Vancocin i.v. 1 g

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Vancocin i.v. 1 g Lyophilisat zur Herstellung einer Infusionslösung
  • Darreichungsform:
  • Lyophilisat zur Herstellung einer Infusionslösung
  • Zusammensetzung:
  • Vorbereitung cryodesiccata: vancomycinum 1 g vancomycini hydrochloridum, für Glas.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • Biologische Medizin

Dokumenten

  • für die Allgemeinheit:
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Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Vancocin i.v. 1 g Lyophilisat zur Herstellung einer Infusionslösung
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetika
  • Therapiebereich:
  • Infektionskrankheiten

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 24936
  • Berechtigungsdatum:
  • 23-01-1959
  • Letzte Änderung:
  • 24-10-2018

Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels

Fachinformation

Vancocin® Lyophilisat zur Herstellung einer Infusionslösung

Teva Pharma AG

Zusammensetzung

Wirkstoff: Vancomycinum ut Vancomycini hydrochloridum.

Hilfsstoffe: Acidum hydrochloridum.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

1 Durchstechflasche enthält 500 mg resp. 1 g Vancomycinum.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Bei intravenöser Infusion

Zur Therapie von schweren Infektionen, bei Methicillin- oder Cephalosporinresistenz, die durch

Vancomycin sensible Erreger verursacht wurden.

Bei schweren Staphylokokkeninfektionen bei Penicillin-Allergikern oder bei Patienten, die auf

Penicilline oder Cephalosporine nicht angesprochen haben.

Zur Initialtherapie bei Verdacht auf Methicillin-resistente Keime (nach Vorliegen des Ergebnisses

der Empfindlichkeitstestung sollte die Therapie entsprechend angepasst werden).

Vancomycin intravenös wird unter den obengenannten Voraussetzungen bei Infektionen durch gram-

positive Vancomycin sensible Erreger eingesetzt:

·komplizierten Haut- und Weichteilinfektionen (cSSTI)

·Knochen- und Gelenkinfektionen

·ambulant erworbener Pneumonie (CAP)

·nosokomialer Pneumonie (HAP), einschliesslich der beatmungsassoziierten Pneumonie (VAP)

·infektiöser Endokarditis

·akuter bakterieller Meningitis

·Bakteriämie in Zusammenhang mit oder bei Verdacht auf eine der obigen Erkrankungen

Bei lokalisierten, eitrigen Staphylokokkeninfektionen werden Antibiotika neben geeigneten

chirurgischen Massnahmen angewandt.

Bei Enterokokken (E. faecalis)-Endokarditis ist Vancocin nur in Kombination mit einem

Aminoglykosid wirksam. Vancocin ist gegen Endokarditis durch Diphteroide und in Kombination

mit Rifampicin und/oder einem Aminoglykosid bei beginnender Klappenprothesen-Endokarditis

durch S. epidermidis oder Diphteroide wirksam (Vancomycin-Therapiedauer 4–6 Wochen).

Es sollten Kulturen angelegt werden, um die ursächlichen Erreger und deren Empfindlichkeit gegen

Vancomycin festzustellen.

Bei oraler Verabreichung

Zur Behandlung der antibiotikabedingten pseudomembranoesen Colitis durch C. difficile muss

Vancocin oral verabreicht werden (dafür steht eine orale Darreichungsform von Vancomycin zur

Verfügung oder die 500 mg Stechampulle kann gelöst oral verabreicht werden). Bei oraler

Anwendung sind die Informationen der Arzneimittelinformation der Vancocin Kapseln zu beachten.

Offizielle Empfehlungen zum angemessenen Gebrauch von Antibiotika sollen beachtet werden,

insbesondere Anwendungsempfehlungen zur Verhinderung der Zunahme der Antibiotikaresistenz.

Dosierung/Anwendung

Die Hinweise zur korrekten Art der Verabreichung sind zu beachten.

Sofern angemessen, sollte Vancomycin in Kombination mit anderen Antibiotika verabreicht werden.

Intravenöse Verabreichung

Die Initialdosis ist auf Basis des Körpergewichts zu berechnen. Nachfolgende Dosisanpassungen

sind abhängig von den Serumkonzentrationen vorzunehmen, um therapeutische Zielkonzentrationen

zu erreichen. Die nachfolgende Dosierung und das Verabreichungsintervall richten sich nach der

Nierenfunktion.

Patienten ab dem Alter von 12 Jahren

Die empfohlene Dosis beträgt 15 bis 20 mg/kg Körpergewicht alle 8 bis 12 Stunden (die maximale

Einzeldosis beträgt 2 g).

Bei schwerkranken Patienten kann eine Aufsättigungsdosis von 25–30 mg/kg Körpergewicht

verabreicht werden, um rasch die Zielwerte für die Talkonzentration von Vancomycin im Serum zu

erreichen.

Säuglinge, Kleinkinder und Kinder im Alter von 1 Monat bis unter 12 Jahren

Die empfohlene Dosis beträgt 10 bis 15 mg/kg Körpergewicht alle 6 Stunden (siehe Abschnitt

«Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Reife Neugeborene (ab Geburt bis Tag 27 postnatal)

Zur Etablierung des Dosierungsregimes für Neugeborene ist ein in der Behandlung von

Neugeborenen erfahrener Facharzt zu konsultieren. Ein mögliches Dosierungsschema ist eine Dosis

von 15 mg/kg Körpergewicht alle 8 Stunden. Jede Dosis sollte über 60 Minuten verabreicht werden.

Eine Überwachung der Serumspiegel kann nötig sein.

Besondere Patientengruppen/spezielle Dosierungsanweisungen:

Niereninsuffizienz

Bei erwachsenen und pädiatrischen Patienten mit Nierenfunktionsbeeinträchtigung sollte die

Dosierung nicht nach einem geplanten Schema erfolgen, sondern eine initiale Aufsättigungsdosis

gefolgt von weiteren Dosen unter Kontrolle der Serum-Talspiegel von Vancomycin verabreicht

werden; dies gilt vor allem für Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung oder jene, die eine

Nierenersatztherapie (RRT) erhalten, da die Vancomycin-Spiegel bei diesen Patienten von einer

Vielzahl von Faktoren beeinflusst werden können.

Bei Patienten mit leicht oder mässig eingeschränkter Nierenfunktion darf die Anfangsdosis nicht

reduziert werden. Bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz sollte anstelle einer Verringerung

der Tagesdosis das Verabreichungsintervall verlängert werden.

Die gleichzeitige Verabreichung von Arzneimitteln, die die Clearance von Vancomycin reduzieren

und/oder unerwünschte Wirkungen verstärken könnten, ist entsprechend zu berücksichtigen (siehe

Abschnitt «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Vancomycin wird durch intermittierende Hämodialyse nur unzureichend aus dem Blut entfernt. Die

Anwendung von High-Flux-Membranen und einer kontinuierlichen Nierenersatztherapie (CRRT)

erhöht die Vancomycin-Clearance und erfordert im Allgemeinen eine Substitutionsdosis (bei der

intermittierenden Hämodialyse üblicherweise nach der Hämodialysesitzung).

Erwachsene

Dosisanpassungen bei Erwachsenen können sich nach der anhand der folgenden Formel geschätzten

glomerulären Filtrationsrate (eGFR) richten:

Männer: Gewicht (kg) × [140 – Alter (Jahre)] / 72 × Serumkreatinin (mg/dl)

Frauen: 0,85 × Wert nach obiger Formel berechnet.

Die übliche Anfangsdosis für erwachsene Patienten ist 15 bis 20 mg/kg. Diese Dosis kann bei

Patienten mit einer Kreatinin-Clearance zwischen 20 und 49 ml/min alle 24 Stunden verabreicht

werden. Bei Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance unter 20 ml/min)

oder Patienten unter Nierenersatztherapie hängen Verabreichungszeitpunkt und Menge

nachfolgender Dosen weitgehend von der Art der RRT ab und sollten sich nach den Serum-

Talspiegeln von Vancomycin und der Restnierenfunktion richten (siehe Abschnitt «Warnhinweise

und Vorsichtsmassnahmen»). Je nach klinischer Situation sind vor Verabreichung der nächsten Dosis

gegebenenfalls die Ergebnisse der Konzentrationsbestimmung von Vancomycin abzuwarten.

Bei schwerstkranken Patienten mit Niereninsuffizienz sollte die initiale Aufsättigungsdosis (25 bis

30 mg/kg) nicht reduziert werden.

Pädiatrie

Dosisanpassungen bei pädiatrischen Patienten ab dem Alter von 1 Jahr können sich nach der anhand

der revidierten Schwartz-Formel geschätzten glomerulären Filtrationsrate (eGFR) richten:

eGFR (ml/min/1,73 m2) = (Grösse cm × 0,413) / Serumkreatinin (mg/dl)

eGFR (ml/min/1,73 m2) = (Grösse cm × 36,2) / Serumkreatinin (μmol/l)

Bei Neugeborenen und Säuglingen unter 1 Jahr ist Expertenrat einzuholen, da die revidierte

Schwartz-Formel hier nicht anwendbar ist.

Orientierende Dosierungsempfehlungen für die pädiatrische Population sind in der nachstehenden

Tabelle aufgeführt und folgen denselben Grundsätzen wie bei Erwachsenen.

GFR (ml/min/1,73 m2)

i.v.-Dosis

Häufigkeit

50–30

15 mg/kg

12-stündlich

29–10

15 mg/kg

24-stündlich

<10

10–15 mg/kg Erneute Gabe abhängig von den Spiegeln*

Intermittierende Hämodialyse

Peritonealdialyse

Kontinuierliche

Nierenersatztherapie

15 mg/kg

Erneute Gabe abhängig von den Spiegeln*

* Der geeignete Verabreichungszeitpunkt und die Menge nachfolgender Dosen hängen weitgehend

von der Art der RRT ab und sollten sich nach den vor Verabreichung bestimmten Serum-Spiegeln

von Vancomycin und der Restnierenfunktion richten. Je nach klinischer Situation sind vor

Verabreichung der nächsten Dosis gegebenenfalls die Ergebnisse der Konzentrationsbestimmung

von Vancomycin abzuwarten.

Ältere Patienten

Aufgrund der altersbedingten verringerten Nierenfunktion sind gegebenenfalls niedrigere

Erhaltungsdosen erforderlich.

Adipöse Patienten

Fettleibigkeit kann eine Modifikation der üblichen Tagesdosis erfordern.

Orale Verabreichung

Behandlung der Infektion mit Clostridium difficile (CDI) auschliesslich durch orale Verabreichung.

Die intravenöse Verabreichung von Vancomycin ist bei der Behandlung einer Infektion mit

Clostridium difficile nicht wirksam. Vancomycin muss bei dieser Indikation oral verabreicht werden.

Ist der Inhalt der Vancomycin Kapseln für eine Einzeldosis zu hoch, oder die Kapseln können nicht

geschluckt werden, z.B. bei Kindern, ist es möglich, den Inhalt einer Vancocin-Injektionsflasche

(500 mg) in 30 ml Wasser aufzulösen und oral zu verabreichen. Informationen zur

Dosierung/Anwendung siehe Arzneimittelinformation Vancocin Kapseln.

Überwachung der Vancomycin-Serumkonzentrationen

Die Häufigkeit des therapeutischen Drug-Monitoring (TDM) muss der individuellen klinischen

Situation und dem Ansprechen auf die Behandlung angepasst werden. Bei manchen hämodynamisch

instabilen Patienten ist gegebenenfalls eine tägliche Blutprobennahme erforderlich, während bei

stabilen Patienten, die auf die Behandlung ansprechen, eine Probennahme mindestens einmal

wöchentlich erfolgen sollte. Bei Patienten mit normaler Nierenfunktion sollte die

Serumkonzentration von Vancomycin am zweiten Behandlungstag unmittelbar vor der nächsten

Dosis bestimmt werden.

Bei Patienten unter intermittierender Hämodialyse sollten die Vancomycin-Spiegel in der Regel vor

Beginn der Hämodialysesitzung überprüft werden.

Nach oraler Verabreichung sind die Serumkonzentrationen von Vancomycin bei Patienten mit

entzündlichen Darmerkrankungen zu überprüfen (siehe Abschnitt «Warnhinweise und

Vorsichtsmassnahmen»).

Therapeutische Tal-(Minimal-)Blutspiegel von Vancomycin sollten normalerweise zwischen 10 und

20 mg/l liegen, je nach Infektionsort und Empfindlichkeit des Erregers. Klinische Labore empfehlen

meist Talspiegel von 15–20 mg/l, um als empfindlich klassifizierte Erreger mit einer MIC von

≥1 mg/l abzudecken (siehe Abschnitte «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen» und

«Eigenschaften/Wirkungen» in der Fachinformation).

Zur Vorhersage individueller Dosisanforderungen, um eine adäquate AUC zu erreichen, sind

gegebenenfalls modellbasierte Methoden hilfreich. Der modellbasierte Ansatz kann sowohl für die

Berechnung der individuellen Anfangsdosis als auch für Dosisanpassungen auf Basis von TDM-

Ergebnissen verwendet werden (siehe Abschnitt «Eigenschaften/Wirkungen» in der

Fachinformation).

Korrekte Art der Verabreichung

Intravenöse Verabreichung

Bei der intravenösen Verabreichung wird Vancomycin üblicherweise als intermittierende Infusion

verabreicht und die Dosierungsempfehlungen in diesem Abschnitt zur intravenösen Verabreichung

beziehen sich auf diese Art der Anwendung.

Vancomycin darf nur als langsame intravenöse Infusion über eine Dauer von mindestens einer

Stunde bzw. mit einer maximalen Infusionsgeschwindigkeit von 10 mg/min (je nachdem, welche

Dauer länger ist) bei ausreichender Verdünnung (mindestens 100 ml pro 500 mg bzw. mindestens

200 ml pro 1000 mg) verabreicht werden (siehe Abschnitt «Warnhinweise und

Vorsichtsmassnahmen»).

Patienten, deren Flüssigkeitsaufnahme begrenzt werden muss, können auch eine Lösung mit

500 mg/50 ml oder 1000 mg/100 ml erhalten; allerdings kann das Risiko infusionsbedingter

unerwünschter Wirkungen bei diesen höheren Konzentrationen ansteigen. Die Endkonzentration soll

10 mg/ml nicht übersteigen.

Zur Information bezüglich der Herstellung der Lösung siehe Abschnitt «Sonstige Hinweise».

Eine kontinuierliche Infusion von Vancomycin kann in Betracht gezogen werden, z.B. bei Patienten

mit instabiler Vancomycin-Clearance.

Orale Verabreichung

Ist der Inhalt der Vancomycin Kapseln für eine Einzeldosis zu hoch, oder die Kapseln können nicht

geschluckt werden z.B. bei Kindern, ist es möglich, den Inhalt einer Vancocin-Injektionsflasche (500

mg) in 30 ml Wasser aufzulösen und oral zu verabreichen.

(siehe Arzneimittelinformation Vancocin Kapseln).

Die intrathekale Verabreichung von Vancocin ist nicht untersucht.

Kontraindikationen

Vancocin darf bei Patienten mit bekannter Überempfindlichkeit gegenüber einem der Bestandteile

dieses Arzneimittels nicht angewendet werden.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Überempfindlichkeitsreaktionen

Schwerwiegende und gelegentlich tödliche Überempfindlichkeitsreaktionen sind möglich (siehe

Abschnitte «Kontraindikationen» und «Unerwünschte Wirkungen»). Im Fall von

Überempfindlichkeitsreaktionen ist die Behandlung mit Vancomycin sofort abzubrechen und

entsprechende Notfallmassnahmen sind einzuleiten. Bei Patienten, die Vancomycin über einen

längeren Zeitraum erhalten oder gleichzeitig mit anderen Arzneimitteln behandelt werden, die

Neutropenie oder Agranulozytose verursachen können, ist die Leukozytenzahl in regelmässigen

Abständen zu kontrollieren. Bei allen Patienten, die Vancomycin erhalten, sind regelmässig

hämatologische Untersuchungen, Urinanalysen sowie Leber- und Nierenfunktionsuntersuchungen

durchzuführen.

Vancomycin ist bei Patienten mit allergischen Reaktionen auf Teicoplanin mit Vorsicht anzuwenden,

da es zu einer Kreuzhypersensitivität, einschliesslich eines tödlichen anaphylaktischen Schocks,

kommen kann.

Spektrum der antibakteriellen Aktivität

Das Spektrum der antibakteriellen Aktivität von Vancomycin ist auf grampositive Organismen

beschränkt. Es eignet sich nicht als Einzeltherapie zur Behandlung bestimmter Arten von

Infektionen, sofern der Erreger nicht bereits bekannt und nachweislich empfindlich ist oder die

Vermutung sehr nahe liegt, dass der/die wahrscheinlichste/n Erreger für eine Behandlung mit

Vancomycin infrage kommen.

Für den rationalen Einsatz von Vancomycin sind das bakterielle Aktivitätsspektrum, das

Sicherheitsprofil und die Eignung der standardmässigen Antibiotikatherapie im Einzelfall zu

berücksichtigen.

Vancomycin ist potentiell nephro- und ototoxisch, insbesondere bei Patienten mit bereits bestehender

Nierenschädigung und bei Patienten mit normaler Nierenfunktion, die mit höheren Dosen oder über

längere Zeit behandelt werden oder bei gleichzeitiger Anwendung anderer nephro- und/oder

ototoxischer Substanzen.

Ototoxizität

Ototoxizität, die vorübergehend oder dauerhaft sein kann (siehe Abschnitt «Unerwünschte

Wirkungen»), wurde bei Patienten mit vorbestehender Taubheit berichtet, die extrem hohe Dosen

intravenös erhielten oder gleichzeitig mit anderen ototoxischen Wirkstoffen, wie Aminoglykosiden,

behandelt wurden. Die Anwendung von Vancomycin ist auch bei Patienten mit vorherigem

Hörverlust zu vermeiden. Tinnitus kann einer Taubheit vorausgehen. Erfahrungen mit anderen

Antibiotika legen nahe, dass die Taubheit trotz Absetzen der Behandlung progredient ist. Der zuerst

einsetzende Hörverlust in den hohen Frequenzen ist nur mittels Audiogrammen erfassbar. Ein

Tinnitus, der möglicherweise einem beginnenden Verlust des Hörvermögens vorausgeht, ist als

Indikation für den Abbruch der Behandlung zu werten.

Zur Reduktion des Risikos einer Ototoxizität sind regelmässige Kontrollen des Blutspiegels

vorzunehmen und eine regelmässige Überprüfung der Hörfunktion wird empfohlen.

Ältere Patienten und dehydrierte Patienten sind besonders anfällig für eine Gehörschädigung. Die

Überprüfung der vestibulären und Hörfunktion bei älteren Patienten ist während und nach der

Behandlung durchzuführen. Die gleichzeitige oder sequentielle Anwendung anderer ototoxischer

Substanzen ist zu vermeiden.

Nephrotoxizität

Vancomycin muss bei Patienten mit Niereninsuffizienz, einschliesslich Anurie, mit Vorsicht

angewendet werden, da die Gefahr der Entwicklung toxischer Effekte in Anwesenheit hoher

Blutkonzentrationen über eine längere Zeit wesentlich grösser ist. Das Toxizitätsrisiko wird durch

hohe Blutkonzentrationen oder lange Therapiedauer erhöht.

Im Fall einer Hochdosistherapie und längeren Anwendung ist die regelmässige Kontrolle der

Blutspiegel von Vancomycin angezeigt, vor allem bei Patienten mit Nierenfunktionsstörung oder

Hörbeeinträchtigung sowie bei der gleichzeitigen Verabreichung von nephrotoxischen oder

ototoxischen Substanzen (siehe Abschnitt «Dosierung/Anwendung»).

Infusionsbedingte Reaktionen

Bei rascher Bolusgabe (d.h. über wenige Minuten) kann es zu starkem Blutdruckabfall

(einschliesslich Schock und selten Herzstillstand), histaminähnlichen Reaktionen sowie

makulopapulösem oder erythematösem Hautausschlag (Red-Man-Syndrom bzw. Red-Neck-

Syndrom) kommen. Um diese durch eine schnelle Infusion bedingten Reaktionen zu vermeiden, darf

Vancomycin nur langsam in verdünnter Lösung (2,5 bis 5,0 mg/ml) mit einer maximalen

Infusionsgeschwindigkeit von 10 mg/min über einen Zeitraum von nicht weniger als 60 Minuten

infundiert werden. Die Reaktionen klingen nach Absetzen der Infusion im Allgemeinen prompt

wieder ab.

Die Häufigkeit infusionsbedingter Reaktionen (Hypotonie, Hautrötung, Erythem, Urtikaria und

Pruritus) nimmt mit der gleichzeitigen Verabreichung von Anästhetika zu (siehe Abschnitt

«Interaktionen»). Diese Reaktionen können vermindert werden, wenn Vancomycin über mindestens

60 Minuten vor Anästhesieeinleitung infundiert wird.

Schwere bullöse Reaktionen

Im Rahmen der Anwendung von Vancomycin wurde über Stevens-Johnson-Syndrom (SJS) berichtet

(siehe Abschnitt «Unerwünschte Wirkungen»). Sind Symptome oder Anzeichen für ein SJS (z.B.

progressiver Hautausschlag, häufig mit Blasenbildung oder Mukosaläsionen) vorhanden, muss die

Behandlung mit Vancomycin sofort abgebrochen und eine fachärztliche dermatologische

Untersuchung durchgeführt werden.

Reaktionen am Verabreichungsort

Bei zahlreichen Patienten, die Vancomycin intravenös erhalten, kommt es zu Schmerzen und

Thrombophlebitis; diese Reaktionen können gelegentlich schwer sein. Die Häufigkeit und Schwere

der Thrombophlebitis kann durch die langsame Verabreichung des Arzneimittels als verdünnte

Lösung (siehe Abschnitt «Dosierung/Anwendung») sowie durch regelmässigen Wechsel der

Infusionsstelle verringert werden.

Die Wirksamkeit und Sicherheit von Vancomycin zur intrathekalen, intralumbalen und

intraventrikulären Anwendung sind nicht untersucht.

Pädiatrie

Die aktuellen Empfehlungen für die intravenöse Verabreichung in der Pädiatrie, vor allem bei

Kindern unter 12 Jahren, können bei einer erheblichen Anzahl von Kindern zu subtherapeutischen

Vancomycin-Spiegeln führen. Die Sicherheit höherer Vancomycin-Dosen wurde jedoch noch nicht

ausreichend untersucht und höhere Dosen als 60 mg/kg/Tag können im Allgemeinen nicht

empfohlen werden.

Aufgrund der renalen Unreife und eines möglichen Anstiegs der Serumkonzentration von

Vancomycin muss Vancomycin bei Säuglingen mit besonderer Vorsicht angewendet werden. Die

Blutkonzentration von Vancomycin ist daher bei diesen Kindern engmaschig zu überwachen. Die

gleichzeitige Verabreichung von Vancomycin und Anästhetika wurde bei Kindern in Zusammenhang

mit Erythem und histaminähnlichen Hautrötungen gebracht. Ebenso besteht ein Zusammenhang

zwischen der gleichzeitigen Anwendung nephrotoxischer Wirkstoffe, wie Aminoglykosid-

Antibiotika, NSAR (z.B. Ibuprofen zur Schliessung eines persistierenden Ductus Botalli) oder

Amphotericin B, und einem erhöhten Risiko einer Nephrotoxizität (siehe Abschnitt «Interaktionen»).

Daher ist eine häufigere Überprüfung der Vancomycin-Serumspiegel und der Nierenfunktion

angezeigt.

Anwendung bei älteren Patienten

Die natürliche Abnahme der glomerulären Filtrationsrate mit zunehmendem Lebensalter kann zu

erhöhten Vancomycin-Serumspiegeln führen, wenn die Dosis nicht angepasst wird (siehe Abschnitt

«Dosierung/Anwendung»).

Arzneimittelinteraktionen mit Anästhetika

Eine anästhetikainduzierte Myokarddepression kann durch Vancomycin verstärkt werden. Die

Verabreichung von Vancomycin als eine 60-minütige Infusion vor Einleitung der Anaesthesie kann

diese Ereignisse mindern. Während der Anästhesie muss die Dosis gut verdünnt und langsam unter

engmaschiger Überwachung der Herzfunktion verabreicht werden. Ein Positionswechsel darf erst

nach Abschluss der Infusion vorgenommen werden, um eine Haltungsanpassung zu ermöglichen

(siehe Abschnitt «Interaktionen»).

Pseudomembranöse Enterokolitis

Bei schwerer anhaltender Diarrhö muss die Möglichkeit der Entwicklung einer pseudomembranösen

Enterokolitis, die unter Umständen lebensbedrohlich verlaufen kann, in Betracht gezogen werden

(siehe Abschnitt «Unerwünschte Wirkungen») die sofort behandelt werden muss (z.B. mit

Vancomycin orale Verabreichung). Es dürfen keine Antidiarrhoika verabreicht werden.

Superinfektion

Die Langzeitanwendung von Vancomycin kann zu einem Überwuchern mit nicht-empfindlichen

Organismen führen. Eine sorgfältige Beobachtung der Patienten ist wesentlich. Falls während der

Therapie eine Superinfektion auftritt, sind die entsprechenden Massnahmen zu ergreifen.

Orale Verabreichung

Die intravenöse Verabreichung von Vancomycin ist bei der Behandlung einer Infektion mit

Clostridium difficile nicht wirksam. Vancomycin muss bei dieser Indikation oral verabreicht werden.

Die Informationen der Arzneimittelinformation Vancocin Kapseln sind zu beachten.

Aufgrund einer hohen Rate asymptomatischer Kolonisierung wird bei Kleinkindern unter 1 Jahr

nicht empfohlen, eine Untersuchung auf Kolonisierung mit Clostridium difficile oder C.-difficile-

Toxin durchzuführen. Ausgenommen davon sind Fälle schwerer Diarrhö bei Säuglingen mit

Risikofaktoren für eine Darmstase, wie Morbus Hirschsprung, operativ behandelte Analatresie oder

andere schwere Motilitätsstörungen. Eine alternative Ätiologie ist stets abzuklären und eine

Clostridium-difficile-Enterokolitis sollte nachgewiesen sein.

Interaktionen

Potenziell nephrotoxische oder ototoxische Arzneimittel

Eine gleichzeitige oder aufeinanderfolgende Verwendung anderer ototoxischer, neurotoxischer

und/oder nephrotoxischer Antibiotika, insbesondere von Amphotericin B, Aminoglykosiden,

Bacitracin, Piperacillin/Tazobactam, Polymyxin B, Colistin, Viomycin oder Cisplatin erfordert

sorgfältige Überwachung.

Eine gleichzeitige Gabe von Vancocin und Narkosemitteln hat zu Erythem, einer Histaminreaktion-

ähnlichen Hautrötung und anaphylaktoiden Reaktionen geführt. Die Häufigkeit infusionsbedingter

unerwünschter Wirkungen ist unter gleichzeitiger Narkotika-Gabe grösser. Die Verabreichung von

Vancomycin als eine 60-minütige Infusion vor Einleitung der Anaesthesie kann diese Ereignisse

mindern.

Muskelrelaxantien

Die gleichzeitige Verabreichung von Vancomycin und Muskelrelaxantien geht mit einem erhöhten

Risiko einer neuromuskulären Blockade einher.

Schwangerschaft/Stillzeit

Schwangerschaft

Hinsichtlich der Gefahrlosigkeit der Anwendung während der Schwangerschaft oder einer

Beeinflussung der Fruchtbarkeit sind keine verbindlichen Aussagen möglich.

In einer kontrollierten klinischen Studie wurden die möglichen ototoxischen und nephrotoxischen

Auswirkungen von Vancomycin bei Kindern getestet, nachdem das Arzneimittel drogenabhängigen

schwangeren Frauen im 2. und 3. Trimenon bei schweren Staphylokokkeninfektionen verabreicht

worden war. Vancomycin wurde im Nabelschnurblut nachgewiesen. Es wurde weder Gehörverlust

noch Nephrotoxizität beobachtet.

Da die Patientenanzahl dieser Studie begrenzt war und Vancomycin nur im 2. und 3. Trimenon

verabreicht wurde, ist nicht bekannt, ob Vancomycin fetale Schäden verursacht.

Vancomycinhydrochlorid sollte an schwangere Frauen nur wenn unbedingt notwendig verabreicht

werden.

Stillzeit

Vancomycin wird in die Muttermilch ausgeschieden und sollte daher an stillende Mütter nur wenn

unbedingt notwendig verabreicht werden.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Vancocin parenteral kann einen Einfluss (Schwindel, Hörstörungen) auf die Fahrtüchtigkeit oder die

Fähigkeit, Maschinen zu bedienen haben.

Unerwünschte Wirkungen

Zusammenfassung des Sicherheitsprofils

Die häufigsten unerwünschten Wirkungen sind Phlebitis und pseudo-allergische Reaktionen sowie

Hautrötung am Oberkörper (Red-Man-Syndrom) im Zusammenhang mit einer zu schnellen

intravenösen Infusion von Vancomycin.

Orale Applikation

Die Absorption von Vancomycin aus dem Gastrointestinaltrakt ist vernachlässigbar. Bei starker

Entzündung der Darmschleimhaut und vor allem in Kombination mit einer Nierenfunktionsstörung

können jedoch die gleichen unerwünschten Wirkungen wie bei der parenteralen Verabreichung von

Vancomycin auftreten.

Häufigkeiten

«Sehr häufig» (>1/10), «häufig» (>1/100, <1/10), «gelegentlich» (>1/1'000, <1/100), «selten»

(>1/10'000, <1/1'000), «sehr selten» (<1/10'000).

Störungen des Blut- und Lymphsystems

Selten: reversible Neutropenie, Agranulozytose, Eosinophilie, Thrombozytopenie, Panzytopenie

Erkrankungen des Immunsystems

Selten: Überempfindlichkeitsreaktionen, anaphylaktische Reaktionen

Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths

Gelegentlich: vorübergehender oder bleibender Verlust des Hörvermögens

Selten: Vertigo, Tinnitus, Schwindelgefühl

Herzerkrankungen

Sehr selten: Herzstillstand

Gefässerkrankungen

Häufig: Blutdruckabfall, Thrombophlebitis

Sehr selten: Vaskulitis

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Häufig: Dyspnö, Stridor

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Selten: Übelkeit

Sehr selten: pseudomembranöse Enterokolitis

Einzelfälle: Erbrechen, Diarrhö

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Häufig: Hautrötung des Oberkörpers (Red-Man-Syndrom), Exanthem und Schleimhautentzündung,

Pruritus, Urtikaria

Sehr selten: exfoliative Dermatitis, Stevens-Johnson-Syndrom, lineare bullöse IgA-Dermatose,

Lyell-Syndrom

Einzelfälle: Eosinophilie und systemische Symptome (DRESS-Syndrom), AGEP (akute

generalisierte exanthematische Pustulose)

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Häufig: Nierenschädigung, manifestiert vor allem durch erhöhtes Serumkreatinin und erhöhten

Serumharnstoff

Selten: interstitielle Nephritis, akutes Nierenversagen

Einzelfälle: akute tubuläre Nekrose

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Häufig: Phlebitis, Rötung am Oberkörper (Red-Man-Syndrom) und im Gesicht

Selten: Arzneimittelfieber, Schüttelfrost, Schmerzen und Muskelspasmen der Brust- und

Rückenmuskulatur

Beschreibung ausgewählter unerwünschter Arzneimittelwirkungen

Reversible Neutropenie, gewöhnlich mit Beginn mindestens eine Woche nach Einleitung der

intravenösen Therapie bzw. nach einer Gesamtdosis von mehr als 25 g. Nach Absetzen von

Vancocin scheint sich das Blutbild schnell zu normalisieren. Gelegentlich wurde auch eine

Verminderung der Blutplättchen, manchmal über Eosinophilie berichtet. Sehr selten wurde über

Agranulozytose berichtet. Bei Patienten, die Vancocin über längere Zeit oder gleichzeitig andere

Arzneimittel erhalten, die eine Neutropenie oder Agranulozytose verursachen können, sollte die

Leukozytenzahl regelmässig überwacht werden.

Während und kurz nach einer raschen Infusion können anaphylaktische/anaphylaktoide Reaktionen

einschliesslich Keuchatmung, Hypotonie, Dyspnoe, Urtikaria oder Pruritus auftreten. Die Reaktionen

klingen nach Absetzen der Infusion im Allgemeinen innerhalb von 20 Minuten bis zu 2 Stunden ab.

Rötung der Haut am Oberkörper (Red-Man-Syndrom), Schmerzen und Krämpfe in der Brust- oder

Rückenmuskulatur können auftreten. Vancomycin muss genügend verdünnt und langsam infundiert

werden (siehe Abschnitte «Dosierung/Anwendung» und «Warnhinweise und

Vorsichtsmassnahmen»). Eine schnelle Bolus-Injektion (über einige Minuten) kann mit raschem

Blutdruckabfall, einschliesslich Schock und gelegentlich Herzstillstand in Verbindung stehen.

Ein Tinnitus, der möglicherweise einem beginnenden Verlust des Hörvermögens vorausgeht, ist als

Indikation für den Abbruch der Behandlung zu werten.

Über Ototoxizität wurde hauptsächlich bei Patienten berichtet, die mit hohen Dosen oder gleichzeitig

mit anderen ototoxischen Arzneimitteln, wie Aminoglykosiden, behandelt wurden, oder bei Patienten

mit bereits beeinträchtigtem Hörvermögen oder einer vorbestehenden Nierenfunktionsstörung.

Gelegentlich können Exantheme und Schleimhautentzündungen mit und ohne Juckreiz auftreten.

Sehr selten wurde im zeitlichen Zusammenhang mit einer Vancomycin-Infusion über einen starken

und bis zu 10 Stunden anhaltenden Tränenfluss berichtet.

Selten werden schwerwiegendere Überempfindlichkeitsreaktionen mit Symptomen wie z.B.

Arzneimittelfieber, Eosinophilie, Schüttelfrost, Vaskulitis beobachtet.

Überempfindlichkeitsreaktionen aller Schweregrade – bis zum Schock – sind möglich.

Schwere anaphylaktoide Reaktionen erfordern unter Umstanden entsprechende Notfallmassnahmen.

In seltenen Fällen ist im zeitlichen Zusammenhang mit einer Vancomycin-Therapie über schwere

Hauterscheinungen mit lebensbedrohlichen Allgemeinreaktionen (wie z.B. exfoliative Dermatitis,

Stevens-Johnson-Syndrom, Lyell-Syndrom) berichtet worden.

Bei Verdacht auf eine bullöse Erkrankung ist das Arzneimittel abzusetzen und eine fachärztliche

dermatologische Untersuchung durchzuführen.

Venenentzündungen können auftreten. Durch langsame Infusion verdünnter Lösungen und Wechsel

der Infusionsstelle kann man sie vermindern.

Versehentliche paravenöse oder intramuskuläre Injektionen führen zu Schmerzen, Gewebsreizungen

und Nekrosen.

Häufig kann Übelkeit auftreten. Sehr selten wurde über pseudomembranöse Enterokolitis bei

Patienten berichtet, denen Vanomycin intravenös gegeben wurde.

Häufig wurde über Nierenfunktionseinschränkung, was sich hauptsächlich durch erhöhte Kreatinin-

oder Blutharnstoffstickstoff-Konzentrationen äusserte, berichtet, besonders bei Patienten, die grosse

Dosen von Vancocin erhielten. Sehr selten wurde interstitielle Nephritis beobachtet. Nierenversagen.

Meistens traten diese Nebenwirkungen bei Patienten auf, denen gleichzeitig Aminoglykoside

verabreicht wurden oder bei bereits bestehender Nierenfunktionseinschränkung. Das Absetzen von

Vancocin führte bei den meisten Patienten zu einem Rückgang der Azotaemie. Bei Patienten mit

bereits eingeschränkter Nierenfunktion oder bei gleichzeitiger Gabe von Aminoglykosiden sollte

daher die Nierenfunktion regelmässig überwacht und die Dosierung besonders sorgfältig gewählt

werden.

Erste Anzeichen von Nebenwirkungen und der Eintritt einer Schwangerschaft sind dem Arzt zu

melden. Regelmässige Kontrollen der Nieren- und Hörfunktion sowie des Blutbildes sind unter den

beschriebenen Bedingungen angezeigt.

Pädiatrie

Das Sicherheitsprofil ist bei Kindern und erwachsenen Patienten im Allgemein gleich. Bei Kindern

wurde eine Nephrotoxizität beschrieben, gewöhnlich im Zusammenhang mit anderen

nephrotoxischen Substanzen, wie Aminoglykosiden.

Überdosierung

Bei der Behandlung von Überdosierungen ist die Möglichkeit vielfacher Arzneimittelüberdosierung,

Interaktionen zwischen den Arzneimittel und unübliche Kinetik zu bedenken. Unterstützende

Massnahmen unter Aufrechterhaltung der glomerulären Filtration sind in erster Linie als

Therapiemassnahmen angezeigt. Es wurde berichtet, dass Hämofiltration und Hämoperfusion mit

Polysulfonharz zu einer erhöhten Vancomycin-Ausscheidung führten. Hämodialyse und

Peritonealdialyse haben sich als unwirksam herausgestellt.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: J01XA01

Wirkungsmechanismus

Vancomycin ist ein trizyklisches Glykopeptid-Antibiotikum, das die Synthese der Zellwand in

empfindlichen Bakterien durch hochaffine Bindung an das endständige D-Alanyl-D-Alanin von

Vorläufereinheiten der Zellwand hemmt. Das Arzneimittel wirkt bei sich teilenden Mikroorganismen

langsam bakterizid. Ausserdem beeinträchtigt es die Permeabilität der bakteriellen Zellmembran und

die RNA-Synthese.

Beziehung zwischen Pharmakokinetik und Pharmakodynamik

Vancomycin weist eine konzentrationsunabhängige Aktivität auf. Der primäre prädiktive

Wirksamkeitsparameter ist die Fläche unter der Konzentrationskurve (AUC) geteilt durch die

minimale Hemmkonzentration (MIC) des Zielorganismus. Auf Basis von In-vitro-,

tierexperimentellen und begrenzten Humandaten wurde ein AUC/MIC-Verhältnis von 400 als

PK/PD-Ziel zur Erreichung einer klinischen Wirksamkeit von Vancomycin etabliert. Um diesen

Zielwert bei einer MIC von ≥1,0 mg/l zu erreichen, sind eine Dosierung im oberen Bereich und hohe

Serum-Talkonzentrationen (15–20 mg/l) erforderlich (siehe Abschnitt «Dosierung/Anwendung»).

Resistenzmechanismus

Eine erworbene Resistenz gegen Glykopeptide tritt insbesondere bei Enterokokken auf und beruht

auf dem Erwerb verschiedener Van-Gen-Komplexe, was zu einer Umwandlung der Zielstruktur D-

Alanyl-D-Alanin in D-Alanyl-D-Laktat oder D-Alanyl-D-Serin führt, an welche Vancomycin nur

schlecht bindet. In manchen Ländern werden vermehrt Resistenzfälle – vor allem bei Enterokokken –

beobachtet; besonders alarmierend ist das Auftreten multiresistenter Stämme von Enterococcus

faecium.

Van-Gene wurden in Staphylococcus aureus kaum gefunden, wo Veränderungen der

Zellwandstruktur zu intermediärer Empfindlichkeit führen, welche sehr häufig heterogen ist. Ebenso

wurde über methicillinresistente Staphylokokkenstämme (MRSA) mit reduzierter Empfindlichkeit

gegenüber Vancomycin berichtet. Die reduzierte Empfindlichkeit bzw. Resistenz von

Staphylokokken gegenüber Vancomycin ist noch nicht aufgeklärt. Verschiedene genetische Faktoren

und Mehrfachmutationen spielen eine Rolle.

Zwischen Vancomycin und anderen Antibiotikaklassen besteht keine Kreuzresistenz. Eine

Kreuzresistenz mit anderen Glykopeptid-Antibiotika, wie Teicoplanin, kommt vor. Eine sekundäre

Resistenzentwicklung unter Therapie ist selten.

Synergismus

Die Kombination von Vancomycin mit einem Aminoglykosid-Antibiotikum hat eine synergistische

Wirkung gegen viele Staphylococcus-aureus-Stämme, Nicht-Enterokokken-Streptokokken der

Gruppe-D, Enterokokken und Streptokokken der Viridans-Gruppe. Die Kombination von

Vancomycin mit einem Cephalosporin weist eine synergistische Wirkung gegen manche

oxacillinresistente Staphylococcus-epidermidis-Stämme auf, und die Kombination von Vancomycin

mit Rifampicin wirkt synergistisch gegen Staphylococcus epidermidis und teilweise synergistisch

gegen manche Staphylococcus-aureus-Stämme. Da Vancomycin in Kombination mit einem

Cephalosporin auch eine antagonistische Wirkung gegen manche Staphylococcus-epidermidis-

Stämme haben kann, und in Kombination mit Rifampicin gegen manche Staphylococcus-aureus-

Stämme, ist eine Synergietestung im Voraus hilfreich.

Es sollten Proben für Bakterienkulturen gewonnen werden, um die verursachenden Organismen zu

isolieren und identifizieren sowie um deren Empfindlichkeit gegenüber Vancomycin zu bestimmen.

Grenzwerte zur Empfindlichkeitsprüfung

Vancomycin ist gegen grampositive Bakterien, wie Staphylokokken, Streptokokken, Enterokokken,

Pneumokokken und Clostridien wirksam. Gramnegative Bakterien sind resistent gegen Vancomycin.

Die Prävalenz einer erworbenen Resistenz gegenüber einzelnen Spezies kann geografisch und

zeitlich variieren. Örtliche Informationen zu Resistenzen sind daher wünschenswert, insbesondere

bei der Behandlung schwerer Infektionen. Erforderlichenfalls ist Expertenrat einzuholen, wenn die

örtliche Prävalenz der Resistenz die Nützlichkeit des Wirkstoffs zumindest bei einigen Arten von

Infektionen infrage stellt. Diese Information liefert nur Anhaltspunkte dafür, ob die

Mikroorganismen möglicherweise empfindlich auf Vancomycin sind.

Nachstehend sind die von EUCAST (European Committee on Antimicrobial Susceptibility Testing)

erstellten Grenzwerte für die minimale Hemmkonzentration (MIC) aufgeführt:

Empfindlich Resistent

Staphylococcus aureus1

≤2 mg/l

>2 mg/l

Staphylococcus koagulasenegativ1

≤4 mg/l

>4 mg/l

Enterococcus spp.

≤4 mg/l

>4 mg/l

Streptococcus Gruppe A, B, C und G ≤2 mg/l

>2 mg/l

Streptococcus pneumoniae

≤2 mg/l

>2 mg/l

Grampositive Anaerobier

≤2 mg/l

>2 mg/l

1 S. aureus mit MIC-Werten für Vancomycin von 2 mg/l sind an der Grenze der Wildtyp-Verteilung

und das klinische Ansprechen kann daher unzureichend sein.

Üblicherweise empfindliche Spezies

Grampositiv

Enterococcus faecalis

Staphylococcus aureus

Staphylococcus aureus methicillinresistent

Staphylococcus koagulasenegativ

Streptococcus spp.

Streptococcus pneumoniae

Enteroccocus spp.

Staphylococcus spp.

Anaerobe Spezies

Clostridium spp. ausser Clostridium innocuum

Eubacterium spp.

Peptostreptococcus spp.

Spezies, bei denen erworbene Resistenzen ein Problem darstellen

können

Enterococcus faecium

Von Natur aus resistent

Alle gramnegativen Bakterien

Aerobe grampositive Spezies

Erysipelothrix rhusiopathiae

Heterofermentative Lactobacillus

Leuconostoc spp

Pediococcus spp.

Anaerobe Spezies

Clostridium innocuum

Die Resistenzentwicklung gegenüber Vancomycin ist in jedem Krankenhaus unterschiedlich. Daher

sollten relevante Informationen von einem mikrobiologischen Labor vor Ort eingeholt werden.

Pharmakokinetik

Absorption

Vancomycin wird intravenös zur Behandlung von systemischen Infektionen angewendet.

Bei Patienten mit normaler Nierenfunktion führt die intravenöse Anwendung mehrerer Dosen von

1 g Vancomycin (15 mg/kg) über 60 Minuten unmittelbar nach sowie 2 Stunden und 11 Stunden

nach Ende der Infusion zu durchschnittlichen Plasmakonzentrationen von etwa 50–60 mg/l, 20–

25 mg/l bzw. 5–10 mg/l. Die Plasmakonzentrationen nach mehreren Dosen sind denen nach einer

Einzeldosis ähnlich.

Vancomycin wird bei oraler Verabreichung kaum in die Blutbahn aufgenommen. Bei Patienten mit

(pseudomembranöser) Enterokolitis kann es jedoch nach oraler Gabe zu einer Absorption kommen.

Dies kann bei Patienten mit gleichzeitig bestehender Nierenfunktionsstörung zu einer Kumulation

von Vancomycin führen.

Distribution

Das Verteilungsvolumen beträgt etwa 60 l/1,73 m2 Körperoberfläche. Bei Serumkonzentrationen

von 10 mg/l bis 100 mg/l bindet Vancomycin, gemessen mittels Ultrafiltration, zu etwa 30–55% an

Plasmaproteine.

Vancomycin diffundiert leicht über die Plazenta und wird im Nabelschnurblut verteilt. Bei nicht

entzündeten Meningen passiert Vancomycin die Blut-Hirn-Schranke nur in geringem Umfang.

Biotransformation

Das Arzneimittel wird nur in sehr geringem Umfang metabolisiert. Nach parenteraler Verabreichung

wird es fast vollständig als mikrobiologisch aktive Substanz (etwa 75–90% innerhalb von

24 Stunden) durch glomeruläre Filtration über die Nieren ausgeschieden.

Metabolismus/Elimination

Bei Patienten mit normaler Nierenfunktion beträgt die Eliminationshalbwertszeit von Vancomycin

im Serum etwa 4–6 Stunden und bei Kindern 2,2–3 Stunden. Die Plasmaclearance liegt bei etwa

0,058 l/kg/h und die renale Clearance bei etwa 0,048 l/kg/h. In den ersten 24 Stunden werden rund

80% der gegebenen Vancomycin-Dosis durch glomeruläre Filtration über den Urin ausgeschieden

Bei eingeschränkter Nierenfunktion ist die Ausscheidung von Vancomycin verzögert. Bei

anephrischen Patienten beträgt die mittlere Halbwertszeit 7,5 Tage. Wegen der Ototoxizität von

Vancomycin ist eine therapiebegleitende Kontrolle der Plasmakonzentration in solchen Fällen

angezeigt.

Die Ausscheidung über die Galle ist unbedeutend (weniger als 5% der Dosis).

Vancomycin wird mittels Hämodialyse oder Peritonealdialyse zwar nicht wirksam eliminiert, es

liegen jedoch Berichte über eine erhöhte Vancomycin-Clearance unter Hämoperfusion oder

Hämofiltration vor.

Nach oraler Verabreichung wird nur ein Bruchteil der verabreichten Dosis im Urin wiedergefunden.

Im Gegensatz dazu finden sich hohe Konzentrationen von Vancomycin in den Faeces (>3100 mg/kg

bei Dosen von 2 g/Tag).

Linearität/Nicht-Linearität

Im Allgemeinen ist der Anstieg der Vancomycin-Konzentration proportional zum Dosisanstieg.

Plasmakonzentrationen bei Mehrfachgabe sind vergleichbar mit den Konzentrationen nach

Verabreichung einer Einzeldosis.

Kinetik spezieller Patientengruppen

Niereninsuffizienz

Vancomycin wird hauptsächlich durch glomeruläre Filtration eliminiert. Bei Patienten mit

Nierenfunktionsstörungen ist die terminale Eliminationshalbwertszeit von Vancomycin verlängert

und die Gesamtkörper-Clearance reduziert. Folglich sollte die optimale Dosis entsprechend den

Dosierungsempfehlungen im Abschnitt «Dosierung/Anwendung» berechnet werden.

Leberinsuffizienz

Die Pharmakokinetik von Vancomycin ist bei Patienten mit Leberfunktionsbeeinträchtigung nicht

verändert.

Pädiatrie

Die Pharmakokinetik von Vancomycin weist bei reifen Neugeborenen erhebliche interindividuelle

Schwankungen auf. Bei Neugeborenen schwankt das Verteilungsvolumen von Vancomycin nach

intravenöser Verabreichung ähnlich wie bei Erwachsenen zwischen 0,38 und 0,97 l/kg, während die

Clearance zwischen 0,63 und 1,4 ml/kg/min liegt. Die Halbwertszeit liegt im Bereich zwischen 3,5

und 10 h und ist länger als bei Erwachsenen, was die üblicherweise niedrigeren Clearancewerte bei

Neugeborenen widerspiegelt.

Bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Kindern bewegt sich das Verteilungsvolumen zwischen

0,26 und 1,05 l/kg, während die Clearance zwischen 0,33 und 1,87 ml/kg/min liegt.

Peritonealdialyse

Wird Vancomycin während einer Peritonealdialyse intraperitoneal verabreicht, so gelangen während

6 Stunden ca. 60% in den systemischen Kreislauf. Nach i.p.-Gabe von 30 mg/kg werden

Serumspiegel von ca. 10 µg/ml erreicht. Obwohl Vancomycin weder durch Hämodialyse noch durch

Peritonealdialyse wirksam eliminiert wird, liegen Berichte über eine Eliminierung mittels

Hämoperfusion und Hämofiltration vor.

Präklinische Daten

Bei Ratten, die 35 Tage lang tägliche orale Dosen zwischen 375 und 3000 mg/kg KG erhielten,

wurden ab 1500 mg/kg KG eine Retikulozytose und Lymphozytopenie, ab 750 mg/kg KG im

Vergleich zur Kontrollgruppe verminderte Gewichte von Milz und Thymus beobachtet. In allen

Dosisgruppen trat eine Reduktion von Gesamteiweiss, Glucose und Cholesterin im Serum und eine

histologisch feststellbare Störung des Coecum-Mukosaepithels auf.

Intravenöse Dosen von 25 mg/kg bei Hunden und 50 mg/kg bei Affen, sowie i.m.-Verabreichung

von 50 mg/kg an Katzen führten lediglich zu lokalen Reaktionen an der Injektionsstelle.

Höhere Dosen ab 50 mg/kg i.v. beim Hund und 350 mg/kg i.p. bei der Ratte erwiesen sich als

nephrotoxisch.

Es wurden keine Langzeitstudien an Tieren durchgeführt, um das karzinogene Potential von

Vancomycin zu bestimmen. In in vitro-Tests wurde jedoch kein mutagenes Potential gefunden.

Studien mit trächtigen Ratten und Kaninchen zeigten keine selektive Toxizität von Vancomycin bei

deren Entwicklung.

Sonstige Hinweise

Inkompatibilitäten

Vancomycin-Lösungen haben einen niedrigen pH-Wert (2,5–4,5), wodurch die Stabilität anderer

Mittel beeinträchtigt werden kann (z.B. bei Mischung mit Barbituraten, Aminophyllin,

Chloramphenicol, Methicillin, Dexamethason-Na-Phosphat, Heparin und v.a.).

Es ist bekannt, dass Mischungen von Lösungen von Vancomycin und beta-Laktam-Antibiotika

physikalisch nicht kompatibel sind. Die Wahrscheinlichkeit von Präzipitaten steigt mit höheren

Konzentrationen von Vancomycin. Es wird empfohlen, die intravenösen Zuleitungen zwischen der

Applikation dieser Antibiotika zu spülen. Es wird auch empfohlen, Lösungen von Vancomycin auf 5

mg/ml oder weniger zu verdünnen.

Vancocin darf nur mit den unter «Sonstige Hinweise/Hinweise für die Handhabung» aufgeführten

Infusionslösungen gemischt werden.

Obschon intravitreale Injektion keine genehmigte Anwendungsweise für Vancomycin darstellt,

existieren Berichte über Präzipitatbildung nach intravitrealer Injektion von Vancomycin und

Ceftazidim unter Verwendung von getrennten Spritzen und Kanülen bei Patienten mit

Endophthalmitis. Die Präzipitate lösten sich nach und nach bis zu vollständiger Klarheit des

Glaskörpers während eines Zeitraums von zwei Monaten und unter Verbesserung der Sehschärfe auf.

Haltbarkeit

Nach Auflösung des Lyophilisats in 10 ml bzw. 20 ml Aqua ad inject. (rekonstituierte Lösung)

können die Ampullen im Kühlschrank (2–8 °C) 14 Tage lang ohne nennenswerten Wirkungsverlust

aufbewahrt werden.

Mit Glucoselösung 5% oder NaCl-Lösung 0,9% verdünnte Vancocin-Infusionslösungen können

ohne nennenswerten Wirkungsverlust im Kühlschrank (2–8 °C) 14 Tage lang aufbewahrt werden.

Mit den übrigen unten genannten Infusionslösungen verdünnte Vancocin- Infusionslösungen können

im Kühlschrank (2–8 °C) während 96 Stunden aufbewahrt werden.

Die verdünnte Vancocin- Infusionslösung muss spätestens 14 Tage nach Rekonstituierung der

Lösung infundiert werden (Aufbewahrung im Kühlschrank).

Das Präparat darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Besondere Lagerungshinweise

Durchstechflasche mit Lyophilisat nicht über 25 °C lagern.

Hinweise für die Handhabung

Als intermittierende Infusion (bevorzugte Art der Infusion).

Jede parenterale Lösung sollte vor der Verabreichung auf Ausfällungen und Verfärbungen visuell

überprüft werden. Es ist unbedingt darauf zu achten, Vancocin ausreichend verdünnt über

mindestens 60 Minuten wirklich gut in die Vene zu infundieren.

Zubereitung der verdünnten Vancocin- Infusionslösung

Rekonstituierung der Vancocin-Lösung

Zunächst wird das Lyophilisat in 10 bzw. 20 ml Aqua ad inj. aufgelöst. Die rekonstituierte Lösung

kann im Kühlschrank (2–8 °C) 14 Tage lang ohne nennenswerten Wirkungsverlust aufbewahrt

werden.

Die rekonstituierte Vancocin- Lösung darf nicht unverdünnt infundiert werden.

Verdünnung der rekonstituierten Vancocin-Lösung

Die rekonstituierte Vancocin-Lösung muss mit mindestens 100 ml bzw. 200 ml einer geeigneten

Infusionslösung verdünnt werden. Die Endkonzentration soll 10 mg/ml nicht übersteigen.

Folgende Infusionslösungen können zur Verdünnung der rekonstituierten Vancocin-Lösung

verwendet werden:

Glucose-Lösung 5%;

NaCl-Lösung 0,9%;

Glucose-Lösung 5% und NaCl-Lösung 0,9%, USP;

Ringer-Lactat-Lösung, USP;

Ringer-Lactat-Lösung und Glucose-Lösung 5%;

Normosol®-M und Glucose-Lösung 5%;

Isolyte® E;

Ringer-Acetat-Lösung.

Zulassungsnummer

24936 (Swissmedic).

Packungen

Vancocin Lyophilisat 500 mg (Flip-off cap: light grey): Amp 1. (A)

Vancocin Lyophilisat 1 g (Flip-off cap: orange): Amp 1. (A)

Zulassungsinhaberin

Teva Pharma AG, Basel.

Stand der Information

Januar 2018.

Interne Versionsnummer: 3.3

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