Xiapex

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Xiapex
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Xiapex
    Europäische Union
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Andere Medikamente für Erkrankungen des Bewegungsapparates
  • Therapiebereich:
  • Dupuytren Kontraktur
  • Anwendungsgebiete:
  • Xiapex ist angezeigt für:.

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • EMA - European Medicines Agency
  • Berechtigungsstatus:
  • Autorisiert
  • Zulassungsnummer:
  • EMEA/H/C/002048
  • Berechtigungsdatum:
  • 28-02-2011
  • EMEA-Code:
  • EMEA/H/C/002048
  • Letzte Änderung:
  • 05-03-2018

Öffentlichen Beurteilungsberichts

Eine Agentur der Europäischen Union

Fax

© European Medicines Agency, 2015 Nachdruck mit Quellenangabe gestattet.

EMA/748449/2015

EMEA/H/C/002048

Zusammenfassung des EPAR für die Öffentlichkeit

Xiapex

Collagenase (Clostridium histolyticum)

Dies ist eine Zusammenfassung des Europäischen Öffentlichen Beurteilungsberichts (EPAR) für Xiapex.

Hierin wird erläutert, wie der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) das Arzneimittel beurteilt hat,

um zu seinem befürwortenden Gutachten zur Erteilung der Genehmigung für das Inverkehrbringen und

seinen Empfehlungen zu den Anwendungsbedingungen für Xiapex zu gelangen.

Was ist Xiapex?

Xiapex ist ein Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung. Es enthält den Wirkstoff

Collagenase (Clostridium histolyticum).

Wofür wird Xiapex angewendet?

Xiapex wird zur Behandlung einer Dupuytren’schen Kontraktur und der Peyronie-Krankheit bei

Erwachsenen angewendet.

Eine Dupuytren’sche Kontraktur ist eine Krankheit, bei der sich einer oder mehrere Finger nach vorne

zur hin Handfläche krümmen und nicht vollständig gestreckt werden können. Sie wird durch eine

Verdickung des Gewebes unter der Haut der Handfläche verursacht. Es bilden sich „Stränge“, wodurch

die Finger nach unten gezogen werden. Xiapex ist bei Patienten anzuwenden, die Stränge in der

Handfläche aufweisen, die so dick sind, dass sie durch die Haut ertastet werden können.

Bei der Peyronie-Krankheit handelt es sich um eine Erkrankung, bei der Männer Plaques fibrösen,

narbigen Gewebes im Penis entwickeln, wodurch dieser sich abnormal verkrümmt. Dies führt mitunter

zu Schmerzen und Schwierigkeiten beim Geschlechtsverkehr. Xiapex wird bei Patienten mit Plaques

angewendet, die durch die Haut tastbar sind, und bei denen die abnormale Verkrümmung des Penis zu

Beginn der Behandlung mindestens 30 Grad beträgt.

Das Arzneimittel ist nur auf ärztliche Verschreibung erhältlich.

Xiapex

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Wie wird Xiapex angewendet?

Xiapex muss von einem Arzt verabreicht werden, der in der Anwendung des Arzneimittels geschult ist

und Erfahrung in der Diagnose und Behandlung einer Dupuytren’schen Kontraktur oder

Genitalerkrankungen bei Männern besitzt.

Der Arzt spritzt zur Behandlung einer Dupuytren’schen Kontraktur die angemessene Dosis Xiapex

direkt in einen Strang in der Handfläche des Patienten. Etwa 24 Stunden nach der Injektion kann der

Arzt dann eine Fingerstreckung durchführen. Hierbei werden der bzw. die Finger ca. 10 bis 20

Sekunden lang gestreckt, was hilft, den Strang zu lösen. Up to 2 cords or 2 affected joints in the same

hand can be treated at a time. Falls nach Injektion und Fingerstreckung kein zufriedenstellendes

Ergebnis erzielt wurde, kann das Verfahren im Abstand von jeweils einem Monat bis zu höchstens drei

Injektionen je Strang wiederholt werden.

Bei Patienten mit Peyronie-Krankheit wird Xiapex in bis zu 4 Behandlungszyklen gegeben, wobei jeder

Zyklus etwa 6 Wochen dauert. Bei jedem Zyklus wird die Xiapex-Dosis in die Plaque injiziert, welche

die Verformung verursacht. Auf die erste Injektion folgt 1 bis 3 Tage später eine zweite. Nach weiteren

1 bis 3 Tagen führt der Arzt ein „Verfahren zur Penismodellierung“ durch, bei dem er die Plaque

vorsichtig in die entgegensetzte Richtung der abnormalen Verkrümmung streckt und biegt. Die

Patienten sollten das Verfahren zur Modellierung danach gemäß den ärztlichen Anweisungen für den

Rest des Zyklus täglich zu Hause durchführen.

Weitere Informationen über die Anwendung von Xiapex, einschließlich Anweisungen zu Verfahren der

Fingerstreckung und Penismodellierung finden Sie in der Zusammenfassung der Merkmale des

Arzneimittels (ebenfalls Bestandteil des EPAR).

Wie wirkt Xiapex?

Die Stränge in der Handfläche von Patienten mit einer Dupuytren’schen Kontraktur und die Plaques bei

der Peyronie-Krankheit bestehen aus Fasern eines Proteins (Eiweißes) mit dem Namen Collagen.

Xiapex enthält eine Mischung aus zwei „Collagenasen“, Enzymen, die Collagen zersetzen. Bei der

Injektion in einen Strang oder eine Plaque werden die Collagenfasern durch die Collagenasen zersetzt.

Hierdurch wird der Strang oder die Plaque geschwächt und zersetzt.

Die Collagenasen in Xiapex werden aus dem Bakterium Clostridium histolyticum gewonnen.

Wie wurde Xiapex untersucht?

Xiapex wurde in zwei Hauptstudien an insgesamt 374 Patienten mit Dupuytren'scher Kontraktur mit

Placebo (Scheinbehandlung) verglichen. Die Patienten wurden mit drei Injektionen behandelt. Drei

Monate nach der letzten Injektion wurden ihre Hände untersucht um zu beurteilen, inwieweit die

Fingergelenke gestreckt werden konnten. Hauptindikator für die Wirksamkeit war der Anteil der

Patienten, deren am stärksten betroffenes Gelenk sich soweit strecken ließ, dass es sich um nicht mehr

als 5 Grad nach vorne krümmte.

Im Hinblick auf die Peyronie-Krankheit wurde Xiapex in zwei weiteren Studien an 832 Männern mit

Placebo verglichen. Die Patienten erhielten bis zu 4 Behandlungszyklen, die jeweils zwei Injektionen

und ein darauffolgendes Modellierungsverfahren beinhalteten. Die Wirkung wurde bei einer

Nachuntersuchung nach einem Jahr beurteilt. Der Hauptindikator für die Wirksamkeit war die

Reduzierung der abnormalen Verkrümmung des Penis und das Ausmaß, zu dem die Erkrankung den

Patienten beeinträchtigte.

Xiapex

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Welchen Nutzen hat Xiapex in diesen Studien gezeigt?

Xiapex war bei der Behandlung einer Dupuytren’schen Kontraktur nachweislich wirksamer als Placebo.

Von den Patienten, die die erste Studie abschlossen, waren 64 % (130 von 203) der Patienten, die

Xiapex erhielten, in der Lage, ihre Finger bis zu einem Winkel von 5 Grad oder weniger zu strecken.

Der entsprechende Anteil der Patienten, die Placebo erhielten, betrug 7 % (7 von 103). In der zweiten

Studie lagen die Werte für die Xiapex-Gruppe bei 44 % (20 von 45) und für die Placebo-Gruppe bei 5

% (1 von 21). Xiapex war auch bei der Behandlung der Peyronie-Krankheit wirksamer als Placebo.

Sie führte in den zwei Studien zu einer Verbesserung der abnormalen Verkrümmung um 38 % bzw. 31

%. Im Vergleich hierzu betrug die Verbesserung bei Placebo 21 % bzw. 15 %. Es bestand auch eine

größere Verbesserung mit Xiapex als mit Placebo in Bezug auf die vom Patienten berichteten Werte,

wie sehr sie die Erkrankung nach der Behandlung beeinträchtigte.

Welches Risiko ist mit Xiapex verbunden?

Sehr häufige Nebenwirkungen von Xiapex waren lokale Reaktionen an der Injektionsstelle wie

Schwellung, Bluterguss, Blutungen und Schmerzen. Reaktionen an der Injektionsstelle waren sehr

häufig und traten bei der überwiegenden Mehrheit der Patienten auf. Diese Reaktionen waren

überwiegend leichter bis mittelschwerer Art und klangen im Allgemeinen innerhalb von ein bis zwei

Wochen ab. Xiapex darf nicht zur Behandlung der Peyronie-Krankheit angewendet werden, wenn sich

die Plaque auf die Urethra (die Harnröhre) auswirkt (die Röhre, durch die Urin und Samen nach außen

befördert wird). Die vollständige Auflistung der Nebenwirkungen und Einschränkungen im

Zusammenhang mit Xiapex ist der Packungsbeilage zu entnehmen.

Warum wurde Xiapex zugelassen?

Der CHMP gelangte zu dem Schluss, dass der Nutzen von Xiapex gegenüber den Risiken überwiegt,

und empfahl, die Genehmigung für das Inverkehrbringen zu erteilen.

Welche Maßnahmen werden zur Gewährleistung der sicheren und

wirksamen Anwendung von Xiapex ergriffen?

Es wurde ein Risikomanagementplan entwickelt, um sicherzustellen, dass Xiapex so sicher wie möglich

angewendet wird. Auf der Grundlage dieses Plans wurden Sicherheitsinformationen in die

Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels und die Packungsbeilage für Xiapex aufgenommen,

einschließlich geeigneter Vorsichtsmaßnahmen für Angehörige der Heilberufe und Patienten.

Darüber hinaus muss der Hersteller von Xiapex sicherstellen, dass alle Ärzte, die das Arzneimittel

anwenden werden, in der Anwendung des Arzneimittels fachgerecht geschult werden und in der

Diagnose und Behandlung einer Dupuytren’schen Kontraktur oder der Peyronie-Krankheit Erfahrung

haben. Das Unternehmen muss ein Schulungsprogramm für Ärzte über die korrekte Anwendung und

die möglichen Nebenwirkungen des Arzneimittels durchführen.

Weitere Informationen über Xiapex

Am 28. Februar 2011 erteilte die Europäische Kommission eine Genehmigung für das Inverkehrbringen

von Xiapex für die gesamte Europäische Union.

Den vollständigen Wortlaut des EPAR für Xiapex finden Sie auf der Website der

Agentur: ema.europa.eu/Find medicine/Human medicines/European Public Assessment Reports

. Wenn

Xiapex

EMA/748449/2015

Seite 4/4

Sie weitere Informationen zur Behandlung mit Xiapex benötigen, lesen Sie bitte die Packungsbeilage

(ebenfalls Bestandteil des EPAR) oder wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Diese Zusammenfassung wurde zuletzt im 11-2015 aktualisiert.

Packungsbeilage

B. PACKUNGSBEILAGE

Gebrauchsinformation: Information für Anwender

XIAPEX 0,9 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung

Mikrobielle Collagenase aus C

lostridium histolyticum

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor dieses Arzneimittel bei Ihnen

angewendet wird, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt. Dies gilt auch für

Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Xiapex und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Anwendung von Xiapex beachten?

Wie wird Xiapex angewendet?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Xiapex aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Xiapex und wofür wird es angewendet?

Xiapex wird zur Behandlung von zwei verschiedenen Erkrankungen angewendet:

Dupuytren’sche

Kontraktur bei erwachsenen Patienten mit einem tastbaren Strang

Peyronie-Krankheit bei

erwachsenen Männern.

Dupuytren’sche Kontraktur

Dies ist eine Krankheit, bei der sich Ihr(e) Finger nach innen krümmt (krümmen). Diese Krümmung

oder Beugung nennt man Kontraktur, und sie wird durch die abnormale Bildung eines

collagenhaltigen Strangs unter der Haut verursacht. Bei vielen Menschen verursacht eine solche

Kontraktur erhebliche Schwierigkeiten bei Alltagsaktivitäten und alltäglichen Verrichtungen wie etwa

beim Lenken von Fahrzeugen, beim Händeschütteln, bei sportlichen Aktivitäten, beim Öffnen von

Dosen und Behältnissen, beim Maschineschreiben oder beim Halten von Gegenständen.

Peyronie-Krankheit

Dies ist eine Erkrankung, bei der erwachsene Männer eine fühlbare „Plaque“ in ihrem Penis sowie

eine Penisverkrümmung haben. Die Krankheit kann zu einer veränderten Form des erigierten Penis

führen, da es innerhalb der dehnfähigen Fasern des Penis zu einer ungewöhnlichen Ansammlung von

Narbengewebe, auch als Plaque bekannt, kommen kann. Die Plaque kann die Fähigkeit, eine gerade

Erektion zu bekommen, beeinträchtigen, da die Plaque sich nicht so stark ausdehnt wie der restliche

Penis. Bei Männern mit der Peyronie-Krankheit kann es zu einer Erektion kommen, die gekrümmt

oder gebogen aussieht.

Der Wirkstoff in Xiapex ist mikrobielle Collagenase. Diese Collagenase

wird mithilfe des

Mikroorganismus

Clostridium histolyticum

produziert. Xiapex wird von Ihrem Arzt in den Strang in

Ihrem Finger/Ihrer Hand oder in die Plaque in Ihrem Penis injiziert und wirkt, indem es das Collagen

im Strang oder der Plaque zersetzt.

Bei der Dupuytren’schen Krankheit baut Xiapex das Kollegen ab, das den Strang bildet, und beseitigt

so die Krümmung ganz oder teilweise, wodurch Sie Ihre(n) Finger besser geradestrecken können.

Bei der Peyronie-Krankheit baut Xiapex das Collagen in der Plaque ab, welche die gekrümmte Form

Ihres erigierten Penis bewirkt. Dies kann dazu beitragen, dass die zuvor gekrümmte Erektion wieder

gerader wird und Sie sich durch Ihre Krankheit weniger beeinträchtigt fühlen. Wie stark die

Krümmung zurückgeht, ist bei jedem Patienten unterschiedlich.

2.

Was sollten Sie vor der Anwendung von Xiapex beachten?

Xiapex darf bei Ihnen nicht angewendet werden,

wenn Sie allergisch gegen mikrobielle Collagenase

oder einen der in Abschnitt 6. genannten

sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

wenn bei der Peyronie-Krankheit die Behandlung Ihrer Plaque auch die Harnröhre (die Urethra)

mit einbezieht.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Xiapex bei Ihnen angewendet wird.

Allergische Reaktionen

Bei Patienten, die Xiapex erhalten, können schwere allergische Reaktionen auftreten, da das

Arzneimittel Proteine enthält, die der menschliche Körper nicht kennt.

Informieren Sie sofort Ihren Arzt, wenn bei Ihnen nach einer Injektion von Xiapex eines der

folgenden Symptome einer allergischen Reaktion auftritt:

Quaddeln

Schwellung im Gesicht

Atemprobleme

Brustschmerzen

Die Möglichkeit einer schwerwiegenden allergischen Reaktion oder die Entstehung eines

muskuloskeletalen Syndroms bei wiederholter Anwendung von Xiapex kann nicht ausgeschlossen

werden. Zu den Symptomen eines muskuloskeletalen Syndroms könnten Gelenk- oder

Muskelschmerzen, Schultersteifheit, Schwellung der Hand, Handflächenfibrose und Verdickung oder

Knötchenbildung an Sehnen zählen. Wenn Sie solche Symptome bei sich feststellen, informieren Sie

bitte Ihren Arzt.

Bevor dieses Arzneimittel bei Ihnen angewendet wird,

achten Sie bitte darauf, dass Ihr Arzt

Bescheid weiß:

falls Sie schon einmal eine allergische Reaktion bei einer früheren Injektion von Xiapex hatten.

falls Sie eine Krankengeschichte mit Problemen bei der normalen Blutgerinnung haben oder

falls Sie Arzneimittel zur Kontrolle der Blutgerinnung (mit der Bezeichnung

„Antikoagulanzien“) anwenden.

falls Sie derzeit Antikoagulanzien verwenden, darf Xiapex innerhalb von 7 Tagen nach der

letzten Gabe dieser Antikoagulanzien bei Ihnen nicht angewendet werden. Eine Ausnahme ist

die Anwendung von Acetylsalicylsäure (eine Substanz, die in vielen Arzneimitteln zur

Hemmung der Blutgerinnung enthalten ist), die in einer täglichen Dosis von bis zu 150 mg

eingenommen werden kann.

Wenn bei Ihnen eine Dupuytren’sche Kontraktur behandelt wird

Dieses Arzneimittel darf nur von Ihrem Arzt in den Collagenstrang in Ihrer Hand injiziert werden. Ihr

Arzt wird darauf achten, eine Injektion in Sehnen, Nerven oder Blutgefäße zu vermeiden. Eine

fälschliche Injektion in Sehnen, Nerven oder Blutgefäße kann zu einer Blutung oder Verletzung und

zu möglichen dauerhaften Schäden an diesen Strukturen führen. Falls der zu behandelnde Strang an

der Haut anhaftet, besteht für Sie ein höheres Risiko, dass die Haut während der Fingerstreckung nach

der Injektion von Xiapex aufreißt oder aufbricht.

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie früher schon einmal Xiapex erhalten haben oder darüber

nachdenken, es zur Behandlung einer Erkrankung namens Peyronie-Krankheit zu erhalten. Diese

Erkrankung betrifft erwachsene Männer, die eine fühlbare Plaque sowie eine Penisverkrümmung

haben.

Wenn bei Ihnen eine Peyronie-Krankheit behandelt wird

Dieses Arzneimittel darf nur von Ihrem Arzt in die Plaque in Ihrem Penis injiziert werden.

Penisbruch (Schwellkörperruptur) oder andere schwerwiegende Schäden/Verletzungen am

Penis

Die Injektion von Xiapex kann zu Schäden an den Röhren in Ihrem Penis führen, die Schwellkörper

genannt werden. Nach der Behandlung mit Xiapex kann eine dieser Röhren während einer Erektion

brechen. Dies wird Schwellkörperruptur oder Penisbruch genannt.

Nach der Behandlung mit Xiapex können auch Blutgefäße in Ihrem Penis brechen, was zu einer

Ansammlung von Blut unterhalb der Haut führt (dies wird Hämatom genannt).

Folgendes können Symptome eines Penisbruchs (Schwellkörperruptur) oder anderer schwerwiegender

Schäden/Verletzungen an Ihrem Penis sein:

ein knackendes Geräusch oder Gefühl im erigierten Penis

die Erektion kann plötzlich nicht mehr aufrechterhalten werden

Schmerzen im Penis

violetter Bluterguss und Anschwellen des Penis

Schwierigkeiten beim Wasserlassen oder Blut im Urin

Informieren Sie sofort Ihren Arzt, wenn bei Ihnen eines der oben aufgelisteten Symptome eines

Penisbruchs oder schwerwiegender Schäden/Verletzungen an Ihrem Penis auftreten, da dies

einen chirurgischen Eingriff erforderlich machen kann.

Nach der zweiten Injektion eines Behandlungszyklus mit Xiapex und nach Abklingen von Schmerzen

und Schwellungen

dürfen Sie mindestens 2 Wochen lang keinen Geschlechtsverkehr haben oder

andere sexuelle Aktivitäten ausführen

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie schon früher einmal Xiapex erhalten haben oder darüber

nachdenken, es zur Behandlung einer Erkrankung namens Dupuytren’sche Kontraktur zu erhalten. Bei

dieser Erkrankung bildet sich ein Strang im Gewebe der Handinnenfläche, was dazu führt, dass sich

ein oder mehrere Finger in Richtung der Handinnenfläche krümmen und nicht gestreckt werden

können.

Kinder und Jugendliche

Es gibt keine relevante Verwendung von Xiapex bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 0 bis

18 Jahren bei der Behandlung einer Dupuytren’schen Kontraktur oder der Peyronie-Krankheit.

Anwendung von Xiapex zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, kürzlich andere

Arzneimittel angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel anzuwenden. Hierzu gehören

auch solche zur Kontrolle der Blutgerinnung (mit der Bezeichnung Antikoagulanzien),

Anthrachinonderivate, bestimmte Antibiotika (Tetracycline und Anthracycline/Chinolone) zur

Behandlung von Infektionen. Es sind keine Wechselwirkungen bei der gleichzeitigen Anwendung von

Arzneimitteln gegen erektile Dysfunktion und der Behandlung mit Xiapex bekannt.

Schwangerschaft und Stillzeit

Dupuytren’sche Kontraktur

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder

beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker um Rat, bevor dieses

Arzneimittel bei Ihnen angewendet wird.

Es gibt keine Erfahrungen mit der Anwendung von Xiapex bei schwangeren Frauen. Eine Anwendung

von Xiapex während der Schwangerschaft wird daher nicht empfohlen und die Behandlung sollte bis

nach der Schwangerschaft aufgeschoben werden.

Da es keine Erfahrungen zur Anwendung von Xiapex bei stillenden Frauen gibt, wird die Anwendung

von Xiapex während der Stillzeit nicht empfohlen.

Peyronie-Krankheit

Diese Erkrankung tritt bei Frauen nicht auf.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Wenn Sie unmittelbar nach einer Injektion von Xiapex Schwindel, Taubheitsgefühl oder veränderte

Sinneswahrnehmung und Kopfschmerzen bemerken, müssen Sie möglicherweise gefährliche

Tätigkeiten wie das Lenken von Fahrzeugen oder das Bedienen von Maschinen so lange vermeiden,

bis diese Wirkungen wieder abgeklungen sind oder Ihr Arzt Ihnen dies wieder erlaubt.

Schwellungen und Schmerzen können die Benutzung der behandelten Hand bei der Dupuytren’schen

Krankheit beeinträchtigen.

Xiapex enthält Natrium

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Dosis, d.

h. es ist nahezu

„natriumfrei“.

3.

Wie wird Xiapex angewendet?

Diese Behandlung darf Ihnen nur von einem Arzt gegeben werden, der in der richtigen Anwendung

von Xiapex geschult ist und Erfahrung bei der Behandlung der Dupuytren’schen Kontraktur oder der

Peyronie-Krankheit hat.

Sie werden Xiapex als Injektion direkt in den Bereich erhalten, der für die Krümmung Ihres

Fingers/Penis verantwortlich ist (intraläsionale Injektion). Ihr Arzt wird Ihnen alle Injektionen mit

Xiapex verabreichen.

Die empfohlene Dosis des Ihnen verschriebenen Arzneimittels beträgt 0,58 mg.

Dupuytren’sche Kontraktur

Das Gesamtvolumen der Injektion hängt vom behandelten Gelenk ab. Ihr Arzt wird mit Sorgfalt eine

Stelle auswählen, an der der Collagenstrang am besten zugänglich ist, und wird die Injektion in den

Strang verabreichen.

Nach der Injektion wird Ihr Arzt an Ihrer Hand einen Verband anlegen. Sie müssen die Bewegung des

behandelten Fingers für 1 Tag einschränken und es ist durchaus nicht ungewöhnlich, dass sich der

Finger bei manchen Patienten von selbst streckt. Sie sollten die Finger an der behandelten Hand nicht

beugen oder strecken, bis Sie von Ihrem Arzt die Anweisung dazu erhalten haben. Versuchen Sie

niemals, den mit der Injektion behandelten Strang durch eigene Manipulationen zu lösen. Lagern Sie

die behandelte Hand bis zum Tag nach der Fingerstreckung nach Möglichkeit erhöht.

Ihr Arzt wird Sie ersuchen, ihn etwa 24-72 Stunden nach der Injektion wieder aufzusuchen, um eine

Fingerstreckung zu versuchen. Nach der Streckung Ihres Fingers wird Ihr Arzt Ihnen eine Schiene

anlegen, die Sie bis zu 4 Monate lang am Abend vor dem Zubettgehen anlegen und tragen müssen.

Falls Ihr Finger beim Kontrollbesuch bei Ihrem Arzt noch immer nicht gestreckt werden kann, ist

unter Umständen eine weitere Behandlung mit Xiapex notwendig, das etwa 4 Wochen nach der ersten

Injektion erneut angewendet werden kann. Die Injektionen und die Fingerstreckungen können pro

Strang insgesamt dreimal durchgeführt werden, und zwar in Zeitintervallen von jeweils 4 Wochen. Bei

einem Behandlungsbesuch kann in bis zu zwei Stränge oder zwei betroffene Gelenke in derselben

Hand eine Injektion verabreicht werden. Falls die Erkrankung zu mehrfachen Kontrakturen geführt

hat, können zusätzliche Stränge bei anderen Behandlungsbesuchen in einem zeitlichen Abstand von

etwa 4 Wochen behandelt werden.

Ersuchen Sie in jedem Fall Ihren Arzt, Ihnen mitzuteilen, wann Sie nach der Behandlung mit Xiapex

Ihre Alltagstätigkeiten wieder normal verrichten können. Es wird empfohlen, anstrengende

Tätigkeiten mit Ihrem Finger so lange zu vermeiden, bis Sie weitere Anweisungen von Ihrem Arzt

erhalten haben. Ihr Arzt wird Ihnen unter Umständen auch empfehlen, einige Monate lang mehrmals

täglich einige Übungen zur Fingerbeugung und -streckung durchzuführen.

Die Erfahrung mit Xiapex in klinischen Studien ist derzeit auf bis zu 3 Injektionen pro Strang und bis

zu insgesamt 8 Injektionen in die Hand beschränkt.

Peyronie-Krankheit

Ihr Arzt wird Xiapex in die Plaque injizieren, die für die Krümmung Ihres Penis verantwortlich ist.

Xiapex wird im Rahmen eines Behandlungszyklus angewendet. In jedem Behandlungszyklus

werden Sie eine Injektion von Xiapex erhalten, gefolgt von einer zweiten Injektion an einem

anderen Tag (1 bis 3 Tage später).

Nach jeder Injektion von Xiapex wird Ihr Penis eventuell in einen Verband eingewickelt. Ihr

Arzt wird Ihnen sagen, wann Sie den Verband entfernen können.

Ein bis drei Tage nach der zweiten Injektion von Xiapex innerhalb eines Behandlungszyklus

müssen Sie wieder zu Ihrem Arzt, damit eine manuelle Prozedur durchgeführt werden kann, die

dabei hilft, Ihren Penis zu dehnen und geradezubiegen. Ihr Arzt wird Ihnen sagen, wann Sie

dafür wieder zu ihm kommen sollen.

Ihr Arzt wird Ihnen die richtige Methode zeigen, mit der Sie Ihren Penis sanft dehnen und

geradebiegen. Weitere Informationen finden Sie unter

„Anweisungen zur sanften Dehnung

Ihres Penis“

„Anweisungen zum sanften Geradebiegen Ihres Penis“ am Ende der

Packungsbeilage.

Sie dürfen Ihren Penis nur dann sanft dehnen, wenn Sie keine Erektion haben.

Nach jedem

Behandlungszyklus sollten Sie Ihren Penis 6 Wochen lang 3-mal täglich sanft dehnen.

Sie dürfen Ihren Penis nur dann sanft geradebiegen, wenn Sie, ohne eine sexuelle Aktivität

auszuüben, eine Erektion haben (spontane Erektion).

Nach jedem Behandlungszyklus

sollten Sie Ihren Penis 6 Wochen lang 1-mal täglich sanft geradebiegen.

Ihr Arzt wird Ihnen sagen, wann Sie nach einem Behandlungszyklus wieder sexuell aktiv sein

dürfen.

Ihr Arzt wird Ihnen auch sagen, wann Sie wieder zu ihm kommen müssen, wenn weitere

Behandlungszyklen notwendig sein sollten.

Die Erfahrung mit Xiapex in klinischen Studien ist derzeit auf 4 Behandlungszyklen beschränkt,

während denen insgesamt 8 Injektionen in die Plaque, welche die Krümmung verursacht, verabreicht

werden können.

Informieren Sie umgehend Ihren Arzt, wenn Sie Probleme beim Dehnen oder Geradebiegen Ihres

Penis haben, oder wenn Schmerzen oder andere Beschwerden auftreten.

Wenn Sie eine größere Menge von Xiapex erhalten haben, als Sie sollten

Da Ihnen dieses Arzneimittel von Ihrem Arzt verabreicht wird, ist es höchst unwahrscheinlich, dass

Sie eine falsche Dosis erhalten werden. In dem unwahrscheinlichen Fall, dass Ihr Arzt eine höhere

Dosis als empfohlen verabreicht, könnte sich der Schweregrad der möglichen Nebenwirkungen

erhöhen, die in Abschnitt 4 „Welche Nebenwirkungen sind möglich?“ angeführt werden.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt

oder Apotheker.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Allergische Reaktionen

Gelegentlich (1 Fall) wurden schwere allergische Reaktionen gemeldet. Wenden Sie sich bitte sofort

an einen Arzt, wenn Sie Zeichen oder Symptome einer schwerwiegenden allergischen Reaktion bei

sich feststellen, wie etwa großflächige Rötung oder Ausschlag, Schwellungen, Engegefühl im Hals

oder Schwierigkeiten beim Atmen.

Xiapex darf bei Ihnen nicht angewendet werden,

wenn Sie

wissen, dass Sie bereits einmal eine schwere allergische Reaktion auf Collagenase oder einen der

anderen Bestandteile des Arzneimittels hatten.

Dupuytren’sche Kontraktur

Die meisten Nebenwirkungen, die in den klinischen Studien beobachtet wurden, waren leichter oder

mäßiger Art und auf die behandelte Hand beschränkt.

Die folgenden Nebenwirkungen wurden mit Xiapex beschrieben, wenn das Arzneimittel bei einem

Behandlungsbesuch in bis zu zwei Stränge oder Gelenke injiziert wurde:

Sehr häufige Nebenwirkungen

(können bei mehr als 1 von 10 Personen auftreten):

Reaktionen an der Injektionsstelle wie Blutungen, Schmerzen, Schwellung,

Druckempfindlichkeit und Bluterguss

Juckreiz in der Hand

Schmerzgefühl in der Hand, im Handgelenk oder im Arm

geschwollene oder vergrößerte Drüsen in der Nähe des Ellbogens oder unter dem Arm

Schwellung an der Hand oder am Arm

Häufige Nebenwirkungen

(können bei bis zu 1 von 10 Personen auftreten):

Reaktionen an der Injektionsstelle wie Schmerzen, Wärmegefühl, Schwellung, Blasenbildung,

Hautrötung und/oder Hautausschlag

Hautwunde an der Injektionsstelle

Hautwunde, Blutblase

schmerzhafte Drüsen in der Nähe des Ellbogens oder unter dem Arm

Gelenkschwellung und -schmerzen

Brennen, teilweiser Verlust der Empfindlichkeit, Taubheitsgefühl oder Hautkribbeln

(Ameisenlaufen)

Schwindel, Kopfschmerzen, Übelkeit

vermehrtes Schwitzen

Gelegentliche Nebenwirkungen

(können bei bis zu 1 von 100 Personen auftreten):

Sehnenriss, Verletzung eines Bandes (Ligaments)

niedrige Blutplättchenzahl

Schwellung der Augenlider

allergische Reaktion

chronische Schmerzen

Gliederbeschwerden, -verletzung, -lähmung

Tremor/Zittern, erhöhte Reizempfindlichkeit

Bewusstseinsverlust

Erbrechen, Durchfall, Oberbauchschmerzen

Ausschlag, Ekzem

Gelenksteifheit, Knarren von Gelenken

Muskelkrampf, Muskelschwäche, Knochen-Muskel-Steife oder Knochen-Muskel-Beschwerden

Schmerzgefühl in Lenden, Schulter, Brustwand oder Nacken

Schwellung

Fieber, generelle Schmerzen, Beschwerden, Müdigkeit, Hitzegefühl, allgemeines Unwohlsein,

grippeartige Erkrankung

Kälteintoleranz der behandelten Finger

Reaktionen an der Injektionsstelle einschließlich Hautabschälung, Hautverfärbung, Infektion,

Schmerzen, Hautspannung, Taubheitsgefühl, Reizungen oder Knötchen, Schorf, Wunden

erhöhte Leberenzymwerte

Agitiertheit, Orientierungslosigkeit, Reizbarkeit, Ruhelosigkeit, Schlafprobleme

Kurzatmigkeit, beschleunigte Atmung

Entzündung der Lymphknoten (Lymphadenitis), Entzündung der Lymphgefäße (Lymphangitis),

welche zu einer Hautrötung mit erhabenen Rändern führt, die empfindlich und warm ist und

üblicherweise von einem geröteten Hautstreifen begleitet wird; vergrößerte Lymphknoten

Peyronie-Krankheit

Penisbruch (Schwellkörperruptur) oder andere schwerwiegende Schäden/Verletzungen am

Penis

Gelegentlich sind ein Penisbruch (Schwellkörperruptur) oder andere schwerwiegende

Schäden/Verletzungen am Penis aufgetreten.

Informieren Sie sofort Ihren Arzt, wenn bei Ihnen eines der folgenden Symptome eines

Penisbruchs oder anderer schwerwiegender Schäden/Verletzungen an Ihrem Penis auftreten:

ein knackendes Geräusch oder Gefühl im erigierten Penis, die Erektion kann plötzlich nicht mehr

aufrechterhalten werden, Schmerzen im Penis, violetter Bluterguss und Anschwellen des Penis,

Schwierigkeiten beim Wasserlassen oder Blut im Urin, Ansammlung von Blut unter der Haut an der

Injektionsstelle.

Die meisten Nebenwirkungen, die in den klinischen Studien auftraten, waren von leichter bis

mittelschwerer Intensität und die meisten verschwanden innerhalb von 2 Wochen nach der Injektion.

Die folgenden Nebenwirkungen von Xiapex wurden beschrieben:

Sehr häufige Nebenwirkungen

(können bei mehr als 1 von 10 Personen auftreten):

Bluterguss oder Anschwellen des Penis und Schmerzen im Penis

geringfügige Ansammlung von Blut unter der Haut an der Injektionsstelle

Häufige Nebenwirkungen

(können bei bis zu 1 von 10 Personen auftreten):

Reaktionen an der Injektionsstelle wie Blasenbildung, Schwellung, Juckreiz oder ein fester,

erhöhter Bereich unter der Haut

Schmerzen an der Injektionsstelle und oberhalb des Penis

Blasen oder Rötung/Verfärbung auf dem Penis

Juckreiz im Genitalbereich

schmerzhafte Erektion, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr und Erektionsstörung.

Gelegentliche Nebenwirkungen

(können bei bis zu 1 von 100 Personen auftreten):

Lymphknotenschmerzen und geschwollene Lymphknoten

erhöhte Anzahl der weißen Blutkörperchen

beschleunigter Herzschlag

Klingeln in den Ohren

Schwellungen im Bauchbereich

Verstopfung

Hitzegefühl

Ausschlag an der Injektionsstelle

Fieber

Schwäche

Schüttelfrost

grippeartige Erkrankung

Ausfluss aus einer Blase auf dem Penis

Druckempfindlichkeit

allergische Reaktion

durch Pilze verursachte Hautinfektion

Infektion

Infektion der oberen Atemwege

Hautverletzung

offene Wunde

Ansammlung von Blut außerhalb eines Blutgefäßes im Hodensack

Gelenksverletzung

knackendes Geräusch/Gefühl, was auf einen Penisbruch hinweist

erhöhter Blutzucker

erhöhter Blutdruck

Wasseransammlung

Rückenschmerzen

Leistenschmerzen und -beschwerden

Verdickung nahe der Bänder an der Peniswurzel

Druckempfindlichkeit der Bänder an der Peniswurzel

Kopfschmerzen

Schwindel

Geschmacksstörung

ungewöhnliche Empfindungen

Brennen

erhöhte/verminderte Empfindlichkeit gegenüber Sinnesreizen

ungewöhnliche Träume

Depression

Fehlen sexueller Lust

schmerzhaftes/vermehrtes Wasserlassen

Narbengewebe im Penis

Penisbeschwerden

Verschlimmerung der Peyronie-Krankheit

sexuelle Funktionsstörung

Rötung, Schwellung und Schmerzen am Hodensack

Beschwerden und Bluterguss im Genitalbereich

Beckenschmerzen

verringerte Penisgröße

Bildung eines Blutgerinnsels innerhalb der Penisvene

Husten

kleiner entzündeter Bereich

nächtliche Schweißausbrüche

wunde Hautstellen auf dem Penis

Hautausschlag, der zu Rötungen führt

Hauterkrankung/-reizung

Ansammlung von Blut außerhalb der Blutgefäße

Bluterguss

Erkrankung der Lymphgefäße

oberflächliche Venenentzündung

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch

für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können

Nebenwirkungen auch direkt über das in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzeigen.

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie ist Xiapex aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Ihr Arzt darf dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und dem Etikett der Durchstechflasche

nach „Verwendbar bis/Verw. bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das

Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Im Kühlschrank lagern (2ºC-8ºC). Nicht einfrieren.

Nach der Zubereitung wird eine sofortige Anwendung empfohlen. Zubereitetes Xiapex kann bei

normaler Raumtemperatur (20°C bis 25°C) bis zu 1 Stunde oder im Kühlschrank (2°C bis 8°C) bis zu

4 Stunden vor der Anwendung aufbewahrt werden. Bei gekühlter Aufbewahrung muss die zubereitete

Lösung vor der Anwendung in etwa 15 Minuten wieder auf normale Raumtemperatur (20ºC bis 25ºC)

gebracht werden.

Ihr Arzt darf Xiapex nicht anwenden, wenn die zubereitete Lösung verfärbt ist oder Partikel enthält.

Die Lösung muss klar, farblos und ohne Klumpen, Flocken oder Partikel sein.

Ihr Arzt wird für die korrekte Aufbewahrung, Handhabung und Entsorgung von Xiapex sorgen.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie

das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz

der Umwelt bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Xiapex enthält

Der Wirkstoff ist mikrobielle Collagenase aus C

lostridium histolyticum

. Jede

Durchstechflasche Xiapex enthält 0,9 mg mikrobielle

Collagenase.

Die sonstigen Bestandteile sind Sucrose, Trometamol und Salzsäure 2,4 Gew.-% (zur

pH-Einstellung).

Das Lösungsmittel enthält Calciumchloriddihydrat, Natriumchlorid und Wasser für

Injektionszwecke.

Wie Xiapex aussieht und Inhalt der Packung

Xiapex ist ein Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung. Das weiße,

gefriergetrocknete Pulver ist in einer 3-ml-Durchstechflasche aus klarem Typ-I-Glas mit

Gummistopfen, Aluminiumversiegelung und abnehmbarem Plastikverschluss erhältlich.

Das Lösungsmittel zur Auflösung des Pulvers ist eine klare, farblose Flüssigkeit. 3 ml Lösung sind in

einer 5-ml-Durchstechflasche aus klarem Typ-I-Glas mit Gummistopfen, Aluminiumversiegelung und

abnehmbarem Plastikverschluss erhältlich.

Xiapex ist in einer Packung mit 1 Durchstechflasche Xiapex und 1 Durchstechflasche mit

Lösungsmittel erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer

Swedish Orphan Biovitrum AB (publ), SE-112 76 Stockholm, Schweden

Hersteller

Swedish Orphan Biovitrum AB (publ), SE-112 76 Stockholm, Schweden

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im

Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen

Arzneimittel-Agentur http://www.ema.europa.eu/ verfügbar.

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Die folgenden Informationen sind für Patienten mit der Peyronie-Krankheit bestimmt:

Anweisungen zur sanften Dehnung Ihres Penis

Dehnen Sie Ihren Penis 3-mal täglich sanft. Sie dürfen Ihren Penis nur dann dehnen, wenn

dieser nicht hart (erigiert) ist.

Halten Sie mit den Fingern einer Hand die Spitze Ihres Penis. Halten Sie mit den Fingern der

anderen Hand die Peniswurzel (siehe Abbildung unten).

Ziehen Sie Ihren Penis bis zu seiner vollen Länge sanft von Ihrem Körper weg und halten Sie

die Dehnung 30 Sekunden lang aufrecht.

Lassen Sie die Spitze Ihres Penis los, damit er wieder zu seiner normalen Länge zurückkehren

kann.

Anweisungen zum sanften Geradebiegen Ihres Penis

Biegen Sie Ihren Penis 1-mal täglich sanft gerade. Sie dürfen Ihren Penis nur dann

geradebiegen, wenn Sie, ohne eine sexuelle Aktivität auszuüben, eine Erektion haben (spontane

Erektion). Das Geradebiegen Ihres Penis sollte keine Schmerzen oder Beschwerden

verursachen.

Halten Sie mit einer Hand Ihren Penis. Biegen Sie mit der anderen Hand Ihren Penis sanft in die

entgegengesetzte Richtung der Krümmung (siehe Abbildung unten). Halten Sie den Penis

30 Sekunden lang in dieser geraderen Position und lassen Sie ihn dann los.

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Die folgenden Informationen sind für medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Anleitungen zur Anwendung und Handhabung

Dupuytren’sche Kontraktur

1.

Vorbereitung - Rekonstitution

Die Einzeldosis-Durchstechflasche mit Xiapex und die Einzeldosis-Durchstechflasche mit dem

Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung müssen gekühlt aufbewahrt werden.

Vor der Anwendung müssen die Durchstechflasche mit dem lyophilisierten Xiapex-Pulver und

die Durchstechflasche mit dem Verdünnungsmittel zur Rekonstitution aus dem Kühlschrank

entnommen und die beiden Durchstechflaschen für mindestens 15 Minuten, aber nicht länger

als 60 Minuten, bei normaler Raumtemperatur stehen gelassen werden. Die Durchstechflasche

mit Xiapex sollte visuell überprüft werden. Der Kuchen des lyophilisierten Pulvers sollte intakt

und von weißer Farbe sein.

Nochmalige Bestätigung des zu behandelnden Gelenks (Metakarpophalangeal-Gelenk [MP]

oder proximales Interphalangeal-Gelenk [PIP]), da das für die Rekonstitution benötigte

Volumen des Lösungsmittels sich nach der Art des Gelenks richtet (für ein PIP-Gelenk ist ein

geringeres Volumen für die Injektion erforderlich).

Nach Entfernen des abnehmbaren Plastikverschlusses von jeder Durchstechflasche müssen

unter Anwendung einer aseptischen Methode die Gummistopfen und die umliegenden

Oberflächen an der Durchstechflasche mit Xiapex und der Durchstechflasche mit dem

Verdünnungsmittel zur Rekonstitution mit sterilem Alkohol abgetupft werden (es darf kein

anderes Antiseptikum verwendet werden).

Zur Rekonstitution darf nur das beiliegende Verdünnungsmittel verwendet werden. Das

Verdünnungsmittel enthält Calcium, welches für die Aktivität von Xiapex benötigt wird.

Mit einer 1-ml-Spritze mit Graduierungen zu jeweils 0,01 ml mit einer dauerhaft fixierten

27-Gauge-Nadel von 12 oder 13 mm Länge (liegt nicht bei) wird das entsprechende Volumen

beiliegenden Verdünnungsmittels

entnommen:

0,39 ml Lösungsmittel für Stränge, die ein MP-Gelenk einer Dupuytren’schen

Kontraktur betreffen

0,31 ml Lösungsmittel für Stränge, die ein PIP-Gelenk einer Dupuytren’schen

Kontraktur betreffen

Das Verdünnungsmittel langsam an die Seiten der Durchstechflasche mit dem lyophilisierten

Pulver von Xiapex injizieren. Die Durchstechflasche nicht umdrehen und die Lösung nicht

durchschütteln. Die Lösung langsam schwenken, um sicherzustellen, dass das gesamte

lyophilisierte Pulver vollständig gelöst wird.

Die rekonstituierte Xiapex-Lösung kann bei normaler Raumtemperatur (20–25°C) bis zu

1 Stunde oder im Kühlschrank (2–8°C) bis zu 4 Stunden vor der Anwendung aufbewahrt

werden. Bei gekühlter Aufbewahrung der rekonstituierten Xiapex-Lösung muss diese vor der

Anwendung in etwa 15 Minuten wieder auf normale Raumtemperatur gebracht werden.

Die zur Rekonstitution verwendete Spritze und Nadel sowie die Durchstechflasche mit dem

Verdünnungsmittel anschließend entsorgen.

Wenn bei einem Behandlungsbesuch zwei Injektionen in dieselbe Hand verabreicht werden, ist

für die zweite Injektion eine neue Spritze und eine eigene Durchstechflasche mit

rekonstituierter Lösung (mit 0,58 mg Xiapex) zu verwenden. Die Schritte 1 bis 8 wiederholen.

2.

Bestimmung des zu behandelnden Bereichs

Vor jedem Behandlungszyklus ist der zu behandelnde Bereich wie folgt zu bestimmen:

Nochmalige Bestätigung des zu behandelnden Gelenks (Metakarpophalangeal-Gelenk [MP]

oder proximales Interphalangeal-Gelenk [PIP]), da das für die Rekonstitution benötigte

Volumen des Lösungsmittels sich nach der Art des Gelenks richtet (für ein PIP-Gelenk ist ein

geringeres Volumen für die Injektion erforderlich).

3.

Injektion

Eine Verabreichung eines Lokalanästhetikums vor der Injektion von Xiapex wird nicht empfohlen, da

es die richtige Platzierung der Injektion beeinträchtigen könnte.

Die rekonstituierte Lösung von Xiapex muss klar sein. Die Lösung vor der Anwendung auf

Partikel und Verfärbungen visuell überprüfen. Falls die Lösung Partikel enthält oder trüb oder

verfärbt ist, darf die rekonstituierte Lösung nicht injiziert werden.

Den zur Injektion vorgesehenen Strang nochmals kontrollieren. Die gewählte Injektionsstelle

muss in jenem Bereich liegen, in dem der kontrahierende Strang am weitesten von den

darunterliegenden Beugesehnen getrennt ist und die Haut nicht eng am Strang anhaftet.

Wenn bei einem Behandlungsbesuch zwei Injektionen in dieselbe Hand verabreicht werden, mit

dem betroffenen Finger beginnen, der am weitesten ulnar liegt, und dann radial fortsetzen (d. h.

vom kleinen Finger bis zum Zeigefinger). Bei jedem Finger mit dem am weitesten proximal

gelegenen betroffenen Gelenk des Fingers beginnen und nach distal fortsetzen (z. B. MP bis

PIP). Bei jeder Injektion die Schritte 4 bis 10 befolgen.

Antiseptikum an der Injektionsstelle anwenden und die Haut trocknen lassen.

Mit einer neuen, sterilen, kleinvolumigen Spritze ohne Totraum mit Graduierungen zu 0,01 ml

und einer dauerhaft fixierten 26- oder 27-Gauge-Nadel mit 12 oder 13 mm Länge (nicht

beigefügt) das entsprechende

Volumen an rekonstituierter Lösung

für eine Dosis von

0,58 mg Xiapex entnehmen, um so folgende Menge injizieren zu können:

0,25 ml rekonstituiertes Xiapex für Stränge an einem MP-Gelenk

0,20 ml rekonstituiertes Xiapex für Stränge an einem PIP-Gelenk

Vorsicht ist bei Strängen geboten, die in der Nähe der Beugefurche eines PIP-Gelenks liegen.

Bei einer Injektion in einen Strang am PIP-Gelenk des kleinen Fingers muss darauf geachtet

werden, so nahe wie möglich an der palmaren Fingerfurche zu injizieren und die Nadel nicht

mehr als 2 mm bis 3 mm tief einzustechen. Bei PIP-Gelenken darf nicht mehr als 4 mm distal

von der palmaren Fingerfurche injiziert werden.

Mit der linken (nicht dominanten) Hand die zu behandelnde Hand des Patienten festhalten und

gleichzeitig den Strang unter Spannung halten. Mit der rechten (dominanten) Hand die Nadel in

den Strang platzieren, wobei darauf zu achten ist, dass die Nadel im Strang verbleibt. Ein

Durchstechen des Strangs mit der Nadelspitze ist zu vermeiden, um so die Möglichkeit einer

Injektion von Xiapex in das Gewebe anstelle des Strangs auf ein Minimum zu beschränken.

Falls nach dem Setzen der Nadel Bedenken bestehen, dass die Nadel in die Beugesehne gesetzt

wurde, das distale Interphalangeal

(DIP)-Gelenk vorsichtig passiv bewegen. Falls eine

Positionierung der Nadel in eine Sehne vermutet wird oder falls der Patient eine Parästhesie

feststellt, Nadel wieder herausziehen und in den Strang repositionieren. Falls sich die Nadel in

der richtigen Position befindet, lässt sich während des Injektionsvorgangs ein leichter

Widerstand feststellen. (Siehe Abb. 1 zur Veranschaulichung des Injektionsvorgangs.)

Nach Sicherstellung, dass die Nadel korrekt gesetzt wurde, etwa ein Drittel der Dosis injizieren.

Die Nadel weiterhin unter der Haut halten, die Nadelspitze aus dem Strang ziehen und sie in

einer Position leicht distal (ca. 2

3 mm) zur ersten Injektionsstelle erneut in den Strang

platzieren und ein weiteres Drittel der Dosis injizieren.

Die Nadel weiterhin unter der Haut halten, die Nadelspitze wieder aus dem Strang ziehen und

sie nochmals proximal (ca. 2

3 mm) zur ersten Injektionsstelle erneut in den Strang platzieren

und das letzte Drittel der Dosis in den Strang injizieren (siehe Abb. 2).

Die nachstehenden Abbildungen 1 und 2 dienen nur zur Veranschaulichung und sind für die

tatsächliche und exakte Position der anatomischen Strukturen beim einzelnen Patienten nicht

repräsentativ.

Abb. 1: Veranschaulichung des Injektionsvorgangs

Abb. 2: Injektion von Xiapex in den Strang in drei Schritten.

Die behandelte Hand des Patienten mit einem weichen, dicken Gazeverband verbinden.

Die nicht verbrauchten Reste der rekonstituierten Lösung und des Lösungsmittels nach der

Injektion entsorgen. Durchstechflaschen mit nicht verbrauchten Resten der Lösung oder des

Lösungsmittels dürfen nicht aufbewahrt, zusammengemischt oder erneut verwendet werden.

Die Patienten sollen wie folgt angewiesen werden:

Finger an der behandelten Hand bis nach der Durchführung der Fingerstreckung nicht zu

beugen oder zu strecken, um die Möglichkeit einer Extravasation von Xiapex aus dem

Collagenstrang zu reduzieren,

nicht zu versuchen, den behandelten Strang mittels Eigenmanipulation zu lösen,

die behandelte Hand bis zum Tag nach der Fingerstreckung so viel wie möglich erhöht zu

lagern,

den Arzt sofort zu verständigen, falls Zeichen einer Infektion (z.

B. Fieber, Schüttelfrost,

zunehmende Rötung oder Ödem) oder Probleme beim Beugen des Fingers nach dem

Rückgang der Schwellung (Symptome einer Sehnenruptur) festgestellt werden,

den Arzt etwa 24-72 Stunden nach einer Injektion für eine Kontrolle der behandelten

Hand und eine eventuelle Fingerstreckung zur Lösung des Stranges aufzusuchen.

4.

Fingerstreckung

Beim Kontrollbesuch etwa 24-72 Stunden nach der Injektion ist zu bestimmen, ob sich die

Kontraktur aufgelöst hat. Falls eine Strangkontraktur weiterbesteht, ist eine Fingerstreckung

durchzuführen, um so zu versuchen, den Strang zu lösen.

Wurden in einem Finger Stränge von zwei betroffenen Gelenken behandelt, die

Fingerstreckung zuerst an dem das MP-Gelenk betreffenden Strang durchführen und danach an

dem das PIP-Gelenk betreffenden Strang.

Bei Bedarf können bei der Fingerstreckung Lokalanästhetika eingesetzt werden.

Mit dem Handgelenk des Patienten in gebeugter Stellung mittels Streckung einen mäßigen

Druck auf den behandelten Strang ausüben, indem der Finger für etwa 10 bis 20 Sekunden

gestreckt wird. Bei Strängen, die ein PIP-Gelenk betreffen, ist die Fingerstreckung mit dem

MP-Gelenk in gebeugter Stellung durchzuführen.

Falls die erste Fingerstreckung zu keiner Lösung des Strangs führt, kann ein zweiter und dritter

Versuch in Zeitintervallen von jeweils 5 bis 10 Minuten durchgeführt werden. Mehr als

3 Versuche pro betroffenem Gelenk zur Lösung eines Strangs werden nicht empfohlen.

Falls der Strang nach 3 Streckversuchen pro Strang nicht gelöst werden konnte, kann eine

Nachkontrolle etwa 4 Wochen nach der Injektion angesetzt werden. Falls der kontrahierte

Strang bei dieser Nachkontrolle weiterhin besteht, kann eine erneute Injektion und

Fingerstreckung durchgeführt werden.

Nach der Fingerstreckung und dem Anlegen einer Schiene (mit dem behandelten Gelenk in

maximaler Streckung) sind die Patienten anzuweisen:

keine anstrengenden Tätigkeiten mit der behandelten Hand zu verrichten, bis dies vom

Arzt gestattet wird,

die Schiene ist bis zu 4 Monate lang in der Nacht anzulegen und zu tragen,

einige Monate lang mehrmals täglich einige Fingerbeuge- und -streckübungen

durchzuführen.

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Die folgenden Informationen sind für medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Anleitungen zur Anwendung und Handhabung

Peyronie-Krankheit

1.

Vorbereitung - Rekonstitution

Die Einzeldosis-Durchstechflasche mit Xiapex und die Einzeldosis-Durchstechflasche mit dem

Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung müssen gekühlt aufbewahrt werden.

Vor der Anwendung müssen die Durchstechflasche mit dem lyophilisierten Xiapex-Pulver und

die Durchstechflasche mit dem Verdünnungsmittel zur Rekonstitution aus dem Kühlschrank

entnommen und die beiden Durchstechflaschen für mindestens 15 Minuten, aber nicht länger

als 60 Minuten, bei normaler Raumtemperatur stehen gelassen werden. Die Durchstechflasche

mit Xiapex sollte visuell überprüft werden. Der Kuchen des lyophilisierten Pulvers sollte intakt

und von weißer Farbe sein.

Nach Entfernen des abnehmbaren Plastikverschlusses von jeder Durchstechflasche müssen

unter Anwendung einer aseptischen Methode die Gummistopfen und die umliegenden

Oberflächen an der Durchstechflasche mit Xiapex und der Durchstechflasche mit dem

Verdünnungsmittel zur Rekonstitution mit sterilem Alkohol abgetupft werden (es darf kein

anderes Antiseptikum verwendet werden).

Zur Rekonstitution darf nur das beiliegende Verdünnungsmittel verwendet werden. Das

Verdünnungsmittel enthält Calcium, welches für die Aktivität von Xiapex benötigt wird.

Mit einer 1-ml-Spritze mit Graduierungen zu jeweils 0,01 ml mit einer dauerhaft fixierten

27-Gauge-Nadel von 12 oder 13 mm Länge (liegt nicht bei) wird das entsprechende Volumen

beiliegenden

Verdünnungsmittels

entnommen:

0,39 ml Lösungsmittel für Penis-Plaques einer Peyronie-Krankheit

Das Verdünnungsmittel langsam an die Seiten der Durchstechflasche mit dem lyophilisierten

Pulver von Xiapex injizieren. Die Durchstechflasche nicht umdrehen und die Lösung nicht

durchschütteln. Die Lösung langsam schwenken, um sicherzustellen, dass das gesamte

lyophilisierte Pulver vollständig gelöst wird.

Die rekonstituierte Xiapex-Lösung kann bei normaler Raumtemperatur (20–25°C) bis zu

1 Stunde oder im Kühlschrank (2–8°C) bis zu 4 Stunden vor der Anwendung aufbewahrt

werden. Bei gekühlter Aufbewahrung der rekonstituierten Xiapex-Lösung muss diese vor der

Anwendung in etwa 15 Minuten wieder auf normale Raumtemperatur gebracht werden.

Die zur Rekonstitution verwendete Spritze und Nadel sowie die Durchstechflasche mit dem

Verdünnungsmittel anschließend entsorgen.

2.

Bestimmung des zu behandelnden Bereichs

Vor jedem Behandlungszyklus ist der zu behandelnde Bereich wie folgt zu bestimmen:

Eine Erektion des Penis einleiten.

Die Lage der Plaque anhand des Punktes der maximalen konkaven Krümmung (des

zentralen Punktes) im gebogenen Teil des Penis bestimmen.

Den Punkt mit einem chirurgischen Markierstift markieren. Dies kennzeichnet den

Zielbereich der Plaque zum Platzieren von Xiapex.

3.

Injektion

Die rekonstituierte Lösung von Xiapex muss klar sein. Die Lösung vor der Anwendung auf

Partikel und Verfärbungen visuell überprüfen. Falls die Lösung Partikel enthält oder trüb oder

verfärbt ist, darf die rekonstituierte Lösung nicht injiziert werden.

Antiseptikum an der Injektionsstelle anwenden und die Haut trocknen lassen.

Bei Bedarf ein geeignetes Lokalanästhetikum anwenden.

Zur Entnahme eines Volumens von 0,25 ml der

rekonstituierten Lösung (die 0,58 mg Xiapex

enthält)

eine neue Spritze mit Graduierungen zu jeweils 0,01 ml mit einer dauerhaft fixierten

27-Gauge-Nadel von 12 oder 13 mm Länge (liegt nicht bei) verwenden.

Der Penis sollte sich im erschlafften Zustand befinden, bevor Xiapex injiziert wird. Die Nadel

auf der Seite der Zielplaque in eine Linie mit dem Punkt der maximalen konkaven Krümmung

bringen. Die Nadel so ausrichten, dass sie in die Plaque von der Seite her eindringt, NICHT

abwärts oder senkrecht zum Corpora cavernosa.

Die Nadel einführen und schräg durch die Plaque zur entgegengesetzten Seite der Plaque

schieben, ohne diese ganz zu durchqueren. Die Nadel ist dann richtig positioniert, wenn durch

ein probeweises vorsichtiges Drücken des Spritzenkolbens ein Widerstand zu spüren ist.

Mit der Injektion beginnen, während die Nadelspitze sich in der Plaque befindet, wobei ein

kontinuierlicher Druck ausgeübt wird, um das Arzneimittel langsam in die Plaque zu injizieren.

Die Nadel langsam herausziehen, um die Gesamtdosis entlang des Einstichkanals der Nadel

innerhalb der Plaque zu platzieren. Bei Plaques, die nur wenige Millimeter breit sind, kann die

Wegstrecke beim Herausziehen der Spritze sehr gering ausfallen. Ziel ist es, die gesamte Dosis

vollständig in der Plaque zu platzieren.

Nach dem vollständigen Entfernen der Nadel leichten Druck auf die Injektionsstelle ausüben.

Gegebenenfalls einen Verband anlegen.

Den nicht verwendeten Rest der rekonstituierten Lösung und des Verdünnungsmittels nach

jeder Injektion entsorgen. Durchstechflaschen, die Reste der rekonstituierten Lösung oder des

Verdünnungsmittels enthalten, dürfen nicht aufbewahrt, zusammengeschüttet oder verwendet

werden.

Die zweite Injektion eines jeden Behandlungszyklus sollte etwa 2 bis 3 mm neben der ersten

Injektion vorgenommen werden.

4.

Penis-Modellierungsprozedur

Die Penismodellierung hilft, die Verkrümmung abzuschwächen und den Penisschaft zu begradigen. In

jedem Behandlungszyklus ist bei der Nachkontrolle 1 bis 3 Tage nach der zweiten Injektion eine

Penis-Modellierungsprozedur (wie nachfolgend beschrieben) am erschlafften Penis durchzuführen,

um die Plaque, die durch Xiapex gelöst wurde, zu dehnen und zu strecken:

Bei Bedarf ein geeignetes Lokalanästhetikum anwenden.

Der Arzt sollte Handschuhe tragen und die Plaque oder den verhärteten Teil des

erschlafften Penis etwa 1 cm proximal und distal der Injektionsstelle ergreifen. Direkter

Druck auf die Injektionsstelle sollte vermieden werden.

Die Zielplaque dient als Mittelpunkt für beide Hände, um einen gleichmäßigen kräftigen

Druck zur Dehnung und Streckung der Plaque auszuüben. Das Ziel ist das allmähliche

Erreichen einer Krümmung entgegengesetzt zur Peniskrümmung des Patienten, indem bis

zum Erreichen eines gemäßigten Widerstandes gestreckt werden sollte. Der Druck sollte

30 Sekunden lang ausgeübt und danach beendet werden.

Nach einer Ruhezeit von 30 Sekunden ist die Penis-Modellierungsprozedur zu

wiederholen, wobei insgesamt 3 Modellierungsversuche über jeweils 30 Sekunden pro

Versuch durchzuführen sind.

Patienten sollten danach Anweisungen gegeben werden, wie im Anschluss an die Modellierung der

Penis-Plaque durch den Arzt im Rahmen eines Behandlungszyklus eine tägliche Penismodellierung zu

Hause über einen Zeitraum von 6 Wochen selbst durchgeführt werden kann, entsprechend den

genauen Anweisungen in der Packungsbeilage.

ANHANG IV

WISSENSCHAFTLICHE SCHLUSSFOLGERUNGEN UND GRÜNDE FÜR DIE ÄNDERUNG

DER BEDINGUNGEN DER GENEHMIGUNG FÜR DAS INVERKEHRBRINGEN

Wissenschaftliche Schlussfolgerungen

Der CHMP ist unter Berücksichtigung des PRAC-Beurteilungsberichts zum PSUR für mikrobielle

Collagenase (Behandlung einer Dupuytren’schen Kontraktur und Behandlung der

Peyronie-Krankheit) zu den folgenden wissenschaftlichen Schlussfolgerungen gelangt:

Der Inhaber der Genehmigung für das Inverkehrbringen hat mit diesem PSUR eine kumulative

Übersicht über die im PSUR Berichtszeitraum gemeldeten Fälle von Kälteintoleranz eingereicht.

Kumulativ wurden 5 Fälle von Temperaturintoleranz, 5 Fälle von peripherem Kältegefühl, 3 Fälle von

peripheren Gefäßerkrankungen und 5 Fälle von Raynaud-Syndrom gemeldet. Zwei dieser Fälle

besserten sich nach Absetzen des Arzneimittels, 8 Fälle zeigten keine Besserung nach Absetzen des

Arzneimittels und in 8 Fällen ist der Ausgang unbekannt. Aus den verfügbaren Daten geht hervor,

dass die Finger betroffen sind, die behandelt worden waren, und die bei kaltem Wetter weiß und/oder

kalt werden. Das Syndrom bildete sich in einigen Fällen erst mehrere Monate nach der Injektion aus.

Das Auftreten von peripherem Kältegefühl kann jedoch als schwerwiegende Nebenwirkung betrachtet

werden, bei manchen Patienten mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit. Die Symptome können

Schmerzen, veränderte Sinneswahrnehmungen oder Farbveränderungen umfassen und eine belastende

Erkrankung verursachen, die sich auf die Lebensqualität der Patienten auswirkt. Sie treten

bekanntermaßen auch nach Fasziektomie, , nach einem chirurgischen Eingriff oder Verletzungen an

den oberen Gliedmaßen auf. Zusätzlich sind in der Literatur zwei Fälle beschrieben, bei denen es nach

der Behandlung einer Dupuytren’schen Kontraktur mit mikrobieller Collagenase zu einer neu

aufgetretenen Kälteintoleranz kam. Die Pathophysiologie der Kälteempfindlichkeit als

Symptomkomplex nach einer Verletzung ist nicht hinreichend geklärt, und es sind derzeit keine

Therapien bekannt, die das Auftreten dieses Syndroms verhindern oder zu dessen Behandlung

herangezogen werden können. Die Symptome tendieren entweder dazu, mit der Zeit abzuklingen oder

sich zu verschlimmern. Auf der Grundlage der verfügbaren Daten ist deras PRAC zu der

Schlussfolgerung gelangt, dass „Kälteintoleranz der behandelten Finger“ als neue unerwünschte

Arzneimittelwirkung mit der Häufigkeit „gelegentlich“ in Abschnitt 4.8 der Zusammenfassung der

Merkmale des Arzneimittels und in Abschnitt 4 der Packungsbeilage aufzunehmen ist.

Der CHMP stimmt den wissenschaftlichen Schlussfolgerungen des PRAC zu.

Gründe für die Änderung der Bedingungen der Genehmigung für das Inverkehrbringen

Der CHMP ist auf der Grundlage der wissenschaftlichen Schlussfolgerungen für mikrobielle

Collagenase (Behandlung einer Dupuytren’schen Kontraktur und Behandlung der

Peyronie-Krankheit) der Auffassung, dass das Nutzen-Risiko-Verhältnis des Arzneimittels, das

mikrobielle Collagenase (Behandlung einer Dupuytren’schen Kontraktur und Behandlung der

Peyronie-Krankheit) enthält, vorbehaltlich der vorgeschlagenen Änderungen der Produktinformation,

unverändert ist.

Der CHMP empfiehlt, die Bedingungen der Genehmigung für das Inverkehrbringen zu ändern.

25-7-2018

Kraft Heinz Voluntarily Recalls Taco Bell Salsa Con Queso Mild Cheese Dip Distributed to Retailers

Kraft Heinz Voluntarily Recalls Taco Bell Salsa Con Queso Mild Cheese Dip Distributed to Retailers

As a precaution, approximately 7,000 cases of Taco Bell Salsa Con Queso Mild Cheese Dip are being voluntarily recalled because the affected product is showing signs of product separation which can lead to a potential health hazard. This could create conditions that could allow for the growth of Clostridium botulinum (C. botulinum), a bacterium which can cause life-threatening illness or death. Consumers are warned not to use the product even if it does not look or smell spoiled.

FDA - U.S. Food and Drug Administration

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