Xaluprine (previously Mercaptopurine Nova Laboratories)

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Xaluprine (previously Mercaptopurine Nova Laboratories)
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Xaluprine (previously Mercaptopurine Nova Laboratories)
    Europäische Union
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Antineoplastische Mittel
  • Therapiebereich:
  • Leukämie, Lymphoid
  • Anwendungsgebiete:
  • Xaluprine ist indiziert zur Behandlung von akuter lymphoblastischer Leukämie (ALL) bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern.

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • EMA - European Medicines Agency
  • Berechtigungsstatus:
  • Autorisiert
  • Zulassungsnummer:
  • EMEA/H/C/002022
  • Berechtigungsdatum:
  • 09-03-2012
  • EMEA-Code:
  • EMEA/H/C/002022
  • Letzte Änderung:
  • 05-03-2018

Öffentlichen Beurteilungsberichts

+44 (0)20 7418 8416

EMA/622234/2012

EMEA/H/C/002022

Zusammenfassung des EPAR für die Öffentlichkeit

Xaluprine

Mercaptopurin

Dies ist eine Zusammenfassung des Europäischen Öffentlichen Beurteilungsberichts (EPAR) für

Xaluprine. Hierin wird erläutert, wie der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) das Arzneimittel

beurteilt hat, um zu seinem befürwortenden Gutachten zur Erteilung der Genehmigung für das

Inverkehrbringen und seinen Empfehlungen zu den Anwendungsbedingungen für Xaluprine zu

gelangen.

Was ist Xaluprine?

Xaluprine ist ein Arzneimittel, das den Wirkstoff Mercaptopurin enthält. Es ist als Suspension zum

Einnehmen erhältlich.

Wofür wird Xaluprine angewendet?

Xaluprine wird angewendet zur Behandlung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, die an akuter

lymphoblastischer Leukämie (ALL), einer Krebserkrankung der Lymphozyten (eines Typs der weißen

Blutkörperchen) leiden.

Da es nur wenige Patienten mit ALL gibt, gilt die Krankheit als selten, und Xaluprine wurde am 30.

April 2009 als Arzneimittel für seltene Leiden („Orphan-Arzneimittel“) ausgewiesen.

Das Arzneimittel ist nur auf ärztliche Verschreibung erhältlich.

Wie wird Xaluprine angewendet?

Die Behandlung mit diesem Arzneimittel sollte von einem Arzt überwacht werden, der Erfahrung in der

Therapie von Patienten mit ALL hat.

Xaluprine

Seite 2/3

Das Arzneimittel wird einmal täglich abends unter Verwendung der in der Packung enthaltenen Spritze

oral, also über den Mund eingenommen. Die Dosis wird, hauptsächlich auf der Grundlage der

Körperoberfläche, für jeden Patienten individuell bestimmt und kann der Wirkung im Blut entsprechend

angepasst werden. Das Arzneimittel kann zusammen mit Nahrung (außer Milchprodukten) oder

nüchtern eingenommen werden, jedoch stets auf dieselbe Weise. Weitere Informationen finden Sie in

der Zusammenfassung der Produktmerkmale (ebenfalls Teil des EPAR).

Wie wirkt Xaluprine?

Der aktive Wirkstoff in diesem Arzneimittel, Mercaptopurin, hat eine ähnliche chemische Struktur wie

Purin, eine der grundlegenden chemischen Substanzen, aus denen DNA besteht. Im Körper wird 6-

Mercaptopurin von den Zellen in eine Substanz umgewandelt, die die Bildung neuer DNA stört. Dies

führt dazu, dass die Zellen sich nicht teilen können. Bei ALL teilen sich die Lymphozyten zu schnell und

leben zu lang. 6-Mercaptopurin hindert sie an der Teilung, so dass sie schließlich absterben. Dadurch

verlangsamt sich das Fortschreiten der Leukämie. Mercaptopurin enthaltende Arzneimittel in

Tablettenform werden in der EU bereits seit vielen Jahren zur Behandlung von Patienten mit ALL

angewendet.

Wie wurde Xaluprine untersucht?

Da 6-Mercaptopurin in Tablettenform in der Europäischen Union bereits seit vielen Jahren zur

Behandlung der ALL angewendet wird, reichte das Unternehmen Ergebnisse aus der wissenschaftlichen

Literatur über Studien ein, die zuvor mit Mercaptopurin-Tabletten durchgeführt worden waren.

Außerdem wurde eine Studie durchgeführt, in der die Bioverfügbarkeit von Xaluprine, bei dem es sich

um eine Suspension zum Einnehmen handelt, mit der von Mercaptopurin-Tabletten verglichen wurde.

In dieser Bioverfügbarkeitsstudie wurde untersucht, auf welche Weise die beiden unterschiedlichen

Darreichungsformen desselben Arzneimittels im menschlichen Körper resorbiert werden und wie hoch

der Spiegel an Wirkstoff ist, der jeweils daraus gebildet wird.

Welchen Nutzen hat Xaluprine in diesen Studien gezeigt?

Die Wirksamkeit von 6-Mercaptopurin im Hinblick auf eine Verlangsamung des Fortschreitens der ALL

ist gut bekannt, da es bereits seit vielen Jahren angewendet wird. Der zusätzliche Nutzen von

Xaluprine besteht darin, dass es sich dabei um eine Suspension zum Einnehmen handelt, die genauer

dosiert und von Kindern leichter eingenommen werden kann. In der Bioverfügbarkeitsstudie wurde

gezeigt, dass Xaluprine mit den Tabletten vergleichbar ist, aber auf eine besser vorhersehbare Weise

wirkt und eine höhere Resorptionsrate aufweist. Aus diesem Grund muss die Dosis angepasst werden,

wenn ein Patient von einer Darreichungsform zur anderen wechselt.

Welches Risiko ist mit Xaluprine verbunden?

Die häufigsten Nebenwirkungen von Xaluprine (beobachtet bei mehr als 1 von 10 Patienten) sind

Leukopenie (eine niedrige Anzahl weißer Blutkörperchen) und Thrombozytopenie (eine niedrige Anzahl

Blutplättchen). Die vollständige Auflistung der Nebenwirkungen ist der Packungsbeilage zu entnehmen.

Xaluprine darf nicht bei Patienten angewendet werden, die möglicherweise überempfindlich (allergisch)

gegen Mercaptopurin oder einen der sonstigen Bestandteile sind. Außerdem darf es Patienten nicht

gleichzeitig mit einer Impfung gegen Gelbfieber verabreicht werden.

Xaluprine

Seite 3/3

Warum wurde Xaluprine zugelassen?

Der CHMP wies darauf hin, dass Mercaptopurin eine anerkannte und wichtige Behandlungsoption für

ALL darstellt und dass die einzige in der EU zugelassene Darreichungsform 50-mg-Tabletten sind, die

bei kleineren Kindern nur schwer dosiert werden können. Der Ausschuss argumentierte, dass sich eine

Suspension zum Einnehmen genauer dosieren lässt und von Kindern, die keine Tabletten schlucken

können, leichter eingenommen werden kann. Der CHMP wies außerdem darauf hin, dass die Risiken bei

der Anwendung des Arzneimittels bekannt sind.

Der Ausschuss gelangte daher zu dem Schluss, dass der Nutzen von Xaluprine gegenüber den Risiken

überwiegt, und empfahl, die Genehmigung für das Inverkehrbringen zu erteilen.

Weitere Informationen über Xaluprine

Am 9. März 2012 erteilte die Europäische Kommission eine Genehmigung für das Inverkehrbringen von

Xaluprine in der gesamten Europäischen Union.Den vollständigen Wortlaut des EPAR für Xaluprine

finden Sie auf der Website der Agentur: ema.europa.eu/Find medicine/Human medicines/European

Public Assessment Reports. Wenn Sie weitere Informationen zur Behandlung mit Xaluprine benötigen,

lesen Sie bitte die Packungsbeilage (ebenfalls Teil des EPAR) oder wenden Sie sich an Ihren Arzt oder

Apotheker.

Die Zusammenfassung des Gutachtens des Ausschusses für Arzneimittel für seltene Leiden zu

Xaluprine finden Sie auf der Website der Agentur unter: ema.europa.eu/Find medicine/Human

medicines/Rare disease designations.

Diese Zusammenfassung wurde zuletzt im 09-2012 aktualisiert.

Packungsbeilage

ANGABEN AUF DER ÄUSSEREN UMHÜLLUNG

KARTON

1.

BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Xaluprine 20 mg/ml Suspension zum Einnehmen

Mercaptopurin

2.

WIRKSTOFF(E)

1 ml Suspension enthält 20 mg Mercaptopurin (als 1 H

3.

SONSTIGE BESTANDTEILE

Enthält außerdem: Natriummethyl-4-hydroxybenzoat (E219), Natriumethyl-4-hydroxybenzoat (E215),

Kaliumsorbat (E202), Natriumhydroxid, Aspartam (E951) und Sucrose. Nähere Informationen siehe

Packungsbeilage.

4.

DARREICHUNGSFORM UND INHALT

Suspension zum Einnehmen.

Glasflasche mit 100 ml

Flaschenadapter

1-ml- und 5-ml-Dosierspritzen

5.

HINWEISE ZUR UND ART(EN) DER ANWENDUNG

Mittels der Dosierspritzen wie vom Arzt verordnet einnehmen.

Vor Anwendung mindestens 30 Sekunden lang kräftig schütteln.

Packungsbeilage beachten.

Zum Einnehmen.

6.

WARNHINWEIS, DASS DAS ARZNEIMITTEL FÜR KINDER UNERREICHBAR UND

NICHT SICHTBAR AUFZUBEWAHREN IST

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

7.

WEITERE WARNHINWEISE, FALLS ERFORDERLICH

Zytotoxisch.

8.

VERFALLDATUM

Verwendbar bis:

56 Tage nach Anbruch beseitigen.

9.

BESONDERE LAGERUNGSHINWEISE

Nicht über 25 °C lagern.

Die Flasche fest verschlossen halten.

10.

GEGEBENENFALLS BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE

BESEITIGUNG VON NICHT VERWENDETEM ARZNEIMITTEL ODER DAVON

STAMMENDEN ABFALLMATERIALIEN

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen

zu beseitigen.

11.

NAME UND ANSCHRIFT DES PHARMAZEUTISCHEN UNTERNEHMERS

Nova Laboratories Limited

Martin House

Gloucester Crescent

Wigston, Leicester

LE18 4YL

Vereinigtes Königreich

12.

ZULASSUNGSNUMMER(N)

EU/1/11/727/001

13.

CHARGENBEZEICHNUNG

Ch.-B.:

14.

VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig.

15.

HINWEISE FÜR DEN GEBRAUCH

16.

INFORMATION IN BRAILLE-SCHRIFT

Xaluprine 20 mg/ml

17.

INDIVIDUELLES ERKENNUNGSMERKMAL – 2D-BARCODE

2D-Barcode mit individuellem Erkennungsmerkmal.

18.

INDIVIDUELLES ERKENNUNGSMERKMAL – VOM MENSCHEN LESBARES

FORMAT

ANGABEN AUF DEM BEHÄLTNIS

FLASCHENETIKETT

1.

BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Xaluprine 20 mg/ml Suspension zum Einnehmen

Mercaptopurin

2.

WIRKSTOFF(E)

1 ml Suspension enthält 20 mg Mercaptopurin (als 1 H

O ).

3.

SONSTIGE BESTANDTEILE

Enthält außerdem: Natriummethyl-4-hydroxybenzoat (E219), Natriumethyl-4-hydroxybenzoat (E215),

Kaliumsorbat (E202), Natriumhydroxid, Aspartam (E951) und Sucrose. Nähere Informationen siehe

Packungsbeilage.

4.

DARREICHUNGSFORM UND INHALT

Suspension zum Einnehmen.

100 ml.

5.

HINWEISE ZUR UND ART(EN) DER ANWENDUNG

Mithilfe der Dosierspritzen wie vom Arzt verordnet einnehmen.

Vor Anwendung mindestens 30 Sekunden lang kräftig schütteln.

Packungsbeilage beachten.

Zum Einnehmen.

6.

WARNHINWEIS, DASS DAS ARZNEIMITTEL FÜR KINDER UNERREICHBAR UND

NICHT SICHTBAR AUFZUBEWAHREN IST

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

7.

WEITERE WARNHINWEISE, FALLS ERFORDERLICH

Zytotoxisch

8.

VERFALLDATUM

Verwendbar bis:

56 Tage nach Anbruch beseitigen.

9.

BESONDERE LAGERUNGSHINWEISE

Nicht über 25 °C lagern.

Die Flasche fest verschlossen halten.

10.

GEGEBENENFALLS BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE

BESEITIGUNG VON NICHT VERWENDETEM ARZNEIMITTEL ODER DAVON

STAMMENDEN ABFALLMATERIALIEN

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen

zu beseitigen.

11.

NAME UND ANSCHRIFT DES PHARMAZEUTISCHEN UNTERNEHMERS

Nova Laboratories Limited

Martin House

Gloucester Crescent

Wigston, Leicester

LE18 4YL

Vereinigtes Königreich

12.

ZULASSUNGSNUMMER(N)

EU/1/11/727/001

13.

CHARGENBEZEICHNUNG

Ch.-B.:

14.

VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig.

15.

HINWEISE FÜR DEN GEBRAUCH

16.

INFORMATION IN BRAILLE-SCHRIFT

B. PACKUNGSBEILAGE

Gebrauchsinformation: Information für Anwender

Xaluprine 20 mg/ml Suspension zum Einnehmen

Mercaptopurin

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das

medizinische Fachpersonal.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter.

Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt. Dies gilt auch für

Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Xaluprine und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Xaluprine beachten?

Wie ist Xaluprine einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Xaluprine aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Xaluprine und wofür wird es angewendet?

Xaluprine enthält Mercaptopurin. Es gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die als Zytostatika

(oder Chemotherapeutika) bezeichnet werden.

Xaluprine wird zur Behandlung von akuter lymphoblastischer Leukämie (auch als akute lymphatische

Leukämie oder ALL bezeichnet) angewendet. Hierbei handelt es sich um eine schnell fortschreitende

Erkrankung, bei der die Zahl neuer weißer Blutkörperchen zunimmt. Diese neuen weißen

Blutkörperchen sind unreif (nicht voll ausgebildet) und außerstande, sich richtig zu entwickeln und

richtig zu funktionieren. Sie sind deshalb nicht in der Lage, Infektionen zu bekämpfen, und können

Blutungen verursachen.

Fragen Sie Ihren Arzt, wenn Sie weitere Informationen über diese Erkrankung wünschen.

2.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Xaluprine beachten?

Xaluprine darf nicht eingenommen werden, wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen

Mercaptopurin oder einen der sonstigen Bestandteile von Xaluprine sind (siehe Abschnitt 6).

Lassen Sie sich nicht gegen Gelbfieber impfen, während Sie Xaluprine einnehmen, weil dies

tödlich verlaufen kann.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor Sie

Xaluprine einnehmen, wenn:

Sie gegen Gelbfieber geimpft wurden.

Sie Nieren- oder Leberprobleme haben, da Ihr Arzt kontrollieren muss, ob diese richtig

funktionieren.

Sie eine Erkrankung haben, bei der Ihr Körper eine zu geringe Menge des Enzyms TPMT

(Thiopurinmethyltransferase) bildet, da Ihr Arzt in diesem Fall die Dosis anpassen muss.

Sie eine Schwangerschaft planen. Diese Vorsicht gilt für Männer und Frauen. Xaluprine kann

Samen- oder Eizellen schädigen (siehe „Schwangerschaft, Stillzeit und Fertilität“).

Wenn Sie eine Therapie mit Immunsuppressiva erhalten, könnte sich Ihr Risiko für folgende

Erkrankungen durch die Einnahme von Xaluprine erhöhen:

Tumore, einschließlich Hautkrebs. Wenn Sie Xaluprine einnehmen, vermeiden Sie es daher,

sich übermäßigem Sonnenlicht auszusetzen, tragen Sie Schutzkleidung und verwenden Sie

schützende Sonnencreme mit einem hohen Lichtschutzfaktor.

Lymphoproliferative Erkrankungen

Die Behandlung mit Xaluprine erhöht Ihr Risiko, an einer bestimmten Art von

Krebs zu erkranken, die „lymphoproliferative Erkrankung“ genannt wird. Bei

Behandlungsschemata, die mehrere Immunsuppressiva (einschließlich

Thiopurinen) enthalten, kann dies zum Tod führen.

Eine Kombination mehrerer gleichzeitig angewendeter Immunsuppressiva erhöht

das Risiko für durch Virusinfektion verursachte Erkrankungen des Lymphsystems

(durch das Epstein-Barr-Virus [EBV] bedingte lymphoproliferative

Erkrankungen).

Die Einnahme von Xaluprine kann Ihr Risiko für Folgendes erhöhen:

Auftreten einer schweren Erkrankung, die „Makrophagenaktivierungssyndrom“ genannt wird

(exzessive Aktivierung weißer Blutkörperchen, die mit Entzündungen einhergeht) und in der

Regel bei Menschen mit bestimmten Arten von Arthritis auftritt.

Bei einigen Patienten mit entzündlichen Darmerkrankungen, die mit 6-Mercaptopurin behandelt

wurden, ist eine seltene und aggressive Krebsform mit der Bezeichnung hepatosplenisches

T-Zell-Lymphom aufgetreten (siehe Abschnitt 4: Welche Nebenwirkungen sind möglich?).

Infektionen

Wenn Sie mit Xaluprine behandelt werden, besteht für Sie ein erhöhtes Risiko für Viren-, Pilz- und

bakterielle Infektionen.Die Infektionen können einen schwereren Verlauf nehmen. Siehe auch

Abschnitt 4.

Teilen Sie Ihrem Arzt vor dem Beginn der Behandlung mit, ob Sie Windpocken, Gürtelrose oder

Hepatitis B (eine von einem Virus hervorgerufene Lebererkrankung) hatten oder nicht.

NUDT15-Genmutation

Wenn Sie eine angeborene Mutation des NUDT15-Gens (einem Gen, das am Abbau von Xaluprine im

Körper beteiligt ist) aufweisen, besteht für Sie höheres Risiko für Infektionen und Haarausfall, und Ihr

Arzt kann Ihnen in diesem Fall ggf. eine niedrigere Dosis verschreiben.

Vermeiden Sie den Kontakt von Xaluprine mit Haut, Augen oder Nase. Wenn versehentlich etwas

davon in die Augen oder die Nase gelangt, spülen Sie die betroffene Stelle mit Wasser ab.

Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob einer der obigen Punkte auf Sie zutrifft, sprechen Sie mit Ihrem

Arzt oder Apotheker, bevor Sie Xaluprine einnehmen.

Kinder und Jugendliche

Bei Kindern wurden gelegentlich niedrige Blutzuckerwerte festgestellt, hauptsächlich bei Kindern

unter 6 Jahren oder mit einem niedrigen Body-Mass-Index. Sprechen Sie mit Ihrem Kinderarzt, falls

dies eintritt.

Einnahme von Xaluprine zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen kürzlich andere

Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen, auch wenn es

sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt. Hierzu gehören auch pflanzliche

Arzneimittel.

Informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker oder eine Pflegefachkraft insbesondere dann, wenn Sie eines

der folgenden Arzneimittel einnehmen:

andere zytotoxische Arzneimittel (Chemotherapeutika) – bei gleichzeitiger Verwendung mit

Xaluprine besteht eine größere Wahrscheinlichkeit für Nebenwirkungen, wie z. B. eine Anämie

Allopurinol oder Febuxostat (zur Behandlung von Gicht)

orale Gerinnungshemmer (zur Blutverdünnung)

Olsalazin oder Mesalazin (zur Behandlung der Darmerkrankung Colitis ulcerosa)

Sulfasalazin (gegen rheumatoide Arthritis oder Colitis ulcerosa)

Antiepileptika wie Phenytoin oder Carbamazepin. Die Blutspiegel von Antiepileptika müssen

ggf. überwacht und die Dosen bei Bedarf angepasst werden.

Impfungen während der Einnahme von Xaluprine

Es ist wichtig, dass Sie mit Ihrem Arzt oder einer Pflegefachkraft sprechen, bevor Sie sich impfen

lassen. Impfungen mit Lebendimpfstoffen (wie Polio, Masern, Mumps und Röteln) werden nicht

empfohlen, weil diese Impfstoffe zu einer Infektion führen können, wenn Sie während der Einnahme

von Xaluprine damit geimpft werden.

Bei Einnahme von Xaluprine zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Xaluprine kann mit einer Mahlzeit oder auf nüchternen Magen eingenommen werden. Die Einnahme

sollte jedoch jeden Tag auf dieselbe Weise erfolgen.

Nehmen Sie Xaluprine nicht zusammen mit Milch oder Milchprodukten ein, da das Arzneimittel

dadurch weniger wirksam sein kann. Xaluprine ist mindestens 1 Stunde vor oder 2 Stunden nach

Milch oder Milchprodukten einzunehmen.

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit

Nehmen Sie Xaluprine nicht ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Sie eine Schwangerschaft

planen. Diese Vorsicht gilt für Männer und Frauen. Xaluprine kann Ihre Samen- oder Eizellen

schädigen. Zuverlässige Verhütungsmethoden müssen verwendet werden, um eine Schwangerschaft

zu vermeiden, während Sie oder Ihr Partner Xaluprine einnehmen. Sowohl Männer als auch Frauen

sollten nach Beendigung der Behandlung noch für mindestens 3 Monate wirksame

Verhütungsmethoden anwenden. Wenn Sie bereits schwanger sind, sprechen Sie mit Ihrem Arzt,

bevor Sie Xaluprine einnehmen.

Frauen, die schwanger sind, eine Schwangerschaft planen oder stillen, sollten den Umgang mit

Xaluprine vermeiden.

Während der Einnahme von Xaluprine dürfen Sie nicht stillen. Fragen Sie Ihren Arzt, Apotheker oder

die Hebamme um Rat.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Es ist nicht zu erwarten, dass Xaluprine Ihre Verkehrstüchtigkeit oder die Fähigkeit zum Bedienen

von Maschinen beeinträchtigt. Studien, die dies bestätigen, sind jedoch nicht durchgeführt worden.

Xaluprine enthält Aspartam, Natriummethyl-4-hydroxybenzoat (Ph.Eur.) (E219) und

Natriumethyl-4-hydroxybenzoat (Ph.Eur.) (E215) und Sucrose

Xaluprine enthält Aspartam (E951) als Quelle für Phenylalanin, und kann schädlich sein, wenn Sie

eine Phenylketonurie haben.

Xaluprine enthält außerdem Natriummethyl-4-hydroxybenzoat (E219) und

Natriumethyl-4-hydroxybenzoat (E215), die Überempfindlichkeitsreaktionen, auch Spätreaktionen,

hervorrufen können.

Xaluprine enthält Sucrose. Bitte nehmen Sie Xaluprine erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein,

wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.

Es kann schädlich für die Zähne sein (Karies).

3.

Wie ist Xaluprine einzunehmen?

Xaluprine darf Ihnen nur von einem Facharzt, der Erfahrung in der Behandlung von Blutkrebs hat,

gegeben werden.

Wenn Sie Xaluprine einnehmen, wird Ihr Arzt regelmäßig Bluttests durchführen. Dies

geschieht, um die Anzahl und Art der Zellen in Ihrem Blut zu überprüfen und sicherzustellen,

dass Ihre Leber richtig arbeitet.

Mit weiteren Blut- und Urintests wird Ihr Arzt Ihren Harnsäurespiegel überwachen. Harnsäure

ist eine natürliche Substanz im Körper, deren Spiegel während der Einnahme von Xaluprine

ansteigen können.

Entsprechend den Ergebnissen dieser Labortests wird Ihr Arzt mitunter Ihre Dosis von

Xaluprine ändern.

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein.

Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind. Die übliche

Anfangsdosis für Erwachsene, Jugendliche und Kinder ist 25-75 mg/m

Körperoberfläche jeden Tag.

Ihr Arzt verordnet Ihnen die für Sie richtige Dosis. Manchmal ändert der Arzt Ihre Dosis von

Xaluprine, zum Beispiel aufgrund der Ergebnisse verschiedener Labortests. Wenn Sie sich nicht ganz

sicher sind, wie viel Sie einnehmen müssen, fragen Sie bitte bei Ihrem Arzt oder einer Pflegefachkraft

nach.

Es ist wichtig, dass Sie Xaluprine abends einnehmen, damit es besser wirkt.

Sie können Ihr Arzneimittel mit einer Mahlzeit oder auf nüchternen Magen einnehmen. Die Einnahme

sollte jedoch jeden Tag auf dieselbe Weise erfolgen. Nehmen Sie das Arzneimittel mindestens

1 Stunde vor oder 2 Stunden nach Milch oder Milchprodukten ein.

Die Packung von Xaluprine enthält eine Flasche mit Arzneimittel, einen Deckel einen

Flaschenadapter und zwei Dosierspritzen (eine purpurrote 1-ml-Spritze und eine weiße 5-ml-Spritze).

Verwenden Sie immer diese Spritzen zum Einnehmen des Arzneimittels.

Es ist wichtig, dass Sie die richtige Dosierspritze für die Einnahme verwenden. Ihr Arzt oder

Apotheker erklärt Ihnen, welche Spritze Sie für die Dosis, die Ihnen verschrieben wurde, verwenden

sollten.

Die kleinere 1-ml-Spritze (purpurrot) mit Markierungen von 0,1 ml bis 1 ml ist zur Abmessung von

Dosen bis 1 ml bestimmt. Verwenden Sie diese Spritze, wenn die Gesamtmenge, die Sie einnehmen

müssen, höchstens 1 ml beträgt (jeder Teilstrich von 0,1 ml entspricht 2 mg Mercaptopurin).

Die größere 5-ml-Spritze (weiß) mit Markierungen von 1 ml bis 5 ml ist zur Abmessung von Dosen

über 1 ml bestimmt. Verwenden Sie diese Spritze, wenn die Gesamtmenge, die Sie einnehmen

müssen, mehr als 1 ml beträgt (jeder Teilstrich von 0,2 ml entspricht 4 mg Mercaptopurin).

Wenn Sie als Elternteil oder Betreuer das Arzneimittel geben, waschen Sie sich bitte vor und nach der

Gabe jeder Dosis die Hände. Wischen Sie verschüttete Suspension sofort auf. Um das Risiko eines

Kontakts mit dem Arzneimittel zu verringern, sollten beim Umgang mit Xaluprine Einmalhandschuhe

getragen werden.

Falls Xaluprine mit Haut, Augen oder Nase in Kontakt kommt, sollte es unverzüglich und gründlich

mit Wasser und Seife abgewaschen werden.

Halten Sie sich bei der Anwendung des Arzneimittels an die folgende Anleitung:

1. Ziehen Sie vor dem Umgang mit Xaluprine Einmalhandschuhe an.

Schütteln Sie die Flasche mindestens 30 Sekunden

lang kräftig, damit das Arzneimittel gut

durchmischt wird (

Abbildung 1

3. Nehmen Sie den Flaschendeckel ab

(Abbildung 2)

und drücken Sie den Adapter fest in die

Öffnung der Flasche. Der Adapter bleibt auch für spätere Dosen auf der Flasche

(Abbildung 3)

4. Führen Sie die Spitze der Dosierspritze in das Loch im Adapter ein

(Abbildung 4)

Ihr Arzt oder

Apotheker erklärt Ihnen, welche Spritze – die (rote) 1-ml-Spritze oder die (weiße) 5-ml-Spritze

– Sie verwenden sollten, um die richtige Dosis zu geben

5. Drehen Sie die Flasche auf den Kopf

(Abbildung 5)

6. Ziehen Sie den Kolben der Spritze heraus, um das Arzneimittel aus der Flasche in die Spritze

aufzuziehen. Ziehen Sie den Kolben bis zu dem Teilstrich der Skala zurück, der der verordneten Dosis

entspricht

(Abbildung 5)

. Wenn Sie sich nicht ganz sicher sind, wie viel Sie in die Spritze aufziehen

müssen, fragen Sie bei Ihrem Arzt oder einer Pflegefachkraft nach.

7. Drehen Sie die Flasche wieder um und nehmen Sie die Spritze vorsichtig aus dem Adapter. Halten

Sie die Spritze hierbei nicht am Kolben, sondern am Zylinder fest.

8. Führen Sie die Spitze der Spritze vorsichtig in den Mund ein und an die Innenseite der Wange.

9. Drücken Sie langsam und vorsichtig den Kolben hinein, um das Arzneimittel in den Mund zu

spritzen und zu schlucken. Drücken Sie den Kolben NICHT zu kräftig hinein und spritzen Sie das

Arzneimittel nicht zu weit nach hinten oder in den Rachen, damit Sie sich nicht verschlucken.

10. Nehmen Sie die Spritze wieder aus dem Mund.

11. Trinken Sie nach der Einnahme der Suspension etwas Wasser, damit kein Rest des Arzneimittels

im Mund zurückbleibt.

12. Setzen Sie den Deckel wieder auf die Flasche mit dem eingesetzten Adapter. Achten Sie darauf,

dass der Deckel fest zugedreht ist.

13. Waschen Sie die Spritze mit warmem Seifenwasser und spülen Sie sie gut ab. Halten Sie die

Spritze unter Wasser und bewegen Sie den Kolben mehrmals auf und ab, um die Spritze innen zu

reinigen. Lassen Sie die Spritze vollständig trocknen, bevor Sie sie zur Einnahme der nächsten Dosis

verwenden. Bewahren Sie die Spritze zusammen mit dem Arzneimittel an einem hygienischen Platz

auf.

Wiederholen Sie diesen Vorgang bei der Einnahme jeder Dosis des Arzneimittels.

Wenn Sie eine größere Menge von Xaluprine eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn Sie eine größere Menge von Xaluprine eingenommen haben, als Sie sollten, informieren Sie

unverzüglich Ihren Arzt oder suchen Sie unverzüglich ein Krankenhaus auf. Sie können an Übelkeit

oder Erbrechen leiden oder Durchfall haben. Nehmen Sie die Arzneimittelpackung und diese

Gebrauchsinformation mit.

Wenn Sie die Einnahme von Xaluprine vergessen haben

Informieren Sie Ihren Arzt.

Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, um eine vergessene Dosis

nachzuholen.

Wenn Sie die Einnahme von Xaluprine abbrechen

Brechen Sie die Einnahme Ihres Arzneimittels nicht ab, es sei denn, Ihr Arzt weist Sie dazu an.

Anderenfalls können Sie einen Rückfall Ihrer Erkrankung bekommen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie sich an Ihren Arzt oder

Apotheker.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Wenn Sie eine der folgenden Nebenwirkungen bekommen, informieren Sie sofort Ihren

Facharzt oder suchen Sie sofort ein Krankenhaus auf:

Allergische Reaktion mit folgenden möglichen Symptomen:

Hautausschläge

erhöhte Temperatur

Gelenkschmerzen

Gesichtsschwellung

Jedes Anzeichen von Fieber oder einer Infektion (Halsschmerzen, Mundentzündung oder

Beschwerden beim Wasserlassen)

Jeder

unerwartete

Bluterguss oder jede

unerwartete

Blutung, da dies bedeuten kann, dass zu wenige

Blutkörperchen eines bestimmten Typs gebildet werden

Wenn Sie sich

plötzlich

unwohl fühlen (auch bei normaler Temperatur), Bauchschmerzen haben und

Ihnen übel ist, da dies Anzeichen für eine entzündete Bauchspeicheldrüse sein können

Gelbfärbung des weißen Anteils der Augen oder der Haut (Gelbsucht)

Wenn Sie Durchfall haben

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie eine der folgenden Nebenwirkungen haben, die mit diesem

Arzneimittel ebenfalls auftreten können:

Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen)

eine Abnahme der Zahl der weißen Blutkörperchen und der Blutplättchen (kann sich bei

Bluttests bemerkbar machen)

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

Übelkeit oder Erbrechen

Leberschädigung – kann sich bei Bluttests bemerkbar machen

eine Abnahme der roten Blutkörperchen (Anämie), die Sie müde, schwach oder kurzatmig

machen kann

Appetitlosigkeit

Durchfall

Entzündung der Mundschleimhaut (Stomatitis)

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

Mundgeschwüre

entzündete Bauchspeicheldrüse

Gelenkschmerzen

Hautausschlag

Fieber

bleibende Schädigung der Leber (Lebernekrose)

Selten (kann bis zu 1 von 1 000 Behandelten betreffen)

Haarausfall

bei Männern: vorübergehend verminderte Spermienzahl

Gesichtsschwellung

verschiedene Arten von Krebs, einschließlich Blut-, Lymph- und Hautkrebs

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10 000 Behandelten betreffen)

eine andere Art von Leukämie als die behandelte

Darmgeschwüre

Andere Nebenwirkungen (die Häufigkeit ist nicht bekannt)

Eine seltene Krebsform (hepatosplenales T-Zell-Lymphom), (siehe Abschnitt 2, Warnhinweise

und Vorsichtsmaßnahmen).

Sonnenlichtempfindlichkeit mit Hautreaktionen

Zusätzliche Nebenwirkungen bei Kindern

Niedriger Blutzucker (Hypoglykämie) - die Häufigkeit ist nicht bekannt.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie

erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser

Gebrauchsinformation angegeben sind.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das

medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage

angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das in Anhang V aufgeführte nationale

Meldesystem anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr

Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie ist Xaluprine aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf, vorzugsweise in einem

verschlossenen Schrank. Eine versehentliche Einnahme kann für Kinder tödlich sein.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der Flasche nach „Verwendbar

bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den

letzten Tag des angegebenen Monats.

Nicht über 25 °C lagern.

Die Flasche fest verschlossen halten, damit das Arzneimittel nicht verdirbt und um das Risiko

zu vermindern, dass es versehentlich verschüttet wird.

56 Tage nach Anbruch der Flasche den nicht verbrauchten Inhalt beseitigen.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie

das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz

der Umwelt bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Xaluprine enthält

Der Wirkstoff ist Mercaptopurin (als Monohydrat). 1 ml Suspension enthält 20 mg Mercaptopurin-

monohydrat.

Die sonstigen Bestandteile sind Xanthangummi, Aspartam (E951), Himbeersaftkonzentrat, Sucrose,

Natriummethyl-4-hydroxybenzoat (E219), Natriumethyl-4-hydroxybenzoat (E215), Kaliumsorbat

(E202), Natriumhydroxid und gereinigtes Wasser (siehe Abschnitt 2 für weitere Informationen zu

Aspartam, Natriummethyl-4-hydroxybenzoat (E219), und Natriumethyl-4-hydroxybenzoat (E215) und

Sucrose).

Wie Xaluprine aussieht und Inhalt der Packung

Xaluprine ist eine rosa bis braune Suspension zum Einnehmen. Es ist in Glasflaschen zu 100 ml mit

kindergesichertem Deckel erhältlich. Jede Packung enthält eine Flasche, einen Flaschenadapter und

zwei Dosierspritzen (eine rote Spritze mit Skala bis 1 ml und eine weiße Spritze mit Skala bis 5 ml).

Ihr Arzt oder Apotheker erklärt Ihnen, welche Spritze Sie für die Dosis, die Ihnen verschrieben wurde,

verwenden sollten.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Nova Laboratories Limited

Martin House, Gloucester Crescent

Wigston, Leicester

LE18 4YL

Vereinigtes Königreich

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im

Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf der Website der Europäischen

Arzneimittel-Agentur http://www.ema.europa.eu verfügbar.

ANHANG IV

Wissenschaftliche Schlussfolgerungen und Gründe für die Änderung der Bedingungen der

Genehmigung(en) für das Inverkehrbringen

Wissenschaftliche Schlussfolgerungen

Der CHMP ist unter Berücksichtigung des PRAC-Beurteilungsberichts zum PSUR/zu den PSURs für

Mercaptopurin zu den folgenden wissenschaftlichen Schlussfolgerungen gelangt:

Bei Patienten, die unter Behandlung mit 6-Mercaptopurin eine Myelosuppression entwickeln, besteht

ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung von Infektionen. Unter Berücksichtigung der gemeldeten und

veröffentlichten spontanen Fallberichte von Infektionen, einschließlich schwerer Infektionen wie

Hepatitis B, Varizella-Zoster und Pneumocystis-jirovecii-Pneumonie während des Meldezeitraums

dieses PSUSAs und des möglichen zeitlichen Zusammenhangs, unterstützte der PRAC den Vorschlag

des MAHs zur Aktualisierung des Abschnitts 4.4 der Fachinformation, um einen entsprechenden

Warnhinweis aufzunehmen und um „bakterielle und virale Infektionen“ und „Infektionen, die mit

Neutropenie in Verbindung stehen“ als neue Nebenwirkungen mit der Häufigkeit „gelegentlich“ in

Abschnitt 4.8 der Fachinformation zu ergänzen.

Auf Grundlage neuerer Publikationen kann die Schlussfolgerung gezogen werden, dass das Risiko für

eine thiopurin-induzierte Leukopenie und Alopezie bei Patienten, die positiv für die mutierte Nudix-

Hydrolase-15 (NUDT15)R139-C-Variante sind, signifikant erhöht ist. Dieser genetische Faktor wird

häufig bei Patienten beobachtet, deren Vorfahren aus großen Teilen Asiens, einschließlich der

japanischen, koreanischen und chinesischen Bevölkerung stammen. Basierend auf den in der Literatur

veröffentlichten Daten befand der PRAC, dass die derzeitige Evidenz ausreicht, um die Abschnitte 4.2

und 4.4 der Fachinformationen zu aktualisieren, sodass diese einen neuen Warnhinweis zum erhöhten

Risiko für eine schwere Toxizität bei Patienten mit angeborenem, mutierten NUDT15-Gen, die mit 6-

Mercaptopurin behandelt werden, beinhaltet. Derzeit liegen keine Daten vor, die die Pflicht zur

Durchführung eines Gentests durch den Arzt vor Anwendung des Arzneimittels unterstützen.

Dennoch stimmte der PRAC zu, einen Hinweis aufzunehmen, dass eine Genotypisierung von

NUDT15 vor Beginn der Behandlung in Betracht zu ziehen ist.

Daher befand der PRAC in Anbetracht der im geprüftem PSUR vorgelegten Daten, dass Änderungen

der Produktinformationen für Mercaptopurin-haltige Arzneimittel gerechtfertigt sind.

Der CHMP stimmt den wissenschaftlichen Schlussfolgerungen des PRAC zu.

Gründe für die Änderung der Bedingungen der Genehmigung(en) für das Inverkehrbringen

Der CHMP ist auf der Grundlage der wissenschaftlichen Schlussfolgerungen für Mercaptopurin der

Auffassung, dass das Nutzen-Risiko-Verhältnis des Arzneimittels/der Arzneimittel, das/die

Mercaptopurin enthält/enthalten, vorbehaltlich der vorgeschlagenen Änderungen der

Produktinformation, unverändert ist.

Der CHMP empfiehlt, die Bedingungen der Genehmigung(en) für das Inverkehrbringen zu ändern.