Uromitexan Multidose 100 mg/1 mL

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Uromitexan Multidose 100 mg/1 mL Lösung zur intravenösen Anwendung
  • INN (Internationale Bezeichnung):
  • mesnum
  • Darreichungsform:
  • Lösung zur intravenösen Anwendung
  • Zusammensetzung:
  • mesnum 100 mg, dinatrii edetas, conserv.: alcohol benzylicus 10.4 mg, Wasser iniectabilia q.s. zu einer Lösung anstelle von 1 ml.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • Biologische Medizin

Dokumenten

  • für die Allgemeinheit:
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Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Uromitexan Multidose 100 mg/1 mL Lösung zur intravenösen Anwendung
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetika
  • Therapiebereich:
  • Verhütung der Urotoxizität von Oxazaphosphorinen

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 53401
  • Berechtigungsdatum:
  • 11-08-1997
  • Letzte Änderung:
  • 24-10-2018

Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels

Fachinformation

Zulassungsinhaberin

Uromitexan

Zusammensetzung

Wirkstoff: Mesnum

Hilfsstoffe:

Uromitexan 400 mg, Ampullen

Natrii edetas, Aqua q.s. ad solutionem

Uromitexan Multidose 1,0g/10 ml, Durchstechflaschen

Alcohol benzylicus 10,4 mg/ml

Natrii edetas, Aqua q.s. ad solutionem

Uromitexan 400 mg, Filmtabletten

Lactosum monohydricum, excipiens pro compresso obducto

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Uromitexan 400 mg, Lösung zur intravenösen Anwendung

Ampullen zu 4 ml; 1 Ampulle enthält 400 mg Mesna.

Uromitexan Multidose 1,0 g/10 ml, Lösung zur intravenösen Anwendung

Durchstechflaschen zu 10 ml; 1 ml Lösung enthält 100 mg Mesna.

Uromitexan 400 mg, Filmtabletten

Filmtabletten zu 400 mg Mesna.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Verhütung der Harnwegstoxizität von Oxazaphosphorinen (Cyclophosphamid, Ifosfamid).

Dosierung/Anwendung

Bei einer Tumortherapie mit Ifosfamid sollte immer gleichzeitig Uromitexan gegeben werden, bei

einer Tumortherapie mit Cyclophosphamid stets bei intravenösen Dosen über 10 mg/kg

Körpergewicht (= 400 mg/m2 Körperoberfläche) und bei Risikopatienten. Risiken sind vor allem:

·vorangegangene Radiotherapie im Bereich des kleinen Beckens

·Zystitis bei vorangegangener Cyclophosphamid- oder Ifosfamid-Therapie

·Harnwegserkrankungen in der Anamnese

Die Dosierung und Art der Verabreichung von Mesna richtet sich nach der Dosis und Dauer der

Therapie mit Cyclophosphamid oder Ifosfamid. Auch beim Einsatz von Mesna zur Verhütung der

Harnwegstoxizität von Oxazaphosphorinen sollte auf eine ausreichende Hydratation und eine

regelmässige Blasenentleerung geachtet werden. Es sollte eine Harnausscheidung von 100 ml/Stunde

angestrebt werden. Der Urin sollte während und 1 Tag nach der Behandlung auf das Auftreten einer

Hämaturie oder Proteinurie überwacht werden.

Bei konventioneller Zytostatika-Dosis soll Mesna intravenös mit etwa 60% (3 x 20%) der Dosis des

Zytostatikums verabreicht werden (oral 120%, 3 x 40%). Bei Hochdosistherapie werden mindestens

äquivalente Dosen verabreicht (s. Dosierungsbeispiele).

Filmtabletten

Im Vergleich zur intravenösen Verabreichung beträgt die renale Bioverfügbarkeit von oral

verabreichtem Mesna ca. 50%. Die renale Ausscheidung setzt mit einer Verzögerung von bis zu 2

Stunden ein und ist im Vergleich zur intravenösen Verabreichung verlängert.

Uromitexan Filmtabletten sollten mit genügend Flüssigkeit eingenommen werden. Nahrung

beeinflusst die Aufnahme von Mesna nicht.

Bei Erbrechen 1 – 2 Stunden nach der Einnahme der Filmtabletten sollte Mesna in einer Dosierung

von 20% der Oxazaphosphorin-Dosis intravenös verabreicht werden. Alternativ kann Mesna

nochmals per oral in einer Dosis von 40% der Oxazaphosphorin-Dosis verabreicht werden.

Dosierungsbeispiele

Soweit nicht anders verordnet, gelten folgende Dosierungsempfehlungen:

Intermittierende Mesna

i.v. Gabe bei

konventioneller Therapie

Cyclophosphamid i.v.

Kurzinfusion 12,5 mg/kg KG (@

500 mg/m2 KO)

Mesna i.v. 3 mal 2,5 mg/kg KG (@ 100

mg/m2 KO) gleichzeitig und 4 und 8

Stunden nach Zytostatikum

Ifosfamid i.v. Kurzinfusion 40

mg/kg KG (@ 1600 mg/m2 KO)

Mesna i.v. 3 mal 8 mg/kg KG (@ 320

mg/m2 KO) gleichzeitig und 4 und 8

Stunden nach Zytostatikum

Intermittierende Mesna

i.v. und orale Gabe bei

konventioneller Therapie

Cyclophosphamid i.v.

Kurzinfusion 12,5 mg/kg KG (@

500 mg/m2 KO)

Mesna i.v. einmal 2,5 mg/kg KG (@

100 mg/m2 KO) gleichzeitig und oral 2

mal 5 mg/kg KG (@ 200 mg/m2 KO)

jeweils 2 und 6 Stunden nach

Zytostatikum

Ifosfamid i.v. Kurzinfusion 40

mg/kg KG (@ 1600 mg/m2 KO)

Mesna i.v. einmal 8 mg/kg KG (@ 320

mg/m2 KO) gleichzeitig und oral 2 mal

16 mg/kg KG (@ 640 mg/m2 KO)

jeweils 2 und 6 Stunden nach

Zytostatikum

Intermittierende Mesna

orale Gabe bei

konventioneller Therapie

Cyclophosphamid i.v.

Kurzinfusion 12,5 mg/kg KG (@

500 mg/m2 KO)

Mesna oral 3 mal 5 mg/kg KG (@ 200

mg/m2 KO) jeweils 2 Stunden vor und

2 und 6 Stunden nach Zytostatikum

Ifosfamid i.v. Kurzinfusion 40

mg/ kg KG (@ 1600 mg/m2

Mesna oral 3 mal 16 mg/kg KG (@

640 mg/m2 KO) jeweils 2 Stunden vor

und 2 und 6 Stunden nach

Zytostatikum

Kontinuierliche Mesna

Gabe bei

Cyclophosphamid

Hochdosistherapie

Cyclophosphamid i.v.

Kurzinfusion 60 mg/kg KG (@

2400 mg/m2 KO)

Mesna i.v. 12 mg/kg KG (@ 480

mg/m2 KO) gleichzeitig als Bolus oder

Kurzinfusion plus Mesna 60 mg/kg KG

(@ 2400 mg/m2 KO) mit Infusor von 0

bis 24 Stunden

Intermittierende Mesna

Gabe bei

Cyclophosphamid

Hochdosistherapie

Cyclophosphamid i.v.

Kurzinfusion 60 mg/kg KG (@

2400 mg/m2 KO)

Mesna i.v. 3 mal 24 mg/kg KG (@ 960

mg/m2 KO) gleichzeitig, und 4 und 8

Stunden nach Zytostatikum

Mesna bei Ifosfamid

Dauerinfusion über einen

Tag*

Ifosfamid 125 mg/kg KG i.v.

Dauerinfusion (@ 5000 mg/m2

KO) von 0 bis 24 Stunden

Mesna 25 mg/kg KG (@ 1000 mg/m2

KO) initial als Bolus oder

Kurzinfusion,

Mesna 125 mg/kg KG (@ 5000 mg/m2

KO) als Dauerinfusion 0 bis 24

Stunden an Tag 1,

Mesna 62,5 mg/kg KG (@ 2500

mg/m2 KO) als Dauerinfusion über 6

bis 12 Stunden oder Mesna oral 3 mal

50 mg/kg KG (@ 2000 mg/m2 KO) zu

0, 2 und 6 Stunden an Tag 2

Mesna bei Ifosfamid

Dauerinfusion über

mehrere (z. B. 3) Tage*

Ifosfamid 50 mg/kg KG i.v.

Dauerinfusion (@ 2000 mg/m2

KO) von 0 bis 24 Stunden,

jeweils Tag 1 bis (z. B.) Tag 3

Mesna 10 mg/kg KG (@ 400 mg/m2

KO) initial als Bolus oder

Kurzinfusion,

Mesna 50 mg/kg KG (@ 2000 mg/m2

KO) als Dauerinfusion 0 bis 24

Stunden, jeweils Tag 1 bis (z. B.) Tag

Mesna 25 mg/kg KG (@ 1000 mg/m2

KO) als Dauerinfusion über 6 bis 12

Stunden oder Mesna oral 3 mal 20

mg/kg KG (@ 800 mg/m2 KO) zu 0, 2

und 6 Stunden an (z. B.) Tag 4

* Die Mesnadosis kann in die Infusion von Ifosfamid gegeben werden. Bezüglich Cyclophosphamid

siehe Rubrik „Sonstige Hinweise“.

Spezielle Dosierungsanweisungen

Kinder und Jugendliche

Formale klinische Studien mit der intravenösen oder oralen Gabe von Mesna bei Kindern und

Jugendlichen liegen nicht vor. Basierend auf etablierten Therapieprotokollen werden jedoch

vergleichbare Dosierungen wie für Erwachsene verwendet. Aufgrund der höheren Miktionsfrequenz

bei Kindern sollen die oralen Gaben in 3-stündigen Abständen erfolgen.

Ältere Patienten

Aufgrund der bisher verfügbaren Daten ist für Patienten über 65 Jahre keine Dosisanpassung

notwendig.

Bei älteren Patienten ist jedoch generell Vorsicht geboten und bei einer Therapie sollte die höhere

Rate von eingeschränkter Leber-, Nieren- oder Herzkreislauffunktion sowie von

Begleiterkrankungen oder Begleitmedikationen berücksichtigt werden. Das Verhältnis der Mesna-

Dosis zur Oxazaphosphorin-Dosis sollte jedoch nicht verändert werden.

Risikopatienten

Bei Patienten, deren Urothel aufgrund einer vorangengangen Behandlung mit Oxazaphosphorinen

oder einer vorangegangenen Radiotherapie im Bereich des kleinen Beckens geschädigt ist, oder die

mit der üblichen Dosierung von Mesna ungenügend geschützt sind, wie z.B. Patienten mit

Harnwegserkrankungen in der Anamnese, sollten die Intervalle verkürzt und/oder die Anzahl der

Dosen erhöht werden.

Kontraindikationen

Bekannte Überempfindlichkeit gegen Mesna oder andere Thiolverbindungen oder gegen einen der

Hilfsstoffe.

Da Uromitexan Multidose Benzylalkohol enthält, darf es zudem nicht bei bekannter

Überempfindlichkeit gegen Benzylalkohol und bei Neugeborenen, insbesondere nicht bei unreifen

Frühgeborenen, angewendet werden und sollte mit Vorsicht bei Kindern unter 2 Jahren verwendet

werden.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Überempfindlichkeit

Es wurde nach Verabreichung von Mesna als Uroprotektivum über Überempfindlichkeitsreaktionen

gegen Mesna berichtet. Dazu gehörten unter anderem:

Hautreaktionen, gekennzeichnet durch Symptome wie lokalisierte oder generalisierte Urticaria oder

andere Exanthem-Formen, Pruritus, Brennen, Angioödem und/oder Hitzegefühl.

Ausserdem wurde über Fälle von schwerwiegender Bläschenbildung und Geschwüren auf der Haut

sowie der Schleimhaut berichtet. Einige Reaktionen entsprachen denen bei Stevens-Johnson-

Syndrom, einer toxischen epidermalen Nekrolyse oder einem Erythema exsudativum multiforme.

Andere Reaktionen waren mit der Diagnose eines Arzneimittelexanthems vereinbar. Auch wurde

über ein lichtabhängiges Verteilungsmuster (Photodistribution) eines Ausschlages berichtet.

In manchen Fällen wurden die Hautreaktionen von einem oder mehreren anderen Symptomen

begleitet, darunter

·Fieber,

·kardiovaskuläre Symptome (Hypotonie, in manchen Fällen wurde über flüssigkeitsrefraktäre

Verläufe berichtet, Tachykardie, EKG-Zeichen entsprechend einer Perimyokarditis). Siehe

„Unerwünschte Wirkungen“

·Anzeichen, die auf eine akute Nierenfunktionsstörung hindeuten,

·lungenspezifische Symptome (Hypoxie, Atembeschwerden, Bronchospasmus, Tachypnoe, Husten,

blutiger Auswurf) Siehe „Unerwünschte Wirkungen“

·verlängerte Prothrombinzeit (PT) und partielle Thromboplastinzeit (PTT), Laborzeichen einer

Disseminierten intravaskulären Gerinnung (DIC)

·hämatologische Auffälligkeiten (Leukopenie, Eosinophilie, Lymphopenie, Thrombozytopenie,

Panzytopenie) Siehe „Unerwünschte Wirkungen“

·erhöhte Leberenzymwerte,

·Übelkeit, Erbrechen,

·Schmerzen in den Extremitäten, Arthralgie, Myalgie, Unwohlsein,

·Stomatitis und

·Konjunktivitis.

Manche Reaktionen traten in Form einer Anaphylaxie auf.

Zudem wurde über Fieber berichtet, das z. B. von Hypotonie begleitet war, jedoch nicht von

Hauterscheinungen.

Uromitexan Durchstechflaschen enthalten 10,4 mg/ml Benzylalkohol. Wegen des Risikos einer

schwerwiegenden Toxizität (einschliesslich Gasping-Syndrom) darf diese Lösung bei Neugeborenen

oder Kleinkindern nicht angewendet werden und erfordert bei älteren Kindern besondere Vorsicht.

Eine parenterale Verabreichung von Benzylalkohol wurde auch mit systemischen

Überempfindlichkeitsreaktionen in Verbindung gebracht.

Patienten mit Autoimmunerkrankungen und einer Cyclophosphamid/Mesna-Therapie scheinen ein

höheres Risiko für Überempfindlichkeitsreaktionen aufzuweisen als Tumorpatienten. Haut- und

Schleimhautreaktionen unterschiedlichen Ausmasses und Schweregrads (Rash, Juckreiz, Rötung,

Bläschenbildung, Lyell-Syndrom, Stevens-Johnson-Syndrom), lokale Gewebeschwellung

(urtikarielle Ödeme), Konjunktivitis, in seltenen Fällen mit Hypotonie mit Kreislaufreaktionen und

erhöhter Pulsrate über 100/min (Tachykardie) sowie erhöhter Atemfrequenz (Tachypnoe) aufgrund

schwerer akuter Überempfindlichkeitsreaktionen (anaphylaktoide Reaktionen), Hypertonie, ST-

Segment-Hebung, Myalgie und ein vorübergehender Anstieg bestimmter Leberwerte ( z.B.

Transaminasen) wurden beobachtet. Daher sollte bei Patienten mit Autoimmunerkrankungen ein

Schutz der Harnwege mit Mesna nur unter enger ärztlicher Beobachtung erfolgen.

Mesna reduziert das Risiko einer hämorrhagischen Zystitis. Es verhindert oder mildert keine der

anderen unter einer Therapie mit Cyclophosphamid oder Ifosfamid auftretenden Nebenwirkungen

oder Toxizitäten. Die für Cyclophosphamid oder Ifosfamid geltenden Vorsichts- und

Begleitmassnahmen sind daher weiterhin beizubehalten.

Im Rahmen von Behandlungsregimen für schwerwiegende systemische Autoimmunerkrankungen

und Tumorerkrankungen zeigten sich bei Anwendung von Mesna schwerwiegende sowie

geringfügige Reaktionen.

In den meisten Fällen traten die Reaktionen während oder nach der ersten Behandlung oder mehrere

Wochen nach der Exposition gegenüber Mesna auf. In anderen Fällen wiederum kam es erst mehrere

Monate nach der Exposition zur ersten Reaktion.

In vielen Fällen zeigten sich die Symptome am Tag der Exposition, wobei sie bei weiteren

Expositionen tendenziell nach kürzeren Abständen auftraten.

Bei manchen Patienten schienen die Häufigkeit und/oder der Schweregrad der Reaktion

dosisabhängig zu schwanken.

Es wurde berichtet, dass bei Reexposition die Reaktionen erneut auftraten und dabei in manchen

Fällen zunehmend schwerer ausgeprägt waren. Manchmal kam es allerdings nach einer Reexposition

zu keiner Reaktion mehr.

Bei manchen Patienten mit anamnestisch bekannten Reaktionen ergaben Hauttest auf Reaktionen

vom Spättyp positive Ergebnisse. Negative Ergebnisse bei Hauttests auf Spättyp-Reaktionen

schliessen jedoch eine Überempfindlichkeit gegenüber Mesna nicht aus. Positive Ergebnisse bei

Hauttest auf Reaktionen vom Soforttyp traten bei Patienten unabhängig von einer vorherigen

Exposition gegenüber Mesna oder früher aufgetretenen Überempfindlichkeitsreaktionen auf und

können auch mit der Konzentration der Mesna-Lösung zusammenhängen, die beim Test eingesetzt

wurde.

Verordner sollten unbedingt

·die Möglichkeit solcher Reaktionen berücksichtigen und sich darüber im Klaren sein, dass sich

diese bei Reexposition verschlimmern und in manchen Fällen lebensbedrohlich sein können,

·bedenken, dass Überempfindlichkeitsreaktionen auf Mesna in der Vergangenheit als klinisches Bild

ähnlich einer Sepsis interpretiert wurden und bei Patienten mit Autoimmunerkrankungen einer

Verschlimmerung der Grunderkrankung gleichen.

Thiol-Verbindungen:

Mesna ist eine Thiol-Verbindung, also eine organische Verbindung, die eine Sulfanyl-(SH-) Gruppe

enthält. Thiol-Verbindungen weisen einige Ähnlichkeiten ihrer Nebenwirkungsprofile auf, darunter

die Möglichkeit, schwerwiegende Hautreaktionen auszulösen. Beispiele von Arzneimitteln aus

Thiol-Verbindungen sind unter anderem Amifostin, Penicillamin und Captopril.

Es ist unklar, ob Patienten, bei denen nach Anwendung eines solchen Arzneimittels eine

Nebenwirkung auftrat, ein erhöhtes Risiko für Reaktionen insgesamt oder ähnlicher Art auf eine

andere Thiol-Verbindung tragen. Wird allerdings später erwogen, bei einem solchen Patienten eine

andere Thiol-Verbindung anzuwenden, so sollte die Möglichkeit eines erhöhten Risikos bedacht

werden.

Die Gabe von Mesna verhindert nicht bei allen Patienten eine hämorrhagische Zystitis. Daher sollte

vor Beginn einer Oxazaphosphorin-Therapie der Morgenurin täglich auf Hämaturie

(mikroskopischer Nachweis von Erythrozyten) untersucht werden. Tritt eine Hämaturie auf, obwohl

Mesna zusammen mit Cyclophosphamid oder Ifosfamid in der empfohlenen Dosierung verabreicht

wird, sollte – je nach Schwere der Hämaturie – die Dosis von Cyclophosphamid oder Ifosfamid im

nächsten Zyklus reduziert, respektive die Therapie bei mehrtägiger Infusion bis zur Normalisierung

unterbrochen werden.

Auf eine ausreichende Urinausscheidung ist wie bei jeder Oxazaphosphorin-Behandlung zu achten.

Bei Erbrechen oder bei chirurgischen Eingriffen am Magen-Darm-Trakt sollte die orale

Verabreichung von Mesna durch eine intravenöse Gabe ersetzt werden.

Tabletten:

Mesna-Tabletten enthalten Lactose. Dies ist zu berücksichtigen, wenn die Tabletten bei Patienten mit

Lactoseintoleranz, Glucose-Galactose-Malabsorption oder Galactoseintoleranz angewendet werden.

Ampullen und Mehrfachdosis-Durchstechflaschen:

Die Mesna-Injektionslösung enthält ca. 59 mg Natrium pro 400 mg Mesna.

Interaktionen

In tierexperimentellen Studien mit Cyclophosphamid und Ifosfamid bei unterschiedlichen Tumoren

konnte gezeigt werden, dass Mesna nicht mit ihrer antineoplastischen Aktivität interferiert.

Mesna beeinflusst auch nicht die antineoplastische Wirkung von anderen Zytostatika wie

Doxorubicin, Carmustin, Methotrexat, Vincristin, Cisplatin oder die therapeutische Wirkung von

anderen Arzneimitteln wie z.B. Digitalis-Glykosiden.

Unter der Behandlung mit Uromitexan kann es zu falsch positiven Reaktionen bei Urintests

(einschliesslich solcher mit Teststäbchen) auf Ketonkörpern, die auf Nitroprussid-Natriumbasis

funktionieren kommen. Allerdings ist der Farbton für Keton eher rotviolett als violett, er ist weniger

stabil, und es kommt durch Zugabe von Eisessig zu einer sofortigen Entfärbung.

Darüber hinaus kann es zu einem falsch positiven oder falsch negativen Nachweis von Erythrocyten

im Urin kommen. Um eine mögliche Erythrocyturie definitiv abzuklären, wird daher eine

mikroskopische Urinuntersuchung empfohlen.

Während der Mesna-Behandlung kann es zu falsch-positiven Reaktionen bei Urin-Screeningtests auf

Ascorbinsäure mit Tillmans-Reagenz kommen.

Bei pharmakokinetischen Studien an gesunden Freiwilligen waren die Serum-Kreatin-

Phosphokinase-(CPK-)Werte von Proben, die 24 Stunden nach Verabreichung von Mesna gewonnen

wurden, niedriger als die von Proben vor der Verabreichung. Die Ursache dieses Phänomens lässt

sich zwar aufgrund der unzureichenden Daten nicht feststellen, es kann jedoch in einer signifikanten

Interferenz mit von Thiol (z. B. N-Acetylcystein) abhängigen enzymatischen CPK-Tests begründet

sein.

Die Absorption von oral verabreichtem Mesna wird durch Nahrung nicht beeinflusst.

Schwangerschaft, Stillzeit

Uromitexan wird zur Verhütung der Harnwegstoxizität von Cyclophosphamid oder Ifosfamid im

Rahmen einer zytostatischen Therapie verwendet. Diese Oxazaphosphorine sind während der

Schwangerschaft und Stillzeit kontraindiziert.

Es liegen keine kontrollierten Studien mit der Anwendung von Mesna bei Schwangeren vor. In

tierexperimentellen Studien konnte keine embryotoxische oder teratogene Wirkung von Mesna

festgestellt werden. Das potentielle Risiko für den Menschen ist nicht bekannt. Während der

Schwangerschaft sollte Mesna nur verabreicht werden, wenn dies eindeutig erforderlich ist.

Es ist nicht bekannt, ob Mesna oder sein Metabolit Dimesna in die Muttermilch übertritt. Daher

sollte während der Behandlung nicht gestillt werden.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Bei Patienten, die mit Mesna behandelt werden, können Nebenwirkungen auftreten, die die

Verkehrstüchtigkeit oder die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigen (u.a.

Ohnmacht, Benommenheit, Lethargie/Schläfrigkeit, Schwindelgefühl und unscharfes Sehen). Ob der

Patient ein Fahrzeug lenken oder Maschinen bedienen kann, ist fallspezifisch zu entscheiden.

Unerwünschte Wirkungen

Aus klinischen Studien und im Rahmen der Marktüberwachung häufig gemeldeten unerwünschten

Wirkungen, die mit der intravenösen, respektive oralen Verabreichung von Mesna in Zusammenhang

gebracht werden können, sind: Übelkeit, Erbrechen, Blähungen, Durchfall, Verstopfung, Koliken

(z.B. Leibschmerzen), Appetitlosigkeit, Grippe-ähnliche Symptome, Fieber, Rigor, Flush, Husten,

Pharyngitis, Schwindel, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Rückenschmerzen und Arthralgie.

Da Uromitexan in Kombination mit Chemotherapie verabreicht wird, ist es schwierig die

Nebenwirkungen, die mit Mesna im Zusammenhang stehen könnten, von denen zu unterscheiden,

die von den gleichzeitig verabreichten Zytostatika hervorgerufen werden.

Gelegentlich wurden Überempfindlichkeitsreaktionen, zum Teil Organ-bezogene (hyperergische

Reaktionen), beobachtet. In einigen Fällen waren diese mit einer verminderten Thrombozytenzahl,

Haut- und Schleimhautreaktionen unterschiedlichen Ausmasses und Schweregrads (Rash, Juckreiz,

Rötung, Bläschenbildung, Lyell-Syndrom, Stevens-Johnson-Syndrom), lokaler Gewebeschwellung

(urtikarielle Ödeme), Konjunktivitis, in seltenen Fällen mit Hypotonie mit Kreislaufreaktionen und

erhöhter Pulsrate über 100/min (Tachykardie) sowie mit erhöhter Atemfrequenz (Tachypnoe) als

Folge schwerer akuter anaphylaktoider Reaktionen, Hypertension, S-T-Segment-Hebung, Myalgie

und einem vorübergehenden Anstieg bestimmter Leberwerte (z.B. Transaminasen) verbunden.

Bei gesunden Freiwilligen wurden bei Verabreichung von intravenösen Einzeldosen von 60 – 70

mg/kg KG pro Tag folgende Nebenwirkungen beobachtet: Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Koliken,

Kopfschmerzen, Müdigkeit, Glieder- und Gelenkschmerzen, Kraftlosigkeit wie Erschöpfung und

Schwäche (Asthenie), Depressionen, Reizbarkeit, Rash, Hypotension und Tachykardie.

Bei der intravenösen und/oder oralen Verabreichung von Mesna in Kombination mit

Oxazaphosphorinen oder oxazaphosphorinhaltigen Kombinations-Chemotherapien wurden in

klinischen Studien und in der Postmarketing-Surveillance folgende Nebenwirkungen beobachtet:

Die Häufigkeit der Nebenwirkungen wird nach folgenden Kriterien angegeben:

Sehr häufig (≥1/10), Häufig (≥1/100 bis <1/10), Gelegentlich (≥1/1.000 bis <1/100), Selten

(≥1/10.000 bis <1/1.000), Sehr selten (<1/10.000), nicht bekannt (Nebenwirkungsmeldungen aus

PMS)

Blut- und Lymphsystem

Häufig: Lymphadenopathie

Sehr selten: Thrombozytopenie (im Rahmen von Überempfindlichkeitsreaktionen)

Nicht bekannt: Panzytopenie, Leukopenie, Lymphopenie, Eosinophilie

Immunsystem

Selten: Überempfindlichkeitsreaktionen, zum Teil Organ-bezogen hyperergische Reaktionen,

Anaphylaktoide Reaktionen

Benyzlalkohol-bedingte Überempfindlichkeitsreaktionen nach Gabe von Uromitexan Multidose sind

selten.

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Häufig: Appetitlosigkeit (Anorexie), Gefühl einer Dehydration

Psychiatrische Störungen

Häufig: Schlaflosigkeit, Albträume

Nervensystem

Sehr häufig: Kopfschmerzen (36%), Schwindel (16%), Lethargie/Verschlafenheit (13%)

Häufig: Schwindelgefühl, Parästhesie, Hyperästhesie, Synkope, Hypoästhesie,

Aufmerksamkeitsstörung

Nicht bekannt: Konvulsion

Augen

Häufig: Konjunktivitis, Photophobie, unscharfes Sehen,

Nicht bekannt: Periorbitales Ödem

Herz

Häufig: Palpitationen

Sehr selten: Erhöhte Pulsfrequenz über 100/min (Tachykardie), S-T-Segment-Hebung

Nicht bekannt: Elektrokardiogramm anomal (entsprechend einer Perimyokarditis)

Gefässe

Häufig: Hitzegefühl

Sehr selten: Hypotonie, Hypertonie, Kreislaufreaktionen

Atmungsorgane

Häufig: verstopfte Nase, Husten, Pleuraschmerz, trockener Mund, Bronchospasmus, Dyspnoe,

Kehlkopfbeschwerden, Epitaxis, Pharyngitis

Sehr selten: Tachypnoe

Nicht bekannt: Atembeschwerden, Hypoxie, verminderte Sauerstoffsättigung, Hämoptyse

Gastrointestinale Störungen

Sehr häufig: Bauchschmerzen/Kolik (22%), Übelkeit (12%), Diarrhoe (12%)

Häufig: Erbrechen, Blähungen, Obstipation, , Schleimhautreizung1, Flatulenz, brennende Schmerzen

(substernal/epigastrisch), Zahnfleischbluten

Nicht bekannt: Stomatitis, unangenehmer Geschmack

Funktionsstörungen der Leber und der Galle

Sehr selten: Vorübergehender Anstieg von Leberfunktionswerten (z.B. Transaminasen)

Nicht bekannt: Hepatitis, erhöhte Gamma-Glutamyltransferase-Werte, erhöhte alkalische

Phosphatase im Blut

Haut

Sehr häufig: Hautausschlag2 (13%)

Häufig: Pruritus, Hyperhidrose

Selten: Flush, , Rötung, Bläschenbildung, urtikarielle Ödeme

Sehr selten: Schwere Hautreaktionen wie Lyell-Syndrom, Stevens-Johnson-Syndrom

Nicht bekannt: Toxische epidermale Nekrolyse, Erythema multiforme, Arzneimittelausschlag (mit

Eosinophilie und systemischen Symptomen), Geschwüre und/oder Blasen-/Bläschenbildung

(mukokutan, mukosal, oral, vulvovaginal, anorektal), Angioödem, Arzneimittelexanthem,

Hautausschlag mit lichtabhängigem Verteilungsmuster (Photodistribution), Urtikaria, Brennen,

Erythem

Muskelskelettsystem

Häufig: Rückenschmerzen, Arthralgie, Myalgie, Schmerz in einer Extremität, Kieferschmerzen

Sehr selten:, lokale Gewebeschwellung

Nieren und Harnwege

Häufig: Dysurie

Nicht bekannt: Akute Niereninsuffizienz

Allgemeine Störungen und Reaktionen an der Applikationsstelle

Sehr häufig: Reaktionen an der Infusionsstelle (25%), Pruritus an der Infusionsstelle (19%),

Ausschlag an der Infusionsstelle (14%), Fieber (13%), grippeähnliche Erkrankung (10%), ,

Häufig: Schmerzen an der Infusionsstelle, Erythem an der Infusionsstelle, Urtikaria an der

Infusionsstelle, Schwellung an der Infusionsstelle, Rigor, Müdigkeit, Brustschmerzen, Unwohlsein

Nicht bekannt: Gesichtsödem, peripheres Ödem, Asthenie, Reaktionen an der Infusionsstelle

(Thrombophlebitis, Reizung)

Untersuchungen

Nicht bekannt: Laborzeichen einer disseminierten intravaskuläre Gerinnung, verlängerte

Prothrombinzeit und verlängerte aktivierte partielle Thromboplastinzeit

1Oral, rektal

2Einschliesslich Ausschläge mit oder ohne Pruritus sowie erythematöse, ekzematöse, papulöse

und/oder makulöse Hautausschläge.

Zeit bis zum Eintreten

Im Rahmen dieser Studien traten die Nebenwirkungen bei einigen Teilnehmern nach der ersten

Mesna-Exposition auf, bei anderen nach der zweiten oder dritten Exposition. Im Allgemeinen

entwickelte sich das vollständige Symptomspektrum eines Studienteilnehmers im Verlauf mehrerer

Stunden.

Erfahrungen mit einer Reexposition

Bei einigen Studienteilnehmern traten nach dem ersten Ereignis keine weiteren Reaktionen auf,

während sie sich bei anderen nach erneuter Verabreichung in verschärfter Form wiederholten.

Reaktionen an der Infusionsstelle

Bei manchen Studienteilnehmern, bei denen lokale Hautreaktionen an der Infusionsstelle aufgetreten

waren, kam es bei einer weiteren Exposition durch Mesna zu Hautreaktionen an anderen Stellen.

Reaktionen der Haut/Schleimhaut

Es wurde berichtet, dass sowohl nach intravenöser als auch nach oraler Verabreichung von Mesna

Reaktionen der Haut und Schleimhäute auftraten. Diese umfassten insbesondere Hautausschläge,

Pruritus, Hitzegefühl („Flushing“), Schleimhautreizung, pruritische Schmerzen sowie Konjunktivitis.

Etwa bei einem Viertel der Studienteilnehmer, bei denen ein Ereignis auftrat, kam es zu Reaktionen

der Haut/Schleimhäute in Verbindung mit anderen unerwünschten Symptomen, darunter Dyspnoe,

Fieber, Kopfschmerzen, gastrointestinale Symptome, Schläfrigkeit, Unwohlsein, Myalgie sowie

grippeähnliche Symptome.

Reaktionen des Gastrointestinaltrakts

Reaktionen des Gastrointestinaltrakts bei gesunden Studienteilnehmern umfassten Übelkeit,

Erbrechen, Diarrhoe, Bauchschmerzen/Kolik, Brennen/Schmerzen im Epgastrium, Obstipation sowie

Flatulenz und traten laut Berichten sowohl nach intravenöser als auch nach oraler Verabreichung von

Mesna auf.

In-vivo-Effekt auf Lymphozytenwerte

Bei pharmakokinetischen Studien mit gesunden Freiwilligen kam es bei Verabreichung von Mesna-

Einzeldosen häufig zu einem raschen (innerhalb von 24 h) und in manchen Fällen deutlichen

Rückgang des Lymphozytenwerts, der sich im Allgemeinen innerhalb einer Woche nach der

Verabreichung normalisierte. Die Daten aus Studien mit wiederholter Verabreichung über einen

Zeitraum von mehreren Tagen reichen nicht aus, um den zeitlichen Verlauf von Veränderungen der

Lymphozytenkonzentration unter solchen Bedingungen zu charakterisieren.

In-vivo-Effekt auf die Serumphosphat-Konzentration

Bei pharmakokinetischen Studien mit gesunden Freiwilligen führte die Verabreichung von Mesna an

einem oder mehreren Tagen in manchen Fällen zu einer mäßigen vorübergehenden Erhöhung der

Serumphosphat-Konzentration.

Diese Phänomene sind beim Interpretieren der Laborergebnisse zu berücksichtigen.

Einige häufig beobachtete Nebenwirkungen in klinischen Studien wie Leukopenie,

Granulozytopenie, Anämie, Alopezie und Pneumonie sind nicht auf die intravenöse oder orale Gabe

von Mesna, sondern vielmehr auf die gleichzeitig verabreichten Zytostatika zurückzuführen.

Klinische Studien schlossen Patienten über 65 Jahre ein, und es wurde über keine für diese

Altersgruppe spezifischen Nebenwirkungen berichtet.

Überdosierung

Berichte über eine versehentliche Überdosierung und Beobachtungen aus einer Hochdosis-

Verträglichkeitsstudie mit gesunden Freiwilligen zeigten, dass bei Erwachsenen Einzeldosen

zwischen ca. 4 g und 7 g Mesna unter anderem folgende Symptome verursachen können: Übelkeit,

Erbrechen, Bauchschmerzen/Kolik, Diarrhoe, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Glieder- und

Gelenkschmerzen, Hautausschlag, Hitzegefühl („Flushing“), Hypotonie, Bradykardie, Tachykardie,

Parästhesie, Fieber und Bronchospasmus.

Im Vergleich zu Patienten, die niedrigere Mesna-Dosen oder lediglich eine Hydrationsbehandlung

erhielten, wurde bei mit Oxazaphosporinen behandelten Patienten, denen täglich ≥ 80 mg Mesna pro

kg intravenös verabreicht wurde, eine deutliche Häufung von Übelkeit, Erbrechen und Diarrhoe

festgestellt.

Ein spezifisches Antidot gegen Mesna ist nicht bekannt.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: V03AF01

Mesna (Natrium-2-mercaptoethansulfonat) ist eine synthetische, pharmakologisch und physiologisch

weitgehend inerte und untoxische Thiolverbindung und ermöglicht durch Detoxifizierung

urotoxischer Oxazaphosphorin-Metaboliten eine verlässliche Reduktion der Urotoxizität von

Oxazaphosphorinen (Cyclophosphamid, Ifosfamid).

Analog zum physiologischen Cystein-Cystin-System wird Mesna schnell zu seinem

Hauptmetaboliten Mesnadisulfid (Dimesna) oxidiert. Dimesna verbleibt im Intravasalraum und wird

über die Nieren ausgeschieden. In den Nieren wird Dimesna wieder zur freien Thiolverbindung

Mesna reduziert. Dieses reagiert mit den urotoxischen Oxazaphosphorin-Metaboliten (Acrolein und

4-Hydroxy-Ifosfamid respektive 4-Hydroxy-Cyclophosphamid) und führt so zu deren

Detoxifizierung. Mesna bildet durch Bindung an die 4-Hydroxy-Metaboliten untoxische 4-

Sulfoethylthio-Metaboliten und inaktiviert Acrolein durch Bildung von untoxischen

Additionsverbindungen. Mesna bindet auch an andere urotoxische Metaboliten. Dadurch wird eine

regionale Detoxifizierung in der Niere und den ableitenden Harnwegen erreicht.

Mesna beeinflusst die antitumorale Wirksamkeit der Oxazaphosphorine und deren systemische

Nebenwirkungen nicht.

Pharmakokinetik

Absorption

Oral verabreichtes Mesna wird im Dünndarm absorbiert.

Nach einmaliger oraler Gabe werden maximale Plasmakonzentrationen von Mesna und seinem

Metaboliten Dimesna nach 2 – 4 Stunden erreicht, wobei eine grosse interindividuelle Variabilität

beobachtet werden kann.

Nahrung beeinflusst die Aufnahme von Mesna nicht.

Distribution

Die Proteinbindung von Mesna beträgt 69 – 75% und das Verteilvolumen 0,652 l/kg.

Metabolismus

Im Serum wird Mesna durch Autooxidation schnell in seinen Hauptmetaboliten Dimesna

umgewandelt. Dimesna verbleibt im Intravasalraum und wird in den Nieren rasch ausgeschieden. Im

Epithel der Nierentubuli wird Dimesna zur freien Thiolverbindung Mesna reduziert, das im Urin mit

den toxischen Oxazaphosphorin-Metaboliten reagiert und so zu deren Detoxifizierung führt.

Elimination

Die Ausscheidung von Mesna und Dimesna erfolgt fast ausschliesslich über die Niere, wobei eine

grosse interindividuelle Variabilität beobachtet werden kann.

Nach einmaliger intravenöser Gabe von 800 mg Mesna betrug die Serumhalbwertszeit für Mesna

0,36 Stunden und für Dimesna 1,17 Stunden. In 24 Stunden wurde ungefähr 32% resp. 33% der

verabreichten Dosis im Urin als Mesna resp. Dimesna ausgeschieden. Der grösste Teil wird dabei

innerhalb von 4 Stunden ausgeschieden.

Nach einmaliger oraler Gabe von 600 mg, 1200 mg oder 2400 mg betrug die

Eliminationshalbwertszeit für Mesna 0,34 – 1,34 Stunden und für Dimesna 0,72 – 2,78 Stunden. In

der gleichen Studie betrugen die Eliminationshalbwertszeiten für Mesna und Dimesna nach

einmaliger intravenöser Gabe von 600 mg 0,16 – 0,4 Stunden respektive 0,64 – 0,96 Stunden.

Maximale Urinkonzentrationen der freien Thiolverbindung Mesna werden 0,5 Stunden resp. 2 – 4

Stunden nach intravenöser resp. oraler Verbreichung gemessen. 25,3% resp. ca. 12% der intravenös

resp. oral verabreichten Dosis erscheinen als freies Mesna im Urin in den ersten 4 Stunden und nach

24 Stunden werden 27,2 resp. ca.19% im Urin als freies Mesna wiedergefunden.

Die gesamte Wiederfindungsrate (Mesna und Dimesna) im Urin über 24 Stunden betrug 53,3 % nach

intravenöser Gabe resp. 39% nach oraler Gabe.

Nach Verabreichung von intravenösem plus oralem Mesna betrug die Halbwertszeit von Mesna

zwischen 1,2 und 8,3 Stunden. Ungefähr 18 – 26% der kombinierten intravenös und oral

verabreichten Mesna-Dosis erscheinen im Urin als freies Mesna. Im Vergleich zur intravenösen

Verabreichung wird nach intravenöser plus oraler Verabreichung Mesna kontinuierlicher über 24

Stunden ausgeschieden. Etwa 5% der Mesna-Dosis werden im 12-24-Stunden-Zeitraum

ausgeschieden, während bei der rein intravenösen Verabreichung vernachlässigbare Mengen im

gleichen Zeitintervall eliminiert werden. Die in den Urin ausgeschiedene Mesna-Menge ist

unabhängig von der verabreichten Dosis.

Die renale Bioverfügbarkeit von oral verabreichtem Mesna beträgt 45 – 79% von intravenös

verabreichtem Mesna. Die renale Ausscheidung setzt mit einer Verzögerung von bis zu 2 Stunden

ein und ist im Vergleich zur intravenösen Verabreichung verlängert.

Die Gesamtkörperclearance beträgt 1,23 l/kg/h.

Kinetik in besonderen klinischen Situationen

Kinder

Es sind keine pharmakokinetischen Daten bei Kindern verfügbar.

Ältere Patienten und Patienten mit Nieren- oder Leberinsuffizienz

Es wurden keine pharmakokinetischen Studien bei diesen Patientengruppen durchgeführt.

Präklinische Daten

Orale Dosen von 6,1 und 4,3 g/kg waren bei Mäusen respektive Ratten letal. Diese Dosierungen

entsprechen ungefähr dem 15- resp. 22-fachen der maximal empfohlenen Tagesdosis beim Menschen

bezogen auf die Körperoberfläche. Dem Tod gingen Durchfall, Tremor, Konvulsionen, Dyspnoe und

Cyanose voraus.

In tierexperimentellen Studien zeigten sich keine Hinweise auf mutagene, karzinogene,

embryotoxische oder teratogene Wirkungen von Mesna.

Bei Ratten und Kaninchen wurden Reproduktionsstudien durchgeführt mit oralen Dosierungen von

1000 mg/kg beim Kaninchen und 2000 mg/kg bei der Ratte (ungefähr das 10-fache der maximalen

empfohlenen Tagesdosis i.v.- p.o.- p.o. beim Menschen bezogen auf die Körperoberfläche) und

haben keine Risiken für den Fötus gezeigt.

Sonstige Hinweise

Inkompatibilitäten

Mesna ist in vitro inkompatibel mit Carboplatin, Cisplatin und Stickstofflost.

Der in Uromitexan Multidose enthaltene Benzylalkohol kann die Stabilität von Cyclophosphamid

reduzieren.

Mesna und Epirubicin sollten nicht gemischt werden, da dies zur Inaktivierung von Epirubicin führt.

Beeinflussung diagnostischer Methoden

Unter der Behandlung mit Uromitexan kann es beim Stäbchentest für Ketonkörper zu einem falsch

positiven Nachweis von Ketonkörpern im Urin kommen. Allerdings ist der Farbton eher rotviolett als

violett; er ist weniger stabil, und durch Zugabe von Eisessig kommt es zu einer sofortigen

Entfärbung. Beim Stäbchentest für Erythrozyten im Urin kann es zu falsch positiven oder falsch

negativen Reaktionen kommen. Aus diesem Grunde sollte eine mikroskopische Untersuchung des

Urins zur Abklärung anwesender Erythrozyten vorgenommen werden.

Haltbarkeit

Uromitexan darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit „EXP“ bezeichneten Datum verwendet

werden.

Uromitexan ist mit folgenden Infusionslösungen kompatibel: 5% Glucose, 0,9% NaCl, Glucose-

NaCl, Ringer und Ringer-Lactat.

Aus mikrobiologischen Gründen sind verdünnte Lösungen oder Mischinfusionslösungen mit

Holoxan unmittelbar nach der Zubereitung zu verwenden. Verdünntes Uromitexan sowie

Mischinfusionslösungen mit Uromitexan und Holoxan weisen eine chemische und physikalische

Stabilität von 48 Stunden bei Lagerung bei Raumtemperatur (15 – 25 °C) auf. Bei Verdünnung und

Aufbewahrung unter kontrollierten und validierten aseptischen Bedingungen können die Lösungen

dementsprechend aufbewahrt werden.

Vor der Anwendung sind parenterale Arzneimittel visuell auf ungelöste Partikel und Verfärbung zu

überprüfen.

Keine Lösungen verwenden, die verfärbt oder trüb sind, oder in denen Partikel zu sehen sind.

Besondere Lagerungshinweise

Uromitexan 400 mg, Lösung zur intravenösen Anwendung

Der Inhalt von teilweise aufgebrauchten Behältnissen ist zu vernichten. Vor dem Öffnen nicht über

25°C lagern. Nicht einfrieren. In der Originalverpackung aufbewahren.

Uromitexan Multidose 1,0 g / 10 ml, Lösung zur intravenösen Anwendung

Vor dem Öffnen nicht über 25°C lagern. Nicht einfrieren.

Uromitexan Multidose 1.0 g/10 ml Durchstechflaschen sind nach Anbruch 8 Tage bei Lagerung im

Kühlschrank (2 – 8 °C) haltbar.

Uromitexan 400 mg Filmtabletten

Nicht über 25°C lagern. In der Originalverpackung aufbewahren.

Arzneimittel für Kinder unerreichbar aufbewahren.

Zulassungsnummer

43'407, 53'391, 53'401 (Swissmedic)

Packungen

Uromitexan 400 mg, Lösung zur intravenösen Anwendung: 15 Ampullen

Uromitexan Multidose 1.0 g/10 ml, Lösung zur Intravenösen Anwendung: 5 Durchstechflaschen

Uromitexan 400 mg, Filmtabletten: 10 Filmtabletten [B].

Zulassungsinhaberin

Baxter AG, 8152 Opfikon

Stand der Information

August 2013

  • Das Informationsblatt für dieses Produkt ist derzeit nicht verfügbar, können Sie eine Anfrage an unseren Kundendienst zu senden und wir werden Sie benachrichtigen, sobald wir in der Lage, um es zu erhalten.

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13-11-2018

Alebrije Dist Wholesale Recalls Quesillo Queseria “La Milagrosa” and “Alebrije Cheese” Because of Possible Health Risk

Alebrije Dist Wholesale Recalls Quesillo Queseria “La Milagrosa” and “Alebrije Cheese” Because of Possible Health Risk

ALEBRIJE DIST WHOLESALE is collaborating with health officials due to a positive finding of Salmonella in a sample of Quesillo “Queseria La Milagrosa”. ALEBRIJE DIST WHOLESALE is voluntarily recalling the amount of 100 kilos of Quesillo “Queseria La Milagrosa”. While “Alebrije Cheese” has not been found positive for Salmonella, ALEBRIJE DIST WHOLESALE has decided to voluntarily recall the specific 498 “Alebrije Cheese” pieces that were imported during the same period out of an abundance of caution.

FDA - U.S. Food and Drug Administration

9-11-2018

Sandoz Inc. Issues Voluntary Nationwide Recall of One Lot of Losartan Potassium and Hydrochlorothiazide Due to the Detection of Trace Amounts of NDEA (N-Nitrosodiethylamine) Impurity Found in the Active Pharmaceutical Ingredient (API)

Sandoz Inc. Issues Voluntary Nationwide Recall of One Lot of Losartan Potassium and Hydrochlorothiazide Due to the Detection of Trace Amounts of NDEA (N-Nitrosodiethylamine) Impurity Found in the Active Pharmaceutical Ingredient (API)

Sandoz Inc. is voluntarily recalling one lot of Losartan Potassium Hydrochlorothiazide Tablets, USP 100mg/25mg to the consumer level. This product is being recalled due to the trace amount of an impurity, N-nitrosodiethylamine (NDEA) contained in the API Losartan, USP manufactured by Zhejiang Huahai Pharmaceutical Co. Ltd. Sandoz Inc. Losartan Potassium Hydrochlorothiazide product is manufactured by Lek Pharmaceuticals dd, Ljubljana, Slovenia. This impurity, which is a substance that occurs naturally in ...

FDA - U.S. Food and Drug Administration

9-11-2018

First Choice Vapor recalls Unflavoured 100 mg Nicotine Base E-Liquids

First Choice Vapor recalls Unflavoured 100 mg Nicotine Base E-Liquids

These vaping products do not meet requirements of the Consumer Chemicals and Containers Regulations, 2001 (CCCR, 2001) under the Canada Consumer Product Safety Act.

Health Canada

9-11-2018

Safety assessment of the substance Ln 1,4‐benzene dicarboxylic acid (with Ln = La, Eu, Gd, Tb) for use in food contact materials

Safety assessment of the substance Ln 1,4‐benzene dicarboxylic acid (with Ln = La, Eu, Gd, Tb) for use in food contact materials

Published on: Wed, 07 Nov 2018 00:00:00 +0100 The EFSA Panel on Food Contact Materials, Enzymes and Processing Aids (CEP Panel) assessed the safety of the additive Ln 1,4‐benzene dicarboxylic acid (with Ln = La, Eu, Gd, Tb) for use in food contact materials. It is a family of mixtures combining the four lanthanides lanthanum (La), europium (Eu), gadolinium (Gd) and/or terbium (Tb) in different proportions as their 1,4‐benzene dicarboxylate complexes, used as a taggant in plastics for authentication and ...

Europe - EFSA - European Food Safety Authority Publications

6-11-2018

Levamisol 100 mg/ml ad us. vet., Injektionsloesung

Levamisol 100 mg/ml ad us. vet., Injektionsloesung

● Die Neuzulassung erfolgte am 06.11.2018.

Institut für Veterinärpharmakologie und toxikologie

31-10-2018

Efficacy of Bergazym® P100 (endo‐1,4‐β‐xylanase) as a feed additive for chickens for fattening and weaned piglets

Efficacy of Bergazym® P100 (endo‐1,4‐β‐xylanase) as a feed additive for chickens for fattening and weaned piglets

Published on: Tue, 30 Oct 2018 00:00:00 +0100 The product Bergazym® P100 contains a xylanase which is produced by a non‐genetically modified strain of Trichoderma reesei. The additive is available in a coated granular form and it is intended to be used as a zootechnical additive (functional group: digestibility enhancers) for chickens for fattening, and weaned piglets at the dose of 1,500 EPU/kg feed. The production strain and the additive were fully characterised in a previous assessment of the Panel o...

Europe - EFSA - European Food Safety Authority Publications

24-10-2018

Safety and efficacy of Hostazym® X (endo‐1,4‐beta‐xylanase) as a feed additive for sows in order to have benefit in piglets

Safety and efficacy of Hostazym® X (endo‐1,4‐beta‐xylanase) as a feed additive for sows in order to have benefit in piglets

Published on: Tue, 23 Oct 2018 00:00:00 +0200 Following a request from the European Commission, the Panel on Additives and Products or Substances used in Animal Feed (FEEDAP) was asked to deliver a scientific opinion on the safety and efficacy of HOSTAZYM® X as a feed additive for sows in order to have benefit in piglets. The additive HOSTAZYM® X contains endo‐1,4‐beta‐xylanase and is available in liquid and solid formulations. This product is authorised as a feed additive for chickens for fattening, tu...

Europe - EFSA - European Food Safety Authority Publications

20-10-2018

Scientific Opinion of Flavouring Group Evaluation 411 (FGE.411): 2‐(4‐methylphenoxy)‐N‐(1H‐pyrazol‐3‐yl)‐N‐(thiophen‐2‐ylmethyl)acetamide from chemical group 30 (miscellaneous substances)

Scientific Opinion of Flavouring Group Evaluation 411 (FGE.411): 2‐(4‐methylphenoxy)‐N‐(1H‐pyrazol‐3‐yl)‐N‐(thiophen‐2‐ylmethyl)acetamide from chemical group 30 (miscellaneous substances)

Published on: Fri, 19 Oct 2018 00:00:00 +0200 EFSA was requested to deliver a scientific opinion on the implications for human health of the flavouring substance 2‐(4‐methylphenoxy)‐N‐(1H‐pyrazol‐3‐yl)‐N‐(thiophen‐2‐ylmethyl)acetamide [FL‐no: 16.133], in the Flavouring Group Evaluation 411 (FGE.411), according to Regulation (EC) No 1331/2008 of the European Parliament and of the Council. The substance has not been reported to occur in natural source materials of botanical or animal origin. It is intende...

Europe - EFSA - European Food Safety Authority Publications

28-9-2018

Endo Pharmaceuticals Issues Voluntary Nationwide Recall for Two Lots of Robaxin® 750mg Tablets 100 Count Bottle Packs Due to Incorrect Daily Dosing Information on Label

Endo Pharmaceuticals Issues Voluntary Nationwide Recall for Two Lots of Robaxin® 750mg Tablets 100 Count Bottle Packs Due to Incorrect Daily Dosing Information on Label

Endo International plc (NASDAQ: ENDP) today announced that one of its operating companies, Endo Pharmaceuticals Inc., is voluntarily recalling two lots of Robaxin® (methocarbamol tablets, USP) 750mg Tablets 100 Count Bottle pack to the consumer level. The products have been found to have incorrect daily dosing information on the label due to a labeling error which misstates the daily dose as "two to four tablets four times daily" rather than the correct dosage of "two tablets three times daily." (see pic...

FDA - U.S. Food and Drug Administration

20-9-2018

Vacant position at IMA's Quality Assessment Team

Vacant position at IMA's Quality Assessment Team

The Agency advertises vacancy for expert in Quality Assessment Team in Assessment Division. The Agency is looking for strong candidate who are willing to work on challenging and interesting tasks. The vacancy is a full position (100%).

IMA - Icelandic Medicines Agency

12-9-2018

Kabinet investeert in eerste 1000 dagen kind

Kabinet investeert in eerste 1000 dagen kind

Van kinderwens tot 2-jarige peuter: de ontwikkeling die we in de eerste 1000 dagen als kind meemaken is cruciaal voor zowel een gezonde groei als de ontplooiing en kansen op latere leeftijd. Verreweg de meeste kinderen in Nederland groeien veilig en gezond op. Toch heeft ongeveer 14% van de kinderen in Nederland een ‘valse’ start door vroeggeboorte, een te laag geboortegewicht of een combinatie van beide. Minister Hugo de Jonge (VWS), gemeenten, partijen uit de geboortezorg en de jeugdgezondheidszorg (JG...

Netherlands - Ministerie van Volksgezondheid, Welzijn en Sport

7-9-2018

SCA Pharmaceuticals LLC. Issues Voluntary Nationwide Recall of Furosemide 100 mg in 0.9% Sodium Chloride due to Presence of Precipitate

SCA Pharmaceuticals LLC. Issues Voluntary Nationwide Recall of Furosemide 100 mg in 0.9% Sodium Chloride due to Presence of Precipitate

, SCA Pharmaceuticals LLC (“SCA Pharma”) is voluntarily recalling 7 lots of the injectable product Furosemide 100 mg in 0.9% Sodium Chloride 100 mg bag to the consumer level. This product is being recalled for visible particulate matter believed to be furosemide precipitate.

FDA - U.S. Food and Drug Administration

7-9-2018

Umsetzung des einstimmigen Beschlusses der Koordinierungsgruppe EMA/CMDh/304100/2018 vom 30.05.2018 betreffend die Zulassungen für Humanarzneimittel mit der Wirkstoffkombination Adapalen/Benzoylperoxid

Umsetzung des einstimmigen Beschlusses der Koordinierungsgruppe EMA/CMDh/304100/2018 vom 30.05.2018 betreffend die Zulassungen für Humanarzneimittel mit der Wirkstoffkombination Adapalen/Benzoylperoxid

Das BfArM veröffentlicht den Umsetzungsbescheid für die Wirkstoffkombination Adapalen/Benzoylperoxid infolge des Europäischen PSUR Single Assessment Verfahrens nach Artikel 107d) bis g) der Richtlinie 2001/83/EG.

Deutschland - BfArM - Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

1-9-2018

Spodoptera frugiperda partial risk assessment

Spodoptera frugiperda partial risk assessment

Published on: Fri, 31 Aug 2018 00:00:00 +0200 EFSA was asked for a partial risk assessment of Spodoptera frugiperda for the territory of the EU focussing on the main pathways for entry, factors affecting establishment, risk reduction options and pest management. As a polyphagous pest, five commodity pathways were examined in detail. Aggregating across these and other pathways, we estimate that tens of thousands to over a million individual larvae could enter the EU annually on host commodities. Instigat...

Europe - EFSA - European Food Safety Authority Publications

14-11-2018

DuoPlavin® 75 mg/100 mg Filmtabletten

Rote - Liste

13-11-2018

CEPROTIN 1000 I.E.

Rote - Liste

8-11-2018

Palladon® injekt 2 mg/10 mg/100 mg

Rote - Liste

6-11-2018

Symkevi® 100 mg/150 mg Filmtabletten

Rote - Liste

31-10-2018

Zodin® Omega-3 1000 mg Weichkapseln

Rote - Liste

30-10-2018

EU/3/18/2076 (Orphan Europe S.A.R.L.)

EU/3/18/2076 (Orphan Europe S.A.R.L.)

EU/3/18/2076 (Active substance: Glycine, L-alanine, L-arginine, L-aspartic acid, L-cysteine, L-cystine, L-glutamic acid, L-histidine, L-lysine monohydrate, L-methionine, L-phenylalanine, L-proline, L-serine, L-threonine, L-tryptophan, L-tyrosine, taurine) - Orphan designation - Commission Decision (2018)7277 of Tue, 30 Oct 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMA/OD/100/18

Europe -DG Health and Food Safety

25-10-2018

Vancomycin Lyomark 1000 mg Pulver

Rote - Liste

24-10-2018

Nebido® 1000 mg Injektionslösung

Rote - Liste

22-10-2018

BeneFIX® 250/500/1000/2000/3000 I.E.

Rote - Liste

8-10-2018

ISENTRESS 100 mg/- 25 mg Kautabletten

Rote - Liste

2-10-2018

NexoBrid (MediWound Germany GmbH)

NexoBrid (MediWound Germany GmbH)

NexoBrid (Active substance: Concentrate of proteolytic enzymes enriched in bromelain) - PSUSA - Modification - Commission Decision (2018)6460 of Tue, 02 Oct 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/PSUSA/10028/201712

Europe -DG Health and Food Safety

1-10-2018

Tremfya® 100 mg Injektionslösung

Rote - Liste

19-9-2018

Kadcyla (Roche Registration GmbH)

Kadcyla (Roche Registration GmbH)

Kadcyla (Active substance: Trastuzumab emtansine) - Centralised - Renewal - Commission Decision (2018)6100 of Wed, 19 Sep 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/2389/R/39

Europe -DG Health and Food Safety

11-9-2018

Sobelin® 100 mg Vaginalzäpfchen

Rote - Liste

7-9-2018

Dexdor 100 Mikrogramm/ml

Rote - Liste

7-9-2018

CRESEMBA 100 mg Hartkapseln

Rote - Liste

6-9-2018

Atenativ 500/1000 I.E.

Rote - Liste

1-9-2018

SIRTURO® 100 mg Tabletten

Rote - Liste

30-8-2018

FAMENITA® 100 mg/200 mg Weichkapseln

Rote - Liste