Venlafaxin Spirig HC 37.5

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Venlafaxin Spirig HC 37.5 Filmtabletten
  • Darreichungsform:
  • Filmtabletten
  • Zusammensetzung:
  • venlafaxinum 37.5 mg an venlafaxini hydrochloridum, color.: E 110. excipiens pro compresso Dunst.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Venlafaxin Spirig HC 37.5 Filmtabletten
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetik menschlichen
  • Therapiebereich:
  • Antidepressivum

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 58553
  • Berechtigungsdatum:
  • 14-08-2009
  • Letzte Änderung:
  • 02-02-2018

Packungsbeilage

Patienteninformation

Venlafaxin Spirig HC®

Spirig HealthCare AG

Was ist Venlafaxin Spirig HC und wann wird es angewendet?

Venlafaxin Spirig HC ist ein Antidepressivum, welches zu einer Gruppe von Arzneimitteln gehört,

die als Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahme-Hemmer (SNRI) bezeichnet wird. Venlafaxin

Spirig HC enthält den Wirkstoff Venlafaxin, der die Funktion gewisser körpereigener

Überträgerstoffe im Gehirn (v.a. Noradrenalin und Serotonin) beeinflusst und dadurch zu einer

stimmungsaufhellenden Wirkung bei Depression führt.

Venlafaxin Spirig HC wird nur auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin bei Erwachsenen zur

Behandlung von Verstimmungszuständen verschiedenen Schweregrades und verschiedener Ursache

eingesetzt. Venlafaxin Spirig HC kann auch das Wiederauftreten depressiver Symptome sowie neuer

Episoden verhindern. Die Behandlung mit Venlafaxin Spirig HC ist auch für ältere Patienten bzw.

Patientinnen geeignet.

Die Verstimmungszustände äussern sich durch Niedergeschlagenheit, Traurigkeit, Freudlosigkeit,

Erschöpfung, Wertlosigkeits- und Schuldgefühle, verlangsamtes Denken,

Konzentrationsschwierigkeiten, Schlafstörungen, Krankheitsgefühl, Interesselosigkeit für alltägliche

Tätigkeiten, Erregung und/oder Angst. Eine angemessene Behandlung der Depression ist wichtig,

um Ihnen dabei zu helfen, sich davon zu erholen. Wenn sie nicht behandelt werden, kann Ihr Leiden

anhalten, es kann ernster werden und schwieriger zu behandeln sein.

Die Wirkung von Venlafaxin Spirig HC tritt in der Regel zwischen 1 und 4 Wochen ein.

Wann darf Venlafaxin Spirig HC nicht angewendet werden?

Bei bekannter Überempfindlichkeit gegen einen der in Venlafaxin Spirig HC enthaltenen Stoffe.

Venlafaxin Spirig HC soll weder zusammen, noch innerhalb der ersten zwei Wochen nach dem

Absetzen von sogenannten MAO-Hemmern (werden u.a. zur Behandlung von Depressionen oder der

Parkinson-Krankheit eingesetzt) eingenommen werden, da diese Kombination zu schweren

Nebenwirkungen führen kann. Zwischen dem Absetzen von Venlafaxin Spirig HC und dem Beginn

einer Therapie mit einem MAO-Hemmer sollten mindestens 7 Tage verstreichen. Ein

Therapiewechsel darf nur unter sorgfältiger ärztlicher Kontrolle erfolgen.

Venlafaxin Spirig HC darf bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren nicht angewendet werden.

Wann ist bei der Einnahme von Venlafaxin Spirig HC Vorsicht geboten?

Einnahme von Venlafaxin Spirig HC mit anderen Arzneimitteln/Serotonin-Syndrom

Eine lebensbedrohliche Situation, das sogenannte Serotonin-Syndrom (ernsthafte Veränderungen der

Funktionen im Gehirn, in den Muskeln und im Verdauungstrakt durch hohe Serotoninwerte im

Körper) kann unter der Behandlung mit Venlafaxin auftreten, insbesondere wenn es gleichzeitig mit

anderen Arzneimitteln eingenommen wird, welche den Serotoninhaushalt beeinflussen. Das sind

Arzneimittel zur Behandlung der Migräne, die sogenannten Triptane, Arzneimittel gegen

Depressionen wie selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRIs), Serotonin- und

Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (SNRIs) und trizyklische Antidepressiva, Lithium, die

Schmerzmittel Tramadol, Fentanyl und Tapentadol, Dextromethorphan (Hustenstiller), Methadon,

Johanniskraut-Präparate (Naturheilmittel gegen leichte Depressionen), MAO-Hemmer (inkl. dem

Antibiotikum Linezolid und Methylenblau) und Tryptophan-Supplementa (bei Schlafbeschwerden

und Depression). Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie andere Arzneimittel

einnehmen oder beabsichtigen diese einzunehmen, inklusive pflanzliche Stoffe oder

Nahrungsergänzungsmittel.

Das Serotonin-Syndrom kann sich durch eine Kombination einiger der folgenden Symptome

bemerkbar machen: übermässige Reflexe, Zittern, Bewusstseinsverlust, Muskelkrämpfe, Unruhe,

Angst, Wahnvorstellungen, Reizbarkeit, Delirium und Koma, schneller Puls, rasche Veränderungen

des Blutdruckes, erhöhte Körpertemperatur, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. Benachrichtigen Sie

Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin unverzüglich, falls solche Symptome auftreten.

Bei gleichzeitiger Anwendung folgender Arzneimittel mit Venlafaxin Spirig HC ist ebenfalls

Vorsicht geboten und Sie müssen Ihren Arzt/Ihre Ärztin informieren, wenn Sie Arzneimittel

einnehmen, die folgende Wirkstoffe enthalten: Ketoconazol (Pilzinfektionen), Haloperidol,

Risperidon und Clozapin (sogenannte Neuroleptika bei psychiatrischen Erkrankungen), Metoprolol

(Bluthochdruck und Herzbeschwerden), Cimetidin (Magenübersäuerung), Arzneimittel wie

Beruhigungsmittel und Arzneimittel gegen Depressionen. Da es zu Wechselwirkungen kommen

kann wird Ihr Arzt/Ihre Ärztin falls nötig die Dosis entsprechend anpassen.

Venlafaxin Spirig HC sollte nicht zusammen mit Appetitzüglern eingenommen werden. Informieren

Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie Arzneimittel gegen Aids einnehmen.

Venlafaxin Spirig HC soll weder gleichzeitig noch innerhalb der ersten Monate nach dem Absetzen

von Arzneimitteln gegen Herzrhythmusstörungen, die den Wirkstoff Amiodaron enthalten,

eingenommen werden.

Suizidgedanken und Verschlechterung Ihrer Depression

Wenn Sie depressiv sind, können Sie manchmal Gedanken haben, sich selbst zu verletzen oder

Suizid zu begehen. Solche Gedanken können bei erstmaliger Anwendung von Antidepressiva

verstärkt sein, denn diese Arzneimittel benötigen einige Zeit (2 Wochen oder mehr) bis sie wirken.

Das Auftreten solcher Gedanken ist wahrscheinlicher, wenn Sie schon früher solche Gedanken

hatten, oder wenn Sie ein junger Erwachsener sind. Daten aus klinischen Studien haben gezeigt, dass

junge Erwachsene unter 25 Jahren ein erhöhtes Risiko für suizidale Verhaltensweisen haben können,

wenn sie Antidepressiva einnehmen. Bei einer Verschlechterung der Symptome der Depression

sollten Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin sofort kontaktieren.

Aggressionen und manische Episoden

Sie müssen Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin informieren, wenn Sie früher unter aggressivem Verhalten

gelitten haben, wenn Ihre Vorgeschichte manische Episoden (Gefühl übererregt oder euphorisch zu

sein) bzw. eine bipolare Störung (abwechselnd depressiv und manisch) aufweist oder wenn jemand

in Ihrer Familie daran gelitten hat.

Krampfanfälle

Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, falls Sie an Krampfanfällen (Epilepsie) leiden. Sollten

unter der Behandlung mit Venlafaxin Spirig HC Krampfanfälle auftreten, müssen Sie Ihren Arzt

bzw. Ihre Ärztin sofort informieren und Venlafaxin Spirig HC absetzen.

Nieren- und Leberfunktionsstörungen

Bei Patienten und Patientinnen, die an Nieren- und Leberfunktionsstörungen leiden, ist die Therapie

vom Arzt bzw. der Ärztin zu überwachen und die Dosis gegebenenfalls entsprechend seinen/ihren

Anweisungen zu reduzieren. Dialysepflichtige Patienten bzw. Patientinnen erhalten eine um 50%

reduzierte Dosis.

Herz-Kreislauferkrankungen

Venlafaxin Spirig HC sollte mit Vorsicht angewendet werden bei Patienten mit Herzerkrankungen.

Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie bekanntermassen an einer Herzerkrankung

oder unregelmässigem oder verlangsamtem Herzschlag (Herzrhythmusstörungen) leiden, kürzlich

einen Herzinfarkt hatten oder eine Auffälligkeit im Elektrokardiogramm (EKG) haben, die

«Verlängerung der QT-Zeit» genannt wird.

Es kann eine dosisabhängige Blutdruckerhöhung auftreten. Daher ist eine regelmässige

Blutdruckkontrolle angezeigt. Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, falls Sie an

Bluthochdruck leiden.

Mundtrockenheit

Über Mundtrockenheit wird bei mehr als 10% der mit Venlafaxin behandelten Patienten und

Patientinnen berichtet. Dies kann das Risiko für Karies erhöhen. Daher sollten Sie besonders auf Ihre

Zahnhygiene achten.

Blutungen

Bei entsprechend veranlagten Patienten bzw. Patientinnen können während der Behandlung mit

Venlafaxin Spirig HC vermehrt Haut- oder Schleimhautblutungen auftreten. Informieren Sie Ihren

Arzt bzw. Ihre Ärztin, falls

bei Ihnen die Neigung besteht, blaue Flecken zu entwickeln oder leicht zu bluten (frühere

Blutgerinnungsstörungen), oder wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, die das Blutungsrisiko

erhöhen können.

Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin fallsSie an erhöhten Cholesterinwerten leiden.

Glaukom (grüner Star)

Bei Patienten bzw. Patientinnen, die an einem Glaukom (erhöhter Augeninnendruck) leiden, ist

Venlafaxin Spirig HC vorsichtig anzuwenden.

Wasser- und Mineralienhaushalt

Ebenfalls mit Vorsicht soll Venlafaxin Spirig HC bei Patienten bzw. Patientinnen mit ungenügender

Flüssigkeitszufuhr oder vermehrtem Wasserverlust (Urin, Schwitzen), einschliesslich älterer

Patienten bzw. Patientinnen und Patienten bzw. Patientinnen unter Diuretikatherapie (Mittel zur

Erhöhung der Wasserausscheidung) eingesetzt werden.

Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, falls Sie in der Vergangenheit niedrige Natrium-

Blutwerte (Hyponatriämie) hatten.

Hypersensibilität/Allergie

Beim Auftreten einer allergischen Reaktion, wie z.B. Ausschlag oder Nesselfieber, informieren Sie

bitte sofort Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin.

Venlafaxin Spirig HC Filmtabletten enthalten den Azofarbstoff Gelborange S (E110). Patientinnen

und Patienten, die auf Azofarbstoffe, Acetylsalicylsäure sowie Rheuma- und Schmerzmittel

(Prostaglandinhemmer) überempfindlich reagieren, sollen Venlafaxin Spirig HC Filmtabletten nicht

anwenden.

Unruhe/unwillkürliche Bewegungen

Venlafaxin Spirig HC kann das Gefühl der Ruhelosigkeit oder einer Unfähigkeit, still zu sitzen oder

zu stehen, hervorrufen. Sie sollten es Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin mitteilen, wenn dies bei Ihnen zutrifft.

Alkohol

Sie sollten Alkohol meiden, während Sie Venlafaxin Spirig HC einnehmen.

Absetzreaktionen bei Beendigung der Behandlung

Die Behandlung mit Venlafaxin Spirig HC soll wegen möglicher unerwünschter Wirkungen nicht

abrupt abgesetzt werden. Es wurden folgende Absetzsymptome beobachtet: Angstgefühle oder

Erregtheit, Kopfschmerzen, Grippe-ähnliche Symptome, Schlafstörungen (einschliesslich

Schlaflosigkeit und intensiver Träume), Übelkeit, Erbrechen, Empfindungsstörungen (einschliesslich

Parästhesien [Missempfinden, z.B. Kribbeln oder taubes, schmerzhaft brennendes Gefühl]),

Schwindelgefühl und Zittern. Die Mehrzahl der Entzugssymptome sind nicht schwerwiegend und

klingen spontan ab.

Laboruntersuchungen

Venlafaxin Spirig HC kann gewisse Laboruntersuchungen zum Nachweis anderer Arzneimittel oder

Drogen stören. Wenn Sie sich einem Labortest unterziehen müssen, informieren Sie Ihren Arzt oder

Ihre Ärztin bzw. das Spital, dass Sie Venlafaxin Spirig HC einnehmen.

Reaktionsfähigkeit/Fahrtüchtigkeit

Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit, Werkzeuge

oder Maschinen zu bedienen, beeinträchtigen! Individuelle Reaktionen zu Beginn der Behandlung

und deren Bedeutung beim Bedienen von Maschinen und beim Führen von Fahrzeugen sollten von

Ihrem Arzt bzw. von Ihrer Ärztin beurteilt werden.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen

Krankheiten leiden oder früher gelitten haben, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch

selbstgekaufte) einnehmen bzw. äusserlich anwenden!

Darf Venlafaxin Spirig HC während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen

werden?

Teilen Sie Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin mit, wenn Sie schwanger sind oder eine Schwangerschaft

planen. Venlafaxin Spirig HC darf während der Schwangerschaft ausschliesslich auf Verschreibung

des Arztes oder der Ärztin verwendet werden.

Vergewissern Sie sich, dass Ihre Hebamme und/oder Ihr Arzt/Ihre Ärztin darüber informiert ist, dass

Sie Venlafaxin Spirig HC einnehmen. Durch Anwendung ähnlicher Arzneimittel (SSRI) während der

Schwangerschaft kann das Risiko einer schwerwiegenden Erkrankung beim Kind erhöht sein. Es

handelt sich dabei um den andauernden Bluthochdruck im Lungenkreislauf (persistierende

pulmonale Hypertonie) beim Neugeborenen. Dabei atmet das Kind schneller und hat ein bläuliches

Aussehen. Diese Symptome beginnen gewöhnlich während der ersten 24 Stunden nach der Geburt.

Wenn diese Symptome bei Ihrem Kind auftreten, sollten Sie sich sofort an Ihre Hebamme und/oder

Ihren Arzt/Ihre Ärztin wenden.

Wenn Mütter in den späten Stadien der Schwangerschaft Venlafaxin Spirig HC einnehmen, können

bei den Neugeborenen die folgenden Symptome sofort oder kurz nach der Geburt auftreten: Ess- und

Schlafstörungen, Atmungsschwierigkeiten, Krampfanfälle, Schwierigkeiten bei der Regelung der

Körpertemperatur, niedriger Blutzuckerspiegel, Zittern, angespannte oder übermässig entspannte

Muskulatur, Erbrechen, Reizbarkeit und ständiges Weinen. Falls Ihr Neugeborenes irgendeines

dieser Symptome aufweist, kontaktieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin.

Venlafaxin Spirig HC geht in die Muttermilch über. Es besteht das Risiko einer Wirkung auf das

Kind. Während der Behandlung mit Venlafaxin Spirig HC darf nicht gestillt werden. Ist die

Einnahme des Präparates unabdingbar, soll abgestillt werden.

Wie verwenden Sie Venlafaxin Spirig HC?

Die Dosierung und Behandlungsdauer wird von Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin individuell für Sie

angepasst.

Die übliche empfohlene Tagesdosis zur Behandlung der Depression beträgt 75mg, d.h. 2x 1

Venlafaxin Spirig HC Filmtablette zu 37.5 mg täglich. Falls erforderlich, kann die Dosis vom Arzt

bzw. von der Ärztin schrittweise erhöht werden, bis die gewünschte Wirkung eintritt, um dann

wieder bis zur üblichen Dosierung reduziert zu werden. Aus diesem Grund kann Ihr Arzt bzw. Ihre

Ärztin Ihnen die pro Tag verordnete Anzahl Filmabletten erhöhen. Die maximale Tagesdosis beträgt

375 mg.

Die Einnahme sollte vorzugsweise während einer Mahlzeit erfolgen.Wenn Sie eine grössere Menge

Venlafaxin Spirig HC eingenommen haben als Sie sollten, konsultieren Sie umgehend Ihren

Arzt/Ihre Ärztin. Die Symptome einer eventuellen Überdosierung können einen raschen Herzschlag,

Änderungen des Wachheitsgrades (von Schläfrigkeit bis Koma reichend), verschwommenes Sehen,

Krämpfe oder Anfall und Erbrechen einschliessen.

Wenn Sie die Einnahme einer Dosis von Venlafaxin Spirig HC vergessen haben, nehmen Sie diese

ein, sobald Ihnen dies auffällt. Wenn aber bereits die Einnahme der nächsten Dosis fällig ist,

überspringen Sie die versäumte Dosis und nehmen nur eine einzelne Dosis wie üblich ein.

Beenden Sie nicht abrupt die Behandlung oder reduzieren Sie nicht die Dosis, ohne Rücksprache mit

Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin gehalten zu haben, selbst wenn Sie sich besser fühlen. Eine Reduktion der

Dosis oder mögliche Beendigung der Behandlung sollte stufenweise und langsam und in Absprache

mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin erfolgen. Es ist bekannt, dass Nebenwirkungen auftreten, wenn die

Einnahme von Venlafaxin Spirig HC beendet wird, vor allem wenn Venlafaxin Spirig HC plötzlich

abgesetzt oder die Dosis zu schnell reduziert wird. Es können folgende Beschwerden auftreten:

Angstgefühle oder Erregtheit, Kopfschmerzen, Grippe-ähnliche Symptome, Schlafstörungen

(einschliesslich Schlaflosigkeit und intensiver Träume), Übelkeit, Erbrechen, Empfindungsstörungen

(einschliesslich Parästhesien [Missempfindungen, z.B. Kribbeln oder taubes, schmerzhaft

brennendes Gefühl]), Schwindelgefühl und Zittern.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel

wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer

Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Venlafaxin Spirig HC haben?

Unerwünschte Wirkungen treten eher zu Beginn der Behandlung oder bei Einnahme hoher Dosen

auf. Im Allgemeinen nehmen die Symptome im weiteren Verlauf der Behandlung an Intensität und

Häufigkeit wieder ab.

Allergische Reaktionen

Bei Auftreten der folgenden Nebenwirkungen brechen Sie die Behandlung unverzüglich ab und

kontaktieren Sie Ihren Arzt/Ihre Ärztin bzw. suchen Sie die Notfallstation des nächstgelegenen

Spitals auf: Engegefühl in der Brust; pfeifendes Atmen, Schwierigkeiten beim Schlucken oder

Atmen, Anschwellen des Gesichts, des Rachens, der Hände oder Füsse; Nervosität oder Angst;

Schwindelgefühl; pochende Empfindung; plötzliches Erröten der Hände und/oder Wärmegefühl;

starker Ausschlag; Jucken oder Nesselsucht.

Schwerwiegende Nebenwirkungen

Wenn Sie eines der folgenden Anzeichen bei sich bemerken, benötigen Sie möglicherweise dringend

ärztliche Hilfe:

Herzbeschwerden (beschleunigte oder unregelmässige Herzfrequenz, erhöhter Blutdruck).

Beschwerden der Augen (verschwommenes Sehen, geweitete Pupillen).

Beschwerden des Nervensystems (Schwindelgefühl, Kribbeln, Bewegungsstörungen, Krämpfe oder

Anfall).

Psychiatrische Beschwerden wie Hyperaktivität und Euphorie.

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Venlafaxin Spirig HC auftreten:

Zentrales Nervensystem: Schläfrigkeit, Schlaflosigkeit, Mundtrockenheit, Schwindelgefühl,

Angstgefühl, Nervosität, Kopfschmerzen, Zittern, ungewöhnliche Träume, Parästhesien

(Missempfinden, z.B. Kribbeln oder taubes, schmerzhaft brennendes Gefühl), Benommenheit,

Verwirrtheit, Erregung, Gefühl, übererregt oder euphorisch zu sein, Gefühl der Ruhelosigkeit oder

Unfähigkeit, still zu sitzen oder stehen, Gedanken, sich das Leben zu nehmen oder sich selbst zu

verletzen, unwillkürliche Muskelkontraktionen oder unkontrollierte Muskelbewegungen, erhöhte

Muskelspannung, Muskelzuckungen (Myoklonie), Muskelschwäche und -schmerzen, Krampfanfälle,

Teilnahmslosigkeit, Wahrnehmungsstörungen.

Es kann ein sogenanntes malignes neuroleptisches Syndrom verursacht werden, welches sich vor

allem durch Fieber, unregelmässigen Puls, Bewusstseinsstörungen und Muskelsteifheit äussert. Eine

weitere Nebenwirkung (sogenanntes Serotoninsyndrom), welche besonders bei Kombination mit

gewissen anderen zentralwirksamen Arzneimitteln auftreten kann, äussert sich durch

Bewusstseinstrübung, Muskelstarre, Muskelzittern, Zuckungen und Fieber. In beiden Fällen sollten

Sie das Arzneimittel nicht weiter einnehmen und sofort Ihren Arzt oder Ihre Ärztin informieren.

Magen-Darm-System: Übelkeit (sehr häufig), verminderter Appetit, Erbrechen, Verstopfung,

Durchfall, nächtliches Zähneknirschen, starke Bauch- oder Rückenschmerzen (was auf ernste Darm-,

Leber- oder Bauchspeicheldrüsenbeschwerden hinweisen könnte).

Herz-Kreislauf: Erhöhter Blutdruck, Herzklopfen, Herzrasen, Blutdruckabfall bei Lagewechsel,

Hitzewallungen, niedriger Blutdruck, kurzdauernder Bewusstseinsverlust (Synkope),

Herzrhythmusstörungen.

Stoffwechsel: Gewichtsveränderungen, erhöhte Cholesterin- und Prolaktinwerte,

Leberfunktionsstörungen, Gelbsucht, Bauchspeicheldrüsenentzündung, Leberentzündung. Es sind

Störungen des Flüssigkeits- und Salzhaushaltes z.B. mit Verwirrtheit, Krampfanfällen, Ödemen

(Schwellungen infolge Ansammlung wässriger Flüssigkeit in den Gewebespalten, z.B. der Haut und

Schleimhäute) beobachtet worden.

Sinnesorgane: Sehstörungen inkl. Störung der Sehschärfeanpassung (Akkommodationsstörung),

Pupillenerweiterung (Mydriasis), Engwinkelglaukom, Störungen der Geschmacksempfindung,

Ohrgeräusche.

Andere: verlängerte Blutungsdauer, allgemeine starke Blutungen, Haut- und Schleimhautblutungen,

Blutungen im Magen-Darmtrakt, schwarzer, Teer-artiger Stuhl, Störung der Blutbildung mit

erhöhtem Risiko für Infektionen, Schwächegefühl, Überempfindlichkeitsreaktionen, Gähnen,

Schwitzen (einschliesslich Nachtschweiss), Hautausschläge, Nesselsucht, Jucken, Haarausfall,

Blutbildveränderungen, Ejakulationsstörungen, Orgasmusstörungen, fehlender Orgasmus,

Libidoabnahme, Erektionsstörung, Störungen der Regelblutung, Probleme beim Wasserlösen,

Harninkontinenz, Schüttelfrost, Überempfindlichkeit gegenüber Licht. Husten, Atemnot, keuchendes

Atmen, Kurzatmigkeit und erhöhte Temperatur, ähnlich wie bei einer Lungenentzündung (pulmonale

Eosinophilie).

Es wurde ein erhöhtes Risiko von Knochenbrüchen bei Patienten und Patientinnen im Alter über 50

Jahren, welche diese Art von Arzneimittel einnehmen, beobachtet.

Venlafaxin Spirig HC kann Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut- und Atmungsorgane auslösen,

insbesondere bei Patientinnen oder Patienten mit Asthma, Nesselfieber (chronischer Urtikaria) oder

mit Überempfindlichkeit auf Acetylsalicylsäure und andere Rheuma- und Schmerzmittel.

Informieren Sie Ihren Arzt/Ihre Ärztin, wenn Sie glauben, dass eine der beschriebenen

Nebenwirkungen bei Ihnen aufgetreten ist.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Bei Raumtemperatur (15-25 °C) in der Originalpackung und für Kinder unerreichbar aufbewahren.

Venlafaxin Spirig HC darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP.» bezeichneten Datum

verwendet werden.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Venlafaxin Spirig HC enthalten?

Venlafaxin Spirig HC: 1 Filmtablette enthält 37,5 mg Venlafaxin, den Farbstoff Gelborange S

(E110) und weitere Hilfsstoffe.

Zulassungsnummer

58553 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Venlafaxin Spirig HC? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Venlafaxin Spirig HC Filmtabletten zu 37,5 mg: Packungen zu 30 Tabletten.

Zulassungsinhaberin

Spirig HealthCare AG, 4622 Egerkingen/Schweiz.

Diese Packungsbeilage wurde im August 2013 letztmals durch die Arzneimittelbehörde

(Swissmedic) geprüft.

30-7-2018

Invokana (Janssen-Cilag International NV)

Invokana (Janssen-Cilag International NV)

Invokana (Active substance: canagliflozin) - Centralised - Renewal - Commission Decision (2018)5105 of Mon, 30 Jul 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/2649/R/37

Europe -DG Health and Food Safety

3-7-2018

IMBRUVICA (Janssen-Cilag International NV)

IMBRUVICA (Janssen-Cilag International NV)

IMBRUVICA (Active substance: Ibrutinib) - Centralised - Variation - Commission Decision (2018)4245 of Tue, 03 Jul 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/3791/X/37

Europe -DG Health and Food Safety

2-7-2018

Adhoc Robugen-0,5 % HC Soft-Creme

Rote - Liste

25-6-2018

Panretin (Eisai Limited)

Panretin (Eisai Limited)

Panretin (Active substance: alitretinoin) - Referral - Commission Decision (2018)4025 of Mon, 25 Jun 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/A-31/1446/C/279/37

Europe -DG Health and Food Safety

19-6-2018

Aerinaze (Merck Sharp and Dohme Limited)

Aerinaze (Merck Sharp and Dohme Limited)

Aerinaze (Active substance: desloratadine; pseudoephedrine sulphate) - Centralised - Transfer Marketing Authorisation Holder - Commission Decision (2018)3930 of Tue, 19 Jun 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/772/T/37

Europe -DG Health and Food Safety

3-5-2018

Ivemend (Merck Sharp and Dohme Limited)

Ivemend (Merck Sharp and Dohme Limited)

Ivemend (Active substance: fosaprepitant) - Centralised - 2-Monthly update - Commission Decision (2018)2777 of Thu, 03 May 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/743/II/37

Europe -DG Health and Food Safety