Yondelis

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Yondelis
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Yondelis
    Europäische Union
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Antineoplastische Mittel
  • Therapiebereich:
  • Eierstock-Neoplasmen
  • Anwendungsgebiete:
  • Yondelis ist für die Behandlung von Patienten mit fortgeschrittenem Weichteilsarkom, nach Versagen von Anthrazyklinen und Ifosfamid indiziert, oder für die Behandlung mit diesen Wirkstoffen ungeeignet. Die Wirksamkeitsdaten basieren hauptsächlich auf Liposarkom- und Leiomyosarkom-Patienten.

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • EMA - European Medicines Agency
  • Berechtigungsstatus:
  • Autorisiert
  • Zulassungsnummer:
  • EMEA/H/C/000773
  • Berechtigungsdatum:
  • 17-09-2007
  • EMEA-Code:
  • EMEA/H/C/000773
  • Letzte Änderung:
  • 05-03-2018

Öffentlichen Beurteilungsberichts

EMA/262441/2015

EMEA/H/C/000773

Zusammenfassung des EPAR für die Öffentlichkeit

Yondelis

Trabectedin

Dies ist eine Zusammenfassung des Europäischen Öffentlichen Beurteilungsberichts (EPAR) für

Yondelis. Hierin wird erläutert, wie der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) das Arzneimittel

beurteilt hat, um zu seinem befürwortenden Gutachten zur Erteilung der Genehmigung für das

Inverkehrbringen und seinen Empfehlungen zu den Anwendungsbedingungen für Yondelis zu gelangen.

Was ist Yondelis?

Yondelis ist ein Krebsarzneimittel, das den Wirkstoff Trabectedin enthält. Es ist als Pulver zur

Herstellung einer Infusionslösung (Tropfinfusion in eine Vene) erhältlich.

Wofür wird Yondelis angewendet?

Yondelis wird zur Behandlung von zwei Krebsarten bei Erwachsenen angewendet:

bei fortgeschrittenem Weichteilsarkom, einer Krebsart, die sich aus den weichen Stützgeweben des

Körpers entwickelt. „Fortgeschritten” bedeutet, dass der Krebs begonnen hat, sich auszubreiten.

Yondelis wird angewendet, wenn die Behandlung mit Anthrazyklinen und Ifosfamid (anderen

Krebsarzneimitteln) nicht mehr wirkt, oder bei Patienten, denen diese Arzneimittel nicht

verabreicht werden können;

bei Ovarialkarzinom (Eierstockkrebs), das rezidiviert (nach vorangegangener Behandlung erneut

aufgetreten ist) und gegenüber platinhaltigen Arzneimitteln empfindlich ist. Yondelis wird in

Kombination mit pegyliertem liposomalem Doxorubicin (PLD, einem anderen Krebsarzneimittel)

angewendet.

Da es nur wenige Patienten mit Weichteilsarkom und Eierstockkrebs gibt, gelten die Krankheiten als

selten, und Yondelis wurde am 30. Mai 2001 (für Weichteilsarkom) und am 17. Oktober 2003 (für

Eierstockkrebs) als Arzneimittel für seltene Leiden („Orphan-Arzneimittel“) ausgewiesen.

© European Medicines Agency, 2015. Reproduction is authorised provided the source is acknowledged.

Das Arzneimittel ist nur auf ärztliche Verschreibung erhältlich.

Wie wird Yondelis angewendet?

Yondelis muss unter der Aufsicht eines Arztes verabreicht werden, der Erfahrung in der Anwendung

von Chemotherapien (Arzneimittel zur Behandlung von Krebs) besitzt. Es sollte nur von qualifizierten

Onkologen (Krebsspezialisten) oder anderen medizinischen Fachkräften, die auf die Gabe von

zytotoxischen (Zellen abtötenden) Arzneimitteln spezialisiert sind, angewendet werden.

Bei Weichteilsarkom beträgt die empfohlene Dosis von Yondelis 1,5 mg pro Quadratmeter

Körperoberfläche (berechnet nach Größe und Gewicht des Patienten) und wird als einzelne Infusion

über 24 Stunden alle drei Wochen verabreicht. Bei Eierstockkrebs wird es unverzüglich nach der PLD-

Infusion in einer Dosis von 1,1 mg/m

alle drei Wochen als Infusion über drei Stunden verabreicht.

Die Behandlung wird so lange fortgesetzt, wie ein Nutzen für den Patienten zu beobachten ist. Es wird

empfohlen, Yondelis über einen zentralen Venenkatheter (einen dünnen Schlauch, der durch die Haut

in die großen Venen unmittelbar über dem Herzen eingeführt wird) zu verabreichen. Um Erbrechen

vorzubeugen und die Leber zu schützen, müssen die Patienten vor der Behandlung eine Infusion mit

Corticosteroiden, wie Dexamethason, erhalten. Falls das Blutbild des Patienten auffällig ist, sollte die

Infusion mit Yondelis verschoben oder die Dosis von Yondelis verringert werden oder es sollten andere

Arzneimittel angewendet werden, die zur Behandlung der Blutprobleme in Frage kommen. Weitere

Informationen sind der Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels zu entnehmen (ebenfalls

Bestandteil des EPAR).

Wie wirkt Yondelis?

Der Wirkstoff in Yondelis, Trabectedin, ist eine synthetische Version einer Substanz, die ursprünglich

aus der „Seescheide“, einem zu den Manteltieren (Tunicata) zählenden Meerestier, gewonnen wurde.

Krebs ist eine Krankheit, bei der sich Zellen zu schnell teilen, weil ihre Gene nicht mehr richtig

funktionieren. Die Wirkung von Trabectedin beruht darauf, dass es an die DNA, das biochemische

Molekül, aus dem die Gene bestehen, bindet und dadurch verhindert, dass die Aktivität einiger Gene in

menschlichen Zellen verstärkt wird. Dies kann verhindern, dass sich die Zellen zu schnell teilen, sodass

sich das Wachstum verschiedener Arten von Krebs verlangsamt.

Wie wurde Yondelis untersucht?

Bei Weichteilsarkom wurde Yondelis in einer Hauptstudie bei 266 Patienten mit Liposarkom (einem von

Fettzellen ausgehenden Sarkom) oder Leiomyosarkom (einem von Zellen der „glatten“ bzw.

unwillkürlichen Muskulatur ausgehenden Sarkom), das bereits im fortgeschrittenen Stadium war oder

metastasiert (in andere Teile des Körpers gestreut) hatte, untersucht. Alle Patienten waren zuvor mit

einem Anthrazyklin und Ifosfamid behandelt worden, doch diese Behandlung hatte nicht mehr gewirkt.

In der Studie wurden zwei verschiedene Dosierungsschemata von Yondelis verglichen: dreimal pro

Monat oder einmal alle drei Wochen.

Bei Eierstockkrebs wurde in einer Hauptstudie mit 672 Frauen, deren Krankheit wiederaufgetreten war

oder sich nach vorangegangener Behandlung verschlechtert hatte, Yondelis in Kombination mit PLD mit

PLD allein verglichen. Etwa zwei Drittel der Patientinnen litten an Krebs, der gegenüber platinhaltigen

Arzneimitteln empfindlich war.

Yondelis

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In beiden Studien war der Hauptindikator für die Wirksamkeit der Zeitraum, in dem sich die Krankheit

der Patienten nicht verschlimmerte.

Welchen Nutzen hat Yondelis in diesen Studien gezeigt?

Bei Weichteilsarkom war Yondelis bei einmaliger Gabe alle drei Wochen wirksamer als mit dem

alternativen Dosierungsschema. Patienten, die Yondelis einmal alle drei Wochen erhielten, lebten

durchschnittlich 3,8 Monate, ohne dass sich ihre Erkrankung verschlimmerte, verglichen mit

2,1 Monaten bei denjenigen, die Yondelis dreimal im Monat erhielten.

Bei Eierstockkrebs war die Kombination von Yondelis und PLD wirksamer als PLD allein: Patienten, die

die Kombinationsbehandlung erhielten, lebten durchschnittlich 7,3 Monate, ohne dass sich ihre

Krankheit verschlimmerte, verglichen mit 5,8 Monaten bei denjenigen, die PLD allein erhielten. Die

Wirkung von Yondelis war ausgeprägter bei Frauen, deren Krebs gegenüber platinhaltigen

Arzneimitteln empfindlich war.

Welches Risiko ist mit Yondelis verbunden?

Bei den meisten Patienten, die mit Yondelis behandelt werden, sind Nebenwirkungen zu erwarten. Bei

etwa 10 % dieser Patienten, die mit Yondelis allein behandelt werden, sowie bei 25 %, die Yondelis in

einer Kombinationstherapie erhalten, ist das Auftreten schwerwiegender Nebenwirkungen zu erwarten.

Sehr häufige Nebenwirkungen jeden Schweregrades sind Neutropenie (niedrige Anzahl von

Neutrophilen, einer Art weißer Blutkörperchen), Nausea (Übelkeit), Erbrechen, Anstieg von

Leberenzymen, Anämie (niedrige Anzahl roter Blutkörperchen), Müdigkeit, Thrombozytopenie (niedrige

Anzahl Blutplättchen), Appetitlosigkeit und Diarrhö (Durchfall). Nebenwirkungen mit Todesfolge traten

bei 1,9 % bzw. 0,9 % der Patienten auf, die mit Yondelis allein bzw. in einer Kombinationstherapie

behandelt worden waren. Die vollständige Auflistung der im Zusammenhang mit Yondelis berichteten

Nebenwirkungen ist der Packungsbeilage zu entnehmen.

Yondelis darf nicht bei Patienten mit schweren oder unkontrollierten Infektionen, in Kombination mit

dem Impfstoff gegen Gelbfieber oder bei stillenden Frauen angewendet werden. Die vollständige

Auflistung der Einschränkungen ist der Packungsbeilage zu entnehmen.

Warum wurde Yondelis zugelassen?

Der CHMP gelangte zu dem Schluss, dass der Nutzen von Yondelis gegenüber den Risiken überwiegt,

und empfahl, die Genehmigung für das Inverkehrbringen zu erteilen.

Yondelis wurde ursprünglich unter „außergewöhnlichen Umständen“ zugelassen, da zum Zeitpunkt der

Zulassung nur beschränkte Informationen über Weichteilsarkom vorlagen. Nachdem das Unternehmen

die geforderten zusätzlichen Informationen vorgelegt hatte, wurden die „außergewöhnlichen

Umstände“ am 27. Mai 2015 aufgehoben.

Welche Maßnahmen werden zur Gewährleistung der sicheren und

wirksamen Anwendung von Yondelis ergriffen?

Es wurde ein Risikomanagementplan entwickelt, um sicherzustellen, dass Yondelis so sicher wie

möglich angewendet wird. Auf der Grundlage dieses Plans wurden Sicherheitsinformationen in die

Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels und die Packungsbeilage für Yondelis

Yondelis

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aufgenommen, einschließlich geeigneter Vorsichtsmaßnahmen für Angehörige der Heilberufe und

Patienten.

Weitere Informationen über Yondelis

Am 17. September 2007 erteilte die Europäische Kommission eine Genehmigung für das

Inverkehrbringen von Yondelis in der gesamten Europäischen Union.

Den vollständigen Wortlaut des EPAR für Yondelis finden Sie auf der Website der Agentur:

ema.europa.eu/Find medicine/Human medicines/European public Assessment Reports. Wenn Sie

weitere Informationen zur Behandlung mit Yondelis benötigen, lesen Sie bitte die Packungsbeilage

(ebenfalls Teil des EPAR) oder wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Die Zusammenfassungen der Gutachten des Ausschusses für Arzneimittel für seltene Leiden zu

Yondelis finden Sie auf der Website der Agentur unter: ema.europa.eu/Find medicine/Human

medicines/Rare disease designation

Eierstockkrebs

Weichteilsarkom.

Diese Zusammenfassung wurde zuletzt im 05-2015 aktualisiert.

Yondelis

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Packungsbeilage

B. PACKUNGSBEILAGE

Gebrauchsinformation: Information für Patienten

Yondelis 0,25 mg Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung

Yondelis 1 mg Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung

Trabectedin

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Anwendung dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt. Dies gilt auch für

Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Yondelis und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Anwendung von Yondelis beachten?

Wie ist Yondelis anzuwenden?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Yondelis aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Yondelis und wofür wird es angewendet?

Yondelis enthält den Wirkstoff Trabectedin. Yondelis ist ein Chemotherapeutikum, das die

Vermehrung von Krebszellen verhindert.

Yondelis wird angewandt für die Behandlung von Patienten mit fortgeschrittenem Weichteilsarkom,

wenn vorher gegebene Arzneimittel sich als wirkungslos erwiesen haben oder wenn die Patienten

diese nicht erhalten können. Ein Weichteilsarkom ist eine bösartige Erkrankung, die zunächst in

Weichteilgeweben, wie Muskelgewebe, Fettgewebe oder anderem Gewebe (z. B. Knorpel oder

Gefäßen) auftritt.

Yondelis in Kombination mit pegyliertem liposomalen Doxorubicin (PLD: ein weiteres Medikament

zur Behandlung von Krebs) wird angewendet für die Behandlung von Patientinnen mit einer

Krebserkrankung der Eierstöcke (Ovarialkarzinom), die nach mindestens 1 vorausgegangenen

Therapie erneut aufgetreten ist und deren Erkrankung gegenüber Chemotherapeutika, die

Platinverbindungen enthalten, nicht resistent ist.

2.

Was sollten Sie vor der Anwendung von Yondelis beachten?

Yondelis darf nicht angewendet werden,

wenn Sie allergisch gegen Trabectedin oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen

Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

wenn Sie an einer ernsthaften Infektion leiden.

wenn Sie stillen.

wenn Sie Gelbfieberimpfstoff erhalten sollen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie Yondelis anwenden.

Yondelis oder dessen Kombination mit PLD darf nicht angewendet werden, wenn Sie eine ernsthafte

Leber-, Nieren- oder Herzschädigung haben. Informieren Sie vor Beginn einer Behandlung mit

Yondelis Ihren Arzt, falls Sie wissen oder vermuten, Leber-, Nieren- oder Herzprobleme zu haben.

Suchen Sie unverzüglich einen Arzt auf, wenn eine der folgenden Bedingungen eintritt:

Wenn Sie Fieber entwickeln, da Yondelis Nebenwirkungen mit Auswirkungen auf Blut und

Leber hervorrufen kann.

Wenn Sie trotz der Gabe von Arzneimitteln gegen Übelkeit mit Brechreiz (Antiemetika) an

Übelkeit leiden, erbrechen müssen oder keine Flüssigkeit trinken können und daher weniger Urin

produzieren.

Wenn bei Ihnen schwere Muskelschmerzen oder -schwäche auftreten, da diese Zeichen für eine

Muskelschädigung (Rhabdomyolyse; siehe Abschnitt 4) sein können.

Wenn Sie bemerken, dass Yondelis während der Infusion aus der Vene austritt. Dies könnte zu

einer Schädigung oder zum Absterben von Gewebezellen um die Injektionsstelle herum führen

(Gewebenekrose, siehe auch Abschnitt 4), was einen chirurgischen Eingriff erforderlich machen

kann.

Wenn Sie unter einer allergischen Reaktion (Überempfindlichkeit) leiden. Sie könnten in diesem

Fall ein oder mehrere der folgenden Anzeichen aufweisen: Fieber, Atemprobleme, Hautröte oder

Hitzewallung oder Ausschlag, Übelkeit (Brechreiz) oder Übergeben (Erbrechen; siehe

Abschnitt 4)

Wenn Sie unerklärliche teilweise oder allgemeine Schwellungen (Ödeme) bemerken,

möglicherweise von Schwindel, Benommenheit oder Durst (niedriger Blutdruck) begleitet. Dies

könnten Anzeichen für eine Erkrankung (Kapillarlecksyndrom) sein, die eine übermäßige

Flüssigkeitsansammlung in Ihren Geweben verursacht und dringend von Ihrem Arzt medizinisch

untersucht werden muss.

Kinder und Jugendliche

Yondelis sollte nicht bei Kindern im Alter unter 18 Jahren mit pädiatrischen Sarkomen angewendet

werden.

Anwendung von Yondelis zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, kürzlich andere Arzneimittel

angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel anzuwenden.

Sie dürfen Yondelis nicht anwenden, wenn Sie eine Gelbfieberimpfung erhalten sollen. Die

Anwendung von Yondelis wird ebenfalls nicht empfohlen, wenn Sie mit einem Impfstoff geimpft

werden sollen, der lebende Viruspartikel enthält. Die Wirkung von Phenytoin-haltigen Arzneimitteln

(gegen Epilepsie) kann herabgesetzt werden, wenn diese zusammen mit Yondelis angewendet werden,

so dass die begleitende Gabe nicht zu empfehlen ist.

Wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel während der Behandlung mit Yondelis einnehmen, ist bei

Ihnen eine engmaschige Überwachung erforderlich, da die Wirkungen von Yondelis dadurch wie

folgt beeinflusst werden:

herabgesetzt (Beispiele sind Rifampicin-haltige Arzneimittel [gegen bakterielle Infektionen],

Phenobarbital (gegen Epilepsie), Johanniskraut (

Hypericum perforatum

, ein pflanzliches

Mittel gegen Depressionen)) oder

verstärkt (Beispiele sind Ketoconazol-haltige oder Fluconazol-haltige Mittel (gegen

Pilzinfektionen), Ritonavir (gegen Infektionen mit dem humanen Immundefizienz-Virus

[HIV]), Clarithromycin (gegen bakterielle Infektionen), Aprepitant (zur Vorbeugung gegen

Übelkeit und Erbrechen), Ciclosporin (Hemmung der Körperabwehr) oder Verapamil (gegen

hohen Blutdruck und Herzerkrankungen))

Von daher sollte die gleichzeitige Einnahme dieser Arzneimittel mit Yondelis wenn möglich

vermieden werden.

Wenn Sie Yondelis oder die Kombination Yondelis+PLD zusammen mit einem Arzneimittel erhalten,

das die Leber oder Muskeln (Rhabdomyolyse) schädigen kann, müssen Sie möglicherweise

engmaschig überwacht werden, da sich dadurch das Risiko einer möglichen Schädigung der Leber

oder Muskeln erhöht. Statin-haltige Arzneimittel (zur Senkung des Cholesterinspiegels und

Prävention von Herzkreislauferkrankungen) sind ein Beispiel für Arzneimittel, die eine

Muskelschädigung hervorrufen können.

Anwendung von Yondelis zusammen mit Alkohol

Alkoholkonsum während der Behandlung mit Yondelis ist zu vermeiden, da dies zu einer Schädigung

der Leber führen kann.

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit

Schwangerschaft

Yondelis sollte während einer Schwangerschaft nicht angewendet werden. Wenn Sie schwanger sind

oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor

der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt um Rat.

Gebärfähige Frauen müssen bei Gabe von Yondelis und für die Dauer von 3 Monaten nach

Behandlungsende geeignete empfängnisverhütende Maßnahmen vornehmen.

Falls bei Ihnen eine Schwangerschaft eintritt, ist Ihr Arzt unverzüglich zu informieren und eine

genetische Beratung ist empfehlenswert, da Yondelis die Erbanlagen schädigen kann.

Stillzeit

Yondelis darf nicht bei Patientinnen angewendet werden, die stillen. Vor Beginn der Behandlung mit

Yondelis müssen Sie daher aufhören zu stillen und Sie dürfen erst wieder mit dem Stillen beginnen,

wenn Ihr Arzt Ihnen bestätigt hat, dass es sicher ist.

Fortpflanzungsfähigkeit

Männer im fertilen Alter müssen bei Gabe von Yondelis und für die Dauer von 5 Monaten nach

Behandlungsende geeignete empfängnisverhütende Maßnahmen vornehmen.

Patienten sollten sich vor der Behandlung aufgrund des Risikos einer durch die Therapie mit Yondelis

hervorgerufenen irreversiblen Zeugungsunfähigkeit über die Möglichkeit einer Eizellen- oder

Spermienkonservierung beraten lassen.

Eine genetische Beratung wird auch nach der Therapie für Patienten mit Kinderwunsch empfohlen.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Während der Behandlung mit Yondelis fühlen Sie sich möglicherweise müde und kraftlos. Sie dürfen

sich nicht an das Steuer eines Fahrzeugs setzen oder Maschinen bedienen, wenn Sie eine derartige

Nebenwirkung verspüren.

Yondelis enthält Kalium

Dieses Arzneimittel enthält Kalium, jedoch weniger als 1 mmol (39 mg) Kalium pro

Durchstechflasche, d. h. es ist nahezu „kaliumfrei“.

3.

Wie ist Yondelis anzuwenden?

Yondelis wird Ihnen unter der Aufsicht eines in der Anwendung von Chemotherapien erfahrenen

Arztes gegeben. Die Anwendung einer Chemotherapie sollte nur von qualifizierten Onkologen oder

sonstigem medizinischen Fachpersonal vorgenommen werden, die auf die Gabe von zytotoxischen

Arzneimitteln spezialisiert sind.

Für die Behandlung von Weichteilsarkomen beträgt die übliche Dosis 1,5 mg/m

Körperoberfläche.

Während der gesamten Behandlungszeit wird Ihr Arzt Sie sorgfältig überwachen und entscheiden,

welche Yondelis-Dosierung für Sie die beste ist. Bei japanischen Patienten ist die empfohlene Dosis

niedriger als die übliche Dosis für alle anderen Rassen und beträgt 1,2 mg/m

Körperoberfläche.

Für die Behandlung des Ovarialkarzinoms beträgt die übliche Dosis 1,1 mg/m

Körperoberfläche im

Anschluss an die Gabe von PLD in einer Dosierung von 30 mg/m

Körperoberfläche.

Bevor Ihnen Yondelis gegeben werden kann, muss es aufgelöst und für die intravenöse Anwendung

verdünnt werden. Jedes Mal, wenn Sie Yondelis für die Behandlung eines Weichteilsarkoms erhalten,

dauert es etwa 24 Stunden, bis die gesamte Lösungsmenge in Ihr Blut gelangt ist. Für die Behandlung

des Ovarialkarzinoms dauert dies 3 Stunden.

Um eine Reizung an der Injektionsstelle zu vermeiden, wird angeraten, Ihnen Yondelis durch einen

zentralvenösen Zugang zu geben.

Vor und bei Bedarf während der Behandlung mit Yondelis erhalten Sie ein Mittel, um Ihre Leber zu

schützen und das Risiko von Übelkeit (Brechreiz) und Erbrechen zu verringern.

Die Infusion wird Ihnen alle 3 Wochen gegeben, obgleich es sein kann, dass Ihr Arzt empfiehlt,

manche Gaben hinauszuzögern, um sicherzustellen, dass Sie die für Sie am besten geeignete Dosis

von Yondelis erhalten.

Die Gesamtdauer der Behandlung hängt von den Fortschritten ab, die Sie erzielen, und wie gut Sie

sich fühlen. Ihr Arzt wird Ihnen sagen, wie lange die Behandlung dauern wird. Wenn Sie weitere

Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel oder dessen Kombination mit PLD

Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Wenn Sie sich über die nachfolgend genannten Nebenwirkungen nicht sicher sind, bitten Sie Ihren

Arzt, sie Ihnen näher zu erklären.

Schwere Nebenwirkungen, die durch die alleinige Behandlung mit Yondelis hervorgerufen werden:

Sehr häufig: können mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen

Sie können erhöhte Spiegel des gelben Pigments Bilirubin in Ihrem Blut haben, was zu einer

Gelbsucht führen kann (Gelbfärbung der Haut, der Schleimhäute und Augen).

Ihr Arzt wird regelmäßige Blutuntersuchungen anordnen, um Veränderungen der Blutwerte

festzustellen.

Ihr Arzt kann in bestimmten Situationen Blutuntersuchungen anordnen, um zu vermeiden, dass

Sie eine Muskelschädigung (Rhabdomyolyse) erleiden. In sehr schweren Fällen könnte dies zu

einem Nierenversagen führen.

Wenn bei Ihnen starke Muskelschmerzen oder –schwäche

auftreten, sollten Sie unverzüglich einen Arzt aufsuchen.

Häufig: können bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen

Sie können Fieber entwickeln.

Wenn Sie eine erhöhte Temperatur haben, sollten Sie

unverzüglich Ihren Arzt aufsuchen.

Sie können zudem Rücken, Muskel- und Gelenkschmerzen haben. Es könnte zu einer

Nervenschädigung kommen, die Muskelschmerzen, Schwäche und Taubheitsgefühl hervorrufen

kann. Es ist möglich, dass bei Ihnen eine allgemeine Schwellung oder Schwellung der

Gliedmaßen und ein Krabbelgefühl an der Haut auftritt.

Sie können eine Reaktion an der Injektionsstelle haben. Yondelis kann während der Infusion

aus der Vene austreten. Dies könnte zu einer Schädigung oder zum Absterben von

Gewebezellen um die Injektionsstelle herum führen (Gewebenekrose, siehe auch Abschnitt 2

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

“), was einen chirurgischen Eingriff erforderlich

machen kann.

Gelegentlich: kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen

Möglicherweise treten Atemprobleme, unregelmäßiger Herzschlag, verringerte

Urinausscheidung, plötzliche Änderung des mentalen Zustands, Bereiche scheckiger Haut,

extrem niedriger Blutdruck in Verbindung mit abnormalen Laborwerten auf (Abnahme der

Thrombozytenzahl). Wenn Sie jegliche der obigen Symptome oder Anzeichen bemerken,

suchen Sie sofort einen Arzt auf.

Möglicherweise bemerken Sie unerklärliche teilweise oder allgemeine Schwellungen (Ödeme),

die von Schwindel, Benommenheit oder Durst (niedriger Blutdruck) begleitet sein können. Dies

könnten Anzeichen für eine Erkrankung (Kapillarlecksyndrom) sein, die eine übermäßige

Flüssigkeitsansammlung in Ihren Geweben verursacht. Wenn die vorgenannten Symptome oder

Anzeichen bei Ihnen auftreten,

suchen Sie sofort einen Arzt auf.

Selten: kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen

Möglicherweise treten eine Gelbfärbung von Haut und Augäpfeln (Gelbsucht), Schmerzen im

oberen rechten Bauchbereich, Übelkeit, Erbrechen, allgemeines Unwohlsein,

Konzentrationsprobleme, Desorientiertheit oder Verwirrtheit, Schläfrigkeit auf. Diese

Symptome können darauf hindeuten, dass die Leber nicht normal arbeitet. Wenn Sie jegliche

der obigen Symptome oder Anzeichen bemerken,

suchen Sie sofort einen Arzt auf

Möglicherweise treten Fieber, Atemprobleme, Hautrötungen oder Ausschlag, Übelkeit

(Brechreiz) oder Übergeben (Erbrechen) auf.

Sehr selten: kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen, oder

Nicht bekannt: Häufigkeit kann aus den verfügbaren Daten nicht ermittelt werden

Möglicherweise fällt Ihnen während der Infusion auf, dass die Yondelis-Infusion außerhalb der

Vene austritt (Paravasation). An der Injektionsstelle treten dann Rötung, Schwellung, Juckreiz

und Beschwerden auf. Wenn Sieirgendwelche der obigen Symptome oder Anzeichen

bemerken,

informieren Sie sofort das medizinische Fachpersonal oder den Arzt.

Dies kann zu Schädigung und Absterben von Gewebezellen an der Injektionsstelle

(Gewebenekrose) führen, die eine Operation erforderlich machen kann.

Einige der Symptome und Anzeichen der Paravasation treten möglicherweise erst einige

Stunden nach dem Ereignis auf. Die Haut über der Injektionsstelle kann möglicherweise Blasen

bilden, sich schälen oder dunkler werden. Möglicherweise wird das volle Ausmaß der

Gewebeschädigung erst nach einigen Tagen erkennbar. Wenn Sie irgendwelche der obigen

Symptome oder Anzeichen bemerken,

suchen Sie sofort einen Arzt auf.

Weitere weniger schwere Nebenwirkungen:

Sehr häufig: können mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen

Sie können:

sich müde fühlen;

eine Kurzatmigkeit (Dyspnoe) entwickeln;

sich leicht blaue Flecken (Blutergüsse) zuziehen;

Nasenbluten bekommen;

anfälliger für Infektionen werden. Eine Infektion könnte bei Ihnen auch eine erhöhte

Temperatur (Fieber) hervorrufen

Wenn Sie eines dieser Symptome entwickeln, sollten Sie unverzüglich einen Arzt aufsuchen.

Sie haben möglicherweise keinen Appetit, verspüren Übelkeit (Brechreiz) oder müssen

erbrechen und haben Verstopfung.

Wenn Sie trotz der Gabe von Arzneimitteln gegen Übelkeit

und Erbrechen (Antiemetika) an Übelkeit (Brechreiz) leiden, sich erbrechen müssen oder

keine Flüssigkeit trinken können und daher weniger Urin produzieren, sollten Sie sich

unverzüglich in ärztliche Behandlung begeben.

Es können möglicherweise Kopfschmerzen und Kraftverlust (Schwäche) auftreten.

Häufig: können bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen

Sie können Durchfall haben, Ihr Körper kann Wasser verlieren, Ihr Mund sich entzünden

(Stomatitis), Sie können Bauchschmerzen haben, an Gewicht verlieren,

Verdauungsbeschwerden haben und eine Veränderung Ihres Geschmackssinns erfahren.

Sie können Hustenanfälle bekommen.

Sie können Haare verlieren.

Sie können sich benommen fühlen, Schlafprobleme, Kopfschmerzen, niedrigen Blutdruck und

Gesichtsröte haben.

Schwere Nebenwirkungen, die unter der Kombination von Yondelis und PLD auftreten können:

Bei der Anwendung von Yondelis in Kombination mit PLD ist es möglich, dass manche dieser

Nebenwirkungen mit höherer Wahrscheinlichkeit auftreten und dass manche schwerer ausgeprägt

sind.

Häufig: können bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen

Es können auch Infektionen des Blutes auftreten (neutropenische Infektionen bzw. eine

neutropene Sepsis). Ihr Arzt wird regelmäßig Blutuntersuchungen veranlassen, um

Auffälligkeiten frühzeitig im Blut nachweisen zu können.

Sie können Synkopen, d. h. Ohnmachtsanfälle erleiden.

Es kann eine Herzschwäche auftreten, d. h. ein Nachlassen der Pumpleistung der großen

Herzkammern (linksventrikuläre Dysfunktion), eine plötzliche Blockade der Lungenarterie

(Lungenembolie) und eine abnorme Flüssigkeitseinlagerung in den Lungen, die eine Schwellung zur

Folge hat (Lungenödem).

Gelegentlich: kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen

Möglicherweise treten Atemprobleme, unregelmäßiger Herzschlag, verringerte

Urinausscheidung, plötzliche Änderung des mentalen Zustands, Bereiche scheckiger Haut,

extrem niedriger Blutdruck in Verbindung mit abnormalen Laborwerten auf (Abnahme der

Thrombozytenzahl). Wenn Sie irgendwelche der obigen Symptome oder Anzeichen bemerken,

suchen Sie sofort einen Arzt auf.

Möglicherweise bemerken Sie unerklärliche teilweise oder allgemeine Schwellungen (Ödeme),

die von Schwindel, Benommenheit oder Durst (niedriger Blutdruck) begleitet sein können. Dies

könnten Anzeichen für eine Erkrankung (Kapillarlecksyndrom) sein, die eine übermäßige

Flüssigkeitsansammlung in Ihren Geweben verursacht. Wenn die vorgenannten Symptome oder

Anzeichen bei Ihnen auftreten,

suchen Sie sofort einen Arzt auf.

Selten: kann bis zu 1 von 1000 Behandelten betreffen

Möglicherweise treten Fieber, Atemprobleme, Hautröte oder Hitzewallung oder Ausschlag,

Übelkeit (Brechreiz) oder Übergeben (Erbrechen) auf.

Möglicherweise treten stärkerer Muskelkater und Schmerz (Myalgie), Steifheit und Schwäche

der Muskeln auf. Die Farbe des Urins kann auch dunkler sein. Alle zuvor beschriebenen

Anzeichen können auf eine Schädigung der Muskeln (Rhabdomyolyse) hindeuten.

Sehr selten: kann bis 1 von 10.000 Behandelten betreffen, oder

Nicht bekannt: Häufigkeit kann aus den verfügbaren Daten nicht ermittelt werden

Möglicherweise fällt Ihnen während der Infusion auf, dass die Yondelis-Infusion außerhalb der

Vene austritt (Paravasation). An der Injektionsstelle treten dann Rötung, Schwellung, Juckreiz

und Beschwerden auf. Wenn Sie irgendwelche der obigen Symptome oder Anzeichen

bemerken,

informieren Sie sofort das medizinische Fachpersonal oder den Arzt.

Dies kann zu Schädigung und Absterben von Gewebezellen an der Injektionsstelle

(Gewebenekrose) führen, die eine Operation erforderlich machen kann.

Einige der Symptome und Anzeichen der Paravasation treten möglicherweise erst einige

Stunden nach dem Ereignis auf. Die Haut über der Injektionsstelle kann möglicherweise Blasen

bilden, sich schälen oder dunkler werden. Möglicherweise wird das volle Ausmaß der

Gewebeschädigung erst nach einigen Tagen erkennbar. Wenn Sie irgendwelche der obigen

Symptome oder Anzeichen bemerken,

suchen Sie sofort einen Arzt auf.

Weitere weniger schwere Nebenwirkungen:

Sehr häufig: können mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen

Bei Ihnen kann ein Hand-Fuß-Syndrom auftreten, das in Form geröteter Handflächen, Finger

und Fußsohlen in Erscheinung treten und später möglicherweise in Schwellungen und eine

Blaufärbung übergehen kann. Die Läsionen können entweder austrocknen und abschuppen oder

eine Blasen- und Geschwürbildung zeigen.

Häufig: können bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen

Es kann eine Schleimhautentzündung auftreten, die sich als Schwellung und Rötung der

Mundschleimhaut bemerkbar machen und schmerzhafte Geschwüre im Mund nach sich ziehen

kann, oder in Form einer Entzündung der Schleimhaut im Magen-Darm-Trakt in Erscheinung

treten kann.

Ihre Hautpigmentierung kann sich verstärken, d. h. Ihre Haut dunkler werden, und es kann ein

Hautausschlag auftreten.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt. Dies gilt auch für

Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen

auch direkt über das in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzeigen. Indem Sie

Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit

dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie ist Yondelis aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton nach „Verwendbar bis:“ und dem Etikett

der Durchstechflasche nach „EXP“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das

Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Im Kühlschrank lagern (2°C – 8°C).

Informationen zur Stabilität der rekonstituierten und verdünnten Lösung während der Anwendung

sind im Abschnitt für Ärzte bzw. medizinisches Fachpersonal enthalten.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nicht verwenden, wenn Sie Folgendes bemerken: sichtbare Partikel

nach der Rekonstitution oder Verdünnung des Arzneimittels.

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen

für zytotoxische Arzneimittel zu beseitigen.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Yondelis enthält:

Der Wirkstoff ist Trabectedin.

Yondelis 0,25 mg: Jede Durchstechflasche mit Pulver enthält 0,25 mg Trabectedin.

Yondelis 1 mg: Jede Durchstechflasche mit Pulver enthält 1 mg Trabectedin.

Die sonstigen Bestandteile sind Sucrose, Kaliumdihydrogenphosphat, Phosphorsäure (zur

Einstellung des pH-Wertes) und Kaliumhydroxid (zur Einstellung des pH-Wertes).

Wie Yondelis aussieht und Inhalt der Packung

Yondelis ist ein Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung. Das Pulver ist weiß

bis gebrochen weiß und wird in einer Durchstechflasche geliefert.

Jeder Umkarton enthält 1 Durchstechflasche mit entweder 0,25 mg oder 1 mg Trabectedin.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller:

Pharma Mar, S.A.

Avda. de los Reyes 1

Polígono Industrial La Mina

E-28770 Colmenar Viejo (Madrid)

Spanien

Tel.-Nr.:

+34 91 846 60 00

Fax-Nr.:

+34 91 846 60 01

Falls Sie weitere Informationen über das Arzneimittel wünschen, setzen Sie sich bitte mit dem

örtlichen Vertreter des pharmazeutischen Unternehmers in Verbindung.

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im <{MM.JJJJ}> <{Monat JJJJ}>.

Weitere Informationsquellen

Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen

Arzneimittel-Agentur http://www.ema.europa.eu/

verfügbar.

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Die folgenden Informationen sind für medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Hinweise zur Anwendung – Zubereitung, Handhabung und Entsorgung

Die geeigneten Verfahren zur richtigen Handhabung und Entsorgung von zytotoxischen Arzneimitteln

sind einzuhalten. Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen

Anforderungen zu beseitigen.

Sie sollen in den richtigen Vorgehensweisen für die Rekonstitution und Verdünnung von Yondelis

oder dessen Kombination mit PLD geschult sein sowie während der Rekonstitution und Verdünnung

Schutzkleidung, einschließlich Maske, Schutzbrille und Handschuhe, tragen. Bei versehentlichem

Kontakt mit Haut, Augen oder Schleimhäuten sind diese sofort mit reichlich Wasser zu spülen. Wenn

Sie schwanger sind, sollten Sie mit diesem Arzneimittel nicht arbeiten.

Zubereitung der intravenösen Infusion

Yondelis ist vor der Infusion zu rekonstituieren und weiter zu verdünnen (siehe auch Abschnitt 3).

Angemessene aseptische Technik ist anzuwenden.

Außer mit dem Verdünnungsmittel darf Yondelis in der gleichen Infusion nicht mit anderen

Arzneimitteln vermischt werden. Es wurden keine Unverträglichkeiten zwischen Yondelis und

Glasflaschen vom Typ I, Beuteln und Leitungen aus Polyvinylchlorid (PVC) bzw. Polyethylen (PE)

sowie Behältern aus Polyisopren und implantierbaren Gefäßzugangssystemen aus Titan beobachtet.

Bei Anwendung in einer Kombination sollte die Infusionsleitung nach der Gabe von PLD und vor der

Gabe von Yondelis gut mit 50 mg/ml (5 %iger) Glucoselösung für Infusionszwecke durchgespült

werden. Die Verwendung eines anderen Verdünnungsmittels als 50 mg/ml (5 %ige) Glucoselösung

für Infusionszwecke kann eine Ausfällung von PLD hervorrufen. (Siehe auch die Zusammenfassung

der Merkmale des Arzneimittels (Fachinformation) zu PLD für spezielle Hinweise zum Gebrauch).

Hinweise für die Rekonstitution

0,25 mg-Durchstechflasche

: Geben Sie 5 ml steriles Wasser für Infusionszwecke in die

Durchstechflasche.

1 mg-Durchstechflasche:

Geben Sie 20 ml steriles Wasser für Infusionszwecke in die

Durchstechflasche.

Die korrekte Menge steriles Wasser für Injektionszwecke wird mit einer Spritze in die

Durchstechflasche injiziert. Schütteln Sie die Flasche bis zur völligen Auflösung des Pulvers. Die

rekonstituierte Lösung ergibt eine klare, farblose bzw. leicht gelbliche Lösung, nahezu frei von

sichtbaren Partikeln.

Diese rekonstituierte Lösung enthält 0,05 mg/ml Trabectedin. Sie muss weiter verdünnt werden und

ist nur zur einmaligen Anwendung bestimmt.

Hinweise für die Verdünnung

Verdünnen Sie die rekonstituierte Lösung mit einer 9 mg/ml (0,9 %) Natriumchloridlösung oder

50 mg/ml (5 %) Glucoselösung. Berechnen Sie das erforderliche Volumen wie folgt:

Volumen (ml) = BSA (m

) x individuelle Dosis (mg/m

0,05 mg/ml

BSA = Body Surface Area (Körperoberfläche)

Entnehmen Sie die entsprechende Menge der rekonstituierten Lösung aus der Durchstechflasche.

Falls eine intravenöse Gabe über einen zentralvenösen Zugang erfolgt, geben Sie die rekonstituierte

Lösung in einen Infusionsbeutel, der ≥ 50 ml Verdünnungsmittel (9 mg/ml (0,9 %)

Natriumchloridlösung oder 50 mg/ml (5 %) Glucoselösung) enthält, so dass die Konzentration von

Trabectedin in der Infusionslösung ≤ 0,030 mg/ml beträgt.

Falls ein zentralvenöser Zugang nicht möglich ist und ein peripherer Zugang benutzt werden muss,

geben Sie die rekonstituierte Lösung in einen Infusionsbeutel mit ≥ 1.000 ml Verdünnungsmittel

(9 mg/ml (0,9 %) Natriumchloridlösung oder 50 mg/ml (5 %) Glucoselösung).

Überprüfen Sie die parenterale Lösung vor der intravenösen Gabe visuell auf sichtbare Partikel.

Sobald die Infusionslösung vorbereitet ist, sollte die Infusion unverzüglich erfolgen.

Gebrauchsstabilität der Lösungen

Rekonstituierte Lösung

Nach der Rekonstitution wurde die chemische und physikalische Stabilität für 30 Stunden bei bis zu

25°C nachgewiesen.

Aus mikrobiologischer Sicht sollte die rekonstituierte Lösung verdünnt und sofort verwendet werden.

Für den Fall, dass diese nicht verdünnt und sofort verwendet wird, ist der Anwender für die Dauer

und Bedingungen der Aufbewahrung bis zur Anwendung der rekonstituierten Lösung verantwortlich,

die normalerweise 24 Stunden bei 2°C bis 8°C nicht überschreiten sollte, es sei denn die

Rekonstitution hat unter kontrollierten und validierten aseptischen Bedingungen stattgefunden.

Verdünnte Lösung

Nach Verdünnung wurde die chemische und physikalische Stabilität für 30 Stunden bei bis zu 25°C

nachgewiesen.

9-8-2018

Yondelis

Rote - Liste

27-6-2018

Yondelis (Pharma Mar S.A.)

Yondelis (Pharma Mar S.A.)

Yondelis (Active substance: Trabectedin) - PSUSA - Modification - Commission Decision (2018)4096 of Wed, 27 Jun 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/PSUSA/3001/201709

Europe -DG Health and Food Safety