Videx D.D.I

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Videx D.D.I Pulver zur Herstellung einer Lösung zum Einnehmen 2 g
  • Dosierung:
  • 2 g
  • Darreichungsform:
  • Pulver zur Herstellung einer Lösung zum Einnehmen
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

  • Information für medizinisches Fachpersonal:
  • Das Informationsblatt für dieses Produkt ist derzeit nicht verfügbar, können Sie eine Anfrage an unseren Kundendienst zu senden und wir werden Sie benachrichtigen, sobald wir in der Lage, um es zu erhalten.


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Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Videx D.D.I Pulver zur Herstellung einer Lösung zum Einnehmen 2 g
    Belgien
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Nukleosid-reverse-transcriptaseremmer

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AFMPS - Agence Fédérale des Médicaments et des Produits de Santé - Belgium
  • Zulassungsnummer:
  • BE162373
  • Letzte Änderung:
  • 13-04-2018

Packungsbeilage

Gebrauchsinformation: Information für Anwender

Videx d.d.I 2 g Pulver zur Herstellung einer Lösung zum Einnehmen

Didanosin

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses

Arzneimittels beginnen,

denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann

anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken,

wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt

auch für Nebenwirkungen,

die nicht in dieser

Packungsbeilage

angegeben sind

. Siehe

Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Videx und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Videx beachten?

Wie ist Videx einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Videx aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was ist Videx und wofür wird es angewendet?

Videx ist ein antivirales (oder antiretrovirales) Arzneimittel, für die Behandlung von Infektionen

mit dem Humanen Immundefizienz-Virus (HIV). Videx gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln,

die als Nukleosidische Reverse-Transkriptase-Inhibitoren (NRTI) bezeichnet werden. Es wird

normalerweise in Kombination mit anderen Anti-HIV-Arzneimitteln eingesetzt.

Videx ist kein Heilmittel gegen HIV-Infektionen. Es kann sein, dass Sie weiterhin Infektionen oder

andere Erkrankungen bekommen, die mit der HIV-Infektion in Verbindung stehen.

Auch während der Einnahme dieses Arzneimittels können Sie HIV auf andere übertragen, obwohl das

Risiko durch eine effektive antiretrovirale Therapie verringert ist. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über

die Vorsichtsmaßnahmen, die notwendig sind, um die Infizierung anderer Menschen zu verhindern.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Videx beachten?

Videx wird Ihnen nur von einem Arzt verschrieben, der Erfahrungen mit Arzneimitteln für die

Behandlung von HIV-Infektionen hat.

Videx darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie allergisch gegen Didanosin oder einen der

in Abschnitt 6. genannten sonstigen

Bestandteile dieses Arzneimittels sind

wenn Sie Stavudin einnehmen, ein Mittel zur Behandlung von HIV-Infektion.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie Videx einnehmen.

Wenn Sie an Pankreatitis (Entzündung der Bauchspeicheldrüse) leiden oder gelitten haben, informieren

Sie sofort Ihren Arzt. Symptome wie Magenschmerzen oder Bauchschmerzen können auf die Entstehung

einer Bauchspeicheldrüsenentzündung hinweisen. Wenn sie unbehandelt bleiben, können sie

lebensbedrohlich werden.

Wenn Sie in Armen und Beinen Taubheit, Kribbeln und Schmerzen verspüren, so informieren Sie Ihren

Arzt. Dies kann ein Anzeichen für ein toxisches peripheres Nervenleiden sein.

In seltenen Fällen kann die Einnahme von Videx zu Veränderungen der Retina (Auge) oder an den

Sehnerven verursachen. Es kann sein, dass Ihr Arzt jährlich oder bei Veränderungen Ihrer Sehkraft

Untersuchungen Ihrer Netzhaut veranlasst.

Videx kann zu einem tödlichen Zustand, der Laktatazidose (Milchsäureüberschuss im Blut) und zu

Lebervergrößerung führen. Symptome wie Übelkeit, Erbrechen und Magenschmerzen können auf die

Entwicklung einer Laktatazidose hinweisen. Diese seltene aber schwere Nebenwirkung trifft häufiger bei

Frauen auf, besonders wenn sie sehr übergewichtig sind, sowie bei Patienten mit Lebererkrankungen. Ihr

Arzt wird Sie während des Einnahmezeitraums von Videx regelmäßig untersuchen.

Wenn Sie weitere Probleme mit Ihren Nieren haben oder hatten, so teilen Sie dies Ihrem Arzt mit. Dies

ist wichtig, da Ihr Körper Videx über die Nieren abbaut und Sie in diesem Fall vielleicht eine geringere

Dosis einnehmen müssen.

Wenn Sie an einer Lebererkrankung, insbesondere einer chronischen Hepatitis B oder C leiden oder

gelitten haben, so informieren Sie Ihren Arzt. Einige Patienten (darunter auch Schwangere), die Videx

eingenommen haben, bekamen ernste Lebererkrankungen. Diese Erkrankungen waren unter anderem

Hepatomegalie (Lebervergrößerung), Steatose (Fettablagerungen in der Leber), Leberversagen und

Pfortaderhochdruck (Bluthochdruck in der großen Lebervene). Es kann für Sie ein erhöhtes Risiko für

schwere und potentiell tödliche Leberprobleme bestehen. In seltenen Fällen kann es sein, dass bei

Patienten, die bislang nicht unter Leberproblemen litten, ein Leberversagen auftritt. Ihr Arzt sollte Ihre

Leberfunktion während der Videx-Behandlung überwachen. Sie sollten besonders vorsichtig sein, wenn

Sie früher einen hohen Alkoholkonsum oder Lebererkrankungen hatten.

Bei einigen Patienten mit fortgeschrittener HIV-Infektion (AIDS) und bereits aufgetretenen

opportunistischen Infektionen können kurz nach Beginn der Anti-HIV-Behandlung Anzeichen und

Symptome von Entzündungen aus zurückliegenden Infektionen auftreten. Es wird angenommen,

dass diese Symptome durch eine Verbesserung der Immunantwort bedingt sind, dank der der Körper

Infektionen bekämpfen kann, die ohne offensichtliche Symptome vorhanden waren. Wenden Sie sich bitte

sofort an Ihren Arzt, wenn Sie Infektionssymptome feststellen. Zusätzlich zu den Begleitinfektionen

können nach Beginn der Einnahme von Arzneimitteln zur Behandlung Ihrer HIV-Infektion auch

Autoimmunerkrankungen auftreten (ein Zustand, bei dem das Immunsystem gesundes Körpergewebe

angreift). Autoimmunerkrankungen können viele Monate nach Beginn der Behandlung auftreten. Wenn

Sie irgendwelche Anzeichen einer Infektion oder andere Symptome, wie z. B. Muskelschwäche, eine

Schwäche, die in den Händen und Füßen beginnt und sich in Richtung Rumpf fortsetzt, Herzklopfen,

Zittern oder Hyperaktivität bemerken, informieren Sie bitte unverzüglich Ihren Arzt, um die notwendige

Behandlung zu erhalten.

Während der Behandlung mit Zerit kommt es oft zu einem allmählichen Abbau von subkutanem

Fettgewebe (Fett, das sich unter der Haut befindet), den man insbesondere im Gesicht und an den Beinen

und Armen erkennen kann. Kontaktieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie solche Veränderungen an sich

feststellen.

Einige Patienten, die eine kombinierte antiretrovirale Therapie erhalten, können eine

Knochenerkrankung, die sog. Osteonekrose entwickeln (Absterben von Knochengewebe durch

Wegfall der Blutversorgung des Knochens). Die Dauer der antiretroviralen Kombinationstherapie, der

Einsatz von Kortikosteroiden, Alkoholgenuss, schwere Immunosuppression, hoher Body-Mass-Index sind

einige der vielen möglichen Risikofaktoren für das Entstehen dieser Krankheit. Anzeichen für

Osteonekrose sind: Gelenksteifigkeit und Gelenkschmerzen (besonders an Hüfte, Knie und Schulter)

sowie Bewegungseinschränkungen. Wenn Sie irgendeines dieser Symptome feststellen, wenden Sie sich

an Ihren Arzt.

Kleinkinder unter 3 Monaten: Es gibt nur geringe Erfahrungen mit der Anwendung von Videx bei dieser

Altersgruppe.

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln: Es wird nicht empfohlen, Videx in Kombination mit

Tenofovir Disoproxil Fumarat, Hydoxyurea, Inhibitoren der Xanthinoxidase (z.B. Allopurinol) oder

Ribavirin einzunehmen. Dadurch könnte das Risiko eines Auftretens von Nebenwirkungen erhöhen.

Brechen Sie die Einnahme von Videx nicht ab, ohne Ihren Arzt zu befragen, da Ihre HIV-Infektion nach

dem Absetzen der Behandlung sich verschlechtern kann.

Einnahme von Videx

zusammen

mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen,

kürzlich andere Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel

einzunehmen

. Es ist besonders wichtig, dass Sie Ihren Arzt informieren, wenn Sie bereits mit

Ganciclovir oder Valganciclovir behandelt werden.

Die Einnahme dieser Arzneimittel in Kombination mit Videx kann das Risiko eines Auftretens von

Nebenwirkungen erhöhen.

Es wird nicht empfohlen, Videx zusammen mit Tenofovir Disoproxil Fumarat, Hydoxyurea,

Inhibitoren der Xanthinoxidase (z.B. Allopurinol) oder Ribavirin einzunehmen.

Die Einnahme von Videx in Kombination mit Arzneimitteln, die bekanntermaßen periphere

Neuropathie oder Pankreatitis verursachen können, kann die Gefahr dieser Giftigkeiten erhöhen. Wenn

Sie diese Arzneimittel einnemen, muss Ihr Gesundheitszustand sorgfältig überwacht werden.

Arzneimittel, deren Aufnahme durch Magensäure beeinflusst wird (z.B. Itraconazol, Ketoconazol),

müssen mindestens 2 Stunden vor Einnahme von Videx eingenommen werden.

Tetrazyclin- und Quinolon-Antibiotika dürfen nicht innerhalb von 2 Stunden nach Einnahme von

Videx eingenommen werden.

Einnahme von Videx zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Videx wird nicht gut aufgenommen, wenn sich Nahrungsmittel im Magen befinden. Aus diesem

Grunde muss Videx mindestens 30 Minuten vor dem Essen eingenommen werden.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder

wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen,

schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt um Rat

um mit ihm den Nutzen und die Risiken Ihrer antiretroviralen Behandlung für Sie und Ihr Kind zu

besprechen. Es ist nicht bekannt, ob Videx in der Schwangerschaft gefahrlos angewendet werden

kann.

Die Kombination von Didanosin und Stavudin bei schwangeren Frauen erhöht die Gefahr einer

Laktatazidose.

Vom Stillen während der Einnahme von Videx wird abgeraten. Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie

gegenwärtig stillen.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Es wurden keine Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen festgestellt.

Wie ist Videx einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein

Fragen Sie

bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind

Videx Pulver muss vor der Einnahme von Ihrem Apotheker mit einem gegen Magensäure wirkenden

Mittel gemischt werden. Das Gemisch von Videx und magensäureresistentem Mittel vor der Einnahme

gründlich schütteln. Da die Aufnahme von Didanosin eingeschränkt ist, wenn Nahrungsmittel

vorhanden sind, muss Videx mindestens 30 Minuten vor dem Essen eingenommen werden.

Wieviel Videx ist einzunehmen?

Nicht alle Patienten müssen die gleiche Dosis Videx einnehmen. Die übliche Dosis für Erwachsene

hängt von Ihrem Körpergewicht ab und wird einmal täglich oder verteilt auf zwei Dosen täglich im

Abstand von ca. 12 Stunden eingenommen, siehe nachstehend:

Ihr Körpergewicht

Tagesgesamtdosis

weniger als 60 kg

250mg, entweder als Einzeldosis oder zwei Dosen zu je 125 mg (im Abstand

von ca. 12 Stunden einzunehmen).

60kg oder mehr

400 mg, entweder als Einzeldosis oder zwei Dosen zu je 200 mg (im Abstand

von ca. 12 Stunden einzunehmen).

Abhängig von den Nebenwirkungen, die sich bei Ihnen zeigen, und den Krankheiten, unter denen Sie

zu Beginn Ihrer Behandlung leiden (z.B. Pankreatitis, Nierenschädigung), kann es sein, dass Ihr Arzt

Ihnen eine andere Dosis verschreibt.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen

Die Dosis für Kinder hängt von der Körperoberfläche ab, die der Arzt berechnen wird. Die übliche

Dosis liegt zwischen 120 und 360 mg pro Tag und wird als Einzeldosis eingenommen oder in zwei

Dosen unterteilt, die im Abstand von 12 Stunden eingenommen werden. Videx wird nicht für

Kleinkinder unter 3 Monaten empfohlen.

Wenn Sie eine größere Menge von Videx eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn Sie mehr Videx eingenommen haben, als Ihr Arzt Ihnen verschrieben hat, oder wenn jemand

versehentlich Videx eingenommen hat, so wenden Sie sich umgehend an Ihren Arzt oder das nächste

Krankenhaus.

Wenn Sie mehr Videx eingenommen haben, wenden Sie sich unverzüglich an Ihren Arzt, Ihren

Apotheker oder an die Vergiftungsbehandlungszentrale (070/245.245).

Wenn Sie die Einnahme von Videx vergessen haben

Es ist sehr wichtig, dass Sie keine Dosis vergessen. Wenn Sie vergessen, eine Dosis Videx

einzunehmen, müssen Sie sie sobald wie möglich, aber mindestens 30 Minuten vor einem Essen

einnehmen und anschließend Ihre nächste Dosis zur geplanten Zeit einnehmen. Wenn die nächste

Dosis jedoch kurz bevorsteht, so nehmen Sie die vergessene Dosis nicht ein sondern warten Sie und

nehmen Sie die nächste Dosis zur geplanten Zeit ein. Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn

Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Videx abbrechen

Fragen Sie vor Abbruch der Einnahme von Videx Ihren Arzt. Dies ist besonders wichtig, da die Anzahl

der Viren wieder zu steigen beginnen kann, selbst wenn das Arzneimittel nur für einen kurzen

Zeitraum abgesetzt wird. Es kann anschließend sein, dass das Virus schwerer zu behandeln sein wird.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren

Arzt oder Apotheker.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten

müssen.

Wenden Sie sich sofort an Ihren Arzt, wenn Sie Magenschmerzen oder Bauchschmerzen verspüren.

Dies kann durch eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse verursacht sein, die lebensbedrohlich

werden kann, wenn sie unbehandelt bleibt (s. Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen).

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie eine der folgenden Nebenwirkungen bemerken:

Sehr häufige Nebenwirkungen (Diese betreffen wahrscheinlich mehr als 1 von 10 Patienten)

Verdauungsprobleme: Durchfall

Häufige Nebenwirkungen (Diese betreffen wahrscheinlich 1 bis 10 von 100 Patienten.)

Lebererkrankungen: Hepatitis (Entzündung der Leber)

Nervensystem: periphere neurologische Symptome (Taubheit, Kribbeln und Schmerzen in Armen und

Beinen), Kopfschmerz

Verdauungsprobleme: Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Blähungen, trockener Mund

Haut: Ausschlag

Allgemein: ungewöhnliche Müdigkeit oder Schwäche, Schüttelfrost und Fieber, Schmerzen

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse: Brustvergrößerung beim

MannStoffwechsel und Ernährungsstörungen: Appetitlosigkeit

Erkrankungen des Bewegungsapparates: Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen

mögliche Testergebnisse: erhöhte Harnsäurewerte, erhöhtes Bilirubin, erhöhte oder abweichende Werte

einiger Enzyme einschließlich der Leberwerte im Blut.

Seltene Nebenwirkungen (Diese betreffen wahrscheinlich 1 bis 10 von 1000 Patienten)

Verdauungsprobleme: Pankreatitis

Lebererkrankungen: Fettablagerung in der Leber, Leberversagen

Stoffwechsel und Ernährungsstörungen: Laktatazidose (erhöhte Milchsäurewerte im Blut), (beginnender

oder sich verschlechternder) Diabetes, erniedrigte oder erhöhte Blutzuckerwerte

Blutbild: verringerte Anzahl an roten Blutkörperchen, verringerte Anzahl an Blutplättchen, Mangel an

weißen Blutkörperchen

Erkrankungen des Bewegungsapparates: Muskelschmerzen oder Muskelschwäche, vorübergehende

Lähmung oder Muskelschwäche mit Nierenversagen und Notwendigkeit einer Blutwäsche (Hämodialyse)

Augenerkrankungen: trockene Augen, Farbveränderung der Netzhaut, Erkrankung des Sehnervs mit

nachfolgender Erblindung

Infektionen: Speicheldrüsenentzündung

Erkrankungen des Immunsystems: plötzlich auftretende, lebensbedrohliche allergische Reaktion

Erkrankungen der Haut und Hautanhangsgebilde: ungewöhnlicher Haarausfall oder dünner werdendes

Haar (Alopezie)

Seltene Nebenwirkungen (Diese betreffen wahrscheinlich 1 bis 10 von 10.000 Patienten)

Lebererkrankungen: Pfortaderhochdruck (Bluthochdruck in der großen Lebervene)

Erkrankungen des Bewegungsapparates: Erkrankung der Muskeln

Erkrankungen des Verdauungssystems: Vergrößerung der Ohrspeicheldrüse

Die Behandlung mit Didanosine (Videx) verursacht oft einen Verlust von Fettgewebe an den Beinen,

Armen und im Gesicht (Lipoatrophie). Es hat sich gezeigt, dass dieser Verlust an Körperfett nach dem

Absetzen von Stavudin nicht vollständig reversibel ist. Ihr Arzt sollte Sie auf Anzeichen einer

Lipoatrophie untersuchen. Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie einen Verlust von Fettgewebe an Ihren

Beinen, Armen und im Gesicht bemerken. Wenn diese Anzeichen auftreten, sollte Videx abgesetzt und

Ihre HIV-Behandlung geändert werden.

Während einer HIV-Therapie können eine Gewichtszunahme und ein Anstieg der Blutfett- und

Blutzuckerwerte auftreten. Dies hängt teilweise mit dem verbesserten Gesundheitszustand und dem

Lebensstil zusammen; bei den Blutfetten manchmal mit den HIV-Arzneimitteln selbst. Ihr Arzt wird

Sie auf diese Veränderungen hin untersuchen.

Die Nebenwirkungen bei pädiatrischen Patienten sind ähnlich wie bei Erwachsenen. Bei

Kombination mit Zidovudin wurden größere Mengen an Blutzellen festgestellt. Bei einer geringen

Anzahl pädiatrischer Patienten wurden Veränderungen an Netzhaut oder Sehnerven festgestellt, meist,

wenn höhere Dosen als empfohlen verabreicht wurden. Es kann sein, dass Ihr Arzt beschließt, eine

Netzhautuntersuchung (Auge) durchführen zu lassen.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch

für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt anzeigen (Kontaktinformation siehe unten). Indem Sie

Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit

dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

Belgien

Föderalagentur für Arzneimittel und Gesundheitsprodukte

Abteilung Vigilanz

EUROSTATION II

Victor Hortaplein, 40/40

B-1060 BRUSSEL

Website: www.fagg-afmps.be

E-Mail: patientinfo@fagg-afmps.be

Luxemburg

Direction de la Santé – Division de la Pharmacie et des Médicaments

Villa Louvigny – Allée Marconi

L-2120 Luxembourg

Site internet: http://www.ms.public.lu/fr/activites/pharmacie-medicament/index.html

5.

Wie ist

Videx

aufzubewahren

?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Flasche oder der Faltschachtel nach Verwendbar bis:

angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag

des angegebenen Monats.

Sobald die Mischung aus Videx-Lösung und magensäureresistentem Mittel hergestellt ist, muss sie in

einem fest geschlossenen Behälter bei 2 bis 8°C gelagert werden (in einem Kühlschrank). Die

Mischung ist nur 30 Tage lang stabil. Nicht verwendete Portionen müssen nach 30 Tagen entsorgt

werden.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie

das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der

Umwelt bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere

Informationen

Was Videx enthält

Der Wirkstoff ist Didanosin. Jede Flasche enthält 2 g Didanosin.

Es gibt keine weiteren Bestandteile.

Wie Videx aussieht und Inhalt der Packung

Videx Pulver-2 g ist in Flaschen mit kindergesichertem Verschluss erhältlich. Jede Faltschachtel

enthält eine Flasche.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Inhaber der Zulassung:

Bristol-Myers Squibb Belgium SA

Chaussée de La Hulpe, 185

B- 1170 Bruxelles

Herstellers:

Bristol-Myers Squibb, S.r.l.

Contrada Fontana del Ceraso

03012 Anagni-Frosinone

Italien

Wenden Sie sich mit allen Fragen zu diesem Arzneimittel an Ihren Arzt oder Apotheker.

Bei Bedarf können Sie sich auch mit der Kontaktperson des Registrierungsinhabers, Bristol-

Myers Squibb Belgien, unter der Telefonnummer 02/352.76.11 in Verbindung setzen.

Abgabeweise: Verschreibungspflichtig.

Nummer der Vermarktungszulassung:

BE162373

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt genehmigt im 04/2016.

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt überarbeitet im