Trialix

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Trialix comprimés
  • Darreichungsform:
  • comprimés
  • Zusammensetzung:
  • ramiprilum 5 mg, piretanidum 6 mg, excipiens pro compresso.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Trialix comprimés
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetika human
  • Therapiebereich:
  • Antihypertenseur

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 52941
  • Berechtigungsdatum:
  • 24-02-1995
  • Letzte Änderung:
  • 05-02-2018

Packungsbeilage

Patienteninformation

Trialix®

Sanofi-Aventis (Suisse) SA

Was ist Trialix und wann wird es angewendet?

Trialix ist ein Kombinationspräparat, das auf Verschreibung des Arztes bzw. der Ärztin zur

Behandlung des zu hohen Blutdrucks (Hypertonie) eingesetzt wird. Ramipril, der eine Wirkstoff

bzw. Ramiprilat, sein aktiver Metabolit, hemmt körpereigene Substanzen (das Angiotensin-

Konversionsenzym bzw. die Kininase II), die an der Entstehung des Bluthochdrucks beteiligt sind

(ACE-Hemmer). Ramipril ist ein langwirksamer ACE-Hemmer. Piretanid ist ein

wasserausschwemmendes Mittel (Diuretikum).

Was sollte dazu beachtet werden?

Zur Behandlung des zu hohen Blutdrucks kann Ihr Arzt bzw. Ihrer Ärztin weitere Massnahmen wie

Gewichtsabnahme, Kochsalzreduktion und sportliche Aktivitäten empfehlen.

Wann darf Trialix nicht angewendet werden?

Trialix darf nicht gegeben werden:

·bei Überempfindlichkeit gegen Ramipril, einen anderen ACE-Hemmer, Piretanid, Sulfonamide oder

Stärke;

·falls früher bei der Einnahme eines Blutdruckmittels Schwellungen im Gesicht, an Lippen, Zunge

oder Rachen (Schluck- oder Atembeschwerden) auftraten (Gefahr der Auslösung eines

lebensbedrohlichen sogenannten Angiödems). (Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, falls Sie

an einem genetisch bedingten C1-Inaktivator-Mangel leiden);

·bei starker Verengung der Nierenarterien (beidseitig oder bei Einzelniere) und bestimmter

Herzklappen sowie bei anderen Ein- und Ausflussbehinderungen der linken Herzkammer (Gefahr

eines lebensbedrohlichen Blutdruckabfalles und Nierenversagens);

·bei klinisch relevanten Elektrolytstörungen (z.B. bei Kalium- und Natriummangel im Blut), die sich

durch die Behandlung mit Trialix verschlechtern können, und bei Flüssigkeitsmangel (Gefahr eines

lebensbedrohlichen Blutdruckabfalles und Nierenversagens);

·bei schweren Störungen der Leberfunktion (Gefahr von Störungen des Flüssigkeits- und

Salzhaushaltes);

·bei Dialyse mit sogenannten High-Flux-Membranen und anderen bestimmten

Blutreinigungsverfahren (LDL-Apheresen).

·Bei gleichzeitiger Behandlung mit Medikamenten di Aliskiren enthalten vor allem wenn Sie an

Diabetes oder mittelschwerer oder schwerer Niereninsuffizienz leiden;

·Bei gleichzeitiger Behandlung mit Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten (Sartanen) wenn Sie an

einer diabetischer Nephropathie leiden.

·im Falle einer Schwangerschaft.

Zum Einsatz von Trialix bei Patienten mit schweren Nierenfunktionsstörungen sowie bei

Dialysepatienten allgemein liegen keine ausreichenden Erfahrungen vor.

Wann ist bei der Anwendung von Trialix Vorsicht geboten?

Die Behandlung mit Trialix erfordert regelmässige ärztliche Kontrolle.

Patienten mit erhöhtem Risiko für eine starke Blutdruckabnahme

Zu Beginn bzw. auch während der weiteren Behandlung müssen folgende Patientengruppen

besonders sorgfältig überwacht werden, da es eher zu einer unerwünschten starken Abnahme des

Blutdrucks kommen kann und nachfolgend möglicherweise zu einer Verschlechterung der

Nierenfunktion:

·Patienten mit schwerem, insbesondere bedrohlich verlaufendem Bluthochdruck;

·Patienten, die einen Flüssigkeits- oder Salzmangel aufweisen oder entwickeln könnten (z.B. infolge

unzureichender Flüssigkeits- oder Salzzufuhr oder infolge Durchfalls, Erbrechens oder bei zu

starkem Schwitzen, wenn Salz und Flüssigkeit nicht ausreichend ersetzt werden);

·Patienten, die mit entwässernden Mitteln (Diuretika) vorbehandelt sind;

·Patienten mit – insbesondere schwerer – Herzschwäche;

·Patienten mit Nierenarterienverengung;

·Patienten mit Ein- oder Ausflussbehinderung der linken Herzkammer;

·ältere Patienten.

Eine besonders sorgfältige Überwachung ist auch erforderlich bei Patienten, die durch einen

unerwünscht starken Blutdruckabfall besonders gefährdet wären (z.B. bei Patienten mit relevanten

Verengungen der Herzkranz- oder der hirnversorgenden Gefässe).

Um das Ausmass einer akuten Blutdrucksenkung erfassen und nötigenfalls Gegenmassnahmen

treffen zu können, muss im Allgemeinen nach der ersten Dosis und jeder ersten erhöhten Dosis von

Trialix der Blutdruck solange kontrolliert werden, bis keine weitere bedeutsame akute

Blutdrucksenkung mehr zu erwarten ist.

Bei schwerer begleitender Herzmuskelschwäche und bedrohlich verlaufendem Bluthochdruck sollte

der Therapiebeginn sowie jede Dosisanpassung stationär erfolgen.

Es wird empfohlen, bestimmte Blutlaborwerte regelmässig überprüfen zu lassen.

Nierenfunktion

Besonders in den Anfangswochen der Behandlung sollte die Nierenfunktion überwacht werden. Bei

Patienten mit einer Herzmuskelschwäche, einer vorbestehenden Nierenfunktionsstörung, Erkrankung

der Nierengefässe sowie bei nierentransplantierten Patienten ist eine besonders sorgfältige

Überwachung erforderlich.

Laboruntersuchungen

Um mögliche Blutbildveränderungen erkennen zu können, werden Kontrollen des Blutbildes

empfohlen, häufiger in der Anfangsphase der Therapie, bei Patienten mit gestörter Nierenfunktion,

bei Patienten mit gleichzeitig bestehenden Bindegewebserkrankungen sowie bei Patienten, die

gleichzeitig mit anderen Arzneimitteln behandelt werden, die Veränderungen des Blutbildes

verursachen können.

Bei gleichzeitiger Einnahme von Trialix und bestimmten Arznei- oder Nahrungsmitteln müssen

folgende Wechselwirkungen in Betracht gezogen werden:

Werden gleichzeitig Blutdruckmedikamente oder andere Arzneimittel mit möglichen

blutdrucksenkenden Wirkungen (wie Aliskiren) eingesetzt, muss mit einer verstärkten

Blutdrucksenkung gerechnet werden (siehe «Wie verwenden Sie Trialix?» und «Welche

Nebenwirkungen kann Trialix haben?»).

Vermehrte Kochsalzzufuhr mit der Nahrung kann die blutdrucksenkende Wirkung von Trialix

vermindern.

Die gleichzeitige Einnahme von Kalium, Kaliumsalzen, kaliumsparenden wasserausschwemmenden

Mitteln (Diuretika) (wie Spironolacton) oder von Arzneimitteln, die den Kaliumspiegel erhöhen

können, kann zu einer bisweilen schwerwiegenden Erhöhung des Serumkaliums führen. Diese

Kombinationsbehandlung wird nicht empfohlen. Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw.

Ihre Ärztin oder Apothekerin, falls Sie statt Kochsalz Diätsalze, die Kalium enthalten, verwenden.

Anderseits kann bei Patienten, die gleichzeitig sog. Glukokortikoide oder auf längere Zeit

Abführmittel oder grössere Mengen Lakritze einnehmen, der Kaliumverlust erhöht werden.

Bei gleichzeitiger Anwendung von Trialix und bestimmten Arzneimitteln gegen Schmerzen und

Entzündungen (z.B. Acetylsalicylsäure und Indometacin) ist mit einer Abschwächung der

blutdrucksenkenden Wirkung zu rechnen. Die Entwicklung eines akuten Nierenversagens ist

möglich. Die Wirkung und Toxizität von Salicylaten kann verstärkt werden (verstärkte

Nebenwirkungen der Acetylsalicylsäure).

Gefässverengende Mittel können die blutdrucksenkende Wirkung von Trialix beeinträchtigen.

Ein bestimmtes Gichtmittel (Probenecid) kann die blutdrucksenkende Wirkung abschwächen.

Andererseits schwächt Piretanid die Wirkung bestimmter Präparate, z.B. Mittel gegen die

Zuckerkrankheit ab. ACE-Hemmer wie Ramipril können die blutzuckersenkende Wirkung von

Arzneimitteln gegen die Zuckerkrankheit verstärken. Besonders zu Beginn einer

Kombinationsbehandlung muss auf Anzeichen einer Unterzuckerung im Blut geachtet werden.

Vorsicht ist geboten bei der Kombination mit gewissen Antibiotika (z.B. Aminoglykoside), welche

das Risiko von Hör- und Nierenstörungen mit sich bringt.

Bei Patienten, die gleichzeitig mit anderen Arzneimitteln behandelt werden, können

Blutbildveränderungen auftreten.

Ramipril – der eine Bestandteil von Trialix – kann die Wirkung von Alkohol verstärken.

In seltenen Fällen sind bei Patienten unter ACE-Hemmer-Therapie lebensbedrohliche, allergische

Reaktionen während der Desensibilisierung gegenüber Insektengift aufgetreten. Teilen Sie dem

behandelnden Arzt bzw. Ärztin vor der Desensibilisierung mit, dass Sie Trialix einnehmen. Diese

Reaktionen konnten vermieden werden, wenn die Behandlung mit dem ACE-Hemmer vor der

Desensibilisierung vorübergehend unterbrochen wurde.

Bei Patienten, die gleichzeitig mit einem ACE-Hemmer und Vildagliptin behandelt wurden, sowie

bei Patienten, die gleichzeitig mit einem ACE-Hemmer und einem mTOR-Hemmer (z.B. das für die

Behandlung von Nierenkrebs zugelassene Arzneimittel Temsirolimus) oder einem NEP-Hemmer

(z.B. Racecadotril zur Behandlung von Diarrhoe) behandelt wurden, kam es zu einem verstärkten

Auftreten von Angioödemen.

Falls Sie operiert werden müssen, sollten Sie Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin mitteilen, dass Sie Trialix

einnehmen.

Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit, die Fähigkeit,Werkzeuge oder Maschinen zu

bedienen und die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie

·an anderen Krankheiten leiden,

·Allergien haben oder

·andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden vor allem Sartane

oder Medikamente welche Aliskiren enthalten oder einen Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten.

Darf Trialix während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit angewendet werden?

Trialix darf während einer Schwangerschaft nicht eingenommen werden. Vor Beginn der

Behandlung mit Trialix ist daher eine Schwangerschaft auszuschliessen.

Frauen im gebärfähigen Alter sollen während der Behandlung mit Trialix eine zuverlässige

Schwangerschaftsverhütung einhalten. Falls Sie während der Behandlung mit Trialix schwanger

werden, müssen Sie sofort Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin informieren.

Eine stillende Mutter soll Trialix grundsätzlich nicht einnehmen.

Wie verwenden Sie Trialix?

Die Dosierung richtet sich nach erwünschtem Blutdruck und Verträglichkeit im Einzelfall. Die Dauer

der Behandlung mit Trialix bestimmt im Einzelfall der Arzt bzw. die Ärztin.

Die übliche Anfangsdosierung beträgt ½ Tablette täglich.

Wenn nötig kann die Dosis im Abstand von jeweils 2 bis 3 Wochen gesteigert werden. Mit einer

Tablette Trialix täglich wird der Blutdruck in den meisten Fällen ausreichend gesenkt.

Maximale Tagesdosis: 2 Tabletten.

Bei Patienten, die mit einem wasserausschwemmenden Mittel vorbehandelt sind, ist zu erwägen,

dieses wenigstens 2-3 Tage oder (falls von der Wirkdauer des Diuretikums her erforderlich) länger

vor Beginn der Behandlung mit Trialix abzusetzen oder zumindest in der Dosis zu verringern. Über

Möglichkeit und Dauer einer solchen Behandlungspause oder Dosisverringerung entscheidet im

Einzelfall der Arzt bzw. die Ärztin.

Ist ein Absetzen nicht möglich, so wird empfohlen, zunächst nicht mit Trialix zu beginnen, sondern

mit der niedrigstmöglichen Dosis Ramipril (1,25 mg täglich) allein und diese mit dem Diuretikum

frei zu kombinieren, um anschliessend auf eine Anfangsdosis von nicht mehr als ½ Tablette Trialix

umzustellen.

Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion und älteren Patienten ist die Dosiseinstellung

besonders sorgfältig vorzunehmen (Dosiseinstellung mit den Einzelkomponenten). Die

Erhaltungsdosis beträgt ½ Tablette Trialix, die Maximaldosis 1 Tablette Trialix täglich.

Falls der Blutdruck auf das Kombinationspräparat unzureichend anspricht, darf die Dosierung von

Trialix nicht erhöht werden, sondern die erforderliche Erhaltungsdosis wird durch Verabreichung der

beiden Wirkstoffe in separater Form bestimmt.

Die Anwendung von Trialix bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren wird aufgrund fehlender

Daten zu Sicherheit und Wirksamkeit nicht empfohlen.

Trialix Tabletten sind unzerkaut und mit ausreichend Flüssigkeit (etwa einem ½ Glas Wasser)

einzunehmen. Die Einnahme kann vor, während oder nach einer Mahlzeit erfolgen.

Grundsätzlich wird empfohlen, die verordnete Tagesdosis morgens auf einmal einzunehmen.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel

wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. Ihrer Ärztin

oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Trialix haben?

Die häufigsten Nebenwirkungen sind:

Erhöhter Kaliumspiegel im Blut (gekennzeichnet durch Zittern oder Kribbeln in den Gliedmassen,

Herzrhythmusstörungen), Kopfschmerzen, leichter Schwindel, Blutdruckabfall, Hypotonie,

Ohnmacht, trockener, nicht produktiver Reizhusten, Bronchitis, Sinusitis, Atembeschwerden,

entzündliche Reaktionen des Magen-Darm-Trakt, Verdauungsstörungen, Bauchschmerzen,

Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Hautausschläge (Flecken und rote Papeln), Thorax-Schmerzen,

Müdigkeit, Muskelkrämpfe, Muskelschmerzen.

Bereits als Folge der Senkung des erhöhten Blutdrucks auf das optimale Niveau können,

insbesondere zu Beginn der Behandlung, Symptome wie Leeregefühl im Kopf, u.U. zusammen mit

Konzentrationsstörungen, sowie eine Beeinträchtigung des Reaktionsvermögens, Müdigkeit,

Schwäche und Schwindel auftreten.

Ein unerwünscht starker Blutdruckabfall lässt sich insbesondere nach der ersten Gabe von Trialix

sowie nach der ersten Gabe einer höheren Trialix-Dosis beobachten und kann unter anderem

folgende Nebenwirkungen hervorrufen: beschleunigter Puls, Herzklopfen, orthostatische

Kreislaufstörungen (mit z.B. einem Gefühl der Schwäche oder einer bevorstehenden Ohnmacht beim

Aufstehen aus dem Liegen), periphere Ödeme (Wasseransammlung im Gewebe), Übelkeit,

Schwitzen, Hörstörungen (z.B. Ohrensausen), Sehstörungen, Kopfschmerzen, Benommenheit und

Müdigkeit, Gleichgewichtsstörungen, Schlaflosigkeit, Angstgefühl, depressive Verstimmung, Zittern

und Nervosität, Angina pectoris, Herzrhythmusstörungen und kurzzeitiger Bewusstseinsverlust.

Ein zu starker Blutdruckabfall kann folgende Massnahmen erfordern: Hinlegen mit hochgelagerten

Beinen, Flüssigkeitszufuhr bzw. Volumenersatz (Infusion) oder sogar weitere therapeutische

Massnahmen.

Ein abrupter Blutdruckabfall löst unter Umständen einen Schockzustand aus, der das Leben des

Patienten gefährden kann. In der Folge kann sich das Blut verdicken und eine eventuelle

Thromboseneigung verstärken.

Insbesondere im Falle einer Erkrankung der Herzkranzgefässe oder einer Verengung der

Hirnarterien, durch welche sich der Blutfluss vermindert, kann es zu einer möglicherweise

lebensbedrohlichen Minderdurchblutung des Herzens bzw. des Gehirns kommen, vor allem wenn der

Blutdruck zu stark abfällt. Derartige Durchblutungsstörungen können einen Anfall von Angina

pectoris oder sogar einen Herzinfarkt bzw. vorübergehende Störungen der Hirnfunktion oder sogar

einen Schlaganfall hervorrufen.

Nachdem sich der Blutdruck wieder normalisiert hat, kann die Behandlung mit Trialix im

Allgemeinen fortgesetzt werden.

Bei Anzeichen von Hypotonie müssen Sie unverzüglich Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin informieren.

Bei Atembeschwerden ist sofort ein Arzt oder eine Ärztin zu benachrichtigen.

Gelegentliche Nebenwirkungen:

Eosinophilie (erhöhte Eosinophile – eine Art von weissen Blutkörperchen – im Blut), depressive

Stimmung, Angst, Nervosität, Unruhe, Schlafstörungen einschliesslich Schläfrigkeit, Schwindel,

Störung des Tastsinns, Störungen des Geschmacks oder Geschmacksverlust, Abnahme oder Verlust

des Appetits, Sehstörungen, Herzstörungen, periphere Ödeme (Ansammlung von Wasser in den

Gliedmassen), intensive rasch vorübergehende Rotfärbung des Gesichts, Hals und Rumpfs,

Bronchospasmus mit Verschlimmerung von Asthma, verstopfte Nase,

Bauchspeicheldrüsenentzündung (es wurde von aussergewöhnlichen tödlichen Fälle mit ACE-

Hemmern berichtet), Anstieg der Bauchspeicheldrüse-Enzyme, Darm Angiödem,

Oberbauchbeschwerden einschliesslich Magenentzündung, Verstopfung, Mundtrockenheit,

Erhöhung der Leberenzyme und/oder der Bilirubin-Konzentration, Angiödem (sehr selten

Obstruktion der Atemwege infolge eines Angiödems mit möglichem fatalen Ausgang), Juckreiz,

übermässiges Schwitzen, Gelenkschmerzen, Nierenfunktionsstörungen einschliesslich

Nierenversagen, vorübergehende erektile Impotenz, verminderte Libido, Fieber.

Tritt Juckreiz mit Nesselsucht auf, ist sofort ein Arzt bzw. eine Ärztin zu benachrichtigen. Tritt im

Bereich des Gesichtes (z.B. Augenlider, Lippen), der Zunge, des Stimmapparates oder des Kehlkopfs

eine Schwellung auf, die zu Schluck- oder Atembeschwerden führt, besteht die Möglichkeit, dass

sich dahinter ein sog. Angioödem verbirgt. In diesem Fall muss der Patient unverzüglich den Arzt

bzw. die Ärztin informieren und darf die nächste geplante Trialix-Dosis nicht einnehmen. Auch jede

weitere Therapie mit einem ähnlichen Medikament wie Trialix (ACE-Hemmer) kommt bei dieser

Nebenwirkung nicht mehr in Frage.

Vor allem zu Beginn der Behandlung kann es infolge der wasserausschwemmenden Wirkung des

Piretanids in Trialix, aber auch infolge einer verbesserten Herzleistung vorübergehend zu einer

verstärkten Urinausscheidung kommen, die möglicherweise Dehydration zur Folge hat, wenn nicht

ausreichend Flüssigkeit zugeführt wird.

Bei einer Therapie mit Trialix kann sich die Nierenfunktion verschlechtern, manchmal bis hin zum

lebensbedrohlichen akuten Nierenversagen. Dazu kommt es vor allem bei einer Erkrankung der

Nieren-Blutgefässe, nach einer Nierentransplantation und bei sehr niedrigem Blutdruck,

insbesondere bei Patienten mit Herzschwäche.

Eine Störung der Nierenfunktion äussert sich durch die folgenden allgemeinen Symptome:

Verwirrtheit, Muskelkrämpfe und Tetanie, aber auch Muskelschwäche, Magen-Darm-Störungen und

übermässiger Durst, Verschluss der Harnwege, Schwierigkeiten beim Wasserlassen und

Blasenüberdehnung.

Folgende Nebenwirkungen wurden selten beobachtet:

Verwirrtheit, Zittern, Gleichgewichtsstörungen, Bindehautentzündung, Schwerhörigkeit, Tinnitus,

Verschlimmerung von Durchblutungsstörungen, Entzündung der Blutgefässwände, Entzündung der

Zunge, Leberfunktionsstörungen, Erkrankungen der Haut und der Nägel, (schuppige Haut,

Nagelablösung, Nesselsucht), mangelnde Leistungsfähigkeit/Muskelkraft (Asthenie).

Folgende Veränderungen des Blutbildes können auftreten: Abnahme der Zahl der roten

Blutkörperchen, des Hämoglobinspiegels, der Zahl der Blutplättchen und der weissen Blutzellen. Mit

solchen, in manchen Fällen lebensbedrohlichen Störungen des Blutbildes ist eher zu rechnen bei

Patienten mit gestörter Nierenfunktion, bei Nierentransplantation, bei Patienten mit gleichzeitig

bestehender Bindegewebserkrankung oder bei Patienten, die gleichzeitig mit anderen Arzneimitteln

behandelt werden, die Veränderungen des Blutbildes verursachen können. Bei Anzeichen für eine

Abnahme der weissen Blutkörperchen (z.B. Fieber, Lymphknotenschwellungen oder

Mandelentzündung) oder für Blutungen (z.B. winzige bläulich rote Pünktchen auf Haut oder

Schleimhäuten, äusserliche Hautblutungen, Blutergüsse oder schwer stillbares Zahnfleischbluten)

müssen Sie sofort Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin kontaktieren.

Folgende Nebenwirkungen wurden sehr selten beobachtet:

Aufmerksamkeitsstörungen, Schlaganfall (transitorisch oder nicht), brennendes Gefühl,

Geruchssinnveränderungen, Auslösung oder Verstärkung eines Raynaud-Syndroms

(Durchblutungsstörungen der Finger oder Zehen, die blass werden), Leberfunktionsstörung

(Hepatitis), Ulzerationen im Mund, Lichtüberempfindlichkeit der Haut, Haarausfall, schwere Haut-

und Schleimhautreaktionen, die eine Hospitalisierung erfordern (Stevens-Johnson-Syndrom),

(potenziell schwere) Überempfundlichkeitsreaktionen auf Insektengifte, Verschlimmerung einer

Schuppenflechte, Erythem, Brustwachstum beim Mann.

Folgende Nebenwirkungen wurden in Einzelfällen beobachtet:

Missempfindungen, Geruchs- und Geschmacksstörungen (z.B. metallischer Geschmack auf der

Zunge), sowie Gichtanfälle aufgrund des erhöhten Harnsäurespiegels im Blut, Verlust des

Hörvermögens (teils nicht reversibel), Anomalie in der Produktion von Blut- und Immunzellen im

Knochenmark, bullöse Haut- und Schleimhauterkrankung autoimmunen Ursprungs (Pemphigus),

akutes Leberversagen.

Dieses Syndrom ist durch eine Freisetzung von übermässigem ADH charakterisiert mit als Folge

eine Verringerung des Natriumspiegels im Blut und mit Folge von Erbrechen und Verwirrtheit.

Bei Zuckerkrankheit kann die Einnahme von Trialix die Stoffwechsellage verschlechtern bzw. einen

latenten Diabetes zutage fördern.

Wenn Sie Nebenwirkungen beobachten, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Trialix Tabletten sind in der Originalpackung, vor Licht geschützt, bei Raumtemperatur (15-25 °C)

und ausserhalb der Reichweite von Kindern aufzubewahren.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Trialix enthalten?

1 Tablette Trialix (teilbar, mit Bruchrille) enthält die Wirkstoffe Ramipril (5 mg) und Piretanid (6

mg) sowie Hilfsstoffe.

Zulassungsnummer

52941 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Trialix? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Packungen zu 20 und 100 Tabletten (teilbar, mit Bruchrille).

Zulassungsinhaberin

sanofi-aventis (schweiz) ag, 1214 Vernier/GE.

Diese Packungsbeilage wurde im Juni 2017 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic)

geprüft.