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Trommcardin - Filmtabletten

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Trommcardin - Filmtabletten
  • Einheiten im Paket:
  • 50 Stück, Laufzeit: 36 Monate
  • Verschreibungstyp:
  • Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge
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Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Trommcardin - Filmtabletten
    Österreich
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiebereich:
  • Magnesiumaspartat
  • Produktbesonderheiten:
  • Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AGES
  • Zulassungsnummer:
  • 15016
  • Berechtigungsdatum:
  • 11-04-1972
  • Letzte Änderung:
  • 10-08-2017

Packungsbeilage


Trommcardin ®  Filmtabletten 1

GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÜR DEN ANWENDER

Trommcardin ®  Filmtabletten 

Wirkstoffe: Kaliumhydrogenaspartat, Magnesiumhydrogenaspartat 

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses 

Arzneimittels beginnen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. 

Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Wenn  eine  der  aufgeführten  Nebenwirkungen  Sie  erheblich  beeinträchtigt  oder  Sie 

Nebenwirkungen  bemerken,  die  nicht  in  dieser  Gebrauchsinformation  angegeben  sind, 

informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.

Diese Packungsbeilage beinhaltet:

Was sind Trommcardin ®  Filmtabletten und wofür werden sie angewendet?

Was müssen Sie vor der Einnahme von Trommcardin ®  Filmtabletten beachten?

Wie sind Trommcardin ®  Filmtabletten einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie sind Trommcardin ®  Filmtabletten aufzubewahren?

Weitere Informationen

1. WAS SIND TROMMCARDIN ®  FILMTABLETTEN UND WOFÜR WERDEN SIE 

ANGEWENDET?

Es handelt sich bei der Anwendung von Trommcardin ®  Filmtabletten, einem Mineralstoffpräparat, um 

eine physiologische Elektrolyt-Therapie. 

Magnesium-Verluste  bewirken  Kalium-Verluste,  weil  Magnesium  für  einen  ausreichenden  Einstrom 

von  Kalium  in  das  Zellinnere  erforderlich  ist.  Daher  treten  in  der  Regel  Magnesium-  und  Kalium-

Verluste  gemeinsam  auf.  Dies  ist  der  Fall  z.B.  bei  Herzinsuffizienz,  Herzinfarkt  und  besonders  bei 

Langzeittherapie  mit  Diuretika  (Arzneimittel  zur  Steigerung  der  Wasserausscheidung).  Magnesium- 

und  Kalium-Verluste  erniedrigen  die  elektrische  Reizschwelle  am  Herzen.  Dadurch  kann  es  zu 

Rhythmusstörungen  kommen,  welche  durch  den  Ersatz  der  beiden  Ionen  reduziert  und  durch 

vorbeugende Gaben verhindert werden können. 

Trommcardin ®  Filmtabletten werden angewendet bei:

kombiniertem Kalium-Magnesium-Mangel, auch mit nachfolgenden Herzrhythmusstörungen.

2. WAS MÜSSEN SIE VOR DER EINNAHME VON TROMMCARDIN ®  

FILMTABLETTEN BEACHTEN?

Trommcardin ®  Filmtabletten dürfen nicht eingenommen werden 

bei Überempfindlichkeit gegen Bestandteile des Präparats.

Trommcardin ®   Filmtabletten  sollten  bei  schweren  Nierenfunktionsstörungen,  bei  Hyperkaliämie 

(erhöhte  Kaliumwerte  im  Blut)  und  Hypermagnesiämie  (erhöhte  Magnesiumwerte  im  Blut), 

bestimmter  Form von Muskelschwäche  (Myasthenia  Gravis) sowie AV-Block 3. Grades (bestimmte 

Herzrhythmusstörunug)  nicht angewendet werden. 

Trommcardin ®  Filmtabletten 2

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Trommcardin ®  Filmtabletten ist erforderlich,

Vorsicht  ist  geboten  bei  metabolischer  Azidose  (bestimmte  Form  einer  Stoffwechselerkrankung), 

unbehandelter  Nebenniereninsuffizienz,  Zustand  nach  Traumata  (Verletzungen)  mit  Hyperkaliämie 

(erhöhte Kaliumwerte im Blut), Therapie mit kaliumsparenden Diuretika (Arzneimittel zur Steigerung 

der  Wasserausscheidung),  Hitzekrämpfe,  periodischer  familärer  Paralyse  (Lähmungserscheinungen), 

Hypotonie (niederer Blutdruck).

Bei Einnahme von Trommcardin ®  Filmtabletten mit anderen Arzneimitteln

Bei gleichzeitiger Einnahme von Trommcardin ®   Filmtabletten mit folgenden Arzneimitteln sind 

zusätzliche und/oder sich ergänzende Wirkungen auf den Blutkaliumspiegel zu berücksichtigen: 

kaliumsparende Diuretika (Arzneimittel zur Steigerung der Wasserausscheidung), ACE-Hemmer 

(bestimmte Arzneimittel zur Behandlung des Bluthochdrucks), nicht-steroidale Antirheumatika 

(bestimmte Medikamente zur Behandlung von rheumatischen Erkrankungen), Heparin (Wirkstoff mit 

Einfluss auf die Blutgerinnung), kaliumhaltige Arzneimittel sowie bei Verwendung von 

Kochsalzersatz. 

Bei gleichzeitiger Gabe von Gluco-und Mineralokortikoiden (Hormone der Nebennierenrinde) und 

ACTH (bestimmtes Hormon mit Einfluss auf die Nebennierenrindentätigkeit) kann der Kaliumbedarf 

erhöht sein. Die Wirkung von Herzglykosiden (Medikamente zur Behandlung von 

Herzrhythmusstörungen und Herzschwäche) kann vermindert sein. Magnesiumhaltige Arzneimittel 

sollten zeitlich drei bis vier Stunden versetzt zu Tetracyclin-, Eisen- oder NaF-Präparaten 

eingenommen werden, um eine gegenseitige Beeinflussung der Aufnahme zu verhindern. 

Schwangerschaft und Stillzeit

Aufgrund des Fehlens von ausreichenden wissenschaftlichen Daten wird eine Verwendung von 

Trommcardin ®  Filmtabletten während der Schwangerschaft und Stillperiode nicht empfohlen.

Fragen Sie vor der Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Trommcardin ®  Filmtabletten haben keinen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von 

Maschinen.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Trommcardin Filmtabletten 

Bitte nehmen Sie Trommcardin ®  Filmtabletten erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen 

bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden.

3. WIE SIND TROMMCARDIN ®  FILMTABLETTEN EINZUNEHMEN?

Trommcardin ®   Filmtabletten  werden  oral  angewendet.  Bei  größeren  Elektrolytmangelzustände – 

insbesondere  bei  besonderen  Belastungsphasen  wie  Operationen,  Schocks  oder  sonstigen 

Streßsituationen – empfiehlt sich die Einleitung der Therapie mit Trommcardin ®  Infusionslösung. 

Auch  der  Ausgleich  des  erheblichen  intrazellulären  Defizits  an  Kalium  und  Magnesium  bei 

diabetischen Stoffwechselentgleisungen ist duch die Gabe von Trommcardin ®  Infusionslösung leicht 

und schonend möglich. 

. Erwachsene ab 18 Jahren

Falls  diese  Therapie  nicht  mit  Injektionen  begonnen  wurde,  ist  die  Dosierung  nach  Vorschrift  des 

Arztes folgender Übersicht zu entnehmen:

Trommcardin ®  Filmtabletten 3

Trommcardin ®  Filmtabletten

Anfangsdosis täglich 3 x 2 Filmtabletten

Erhaltungsdosis täglich 3 x 1 Filmtablette

Trommcardin ®  Filmtabletten  können  vor,  während  oder  nach  den  Mahlzeiten  mit  etwas  Flüssigkeit 

eingenommen werden. Die Dauer richtet sich nach dem Krankheitsbild.

Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren

Trommcardin ®   Filmtabletten  werden  aufgrund  des  Fehlens  von  ausreichenden  Daten  nicht  für  die 

Anwendung bei Kinder und Jugendlichen empfohlen.

Wenn Sie eine größere Menge von Trommcardin ®  Filmtabletten eingenommen haben als Sie 

sollten,

Bei normaler Nierenfunktion wird die Trommcardin ® -Therapie gut vertragen. Bei hoher Dosierung 

und Vorliegen einer Niereninsuffizienz bzw. bei gleichzeitiger Verabreichung kaliumsparender 

Diuretika (Arzneimittel zur Steigerung der Wasserausscheidung) kann es zu Hyperkaliämie (erhöhte 

Kaliumwerte im Blut) oder Hypermagnesiämie (erhöhte Magnesiumwerte im Blut) kommen. 

Bei Hyperkaliämie (erhöhte Kaliumwerte im Blut) stehen Veränderungen des Herzkreislaufsystems 

im Vordergrund. Es kommt zu Bradykardie (verlangsamter Herzschlag), Herzrhythmusstörungen, 

Blutdruckabfall mit feucht kalten Extremitäten und peripherem Kreislaufkollaps sowie unter 

Umständen Bewusstlosigkeit Bei sehr hohen Blutkonsentrationen können schließlich 

Kammerflimmern und ein Herzstillstand zu Tod führen. 

Auch  bei  extrem  hohen  Magnesiumkonzentrationen  kommt  es  zum  Herzstillstand.  Hohe 

Magnesiumdosen bewirken eine Blutdrucksenkung. Das klinische Bild einer Magnesiumvergiftung ist 

durch  Übelkeit,  Erbrechen,  Lethargie,  Blasenatonie  (unvollständige  Blasenentlehrung)  und 

Obstipation (Verstopfung) gekennzeichnet.

Hinweis für den Arzt: am Ende dieser Gebrauchsinformation finden Sie Informationen zur Therapie 

einer Überdosierung.

Wenn Sie die Einnahme von Trommcardin ®  Filmtabletten vergessen haben,

setzen  Sie  die  Einnahme  wie  gewohnt  fort.  Nehmen  Sie  nicht  die  doppelte  Dosis  ein  wenn  Sie  die 

vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Trommcardin ®  Filmtabletten abbrechen,

sprechen  Sie  mit  Ihrem  Arzt  wenn  Sie  die  Einnahme  von  Trommcardin ®  Filmtabletten  beenden 

wollen.

Wenn  Sie  weitere  Fragen  zur  Anwendung  des  Arzneimittels  haben,  fragen  Sie  Ihren  Arzt  oder 

Apotheker

4. WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?

Bei Einnahme höherer Dosen kann häufiger Stuhlentleerung auftreten. 

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch 

für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Trommcardin ®  Filmtabletten 4

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website:  http://www.basg.gv.at/

Indem  Sie  Nebenwirkungen  melden,  können  Sie  dazu  beitragen,  dass  mehr  Informationen  über  die 

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5. WIE SIND TROMMCARDIN ®  FILMTABLETTEN AUFZUBEWAHREN

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren. 

Nicht über 25°C lagern. In der Originalverpackung aufbewahren um den Inhalt vor Licht und 

Feuchtigkeit zu schützen.

Sie  dürfen  das  Arzneimittel  nach  dem  auf  dem  Umkarton  bzw.  dem  Tablettenblister  angegebenen 

Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats. 

Nichtverwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu 

entsorgen. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr 

benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.

6. WEITERE INFORMATIONEN

Was Trommcardin ®  Filmtabletten enthalten 

Die Wirkstoffe sind Kaliumhydrogenaspartat und Magnesiumhydrogenaspartat

Eine Filmtablette enthält 360,42 mg Kaliumhydrogenaspartat und 360,57 mg 

Magnesiumhydrogenaspartat

Die sonstigen Bestandteile sind: 

Tablettenkern: Povidon,  Hypromellose, Magnesiumstearat, Sorbitol

Tablettenüberzug:  Eudragit L, Talkum, Macrogol 6000, Natriumhydroxid, Siliconemulsion Wacker 

E2, Titandioxyd (E 171)

Wie Trommcardin ®  Filmtabletten aussehen und Inhalt der Packung

Weisse, runde Filmtabletten in  Blisterpackungen Packungsgröße: 50 Stück

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Zulassungsinhaber:

JACOBY GM PHARMA GMBH, Teichweg 2, 5400 Hallein

Tel.: 06245-8951-0

Fax 06245-8951-68

e-mail: zulassung@jacoby-gm.at

Hersteller:

Trommsdorff GmbH & Co. KG Arzneimittel, 

D-52477 Alsdorf

Z.Nr.: 15.016

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt genehmigt im April 2014.

Die folgenden Informationen sind nur für Ärzte bzw. medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Trommcardin ®  Filmtabletten 5

Therapie von Intoxikationen

Bei einer Hyperkaliämie führt die Verabreichung von 10 ml - 20 ml einer 10%igen Calciumgluconat-

lösung im allgemeinen schnell zu einem günstigen Effekt.

Eine Überführung des extrazellulären Kaliums in die Zellen lässt sich durch Infusion von Glucose mit 

Insulin erreichen (etwa alle 4 – 6 Stunden 200 ml - 300 ml einer 25 %- - 50 %-igen Glucoselösung 

zusammen mit je einer E Altinsulin pro 3 g Glucose intravenös).

Bei  Niereninsuffizienz  lässt  sich  eine  extrarenale  Elimination  durch  Hämo-  bzw.  Peritonealdialyse 

oder  auch  durch  die  Förderung  der  Kaliumausscheidung  über  den  Darm  mit  Hilfe  von 

Kationenaustauschern (z.B. Resonium A) erzielen. 

Eine Magnesiumzufuhr kann durch intravenöse Calciumzufuhr behandelt werden. Zusätzlich kommen 

bei peripheren Muskelparesen, insbesondere bei Lähmung der Atemmuskulatur, Physiostigmingaben 

in Betracht. Darüber hinaus können Hämodialyse, Peritonealdialyse und Beatmung erforderlich 

werden.

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