Tysabri 300 mg

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Tysabri 300 mg Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung
  • Darreichungsform:
  • Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung
  • Zusammensetzung:
  • natalizumabum 20 mg, natrii dihydrogenophosphas monohydricus, dinatrii phosphas heptahydricus, polysorbatum 80, natrii chloridum, aqua ad iniectabilia q.s. zu einer Lösung anstelle von 1 ml.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • Biologische Medizin

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Tysabri 300 mg Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Biotechnologika
  • Therapiebereich:
  • Multiple Sklerose

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 57273
  • Berechtigungsdatum:
  • 03-05-2007
  • Letzte Änderung:
  • 16-02-2018

Packungsbeilage

Patienteninformation

Tysabri® 300 mg

Biogen Switzerland AG

Was ist Tysabri und wann wird es angewendet?

Welche Art von Arzneimittel ist Tysabri?

Tysabri wird auf Verschreibung eines Arztes bzw. einer Ärztin als Arzneimittel zur Behandlung der

schubförmig-remittierenden Multiplen Sklerose (MS) eingesetzt. Tysabri ist der erste Vertreter einer

Klasse von MS-Präparaten, die als monoklonale Antikörper bezeichnet werden. Der aktive Wirkstoff

von Tysabri ist Natalizumab, ein Eiweiss (auch Protein genannt), das Ihren eigenen Antikörpern

ähnlich ist. Es verhindert, dass die Immunzellen, welche die Entzündung hervorrufen können, in Ihr

Gehirn gelangen. Dies verringert die durch die MS verursachte Nervenschädigung.

Was ist Multiple Sklerose?

Das Immunsystem schützt Sie normalerweise vor Eindringlingen wie Viren oder Bakterien, indem es

diese bekämpft. Im Falle der MS richtet sich Ihr Immunsystem gegen Ihr Nervengewebe und greift

es an. Dies ist der Grund, weshalb die MS als Autoimmunerkrankung bezeichnet wird. Es bedeutet,

dass Ihre Nerven die Signale, welche vom Gehirn ausgehen, nicht mehr effektiv weiterleiten können.

Im Ergebnis führt dies zu einer ungenügenden Funktion der Nerven, welche für

Sinneswahrnehmungen und Steuerung der Muskeltätigkeit verantwortlich sind.

Dieser Verlust von Sensibilität und Muskelkontrolle ist die Ursache der körperlichen Symptome wie

Kraftlosigkeit, Zittern, Muskelsteifigkeit und schnelle Ermüdung. Wegen der Nervenschädigungen

im ZNS (Zentralnervensystem) kann die MS auch die Art und Weise beeinflussen, wie Sie

Informationen aufnehmen und verarbeiten. So kann Ihre Wahrnehmung über die Sinne (Riechen,

Sehen, Hören, Berühren, Schmecken), Ihre Fähigkeit, sich auf Aufgaben zu konzentrieren und

Probleme zu lösen, aber auch Ihr Gedächtnis beeinträchtigt sein.

Manchmal verlangsamt und unterbricht die MS diese Vorgänge, was die Alltagsaktivitäten bei der

Arbeit und zu Hause erschweren kann. MS ist eine Erkrankung, welche die Betroffenen in

unterschiedlichem Ausmass beeinträchtigt. Wie schwerwiegend die Symptome sind, wie lange sie

andauern und wie sie bewältigt werden, ist bei jedem Betroffenen anders. Ein unterstützendes

Umfeld zusammen mit einer wirksamen Therapie kann sowohl bei der Kontrolle der MS als auch

beim Umgang mit der Erkrankung helfen.

Wie wirkt Tysabri?

An der Blut-Hirn-Schranke: Bei der MS dringen die Immunzellen, welche die Entzündung

hervorrufen können, aus dem Blutkreislauf durch die Blut-Hirn-Schranke und gelangen in das ZNS.

Tysabri verhindert, dass die Immunzellen in das ZNS gelangen und hilft den zerstörerischen Prozess

zu verlangsamen.

Im ZNS: Sobald die Immunzellen in das ZNS gelangt sind, können sie aktiviert werden und

beginnen das Nervengewebe anzugreifen. Die erhöhte Aktivität der Immunzellen im ZNS kann eine

Entzündung verursachen und führt zu einer Schädigung der Myelinscheide sowie zum Absterben der

Nervenzellen. Durch Aufhalten dieser Aktivität im ZNS hilft Tysabri, das Fortschreiten der

Erkrankung zu verlangsamen.

Wie kann Tysabri bei MS helfen?

Die schubförmig-remittierende (RR) Form der MS ist gekennzeichnet durch relativ symptomfreie

(remittierende) Perioden, die von Schüben mit aufflackernden Symptomen begleitet sein können.

Diese Schübe treten meist unerwartet auf und folgen keinem bestimmten Muster. In klinischen

Studien über 2 Jahre hat Tysabri das Fortschreiten der körperlich behindernden Auswirkungen der

MS mehr als halbiert und auch die Anzahl der MS-Schübe um mehr als zwei Drittel verringert. Es

liegen Daten vor, dass Tysabri den Krankheitsprozess stoppen und die körperlich behindernden

Auswirkungen der MS stabilisieren oder gar verbessern kann.

Es ist wichtig, dass Sie mit Ihrem Arzneimittel solange fortfahren, wie Sie und Ihr Arzt bzw. Ihre

Ärztin dies für richtig halten.

Was sollte dazu beachtet werden?

Bevor Sie die Behandlung mit Tysabri beginnen, werden Sie von Ihrem Arzt bzw. von Ihrer Ärztin

den Patientenpass erhalten. Dieser enthält wichtige Sicherheitsinformationen, die Ihnen bekannt sein

sollten, bevor und während Sie mit Tysabri behandelt werden. Sie sollten diesen Pass sowie die

Patienteninformation jederzeit während der Behandlung und für die Dauer von 6 Monaten nach der

letzten Verabreichung von Tysabri mit sich führen, da Nebenwirkungen auch nach Ende der

Behandlung mit Tysabri auftreten können. Als Tysabri-Patient sollten Sie auch andere Ärzte oder

Pflegefachpersonen darüber informieren, dass Sie mit Tysabri behandelt werden.

Nach dem Verdünnen enthält das Arzneimittel 406 mg (oder 17,7 mmol) Natrium pro Dosis. Dies ist

von Patienten zu berücksichtigen, die eine salzarme Diät einhalten müssen.

Wann darf Tysabri nicht angewendet werden?

Tysabri darf nicht angewendet werden, falls Sie:

·Gegen Natalizumab oder irgendeinen anderen Bestandteil von Tysabri allergisch (überempfindlich)

sind.

·Arzneimittel nehmen, die nicht zusammen mit Tysabri angewendet werden dürfen.

·Eine ernsthafte Beeinträchtigung Ihres Immunsystems aufweisen (wegen einer Erkrankung wie z.B.

Leukämie/HIV oder wegen eines bestimmten Arzneimittels, das Sie anwenden oder früher

angewendet haben).

·Interferon beta oder Glatirameracetat erhalten. Diese Arzneimittel kommen ebenfalls bei der MS

zum Einsatz, dürfen aber nicht zusammen mit Tysabri angewendet werden.

·An einer aktiven Krebserkrankung leiden (ausser es handelt sich um den als Basaliom bezeichneten

Hautkrebstyp).

·An PML (progressive multifokale Leukoenzephalopathie) leiden. PML ist eine Infektion des

Gehirns.

·Unter 18 Jahre alt sind.

Wann ist bei der Anwendung von Tysabri Vorsicht geboten?

Bei der Anwendung von Tysabri gab es gelegentlich Fälle einer Infektion des ZNS, die als PML

(progressive multifokale Leukoenzephalopathie) bezeichnet wird und zu schwerer Behinderung oder

zum Tod führen kann.

Eine PML wird mit dem John Cunningham (JC)-Virus in Zusammenhang gebracht, ein beim

Menschen häufig vorkommendes Virus, welches jedoch normalerweise keine spürbare Erkrankung

verursacht.

Vor Beginn der Behandlung mit Tysabri sollte eine Magnetresonanztomographie durchgeführt

werden (MRI-Aufnahme als Referenzaufnahme).

Folgende Risikofaktoren sind bisher mit der Entwicklung einer PML unter Tysabri in Verbindung

gebracht worden:

·Antikörper gegen das JC-Virus. Diese sind ein Hinweis darauf, dass Sie mit dem JC-Virus in

Kontakt waren. Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin kann vor und während einer Therapie mit Tysabri Ihr Blut

auf das Vorhandensein von Antikörpern gegen das JC-Virus untersuchen. Nach heutigem

Wissensstand ist die Entwicklung einer PML mit einer Infektion mit dem JC-Virus Voraussetzung.

Werden keine JC-Virus Antikörper nachgewiesen, liegt ein deutlich vermindertes Risiko vor.

·Dauer der Behandlung. Bei Patienten, die mehr als 2 Jahre lang behandelt wurden, steigt das PML-

Risiko mit zunehmender Behandlungsdauer an.

·Wenn Sie in der Vergangenheit ein Arzneimittel eingenommen haben, das als Immunsuppressivum

bezeichnet wird. Immunsuppressiva reduzieren die Aktivität Ihrer körpereigenen Immunabwehr.

Wenn bei Ihnen alle oben beschriebenen Risikofaktoren vorliegen, tragen Sie ein erhöhtes Risiko für

die Entwicklung einer PML.

Wenn Sie bislang nicht mit Immunsuppressiva behandelt wurden, jedoch Tysabri mindestens 2 Jahre

erhalten haben, kann die Höhe Ihres anti-JCV-Antikörper-Niveaus im Blut Einfluss auf Ihr Risiko

für die Entwicklung einer PML haben.

Wird Ihr PML-Risiko als niedrig eingestuft, wird Ihr Arzt diese Blutuntersuchung regelmässig alle 6

Monate wiederholen, um zu kontrollieren, ob Veränderungen aufgetreten sind. Dies ist der Fall,

wenn:

·Sie keine Antikörper gegen das JC-Virus im Blut aufweisen ODER

·Bei Ihnen ein niedriger anti-JCV-Antikörper-Titer gemessen wurde, Sie aber bereits länger als 2

Jahre behandelt wurden.

Wenn Sie ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung einer PML tragen, sind auch weitere MRI-

Kontrollen alle 3 bis 12 Monate und bis einige Monate nach einer Beendigung der Behandlung mit

Tysabri angezeigt.

Bevor Sie mit der Behandlung mit Tysabri beginnen oder wenn Sie Tysabri bereits während mehr als

zwei Jahren erhalten haben, sollten Sie mit Ihrem Arzt bzw. mit Ihrer Ärztin über Nutzen und

Risiken der Therapie sprechen, insbesondere wenn bei Ihnen alle drei oben beschriebenen

Risikofaktoren zutreffen.

Die Symptome einer PML können denen eines MS-Schubs ähneln (z.B. Schwäche oder

Sehstörungen). Wenn Sie also glauben, dass sich Ihre MS verschlechtert oder wenn Sie neue

Symptome bemerken, ist es sehr wichtig, dass Sie möglichst rasch mit Ihrem Arzt bzw. mit Ihrer

Ärztin sprechen.

Bei Patienten mit einer PML ist es wahrscheinlich, dass nach der Einleitung einer Behandlung gegen

die PML eine als IRIS (entzündliches Immunrekonstitutionssyndrom) bezeichnete Reaktion auftritt,

wenn Tysabri aus Ihrem Körper entfernt wird. IRIS kann dazu führen, dass sich Ihr

Gesundheitszustand verschlechtert.

Sprechen Sie mit Ihrer Vertrauensperson oder Ihrer Pflegefachperson und informieren Sie sie über

Ihre Behandlung mit Tysabri. Es könnten Symptome auftreten, die Sie selbst nicht bemerken, wie

Stimmungs- oder Verhaltensveränderungen, Gedächtnislücken, Sprech- oder

Kommunikationsschwierigkeiten, die Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin möglicherweise näher überprüfen

muss, um eine PML auszuschliessen.

Sie finden diese Informationen auch in Ihrem Patientenpass, den Sie von Ihrem Arzt bzw. von Ihrer

Ärztin erhalten haben. Es ist wichtig, dass Sie diesen Patientenpass mit sich führen und ihn Ihrer

Vertrauensperson oder Ihren Pflegefachpersonen zeigen.

Das Auftreten von reduzierter Sehschärfe, geröteten und schmerzenden Augen könnten Anzeichen

einer Netzhautentzündung sein, welche unbehandelt zur Erblindung führen kann. Informieren Sie

umgehend Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie diese Symptome

beobachten.

Wenn Sie Symptome wie Veränderungen der Persönlichkeit oder des Verhaltens (wie Verwirrung,

Delirium, Bewusstseinsverlust), Krämpfe (Anfälle), extreme Empfindlichkeit auf helles Licht

beobachten, informieren Sie umgehend Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder

Apothekerin. Es könnten Anzeichen einer Gehirnentzündung oder Hirnhautentzündungen sein.

Es könnte sein, dass Sie auf das Arzneimittel oder auf die Infusion überempfindlich reagieren.

Folgende Anzeichen können gewöhnlich während der Infusion oder bis zu 1 Stunde nach

Infusionsende auftreten, wobei das Risiko einer Überempfindlichkeitsreaktion bei den ersten

Infusionen am grössten ist:

·Juckender Hautausschlag (Quaddeln)

·Schwellungen im Gesicht, an den Lippen oder der Zunge

·Probleme beim Atmen

·Schmerzen oder Engegefühl in der Brust

·Blutdruckanstieg oder -abfall (Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin oder das Sie betreuende Pflegefachpersonal

werden dies im Rahmen der Blutdruckkontrolle feststellen).

Bei wenigen Patienten, die Tysabri erhalten, könnte die natürliche Abwehr des Körpers im Laufe der

Zeit dazu führen, dass die Wirkung von Tysabri eingeschränkt ist (weil der Körper Antikörper gegen

Tysabri bildet). Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin kann anhand der Ergebnisse eines Bluttests entscheiden, ob

Tysabri weiterhin angewendet werden kann.

Mit Tysabri wurden keine Studien zu den Wirkungen auf die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit zum

Bedienen von Maschinen durchgeführt. Wenn bei Ihnen jedoch Schwindel auftritt, eine häufige

Nebenwirkung von Tysabri, dann sollten Sie keine Fahrzeuge führen oder Maschinen bedienen.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin zudem, wenn Sie

·Symptome einer schweren Infektion haben wie Fieber, starker Durchfall, anhaltender Schwindel,

Kopfschmerzen, Übelkeit/Erbrechen, Nackensteifigkeit, Gewichtsverlust oder Lustlosigkeit,

Veränderungen der Persönlichkeit oder des Verhaltens (wie Verwirrung, Delirium,

Bewusstseinsverlust), Krämpfe (Anfälle), extreme Empfindlichkeit auf helles Licht, reduzierte

Sehschärfe, gerötete und schmerzende Augen, Ausschlag (an irgendeiner Stelle des Körpers) oder

sonstige Symptome, die möglicherweise mit einer Infektion zusammenhängen,

·an anderen Krankheiten leiden,

·Allergien haben oder

·andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen. Es kann sein, dass Sie Tysabri nicht

zusammen mit bestimmten Arzneimitteln anwenden dürfen, die Ihre Immunabwehr einschränken.

Darf Tysabri während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit angewendet werden?

Es liegen keine hinreichenden Daten für die Verwendung von Tysabri bei Schwangeren vor. Das

potentielle Risiko für den Menschen ist nicht bekannt. Tysabri darf nicht während der

Schwangerschaft verwendet werden, es sei denn, dies ist eindeutig erforderlich. Wenn eine Frau

unter der Behandlung mit Tysabri schwanger wird, sollte die Beendigung der Therapie mit Tysabri

mit dem behandelnden Arzt bzw. der behandelnden Ärztin besprochen und in Erwägung gezogen

werden. Tysabri geht in die Muttermilch über. Patientinnen, die Tysabri erhalten, sollten daher nicht

stillen.

Wie verwenden Sie Tysabri?

Tysabri (300 mg/15 ml Durchstechflasche) wird Ihnen einmal alle 4 Wochen als intravenöse Infusion

verabreicht. Eine intravenöse Infusion ist ein Vorgang, der von Fachpersonen unter Verwendung

einer speziellen Einrichtung durchgeführt wird. Sie müssen zudem während der Infusion und noch

eine Stunde danach sorgfältig auf mögliche Anzeichen einer Überempfindlichkeitsreaktion

beobachtet werden. Normalerweise können während der Infusion Tätigkeiten wie Fernsehen, Musik

hören, Gespräche führen oder Lesen ausgeführt werden.

Die Dosis und die Häufigkeit der Verabreichung von Tysabri sind sorgfältig darauf ausgelegt

worden, dass das Arzneimittel in Ihrem Körper jederzeit auf einem wirksamen Spiegel gehalten wird.

Falls Sie eine Verabreichung verpasst haben, kann dieser Spiegel abfallen und Tysabri

möglicherweise nicht mehr richtig wirken. Die fortlaufende Anwendung von Tysabri ist daher

wichtig. Patienten, die eine oder zwei Gaben Tysabri erhielten und dann eine

Behandlungsunterbrechung von drei Monaten oder mehr erfuhren, hatten nach Wiederaufnahme der

Behandlung mit grösserer Wahrscheinlichkeit eine allergische Reaktion.

Falls Sie Ihre vorgesehene Verabreichung verpasst haben, sollten Sie sich an Ihren Arzt bzw. Ihre

Ärztin oder Ihre medizinische Pflegefachperson wenden, um dies sobald wie möglich nachzuholen.

In der Folge können Sie damit fortfahren, Ihre Tysabri Infusion alle 4 Wochen zu erhalten.

Die Anwendung und Sicherheit von Tysabri bei Kindern und Jugendlichen ist bisher nicht geprüft

worden.

Welche Nebenwirkungen kann Tysabri haben?

Wie alle Arzneimittel kann Tysabri Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten

müssen.

Informieren Sie bitte möglichst rasch Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn eine der folgenden

aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die

nicht in dieser Patienteninformation angegeben sind.

In klinischen Studien bei MS-Patienten wurden am häufigsten unerwünschte Wirkungen beobachtet,

die im Zusammenhang mit der Infusion stehen, wie Schwindel, Übelkeit, juckender Hautauschlag

(Quaddeln) und erhöhte Muskelspannung.

Die Nebenwirkungen sind untenstehend in der Reihenfolge ihrer in klinischen Studien berichteten

Häufigkeit aufgeführt:

Häufige Nebenwirkungen, die bei weniger als 1 von 10 Patienten auftreten können:

·Harnwegsinfektionen

·Halsschmerzen und laufende oder verstopfte Nase

·Schüttelfrost

·Juckender Hautausschlag (Quaddeln)

·Anfallsweise auftretende Rötung der Haut, die vor allem am Oberkörper und im Gesicht auftritt

·Kopfschmerzen

·Schwindel

·Übelkeit

·Erbrechen

·Gelenkschmerzen

·Fieber

·Abgeschlagenheit

·Erhöhte Muskelspannung

Gelegentliche Nebenwirkungen, die bei weniger als 1 von 100 Patienten auftreten können:

·Ungewöhnliche Infektionen (so genannte «Opportunistische Infektionen»)

·Progressive multifokale Leukoenzephalopathie (PML)

·Schwere Allergie (Überempfindlichkeit)

·Herpesinfektionen:

·Durch Herpesviren bedingte Hirn- oder Hirnhautentzündung

·akute Netzhautentzündung

Vereinzelte Nebenwirkungen:

·Leberprobleme (gelbliche Färbung der Haut oder der Bindehaut im Auge, ungewöhnlich dunkle

Färbung des Urins)

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Im Kühlschrank (2-8 °C) lagern. Nicht einfrieren. Die Durchstechflasche in der Originalverpackung

aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen. Nicht schütteln. Arzneimittel für Kinder

unzugänglich aufbewahren!

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Tysabri enthalten?

Wirkstoff: Eine 15 ml Durchstechflasche mit Konzentrat enthält 300 mg Natalizumab (20 mg/ml).

Hilfsstoffe: Natriumdihydrogenphosphat (Monohydrat), Dinatriumhydrogenphosphat (Heptahydrat),

Natriumchlorid, Polysorbat 80 (E433) und Wasser für Injektionszwecke.

Zulassungsnummer

57273 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Tysabri? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung. Jede Packung enthält eine Durchstechflasche mit

15 ml Tysabri Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung.

Zulassungsinhaberin

Biogen Switzerland AG, Zug.

Diese Packungsbeilage wurde im Juli 2016 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic)

geprüft.

27-6-2018

Rote-Hand-Brief zu Emerade®: Spritzenblockade während der Stabilitätsuntersuchungen / Mitnahme von zwei Pens

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Emerade® 150/300/500 Mikrogramm Injektionslösung in einem Fertigpen (Adrenalin): Spritzenblockade während der Stabilitätsuntersuchungen

Deutschland - BfArM - Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

29-5-2018

Arzneimittelstudien für neue, gezielte Therapieansätze: 300 Experten beraten in Bonn Chancen und Herausforderungen komplexer klinischer Studien.

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Pressemitteilung Nr. 13/17

Deutschland - BfArM - Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

27-4-2018

EpiPen 300 mcg adrenaline auto-injector

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Medicine shortages

Therapeutic Goods Administration - Australia

13-6-2017

Annual report 2016 - Clinical trials of medicines

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LLast year, the Danish Medicines Agency received 286 clinical trial applications. This is a small decline compared to 2015. However, the number of clinical trial applications has remained stable at around 300 applications per year since 2013.

Danish Medicines Agency

6-4-2017

More batches of EpiPen® are withdrawn

More batches of EpiPen® are withdrawn

MEDA has decided to withdraw four more batches of EpiPen®. The withdrawal concerns two batches of EpiPen® 300 micrograms/dose and two batches of EpiPen® Jr 150 micrograms/dose. The latter is used for acute hypersensitivity reactions in children. The reason for the withdrawal is that there is a risk that the auto-injector does not work.

Danish Medicines Agency

17-3-2017

Withdrawal of a batch of EpiPen® 300 micrograms

Withdrawal of a batch of EpiPen® 300 micrograms

MEDA recalls a batch of the adrenaline product EpiPen® 300 micrograms/dose, which is used for sudden allergic reactions. There is a risk that the auto-injector does not work. The withdrawal concerns product number 578818 with batch number: 5FA665B and expiry date 03/2017.

Danish Medicines Agency

21-2-2017

Takeda Pharma A/S recalls batch of Pamol® in packs of 300 film-coated tablets

Takeda Pharma A/S recalls batch of Pamol® in packs of 300 film-coated tablets

Takeda Pharma A/S recalls a batch of Pamol® in packs of 300 film-coated tablets after the discovery of Ibumetin 600 mg containing ibuprofen in some packs. Both types of medicine are used for the treatment of mild pain, but they work in different ways and may cause different adverse reactions.

Danish Medicines Agency

14-8-2018

Tobramycin Teva 300 mg/5 ml Steri-Neb

Rote - Liste

6-8-2018

Tysabri (Biogen Netherlands B.V.)

Tysabri (Biogen Netherlands B.V.)

Tysabri (Active substance: Natalizumab) - Centralised - Transfer Marketing Authorisation Holder - Commission Decision (2018)5390 of Mon, 06 Aug 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/603/T/110

Europe -DG Health and Food Safety

3-8-2018

CIN 100/300 mg

Rote - Liste

13-7-2018

Ergenyl® chrono 300 mg/500 mg

Rote - Liste

10-7-2018

Venoruton® 300

Rote - Liste

29-6-2018

Dysport® 300 Einheiten/500 Einheiten

Rote - Liste

31-5-2018

Sobelin® 300 mg

Rote - Liste

30-5-2018

Clindamycin AbZ 300 mg Hartkapseln

Rote - Liste

30-5-2018

Allopurinol AbZ 100/300 mg Tabletten

Rote - Liste