Trittico retard

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Trittico retard tabletten
  • Darreichungsform:
  • tabletten
  • Zusammensetzung:
  • trazodoni hydrochloridum 150 mg, excipiens pro compresso.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Trittico retard tabletten
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetik menschlichen
  • Therapiebereich:
  • Antidepressivum

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 57786
  • Berechtigungsdatum:
  • 22-01-2010
  • Letzte Änderung:
  • 06-02-2018

Packungsbeilage

Patienteninformation

Trittico® retard

Vifor SA

Was ist Trittico retard und wann wird es angewendet?

Trittico retard ist ein Arzneimittel mit beruhigender, angstlösender und stimmungsaufhellender

Wirkung.

Trittico retard Tabletten werden, nur auf Verschreibung und unter Kontrolle eines Arztes bzw. einer

Ärztin, zur Behandlung von Verstimmungszuständen (Depressionen) angewendet.

Was sollte dazu beachtet werden?

Es ist wichtig, dass Sie und Ihre Angehörigen oder die Pflegenden Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin jede

Stimmungsänderung während der Behandlung mit Trittico retard melden.

Hinweis für Diabetiker: Trittico retard enthält 84 mg verwertbare Kohlenhydrate (Saccharose) pro

Tablette.

Wann darf Trittico retard nicht angewendet werden?

Bei akutem Herzinfarkt, Vergiftungen mit Alkohol oder Schlafmitteln, bekannter

Überempfindlichkeit gegenüber Trazodon (Wirksubstanz von Trittico retard) oder anderen

Bestandteilen des Arzneimittels.

Trittico retard darf nicht bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren angewendet werden.

Da es Saccharose enthält (84 mg/Tablette) ist dieses Arzneimittel nicht geeignet bei angeborener

Galaktosämie, Glucose- und Galaktose-Malabsorptionssyndrom oder Sucrase-Isomaltasemangel

(eine seltene Krankheit des Metabolismus).

Wann ist bei der Einnahme von Trittico retard Vorsicht geboten?

Während der Behandlung mit Trittico retard können die Symptome der Depression, und

insbesondere das Suizidverhalten, sich verschlechtern. In solchem Fall müssen Sie unmittelbar Ihren

behandelnden Arzt bzw. Ihre behandelnde Ärztin kontaktieren.

Die Beendigung der Behandlung darf nicht abrupt sein; der Entscheid darf in allen Fällen nur nach

Rücksprache mit dem behandelnden Arzt bzw. mit der behandelnden Ärztin vorgenommen werden;

sonst können Entzugserscheinungen auftreten.

Bei Kindern und Jugendlichen, die an einer Depression oder an anderen psychiatrischen

Beschwerden leiden, wurden während der Behandlungen Antidepressiva häufiger

Verhaltensänderungen festgestellt darunter ein erhöhtes Risiko an Suizidgedanken,

Selbstverletzungen und Suizid beobachtet.

Es muss beachtet werden, dass Patienten unter 25 Jahren ein hohes Risiko an Nebenwirkungen wie

Suizidgedanken oder -verhalten aufweisen, wenn sie Antidepressiva einnehmen.

Wird Trittico retard gleichzeitig mit bestimmten Arzneimitteln eingenommen sind Interaktionen

möglich; in solchen Fällen könnte Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin Ihre Trittico retard-Dosierung oder die

Dosierung des oder der anderen Arzneimittel(s) anpassen müssen.

Die sedierende Wirkung von Antipsychotika, Schlafmitteln, Beruhigungsmitteln, angstlösenden

Mitteln und Antihistaminika kann verstärkt werden.

Der Stoffwechsel von Trazodon wird durch orale Empfängnisverhütungsmittel (Pille), die

Antiepileptika Phenytoin und Carbamazepin sowie Barbiturate beschleunigt, während er durch

Cimetidin (Mittel gegen Magen-Darm-Geschwüre) und bestimmte andere Antipsychotika gehemmt

wird.

Bitte informieren Sie Ihren Arzt, bzw. Ihre Ärztin, falls Sie eines der folgenden Arzneimittel

einnehmen:

·Hemmer des Leberenzyms CYP3A4, wie Erythromicin, die Antipilzmittel Ketoconazol und

Itraconazol, die antiretroviralen Arzneimittel Ritanovir und Indinavir sowie Nefazodon; diese

Arzneimittel verstärken die Nebenwirkungen von Trittico retard; eine gleichzeitige Anwendung ist

möglichst zu vermeiden.

·Carbamazepin (ein antiepileptisches Mittel): Dieses verringert bei gleichzeitiger Anwendung die

Trazodon-Konzentration im Blut.

·Trizyklische Antidepressiva (wie z.B. Nortriptylin, Clomipramin oder Imipramin): Eine

gleichzeitige Anwendung ist zu vermeiden, da das Risiko eines Serontonin-Syndroms und von Herz-

Kreislauf-Nebenwirkungen besteht. Das Serotonin-Syndrom kann sich durch eine Kombination von

einigen der folgenden Symptome äussern: verstärkte Reflexe, Zittern, Bewusstlosigkeit,

Krampfbereitschaft, Halluzinationen, Reizbarkeit, starke Blutdruckschwankungen, Anstieg der

Körpertemperatur, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. Informieren Sie sofort Ihren Arzt bzw. Ihre

Ärztin, wenn Sie derartige Symptome bemerken.

·Neuroleptika (z.B. Chlorpromazin, Fluphenazin, Levomepromazin, Perphenazin): Eine gleichzeitige

Anwendung ist zu vermeiden, da das Risiko eines Serontonin-Syndroms, eines malignen

neuroleptischen Syndroms oder eines starken Blutdruckabfalls besteht. Ein malignes neuroleptisches

Syndrom äussert sich hauptsächlich durch Fieber, unregelmässigen Puls, Bewusstseinsstörungen und

Muskelsteifigkeit. Informieren Sie sofort Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie derartige Symptome

bemerken.

·Fluoxetin oder Monoaminoxidase-Hemmer (z.B. das Antidepressivum Moclobemid, das

Antibiotikum Linozelid oder das Anti-Parkinson-Mittel Selegilin), Warfarin (ein

gerinnungshemmendes Mittel), Digoxin (ein Mittel zur Behandlung bestimmter Herzerkrankungen)

oder Phenytoin (ein Antiepileptikum).

Bei gleichzeitiger Gabe kann Trittico retard die Wirkung anderer zentral wirksamer Substanzen (z.B.

Barbituraten) und/oder von Anästhetika verstärken.

Trittico retard kann den Stoffwechsel von Levodopa (einem Anti-Parkinson-Mittel) beschleunigen.

Es kann den Grossteil der akuten Wirkungen von Clonidin (einem blutdrucksenkenden Mittel)

hemmen.

Trittico retard setzt die Alkoholtoleranz herab und verstärkt seine sedierende Wirkung.

Bevor Sie Trittico retard einnehmen, sollten Sie auch mit Ihrem Arzt bzw. mit Ihrer Ärztin sprechen,

falls sie an einer der folgenden Krankheiten leiden:

·Epilepsie: plötzliche Dosierungsschwankungen sind unbedingt zu vermeiden.

·Herzerkrankungen (wie Angina pectoris, Leitungsstörungen, AV-Block verschiedenen Grades oder

frischer Herzinfarkt) oder Leber- oder Niereninsuffizienz; Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin kann die Trittico

retard-Dosierung anpassen; er/sie wird Ihre Behandlung sorgfältig überwachen.

·Schilddrüsenüberfunktion.

·Harnblasenentleerungsstörungen (z.B. Prostatahypertrophie);

·Engwinkelglaukom oder zu hoher Augeninnendruck.

Bei Gelbsucht ist die Behandlung mit Trittico retard zu unterbrechen.

Ältere Patienten reagieren oft empfindlicher auf Antidepressiva; so kommt es bei ihnen häufiger zu

orthostatischer Hypertonie und anderen anticholinergen Wirkungen.

Es wird empfohlen, am Ende der Behandlung mit Trittico retard, vor allem wenn diese über lange

Zeit durchgeführt wurde, die Dosis allmählich zu verringern, um Entzugserscheinungen

(gekennzeichnet durch Übelkeit, Kopfschmerzen und Unbehagen) zu minimieren.

Es gibt keine Hinweise darauf, dass Trazodonhydrochlorid Eigenschaften besitzt, die zu einer

Abhängigkeit führen.

Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit, Werkzeuge

oder Maschinen zu bedienen, beeinträchtigen! Vergewissern Sie sich, dass Sie nicht an Schläfrigkeit,

Benommenheit, Schwindel, Verwirrungszuständen oder Sehstörungen leiden, bevor Sie sich an das

Steuer eines Fahrzeugs setzen oder eine Maschine bedienen. Die häufige Schläfrigkeit wird bei

gleichzeitigem Konsum von Alkohol verstärkt.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen

Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder

äusserlich anwenden!

Darf Trittico retard während der Schwangerschaft oder Stillzeit eingenommen werden?

Während der Schwangerschaft sollte Trittico retard nur eingenommen werden, falls Ihr Arzt, bzw.

Ihre Ärztin entschieden hat, die Behandlung sei unbedingt nötig.

Während der Stillzeit sollte Trittico retard nicht eingenommen werden. Wird eine Behandlung nötig,

dann muss abgestillt werden.

Wie verwenden Sie Trittico retard?

Trittico retard Tabletten sind nach den Mahlzeiten, abends beim Schlafengehen, mit etwas

Flüssigkeit einzunehmen.

Die Tagesgesamtdosis kann auf zwei Dosen aufgeteilt erfolgen. Eine Dosisaufteilung empfiehlt sich

bei älteren und empfindlichen Menschen und wenn die Dosis 200 mg pro Tag beträgt.

Beim Absetzen der Behandlung ist die Tagesdosis langsam zu vermindern. Die 2 Teilbarkeitsrillen

auf der Tablette ermöglichen eine Anpassung der Dosierung (mit 50 oder 100 mg-Schritten) und

damit eine schrittweise Erhöhung oder Verminderung der Dosierung.

Dosierung und Dauer der Behandlung bestimmt der Arzt bzw. die Ärztin.

Falls Sie vorab mit Trittico Filmtabletten behandelt wurden wird Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin die

Umstellung mit Ihnen besprechen.

Für Trittico retard gilt die folgende übliche Dosierung:

Anfangsdosis: ⅓ bis ⅔ Tablette (= 50 bis 100 mg Trazodon) pro Tag.

Die Dosierung kann auf 2 Tabletten (= 300 mg Trazodon) pro Tag erhöht werden.

Bei Patienten im Spital kann die Dosis auf 4 Tabletten (= 600 mg Trazodon) pro Tag erhöht werden.

Ältere oder geschwächte Patienten

Anfangsdosis: ⅓ Tabletten (= 50 mg Trazodon) pro Tag.

Die Anwendung und Sicherheit von Trittico retard bei Kindern und Jugendlichen wurde nicht

geprüft.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel

wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer

Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Trittico retard haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Trittico retard auftreten:

Bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen bis 25 Jahre, die mit Arzneimitteln gegen

Depressionen behandelt werden und an Depressionen leiden, oder für welche andere psychiatrische

Diagnosen gestellt wurden, wurden häufiger Verhaltensstörungen festgestellt, insbesondere ein

erhöhtes Risiko von suizidalen Gedanken, Selbstverletzungen und Suizid.

Vor allem zu Beginn der Behandlung kommt es oft zu einer gewissen Schläfrigkeit. Diese Wirkung

ist in vielen Fällen therapeutisch erwünscht. Im Allgemeinen verschwindet diese mit der Fortsetzung

der Behandlung.

Bei Patienten unter Trittico retard-Behandlung wurden zudem folgende Symptome beobachtet

(wobei einige davon häufig auch bei einer nicht behandelten Depression auftreten):

Sehr häufig: Mundtrockenheit.

Häufig: Rücken- und Gliederschmerzen, Muskel- und Gelenkschmerzen.

Gelegentlich:

·Allergische Reaktionen, Hautausschläge, Juckreiz.

·Rückgang des Natriumgehalts im Blut (aufgrund einer übermässigen Sekretion des antidiuretischen

Hormons Vasopressin), Gewichtsverlust, Appetitlosigkeit oder vermehrter Appetit.

·Suizidgedanken oder -verhalten, Verwirrungszustände, Schlaflosigkeit, Desorientierung, Manie,

Ängstlichkeit, Nervosität, Unruhe (in seltenen Fällen bis zu einem Delirium führend), Illusionen,

Aggressivität, Halluzinationen, Alpträume, Libidoverminderung, Entzugserscheinungen.

·Krämpfe, Schwindel, Kopfschmerzen, Benommenheit (Schläfrigkeit), Unruhe, verminderte

Wachheit, Zittern, Sehstörungen, Gedächtnisstörungen, Myoklonie (rasche unwillkürliche

Zuckungen unterschiedlicher Stärke von einem oder mehreren Muskeln), Sprachstörungen,

Bewegungsstörungen, Geschmacksstörungen.

·Blutdruckabfall, Bluthochdruck, kurz andauernde Bewusstlosigkeit.

·Verstopfte Nase, Dyspnoe (Atemnot).

·Magen-Darm-Beschwerden (Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Verdauungsstörungen,

Magenschmerzen, Magen-Darm-Entzündung.)

·Übermässiges Schwitzen.

·Blasenentleerungsstörungen.

·Schwäche, Ödeme, grippale Symptome, Müdigkeit, Schmerzen im Brustraum, Fieber.

Selten:

·Magen-Darm-Beschwerden: Verstopfung, vermehrter Speichelfluss, Darmverschluss.

·Leberbeschwerden wie Gelbsucht und Erhöhung der Leberenzymwerte.

·Blutbildanomalien (z.B.: verminderte Anzahl von Blutplättchen (Thrombozytopenie), weissen

Blutkörperchen (Leukopenie) und roten Blutkörperchen (Anämie), Agranulocytose, Eosinophilie).

·Herzrhythmusstörungen, zu langsam (Bradykardie) oder zu schnell (Tachykardie), Anomalien im

Elektrokardiogramm.

·Empfindungsstörungen, z.B. Kribbeln, Taubheitsgefühl oder brennende Schmerzen (Parästhesien).

Mit Trazodon kann sehr selten ein Priapismus (Dauererektion des männlichen Gliedes) auftreten:

Patienten, bei denen eine solche Reaktion auftritt, müssen umgehend die Behandlung unterbrechen

und einen Arzt bzw. eine Ärztin kontaktieren.

Kontaktieren Sie umgehend Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin oder suchen Sie das nächstgelegene Spital

auf, falls Sie unbeabsichtigt eine zu hohe Trittico retard-Dosis einnehmen. Nehmen Sie diese

Packungsbeilage mit.

Bei gleichzeitiger Einnahme von Präparaten, die Johanniskraut (Hypericum perforatum) enthalten,

können die Nebenwirkungen öfter auftreten.

Falls sich eine dieser Nebenwirkungen verschlimmert, sollten Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin

informieren.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Das Arzneimittel ist bei Raumtemperatur (15-25 °C), ausserhalb der Reichweite von Kindern

aufzubewahren. Es darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Trittico retard enthalten?

1 Tablette Trittico retard enthält als Wirkstoff 150 mg Trazodonhydrochlorid (was 136,6 mg

Trazodon entspricht); sie enthält zudem Saccharose und weitere Hilfsstoffe.

Sie ist doppelt teilbar in 3 Teile zu 50 mg Trazodonhydrochlorid.

Zulassungsnummer

57786 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Trittico retard? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Packungen zu 20 und 60 Tabletten (mit doppelter Bruchrille).

Zulassungsinhaberin

Vifor SA, Villars-sur-Glâne.

Herstellerin

A.C.R.A.F. S.p.A., Ancona (Italien).

Diese Packungsbeilage wurde im Juni 2013 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic)

geprüft.

Es gibt keine Sicherheitswarnungen betreffend dieses Produktes.

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