Virbamec

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Virbamec 10 mg/ml Injektionslösung für Rinder, Schafe und Schweine
  • Einheiten im Paket:
  • 50 ml, Laufzeit: 36 Monate,200 ml, Laufzeit: 36 Monate,500 ml, Laufzeit: 36 Monate
  • Verschreibungstyp:
  • Arzneimittel zur einmaligen Abgabe auf aerztliche Verschreibung
  • Verwenden für:
  • Tiere
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Virbamec 10 mg/ml  Injektionslösung für Rinder, Schafe und Schweine
    Österreich
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Produktbesonderheiten:
  • Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke; TGD (Abgabe im Rahmen des Tiergesundheitsdienstes (TGD) erlaubt)

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AGES
  • Zulassungsnummer:
  • 8-00503
  • Berechtigungsdatum:
  • 26-07-2001
  • Letzte Änderung:
  • 10-08-2017

Packungsbeilage: zusammensetzung, kinische angaben, nebenwirkungen, wechselwirkungen, dosierung, schwangerschaft, stillzeit

GEBRAUCHSINFORMATION FÜR

Virbamec 10 mg/ml Injektionslösung für Rinder, Schafe und Schweine

1.

NAME UND ANSCHRIFT DES ZULASSUNGSINHABERS UND, WENN

UNTERSCHIEDLICH, DES HERSTELLERS, DER FÜR DIE CHARGENFREIGABE

VERANTWORTLICH IST

Zulassungsinhaber und Hersteller, der für die Chargenfreigabe verantwortlich ist:

VIRBAC

1ère avenue – 2065 m – L.I.D. – 06516 Carros

FRANKREICH

Vertrieb:

Virbac Österreich GmbH – 1180 Wien

2.

BEZEICHNUNG DES TIERARZNEIMITTELS

Virbamec 10 mg/ml Injektionslösung für Rinder, Schafe und Schweine

Ivermectin

3.

WIRKSTOFF(E) UND SONSTIGE BESTANDTEILE

1 ml Injektionslösung enthält:

Ivermectin

10 mg

Klare, hellgelbe Lösung

4.

ANWENDUNGSGEBIET(E)

Rinder:

Zur Behandlung von Infestationen bei Mastrindern und nicht laktierenden Kühen mit:

Magen- und Darmrundwürmern (adulte und 4. Larvenstadium)

Ostertagia ostertagi (inkl. inhibierte Larven)

Ostertagia lyrata

Haemonchus placei

Trichostrongylus spp.

Cooperia spp.

Oesophagostomum radiatum

Nematodirus spp. (adulte)

Strongyloides papillosus (adulte)

Bunostomum phlebotomum

Toxocara vitulorum (adulte)

Lungenwürmern (adulte und 4. Larvenstadium)

Dictyocaulus viviparus

Parafilarien (adulte)

Parafilaria bovicola

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Augenwürmer (adulte)

Thelazia spp.

Dasselfliegen (parasitische Stadien)

Hypoderma spp.

Läusen

Linognathus vituli

Haematopinus eurysternus

Solenopotes capillatus

Räudemilben

Psoroptes communis var. bovis

Sarcoptes scabiei var. Bovis

Die Behandlung mit dem Tierarzneimittel in der empfohlenen Dosis beugt einer erneuten

Infektion mit Haemonchus placei, Cooperia oncophora, Cooperia pectinata

Trichostrongylus

axei

für

Tage

nach

Behandlung,

Ostertagia

ostertagi

und

Oesophagostomum radiatum für 14 Tage nach der Behandlung, und Dictyocaulus viviparus

für 21 Tage nach der Behandlung vor.

Schweine:

Zur Behandlung von Infestationen mit:

Magen- und Darmrundwürmern (adulte und 4. Larvenstadium)

Ascaris suum

Hyostrongylus rubidus

Oesophagostomum spp.

Strongyloides ransomi (adulte)*

Lungenwürmern (adulte)

Metastrongylus spp.

Läusen

Haematopinus suis

Räudemilben

Sarcoptes scabei var. suis

*Die Behandlung von Sauen 7-14 Tage vor dem Abferkeln verhindert die galaktogene

Übertragung von Strongyloides ransomi auf die Ferkel.

Schafen:

Zur Behandlung von Infestationen mit:

Magen- und Darmrundwürmern (adulte und 4. Larvenstadium)

Ostertagia circumcincta (sowie L

und inhibierte Stadien)

O. trifurcata

Haemonchus contortus (sowie L

Trichostrongylus axei (adulte)

T. colubriformis (sowie L

T. vitrinus (adulte)

Cooperia curticei

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Oesophagostomum columbianum (sowie L

O. venulosum (adulte)

Nematodirus filicollis

N. spathiger (L

Chabertia ovina (sowie L

Trichuris ovis (adulte)

Strongyloides papillosus (L

Lungenwürmern (adulte und 4. Larvenstadium)

Dictyocaulus filaria (sowie L

Protostrongylus rufescens (adulte)

Dasselfliegen (parasitische Stadien)

Oestrus ovis

Räudemilben

Psoroptes communis var. ovis

Sarcoptes scabiei var. ovis

5.

GEGENANZEIGEN

Nicht intramuskulär oder intravenös verabreichen.

Nicht bei laktierenden Rindern und Schafen anwenden.

Nicht anwenden bei trächtigen Rindern und Schafen innerhalb von 60 Tagen vor dem

Abkalben bzw. Ablammen.

Nicht bei bekannter Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff anwenden.

6.

NEBENWIRKUNGEN

Vereinzelt kann es zu vorübergehenden Schwellungen an der Injektionsstelle kommen, die

jedoch ohne Behandlung wieder abklingen.

Rind

Schaf

wurden

vereinzelten

Fällen

momentane

Schmerzreaktionen

beobachtet.

In vereinzelten Fällen wurden vorübergehende Störungen des Allgemeinbefindens

beobachtet.

Die Angaben zur Häufigkeit von Nebenwirkungen sind folgendermaßen definiert:

Sehr häufig (mehr als 1 von 10 behandelten Tieren zeigen Nebenwirkungen während der

Behandlung)

- Häufig (mehr als 1 aber weniger als 10 von 100 behandelten Tieren)

- Gelegentlich (mehr als 1 aber weniger als 10 von 1000 behandelten Tieren)

- Selten (mehr als 1 aber weniger als 10 von 10.000 behandelten Tieren)

- Sehr selten (weniger als 1 von 10.000 behandelten Tieren, einschließlich

Einzelfallberichte).

Falls Sie Nebenwirkungen insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage

aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen, teilen Sie diese Ihrem Tierarzt oder Apotheker

mit.

7.

ZIELTIERART(EN)

Rinder, Schafe, Schweine

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8.

DOSIERUNG FÜR JEDE TIERART, ART UND DAUER DER ANWENDUNG

Zur einmaligen subkutanen Anwendung.

Vor der Behandlung sollte das Körpergewicht und die Dosis genau bestimmt werden, um

eine Unterdosierung zu vermeiden.

Dosierung:

Rinder, Schafe:

1 ml pro 50 kg KGW (entsprechend 0,2 mg Ivermectin pro kg KGW)

Zur Behandlung und vollständigen Eliminierung von Psoroptes ovis (Schafräude) sind zwei

Injektionen im Abstand von sieben Tagen erforderlich.

Schweine:

1,5 ml pro 50 kg KGW (entsprechend 0,3 mg Ivermectin pro kg KGW)

Einmalige subkutane Injektion, vorzugsweise in die Hautfalte am Ohrgrund.

Wiederholungsbehandlungen sollten nicht unter 21 Tagen durchgeführt werden.

9.

HINWEISE FÜR DIE RICHTIGE ANWENDUNG

Verunreinigungen in der Flasche sind zu vermeiden.

Sollte das Produkt ein anderes Aussehen haben, als oben beschrieben, sollte es verworfen

werden.

Rinder

Zwei Behandlungen, 3 und 8 Wochen nach dem Austrieb, schützen die Tiere über einen

längeren Zeitraum vor parasitären Schäden.

Um einen optimalen, fortbestehenden Schutz durch das Tierarzneimittel bei weidenden

Tieren zu erreichen, wird empfohlen, die in ihrer ersten Weidesaison gemeinsam gehaltenen

Kälber 3, 8 und 13 Wochen nach dem Weideauftrieb einer Behandlung zu unterziehen. Dies

kann die Tiere während der gesamten Weidezeit vor von Parasiten hervorgerufenen Magen-

Darm- und Lungenwürmerinfektionen schützen, vorausgesetzt, dass sie zuvor als gemeinsam

gehaltene

Gruppe

einer

Behandlung

unterzogen

wurden

keine

zusätzlichen,

unbehandelten Rinder Zugang zur Weide haben.

Behandlung gegen Rinderdasseln

Virbamec Injektionslösung ist gegen alle Stadien der Rinderdasseln wirksam, allerdings

sollte der Behandlungszeitpunkt richtig gewählt werden. Der günstige Zeitpunkt ist

unmittelbar nach Ende der Schwärmzeit der Dasselfliege, bevor die Larven im Tierkörper

Schäden verursachen können. Werden die Larven von Hypoderma bovis während ihrer

Wanderung im Wirbelkanal abgetötet, kann es zu Nachhandlähmung und Festliegen

kommen. Diese Reaktionen können bei Behandlungen zwischen Dezember und Februar mit

allen hypodermawirksamen Substanzen auftreten. Sie sind nicht spezifisch für Ivermectin.

Schafe:

Die Schafräude (Psoroptes-Räude) ist eine extrem ansteckende parasitäre Hauterkrankung

von Schafen. Nach einer Behandlung von infestierten Schafen muss sorgfältig darauf

geachtet werden, dass ein erneuter Befall vermieden wird, da Milben auch in der Umwelt für

bis zu 15 Tage lebensfähig bleiben. Es muss sichergestellt sein, dass alle Schafe, die mit

infestierten Schafen in Kontakt waren, auch behandelt werden. Der Kontakt zwischen

behandelten, infestierten und unbehandelten, nicht infestierten Herden muss für mindestens

7 Tage nach der letzten Behandlung vermieden werden.

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10.

WARTEZEIT

Essbare Gewebe:

Schweine:

28 Tage

Schafe:

42 Tage

Rinder:

49 Tage

Nicht anwenden bei Tieren, deren Milch für den menschlichen Verzehr vorgesehen ist.

Nicht anwenden bei trockenstehenden Milchkühen einschließlich trächtigen Färsen und

Schafen innerhalb von 60 Tagen vor dem Abkalben bzw. Ablammen.

11.

BESONDERE LAGERUNGSHINWEISE

Arzneimittel unzugänglich für Kinder aufbewahren.

Nicht über 30° C lagern.

dürfen

Arzneimittel

nach

Ablauf

Behältnis

äußerer

Umhüllung

angegebenen Verfalldatums nicht mehr verwenden.

Haltbarkeit nach dem ersten Öffnen des Behältnisses: 28 Tage

12.

BESONDERE WARNHINWEISE

Folgende Situationen sollten vermieden werden, da diese zur Erhöhung der Resistenz und

letztendlich zur Unwirksamkeit der Behandlung führen können:

Zu häufige und wiederholte Anwendung von Anthelminthika einer Substanzklasse

über einen längeren Zeitraum,

Unterdosierung, verursacht durch Unterschätzung des Körpergewichts,

falsche Verabreichung des Tierarzneimittels oder durch mangelhafte Einstellung der

Dosiervorrichtung (sofern vorhanden).

Verdacht

Anthelminthika-Resistenz

sollten

weiterführende

Untersuchungen

geeigneten Tests (z. B. Eizahlreduktionstest) durchgeführt werden. Falls die Testergebnisse

deutlich auf die Resistenz gegenüber einem bestimmten Anthelminthikum hinweisen, sollte

Anthelminthikum

einer

anderen

Substanzklasse

unterschiedlichem

Wirkungsmechanismus Verwendung finden.

Über

Resistenz

gegen

Ivermectin

wurde

Ostertagia

ostertagi

Rindes

Ostertagia circumcincta bei Lämmern berichtet. Daher sollte sich auf nationaler Ebene

(regional, betrieblich) die Anwendung dieses Tierarzneimittels auf lokale epidemiologische

Erhebungen zur Empfindlichkeit dieser Helminthenart, sowie auf Expertenempfehlungen zur

Eindämmung weiterer Anthelminthika-Resistenzen stützen.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung bei Tieren:

Eine häufige und wiederholte Anwendung kann zur Entwicklung von Resistenzen führen. Es

ist wichtig, dass die korrekte Dosis gegeben wird, um das Risiko einer Resistenz zu

minimieren. Um eine Unterdosierung zu vermeiden, sollten die Tiere entsprechend ihres

Körpergewichtes gruppiert werden und entsprechend des schwersten Tieres in der Gruppe

dosiert werden.

Avermectine werden möglicherweise von Tieren, die nicht zur Zieltierart gehören nicht gut

vertragen (Unverträglichkeiten mit Todesfolge wurden beim Hund – speziell bei Collies,

Schäferhunden und verwandten Rassen oder Kreuzungen derselben - sowie bei

Schildkröten beobachtet).

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Da Ivermectin in hohem Maße an Plasmaproteine gebunden wird, sollte besondere Sorgfalt

bei kranken Tieren oder bei Tieren in schlechtem Ernährungszustand mit niedrigen

Plasmaproteinwerten angewendet werden.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender

Während der Anwendung weder rauchen noch essen.

Nach der Anwendung Hände waschen.

Dermale Reizungen oder Reizungen am Auge sind möglich. Direkten Kontakt mit dem

Produkt vermeiden. Sollte das Produkt aus Versehen in die Augen gelangen, diese mit

Wasser auswaschen und ärztlichen Rat einholen.

Produkt sorgfältig handhaben, um Selbstverabreichung zu vermeiden. Das Produkt kann

lokale Reizungen und/oder Schmerz an der Injektionsstelle auslösen.

Trächtigkeit:

Nicht anwenden bei trockenstehenden Milchkühen einschließlich trächtigen Färsen und

Schafen innerhalb von 60 Tagen vor dem Abkalben bzw. Ablammen.

Laktation:

Nicht bei laktierenden Rindern und Schafen anwenden.

Überdosierung (Symptome, Notfallmaßnahmen, Gegenmittel), falls erforderlich:

Nach Verabreichung einer Überdosis wurden Symptome wie Muskelzittern, Krämpfe und

Koma beobachtet. Diese Fälle sind symptomatisch zu behandeln.

13.

BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE ENTSORGUNG VON NICHT

VERWENDETEM ARZNEIMITTEL ODER VON ABFALLMATERIALIEN, SOFERN

ERFORDERLICH

Nicht verwendetes Tierarzneimittel oder davon stammende Abfallmaterialien sind

entsprechend den nationalen Vorschriften zu entsorgt. Tierarzneimittel dürfen nicht mit dem

Abwasser bzw. über die Kanalisation entsorgt werden.

Ivermectin ist für Fische und andere im Wasser lebende Organismen besonders gefährlich.

Oberflächengewässer und Wassergräben nicht mit Produktresten oder leere Behältnissen

verseuchen.

14.

GENEHMIGUNGSDATUM DER PACKUNGSBEILAGE

Oktober 2016

15.

WEITERE ANGABEN

Z. Nr.: 8-00503

Packungsgrößen:

Durchstechflasche mit 50 ml

Durchstechflasche mit 200 ml

Durchstechflasche mit 500 ml

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.

29-5-2018

Informationsbrief zu Scabioral® 3 mg Tabletten (Wirkstoff: Ivermectin): Wichtige Informationen zum Lieferengpass von Scabioral®

Informationsbrief zu Scabioral® 3 mg Tabletten (Wirkstoff: Ivermectin): Wichtige Informationen zum Lieferengpass von Scabioral®

Die Firma INFECTOPHARM Arzneimittel und Consilium GmbH informiert über den Lieferengpass von Scabioral® 3 mg Tabletten und einer alternativen Therapie.

Deutschland - BfArM - Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

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