Vetramycin - Salbe zur intramammären Anwendung für Rinder

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Vetramycin - Salbe zur intramammären Anwendung für Rinder
  • Einheiten im Paket:
  • 12 Stück a 9 g, Laufzeit: 24 Monate
  • Verschreibungstyp:
  • Arzneimittel zur einmaligen Abgabe auf aerztliche Verschreibung
  • Verwenden für:
  • Tiere
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Vetramycin - Salbe zur intramammären Anwendung für Rinder
    Österreich
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Produktbesonderheiten:
  • Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AGES
  • Zulassungsnummer:
  • 16801
  • Berechtigungsdatum:
  • 02-09-1980
  • Letzte Änderung:
  • 02-12-2018

Packungsbeilage: zusammensetzung, kinische angaben, nebenwirkungen, wechselwirkungen, dosierung, schwangerschaft, stillzeit

GEBRAUCHSINFORMATION FÜR

Vetramycin - Salbe zur intramammären Anwendung für Rinder

1.

NAME UND ANSCHRIFT DES ZULASSUNGSINHABERS UND, WENN

UNTERSCHIEDLICH, DES HERSTELLERS, DER FÜR DIE CHARGENFREIGABE

VERANTWORTLICH IST

Zulassungsinhaber:

Alvetra u. Werfft GmbH, Boltzmanngasse 11, A-1090 Wien

Für die Chargenfreigabe verantwortlicher Hersteller:

Alvetra u. Werfft GmbH, Landeggerstraße 7, A-2491 Neufeld/Leitha

2.

BEZEICHNUNG DES TIERARZNEIMITTELS

Vetramycin - Salbe zur intramammären Anwendung für Rinder

3.

WIRKSTOFF(E) UND SONSTIGE BESTANDTEILE

1 Injektor zu 9 g enthält:

Wirkstoffe:

1 Mio. I.E. Benzylpenicillin-Procain (entsprechend ca. 1,035 g Benzylpenicillin-Procain)

1 Mio. I.E. Dihydrostreptomycinsulfat (entsprechend ca. 1,035 g Dihydrostreptomycinsulfat)

10.000 I.E. Retinolpalmitat (= Vitamin A-Palmitat)

100 mg Calcium-d-Pantothenat

Sonstige Bestandteile

Butylhydroxytoluol (Konservierungsmittel)

1,8 mg

Ausehen: weiße bis blassgelbe Salbe

4.

ANWENDUNGSGEBIET(E)

Behandlung von akuten, subakuten und chronischen Mastitiden bei Rindern in der Laktationsperiode,

durch

Infektionen

penicillinempfindlichen

Bakterien

insbesondere

Streptokokken,

Staphylokokken

(nicht

Penicillinase-bildende)

oder

Trueperella

(Arcanobacterium)

pyogenes

(Sommermastitis der Färsen und jungen Rinder) verursacht werden.

5.

GEGENANZEIGEN

Nicht anwenden bei bekannter Überempfindlichkeit gegenüber den Wirkstoffen, den Hilsstoffen oder

einem der sonstigen Bestandteile.

6.

NEBENWIRKUNGEN

Gelegentlich können allergische Reaktionen auftreten. Bei länger anhaltendem Blutspiegel wirkt

Streptomycin

schädigend

Nerven

(neurotoxisch),

Nieren

(nephrotoxisch)

Innenohr

(ototoxisch). Dies ist aber bei der vorgesehenen Anwendungsart kaum zu erwarten.

Beim Auftreten von allergischen Reaktionen ist symptomatisch zu behandeln:

bei Anaphylaxie: Epinephrin (Adrenalin) und Glukokortikoide i. v.

bei allergischen Hautreaktionen: Antihistaminika und/oder Glukokortikoide.

Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei

Ihrem Tier feststellen, teilen Sie diese Ihrem Tierarzt oder Apotheker mit.

7.

ZIELTIERART(EN)

Rind (laktierende Milchkühe)

8.

DOSIERUNG FÜR JEDE TIERART, ART UND DAUER DER ANWENDUNG

Zur intramammären Anwendung.

Vor Anwendung ist die Vorbereitung des Euters und der Zitzen durch gründliches Ausmelken,

Säubern, Trocknen und Desinfizieren erforderlich.

Akute Mastitis:

1 Injektor pro erkranktem Euterviertel, bei Bedarf nach 24 Stunden wiederholen.

Subakute und chronische Mastitis:

1-2 Injektoren pro erkranktem Euterviertel.

9.

HINWEISE FÜR DIE RICHTIGE ANWENDUNG

Keine.

10.

WARTEZEIT

Essbare Gewebe: 5 Tage

Milch: 12 Tage

11.

BESONDERE LAGERUNGSHINWEISE

Arzneimittel unzugänglich für Kinder aufbewahren.

Nicht über 25°C lagern.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Sie dürfen das Tierarzneimittel nach dem auf dem Injektor und Karton angegebenen Verfalldatum

nicht mehr anwenden.

12.

BESONDERE WARNHINWEISE

Besondere Warnhinweise für jede Zieltierart:

Mastitiden

systemischer

Symptomatik

zusätzlich

parenteral

anzuwendendes

Antibiotikum zu verabreichen.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung bei Tieren:

Die Anwendung von Vetramycin sollte auf Grundlage einer Empfindlichkeitsprüfung der ursächlichen

Erreger erfolgen.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:

Bei überempflindlichen Personen kann der Kontakt mit Penicillin-Streptomycin-haltigen Präparaten

allergische Hautreaktionen hervorrufen. Es ist daher anzuraten, die Hände nach der Behandlung

gründlich zu waschen oder bei der Applikation Handschuhe zu tragen.

Bei versehentlicher Einnahme ist unverzüglich ein Arzt zu Rate zu ziehen und die Packungsbeilage

oder das Etikett vorzuzeigen.

Personen mit bekannter Überempfindlichkeit gegenüber Penicillin und/oder Streptomycin sollten den

Kontakt mit dem Tierarzneimittel vermeiden.

Anwendung während der Trächtigkeit:

Während der Trächtigkeit nur anwenden nach entsprechender Nutzen-Risiko-Bewertung durch den

behandelnden Tierarzt.

Laktation:

Das Tierarzneimittel ist zur Anwendung bei Rindern in der Laktationsperiode vorgesehen.

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und andere Wechselwirkungen:

Bei gleichzeitiger Verabreichung von entzündungshemmenden Mitteln, fiebersenkender Mittel oder

Arzneimitteln zur Behandlung rheumatischer Beschwerden (insb. von Phenylbutazon und Salizylaten)

kann

Nierenausscheidung

Penicilline

verzögert

werden.

Vetramycin

sollte

nicht

bakteriostatisch wirkenden Stoffen (z.B. Tetrazykline, Sulfonamide) kombiniert werden, weil dadurch

die Bakterien abtötende Wirkung herabgesetzt wird.

Gleichzeitige oder aufeinanderfolgende Verabreichung von stark harntreibend wirkenden Mitteln

verstärkt die möglichen nierenschädigenden Wirkungen des Streptomycins. Die gleichzeitige oder

aufeinanderfolgende Anwendung von Betäubungsmitteln und muskelentspannender Mittel kann zu

Atemlähmung führen.

Überdosierung:

Es wurden keine anderen Symptome als die im Abschnitt 6. (Nebenwirkungen) angeführten

beobachtet.

Inkompatibilitäten:

Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Tierarzneimittel nicht mit anderen

Tierarzneimitteln gemischt werden.

Diese Arzneispezialität darf wegen möglicher Schädigung oder Gefährdung der Gesundheit von

Mensch und Tier nur vom Tierarzt oder nach ausdrücklicher Anweisung des Tierarztes verabreicht

werden.

13.

BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE ENTSORGUNG VON NICHT

VERWENDETEM ARZNEIMITTEL ODER VON ABFALLMATERIALIEN, SOFERN

ERFORDERLICH

Leere Packungen können mit dem Hausmüll entsorgt werden. Bitte bringen Sie abgelaufene oder nicht

vollständig entleerte Packungen zu einer Problemstoff-Sammelstelle oder geben Sie diese Ihrem Tierarzt

zurück! Arzneimittel sollten nicht über das Abwasser oder den Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen

Sie ihren Tierarzt, wie nicht mehr benötigte Arzneimittel zu entsorgen sind. Diese Maßnahmen dienen

dem Umweltschutz.

14.

GENEHMIGUNGSDATUM DER PACKUNGSBEILAGE

Dezember 2015

15.

WEITERE ANGABEN

Zulassungsnummer:

Z. Nr.: 16.801

Packungsgrößen:

Packung zu 12 Injektoren

Falls weitere Informationen über das Tierarzneimittel gewünscht werden, setzen Sie sich bitte mit dem

örtlichen Vertreter des Zulassungsinhabers in Verbindung.