Zaltrap

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Zaltrap
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Zaltrap
    Europäische Union
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Antineoplastische Mittel
  • Therapiebereich:
  • Kolorektale Neoplasmen
  • Anwendungsgebiete:
  • Behandlung von metastasierendem Kolorektalkarzinom (MCRC).

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • EMA - European Medicines Agency
  • Berechtigungsstatus:
  • Autorisiert
  • Zulassungsnummer:
  • EMEA/H/C/002532
  • Berechtigungsdatum:
  • 01-02-2013
  • EMEA-Code:
  • EMEA/H/C/002532
  • Letzte Änderung:
  • 05-03-2018

Öffentlichen Beurteilungsberichts

EMA/536607/2017

EMEA/H/C/002532

Zusammenfassung des EPAR für die Öffentlichkeit

Zaltrap

Aflibercept

Dies ist eine Zusammenfassung des Europäischen Öffentlichen Beurteilungsberichts (EPAR) für Zaltrap.

Hierin wird erläutert, wie die Agentur das Arzneimittel beurteilt hat, um zu ihren Empfehlungen für die

Zulassung des Arzneimittels in der EU und die Anwendungsbedingungen zu gelangen. Diese

Zusammenfassung ist nicht als praktischer Rat zur Anwendung von Zaltrap zu verstehen.

Wenn Sie als Patient praktische Informationen über Zaltrap benötigen, lesen Sie bitte die

Packungsbeilage oder wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Was ist Zaltrap und wofür wird es angewendet?

Zaltrap ist ein Krebsarzneimittel zur Behandlung von Erwachsenen mit metastasierendem

Kolorektalkarzinom (ein Krebs des Dickdarms, der in andere Teile des Körpers gestreut hat), bei denen

eine auf einem anderen Arzneimittel, Oxaliplatin, basierende Behandlung nicht wirksam war oder sich

der Krebs verschlechtert hat. Zaltrap wird zusammen mit FOLFIRI angewendet. Hierbei handelt es sich

um eine Behandlung, bei der die Arzneimittel Irinotecan, 5-Fluorouracil und Folinsäure kombiniert

werden.

Das Arzneimittel enthält den Wirkstoff Aflibercept.

Wie wird Zaltrap angewendet?

Zaltrap ist nur auf ärztliche Verschreibung erhältlich. Die Behandlung sollte von einem in der

Anwendung von Krebsarzneimitteln erfahrenen Arzt überwacht werden.

Zaltrap wird in einer Dosis von 4 mg pro Kilogramm Körpergewicht als intravenöse Infusion

(Tropfinfusion in eine Vene) über einen Zeitraum von einer Stunde verabreicht. Darauf folgt die

FOLFIRI-Behandlung. Dieser Behandlungszyklus wird alle zwei Wochen wiederholt, bis sich die

Erkrankung verschlechtert oder der Patient die Behandlung nicht mehr verträgt. Die Behandlung sollte

bei Patienten, die bestimmte Nebenwirkungen entwickeln, beendet, verzögert oder bezüglich der Dosis

angepasst werden. Nähere Informationen sind der Packungsbeilage zu entnehmen.

Zaltrap

EMA/536607/2017

Seite 2/3

Wie wirkt Zaltrap?

Bei dem Wirkstoff von Zaltrap, Aflibercept, handelt es sich um ein Protein, das an vaskulären

endothelialen Wachstumsfaktor (VEGF) und Plazenta-Wachstumsfaktor (PlGF) bindet. Hierbei handelt

es sich um Stoffe, die im Blut zirkulieren und die Blutgefäße wachsen lassen. Durch die Bindung an

VEGF und PlGF hebt Aflibercept ihre Wirkung auf. Dadurch wird verhindert, dass die Krebszellen ihre

eigene Blutversorgung entwickeln, sodass sie nicht ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen

versorgt werden. Dies trägt wiederum dazu bei, das Tumorwachstum zu verlangsamen.

Welchen Nutzen hat Zaltrap in den Studien gezeigt?

Zaltrap wurde in einer Hauptstudie mit 1 226 Patienten mit metastasierendem Kolorektalkarzinom

untersucht, deren Krebs nicht auf eine oxaliplatinbasierte Behandlung angesprochen hatte. Zaltrap in

Kombination mit FOLFIRI wurde mit einem Placebo (einer Scheinbehandlung) in Kombination mit

FOLFIRI verglichen. Der Hauptindikator für die Wirksamkeit war die durchschnittliche Zeitdauer, die die

Patienten nach der Behandlung überlebten.

In dieser Studie war Zaltrap in Bezug auf die Verlängerung der Überlebensdauer der Patienten

wirksamer als Placebo: mit Zaltrap plus FOLFIRI behandelte Patienten überlebten durchschnittlich 13,5

Monate, während mit Placebo und FOLFIRI behandelte Patienten durchschnittlich 12,1 Monate

überlebten.

Welche Risiken sind mit Zaltrap verbunden?

Sehr häufige Nebenwirkungen von Zaltrap plus FOLFIRI (die mehr als 20 von 100 Personen betreffen

können) sind Leukopenie und Neutropenie (niedrige Spiegel der weißen Blutkörper, einschließlich

jener, die Infektionen bekämpfen), Durchfall, Proteinurie (Protein im Urin), erhöhte Blutspiegel der

Leberenzyme (Aspartat- und Alanintransaminase), Stomatitis (Entzündung der Mundschleimhaut),

Müdigkeit, Thrombozytopenie (niedrige Spiegel der Blutplättchen), Hypertonie (Bluthochdruck),

Gewichtsverlust, Appetitminderung, Epistaxis (Nasenbluten), Bauchschmerzen, Dysphonie

(Sprachstörungen), Anstieg des Kreatinins im Blut (ein Marker für Nierenprobleme) und

Kopfschmerzen. Die häufigsten Nebenwirkungen, die zu einem dauerhaften Beenden der Behandlung

führten, waren Kreislaufprobleme einschließlich Hypertonie, Infektionen, Müdigkeit, Durchfall,

Dehydration, Stomatitis, Neutropenie, Proteinurie und Lungenembolie (ein Gerinnsel in einem die

Lungen versorgenden Blutgefäß).

Die vollständige Auflistung der im Zusammenhang mit Zaltrap berichteten Nebenwirkungen ist der

Packungsbeilage zu entnehmen.

Obwohl Arzneimittel, die den gleichen Wirkstoff enthalten, zur Injektion ins Auge erhältlich sind, darf

Zaltrap nicht ins Auge injiziert werden, da es nicht für diese Anwendung entwickelt wurde und dies zu

einer lokalen Schädigung führen kann. Die vollständige Auflistung der Einschränkungen ist der

Packungsbeilage zu entnehmen.

Warum wurde Zaltrap zugelassen?

Obwohl Zaltrap mit signifikanten Nebenwirkungen verbunden ist, die so schwerwiegend sein können,

dass sie ein Beenden der Behandlung erzwingen können, zeigen die Ergebnisse der großen

Hauptstudie, dass ein kleiner, jedoch klinisch signifikanter Nutzen bezüglich der Verlängerung des

Überlebens von behandelten Patienten besteht, bei denen frühere Behandlungen versagt haben.

Zaltrap

EMA/536607/2017

Seite 3/3

Insgesamt gelangte die Europäische Arzneimittel-Agentur zu dem Schluss, dass der Nutzen von Zaltrap

gegenüber den Risiken überwiegt, und empfahl, es für die Anwendung in der EU zuzulassen.

Welche Maßnahmen werden zur Gewährleistung der sicheren und

wirksamen Anwendung von Zaltrap ergriffen?

Empfehlungen und Vorsichtsmaßnahmen zur sicheren und wirksamen Anwendung von Zaltrap, die von

Angehörigen der Heilberufe und Patienten befolgt werden müssen, wurden in die Zusammenfassung

der Merkmale des Arzneimittels und die Packungsbeilage aufgenommen.

Weitere Informationen über Zaltrap

Am 1. Februar 2013 erteilte die Europäische Kommission eine Genehmigung für das Inverkehrbringen

von Zaltrap in der gesamten Europäischen Union.

Den vollständigen Wortlaut des EPAR für Zaltrap finden Sie auf der Website der

Agentur: ema.europa.eu/Find medicine/Human medicines/European public assessment reports. Wenn

Sie weitere Informationen zur Behandlung mit Zaltrap benötigen, lesen Sie bitte die Packungsbeilage

(ebenfalls Teil des EPAR) oder wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Diese Zusammenfassung wurde zuletzt im 08-2017 aktualisiert.

Packungsbeilage

B. PACKUNGSBEILAGE

Gebrauchsinformation: Information für Anwender

ZALTRAP 25 mg/ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung

Aflibercept

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Anwendung dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen oder sie

später medizinischem Fachpersonal zeigen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische

Fachpersonal.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das

medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser

Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist ZALTRAP und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Anwendung von ZALTRAP beachten?

Wie ist ZALTRAP anzuwenden?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist ZALTRAP aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist ZALTRAP und wofür wird es angewendet?

Was ist ZALTRAP und wie wirkt es?

ZALTRAP enthält den Wirkstoff Aflibercept, ein Protein, das wirkt, indem es verhindert, dass

Blutgefäße im Tumor wachsen.

Der Tumor braucht Nährstoffe und Sauerstoff aus dem Blut, um zu wachsen. Indem es das Wachstum

der Blutgefäße hemmt, hilft ZALTRAP, das Wachstum des Tumors zu stoppen oder zu verlangsamen.

Wofür wird ZALTRAP angewendet?

ZALTRAP ist ein Arzneimittel, das zur Behandlung von fortgeschrittenen Tumoren des Dickdarms

oder Mastdarms (Teile des Dickdarms) bei Erwachsenen angewendet wird. Es wird zusammen mit

anderen Arzneimitteln, die als „Chemotherapie“ bezeichnet werden, gegeben; dazu gehören

„5-Fluorouracil“, „Folinsäure“ und „Irinotecan“.

2.

Was sollten Sie vor der Anwendung von ZALTRAP

beachten?

ZALTRAP darf nicht angewendet werden,

wenn Sie allergisch gegen Aflibercept oder einen der in Abschnitt 6 genannten sonstigen

Bestandteile dieses Arzneimittels sind,

an Ihrem Auge, da es dieses erheblich schädigen kann.

Bitte lesen Sie auch die Packungsbeilagen der anderen Arzneimittel („Chemotherapie“), die Teil Ihrer

Behandlung sind, um zu sehen, ob diese für Sie geeignet sind. Wenn Sie unsicher sind, fragen Sie

Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal, ob es Gründe gibt, dass Sie diese

Arzneimittel nicht anwenden können.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor

ZALTRAP bei Ihnen angewendet wird und während Ihrer Behandlung,

wenn bei Ihnen Blutungsprobleme auftreten, Sie Blutungen nach der Behandlung bemerken (siehe

Abschnitt 4), Sie sich extrem müde, schwach und schwindlig fühlen oder Sie eine farbliche

Veränderung Ihres Stuhls bemerken. Wenn es zu einer schweren Blutung kommt, wird Ihr Arzt

die Behandlung mit ZALTRAP abbrechen. Das liegt daran, dass ZALTRAP das Blutungsrisiko

erhöhen kann.

wenn Sie Mund- oder Zahnprobleme haben, wie schlechte Zahngesundheit oder

Zahnfleischerkrankungen, oder falls bei Ihnen eine Zahnextraktion geplant ist, vor allem, wenn

Sie zuvor mit einem Bisphosphonat (zur Behandlung oder Prävention von Knochenerkrankungen)

behandelt wurden. Die Nebenwirkung Osteonekrose des Kieferknochens (Knochenschädigung im

Kiefer) wurde bei Krebspatienten berichtet, die mit ZALTRAP behandelt wurden. Vor Beginn der

Behandlung mit ZALTRAP ist eine gründliche zahnmedizinische Untersuchung angeraten.

Während der Behandlung mit ZALTRAP sollten Sie unbedingt eine gute Zahnpflege beibehalten

(einschließlich regelmäßigen Zähneputzens) und regelmäßige zahnärztliche Untersuchungen

absolvieren. Wenn Sie Gebissträger sind, achten Sie bitte darauf, dass Ihr Gebiss richtig sitzt.

Wenn Sie darüber hinaus zuvor mit intravenös angewendeten Bisphosphonaten behandelt wurden

oder diese aktuell erhalten, sollten zahnmedizinische Behandlungen oder dentalchirurgische

Eingriffe (z. B. Zahnextraktionen) vermieden werden. Informieren Sie Ihren Arzt über Ihre

Zahnbehandlung und teilen Sie Ihrem Zahnarzt mit, dass Sie mit ZALTRAP behandelt werden.

Kontaktieren Sie unverzüglich Ihren Arzt und Zahnarzt, falls es bei Ihnen während und nach der

Behandlung mit ZALTRAP zu Mund- oder Zahnproblemen kommt, wie etwa lockeren Zähnen,

Schmerzen oder Schwellungen, nicht abheilenden wunden Stellen oder Absonderungen.

Diese

können Anzeichen einer Knochenschädigung im Kiefer (Osteonekrose des Kieferknochens) sein.

wenn bei Ihnen Erkrankungen auftreten, bei denen Ihr Darm entzündet ist, wie etwa entzündete

Abschnitte der Darmwand (auch „Divertikulitis“ genannt), Magengeschwüre oder eine Kolitis.

Dies kann geschehen, weil ZALTRAP das Risiko für das Entstehen von Löchern in der

Darmwand erhöht. Wenn dies bei Ihnen auftreten sollte, wird Ihr Arzt die Behandlung mit

ZALTRAP abbrechen.

wenn in Ihrem Körper nicht natürliche, röhrenförmige Verbindungen oder Durchgänge zwischen

inneren Organen und der Haut oder anderen Geweben aufgetreten sind (auch „Fistel“ genannt).

Wenn bei Ihnen während der Behandlung solch eine Verbindung oder ein Durchgang auftritt, wird

Ihr Arzt die Behandlung mit ZALTRAP abbrechen.

wenn Sie Bluthochdruck haben. ZALTRAP kann zu einer Erhöhung des Blutdrucks führen (siehe

Abschnitt 4) und Ihr Arzt muss Ihren Blutdruck überwachen und kann die Dosis Ihrer

Blutdruckarzneimittel oder Ihre ZALTRAP-Dosis entsprechend anpassen. Es ist daher ebenfalls

wichtig, dass Sie Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal davon in Kenntnis

setzen, wenn Sie andere Herzprobleme haben, da ein erhöhter Blutdruck diese verschlimmern

könnte.

wenn bei Ihnen Kurzatmigkeit (Dyspnoe) bei Belastung oder im Liegen, übermäßige Müdigkeit

oder geschwollene Beine auftreten. Diese können Anzeichen von Herzversagen sein.

wenn bei Ihnen Anzeichen eines Blutgerinnsels auftreten (siehe Abschnitt 4). Die Anzeichen eines

Blutgerinnsels können variieren, abhängig davon, wo es auftritt (z. B. Lunge, Beine, Herz,

Gehirn), können aber Symptome, wie z. B. Schmerzen in der Brust, Husten, Kurzatmigkeit oder

Atemschwierigkeiten, umfassen. Andere Anzeichen sind u. a. Anschwellen eines oder beider

Beine, Schmerzen oder Druckempfindlichkeit in einem oder beiden Beinen, Verfärbung und

Erwärmung der Haut des betroffenen Beins oder sichtbare Venen. Diese können sich auch

bemerkbar machen durch plötzliches Taubheits- oder Schwächegefühl im Gesicht, in den Armen

oder Beinen. Weitere Anzeichen sind u. a. Verwirrtheit, Schwierigkeiten beim Sehen und Gehen,

Koordinations- oder Gleichgewichtsprobleme, Probleme beim Aussprechen von Wörtern oder

lallende Sprache. Wenn Sie eine der oben genannten Nebenwirkungen bei sich bemerken,

sprechen Sie sofort mit Ihrem Arzt, da Ihr Arzt möglicherweise Ihre Symptome behandeln und

Ihre Behandlung mit ZALTRAP abbrechen wird.

wenn Sie Nierenprobleme haben (Eiweiß im Urin); Ihr Arzt wird Ihre Nierenfunktion überwachen

und muss gegebenenfalls Ihre ZALTRAP-Dosis anpassen.

wenn die Anzahl Ihrer weißen Blutkörperchen zu niedrig ist. ZALTRAP kann zu einer

Verringerung der Anzahl der weißen Blutkörperchen in Ihrem Blut führen und Ihr Arzt wird die

Zahl Ihrer weißen Blutkörperchen überwachen und Ihnen gegebenenfalls zusätzliche Arzneimittel

zu deren Erhöhung verschreiben. Wenn die Zahl Ihrer weißen Blutkörperchen niedrig ist, wird Ihr

Arzt Ihre Behandlung eventuell verschieben.

wenn Sie unter schwerem oder lang andauerndem Durchfall, an Übelkeit oder Erbrechen leiden –

dies könnte zu einem schweren Verlust von Körperflüssigkeiten führen (genannt

„Dehydratation“). Ihr Arzt wird Sie vielleicht mit anderen Arzneimitteln behandeln, und/oder es

wird Ihnen intravenös Flüssigkeit gegeben.

wenn Sie bereits einmal Allergien hatten; während der Behandlung mit ZALTRAP kann es zu

schweren allergischen Reaktionen kommen (siehe Abschnitt 4). Ihr Arzt wird die allergische

Reaktion gegebenenfalls behandeln oder Ihre Behandlung mit ZALTRAP abbrechen.

wenn Ihnen in den letzten 4 Wochen ein Zahn gezogen wurde oder Sie sich irgendeiner Operation

unterzogen haben, bei Ihnen eine Operation oder ein zahnärztliches oder medizinisches Verfahren

geplant ist oder Sie eine Wunde haben, die nach einer Operation nicht verheilt ist. Ihr Arzt wird

die Behandlung vor und nach der Operation vorübergehend unterbrechen.

wenn bei Ihnen Krampfanfälle auftreten. Wenn Sie Veränderungen in Ihrer Sehfähigkeit bemerken

oder verwirrt sind, wird Ihr Arzt die Behandlung mit ZALTRAP gegebenenfalls abbrechen.

wenn Sie älter als 65 Jahre alt sind und bei Ihnen Durchfall, Schwindelgefühl, Schwäche,

Gewichtsverlust oder schwerer Verlust von Körperflüssigkeiten (genannt „Dehydratation“)

auftreten. Ihr Arzt sollte Sie engmaschig überwachen.

wenn Ihre alltägliche Aktivität unter der Behandlung eingeschränkt ist oder sich verschlechtert. Ihr

Arzt sollte Sie engmaschig überwachen.

Wenn einer der oben genannten Punkte auf Sie zutrifft (oder Sie sich nicht sicher sind), sprechen Sie

bitte mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor ZALTRAP bei Ihnen

angewendet wird und während Ihrer Behandlung.

Während der Behandlung wird Ihr Arzt verschiedene Untersuchungen durchführen, um Ihre

Körperfunktionen und die Wirkung des Arzneimittels zu kontrollieren. Zu diesen Untersuchungen

gehören Blut- und Urinuntersuchungen, Röntgenaufnahmen oder andere Scanverfahren und/oder

andere Untersuchungen.

ZALTRAP wird über den Tropf (als Infusion) in eine Ihrer Venen (‚intravenös‘) gegeben, um

Krebserkrankungen des Kolons (Dickdarms) oder des Rektums (Mastdarms) im fortgeschrittenen

Stadium zu behandeln. ZALTRAP darf nicht ins Auge injiziert werden, da es dieses erheblich

schädigen kann.

Kinder und Jugendliche

Dieses Arzneimittel ist nicht für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren, da die Sicherheit und

Wirksamkeit der Anwendung von ZALTRAP bei Kindern und Jugendlichen nicht untersucht wurde.

Anwendung von ZALTRAP zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal, wenn Sie andere

Arzneimittel anwenden, kürzlich andere Arzneimittel angewendet haben oder beabsichtigen, andere

Arzneimittel anzuwenden. Dies kann auch nicht verschreibungspflichtige oder pflanzliche

Arzneimittel beinhalten.

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit

Sie sollten ZALTRAP während der Schwangerschaft nicht anwenden, es sei denn, Ihr Arzt und Sie

entscheiden, dass der Nutzen für Sie größer ist als das mögliche Risiko für Sie oder Ihr ungeborenes

Kind.

Wenn Sie eine Frau im gebärfähigen Alter sind, sollten Sie eine wirksame Verhütungsmethode

anwenden (siehe unten Abschnitt „Verhütung“ für weitere Informationen zur Verhütung für Männer

und Frauen). Dieses Arzneimittel kann Ihr ungeborenes Kind schädigen, indem es die Bildung von

Blutgefäßen verhindert.

Wenn Sie stillen, sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt, bevor Ihnen dieses Arzneimittel gegeben wird.

Der Grund dafür liegt darin, dass nicht bekannt ist, ob dieses Arzneimittel in die Muttermilch

übergeht.

ZALTRAP kann die männliche und weibliche Fruchtbarkeit beeinträchtigen. Fragen Sie Ihren Arzt

um Rat, wenn Sie beabsichtigen, schwanger zu werden oder ein Kind zu zeugen.

Verhütung

Zeugungsfähige Männer und gebärfähige Frauen müssen eine wirksame Verhütungsmethode

anwenden

während der Behandlung mit ZALTRAP und

über einen Zeitraum von mindestens 6 Monaten nach der letzten Behandlung.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Bei Ihnen können Nebenwirkungen auftreten, die Ihre Sehkraft, Ihre Konzentration oder Ihre

Reaktionsfähigkeit beeinträchtigen. Wenn dieser Fall eintritt, dürfen Sie kein Auto fahren oder keine

Werkzeuge oder Maschinen bedienen.

3.

Wie ist ZALTRAP anzuwenden?

ZALTRAP wird Ihnen von einem im Umgang mit Chemotherapie erfahrenen Arzt oder dem

medizinischen Fachpersonal gegeben. Es wird über einen Tropf (als Infusion) in eine Ihrer Venen

(‚intravenös‘) gegeben. ZALTRAP darf nicht ins Auge injiziert werden, da es dieses erheblich

schädigen kann.

Das Arzneimittel muss vor der Anwendung verdünnt werden. Diese Packungsbeilage enthält

praktische Informationen für Ärzte, medizinisches Fachpersonal und Apotheker zur Handhabung und

Anwendung von ZALTRAP.

Wie oft und in welcher Menge wird das Arzneimittel gegeben?

Die Infusion dauert etwa 1 Stunde.

Normalerweise werden Sie einmal alle 2 Wochen eine Infusion erhalten.

Die empfohlene Dosis beträgt 4 mg pro Kilogramm Ihres Körpergewichts. Ihr Arzt wird über die

für Sie richtige Dosis entscheiden.

Ihr Arzt wird entscheiden, wie oft Ihnen das Arzneimittel gegeben wird und ob Sie eine

Dosisänderung benötigen.

ZALTRAP wird zusammen mit anderen chemotherapeutischen Arzneimitteln gegeben; dazu gehören

„5-Fluorouracil“, „Folinsäure“ und „Irinotecan“. Ihr Arzt wird die angemessenen Dosierungen für

diese anderen chemotherapeutischen Arzneimittel festlegen.

Die Behandlung wird so lange fortgesetzt, wie Ihr Arzt glaubt, dass sie von Nutzen für Sie ist und die

Nebenwirkungen tolerierbar sind.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt,

Apotheker oder das medizinische Fachpersonal.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Die im Folgenden angeführten Nebenwirkungen traten bei der gemeinsamen Anwendung von

ZALTRAP mit Chemotherapie auf.

Schwerwiegende Nebenwirkungen

Bitte wenden Sie sich umgehend an Ihren Arzt, wenn Sie eine der folgenden

schwerwiegenden

Nebenwirkungen bemerken – Sie benötigen möglicherweise dringend medizinische Behandlung:

Blutungen:

Sehr häufig

(kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen) – dazu gehören

Nasenbluten, möglicherweise aber auch Blutungen im Darm und an anderen Körperregionen bzw.

in anderen Organen, die zum Tod führen können. Zu den Anzeichen gehören starke Ermüdung,

Schwäche und/oder Schwindelgefühl sowie eine farbliche Veränderung Ihres Stuhls.

Schmerzen in Mund, an Zähnen und/oder im Kiefer, Schwellungen oder nicht abheilende

wunde Stellen in Mund oder Kiefer, Absonderungen, Taubheits- oder Schweregefühl im

Kiefer oder Zahnlockerung: Gelegentlich

(kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen) – diese

Symptome könnten Anzeichen einer Knochenschädigung des Kiefers sein (Osteonekrose des

Kieferknochens). Informieren Sie unverzüglich Ihren Arzt und Zahnarzt, wenn bei Ihnen während

oder nach dem Absetzen der Behandlung mit ZALTRAP derartige Symptome auftreten.

Löcher im Darm

(auch „gastrointestinale Perforation“ genannt):

Gelegentlich

(kann bis zu 1 von

100 Behandelten betreffen) – darunter versteht man ein Loch im Magen, in der Speiseröhre oder

im Darm. Dies kann zum Tod führen. Zu den Anzeichen gehören Magenschmerzen, Übelkeit und

Erbrechen, Fieber oder Schüttelfrost.

Verbindungen oder Durchgänge innerhalb des Körpers zwischen inneren Organen und der

Haut oder anderen Geweben

(auch „Fisteln“ genannt):

Häufig

(kann bis zu 1 von

10 Behandelten betreffen) – diese nicht natürlichen, röhrenförmigen Verbindungen oder

Durchgänge können sich zum Beispiel zwischen dem Darm und Ihrer Haut bilden. Abhängig von

der Stelle der Fistel ist es manchmal möglich, dass dort ein ungewöhnlicher Ausfluss auftritt.

Wenn Sie nicht sicher sind, fragen Sie Ihren Arzt.

Hoher Blutdruck

(auch „Hypertonie“ genannt):

Sehr häufig

(kann mehr als 1 von

10 Behandelten betreffen) – dieser kann sich entwickeln oder sich verschlimmern. Wenn Ihr

Blutdruck nicht kontrolliert wird, können ein Schlaganfall oder Herz- und Nierenprobleme die

Folgen sein. Ihr Arzt sollte Ihren Blutdruck während der Behandlung überprüfen.

Herzversagen

(auch „Herzinsuffizienz bis hin zum Herzversagen“ genannt):

Gelegentlich

(kann

bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen) – zu den Anzeichen gehören Kurzatmigkeit im Liegen

oder bei Belastung, übermäßige Müdigkeit oder geschwollene Beine.

Verschluss von Arterien durch ein Blutgerinnsel

(auch „arterielles thromboembolisches

Ereignis“ genannt):

Häufig

(kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

dies kann einen

Schlaganfall oder einen Herzinfarkt zur Folge haben.

Zu den Anzeichen gehören Schmerzen oder

Beklemmungsgefühl in der Brust, plötzliches Taubheits- oder Schwächegefühl im Gesicht, in den

Armen oder Beinen. Andere Anzeichen sind u. a. Verwirrtheit, Schwierigkeiten beim Sehen und

Gehen, Koordinations- oder Gleichgewichtsprobleme oder Probleme beim Aussprechen von

Wörtern oder lallende Sprache.

Verschluss von Venen durch ein Blutgerinnsel

(auch „venöses thromboembolisches Ereignis“

genannt):

Häufig

(kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen) – dazu können Blutgerinnsel in der

Lunge oder in den Beinen gehören. Zu den Anzeichen gehören Schmerzen in der Brust, Husten,

Kurzatmigkeit, Atemschwierigkeiten oder das Husten von Blut. Andere Anzeichen sind u. a.

Anschwellen eines oder beider Beine, Schmerzen oder Druckempfindlichkeit in einem oder beiden

Beinen beim Stehen oder Gehen, Erwärmung der Haut des betroffenen Beins, rote oder verfärbte

Haut am betroffenen Bein oder sichtbare Venen.

Eiweiß im Urin

(auch „Proteinurie“ genannt):

Sehr häufig

(kann mehr als 1 von 10 Behandelten

betreffen) – dies wird bei Untersuchungen sehr häufig beobachtet. Eine Folge davon kann ein

Anschwellen der Füße oder des ganzen Körpers sein. Proteinurie kann mit einer Nierenerkrankung

in Zusammenhang stehen.

Niedrige Anzahl weißer Blutkörperchen

(auch „Neutropenie“ genannt):

Sehr häufig

(kann

mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen) – dies kann zu schweren Infektionen führen. Ihr Arzt

wird regelmäßig Bluttests durchführen, um die Zahl Ihrer weißen Blutkörperchen während der

Behandlung zu überprüfen. Möglicherweise wird Ihnen auch ein Arzneimittel mit dem Namen

„G-CSF“ verschrieben, das im Falle einer zu niedrigen Zahl weißer Blutkörperchen dabei hilft,

Komplikationen zu vermeiden. Anzeichen einer Infektion sind u. a. Fieber, Schüttelfrost, Husten,

Brennen beim Harnlassen oder Muskelschmerzen. Während der Behandlung mit diesem

Arzneimittel sollten Sie häufig Ihre Temperatur messen.

Durchfall und Flüssigkeitsverlust: Sehr häufig

(kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen)

für Durchfall

häufig

(kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen) für Flüssigkeitsverlust –

schwerer Durchfall und Übelkeit und Erbrechen können zu einem starken Verlust von

Körperflüssigkeiten (sogenannte „Dehydratation“) und Körpersalzen („Elektrolyten“) führen. Zu

den Anzeichen gehören Schwindelgefühl, besonders beim Aufstehen aus dem Sitzen. Zur

Behandlung kann eine Einweisung in ein Krankenhaus erforderlich sein. Ihr Arzt kann Ihnen

Arzneimittel verschreiben, die den Durchfall und die Übelkeit und das Erbrechen beenden oder

behandeln.

Allergische Reaktionen: Häufig

(kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen) – diese können

wenige Minuten nach der Infusion auftreten. Anzeichen allergischer Reaktionen können

Ausschlag oder Jucken, Rötung der Haut, Schwindel- oder Ohnmachtsgefühl, Kurzatmigkeit,

beengtes Gefühl in der Brust oder im Hals sowie Schwellungen im Gesicht sein. Bitte informieren

Sie sofort Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal, wenn bei Ihnen irgendwelche dieser

Anzeichen während oder kurz nach der ZALTRAP-Infusion auftreten.

Wunden, die langsam oder gar nicht verheilen: Gelegentlich

(kann bis zu 1 von

100 Behandelten betreffen)

dies

bedeutet, dass eine Narbe Schwierigkeiten zeigt, zu verheilen

oder geschlossen zu bleiben, oder dass sich eine bereits verheilte Wunde wieder öffnet. Ihr Arzt

wird die Anwendung des Arzneimittels mindestens 4 Wochen vor einer geplanten Operation und

bis zur vollständigen Verheilung der Wunde unterbrechen.

Eine Nebenwirkung, die Ihr Nervensystem betrifft

(mit dem Namen „posteriores reversibles

Enzephalopathie-Syndrom“ oder „PRES“):

Gelegentlich

(kann bis zu 1 von 100 Behandelten

betreffen) – zu den Anzeichen gehören Kopfschmerzen, Veränderungen des Sehvermögens,

Verwirrtheit oder Krampfanfälle mit oder ohne erhöhten Blutdruck.

Sprechen Sie sofort mit Ihrem Arzt, wenn Sie eine der oben genannten Nebenwirkungen bei sich

bemerken.

Andere Nebenwirkungen umfassen:

Sehr häufig

(kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen)

Verringerung der Zahl der weißen Blutkörperchen (Leukopenie)

Verringerung der Zahl von bestimmten Blutzellen, die die Blutgerinnung unterstützen

(Thrombozytopenie)

Appetitlosigkeit

Kopfschmerzen

Nasenbluten

Veränderungen der Stimme, z. B. Entwicklung einer heiseren Stimme

Schwierigkeiten beim Atmen

schmerzhafte Wunden im Mund

Magenschmerzen

Schwellung und Taubheit an Händen und Füßen als Folge der Chemotherapie (das sogenannte

„palmoplantare Erythrodysästhesie-Syndrom“)

Müdigkeit oder Schwächegefühl

Gewichtsabnahme

Nierenfunktionsstörung mit Anstieg des Kreatininwertes (ein Marker der Nierenfunktion)

Leberfunktionsstörung mit Anstieg der Leberwerte

Häufig

(kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

Harnwegsinfektion

Entzündung im Naseninneren und im oberen Rachenbereich

Schmerzen in Mund oder Rachen

laufende Nase

Hämorrhoiden, Blutungen oder Schmerzen beim Stuhlgang

Entzündung im Mundraum

Zahnschmerzen

Hautverfärbungen

Gelegentlich

(kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

ein Anstieg von Proteinen im Urin, ein Anstieg von Cholesterol im Blut und Schwellungen durch

überschüssige Flüssigkeit (Ödeme) (auch „nephrotisches Syndrom“ genannt)

Blutgerinnsel in sehr kleinen Blutgefäßen (auch „thrombotische Mikroangiopathie“ genannt)

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das

medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage

angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das in Anhang V aufgeführte nationale

Meldesystem anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr

Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie ist ZALTRAP aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton nach „Verwendbar bis“ und nach dem auf

dem Etikett der Durchstechflasche nach „Verw. bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr

verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Im Kühlschrank lagern (2 °C–8 °C).

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Informationen zur Lagerung und dem Zeitraum für die Anwendung von ZALTRAP, nachdem es zur

gebrauchsfertigen Lösung verdünnt wurde, sind in der „Praktischen Information für medizinisches

Fachpersonal zur Handhabung und Anwendung von ZALTRAP 25 mg/ml Konzentrat zur Herstellung

einer Infusionslösung“ am Ende dieser Packungsbeilage beschrieben.

Verwenden Sie ZALTRAP nicht, wenn Sie Partikel oder Verfärbungen in der Durchstechflasche oder

im Infusionsbeutel bemerken.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie

das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der

Umwelt bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was ZALTRAP enthält

Der Wirkstoff ist Aflibercept. 1 ml Konzentrat enthält 25 mg Aflibercept. Eine Durchstechflasche

mit 4 ml Konzentrat enthält 100 mg Aflibercept. Eine Durchstechflasche mit 8 ml Konzentrat

enthält 200 mg Aflibercept.

Die sonstigen Bestandteile sind: Sucrose, Natriumchlorid, Natriumcitrat, Citronensäure-

Monohydrat, Polysorbat 20, Dinatriumhydrogenphosphat 7 H

Natriumdihydrogenphosphat 1 H

O, Natriumhydroxid und/oder Salzsäure und Wasser für

Injektionszwecke.

Wie ZALTRAP aussieht und Inhalt der Packung

ZALTRAP ist ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung (steriles Konzentrat). Das

Konzentrat ist eine klare, farblose bis blassgelbe Lösung.

4 ml Konzentrat in einer hellen 5-ml-Durchstechflasche aus Borosilikatglas (Typ 1), verschlossen

durch einen gebördelten Stopfen mit abnehmbarem Schnappdeckel und einer integrierten

ummantelten Verschlussscheibe. Packungsgrößen: 1 Durchstechflasche oder

3 Durchstechflaschen.

8 ml Konzentrat in einer hellen 10-ml-Durchstechflasche aus Borosilikatglas (Typ 1),

verschlossen durch einen gebördelten Stopfen mit abnehmbarem Schnappdeckel und einer

integrierten ummantelten Verschlussscheibe. Packungsgröße: 1 Durchstechflasche.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer

sanofi-aventis groupe

54, rue La Boétie

75008 Paris

Frankreich

Hersteller

Sanofi-Aventis Deutschland GmbH

Industriepark Hoechst

65926 Frankfurt am Main

Deutschland

Falls Sie weitere Informationen über das Arzneimittel wünschen, setzen Sie sich bitte mit dem

örtlichen Vertreter des pharmazeutischen Unternehmers in Verbindung.

België/Belgique/Belgien

Sanofi Belgium

Tél/Tel: +32 (0)2 710 54 00

Lietuva

UAB “SANOFI-AVENTIS LIETUVA”

Tel: +370 5 2755224

България

sanofi-aventis Bulgaria EOOD

Тел.: +359 (0)2 970 53 00

Luxembourg/Luxemburg

Sanofi Belgium

Tél/Tel: +32 (0)2 710 54 00 (Belgique/Belgien)

Česká republika

sanofi-aventis, s.r.o.

Tel: +420 233 086 111

Magyarország

SANOFI-AVENTIS zrt.

Tel: +36 1 505 0050

Danmark

sanofi-aventis Denmark A/S

Tlf: +45 45 16 70 00

Malta

Sanofi-Aventis Malta Ltd.

Tel: +356 21493022

Deutschland

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Tel: +49 (0)180 2 22 20 10

Nederland

sanofi-aventis Netherlands B.V.

Tel: +31 (0)182 557 755

Eesti

sanofi-aventis Estonia OÜ

Tel: +372 627 34 88

Norge

sanofi-aventis Norge AS

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Ελλάδα

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Τηλ: +30 210 900 16 00

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España

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Tel: +351 21 35 89 400

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sanofi-aventis Croatia d.o.o.

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România

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Ireland

sanofi-aventis Ireland Ltd. T/A SANOFI

Tel: +353 (0) 1 403 56 00

Slovenija

sanofi-aventis d.o.o.

Tel: +386 1 560 48 00

Ísland

Vistor hf.

Sími: +354 535 7000

Slovenská republika

sanofi-aventis Pharma Slovakia s.r.o.

Tel: +421 2 33 100 100

Italia

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Tel: +39 059 349 811

Suomi/Finland

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Κύπρος

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Τηλ: +357 22 871600

Sverige

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Latvija

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Tel: +371 67 33 24 51

Sanofi

Tel: +44 (0) 845 372 7101

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im

Weitere Informationsquellen

Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen

Arzneimittel-Agentur http://www.ema.europa.eu verfügbar.

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Die folgenden Informationen sind für medizinisches Fachpersonal bestimmt:

PRAKTISCHE INFORMATIONEN FÜR MEDIZINISCHES FACHPERSONAL

ZUR HANDHABUNG UND ANWENDUNG VON ZALTRAP 25 mg/ml KONZENTRAT ZUR

HERSTELLUNG EINER INFUSIONSLÖSUNG

Diese Information ergänzt die Abschnitte 3 und 5 für den Anwender.

Es ist wichtig, dass Sie den gesamten Inhalt dieser Anweisungen lesen, bevor Sie die Infusionslösung

herstellen.

ZALTRAP ist ein steriles, konservierungsmittelfreies und nicht pyrogenes Konzentrat. Aus diesem

Grund sollte die Infusionslösung von medizinischem Fachpersonal unter Verwendung von Verfahren

zur sicheren Handhabung und aseptischen Methoden zubereitet werden.

ZALTRAP ist mit Vorsicht zu handhaben; dabei sind die Verwendung von Sicherheitsbehältern,

persönlicher Schutzbekleidung (z. B. Handschuhe) und das Zubereitungsverfahren zu berücksichtigen.

Herstellung der Infusionslösung

Kontrollieren Sie die ZALTRAP-Durchstechflasche vor der Verwendung. Die

Konzentratlösung muss klar sein und darf keine Partikel aufweisen.

Je nach der erforderlichen Dosis für den Patienten entnehmen Sie die notwendige Menge von

ZALTRAP-Konzentrat aus der Durchstechflasche. Für die Herstellung der Infusionslösung

kann mehr als eine Durchstechflasche erforderlich sein

.

Verdünnen Sie es bis zum Erreichen der erforderlichen Verabreichungsmenge mit isotonischer

Natriumchloridlösung oder 5 %iger Glucoselösung für Infusionszwecke. Die Konzentration der

fertigen ZALTRAP-Lösung für die intravenöse Infusion sollte sich im Bereich von 0,6 mg/ml

bis 8 mg/ml Aflibercept befinden.

Es sollten Infusionsbeutel aus PVC mit DEHP oder Infusionsbeutel aus Polyolefin verwendet

werden.

Die verdünnte Lösung sollte vor Anwendung visuell auf Partikel und Verfärbungen

kontrolliert werden. Wenn Verfärbungen oder Partikel beobachtet werden, sollte die

rekonstituierte Lösung entsorgt werden.

ZALTRAP ist eine Durchstechflasche zum einmaligen Gebrauch. Stechen Sie nach dem

ersten Einstich nicht erneut in die Durchstechflasche. Nicht verwendetes Konzentrat muss

entsorgt werden.

Haltbarkeit nach Verdünnung im Infusionsbeutel

Die chemische und physikalische Stabilität nach Verdünnung wurde für 24 Stunden bei 2 °C bis 8 °C

und für 8 Stunden bei 25 °C nachgewiesen.

Aus mikrobiologischer Sicht sollte die Infusionslösung sofort verwendet werden.

Falls diese nicht sofort verwendet wird, ist der Anwender für die Dauer und Bedingungen der

Aufbewahrung nach Zubereitung verantwortlich, die normalerweise 24 Stunden bei 2 °C bis 8 °C

nicht überschreiten sollte, es sei denn, die Verdünnung hat unter kontrollierten und gültigen

aseptischen Bedingungen stattgefunden.

Art der Anwendung

ZALTRAP darf nur als intravenöse Infusion über die Dauer von 1 Stunde angewendet werden.

Aufgrund der Hyperosmolalität (1.000 mosmol/kg) des ZALTRAP-Konzentrats darf das unverdünnte

ZALTRAP-Konzentrat nicht als intravenöse Push- bzw. Bolusinjektion angewendet werden.

ZALTRAP darf nicht als intravitreale Injektion angewendet werden (siehe Abschnitt 2 der

Packungsbeilage).

Jede Durchstechflasche mit Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung ist nur zur einmaligen

Entnahme (Einmaldosis) bestimmt.

Verdünnte ZALTRAP-Lösungen werden unter Verwendung eines Infusionssets, das einen 0,2-

Mikron-Polyethersulfon-Filter enthält, verabreicht.

Die Infusionssets sollten aus einem der folgenden Materialien bestehen:

Polyvinylchlorid (PVC) mit Diethylhexylphthalat (DEHP)

DEHP-freies PVC mit Tri-Octyl-Trimellitat (TOTM)

Polypropylen

mit Polyethylen ausgekleidetem PVC

Polyurethan

Aus Polyvinylidenfluorid (PVDF) oder Nylon hergestellte Filter dürfen nicht verwendet werden.

Entsorgung

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen

zu beseitigen.