Vaniqa

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Vaniqa Creme
  • Darreichungsform:
  • Creme
  • Zusammensetzung:
  • eflornithinum 115 mg zu eflornithini hydrochloridum monohydricum, conserv.: phenoxyethanolum, E 216, E 218, excipiens ad-Salbe für 1 g.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Vaniqa Creme
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetik menschlichen
  • Therapiebereich:
  • Hirsutismus im Gesicht bei Frauen

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 55658
  • Berechtigungsdatum:
  • 15-04-2003
  • Letzte Änderung:
  • 11-02-2018

Packungsbeilage

Patienteninformation

Vaniqa®

ALMIRALL

Was ist Vaniqa und wann wird es angewendet?

Vaniqa ist eine Crème zur Behandlung von übermässigem Haarwuchs im Gesicht (am Kinn und im

Oberlippenbereich) bei Frauen. Vaniqa verlangsamt den Haarwuchs durch seine Wirkung auf ein

Enzym, das an der Haarbildung beteiligt ist.

Vaniqa ist nur auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin anzuwenden.

Was sollte dazu beachtet werden?

Dieses Arzneimittel dient nicht zur einmaligen Haarentfernung, sondern es verlangsamt und

vermindert das Haarwachstum. Einige Patientinnen werden weiterhin Haare entfernen, zum Beispiel

durch Rasieren oder Auszupfen.

Übermässiger Haarwuchs kann durch Grunderkrankungen oder bestimmte Arzneimittel verursacht

werden.

Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Ihre Ärztin wenn Sie Fragen haben.

Wann darf Vaniqa nicht angewendet werden?

Wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie auf den Wirkstoff oder einen der Inhaltsstoffe überempfindlich

reagieren, dürfen Sie Vaniqa nicht anwenden.

Kinder und Jugendliche unter 12 Jahren dürfen Vaniqa nicht anwenden.

Wann ist bei der Anwendung von Vaniqa Vorsicht geboten?

Da Vaniqa beim Auftragen auf verletzte oder gereizte Haut ein Stechen oder Brennen hervorrufen

kann, sollten Sie nach dem Rasieren oder Auszupfen mindestens 5 Minuten mit der Anwendung der

Crème warten.

Bringen Sie Vaniqa nicht in die Augen, die Nase oder den Mund. Sollte dies versehentlich passieren,

spülen Sie die betroffene Stelle sorgfältig mit Wasser ab.

Wenn Sie Leber- oder Nierenprobleme haben, sollten Sie Vaniqa nur nach Rücksprache mit dem

Arzt bzw. der Ärztin anwenden.

Dieses Arzneimittel enthält Cetostearylalkohol und Stearylalkohol, welche lokale Hautreaktionen

verursachen können (z.B. Kontaktdermatitis).

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen

Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder

äusserlich anwenden!

Darf Vaniqa während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit angewendet werden?

Wenn Sie schwanger sind oder schwanger werden wollen, sollten Sie Vaniqa nicht anwenden und

eine andere Methode zur Haarentfernung benützen.

Wenn Sie stillen, sollten Sie Vaniqa nicht anwenden.

Wie verwenden Sie Vaniqa?

Wenden Sie Vaniqa genau nach Anweisung Ihres Arztes oder Ihrer Ärztin an.

Warten Sie nach der Rasur oder einer anderen Haarentfernungsmethode mindestens 5 Minuten,

bevor Sie Vaniqa anwenden.

Reinigen Sie zunächst die Hautflächen, auf denen Sie dieses Arzneimittel anwenden werden, und

trocknen Sie sie ab.

Tragen Sie eine dünne Schicht Crème zweimal täglich im Abstand von mindestens 8 Stunden auf die

betroffenen Hautflächen im Gesicht (am Kinn oder im Oberlippenbereich) auf. Waschen Sie nach

Möglichkeit diese Hautflächen nach dem Auftragen von Vaniqa 4 Stunden lang nicht.

Waschen Sie nach dem Auftragen der Crème Ihre Hände.

Warten Sie nach der Anwendung von Vaniqa bis die Crème getrocknet ist, bevor Sie Make-up auf

die betroffenen Hautflächen auftragen.

Es kann bis zu 2 Monate dauern, bis Vaniqa zu wirken beginnt. Um den Behandlungserfolg aufrecht

zu erhalten, sollten Sie dieses Arzneimittel dauerhaft anwenden. Wenn Sie nach 3-monatiger

Behandlung keine Besserung feststellen, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Ihre Ärztin.

Wenn Sie die Behandlung abbrechen, kann der ursprüngliche Haarwuchs innerhalb von 2 Monaten

wieder auftreten.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel

wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer

Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Vaniqa haben?

Wie alle anderen Arzneimittel kann Vaniqa unerwünschte Wirkungen haben. Die beobachteten

Nebenwirkungen, die zumeist die Haut betrafen, waren primär von geringer Intensität und

verschwanden im Allgemeinen ohne Absetzen von Vaniqa oder Einleitung einer medizinischen

Behandlung. Folgende Nebenwirkungen traten auf:

Sehr häufig: Akne.

Häufig: mit einer Entzündung einhergehende eingewachsene Haare im Bartbereich

(Pseudofolliculitis barbae), Haarausfall, Brennen, Stechen oder Kribbeln, trockene Haut, Juckreiz,

Hautausschlag, entzündliche Rötung der Haut (Erythem), Hautreizung, Entzündung des Haarfollikels

(Follikulitis).

Gelegentlich: einwachsende Haare, Schwellung des Gesichts und des Mundes, Hautentzündung,

knotiger (papulöser) Hautausschlag, Hautblutungen, Lippenherpes, Ekzeme, Entzündungen der

Lippen, Infektion des Haarfollikels (Furunkulose), Kontaktekzem, ungewöhnliche Haartextur und

ungewöhnliches Haarwachstum, verminderte Pigmentierung, Hautrötung, taube Lippen,

Empfindlichkeit der Haut.

Selten: Schmetterlingsflechte (Rosacea), seborrhoisches Ekzem, Hautwucherungen

(Hautneoplasien), fleckig-knotiger (makulopapulöser) Ausschlag, Hautzysten, blasenartiger

(vesikulobullöser) Ausschlag, Hautstörungen, verstärkte Behaarung, Spannen der Haut.

Wenn Sie diese oder andere Nebenwirkungen bemerken, kontaktieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker

bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin.

Was ist ferner zu beachten?

Das Präparat soll für Kinder unerreichbar aufbewahrt werden.

Stellen Sie sicher, dass die Tube nach jedem Gebrauch fest verschlossen ist.

Das Arzneimittel soll in der Originalpackung und nur bis zu dem mit «EXP» angegebenen Datum

aufbewahrt werden. Nach Anbruch der Tube innerhalb von 6 Monaten aufbrauchen.

Bei Raumtemperatur (15–25 °C) aufbewahren.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Vaniqa enthalten?

Vaniqa Crème enthält 115 mg des Wirkstoffs Eflornithin pro Gramm Crème.

Konservierungsmittel: Phenoxyethanol, Methylparahydroxybenzoat (E218),

Propylparahydroxybenzoat (E216) sowie weitere Hilfsstoffe.

Zulassungsnummer

55658 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Vaniqa? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Es sind Tuben zu 30 g und 60 g erhältlich.

Zulassungsinhaberin

Almirall AG, 8304 Wallisellen.

Diese Packungsbeilage wurde im Mai 2011 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic)

geprüft.