Xanax retard 2 mg

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Xanax retard 2 mg Tabletten
  • Darreichungsform:
  • Tabletten
  • Zusammensetzung:
  • alprazolamum 2 mg, color.: E 132, excipiens pro compresso.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Xanax retard 2 mg Tabletten
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetika human
  • Therapiebereich:
  • Anxiolytikum

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 52866
  • Berechtigungsdatum:
  • 19-06-1995
  • Letzte Änderung:
  • 05-02-2018

Packungsbeilage

Patienteninformation

Information für Patienten und Patientinnen

Lesen Sie diese Packungsbeilage sorgfältig, bevor Sie das Arzneimittel einnehmen bzw. anwenden.

Dieses Arzneimittel ist Ihnen persönlich verschrieben worden und Sie dürfen es nicht an andere

Personen weitergeben. Auch wenn diese die gleichen Krankheitssymptome haben wie Sie, könnte

ihnen das Arzneimittel schaden.

Bewahren Sie die Packungsbeilage auf, Sie wollen sie vielleicht später nochmals lesen.

Xanax®, Tabletten, Xanax® retard, Tabletten

Was ist Xanax/-retard und wann wird es angewendet?

Xanax/-retard enthält als Wirkstoff Alprazolam, eine Substanz aus der Gruppe der Benzodiazepine.

Xanax/-retard wirkt angstlösend, entspannend und beruhigend. Es wird eingesetzt zur Behandlung

von Angst- und Spannungszuständen sowie von Panikstörungen.

Auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin.

Was sollte dazu beachtet werden?

Gleichzeitiger Alkoholgenuss oder die Einnahme gewisser anderer Arzneimittel können die Wirkung

von Benzodiazepin-haltigen Arzneimitteln wie Xanax/-retard verstärken.

Wann darf Xanax/-retard nicht angewendet werden?

Xanax/-retard darf nicht eingenommen werden bei Überempfindlichkeit gegenüber Benzodiazepinen

oder einem anderen Bestandteil des Präparates sowie bei krankhafter Muskelschwäche (Myasthenia

gravis), starker Beeinträchtigung der Atemfunktion, Atemstillstand während des Schlafes

(Schlafapnoe-Syndrom) und bei starker Beeinträchtigung der Leberfunktion.

Xanax/-retard darf nicht zusammen mit gewissen Mitteln gegen Pilzinfektionen oder Mitteln für die

AIDS-Behandlung (so genannte Proteasehemmer) eingenommen werden.

Wann ist bei der Einnahme von Xanax/-retard Vorsicht geboten?

Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit, Werkzeuge

oder Maschinen zu bedienen, beeinträchtigen!

Abhängigkeitsgefährdung

Die Einnahme von Xanax/-retard kann – wie bei allen Benzodiazepin-haltigen Präparaten – zu einer

Abhängigkeit führen. Diese kann vor allem bei einer ununterbrochenen Einnahme über längere Zeit

(in gewissen Fällen bereits nach einigen Wochen) auftreten und hat nach abruptem Absetzen des

Arzneimittels Entzugssymptome zur Folge. Es können dann Unruhe, Angstzustände, Schlaflosigkeit,

Konzentrationsschwäche, Kopfschmerzen und Schweissausbrüche auftreten. Diese Erscheinungen

klingen in der Regel nach zwei bis drei Wochen ab.

Um das Risiko der Entwicklung einer Abhängigkeit möglichst klein zu halten, beachten Sie bitte

folgende Hinweise:

-Nehmen Sie Xanax/-retard nur auf Verordnung Ihres Arztes bzw. Ihrer Ärztin ein.

-Erhöhen Sie auf keinen Fall die vom Arzt bzw. der Ärztin verschriebene Dosis.

-Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie das Arzneimittel absetzen wollen.

-Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin wird periodisch darüber entscheiden, ob die Behandlung weitergeführt

werden muss.

-Eine Einnahme über längere Zeit (in der Regel mehr als vier Wochen) darf nur unter sorgfältiger

ärztlicher Überwachung erfolgen.

Die gleichzeitige Einnahme von Xanax/-retard und Opioiden kann zu einer starken Dämpfung

gewisser Hirnfunktionen mit schweren Atemstörungen bis hin zu Bewusstlosigkeit und Tod führen

und muss deshalb vermieden werden.

Bei Patienten und Patientinnen mit eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion muss Xanax/-retard

vorsichtig dosiert werden.

Bei Patienten, welche an Depressionen leiden, kann es unter der Behandlung mit Xanax/-retard zum

Auftreten von gewissen leichten bis auch schweren krankhaften psychischen Symptomen kommen

(sog. Manien).

Die Wirkung von Xanax/-retard wird durch die gleichzeitige Einnahme von Beruhigungsmitteln,

starken Schmerzmitteln und anderen auf das Zentralnervensystem wirkenden Arzneimitteln sowie

durch alkoholische Getränke verstärkt. Gewisse Antibiotika, Mittel gegen Bluthochdruck,

Depressionen und einige andere Arzneimittel können die Wirkung von Xanax/-retard beeinflussen

und verstärken. Xanax/-retard kann auch die Wirkung von anderen Arzneimitteln beeinflussen (z.B.

Lithium und Digoxin). Informieren Sie deshalb unbedingt Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin über die

Einnahme anderer Arzneimittel.

Bei älteren Patienten und Patientinnen sollte Xanax/-retard vorsichtig dosiert werden, weil diese

Personen empfindlicher auf Xanax/-retard reagieren als jüngere Patienten und Patientinnen.

An Patienten und Patientinnen, die zu Arzneimittelmissbrauch neigen, sowie an Alkoholabhängige

und Drogensüchtige darf Xanax/-retard nur in Ausnahmesituationen und unter strenger ärztlicher

Überwachung abgegeben werden.

Patienten und Patientinnen mit der seltenen, vererbten Galactose-Unverträglichkeit, Lactase-Mangel

oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten Xanax/-retard Tabletten nicht einnehmen.

Die Anwendung von Xanax/-retard bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren ist nicht

untersucht worden.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen

Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbst gekaufte!) einnehmen.

Darf Xanax/-retard während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Xanax/-retard soll während der Schwangerschaft, insbesondere während der ersten drei Monate, und

während der Stillzeit nicht eingenommen werden. Wenn Sie schwanger sind oder schwanger werden

möchten, nehmen Sie unbedingt Rücksprache mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin.

Wird Xanax/-retard in der Endphase der Schwangerschaft oder während der Geburt eingenommen,

können beim Neugeborenen Nebenwirkungen auftreten. Neugeborene, deren Mütter während der

Schwangerschaft häufig Benzodiazepin-haltige Präparate eingenommen haben, können eine

Abhängigkeit entwickeln und daher Entzugssymptome zeigen.

Falls eine Einnahme von Xanax/-retard während der Stillzeit notwendig ist, müssen Sie abstillen.

Wie verwenden Sie Xanax/-retard?

Der Arzt bzw. die Ärztin legt die für Sie geeignete Dosierung sowie die Behandlungsdauer und den

Zeitpunkt der Tabletteneinnahme fest.

Übliche Dosierungsanweisungen

Xanax:

Die übliche Dosierung beträgt 0.5 bis 1.5 mg täglich auf mehrere Gaben verteilt. Je nach Ansprechen

des Patienten können bis zu 4 mg täglich, und in vereinzelten Fällen bis 6 mg notwendig sein. Die

Tabletten werden unzerkaut mit etwas Flüssigkeit geschluckt.

Die Xanax 2 mg Tablette ist länglich und hat drei Bruchrillen. Zur Teilung wird die Tablette mit der

Prägung nach oben auf eine harte Unterlage gelegt und mit dem Daumen auf die Mitte der Tablette

gedrückt. Auf die gleiche Weise können die beiden Hälften weiter geteilt werden. Daraus entstehen 4

Teile à 0.5 mg.

Xanax retard:

Die Xanax retard Tabletten werden ein- bis zweimal täglich eingenommen. Falls die Einnahme

einmal täglich erfolgt, sollten Sie die Tablette vorzugsweise morgens einnehmen. Die übliche

Anfangsdosierung beträgt 0.5 bis 1.5 mg täglich; je nach Ansprechen des Patienten können bis zu

4 mg täglich, und in vereinzelten Fällen bis 6 mg notwendig sein. Die Tabletten werden unzerkaut

mit etwas Flüssigkeit geschluckt und dürfen nicht zerbissen oder geteilt werden.

Weitere Dosierungsanweisungen für alle Tablettenformulierungen

Bei älteren Patienten bzw. Patientinnen oder bei solchen mit geschwächtem Allgemeinzustand muss

die Dosierung reduziert werden.

Eine Erhöhung oder Verringerung der Dosis muss vom Arzt bzw. von der Ärztin verordnet und

genau nach den Anweisungen durchgeführt werden. Insbesondere darf Xanax/-retard auf keinen Fall

abrupt abgesetzt werden.

Die Anwendung von Xanax/-retard wurde bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren nicht

untersucht und kann deshalb nicht empfohlen werden (siehe auch «Wann ist bei der Einnahme von

Xanax/-retard Vorsicht geboten?»).

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel

wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer

Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Xanax/-retard haben?

Nebenwirkungen treten überwiegend zu Beginn der Behandlung auf und klingen gewöhnlich im

Laufe der Behandlung oder bei einer Dosisreduzierung ab.

Wie bei allen Benzodiazepinen können in seltenen Fällen Verhaltensstörungen und paradoxe

Reaktionen wie Gedächtnisstörungen, Verwirrtheit, Aggressivität, Erregungszustände oder

Sinnestäuschung auftreten. Beim Auftreten solcher Symptome muss unverzüglich der Arzt bzw. die

Ärztin informiert werden.

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Xanax/-retard auftreten:

Sehr häufig (können bei mehr als 1 von 10 Patienten auftreten): Depressionen, Schläfrigkeit,

Benommenheit, Erschöpfung, Reizbarkeit, Gedächtnisschwäche, Schwindel, Kopfschmerzen,

Sprechstörungen, Störung der Bewegungsabläufe, Mundtrockenheit, Verstopfung,

Gewichtsveränderung.

Häufig (können bei mehr als 1 von 100 Patienten auftreten): Verwirrtheit, Desorientiertheit,

verminderter Geschlechtstrieb (Libido), Angstgefühl, Schlaflosigkeit, Nervosität,

Gleichgewichtsstörung, Koordinationsstörungen, Aufmerksamkeitsstörung, Schlafsucht, Lethargie,

Zittern, verschwommenes Sehen, verminderter Appetit, Übelkeit.

Gelegentlich (können bei mehr als 1 von 1000 Patienten auftreten): Gedächtnislücken (Amnesie),

Muskelschwäche.

Seit der Markteinführung wurden zusätzlich folgende Nebenwirkungen beobachtet:

Affektstörung (Hypomanie, Manie), Sinnestäuschung (Halluzination), Zorn, Aggression,

Feindseligkeit, krankhafte Unruhe, abwegiges Denken, gesteigerte psychomotorische Aktivität,

abnorme unwillkürliche Muskelverspannungen, Beschwerden im Magendarmtrakt, Leberentzündung

(Hepatitis), Störung der Leberfunktion, Gelbsucht, Blasenschwäche, Harnverhalt, Hautentzündung,

Angioödem (Flüssigkeitsansammlung in Haut und/oder Schleimhaut), gesteigerte

Lichtempfindlichkeit der Haut (Photosensitivität), sexuelle Fehlfunktion, verändertes sexuelles

Empfinden, unregelmässige Regelblutung, erhöhter Augeninnendruck, Flüssigkeitsansammlung z.B.

in den Armen oder in den Beinen (periphere Ödeme), Überempfindlichkeitsreaktionen (wie z.B.

Nesselsucht, Schwellung im Rachen und Kehlkopf).

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt bzw.

Ihre Ärztin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Vor Licht geschützt und trocken bei Raumtemperatur (15-25 °C) und ausser Reichweite von Kindern

aufbewahren.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Xanax/-retard enthalten?

Xanax:

1 Tablette zu 0.25 mg enthält 0.25 mg Alprazolam. Sie ist weiss und oval und hat eine Prägung

«Upjohn 29» auf der einen Seite und einer Rille auf der anderen Seite.

1 Tablette zu 0.5 mg enthält 0.5 mg Alprazolam. Sie ist rosa und oval und hat eine Prägung «Upjohn

55» auf der einen Seite und einer Rille auf der anderen Seite.

1 Tablette zu 1 mg enthält 1 mg Alprazolam. Sie ist lila und oval und hat eine Prägung «Upjohn 90»

auf der einen Seite und einer Rille auf der anderen Seite.

1 Tablette zu 2 mg enthält 2 mg Alprazolam. Sie ist weiss und länglich und hat eine Prägung «U94»

auf der einen Seite und drei Bruchrillen auf jeder Seite.

Die Tabletten enthalten zudem folgende Hilfsstoffe:

Lactose, mikrokristalline Cellulose, Docusat-Natrium, hochdisperses Siliciumdioxid, Maisstärke,

Magnesiumstearat, Farbstoffe: Erythrosin (E127; Tabletten zu 0.5 mg und 1 mg), Indigotin (E132;

Tabletten zu 1 mg); Konservierungsmittel: Natriumbenzoat (E211).

Xanax retard:

1 Retard-Tablette zu 0.5 mg enthält 0.5 mg Alprazolam. Sie ist blau und rund und hat eine Prägung

«P&U 57» auf einer Seite.

1 Retard-Tablette zu 1 mg enthält 1 mg Alprazolam. Sie ist weiss und rund und hat eine Prägung

«P&U 59» auf einer Seite.

1 Retard-Tablette zu 2 mg enthält 2 mg Alprazolam. Sie ist blau und fünfeckig und hat eine Prägung

«P&U 66» auf einer Seite.

1 Retard-Tablette zu 3 mg enthält 3 mg Alprazolam. Sie ist weiss und dreieckig und hat eine Prägung

«P&U 68» auf einer Seite.

Die Retard-Tabletten enthalten zudem folgende Hilfsstoffe:

Lactose, Methylhydroxypropylcellulose, kolloidales Siliciumdioxid, Magnesiumstearat; Farbstoff:

Indigotin (E132; Tabletten zu 0.5 mg und 2 mg).

Zulassungsnummer

Xanax: 43216 (Swissmedic).

Xanax retard: 52866 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Xanax/-retard? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Packungen zu 30 und 100 Tabletten.

Zulassungsinhaberin

Pfizer PFE Switzerland GmbH, Zürich.

Diese Packungsbeilage wurde im November 2017 letztmals durch die Arzneimittelbehörde

(Swissmedic) geprüft.

PIL V007

Es gibt keine Sicherheitswarnungen betreffend dieses Produktes.

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