agency

21-9-2018

Pending EC decision:  Emgality, galcanezumab, Opinion date: 20-Sep-2018

Pending EC decision: Emgality, galcanezumab, Opinion date: 20-Sep-2018

Europe - EMA - European Medicines Agency

21-9-2018

Pending EC decision:  RoActemra, tocilizumab, Opinion date: 20-Sep-2018

Pending EC decision: RoActemra, tocilizumab, Opinion date: 20-Sep-2018

Europe - EMA - European Medicines Agency

21-9-2018

Pending EC decision:  Venclyxto, venetoclax, Opinion date: 20-Sep-2018

Pending EC decision: Venclyxto, venetoclax, Opinion date: 20-Sep-2018

Europe - EMA - European Medicines Agency

21-9-2018

Pending EC decision:  Jivi, damoctocog alfa pegol, Opinion date: 20-Sep-2018

Pending EC decision: Jivi, damoctocog alfa pegol, Opinion date: 20-Sep-2018

Europe - EMA - European Medicines Agency

21-9-2018

Pending EC decision:  Gilenya, fingolimod, Opinion date: 20-Sep-2018

Pending EC decision: Gilenya, fingolimod, Opinion date: 20-Sep-2018

Europe - EMA - European Medicines Agency

21-9-2018

Pending EC decision:  Apealea, paclitaxel, Opinion date: 20-Sep-2018

Pending EC decision: Apealea, paclitaxel, Opinion date: 20-Sep-2018

Europe - EMA - European Medicines Agency

21-9-2018

Pending EC decision:  Alunbrig, brigatinib, Opinion date: 20-Sep-2018

Pending EC decision: Alunbrig, brigatinib, Opinion date: 20-Sep-2018

Europe - EMA - European Medicines Agency

21-9-2018

Pending EC decision:  Cabometyx , cabozantinib, Opinion date: 20-Sep-2018

Pending EC decision: Cabometyx , cabozantinib, Opinion date: 20-Sep-2018

Europe - EMA - European Medicines Agency

21-9-2018

Pending EC decision:  Luxturna, voretigene neparvovec, Opinion date: 20-Sep-2018

Pending EC decision: Luxturna, voretigene neparvovec, Opinion date: 20-Sep-2018

Europe - EMA - European Medicines Agency

21-9-2018

Pending EC decision:  Fulphila, pegfilgrastim, Opinion date: 20-Sep-2018

Pending EC decision: Fulphila, pegfilgrastim, Opinion date: 20-Sep-2018

Europe - EMA - European Medicines Agency

16-11-2018

Latuda (Aziende Chimiche Riunite Angelini Francesco - A.C.R.A.F. S.p.A.)

Latuda (Aziende Chimiche Riunite Angelini Francesco - A.C.R.A.F. S.p.A.)

Latuda (Active substance: lurasidone) - Centralised - Renewal - Commission Decision (2018)7674 of Fri, 16 Nov 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/2713/R/20

Europe -DG Health and Food Safety

15-11-2018

CRYSVITA 10/20/30 mg Injektionslösung

Rote - Liste

15-11-2018

Sevredol® 10 mg/20 mg Filmtabletten

Rote - Liste

14-11-2018

Jinarc (Otsuka Pharmaceutical Netherlands B.V.)

Jinarc (Otsuka Pharmaceutical Netherlands B.V.)

Jinarc (Active substance: tolvaptan) - Centralised - Transfer Marketing Authorisation Holder - Commission Decision (2018)7604 of Wed, 14 Nov 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/2788/T/20

Europe -DG Health and Food Safety

6-11-2018

Doce onkovis 20 mg/ml

Rote - Liste

5-10-2018

Aripiprazol Heumann 20 mg Tabletten

Rote - Liste

5-10-2018

Lipovenös 20 % Emulsion zur Infusion

Rote - Liste

1-10-2018

EU/3/05/328 (Celgene Europe B.V.)

EU/3/05/328 (Celgene Europe B.V.)

EU/3/05/328 (Active substance: (E)-(1S,4S,10S,21R)-7-[(Z)-ethylidene]-4,21-diisopropyl-2-oxa-12,13-dithia-5,8,20,23- tetraazabicyclo[8.7.6]tricos-16-ene-3,6,9,19,22-pentone) - Transfer of orphan designation - Commission Decision (2018)6434 of Mon, 01 Oct 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMA/OD/056/05/T/03

Europe -DG Health and Food Safety

1-10-2018

EU/3/05/279 (Celgene Europe B.V.)

EU/3/05/279 (Celgene Europe B.V.)

EU/3/05/279 (Active substance: (E)-(1S,4S,10S,21R)-7-[(Z)-ethylidene]-4,21-diisopropyl-2-oxa-12,13-dithia-5,8,20,23- tetraazabicyclo[8.7.6]tricos-16-ene-3,6,9,19,22-pentone) - Transfer of orphan designation - Commission Decision (2018)6433 of Mon, 01 Oct 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMA/OD/001/05/T/03

Europe -DG Health and Food Safety

28-9-2018

Albunorm 20%

Rote - Liste

24-9-2018

Mitem® 20 mg

Rote - Liste