Veinfibro

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Veinfibro 0,2 % Injektionslösung
  • Verschreibungstyp:
  • Arzneimittel zur einmaligen Abgabe auf aerztliche Verschreibung
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Veinfibro 0,2 % Injektionslösung
    Österreich
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Produktbesonderheiten:
  • Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AGES
  • Zulassungsnummer:
  • 137624
  • Berechtigungsdatum:
  • 29-05-2017
  • Letzte Änderung:
  • 10-08-2017

Packungsbeilage

Gebrauchsinformation: Information für Anwender

Veinfibro 0,2 % Injektionslösung

Veinfibro 0,5 % Injektionslösung

Veinfibro 1 % Injektionslösung

Veinfibro 3 % Injektionslösung

Wirkstoff: Natriumtetradecylsulfat

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Anwendung dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder das medizinische

Fachpersonal.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder das medizinische

Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage

angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Veinfibro und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Anwendung von Veinfibro beachten?

Wie ist Veinfibro anzuwenden?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Veinfibro aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Veinfibro und wofür wird es angewendet?

Der Name Ihres Arzneimittels ist Veinfibro; es enthält als Wirkstoff Natriumtetradecylsulfat.

Für die Behandlung von Krampfadern, großen, mittelgroßen oder kleineren Venolen oder

Besenreisern wird Veinfibro in unterschiedlichen Stärken angewendet.

Diese Injektion gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die als Sklerosierungsmittel bekannt sind.

Sklerosierungsmittel sind chemische Mittel, die bei Injektion in das betroffene Gefäß bewirken, dass

die Gefäßinnenwände anschwellen und die Wände verkleben. Damit wird der Blutfluss gestoppt, und

die Vene vernarbt. Innerhalb weniger Wochen sollte die Vene veröden.

Veinfibro ist ausschließlich zur Anwendung bei Erwachsenen (einschließlich bei älteren Patienten)

vorgesehen.

2.

Was sollten Sie vor der Anwendung von Veinfibro beachten?

Veinfibro darf nicht angewendet werden, wenn Sie

allergisch gegen Natriumtetradecylsulfat oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen

Bestandteile dieses Arzneimittels sind oder allergische Reaktionen haben.

aus irgend einem Grund nicht gehen können oder beeinträchtigt sind.

Gefahr laufen, dass sich Blutgerinnsel in Ihren Venen bilden können infolge von:

-vererbten Blutkrankheiten wie Thrombophilie,

-hormonellen Verhütungsmitteln oder Hormonersatztherapie,

-erheblichem Übergewicht,

-Rauchen,

-lang andauernder Immobilität.

kürzlich ein Blutgerinnsel im oberflächlichen oder tiefen Venensystem oder in der Lunge hatten

sich kürzlich einer Operation unterzogen haben.

verdrehte Venen (Krampfadern) haben, deren Ursache Becken- oder Bauchtumoren sind, sofern

der Tumor nicht entfernt wurde.

an einer unkontrollierten Erkrankung leiden wie Diabetes, Schilddrüsenüberfunktion, Asthma,

Blutanomalie, Blutvergiftung oder jüngst aufgetretenen Haut- oder Atemproblemen.

geschwollene oder gerötete Hautareale aufweisen, die sich heiß oder schmerzempfindlich anfühlen

(Cellulitis).

eine wie auch immer geartete Infektion haben.

Krebs entwickeln.

wissen, dass Sie Probleme mit dem Verschluss von Klappen in den tiefen Venen haben

(Klappenverschlussunfähigkeit).

einen Arterienverschluss haben.

eine schwere Venenentzündung in den Beinen (akute Phlebitis) haben.

ein symptomatisches Loch im Herzen haben (nur wenn das Sklerosierungsmittel als Schaum

angewendet wird).

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie Veinfibro anwenden, wenn

Sie allergisch auf ein Nahrungsmittel oder ein Arzneimittel reagieren oder irgendwelche anderen

Allergien haben; Sie müssen dann vor der Anwendung dieser Injektion mit Ihrem Arzt sprechen, so

dass 24 Stunden vor jeder weiteren Therapie eine Testdosis verabreicht werden kann.

Sie Blutgerinnsel im oberflächlichen oder tiefen Venensystem oder in der Lunge hatten.

Sie ein asymptomatisches Loch im Herzen haben (wenn das Sklerosierungsmittel als Schaum

angewendet wird).

Sie ein symptomatisches oder asymptomatisches Loch im Herzen haben (wenn das

Sklerosierungsmittel als Flüssigkeit angewendet wird).

Sie an Migräne leiden.

Sie Probleme mit den Beinvenen haben, die mit einer Langzeiterkrankung in Zusammenhang

stehen, die eine Schwellung der Körpergewebe verursacht (Lymphödem). Veinfibro kann den

lokalen Schmerz und die Entzündung während Tagen oder mehrerer Wochen verschlimmern

Sie an pulmonaler Hypertonie leiden.

Sie einen Schlaganfall hatten oder ein ernsthaftes zerebrales Ereignis aufgetreten ist.

Ihnen mitgeteilt wurde, dass Sie an irgendeiner Erkrankung Ihrer Arterien oder Venen

(Arteriosklerose) leiden.

Sie eine schwere Entzündung und Blutgerinnsel in Arterien und Venen haben, durch die Hände und

Füße betroffen sind (Buerger-Krankheit)

Sie Atemschwierigkeiten haben, die kontrolliert werden (Asthma)

Veinfibro darf nur von einem erfahrenen Arzt verabreicht werden, der mit der Anatomie der Venen

und der richtigen Injektionstechnik vertraut ist. Gegebenenfalls wird vor der Anwendung dieser

Injektion ein Test vorgenommen, um zu prüfen, ob Sie irgendwelche Probleme mit dem Verschließen

Ihrer Venenklappen haben.

Ihr Arzt wird Ihnen Fragen zu Ihrem Gesundheitszustand stellen und Sie über eventuelle

Nebenwirkungen bei dieser Prozedur informieren.

Während der Behandlung

Ihr Arzt wird Sie während und nach der Sklerotherapie auf Anzeichen von Überempfindlichkeit

(Rötung, Juckreiz, Husten) oder auf neurologische Symptome (Sehstörungen, Migräne, Kribbelgefühl

oder Taubheit) hin überwachen.

Er wird mit Ihnen einen Termin für einen Kontrollbesuch vereinbaren.

Kinder und Jugendliche

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Veinfibro bei Kindern und Jugendlichen ist bisher noch nicht

erwiesen.

Anwendung von Veinfibro zusammen mit anderen Arzneimitteln

Sie müssen Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal informieren, wenn Sie Mittel zur

hormonellen Empfängnisverhütung (z.B. die „Pille“) einnehmen oder sich in einer

Hormonersatztherapie befinden, da bei Ihnen das Risiko einer Blutgerinnselbildung in den Venen

bestehen könnte (siehe Abschnitt „Veinfibro darf nicht angewendet werden, wenn“).

Informieren Sie Ihren Arzt wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen oder anwenden, kürzlich andere

Arzneimittel eingenommen oder angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel

einzunehmen oder anzuwenden.

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen,

schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt um Rat.

Es gibt keine gesicherten Informationen zur Anwendung von Veinfibro bei Schwangeren. Veinfibro

darf nicht während der Schwangerschaft eingesetzt werden, sofern es nicht eindeutig erforderlich ist.

Ihr Arzt wird entscheiden, ob diese Behandlung für Sie geeignet ist oder nicht.

Es ist nicht bekannt, ob Veinfibro in die Muttermilch übergeht. Sollten Sie stillen, entscheidet Ihr Arzt

darüber, ob Veinfibro verabreicht werden darf.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Nach der Behandlung mit dieser Injektion wird Ihnen gegebenenfalls nahegelegt, eine Bandage

und/oder Kompressionsstrümpfe zur Entzündungshemmung oder zur Verminderung der

Hautpigmentierung anzulegen, was Ihre Fahrtüchtigkeit einschränken könnte.

Veinfibro enthält Natrium und Kalium

Dieses Arzneimittel enthält:

weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Ampulle, d.h. es ist nahezu „natriumfrei“.

weniger als 1 mmol Kalium (39 mg) pro Ampulle, d.h. es ist nahezu „kaliumfrei“.

3.

Wie ist Veinfibro anzuwenden?

Versuchen Sie auf keinen Fall, Veinfibro selbstständig zu injizieren. Sie müssen sich stets von einem

erfahrenen Arzt behandeln lassen, der mit der Injektionstechnik vertraut ist.

Die Therapie beinhaltet die Injektion des Arzneimittels in die betroffene Vene unter Verwendung der

kleinsten der Nadeln; es wird langsam und mit äußerster Vorsicht injiziert, so dass der Blutinhalt

dieser Venen hinausgedrängt wird. Das Arzneimittel kann manuell mit Luft vermischt werden; dabei

werden zwei Spritzen verwendet, die zur Erzeugung eines Schaums mit einem Zwischenstück

verbunden sind, wodurch das Blut in größere Venen verdrängt wird. In diesem Fall muss die

Verabreichung durch einen Arzt vorgenommen werden, der für die korrekte Erzeugung und

Verabreichung von Schaum entsprechend ausgebildet ist.

Die Behandlung von nicht sichtbaren Krampfadern und die Injektion von Schaumverödungsmitteln

muss Ihr Arzt unter Ultraschallkontrolle vornehmen.

Ihr Arzt entscheidet über die zu behandelnden Bereiche und die für Sie richtige Dosis. Die empfohlene

Dosis beträgt:

Erwachsene und ältere Patienten

variieren zwischen 0,1 und 2 ml je Injektion. Es können maximal 10 ml der drei Injektionen von

geringerer Stärke angewendet werden, allerdings werden bei der stärksten Injektion nicht mehr als 4

ml verabreicht.

Aufgrund der begrenzten Menge zugelassenen Verödungsschaums können wiederholte

Sklerotherapie-Sitzungen erforderlich sein.

Nach der Behandlung mit Veinfibro müssen Sie den Empfehlungen Ihres Arztes Folge leisten.

Gegebenenfalls wird Ihnen nahegelegt, eine Bandage und/oder Kompressionsstrümpfe zur

Entzündungshemmung oder zur Verminderung der Hautpigmentierung anzulegen.

Sollten Sie noch weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, fragen Sie bitte Ihren

Arzt oder das medizinische Fachpersonal.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Möglicherweise können schwerwiegende Nebenwirkungen auftreten. Beenden Sie sofort die

Behandlung mit Veinfibro und kontaktieren Sie unverzüglich Ihren Arzt oder suchen Sie die

nächstgelegene Notfallambulanz eines Krankenhauses auf, wenn Sie bei sich eine der folgenden

Nebenwirkungen bemerken:

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):

Blutgerinnsel in den Tiefenvenen (tiefe Venenthrombose, möglicherweise infolge einer

Grunderkrankung). Zu den Symptomen zählen Schmerzen, Schwellung und

Druckempfindlichkeit in einem der Beine (in der Regel in der Wade), starker Schmerz im

betroffenen Bereich, vermehrt warme Haut im Bereich des Gerinnsels oder Hautrötung

insbesondere an der Rückseite des Beins unterhalb des Knies.

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen):

Lokaler Hautgewebetod und, seltener, Absterben von Nervenzellen.

Die Symptome umfassen

Schmerzen, Hautrötung, Schwellung oder Flüssigkeitsansammlung, Blasen (können mit klarer

Flüssigkeit oder Blut gefüllt sein), Hautverfärbung (rot, violett, schwarz), Kribbeln, Prickeln

oder Brennen der Haut, Taubheit, Gefühllosigkeit.

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen):

Schwere allergische Reaktion (anaphylaktischer Schock),

die zu Atemproblemen oder

plötzlichem Blutdruckabfall führt, sodass Sie ohnmächtig werden oder das Bewusstsein

verlieren. Dies kommt sehr selten vor, muss aber unverzüglich behandelt werden, da dies

tödlich enden kann.

Blockade einer Arterie infolge eines Gerinnsels, die Folgendes verursachen kann:

Schlaganfall oder Unterbrechung der Blutversorgung des Gehirns oder der Augen

(transitorische ischämische Attacke). Mögliche Symptome sind unter anderem

Schwäche, Taubheitsgefühl oder Lähmung im Gesicht oder an Arm oder Bein (tritt

typisch einseitig auf), undeutliches, unverständliches Sprechen oder Schwierigkeiten,

andere zu verstehen, vorübergehende Erblindung an einem oder beiden Augen oder

Doppeltsehen.

Blutgerinnsel in der Lunge. Zu den Symptomen zählen Kurzatmigkeit, die plötzlich

auftreten kann; ein plötzlicher, scharfer Schmerz in der Brust, der sich verschlimmern

kann und mit tiefer Atmung oder Husten einhergeht; Herzrasen oder rasches Atmen.

Um diese sehr seltene, schwerwiegende Nebenwirkung zu vermeiden, darf dieses Arzneimittel

nicht bei Patienten mit Risiko für eine Gerinnselbildung in Venen und Arterien angewandt

werden (Thromboserisiko).

Kreislaufversagen. Als Symptome können sich Erschöpfung, Bewusstlosigkeit, Ohnmacht,

Brustschmerz, Kurzatmigkeit, Schwäche, Verwirrtheit, Erbrechen oder Herzklopfen zeigen.

Gewebetod nach intraarterieller Injektion. Die Symptome hängen von der injizierten Menge

des Arzneimittels sowie vom Ort der Injektion und der Geschwindigkeit der Verabreichung ab

und können von Schmerzen ohne langfristige Schädigung bis zum Verlust großer

Gewebebereiche einschließlich des Fußes reichen, sodass eine Amputation erforderlich sein

kann.

Sonstige mögliche Nebenwirkungen

Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen):

• Oberflächliche Entzündung der Vene.

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):

• Schmerzen oder Brennen (kurzzeitig an der Injektionsstelle)

• Hautverfärbung

• Wachstum von sehr feinen Besenreisern im behandelten Bereich (Mattierung).

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):

• Lokale allergische und nicht allergische Hautreaktionen wie z.B. Rötung der Haut, Jucken,

Ausschlag oder Anschwellen der Haut

• Sehstörungen.

Selten (kann bis zu 1 von 1000 Behandelten betreffen):

• Husten, Kurzatmigkeit, Druckgefühl/Engegefühl im Brustkorb

• Brennen, Kribbeln, Prickeln oder Jucken der Haut

• Kopfschmerz, Migräne, Ohnmachtsgefühl

• Verwirrtheit, Schwindel, Bewusstlosigkeit

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10 000 Behandelten betreffen):

• Fieber, Hitzewallungen, gerötete juckende Haut (Urtikaria)

• Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Gefühl einer geschwollenen/dicken Zunge, trockener Mund

• Entzündung der Blutgefäße.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch

für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können

Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie ist Veinfibro aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Nicht einfrieren.

Die Injektion im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Etikett oder Umkarton nach „Verw. bis“

angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag

des angegebenen Monats.

Nur zur einmaligen Anwendung. Nach Öffnung des Behälters ist der Inhalt unverzüglich zu

verbrauchen. Jegliche verbleibende Restmenge ist zu entsorgen.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie

das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der

Umwelt bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Veinfibro enthält

Der Wirkstoff ist Natriumtetradecylsulfat.

Für die 0,2 %:

Jeder ml der Injektionslösung enthält 2 mg Natriumtetradecylsulfat.

Jede 5 ml Durchstechflasche enthält 10 mg Natriumtetradecylsulfat.

Für die 0,5 %:

Jeder ml der Injektionslösung enthält 5 mg Natriumtetradecylsulfat.

Jede 2 ml Ampulle enthält 10 mg Natriumtetradecylsulfat.

Für die 1 %:

Jeder ml der Injektionslösung enthält 10 mg Natriumtetradecylsulfat.

Jede 2 ml Ampulle enthält 20 mg Natriumtetradecylsulfat.

Für die 3 %:

Jeder ml der Injektionslösung enthält 30 mg Natriumtetradecylsulfat.

Jede 2 ml Ampulle enthält 60 mg Natriumtetradecylsulfat.

Jede 5 ml Durchstechflasche enthält 150 mg Natriumtetradecylsulfat.

Die sonstigen Bestandteile sind: Benzylakohol (20 mg/ml), di-Natriumphosphat-Dodecahydrat,

Kaliumdihydrogenphosphat, Wasser für Injektionszwecke, Natriumhydroxid (zur Einstellung des pH-

Werts). Siehe Abschnitt 2. „Veinfibro enthält Natrium und Kalium“.

Wie Veinfibro aussieht und Inhalt der Packung

Dieses Arzneimittel ist eine Injektionslösung in Klarglasampullen oder –durchstechflaschen. Die

Lösung ist klar, farblos steril und frei von sichtbaren Partikeln.

Für die 0,2 %: Packungsgröße 2, 5 oder 10 Durchstechflaschen zu je 5 ml

Für die 0,5 %: Packungsgröße 5 Ampullen zu je 2 ml

Für die 1 %: Packungsgröße 5 Ampullen zu je 2 ml

Für die 3 %: Packungsgröße 5 Ampullen zu je 2 ml oder 2, 5 oder 10 Durchstechflaschen zu je 5 ml

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Z.Nr. Veinfibro 0,2 % Injektionslösung: 137624

Z.Nr. Veinfibro 0,5 % Injektionslösung: 137625

Z.Nr. Veinfibro 1 % Injektionslösung: 137626

Z.Nr. Veinfibro 3 % Injektionslösung: 137627

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

STD Pharmaceutical Products Ltd.

Plough Lane, Hereford, HR4 0EL, Vereinigtes Königreich

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR)

unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Bulgarien, Kroatien, Tschechische Republik,

Frankreich, Niederlande, Polen, Portugal,

Rumänien, Slowenien, Vereinigtes Königreich

Fibrovein

Österreich, Spanien

Veinfibro

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Jänner 2018.

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Die folgenden Informationen sind nur für medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Veinfibro 0,2 % Injektionslösung

Veinfibro 0,5 % Injektionslösung

Veinfibro 1 % Injektionslösung

Veinfibro 3 % Injektionslösung

Für weitere Details zu diesem Arzneimittel siehe Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels

(FI)

Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Veinfibro ist ausschließlich intravenös anzuwenden. Die erforderliche Stärke der Lösung ist von

Umfang und Grad der Varikose abhängig. Besenreiser dürfen nur mit der 0,2 %igen, retikuläre

Varizen nur mit der 0,5 %igen Lösung behandelt werden; die 1 %ige Lösung wird als höchst sinnvoll

für kleine bis mittlere Varikosen und die 3 %ige Lösung für größere Varikosen erachtet.

Die Größe

nicht sichtbarer variköser Venen sollte mittels Ultraschall gemessen werden.

Das Sklerosierungsmittel muss in kleinen Aliquoten an mehreren Stellen entlang der zu behandelnden

Vene entweder als Flüssigkeit oder als Sklerosierungsmittel/Luft-Mischung (Schaum), wie in der

untenstehenden Tabelle angegeben, intravenös verabreicht werden. Ziel ist die optimale Zerstörung

der Gefäßwand mittels der für ein klinisches Ergebnis erforderlichen Mindestkonzentration des

Sklerosierungsmittels. Ist die Konzentration zu hoch, kann das zur Nekrose oder anderen nachteiligen

Folgen führen.

Erwachsene

Konzentration

An geeigneten Stellen

intravenös injiziertes

normales Volumen je Sitzung

Zu injizierendes maximales

Gesamtvolumen je Sitzung

Flüssigkeit

Schaum*

Flüssigkeit

Schaum*

Veinfibro 0,2 und 0,5 %

0,1 bis 1,0 ml

N/A

10 ml

N/A

Veinfibro 1 %

0,1 bis 1,0 ml

0,5 bis 2 ml

10 ml

16 ml

Veinfibro 3 %

0,5 bis 2 ml

0,5 bis 2,0 ml

4 ml

16 ml

* Volumen ist die Summe der Bestandteile Flüssigkeit und Luft

Wenn besondere Vorsicht angezeigt ist, wird empfohlen, zunächst eine Testdosis von 0,25 bis 0,5 ml

Veinfibro zu verabreichen und anschließend den Patienten mehrere Stunden lang zu beobachten, ehe

eine zweite oder höhere Dosis verabreicht wird.

Da das Volumen je Sitzung begrenzt ist, sind gewöhnlich wiederholte Sitzungen erforderlich (im

Durchschnitt 2 - 4). Zur Vermeidung einer möglichen allergischen Reaktion wird empfohlen, zu

Beginn jeder Sitzung eine kleine Testdosis Veinfibro zu verabreichen.

Veinfibro 1% und 3 % Injektionslösung

Wenn das Sklerosierungsmittel als Schaum verabreicht wird.

Veinfibro zu 1 % und zu 3 % kann zur Behandlung größerer Venen in einen Schaum umgewandelt

werden. Der Schaum ist kurz vor der Anwendung durch einen Arzt zuzubereiten und zu verabreichen,

der für die korrekte Herstellung und Verabreichung des Schaums entsprechend ausgebildet ist. Er soll

idealerweise unter Ultraschallkontrolle verabreicht werden.

Veinfibro 0,2 % Injektionslösung

Bei Besenreisern soll die kleinste Nadel (beispielsweise 30 G) verwendet werden; die Injektion muss

langsam erfolgen, so dass der Blutgehalt dieser Venen herausgedrängt wird. Bei der Behandlung von

Besenreisern kann eine Air-Block-Technik angewendet werden.

Ältere Patienten

Für ältere Patienten gibt es keine besonderen Dosis Empfehlungen.

Kinder und Jugendliche

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Veinfibro bei Kindern und Jugendlichen ist bisher noch nicht

erwiesen. Veinfibro ist nicht bei Kindern indiziert. Es liegen keine Daten vor.

Art der Anwendung

Beachten Sie die weiter unten angegebenen Hinweise zur Herstellung des Schaums. Beschrieben wird

die Tessari-Methode der Schaumherstellung. Es können auch andere Techniken angewendet werden

(z. B. DSS, Easyfoam, Sterivein).

Beim Umgang mit Veinfibro sind strenge aseptische Bedingungen zu gewährleisten. Veinfibro ist ein

parenterales Arzneimittel zur einmaligen Anwendung. Nach Öffnung des Behälters ist das

Arzneimittel unverzüglich zu verbrauchen, und jegliche unverbrauchte Menge ist zu entsorgen.

Prüfen Sie vor Anwendung visuell auf Partikel. Partikel enthaltende Lösungen dürfen nicht verwendet

werden.

Wenn das Sklerosierungsmittel als Schaum verwendet wird, soll es idealerweise unter Ultraschall

eingesetzt werden. Die Verabreichung ist durch einen Arzt vorzunehmen, der für die korrekte

Herstellung und Verabreichung des Schaums entsprechend ausgebildet ist.

Inkompatibilitäten

Dieses Arzneimittel ist nicht mit Heparin verträglich.

Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Arzneimittel nicht mit anderen

Arzneimitteln gemischt werden.

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Veinfibro darf nur von einem erfahrenen Arzt verabreicht werden, der mit der Anatomie der Venen

sowie mit der Diagnose und Behandlung von Zuständen, die das Venensystem betreffen, und mit der

richtigen Injektionstechnik vertraut ist.

Von allergischen Reaktionen, einschließlich Anaphylaxie, ist berichtet worden, und der Arzt sollte

darauf vorbereitet sein, damit entsprechend umzugehen. Für den Notfall sollte eine

Reanimationsausrüstung unmittelbar zur Verfügung stehen. Der Patient sollte vorsichtshalber in einem

Krankenhaus behandelt werden.

Schwerwiegende lokale Nebenwirkungen, einschließlich Gewebsnekrose, können nach Extravasation

auftreten; daher ist äußerste Sorgfalt beim Ansetzen der intravenösen Nadel geboten, und es ist

wichtig, bei jeder Injektion das effektive Mindestvolumen zu verwenden. Die Lösung muss langsam

injiziert werden.

Es ist darauf zu achten, dass die Lösung nicht in eine Arterie injiziert wird, da das zum Absterben des

Gewebes (Gewebsnekrose) und zum Verlust der Extremität führen kann.

Besondere Vorsicht ist aufgrund der Gefährdung einer der Arterien bei Injektionen in den Fuß bzw.

ober- und unterhalb des Knöchels (Malleolarbereich) geboten. Eine Kompression ist bei der

Behandlung kleinerer Venen erforderlich, da eine Pigmentierung auftreten kann, wenn das Blut an der

Injektionsstelle verdrängt wird.

Herstellung und Handhabung

Allgemeiner Leitfaden

Die Qualität des Schaums ist von speziellen Kriterien abhängig:

Produktkonzentration: Schaum kann nur mit Konzentrationen von 1 bis 3 %

Natriumtetradecylsulfat hergestellt werden.

Verhältnis Flüssigkeit zu Luft: Dieses Verhältnis beträgt im Allgemeinen 1 Volumen

Flüssigkeit zu 3 bis 4 Volumen Luft.

Anzahl der Hin- und Herförderschritte: Der Arzt soll die für jede Technik definierte Zahl der

Pumpbewegungen genau befolgen.

Makroskopische Konsistenz des Schaums: Die Qualität des Schaums ist vor der

Verabreichung außerhalb der Spritze zu prüfen. Er soll homogen, weich und kohäsiv, ohne

sichtbare große Blasen sein. Sind große Blasen zu erkennen, soll der Schaum beseitigt, und es

soll neuer Schaum zubereitet werden.

Gesamtdauer der Schaumzubereitung: Die Dauer der Zubereitung soll von der ersten bis zur

letzten Pumpbewegung etwa 10 Sekunden betragen.

Höchstdauer zwischen Schaumherstellung und Injektion: Der Verödungsschaum muss

innerhalb von sechzig Sekunden nach der Herstellung verbraucht werden. Nach sechzig

Sekunden ist jeglicher verbleibende Schaum zu entsorgen. Erforderlichenfalls soll weiterer

Schaum hergestellt werden.

Herstellung des Schaums (Tessari-Technik)

Die Herstellung des Schaums hat unter strengen aseptischen Bedingungen zu erfolgen.

Zur Herstellung des Schaums sind 1 ml flüssigen Sklerosierungsmittels in eine sterile Spritze und 3 ml

oder 4 ml steriler Luft in eine weitere sterile Spritze aufzuziehen. Zur Gewährleistung der Sterilität

wird die Luft durch einen Filter von 0,2 μm hineingezogen. Die Spritzen werden sodann mit einem

sterilen Dreiweghahn/Dreiwegeventil miteinander verbunden (Abb. 1). Für die Herstellung des

Schaums werden die Verwendung von Spritzen mit Luer-Lock-Ansatz sowie das Tragen einer

Schutzbrille empfohlen. Die Verbindung mit dem Dreiwegehahn kann sich bei Luer-Slip-Spritzen

unter Druck lösen und das Produkt kann unkontrolliert herausspritzen.

Das Sklerosierungsmittel-Luft-Gemisch wird dann mindestens 20 Mal durch das Dreiwegeventil von

einer Spritze zur anderen hin- und hergepumpt, damit ein weicher, konsistenter Schaum entsteht (Abb.

2 und 3).

Die den Schaum enthaltende Spritze wird dann entfernt, und unverzüglich in die Vene injiziert (Abb.

Der Verödungsschaum muss innerhalb von sechzig Sekunden nach Herstellung verbraucht werden.

Nach sechzig Sekunden ist jeglicher verbleibende Schaum zu entsorgen. Erforderlichenfalls soll

weiterer Schaum hergestellt werden.

Die Qualität des Schaums soll vor seiner Verabreichung geprüft werden. Er soll homogen sein und

keine mit bloßem Auge sichtbare große Blasen enthalten.

Abbildung 1

Abbildung 2

Abbildung 3

Abbildung 4

Sonstige Bestandteile

Dieses Arzneimittel enthält

weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Durchstechflasche/Ampulle, d.h. es ist nahezu

„natriumfrei“.

weniger als 1 mmol Kalium (39 mg) pro Durchstechflasche/Ampulle, d.h. es ist nahezu

„kaliumfrei“.

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