Ubretid

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Ubretid Tabletten
  • Darreichungsform:
  • Tabletten
  • Zusammensetzung:
  • distigmini bromidum 5 mg, excipiens pro compresso.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Ubretid Tabletten
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetika human
  • Therapiebereich:
  • Parasympathomimeticum

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 37746
  • Berechtigungsdatum:
  • 01-11-1973
  • Letzte Änderung:
  • 05-02-2018

Packungsbeilage

Patienteninformation

Information für Patientinnen und Patienten

Lesen Sie diese Packungsbeilage sorgfältig, bevor Sie das Arzneimittel einnehmen bzw. anwenden.

Dieses Arzneimittel ist Ihnen persönlich verschrieben worden, und Sie sollten es nicht an andere

Personen weitergeben. Auch wenn diese die gleichen Krankheitssymptome haben wie Sie, könnte

ihnen das Arzneimittel schaden.

Bewahren Sie die Packungsbeilage auf, Sie wollen sie vielleicht später nochmals lesen.

Ubretid®

Was ist Ubretid und wann wird es angewendet?

Ubretid Tabletten normalisieren bzw. erhöhen den krankhaft herabgesetzten Muskeldruck der

Skelettmuskulatur und des Darmes, der Blase und des Harnleiters. Dadurch nehmen die

Darmbewegungen (Peristaltik) zu, die Bewegungsvorgänge von Harnleiter und Harnblase werden

angeregt, die Entleerung der Harnblase wird gefördert und der Blasenverschluss verstärkt.

Auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin wird Ubretid zur Behandlung chronischer

Verstopfung bei erschlafftem Darm, funktioneller Schwäche des Blasenverschlussapparates, eines

herabgesetzten Spannungszustands der Blasenmuskulatur und bei schwerer Muskelschwäche

(Myasthenia gravis) eingesetzt.

Wann darf Ubretid nicht angewendet werden?

Bei Überempfindlichkeit gegen Bestandteile des Präparates sowie bei Bromallergie, erhöhter

Spannung des vegetativen Nervensystems, Krämpfen im Bereich des Darmes und der Gallen- und

Harnwege, bei Darmentzündungen und Magengeschwüren sollte Ubretid nicht eingesetzt werden,

ebensowenig bei stark erniedrigtem Blutdruck, frischem Herzinfarkt, Herzinsuffizienz,

Schilddrüsenüberfunktion, Regenbogenhautentzündung, Bronchialasthma, erhöhter

Muskelspannung, Starrkrampf (Tetanus), Epilepsie sowie bei Schockzuständen nach Operationen

und Kreislaufstörungen.

Wann ist bei der Einnahme von Ubretid Vorsicht geboten?

Atropin, gewisse Präparate gegen Gemütskrankheiten (Psychopharmaka), und Präparate gegen

Überempfindlichkeitsreaktionen (Antihistaminika) können die Wirkung von Ubretid aufheben.

Einige Antibiotika (Neomycin, Streptomycin, Kanamycin) schwächen die Ubretidwirkung ab.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen

Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder

äusserlich anwenden!

Darf Ubretid während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Die Anwendung von Ubretid in der Schwangerschaft oder Stillzeit sollte nur auf ausdrückliche

Anordnung des behandelnden Arztes bzw. der behandelnden Ärztin und bei zwingenden Gründen

erfolgen.

Wie verwenden Sie Ubretid?

Halten Sie sich genau an die ärztliche Verschreibung!

Soweit nicht anders verordnet, gelten die folgenden Dosierungsrichtlinien für Erwachsene:

Bei Behandlungsbeginn 1 Tablette täglich.

Gewöhnlich werden nach der ersten Behandlungswoche 1-2 Tabletten alle 2-3 Tage verabreicht.

Die Tabletten müssen immer nüchtern, eine halbe Stunde vor dem Frühstück, mit etwas Wasser

eingenommen werden.

Nach der ersten Tabletteneinnahme darf die zweite Applikation erst wieder am zweiten

Behandlungstag erfolgen!

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel

wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer

Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Ubretid haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Ubretid auftreten:

Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Magen- und Darmkrämpfe, vermehrter Speichelfluss, gesteigerte

Schleimproduktion in den oberen Atemwegen, Schluckbeschwerden, Atembeschwerden, Tränen,

Sehstörungen, Verlangsamung oder Beschleunigung der Pulsfrequenz, Schwitzen,

Herzrhythmusstörungen, erniedrigter Blutdruck, Muskelkrämpfe, Zittern, Muskelschwäche. Daneben

sind auch Kopfschmerzen, Schwindel, Sprechstörungen, epileptische Anfälle, Benommenheit,

Angstzustände und depressive Stimmung, Halluzinationen, Unruhe, verstärkter Harndrang,

menstruationsartige Blutungen (bei nicht menstruierenden Frauen), Hautausschlag sowie schwere

Überempflindlichkeitsreaktionen aufgetreten.

Bitte melden Sie erste Anzeichen von Nebenwirkungen unverzüglich Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin,

damit dieser / diese gegebenenfalls entsprechende Massnahmen ergreifen kann.

Da diese unerwünschten Wirkungen fast nur mit zu hohen Dosen auftreten, sollten Sie sich immer

genau an die vom Arzt bzw. von der Ärztin verschriebene Dosierung halten!

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Bei Raumtemperatur (15-25°C), vor Licht geschützt und für Kinder unerreichbar aufbewahren.

Das Arzneimittel darf nur bis zum auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Ubretid enthalten?

1 Tablette enthält Distigminbromid 5 mg als Wirkstoff und Hilfsstoffe zur Herstellung der Tablette.

Zulassungsnummer

37‘746 (Swissmedic)

Wo erhalten Sie Ubretid? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Ubretid Tabletten zu 5 mg: Packungen mit 20 und 50 Tabletten.

Zulassungsinhaberin

Takeda Pharma AG, Freienbach

Diese Packungsbeilage wurde im März 2008 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic)

geprüft.