Ultiva

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Ultiva 5 mg Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung
  • Einheiten im Paket:
  • 5 Durchstechflaschen 5mg/10ml, Laufzeit: 36 Monate
  • Verschreibungstyp:
  • Arzneimittel zur Abgabe gegen besondere aerztliche Verschreibung, Suchtgifte
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Ultiva 5 mg Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung
    Österreich
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiebereich:
  • Remifentanil
  • Produktbesonderheiten:
  • Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AGES
  • Zulassungsnummer:
  • 1-21679
  • Berechtigungsdatum:
  • 13-11-1996
  • Letzte Änderung:
  • 02-12-2018

Packungsbeilage: zusammensetzung, kinische angaben, nebenwirkungen, wechselwirkungen, dosierung, schwangerschaft, stillzeit

Gebrauchsinformation: Information für den Anwender

Ultiva 1 mg Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer Injektions- /Infusionslösung

Ultiva 2 mg Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer Injektions- /Infusionslösung

Ultiva

5 mg Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer Injektions- /Infusionslösung

Wirkstoff: Remifentanil

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der

Anwendung dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies

gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe

Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht:

1. Was ist Ultiva und wofür wird es angewendet?

2. Was sollten Sie beachten, bevor Ihnen Ultiva verabreicht wird?

3. Wie ist Ultiva anzuwenden?

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

5. Wie ist Ultiva aufzubewahren?

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

1. Was ist Ultiva und wofür wird es angewendet?

Ultiva enthält den Wirkstoff Remifentanil. Dieser gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die als

Opioide bezeichnet werden und zur Schmerzbehandlung eingesetzt werden. Ultiva unterscheidet sich

von anderen Arzneimitteln dieser Gruppe durch seinen sehr raschen Wirkungseintritt und seine sehr

kurze Wirkdauer.

Ultiva wird angewendet:

zur Ausschaltung Ihres Schmerzempfindens vor und während einer Operation.

zur Ausschaltung Ihres Schmerzempfindens, wenn Sie auf einer Intensivstation künstlich

beatmet werden (bei Patienten ab 18 Jahren).

2. Was sollten Sie beachten, bevor Ihnen Ultiva verabreicht wird?

Ultiva darf Ihnen nicht verabreicht werden,

wenn Sie allergisch gegen Remifentanil oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen

Bestandteile dieses Arzneimittels sind

wenn Sie allergisch gegen Fentanyl-ähnliche Substanzen sind (schmerzlindernde

Medikamente, die Fentanyl ähnlich sind und die mit der Medikamentenklasse der Opioide

verwandt sind).

als Injektion in den Rückenmarkskanal

als alleiniges Arzneimittel zur Einleitung einer Narkose

Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob etwas von dem oben genannten auf Sie zutrifft, sprechen Sie

mit Ihrem Arzt oder mit Ihrem Apotheker bevor Ultiva angewendet wird.

Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Ultiva ist erforderlich

wenn Sie allergisch gegen irgendein anderes Opioid Medikament sind, wie Morphium oder

Codein.

wenn Sie an einer eingeschränkten Lungenfunktion leiden (in diesem Fall treten bei Ihnen

möglicherweise leichter Atemprobleme auf)

wenn Sie älter als 65 Jahre alt sind, geschwächt sind oder verringertes Blutvolumen und/oder

niedrigen Blutdruck haben (in diesem Fall treten bei Ihnen möglicherweise leichter

Beeinträchtigungen des Herzens auf)

Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob etwas von dem oben genannten auf Sie zutrifft, sprechen Sie

mit Ihrem Arzt, bevor Ultiva angewendet wird.

Die Anwendung von Ultiva kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen.

Bei Anwendung von Ultiva mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, vor kurzem

eingenommen/angewendet haben oder beginnen, neue einzunehmen/anzuwenden, auch wenn es sich

um pflanzliche und nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, insbesondere, wenn Sie folgende Arzneimittel einnehmen:

Arzneimittel für Ihr Herz oder Ihren Blutdruck (z.B. Betablocker oder Kalzium-Kanal-

Blocker).

Die gleichzeitige Anwendung von Ultiva und Beruhigungsmitteln wie Benzodiazepine oder

verwandte Arzneimittel erhöht das Risiko für Schläfrigkeit, Atembeschwerden (Atemdepression),

Koma und kann lebensbedrohlich sein. Aus diesem Grund sollte die gleichzeitige Anwendung nur

in Betracht gezogen werden, wenn es keine anderen Behandlungsmöglichkeiten gibt.

Wenn Ihr Arzt jedoch Ultiva zusammen mit sedierenden Arzneimitteln verschreibt, sollten die

Dosis und die Dauer der begleitenden Behandlung von Ihrem Arzt begrenzt werden.

Bitte informieren Sie Ihren Arzt über alle sedierenden Arzneimittel, die Sie einnehmen und halten

Sie sich genau an die Dosierungsempfehlung Ihres Arztes. Es könnte hilfreich sein, Freunde oder

Verwandte darüber zu informieren, bei Ihnen auf die oben genannten Anzeichen und Symptome zu

achten. Kontaktieren Sie Ihren Arzt, wenn solche Symptome bei Ihnen auftreten.

Schwangerschaft und Stillzeit

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie schwanger sind, vorhaben schwanger zu werden oder stillen.

Sollte sich eine Behandlung in der Schwangerschaft als notwendig erweisen, so sind der Nutzen für

Sie und die möglichen Risiken für Ihr Kind vom Arzt sorgfältig gegeneinander abzuwägen.

Nach Erhalt dieses Arzneimittels sollten Sie innerhalb von 24 Stunden nicht stillen. Sollten Sie in

dieser Zeit Muttermilch bilden, werfen Sie sie weg und geben Sie sie nicht Ihrem Kind.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit

beeinträchtigen.

Wenn Sie nur für einen Tag im Krankenhaus bleiben, wird Ihr Arzt Ihnen mitteilen, wie lange Sie

warten müssen, bevor Sie das Krankenhaus verlassen oder ein Fahrzeug steuern können. Es kann

gefährlich sein, zu früh nach einer Operation Fahrzeug zu steuern.

Nachdem Sie Ultiva verabreicht bekommen haben, sollten Sie keinen Alkohol trinken, bis die

Wirkung vollständig nachgelassen hat.

Ultiva enthält natrium

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Durchstechflasche, d.h. es ist

nahezu ‘natriumfrei’.

3. Wie ist Ultiva anzuwenden?

Von Ihnen wird auf keinen Fall erwartet, dass Sie sich dieses Arzneimittel selbst verabreichen. Es

wird Ihnen immer von einer Person verabreicht, die dafür qualifiziert ist.

Ultiva kann verabreicht werden:

als Einzel-Injektion in die Vene

als kontinuierliche Infusion in die Vene. Das ist dann der Fall, wenn das Arzneimittel langsam

über einen längeren Zeitraum verabreicht wird.

Die Art der Verabreichung und die Dosierung des Arzneimittels ist abhängig von:

Ihrer Operation oder Ihrer Behandlung auf der Intensivstation

der Stärke Ihrer Schmerzen.

Die Dosierung ist von Patient zu Patient unterschiedlich. Bei Patienten mit Leber- oder

Nierenproblemen ist keine Anpassung der Dosis erforderlich.

Nach Ihrer Operation

Informieren Sie Ihren Arzt oder das Pflegepersonal, wenn Sie Schmerzen haben. Sie können Ihnen

andere Schmerzmittel geben, wenn Sie nach Ihrer Operation Schmerzen haben.

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Allergische Reaktionen (inklusive Anaphylaxie): Diese sind selten (betrifft bis zu 1 von 1.000

Behandelten) bei Personen, bei denen Ultiva angewendet wird. Die Symptome umfassen:

erhabener und juckender Hautausschlag (Nesselausschlag)

Schwellung des Gesichts oder des Mundes (Angioödem), kann das Atmen erschweren

Kollaps

Wenn Sie eines dieser Symptome bemerken, kontaktieren Sie sofort einen Arzt.

Sehr häufige Nebenwirkungen (betrifft mehr als 1 Behandelten von 10):

- Muskelsteifheit (Muskel-Rigidität)

- niedriger Blutdruck (Hypotonie)

- Übelkeit oder Erbrechen

Häufige Nebenwirkungen (betrifft bis zu 1 Behandelten von 10):

langsamer Herzschlag (Bradykardie)

flache Atmung (Atemdepression)

vorübergehender Atemstillstand (Apnoe)

Juckreiz

Gelegentliche Nebenwirkungen (betrifft bis zu 1 Behandelten von 100):

Sauerstoffmangel (Hypoxie)

Verstopfung

Seltene Nebenwirkungen (betrifft bis zu 1 Behandelten von 1.000):

Langsamer Herzschlag (Bradykardie) mit nachfolgendem Herzstillstand (Asystolie/ kardialer

Block) bei Patienten, die Ultiva zusammen mit einem oder mehreren Narkosemitteln erhalten

Weitere Nebenwirkungen (weitere Nebenwirkungen sind bei einer sehr geringen Anzahl von

Behandelten aufgetreten, deren exakte Häufigkeit ist nicht bekannt):

Körperliches Bedürfnis nach Ultiva (Arzneimittelabhängigkeit) oder die Notwendigkeit einer

Dosiserhöhung mit der Zeit, um denselben Effekt zu erzielen (Arzneimitteltoleranz)

Anfälle (Krampfanfälle)

Eine Art des unregelmäßigen Herzschlages (AV-Block)

Nebenwirkungen, die nach einer Operation auftreten können

Häufige Nebenwirkungen

Frösteln

Bluthochdruck (Hypertonie)

Gelegentliche Nebenwirkungen

Schmerzen

Seltene Nebenwirkungen

Gefühl von großer Ruhe oder Schläfrigkeit

Andere Nebenwirkungen, die besonders nach dem plötzlichen Absetzen von Ultiva auftreten,

insbesondere nach längerer Verabreichung von mehr als 3 Tagen:

Schneller Herzschlag (Tachykardie)

Hoher Blutdruck (Hypertonie)

Ruhelosigkeit (Agitation)

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies

gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie

können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen.

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN, ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5. Wie ist Ultiva aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Dieses Arzneimittel darf nach dem auf dem Umkarton und dem Etikett nach „Verwendbar bis:“ bzw.

„Verw. bis:“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr angewendet werden. Das Verfalldatum bezieht

sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Nicht über 25 °C lagern.

Nach der Zubereitung von Ultiva sollte es sofort verwendet werden. Nicht verwendete Lösung darf

nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Ihr Arzt oder das medizinische Fachpersonal

werden das nicht mehr benötigte Arzneimittel entsorgen. Das trägt zum Schutz der Umwelt bei.

Bewahren Sie Ultiva im Originalkarton mit dieser Packungsbeilage auf.

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Ultiva enthält

Der Wirkstoff ist Remifentanil-Hydrochlorid

Die sonstigen Bestandteile sind: Glycin, Salzsäure (zur pH-Einstellung) und Natriumhydroxid

(wird bei Bedarf zum Einstellen des pH-Wertes verwendet).

Nach Zubereitung laut Anweisung enthält jeder Milliliter 1 mg Remifentanil.

Wie Ultiva aussieht und Inhalt der Packung

Ultiva ist in den folgenden Stärken erhältlich:

1 mg Ultiva ist ein steriles, nicht pyrogenes, Konservierungsmittel-freies, weißes bis

cremefarbenes, lyophilisiertes Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer Injektions-

/Infusionslösung, in 3 ml Durchstechflaschen aus Glas.

2 mg Ultiva ist ein steriles, nicht pyrogenes, Konservierungsmittel-freies, weißes bis

cremefarbenes, lyophilisiertes Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer Injektions-

/Infusionslösung, in 5 ml Durchstechflaschen aus Glas.

5 mg Ultiva ist ein steriles, nicht pyrogenes, Konservierungsmittel-freies, weißes bis

cremefarbenes, lyophilisiertes Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer Injektions-

/Infusionslösung, in 10 ml Durchstechflaschen aus Glas.

Das Pulver wird mit einer geeigneten Flüssigkeit gemischt, bevor es injiziert wird (für nähere

Informationen siehe „Information für Ärzte bzw. medizinisches Fachpersonal“). Nach dem Herstellen

der Lösung ist Ultiva klar und farblos.

Jede Stärke von Ultiva wird in Packungen mit 5 Durchstechflaschen geliefert.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer

Aspen Pharma Trading Limited,

3016 Lake Drive,

Citywest Business Campus,

Dublin 24,

Irland

Tel: +43 (0) 1928 4015

Hersteller

GlaxoSmithKline Manufacturing S.p.A., San Polo di Torrile, Parma, Italien

oder

Aspen Pharma Ireland Limited, One George’s Quay Plaza, Dublin 2, Irland

Zulassungsnummern:

Ultiva 1 mg:

Z.Nr.:

1-21677

Ultiva 2 mg:

Z.Nr.:

1-21678

Ultiva 5 mg:

Z.Nr.:

1-21679

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des EWR unter folgendem Namen zugelassen:

Ultiva: Österreich, Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Italien,

Luxemburg, Niederlande, Portugal, Spanien

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Juni 2018.

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Die folgenden Informationen sind nur für Ärzte bzw. medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Für detaillierte Informationen ziehen Sie bitte die Fachinformation von Ultiva heran.

Dosierung und Art der Anwendung

Ultiva darf nur in einer klinischen Einrichtung, die vollständig zur Überwachung und

Unterstützung der Atem- und Herz-Kreislauffunktion ausgestattet ist, und nur von Personen

verabreicht werden, die speziell im Gebrauch von Anästhetika geschult sind und die die

Erkennung und Behandlung der möglichen Nebenwirkungen potenter Opioide - einschließlich

die kardiopulmonale Reanimation - beherrschen. Ihre Fähigkeiten müssen das

Freimachen/Freihalten der Atemwege sowie die Beatmung umfassen.

Eine kontinuierliche Infusion von Ultiva soll über kalibrierte Infusionssysteme in eine Schnellfluss

i.v.-Zuleitung bzw. in eine separate i.v.-Zuleitung erfolgen. Dieser Infusionsschlauch soll direkt mit

der Venenkanüle verbunden oder möglichst nahe an der Venenkanüle angebracht sein und vorab

gefüllt werden, um den potentiellen Totraum gering zu halten (zusätzliche Informationen siehe unter

„Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung“ und

Abschnitt 6.6 der Fachinformation mit Tabellen mit Beispielen zu Infusionsraten pro Körpergewicht

zur Hilfe, um Ultiva für die anästhetischen Bedürfnisse der Patienten zu titrieren).

Ultiva kann ebenso als TCI (Zielwert-kontrollierte Infusion) über ein zugelassenes Infusionssystem,

das das Minto Pharmakokinetik-Modell mit Covariablen für Alter und LBM (Lean Body Mass,

Magermasse) berücksichtigt, gegeben werden (Anesthesiology 1997; 86: 10-23).

Sämtliche Infusionsschläuche sollen sorgfältig gehandhabt werden, um Obstruktion oder Abbruch der

Verbindung zu vermeiden. Etwaige Restmengen von Ultiva sollen nach Beendigung der Anwendung

durch Spülen der Infusionssysteme entfernt werden (siehe „Besondere Warnhinweise und

Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung“).

Ultiva ist nur zur i.v. Verabreichung bestimmt und darf nicht als epidurale oder intrathekale Injektion

gegeben werden (siehe „Gegenanzeigen“).

Verdünnung

Ultiva kann nach Rekonstitution weiter verdünnt werden. Für weitere Anweisungen zur Verdünnung

des Arzneimittels vor der Verwendung siehe „Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

und sonstige Hinweise zur Handhabung“.

Für eine manuell-kontrollierte Infusion kann Ultiva auf Konzentrationen von 20 bis 250

Mikrogramm/ml verdünnt werden (für Erwachsene wird eine Verdünnung von 50 Mikrogramm/ml

und für Kinder ab 1 Jahr 20-25 Mikrogramm/ml empfohlen).

Bei TCI wird eine Verdünnung von 20 bis 50 Mikrogramm/ml empfohlen.

Allgemeinanästhesie

Die Gabe von Ultiva muss je nach dem Ansprechen des Patienten individuell erfolgen.

Erwachsene

Verabreichung durch manuell kontrollierte Infusion

In Tabelle 1 sind die Anfangsmengen zur Injektion/Infusion sowie der Dosierungsbereich

zusammengefasst:

Tabelle 1. Dosierungsrichtlinien für Erwachsene

Indikation

Remifentanil

Kontinuierliche Remifentanil-Infusion

Bolusinjektion

(Mikrogramm/kg)

Anfangsrate

(Mikrogramm/kg/min)

Bereich

(Mikrogramm/kg/min)

Narkoseeinleitung

Aufrechterhaltung der

Narkose bei beatmeten

Patienten

Lachgas [N

O] (66%)

Isofluran (Anfangsdosis

0,5 MAC)

Propofol (Anfangsdosis

100 Mikrogramm/kg/min)

1 (über

mindestens 30

sec.)

0,5 – 1

0,5 – 1

0,5 – 1

0,5 - 1

0,25

0,25

----

0,1 - 2

0,05 - 2

0,05 - 2

Zur Narkoseeinleitung mittels Bolusinjektion ist Ultiva über einen Zeitraum von mindestens 30

Sekunden langsam zu verabreichen.

In den oben empfohlenen Dosen reduziert Remifentanil die Menge von zur Aufrechterhaltung der

Narkose erforderlichen Hypnotika signifikant. Daher sollen Isofluran und Propofol wie oben

empfohlen gegeben werden, um eine Zunahme von hämodynamischen Effekten wie Hypotonie und

Bradykardie zu vermeiden (siehe in diesem Abschnitt – „Begleitmedikation”).

Es liegen keine Daten für Dosierungsempfehlungen zur Begleitmedikation von Remifentanil mit

anderen als in Tabelle 1 angeführten Hypnotika vor.

Einleitung der Narkose

Zur Narkoseeinleitung soll Ultiva zusammen mit Standarddosierungen eines Hypnotikums wie

Propofol, Thiopental oder Isofluran verabreicht werden. Ultiva kann mit einer Infusionsrate von 0,5-1

Mikrogramm/kg/min mit oder ohne initiale Bolusinjektion (1 Mikrogramm/kg langsam über einen

Zeitraum von mindestens 30 Sekunden) gegeben werden. Wenn die endotracheale Intubation später als

8-10 Minuten nach Beginn der Ultiva-Infusion erfolgen soll, ist keine Bolusinjektion erforderlich.

Aufrechterhaltung der Narkose bei beatmeten Patienten

Nach der endotrachealen Intubation soll die Infusionsrate von Ultiva entsprechend dem in Tabelle 1

aufgeführten Narkoseverfahren reduziert werden. Aufgrund des raschen Wirkungseintritts und der

kurzen Wirkdauer von Ultiva kann die Infusionsrate während der Narkose alle 2 bis 5 Minuten um

25% bis 100% nach oben bzw. um 25% bis 50% nach unten angepasst werden, um den gewünschten

Ansprechgrad auf den

-Opioid-Rezeptor zu erzielen. Als Gegenreaktion auf eine sich abflachende

Narkose kann alle 2 bis 5 Minuten eine zusätzliche Bolusinjektion gegeben werden.

Narkose bei spontan atmenden narkotisierten Patienten mit einem gesicherten Atemweg (z.B.

Larynxmasken-Narkose)

Bei spontan atmenden narkotisierten Patienten mit einem gesicherten Atemweg besteht die Gefahr

einer Atemdepression. Daher ist eine besonders sorgfältige Dosierung bzw. Adaptation der Dosierung

erforderlich und gegebenenfalls ist eine künstliche Beatmung nötig. Die empfohlene Anfangsdosis für

eine ergänzende Schmerzfreiheit bei spontan atmenden narkotisierten Patienten beträgt 0,04

Mikrogramm/kg/min mit einer Dosistitration bis zur Wirkung. Dosierungen zwischen 0,025 und 0,1

Mikrogramm/kg/min wurden beobachtet.

Bolusinjektionen werden bei spontan atmenden narkotisierten Patienten nicht empfohlen.

Ultiva sollte nicht als Analgetikum in Abläufen verwendet werden, bei denen Patienten bei

Bewusstsein bleiben oder keine Atemwegsunterstützung während des Ablaufes erhalten.

Begleitmedikation

Remifentanil verringert die für die Anästhesie benötigten Dosen von Inhalationsanästhetika,

Hypnotika und Benzodiazepinen (siehe „Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige

Wechselwirkungen“).

Bei gleichzeitiger Anwendung mit Remifentanil wurden Dosen von Isofluran, Thiopental, Propofol

und Temazepam um bis zu 75% reduziert.

Hinweise zum Absetzen des Präparates bzw. zum Übergang in die unmittelbare postoperative

Phase

Aufgrund des sehr raschen Abklingens der Wirkung von Ultiva ist innerhalb von 5-10 Minuten nach

dem Absetzen keine Opioid-Wirkung mehr vorhanden. Daher sollen Patienten, die sich chirurgischen

Eingriffen unterziehen, bei denen üblicherweise postoperative Schmerzen zu erwarten sind, rechtzeitig

vor Absetzen von Ultiva wirksame Analgetika verabreicht werden. Bis zum Wirkungseintritt des

langwirksamen Analgetikums soll noch ausreichend lange Zeit verbleiben. Hierbei soll die Wahl des

Analgetikums dem chirurgischen Eingriff sowie dem Ausmaß der notwendigen Nachsorge des

Patienten angepasst werden.

Falls länger wirksame Analgetika nicht rechtzeitig vor der Beendigung der Operation verabreicht

wurden, kann es erforderlich sein Ultiva auch in der unmittelbaren postoperativen Phase zur

Vermeidung von Schmerzen weiter zu verabreichen, bis der maximale therapeutische Effekt des

langwirksamen Analgetikums einsetzt.

Angaben zur Anwendung bei mechanisch beatmeten Patienten auf der Intensivstation sind in diesem

Abschnitt unter „Anwendung in der Intensivmedizin“ angeführt.

Bei spontan atmenden Patienten sollte anfangs eine Reduktion der Infusionsrate auf 0,1

Mikrogramm/kg/min erfolgen. Danach kann alle 5 Minuten eine Erhöhung oder Reduktion der

Dosierung in Schritten zu maximal 0,025 Mikrogramm/kg/min erfolgen, um eine optimale Wirkung

bei möglichst geringfügiger Atemdepression zu gewährleisten. Ultiva darf nur in einer klinischen

Einrichtung, die vollständig zur Überwachung und Unterstützung der Atem- und Herz-

Kreislauffunktion ausgestattet ist, und nur von Personen verabreicht werden, die speziell im Gebrauch

von Anästhetika geschult sind und die die Erkennung und Behandlung der respiratorischen

Nebenwirkungen potenter Opioide beherrschen.

Die Anwendung von Bolusinjektionen wird im Rahmen der postoperativen Analgesie für spontan

atmende Patienten nicht empfohlen.

Anwendung bei TCI (Zielwert-kontrollierte Infusion)

Einleitung und Aufrechterhaltung der Narkose bei beatmeten Patienten:

Zur Einleitung und Aufrechterhaltung der Narkose bei beatmeten erwachsenen Patienten soll Ultiva

TCI zusammen mit einem intravenösen oder inhalativen Hypnotikum verabreicht werden (siehe

Tabelle 1 in diesem Abschnitt unter „Allgemeinanästhesie“). Zusammen mit diesen Mitteln kann eine

adäquate Analgesie zur Narkoseeinleitung und Operation im Allgemeinen mit einer Ziel-Remifentanil-

Blutkonzentration von 3 bis 8 Nanogramm/ml erreicht werden. Ultiva soll bis zum individuellen

Ansprechen des Patienten titriert werden. Für besonders Schmerzreiz-stimulierende operative

Eingriffe können Ziel-Blutkonzentrationen bis zu 15 Nanogramm/ml notwendig werden.

Mit den oben empfohlenen Dosen verringert Remifentanil die Mengen an Hypnotikum, die zur

Aufrechterhaltung der Narkose benötigt werden, signifikant. Daher sollen, um eine Zunahme von

hämodynamischen Effekten wie Hypotonie und Bradykardie zu vermeiden, Isofluran und Propofol

wie oben empfohlen verabreicht werden (siehe Tabelle 1 und den Absatz „Begleitmedikation“).

Informationen zu Remifentanil-Blutkonzentrationen, die mit manuell-kontrollierter Infusion erreicht

werden, siehe Abschnitt 6.6, Tabelle 11 der Fachinformation.

Die Anwendung von Ultiva mit TCI zur Narkose bei spontan atmenden Patienten wird nicht

empfohlen, da ungenügend Daten zur Verfügung stehen.

Hinweise zum Absetzen bzw. zum Übergang in die unmittelbare postoperative Phase:

Es ist wahrscheinlich, dass die spontane Atmung bei berechneten Remifentanil-Konzentrationen im

Bereich von 1 bis 2 ng/ml einsetzt, wenn gegen Ende des chirurgischen Eingriffs die TCI beendet wird

oder die Zielkonzentration reduziert wird. Wie bei der manuell-kontrollierten Infusion soll die post-

operative Analgesie mit langwirksamen Analgetika vor Ende des chirurgischen Eingriffs eingerichtet

sein (siehe in diesem Abschnitt unter „Verabreichung durch manuell kontrollierte Infusion – Hinweise

zum Absetzen“).

Die Anwendung von Ultiva mit TCI für die Handhabung der post-operativen Analgesie wird nicht

empfohlen, da ungenügend Daten zur Verfügung stehen.

Kinder (Alter: 1 bis 12 Jahre)

Die gemeinsame Verabreichung von Ultiva mit einem intravenösen Anästhetikum zur Induktion der

Narkose wurde nicht ausführlich untersucht und wird daher nicht empfohlen.

Ultiva TCI wurde bei Kindern nicht untersucht und daher wird die Anwendung von Ultiva mit TCI bei

diesen Patienten nicht empfohlen. Die folgenden Dosierungsempfehlungen werden zur

Aufrechterhaltung der Anästhesie empfohlen:

Tabelle 2. Dosierungsrichtlinien für pädiatrische Patienten (Kinder von 1 bis 12 Jahren)

Gleichzeitig verabreichtes

Anästhetikum *

Bolusinjektion

(Mikrogramm/

Kontinuierliche Infusion

(Mikrogramm/kg/min)

Anfangsrate

Aufrechterhaltungsraten

Halothan (Anfangsdosis 0,3

MAC)

Sevofluran (Anfangsdosis

0,3 MAC)

Isofluran (Anfangsdosis 0,5

MAC)

0,25

0,25

0,25

0,05 – 1,3

0,05 – 0,9

0,06 – 0,9

* Gleichzeitige Anwendung mit Lachgas/Sauerstoff im Verhältnis 2:1.

Falls Ultiva als Bolusinjektion verabreicht wird, soll dies über einen Zeitraum von mindestens 30

Sekunden erfolgen. Falls nicht die gleichzeitige Gabe einer Bolusinjektion erfolgt, soll der operative

Eingriff frühestens 5 Minuten nach Beginn der Infusion von Ultiva begonnen werden. Bei

ausschließlich gemeinsamer Anwendung von Lachgas (N

O, 70%) und Ultiva sollen zur

Aufrechterhaltung der Anästhesie grundsätzlich Dosierungen zwischen 0,4 und 3 Mikrogramm/kg/min

angewendet werden. Obwohl dazu keine spezifischen Studien durchgeführt wurden, scheint bei

Erwachsenen eine initiale Dosierung von 0,4 Mikrogramm/kg/min adäquat zu sein.

Pädiatrische Patienten sollen überwacht werden und die Dosierung von Ultiva soll dahingehend titriert

werden, dass die Narkosetiefe dem operativen Eingriff entspricht.

Begleitmedikation:

In den oben empfohlenen Dosierungen verringert Remifentanil signifikant die für die Anästhesie

benötigten Dosen von Hypnotika. Deshalb sollen Isofluran, Halothan und Sevofluran in den in der

obigen Tabelle beschriebenen Dosierungen verabreicht werden, um eine Zunahme von

hämodynamischen Effekten wie Hypotonie und Bradykardie zu vermeiden. Zur gleichzeitigen

Anwendung von anderen als in der Tabelle angeführten Anästhetika und Remifentanil sind keine

Daten vorhanden (siehe in diesem Abschnitt unter „Erwachsene - Begleitmedikation”).

Hinweise für die Handhabung von Patienten während der unmittelbaren postoperativen Phase

Einsatz von alternativen Analgetika vor dem Absetzen von Ultiva:

Da es nach der Anwendung von Ultiva zu einem sehr raschen Abklingen des analgetischen Effektes

kommt, ist 5 bis 10 Minuten nach beendeter Anwendung mit einem Wirkungsverlust zu rechnen. Bei

Patienten, bei denen Operationen mit zu erwartenden postoperativen Schmerzen durchgeführt werden,

sollen andere schmerzstillende Mittel rechtzeitig vor dem Ende der Anwendung von Ultiva eingesetzt

werden. Dabei soll ausreichend Zeit für den Wirkungseintritt des länger wirksamen Analgetikums

berücksichtigt werden. Die Auswahl bzw. die Dosierung und der Zeitpunkt der Anwendung von dafür

in Frage kommenden Mitteln soll vorab geplant werden und auf die individuellen Bedürfnisse der

Patienten hinsichtlich Art des operativen Eingriffes bzw. der erforderlichen postoperativen Nachsorge

ausgerichtet sein (siehe „Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung“).

Neugeborene und Säuglinge (< 1 Jahr)

Es gibt eingeschränkte Erfahrung aus klinischen Studien zur Anwendung von Remifentanil bei

Neugeborenen und Säuglingen (< 1 Jahr; siehe Abschnitt 5.1 der Fachinformation).

Das pharmakokinetische Profil von Remifentanil bei Neugeborenen und Säuglingen (< 1 Jahr) ist –

nach Korrektur auf das geringere Körpergewicht – mit dem von Erwachsenen vergleichbar (siehe 5.2

der Fachinformation). Allerdings sind bisher keine ausreichenden klinischen Erfahrungen vorhanden,

daher wird die Anwendung von Ultiva in dieser Altersgruppe nicht empfohlen.

Verwendung für totale intravenöse Anästhesie (TIVA): Es gibt eingeschränkte Erfahrung aus

klinischen Studien zur Anwendung von Remifentanil im Rahmen einer TIVA bei Säuglingen (siehe

Abschnitt 5.1 der Fachinformation). Allerdings sind diese klinischen Daten für eine Dosisempfehlung

nicht ausreichend.

Herzchirurgie

Verabreichung mit manuell kontrollierter Infusion

Tabelle 3. Dosierungsrichtlinien für die Anästhesie in der Herzchirurgie

Indikation

Kontinuierliche Remifentanil-Infusion

Bolusinjektion

Mikrogramm/kg

Anfangsrate

(Mikrogramm/kg/m

Infusionsrate

(Mikrogramm/kg/min)

Intubation

Aufrechterhaltung der

Wird nicht

empfohlen

-----

Narkose

Isofluran (Anfangsdosis

0,4 MAC)

Propofol (Anfangsdosis

g/kg/min)

Weiterführung der post-

operativen Analgesie vor der

Extubation

0,5 – 1

0,5 – 1

wird nicht

empfohlen

0,003 – 4

0,01 – 4,3

0 – 1

Einleitung der Narkose:

Nachdem Hypnotika zur Ausschaltung des Bewusstseins verabreicht wurden, soll Ultiva mit initialen

Infusionsraten von 1 Mikrogramm/kg/min verabreicht werden. Die Anwendung von Bolusinjektionen

wird für die Induktion der Narkose bei herzchirurgischen Eingriffen nicht angeraten. Die

endotracheale Intubation soll nicht früher als 5 Minuten nach dem Beginn einer derartigen Infusion

erfolgen.

Aufrechterhaltung der Anästhesie:

Nach der endotrachealen Intubation soll die Infusionsrate von Ultiva entsprechend den therapeutischen

Erfordernissen angepasst werden. Zusätzliche Gaben von Bolusinjektionen können bei Bedarf

erfolgen. Bei Herzpatienten mit hohem Risiko, wie etwa bei eingeschränkter ventrikulärer Funktion

oder bei Herzklappenoperationen, sollen Bolusdosierungen von maximal 0,5Mikrogramm/kg

verabreicht werden. Diese Dosierungsempfehlungen gelten auch für hypothermische kardiopulmonale

Bypass-Operationen (siehe Abschnitt 5.2. der Fachinformation „Pharmakokinetische Eigenschaften –

Absatz Anästhesie in der Herzchirurgie”).

Begleitmedikation:

In den oben empfohlenen Dosierungen verringert Remifentanil signifikant die für die Anästhesie

benötigten Dosen von Hypnotika. Deshalb sollen Isofluran und Propofol in den in der obigen Tabelle

beschriebenen Dosierungen verabreicht werden, um eine Zunahme von hämodynamischen Effekten

wie Hypotonie und Bradykardie zu vermeiden. Zur gleichzeitigen Anwendung von anderen als in der

Tabelle angeführten Hypnotika und Remifentanil sind keine Daten vorhanden (siehe in diesem

Abschnitt unter „Erwachsene - Begleitmedikation”).

Hinweise für die Handhabung von Patienten während der postoperativen Phase

Aufrechterhaltung der postoperativen Analgesie mit Ultiva vor der Extubation:

Es wird empfohlen mit der Infusion von Ultiva fortzufahren, und zwar mit der Dosierung, die am Ende

des Eingriffes verabreicht wurde, während der Patient in den postoperativen Pflegebereich überführt

wird. Im postoperativen Bereich soll das jeweils vorhandene Ausmaß an Analgesie und Sedierung

laufend überwacht werden und die Infusionsrate von Ultiva entsprechend den Erfordernissen des

Patienten optimiert werden (für weitere Informationen zur Behandlung von Patienten in der

Intensivmedizin siehe in diesem Abschnitt unter „Anwendung in der Intensivmedizin“).

Einsatz von alternativen Analgetika vor dem Absetzen von Ultiva:

Da es nach der Anwendung von Ultiva zu einem sehr raschen Abklingen des analgetischen Effektes

kommt, ist 5 bis 10 Minuten nach beendeter Anwendung mit einem Wirkungsverlust zu rechnen.

Andere schmerzstillende und sedierende Mittel müssen rechtzeitig vor dem Ende der Anwendung von

Ultiva eingesetzt werden, damit eine ausreichende Zeitspanne für den Wirkungseintritt dieser Mittel

gegeben ist. Daher wird empfohlen, die Auswahl der Präparate und Dosierungen sowie den Zeitpunkt

deren Anwendung, bereits vor der Entwöhnung des Patienten vom Beatmungsgerät zu planen.

Hinweise zur Beendigung der Anwendung von Ultiva:

Aufgrund des sehr raschen Abklingens der therapeutischen Wirkung von Ultiva, wurde nach

herzchirurgischen Eingriffen unmittelbar nach dem Absetzen von Ultiva das Auftreten von

Hypertonie, Schüttelfrost und Schmerzen beobachtet (siehe Abschnitt 4.8 der Fachinformation). Um

dieses Risiko möglichst gering zu halten, wird die rechtzeitige Anwendung eines adäquaten

alternativen Analgetikums (siehe oben) empfohlen, bevor die Infusion von Ultiva beendet wird. Die

Infusionsrate soll dabei in mindestens 10-minütigen Intervallen, schrittweise um jeweils 25% reduziert

werden.

Während der Entwöhnung vom Beatmungsgerät soll die verabreichte Dosierung von Ultiva nicht

erhöht werden; es ist lediglich eine Reduktion der Dosierung erlaubt, falls erforderlich unter Gabe von

alternativen Analgetika. Hämodynamische Veränderungen wie Hypertonie und Tachykardie sollen mit

alternativen Präparaten adäquat behandelt werden.

Falls im Verlauf der Umstellung auf alternative Analgetika auch andere Opioide verwendet

werden, muss eine sorgfältige Überwachung des Patienten erfolgen. Die Vorteile einer

angemessenen postoperativen Analgesie müssen immer gegen potentielle Risken für eine

Atemdepression abgewogen werden.

Anwendung bei TCI (Zielwert-kontrollierte Infusion)

Einleitung und Aufrechterhaltung der Narkose:

Ultiva TCI soll während der Einleitung und Aufrechterhaltung der Narkose von beatmeten

erwachsenen Patienten zusammen mit einem intravenösen oder inhalativen Narkotikum verabreicht

werden (siehe Tabelle 3). Gemeinsam mit diesen Mitteln wird im Allgemeinen eine adäquate Narkose

für herzchirurgische Eingriffe mit Ziel-Remifentanil-Blutkonzentrationen erreicht, die im Bereich der

höheren Werte für allgemeine chirurgische Eingriffe liegen. Nach Titration von Remifentanil bis zum

individuellen Ansprechen des Patienten wurden in klinischen Studien Blutkonzentrationen im Bereich

von 20 ng/ml verwendet. Bei den oben empfohlenen Dosen, setzt Remifentanil die Menge des zur

Aufrechterhaltung der Narkose benötigten Narkotikums signifikant herab. Daher sollen Isofluran und

Propofol wie oben empfohlen verabreicht werden, um eine Zunahme von hämodynamischen Effekten

wie Hypotonie und Bradykardie zu vermeiden (siehe Tabelle 3 und in diesem Abschnitt unter

„Begleitmedikation“).

Informationen zu Remifentanil-Blutkonzentrationen, die mit manuell-kontrollierter Infusion erreicht

werden, siehe Abschnitt 6.6 der Fachinformation, Tabelle 11.

Hinweise zum Absetzen bzw. zum Übergang in die unmittelbare postoperative Phase:

Es ist wahrscheinlich, dass die spontane Atmung bei Remifentanil-Konzentrationen von 1 bis 2 ng/ml

einsetzt, wenn gegen Ende des chirurgischen Eingriffs die TCI beendet wird oder die

Zielkonzentration reduziert wird. Wie bei der manuell-kontrollierten Infusion soll die post-operative

Analgesie mit langwirksamen Analgetika vor Ende des chirurgischen Eingriffs eingerichtet sein (siehe

in diesem Abschnitt unter „Verabreichung durch manuell kontrollierte Infusion“ – Hinweise zum

Absetzen).

Die Anwendung von Ultiva mit TCI für die Aufrechterhaltung der post-operativen Analgesie wird

nicht empfohlen, da ungenügend Daten zur Verfügung stehen.

Kinder (Alter: 1 bis 12 Jahre)

Die Daten sind unzureichend, um eine Dosierungsempfehlung zur Anwendung während einer

Herzoperation zu machen.

Anwendung in der Intensivmedizin

Erwachsene

Bei mechanisch beatmeten Intensivpatienten kann Ultiva als Analgetikum angewendet werden. Je

nach Bedarf können zusätzlich Sedativa verabreicht werden.

Die Sicherheit und Wirksamkeit einer Anwendung von Ultiva bei mechanisch beatmeten

Intensivpatienten wurde in kontrollierten klinischen Studien über einen Zeitraum von bis zu 3 Tagen

demonstriert (siehe in diesem Abschnitt unter „Intensivpatienten mit eingeschränkter Nierenfunktion“

und Abschnitt 5.2 der Fachinformation). Daher wird die Anwendung von Ultiva bei Intensivpatienten

für längere Zeiträume als 3 Tage nicht empfohlen.

Die Zielwert-kontrollierte Infusion von Ultiva wurde nicht an Intensivpatienten getestet, daher wird

für diese Patienten eine Zielwert-kontrollierte Infusion nicht empfohlen.

Bei Erwachsenen werden anfängliche Infusionsraten von 0,1 Mikrogramm/kg/min (6

Mikrogramm/kg/h) bis 0,15 Mikrogramm/kg/min (9 Mikrogramm/kg/h) empfohlen. Eine Titration der

Infusionsraten soll in Schritten zu 0,025 Mikrogramm/kg/min (1,5 Mikrogramm/kg/h) erfolgen, bis

das erforderliche Ausmaß an Analgesie gewährleistet ist. Zwischen den Dosistitrationen soll jeweils

mindestens 5 Minuten kontinuierlich infundiert werden. Der Grad an Analgesie soll regelmäßig

überprüft werden und die Ultiva-Infusionsrate soll laufend entsprechend angepasst werden. Wenn mit

Infusionsraten von 0,2 Mikrogramm/kg/min (12 Mikrogramm/kg/h) eine zusätzliche Sedierung

erforderlich ist, wird die Anwendung eines geeigneten Sedativums empfohlen (siehe unten). Die Dosis

dieses Sedativums soll ebenfalls über eine Dosistitration zum erforderlichen Grad an Sedierung

optimiert werden. Eine weitere Erhöhung der Ultiva-Infusionsrate in Schritten zu 0,025

Mikrogramm/kg/min (1,5 Mikrogramm/kg/h) kann erfolgen, falls eine stärkere Analgesie erforderlich

ist.

In Tabelle 4 werden die empfohlenen Initial-Infusionsraten sowie Dosierungsbereiche zur Analgesie

für individuelle Patienten angeführt:

Tabelle 4. Dosierungsrichtlinien für die Anwendung von Ultiva auf der Intensivstation

Dauerinfusion

Mikrogramm/kg/min (Mikrogramm/kg/h)

Initialdosierung

Dosisbereich

0,1(6) - 0,15 (9)

0,006 (0,38) - 0,74 (44,6)

Die Gabe von Bolusdosierungen wird in der Intensivmedizin nicht empfohlen.

Die Anwendung von Ultiva führt zu einer Reduktion der erforderlichen Dosis von allfälligen

zusätzlichen Sedativa. Übliche Anfangsdosierungen von Sedativa, falls erforderlich werden in Tabelle

5 angeführt:

Tabelle 5. Empfohlene Initialdosierungen von Sedativa, falls erforderlich:

Sedativum

Bolus (mg/kg)

Infusionsrate (mg/kg/h)

Propofol

Midazolam

Bis zu 0,5

Bis zu 0,03

0,03

Um eine selektive Dosistitration der einzelnen Substanzen zu ermöglichen, sollen zusätzliche Sedativa

nicht als eine Mischung im selben Infusionsbeutel zubereitet werden.

Stärkere Analgesie für beatmete Patienten, die stimulierenden Prozessen ausgesetzt werden:

Eine Erhöhung der Ultiva-Infusionsraten kann bei beatmeten Patienten, die stimulierenden und/oder

schmerzhaften Prozessen, wie endotracheale Drainagen, Wundversorgungen oder Physiotherapien,

ausgesetzt sind, angebracht sein, da unter diesen Umständen ein stärkeres Ausmaß an Analgesie

erforderlich sein kann. Es wird empfohlen, dass eine kontinuierliche Ultiva-Infusionsrate von

mindestens 0,1 Mikrogramm/kg/min (6 Mikrogramm/kg/h) für zumindest 5 Minuten aufrechterhalten

wird, bevor eine derartige Behandlung eingeleitet wird. Eine Anpassung der Dosierung darf alle 2 bis

5 Minuten in Schritten zu 25-50% erfolgen, entweder wenn vorhersehbar ist, dass stärkere Analgesie

benötigt wird bzw. als Antwort auf einen vermehrten Analgesiebedarf. In diesen Fällen wurden

mittlere Infusionsraten von 0,25 Mikrogramm/kg/min (15 Mikrogramm /kg/h) und maximale

Infusionsraten von 0,74 Mikrogramm/kg/min (45 Mikrogramm/kg/h) angewendet.

Einsatz von alternativen Analgetika vor dem Absetzen von Ultiva:

Da es nach der Anwendung von Ultiva zu einem sehr raschen Abklingen des analgetischen Effektes

kommt, ist unabhängig von der Dauer der Infusion 5 bis 10 Minuten nach beendeter Anwendung mit

einem Wirkverlust zu rechnen. Nach der Anwendung von Ultiva soll die Möglichkeit für Toleranz

bzw. Hyperalgesie beachtet werden. Andere analgetische und sedierende Mittel müssen daher

rechtzeitig vor dem Ende der Anwendung von Ultiva eingesetzt werden, damit eine mögliche

Hyperalgesie und damit verbundene hämodynamische Veränderungen vermieden werden. Diese

Mittel müssen rechtzeitig verabreicht werden, damit eine ausreichende Zeitspanne für ihren

Wirkeintritt gegeben ist. Dafür eignen sich langwirksame orale, intravenöse oder lokale, durch die

Krankenschwester oder den Patienten gesteuerte Analgetika. Wenn die Infusion mit Ultiva reduziert

wird, soll immer eine individuelle Dosisoptimierung dieser Analgetika entsprechend dem Ausmaß an

erforderlicher Analgesie erfolgen. Es wird empfohlen die Auswahl der Präparate und Dosierungen

sowie den Zeitpunkt deren Anwendung, bereits vor dem Absetzen von Ultiva zu planen.

Nach einer längerfristigen Anwendung von µ-Opioid-Agonisten kann es mit zunehmender Dauer zu

Toleranz kommen.

Hinweise für die Extubation und das Absetzen von Ultiva:

Um ein möglichst sanftes Ausschleichen einer auf Ultiva basierenden Behandlung zu gewährleisten,

wird die schrittweise Dosistitration der Infusionsrate auf 0,1 Mikrogramm/kg/min (6

Mikrogramm/kg/h) über einen Zeitraum von bis zu einer Stunde vor der Extubation empfohlen.

Nach der Extubation soll die Infusionsrate in Schritten zu jeweils 25% in mindestens 10minütigen

Intervallen weiter reduziert und schließlich abgesetzt werden. Während der Entwöhnung vom

Beatmungsgerät soll die Ultiva-Infusionsrate nicht erhöht, sondern lediglich reduziert werden. Falls

erforderlich, können zusätzlich alternative Analgetika eingesetzt werden.

Nach dem Absetzen von Ultiva soll die Infusionskanüle abgenommen werden, um eine weitere,

unabsichtliche Anwendung zu vermeiden.

Falls im Verlauf der Umstellung auf alternative Analgetika auch andere Opioide verwendet

werden, muss eine sorgfältige Überwachung des Patienten erfolgen. Die Vorteile einer

angemessenen postoperativen Analgesie müssen immer gegen potentielle Risken einer

Atemdepression abgewogen werden.

Pädiatrische Intensivpatienten:

Für die Anwendung von Ultiva bei pädiatrischen Intensivpatienten liegen keine Daten vor.

Intensivpatienten mit eingeschränkter Nierenfunktion:

Für die Anwendung von Ultiva bei dieser Patientengruppe, einschließlich nierentransplantierter

Patienten ist keine Anpassung der empfohlenen Dosierungen erforderlich. Allerdings kommt es bei

diesen Patienten zu einer verzögerten Clearance des Carboxylsäuremetaboliten (siehe Abschnitt 5.2

der Fachinformation)

Spezielle Patientengruppen

Ältere Patienten (über 65 Jahre)

Allgemeinanästhesie: Die Anfangsdosis Remifentanil für Patienten über 65 Jahren soll die Hälfte der

empfohlenen Erwachsenendosis betragen, da bei älteren Patienten eine erhöhte Empfindlichkeit für

Ultiva festgestellt wurde. Anschließend ist eine Einstellung entsprechend den Bedürfnissen des

Patienten vorzunehmen. Diese Dosisanpassung bezieht sich auf die Anwendung während aller Phasen

der Anästhesie einschließlich Einleitung, Aufrechterhaltung und unmittelbarer postoperativer

Analgesie.

Wegen der erhöhten Empfindlichkeit von älteren Patienten für Ultiva soll bei der Verabreichung von

Ultiva mittels TCI bei diesen Patienten die initiale Zielkonzentration unter anschließender dem

Ansprechen entsprechender Dosistitration 1,5 bis 4 Nanogramm/ml betragen.

Herzchirurgie: Es ist keine initiale Dosisreduktion erforderlich (siehe in diesem Abschnitt unter

„Herzchirurgie“).

Intensivmedizin: Es ist keine initiale Dosisreduktion erforderlich (siehe in diesem Abschnitt unter

„Anwendung in der Intensivmedizin“).

Adipöse Patienten

Bei manuell kontrollierter Infusion wird empfohlen, bei adipösen Patienten die Dosierung

entsprechend dem idealen Körpergewicht zu reduzieren, da die Clearance und das Verteilungsvolumen

von Remifentanil besser mit dem idealen als mit dem tatsächlichen Körpergewicht korrelieren.

Bei der Berechnung der LBM (Lean Body Mass, Magermasse), wie im Minto Modell verwendet, kann

die LBM bei Frauen mit einem Body Mass Index (BMI) größer als 35 kg/m

und bei Männern mit

einem BMI größer als 40 kg/m

leicht unterschätzt werden. Um eine Unterdosierung bei diesen

Patienten zu vermeiden, soll die Remifentanil TCI vorsichtig bis zum individuellen Ansprechen des

Patienten titriert werden.

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion

Aufgrund der bisherigen Untersuchungen ist eine Dosisanpassung bei Patienten mit eingeschränkter

Nierenfunktion, einschließlich Patienten auf der Intensivstation, nicht erforderlich.

Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion

Die bisherigen Untersuchungsergebnisse an einer begrenzten Zahl von Patienten mit eingeschränkter

Leberfunktion rechtfertigen keine speziellen Dosierungsempfehlungen. Allerdings können Patienten

mit stark eingeschränkter Leberfunktion etwas empfindlicher auf Remifentanil mit einer

Atemdepression reagieren (siehe „Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die

Anwendung“). Diese Patienten sind daher engmaschig zu überwachen und die Remifentanildosis ist

entsprechend den individuellen Bedürfnissen des Patienten einzustellen.

Neurochirurgie

Limitierte klinische Erfahrungen bei Patienten, die sich einer neurochirurgischen Operation

unterzogen, zeigten, dass keine besonderen Dosierungsempfehlungen zu beachten sind.

ASA III/IV Patienten

Allgemeinanästhesie: Da die hämodynamischen Effekte von Opioidagonisten bei diesen Patienten

verstärkt auftreten können, ist bei Verabreichung von Ultiva besondere Vorsicht geboten. Eine

Reduktion der Anfangsdosierung bzw. die nachfolgende Anpassung der Dosierung an die

therapeutischen Erfordernisse soll erfolgen. Für pädiatrische Patienten können keine

Dosierungsempfehlungen gegeben werden, da nur unzureichende Daten vorliegen.

Bei einer TCI soll bei ASA III oder IV Patienten ein niedrigerer Anfangszielwert von 1,5 bis 4 ng/ml

verwendet werden und anschließend bis zum Ansprechen titriert werden.

Herzchirurgie: Es ist keine initiale Dosisreduktion erforderlich (siehe in diesem Abschnitt unter

„Herzchirurgie“)

Gegenanzeigen

Da das Arzneimittel Glycin enthält, ist Ultiva für epidurale und intrathekale Applikation

kontraindiziert (siehe Abschnitt 5.3 der Fachinformation).

Ultiva darf bei Patienten mit Überempfindlichkeit gegen Remifentanil, andere Fentanylanaloga, oder

einen der in Abschnitt 6.1 der Fachinformation genannten sonstigen Bestandteile nicht angewendet

werden.

Ultiva darf im Rahmen der Induktion einer Narkose nicht als Monotherapie verabreicht werden.

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Ultiva darf nur in einer klinischen Einrichtung, die vollständig zur Überwachung und Unterstützung

der Atmungs- und Herz-Kreislauffunktion ausgestattet ist und nur von Personen verabreicht werden,

die in der Anwendung von Anästhetika sowie in der Erkennung und der Behandlung der erwarteten

Nebenwirkungen stark wirkender Opioide - einschließlich der kardiopulmonalen Reanimation -

speziell geschult sind. Diese Schulung muss auch das Freimachen/Freihalten der Atemwege sowie die

Beatmung umfassen. Die Anwendung von Ultiva bei mechanisch beatmeten Intensivpatienten wird für

einen Zeitraum von nicht mehr als 3 Tagen empfohlen.

Bei Patienten mit bekannter Überempfindlichkeit gegen Opioide einer anderen Klasse kann eine

Überempfindlichkeitsreaktion nach der Verabreichung von Ultiva auftreten. Ultiva sollte bei diesen

Patienten mit Vorsicht verabreicht werden (siehe Abschnitt 4.3 der Fachinformation).

Rasches Abklingen der therapeutischen Wirkung/Übergang zur Anwendung von alternativen

Analgetika:

Da es nach der Anwendung von Ultiva zu einem sehr raschen Abklingen des analgetischen Effektes

kommt, ist 5 bis 10 Minuten nach beendeter Anwendung mit einem Wirkungsverlust zu rechnen. Bei

Patienten bei denen Operationen mit zu erwartenden postoperativen Schmerzen durchgeführt werden,

sollen andere schmerzstillende Mittel rechtzeitig vor dem Ende der Anwendung von Ultiva eingesetzt

werden. Ein mögliches Auftreten von Toleranz, Hyperalgesie und von hämodynamischen

Veränderungen soll bei der Anwendung auf der Intensivstation berücksichtigt werden. Vor der

Beendigung der Anwendung von Ultiva müssen dem Patienten andere Analgetika und Sedativa

verabreicht werden. Dabei soll ausreichend Zeit für den Wirkungseintritt des länger wirksamen

Analgetikums berücksichtigt werden. Die Auswahl bzw. die Dosierung und der Zeitpunkt der

Anwendung von dafür in Frage kommenden Mitteln soll vorab geplant werden und auf die

individuellen Bedürfnisse der Patienten hinsichtlich Art des operativen Eingriffes bzw. der

erforderlichen postoperativen Nachsorge ausgerichtet sein. Falls im Verlauf der Umstellung auf

alternative Analgetika auch andere Opioide verwendet werden, müssen stets die Vorteile einer

angemessenen postoperativen Analgesie durch derartige Präparate gegen deren potentielles Risiko für

eine Atemdepression abgewogen werden.

Risiken einer gleichzeitige Anwendung von sedierenden Arzneimitteln wie Benzodiazepine oder

verwandte Arzneimittel

Die gleichzeitige Anwendung von Ultiva und sedierenden Arzneimitteln wie Benzodiazepine oder

verwandte Arzneimittel kann zu Sedierung, Atemdepression, Koma und Tod führen. Aufgrund dieser

Risiken ist die gleichzeitige Verschreibung mit diesen sedierenden Arzneimitteln nur bei den Patienten

angebracht, für die es keine alternativen Behandlungsmöglichkeiten gibt. Wenn dennoch eine

gleichzeitige Verschreibung von Ultiva zusammen mit Sedativa für notwendig erachtet wird, sollte die

niedrigste wirksame Dosis verwendet werden und die Behandlungsdauer sollte so kurz wie möglich

sein. Die Patienten sollten engmaschig auf Anzeichen und Symptome von Atemdepression und

Sedierung überwacht werden. In diesem Zusammenhang wird dringend empfohlen, Patienten und ihre

Bezugspersonen über diese Symptome zu informieren (siehe Abschnitt Wechselwirkungen mit

anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen).

Absetzen der Behandlung

Symptome, die nach Absetzen von Remifentanil auftreten, wie Tachykardie, Bluthochdruck und

Unruhe wurden nach plötzlicher Beendigung selten berichtet und traten besonders nach längerer

Applikation von mehr als 3 Tagen auf. Es gibt Berichte, dass eine erneute Gabe und Ausschleichen der

Infusion vorteilhaft war. Die Verwendung von Ultiva bei mechanisch beatmeten

Intensivpflegepatienten wird nicht empfohlen, wenn die Behandlung länger als 3 Tage dauert.

Muskelrigidität - Verhütung und Behandlung

Bei der empfohlenen Dosierung kann Muskelrigidität auftreten. Wie bei anderen Opioiden korreliert

die Inzidenz einer Muskelrigidität mit der Dosis und der Geschwindigkeit der Verabreichung.

Bolusinjektionen sind daher langsam über einen Zeitraum von mindestens 30 Sekunden zu geben.

Eine durch Remifentanil ausgelöste Muskelrigidität muss im Kontext mit dem klinischen Zustand des

Patienten mit adäquaten unterstützenden Maßnahmen behandelt werden. Eine während der

Narkoseeinleitung auftretende starke Muskelrigidität sollte durch die Verabreichung eines

neuromuskulären Blockers und/oder die zusätzliche Gabe eines Hypnotikums behandelt werden. Eine

während der Anwendung von Remifentanil als Analgetikum beobachtete Muskelrigidität kann durch

Absetzen von Remifentanil oder durch Verringerung der Infusionsrate behandelt werden. Nach

Absetzen der Remifentanil-Infusion bildet sich die Muskelrigidität innerhalb von Minuten zurück.

Andernfalls kann ein Opioid-Antagonist verabreicht werden. Dies kann jedoch zur Abschwächung

oder Aufhebung der analgetischen Wirkung von Remifentanil führen.

Atemdepression - Verhütung und Behandlung

Wie bei allen stark wirkenden Opioiden geht eine tiefe Analgesie mit einer ausgeprägten

Atemdepression einher. Remifentanil darf daher nur dort angewandt werden, wo adäquate

Einrichtungen für die Überwachung und Behandlung einer Atemdepression zur Verfügung stehen.

Besondere Vorsicht ist bei Patienten mit eingeschränkter Atemfunktion angebracht. Das Auftreten

einer Atemdepression ist angemessen zu behandeln. Hierzu gehört eine Verringerung der Infusionsrate

um 50% oder ein zeitweiliges Absetzen der Infusion. Im Vergleich zu anderen Fentanylanaloga konnte

selbst nach längerer Anwendung keine wiederkehrende Atemdepression festgestellt werden. Die

postoperative Erholung kann jedoch durch viele Faktoren beeinflusst werden. Daher ist es wichtig,

sicherzustellen, dass der Patient bei vollem Bewusstsein ist und spontan atmet, ehe er den

Aufwachraum verlässt.

Kardiovaskuläre Effekte

Das Risiko kardiovaskulärer Effekte wie Hypotonie und Bradykardie, die selten zu

Asystolen/Herzstillstand (siehe Abschnitt 4 der Gebrauchsinformation und Abschnitt 4.5 der

Fachinformation) führen können, können durch Verminderung der Ultiva-Infusionsrate, durch die

Dosisverringerung anderer gleichzeitig verwendeter Anästhetika oder durch i.v.- Flüssigkeitszufuhr,

vasopressorisch aktive Arzneimittel oder Anticholinergika in geeigneter Weise behandelt werden.

Geschwächte, hypovolämische, hypotensive und ältere Patienten können gegenüber kardiovaskulären

Wirkungen von Remifentanil stärker empfindlich sein.

Versehentliche Anwendung

Nach dem Absetzen von Ultiva kann in den i.v. Infusionsschläuchen oder im Totraum der Kanülen

genügend Substanz verbleiben, um beim Durchspülen des Schlauches Opioid-Effekte (z. B.

Atemdepression, Apnoe und/oder Muskelrigidität) zu verursachen. Es müssen daher entsprechende

Maßnahmen (Verwendung von separaten Infusionsschläuchen, welche nach der Anwendung von

Ultiva entfernt werden oder Zufuhr von Ultiva über i.v.-Schnellflusszuleitungen) getroffen werden.

Neugeborene/Säuglinge

Zur Anwendung von Ultiva bei Neugeborenen/Säuglingen unter 1 Jahr sind nur begrenzte Daten

verfügbar (siehe Abschnitte 4.2 unter „Neugeborene und Säuglinge (< 1 Jahr)“ und 5.1 der

Fachinformation).

Missbrauch

Wie andere Opioide kann Remifentanil eine Abhängigkeit hervorrufen.

Die Anwendung von Ultiva kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen.

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Remifentanil wird nicht durch Plasmacholinesterase metabolisiert. Interaktionen mit durch diesen

Enzymtyp metabolisierten Arzneimitteln sind daher nicht zu erwarten.

Wie andere Opioide verringert Remifentanil, sowohl mit manuell kontrollierter Infusion oder auch mit

TCI, die für die Anästhesie benötigten Dosen von Inhalations-und i.v. Anästhetika sowie

Benzodiazepinen, die für die Anästhesie benötigt werden (siehe „Dosierung und Art und der

Anwendung“). Wird die Dosierung von gleichzeitig verabreichten zentral dämpfenden Arzneimitteln

nicht verringert, können Nebenwirkungen dieser Arzneimittel vermehrt auftreten.

Sedativa wie Benzodiazepine oder verwandte Arzneimittel: Die gleichzeitige Anwendung von

Opioiden zusammen mit sedierenden Arzneimitteln wie Benzodiazepine oder verwandte Arzneimittel

erhöht das Risiko von Sedierung, Atemdepression, Koma und Tod aufgrund einer additiven ZNS-

dämpfenden Wirkung. Die Dosis und Dauer der gleichzeitigen Anwendung sollten begrenzt warden

(siehe Abschnitt Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung).

Wenn Patienten gleichzeitig andere herzdämpfende Präparate, z.B. Betablocker und Kalzium-

Antagonisten, einnehmen, können die kardiovaskulären Effekte von Ultiva (Hypotonie und

Bradykardie – siehe Abschnitt 4 der Gebrauchsinformation und „Besondere Warnhinweise und

Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung“) verstärkt werden.

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Es liegen keine ausreichenden und gut kontrollierten Studien an schwangeren Frauen vor. Während

der Schwangerschaft soll Ultiva nur dann verwendet werden, wenn der potentielle Nutzen das

potentielle Risiko für den Fötus rechtfertigt.

Stillzeit

Es ist nicht bekannt, ob Remifentanil in die Muttermilch übergeht. Da Fentanylanaloga jedoch in die

Muttermilch übergehen und Remifentanilmetaboliten nach Verabreichung von Remifentanil an Ratten

in deren Milch gefunden wurden, sind stillende Frauen anzuweisen, nach der letzten Verabreichung

von Remifentanil das Stillen für 24 Stunden zu unterbrechen.

Wehentätigkeit und Geburt

Die Sicherheit von Remifentanil während der Geburt und während eines Kaiserschnitts ist nicht

geprüft worden. Es ist bekannt, dass Remifentanil die Placentaschranke passiert und Fentanylanaloga

eine Atemdepression beim Kind hervorrufen können.

Überdosierung

Wie bei allen stark wirkenden Opioid-Analgetika äußert sich eine Überdosis in einer Verstärkung der

pharmakologisch vorhersehbaren Wirkungen von Ultiva. Aufgrund der sehr kurzen Wirkungsdauer

von Remifentanil ist das Potential für schädigende, durch eine Überdosis bedingte Effekte auf den sich

unmittelbar an die Verabreichung des Präparates anschließenden Zeitraum beschränkt. Die Reaktion

auf das Absetzen von Ultiva erfolgt rasch, mit einer Rückkehr zu den Ausgangswerten innerhalb von

10 Minuten.

Im Falle einer Überdosierung bzw. vermuteten Überdosierung sind folgende Maßnahmen zu treffen:

Die Anwendung von Ultiva einstellen, Atemwege freihalten, eine assistierte oder kontrollierte

Beatmung mit Sauerstoff einleiten und eine ausreichende Herz- und Kreislauffunktion

aufrechterhalten. Wenn die Atemdepression mit Muskelrigidität einhergeht, kann ein neuromuskulärer

Blocker zur Erleichterung der assistierten oder kontrollierten Beatmung erforderlich sein. Zur

Behandlung einer Hypotonie können intravenöse Flüssigkeit und vasopressorische Mittel gegeben

sowie unterstützende Maßnahmen getroffen werden.

Die intravenöse Verabreichung eines Opioid-Antagonisten wie Naloxon, kann als spezifisches Antidot

zur Behandlung einer schweren Atemdepression oder einer schweren Muskelrigidität angezeigt sein.

Es ist nicht zu erwarten, dass die Dauer der Atemdepression nach einer Überdosis von Ultiva die

Wirkungsdauer des Opioid-Antagonisten überschreitet.

Inkompatibilitäten

Ultiva soll nur mit den empfohlenen Infusionslösungen rekonstituiert und verdünnt werden (siehe

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung“).

Ultiva soll weder mit Ringer-Lactat-Lösung noch mit Ringer-Lactat- und 5 %iger Glucose-Lösung zur

Injektion rekonstituiert, verdünnt oder gemischt werden.

Ultiva soll nicht mit Propofol im gleichen Infusionsbeutel vor der Verabreichung gemischt werden.

Ultiva soll nicht über den gleichen intravenösen Infusionsschlauch mit Blut/Serum/Plasma verabreicht

werden, da unspezifische Esterasen in Blutprodukten zur Hydrolyse von Remifentanil zu seinem

inaktiven Metaboliten führen können.

Ultiva soll vor der Anwendung nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt werden.

Dauer der Haltbarkeit

Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung:

Ultiva 1 mg Pulver: 18 Monate

Ultiva 2 mg Pulver: 2 Jahre

Ultiva 5 mg Pulver: 3 Jahre

Rekonstituierte Lösung:

Die chemische und physikalische Stabilität der rekonstituierten Lösung wurde für 24 Stunden bei

Raumtemperatur (25°C) belegt.

Vom mikrobiellen Blickpunkt aus sollte das Produkt sofort verwendet werden.

Falls das Produkt nicht sofort verwendet wird, so liegen die Lagerungszeit sowie die

Lagerungsbedingungen der rekonstituierten Lösung in der Verantwortung des Verwenders.

In diesem Fall sollte das Produkt nicht mehr als 24 Stunden bei 2-8°C gelagert werden, außer die

Rekonstitution erfolgte unter kontrollierten und validierten, aseptischen Bedingungen

Verdünnte Lösung:

Alle verdünnten Lösungen einer Ultiva Injektions-/Infusionslösung sollten sofort verwendet werden.

Verdünnungen, die nicht sofort verwendet werden, sollen entsorgt werden.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung

Ultiva zur intravenösen Anwendung sollte bereitet werden, indem 1, 2 oder 5 ml eines geeigneten

Lösungsmittels in die Durchstechflasche eingebracht werden um eine rekonstituierte Lösung mit einer

Konzentration von 1 mg/ml Remifentanil zu erhalten. Die rekonstituierte Lösung ist klar, farblos und

nahezu frei von sichtbaren Partikeln.

Nach der Rekonstitution soll - soweit das Behältnis es erlaubt - die Lösung optisch überprüft werden,

um sicherzustellen, dass eine klare, farblose, schwebstofffreie Lösung vorliegt, sowie, dass das

Behältnis nicht beschädigt ist. Jede Lösung, die derartige Mängel zeigt, muss entsorgt werden. Die

rekonstituierte Lösung ist zur einmaligen Anwendung bestimmt. Nicht verwendetes Arzneimittel oder

Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.

Vor der Anwendung muss Ultiva bei manuell kontrollierter Infusion auf eine Konzentration von 20 bis

250 Mikrogramm/ml verdünnt werden (die empfohlene Verdünnung für die Anwendung bei

Erwachsenen ist 50 Mikrogramm/ml und für pädiatrische Patienten ab 1 Jahr werden 20-25

Mikrogramm/ml empfohlen).

Ultiva soll mit TCI nicht ohne weitere Verdünnung verabreicht werden (die empfohlene Verdünnung

bei TCI ist 20 bis 50 Mikrogramm/ml).

Der Verdünnungsgrad ist prinzipiell abhängig von der Kapazität des Infusionssystems und des

erforderlichen Ausmaßes an Analgesie für den Patienten.

Für die Verdünnung soll eine der folgenden i.v. Lösungen verwendet werden:

Wasser für Injektionszwecke

5 %ige Glucose-Injektionslösung

5 %ige Glucose- und 0,9 %ige Natriumchlorid-Injektionslösung

0,9 %ige Natriumchlorid-Injektionslösung

0,45 %ige Natriumchlorid-Injektionslösung

Nach der Rekonstitution soll die Lösung optisch überprüft werden, um sicherzustellen, dass eine klare,

farblose, nahezu schwebstofffreie Lösung vorliegt, sowie dass das Behältnis nicht beschädigt ist. Jede

Lösung, bei der solche Mängel beobachtet werden, ist zu verwerfen.

Ultiva hat sich bei Verabreichung in einen laufenden i.v. Katheter als kompatibel mit folgenden

intravenösen Flüssigkeiten erwiesen:

Ringer-Lactat-Injektionslösung

Ringer-Lactat- und 5 %ige Glucose-Injektionslösung

Ultiva hat sich ebenfalls bei Verabreichung in einen laufenden i.v. Katheter als kompatibel mit

Propofol erwiesen.

13-12-2018

Pest categorisation of Septoria malagutii

Pest categorisation of Septoria malagutii

Published on: Wed, 12 Dec 2018 The Panel on Plant Health performed a pest categorisation of Septoria malagutii, the causal agent of annular leaf spot of potato, for the EU. The pest is a well‐defined fungal species and reliable methods exist for its detection and identification. S. malagutii is present in Bolivia, Ecuador, Peru and Venezuela. The pest is not known to occur in the EU and is listed as Septoria lycopersici var. malagutii in Annex IAI of Directive 2000/29/EC, meaning its introduction into t...

Europe - EFSA - European Food Safety Authority Publications

28-11-2018

Prenoxad 1 mg/mL solution for injection (naloxone hydrochloride)

Prenoxad 1 mg/mL solution for injection (naloxone hydrochloride)

Update - medicine shortage

Therapeutic Goods Administration - Australia

17-11-2018

Assessment of genetically modified soybean MON 89788 for renewal of authorisation under Regulation (EC) No 1829/2003 (application EFSA‐GMO‐RX‐011)

Assessment of genetically modified soybean MON 89788 for renewal of authorisation under Regulation (EC) No 1829/2003 (application EFSA‐GMO‐RX‐011)

Published on: Fri, 16 Nov 2018 Following the submission of application EFSA‐GMO‐RX‐011 under Regulation (EC) No 1829/2003 from Monsanto Europe, the Panel on Genetically Modified Organisms of the European Food Safety Authority (GMO Panel) was asked to deliver a scientific risk assessment on the data submitted in the context of the renewal of authorisation application for the herbicide‐tolerant genetically modified soybean MON 89788, for food and feed uses, excluding cultivation within the European Union....

Europe - EFSA - European Food Safety Authority Publications

15-11-2018

Assessment of genetically modified LLCotton25 for renewal of authorisation under Regulation (EC) No 1829/2003 (application EFSA‐GMO‐RX‐010)

Assessment of genetically modified LLCotton25 for renewal of authorisation under Regulation (EC) No 1829/2003 (application EFSA‐GMO‐RX‐010)

Published on: Wed, 14 Nov 2018 Following the submission of application EFSA‐GMO‐RX‐010 under Regulation (EC) No 1829/2003 from Bayer, the Panel on Genetically Modified Organisms of the European Food Safety Authority (GMO Panel) was asked to deliver a scientific risk assessment on the data submitted in the context of the renewal of authorisation application for the herbicide‐tolerant genetically modified LLCotton25, for food and feed uses, import and processing, excluding cultivation within the EU. The d...

Europe - EFSA - European Food Safety Authority Publications

1-11-2018

Pest categorisation of Acrobasis pirivorella

Pest categorisation of Acrobasis pirivorella

Published on: Wed, 31 Oct 2018 00:00:00 +0100 The European Commission requested EFSA to conduct a pest categorisation of Acrobasis pirivorella (Lepidoptera: Pyralidae), a monophagous moth whose larvae exclusively feed on developing buds, flowers, and fruits of cultivated and wild Pyrus spp. A. pirivorella is a species with reliable methods available for identification. A. pirivorellaoccurs in north‐east Asia only, causing significant damage in cultivated pears. It is regulated in the EU by Council Direc...

Europe - EFSA - European Food Safety Authority Publications

17-10-2018

Pest categorisation of Stagonosporopsis andigena

Pest categorisation of Stagonosporopsis andigena

Published on: Tue, 16 Oct 2018 00:00:00 +0200 The Panel on Plant Health performed a pest categorisation of Stagonosporopsis andigena, the causal agent of black blight of potato, for the EU. The pest is a well‐defined fungal species and reliable methods exist for its detection and identification. S. andigena is present in Bolivia and Peru. The pest is not known to occur in the EU and is listed in Annex IAI of Directive 2000/29/EC as Phoma andina, meaning its introduction into the EU is prohibited. The ma...

Europe - EFSA - European Food Safety Authority Publications

17-10-2018

Pest categorisation of Thecaphora solani

Pest categorisation of Thecaphora solani

Published on: Tue, 16 Oct 2018 00:00:00 +0200 The Panel on Plant Health performed a pest categorisation of the fungus Thecaphora solani, the causal agent of smut of potato, for the EU. The identity of the pest is well established and reliable methods exist for its detection and identification. T. solaniis present in Bolivia, Chile, Colombia, Ecuador, Mexico, Panama, Peru and Venezuela. The pathogen is not known to occur in the EU and is listed in Annex IAI of Directive 2000/29/EC, meaning its introducti...

Europe - EFSA - European Food Safety Authority Publications

21-8-2018

Companies can now apply for authorisation to produce cannabis bulk and cannabis primary products

Companies can now apply for authorisation to produce cannabis bulk and cannabis primary products

On 1 July 2018, a new executive order entered into force which gives companies the possibility of cultivating medicinal cannabis and producing cannabis bulk and cannabis primary products from Danish-grown cannabis.

Danish Medicines Agency

20-7-2018

Liste der aktuell gültigen Monografien für Standardzulassungen – Humanarzneimittel: Stand 18.07.2018

Liste der aktuell gültigen Monografien für Standardzulassungen – Humanarzneimittel: Stand 18.07.2018

In diesem Dokument wurde bei Argininhydrochlorid-Lösung, 1M-L-Form die Menge an Wasser für Injektionszwecke von "zu 100,0 ml" zu "zu 1000,0 ml" geändert.

Deutschland - BfArM - Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

28-11-2018

Econor (Elanco GmbH)

Econor (Elanco GmbH)

Econor (Active substance: Valnemulin hydrochloride) - Centralised - Transfer Marketing Authorisation Holder - Commission Decision (2018)8038 of Wed, 28 Nov 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/V/C/42/T/54

Europe -DG Health and Food Safety

26-11-2018

Wakix (Bioprojet Pharma)

Wakix (Bioprojet Pharma)

Wakix (Active substance: Pitolisant hydrochloride) - Centralised - Yearly update - Commission Decision (2018)7974 of Mon, 26 Nov 2018

Europe -DG Health and Food Safety

21-11-2018

EU/3/18/2082 (Takeda Pharma A/S)

EU/3/18/2082 (Takeda Pharma A/S)

EU/3/18/2082 (Active substance: 5-{(1R,2R)-2-[(cyclopropylmethyl)amino]cyclopropyl}-N-(tetrahydro-2H-pyran-4-yl)thiophene-3-carboxamide monohydrochloride) - Orphan designation - Commission Decision (2018)7791 of Wed, 21 Nov 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMA/OD/040/18

Europe -DG Health and Food Safety

13-11-2018

EU/3/17/1836 (Zogenix GmbH)

EU/3/17/1836 (Zogenix GmbH)

EU/3/17/1836 (Active substance: Fenfluramine hydrochloride) - Transfer of orphan designation - Commission Decision (2018)7576 of Tue, 13 Nov 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMA/OD/233/16/T/01

Europe -DG Health and Food Safety

13-11-2018

EU/3/13/1219 (Zogenix GmbH)

EU/3/13/1219 (Zogenix GmbH)

EU/3/13/1219 (Active substance: Fenfluramine hydrochloride) - Transfer of orphan designation - Commission Decision (2018)7575 of Tue, 13 Nov 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMA/OD/140/13/T/01

Europe -DG Health and Food Safety

1-11-2018

Dexdomitor (Orion Corporation)

Dexdomitor (Orion Corporation)

Dexdomitor (Active substance: dexmedetomidine hydrochloride) - Centralised - Yearly update - Commission Decision (2018)7380 of Thu, 01 Nov 2018

Europe -DG Health and Food Safety

31-10-2018

Evista (Daiichi Sankyo Europe GmbH)

Evista (Daiichi Sankyo Europe GmbH)

Evista (Active substance: Raloxifene hydrochloride) - Centralised - Yearly update - Commission Decision (2018)7342 of Wed, 31 Oct 2018

Europe -DG Health and Food Safety

30-10-2018

Doppelherz® GLUCOSAMIN-HYDROCHLORID

Rote - Liste

26-9-2018

Sileo (Orion Corporation)

Sileo (Orion Corporation)

Sileo (Active substance: Dexmedetomidine hydrochloride) - Centralised - Yearly update - Commission Decision (2018)6325 of Wed, 26 Sep 2018

Europe -DG Health and Food Safety

24-8-2018

Ultiva® 1/2/5 mg

Rote - Liste

22-8-2018

Remifentanil Kabi 1 mg/2 mg/5 mg

Rote - Liste

10-8-2018

Brinavess (Correvio)

Brinavess (Correvio)

Brinavess (Active substance: vernakalant hydrochloride) - Centralised - Transfer Marketing Authorisation Holder - Commission Decision (2018)5523 of Fri, 10 Aug 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/1215/T/31

Europe -DG Health and Food Safety

30-7-2018

Segluromet (Merck Sharp and Dohme B.V.)

Segluromet (Merck Sharp and Dohme B.V.)

Segluromet (Active substance: ertugliflozin / metformin hydrochloride) - Centralised - Transfer Marketing Authorisation Holder - Commission Decision (2018)5103 of Mon, 30 Jul 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/4314/T/2

Europe -DG Health and Food Safety

30-7-2018

Ceplene (Noventia Pharma Srl)

Ceplene (Noventia Pharma Srl)

Ceplene (Active substance: Histamine dihydrochloride) - Centralised - Renewal - Commission Decision (2018)5116 of Mon, 30 Jul 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/796/R/36

Europe -DG Health and Food Safety

23-7-2018

Optruma (Eli Lilly Nederland B.V.)

Optruma (Eli Lilly Nederland B.V.)

Optruma (Active substance: Raloxifene hydrochloride) - Centralised - Yearly update - Commission Decision (2018)4893 of Mon, 23 Jul 2018

Europe -DG Health and Food Safety

12-7-2018

Econor (Elanco Europe Ltd)

Econor (Elanco Europe Ltd)

Econor (Active substance: Valnemulin hydrochloride) - Centralised - Yearly update - Commission Decision (2018)4580 of Thu, 12 Jul 2018

Europe -DG Health and Food Safety

11-7-2018

Ariclaim (Eli Lilly Nederland B.V.)

Ariclaim (Eli Lilly Nederland B.V.)

Ariclaim (Active substance: duloxetine hydrochloride) - Centralised - Withdrawal - Commission Decision (2018)4515 of Wed, 11 Jul 2018

Europe -DG Health and Food Safety

5-7-2018

Scientific guideline:  Draft pegylated liposomal doxorubicin hydrochloride concentrate for solution 2 mg/ml product-specific bioequivalence guidance, draft: consultation open

Scientific guideline: Draft pegylated liposomal doxorubicin hydrochloride concentrate for solution 2 mg/ml product-specific bioequivalence guidance, draft: consultation open

This document provides product-specific guidance on the demonstration of the bioequivalence of pegylated liposomal doxorubicin hydrochloride concentrate for solution 2 mg/ml.

Europe - EMA - European Medicines Agency

3-7-2018

Efficib (Merck Sharp and Dohme B.V.)

Efficib (Merck Sharp and Dohme B.V.)

Efficib (Active substance: sitagliptin / metformin hydrochloride) - Centralised - Transfer Marketing Authorisation Holder - Commission Decision (2018) 4254 of Tue, 03 Jul 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/896/T/90

Europe -DG Health and Food Safety

3-7-2018

Ristfor (Merck Sharp and Dohme B.V.)

Ristfor (Merck Sharp and Dohme B.V.)

Ristfor (Active substance: sitagliptin / metformin hydrochloride) - Centralised - Transfer Marketing Authorisation Holder - Commission Decision (2018) 4249 of Tue, 03 Jul 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/1235/T/77

Europe -DG Health and Food Safety

3-7-2018

Velmetia (Merck Sharp and Dohme B.V.)

Velmetia (Merck Sharp and Dohme B.V.)

Velmetia (Active substance: sitagliptin / metformin hydrochloride) - Centralised - Transfer Marketing Authorisation Holder - Commission Decision (2018) 4252 of Tue, 03 Jul 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/862/T/93

Europe -DG Health and Food Safety

3-7-2018

Janumet (Merck Sharp and Dohme B.V.)

Janumet (Merck Sharp and Dohme B.V.)

Janumet (Active substance: sitagliptin / metformin hydrochloride) - Centralised - Transfer Marketing Authorisation Holder - Commission Decision (2018) 4251 of Tue, 03 Jul 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/861/T/90

Europe -DG Health and Food Safety

29-6-2018

EU/3/18/2028 (BioCryst UK Ltd)

EU/3/18/2028 (BioCryst UK Ltd)

EU/3/18/2028 (Active substance: (R)-1-(3-(aminomethyl) phenyl)-N-(5-((3-cyanophenyl)(cyclopropylmethylamino)methyl)-2-fluorophenyl)-3-(trifluoromethyl)-1H-pyrazole-5-carboxamide dihydrochloride) - Orphan designation - Commission Decision (2018)4173 of Fri, 29 Jun 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMA/OD/003/18

Europe -DG Health and Food Safety

15-6-2018

Remifentanil-hameln 1 mg/2 mg/5 mg

Rote - Liste

14-6-2018

Kuvan (BioMarin International Limited)

Kuvan (BioMarin International Limited)

Kuvan (Active substance: sapropterin dihydrochloride) - Centralised - Yearly update - Commission Decision (2018)3859 of Thu, 14 Jun 2018

Europe -DG Health and Food Safety

12-6-2018

EU/3/10/811 (Celgene Europe B.V.)

EU/3/10/811 (Celgene Europe B.V.)

EU/3/10/811 (Active substance: N-tert-butyl-3-[(5-methyl-2-{[4-(2-pyrrolidin-1-ylethoxy)phenyl]amino}pyrimidin-4-yl)amino] benzenesulfonamide dihydrochloride monohydrate) - Transfer of orphan designation - Commission Decision (2018)3809 of Tue, 12 Jun 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMA/OD/092/10/T/03

Europe -DG Health and Food Safety

12-6-2018

EU/3/10/810 (Celgene Europe B.V.)

EU/3/10/810 (Celgene Europe B.V.)

EU/3/10/810 (Active substance: N-tert-butyl-3-[(5-methyl-2-{[4-(2-pyrrolidin-1-ylethoxy)phenyl]amino}pyrimidin-4-yl)amino] benzenesulfonamide dihydrochloride monohydrate) - Transfer of orphan designation - Commission Decision (2018)3808 of Tue, 12 Jun 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMA/OD/084/10/T/03

Europe -DG Health and Food Safety

12-6-2018

EU/3/10/794 (Celgene Europe B.V.)

EU/3/10/794 (Celgene Europe B.V.)

EU/3/10/794 (Active substance: N-tert-butyl-3-[(5-methyl-2-{[4-(2-pyrrolidin-1-ylethoxy)phenyl]amino}pyrimidin-4-yl)amino] benzenesulfonamide dihydrochloride monohydrate) - Transfer of orphan designation - Commission Decision (2018)3803 of Tue, 12 Jun 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMA/OD/069/10/T/03

Europe -DG Health and Food Safety