Vectibix 400 mg/20 ml

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Vectibix 400 mg/20 ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung
  • Darreichungsform:
  • Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung
  • Zusammensetzung:
  • panitumumabum 400 mg, natrii acetas trihydricus, natrii chloridum, aqua ad iniectabilia q.s. zu einer Lösung von 20 ml.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • Biologische Medizin

Dokumenten

  • für die Allgemeinheit:
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Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Vectibix 400 mg/20 ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Biotechnologika
  • Therapiebereich:
  • Metastasierendes kolorektales Karzinom

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 57872
  • Berechtigungsdatum:
  • 14-10-2008
  • Letzte Änderung:
  • 06-02-2018

Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels

Fachinformation

Vectibix®

Amgen Switzerland AG

Zusammensetzung

Wirkstoff: Panitumumab.

Hilfsstoffe: Natriumchlorid, Natriumacetat, Wasser für Injektionszwecke.

Panitumumab ist ein humaner monoklonaler IgG2-Antikörper, der mittels rekombinanter DNA-

Technologie in einer Säugerzelllinie (CHO) produziert wird.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung (20 mg/ml).

Durchstechflaschen mit Panitumumab zum Einmalgebrauch: 100 mg/5 ml, 400 mg/20 ml.

Vectibix ist eine farblose Lösung, die vereinzelt durchsichtige bis weisse, sichtbare amorphe,

proteinöse Panitumumab-Partikel enthalten kann.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Vectibix ist indiziert zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit metastasiertem kolorektalem

Karzinom (mCRC, metastatic colorectal cancer) mit RAS-Wildtyp

·in der Erstlinientherapie in Kombination mit FOLFOX oder FOLFIRI.

·in der Zweitlinientherapie in Kombination mit FOLFIRI bei Patienten, die in der Erstlinientherapie

eine Fluoropyrimidin-haltige Chemotherapie erhalten haben (ausgenommen Irinotecan).

·als Monotherapie nach Versagen von Fluoropyrimidin-, Oxaliplatin- und Irinotecan-haltigen

Chemotherapieregimen.

Dosierung/Anwendung

Die Behandlung mit Vectibix sollte von einem in der Krebstherapie erfahrenen Arzt überwacht

werden.

Vor Beginn der Behandlung mit Vectibix muss der EGFR-Status und der RAS-Wildtyp-Status

(KRAS und NRAS) durch ein erfahrenes Labor mittels einer validierten Test-Methode zur Detektion

von KRAS (Exons 2, 3, und 4)- und NRAS (Exons 2, 3 und 4)-Mutationen bestimmt werden.

Die empfohlene Dosierung von Vectibix beträgt 6 mg/kg Körpergewicht einmal alle zwei Wochen.

Vor der Infusion ist Vectibix in 0,9% Natriumchlorid-Infusionslösung auf eine Endkonzentration, die

10 mg/ml nicht überschreitet, zu verdünnen (Hinweise für die Handhabung siehe Abschnitt

«Sonstige Hinweise»).

Die empfohlene Infusionsdauer beträgt ungefähr 60 Minuten. Wenn die erste Infusion toleriert wird,

können weitere Infusionen über einen Zeitraum von 30 bis 60 Minuten verabreicht werden. Für

Dosierungen über 1’000 mg wird eine Infusionsdauer von ungefähr 90 Minuten empfohlen

(Hinweise für die Handhabung siehe Abschnitt «Sonstige Hinweise»).

Bei Infusionsreaktionen muss die Infusionsrate von Vectibix reduziert werden (siehe Abschnitt

«Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Nicht als rasche intravenöse Injektion oder Bolus verabreichen.

Dosisanpassung aufgrund unerwünschter Wirkungen

Entwickelt ein Patient Hauterscheinungen des Schweregrads 3 (NCI-CTC/CTCAE) oder höher, oder

sind die Erscheinungen unerträglich, so sollen beim erstmaligen Auftreten 1 oder 2 Vectibix-Dosen

ausgesetzt werden. Falls sich die Reaktionen bessern (< Grad 3), kann die Infusion mit 100% der

Anfangsdosis fortgesetzt werden. Andernfalls soll die Behandlung mit Vectibix abgebrochen

werden. Beim zweiten Auftreten sollen 1 oder 2 Vectibix-Dosen ausgesetzt werden. Falls sich die

Reaktionen bessern (< Grad 3), kann die Infusion mit 80% der Anfangsdosis fortgesetzt werden.

Andernfalls soll die Behandlung mit Vectibix abgebrochen werden. Beim dritten Auftreten sollen 1

oder 2 Vectibix-Dosen ausgesetzt werden. Falls sich die Reaktionen bessern (< Grad 3), kann die

Infusion mit 60% der Anfangsdosis fortgesetzt werden. Andernfalls soll die Behandlung mit Vectibix

abgebrochen werden. Beim vierten Auftreten soll die Behandlung mit Vectibix abgebrochen werden.

Spezielle Populationen

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Vectibix sind bei nieren- oder leberinsuffizienten Patienten

nicht untersucht worden.

Bei älteren Patienten ist keine Dosisanpassung erforderlich.

Pädiatrische Population

Zur Anwendung bei Kindern liegt keine Erfahrung vor. Daher sollte Vectibix bei Patienten unter

18 Jahren nicht angewendet werden.

Kontraindikationen

Vectibix ist kontraindiziert bei Patienten mit einer Vorgeschichte schwerer oder lebensbedrohlicher

Überempfindlichkeitsreaktionen gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile.

Interstitielle Lungenerkrankung oder Lungenfibrose.

Bei Patienten mit RAS-mutiertem mCRC oder unbekanntem RAS-mCRC-Status ist die Kombination

von Vectibix mit einer Oxaliplatin-haltigen Chemotherapie kontraindiziert (siehe Abschnitt

«Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Haut- und Weichteiltoxizität

Bei nahezu allen (ungefähr 90%) der mit Vectibix behandelten Patienten wurden unerwünschte

Hautreaktionen beobachtet, die mehrheitlich leicht bis mässig schwer waren.

In klinischen Studien beobachtete man im Zusammenhang mit Hautreaktionen und Stomatitis

Infektionen und Sepsis, in seltenen Fällen mit tödlichem Verlauf. Weiterhin traten lokale Abszesse

auf, welche eine Inzision und Drainage erforderten.

Bei Auftreten von Hautausschlägen/Hauttoxizität ist den Patienten zu empfehlen ein

Sonnenschutzpräparat anzuwenden, einen Hut zu tragen und die Sonne zu meiden, da Sonnenlicht

die Hautreaktionen verschlimmern kann.

Für Dosisanpassungen aufgrund dermatologischer Toxizität, siehe «Dosisanpassung aufgrund

unerwünschter Wirkungen» im Abschnitt «Dosierung/Anwendung».

Patienten, welche unter Vectibix eine Haut- oder Weichteiltoxizität entwickeln oder deren

Reaktionen sich unter Behandlung mit Vectibix verschlechtern, sind hinsichtlich infektiöser

Komplikationen zu überwachen und eine adäquate Behandlung ist unverzüglich einzuleiten.

Lebensbedrohliche und tödliche infektiöse Komplikationen, einschliesslich Fälle von

nekrotisierender Fasziitis und/oder Sepsis, wurden bei Patienten beobachtet, die mit Vectibix

behandelt wurden. Bei Haut- oder Weichteiltoxizitäten verbunden mit schwerwiegenden oder

lebensbedrohlichen entzündlichen oder infektiösen Komplikationen ist von einer Behandlung mit

Vectibix abzusehen oder die Therapie abzubrechen.

Nach Marktzulassung wurde über seltene Fälle von Stevens-Johnson Syndrom und toxischer

epidermaler Nekrolyse berichtet bei Patienten, die mit Vectibix behandelt wurden. Bei Verdacht auf

diese Toxizität ist die Behandlung mit Vectibix zu unterbrechen und/oder zu beenden.

Eine proaktive Behandlung der Haut mit Feuchtigkeitscreme, Sonnenschutzmittel (LSF >15 für

UVA und UVB) oder topischer Steroidcreme (max. 1% Hydrocortison) und die Gabe eines oralen

Antibiotikums (z.B. Doxycyclin) können bei der Behandlung von Hautreaktionen von Nutzen sein.

Die Patienten sollten angehalten werden, während der Behandlungszeit die Feuchtigkeitscreme und

das Sonnenschutzmittel jeden Morgen auf Gesicht, Hände, Füsse, Hals, Rücken und Brust und

topische Steroide jeden Abend auf Gesicht, Hände, Füsse, Hals, Rücken und Brust aufzutragen.

Pulmonale Komplikationen

Interstitielle Lungenerkrankungen (ILD, Interstitial Lung Disease) mit teilweise tödlichem Ausgang

sind mit EGFR-Inhibitoren einschliesslich Vectibix beobachtet worden. Im Fall von akut

einsetzenden oder sich verschlechternden Lungensymptomen ist die Behandlung mit Vectibix zu

unterbrechen und die Symptome sind unverzüglich abzuklären. Falls eine interstitielle

Lungenerkrankung diagnostiziert wird, ist Vectibix dauerhaft abzusetzen und der Patient adäquat zu

behandeln. Bei Patienten mit einer interstitiellen Pneumonitis oder einer pulmonalen Fibrose in der

Vorgeschichte oder mit Anzeichen einer interstitiellen Pneumonitis oder einer pulmonalen Fibrose

muss der Nutzen einer Behandlung mit Panitumumab gegen das Risiko von pulmonalen

Komplikationen sorgfältig abgewogen werden.

Labortests – Elektrolyte

Bei einigen Patienten wurde eine schwere (Grad 4) Hypomagnesiämie beobachtet. Daher sollten

Patienten vor Beginn und bis zu 8 Wochen nach Abschluss der Vectibix-Behandlung periodisch

hinsichtlich einer Hypomagnesiämie und einer Hypokalzämie überwacht werden. Eine angemessene

Supplementierung mit Magnesium wird empfohlen.

Auch andere Elektrolytstörungen, u.a. eine Hypokalämie, wurden beobachtet. Eine Überwachung

wie oben beschrieben und eine angemessene Supplementierung mit den jeweiligen Elektrolyten

werden ebenfalls empfohlen.

Dieses Arzneimittel enthält 0,150 mmol Natrium (was 3,45 mg Natrium entspricht) pro ml des

Konzentrates. Dies sollte bei Patienten, die eine kontrollierte Natrium-Diät erhalten, berücksichtigt

werden.

Infusionsreaktionen

In klinischen Studien zur Monotherapie und Kombinationstherapie beim mCRC wurde bei ca. 4%

der mit Vectibix behandelten Patienten über Infusionsreaktionen (innerhalb von 24 Stunden nach

einer Infusion) berichtet, von denen <1% schwerwiegend waren (Grad 3 und 4, CTCAE V4.0).

Auch in der Post-Marketing Phase wurden bei <1% der Patienten schwere Infusionsreaktionen

beobachtet, sehr selten mit tödlichem Ausgang (bei <0,01% der Patienten).

In der Post-Marketing Phase gab es auch Berichte über Infusionsreaktionen, welche mehr als

24 Stunden nach der Infusion auftraten. Diese schliessen einen tödlichen Fall eines Angioödems ein

bei einem Patienten, welcher in der Vergangenheit eine Überempfindlichkeitsreaktion gegenüber

Panitumumab gezeigt hatte. Zeichen und Symptome dieser verzögerten Infusionsreaktionen können

das Auftreten eines Bronchospasmus, eines Ödems, einer Anaphylaxie, eines Angioödems, oder

einer Hypotonie einschliessen. Es wird empfohlen, Patienten über die Möglichkeit einer spät

einsetzenden Infusionsreaktion aufzuklären und sie anzuweisen, ihren Arzt zu kontaktieren, falls

Symptome einer Infusions-abhängigen Reaktion auftreten.

Falls eine schwere oder lebensbedrohliche (NCI-CTC Grad 3 oder 4) Infusionsreaktion auftritt, muss

die Infusion gestoppt werden. Je nach Schweregrad und/oder Dauer der Reaktion ist ein endgültiges

Absetzen von Vectibix in Betracht zu ziehen. Bei Patienten mit einer milden oder moderaten

Infusionsreaktion (NCI-CTC Grad 1 und 2) soll die Infusionsrate für die Dauer dieser Infusion um

50% reduziert werden. Es wird empfohlen, diese niedrigere Infusionsrate für alle nachfolgenden

Infusionen beizubehalten.

Vectibix in Kombination mit einer IFL-Chemotherapie (Irinotecan, Bolus 5-Fluorouracil und

Leucovorin)

In einer einarmigen Studie (n = 19) kam es bei Patienten unter Behandlung mit Vectibix in

Kombination mit der IFL-Chemotherapie (Bolus 5-Fluorouracil [500 mg/m²], Leucovorin

[20 mg/m²] und Irinotecan [125 mg/m²]) mit hoher Inzidenz zu schwerer Diarrhö (siehe Abschnitt

«Unerwünschte Wirkungen»). Deshalb ist die Gabe von Vectibix in Kombination mit IFL zu

vermeiden (siehe Abschnitt «Interaktionen»).

Vectibix in Kombination mit Bevacizumab und Chemotherapien

In einer randomisierten offenen multizentrischen Studie (PACCE-Studie) mit 1’053 Patienten wurde

die Wirksamkeit von Bevacizumab und Oxaliplatin- oder Irinotecan-haltigen Chemotherapien mit

und ohne Vectibix zur First-Line-Behandlung von metastasierendem Kolon- oder Rektumkarzinom

untersucht. Bei Patienten, die Vectibix in Kombination mit Bevacizumab und Chemotherapie

erhielten, wurden eine Verkürzung des progressionsfreien Überlebens und häufigere Todesfälle

beobachtet. Auch wurden in den Behandlungsarmen, in denen Vectibix in Kombination mit

Bevacizumab und Chemotherapie eingesetzt wurde, häufiger eine Lungenembolie, Infektionen

(überwiegend dermatologischen Ursprungs), Diarrhö, Elektrolytstörungen, Übelkeit, Erbrechen und

Dehydrierung beobachtet.

Eine weitere Analyse der Wirksamkeitsdaten dieser Studie im Hinblick auf den KRAS-Status

identifizierte keine Patienten-Subgruppe, die von der Behandlung mit Vectibix in Kombination mit

Oxaliplatin- oder Irinotecan-haltiger Chemotherapie und Bevacizumab profitierte. Es wurden ein

Trend zu schlechterem Überleben unter Behandlung mit Vectibix in der KRAS-Wild-Typ-Subgruppe

der Bevacizumab- und Oxaliplatin-Kohorte und ein Trend zu schlechterem Überleben mit Vectibix

in der Bevacizumab- und Irinotecan-Kohorte unabhängig vom KRAS-Mutationsstatus beobachtet.

Daher sollte Vectibix nicht in Kombination mit Bevacizumab-haltiger Chemotherapie angewendet

werden (siehe Abschnitte «Interaktionen» und «Klinische Wirksamkeit»).

Vectibix in Kombination mit Oxaliplatin-haltiger Chemotherapie bei mCRC-Patienten mit RAS-

Mutationen oder unbekanntem RAS-Mutationsstatus

Bei mCRC-Patienten mit RAS-Mutationen oder unbekanntem RAS-Mutationsstatus sollte Vectibix

nicht in Kombination mit einer Oxaliplatin-haltigen Chemotherapie verabreicht werden (siehe

Abschnitt «Kontraindikationen»).

In der Primäranalyse einer Phase-III-Studie (n = 1’183, 656 Patienten mit KRAS (Exon 2)-Wildtyp

und 440 Patienten mit KRAS-Mutationen) wurde Vectibix in Kombination mit einer

Infusionstherapie aus 5-Fluorouracil, Leucovorin und Oxaliplatin (FOLFOX) im Vergleich zur

alleinigen FOLFOX-Erstlinientherapie bei mCRC untersucht. Dabei wurde eine signifikante

Verkürzung des progressionsfreien Überlebens (PFS) bei Patienten mit KRAS-mutierten Tumoren

beobachtet, die Vectibix und FOLFOX (n = 221) versus alleiniger FOLFOX-Therapie (n = 219)

erhielten (Hazard Ratio (HR): 1,27 (95% KI: 1,04, 1,55)). Bei Patienten mit KRAS (Exon 2)-

Mutationen war das mediane PFS 1,5 Monate kürzer für die Kombination Vectibix plus FOLFOX als

für FOLFOX allein in der Primäranalyse. Zudem wurde auch ein Trend zu einem verkürzten

Gesamtüberleben (OS) in der Patientenpopulation mit KRAS-mutierten Tumoren festgestellt (HR:

1,17 (95% KI: 0,95, 1,45)).

In einer vordefinierten retrospektiven Subgruppenanalyse von 641 der 656 Patienten mit KRAS

(Exon 2)-Wildtyp mCRC aus der Phase-III-Studie wurden bei 16% (n = 108) der Patienten

zusätzliche RAS-Mutationen (KRAS [Exons 3 und 4] oder NRAS [Exons 2, 3 und 4]) festgestellt. Es

wurde eine Verkürzung des PFS und des OS beobachtet bei Patienten mit RAS-mutiertem mCRC,

welche Vectibix und FOLFOX (n = 51) versus alleiniger FOLFOX-Therapie (n = 57) erhielten. Bei

Patienten mit RAS-Mutationen war das mediane PFS 1,4 Monate kürzer, HR 1,31 (95% KI: 1,07,

1,60) und das mediane OS war 3,6 Monate kürzer, HR 1,25 (95% KI: 1,02, 1,55) für die

Kombination Vectibix plus FOLFOX im Vergleich zu FOLFOX allein.

Patienten mit ECOG-Performance-Status 2, die mit Vectibix in Kombination mit Chemotherapie

behandelt werden

Bei Patienten mit ECOG Performance Status 2 wird vor Einleitung einer Behandlung mit Vectibix in

Kombination mit einer Chemotherapie zur Behandlung von mCRC eine Nutzen-Risiko-Analyse

empfohlen. Ein positives Nutzen-Risiko-Verhältnis konnte für Patienten mit ECOG Performance

Status 2 nicht belegt werden. In einer Phase-III-Studie (n = 1’183; 656 Patienten mit KRAS

(Exon 2)-Wildtyp und 440 Patienten mit KRAS-mutiertem mCRC) zur Untersuchung von Vectibix

als First-Line Therapie in Kombination mit FOLFOX im Vergleich zu FOLFOX allein wurde bei

Patienten mit ECOG Performance Status 2 (n = 40) eine erhöhte Toxizität und ein signifikant

kürzeres PFS beobachtet als mit ECOG Performance Status 0 oder 1 (n = 616). Bei Patienten mit

ECOG Performance Status 2 betrug das mediane PFS 4,8 Monate für Vectibix plus FOLFOX

(n = 20) und 7,5 Monate für FOLFOX allein (n = 20), verglichen mit 10,8 Monaten für Vectibix plus

FOLFOX (n = 305) und 8,7 Monaten für FOLFOX allein (n = 311) bei Patienten mit ECOG

Performance Status 0 oder 1.

Akutes Nierenversagen

Bei Patienten, die eine schwere Diarrhö und Dehydrierung entwickeln, wurde akutes Nierenversagen

beobachtet.

Okuläre Toxizität

Nach der Zulassung wurde selten über schwerwiegende Fälle von Keratitis und ulzerativer Keratitis

berichtet. Patienten, bei denen Anzeichen und Symptome vorliegen, die auf eine Keratitis hindeuten,

wie akute oder sich verschlechternde Entzündung des Auges, Tränensekretion, Lichtempfindlichkeit,

verschwommenes Sehen, Schmerzen im Auge und/oder gerötete Augen, sollten umgehend einen

Augenarzt aufsuchen.

Bei Bestätigung der Diagnose einer ulzerativen Keratitis sollte die Behandlung mit Vectibix

unterbrochen oder abgebrochen werden. Wenn eine Keratitis diagnostiziert wurde, sollten der Nutzen

und die Risiken einer Weiterbehandlung sorgfältig abgewogen werden.

Vectibix sollte bei Patienten mit einer Vorgeschichte von Keratitis, ulzerativer Keratitis oder

schwerer Form eines trockenen Auges mit Vorsicht angewendet werden. Die Verwendung von

Kontaktlinsen ist auch ein Risikofaktor für Keratitis und Ulzeration.

Interaktionen

Vectibix sollte nicht in Kombination mit einer IFL-Chemotherapie oder Bevacizumab-haltiger

Chemotherapie angewendet werden. Eine hohe Inzidenz schwerer Diarrhöen wurde beobachtet,

wenn Panitumumab in Kombination mit einer IFL-Therapie angewendet wurde. Eine erhöhte

Toxizität und vermehrte Todesfälle wurden beobachtet, wenn Panitumumab mit Bevacizumab und

Chemotherapie kombiniert wurde.

Schwangerschaft/Stillzeit

Es gibt keine hinreichenden Daten zur Anwendung von Vectibix bei Schwangeren. Studien am Tier

haben toxische Wirkungen auf die Fortpflanzungsfunktion gezeigt (siehe Abschnitt «Präklinische

Daten»). Das mögliche Risiko beim Menschen ist unbekannt. Der EGFR spielt jedoch bei der

Steuerung der pränatalen Entwicklung eine Rolle und könnte für die normale Organogenese,

Proliferation und Differenzierung des sich entwickelnden Embryos wesentlich sein.

Vectibix darf während der Schwangerschaft nicht angewendet werden, es sei denn, es ist klar

notwendig.

Da menschliches IgG die Plazentaschranke passiert, könnte Panitumumab von der Mutter auf den

sich entwickelnden Fötus übertragen werden. Frauen im gebärfähigen Alter müssen während der

Behandlung mit Vectibix und während 2 Monaten nach der letzten Dosis für zuverlässige

Kontrazeption sorgen. Wird während der Schwangerschaft mit Vectibix behandelt oder wird eine

Frau während der Behandlung schwanger, so ist sie über das Risiko eines möglichen Verlusts der

Leibesfrucht oder die Gefährdung des Fötus zu informieren.

Es ist nicht bekannt, ob Panitumumab in die Muttermilch übertritt. Da menschliches IgG in die

Muttermilch sezerniert wird, könnte auch Panitumumab sezerniert werden. Das Potenzial für

Resorption und für eine Schädigung des Kindes nach Aufnahme mit der Muttermilch ist unbekannt.

Es wird empfohlen, während der Therapie mit Vectibix und 2 Monate nach der letzten Dosis nicht zu

stillen.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Es wurden keine Studien zu den Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von

Maschinen durchgeführt. Sofern bei Patienten behandlungsbedingte Symptome auftreten, die das

Sehen und/oder die Konzentrationsfähigkeit bzw. das Reaktionsvermögen beeinträchtigen, sollte den

Patienten solange vom Autofahren und vom Bedienen von Maschinen abgeraten werden, bis die

Symptome wieder abklingen.

Unerwünschte Wirkungen

Basierend auf einer Analyse aller mCRC-Patienten, die Vectibix in klinischen Studien als

Monotherapie oder in Kombination mit einer Chemotherapie erhalten haben (n = 2’588), wurde am

häufigsten über Hautreaktionen berichtet, die bei etwa 93% der Patienten auftraten. Sie stehen mit

den pharmakologischen Wirkungen des Präparats in Zusammenhang und erreichen bei 70% Grad 1

oder 2, bei 27% Grad 3 und bei <1% Grad 4 NCI-CTC.

Beobachtete unerwünschte Wirkungen, die bei ≥20% der Patienten auftraten, waren: gastrointestinale

Störungen (Diarrhö [50%], Übelkeit [41%], Erbrechen [27%], Obstipation [23%] und

Bauchschmerzen [23%]); allgemeine Störungen (Fatigue [37%], Pyrexie [20%]); Stoffwechsel- und

Ernährungsstörungen (Anorexie [27%]); Infektionen und Infestationen (Paronychie [20%]); und

Störungen der Haut und des Unterhautzellgewebes (Hautausschlag [45%], akneiforme Dermatitis

[39%], Pruritus [35%], Erythem [30%] und Hauttrockenheit [22%]).

Für die Häufigkeit der aufgeführten unerwünschten Reaktionen gilt die folgende Konvention: sehr

häufig (≥1/10); häufig (≥1/100, <1/10); gelegentlich (≥1/1’000, <1/100); selten (≥1/10’000,

<1/1’000); sehr selten (<1/10’000).

Infektionen und Infestationen

Sehr häufig: Paronychie (20%).

Häufig: Infektionen der Haut und des Unterhautgewebes, Follikulitis, lokale Infektionen, pustulöser

Hautausschlag, Harnwegsinfektion.

Gelegentlich: Augenentzündung, Infektion des Augenlids.

Störungen des Blut- und Lymphsystems

Sehr häufig: Anämie (12%).

Häufig: Leukopenie.

Störungen des Immunsystems

Häufig: Infusionsreaktionen.

Selten: Anaphylaxie.

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Sehr häufig: Hypokalämie (12%), Anorexie (27%), Hypomagnesiämie (18%).

Häufig: Dehydratation, Hypokalzämie, Hyperglykämie, Hypophosphatämie.

Psychiatrische Störungen

Sehr häufig: Schlaflosigkeit (10%).

Häufig: Angst.

Störungen des Nervensystems

Häufig: Schwindel, Kopfschmerzen.

Augenleiden

Sehr häufig: Konjunktivitis (11%).

Häufig: Blepharitis, trockene Augen, Augenreizung, Augenpruritus, Wimpernwachstum, verstärkter

Tränenfluss, okuläre Hyperämie.

Gelegentlich: Augenlidreizung.

Funktionsstörungen des Herzens

Häufig: Tachykardie.

Gelegentlich: Zyanose.

Funktionsstörungen der Gefässe

Häufig: Tiefe Venenthrombose, Hypotonie, Hypertonie, Flushing.

Respiratorische, thorakale und mediastinale Funktionsstörungen

Sehr häufig: Dyspnoe (12%), Husten (11%).

Häufig: Lungenembolie, Epistaxis.

Gelegentlich: Bronchospasmus, trockene Nase.

Gastrointestinale Störungen

Sehr häufig: Diarrhö (50%), Erbrechen (27%), Bauchschmerzen (23%), Nausea (41%), Konstipation

(23%), Stomatitis (18%).

Häufig: Rektale Hämorrhagie, trockener Mund, Dyspepsie, Stomatitis aphthosa, Cheilitis,

gastroösophageales Rückflusssyndrom.

Gelegentlich: Spröde Lippen, trockene Lippen.

Funktionsstörungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Sehr häufig: Hautausschlag (45%), Akneiforme Dermatitis (39%), Akne (12%), Erythema (30%),

Hautfissuren (16%), Pruritus (35%), Alopezie (13%), trockene Haut (22%).

Häufig: Hauttoxizität, Hautexfoliation, pruriginöse Hautausschläge, exfoliative Dermatitis,

Hypertrichosis, Nagelerkrankungen, brüchige Nägel, palmar-plantare Erythrodysästhesie,

erythematöser Hautausschlag, generalisierter Hautausschlag, makulöser Ausschlag, makulopapulärer

Ausschlag, papulärer Ausschlag, Wundschorf, Hautläsionen, Hautgeschwüre, Hyperhidrose,

Dermatitis.

Gelegentlich: Angioödem, Hirsutismus, eingewachsene Nägel, Onycholysis.

Selten: Hautnekrose (PMS), inkl. Fälle von nekrotisierender Fasziitis, Stevens-Johnson Syndrom

(PMS), toxische epidermale Nekrolyse (PMS).

Funktionsstörungen des Bewegungsapparates, des Bindegewebes und der Knochen

Sehr häufig: Rückenschmerzen (11%).

Häufig: Schmerzen in den Extremitäten.

Allgemeine Störungen und Störungen an der Applikationsstelle

Sehr häufig: Pyrexie (20%), Asthenie (15%), Fatigue (37%), Schleimhautentzündung (16%),

periphere Ödeme (11%).

Häufig: Brustschmerzen, Schmerzen, Schüttelfrost.

Gelegentlich: Infusionsreaktionen.

Untersuchungen

Sehr häufig: Gewichtsabnahme (13%).

Häufig: Niedrige Magnesiumspiegel.

Beschreibung ausgewählter unerwünschter Wirkungen

Ein Hautausschlag war am häufigsten im Gesicht, auf der oberen Brustpartie und auf dem Rücken

lokalisiert, konnte sich aber auf die Extremitäten ausbreiten. Im Anschluss an schwere Reaktionen

der Haut und Subkutis kam es zu infektiösen Komplikationen einschliesslich Sepsis, in seltenen

Fällen mit tödlichem Verlauf, zu Infektionen der Haut und des Unterhautgewebes inkl.

nekrotisierende Fasziitis und zu örtlichem Abszess mit erforderlicher Inzision und Drainage. Die

mittlere Dauer bis zum ersten Symptom der dermatologischen Reaktionen betrug 10 Tage und die

mittlere Dauer bis zur Rückbildung nach der letzten Dosis von Vectibix 28 Tage.

Besondere Patientengruppen

Bezüglich Sicherheit und Wirksamkeit wurden bei älteren Patienten (≥65 Jahren), die mit Vectibix

als Monotherapie behandelt wurden keine grundsätzlichen Unterschiede festgestellt. Allerdings

traten bei älteren Patienten, die mit Vectibix in Kombination mit einer Irinotecan-haltigen

Chemotherapie behandelt wurden mehr schwerwiegende Nebenwirkungen auf als bei Patienten unter

alleiniger Chemotherapie.

Überdosierung

Dosen von etwa bis zum Zweifachen der empfohlenen therapeutischen Dosis (12 mg/kg) führten zu

unerwünschten Wirkungen wie Hauttoxizität, Diarrhö, Dehydrierung und Fatigue.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: L01XC08

Pharmakotherapeutische Gruppe: Antineoplastische Wirkstoffe, monoklonale Antikörper

Wirkungsmechanismus

Panitumumab ist ein rekombinanter, vollständig humaner monoklonaler Antikörper der

Immunglobulin-Klasse IgG2, der sich mit hoher Affinität und Spezifität an den Rezeptor für den

humanen epidermalen Wachstumsfaktor (EGFR, epidermal growth factor receptor) bindet. Beim

EGFR handelt es sich um ein transmembranäres Glykoprotein, das zu einer Unterfamilie der Typ-I-

Rezeptor-Tyrosinkinasen gehört, wozu EGFR (HER1/c-ErbB-1), HER2, HER3 und HER4 zählen.

EGFR fördert das Zellwachstum in normalen epithelialen Geweben einschliesslich Haut und

Haarfollikeln und wird auf diversen Tumorzelllinien exprimiert.

Panitumumab bindet sich an die Liganden-bindende Domäne des EGFR und hemmt kompetitiv die

von allen bekannten EGFR-Liganden induzierte Rezeptor-Autophosphorylierung. Die Bindung von

Panitumumab an den EGFR führt zur Verlagerung des Rezeptors ins Innere der Zelle, Hemmung des

Zellwachstums, Induktion der Apoptose und verminderten Produktion von Interleukin 8 und

vaskulärem endothelialem Wachstumsfaktor.

KRAS (Kirsten rat sarcoma 2 viral oncogene homologue) und NRAS (Neuroblastoma RAS viral

oncogene homologue) sind eng verwandte Mitglieder der RAS-Onkogen-Familie. KRAS- und

NRAS-Gene kodieren ein kleines GTP-bindendes Protein, das an der Signaltransduktion beteiligt ist.

Eine Vielzahl von Stimuli, unter anderem EGFR, aktivieren KRAS und NRAS, welche in Folge

andere intrazelluläre Proteine stimulieren, die wiederum die Zellproliferation, das Zellüberleben und

die Angiogenese fördern.

Bei verschiedenen menschlichen Tumoren treten häufig aktivierende Mutationen der RAS-Gene auf,

welche sowohl mit der Onkogenese als auch mit dem Tumorprogress in Zusammenhang gebracht

worden sind.

Pharmakodynamik

In-vitro-Tests und in-vivo-Untersuchungen am Tier haben ergeben, dass Panitumumab das

Wachstum und Überleben von EGFR-exprimierenden Tumorzellen hemmt. An humanen Tumor-

Xenotransplantaten ohne EGFR-Expression zeigten sich keine antitumoralen Wirkungen von

Panitumumab. In Tierversuchen bewirkte die Zugabe von Panitumumab zu Chemotherapie oder

anderen gezielten Therapeutika eine erhöhte antitumorale Wirkung im Vergleich zu Chemotherapie

oder gezielten Therapeutika allein.

Immunogenität

Die Entwicklung von anti-Panitumumab-Antikörpern wurde mit zwei verschiedenen

immunologischen Testmethoden zum Nachweis bindender anti-Panitumumab-Antikörper untersucht

(ein ELISA zum Nachweis hochaffiner Antikörper und ein Biosensor-Test zum Nachweis

hochaffiner und wenig affiner Antikörper). Bei Patienten, die in einem der beiden immunologischen

Testverfahren positiv getestet wurden, wurde ein in-vitro-Bioassay zum Nachweis neutralisierender

Antikörper durchgeführt.

Der Nachweis der Antikörperbildung hängt von der Sensitivität und Spezifität des Tests ab. Die mit

einem Test beobachtete Inzidenz der Antikörper wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst,

darunter dem Testverfahren, die Handhabung des Untersuchungsmaterials, dem Zeitpunkt der

Probenentnahme, Begleitmedikation und zugrunde liegende Krankheiten. Daher kann ein Vergleich

der Inzidenz von Antikörpern mit anderen Präparaten irreführend sein.

Klinische Wirksamkeit als Monotherapie

Die Wirksamkeit von Vectibix als Monotherapie bei Patienten mit metastasierendem kolorektalem

Karzinom (mCRC) und Tumorprogression während oder nach der Chemotherapie wurde in zwei

randomisierten kontrollierten Studien im Vergleich zur besten supportiven Behandlung

(463 Patienten) und im Vergleich zu Cetuximab (1'010 Patienten) sowie in offenen einarmigen

Studien (585 Patienten) untersucht. Patienten mit einer bekannten interstitiellen Lungenerkrankung

oder Lungenfibrose bzw. Patienten, bei denen Evidenzen für diese Erkrankungen vorlagen, wurden

von den klinischen Studien ausgeschlossen.

463 Patienten mit EGFR-exprimierendem metastasierendem Karzinom des Kolons oder Rektums

wurden nach bestätigtem Versagen Oxaliplatin- und Irinotecan-haltiger Behandlungsschemata in

eine multinationale randomisierte kontrollierte Studie aufgenommen. Die Patienten wurden

randomisiert im Verhältnis 1:1 einer von zwei Behandlungen zugeteilt: Vectibix 6 mg/kg alle zwei

Wochen plus beste supportive Behandlung (ohne Chemotherapie) (n = 231) oder beste supportive

Behandlung allein (n = 232). Die Patienten wurden bis zur Krankheitsprogression oder bis zum

Auftreten nicht akzeptabler toxischer Wirkungen behandelt. Nach Progression des Tumorleidens

konnten Patienten mit alleiniger bester supportiver Behandlung in eine Begleitstudie wechseln und

erhielten Vectibix 6 mg/kg alle zwei Wochen.

Der primäre Endpunkt war das progressionsfreie Überleben (PFS).

Post-hoc wurden KRAS-Wildtyp versus KRAS-Mutationen anhand von archiviertem, in Paraffin

eingebettetem Tumorgewebe untersucht. 427 (92%) Patienten konnten bezüglich des KRAS-Status

ausgewertet werden; 184 davon wiesen Mutationen auf. In einer Analyse, bei der der potentielle

systematische Fehler durch unplanmässige Auswertungen bereinigt wurde, war die Hazard Ratio für

PFS 0,49 (95% KI: 0,37; 0,65) zugunsten von Vectibix in der KRAS-Wildtyp Gruppe und 1,07

(95% KI: 0,77; 1,48) in der Gruppe mit KRAS-Mutationen. Der Unterschied im medianen PFS der

KRAS-Wildtyp Gruppe war 8 Wochen. Der Unterschied in der Gruppe mit KRAS-Mutationen

betrug 0 Wochen. In keiner der beiden Gruppen wurde ein Unterschied im Gesamtüberleben

gesehen. In der KRAS-Wildtyp Gruppe war die Ansprechrate 17% für Vectibix und 0% für die beste

supportive Behandlung. In der Gruppe mit KRAS-Mutationen war in keinem der beiden

Behandlungsarme ein Ansprechen zu verzeichnen.

In einer explorativen Analyse an aufbewahrten Tumorproben aus der Phase-III-Monotherapie-Studie

konnte bei 11 von 72 Patienten (15%) mit RAS-Wildtyp Tumoren, welche Panitumumab erhielten,

ein objektives Ansprechen festgestellt werden. Im Vergleich dazu zeigte nur 1 von 95 Patienten (1%)

mit RAS-mutierten Tumoren ein objektives Ansprechen. Im Vergleich zur besten supportiven

Behandlung war die Panitumumab-Therapie zudem verbunden mit einem verlängerten

progressionsfreien Überleben bei Patienten mit RAS-Wildtyp Tumoren (HR (95% KI): 0,38 (0,27;

0,56)), jedoch nicht bei Patienten mit RAS-mutierten Tumoren (HR (95% KI): 0,98 (0,73; 1,31)).

Die Wirksamkeit von Vectibix wurde auch in einer offenen Studie bei Patienten mit KRAS (Exon 2)-

Wildtyp mCRC untersucht. Insgesamt 1‘010 Chemotherapie-refraktäre Patienten wurden im

Verhältnis 1:1 in eine Vectibix- oder Cetuximab-Behandlung randomisiert, um zu prüfen, ob

Vectibix gegenüber Cetuximab nicht unterlegen ist. Der primäre Endpunkt war das Gesamtüberleben

(OS). Die sekundären Endpunkte schlossen progressionsfreies Überleben (PFS) und objektive

Ansprechrate (ORR) ein.

Das mediane OS betrug 10,4 Monate für Vectibix vs. 10,0 Monate für Cetuximab (HR 0,97

(95% KI: 0,84, 1,11)). Das mediane PFS war 4,1 Monate für Vectibix vs. 4,4 Monate für Cetuximab

(HR 1,00 (95% KI: 0,88, 1,14)).

Insgesamt war das Sicherheitsprofil von Vectibix dem von Cetuximab ähnlich, insbesondere

bezüglich Hauttoxizitäten. Allerdings traten Infusionsreaktionen häufiger mit Cetuximab auf (13%

vs. 3%), während Elektrolytstörungen, insbesondere Hypomagnesiämie (29% vs. 19%), mit Vectibix

häufiger auftraten.

Klinische Wirksamkeit in Kombination mit Chemotherapie

Bei Patienten mit RAS-Wildtyp mCRC wurde bei den Patienten, die Panitumumab plus

Chemotherapie (FOLFOX oder FOLFIRI) erhielten, im Vergleich zu denjenigen, die alleinige

Chemotherapie erhielten, das PFS, OS und ORR verbessert. Patienten mit zusätzlichen, über KRAS

Exon 2 hinausgehenden RAS-Mutationen, profitierten wahrscheinlich nicht von einer Kombination

von FOLFIRI mit Panitumumab. Bei diesen Patienten wurde ein nachteiliger Effekt bei der

Kombination von FOLFOX mit Panitumumab beobachtet. BRAF-Mutationen in Exon 15 wurden als

prognostischer Faktor für einen schlechteren Krankheitsverlauf identifiziert. BRAF-Mutationen

waren für das Ergebnis einer Panitumumab-Behandlung in Kombination mit FOLFOX oder

FOLFIRI nicht prädiktiv.

Klinische Wirksamkeit in der First-Line Therapie in Kombination mit FOLFOX

Die Wirksamkeit von Vectibix in Kombination mit Oxaliplatin, 5-Fluorouracil (5-FU) und

Leucovorin (FOLFOX) vs. FOLFOX allein wurde in einer randomisierten, kontrollierten Studie an

1'183 Patienten mit metastasiertem kolorektalem Karzinom untersucht. Der primäre Endpunkt war

das progressionsfreie Überleben (PFS = Progression Free Survival). Sekundäre Endpunkte umfassten

das Gesamtüberleben (OS = Overall Survival) und die objektive Ansprechrate (ORR = Objective

Response Rate). Die Studie wurde hinsichtlich des KRAS (Exon 2)-Tumorstatus analysiert, welcher

bei 93% der Patienten bestimmt werden konnte.

In einer vordefinierten retrospektiven Analyse wurden 641/656 Patienten mit KRAS (Exon 2)-

Wildtyp auf weitere Mutationen im KRAS Exon 3 (Codon 61) und Exon 4 (Codons 117/146) und

NRAS Exon 2 (Codons 12/13), Exon 3 (Codon 61) und Exon 4 (Codons 117/146) sowie BRAF

Exon 15 (Codon 600) untersucht mittels bidirektionaler Sequenzierung nach Sanger und

Surveyor®/Wave® Analyse.

Die Häufigkeit dieser zusätzlichen RAS-Mutationen in der KRAS-Exon 2-Wildtyp Population betrug

ungefähr 16%. Durch Ausschluss der Patienten mit diesen neu erfassten Mutationen und der

Patienten mit unbekanntem Mutationsstatus wurde die RAS-Wildtyp-Population (n = 512)

definiert. In dieser Gruppe betrug das mediane PFS 10,1 Monate mit Panitumumab plus FOLFOX

vs. 7,9 Monate mit FOLFOX allein. Der absolute Unterschied betrug 2,2 Monate; die Hazard Ratio

betrug 0,72 (95% KI: 0,58; 0,90), p = 0,004, und war statistisch signifikant.

Das mediane Gesamtüberleben war 26,0 Monate vs. 20,2 Monate, die absolute Differenz betrug

5,8 Monate. Die Hazard Ratio lag bei 0,78 (95% KI: 0,62; 0,99), p = 0,043, und war signifikant

besser bei der Kombination Panitumumab plus FOLFOX.

Bei Patienten mit RAS-Mutationen war dagegen das PFS bei der Kombination Panitumumab plus

FOLFOX 1,4 Monate kürzer, Hazard Ratio 1,31 (95% KI: 1,07, 1,60) und das Gesamtüberleben

3,6 Monate kürzer, HR 1,25 (95% KI: 1,02, 1,55) als mit FOLFOX allein.

In dieser Analyse waren BRAF-Mutationen nicht prädiktiv für eine negative Wirkung einer

Panitumumab-Behandlung.

Im Anschluss an die vordefinierte Analyse wurden zusätzliche Mutationen im Exon 3 des KRAS-

und NRAS-Gens (Codon 59) identifiziert (n = 7). In einer explorativen Analyse schien Codon 59

ebenfalls prädiktiv für eine negative Wirkung einer Panitumumab-Behandlung zu sein.

Klinische Wirksamkeit in Kombination mit einer Irinotecan-haltigen Chemotherapie

Die Wirksamkeit von Vectibix in der Second-Line Therapie in Kombination mit Irinotecan, 5-

Fluorouracil (5-FU) und Leucovorin (FOLFIRI) wurde in einer randomisierten, kontrollierten Studie

an 1’186 Patienten mit mCRC untersucht. Die primären Endpunkte waren Gesamtüberleben (OS =

Overall Survival) und progressionsfreies Überleben (PFS = Progression Free Survival).

Bei 586 der 597 Patienten mit KRAS (Exon 2)-Wildtyp mCRC wurde eine vordefinierte

retrospektive Subgruppenanalyse durchgeführt. Die RAS/BRAF-Bestimmungsrate betrug insgesamt

85% (1‘014 von 1‘186 randomisierten Patienten). Die Inzidenz dieser zusätzlichen RAS-Mutationen

(KRAS Exons 3, 4 und NRAS Exons 2, 3, 4) in der KRAS (Exon 2)-Wildtyp Population lag bei

ungefähr 19%. BRAF-Exon 15-Mutationen traten in der KRAS (Exon 2)-Wildtyp Population mit

einer Inzidenz von ungefähr 8% auf.

Bei Patienten mit RAS-Wildtyp mCRC betrugen die medianen PFS-Zeiten 6,4 Monate (95% KI: 5,5,

7,4) im Arm mit Panitumumab plus FOLFIRI und 4,6 Monate (95% KI: 3,7, 5,6) im Arm mit

FOLFIRI allein. Die Hazard Ratio lag bei 0,701 (95% KI: 0,542, 0,907), zugunsten des Arms mit

Panitumumab plus FOLFIRI. Das mediane OS betrug 16,2 Monate (95% KI: 14,5, 19,7) im Arm mit

Panitumumab plus FOLFIRI und 13,9 Monate (95% KI: 11,9, 16,0) im Arm mit FOLFIRI allein. Die

Hazard Ratio lag bei 0,807 (95% KI: 0,634, 1,027), zugunsten des Arms mit Panitumumab plus

FOLFIRI.

Bei mCRC Patienten mit RAS-Mutationen betrug das mediane PFS 4,8 Monate (95% KI: 3,7, 5,5)

im Arm mit Panitumumab plus FOLFIRI und 4,0 Monate (95% KI: 3,6, 5,5) im Arm mit FOLFIRI

allein. Die Hazard Ratio lag bei 0,861 (95% KI: 0,705, 1,053). Das mediane OS betrug 11,8 Monate

(95% KI: 10,4, 13,1) im Arm mit Panitumumab plus FOLFIRI und 11,1 Monate (95% KI: 10,2,

12,4) im Arm mit FOLFIRI allein. Die Hazard Ratio lag bei 0,914 (95% KI: 0,759, 1,101).

Die Wirksamkeit von Vectibix in der First-Line Therapie in Kombination mit FOLFIRI wurde in

einer einarmigen Studie mit 154 Patienten anhand des primären Endpunktes objektive Ansprechrate

(ORR) ermittelt. Andere entscheidende Endpunkte schlossen das progressionsfreie Überleben (PFS)

mit ein.

Es wurde eine vordefinierte, retrospektive Subgruppenanalyse von 143 der 154 Patienten mit KRAS

(Exon 2)-Wildtyp mCRC durchgeführt, in welcher Tumorproben dieser Patienten auf zusätzliche

RAS-Mutationen untersucht wurden. Die Inzidenz dieser zusätzlichen RAS-Mutationen (KRAS

Exons 3, 4 und NRAS Exons 2, 3, 4) in der KRAS (Exon 2)-Wildtyp-Population betrug ungefähr

10%.

Die objektive Ansprechrate betrug 59% (95% KI: 46, 71) bei Patienten mit RAS-Wildtyp (n = 69)

und 41% (95% KI: 30, 53) bei Patienten mit RAS-Mutationen (n = 74).

Das mediane PFS war 11,2 Monate (95% KI: 7,6, 14,8) bei Patienten mit RAS-Wildtyp und

7,3 Monate (95% KI: 5,8, 7,5) bei Patienten mit RAS-Mutationen.

Pharmakokinetik

Die Pharmakokinetik von Vectibix zeigt bei Anwendung als Monotherapie oder in Kombination mit

Chemotherapie keine linearen Verläufe.

Nach einer einzelnen Panitumumab-Anwendung als einstündige Infusion stieg der Bereich unter der

Konzentration-Zeit-Kurve (AUC = Area Under the Curve) überproportional an und die Clearance

(CL) von Panitumumab fiel mit steigender Dosis von 0,75 auf 9 mg/kg KG von 30,6 auf 4,6

ml/Tag/kg KG. Bei Dosierungen von über 2 mg/kg KG stieg die AUC von Panitumumab jedoch

etwa proportional zur Dosis an.

Nach der empfohlenen Dosis (6 mg/kg KG einmal alle 2 Wochen als einstündige Infusion) erreichten

die Panitumumab-Konzentrationen bei der dritten Infusion das Fliessgleichgewicht mit einer

mittleren maximalen Konzentration von 213 ± 59 µg/ml und einer mittleren minimalen

Konzentration von 39 ± 14 µg/ml. Der mittlere Wert (± SD) für die AUC0–t betrug 1’306 ± 374 µg ×

Tag/ml und 4,9 ± 1,4 ml/Tag/kg KG für die CL. Die Eliminations-Halbwertszeit betrug etwa 7,5

Tage (Bereich: 3,6 bis 10,9 Tage).

In einer pharmakokinetischen Populationsanalyse wurde die mögliche Auswirkung ausgewählter Co-

Variaten auf die Pharmakokinetik von Panitumumab untersucht. Alter (21–88), Geschlecht, Rasse,

Leber- und Nierenfunktion, chemotherapeutische Wirkstoffe und die Expression von EGFR (1+, 2+,

3+) auf Tumorzellen hatten keine offensichtliche Auswirkung auf die Pharmakokinetik von

Panitumumab.

Es wurden keine klinischen Untersuchungen zur Pharmakokinetik von Panitumumab bei Patienten

mit Nieren- oder Leberinsuffizienz durchgeführt.

Präklinische Daten

Mutagenität und Kanzerogenität

Es wurden keine Studien zum mutagenen und karzinogenen Potenzial von Panitumumab

durchgeführt.

Reproduktionstoxikologie

In Studien zur embryo-fötalen Entwicklung bei Cynomolgus-Affen konnte gezeigt werden, dass

Panitumumab zum Abort führen konnte, wenn es während der Organogenese in Dosierungen

verabreicht wurde, welche die für Menschen empfohlene Dosis auf mg/kg Basis um das ca. 1,25- bis

5-fache überstiegen.

Formale Studien zur männlichen Fertilität liegen nicht vor, doch zeigte die mikroskopische

Untersuchung der Fortpflanzungsorgane männlicher Cynomolgus-Affen, die Panitumumab während

bis zu 26 Wochen in Dosierungen bis zur ungefähr 5-fachen Dosis beim Menschen (bezogen auf

mg/kg) erhielten, keinen Unterschied im Vergleich zu männlichen Affen der Kontrollgruppe.

Tierexperimentelle Studien an Affen haben reversible Wirkungen auf den Menstruationszyklus und

eine verminderte weibliche Fruchtbarkeit gezeigt. Panitumumab könnte daher die

Empfängnisfähigkeit bei Frauen beeinträchtigen.

Bisher wurden keine tierexperimentellen Studien mit Panitumumab durchgeführt, die den Effekt auf

die prä- und postnatale Entwicklung untersuchen. Daher sollten alle Patienten vor Beginn der

Vectibix-Therapie hinsichtlich des potenziellen Risikos von Panitumumab auf die prä- und

postnatale Entwicklung hingewiesen werden.

Sonstige Hinweise

Inkompatibilitäten

Dieses Arzneimittel darf ausser den unter «Hinweise für die Handhabung und Entsorgung»

aufgeführten, nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt werden.

Haltbarkeit

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «Exp» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Die zubereitete Lösung von Vectibix ist physikalisch und chemisch bei 25 °C während 24 Stunden

stabil.

Vectibix enthält kein antimikrobielles Konservierungsmittel oder bakteriostatische Wirkstoffe. Aus

mikrobiologischer Sicht sollte das zubereitete Präparat sofort verwendet werden. Falls dies nicht

möglich ist, liegen Aufbrauchsfristen und Lagerbedingungen in der Verantwortung des Anwenders

und sollten normalerweise nicht länger als 24 Stunden bei 2–8 °C betragen. Verdünnte Lösung nicht

einfrieren.

Besondere Lagerungshinweise

Im Kühlschrank lagern (2–8 °C).

Nicht einfrieren.

Nicht schütteln.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Für Lagerungsbedingungen des verdünnten Präparats siehe Abschnitt «Haltbarkeit» in der Rubrik

«Sonstige Hinweise».

Hinweise für die Handhabung und Entsorgung

Vectibix ist nur für den Einmalgebrauch vorgesehen. Vectibix ist von einer medizinischen

Fachperson in 0,9%iger Natriumchlorid-Infusionslösung unter aseptischen Bedingungen zu

verdünnen. Die Durchstechflasche darf nicht geschüttelt oder heftig bewegt werden. Vor der

Verabreichung sollte Vectibix optisch überprüft werden. Die Lösung sollte farblos sein und kann

sichtbare durchscheinende bis weisse, amorphe, proteinöse Partikel enthalten (welche durch die In-

Line-Filtration entfernt werden). Verabreichen Sie Vectibix nicht, falls es nicht so aussieht, wie

zuvor beschrieben. Ziehen Sie die erforderliche Menge von Vectibix für eine Dosis von 6 mg/kg auf.

Dazu dürfen nur 21-Gauge-Injektionsnadeln oder solche mit einem kleineren Durchmesser

verwendet werden. Benutzen Sie kein nadelfreies Hilfsmittel (z.B. Adapter für die

Durchstechflasche) zur Entnahme des Inhalts der Durchstechflasche. Auf ein Gesamtvolumen von

100 ml verdünnen. Die endgültige Konzentration darf 10 mg/ml nicht überschreiten. Eine Dosis über

1'000 mg ist in 150 ml 0,9%iger Natriumchlorid-Infusionslösung zu verdünnen (siehe Abschnitt

«Dosierung/Anwendung»). Verdünnte Lösung durch vorsichtiges Umwenden mischen, nicht

schütteln.

Verwerfen Sie die Durchstechflasche und allenfalls darin verbliebene Flüssigkeit nach dem

Einmalgebrauch.

Die Verabreichung von Vectibix erfolgt als intravenöse (IV) Infusion über eine Infusionspumpe

durch einen peripheren Venenkatheter oder Verweilkatheter unter Verwendung eines In-line-Filters

mit einer Porengrösse von 0,2 oder 0,22 Mikrometern und niedriger Protein-Bindungskapazität.

Vor und nach der Verabreichung von Vectibix ist der Infusionsschlauch mit Natriumchloridlösung

zu spülen, um ein Vermischen mit anderen Medikamenten oder i.v.-Lösungen zu vermeiden.

Es wurden keine Inkompatibilitäten festgestellt zwischen Vectibix und 0,9% Natriumchlorid-

Injektionslösung in Polyvinyl- oder Polyolefin-Beuteln.

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist gemäss den örtlichen Bestimmungen zu

entsorgen.

Zulassungsnummer

57872 (Swissmedic).

Packungen

Durchstechflaschen zu 100 mg/5 ml: 1 [A]

Durchstechflaschen zu 400 mg/20 ml: 1 [A]

Zulassungsinhaberin

Amgen Switzerland AG, 6301 Zug.

Stand der Information

Januar 2017.

Version #211116

  • Das Informationsblatt für dieses Produkt ist derzeit nicht verfügbar, können Sie eine Anfrage an unseren Kundendienst zu senden und wir werden Sie benachrichtigen, sobald wir in der Lage, um es zu erhalten.

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Ibu Teva® 400 mg Filmtabletten

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Dolgit® 200/400

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Even when Essure is no longer sold, the #FDA will remain vigilant in protecting patients who’ve already had this device implanted. We’ll continue to monitor adverse events and publicly communicate any new safety findings on this - and any other device. ht

Even when Essure is no longer sold, the #FDA will remain vigilant in protecting patients who’ve already had this device implanted. We’ll continue to monitor adverse events and publicly communicate any new safety findings on this - and any other device. ht

Even when Essure is no longer sold, the #FDA will remain vigilant in protecting patients who’ve already had this device implanted. We’ll continue to monitor adverse events and publicly communicate any new safety findings on this - and any other device. https://www.bloomberg.com/news/articles/2018-07-20/bayer-to-stop-selling-contraceptive-implant-after-threats-by-fda …

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A past diagnosis of asthma is also associated with #COPD in 20% of the cases. Visit  https://bit.ly/1xErH2t  to learn more. #FactFridaypic.twitter.com/JWK672XtdI

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FDA - U.S. Food and Drug Administration

29-6-2018

EU/3/18/2030 (Biophytis)

EU/3/18/2030 (Biophytis)

EU/3/18/2030 (Active substance: 20-hydroxyecdysone) - Orphan designation - Commission Decision (2018)4175 of Fri, 29 Jun 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMA/OD/020/18

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Glucosteril 20 % Injektionslösung

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Glucosteril® 20 % Infusionslösung

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