Tuscalman B

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Tuscalman B supposte
  • Darreichungsform:
  • supposte
  • Zusammensetzung:
  • noscapini hydrochloridum 10 mg, guaifenesinum 50 mg, excipiens pro suppositorio.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Tuscalman B supposte
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetik menschlichen
  • Therapiebereich:
  • Tosse

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 31900
  • Berechtigungsdatum:
  • 22-11-1965
  • Letzte Änderung:
  • 11-09-2017

Packungsbeilage

Patienteninformation

Tuscalman®

Desma Healthcare SpA, Torino,

Was ist Tuscalman und wann wird es angewendet?

Tuscalman Sirup und Suppositorien sind Arzneimittel, die die Wirkstoffe Noscapin und Guaifenesin

enthalten. Noscapin wirkt hustenstillend und Guaifenesin löst zähen Schleim und erleichtert das

Abhusten. Der in Tuscalman Sirup enthaltene Eibischextrakt unterstützt die Wirkung von

Guaifenesin. Tuscalman wird angewendet bei Husten oder Reizhusten bei Erkältung, wenn dabei

auch zäher, schwer abhustbarer Schleim auftritt.

Auf Empfehlung eines Arztes oder Apothekers bzw. Ärztin oder Apothekerin kann Tuscalman Sirup

auch bei folgenden Erkrankungen verwendet werden: Keuchhusten, Reiz- und Krampfhusten,

Bronchialentzündung oder Hals- und Luftröhrenentzündung, wenn dabei auch zäher, schwer

abhustbarer Schleim auftritt.

Der Sirup eignet sich nur für Erwachsene und die Zäpfchen für Kinder ab 2 Jahren («Suppositorien

A») bzw. 6 Jahren («Suppositorien B»). Hält Ihr Husten über eine Woche an, suchen Sie bitte Ihren

Arzt bzw. Ihre Ärztin auf. Nur der Arzt bzw. die Ärztin kann abklären, ob der Husten durch eine

Krankheit verursacht wird, die eine spezifische Behandlung erfordert.

Was sollte dazu beachtet werden?

Sie können die Wirkung von Tuscalman durch reichliches Trinken unterstützen. Rauchen trägt zum

Auftreten von Schleim in den Atemwegen und von Husten («Raucherhusten») bei. Sie können die

Wirkung von Tuscalman fördern, indem Sie auf das Rauchen verzichten. Bei hartnäckiger

Schleimabsonderung und dem damit einhergehenden Husten sollte der Arzt bzw. die Ärztin zu

Beginn der Behandlung die Ursachen des Hustens abklären und gegebenenfalls eine spezifische

Behandlung einleiten.

Wenn Sie an Zuckerkrankheit leiden und den Sirup verwenden, müssen Sie beachten, dass 10 ml

Sirup etwa 0,6 Brotwerten, bzw. 0,25 «équivalents farineux» entsprechen.

Wann darf Tuscalman nicht angewendet werden?

Tuscalman dürfen Sie unter folgenden Bedingungen nicht verwenden:

Sirup und Suppositorien: Bei nachgewiesener Überempfindlichkeit (Allergie) gegenüber einem der

Wirkstoffe oder einem der Hilfsstoffe gemäss Zusammensetzung.

Sirup: Bei Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren; bei nachgewiesener Überempfindlichkeit

gegenüber den Konservierungsmitteln E 216 und E 218 (sogenannte Paragruppen-Allergie); bei

Vorliegen einer seltenen, angeborenen Störung des Zuckerstoffwechsels (sogenannte Fruktose-

Unverträglichkeit).

Die Zäpfchen sind für Kinder unter 2 Jahren und die Zäpfchen B für Kinder unter 6 Jahren nicht

geeignet.

Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin wissen, was in solchen Fällen zu tun ist.

Wann ist bei der Einnahme von Tuscalman Vorsicht geboten?

Wenn Sie an einer Magen-Darm-Krankheit, an Störungen der Nieren- oder Leberfunktion oder an

schwerer Muskelschwäche (sogenannte Myastenia gravis) leiden, sollten Sie zuerst mit Ihrem Arzt

bzw. Ihre Ärztin sprechen, bevor Sie mit der Verwendung eines der Tuscalman-Präparate beginnen.

Bei Auftreten von Überempfindlichkeitsreaktionen (siehe unten: «Welche Nebenwirkungen kann

Tuscalman haben?») müssen Sie die Behandlung sofort abbrechen und so rasch als möglich einen

Arzt bzw. eine Ärztin aufsuchen.

Auf die gleichzeitige Einnahme von weiteren Hustenmitteln (sogenannten Antitussiva) sollten Sie

unbedingt verzichten, denn dadurch kann der Hustenreiz weiter gehemmt oder völlig unterdrückt

werden. Dabei besteht die Gefahr, dass sich der durch den Wirkstoff Guaifenesin verflüssigte

Bronchialschleim in den Atemwegen staut und nicht mehr auf natürliche Weise abgehustet wird, und

das Auftreten eines Bronchialkrampfes und einer Infektion der Atemwege begünstigt werden kann.

Achten Sie darauf, dass bei gleichzeitiger Einnahme gewisser Beruhigungsmittel (Sedativa) oder

gewisser die Muskeln entspannender Arzneimittel (Muskelrelaxantien) deren Wirkung durch

Guaifenesin verstärkt werden kann. Dieses Arzneimittel kann besonders in höherer Dosierung die

Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit und Fähigkeit Werkzeuge oder Maschinen zu bedienen,

beeinträchtigen!

Tuscalman Sirup enthält 4 Volumen-% Alkohol. Bei Beachtung der empfohlenen Dosierung werden

bei jeder Einnahme von 10 ml Sirup 0,4 g Alkohol zugeführt.

Ein gesundheitliches Risiko besteht u.a. für Leberkranke, Alkoholkranke, Epileptiker,

Hirngeschädigte, Schwangere, Stillende sowie für Kinder beim Überschreiten der speziellen

Kinderdosis. Durch den Alkohol kann die Wirkung anderer Arzneimittel verstärkt oder beeinträchtigt

werden.

Informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker oder Drogisten bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin oder Drogistin,

wenn Sie an anderen Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch

selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden.

Darf Tuscalman während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Wenn Sie schwanger sind, es werden möchten oder wenn Sie Ihr Kind stillen, sollten Sie

vorsichtshalber möglichst auf Arzneimittel verzichten. Für Tuscalman gilt, dass die Wirkungen der

darin enthaltenen Wirkstoffe auf das ungeborene Kind oder auf den Säugling bisher nicht

systematisch untersucht wurde. Deshalb dürfen Sie Tuscalman während der Schwangerschaft und

Stillzeit nicht einnehmen.

Wie verwenden Sie Tuscalman?

Sirup

Erwachsene: 4- bis 5-mal täglich 10 ml (max. Tagesdosis 6-mal 10 ml). Nach dem Essen einnehmen.

Zwischen zwei Verabreichungen ist ein Zeitabstand von 4 bis 6 Stunden zu beachten.

Jeder Packung liegt ein graduierter Messbecher bei, mit welchem der Sirup dosiert werden kann.

Zäpfchen A

Kinder (von 2 bis 6 Jahren): 3- bis 4-mal täglich 1 Zäpfchen (max. Tagesdosis 6 Zäpfchen).

Zäpfchen B

Kinder (von 6 bis 12 Jahren): 3- bis 4-mal täglich 1 Zäpfchen (max. Tagesdosis 6 Zäpfchen).

Zwischen zwei Verabreichungen ist ein Zeitabstand von 4 bis 6 Stunden zu beachten.

Tuscalman Zäpfchen A dürfen nicht an Kinder unter 2 Jahren verabreicht werden, es sei denn, der

Arzt bzw. die Ärztin haben es verordnet.

Halten Sie sich an die in der Packungsbeilage angegebene oder vom Arzt oder der Ärztin

verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so

sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder Drogisten bzw. mit Ihrer Ärztin, Apothekerin oder

Drogistin.

Welche Nebenwirkungen kann Tuscalman haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Tuscalman auftreten:

In seltenen Fällen können Müdigkeit, Kopfschmerzen, Benommenheit, Schwindel, Übelkeit

Erbrechen, oder allergische Reaktionen mit Unwohlsein, Schweissausbrüchen, Schwindelanfällen,

Beschleunigung des Herzschlags und Atembeschwerden auftreten. In Einzelfällen können

Überempfindlichkeits-Reaktionen auftreten. Sie machen sich im allgemeinen mit Zeichen wie

Hautausschlag, Unwohlsein, Schweissausbrüchen, Atembeschwerden bemerkbar (s. oben «Wann

darf Tuscalman nicht angewendet werden?»).

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt,

Apotheker oder Drogisten bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin oder Drogistin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Nicht in Reichweite von Kindern aufbewahren.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden. Bei Raumtemperatur (15–25 °C) lagern.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt, Apotheker oder Drogist bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin oder

Drogistin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Tuscalman enthalten?

Sirup

10 ml enthalten:

Wirkstoffe: Noscapinhydrochlorid 15 mg (entspricht 13,3 mg Noscapin Base), Guaifenesin 100 mg,

Eibischsirup.

Hilfsstoffe: Saccharose, Sorbitol, Aromastoffe, Alkoholgehalt 4 Volumen-%.

Conserv.: Methyl-4-Hydroxybenzoat (E 218), Propyl-4-Hydroxybenzoat (E 216).

Suppositorien

1 Zäpfchen A enthält:

Wirkstoffe: Noscapinhydrochlorid 5 mg (entspricht 4,43 mg Noscapin Base), Guaifenesin 25 mg.

Hilfsstoff: Farbstoff Carmin (E 120).

1 Zäpfchen B enthält:

Wirkstoffe: Noscapinhydrochlorid 10 mg (entspricht 8,9 mg Noscapin Base), Guaifenesin 50 mg und

Hilfsstoffe.

Zulassungsnummer

29223, 31900 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Tuscalman? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken und Drogerien ohne ärztliche Verschreibung.

Sirup: Flasche zu 120 ml.

Suppositorien A und B: Schachteln zu 10 Suppositorien.

Hinweis zum Öffnen der Sirupflasche

Die Tuscalmanflasche besitzt einen kindergesicherten Schraubverschluss. Zum Öffnen muss der

Verschluss unter kräftigem Druck nach unten in Pfeilrichtung aufgeschraubt werden. Nach Gebrauch

Kappe fest verschrauben.

Zulassungsinhaberin

Desma Healthcare SpA Torino, Succursale di Chiasso, 6830 Chiasso.

Diese Packungsbeilage wurde im April 2004 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic)

geprüft.