Xomolix

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Xomolix 2,5 mg/ml Injektionslösung
  • Einheiten im Paket:
  • 5 x 1 ml (Ampullen), Laufzeit: 36 Monate,10 x 1 ml (Ampullen), Laufzeit: 36 Monate
  • Verschreibungstyp:
  • Arzneimittel zur einmaligen Abgabe auf aerztliche Verschreibung
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Xomolix 2,5 mg/ml Injektionslösung
    Österreich
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiebereich:
  • Droperidol
  • Produktbesonderheiten:
  • Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AGES
  • Zulassungsnummer:
  • 1-27344
  • Berechtigungsdatum:
  • 19-12-2007
  • Letzte Änderung:
  • 08-03-2018

Packungsbeilage: zusammensetzung, kinische angaben, nebenwirkungen, wechselwirkungen, dosierung, schwangerschaft, stillzeit

GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÜR PATIENTEN

Xomolix 2,5 mg/ml Injektionslösung

Wirkstoff: Droperidol

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Anwendung dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder das medizinische

Fachpersonal.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, oder Apotheker oder das

medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage

angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

1. Was ist Xomolix und wofür wird es angewendet?

2. Was sollten Sie vor der Anwendung von Xomolix beachten?

3. Wie ist Xomolix anzuwenden?

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

5. Wie ist Xomolix aufzubewahren?

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Xomolix und wofür wird es angewendet?

Xomolix ist eine Injektionslösung, die den Wirkstoff Droperidol enthält. Dieser gehört zu einer Gruppe

von Antipsychotika, den sogenannten Butyrophenonderivaten.

Xomolix wird nach Operationen zur Vermeidung von Übelkeit oder Erbrechen oder bei Verabreichung

von morphinhaltigen Schmerzmitteln eingesetzt.

2.

Was sollten Sie vor der Anwendung von Xomolix beachten?

Xomolix darf nicht angewendet werden, wenn Sie:

allergisch gegen Droperidol oder einen der in Abschnitt 6 genannten sonstigen Bestandteile dieses

Arzneimittels sind.

allergisch auf Butyrophenone reagieren. Dies ist eine Gruppe von Arzneimitteln, die zur

Behandlung von psychiatrischen Störungen eingesetzt werden (z.B. Haloperidol, Triperidol,

Benperidol, Melperon, Domperidon).

oder jemand aus Ihrer Familie ein auffälliges Elektrokardiogramm (EKG) hat.

einen Kalium- oder Magnesiummangel haben.

eine Pulsfrequenz von weniger als 55 Schlägen pro Minute haben (Ihr Arzt oder das medizinische

Fachpersonal wird dies kontrollieren), oder Arzneimittel einnehmen, die dies verursachen können.

an einem Nebennierentumor (Phäochromozytom) leiden.

sich in einem komatösen Zustand befinden.

an Parkinson-Krankheit leiden.

unter schweren Depressionen leiden.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor Sie Xomolix anwenden:

Wenn Sie an Epilepsie leiden, oder in der Vergangenheit gelitten haben.

Wenn Sie Herzprobleme haben oder in der Vergangenheit hatten.

Wenn ein Familienmitglied an plötzlichem Herztod verstorben ist.

Wenn Sie an einer Nierenkrankheit leiden (besonders bei Langzeit-Dialyse)

Wenn Sie an einer Lungenkrankheit leiden oder Atembeschwerden haben.

Wenn Sie unter anhaltender Erbrechen oder Durchfall leiden.

Wenn Sie Insulin verwenden.

Wenn Sie Diuretika (Wassertabletten) einnehmen, die die Kalium-Ausscheidung fördern können

(z.B. Furosemid oder Bendroflumethiazid

Wenn Sie Abführmittel einnehmen.

Wenn Sie Glucocorticoide (ein Steroidhormon) einnehmen.

Wenn Sie oder ein Familienmitglied ein Blutgerinnsel hatte, da Medikamente wie dieses mit der

Bildung von Blutgerinnseln in Verbindung gebracht werden

Wenn Sie schwerer Alkoholiker sind oder waren

Die Anwendung des Arzneimittels Xomolix kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen

führen.

Anwendung von Xomolix zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal, wenn Sie andere Arzneimittel

einnehmen, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel

einzunehmen. da eine Reihe von Medikamenten nicht gleichzeitig mit Droperidol angewendet werden

darf.

Xomolix sollte nicht gleichzeitig mit folgenden Arzneimitteln angewendet werden, da die Kombination

durch ein erhöhtes Risiko für unregelmäßigen Herzschlag zu Herzinfarkt führen kann:

Anwendungsgebiete des Arzneimittels

Wirkstoff(e)

Herzarrhythmien, unregelmäßiger

Herzschlag

Antiarrhythmika Klasse IA und III

Bakterielle Infektionen

Antibiotika aus der Gruppe der Makrolide und

Fluorquinolone

Malaria

Antimalaria-Medikamente

Allergien

Antihistaminika

Psychische Krankheiten z.B.

Schizophrenie etc.

Antipsychotika

Sodbrennen

Cisaprid

Parasitäre Infektion oder Pilzinfektion

Pentamidin

Übelkeit oder Erbrechen

Domperidon

Opioidabhängigkeit, Schmerz

Methadon

Während der Anwendung von Xomolix sollte man Metoclopramid und andere Neuroleptika nicht

einnehmen, da sich das bereits bestehende Risiko für Bewegungsstörungen erhöht.

Andere Arzneimittel, welche möglicherweise einen Einfluss haben oder beeinflusst werden können,

wenn sie gemeinsam mit Xomolix angewendet werden.

Droperidol, der Wirkstoff in Xomolix:

kann die Wirkung von Beruhigungsmitteln wie Barbituraten, Benzodiazepinen und

morphinhaltigen Arzneimitteln verstärken

kann die Wirkung blutdrucksenkender Medikamente verstärken

kann die Wirkung zahlreicher anderer Arzneimittel, wie z.B. bestimmter antifungal, antiviral

und antibiotisch wirksamer Medikamente verstärken

Bitte sprechen Sie mit ihrem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal, wenn Sie eines dieser

Arzneimittel einnehmen.

Anwendung von Xomolix zusammen mit Alkohol

Vermeiden Sie den Konsum von Alkohol für 24 Stunden vor und nach der Verabreichung von Xomolix.

Schwangerschaft, Stillzeit und Zeugungs-/Gebärfähigkeit

Informieren Sie Ihren Arzt wenn Sie schwanger sind. Dieser wird dann über die Anwendung von

Xomolix entscheiden.

Bei Neugeborenen, deren Mütter im letzten Trimester (die letzten drei Monate der Schwangerschaft)

Xomolix angewendet haben, können die folgenden Symptome auftreten: Zittern, Muskelstarre und/oder

Schwäche, Schläfrigkeit, Unruhe, Atembeschwerden und Schwierigkeiten beim Füttern. Kontaktieren

Sie Ihren Arzt, wenn Ihr Baby eines dieser Symptome zeigt.

Sollten Sie während der Stillzeit Xomolix erhalten, beschränkt sich die Anwendung auf eine einmalige

Gabe. Sobald Sie nach der Operation wach sind, können Sie das Stillen fortsetzen.

Fragen Sie Ihren Arzt bevor Sie irgendein Arzneimittel nehmen.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

!

Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und

Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen.

Droperidol beeinträchtigt die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr und zum Bedienen

von Maschinen in erheblichem Ausmaß.

Vermeiden Sie das Lenken eines Fahrzeuges oder die Benutzung einer Maschine für mindestens 24

Stunden nach Verabreichung von Xomolix.

Xomolix enthält Natrium

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro ml Injektionslösung, d.h. es ist

weitgehend natriumfrei.

3.

Wie ist Xomolix anzuwenden?

Xomolix wird Ihnen von einem Arzt als Injektion in die Vene verabreicht.

Die Dosierung und die Art der Anwendung richten sich nach der jeweiligen Situation. Der Arzt wird die

Dosis von Xomolix auf Sie abstimmen und dabei unter anderem Gewicht, Alter und Gesundheitszustand

berücksichtigen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt

oder das medizinische Fachpersonal.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Kontaktieren Sie umgehend Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal, wenn eine der

folgenden schwerwiegenden Nebenwirkungen auftritt:

Fieber, Schwitzen, übermäßiger Speichelfluss, Muskelstarre, Zittern. Das könnten Anzeichen

des sogenannten malignen neuroleptischen Syndroms sein (seltene Nebenwirkung).

Starke allergische Reaktion oder spontan auftretende Schwellungen im Gesicht oder Hals;

Schluckbeschwerden, Nesselsucht oder Atembeschwerden (seltene Nebenwirkung)

Weitere bekannte Nebenwirkungen im Zusammenhang mit einer Droperidol-Behandlung:

Häufige Nebenwirkungen (betrifft 1 bis 10 Behandelte von 100)

Benommenheit

Niedriger Blutdruck

Gelegentliche Nebenwirkungen (betrifft 1 bis 10 Behandelte von 1.000)

Angstzustände

Augenverdrehen

Beschleunigter Puls, d.h. mehr als 100 Schläge pro Minute

Schwindel

Seltene Nebenwirkungen (betrifft 1 bis 10 Behandelte von 10.000)

Verwirrung

Unruhe

Unregelmäßiger Puls

Hautausschlag

Sehr seltene Nebenwirkungen (betrifft weniger als 1 Behandelten von 10.000)

Störungen des Blutbilds (für gewöhnlich Störungen, die die roten Blutkörperchen oder die

Blutplättchen betreffen). Ihr Arzt kann Sie darüber informieren.

Stimmungsänderungen wie z.B. Traurigkeit, Ängstlichkeit, Depression und Reizbarkeit

Unkontrollierte Muskelbewegungen

Krämpfe oder Zittern

Herzinfarkt (Herzstillstand)

Plötzlicher Herztod

Torsade-de-pointes-Arrhythmien (lebensbedrohlicher unregelmäßiger Herzschlag)

Verlängertes QT-Intervall im EKG (eine Erkrankung des Herzens mit Auswirkung auf die

Herzfrequenz)

Andere Nebenwirkungen von unbekannter Häufigkeit (die Häufigkeit kann aufgrund der verfügbaren

Daten nicht festgestellt werden)

Gestörte Sekretion des antidiuretischen Hormons (eine erhöhte Freisetzung dieses Hormons, was

zu verringerter Wasserausscheidung und zu verringerten Natriumwerten im Blut führt)

Halluzinationen

Epileptische Anfälle

Parkinson-Krankheit

Ohnmacht

Atembeschwerden

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische

Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem (Details siehe unten)

anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen

über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

Österreich

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

AT-1200 Wien

Fax: +43(0)5055536207

Website: http://www.basg.gv.at/

5.

Wie ist Xomolix aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der Ampulle nach „verwendbar

bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den

letzten Tag des angegebenen Monats.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Die Lösung ist sofort nach dem erstmaligen Öffnen zu verwenden.

Die Kompatibilität von Droperidol mit Morphinsulfat in 0,9% Kochsalzlösung (14 Tage bei

Zimmertemperatur) ist in Plastikspritzen nachgewiesen worden. Aus mikrobiologischer Sicht sollte

das verdünnte Arzneimittel unmittelbar verwendet werden. Wird es nicht unmittelbar verwendet,

liegen die Verwendungsdauer und die Augbewahrungsbedingungen vor der Anwendung in der

Verantwortlichkeit des Anwenders: die Verwendungsdauer des Produktes ist normalerweise nicht

länger als 24 Stunden bei Temperaturen zwischen 2 und 8°C, es sei denn, die Lösung wurde unter

kontrollierten und validierten aseptischen Bedingungen hergestellt.

Dieses Arzneimittel darf bei Anzeichen von Verderben nicht verwendet werden. Die Lösung sollte

vor dem Gebrauch visuell kontrolliert werden und es sollten nur klare Lösungen ohne sichtbare

Partikel verwendet werden.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker,

wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum

Schutz der Umwelt bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Xomolix enthält

Der Wirkstoff ist Droperidol, 1 ml der Lösung enthält 2,5 mg Droperidol.

Die sonstigen Bestandteile sind Mannitol, Weinsäure, Natriumhydroxid, Wasser für Injektionszwecke.

Wie Xomolix aussieht und Inhalt der Packung

Xomolix ist eine klare, farblose Injektionslösung.

Die Lösung befindet sich in braunen Glasampullen. Jede Ampulle enthält 1 ml Lösung und ist in

Packungseinheiten zu 10 Ampullen erhältlich.

PHARMAZEUTISCHER UNTERNEHMER

Chiesi Pharmaceuticals GmbH

Gonzagagasse 16/16

1010 Wien

HERSTELLER

Delpharm Tours

rue Paul Langevin

37170 – Chambray-les-Tours

France

Z.Nr.: 1-27344

Dieses Arzneimittel ist in folgenden Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR)

unter den folgenden Namen zugelassen:

Xomolix

Österreich, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Spanien, Ungarn, Irland, Italien, Portugal,

Slowenien, Slowakische Republik,

Großbritannien

Dehydrobenzperidol

Belgien, Dänemark, Finnland, Luxemburg, Niederlande

Dridol

Island, Norwegen, Schweden

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Juni 2018.

Es gibt keine Sicherheitswarnungen betreffend dieses Produktes.