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Unasyn - Filmtabletten

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Unasyn - Filmtabletten
  • Einheiten im Paket:
  • 12 Stück, Laufzeit: 24 Monate
  • Verschreibungstyp:
  • Arzneimittel zur einmaligen Abgabe auf aerztliche Verschreibung
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge
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Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Unasyn - Filmtabletten
    Österreich
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiebereich:
  • Sultamicillin
  • Produktbesonderheiten:
  • Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AGES
  • Zulassungsnummer:
  • 1-18707
  • Berechtigungsdatum:
  • 15-06-1989
  • Letzte Änderung:
  • 10-08-2017

Packungsbeilage


Gebrauchsinformation: Information für Anwender

Unasyn

- Filmtabletten

Wirkstoff: Sultamicillintosilat

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es

kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt

auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Unasyn und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Unasyn beachten?

Wie ist Unasyn einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Unasyn aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Unasyn und wofür wird es angewendet?

Unasyn ist ein Antibiotikum zur Behandlung von bakteriellen Infektionen bei Erwachsenen, Jugendlichen

und Kindern. Es hemmt nicht nur das Wachstum der Erreger, sondern tötet diese in den meisten Fällen

Unasyn ist geeignet zur Behandlung zahlreicher bakterieller Infektionen, wie

Infektionen der oberen und unteren Atemwege, wie z.B. Entzündungen des Mittelohres, der Mandeln,

der Nebenhöhlen, der Bronchien und der Lunge;

Infektionen der Niere und der Harnwege;

Infektionen der Haut und Weichteilgewebe;

bestimmte Infektionen der Geschlechtsorgane, z.B. alternative Therapie der Gonorrhoe (Tripper);

als Nachbehandlung im Anschluss an eine Infusions- oder Injektionstherapie mit Unasyn.

2.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Unasyn beachten?

Unasyn darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie allergisch gegen Sultamicillintosilat oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen

Bestandteile dieses Arzneimittels bzw. gegen Penicilline sind; dabei ist zu beachten, dass eine

Kreuzallergie auch gegen Cephalosporine bestehen kann.

bei Pfeifferschem Drüsenfieber oder lymphatischer Leukämie, da in diesem Fall häufig

Hautreaktionen auftreten.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie Unasyn einnehmen.

Informieren Sie umgehend Ihren Arzt, wenn Sie unter Bauchschmerzen, Juckreiz, dunklem Urin, einer

Gelbfärbung der Haut oder der Augen, Übelkeit oder einem allgemeinen Unwohlsein leiden. Diese

Anzeichen können auf eine Leberschädigung hindeuten, die während der Anwendung von

Ampicillin/Sulbactam (einem ähnlichen Wirkstoff wie Sultamicillintosilat) berichtet wurde.

Sollten bei Ihnen während der Behandlung mit Unasyn schwere Hautreaktionen auftreten, müssen Sie

unverzüglich einen Arzt kontaktieren, welcher über einen eventuell notwendigen Abbruch der

Behandlung mit Unasyn bzw. gegebenenfalls notwendige therapeutische Maßnahmen entscheiden wird.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Unasyn ist erforderlich,

wenn Sie an allergischen Erkrankungen wie Asthma, Nesselsucht oder Heuschnupfen leiden oder

wenn Sie überempfindlich gegen Penicilline oder Cephalosporine sind; informieren Sie Ihren Arzt

darüber, bevor Sie mit der Behandlung beginnen.

wenn Sie an Heuschnupfen oder anderen allergisch bedingten Beschwerden leiden und kurz nach der

Einnahme von Unasyn Nebenwirkungen wie Juckreiz, Hautrötung, Schwellungen der Augenlider und

des Gesichtes als erste Anzeichen einer Überempfindlichkeit auftreten; nehmen Sie Unasyn nicht

mehr ein und wenden Sie sich an Ihren Arzt.

wenn bei Ihnen schwere Überempfindlichkeitsreaktionen wie Hautausschläge, starke Müdigkeit,

Halsschmerzen oder Entzündung im Mund auftreten; melden Sie dies unverzüglich Ihrem Arzt, der

eine entsprechende Behandlung einleiten wird.

wenn es bei Ihnen während oder bis zu 2 Monate nach einer Behandlung mit Unasyn zu schweren,

anhaltenden Durchfällen kommt; nehmen Sie in diesem Fall umgehend Kontakt mit Ihrem Arzt auf,

da es sich um eine antibiotikabedingte Darmentzündung handeln könnte. Sie ist gekennzeichnet durch

wässrigen oder mehrmals am Tag auftretenden Durchfall, Fieber und schwere Bauchkrämpfe, die von

Blut- und Schleimabgang begleitet sein können. Unter diesen Umständen dürfen Sie keine

Arzneimittel einnehmen, welche die Darmbewegung hemmen oder verlangsamen.

wenn es bei Ihnen unter der Behandlung mit Unasyn zu vermehrtem Wachstum von nicht-

empfindlichen Keimen, einschließlich Pilzen, kommt; Ihr Arzt wird in diesem Fall geeignete

Maßnahmen treffen.

falls Sie über einen längeren Zeitraum mit Unasyn behandelt werden; in diesem Fall wird der Arzt

Ihre Leber- und Nierenwerte sowie Ihr Blutbild überprüfen. Die angeordneten Laborkontrollen

sollten Sie unbedingt einhalten.

wenn bei der Behandlung einer Geschlechtskrankheit gleichzeitig Verdacht auf Syphilis besteht; in

diesem Fall wird der Arzt vor Behandlungsbeginn eine Dunkelfelduntersuchung vornehmen und

mindestens vier Monate lang monatlich Bluttests durchführen.

Einnahme von Unasyn zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden,

kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel

einzunehmen/anzuwenden.

Die folgenden Arzneimittel können die Wirkung von Unasyn beeinträchtigen, wenn sie gleichzeitig

angewendet werden, oder Unasyn kann deren Wirkung beeinträchtigen:

Allopurinol (zur Behandlung von Gicht): Die gleichzeitige Gabe von Allopurinol und Ampicillin

führt zu einer deutlichen Erhöhung der Häufigkeit von Hautausschlägen (Juckreiz, Hautrötung) im

Vergleich zur Anwendung von Ampicillin allein.

Blutgerinnungshemmer: Die Wirkung von Penicillinen auf die Blutgerinnung kann durch die

gleichzeitige Verabreichung von Blutgerinnungshemmern verstärkt werden.

Bakteriostatisch wirkende Arzneimittel (Antibiotika, die das Wachstum bzw. die Vermehrung von

Bakterien hemmen, wie z.B. Tetracycline, Erythromycin, Chloramphenicol, Sulfonamide): Eine

gleichzeitige Anwendung mit Unasyn sollte wegen der Möglichkeit einer Wirkungsabschwächung

vermieden werden.

Hormonelle Verhütungsmittel zum Einnehmen: Bei Frauen, die mit Ampicillin behandelt wurden,

wurde über eine verminderte Wirksamkeit von oralen Verhütungsmitteln berichtet, die zu einer

ungeplanten Schwangerschaft führte. Während einer Therapie mit Ampicillin ist es daher ratsam, eine

andere oder zusätzliche Form der Empfängnisverhütung zu verwenden.

Methotrexat (zur Behandlung von rheumatischen Erkrankungen): Die gleichzeitige Anwendung von

Penicillinen verringert die Ausscheidung von Methotrexat, wodurch es zu schädigenden Wirkungen

dieses Arzneimittels kommen kann.

Nicht-steroidale Antirheumatika (Arzneimittel gegen Schmerzen) wie zum Beispiel

Acetylsalicylsäure, Indometacin und Phenylbutazon verzögern die Ausscheidung von Penicillinen.

Probenecid (zur Behandlung von Gicht) vermindert die Ausscheidung von Ampicillin und Sulbactam

und führt zu einem erhöhten Risiko von schädigenden Wirkungen. Dieser Effekt kann aber auch in

der Behandlung einiger Erkrankungen (z.B. Gonorrhoe) genützt werden.

Sonstige Wechselwirkungen:

Unter Unasyn ist eine Verfälschung von Glukose-Harntests möglich.

Eine Verfälschung des Urobilinogennachweises (Test, der im Harn durchgeführt wird) ist ebenfalls

möglich.

Veränderungen der Hormonspiegel bei schwangeren Frauen können in Verbindung mit

Sulbactam/Ampicillin auftreten.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen,

schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt um Rat. Unasyn ist

während der Schwangerschaft nur nach sorgfältiger Nutzen/Risiko-Abwägung einzusetzen. Unter einer

Behandlung mit Unasyn wird das Stillen nicht empfohlen, d.h. die Milch muss abgepumpt und verworfen

werden.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Es liegen keine Erfahrungen hinsichtlich der Beeinträchtigung der Verkehrstüchtigkeit und der Fähigkeit

zum Bedienen von Maschinen vor. Es sollte jedoch beachtet werden, dass es nach der Verabreichung von

Antibiotika in seltenen Fällen zu Schwindel, Schläfrigkeit oder Müdigkeit kommen kann.

Unasyn-Filmtabletten enthalten Lactose.

Bitte nehmen Sie dieses Arzneimittel daher erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen

bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.

3.

Wie ist Unasyn einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem

Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Unasyn Filmtabletten sind zum Einnehmen.

Die Filmtabletten werden unzerkaut mit Flüssigkeit geschluckt.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis wie folgt:

Behandlung von bakteriellen Infektionen:

Erwachsene und Kinder über 30 kg Körpergewicht:

Die übliche Tagesdosis beträgt zweimal täglich je 1 Tablette, in schweren Fällen zweimal täglich je 2

Tabletten.

Kinder unter 30 kg Körpergewicht:

Für Kinder unter 30 kg Körpergewicht sind Unasyn-Filmtabletten nicht geeignet.

Behandlung der unkomplizierten Gonorrhoe:

Die unkomplizierte Gonorrhoe wird mit einer einmaligen Dosis von 6 Tabletten behandelt. Zusätzlich

kann Ihr Arzt die Einnahme von 1g Probenecid empfehlen, um die Wirkdauer von Unasyn zu verbessern.

Spezielle Dosierungsangaben:

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion:

Über die Dosierung bei stark eingeschränkter Nierenfunktion entscheidet der Arzt.

Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion:

Bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion ist eine Dosisanpassung nicht erforderlich.

Ältere Patienten:

Sofern keine eingeschränkte Nierenfunktion vorliegt, ist eine Dosisanpassung nicht erforderlich.

Dauer der Behandlung:

Die Dauer der Behandlung muss individuell vom Arzt festgelegt werden; üblicherweise wird 5-14 Tage

behandelt, die Therapie kann aber auch länger durchgeführt werden.

Bei Infektionen durch Streptokokken wird der Arzt eine Behandlungsdauer von mindestens 10 Tagen

anordnen, um Komplikationen wie rheumatisches Fieber oder Nierenschäden zu vermeiden.

Wenn Sie eine größere Menge von Unasyn eingenommen haben, als Sie sollten

Im Falle einer Überdosierung von Sultamicillin ist prinzipiell mit einem verstärkten Auftreten jener

Effekte zu rechnen, die im Abschnitt Nebenwirkungen beschrieben werden. Verständigen Sie auf jeden

Fall Ihren Arzt, da entsprechende Maßnahmen notwendig sein können.

Wenn Sie die Einnahme von Unasyn vergessen haben

Nehmen Sie die vergessene Dosis ein, sobald Sie bemerken, dass Sie eine Dosis ausgelassen haben.

Wenn es aber bereits Zeit für die nächste Dosis ist, lassen Sie die vergessene Dosis aus und fahren Sie mit

den üblichen Einnahmezeiten fort. Nehmen Sie in diesem Fall nicht die doppelte Dosis ein.

Wenn Sie die Einnahme von Unasyn abbrechen

Auch wenn eine Besserung der Krankheitsanzeichen oder Beschwerdefreiheit eintritt, darf die

Behandlung mit Unasyn keinesfalls ohne ärztliche Anweisung geändert oder abgebrochen werden, um

eine erneute Verschlechterung bzw. ein Wiederauftreten der Krankheit zu vermeiden.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder

Apotheker.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Da Unasyn zwei Wirkstoffe enthält (Ampicillin und Sulbactam) können jene Nebenwirkungen auftreten,

die für beide Substanzen bekannt sind.

Zur Klassifizierung der Häufigkeit von Nebenwirkungen werden die folgenden Kategorien angewendet:

Sehr häufig:

Kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen

Häufig:

Kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen

Gelegentlich:

Kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen

Selten:

Kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen

Sehr selten:

Kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen

Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

Informieren Sie sofort ihren Arzt, wenn folgende Nebenwirkungen bei Ihnen auftreten:

schwerer, anhaltender oder blutiger Durchfall (der mit Magenschmerzen oder Fieber verbunden

sein kann). Dies ist eine Nebenwirkung, die während oder nach Abschluss einer Behandlung mit

Antibiotika auftreten und ein Anzeichen für eine schwere Darmentzündung sein kann.

Anzeichen einer schweren allergischen Reaktion wie plötzliches Keuchen, Atembeschwerden,

Anschwellen von Augenlidern, Gesicht oder Lippen, Hautausschlag oder Juckreiz (insbesondere

wenn dieser am ganzen Körper auftritt),

Blasenbildung und Abschälen auf großen Flächen der Haut, Fieber, Husten, Unwohlsein und

Anschwellen von Zahnfleisch, Zunge oder Lippen,

Gelbfärbung der Haut und des Weißen in den Augen (Gelbsucht).

Nebenwirkungen und ihre Häufigkeiten

Sehr häufige Nebenwirkungen:

Durchfall / Weicher Stuhl

Häufige Nebenwirkungen:

Übelkeit

Bauchschmerzen

Gelegentliche Nebenwirkungen:

Kopfschmerzen

Schläfrigkeit

Müdigkeit

Erbrechen

Seltene Nebenwirkungen:

Schwindel

Schwerwiegende Schleimhautentzündung des Dickdarms (pseudomembranöse Colitis)

Entzündung des Dünn- und Dickdarms (Enterocolitis)

Entzündung der Nieren (Tubulointerstitielle Nephritis)

Nebenwirkungen mit nicht bekannter Häufigkeit:

Pilzinfektionen

Übermäßiges Wachstum unempfindlicher Keime

Starke Verminderung der Blutzellen (Panzytopenie)

Störung der Blutgerinnung

Schwere Überempfindlichkeitsreaktionen (anaphylaktoide Reaktionen bis zum anaphylaktischen

Schock, Haut- und Schleimhautschwellung, vor allem im Gesicht, allergische Gefäßentzündung)

Appetitlosigkeit

Schädigende Wirkung auf das Nervensystem

Atemnot

Blut im Stuhl

Entzündung des Dünn- und Dickdarms mit Blutabgang (hämorrhagische Enterocolitis)

Mundtrockenheit

Oberbauchschmerzen

Geschmacksstörungen

Blähungen

Hautausschläge und andere Hautreaktionen

Juckreiz

Nesselausschlag

Schleimhautentzündungen

Gelenkschmerzen

Die folgenden Nebenwirkungen traten im Zusammenhang mit der intramuskulären (in den Muskel) bzw.

intravenösen (über die Vene) Verabreichung von Unasyn auf:

Gelegentliche Nebenwirkungen:

Verminderung der Blutplättchen (Thrombozytopenie)

Entzündung der Zunge

Erhöhter Gehalt von Bilirubin im Blut

Seltene Nebenwirkungen:

Krampfzustände

Schwere Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, teilweise mit Hautablösung und Bläschenbildung

(Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse, Erythema multiforme, exfoliative

Dermatitis)

Nebenwirkungen mit nicht bekannter Häufigkeit:

Unverträglichkeitsreaktion mit Verminderung der Granulozyten, einer Untergruppe der weißen

Blutkörperchen

Blutbildveränderungen (einschließlich Verminderung der weißen Blutkörperchen, Blutarmut und

thrombozytopenischer Purpura)

Entzündung der Mundschleimhaut

Dunkler, pelziger Zungenbelag (schwarze Haarzunge)

Erhöhung von bestimmten Leberwerten

Beeinträchtigung der Leberfunktion

Gelbsucht

Blutungsneigung (gestörte Thrombozytenaggregation)

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für

Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie ist Unasyn aufzubewahren?

Nicht über 25°C lagern.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton angegebenen Verfalldatum nicht mehr

verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das

Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der

Umwelt bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Unasyn enthält

Der Wirkstoff ist Sultamicillintosilat. 1 Filmtablette enthält 520,8 mg Sultamicillintosilat

entsprechend 375 mg Sultamicillin, einer Vorstufe von Sulbactam und Ampicillin entsprechend

147 mg Sulbactam und 220 mg Ampicillin.

Die sonstigen Bestandteile sind wasserfreie Lactose, Maisstärke, Carboxymethylstärke-Natrium,

Hydoxypropylcellulose und Magnesiumstearat im Tablettenkern und Macrogol 6000, Hypromellose,

Titandioxid (E-171) und Talkum im Überzug.

Wie Unasyn aussieht und Inhalt der Packung

Packung mit 12 weißen, kapselförmigen Filmtabletten mit dem Aufdruck UN-3 auf einer Seite in

Alu/PVC Blisterstreifen zu je 6 Stück

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer: Pfizer Corporation Austria Ges.m.b.H.,Wien

Hersteller: Haupt Pharma Latina S.r.l., Latina (LT), Italien

Z.Nr.: 1-18707

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Juli 2017.

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Die folgenden Informationen sind für medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Überdosierung

Über die Schädlichkeit von Ampicillin und Sulbactam beim Menschen liegen nur beschränkte Daten vor.

Im Falle einer Überdosierung von Ampicillin/Sulbactam ist prinzipiell mit einem verstärkten Auftreten

jener Effekte zu rechnen, die im Abschnitt Nebenwirkungen beschrieben werden. Dabei ist zu

berücksichtigen, dass hohe Konzentrationen von Beta-Laktam-Antibiotika in der Gehirnflüssigkeit zu

einer Beeinflussung des Nervensystems, einschließlich Krampfanfällen, führen können. Gegebenenfalls

wird bei Krämpfen eine Ruhigstellung mit Diazepam empfohlen. Da sowohl Ampicillin als auch

Sulbactam durch Dialyse (Blutwäsche) entfernt werden, könnte bei Patienten mit beeinträchtigter

Nierenfunktion im Falle einer Überdosierung eine Dialyse die Ausscheidung beschleunigen.

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