Videx

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Videx 400 mg - magensaftresistente Hartkapseln
  • Einheiten im Paket:
  • 30 Stück, Laufzeit: 24 Monate,60 Stück, Laufzeit: 24 Monate
  • Verschreibungstyp:
  • Arzneimittel zur einmaligen Abgabe auf aerztliche Verschreibung
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Videx 400 mg - magensaftresistente Hartkapseln
    Österreich
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiebereich:
  • Didanosin
  • Produktbesonderheiten:
  • Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AGES
  • Zulassungsnummer:
  • 1-23829
  • Berechtigungsdatum:
  • 27-10-2000
  • Letzte Änderung:
  • 10-08-2017

Packungsbeilage: zusammensetzung, kinische angaben, nebenwirkungen, wechselwirkungen, dosierung, schwangerschaft, stillzeit

Gebrauchsinformation: Information für den Anwender

Videx 400 mg - magensaftresistente Hartkapseln

Wirkstoff: Didanosin

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter.

Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt

auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt

Was in dieser Packungsbeilage steht:

Was ist Videx und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Videx beachten?

Wie ist Videx einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Videx aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Videx und wofür wird es angewendet?

Videx

ist

ein

antivirales

(oder

antiretrovirales)

Arzneimittel,

das

zur

Behandlung

von

Infektionen mit dem Humanen Immundefizienzvirus (HIV) eingesetzt wird. Videx gehört zu einer

Gruppe

Arzneimitteln,

Nukleosidische

Reverse-Transkriptase-Inhibitoren

(NRTI)

bezeichnet

werden.

Normalerweise

wird

Kombination

anderen

HIV-Arzneimitteln

angewendet.

Videx kann eine HIV-Infektion nicht heilen. Es kann bei Ihnen auch weiterhin zu Infektionen oder

anderen Erkrankungen aufgrund Ihrer HIV-Infektion kommen. Auch während der Einnahme dieses

Arzneimittels

können

HIV auf

andere

übertragen,

obwohl

Risiko

durch eine effektive

antiretrovirale Therapie verringert ist. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über die Vorsichtsmaßnahmen, die

notwendig sind, um die Infizierung anderer Menschen zu verhindern.

2.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Videx beachten?

Videx wird Ihnen nur von einem Arzt verschrieben, der Erfahrung mit Arzneimitteln zur Behandlung

der HIV-Infektion hat.

Videx darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie allergisch gegen Didanosin oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen

Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

bei

Kindern

unter

6 Jahren:

Videx

magensaftresistente

Hartkapseln

dürfen

dieser

Altersgruppe

nicht

angewendet

werden.

gibt

dafür

andere

besser

geeignete

Darreichungsformen von Didanosin.

wenn Sie Stavudin einnehmen (zur Behandlung einer HIV-Infektion).

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Videx einnehmen.

wenn Sie eine Pankreatitis (Bauchspeicheldrüsenentzündung) haben oder hatten. Informieren

Sie in diesem Fall unverzüglich Ihren Arzt. Beschwerden wie Magen- oder Bauchschmerzen

können Anzeichen einer beginnenden Bauchspeicheldrüsenentzündung sein. Unbehandelt kann

diese lebensbedrohlich werden.

wenn Sie ein Taubheitsgefühl, Kribbeln und Schmerzen in Armen und Beinen bemerken,

informieren Sie Ihren Arzt. Dies kann ein Anzeichen für eine toxische periphere Neuropathie

sein.

Die Einnahme von Videx kann in seltenen Fällen zu Veränderungen der Netzhaut im Auge

(Retina) oder des Sehnervs führen. Ihr Arzt wird möglicherweise in jährlichen Abständen,

oder wenn eine Veränderung Ihres Sehvermögens auftritt, eine augenärztliche Untersuchung

durchführen.

Videx kann zu einer Lactatazidose (Überschuss an Milchsäure im Blut) genannten Störung

mit manchmal tödlichem Verlauf und einer Lebervergrößerung führen. Beschwerden wie

Übelkeit, Erbrechen und Magenschmerzen können Anzeichen einer beginnenden Lactatazidose

sein. Diese seltene, aber schwerwiegende Nebenwirkung tritt häufiger bei Frauen, insbesondere

mit starkem Übergewicht, sowie bei Patienten mit Lebererkrankungen auf. Ihr Arzt wird Sie

während Ihrer Therapie mit Videx regelmäßig überwachen.

Wenn Sie Nierenprobleme haben oder hatten, informieren Sie bitte Ihren Arzt. Dies ist

wichtig, weil Videx über die Nieren aus Ihrem Körper ausgeschieden wird und Sie deshalb

eventuell eine verringerte Dosis bekommen sollten.

Wenn Sie eine Lebererkrankung, insbesondere chronische Hepatitis B oder C, haben oder

hatten, informieren Sie bitte Ihren Arzt. Einige Patienten (darunter auch Schwangere), die

Videx eingenommen haben, bekamen ernste Lebererkrankungen. Diese Erkrankungen waren

unter anderem Hepatomegalie (Lebervergrößerung), Steatose (Fettablagerungen in der Leber),

Leberversagen und Pfortaderhochdruck (Bluthochdruck in der großen Lebervene). Sie könnten

ein erhöhtes Risiko für eine schwere und potenziell tödlich verlaufende Lebererkrankung haben.

In seltenen Fällen kann es auch bei Patienten, die in ihrer Krankengeschichte noch keine

Lebererkrankung hatten, zu einem Leberversagen kommen. Ihr behandelnder Arzt wird Ihre

Leberfunktion während der Einnahme von Videx kontrollieren. Sie sollten besonders vorsichtig

sein, wenn Sie früher einen hohen Alkoholkonsum oder Lebererkrankungen hatten.

einigen

Patienten

fortgeschrittener

HIV-Infektion

(AIDS)

bereits

früher

aufgetretenen Begleitinfektionen können kurz nach Beginn der HIV-Therapie Anzeichen

und Beschwerden einer Entzündung von zurückliegenden Infektionen auftreten. Es wird

angenommen, dass diese Beschwerden auf eine Verbesserung der körpereigenen Immunantwort

zurückzuführen

sind,

Körper

ermöglicht,

Infektionen

bekämpfen,

möglicherweise

ohne

erkennbare

Beschwerden vorhanden

waren.

Wenn

irgendwelche

Anzeichen einer Infektion bemerken, informieren Sie bitte unverzüglich Ihren Arzt. Zusätzlich

Begleitinfektionen

können

nach

Beginn

Einnahme

Arzneimitteln

Behandlung Ihrer HIV-Infektion auch Autoimmunerkrankungen auftreten (ein Zustand, bei dem

das Immunsystem gesundes Körpergewebe angreift). Autoimmunerkrankungen können viele

Monate nach Beginn der Behandlung auftreten. Wenn Sie irgendwelche Anzeichen einer

Infektion oder andere Symptome, wie z. B. Muskelschwäche, eine Schwäche, die in den Händen

Füßen

beginnt

sich

Richtung

Rumpf

fortsetzt,

Herzklopfen,

Zittern

oder

Hyperaktivität bemerken, informieren Sie bitte unverzüglich Ihren Arzt, um die notwendige

Behandlung zu erhalten.

Patienten,

eine

antiretrovirale

Therapie

erhalten,

kann

eine

Umverteilung,

eine

Ansammlung oder ein Verlust von Körperfett auftreten. Wenden Sie sich an Ihren Arzt,

wenn Sie Veränderungen des Körperfetts feststellen.

Während

Behandlung

Videx

kommt

einem

allmählichen

Abbau

subkutanem Fettgewebe (Fett, das sich unter der Haut befindet), den man insbesondere im

Gesicht und an den Beinen und Armen erkennen kann. Kontaktieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie

solche Veränderungen an sich feststellen.

Bei einigen Patienten, die mit einer antiretroviralen Kombinationstherapie behandelt

werden, kann sich eine als Osteonekrose (Absterben von Knochengewebe aufgrund einer

Durchblutungsstörung des Knochens) bezeichnete Knochenerkrankung entwickeln. Zu den

vielen Risikofaktoren für die Entwicklung dieser Krankheit können unter anderem die Dauer der

antiretroviralen Kombinationstherapie, die Anwendung von Kortikosteroiden, Alkoholkonsum,

eine starke Immunsuppression und ein erhöhter Body-Mass-Index (Maßzahl zur Beurteilung des

Körpergewichts im Verhältnis zur Körpergröße) gehören. Anzeichen einer Osteonekrose sind

Gelenksteifigkeit und -schmerzen (insbesondere in Hüfte, Knie und Schulter) sowie Störungen

des Bewegungsablaufes. Wenn Sie eine dieser Beschwerden feststellen, informieren Sie bitte

Ihren Arzt.

Wechselwirkungen:

wird

nicht

empfohlen,

Videx

Kombination

Tenofovirdisoproxilfumarat, Hydroxyurea, Xanthinoxidasehemmern (z. B. Allopurinol) oder

Ribavirin einzunehmen. Dadurch könnte sich das Risiko von Nebenwirkungen erhöhen.

Setzen Sie Videx nicht ohne Anraten Ihres Arztes ab, denn Ihre HIV-Infektion könnte sich

nach Abbruch der Therapie verschlimmern.

Einnahme von Videx zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen / anwenden,

kürzlich

andere

Arzneimittel

eingenommen

angewendet

haben

oder

beabsichtigen,

andere

Arzneimittel einzunehmen / anzuwenden Es ist besonders wichtig, dass Sie Ihren Arzt informieren,

wenn Sie bereits mit Ganciclovir oder Valganciclovir behandelt werden.

Eine gleichzeitige Einnahme dieser Arzneimittel mit Videx kann das Risiko von Nebenwirkungen

erhöhen.

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie Methadon einnehmen, da es zu einer Beeinflussung der Wirkung

von Videx führen kann.

gleichzeitige

Anwendung

Videx

Tenofovirdisoproxilfumarat,

Hydroxyurea,

Xanthinoxidasehemmern (z. B. Allopurinol) oder Ribavirin wird nicht empfohlen.

Die gleichzeitige Anwendung von Videx mit Arzneimitteln, die eine periphere Neuropathie oder eine

Pankreatitis

verursachen

können,

kann

Risiko

dieser

schädlichen

Wirkungen

(Toxizitäten)

erhöhen. Wenn Sie diese Arzneimittel einnehmen, muss Ihr Gesundheitszustand sorgfältig überwacht

werden.

Einnahme von Videx zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Wenn sich Essen im Magen befindet, kann der Körper Videx nicht gut aufnehmen. Nehmen Sie Videx

daher auf nüchternen Magen mindestens 2 Stunden vor oder 2 Stunden nach einer Mahlzeit ein.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger

zu werden, setzen Sie sich bitte mit Ihrem Arzt in Verbindung, um mit ihm den Nutzen und die

Risiken Ihrer antiretroviralen Behandlung für Sie und Ihr Kind zu besprechen. Es ist nicht bekannt, ob

Videx in der Schwangerschaft gefahrlos angewendet werden kann.

Die gleichzeitige Anwendung von Didanosin und Stavudin erhöht bei Schwangeren das Risiko einer

Lactatazidose.

Vom Stillen während der Behandlung mit Videx wird abgeraten. Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie

stillen.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Es sind keine Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen bekannt.

Videx Hartkapseln enthalten Natrium.

Jede Kapsel enthält 1,7 mg Natrium. Wenn Sie eine kochsalzarme Diät einhalten müssen, sollten Sie

dies berücksichtigen. Wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt, bevor Sie dieses Arzneimittel einnehmen.

3.

Wie ist Videx einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei

Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind. Die Kapseln müssen im

Ganzen mit einem vollen Glas Wasser eingenommen werden.

Videx-Hartkapseln nicht öffnen oder zerbrechen.

Nehmen

Videx-Hartkapseln

nüchternen

Magen

mindestens

2 Stunden

oder

2 Stunden nach einer Mahlzeit ein. Wenn sich Essen im Magen befindet, kann der Körper Videx

nicht gut aufnehmen.

Wie viel Sie einnehmen müssen

Nicht alle Patienten benötigen dieselbe Dosis Videx. Die übliche Dosis für Erwachsene hängt von

Ihrem Körpergewicht ab und beträgt:

Ihr Körpergewicht

Tages-Gesamtdosis

Unter 60 kg

250 mg, entweder einmal pro Tag oder in zwei Dosen zu je 125 mg

(einzunehmen im Abstand von ca. 12 Stunden).

60 kg oder mehr

400 mg, entweder einmal pro Tag oder in zwei Dosen zu je 200 mg

(einzunehmen im Abstand von ca. 12 Stunden).

Je nachdem, welche Nebenwirkungen Sie vielleicht entwickeln und an welchen Erkrankungen Sie

bereits zu Beginn der Behandlung leiden (z. B. eingeschränkte Nierenfunktion), kann Ihnen Ihr Arzt

möglicherweise eine andere Dosierung verschreiben.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen

Die

Dosierung

bei

Kindern

über

6 Jahren

wird

Arzt

in

Abhängigkeit

von

der

Körperoberfläche berechnet. Gewöhnlich liegt die Dosis zwischen 120 und 360 mg, einmal pro Tag.

Videx-Hartkapseln dürfen bei Kindern unter 6 Jahren nicht angewendet werden. Für Kinder in dieser

Altersgruppe gibt es andere besser geeignete Darreichungsformen.

Wenn Sie eine größere Menge von Videx eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn Sie mehr Videx eingenommen haben, als Ihnen Ihr Arzt verschrieben hat, oder wenn jemand

Videx versehentlich eingenommen hat, setzen Sie sich bitte unverzüglich mit Ihrem Arzt oder dem

nächstgelegenen Krankenhaus in Verbindung.

Wenn Sie die Einnahme von Videx vergessen haben

Es ist wichtig, dass Sie keine Dosis auslassen. Wenn Sie eine Videx-Dosis vergessen haben, nehmen

Sie sie so bald wie möglich ein, aber auf nüchternen Magen mindestens 2 Stunden vor oder 2 Stunden

nach einer Mahlzeit. Nehmen Sie dann die nächste Dosis zum vorgesehenen Zeitpunkt ein. Wenn es

jedoch schon beinahe Zeit für Ihre nächste Dosis ist, nehmen Sie die versäumte Dosis nicht ein,

sondern warten Sie und nehmen Sie die nächste Dosis zum vorgesehenen Zeitpunkt ein. Nehmen Sie

nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Videx abbrechen

Unterbrechen Sie die Einnahme von Videx nicht ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt. Dies ist äußerst

wichtig, denn die Viruslast könnte auch dann ansteigen, wenn das Arzneimittel nur für kurze Zeit

abgesetzt wird. Dadurch kann die Virusinfektion möglicherweise schwerer zu behandeln sein.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder

Apotheker.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Verständigen Sie sofort Ihren Arzt, wenn Sie Magen- oder Bauchschmerzen haben. Der Grund

dafür kann eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse sein, die lebensbedrohlich werden kann, wenn sie

nicht behandelt wird (siehe Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen).

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie eine der folgenden Nebenwirkungen bemerken:

Sehr häufige Nebenwirkungen (Diese betreffen wahrscheinlich mehr als 1 von 10 Patienten)

Erkrankungen des Verdauungssystems: Durchfall

Häufige Nebenwirkungen (Diese betreffen wahrscheinlich 1 bis 10 von 100 Patienten)

Lebererkrankungen: Hepatitis (Entzündung der Leber)

Erkrankungen des Nervensystems: periphere neurologische Beschwerden (Taubheitsgefühl,

Schwäche, Kribbeln oder Schmerzen in Armen und Beinen), Kopfschmerzen

Erkrankungen des Verdauungssystems: Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Blähungen,

trockener Mund

Erkrankungen der Haut und Hautanhangsgebilde: Hautausschlag

Störungen des Allgemeinbefindens: ungewöhnliche Müdigkeit oder Schwäche, Schüttelfrost

und Fieber, Schmerzen

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse: Brustvergrößerung beim Mann

Stoffwechsel und Ernährungsstörungen: Appetitlosigkeit

Erkrankungen des Bewegungsapparates: Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen

Untersuchungsergebnisse: Erhöhung der Harnsäurewerte, Erhöhung des Bilirubinspiegels,

erhöhte oder abweichende Werte einiger Enzyme einschließlich der Leberwerte im Blut

Gelegentliche Nebenwirkungen (Diese betreffen wahrscheinlich 1 bis 10 von 1.000 Patienten)

Erkrankungen des Verdauungssystems: Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis)

Lebererkrankungen: Fettablagerung in der Leber, Leberversagen

Stoffwechsel und Ernährungsstörungen: Laktatazidose (erhöhte Milchsäurewerte im Blut),

(beginnender oder sich verschlechternder) Diabetes, erniedrigte oder erhöhte Blutzuckerwerte

Blutbild: verringerte Anzahl an roten Blutkörperchen, verringerte Anzahl an Blutplättchen,

Mangel an weißen Blutkörperchen

Erkrankungen

des

Bewegungsapparates:

Muskelschmerzen

oder

Muskelschwäche,

vorübergehende Lähmung oder Muskelschwäche mit Nierenversagen und Notwendigkeit einer

Blutwäsche (Hämodialyse)

Augenerkrankungen:

trockene

Augen,

Farbveränderung

Netzhaut,

Erkrankung

Sehnervs mit nachfolgender Erblindung

Infektionen: Speicheldrüsenentzündung

Erkrankungen

des

Immunsystems:

plötzlich

auftretende,

lebensbedrohliche

allergische

Reaktion

Erkrankungen der Haut und Hautanhangsgebilde: ungewöhnlicher Haarausfall oder dünner

werdendes Haar (Alopezie)

Seltene Nebenwirkungen (Diese betreffen wahrscheinlich 1 bis 10 von 10.000 Patienten)

Lebererkrankungen: Pfortaderhochdruck (Bluthochdruck in der großen Lebervene)

Erkrankungen des Bewegungsapparates: Erkrankung der Muskeln

Erkrankungen des Verdauungssystems: Vergrößerung der Ohrspeicheldrüse

Die Behandlung mit Didanosin (Videx) verursacht oft einen Verlust von Fettgewebe an den Beinen,

Armen und im Gesicht (Lipoatrophie). Es hat sich gezeigt, dass dieser Verlust an Körperfett nach dem

Absetzen von Didanosin nicht vollständig reversibel ist. Ihr Arzt sollte Sie auf Anzeichen einer

Lipoatrophie untersuchen. Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie einen Verlust von Fettgewebe an

Ihren Beinen, Armen und im Gesicht bemerken. Wenn diese Anzeichen auftreten, sollte Videx

abgesetzt und Ihre HIV-Behandlung geändert werden.

Während einer HIV-Therapie können eine Gewichtszunahme und ein Anstieg der Blutfett- und

Blutzuckerwerte auftreten. Dies hängt teilweise mit dem verbesserten Gesundheitszustand und dem

Lebensstil zusammen; bei den Blutfetten manchmal mit den HIV-Arzneimitteln selbst. Ihr Arzt wird

Sie auf diese Veränderungen hin untersuchen.

Bei pädiatrischen Patienten sind ähnliche Nebenwirkungen wie bei Erwachsenen beobachtet

worden. Bei einer Behandlung in Kombination mit Zidovudin wurden stärkere Blutbildveränderungen

berichtet. Veränderungen der Netzhaut oder des Sehnervs wurden bei einer geringen Anzahl von

pädiatrischen Patienten beobachtet, üblicherweise bei höheren als den gegenwärtigen empfohlenen

Dosierungen. Ihr Arzt könnte entscheiden, eine Netzhautuntersuchung bei Ihnen durchzuführen.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch

für

Nebenwirkungen,

nicht

dieser

Packungsbeilage

angegeben

sind.

können

Nebenwirkungen auch direkt anzeigen (Kontaktinformation siehe unten). Indem Sie Nebenwirkungen

melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels

zur Verfügung gestellt werden.

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

5.

Wie ist Videx aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

dürfen

dieses

Arzneimittel

nach

Blisterstreifen

oder

Faltschachtel

nach

Verwendbar bis: angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf

den letzten Tag des angegebenen Monats.

Videx-Hartkapseln nicht über 25°C lagern.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie

das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der

Umwelt bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Videx enthält

Der Wirkstoff ist Didanosin. Jede Kapsel enthält 400 mg Didanosin.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Kapselinhalt:

Carmellose-Natrium,

Diethylphthalat,

Methacrylsäure-Ethylacrylat-

Copolymer

Dispersion

(EUDRAGIT

L30D-55),

Carboxymethylstärke-Natrium

(Typ

Talkum und Natriumhydroxid.

Kapselhülle: Gelatine, Natriumdodecylsulfat und Titandioxid (E171).

Prägung

Kapselhülle

(essbare

Tinte):

Schellack,

Propylenglycol,

konzentrierte

Ammoniak-Lösung, Simeticon, rotes Eisenoxid (E172).

Wie Videx aussieht und Inhalt der Packung

Die magensaftresistenten Hartkapseln sind opak weiß und weisen eine Prägung in roter Farbe von

"BMS 400 mg" auf der einen Hälfte und "6674" auf der anderen Hälfte auf.

Videx

400 mg

magensaftresistente

Hartkapseln

sind

Packungen

oder

60 magensaftresistenten Hartkapseln erhältlich (mit 10 Hartkapseln pro Blisterstreifen).

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer

Bristol-Myers Squibb GesmbH

1200 Wien

Hersteller

Bristol-Myers Squibb, S.r.l.

Contrada Fontana del Ceraso

03012 Anagni-Frosinone

Italien

Aesica Queenborough Limited

North Road, Queenborough,

Kent, ME11 5EL

Großbritannien

Z.Nr.

1-23 829

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt genehmigt im Jänner 2016.