Triprim

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Triprim 100 mg - Tabletten
  • Einheiten im Paket:
  • 20 Stück, Laufzeit: 60 Monate
  • Verschreibungstyp:
  • Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Triprim 100 mg - Tabletten
    Österreich
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiebereich:
  • Trimethoprim
  • Produktbesonderheiten:
  • Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AGES
  • Zulassungsnummer:
  • 1-20194
  • Berechtigungsdatum:
  • 06-10-1993
  • Letzte Änderung:
  • 10-08-2017

Packungsbeilage

Gebrauchsinformation: Information für Anwender

Triprim 100 mg - Tabletten

Wirkstoff: Trimethoprim

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter.

Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie

Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies

gilt auch für Nebenwirkungen die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe

Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

1. Was ist Triprim 100 mg und wofür wird es angewendet?

2. Was sollten Sie vor der Einnahme von Triprim 100 mg beachten?

3. Wie ist Triprim 100 mg einzunehmen?

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

5. Wie ist Triprim 100 mg aufzubewahren?

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Triprim 100 mg und wofür wird es angewendet?

Triprim

enthält

Wirkstoff

Trimethoprim,

Vermehrung

Bakterien

hemmend wirkt.

Der Wirkungsbereich umfasst die häufigsten Erreger von Infektionen der Atemwege, des Verdauungs-

und Harntraktes.

Triprim

wird

einer

Reihe

Infektionen,

hervorgerufen

durch

Trimethoprim-

empfindliche Erreger, angewendet.

Dazu gehören:

Akute, chronische bzw. wiederholt auftretende Infektionen des Harntraktes

Akute und chronische Infektionen der Atemwege

Infektionen des Verdauungstraktes

- Salmonelleninfektionen (Typhus, Paratyphus)

- Reisedurchfall (Coli, Salmonellen, Shigellen)

2.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Triprim 100 mg beachten?

Triprim 100 mg darf nicht eingenommen werden

wenn Sie allergisch gegen Trimethoprim oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen

Bestandteile dieses Arzneimittels sind,

bei Schäden des blutbildenden Systems, z. B. Blutplättchenmangel, Mangel an bestimmten

weißen Blutzellen, bestimmte Formen der Blutarmut (Methämoglobinämie, megaloblastische

Anämie),

wenn Ihre Leberfunktion stark eingeschränkt ist,

wenn Ihre Nierenfunktion stark eingeschränkt ist,

wenn Sie an Gelbsucht leiden,

Kindern

einem

sogenannten

fragilen

X-Chromosom

verzögerter

geistiger

Entwicklung.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Triprim 100 mg einnehmen.

Bei leichten Leber- und Nierenfunktionsstörungen, Blutbildstörungen, Patienten mit Neigung zu

Folsäuremangel und bei einer Langzeitbehandlung (länger als 14 Tage) mit Triprim 100 mg sollten

regelmäßige Kontrollen der Leber- und Nierenfunktionswerte sowie monatliche Blutbildkontrollen

durchgeführt werden. Halten Sie sich daher bitte an die Anordnungen Ihres Arztes.

Beim Auftreten von Halsentzündungen, Fieber oder grippeartigen Symptomen unter der Behandlung

mit Triprim 100 mg müssen sofortige Blutbildkontrollen durchgeführt werden, da sich dahinter eine

nichtinfektionsbedingte Gehirnhautentzündung (aseptische Meningitis) verbergen könnte. In diesem

Fall informieren Sie bitte sofort einen Arzt.

Schwere und anhaltende Durchfälle während oder nach der Behandlung mit Triprim 100 mg können

durch eine pseudomembranöse Kolitis (schwerwiegende Darmerkrankung) bedingt sein, und die

Behandlung mit Triprim 100 mg darf nicht fortgesetzt werden. Falls Sie unter solchen Beschwerden

leiden, suchen Sie bitte unverzüglich einen Arzt auf. Arzneimittel mit hemmender Wirkung auf die

Magen-Darmtätigkeit dürfen nicht angewendet werden.

Triprim 100 mg sollte nicht in den Behandlungspausen bei Chemotherapie angewendet werden.

Bei gleichzeitiger Malaria- oder Tumorbehandlung sind besondere Kontrollmaßnahmen durch Ihren

Arzt erforderlich.

Bei länger dauernder Behandlung/vorbeugender Behandlung kann es zu einer Überwucherung nicht

empfindlicher Keime bzw. Pilze kommen.

gleichzeitige

Verabreichung

Triprim

bestimmten

Arzneimitteln,

Kaliumergänzungsmitteln und kaliumreichen Lebensmitteln kann zu einer schweren Hyperkaliämie

(erhöhter

Kaliumspiegel

Blut)

führen.

Symptome

einer

schweren

Hyperkaliämie

können

Muskelkrämpfe, Herzrhythmusstörungen, Diarrhö, Übelkeit, Schwindel oder Kopfschmerzen sein.

Bei älteren Patienten, sowie Patienten mit vermutetem Folsäuremangel kann vom Arzt die zusätzliche

Gabe von Folsäure verordnet werden.

Wenn Sie an Phenylketonurie (seltene angeborene Stoffwechselstörung) leiden, können Sie Triprim

100 mg einnehmen, vorausgesetzt Sie ernähren sich streng phenylalaninarm.

Wenn Sie blutgerinnungshemmende Arzneimittel einnehmen, informieren Sie bitte Ihren Arzt, da

regelmäßige Kontrollen der Blutgerinnungswerte erforderlich sind (siehe Abschnitt „Einnahme von

Triprim 100 mg zusammen mit anderen Arzneimitteln“).

Während der Behandlung mit Triprim 100 mg sollten Sie sich nicht unnötig dem Sonnenlicht und der

Bestrahlung mit UV-Licht (Solarium) aussetzen, da es zu Lichtüberempfindlichkeitsreaktionen (z.B.

Sonnenbrand-ähnliche Hautreaktionen) kommen kann.

Die Sicherheit der empfängnisverhütenden Wirkung von oralen Kontrazeptiva (die „Pille“) ist bei

gleichzeitiger Anwendung von Triprim 100 mg in Frage gestellt. Daher sollten während der Behandlung

mit Triprim 100 mg andere empfängnisverhütende Maßnahmen (z.B. Kondom) zusätzlich angewendet

werden.

Beim

Auftreten

schweren

Überempfindlichkeitsreaktionen

(z. B.

Gesichts-,

Zungen-

Kehlkopfschwellungen mit Einengung der Atemwege) muss die Therapie sofort abgebrochen werden.

In diesem Fall ist unter Umständen sofortige ärztliche Hilfe erforderlich.

Triprim 100 mg kann bestimmte Laborergebnisse beeinflussen (siehe Abschnitt „Einnahme von

Triprim 100 mg zusammen mit anderen Arzneimitteln“). Vor Laboruntersuchungen informieren Sie

bitte den Arzt über die Einnahme von Triprim 100 mg.

Einnahme von Triprim 100 mg zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden,

kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel

einzunehmen/anzuwenden.

Wird Triprim 100 mg gleichzeitig mit anderen Arzneimitteln eingenommen, so können sich diese in

ihrer Wirkung gegenseitig beeinflussen.

Die Wirkung von Arzneimitteln zur Behandlung von Epilepsie (Phenytoin, Primidon, Barbiturate)

oder Tumoren (Methotrexat) wird durch Trimethoprim verstärkt.

Bei gleichzeitiger Einnahme mit Pyrimethamin (Arzneimittel zur Vorbeugung von Malaria) kann es

zu einer Störung der Blutbildung kommen.

Eine

Chemotherapie

verstärkt

hemmende

Wirkung

Trimethoprim

Knochenmarkfunktion.

Wirkung

blutgerinnungshemmenden

Arzneimitteln

(Antikoagulanzien)

wird

durch

Trimethoprim verstärkt.

Durch Rifampicin (Arzneimittel zur Behandlung von Tuberkulose) wird die Wirkungsdauer von

Trimethoprim verkürzt.

Eine vorübergehende Schädigung der Nierenfunktion ist bei gleichzeitiger Gabe von Trimethoprim

und Ciclosporin (Arzneimittel mit hemmender Wirkung auf die körpereigene Abwehr) möglich.

Die gleichzeitige Einnahme von Trimethoprim und ACE-Hemmern (Herz- und Blutdruckmittel) oder

kaliumsparenden Diuretika (harntreibende Arzneimittel) kann, insbesondere bei älteren Patienten, bei

HIV-Infizierten

oder

Patienten

eingeschränkter

Nierenfunktion

einer

Erhöhung

Kaliumwertes

Blut

führen.

entsprechenden

Fällen

sollte

eine

regelmäßige

Kontrolle

Kaliumwertes erfolgen.

gleichzeitige

Einnahme

Spironolacton

(Entwässerungsmittel)

kann

einer

schweren

Hyperkaliämie (erhöhte Kaliumspiegel im Blut) führen.

Die gleichzeitige Einnahme von Trimethoprim und Rosiglitazon und Repaglinid (beides Arzneimittel

zur Behandlung der Zuckerkrankheit) kann die blutzuckersenkende Wirkung dieser Arzneistoffe

verstärken.

gleichzeitige

Einnahme

Trimethoprim

Dapson

(Arzneimittel

Behandlung

Tuberkulose) kann zu einem Anstieg der Blutspiegel beider Wirkstoffe führen.

Die gleichzeitige Einnahme von Trimethoprim und Lamivudin und Zidovudin (beides Arzneimittel

gegen das AIDS-Virus), Digoxin (Arzneimittel zur Behandlung von Herzschwäche) oder Procainamid

(Arzneimittel gegen Herzrhythmusstörungen) kann den Blutspiegel dieser Arzneistoffe erhöhen.

Die empfängnisverhütenden Wirkung von oralen Kontrazeptiva (die „Pille“) kann bei gleichzeitiger

Einnahme

Triprim

vermindert

werden

(siehe

auch

„Warnhinweise

Vorsichtsmaßnahmen).

Beeinflussung von Laborergebnissen:

Triprim 100 mg kann bestimmte Laboruntersuchungen (bestimmte Labortests für die Bestimmung von

Methotrexat im Blut, Bestimmung von Kreatinin im Blut, Kreatinin-Clearance, die Leberwerte GOT

und GPT, Harnstoff im Blut) beeinflussen.

Einnahme von Triprim 100 mg zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Triprim 100 mg kann mit reichlich Flüssigkeit auf nüchternen Magen eingenommen werden; wenn es

zu Reizungen des Magen-Darm-Traktes kommt, ist die Einnahme zu den Mahlzeiten möglich.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen,

schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker

um Rat.

Trimethoprim

Plazentaschranke

passieren,

Muttermilch

übertreten

Folsäurestoffwechsel des ungeborenen Kindes bzw. Säuglings beeinträchtigen kann, soll Triprim 100

mg während der Schwangerschaft und Stillzeit nicht angewendet werden.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Triprim 100 mg-Tabletten haben keinen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum

Bedienen von Maschinen.

3.

Wie ist Triprim 100 mg einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei

Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, beträgt die empfohlene Dosis bei

Unkomplizierten Harnwegsinfektionen:

Erwachsene und Jugendliche über 12 Jahre erhalten 2 x täglich 1 ½ bzw. 1 x täglich 3 Tabletten

(150 - 300 mg).

Akuten Infektionen:

Erwachsene und Jugendliche über 12 Jahre erhalten 2 x 1 bis 2 x 2 Tabletten (200 bis 400 mg)

täglich.

Kinder von 6 bis 12 Jahren erhalten 2 x 1 Tablette (200 mg) täglich.

Die maximale Tagesdosis beim Erwachsenen soll 6 Tabletten (600 mg) nicht überschreiten.

Bei akuter unkomplizierter Harnwegsinfektion ist eine "single-dose-Therapie" möglich:

1 x 4-6 Tabletten (400 - 600 mg)

Langzeitbehandlung/Vorbeugung:

wird

immer

wiederkehrenden

Erkrankungsverläufen

durchgeführt.

Erwachsene und Jugendliche über 12 Jahre erhalten 1 x täglich 1 Tablette (100 mg) (abends).

Dosierung bei eingeschränkter Nierenfunktion:

Bei Patienten mit leicht eingeschränkter Nierenfunktion wird die Dosierung vom Arzt individuell in

Abhängigkeit von Laborwerten festgesetzt. Patienten mit schwerer Nierenfunktionseinschränkung

dürfen

Triprim 100 mg nicht einnehmen (siehe Abschnitt 2 unter „Triprim 100 mg darf nicht

eingenommen werden“).

Spezielle Dosierungsempfehlung:

Salmonelleninfektionen (Typhus): 2 x täglich 2 Tabletten (200 mg) über 14 Tage

Reisedurchfall: 2 x täglich 2 Tabletten (200 mg) über 5 Tage

Für höhere Dosierungen stehen zusätzlich Triprim 200 mg-Tabletten bzw. Triprim 300 mg-Tabletten

zur Verfügung.

Kinder unter 6 Jahren

Triprim 100 mg wird nicht empfohlen für die Anwendung bei Kindern unter 6 Jahren, da keine

ausreichenden Erfahrungen vorliegen.

Zum Einnehmen.

Nehmen Sie die Tabletten unzerkaut mit einem Glas Wasser ein.

Bei Auftreten von Magenbeschwerden sollen die Tabletten zu einer Mahlzeit eingenommen werden.

akuten

Infektionen

beträgt

Therapiedauer

meist

5-10

Tage.

Nach

Abklingen

Krankheitssymptome soll die Behandlung noch 2-3 Tage fortgesetzt werden.

Die Langzeitvorbeugung immer wiederkehrender Harnwegsinfektionen wird im Allgemeinen über 6

Wochen bis zu 6 Monaten durchgeführt.

Wenn Sie eine größere Menge von Triprim 100 mg eingenommen haben, als Sie sollten

Bei akuter Überdosierung (nach Einnahme von 1 g Trimethoprim oder mehr) können folgende

Symptome

auftreten:

Magen-Darmbeschwerden

(wie

Übelkeit,

Erbrechen,

Durchfall),

Gesichtsschwellung, Verwirrtheit, Kopfschmerzen, Depressionen und Anstieg der Transaminasen

(Leberwerte).

Wenn Sie durch ein Versehen zu viele Tabletten eingenommen haben oder ein Kind einige Tabletten

geschluckt hat, wenden Sie sich unverzüglich an einen Arzt/Notarzt. Dieser kann entsprechend der

Schwere der Überdosierung über die erforderlichen Maßnahmen entscheiden. Halten Sie eine Packung

des Arzneimittels bereit, damit sich der Arzt über den aufgenommenen Wirkstoff informieren kann.

Für den Arzt:

Zur Therapie bei Überdosierung finden Sie Hinweise am Ende dieser Packungsbeilage!

Wenn Sie die Einnahme von Triprim 100 mg vergessen haben

Eine versäumte Anwendung von Triprim 100 mg sollten Sie unverzüglich nachholen. Nehmen Sie

jedoch bei der nächsten Gabe nicht mehr als die übliche empfohlene Menge ein. Beachten Sie bitte,

dass

dieses

Arzneimittel

dann

sicher

ausreichend

wirken

kann,

wenn

regelmäßig

eingenommen wird.

Wenn Sie die Einnahme von Triprim 100 mg abbrechen

Setzen Sie bitte das Arzneimittel nicht plötzlich und ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt ab.

Bei Auftreten von Nebenwirkungen wird Ihr Arzt mit Ihnen besprechen, welche Gegenmaßnahmen es

hierfür gibt und ob andere Arzneimittel für die Behandlung in Frage kommen.

Um eine Verschlechterung beziehungsweise das Wiederauftreten der Krankheit zu vermeiden, ist die

Behandlungsdauer - entsprechend den Empfehlungen Ihres Arztes - auch wenn eine Besserung der

Krankheitssymptome oder Beschwerdefreiheit eintritt, einzuhalten.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt

oder Apotheker.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Die folgende Einteilung wurde für die Häufigkeitsbeschreibungen der Nebenwirkungen verwendet:

sehr häufig

kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen

häufig

kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen

gelegentlich

kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen

selten

kann bis zu 1 von 1 000 Behandelten betreffen

sehr selten

kann bis zu 1 von 10 000 Behandelten betreffen

nicht bekannt

Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

Folgende Nebenwirkungen können während der Behandlung mit Triprim 100 mg auftreten:

Infektionen und parasitäre Erkrankungen

Gelegentlich:

Infektionen

durch

Pilze

oder

nicht

empfindliche

Bakterien

langfristiger

oder

wiederholter Anwendung

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Gelegentlich:

hoher

Dosierung

über

längere

Zeit

sind

durch

Beeinflussung

Folsäurestoffwechsels Blutbildveränderungen möglich (Blutplättchenmangel, Mangel an bestimmten

weißen Blutzellen, bestimmte Formen der Blutarmut) (besondere Vorsicht bei älteren Patienten); diese

normalisieren sich wieder durch Gabe von Folinsäure (Calciumfolinat).

Nicht bekannt: verminderte Bildung der Blutzellen im Knochenmark.

Erkrankungen des Immunsystems

Häufig: fleck- und knötchenförmige und masernähnliche Hautausschläge mit Juckreiz.

Selten:

schwere

plötzlich

auftretende

Überempfindlichkeitsreaktionen

Form

Nesselsucht

(Urtikaria), Gesichts-, Zungen- und Kehlkopfschwellungen mit Einengung der Atemwege, Atemnot,

Herzjagen,

Blutdruckabfall

lebensbedrohlichen

Schock

(siehe

Abschnitt

unter

„Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“).

Erkrankungen des Nervensystems

Gelegentlich:

nichtinfektionsbedingte

Gehirnhautentzündung

oder

Symptome

ähnlich

einer

Gehirnhautentzündung.

Selten: Kopfschmerzen.

Augenerkrankungen

Sehr selten: Entzündung im vorderen Abschnitt des Augeninneren (Uveitis anterior).

Erkrankungen des Magen-Darmtrakts

Häufig:

Magenschmerzen,

Appetitlosigkeit,

Übelkeit,

Erbrechen,

Durchfall,

Entzündung

Zungenschleimhaut, Entzündung der Mundschleimhaut, Mundtrockenheit, Geschmacksstörungen).

Schwere, anhaltende Durchfälle während oder nach der Therapie können auf eine pseudomembranöse

Enterokolitis (schwerwiegende Darmerkrankung) hinweisen, die sofort behandelt werden muss (siehe

Abschnitt 2 unter „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“).

Sehr selten: Bauchspeicheldrüsenentzündung

Leber- und Gallenerkrankungen

Sehr selten: Leberentzündung mit Gallenstau.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Gelegentlich: Hautausschlag.

Selten:

bestimmte

entzündliche

Hauterkrankung

Rötung

Blasenbildung

(Erythema

multiforme).

Sehr

selten:

Lichtüberempfindlichkeitsreaktionen

Haut

(z.B.

Sonnenbrand-ähnliche

Hautreaktionen),

schwerwiegende Hauterkrankungen,

wie toxische epidermale Nekrolyse (Lyell-

Syndrom, sogenanntes Syndrom der verbrühten Haut), Stevens-Johnson-Syndrom und exfoliative

Dermatitis, Hautausschlag aufgrund einer Arzneimittelallergie.

Nicht bekannt: Juckreiz

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Sehr selten: Muskelschmerzen.

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse

In Tierversuchen sind keine Störungen der Fruchtbarkeit beschrieben worden, jedoch liegen Hinweise

auf Störungen der Spermienbildung bei Männern nach einer einmonatigen Dauerbehandlung mit

Trimethoprim vor.

Allgemeine Erkrankungen

Gelegentlich: Fieber.

Untersuchungen

Gelegentlich: Anstieg bestimmter Laborwerte (Transaminasen, Bilirubin, BUN und Kreatinin).

Sehr selten: Anstieg des Kaliumwertes im Blut.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch

für

Nebenwirkungen,

nicht

dieser

Packungsbeilage

angegeben

sind.

können

Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie ist Triprim 100 mg aufzubewahren?

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton nach „Verwendbar bis:“ angegebenen

Verfalldatum

nicht

mehr

verwenden.

Verfalldatum

bezieht

sich

letzten

angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie

das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der

Umwelt bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Triprim 100 mg enthält

Der Wirkstoff ist: Trimethoprim

1 Tablette enthält 100 mg Trimethoprim.

sonstigen

Bestandteile

sind:

Mikrokristalline

Cellulose,

Maisstärke,

Povidon,

Talkum,

Hochdisperses Siliciumdioxid, Magnesiumstearat, Gelatine.

Wie Triprim 100 mg aussieht und Inhalt der Packung

Triprim 100 mg sind weiße, runde, abgeflachte Tabletten mit einseitiger paralleler Bruchkerbe,

abgeschrägt an beiden Seiten.

Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

Triprim 100 mg ist in Packungen mit 20 Tabletten erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer

ratiopharm Arzneimittel Vertriebs-GmbH

Albert-Schweitzer-Gasse 3

A-1140 Wien

Tel.-Nr.: +43/1/97007-0

Fax-Nr.:+43/1/97007-66

e-mail: info@ratiopharm.at

Hersteller

Merckle GmbH

Ludwig-Merckle-Str. 3

D-89143 Blaubeuren

Z.Nr.: 1-20194

Diese Packungbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Oktober 2016.

Die folgenden Informationen sind für medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Therapiemaßnahmen bei Überdosierung:

Sofortige Magenentleerung durch induziertes Erbrechen oder Magenspülung, reichliche intravenöse

Flüssigkeitszufuhr

Harnsäuerung

(dadurch

beschleunigte

Elimination

Trimethoprim).

Trimethoprim

kann

durch

Hämodialyse

Plasma

entfernt

werden.

Zusätzlich

sollten

Blutbildkontrollen durchgeführt werden.

Bei chronischer Überdosierung und dadurch bedingter Knochenmarkdepression soll die Therapie

unterbrochen werden und der Patient bis zur Normalisierung des Blutbildes mit Folinsäure behandelt

werden.