Vibramycin

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Vibramycin 50 mg - lösbare Tabletten
  • Einheiten im Paket:
  • 28 Stück, Laufzeit: 36 Monate
  • Verschreibungstyp:
  • Arzneimittel zur einmaligen Abgabe auf aerztliche Verschreibung
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Vibramycin 50 mg - lösbare Tabletten
    Österreich
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiebereich:
  • Doxycyclin
  • Produktbesonderheiten:
  • Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AGES
  • Zulassungsnummer:
  • 1-18778
  • Berechtigungsdatum:
  • 11-10-1989
  • Letzte Änderung:
  • 10-08-2017

Packungsbeilage

Gebrauchsinformation: Information für Anwender

Vibramycin 50 mg – lösbare Tabletten

Wirkstoff: Doxycyclin

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es

kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch

für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Vibramycin und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Vibramycin beachten?

Wie ist Vibramycin einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Vibramycin aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Vibramycin und wofür wird es angewendet?

Vibramycin mit dem Wirkstoff Doxycyclin ist ein Breitbandantibiotikum aus der Gruppe der

Tetracycline, welches das Wachstum zahlreicher Bakterienstämme und anderer Erreger hemmt und das

sich in der Behandlung der Akne als außerordentlich wirksam erwiesen hat.

Vibramycin wird angewendet bei Erwachsenen und Jugendlichen (12-18 Jahre) zur Behandlung von

Akne vulgaris und Akne conglobata.

2.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Vibramycin beachten?

Vibramycin darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie allergisch gegen den Wirkstoff, andere Tetracycline oder einen der in Abschnitt 6. genannten

sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

wenn bei Ihnen eine schwere Leberschädigung vorliegt.

wenn Sie gleichzeitig mit dem Wirkstoff Isotretinoin gegen Akne behandelt werden.

in der Schwangerschaft und Stillzeit

Bei Säuglingen und Kindern bis zu 8 Jahren soll Vibramycin grundsätzlich nicht angewendet werden; in

besonderen Ausnahmefällen kann Ihr Arzt jedoch trotzdem eine Anwendung anordnen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Vibramycin einnehmen.

Informieren Sie vor Beginn der Behandlung Ihren Arzt über alle bestehenden oder früheren Krankheiten

oder Allergien. Innerhalb der Tetracyclin-Gruppe besteht eine Parallelallergie.

Bei schweren akuten Überempfindlichkeitsreaktionen (z. B. Anaphylaxie) muss die Behandlung mit

Vibramycin sofort abgebrochen werden. Die entsprechenden Notfallmaßnahmen sind durch fachkundige

Personen einzuleiten (siehe Abschnitt 4).

Wenn Sie bei sich während der Behandlung mit Vibramycin schwere Hautreaktionen feststellen, wie etwa

einen schweren Hautausschlag mit Blasenbildung oder ähnliche Reaktionen, die auch mit anderen

körperlichen Symptomen einhergehen können, beenden Sie die Behandlung mit Vibramycin und wenden Sie

sich sofort zur Beratung an einen Arzt.

In seltenen Fällen kann es während und bis zu zwei Monaten nach der Behandlung zu einer

antibiotikabedingten Dickdarmentzündung kommen. Sie ist gekennzeichnet durch wässrigen oder mehrmals

am Tag auftretenden Durchfall, Fieber und schwere Bauchkrämpfe, die von Blut- und Schleimabgang

begleitet sein können. In diesem Fall beenden Sie bitte die Behandlung und informieren Sie sofort Ihren Arzt,

der entsprechende diagnostische und therapeutische Schritte einleiten wird. Unter diesen Umständen dürfen

Sie keine Arzneimittel einnehmen, welche die Darmbewegung hemmen oder verlangsamen.

Wenn bei Ihnen Magenbeschwerden auftreten, sollten Sie Vibramycin gemeinsam mit einer Mahlzeit

einnehmen. Achten Sie auch darauf, Vibramycin in aufrechter Haltung und vorzugsweise nicht vor dem

Zubettgehen einzunehmen, da sonst die Gefahr einer Schleimhautschädigung in der Speiseröhre besteht.

Da Tetracycline Lichtüberempfindlichkeitsreaktionen (Ausschlag, beschleunigtes Auftreten von

Sonnenbrand) auslösen können, sollten Sie Sonnenbäder und UV-Bestrahlungen vermeiden. Bei den

ersten Anzeichen von Reizerscheinungen der Haut sollten Sie die Behandlung absetzen und den Arzt

aufsuchen.

Wenn bei Ihnen während der Behandlung Sehstörungen auftreten, müssen Sie unverzüglich einen Arzt

aufsuchen, der eine augenärztliche Abklärung bzw. Überwachung veranlassen wird. Das Auftreten von

Sehstörungen während der Behandlung mit Vibramycin kann Anzeichen eines erhöhten Hirndrucks

(Pseudotumor cerebri) sein. Über die Fortsetzung der Behandlung mit Vibramycin entscheidet Ihr Arzt.

Eine gleichzeitige Behandlung von Akne mit Isotretinoin muss vermieden werden, weil Isotretinoin

ebenfalls zu erhöhtem Hirndruck führen kann.

Bei Langzeitbehandlung ist auf einen möglichen Mangel an B-Vitaminen zu achten.

Bei einer lang andauernden Behandlung mit hohen Dosen wird der Arzt Ihre Leber- und Nierenwerte

sowie Ihr Blutbild überprüfen.

Wenn bei der Behandlung einer Geschlechtskrankheit eine gleichzeitige Syphilis vermutet wird, wird der

Arzt über mindestens 4 Monate Kontrolluntersuchungen durchführen.

Bei Nichtansprechen der Behandlung oder wenn es während der Behandlung zu vermehrtem Wachstum

von nicht-empfindlichen Keimen einschließlich Pilzen kommt, wird der Arzt eine geeignete Behandlung

einleiten.

Kinder und Jugendliche

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Vibramycin ist erforderlich in der zweiten Hälfte der

Schwangerschaft, bei Frühgeborenen und im Kindesalter bis zu 8 Jahren.

Bei Frühgeborenen wurde ein verlangsamtes Wachstum des Wadenbeins beschrieben, das sich nach

Absetzen der Therapie wieder normalisierte.

Die Anwendung von Tetracyclinen während der Zahnbildung (zweite Hälfte der Schwangerschaft und

Kindesalter bis zu 8 Jahren) kann zu bleibenden Zahnverfärbungen (gelblich-grau-braun) führen. Diese

Nebenwirkung wurde bei Langzeitanwendung häufiger beobachtet als bei wiederholter

Kurzzeitbehandlung. Unterentwicklung des Zahnschmelzes wurde ebenfalls beschrieben. Daher wird der

Arzt bei dieser Patientengruppe Doxycyclin nur dann einsetzen, wenn keine anderen Arzneimittel zur

Verfügung stehen bzw. wenn diese nicht eingenommen werden dürfen oder keine ausreichende

Wirksamkeit zu erwarten ist.

Einnahme von Vibramycin zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich

andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel

einzunehmen/anzuwenden.

Vibramycin kann bei gleichzeitiger Einnahme mit einer Reihe anderer Arzneimittel wie Schlafmittel,

Mittel gegen Epilepsie, anderer Antibiotika, Antidiabetika, Migränemittel (sogenannte Sekale-Alkaloide),

Methotrexat und Ciclosporin in seiner Wirkung verändert werden bzw. die Wirkung dieser Arzneimittel

beeinflussen.

Es gibt Arzneimittel bzw. Substanzen, welche die Aufnahme von Vibramycin verschlechtern und deshalb

nicht gleichzeitig eingenommen werden dürfen. Dazu gehören Arzneimittel bzw. Präparate, die

Aluminium, Kalzium oder Magnesium (z. B. Mittel gegen Magenübersäuerung, sogenannte Antacida),

Wismutsalze oder Eisen (Fe++) enthalten, sowie bestimmte Arzneimittel zur Senkung von Cholesterin

wie z.B. Colestyramin oder Colestipol. Vibramycin muss daher zumindest 2 Stunden vor diesen

Arzneimitteln bzw. Präparaten eingenommen werden.

Es liegen Berichte über eine Verlängerung der Prothrombinzeit bei Patienten vor, die gleichzeitig den

Gerinnungshemmer Warfarin und Vibramycin verabreicht erhielten. Sogenannte Tetracycline wie

Vibramycin vermindern die Prothrombin-Aktivität und verstärken so die Wirkung von

Gerinnungshemmern. Bei gleichzeitiger Gabe sollte eine Dosisreduktion des Gerinnungshemmers

erwogen werden.

Bei gleichzeitiger Anwendung mit oralen Kontrazeptiva ("Anti-Baby-Pille") kann die

empfängnisverhütende Wirkung beeinträchtigt sein. Daher empfiehlt es sich während der Behandlung mit

Vibramycin eine andere, nicht-hormonelle Verhütungsmethode anzuwenden.

Vibramycin darf nicht gleichzeitig mit anderen Wirkstoffen, die die Niere schädigen können, angewendet

werden.

Kurz vor, während oder nach einer Isotretinoinbehandlung der Akne sollte Vibramycin nicht verabreicht

werden, da beide Wirkstoffe in seltenen Fällen rückbildungsfähige Drucksteigerungen in der

Schädelhöhle (Pseudotumor cerebri) verursachen können.

Bei gleichzeitiger Behandlung mit Digoxin oder Digoxin-Derivaten (Arzneimittel zur Behandlung von

Herzerkrankungen) ist das Auftreten einer Digoxin-Überdosierung möglich.

Bei gleichzeitiger Anwendung von Vibramycin und Theophyllin (Arzneimittel zur Behandlung von

Atemwegserkrankungen) ist das Risiko von Nebenwirkungen im Magen-Darm-Trakt erhöht.

Unter Vibramycin ist eine Verfälschung von Harntests möglich.

Einnahme von Vibramycin zusammen mit Nahrungsmitteln, Getränken und Alkohol

Milch und Milchprodukte verschlechtern die Aufnahme von Vibramycin und sollten deshalb nicht

gleichzeitig konsumiert werden. Nehmen Sie Vibramycin zumindest 2 Stunden vor diesen Produkten ein.

Auch chronischer Alkoholkonsum kann die Wirkung von Vibramycin verändern.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen,

schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Da es beim ungeborenen Kind und beim Säugling zu Zahnverfärbung und vorübergehender

Knochenwachstumsverzögerung kommen kann, soll Vibramycin während der Schwangerschaft nur nach

sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung durch den Arzt angewendet werden und auch nur, wenn andere

Antibiotika nicht gegeben werden können.

Während der Schwangerschaft besteht erhöhte Gefahr von Leberschäden.

Vibramycin soll bei stillenden Müttern nicht verwendet werden. Falls eine solche Behandlung in der

Stillzeit nicht ausgeschlossen werden kann, soll die Milch während der Behandlungsdauer abgepumpt und

verworfen werden.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Vibramycin kann wegen der möglichen Nebenwirkungen die Aufmerksamkeit beeinträchtigen. Deshalb

ist bei Teilnahme am Straßenverkehr und beim Bedienen von Maschinen Vorsicht geboten.

3.

Wie ist Vibramycin einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem

Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Vibramycin lösbare Tabletten können entweder unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit (ausgenommen

Milch und Milchprodukte) oder in einem Glas Wasser gelöst eingenommen werden. Achten Sie auch

darauf, Vibramycin in aufrechter Haltung und vorzugsweise nicht vor dem Schlafengehen einzunehmen,

da sonst die Gefahr einer Schleimhautschädigung in der Speiseröhre besteht.

Die Einnahme während einer Mahlzeit beeinträchtigt die Aufnahme von Doxycyclin nicht, kann aber die

Häufigkeit von Magen-Darm-Störungen verringern.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis wie folgt:

Erwachsene und Jugendliche (12 bis 18 Jahre): 1 Tablette täglich als Einzeldosis

Dauer der Behandlung

Die Behandlung ist als Langzeitbehandlung über 6-12 Wochen oder länger, abhängig vom klinischen

Erfolg, durchzuführen. Nach dreimonatiger Behandlung wird der Arzt eine Behandlungspause empfehlen.

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion

Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion ist keine Dosisverringerung erforderlich.

Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion

Patienten mit schwerer Leberschädigung dürfen Vibramycin nicht einnehmen.

Ältere Patienten

Bei normaler Nieren- und Leberfunktion ist keine Dosisanpassung erforderlich.

Anwendung bei Kindern

Bei Säuglingen und Kindern bis zu 8 Jahren soll Vibramycin grundsätzlich nicht angewendet werden; in

besonderen Ausnahmefällen kann Ihr Arzt jedoch trotzdem eine Anwendung anordnen.

Wenn Sie eine größere Menge von Vibramycin eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn Sie mehr als verschrieben eingenommen haben, oder wenn jemand anderer Ihr Arzneimittel

genommen hat, verständigen Sie umgehend einen Arzt.

Halten Sie die Packung des Arzneimittels bereit, damit sich der Arzt über den aufgenommenen Wirkstoff

informieren kann.

Wenn Sie die Einnahme von Vibramycin vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Setzen Sie

die Einnahme einfach wie vorgeschrieben fort.

Wenn Sie die Einnahme von Vibramycin abbrechen

Auch wenn eine Besserung der Krankheitssymptome oder eine Beschwerdefreiheit eintritt, darf die

Behandlung keinesfalls ohne ärztliche Anweisung geändert oder abgebrochen werden, um eine erneute

Verschlechterung bzw. ein Wiederauftreten der Krankheit zu vermeiden.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder

Apotheker.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Die angeführten Nebenwirkungen wurden bei Patienten unter einer Behandlung mit Tetracyclinen,

einschließlich Vibramycin, beobachtet.

Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:

Sehr häufig:

kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen

Häufig:

kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen

Gelegentlich:

kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen

Selten:

kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen

Sehr selten:

kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen

Nicht bekannt:

Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

Bei folgenden Nebenwirkungen müssen Sie sofort einen Arzt informieren:

plötzliches Auftreten von schwerem Hautausschlag oder Blasenbildung oder Ablösung der Haut

mit Fieber und Gelenkschmerzen (siehe Abschnitt 2 unter „Warnhinweise und

Vorsichtsmaßnahmen“)

schwere allergische Reaktion verbunden mit plötzlich einsetzender und zunehmender Atemnot,

Schwellung im Bereich des Kopfes (Zungenschwellung, innere Kehlkopfschwellung) und

Körpers, Hautausschlag, Kreislaufstörungen, Blutdruckabfall, Bewusstlosigkeit (siehe Abschnitt 2

unter „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“)

schwerer, anhaltender wässriger oder blutiger Durchfall mit Bauchschmerzen oder Fieber (siehe

Abschnitt 2 unter „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“)

Häufige Nebenwirkungen

Allergische (Überempfindlichkeits-) Reaktionen (häufig einhergehend mit Blutdruckabfall,

Schwindel, Übelkeit und möglicherweise Atemnot) einschließlich Kreislaufkollaps und/oder Atemnot

(anaphylaktischer Schock), allergischer, schmerzhafter Schwellung von Haut- und Schleimhaut, vor

allem im Gesichtsbereich (Angioödem), Verschlechterung eines systemischen Lupus erythematodes,

Entzündung des Herzbeutels (Perikarditis), Serumkrankheit, Entzündung der kleinen Blutgefäße

(Henoch-Schönlein Purpura), Blutdruckabfall, Atemnot, beschleunigtem Herzschlag/Herzrasen,

Schwellung von Knöcheln/Unterschenkeln durch Wassereinlagerung, Nesselsucht, Asthma

Lichtempfindlichkeitsreaktionen wie Hautrötung, Hautschwellung und Blasenbildung

Kopfschmerzen

Übelkeit, Erbrechen, Blähungen, Fettstühle

Ausschläge, einschließlich flecken- und knötchenartiger sowie geröteter und großschuppiger

Ausschläge

Gelegentliche Nebenwirkungen

Blutgerinnungsstörungen

Verdauungsstörungen (Sodbrennen / Entzündung der Magenschleimhaut), Entzündung der Mund-

und Rachenschleimhaut, Heiserkeit, schwarze Haarzunge

Knochenwachstumsverzögerungen bei Anwendung während der Schwangerschaft und bei Kindern

unter 8 Jahren

Blut im Harn

Seltene Nebenwirkungen

Blutbildveränderungen (starke Verminderung der Blutplättchen, Blutarmut durch Zerfall der roten

Blutkörperchen, Veränderungen in der Anzahl, Form und Funktion der weißen Blutkörperchen),

krankhafte Schwellung der Lymphknoten

Schwere Überempfindlichkeitsreaktion auf die Anwendung eines Arzneimittels (DRESS-Syndrom)

Mikroskopische bräunlich-schwarze Verfärbung der Schilddrüse

Verminderter Appetit

Unruhe, Angstzustände

Hirndrucksteigerungen bei Erwachsenen (Pseudotumor cerebri: Mögliche Anzeichen sind

Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Papillenödem und Sehstörungen, wie z.B. Doppeltsehen),

Vorwölbung der Fontanellen bei Kleinkindern (rasche Rückbildung nach Absetzen der Behandlung),

Nervenschäden, die sich als Taubheitsgefühl, Schmerzen, Kribbeln oder Brennen in den Händen oder

Füßen äußern können, Störung bzw. Verlust der Geruchs- und Geschmacksempfindung

Ohrengeräusche

Hautrötung mit Hitzegefühl

Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis)

Antibiotikabedingte Durchfälle, Schleimhautentzündung des Dickdarms, Entzündungen und

Geschwüre der Speiseröhre, entzündliche Veränderungen (mit Candida-Besiedelung) im

Anogenitalbereich (Entzündung der äußeren Geschlechtsorgane der Frau und Juckreiz am After),

Bauchschmerzen, Durchfall, Schluckbeschwerden, Entzündung der Zunge, reversible oberflächliche

Zahnverfärbung

Leberschädigung, Leberentzündung, erhöhte Leberfunktionswerte

Schwere Hautreaktionen, teilweise mit Schleimhautbeteiligung (Erythema multiforme, Dermatitis

exfoliativa, Stevens-Johnson-Syndrom) und Gewebsablösung (toxische epidermale Nekrolyse),

Nagelablösung und -verfärbung

Gelenk- und Muskelschmerzen

Erhöhte Blut-Harnstoff-Stickstoff (BUN)-Werte

Sehr seltene Nebenwirkungen

Krampfanfälle

Vorübergehende Kurzsichtigkeit

Nierenschädigungen (interstitielle Nephritis, akutes Nierenversagen, stark verminderte

Harnausscheidung)

Wenn eine der im Folgenden aufgeführten Nebenwirkungen bei Ihnen auftritt, setzen Sie sich so schnell

wie möglich mit Ihrem Arzt in Verbindung:

die Jarisch-Herxheimer-Reaktion, die zu Fieber, Schüttelfrost, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen

und Hautausschlag führt und üblicherweise selbstbegrenzend ist. Sie tritt kurz nach Beginn der

Behandlung mit Doxyxyclin gegen Spirochäteninfektionen wie z. B. Lyme-Borreliose auf.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für

Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie ist Vibramycin aufzubewahren?

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton angegebenen Verfalldatum nicht mehr

verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Bleibende Zahnverfärbungen mit Schmelzdefekten bei Anwendung während der Zahnbildung wurden als

Klasseneffekt für Tetracycline berichtet.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das

Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der

Umwelt bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Vibramycin enthält

Der Wirkstoff ist Doxycyclin. 1 lösbare Tablette enthält 50 mg Doxycyclin als Monohydrat.

Die sonstigen Bestandteile sind hochdisperses Siliciumdioxid, mikrokristalline Cellulose,

Carboxymethylcellulose-Natrium, Magnesiumstearat, Chinolingelb Farblack E-104, Indigotin

Farblack E-132.

Wie Vibramycin aussieht und Inhalt der Packung

Grüne, runde Tabletten zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen mit Pfizer Logo auf der einen

und Prägung „50“ auf der anderen Seite in einer

Kalenderpackung zu 28 Stück (2 Alu/PVC Blisterstreifen zu je 14 Stück)

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer: Pfizer Corporation Austria Ges.m.b.H., Wien

Hersteller: Fareva Amboise, 37530 Pocé-sur-Cisse, Frankreich

Z.Nr.: 1-18778

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt überarbeitet im Dezember 2017.

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Die folgenden Informationen sind für medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Überdosierung:

Bei einer oralen Überdosierung von Doxycyclin sollte durch Magenspülung versucht werden, die noch

nicht resorbierten Anteile der Substanz aus dem Magen zu entfernen. Die noch verbleibenden Reste von

Doxycyclin können durch Gabe von Antazida oder Kalzium- und Magnesiumsalzen zu nicht

resorbierbaren Chelaten gebunden werden. Doxycyclin ist nicht ausreichend dialysierbar, sodass eine

Hämo- oder Peritonealdialyse wenig effektiv ist.

Bei massiver Überdosierung besteht die Gefahr von Leberschäden, die manchmal von einer Pankreatitis

begleitet werden.

Es gibt keine Sicherheitswarnungen betreffend dieses Produktes.