Vetramycin Suspension

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Vetramycin Suspension - Injektionssuspension für Tiere
  • Einheiten im Paket:
  • 100 ml, Laufzeit: 24 Monate
  • Verwenden für:
  • Tiere
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

  • Information für medizinisches Fachpersonal:
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Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Vetramycin Suspension - Injektionssuspension für Tiere
    Österreich
  • Sprache:
  • Deutsch

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AGES
  • Zulassungsnummer:
  • 17299
  • Letzte Änderung:
  • 29-08-2016

Packungsbeilage

GEBRAUCHSINFORMATION 

Vetramycin  Suspension-Injektionssupsension für Tiere 

1.   NAME UND ANSCHRIFT DES ZULASSUNGSINHABERS UND, WENN 

UNTERSCHIEDLICH, DES HERSTELLERS, DER FÜR DIE CHARGENFREIGABE 

VERANTWORTLICH IST 

Zulassungsinhaber: 

Alvetra u. Werfft GmbH, Boltzmanngasse 11, A-1090 Wien 

Für die Chargenfreigabe verantwortlicher Hersteller: 

Alvetra u. Werfft GmbH, Landeggerstraße 7, A-2491 Neufeld/Leitha 

2.  BEZEICHNUNG DES TIERARZNEIMITTELS 

Vetramycin  Suspension-Injektionssupsension für Tiere  

3.  WIRKSTOFF(E) UND SONSTIGE BESTANDTEILE 

1 ml enthält: 

Wirkstoffe: 

Benzylpenicillin-Procain      100.000 I.E.  

Dihydrostreptomycin (als Sulfat)  100.000 I.E.   

Prednisolonacetat                   4 mg  

Procainhydrochlorid               20 mg 

Sonstige Bestandteile: 

Konservierungsmittel: Methyl-4-hydroxybenzoat 1,20 mg, Propyl-4-hydroxybenzoat 0,14 mg, 

Povidon, Tri-Natriumcitrat-Dihydrat, Natriumformaldehydsulfoxylat (Rongalit), Propylenglycol und 

Wasser für Injektionszwecke. 

4.  ANWENDUNGSGEBIET(E) 

Alle Erkrankungen, die durch penicillin- und dihydrostreptomycinempfindliche Keime hervorgerufen 

sind, u.a. 

Pferd, Fohlen: 

Druse, Sekundärinfektionen des ansteckenden Katarrhs der Luftwege, infektiöse Entzündung einzelner 

Läppchen  eines  Lungenlappens,  Fohlenlähmung,  Geburtsrehe,  puerperale  Intoxikationen, 

Zellgewebsentzündungen. 

Rind, Kalb: 

Puerperale Infektionen, infektiöse Entzündung einzelner Läppchen eines Lungenlappens, gleichzeitige 

Entzündung  von  Nierenbecken  und  Niere,  Milzbrand,  Mastitis  (parenteral),  Nagelgeschwür, 

Actinomyces-Pilzbefall (herdnahe Injektion), blutige Infektionen, Kälberlähme, Colienteritis. 

Hund und Katze: 

Leptospirose,  Sekundär-Infektionen  der  Hunde-  und  Katzenstaupe,  Puerperal-Infektionen  und 

Vergiftungen,  Lungenentzündungen,  Blasenentzündung,  gleichzeitige  Entzündung  von  Nierenbecken 

und Niere, katarrhalische Infekte der oberen Luftwege, Akne, Furunkulose. 

5.  GEGENANZEIGEN 

Nicht  anwenden  bei  bekannter  Überempfindlichkeit  gegenüber  den  Wirkstoffen  oder  einem  der 

sonstigen Bestandteile. Nicht anwenden bei Nierenfunktionsstörungen, Diabetes mellitus, Magen- und 

Corneaulcera und Osteoporose. 

Bei trächtigen Tieren sollte eine strenge Indikationsstellung erfolgen. Am Ende der Trächtigkeit sollte 

es  nicht  appliziert  werden.  Lebererkrankungen  können  eine  Anreicherung  der  Wirkstoffe,  vor  allem 

Dihydrostreptomycin, auf neurotoxische Konzentrationen bedingen. 

Nicht anwenden bei Pferden die der Lebensmittelerzeugung dienen. 

6.  NEBENWIRKUNGEN 

Diese  sind  bei  Verabreichung  von  Vetramycin  dosisabhängig.  Bei  Überdosierung  oder  lang 

andauernder  Behandlung  können  Nerven-,  Nieren-  und  Ohren-Schädigungen  auftreten.  Gelegentlich 

sind allergische Reaktionen möglich. 

Im  Hinblick  auf  das  in  Vetramycin  enthaltene  Prednisolon  kann  es,  besonders  nach 

Langzeitbehandlung oder Verabreichung hoher Dosen, zu einer Retention von Natrium, Chloriden und 

Wasser  und  zu  einer  Vermehrung  der  Kalium-,  Phosphor-  und  Kalziumausscheidung  kommen. 

Weitere  mögliche  Nebenwirkungen  sind  eine  Abschwächung  der  Immunvorgänge,  eine  verzögerte 

Wundheilung  durch  Hemmung  der  entzündlichen  Vorgänge,  verminderte  Fibrinproduktion  und 

Leukozytenaktivität, weiters ein temporäres Absinken der Milchleistung, Aktivierung und Entstehung 

von  Ulcus  ventriculi  oder  duodeni,  erhöhter  Blutzuckergehalt,  Verminderung  des  Knochengewebes 

und Muskelschwäche (Atrophie). 

Falls Sie Nebenwirkungen insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei 

Ihrem Tier feststellen, teilen Sie diese Ihrem Tierarzt oder Apotheker mit. 

7.  ZIELTIERART(EN) 

Pferd, Fohlen, Rind, Kalb, Hund, Katze 

8.  DOSIERUNG FÜR JEDE TIERART, ART UND DAUER DER ANWENDUNG 

Intramusklulär und subkutan. 

An Kleintiere soll Vetramycin ausschließlich intramuskulär verabreicht werden.  

Die Suspension ist vor Gebrauch kräftig aufzuschütteln. 

Pferd, Rind bis 500 kg KGW:     20–25 ml. 

Fohlen, Jungrind bis 250 kg KGW:   10–15 ml. 

Hund, Katze pro 10 kg KGW:      0,5–1 ml. 

Die Injektion ist bei Bedarf täglich zu wiederholen. 

9.  HINWEISE FÜR DIE RICHTIGE ANWENDUNG 

Die  intravenöse  und  intrathekale  Injektion  ist  streng  zu  vermeiden.  Bei  eingeschränkter  Leber-  und 

Nierenfunktion  ist  wegen  der  geringen  Penicillintoxizität  eine  Dosisreduktion  nicht  unbedingt 

erforderlich  und  im  Einzelfall  abzuklären.  Bei  einer  Einschränkung  auf  weniger  als  50%  der 

Normalfunktion  muss  die  Dosis  adäquat  reduziert  werden.  Vor  Therapiebeginn  ist  eine  genaue 

Untersuchung  durchzuführen,  insbesondere  sind  Magen-  und  Hornhautgeschwür,  Diabetes  mellitus 

und  fortgeschrittene  Trächtigkeit  auszuschließen.  Bei  länger  dauernder  Therapie  sind  regelmäßige 

Untersuchungen auf mögliche Prednisolon-bedingte Nebenwirkungen vorzunehmen. Das Absetzen der 

Therapie hat in diesem Fall ausschleichend zu erfolgen. 

Die Anwendung dieses Produktes sollte auf der Grundlage einer Empfindlichkeitsprüfung erfolgen. 

Bei  gleichzeitiger  oder  aufeinanderfolgender  Verabreichung  von  stark  wirkenden  harntreibenden 

Mitteln  und  potentiell  nierenschädigenden  Arzneimitteln  verstärken  sich  die  möglichen 

nierenschädigenden  Wirkungen  des  Streptomycins.  Narkotika  und  muskelentspannende  Mittel 

verstärken  Streptomycin-bedingte  neuromuskuläre  Blockaden  (Atemlähmung).  Die  muskelent-

spannende Wirkung von Magnesium (Ca-Mg-Lösungen) kann ebenfalls durch Streptomycin verstärkt 

werden.  Bei  gleichzeitiger  Verabreichung  von  entzündungshemmenden,  fiebersenkenden  und 

antirheumatischen  Mitteln  (insbesondere  Phenylbutazon  und  Salizylaten)  kann  die  Nierenaus-

scheidung  des  Penicillins  verzögert  werden.  Das  bakterizid  wirkende  Penicillin  sollte  nicht  mit 

bakteriostatisch  wirkenden  Stoffen  (z.B.  Tetracycline,  Sulfonamide,  Chloramphenicol)  kombiniert 

werden, weil dadurch die antibakterielle Wirksamkeit herabgesetzt wird. 

Wegen des Prednisolons sollte das Präparat nicht gleichzeitig bei Impfungen appliziert werden, weil es 

die Antikörperbildung und den Immunschutz beeinträchtigen kann. 

Bei  trächtigen  Tieren  nur  anwenden  nach  entsprechender  Nutzen-Risiko-Bewertung  durch  den  

behandelnden Tierarzt. Am Ende der Trächtigkeit sollte das Präparat nicht angewendet werden. 

Diese  Arzneispezialität  darf  wegen  möglicher  Schädigung  oder  Gefährdung  des  Lebens  oder  der 

Gesundheit  von  Mensch  und  Tier  nur  vom  Tierarzt  oder  nach  ausdrücklicher  Anweisung  des 

Tierarztes verabreicht werden. 

10.  WARTEZEIT 

Essbares Gewebe: Rind: 21 Tage, Milch: 6 Tage. 

Nicht bei Pferden anwenden, die der Lebensmittelerzeugung dienen. Die Anwendung dieser 

Arzneispezialität ist in den Pferdepass einzutragen. Behandelte Tiere sind von der Schlachtung 

auszuschließen. 

11.  BESONDERE LAGERUNGSHINWEISE 

Arzneimittel unzugänglich für Kinder aufbewahren. 

Kühl lagern (8-15°C). Vor Licht schützen.  

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.  

Haltbarkeit nach dem ersten Öffnen des Behältnisses: 3 Tage 

Nach der ersten Entnahme im Kühlschrank (2°C – 8°C) aufbewahren. 

Sie dürfen das Tierarzneimittel nach dem auf dem Etikett und Karton angegebenen Verfalldatum nicht 

mehr anwenden.  

12.  BESONDERE WARNHINWEISE 

Bei versehentlicher Selbstinjektion ist unverzüglich ein Arzt zu Rate zu ziehen und die Packungs-

beilage oder das Etikett vorzuzeigen. 

Personen mit bekannter Überempfindlichkeit gegenüber Benzylpenicillin-Procain, Dihydrostrepto-

mycin, Prednisolon oder Procainhydroclorid sollten den Kontakt mit dem Tierarzneimittel vermeiden. 

13.  BESONDERE  VORSICHTSMASSNAHMEN  FÜR  DIE  ENTSORGUNG  VON  NICHT 

VERWENDETEM  ARZNEIMITTEL  ODER  VON  ABFALLMATERIALIEN,  SOFERN 

ERFORDERLICH 

Gemäß Tiergesundheitsdienstverordnung sind alle Reste von Injektionspräparaten sowie Leergebinde 

dem behandelnden Tierarzt zurückzugeben. 

14.  GENEHMIGUNGSDATUM DER PACKUNGSBEILAGE 

November 2010 

15.  WEITERE ANGABEN 

Für Tiere 

Z.-Nr.: 17.299 

Packungsgrößen:  

100 ml Durchstechflaschen 

Verschreibungsstatus/Apothekenpflicht: 

Rezept- und apothekenpflichtig. 

Falls weitere Informationen über das Tierarzneimittel gewünscht werden, setzen Sie sich bitte mit dem 

örtlichen Vertreter des Zulassungsinhabers in Verbindung.