Verrumal

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Verrumal Lösung
  • Darreichungsform:
  • Lösung
  • Zusammensetzung:
  • fluorouracilum 5 mg, acidum salicylicum 100 mg, dimethylis sulfoxidum, excipiens ad solutionem pro 1 g.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Verrumal Lösung
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetika human
  • Therapiebereich:
  • Warzen

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 42695
  • Berechtigungsdatum:
  • 05-03-1980
  • Letzte Änderung:
  • 05-02-2018

Packungsbeilage

Patienteninformation

fast alle

Information für Patientinnen und Patienten

Lesen Sie diese Packungsbeilage sorgfältig, bevor Sie das Arzneimittel anwenden.

Dieses Arzneimittel ist Ihnen persönlich verschrieben worden und Sie dürfen es nicht an andere

Personen weitergeben. Auch wenn diese die gleichen Krankheitssymptome haben wie Sie, könnte

ihnen das Arzneimittel schaden.

Bewahren Sie die Packungsbeilage auf, Sie wollen Sie vielleicht später nochmals lesen.

Verrumal®

Was ist Verrumal und wann wird es angewendet?

Verrumal enthält als Wirkstoffe Fluorouracil und Salicylsäure. Auf Verschreibung des Arztes oder

der Ärztin dient es zur Behandlung von Warzen.

Fluorouracil hemmt das Wachstum der Warzen; Salicylsäure weicht die Warzen auf und erleichtert

so das Eindringen des Fluorouracils.

Wann darf Verrumal nicht angewendet werden?

Verrumal darf nicht angewendet werden

−bei bekannter Überempfindlichkeit gegen einen Bestandteil dieses Präparates;

−in der Schwangerschaft und wenn die Möglichkeit einer Schwangerschaft nicht mit Sicherheit

ausgeschlossen werden kann;

−in der Stillzeit;

−bei Säuglingen unter 1 Jahr;

−bei Patienten mit Nierenfunktionsstörungen;

−wenn gleichzeitig oder in den letzten vier Wochen eine Therapie mit Brivudin, Sorivudin und/oder

ähnlichen Substanzen z.B. im Rahmen einer Windpocken- bzw. Gürtelrosentherapie (Herpes Zoster-

Therapie) erfolgt oder erfolgt ist.

Zwischen dem Ende der Einnahme von Brivudin, Sorivudin und/oder ähnlichen Substanzen und dem

Behandlungsbeginn mit Verrumal muss ein zeitlicher Abstand von mindestens 4 Wochen eingehalten

werden. Die Anwendung von Verrumal zusammen mit diesen Substanzen oder kurz danach kann die

Wirkung von Verrumal verstärken und zu schweren Nebenwirkungen führen.

Verrumal darf nicht mit den Augen und den Schleimhäuten in Berührung gebracht werden.

Wann ist bei Anwendung von Verrumal Vorsicht geboten?

Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie an Diabetes, Durchblutungsstörungen oder

Nierenfunktionsstörungen leiden oder wenn bei Ihnen die Fähigkeit eingeschränkt ist, Berührungen,

Schmerz und Temperatur zu fühlen (z.B. wenn Sie an Diabetes leiden).

Verrumal ist nicht zur Anwendung auf grossen Hautflächen bestimmt (Hautfläche insgesamt nicht

grösser als 25 cm²). Sind dünne Hautstellen von Warzen befallen, so ist Verrumal weniger häufig

aufzutragen und der Arzt bzw. die Ärztin öfter zu konsultieren, da es durch die stark

hornschichterweichende Wirkung der im Verrumal enthaltenen Salicylsäure zu Narbenbildung

kommen kann. Halten Sie sich an die von Ihrem Arzt /Ihrer Ärztin vorgegebene Dosierung und

Häufigkeit der Anwendung.

Bei Warzen im Bereich der Finger- und Zehennägel und besonders unter den Nägeln ist streng darauf

zu achten, dass die Nagelmatrix nicht geschädigt wird und Verrumal nicht in das Nagelbett gelangt.

Vorsicht ist geboten, wenn ein Dihydropyrimidindehydrogenase (DPD)-Mangel oder eine erniedrigte

DPD-Aktivität besteht. Das Enzym DPD spielt eine wichtige Rolle für den Abbau von Fluorouracil,

einem der beiden Wirkstoffe von Verrumal. Eine Hemmung oder verminderte Aktivität dieses

Enzyms (z.B. durch Gabe von DPD-Hemmern wie Brivudin) kann zu einer Anhäufung des

Wirkstoffes Fluorouracil führen. Gegebenenfalls wird Ihr Arzt/Ihre Ärztin die Bestimmung der

DPD-Enzymaktivität vor Beginn der Behandlung mit Verrumal durchführen.

Wenn Sie wegen einer Herpes Zoster-Infektion (Gürtelrose) behandelt werden oder vor kurzem

behandelt worden sind, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Ihre Ärztin über die eingenommenen

Arzneimittel.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn Sie Phenytoin gegen epileptische Anfälle

einnehmen. Die gleichzeitige Anwendung von Verrumal bei Einnahme von Phenytoin kann zu

erhöhten Blutspiegeln von Phenytoin führen. Daher sollten Sie regelmässig auf einen erhöhten

Phenytoin-Blutspiegel untersucht werden.

Verrumal kann mit Methotrexat und Sulfonylharnstoffen (gewisse Medikamente zur Behandlung von

Diabetes) in Wechselwirkung treten.

Die Bestandteile Dimethylsulfoxid und Salicylsäure können Hautreizungen hervorrufen.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen

Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbst gekaufte!) einnehmen

oder äusserlich anwenden.

Darf Verrumal während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit angewendet werden?

Verrumal darf nicht angewendet werden in der Stillzeit, bei einer bestehenden Schwangerschaft und

auch nicht von Frauen, bei denen eine Schwangerschaft nicht mit Sicherheit ausgeschlossen werden

kann.

Wie verwenden Sie Verrumal?

Zur Anwendung auf der Haut.

Erwachsene und Kinder älter als 1 Jahr:

Sofern vom Arzt bzw. von der Ärztin nicht anders verordnet, wird Verrumal im allgemeinen 2-3mal

täglich auf jede Warze aufgetragen. Verrumal darf nur auf die Warze und nicht auf die gesunde Haut

der Warzenumgebung gelangen; gegebenenfalls ist die umgebende Haut mit Vaseline abzudecken.

Es empfiehlt sich, den Pinsel vor dem Betupfen am Flaschenhals gut abzustreifen. Bei sehr kleinen

Warzen sollte man statt des Pinsels evtl. einen Zahnstocher oder etwas Derartiges verwenden.

Nach dem Trocknen der Lösung bildet sich auf der behandelten Hautstelle ein Lackfilm. Vor jedem

neuen Auftragen von Verrumal sollte der vorhandene Lackfilm entfernt werden. Er lässt sich – falls

durch Waschen oder andere mechanische Einwirkungen nicht bereits geschehen – von den Warzen

durch einfaches Abziehen entfernen.

Verrumal ist nicht zur Anwendung auf grossen Hautflächen bestimmt (Hautfläche insgesamt nicht

grösser als 25 cm²).

Es wird empfohlen, während der Behandlung in gewissen Abständen den Arzt bzw. die Ärztin

wieder zu konsultieren. Erfahrungsgemäss kann es in vielen Fällen, z.B. bei stark prominenten

vulgären Warzen und bei Fusssohlenwarzen, günstig sein, dass das unter der Verrumal-Behandlung

abgestorbene Gewebe vom Arzt bzw. von der Ärztin abgetragen wird. Die durchschnittliche

Anwendungsdauer beträgt 6 Wochen. Nach erfolgreicher Therapie sollte noch ca. 1 Woche

weiterbehandelt werden.

Kinder

Bei Säuglingen (<1 Jahr) darf Verrumal nicht angewendet werden.

Bei Kindern unter 5 Jahren liegen nur beschränkte Erfahrungen vor.

Da bei Kindern die Gefahr einer Überdosierung grösser ist als bei Erwachsenen, darf die vom

Arzt /Ärztin verordnete Behandlungsfläche und Behandlungshäufigkeit nicht überschritten werden.

Wenn Sie eine grössere Menge von Verrumal angewendet haben, als Sie sollten:

Es ist möglich, dass beobachtete Nebenwirkungen häufiger und schwerer auftreten, wenn Sie

Verrumal öfter als vorgegeben anwenden. Wenden Sie sich im Fall von entsprechenden

Nebenwirkungen bitte an Ihren behandelnden Arzt bzw. Ihre Ärztin.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel

wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer

Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Verrumal haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Anwendung von Verrumal auftreten:

Sehr häufig (kann bei mehr als 1 von 10 Behandelten auftreten):

-Reaktionen am Verabreichungsort: Hautrötung (Erythem), Entzündung, Reizung (inklusive

Brennen), Schmerzen oder Juckreiz.

Häufig (kann bei 1 bis 10 von 100 Behandelten auftreten):

-Kopfschmerzen.

-Hautschuppung.

-Reaktionen am Verabreichungsort: Blutung, erosive Hautreaktionen (Verlust des oberen

Hautgewebes) oder Verkrustung.

Gelegentlich (kann bei 1 bis 10 von 1000 Behandelten auftreten):

-Augentrockenheit, Juckreiz am Auge, vermehrte Tränenflüssigkeit.

-Reaktionen am Verabreichungsort: Hautentzündung (Dermatitis), Schwellung (Ödem) oder

Geschwür.

Durch die starke hornschichterweichende Wirkung kann es insbesondere in der Umgebung der

Warze zu weisslichen Verfärbungen und Abschilferungen der Haut kommen.

Aufgrund des Gehaltes an Salicylsäure können bei entsprechend veranlagten Patienten leichte

Reizerscheinungen sowie Überempfindlichkeitsreaktionen auftreten, die sich als Juckreiz, Rötung,

und/oder Bläschen äussern und auch über das Anwendungsgebiet hinaus in Erscheinung auftreten

können.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Nach jedem Gebrauch ist das Fläschchen gut zu schliessen, da das Präparat sonst schnell eintrocknet

und nicht mehr ordnungsgemäss angewendet werden kann. Die Lösung darf bei Kristallbildung nicht

verwendet werden.

Es ist darauf zu achten, dass Verrumal Lösung beim Auftragen nicht mit Textilien und nicht mit

Acryl (z.B. Acrylbadewannen) in Berührung kommt, da die Lösung vor der Lackfilmbildung nicht

entfernbare Flecken hervorrufen kann.

Bei Raumtemperatur (15-25 °C) und ausser Reichweite von Kindern aufbewahren. Nur kurzzeitig

unterhalb 10 °C lagern.

Haltbarkeit nach Anbruch: 6 Monate.

Feuergefährlich!

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «Exp.» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Verrumal enthalten?

1 g Lösung enthält:

Wirkstoffe: Fluorouracil 5 mg, Salicylsäure 100 mg.

Hilfsstoffe: Dimethylsulfoxid, weitere Hilfsstoffe.

Zulassungsnummer

42695 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Verrumal? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken gegen ärztliche Verschreibung, die nur zum einmaligen Bezug berechtigt.

Fläschchen mit 13 ml.

Zulassungsinhaberin

Almirall AG, 8304 Wallisellen.

Diese Packungsbeilage wurde im Oktober 2015 letztmals durch die Arzneimittelbehörde

(Swissmedic) geprüft.

Es gibt keine Sicherheitswarnungen betreffend dieses Produktes.

2-7-2018

Verrumal

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